Kaliningrader Wochenblatt 2014-27

Kaliningrader Wochenblatt 2014-27

Baltisk bald mit Yachthafen?                    
Information vom 30.06.2014
 
 
Es wird geplant, in Baltisk, dem Stationierungsort der russischen Ostseeflotte, einen Teil des Hafens für private Yachten umzubauen. Zuständige Organe der Grenze wollen nun unter Hinzuziehung von privatem Kapital Anlegestellen instand setzen. Im weiteren ist auch die zivile Nutzung des Hafens für größere Touristenschiffe geplant. Entsprechende Konsultationen zwischen regionalen und föderalen Instanzen werden hierzu durchgeführt.
 
 
Businesszentrum bankrott erklärt                    
Information vom 30.06.2014
 
 
Das im Stadtzentrum gelegene Businesszentrum „Morskoi-Business-Zentrum“ ist bankrott. Eine entsprechende Entscheidung wurde durch das zuständige Gericht auf kommunalen Antrag gestellt. Das Zentrum hat eine Million Rubel (25.000 Euro) Schulden für Heizleistungen. Der Besitzer/Schuldner erschien nicht vor Gericht und der eingesetzte zeitweilige Verwalter des Objektes erkannte die deklarierten Schulden an. Der Besitzer verfügt über keinerlei Eigentum welches gepfändet werden könnte, auch die Eigentumsrechte an diesem Businesszentrum hatte er 2012 bereits verloren. Es besteht der Verdacht des vorsätzlich organisierten Bankrott.
 
 
Hektische Bautätigkeit in Kaliningrad                    
Information vom 30.06.2014
 
 
Seit Anfang des Jahres ist eine gesteigerte Bautätigkeit in Kaliningrad zu spüren. Dies widerspricht früheren Meldungen, wo durch Baufirmen erklärt wurde, dass im Zusammenhang mit neuen gesetzlichen Regelungen die Bautätigkeit eingefroren wird. So sind im Kaliningrader Gebiet seit Anfang des Jahres 899 Häuser mit einer Fläche von 404.000 Quadratmetern gebaut worden. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres wurden nur 141.000 Quadratmeter gebaut.
 
 
Kaliningrad – Anziehungspunkt für Migranten                    
Information vom 30.06.2014
 
 
Im Zeitraum 1991 bis 2012 hat die Bevölkerung des Kaliningrader Gebietes um 50.000 Personen zugenommen. Grund ist die innerrussische Migration, wo Kaliningrad im Rating den sechsten Platz in der Russischen Föderation belegt. Von 1991 bis 2000 kamen nach Kaliningrad 30.000 Umsiedler, von 2001 bis 2010 waren es 15.000 und in den Jahren 2011/12 waren es 5.000 Übersiedler.
 
 
Kaliningrad hat mehr Beamte als Bauern                    
Information vom 01.07.2014
 
 
206.000 Arbeitsnehmer hat Kaliningrad, die in den verschiedensten Bereichen auf der Grundlage eines Arbeitsvertrages einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die größte Gruppe der Arbeitnehmer (33.500) sind Staatsangestellte und Mitarbeiter in Sozialbereichen sowie weitere 54.200 Arbeitnehmer im Gesundheitswesen und der Bildung. 33.000 Arbeitnehmer sind in der verarbeitenden Industrie beschäftigt (Lebensmittelindustrie, Fahrzeugindustrie, Elektroindustrie). Nur 3.000 Menschen sind in der Landwirtschaft angestellt. 1.700 Angestellte arbeiten im Hotelgewerbe und nur 1.000 Angestellte im Gaststättengewerbe. 
 
 
Avtotor erhält Riesenkredit von Außenhandelsbank                    
Information vom 02.07.2014
 
 
Die russische Bank WTB gewährt der Fahrzeugholding „Avtotor“ einen Kredit von 600 Mio. Euro. Diese Gelder sind bestimmt für den Aufbau des Autoclusters im Stadtrand von Kaliningrad – im Ort Kosmodemjanskoje. Der neue Autocluster soll nach Fertigstellung in einem vollständigen Produktionszyklus jährlich 250.000 Fahrzeuge, u.a. auch Modelle von BMW produzieren. Die ersten 150.000 Fahrzeuge sollen die neuen Fabriken bereits im Jahre 2016 verlassen.
 
 
Fußball-Stadion 2018 – Eile mit Weile                     
Information vom 02.07.2014
 
 
Das Kaliningrader Fußball-Stadion wird das teuerste aller zu erbauenden Fußballstadien in Russland zur Fußball-Weltmeisterschaft. Darüber informierte der russische Sportminister Mutko. Zum jetzigen Zeitpunkt prüfen föderale Spezialisten sämtliche Projektunterlagen für alle Stadien. Das Kaliningrader Stadion wird als letztes attestiert. Wie der Sportminister informierte gab es eine Reihe von Änderungen und im Verlaufe der nächsten zwei Monate fallen alle Entscheidungen zum Baubeginn.
 
 
Kulturlose Kaliningrader                     
Information vom 03.07.2014
 
 
Während der obligaten wöchentlichen TV-Sendung mit dem Bürgermeister Jaroschuk, in deren Verlauf er Fragen der Bürger beantwortet, regte er sich auch über die Unkultur der Kaliningrader auf. Kaum das der Zwillingsteich mit viel Aufwand und finanziellen Mitteln instand gesetzt wurde und Ende April der Bevölkerung zur Nutzung überlassen wurde, haben es die Kaliningrader im Verlaufe von nur einem Monat geschafft, diesen Platz in eine Müllkippe zu verwandeln. Weiterhin beschwerte sich der Bürgermeister, dass regelmäßig Abfallkörbe am Oberteich gestohlen werden und von der Baustelle an der Pregel-Promenade werden frisch verlegte Gehwegplatten über Nacht gestohlen.
 
 
Interessante neue Zollstruktur                    
Information vom 03.07.2014
 
 
Der Kaliningrader Zoll erhält eine neue Struktur. Bisher ist die Zollverwaltung Bestandteil der Nord-West-Region und somit St. Petersburg unterstellt. Die nun durchgeführte Strukturreform löst die Kaliningrader Zollverwaltung aus der Nord-West-Region heraus und unterstellt diese direkt dem föderalen Zentrum. Eine interessante Entscheidung, die vielleicht auch auf zukünftige Änderungen im Status des Kaliningrader Gebietes hindeuten könnte.
 
 
Platz ist in der kleinsten Hütte                    
Information vom 04.07.2014
 
 
Platz ist in der kleinsten Hütte – das dachte sich eine 49jährige Kaliningraderin, die in einer Wohnung mit 19,5 Quadratmetern über 100 ausländischen Gastarbeitern ein Obdach gab. Zumindest gewährte sie die Unterkunft in Form einer Registrierung auf dem Papier und verletzte damit das Gesetz gegen die sogenannten „Gummiwohnungen“. Nun wird wohl der Staat ihr die Möglichkeit geben, für drei Jahre ganz alleine in einer Unterkunft zu wohnen, die vielleicht sechs Quadratmeter groß ist – bei freier Verpflegung und ohne Mietzahlung.
 
 
Polizei-Absolventen erhielten Diplome und Dienstgrade                    
Information vom 04.07.2014
 
 
124 Absolventen der St. Petersburger Polizei-Universität (Filiale Kaliningrad) erhielten am Freitag ihre Abschlussdiplome und den Dienstgrad Leutnant verliehen. Die Absolventen werden als Untersuchungsführer oder im operativen Polizeidienst eingesetzt. Die Feierliche Zeremonie fand am Denkmal der 1.200 Gardisten statt. Zur Verleihung der Diplome und Dienstgrade reise der Chef der Polizei-Universität aus St. Petersburg Generalleutnant Wassili Kudin an.
 
 
30.06.14 / Jetzt geht es auch den Fußgängern an die Geldbörse. Die Kaliningrader Verkehrspolizei wird nun auch Fußgänger bestrafen, die gegen die Verkehrsregeln verstoßen. Der Anteil der Fußgänger, die Verkehrsunfälle verursachen, hat in den letzten fünf Monaten rasant zugenommen.
 
30.06.14 / 2.984 Ukrainer sind seit Anfang des Jahres über den Airport Chrabrowo nach Kaliningrad übergesiedelt. Dies ist fast die gleiche Anzahl wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
 
30.06.14 / In Kürze beginnen auch im Nationalpark Kurskaja Kosa die Abschleppfahrzeuge für Falschparker zu wirken. Darüber informierte der Leiter des Parks auf einer Pressekonferenz.
 
30.06.14 / Eine Verbraucherstatistik zeigt, dass in Kaliningrad der Umsatz durch Verkauf von Wodka rückläufig ist. Dafür haben die Kaliningrader ihre Vorliebe für Sekt entdeckt, denn hier steigen jetzt die Verkaufszahlen.
 
01.07.14 / Zu den Stadtfeierlichkeiten werden sämtliche Reklamebanner auf dem Prospekt Mira entfernt. Man braucht Platz für die feierliche Gestaltung von Fan-Zonen auf diesem Prospekt.
 
01.07.14 / Die Umfrage unter Kaliningradern, zur Notwendigkeit von Spezialplätzen für Gassi-Gehen mit Hunden hat gezeigt, dass 95 Prozent die Schaffung von Spezialplätzen befürworten.
 
01.07.14 / In Kaliningrad ist eine spezielle Untersuchungsgruppe in der Innenverwaltung geschaffen worden, deren Aufgabe in der Aufklärung der unendlich großen Anzahl von Fahrzeugbränden bestehen wird.
 
01.07.14 / Ab Anfang Juli gelten wieder neue Tarife für Strom, Wasser und Gas. Strom wurde um vier Prozent teurer, Gas um 0,09 Prozent und Wasser/Abwasser um fünf Prozent.
 
01.07.14 / Seit Anfang des Jahres sind 271 Kaliningrader dafür bestraft worden, dass sie mit ihrem PKW direkt an den Ostseestrand gefahren sind und dort auch Strandrennen organisiert haben. Jetzt hat es einen hochgestellten Polizeibeamten erwischt. Ihm droht die fristlose Entlassung.
 
02.07.14 / In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben Kaliningrader Fischer mehr Fisch gefangen, als im gesamten vergangenen Jahr. Insgesamt landeten sie bisher 8.500 Tonnen an.
 
03.07.14 / In der vergangenen Woche sind wieder 15 Ausländer aus Kaliningrad ausgewiesen worden. Davon 10 Bürger Usbekistans, zwei Ukrainer und drei Bürger aus anderen ehemaligen Sowjetrepubliken.
 
03.07.14 / Der Leiter des Kaliningrader Migrationsdienstes hat seine Kündigung wegen Erreichung des Rentenalters eingereicht. Der neue Leiter wird durch den Chef des föderalen Migrationsdienstes ernannt.
 
03.07.14 / Wegen einem herrenlosen Koffer wurde die Elektritschka Kaliningrad-Sowjetsk angehalten und 70 Passagiere evakuiert. Der Besitzer wurde gefunden und erwies sich als Schwarzfahrer, der von Waggon zu Waggon lief, um nicht vom Schaffner erwischt zu werden.
 
04.07.14 / In den letzten drei Monaten, oder besser, in den ersten drei Monaten der Existenz des neuen Schienenbusses in Kaliningrad, hat dieser 35.000 Passagiere staufrei in das Stadtzentrum und zurück in den Baltrayon transportiert.
 
04.07.14 / Der Kaliningrader Chefarchitekt Genne informierte, dass monatlich mindestens ein Vorschlag bei der Kaliningrader Stadtverwaltung zur Rekonstruktion des „Hauses der Räte“ eintrifft.
 
04.07.14 / Das Kaliningrader Statistikamt meldet, dass Fleisch in Kaliningrad seit Anfang des Jahres um 17,5 Prozent teurer geworden ist. Dies sind vermutlich Auswirkungen der in den Nachbarländern ausgebrochen Schweinepest.
 
04.07.14 / Die Steuerschulden des Kaliningrader Fußballclubs „Baltika“ hat sich auf 69 Mio. Rubel (1,5 Mio. Euro) aufgeschaukelt.
 
04.07.14 / Im Rahmen der Frühjahrseinberufung zur Ostseeflotte, folgten 3.500 Wehrpflichte der Aufforderung zur Ableistung des Einjährigen Grundwehrdienstes in Baltisk.
 
04.07.14 / Den Kampf gegen eine Eisenbahnbrücke in der ul. Ostrowskowo hat ein LKW verloren, welcher eine Ladung Fenster transportierte. Die Ladung war höher als die Durchlassfähigkeit der Brücke – Brücke steht, alle Fenster kaputt.
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