Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 04/2016

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 04/2016

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

31.01.2016 – Türkei bestellt russischen Botschafter ein
Die Türkei hat den russischen Botschafter einbestellt. Grund ist die Verletzung des türkischen Luftraums durch ein russisches Flugzeug. Die Türkei weist darauf hin, dass für alle Folgen aus solchen Luftraumverletzungen Russland die Verantwortung trägt. Wann und wo die Luftraumverletzung stattfand, wird nicht mitgeteilt.
 
31.01.2016 – Russland erhöht Rolle im Internationalen Währungsfond
Russland gehört jetzt zu den zehn größten Teilnehmerländern des Internationalen Währungsfonds. Weiterhin haben die Teilnehmerländer der BRICS ihren Anteil am Fond erhöht und besitzen nun 14,7 Prozent der Stimmenanteile. Der größte Teilnehmer sind die USA mit 16,7 Prozent. Ein Votumsrecht entsteht bei einem Anteil von 15 Prozent.
 
 
31.01.2016 – Gehaltskürzungen bei AvtoWAS
Den Mitarbeitern des russischen Fahrzeugproduzenten AvtoWAS werden die Gehälter um 20 Prozent gekürzt. Die Kürzung erfolgt zum Stichtag 15. Februar. Gegenwärtig erfüllen bereits 3.000 Angestellte Sozialarbeiten. Ab 15. Februar geht die Firma auch zur Vier-Tage-Arbeitswoche über.
 
31.01.2016 – Außenhandel mit Japan stark rückläufig
Der Außenhandelsumsatz mit Japan ist um 40 Prozent rückläufig und betrug knapp 21 Mrd. USD. An dem starken Rückgang sind die gefallenen Preise für Erdöl und der Rubelkurs schuld. Beide Länder führen seit Monaten Gespräche über einen möglichen Besuch des russischen Präsidenten in Japan.
 
31.01.2016 – Erster Attentäter identifiziert
Russische Sicherheitsorgane haben den ersten Attentäter identifiziert, der aktiv an dem Absturz des russischen Flugzeuges über Ägypten Anteil hat. Insgesamt gibt es sechs Personen die das Attentat organsiert haben. Jetzt ist derjenige namentlich bekannt, der die Bombe in das Flugzeug gebracht hat. Es handelt sich um eine Person die erst kurz vor dem Attentat als Gepäckzubringer auf dem Airport eingestellt wurde. Unmittelbar nach der Einbringung der Bombe hat er den Airport verlassen und hat Ägypten verlassen. Letzter bekannter Aufenthaltsort ist die Türkei.

30.01.2016 – Russland mit Prognose zum Tourismus
RosTurism geht in einer ersten Prognose von 27 Mio. ausländischer Touristen im Jahre 2016 in Russland aus. Der gegenwärtige Kurs des Rubels macht einen Urlaubsaufenthalt für Ausländer in Russland besonders attraktiv. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hatten 20,7 Mio. ausländische Touristen in Russland Urlaub gemacht.
 
30.01.2016 – Banken vom Netz abgeschaltet
Zwei russische Banken, die Alta-Bank und die Millenium-Bank sind heute vom Netz abgeschaltet worden und können keine Finanzoperationen mehr durchführen. Ein untrügliches Zeichen, dass am Montag wohl wieder Lizenzentzüge durch die russische Zentralbank verkündet werden. Bereits am Freitag verlor eine Moskauer Bank ihre Lizenz. Damit nimmt die Zentralbank die gewohnte Fahrt im Rahmen der seit Mitte 2013 laufenden Bankendisziplinierung auf.
 
30.01.2016 – Keine Grundgebühr für Stromverbrauch
Der russische Premierminister D. Medwedjew hat Überlegungen zurückgewiesen, eine Grundgebühr für den Verbrauch von Elektroenergie einzuführen. Der Vorschlag kam aus dem russischen Energieministerium, welches sich Zusatzeinnahmen im Umfang von 240 Mio. Rubel monatlich versprochen hatte.
 
30.01.2016 – Aktuelle Umfragen zeigen hohe Zustimmung für Putin
Das soziologische Institut „Levada-Zentrum“ hat wieder eine Umfrage zur Tätigkeit des russischen Präsidenten Putin gestartet. 82 Prozent aller Befragten sind mit der Arbeit ihres Präsidenten zufrieden. Damit hält sich der überproportional hohe Zustimmungswert für den russischen Staatschef schon fast zwei Jahre.
 
30.01.2016 – Geringe Kriminalität von Ausländern in Russland
Alle nichtgesetzeskonformen Handlungen von Ausländern zusammengenommen, bringen nur 3,8 Prozent Anteil an der Kriminalitätsstatistik Russlands für das abgelaufene Jahr. Diese Ziffer war auch für das Jahr 2013 schon fixiert wurden. Ausländern wir die Einreise nach Russland verweigert, wenn sie im Verlaufe von drei Jahren zweimal gegen russische Gesetze verstoßen haben.

29.01.2016 – Religiosität in der Armee
In den letzten 15 Jahren hat sich die Anzahl der Gläubigen in der russischen Armee verdoppelt. 76 Prozent aller Militärangehörigen bekennen sich gegenwärtig zu einer Religion. Dies teilte der für die Arbeit mit den Gläubigen in der russischen Armee zuständige Abteilungsleiter des Verteidigungsministeriums mit. 88 Prozent aller Gläubigen bekennen sich zur russisch-orthodoxen Kirche, neun Prozent sind Muselmanen.
 
29.01.2016 – Türkei will Verhältnis zu Russland normalisieren
Der türkische Außenminister hat erklärt, dass die Türkei an der Normalisierung des Verhältnisses zu Russland interessiert sei. Er persönlich sei bereit, sich zu jeder Zeit mit dem russischen Außenminister zu treffen um dieses Thema zu besprechen. Russland hatte kurz zuvor erklärt, die Sanktionen gegen die Türkei weiter auszuweiten. Betroffen hiervon soll die Baubranche sein, denen Russland nun Aufträge im Werte von 50 Mrd. USD entziehen will.
 
29.01.2016 – Hälfte der russischen Fluggesellschaften zahlungsunfähig
Die russische Aufsichtsbehörde für den Luftverkehr informierte, dass über die Hälfte der russischen Fluggesellschaften gegenwärtig zahlungsunfähig sind. Dies zeigen die Ergebnisse der wirtschaftlichen Tätigkeit dieser Fluggesellschaften in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres. Damit hat sich die Zahl der Fluggesellschaften mit Zahlungsschwierigkeiten um weitere zehn Prozent gegenüber dem Jahre 2014 erhöht.
 
29.01.2016 – Weiterhin keine diplomatischen Beziehungen zu Georgien
Vertreter des russischen Außenministeriums erklärten, dass die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Georgien gegenwärtig nicht auf der Tagesordnung stehe. Somit sind auch alle anderen Spekulationen über einen visafreien Reiseverkehr zwischen beiden Ländern gegenstandslos.

28.01.2016 – Auge um Auge, Sanktion um Sanktion
Nachdem der Kreml informiert hatte, dass er gegenwärtig nicht interessiert ist an Diskussionen um Sanktionseinstellungen und dieses Thema nicht auf der Tagesordnung steht, hat der russische Wirtschaftsminister erklärt, dass Russland seine verhängten Sanktionen erst dann aufheben wird, wenn die Europäische Union vorher ihre Sanktionen aufgehoben hat.
 
28.01.2016 – Religionsunterricht in Russland
Der russische Patriarch Kirill hat sich für einen weiteren Ausbau des Religionsunterrichts in russischen Schulen ausgesprochen. In seiner Bitte an die russische Regierung betonte er das gute Niveau des bisherigen Religionsunterrichtes, aber vertrat die Ansicht, dass eine Erweiterung der Themen notwendig ist.
 
28.01.2016 – Türkische Waren immer noch in Russland
Der Leiter des föderalen Zolldienstes informierte, dass es immer noch gelingt, türkische Waren nach Russland zu bringen, ungeachtet des bestehenden Importverbotes. Hauptgrund ist, dass andere Staaten türkische Waren umdeklarieren und diese Erzeugnisse als ihre eigene Produktion ausgeben. Es handelt sich um keine großen Mengen, aber auch die kleinen Mengen sollen nicht nach Russland. Im Zolldienst liegen jetzt ausreichend Erkenntnisse vor, wie diese Umdeklarierung erfolgt und Chancen für die illegale Einfuhr verringern sich von Tag zu Tag mehr.
 
28.01.2016 – Experten mit sensationellen Erkenntnissen zum Rubel
Durch das russische Gaidar-Institut wurde nach umfangreichen Analysen herausgearbeitet, dass sich die Lage des Rubels gegenüber dem USD und Euro im Jahre 2017 verbessern wird und sogar den Wert von 60 Rubel für einen USD erreichen könnte. Andere Experten von russischen Banken hatten kurz zuvor darauf hingewiesen, dass der Rubel niemals wieder einen Kurs von 60 erreichen wird. Nun wartet die interessierte Öffentlichkeit in Russland auf Meldungen die bestätigen, dass es auch im kommenden Jahr wieder vier Jahreszeiten mit unterschiedlichen Temperaturen geben wird.

27.01.2016 – McDonalds will sich voll lokalisieren
Der amerikanische Schnellimbiss „McDonalds“ will die Herstellung des Speiseangebotes in seinen russischen Filialen vollständig lokalisieren. Man will zukünftig auf sämtliche Importe von Fleisch jeglicher Art, Kartoffeln und anderer Zutaten verzichten und auf einheimische Erzeugnisse übergehen. Dieser Entschluss steht nicht im Zusammenhang mit den Sanktionen sondern sind Teil der langfristigen Planung zur Firmenentwicklung in Russland – so der Generaldirektor McDonalds für Russland.
 
27.01.2016 – Sieben Satelliten für Bodenschätze
Russland wird bis zum Jahre 2025 sieben neue Satelliten starten, deren Aufgabe es ist neue Erdölfelder zu erkunden und vorhandene Förderstellen zu überwachen. Nach bisheriger Planung sollen diese Satelliten in das System „Gasprom Weltraumsysteme“ eingegliedert werden.
 
27.01.2016 – Mais aus dem USA vor Importverbot
Die russische Verbraucherbehörde zeigt sich besorgt über wiederholte Lieferungen von Mais aus den USA, welcher mit nicht zulässigen Chemikalien vergiftet ist. Wie die Behörde mitteilt, sind diese Vergiftungen kein Ausnahmefall sondern tragen systematischen Charakter. Nun denkt man über ein Importverbot für Mais aus den USA nach. Die amerikanische Seite wurde darüber schriftlich in Kenntnis gesetzt.
 
27.01.2016 – Wiederherstellung vollständiger Beziehungen zu Ägypten
Sergej Naryschkin, der Vorsitzende der Staatsduma informierte, dass Russland an der vollständigen Wiederherstellung der Beziehungen zu Ägypten interessiert ist. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass die Sicherheit russischer Bürger gewährleistet ist. Eine Delegation der russischen Staatsduma unter seiner Leitung bereitet sich auf einen Besuch in Ägypten vor. Hierbei wird es auch zu einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten kommen.

26.01.2016 – Modetrend „Sanktionen“ setzen sich fort
Russische Medien berichten über Sanktionen, die die Türkei ab Februar gegen Russland verhängen will. Hierbei geht es um Walzstahl, die die Türkei im Umfang von einer knappen halben Milliarde USD an drei Firmen in Russland liefert. Die Türkei hatte diesen Firmen Dumpingpreise eingeräumt. Diese sollen nun durch Zölle ausgeglichen werden.
 
26.01.2016 – Litauen kontrolliert russischen Militärbezirk „WEST“
Entsprechend internationaler Verträge zu vertrauensbildenden Maßnahmen werden im Zeitraum vom 25.-28. Januar durch litauische Vertreter militärische Einrichtungen des Militärbezirkes WEST, zu dem auch das Kaliningrader Gebiet gehört, überprüft. Die Gesamtfläche der Kontrolle die durch Litauen ausgewählt wurde beträgt über 16.000 Quadratkilometer.
 
26.01.2016 – Negative Entwicklung der Industrieproduktion
Langsam laufen die statistischen Erhebungen des vergangenen Jahres ein. So meldet die russische Statistikbehörde, dass die Industrieproduktion im Jahre 2015 in Russland um 3,4 Prozent rückläufig war. Die Produktion von Personenkraftwagen fiel um 27,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Auch der Einzelhandelsumsatz ist nach Angaben der russischen Statistikbehörde um 10 Prozent gefallen.
 
26.01.2016 – Ausländer verkaufen russische Aktienanteile
Die Agentur Bloomberg informiert, dass ausländische Anleger in russischen Firmen begonnen haben, ihre Anteile zu verkaufen. Grund hierfür ist der instabile Rubel. Betroffen davon sind u.a. die Firmen Gasprom, Megafon, Magnit.

25.01.2016 – Beerdigung von Lenin nicht auf der Tagesordnung
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass die Beerdigung von Wladimir Iljitsch Lenin, dessen mumifizierter Körper sich in einem Mausoleum an der Kremlmauer befindet, gegenwärtig nicht auf der Tagesordnung steht. Diese Erklärung erfolgte nach sehr kritischen Äußerungen des russischen Präsidenten zur Tätigkeit von Lenin. Der Pressesprecher betonte, dass diese Äußerungen die persönliche Meinung des Präsidenten sind.
 
25.01.2016 – Weniger ausländische Studenten in Russland
Der Direktor der Moskauer staatlichen Universität beschuldigte westliche Medien in der zielgerichteten Diskreditierung russischer Bildungseinrichtungen. Dies erfolgt mit dem Ziel, ausländische Studenten von einem Studium in Russland abzuhalten. Gegenwärtig studieren 6.230 Studenten an den Ausländerfakultäten der Moskauer staatlichen Universität.
 
 
25.01.2016 – Norwegen schickt Flüchtlinge nach Russland
In den letzten Tagen gab es einiges Hin und Her mit Flüchtlingen die über Russland nach Norwegen reisten. Am Samstag hatte Norwegen beschlossen, keine Flüchtlinge mehr ins Land zu lassen. Die bereits eingereisten werden überprüft und nun wurde beschlossen, 280 Flüchtlinge wieder nach Russland auszuweisen.
 
25.01.2016 – Russland fordert Europarat auf Russland zu vergessen
Alexej Puschkow, Leiter des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der russischen Staatsduma hat dem Europarat empfohlen, Russland einfach für eine Zeit zu vergessen. Sein Land wird nicht an der Arbeit der Organisation teilnehmen. Er empfahl dem Europarat sich lieber mit der Ukraine, den Flüchtlingen und den Übergriffen auf Frauen zu beschäftigen.
 

 

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Kommentare ( 2 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 28. Januar 2016 05:06 pm

    Mais aus dem USA vor Importverbot

    So viel ich weiß, produzieren die US-Farmer doch Gen-Mais. Putin hatte doch unlängst gesagt, daß rußland auf genmanipulierte Produkte isgesamt verzichtet und auch selbst keine solchen Produkte tierischer und Pflanzlicher Art herstellen will. Das wäre die rießengroße Nische, wo Länder, die den Genmist auch ablehnen, ihre Waren beziehen könnten. So ähnlich hatte er sich doch geäußert.
    Daß die Amis außerdem noch mit dem Round up arbeiten, einem Beikrautvernichtungsmittel, mit dem der Boden nachhaltig geschädigt wird, ist ja seit langem bekannt.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 31. Januar 2016 04:16 pm

    Ist das nicht ein jämmerliches Deutsch, was ich da verzapft habe. Man sollte sich seine Tipperei doch wohl vorher nochmals anschauen, bevor man diese auf die Reise schickt.
    Aber es ist wirklich so, daß Fehler der Anderen schneller entdeckt werden als die eigenen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 31. Januar 2016 08:46

      ... es geht den Menschen wie den Leuten. Ich lese eigentlich auch immer das, was ich veröffentlichen will mehrmals durch und bin mir immer sicher: es gibt keine Fehler ... aber ... dafür sind wir Menschen.

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