Nicht jeder Kaliningrader möchte offiziell arbeiten

Nicht jeder Kaliningrader möchte offiziell arbeiten

 

Gerne werden in westlichen Medien Informationen über das katastrophale Leben in Kaliningrad verbreitet. Auch in den Sozialnetzwerken sind Kommentare über das Hungern und Darben der Kaliningrader gern gesehene Sudelthemen.

Die russische staatliche Statistikbehörde hat nun ermittelt, dass jeder fünfte Arbeitnehmer in mittelständischen und Großunternehmen des Kaliningrader Gebietes nicht offiziell angestellt ist.

In konkreten Ziffern sind dies 109.000 Personen, die nicht offiziell arbeiten, aber trotzdem ein Einkommen beziehen – steueroptimiert oder wie man in Russland sagt: Gehalt im Umschlag.

Um nicht offiziell zu arbeiten und trotzdem ein Einkommen zu beziehen, werden verschiedenste Formen von nicht registrierten Firmen genutzt. Die Anzahl derjenigen, die in der sogenannten Schattenwirtschaft arbeiten, nimmt rapide zu. Überlegungen, dass sich diese Arbeitnehmer selber schaden, in dem sie keine Abgaben in die Sozialkassen, insbesondere in den Rentenfond leisten, spielen keine Rolle.

Gegenwärtig werden Massnahmen durch das russische Wirtschaftsministerium geplant, um die Einkünfte und Ausgaben der Russen besser analysieren und somit letztendlich Einfluss auf die illegalen Arbeitgeber und –nehmer nehmen zu können.

 

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