Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 05/2016

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 05/2016

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

07.02.2016 – Extremer Anstieg gefälschter Valuta
In Russland ist die Anzahl entdeckter gefälschter US-Dollar und Euro-Geldscheine extrem gestiegen. Im Dezember wurden 468 gefälschte Geldscheine entdeckt. Die Statistik besagt, dass in „normalen“ Zeiten bis zu 800 gefälschte Geldscheine im Quartal gefunden werden. 
 
 
07.02.2016 – Ausländische Investoren erhalten russische Staatsbürgerschaft
Die russische Regierung hat eine Gesetzesänderung für gut befunden die vorsieht, dass Ausländer im beschleunigten und vereinfachten Verfahren auf Wunsch die russische Staatsbürgerschaft erhalten können. Voraussetzung ist, dass sie über drei Jahre mindestens eine Million Rubel jedes Jahr an Steuern zahlen und ihr Jahresumsatz nicht unter 10 Mio. Rubel liegt.
 
07.02.2016 – Kein Treffen Putin-Erdogan
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass Putin nicht die Absicht habe, sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zu treffen. Dieser hatte erst vor wenigen Tagen Russland der neuerlichen Verletzung türkischen Luftraums beschuldigt und hatte die Luftstreitkräfte des Landes in volle Gefechtsbereitschaft versetzt. Gleichzeitig hatte er laut gefordert, dass sich Putin mit ihm treffen müsse um die entstandenen Probleme zu besprechen.

06.02.2016 – Nicht immer sind Umfragen glaubhaft
Eine Umfrage hat ergeben, dass 25 Prozent aller Befragten glauben, dass veröffentliche Ergebnisse von Umfragen nicht der Wahrheit entsprechen. 71 Prozent sind davon überzeugt, dass die Umfrageergebnisse die wirkliche Ansicht der russischen Gesellschaft widerspiegeln.
 
06.02.2016 – Treffen zweier Kirchenfürsten
Am 12. Februar werden sich der russische Patriarch Kirill und der römische Papst Franziskus auf dem Airport auf Kuba treffen. Es ist das erste Zusammentreffen dieser Art überhaupt in der Geschichte der Kirchen. Das Treffen wird genutzt um ein Dokument für die Zusammenarbeit beider Kirchen zu unterzeichnen.
 
06.02.2016 – Bald Importverbot für weißrussischen Käse?
Die russische Verbraucherschutzbehörde hat sich in der letzten Zeit verstärkt mit Qualitätskontrollen von Käse aus Weißrussland beschäftigt und einen überhöhten Anteil an Konservierungsstoffen festgestellt, was den russischen Normen widerspricht. Die Verbraucherschutzbehörde beschreibt die Verwendung von E-251 in einer derartigen Form, das einem schon beim Lesen der Appetit vergeht. Gleichzeitig werden die weißrussischen Behörden aufgefordert aktiv zu werden.
 
06.02.2016 – Im Westen nichts Neues – BBC mit billiger Propaganda
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten bedauert sich Zeit genommen zu haben, um einen Film zu sehen, den die BBC ausgestrahlt hat und der ein Szenario zeigt, welches in Europa entsteht, wenn Russland mit Atomwaffen die NATO überfällt. Der Film heißt: „Dritter Weltkrieg“. Man erinnerte auch an einen weiteren Billig-Film aus der gleichen „Küche“, wo vor wenigen Tagen über den „Reichtum Putins“ berichtet wurde. Gleichzeitig wurde aus der NATO informiert, dass man Kenntnisse davon habe, dass Russland im Jahre 2013 ein Angriffsszenario mit Atomwaffen auf Schweden trainiert habe.

05.02.2016 – Türkei hebt Visafreiheit auf
Die Türkei hebt mit Stichtag 15. Februar die Visafreiheit für russische Journalisten auf. Dies hat zur Folge, dass alle russischen Journalisten die sich gegenwärtig in der Türkei aufhalten auszureisen müssen. Wer dann wieder einreisen will benötigt ein Journalistenvisum, welches durch die Türkei erteilt wird – oder auch nicht. Russland hatte bereits die Visafreiheit für die Türkei komplett per 01. Januar 2016 aufgehoben.
 
05.02.2016 – Russland wird sich erinnern
Der russische Außenminister Lawrow nahm zu einigen Ereignissen in den letzten Tagen zwischen Russland und der Türkei Stellung und vertrat die Meinung, dass die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern immer erhalten bleiben, aber das die türkische Regierung Terroristen unterstützt – da wird Russland nie vergessen.
 
05.02.2016 – Verkauf von Anteilen an Moskauer Börse
Der chinesische Investor Chengdong Investment hat seinen gesamten Anteil im Umfang von 5,2 Prozent an der Moskauer Börse verkauft und sich zurückgezogen. Der Anteil stellte einen Wert von 10,6 Mrd. Rubel dar. Wer diese Anteile übernommen hat wurde nicht informiert. Wesentliche Anteilseigener an der Moskauer Börse, die im Jahre 2011 geschaffen wurde, sind die russische Zentralbank, die Sberbank und die Außenwirtschaftsbank.
 
05.02.2016 – Pakt gegen elektronischen Angriffskrieg
Ein Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums informiert, dass führende Staaten der Welt die Notwendigkeit erkannt haben, einen „Elektronischen Nichtangriffspakt“ zu unterzeichnen. Dieser Pakt wird unter der Regie der UNO erarbeitet.

04.02.2016 – Großbritannien zweifelt an Russland
Der Außenminister Großbritanniens hat offiziell Zweifel an den Möglichkeiten Russlands zur Regulierung des Syrien-Konfliktes geäußert. Einer der wichtigsten Gründe für seine Zweifel ist die „Unberechenbarkeit des russischen Präsidenten Putin.“
 
04.02.2016 – Schulen und Kindergärten geschlossen
Fast 9.000 Schulen und 1.700 Kindergärten sind in Russland wegen Grippeinfektionsgefahr geschlossen wurden. Nach Angaben des russischen Gesundheitsministeriums erkranken jährlich bis zu 30 Mio. Personen an Grippe. Gegenwärtig ist die Grippewelle anscheinend wieder am abklingen.
 
04.02.2016 – Iran kauft keine Panzer in Russland
Der Iran hat Kaufabsichten für russische Panzer des Typs T-90 geändert. Man will sich jetzt verstärkt auf die Produktion von eigener Panzertechnik im Lande konzentrieren – so der Chef der iranischen Landstreitkräfte. Russische Quellen vermuten allerdings, dass es dem Iran darum geht, die Lizenz für den Bau von T-90 in Russland zu erwerben. Eine derartige Lizenz nutzt gegenwärtig Indien für den Bau dieser Panzer.
 
04.02.2016 – Verfahren gegen Reisebüros eingeleitet
Die russische Verbraucherschutzbehörde hat 140 Verfahren gegen russische Reisebüros eingeleitet, die trotz gesetzlichem Verbot Reisen in die Türkei verkauft haben. Russischen Bürgern ist es nicht verboten in die Türkei zu reisen, russischen Reisebüros jedoch ist es verboten diese Reisen zu verkaufen oder zu organisieren.

03.02.2016 – Russland finanziert Gedenkstätte Sobibor in Polen
Der russische Minister für Kultur Medinski erklärte während seines Besuches in der vergangenen Woche in Polen, dass Russland bereit ist finanzielle Hilfe bei der Schaffung eines Museums im ehemaligen Konzentrationslager Sobibor zu leisten. Russland hat bereits an der Schaffung des Museums in Ausschwitz teilgenommen und wird dies nun auch bei anderen Gedenkstätten für die Opfer des Faschismus so halten.
 
03.02.2016 – Weniger Raucher in Russland
Einen bedeutenden Erfolg hat Russland im Kampf gegen das Rauchen zu verzeichnen. Seit Beginn der Anti-Tabak-Kampagne in Russland vor rund vier Jahren, haben 17 Prozent der Raucher auf dieses teure Hobby verzichtet. Zu den Maßnahmen gehört das Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Restaurants, in Officeeinrichtungen. Tabakerzeugnisse dürfen offen nicht mehr in den Geschäftsauslagen gezeigt werden und natürlich sind die Steuern auf Tabakerzeugnisse stark gewachsen.
 
 
03.02.2016 – Neue Truppenübungsplätze
Im Militärbezirk „West“ werden im laufenden Jahr 2016 insgesamt sechs neue Truppenübungsplätze angelegt. Bisher verfügt der Militärbezirk über 17 Truppenübungsplätze auf denen täglich 20.000 Armeeangehörige trainieren.
 
03.02.2016 – Rückzug „Gasprom-Bank“ aus Großbritannien
Die Gasprom-Bank hat offiziell bei den englischen Behörden den Antrag auf Schließung ihrer Vertretung in London eingereicht. Im Jahre 2015 haben sich fast alle russischen Banken aus dem internationalen Investment zurückgezogen.

02.02.2016 – Zentralbank bleibt bei stabilem Leitzins
Auf ihrer jüngsten Sitzung hat die Zentralbank beschlossen, den Leitzins nicht anzutasten und hat diesen bei 11 Prozent belassen. Somit gibt es für Kreditnehmer aber auch für Anleger jetzt bis zum 18. März eine gewisse Planungssicherheit. Zu diesem Datum wird wieder über den Leitzins in Russland entschieden.
 
02.02.2016 – Grippeopfer in Russland
Das russische Gesundheitsministerium teilte mit, dass es bisher in Russland zu 126 tödlichen Verläufen der Grippe gekommen ist. In einigen Regionen Russlands wurde der Schulbetrieb zeitweilig eingestellt.
 
02.02.2016 – Nur mit Genehmigung des Präsidenten
Mitarbeiter des russischen Sicherheitsdienstes dürfen Auszeichnungen ausländischer Staaten nur annehmen, wenn dies durch den russischen Präsidenten genehmigt wird. Unter Auszeichnungen versteht man in diesem Fall nicht nur Orden und Medaillen, sondern auch sportliche und kulturelle Titel.
 
02.02.2016 – Keine Privatisierung der „Sberbank“
Der russische Präsident Putin informierte, dass keine Absicht bestehe, auf mittelfristige Sicht die „Sberbank“ zu privatisieren. Er nahm diese Erklärung vor, nachdem er einen Bericht der Zentralbankchefin Elvira Nabiullina entgegengenommen hatte. In diesem Bericht hatte sie sich gegen eine Privatisierung ausgesprochen.

01.02.2016 – Valutaüberweisungen von und nach Russland unausgewogen
Die russische Zentralbank hat mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr durch Privatpersonen 4,16 Mrd. USD ins Ausland überwiesen worden sind. In umgekehrter Richtung flossen aus dem Ausland nach Russland durch Privatpersonen 1,25 Mrd. USD. Dies sind die Ergebnisse von 11 Monaten des Vorjahres.
 
01.02.2016 – Postbank ist geboren
Die „Russische Post“ und die Bank „WTB“ haben gemeinsam die lange geplante „Postbank“ ins Leben gerufen. Bis Mai 2016 wird die neue Bank ihre Strategie der Öffentlichkeit darlegen. Die operative Tätigkeit für die Bevölkerung wird die Bank ab März 2016 aufnehmen.
 
 
01.02.2016 – Zwangsverwaltung für InterKommerzBank
Die russische Zentralbank hat für die „InterKommerzBank“ für sechs Monate eine Zwangsverwaltung eingesetzt. In den letzten Tagen waren Informationen aufgetaucht über erhebliche Zahlungsschwierigkeiten der Bank. Kunden die ihre Einlagen abheben wollten, wurden auf spätere Zeiten vertröstet. Sollte es nicht gelingen diese Bank innerhalb eines halben Jahres zu sanieren, wird diese sicherlich ihre Lizenz verlieren und der russische Bankensektor um eine weitere Bank ärmer werden.
 
01.02.2016 – Abtreibungen in Russland rückläufig
Die Anzahl der Abtreibungen ist in Russland rückläufig. 2013 wurden in Russland 1.012.000 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. 2014 waren es noch 929.000 Abbrüche und im Jahre 2015 haben sich 855.000 Frauen zu diesem Schritt entschlossen. In Russland erfolgt ein Schwangerschaftsabbruch ambulant und ist kostenlos.

 

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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 5. Februar 2016 22:11 pm

    Hallo Uwe,
    vorhin habe ich mir auf "Phönix" den zweiten Teil eines Film über den Kaliningrader Oblast angesehen.
    Das ist ein Film des NDR. Titel: Ostpreußens Norden (Von Tilsit nach Trakenen). Den ersten Teil habe ich leider verpaßt.
    Ich konnte nicht heraus bekommen, wann dieser Film entstanden ist.
    Eine Wiederholung erfolgt Teil 1 am 29.03.2016 um 14.15 Uhr (Deutscher Zeit) und Teil 2 am 01.04.2016 um 14.15 Uhr (Deutscher Zeit)
    Ich weiß ja nicht, ob Sie diese Beiträge interessieren könnten? Mich würde aber Ihre Einschätzung dazu interessieren. Denn Sie sind vor Ort. Mir sind da einige Dinge aufgestoßen.
    Vielleicht paßt es, daß Sie sich den Film kopieren können. Es sind auch wirklich sehr schöne Aufnahmen der Gegend dabei. Aber ob da immer das Wesentliche und wahrheitsgemäß berichtet wurde? Ich weiß weiß nicht. Ich habe da so meine Bedenken.
    Nur mal so als Anregung, damit Sie nicht den Bleistift abkauen müssen, was berichte ich denn heute mal so wieder. (Also jetzt aber Spaß in die Ecke)

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 5. Februar 2016 22:35

      ... danke für den Hinweis. Ich hoffe, dass ich diesen Termin nicht vergesse. Heute war ich auf Reise und hatte keine Möglichkeit TV anzuschalten.

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