Neuer Hafen in Pionersk wird zeitweilig eingefroren

Neuer Hafen in Pionersk wird zeitweilig eingefroren

Der neue Hafen in Pionersk, der ein neues touristisches Wunder für das Gebiet bringen sollte, wird vorläufig nicht gebaut. Grund ist, dass sich die verantwortlichen Bauleute wohl an Geldern im großen Umfang bereichert haben.

 

 

300.000 Touristen und 20.000 Fahrzeuge sollten mit internationalen Fähren in den Hafen von Pionersk einschwimmen. Geträumt wurde davon schon im Jahre 2018, dem Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft. Dann wurde das Jahr 2019 genannt, dann 2020 und jetzt wird der Bau eingefroren.

Bisherigen Medienmeldungen war zu entnehmen, dass 1,6 Milliarden Rubel verschwunden sind und vier Personen durch die Rechtspflegeorgane in staatliche Unterkünfte gebracht worden sind, wo sie den Ermittlern Tag und Nacht zur Verfügung stehen.

Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow erklärte, dass der Bau in den Wintermonaten eingestellt wird. Im kommenden Jahr soll weiter gebaut werden. Von Journalisten angesprochen, ob es einen neuen Auftragnehmer für den Hafen geben wird, antwortete Alichanow: „Na, der alte sitzt ja …“

Insgesamt sollte der neue Hafen für die Summe von 7,4 Milliarden Rubel errichtet werden. Der Auftragnehmer erhielt als Vorkasse 3,63 Milliarden Rubel, also die Hälfte der Summe. Gegenwärtig ist das Projekt zu 27 Prozent erfüllt, aber bereits 2 Milliarden Rubel ausgegeben. Nun stellt der Staatsanwalt die in Russland überall gefürchtete Frage: „Wo ist das Geld?“

Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass die Gelder an vier Vertragsfirmen überwiesen worden waren. Diese wiederum hatten die Gelder an sogenannte „Ein-Tag-Firmen“ überwiesen. Damit sind die Gelder defacto verloren, falls nicht irgendwo ein Schuhkarton mit diesen Geldern auftaucht.

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