Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 32/2015

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 32/2015

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

09.08.2015 / Die russische landwirtschaftliche Aufsichtsbehörde denkt darüber nach, den Empfängern von illegaler Sanktionsware, welche an der Grenze vernichtet wird, die dabei entstehenden Kosten in Rechnung zu stellen.

09.08.2015 / Der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow informierte, dass alle Vorbereitungsarbeiten für ein Treffen des russischen Präsidenten mit dem ägyptischen Präsidenten laufen. Der genaue Zeitpunkt wurde durch ihn nicht genannt. Während des Treffens wird u.a. ein Vertrag zum Bau eines Atomkraftwerkes unterzeichnet.

09.08.2015 / Russland und China werden bis Ende des Jahres einen Vertrag unterzeichnen, welcher vorsieht, dass beide Länder gemeinsam einen schweren Hubschrauber entwickeln. Der Ukraine wurde eine Teilnahme an diesem Objekt angeboten. Der Vorschlag wurde aber bereits zurückgewiesen.

09.08.2015 / Frankreich hat informiert, dass es bereits einige Interessenten für den Kauf der nicht an Russland ausgelieferten „Mistral“ gibt. Während offizielle Stellen keine weiteren Informationen geben, wurde inoffiziell bekannt, das Kanada, Ägypten und Singapur Interesse an diesen Schiffen bekunden.

09.08.2015 / In den ersten beiden Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Vernichtung von Sanktionslebensmitteln direkt an der Grenze, sind durch die russischen Organe insgesamt 350 Tonnen vernichtet worden. Davon waren am ersten Tag 250 Tonnen betroffen.

09.08.2015 / Der russische und der saudi-arabische Außenminister werden am 11. August zu einem Treffen in Moskau zusammenkommen. Vermutlich werden hierbei auch Fragen zum bevorstehenden Besuch des saudi-arabischen Königs besprochen.

08.08.2015 / Die Landwirte aus Estland haben von ihrer Regierung Schadenersatz für die entgangenen Umsätze im Zusammenhang mit dem russischen Importverbot gefordert. Als erste Kompensationssumme werden für die Milcherzeuger des Landes sieben Millionen Euro gefordert.

08.08.2015 / Die Bank „ProBusinessBank“ erhielt von der Zentralbank den Code „13“. Dies bedeutet, dass die Bank keinerlei elektronische Finanzoperationen innerhalb des Banksystems mehr vornehmen kann. Die Arbeit mit Privatanlegern kann normal fortgesetzt werden. Dies könnte ein Zeichen sein, dass am Montag der Bank die Lizenz entzogen wird.

08.08.2015 / Für viele Russen bleibt am Ende des Geldes immer noch genügend Monat übrig. Deshalb verzeichnen die Statistiker ein Anwachsen der Anzahl der „Kredite bis zum Gehalt“. 33,8 Prozent mehr Kreditnehmer für diese Kleinstkredite hat das zweite Quartal gegenüber dem ersten Quartal zu verzeichnen.

08.08.2015 / Die russische Verbraucherschutzbehörde hat wiederum Qualitätsmängel bei georgischem Wein festgestellt. Zehn Warenlieferungen bei insgesamt 45 exportierenden georgischen Firmen waren davon betroffen. Parallel beeilte sich Georgien zu versichern, dass die Meldungen über eine Teilnahme Georgiens an den Sanktionen gegen Russland nicht der Wahrheit entsprechen.

08.08.2015 / Experten weisen darauf hin, dass sich die Einzelhandelspreise für Blumen in Russland verdoppeln, ja sogar verdreifachen können. Dies steht im Zusammenhang mit den neuen Regeln für die Einfuhr von Schnittblumen aus Holland.

07.08.2015 / Der russische Premierminister hat der Sberbank gedroht, eine „Ersatzbank“ zu finden, wenn diese nicht ihr Filialnetz in den ländlichen Gemeinden ausbaut. Er erinnerte, dass auch die russische Post Pläne hat, eine Postbank zu gründen.

07.08.2015 / Der Weltwährungsfond hat berechnet, dass Russland seine Exporte im Jahre 2015 um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern wird. Der Import wird dagegen um 21,8 Prozent fallen.

07.08.2015 / Der russische Außenminister ist zur Eröffnung des zweiten Suez-Kanals nach Ägypten gereist. Dort wird er eine Reihe von Treffen mit Amtskollegen haben. Gemeldet wurde bereits ein intensives Gespräch mit dem Außenminister der Philippinen.

07.08.2015 / Der russische Botschafter in Großbritannien beschwert sich über bürokratische Hürden, die die Behörden gegenüber russischen Diplomaten beim Erhalt von Visa aufbauen. Die russische Botschaft kann somit nicht im vollen Umfang arbeiten, da eine Reihe von Positionen nicht besetzt werden können. Diese Verhaltensweise der englischen Seite ist nicht mit den internationalen Bestimmungen über die Arbeit ausländischer Vertretungen vereinbar.

07.08.2015 / Der russische Innenminister hat mit seinem Amtskollegen aus Indonesien Fragen der polizeilichen Zusammenarbeit besprochen. Das Treffen fand im Rahmen einer internationalen ASEAN-Konferenz statt.

07.08.2015 / Durch das föderale Arbeitsministerium wurde das Projekt des „Ehrenkodex für Beamte“ erarbeitet. Die Notwendigkeit eines Ethikkodex wird in Russland bereits seit 2010 besprochen.

06.08.2015 / Der russische Präsident Putin hat einen Befehl für die Ernennung leitender Generäle in Dienststellungen der neuen Teilstreitkraft „Weltraumverteidigung“ unterzeichnet. Ernannt wurden der Chef, sein Stabschef und weitere Generäle. Die neue Struktur hat am 1. August ihre Tätigkeit aufgenommen.

06.08.2015 / In der russischen Duma wurde vorgeschlagen, die an der Grenze konfiszierten Sanktionswaren nicht mehr zu vernichten, sondern als humanitäre Hilfe in den Donbass zu senden.

06.08.2015 / Der aktuelle Stand der Unterschriftensammlung unter die Internetpetition an den russischen Präsidenten gegen die Vernichtung von Sanktionslebensmitteln beträgt gegenwärtig 200.000. Die Unterzeichner bitten den russischen Präsidenten die Lebensmittel nicht zu vernichten, sondern für humanitäre Zwecke zu verwenden.

06.08.2015 / Gegenwärtig sind in Russland rund 972.400 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozent rückläufig.

06.08.2015 / Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu informierte, dass 80 Prozent aller Militärflughäfen eine Hauptinstandsetzung erfordern. In absoluten Ziffern betrifft dies rund 100 militärische Airports. Entsprechend aktueller Planungen werden bis 2020 108 Airports einer Instandsetzung unterzogen.

05.08.2015 / Die Förderung von Erdöl ist in Russland im Jahre 2015 um 1,4 Prozent gewachsen. Die Förderung von Erdgas dagegen ist im aktuellen Jahr um 4,9 Prozent rückläufig.

05.08.2015 / Der Außenminister Saudi-Arabiens wird Russland Mitte August besuchen. Dies ist eine Bestätigung der weiteren Vorbereitungsarbeiten für den Besuch des saudi-arabischen Königs zum Ende des Jahres.

05.08.2015 / Bei einer aktuellen Umfrage in Russland haben sich 58 Prozent dafür ausgesprochen, dass die russische Regierung unter bestimmten Umständen das Recht habe, dass Internet abzuschalten. Auf die Frage, ob es eine Pflicht zur Registrierung von Internetseiten geben sollte, bejahten dies 48 Prozent unter der Voraussetzung, dass dies für die staatliche Sicherheit erforderlich ist.

05.08.2015 / In Samara wird die erste beschlagnahmte Lieferung von Sanktionslebensmitteln vernichtet. Es handelt sich um Ware, die aus Europa stammt, aber mit Zertifikaten aus Brasilien versehen war.

05.08.2015 / Die russische Post wird sich zukünftig mit dem Verkauf von Tabakwaren beschäftigen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde mit dem größten russischen Distributor für Tabak geschlossen. Von 42.000 Postfilialen werden nun 30.000 Filialen Platz für Zigaretten schaffen müssen.

04.08.2015 / Russland und der Irak haben eine Vereinbarung über die militär-technische Zusammenarbeit unterschrieben. Die Unterzeichnungszeremonie fand in St. Petersburg statt. Beide Seiten gaben keinerlei Kommentare ab.

04.08.2015 / Das schwedische Außenministerium hat mitgeteilt, dass Russland einen hochgestellten Diplomaten aus der schwedischen Botschaft in Moskau des Landes verwiesen hat. Schweden hat angekündigt, dass dies Auswirkungen auf das gegenseitige Verhältnis haben wird

04.08.2015 / Seit 1. Mai haben mehr als zwei Millionen Touristen die Krim besucht und dort ihren Urlaub verbracht. Dies sind 16,5 Prozent mehr Urlauber als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

04.08.2015 / Der Präsident der Vereinigung europäischer Agrarproduzenten hat informiert, dass die europäischen Bauern im Ergebnis der Lebensmittelsanktionen Russlands bisher 5,5 Milliarden Euro Einbußen hatten. Die Vereinigung europäischer Agrarproduzenten vereint die Interessen von 28.000 Landwirten.

04.08.2015 / Der Premierminister Moldawiens ist der Ansicht, dass sein Land sich zu wenig mit Russland austauscht und deshalb das gegenwärtige Verhältnis nicht dem entspricht, welches vertraglich vereinbart wurde. Er sprach sich dafür aus, dieses möglichst schnell zu ändern, so dass es zwischen beiden Ländern wieder zu einer strategischen Partnerschaft kommt.

03.08.2015 / Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Russen ihre Sparsamkeit bei Restaurantbesuchen und bei Käufen von Bekleidung und Schuhwerk fortsetzen. Allerdings beim Kauf von Süßigkeiten legen sie sich nach wie vor keinerlei Zurückhaltung auf.

03.08.2015 / Die durchschnittliche Bestechungssumme in Russland beträgt gegenwärtig 200.000 Rubel. Auch auf diesem Gebiet hängt die Höhe der Bestechung vom Valutakurs ab. So ist diese mittlere Bestechungssumme in den letzten Tagen wiederum stark angewachsen, da auch der Rubelkurs gegenüber Euro und USD gefallen ist.

03.08.2015 / Ramsan Kadyrow, Leiter der Republik Tschetschenien informierte, dass alle tschetschenischen Freiwilligen, die im Donbass gekämpft haben, jetzt wieder zurückgekehrt sind und „zu Hause“ auf weitere Befehle warten. Nach Ansicht von Kadyrow dürften keinerlei tschetschenische Freiwillige mehr im Osten der Ukraine anwesend sein.

03.08.2015 / Das russische Verteidigungsministerium will 17.000 militärische Planstellen und 30.000 zivile Planstellen aus dem Logistikbereich kürzen. Dies steht im Zusammenhang mit der Einrichtung neuer Logistikzentren, die entsprechend weniger Personalbedarf haben.

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Kommentare ( 3 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. August 2015 03:38 pm

    @pazi
    "@ da könnte Russland "Kleinamerika" auch um Konsultation bitten, bevor es Gegenmaßnahmen beschließt, sofern es nicht zu annehmbaren Lösungen für beide Seiten kommt ."

    Entschuldigen Sie bitte, pazi. Aber Ihre Reaktion auf diese Meldung halte ich absolut nicht für angemessen.
    Gehen Sie doch davon aus, daß es vorher, wie international auch üblich, ohne diese bürokratischen Hürden ging, um an entsprechende Visa für russische Diplomaten zu kommen. Herr Niemeier hat doch wohl eindeutig die Meldung so übernommen, daß die britischen Behörden die russischen Diplomaten vorsätzlich behindern, indem sie sich irgendwelche kleineren und größeren Gemeinheiten einfallen lassen, um die Visa zu verzögern oder abzulehnen.
    Also, warum sollte die russische Seite stets als Bittsteller bei irgend jemandem um Gnade und Gutwetter betteln, damit der das macht, was eigentlich im internationalen Rahmen Gang und Gebe ist und seine Gemeinheiheiten unterläßt.
    Warum sollte sich Rußland diese andauernden Provokationen gefallen lassen?
    Sie schrieben vollkommen richtig von "Kleinamerika". Mit verteilten Rollen versuchen die USA und ihre Vasallen in Europa, auch Deutschland, Rußland so weit zu reizen, daß es einen Fehler begeht, der dann eine Spirale schwerwiegender Entscheidungen in Gang setzen könnte. Das muß aber nicht sein. Obama will Rußland in einen Krieg zwingen. Er meint, diesen gewinnen zu können. Zu welchem Preis?
    Diesen Provokateuren der Nato, die ständig das Völkerrecht mit Füßen treten, kann man auch begegnen, indem man ohne große Aufregung deren Sanktionen oder Beschränkungen entsprechende Maßnahmen entgegen setzt. Sie sollen spüren, daß diese Handlungen nicht hingenommen werden. Mit Reden allein kommt man bei diesen Leuten nicht weit. Diese Gegenmaßnahmen müssen dann auch wirklich weh tun, sonst werden sie als Lachnummer abgetan. Sie kennen bestimmt auch das Sprichwort: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
    Sie werden vielleicht Putins Rede beim Petersburger Dialog dieses Jahr nicht kennen.
    Er sagte u. a. Zitat: „Ihr sprecht vom aggressiven Charakter unseres Verhaltens. Ihr seid im Unrecht. Wir haben uns nicht aggressiv verhalten.
    Wir haben lange Zeit, man kann sagen Jahrzehnte, geschwiegen und verschiedene Elemente der Zusammenarbeit vorgeschlagen, aber allmählich haben uns alle bedrängt und zu so einem Punkt gebracht, wo man nicht zurückweichen darf….
    Für diejenigen, die das nicht verstanden haben, übersetze ich das: „Die ‚Annexion‘ der Krim (und alles Übrige zu diesem Thema) waren ein notwendiger Schritt zu den aggressiven Handlungen des Westens.
    Wir sind diesen Weg gegangen undie Politik der Zustimmung und des Einlenkens ist ein und für alle Mal beendet. d weichen von diesem nicht ab,

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. August 2015 16:42 pm

    08.08.2015 / Für viele Russen bleibt am Ende des Geldes immer noch genügend Monat übrig. Deshalb verzeichnen die Statistiker ein Anwachsen der Anzahl der „Kredite bis zum Gehalt“. 33,8 Prozent mehr Kreditnehmer für diese Kleinstkredite hat das zweite Quartal gegenüber dem ersten Quartal zu verzeichnen.

    Ist da nicht eine kleine Sinnentstellung passiert?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 9. August 2015 17:51

      ... nein, ich sehe da keine Sinnentstellung, denn wenn das Gehalt nur bis zum 20. des Monats reicht, so ist also "am Ende des Geldes noch genügend Monat übrig" - oder? Und dann braucht man einen Kurzkredit - bis zum nächsten Gehalt, also bis der Monat rum ist.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. August 2015 19:15 pm

    Uwe, sie haben Recht! Wie meistens! Ich hatte es "anders" gelesen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 9. August 2015 19:41

      ... bitte keinen Personenkult!

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