Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 12/2016

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 12/2016

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

27.03.2016 – Russen verschulden sich bei Banken
Nach Information der russischen Zentralbank sind 38 Mio. Russen gegenüber Banken mit Krediten verschuldet. Die Hälfte dieser Kreditnehmer kommt den Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig nach. Durch die Banken wird eine erhebliche Verschlechterung der Finanzsituation bei den russischen Bürgern festgestellt.
 
27.03.2016 – Pierre Cardin verlegt Produktion nach Russland
Vertreter des französischen Modehauses Pierre Cardin haben in Russland Gespräche begonnen mit dem Ziel, die Produktion von Bekleidung die für den russischen Markt bestimmt ist, in Russland aufzunehmen. Die Firma wird von der bisherigen Praxis Abstand nehmen, Bekleidung in Deutschland, den USA und Italien in Lizenz zu produzieren und diese dann nach Russland zu liefern.
 
27.03.2016 – Humanitäre Hilfe in Syrien eingetroffen
Russland intensiviert die Lieferungen humanitärer Hilfe nach Syrien. So ist jetzt ein Transport mit 10 Tonnen Hilfsgütern in der Provinz Hama eingetroffen. Die Lieferungen humanitärer Hilfe erfolgen in Regionen, die jetzt aktiv von den syrischen Truppen mit Hilfe russischer Luftunterstützung von terroristischen Gruppierungen befreit werden.
 
27.03.2016 – Militärstützpunkt auf den Kurilen möglich
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu schloss nicht aus, dass es auf den Kurilen bald einen russischen Militärstützpunkt geben könnte. Um die örtlichen Gegebenheiten zu erforschen, wird eine dreimonatige Militärexpedition in diesen Raum entsandt.  

26.03.2016 – Auge um Auge, Kopeke für Kopeke
Eine Arbeitnehmerin aus Tomsk hatte ihren Arbeitgeber verklagt, weil er ihr den zustehenden Lohn in Höhe von rund 20.000 Rubel nicht gezahlt hatte. Das Gericht verurteilte den Arbeitgeber zur Zahlung, die dieser auch vornahm. Die Hälfte des Geldes zahlte dieser in Form von Geldscheinen zu 50, 100 und 500 Rubelscheinen. Den Rest des Geldes in Höhe von 10.500 Rubel übergab dieser in Form von Münzgeld des Nominalwertes 10 Kopeken. Damit erfüllte der Arbeitgeber das Gerichtsurteil.
 
26.03.2016 – Visaverweigerung durch Europäische Union
Im Jahre 2015 hat sich die Anzahl der Visaverweigerung für russische Bürger durch die Schengen-Mitgliedsländer um 50 Prozent erhöht. Erhielten im Jahre 2014 noch 0,9 Prozent aller Antragsteller eine Ablehnung, so waren es im Jahre 2015 bereits 1,5 Prozent aller Antragsteller. In absoluten Ziffern konnten sich im Jahre 2015 45.000 Russen über diese Visaverweigerung ärgern. Allerdings gingen auch die Anträge auf Schengenvisa im Jahre 2015 um 40 Prozent zurück – nur 3,5 Mio. russische Bürger hatten noch Lust und Laune in die EU zu reisen.
 
 
26.03.2016 – Fahrzeugproduktion weiter in der Krise
Die Produktion von Fahrzeugen aller Art in Russland ist weiterhin in der Krise. Seit Jahresanfang haben 8,6 Prozent aller Arbeitnehmer in diesem Industriezweig ihre Arbeit verloren. Gegenwärtig sind in der Fahrzeugproduktion noch 290.000 Mitarbeiter beschäftigt.
 
26.03.2016 – Noch keine Entscheidung zum Flugverkehr mit Ägypten
Nach Abschluss der Inspektion der Flughäfen in Ägypten hat Russland weiteren Kontroll- und Nachbesserungsbedarf und konnte sich somit nicht entscheiden, den Flugverkehr zwischen beiden Ländern wieder aufzunehmen. Beide Seiten vereinbarten eine weitere Inspektion im Monat April.

25.03.2016 – Russland und Indien besprechen militärische Fragen
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat in einem Telefongespräch mit seinem indischen Kollegen Fragen der militärischen Zusammenarbeit besprochen. Beide Seiten zeigten sich sehr zufrieden mit dem bisher erreichten Stand der Zusammenarbeit. In der Pressemitteilung wurde hervorgehoben, dass das Telefongespräch in einer außerordentlich freundschaftlichen Atmosphäre stattfand.
 
25.03.2016 – Türkisches Schiff rammt Brückenpfeiler
Ein türkisches Schiff rammte einen Brückenpfeiler der im Bau befindlichen Brücke an der Meerenge Kertsch, die vom russischen Mutterland auf die Krim führen wird. Der Brückenpfeiler wurde dabei zerstört. Durch ein russisches Gericht wurde das türkische Schiff vorläufig festgesetzt und vom Kapitän Schadenersatz gefordert. Der Zeitplan für den Bau der Brücke selber gerät durch diesen Unfall jedoch nicht in Gefahr.  
 
25.03.2016 – Putin besucht China
Russische Medien informieren, dass Präsident Putin im Juni 2016 China besuchen wird. Gegenwärtig laufen aktiv die Vorbereitungsarbeiten. Eines der wichtigsten Themen wird die weitere Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sein.
 
25.03.2016 – Investitionsrückgang in Russland
Der russische Wirtschaftsminister Uljukajew sagte einen Investitionsrückgang von bis zu 3,5 Prozent im laufenden Jahr voraus. Damit hält die negative Tendenz in der russischen Wirtschaft an, jedoch mit erheblich verlangsamten Tempo, denn im Jahre 2015 gab es einen Investitionsrückgang von immerhin 8,4 Prozent.

24.03.2016 – MIKO-Bank vor Lizenzentzug
Noch verfügt die russische MIKO-Bank über die Lizenz zur Ausübung ihrer Tätigkeit. Anscheinend steht aber deren Entzug unmittelbar bevor. Deshalb hat die Bank bereits die Arbeit mit Kundengeldern eingestellt und verweigert ihren Privatanlegern die Auszahlung von Sparanlagen.
 
24.03.2016 – Verhandlungen zu LKW-Quoten
Russland und Polen beginnen am 31. März eine neue Runde der Verhandlungen zu gegenseitigen LKW-Quoten für ihre Länder. Die erste Runde scheiterte grandios und im Ergebnis dessen sperrten beide Staaten ihre Grenzen für LKW-Fahrzeuge des jeweils anderen Landes. Dann einigte man sich über eine temporäre Übergangsfrist, die Mitte April ausläuft.  
 
24.03.2016 – Landwirtschaftsminister Jakutiens entlassen
Per Gerichtsbeschluss wurde der Landwirtschaftsminister Jakutiens entlassen. Begründet wurde die Entlassung damit, dass der Minister unter Verletzung russischer Gesetze sich zwei Hochschulabschlüsse erschlichen hat und somit über keine Hochschulabschlüsse verfügt, die aber für eine Funktionsausübung im Staatsapparat notwendig sind. Weiterhin wurde er der Korruption überführt.
 
24.03.2016 – Keine Privatisierung der Sberbank
Der Vizepremier der russischen Regierung Arkadi Dvorkowitsch informierte, dass man in Jahre 2016 keine Privatisierung der größten russischen Bank „Sberbank“ plane. Für die Privatisierung der Sberbank benötigt der Staat mehr Vorbereitungszeit. In diesem Jahr ist die Privatisierung der „Aeroflot“ geplant, sowie zwei weiterer großer Firmen.

23.03.2016 – Bank Jugra mit Selbstbeschränkung
Die große russische Bank Jugra hat sich seit Februar eine Selbstverpflichtung zur Begrenzung der Eröffnung neuer oder Aufstockung bestehender Bankeinlagen von Kunden auferlegt. Monatlich ist es nur noch möglich, bis zu 50.000 Rubel bei der Bank anzulegen. Dies ist ein Zeichen für wirtschaftliche Probleme in der Bank, die aber durch Eigeninitiative ihre Probleme lösen und damit einem Lizenzentzug durch die Zentralbank entgehen will.
 
23.03.2016 – Doping soll bestraft werden
Der russischen Duma wurde ein Gesetz zugeleitet, welches vorsieht Sportler mit einer Verwaltungsstrafe bis zu 50.000 Rubel zu belegen, die des Dopings überführt worden sind. Bei der Höhe der Sponsorengelder und Siegerprämien die ein Sportler erhält, sind natürlich derartige Strafen einfach nur „lächerlich“ und werden wohl kaum dazu beitragen das Dopingproblem in Russland zu lösen.  
 
23.03.2016 – Rostow am Don erhält neuen Airport
Rostow am Don wird einen völlig neuen Airport, 20 Kilometer entfernt von der Stadt erhalten. Der bisherige Airport erfüllt alle nationalen und internationalen Bestimmungen, wird aber im Jahre 2018 geschlossen werden. Am Wochenende stand der Airport im Aufmerksamkeitsfocus zum Absturz eines Flugzeuges mit 62 Todesopfern. Die Ursachen sind noch nicht abschließend geklärt.
 
23.03.2016 – Witali Mutko bleibt im Amt
Am Montag dieser Woche hatte der föderale Sportminister Witali Mutko erklärt, dass er bereit ist für alle Vorfälle im Sport (insbesondere im Hinblick auf die Doping-Welle) die persönliche Verantwortung zu übernehmen. Er ist bereit, sein Amt als Minister zur Verfügung zu stellen. Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten erkläre am Dienstag, dass ein Rücktritt des Ministers nicht zur Diskussion stehe. Witali Mutko habe seine Arbeit als Sportminister fortzusetzen.  Währenddessen gibt es jeden Tag weitere Meldungen zu neuen Dopingfällen, oftmals sogar ganze Sportmannschaften, die das seit Januar auf der Dopingliste befindliche Medikament Melodin eingenommen haben.

22.03.2016 – Manches wird, manches wird nicht
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass Russland aktiv Gespräche mit Ägypten über die Wiederaufnahme des Luft- und Reiseverkehrs zwischen beiden Staaten führt. Eine Wiederaufnahme von Gesprächen zur Fortsetzung des Baus der Gasleitung „Süd-Stream“ wird es nicht geben – so Peskow.  
 
22.03.2016 – Russland testet neue Flügelrakete
Russland informiert, dass es mit den Tests einer neuen Hyperschall-Flügelrakete begonnen hat. Die ersten Teste wurden bereits erfolgreich landgestützt durchgeführt. Jetzt beginnen die Tests von Raketen die von Schiffen und U-Booten durchgeführt werden. Die neuen Raketen entwickeln eine Geschwindigkeit von bis zu sechs Mach. Die neuen Hyperschall-Raketen haben den Namen „Zirkon“ erhalten.
 
22.03.2016 – Russland entwickelt fliegende Züge
Russland wird bis Ende 2016 ein Konzept zum Bau von sogenannten fliegenden Zügen entwickeln. Hierbei geht es um Züge die sich im Vakuum bewegen und eine Geschwindigkeit von bis zu 1.200 km/h entwickeln und eine Alternative zum Fliegen darstellen.
 
22.03.2016 – Neue Verteidigungstechnik für russische Armee
Das russische Verteidigungsministerium informiert, dass man gegenwärtig an der Entwicklung neuer U-Boot gestützter Waffen arbeite, die in der Lage sind, Ziele im Weltall zu vernichten. Da man auch im Ausland derartige Waffen entwickle, kann sich Russland diesem „Trend“ nicht entziehen. Weiterhin informierte das Ministerium, dass man erfolgreich an der Umsetzung der Planung zum neuen Logistiksystem für die gesamte russische Armee arbeite und dieses System bis 2020 umgesetzt haben wird. Hierbei geht es um die Liquidierung hunderte von Materiallagern aller Art und die Schaffung von neuen Logistikzentren.

21.03.2016 – Treffen Deutschland – Russland
Der deutsche Außenminister Steinmeier wird am 23. März nach Russland fliegen, um sich in Moskau mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow zu treffen. Besprochen werden – wie kann es anders sein – internationale Themen und der Fortgang der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen.
 
21.03.2016 – Die Russen – immer unzufrieden
Man kann es niemandem recht machen. Als es in den vergangenen Monaten zu starken Kursstürzen des Rubels kam, jammerten die Russen über den starken Preisanstieg in der gesamten Breite des gesellschaftlichen Lebens. Jetzt beginnt sich der Rubel wieder zu stabilisieren und die Kurse zu fallen. Und auch dies ist den Russen nicht recht, denn gerade die Tourismusbranche hat vom schwachen Rubel gut profitiert. Bleibt nur noch die Frage nach einer Alternative. Diese wäre der Kommunismus, wo es bekanntermaßen kein Geld geben soll. 
 
21.03.2016 – Eine Bank weniger, eine Bank mehr
Die russische „Leto“-Bank hat aufgehört zu existieren. Sie bildete die Grundlage für die Schaffung einer neuen Bank in Russland. Die neue Bank figuriert unter der Bezeichnung Post-Bank und wird der russischen Post helfen, einerseits einen neuen Servicebereich für sich zu erschließen und andererseits finanzielle Mittel zu erarbeiten, die für die Entwicklung und Modernisierung der russischen Post nötig sind.  
 
21.03.2016 – Russland als Weizenlieferant für China
Russland hat die Lieferung von Weizen nach China aufgenommen. Der Export wird sich hauptsächlich im Rahmen des Grenzhandels abspielen – so ein Vertreter der landwirtschaftlichen Aufsichtsbehörde. Genaue Liefermengen wurden nicht genannt. Der Export von russischem Weizen nach China wurde möglich, da China das Importverbot im Dezember aufgehoben hatte.
 
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Kommentare ( 4 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 21. März 2016 04:36 pm

    "21.03.2016 – Treffen Deutschland – Russland"
    Was will denn da der Steinmeier in Moskau? Der hat doch sowieso nichts zu sagen. Der tut zwar so, als ob er in der Oberliga mitspielen würde, aber er ist doch dort nur der Balljunge. Wenn es etwas Substantielles zu besprechen und zu vereinbaren gibt, dann hat Lawrow andere Partner als diesen stimmlichen Schröder-Verschnitt.
    Offensichtlich hat er immer noch nicht begriffen, daß er sich zwar in der Ukraine-Krise mächtig in die Brust geschmissen und sich wie ein balzender Spatzenmann aufgeführt hat, aber letztendlich nur einer von drei Komparsen war. Die Entscheidung über den Putsch in Kiew und die Putschregierung haben Mrs. Nuland und der US-Botschafter getroffen. Fuck the EU. In Syrien hat er auch nichts zu melden. Wie er sich in der Nicht-Flüchtlings-Krise samt seiner Chefin in der EU und bei Erdogan zum Affen macht, ist allein beider Angelegenheit.
    Ein Gutes hat das Treffen. Lawrow kann auf seine spezielle gekonnte Art dem Steinmeier diplomatisch verklickern, was die russische Regierung von dem sogenannten EU-Türkei-Deal wegen der anmaßenden Migranten hält. Vielleicht begreift die Dame in Berlin dann, daß sie vom Türken am Nasenring durch die Manege gezogen wurde. Bis jetzt scheint sie ja immer noch zu glauben, daß sie die Gewinnerin sei. Oder tut sie bloß so, weil sie einen überseeischen Auftrag zu erfüllen hat.
    Na ja, Einbildung ist auch eine Bildung. Manchen seine oder ihre Ganze.
    Rußland wird sich zu keinen "Hilfsmaßnahmen" bezüglich der angeblichen Flüchtlinge überreden lassen. Bei diesem Thema wird wohl Lawrows Hörgerät gerade in remont sein. Da wird er wohl gar nicht verstehen, was der Steini will.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 23. März 2016 04:13 pm

    "23.03.2016 – Doping soll bestraft werden"
    soll bestraft werden - das ist richtig und notwendig. Aber es müssen einmal richtige Strafen sein, die abschrecken und dann nicht nur den Sportler treffen, sondern auch - beteiligte Manager, Trainer und Dopingliferanten. Sonst wird das nichts.
    Daß Mutko im Amt bleibt, na ja, soll er seine Plichten ordentlich erfüllen. Desertieren gibt´s nicht.
    Leicht hat er es nicht. Diesen profitablen Sumpf austrocknen, ist nicht jedermanns Sache.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. März 2016 22:02 pm

    "25.03.2016 – Türkisches Schiff rammt Brückenpfeiler"

    Das wird nicht der letzte Versuch sein, den Bau der Brücke zu sabotieren.
    Das nächste Mal wird wohl ein Schrottkahn beachtlicher Größe, beladen mit Schrott oder ähnlichem, in der Fahrrinne unmittelbar unter der Bücke einfach mal so absaufen. Flagge Liberia oder ähnlich. Der Kapitän verkommen und besoffen.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 27. März 2016 03:15 pm

    "27.03.2016 – Militärstützpunkt auf den Kurilen möglich"
    Ich hatte mal was gelesen von einem Friedensvertrag Rußland - Japan, der im Sommer unterzeichnet werden soll, obwohl die Amis stinksauer sind und vor der Unterzeichnung gewarnt haben sollen. Von wegen wegschwimmender Felle der Möglichkeiten der Demütigung und Salz in die Wunde streuen. Da wird sich wohl der Kabe das noch einmal überlegen.

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