Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 09/2016

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 09/2016

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

06.03.2016 – Zwangskauf russischer Elektronik geplant
Die russische Regierung denkt gegenwärtig darüber nach, per Regierungserlass russische Firmen zu zwingen, bestimmte Rechen- und andere elektronische Technik aus russischer Produktion zu kaufen. Die Firma „Baikal-Elektronik“ hat sich der Produktion russischer Prozessoren gewidmet und die Entwicklung erfolgreich abgeschlossen. Sie vermeldet bereits große Auftragseingänge, davon auch aus dem Ausland. Auch entsprechende Software aus russischer Produktion soll den Firmen vorgeschrieben werden. Welchen Kreis von Firmen dies betrifft und in welchem Umfang ist den vorliegenden Meldungen noch nicht zu entnehmen.
 
06.03.2016 – Kredit für Gasprom
Die Bank of China gewährt der russischen Firma „Gasprom“ einen Kredit in Höhe von zwei Milliarden USD mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Dies ist der größte Kreditvertrag in der Geschichte von „Gasprom“. Im Rahmen der Unterzeichnung des Kreditvertrages besprachen beide Seiten weitere Momente der zukünftigen Zusammenarbeit.  
06.03.2016 – Russischer Beitrag für Eurovision 2016
Russland wird zum Eurovision 2016 durch den bekannten russischen Sänger Sergey Lazarev vertreten. Jetzt wurde der Musikbeitrag Russlands veröffentlicht. Schade, dass man sich nicht entschließen konnte, dass Russland mit einem russischsprachigen Lied am Wettbewerb teilnimmt:
 

 
06.03.2016 – Weltraumbahnhof offen für Touristen
Der neue Weltraumbahnhof „Wostotchny“ (Der Östliche) wird bis zum Jahresende für den Besuch von Touristen vorbereitet werden. 40 russische Reisebüros sind akkreditiert, um entsprechende Reisen dorthin zu verkaufen. Neben der notwendigen touristischen Infrastruktur wird dieser Weltraumbahnhof auch einen eigenen Flugplatz für die bessere Erreichbarkeit für die Touristen erhalten.
 
06.03.2016 – Keine Einladung für russischen Präsidenten
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass der russische Präsident keine Einladung zu den Feierlichkeiten, anlässlich der Befreiung Bulgariens vom osmanischen Joch erhalten habe. Bekannt wurde, dass der türkische Präsident Erdogan aber zu den Feierlichkeiten erscheinen wird. Dies provozierte den Pressesprecher zur Äußerung, dass er Bulgarien wünsche, wirklich bald von jedem Joch befreit zu sein.  Bulgarien reagierte darauf umgehend und erklärte, dass es überhaupt keine Einladungen an ausländische Staatsoberhäupter gebe. Es sind nur die Leiter der ausländischen diplomatischen Vertretungen geladen wurden. Allerdings hatte man in Russland auch nicht vom türkischen Joch gesprochen, sondern ganz allgemein von der Joch-Befreiung. Unter welchem Joch Bulgarien leidet, überließ das russische Außenministerium der Phantasie der Weltöffentlichkeit.

05.03.2016 – Russland entschädigt Krim-Bewohner für Bankanlagen
Russland beginnt ab 3. März seinen Neubürgern auf der Krim Entschädigungen für die Konten zu zahlen, die diese bei ukrainischen Banken hatten und die jetzt für sie nicht mehr zugänglich sind, a.a. deshalb, weil die ukrainischen Banken auf der Krim keine Lizenzen für ihre Arbeit haben und somit die Tätigkeit einstellen müssen. Entschädigt wird im Rahmen des Einlagensicherungsfonds, d.h. die Anleger erhalten den vollen Betrag der Anlage, jedoch nicht mehr als 1,4 Mio. Rubel.
 
05.03.2016 – Tourismusprognose auf der Krim
Die Krim hat sich in einer ersten Prognose der zu erwartenden Anzahl von Touristen im Jahre 2016 gewagt. Man geht von einer Anzahl von sechs Millionen Touristen aus. In den kommenden zwei Monaten besuchen 500 Tourismusfirmen die Krim, um sich mit den Verhältnissen vor Ort vertraut zu machen.  
 
05.03.2016 – Polizeichef verhaftet
Der Leiter der Polizeiabteilung auf dem Moskauer Airport Wnukowo ist verhaftet worden. Oberst Igor Kukuschkin wird der Bestechlichkeit beschuldigt. Für die Summe von 4.000 USD soll er dafür gesorgt haben, dass jemand die Möglichkeit erhalten hat verbotene Gegenstände nach Russland einzuführen. Im Dezember soll der Polizeioberst sich entschlossen zu haben, über dritte Personen Bestechungsgelder entgegenzunehmen und als Gegenleistung die Einfuhr verbotener Gegenstände zu ermöglichen.  
 
05.03.2016 – Fahrzeugmarkt weiter auf Talfahrt
Im Januar 2016 wurden nur 4.500 Kleintransporter aller Art in Russland auf dem Neuwagenmarkt verkauft. Dies ist ein Rückgang um 34,5 Prozent im Vergleich zum Januar 2015. Im Jahre 2015 ist auch der Verkauf von Nutzfahrzeugen größerer Tonnage um 42 Prozent rückläufig. Auch der Verkauf von Autobussen war im Vorjahr um 19 Prozent rückläufig.
 
05.03.2016 – Höhere Kosten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Über mögliche zusätzliche Kosten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 informierte der föderale Sportminister Mutko auf einer Pressekonferenz. Die höheren Kosten sind begründet durch zusätzliche Anforderungen an die Sicherheit während der Spiele.  Die genauen zusätzlichen Kosten werden davon abhängen, welche Kräfte für die Sicherheit benötigt werden – Freiwillige, FSB-Mitarbeiter und Angehörige des Innenministeriums.

04.03.2016 – Kein Zuckerbrot mehr für Beamte
Das süße Leben der russischen Beamten auf Kosten der Steuerzahler wird immer mehr eingeschränkt. So erarbeitet die russische Zentralregierung gegenwärtig einen Erlass der den Beamten zukünftig verbietet Flüge der Business-Klasse zu nutzen. Bescheidenheit ist der neue Modetrend im Rahmen des sehr angestrengten Haushaltes 2016.
 
04.03.2016 – Entlassungen drohen
Das russische Arbeitsministerium veröffentliche die Zahl von 500.000 Arbeitnehmern, die gegenwärtig von Entlassung bedroht sein könnten. 301.000 dieser Personen befinden sich bereits im Regime der verkürzten Arbeit. Trotz dieser beeindruckenden Zahl erwartet das Ministerium für Arbeit keine großen Sprünge bei den Arbeitslosenzahlen.  
 
04.03.2016 – Software-Entwicklung in Russland
Die russische Regierung hat vor Monaten beschlossen, ausländische Programmanwendungen, insbesondere in Regierungs- und Verwaltungsstrukturen, durch Eigenentwicklungen abzulösen. Nun stellt die Regierung für das Jahr 2016 fünf Milliarden Rubel zur Unterstützung der Programmentwicklung zur Verfügung.
 
04.03.2016 – Unterstützung für Viehzüchter
Die russische Regierung wird kleinen Familienbetrieben, die sich mit der Organisation der Viehzucht beschäftigen, in diesem Jahr Fördermittel im Umfang von 3,47 Mrd. Rubel zur Verfügung stellen. Antragsberechtigte in 74 russischen Regionen hoffen nun auf eine Finanzspritze aus diesem Fördertopf.  

03.03.2016 – Interessante Erkenntnisse in Norwegen
Der „Skagen-Fond“ in Norwegen glaubt die Ursachen gefunden zu haben, warum in den letzten Jahren aus den Entwicklungsländern sehr viel Investitionskapital abgeflossen ist. Schuld daran ist die Korruption in Russland. Ein weiterer Grund für den Pessimismus der Investoren in diesen Ländern ist der Preisverfall für Erdöl – vermutlich ist auch daran Russland schuld.
 
03.03.2016 – Hilfsangebot an russische Fernfahrer
In der Ukraine haben Radikale wieder begonnen, russische LKW-Transporte festzusetzen und an der Weiterfahrt zu hindern. Nun hat das ukrainische Innenministerium angeboten, russische Fahrzeuge zukünftig zu begleiten und somit eine ungehinderte Fahrt zu ermöglichen. Allerdings kostet diese Begleitung Geld. Somit wird es sicherlich nicht mehr lange dauern, bis man sich in Russland beginnt Gedanken zu machen, wie man auf diese Situation reagieren sollte.
 
03.03.2016 – Militärische Zusammenarbeit Russland-Ägypten
Russland und Ägypten haben die Fortsetzung der Zusammenarbeit auf militärtechnischem Gebiet beschlossen. Beide Länder wollen jetzt gemeinsam ein taktisches Nachrichtensystem der sogenannten 5. Generation entwickeln. Weiterhin wird die Produktion verschiedener militärischer Ausrüstungsgüter in Ägypten, gemeinsam mit Russland besprochen.
 
03.03.2016 – USA suchen Alternative
Die USA suchen eine Alternative für russische Trägerraketen. Um eigene Trägerraketen zu entwickeln, wurde jetzt die Summe von 162 Mio. USD zur Verfügung gestellt. Zwei Firmen sollen nun für diese Summe Raketenantriebe erarbeiten damit die USA auf den Kauf der russischen Antriebe RD-180 verzichten können.  

02.03.2016 – Gasprom leitet Sparmaßnahmen ein
Das zum Konzern „Gasprom“ gehörende wissenschaftliche Institut führt für seine Mitarbeiter den 5-Stunden-Arbeitstag ein. Die Arbeitszeitverkürzung ist auch verbunden mit Gehaltskürzungen. Die Sparmaßnahme wird vorläufig ein halbes Jahr dauern. Bereits im September 2015 mussten die Mitarbeiter des Instituts eine Gehaltskürzung akzeptieren und zum professionellen Feiertag der Mitarbeiter der Erdgas-Industrie gab es keine obligatorische Prämie.
 
02.03.2016 – Ungenutzte Finanzmittel im russischen Haushalt
Die Wirtschaftslage in Russland ist angespannt. Auch die Haushalte in den 85 russischen Regionen gewährleistet nicht die Erfüllung aller Wünsche und Vorstellungen. Im Rahmen der Möglichkeiten erhalten die Regionen für die Erfüllung von dringenden Aufgaben, die nicht aus dem eigenen Haushalt bezahlt werden können, Subventionen aus dem zentralen russischen Haushalt. Nun wurde in Auswertung des abgelaufenen Jahres 2015 festgestellt, dass 72,2 Mrd. Rubel durch die Regionen nicht genutzt wurden.  
 
02.03.2016 – Bald neue Partei in der Duma?
Boris Titow, gegenwärtig Beauftragter des russischen Präsidenten für Unternehmerfragen ist bereit, in die Duma zu wechseln. In den letzten Wochen war bekannt geworden, dass er gemeinsam mit bekannten russischen Unternehmern eine neue Partei gründen will, um über diese Linie die Interessen der russischen Wirtschaft zu vertreten. Alle Meldungen deuten darauf hin, dass diese Partei rechtzeitig gegründet und registriert wird, um an den Wahlen teilnehmen zuj können. Einziger Hinderungsgrund für einen möglichen Einzug in die Duma ist die 7-Prozent-Hürde die jede Partei im Rahmen der Wahlen im September überwinden muss.
 
02.03.2016 – Gasifizierung des Landes schreitet fort
Dem russischen Präsidenten Putin wurde gemeldet, dass die Gasifizierung des Landes weitere Fortschritte macht. Insgesamt haben 66 Prozent aller potenziellen Bedarfsträger in Russland einen Gasanschluss. In ländlichen Gebieten ist ein Gasifizierungsgrad von 56 Prozent erreicht. In Russland ist Gas die Hauptenergiequelle für Heizung und Warmwasser sowie für die Lebensmittelzubereitung.  Die Nutzung von Gas ist wesentlich preiswerter als Strom.

01.03.2016 – CIA und NSA bereit Berge zu versetzen
Der ehemalige Direktor des CIA und der NSA erklärte, dass er bereit wäre Berge zu versetzen, wenn ihm die Information zukommen würde, dass der elektronische Postkasten des russischen Außenministers Lawrow ungenügend geschützt ist, um Zugriff darauf zu erhalten.
 
01.03.2016 – Blockade russischer Fahrzeuge in der Ukraine
Wieder haben ukrainische Radikale begonnen, russische Fahrzeuge in der Ukraine zu blockieren. Ihr öffentlich erklärtes Ziel ist es, über diese Blockade die russische Wirtschaft zum Zusammenbruch zu bringen.  
 
 
01.03.2016 – Kapitalabfluss – Prognose 2016
Die russische Zentralbank hat den Kapitalabfluss im aktuellen Jahr mit einer Summe von 30-40 Mrd. USD beziffert. Sollte diese Prognose zutreffen, so wird sich der Kapitalabfluss im Vergleich zum abgelaufenen Jahr 2015 halbieren.
 
01.03.2016 – Keine automatischen Sanktionsverlängerungen
Der ungarische Regierungschef Orban erklärte am Montag gegenüber Reuters, dass es keine automatische Verlängerung der Sanktionen gegen Russland mehr geben wird. Nach Ablauf des ersten Halbjahres 2016 muss es innerhalb der Europäischen Union ernsthafte Analysen geben wer die Minsker Übereinkünfte erfüllt und wer nicht.  

29.02.2016 – Russischstämmige kehren nach Russland zurück
Im Jahre 2015 sind 195.000 russischstämmige Bürger aus dem Ausland nach Russland zurückgekehrt. Sie nutzten die Möglichkeiten über das seit 2007 geltende Gesetz über die Rückkehr vaterländischer Bürger. Im Jahre 2015 wurde durch Russland besonderes Augenmerk auf die qualitative Zusammensetzung der Rückkehrer gelegt. So kamen im Jahre 2015 155 Wissenschaftler und 30.000 Studenten nach Russland. Der größte Teil der Übersiedler kam aus der Ukraine.
 
29.02.2016 – Kein Aprilscherz – Preiserhöhungen für Kraftstoff
Zum 1. April ist beschlossen, die Akzisen für Benzin und Diesel zu erhöhen. Dies würde in der Endkonsequenz bedeuten, dass die Flüssigkeit die aus den Zapfsäulen in die Tanks der Fahrzeuge fliest, um fünf Prozent teurer wird. Gleichzeitig geht das russische Finanzministerium davon aus, dass es bis Jahresende zu weiteren Preiserhöhungen für Kraftstoff kommt, jedoch nicht höher als 10 Prozent insgesamt.  
 
29.02.2016 – Russisches Verteidigungsministerium wird noch internationaler
Das russische Verteidigungsministerium verfügt über eine eigene, sehr umfangreiche Internetseite. Bisher konnte man sich hier in russischer und englischer Sprache über viele tägliche News, die Armee betreffend, informieren. Gegenwärtig laufen Arbeiten, um diesen Portal einerseits umzugestalten und andererseits die Informationen zusätzlich in spanischer und französischer Sprache anzubieten. Der Start für die französische Variante ist am 1. März, in Spanisch wird die Seite im April verfügbar sein.
 
29.02.2016 – Russlands Regierung fliegt
Russland hat sich entschlossen, weitere fliegende Führungspunkte auf der Basis des Flugzeugtyps IL-96-400 zu bauen. Bereits jetzt verfügt die russische Armee über mehrere dieser fliegenden Führungspunkte. Diese sind dafür bestimmt, bei massenhaftem Einsatz von Atomwaffen die Führung des Landes und der Streitkräfte weiterhin zu gewährleisten. Die Flugzeuge verfügen über sämtliche Ausrüstungen um die landbasierte und zerstörte Infrastruktur zu ersetzen.
 
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Kommentare ( 2 )

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 6. März 2016 00:26 pm

    Herr Niemeier, bitte verschonen sie uns die nächsten zwei Monate vom Eurovision Song Contest! Der ist nämlich so wichtig wie die letzte Seite der Tagespresse. Danke!

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 6. März 2016 08:58

      ... mehr Veröffentlichungen zu diesem Thema standen auch nicht auf unserer Liste

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 6. März 2016 04:17 pm

    "Allerdings hatte man in Russland auch nicht vom türkischen Joch gesprochen, sondern ganz allgemein von der Joch-Befreiung. Unter welchem Joch Bulgarien leidet, überließ das russische Außenministerium der Phantasie der Weltöffentlichkeit."
    Da habe ich doch vor längerem mal gelesen, daß es in Bulgarien drei Jochs derzeit geben soll. Das sollen die Jochs von zwei Mafia-Clans sein, wobei der eine US-unterstützte derzeit gerade an der Regierungsmacht sein soll. Das dritte ist das US-geführte EU-Joch, dem sich das regierende Mafia-Joch nicht entziehen konnte, die russische Gas-Pipeline Sud-Stream zu boykottieren, die die klamme bulgarische Staatskasse ziemlich aufgebessert hätte. Und das auf Jahrzehnte. Etwas über 70.000 Staatsbeamte dieses Landes wurden mittels eines gewissen bestimmt nicht zu großen Betrages auf die US-bulgarische Mafialinie eingeschworen. Als "Freund" dieses Landes war dafür ja kein Geringerer als McCain in Sofia eingeflogen.
    Und nun soll diese geplagte Mafia-Patenschaft entscheiden, welche Joch-Befreiung sie feiern sollen. Daß damals Zehntausende von russischen Soldaten in dem russisch-türkischen Krieg für die Freiheit der Bulgaren ihr Leben lassen mußten, spielt in heutigen mafiösen bulgarischen Regierungskreisen keine Rolle. Wie auch. Waren doch nur Russen.

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