Noch zwei Varianten nach Kaliningrad zu gelangen und bald wohl auch visafrei

Noch zwei Varianten nach Kaliningrad zu gelangen und bald wohl auch visafrei
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Wer eine Reise macht, der kann was erzählen. Das trifft auch auf Kaliningrad zu. Hier hat man sogar die Möglichkeit unendliche Geschichten schon über die Anreise zu erzählen, denn der Weg zur russischen Insel inmitten Europas ist nicht ganz so einfach, manchmal sogar spannend.

Zu all den bisher schon mehr oder weniger bekannten Möglichkeiten einer Anreise kommt nun mit großer Wahrscheinlichkeit ab April noch eine weitere kostengünstige Möglichkeit hinzu, denn die Fluggesellschaft „Easyjet“ informiert, dass es eine Flugverbindung Berlin-Gdansk geben wird. Drei Flüge in der Woche, nämlich Dienstag, Donnerstag und Samstag soll es geben. Der billigste Preis beträgt 155 Zloty in eine Richtung, also rund 40 Euro.

Die zweite Variante ist mit WizzAir zwischen Bremen und Gdansk. Hier sollen die Flüge ab 2. April beginnen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

Natürlich bleibt die bisherige Variante zwischen Hamburg und Gdansk mit WizzAir bestehen.

Die Variante mit LOT zwischen Warschau und Kaliningrad gibt es ebenfalls noch, allerdings ist sie für Reisende aus Deutschland ungünstig – sowohl zeitlich wie finanziell.

Tja, somit ist die Anreise bis Gdansk geklärt. Und von Gdansk aus gibt es mehrmals am Tag reguläre Busverbindungen nach Kaliningrad, beginnend ab 6.00 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr und 21 Uhr. An einigen Tagen kommen weitere Busverbindungen hinzu. Der Preis beträgt rund 9 Euro in eine Richtung. Reine Fahrtzeit mit dem Bus drei Stunden, zuzüglich der Abfertigungszeiten an der polnischen und russischen Grenze.

Ach, nun noch die Frage des Visums.

Der Kaliningrader Gouverneur hat in einem Interview mit der Zeitung „Gaseta.ru“ eindeutig klargestellt, dass er niemals Gouverneur von Königsberg sein wird und hat bei der Gelegenheit daran erinnert, dass man zukünftig, ab Mitte des Jahres 2019 mit elektronischem kostenlosen Visa nach Kaliningrad reisen kann. Die zuständigen Behörden arbeiten intensiv an der Vorbereitung. Wer also ab Mitte 2019 über die Internetseite des russischen Außenministeriums das elektronische kostenlose Visa für Königsberg, spätestens drei Tage vor Reiseantritt beantragt, wird wohl keins erhalten, denn eine Stadt Königsberg gibt es nicht in der Russischen Föderation. Wer nach Kaliningrad reisen will, hat somit ab Mitte 2019 mehr und preiswertere Auswahl als bisher.

Na dann, gute Reise.

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Kommentare ( 2 )

  • Hauke

    Veröffentlicht: 15. Dezember 2018 12:41 pm

    Was bedeutet eigentlich dieses elektronische Visum?
    Braucht man weiter einen Pass?
    Braucht man weiter eine extra Kranken und Autoversicherung?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 15. Dezember 2018 13:35

      ... na Hauke, Sie wollen nun gleich das ganze Paradies!

      Elektronisches Visum bedeutet, dass Sie spätestens drei Tage vor Reiseantritt per Internet beim russischen Aussenministerium in deutscher Sprache anfragen müssen, ob Ihrer Einreise etwas im Wege steht. Sie erhalten kurzfristig schriftlich Antwort und reisen mit Ihrem Pass und Ihrer Auslandskrankenversicherung an. So der Grundgedanke. Es gibt hierzu noch tausende ... na, ich will nicht übertreiben, aber einige Besonderheiten, die im Gesetz zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geregelt werden.

  • Steffen Görlich

    Veröffentlicht: 15. Dezember 2018 16:36 pm

    Prima, dass von russischer Seite diese Erleichterung geschaffen wird. Leider bringt es Deutschland nicht fertig, wenigstens für Jugendliche die Visapflicht zu erlassen. Ich war mit der Fan ID nochmal nach der WM im Oblast und nach 40 Jahren mal wieder in Moskau. Hat alles prima geklappt von russischer Seite.

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