Nicht jeder Kaliningrader möchte offiziell arbeiten

Nicht jeder Kaliningrader möchte offiziell arbeiten

 

Gerne werden in westlichen Medien Informationen über das katastrophale Leben in Kaliningrad verbreitet. Auch in den Sozialnetzwerken sind Kommentare über das Hungern und Darben der Kaliningrader gern gesehene Sudelthemen.

Die russische staatliche Statistikbehörde hat nun ermittelt, dass jeder fünfte Arbeitnehmer in mittelständischen und Großunternehmen des Kaliningrader Gebietes nicht offiziell angestellt ist.

In konkreten Ziffern sind dies 109.000 Personen, die nicht offiziell arbeiten, aber trotzdem ein Einkommen beziehen – steueroptimiert oder wie man in Russland sagt: Gehalt im Umschlag.

Um nicht offiziell zu arbeiten und trotzdem ein Einkommen zu beziehen, werden verschiedenste Formen von nicht registrierten Firmen genutzt. Die Anzahl derjenigen, die in der sogenannten Schattenwirtschaft arbeiten, nimmt rapide zu. Überlegungen, dass sich diese Arbeitnehmer selber schaden, in dem sie keine Abgaben in die Sozialkassen, insbesondere in den Rentenfond leisten, spielen keine Rolle.

Gegenwärtig werden Massnahmen durch das russische Wirtschaftsministerium geplant, um die Einkünfte und Ausgaben der Russen besser analysieren und somit letztendlich Einfluss auf die illegalen Arbeitgeber und –nehmer nehmen zu können.

 

Reklame

Kommentare ( 1 )

  • boromeus

    Veröffentlicht: 9. September 2019 19:57 pm

    Für den Staat,den Oblast ist es schade ,dass man Individuen und insbesondere Firmen, die immer noch mangelde Steuerstringenz nutzen und zum einen den Staat um seine dringend benötigten Steuern und der Arbeitnehner letztenendes sich selber beschxxxx., nicht habhaft werden kann.Natürlich wird jeder, der eine Möglichkeit sieht, im kleinen Stil versuchen dem Fiskus nicht den ganzen Zoll entrichten zu müssen.Bei der eigenen Rente hört dann jedoch der Spass auf .Etwas reichlich kurz gedacht.Es sei denn man möchte sich im Alter mit Arbeit noch körperlich ertüchtigen ,weil der Rubel nicht ,beziehungsweise weiter rollen muss.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 9. September 2019 20:04

      ... leider kommen die Erkenntnisse, dass man in der "Jugend" wohl einiges verkehrt gemacht hat, im Renteneintrittsalter zu spät, wenn man feststellt, dass man nur ein paar Rubel Rente bekommt, obwohl man sein ganzes Leben gearbeitet hat. Die Masse glaubt immer noch, dass der Staat (wie ehemals im Sozialismus) etwas zu verschenken hat. Aber die Zeiten sind vorbei. Und so kann man denn die Gelegenheit nutzen, wenn sie sich denn bietet, vor Kameras und Mikrophonen zu jammern, wie kärglich die Rente ist ... usw. usw. usf.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung