Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 36/2015

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 36/2015

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

06.09.2015 / Der ehemalige russische Finanzminister Kudrin vertritt die Ansicht, dass die russische Wirtschaft ins Stadium der Stagnation eingetreten ist. Somit ist der Prozess des Rückgangs der Produktion und Wirtschaft abgeschlossen.

06.09.2015 / In den russischen Medien wird berichtet, dass sich die Ukraine an die G7-Staaten gewendet hat mit der Bitte, die für den kommenden Winter benötigten Gaseinkäufe in Russland für die Ukraine zu finanzieren.

06.09.2015 / Russland prüft gegenwärtig die Einrichtung eines Stützpunktes für Luftstreitkräfte in Weißrussland. Dies gab der russische Premierminister Dmitri Medwedjew während einer Sitzung des Ministerkabinetts bekannt.

06.09.2015 / Am 9. September wird der Außenminister des Sudan in Moskau erwartet. Besprochen werden Fragen der Entwicklung der strategischen Zusammenarbeit beider Länder. Das Treffen findet auf der Grundlage einer Einladung durch das russische Außenministerium statt.

06.09.2015 / Die Spareinlagen der Russen sind im letzten Halbjahr um zehn Prozent gestiegen. Gegenwärtig schaufeln die Bürger der Russischen Föderation ihre Rubel-Spareinlagen wieder um in Valutaanlagen. Grund hierfür sind die steigenden Kurse.

05.09.2015 / Die Zentrale Wahlkommission in Russland hat die Aufgabe alle Kandidaten für die Gouverneurs-, Regional- und Stadtparlamentswahlen in der RF am 13. September auf Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten personellen Angaben zu prüfen. Bei 477 Kandidaten entdeckte die Zentrale Wahlkommission das Verschweigen einer Vorstrafe.

05.09.2015 / Die Ukraine hat ihre Militärdoktrin überarbeitet und dem Parlament zur Beschlussfassung vorgelegt. Darin wird Russland offen als Feind bezeichnet.

05.09.2015 / Durch den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu wurde den Rückwärtigen Diensten der russischen Armee die „schwarzen Barette“ wieder übergeben. Anlässlich eines Großmanövers im Gebiet Orenburg sprach der russische Verteidigungsminister von der Rücknahme eines ungerechten Beschlusses aus der sowjetischen Vergangenheit. Damals wurde die Verleihung eines „Schwarzen Baretts“ an die besten Angehörigen der Rückwärtigen Dienste abgeschafft. Der stellvertretende Verteidigungsminister für Rückwärtige Dienste Dmitri Bulgakow verlieh dann auch gleich den ersten Anwärtern die schwarzen Barette auf dem Manöver-Poligon.

05.09.2015 / In Russland laufen aktive Vorbereitungsarbeiten, um von der bisherigen Planung des Staatshaushaltes für einen Zeitraum über drei Jahre Abstand zu nehmen. Es wird vorgeschlagen zu einem Planungszeitraum von einem Jahr zurückzukehren.

04.09.2015 / In der russischen Regierung wird aktiv der Gedanke der Zusammenlegung des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und des Finanzministeriums besprochen. Zwischen beiden Ministerien gibt es unterschiedliche Ansichten zur Verwendung der Finanzreserven der RF. Sowohl der russische Präsident, wie auch der Premierminister sind über die Diskussionen informiert.

04.09.2015 / Der russische Premierminister Dmitri Medwedjew hat eine Anordnung unterschrieben, die die Nachrüstung aller Tankstellen mit Stromsäulen für die „Betankung“ von Elektromobilen vorsieht.

04.09.2015 / Die Industrieproduktion ist in Russland im Monat Juli um 4,7 Prozent, im Vergleich zum Vergleichsmonat des Vorjahres, rückläufig. Im Vergleich zum Juni 2015 ist sie aber um 2,3 Prozent gewachsen.

04.09.2015 / Mit Beginn des neuen Schuljahres am 1. September ist Russland zu einem neuen Bildungssystem übergegangen. Zu den Neuerungen gehört auch, dass ab 5. Schuljahr eine Fremdsprache zum Pflichtfach wird.

04.09.2015 / Das russische Industrie- und Handelsministerium bereitet eine Nachbesserung im Gesetz vor, welche vorsieht, dass Miet- und Pachtverträge für Immobilien zukünftig nur noch in Rubel abgeschlossen werden dürfen.

03.09.2015 / Russland wird mit Estland keinen neuen Vertrag über Rechtshilfe und die gegenseitige Auslieferung von Verbrechern unterzeichnen. Die notwendige Anweisung hierzu ging vom russischen Präsidenten Putin aus.

03.09.2015 / Russland hat die Sojus TMA-18M vom Weltraumbahnhof Baikonur in Richtung internationale Weltraumstation gestartet. An Bord sind drei Personen, so u.a. auch der neue Kommandeur der Weltraumstation.

03.09.2015 / Den russischen Medien ist diese Nachricht nur ein Platz in der Rubrik „Was sonst noch passierte“ wert und wir schließen uns dem an: Die Europäische Union hat die Sanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate verlängert.

03.09.2015 / Der Sprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow hat dazu aufgerufen, den Informationen über einen Militäreinsatz russischer Luftstreitkräfte in Syrien gegen Kämpfer des Islamischen Staates keinen Glauben zu schenken. Die Art der Formulierung suggeriert, dass es sich hier nicht um ein offizielles Dementi handelt, sondern vielmehr Details der Meldung nicht korrekt sind.

03.09.2015 / Der russische Sportminister Witali Mutko ist für ein Jahr zum Präsidenten des russischen Fußballverbandes gewählt worden. Vorher war durch den russischen Premierminister das Verbot aufgehoben worden, dass bei Ausübung dieser Funktion, andere staatliche Funktionen (wie z.B. Minister) niederzulegen sind. Im Jahre 2016 erfolgt dann die Wahl des Präsidenten des Fußballverbandes für vier Jahre.

03.09.2015 / Das japanische Außenministerium hat dem russischen Botschafter in Japan eine Protestnote im Zusammenhang mit dem Besuch des russischen Landwirtschaftsminister auf den Kurilen übergeben.

03.09.2015 / Abgeordnete der russischen Staatsduma haben in einem Brief an die UNO vorgeschlagen, den Sitz der UNO in die Schweiz zu verlegen. Als Begründung wird angeführt, dass sich die UNO an einem Standort befinden müsse, dessen Staat sich durch eine neutrale Außenpolitik auszeichne.

02.09.2015 / Im russischen Verteidigungsministerium wurde die Berechnungsgrundlage für die Erstattung von Wohnungsmieten für Armeeangehörige überarbeitet. Seit 2008 galten die bisherigen Bestimmungen und sind veraltet. Jetzt werden, je nach Standort zwischen 86 und 98 Prozent der durchschnittlichen Markt-Wohnungsmieten dem Armeeangehörigen erstattet.

02.09.2015 / Der russische Rubel ist seit 1. September Hauptzahlungsmittel in der Republik Lugansk geworden. Der Beschluss wurde vor rund einem Monat in dem abtrünnigen Teil der Ukraine gefasst.

02.09.2015 / Russland hat einen Diplomaten aus der ukrainischen Botschaft in Moskau des Landes verwiesen. Dies ist eine Antwort auf die Ausweisung des russischen Generalkonsuls in Odessa durch die ukrainischen Behörden.

02.09.2015 / Die amerikanische Agentur Bloomberg hat berechnet, dass die Liebe des russischen Volkes zu ihren Präsidenten Putin bei einem Ölpreis von 30 USD/Barrel beendet sein wird. Und bei einem Preis von 22,50 USD wird das russische Finanzsystem zusammenbrechen.

02.09.2015 / Der Anteil der Medikamente aus russischer Produktion auf dem russischen Markt hat 28 Prozent erreicht. Mit anderen Worten: es werden immer noch 72 Prozent aller Medikamente importiert.

02.09.2015 / Das russische Kulturministerium erwartet einen Anstieg des innerrussischen Tourismus in diesem Jahr um 40 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr.

01.09.2015 / Der Bevollmächtige für das Unternehmertum beim russischen Präsidenten hat vorgeschlagen, zukünftig russischen Banken erst dann die Lizenz zu entziehen, wenn diese über einen bevorstehenden Entzug informiert worden sind und ihnen auch die Gründe genannt werden, weshalb ein Entzug bevorsteht.

01.09.2015 / Die russischen Kontrollorgane habe wieder erhebliche Mängel in der Einzelhandelskette „Auchan“ gefunden. Bei Fleischerzeugnissen wurden Salmonellen und Würmer entdeckt. Von elf entnommenen Proben zeigten zehn die Verunreinigungen bei Untersuchungen an.

01.09.2015 / Bei manchen Meldungen können einem die Tränen kommen. So wird informiert, dass, bedingt durch die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten fünf russische Bürger des Status Dollar-Milliardär verloren haben. Forbes berichtet, dass die Verluste oftmals im dreistelligen Millionenbereich liegen und diese russischen Bürger nun nur noch über ein paar hundert Millionen USD verfügen.

01.09.2015 / In der russischen Staatsduma wurde vorgeschlagen, den Import von gebrauchten Bussen oder anderer Technik für den Öffentlichen Personennahverkehr zu verbieten. Die gut entwickelte Produktion von Bussen in Russland ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen und der Zustand der Technik im Nahverkehr hat sich erheblich verschlechtert. Ein Grund für den Ankauf gebrauchter Busse ist der Preis. Angeblich sollen die privaten Betreiber nicht über ausreichende Finanzmittel verfügen.

01.09.2015 / Nun will auch die russisch-orthodoxe Kirche am Programm der Ablösung von Importen teilnehmen. Wie verkündet wurde, wartet man auf Einzelhändler, die entsprechende Vorschläge für kirchliche Verbrauchsgüter aus russischer Produktion unterbreiten. Im Gegenzug ist die Kirche aber auch bereit, den Einzelheiten mit Forellen, Mozarella und Gemüse zu beliefern.

31.08.2015 / Der Import von Schokoladen- und Konditoreierzeugnissen nach Russland ist im ersten Halbjahr 2015 um mehr als die Hälfte rückläufig. Dies ist im wesentlichen auf die starken Kursschwankungen des Rubel zurückzuführen, die die Ware erheblich verteuern. Auch die Produktion von Schokoladenerzeugnissen in Russland selbst ist um 18 Prozent rückläufig. Die Produktion von Schokoladenerzeugnissen mit Alkoholanteil ist sogar um 29 Prozent zurück gegangen.

31.08.2015 / Wladimir Putin wird China im September besuchen. Geplant ist der Zeitraum 2./3. September. Putin folgt damit einer Einladung seines chinesischen Amtskollegen.

31.08.2015 / Der finnische Export von Lebensmitteln nach Russland ist um 78 Prozent eingebrochen. Russland hat somit nur noch einen Gesamtanteil am finnischen Warenexport von 5,5 Prozent.

31.08.2015 / Der russische Präsident Putin hat angeregt über die Schaffung eines Monopolisten für die Herstellung von Schulbüchern nachzudenken. Vorhergehend hatte der Bildungsminister vorgeschlagen, dass Schulbücher grundsätzlich kostenlos auszugeben sind.

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung