Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 02/2016

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 02/2016

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

17.01.2016 – Kampfeinsätze in Syrien
Seit Beginn des Einsatzes von Truppen der Luft- und Weltraumstreitkräfte haben russische Flugzeuge 5.662 Kampfeinsätze gegen Stellungen von Terroristen geflogen. Davon wurden 145 Kampfeinsätze durch Fernfliegerkräfte durchgeführt. Weiterhin wurden 97 Flügelraketen auf Stellungen der Terroristen in Syrien abgeschossen.  
 
17.01.2016 – Zentralbank mit Überlegungen zum Leitzins
Die russische Zentralbank überlegt, den gegenwärtig gültigen Leitzins von 11 Prozent wieder anzuheben. Dafür ist es aber nötig, dass sich die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung im Lande derart entwickelt, dass das für 2016 angestrebte Inflationsziel von sechs Prozent und für 2017 von vier Prozent in Gefahr ist.  
 
 
17.01.2016 – Russen heben U-Boot
Schweden hat Russland gestattet das U-Boot „Zom“, welches im Jahre 1916 vor der schwedischen Küste gesunken ist, zu heben. Das Boot soll nun genau am 23. Mai 2016 gehoben werden, wenn sich taggenau das Datum des Untergangs des Schiffes zum hundertsten Mal jährt.  
 
17.01.2016 – Neue Namen für bewährte Qualität
Russland stellt die Produktion von bemannten Raumschiffen „Sojus“ ein. Diese hatten über viele Jahrzehnte nationalen und internationalen Kosmonauten und Astronauten für Flüge in den Weltraum gedient. Die neuen Raumschiffe werden die Bezeichnung „Föderation“ tragen.  

16.01.2016 – Türkenlinie wieder im Gespräch, aber …
Der russische Energieminister Nowak hat erklärt, dass Russland bereit ist, die Gasleitung „Türkenlinie“ zu realisieren. Voraussetzung ist, dass sowohl die Türkei wie auch Europa daran ein Interesse haben. Russland ist bekannt, dass die Europäische Union sich mit dieser Frage beschäftigt und Russland ist bereit, sich den Vorschlägen zu stellen.  
 
16.01.2016 – Aus dem Winterschlaf zurück
Nach zwei Monaten Pause nimmt der Fahrzeughersteller „Ford“ im Gebiet Leningrad nun die Fahrzeugproduktion wieder auf. Die Produktionseinstellung erfolgte am 18. November 2015. Bis zum Februar wird „Ford“ an fünf Tagen in der Woche arbeiten. Danach wird die Firma zur Vier-Tage-Woche übergehen.  
 
16.01.2016 – Nach 20 Jahren gefunden
Mitarbeiter des Zivilschutzes im Gebiet Krasnojar haben während einer Übung im Fluss Jenisee ein Fahrzeug mit zwei Personen gefunden, einem Mann und einer Frau, die seit 1995 vermisst werden. Anzeichen eines kriminellen Todes gibt es nicht. Gegenwärtig laufen Untersuchungen zur Aufklärung der Gesamtumstände.
 
16.01.2016 – Fahrzeugindustrie wird weiter unterstützt
Der Sektor der russischen Fahrzeugproduktion wird auch weiterhin durch den russischen Haushalt unterstützt. Dies erklärte der russische Premierminister Dmitri Medwedjew. Er informierte, dass frühere Pläne für eine Kürzung von Förderungsmaßnahmen nicht mehr aktuell sind und die Regierung sogar eine Erweiterung finanzieller Unterstützungen für die Autoindustrie plant.  

15.01.2016 – Hoffnungsloses Estland
Der Premierminister Estlands geht davon aus, dass es in absehbarer Zeit unmöglich ist, von Russland eine Kompensation für die sowjetische Besatzungszeit seines Landes einzuklagen. Er empfahl seinen Mitarbeitern, die dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatten, sich mit wichtigeren Dingen des täglichen Lebens zu beschäftigen.  
 
15.01.2016 – Effektives Medikament gegen Ebola registriert
Der russische Präsident Wladimir Putin informierte, dass in Russland das bisher effektivste Medikament gegen Ebola registriert wurde. Anwendungen des Präparates zeigen wesentlich bessere Ergebnisse als alle anderen bisher weltweit bekannten Präparate.  
 
15.01.2016 – Russland und die EU driften weiter auseinander
Der gegenseitige Warenaustausch zwischen Russland und den Ländern der Europäischen Union ist im abgelaufenen Jahr 2015 um weitere 40 Prozent rückläufig gewesen und fiel auf 230 Mrd. USD ab. Damit trägt die Europäische Union im Vergleich zu allen anderen Ländern, die größte Last der Folgen der internationalen Politik seit 2014.  
 
15.01.2016 – Nun auch Lizenzentzug für Apotheken
Durch die Aufsichtsbehörde im Gesundheitswesen wurde ein Mechanismus erarbeitet der es gestattet, einer Apotheke die Zulassung zu entziehen, wenn bei Kontrollen wiederholt überhöhte Preise für Medikamente festgestellt werden. Im vergangenen Jahr wurden durch die russische Staatsanwaltschaft über 2.000 Preisverstöße festgestellt. Die Preise waren um das Doppelte bis Dreifache überteuert.

14.01.2016 – Telefongespräch Putin-Obama
Am Mittwoch fand ein Telefongespräch zwischen dem amerikanischen Präsidenten Obama und dem russischen Präsidenten Putin statt. Gesprächsgegenstand waren die „Ukraine“ und „Syrien“. Die Information über dieses Treffen wurde vom offiziellen Sprecher des Weißen Hauses verbreitet. Das letzte Gespräch zwischen beiden Präsidenten fand im November im Rahmen des G20-Treffens statt.
 
 
 
14.01.2016 – Kreml zum „Süd-Stream-Projekt“
Der Kreml hat offiziell alle Informationen über eine mögliche Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der Gasleitung „Süd-Stream“ dementiert. Dieses Projekt ist eingestellt und wird nicht wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Mit dieser Information setzte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten den Schlusspunkt unter die am Wochenanfang entstandenen Gerüchte in Bulgarien.  
 
14.01.2016 – Erheblicher Rückgang Warenaustausch mit China
Der gegenseitige Warenaustausch mit China ist im abgelaufenen Jahr um ein Drittel rückläufig, im Vergleich zum Jahre 2014 und erreichte nur noch einen Umfang von rund 64 Mrd. USD. Im Jahre 2014 stieg der gegenseitige Warenaustausch noch um 6,8 Prozent.  
 
14.01.2016 – Hotelübernachtungen verteuern sich
Russische Hoteliers weisen darauf hin, dass sich die Kosten für eine Hotelübernachtung im Laufe des Jahres 2016 um 15 Prozent verteuern werden. Begründet wird dies mit einem Anwachsen der Selbstkosten, insbesondere für Lebensmittel, die im Übernachtungspreis inbegriffen sind, sowie um Unterhaltsgegenstände, die weiterhin im Ausland eingekauft werden müssen und somit dem starken Kursanstieg des Rubels unterliegen. Für ausländische Übernachtungsgäste wird sich wohl aber in der absoluten Summe nichts ändern, da der Rubelkurs sich sehr günstig auf die Kosten in Euro oder USD auswirkt.
 
14.01.2016 – Arbeitslosigkeit wächst
Olga Golodez, Vizepremier der russischen Regierung informierte, dass es eindeutige Anzeichen für ein Anwachsen der Arbeitslosigkeit in Russland gäbe. Trotzdem die Anzahl der offenen Stellen gleichgeblieben ist, gibt es eine Tendenz des Anwachsens der registrierten, aber auch der nicht registrierten Arbeitslosen. Sie informierte weiter, dass im Sozialblock des russischen Haushalts Reserven eingestellt sind, die für diese Entwicklung vorgesehen sind.  

13.01.2016 – Russland vor Haushaltskürzungen?
Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass die Ministerien bis zum 15. Januar dem russischen Premierminister Dmitri Medwedjew Vorschläge über eine 10prozentige Kürzung ihrer Haushalte vorzulegen haben. Sollten sich die Ministerien hierzu nicht in der Lage sehen, wird die Kürzung zwangsweise nach Ermessen des Premierministers vorgenommen. Russland hofft damit auf Einsparungen in Höhe von 700 Mrd. Rubel. Die neuerliche Kürzung des Haushaltes steht im Zusammenhang mit dem weiteren Preisverfall für Erdöl.  
 
13.01.2016 – Gasprom – Symbol für Reichtum
Nicht nur die Firma Gasprom ist reich, sondern anscheinend auch ihre Mitarbeiter, begonnen beim Leiter von Gasprom, bis hin zu den Reinemachefrauen. So wurde einer 44jährigen Reinemachefrau aus ihren Jeep Mitsubishi Outlander, den sie auf einem Parkplatz vor einem Moskauer Einkaufszentrum abgestellt hatte, eine Handtasche von Dior gestohlen, in der sich auch noch 300.000 Rubel befanden. Durch die Polizei wurde bei Dior eine Anfrage zum Wert der Tasche an sich gestellt und die Firma informierte, dass die Tasche zwei Millionen Rubel kostet.
 
13.01.2016 – Schon Käufer gefunden
Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat erklärt, dass sie am Kauf der in Schieflage geratenen ERGO-Bank interessiert ist. Es laufen bereits Gespräche zur Übernahme des Kontrollpakets an Aktien dieser Bank. Mit diesem Eigentümerwechsel werden dann auch die Liquiditätsprobleme der Bank gelöst.  
 
13.01.2016 – Inflationsfaktor steht fest
Das russische Statistikamt hat die Inflation in Russland im abgelaufenen Jahr 2015 offiziell mit 12,9 Prozent beziffert. 
 
13.01.2016 – Erhebliche Verstärkung der militärischen West-Gruppe
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu informierte, dass eine der wichtigsten Aufgaben der Armee im Jahre 2016 in der Schaffung von drei neuen Divisionen in der West-Gruppe der Streitkräfte ist. Hierbei geht es nicht nur um die Bildung des Personalstammes im Umfang von mehreren zehntausend Armeeangehörigen, sondern auch um den Bau von Kasernen, Lagern und Wohnungen für die Berufssoldaten.

12.01.2016 – Gerüchte und Dementi
Am Montag tauchten in den russischen Medien Informationen auf, wonach Bulgarien die baldige Wiederaufnahme der Arbeiten am Projekt „Süd-Stream“ ankündigt. Angeblich solle sich Russland zur Erfüllung aller Forderungen der Europäischen Union bereit erklärt haben. Allerdings wurde diese Meldung dann am Abend von bulgarischer Seite wieder dementiert. Auch das russische Energieministerium wies die Information als nicht zutreffend zurück.
 
12.01.2016 – Arbeitslosigkeit gewachsen
Die Anzahl der Arbeitslosen ist in der letzten Dezemberwoche gewachsen. 993.000 Menschen sind offiziell als arbeitssuchend registriert. Dies entspricht einer Quote von 1,9 Prozent.  
 
12.01.2016 – Rosneft verkauft Ukraine-Aktiva
Rosneft hat sich entschlossen, sein Tankstellennetz in der Ukraine zu verkaufen. Als Käufer konnte Glusco Energy S.A., eine Firma aus der Schweiz gewonnen werden. Erste Anzeichen für einen Verkauf gab es bereits im vergangenen Herbst, als ein Großteil der Angestellten entlassen wurde und viele der noch verbliebenen Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub geschickt wurden. Insgesamt geht es um 141 Tankstellen in 12 ukrainischen Regionen.  
 
12.01.2016 – Erste Bank beginnt zu wackeln
Schon am ersten Arbeitstag des neuen Jahres beginnt die erste russische Bank zu wackeln. Noch im alten Jahr hatte die Zentralbank der „ERGO-Bank“ verboten, neue Bankkonten zu eröffnen. Dadurch kam es zu Liquiditätsproblemen. Nun hat die Bank die Mega-Aufsichtsbehörde gebeten, unter ihre Fittiche genommen und saniert zu werden.

11.01.2016 – Neue Kassenapparate in Russland
Die russische Staatsduma wird über ein neues Gesetz abstimmen, welches die Einführung neuer elektronischer Kassen ab dem Jahre 2017 regelt. Diese Kassen sind in der Lage direkt mit der Steuerinspektion zu korrespondieren und übergeben täglich die Verkaufs- und Steuerergebnisse an die Steuerinspektion. Die bisherigen Betreiber von Kassen werden verpflichtet, ihre Kassen auszutauschen. Dazu werden Fristen genutzt, nach denen die bisherigen Kassen sowieso für den weiteren Betrieb nicht mehr zugelassen sind.
 
11.01.2016 – Drakonische Strafanhebung für illegale Taxi
Die russische Staatsduma plant im März ein Gesetz zu beschließen, welches die Strafen für illegale Taxi um mindestens das Sechsfache anhebt. Bisher bezahlen illegale Taxi eine Strafe von 5.000 Rubel, wenn sie denn erwischt werden. Zukünftig werden sie mindestens 30.000 Rubel beim ersten „erwischen“ zahlen. Werden sie nochmals erwischt, zahlen sie 50.000 Rubel und verlieren die Fahrerlaubnis. Für diejenigen, die ehrlich ihre Taxilizenz erwerben, will die Duma mögliche Strafen für irgendwelche Verstöße mit gleichem Gesetz senken.  
 
11.01.2016 – Nissan in St. Petersburg vor Personalkürzungen
Der Fahrzeughersteller Nissan in St. Petersburg plant eine Kürzung von 250 Planstellen. Die Entlassungen sollen im Monat März erfolgen. Ursprünglich waren 500 Entlassungen vorgesehen und der Übergang zur Fahrzeugproduktion in nur einer Schicht.  
 
11.01.2016 – Litauischer Export halbiert
Der Export litauischer Waren nach Russland hat sich im Jahre 2015 fast halbiert, d.h. er ist um 49 Prozent rückläufig. Bei landwirtschaftlichen Produkten ist der Rückgang noch drastischer. Wurden im Jahre 2014 noch Lebensmittel im Wert von 218 Mio. Euro exportiert, so waren es im Jahre 2015 nur noch 58 Mio.  

 

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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 17. Januar 2016 01:27 pm

    Hallo Uwe,
    da haben sie uns aber was wichtiges verschwiegen. Wann ist denn dieses Jahr das russische U-Boot in den schwedischen Gewässern gesunken? Hi hi hi. Nur ein Spaß zum Wochenende. Schönen Sonntag!

    Dem Radeberger ein Radeberger

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 17. Januar 2016 08:38

      ... danke für den Hinweis, ich habe korrigiert.

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