Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 52/2015

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 52/2015

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

27.12.2015 – Export von Wodka rückläufig
Russland hat in den ersten elf Monaten des auslaufenden Jahres 41,4 Mio. Liter Wodka und Weinerzeugnisse für eine Summe von 97 Mio. USD exportiert. Dies sind 29,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Den Hauptanteil an diesem Rückgang trägt die Ukraine. Wesentliche Abnehmer waren Deutschland, England und die USA.  
 
27.12.2015 – Hotelauslastung in Russland sehr gut
Analyseportale für die Hotelauslastungen weltweit melden, dass die russischen Hotels zum Jahreswechsel einen Auslastungsgrad von 80 Prozent haben. Spitzenreiter in der Auslastung sind St. Petersburg und die Hotels auf der Krim.  
 
 
27.12.2015 – Getreidelieferungen an die Türkei
Zum Erstaunen vieler, konnten russische Getreideexporteure die Lieferungen von Getreide an die Türkei wieder aufnehmen. Wie durch die Exporteure mitgeteilt wurde, gibt es keinerlei Probleme an der Grenze bei der Abfertigung und auch keinerlei bürokratische Probleme in der Auslegung von Exportbestimmungen in der gegenwärtig politisch schwierigen Zeit.  
 
27.12.2015 – Waffenlieferungen an den Iran
Die Meldungen zur Aufnahme der Lieferungen der Luftabwehrsysteme S-300 an den Iran waren in den letzten Wochen sehr schwankend. Jetzt hat eine Quelle aus dem militärtechnischen Bereich informiert, dass die Lieferungen im Januar beginnen werden. Der Gesamtauftrag wird im September 2016 durch Russland abschließend erfüllt sein.  

26.12.2015 – Merkel übermittelt Geheimdienstinformationen
Die Zeitung „The Times“ informiert, dass die deutsche Bundeskanzlerin Merkel in mehreren Geheimtreffen mit Vertretern des britischen Geheimdienstes (Spionage und Spionageabwehr) Informationen über Präsident Putin übermittelt hat. Die Gespräche wurden unter größter Geheimhaltung außerhalb Londons durchgeführt und sollen außerordentlich lang gewesen sein. Zeitweise soll an diesen Gesprächen auch der englische Premierminister teilgenommen haben. Der Sprecher des russischen Präsidenten vertrat die Meinung, dass ein Informationsaustausch normal ist, Russland selber aber über diesen Informationsaustausch nicht informiert ist.
 
26.12.2015 – Indischer Premierminister besucht Russland
Der indische Premierminister hat Russland besucht und sich auch mit dem russischen Präsidenten Putin getroffen. Beide Seiten stellten bei den globalen Weltproblemen eine einheitliche Meinung der Beurteilung fest. Besonders großen Raum nahmen die Gespräche zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit ein.
 
26.12.2015 – Ukraine fordert von Russland Schadenersatz
Die Ukraine will das Transitmonopol von „Gasprom“ durch internationale Organisationen überprüfen lassen. Die Ukraine ist der Ansicht, dass dieses Gasmonopol der Ukraine bisher einen finanziellen Schaden von sechs Milliarden USD verursacht hat.  
 
26.12.2015 – FSB-Chef zu Ermittlungsergebnissen Flugzeugabsturz
Der Chef des russischen Sicherheitsdienstes Alexander Bortnikow informierte, dass es bereits eine gewisse Vorstellung über die Strukturen gibt, die an der Vorbereitung und Durchführung des Terroraktes, welcher zum Absturz eines russischen Flugzeuges über Ägypten geführt hat, beteiligt waren. Einzelheiten wollte er noch nicht mitteilen, versprach aber der Öffentlichkeit sofortige Information, wenn dies im Interesse der Ermittlungen möglich ist.
 
26.12.2015 – Verkauf von Lukoil-Aktiva
Die russische Ölfirma „Lukoil verkauft ihre Anteile in Litauen und Lettland. Grund hierfür sind die antirussischen Aktivitäten beider Länder, die eine Ausübung einer normalen Geschäftstätigkeit nicht sinnvoll erscheinen lassen. Vorhergehend hatte sich die Firma bereits von ihren Aktiva in Estland und in der Ukraine getrennt.  

25.12.2015 – Statistik zum Salat „Olivje“
Wie jedes Jahr erfolgt auch in diesem Jahr eine Statistik zur Preisentwicklung des russischen Traditionssalates „Olivje“ – ein einfacher, sehr sättigender und sehr beliebter Salat, der eigentlich auf keiner Tafel zu irgendwelchen Feierlichkeiten fehlt. Um diesen Salat auch jetzt zum Jahreswechsel auf den Tisch zu stellen, müssen die Russen 13 Prozent mehr Geld für die Zutaten ausgeben. Die Zutaten sind denkbar einfach – Obst und Gemüse, gut gemischt mit schwerer Mayonnaise.
 
25.12.2015 – Trotz Feiertage – Rente wird wie immer gezahlt
Trotz der in Russland sich endlos hinziehenden Feiertage zum neuen Jahr (bis 10. Januar) werden die Renten wie üblich ausbezahlt. Wie der staatliche Rentenfond mitteilt, werden die ersten Renten ab 4. Januar bezahlt. In Russland hat der Rentner die Möglichkeit die Rente auf ein Konto überwiesen zu bekommen, diese persönlich bei der Post abzuholen oder durch einen speziellen Renten-Postboten direkt ins Haus geliefert zu bekommen.  
 
25.12.2015 – Spezialliste für türkische Arbeiter in Russland
Der russische Premierminister Medwedjew hat eine Sonderliste der russischen Firmen unterschrieben, denen es gestattet ist, auch nach dem 1. Januar 2016 türkische Arbeiter einzustellen und zu beschäftigen. Damit folgt er Bitten einzelner Ministerien, die es für die Umsetzung bestimmter Aufgaben für dringend notwendig erachten, auch weiterhin türkische Mitarbeiter zu beschäftigen.  
 
25.12.2015 – Russland liefert Informationen an Frankreich
Russland wird Frankreich Informationen zur Verfügung stellen, die Kämpfer des Islamischen Staates betreffen und die mit Hilfe der Türkei nach Syrien gelangen. Dies wurde während eines Treffens des russischen Generalstabschefs mit seinem französischen Kollegen in Moskau beschlossen.

24.12.2015 – Neuer Berater des russischen Präsidenten?
Der russische Präsident Putin hat das russische Institut für die Entwicklung des Internet besucht und sich mit dessen Arbeit vertraut gemacht. Bei der Gelegenheit hat er dem Leiter des Instituts Herman Klimenko vorgeschlagen sein persönlicher Berater zu werden. Der Institutsleiter bat den russischen Präsidenten sich mit seiner Frau und den Kindern beraten zu dürfen, worauf der russische Präsident antwortete: Legen Sie nicht den Rückwärtsgang ein.
 
24.12.2015 – Verlängerung der Kapitalamnestie
Die russische Staatsduma ist der Empfehlung des russischen Präsidenten gefolgt und hat die am 31. Dezember 2015 auslaufende Kapitalamnestie um ein halbes Jahr verlängert. Somit haben die davon betroffenen Russen weitere sechs Monate Zeit über eine Legalisierung ihrer Auslandsvermögen nachzudenken und die richtige Entscheidung zu treffen.  
 
24.12.2015 – Neue Banknote in Russland
Die russische Zentralbank hat sich entschlossen eine neue Banknote herauszugeben. Sie soll der Krim gewidmet sein. Die eine Seite der Banknote wird ein Motiv aus Sewastopol, die andere Seite ein Krim-Motiv zeigen. Die Banknote hat einen nominellen Wert von 100 Rubel und wird den Charakter einer Gedenk-Banknote tragen.  
 
24.12.2015 – Kostenlose Privatisierung von Wohnraum
Wie nicht anders zu erwarten war, sind auch in diesem Jahr Abgeordnete der russischen Staatsduma mit dem Vorschlag aufgetreten, das Gesetz zur kostenlosen Privatisierung von selbst genutztem Wohnraum für die russischen Bürger um ein weiteres Jahr zu verlängern. Das Gesetz, in unterschiedlichen Modifizierungen, gestattet es dem Mieter einer staatlichen Wohnung, diese gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr zu privatisieren. Während dies Anfang der 90er Jahre ein formaler bürokratischer Akt war, so bedeutet heute die Privatisierung einer Wohnung ein Geschenk des Staates in Millionenhöhe.  

23.12.2015 – Wilderer mit ekliger Beute
Im Primorsker Krai haben Polizisten ein geheimes Lager von Wilderern entdeckt. Sie fanden über 500 abgeschnittene Bärentatzen die bereits zum Versand vorbereitet worden waren. Außer diesen Tatzen wurde noch eine Reihe anderer Organe von getöteten Bären sichergestellt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
 
23.12.2015 – Russland und Japan
Russland ist bereit, für Japan das Visaregime zu erleichtern, sogar bereit Visafreiheit einzuführen. Weiterhin wurde bekannt, dass der Warenaustausch mit Japan im ablaufenden Jahr um 30 Prozent rückläufig ist. Allerdings wuchs der Export von Gas nach Japan um 10 Prozent. Immer noch nicht geklärt scheint der Besuch des russischen Präsidenten in Japan, der eigentlich im Dezember stattfinden sollte.  
 
23.12.2015 – Kein Alkohol mehr in Restaurants und Bars?
Anfang des Jahres tritt ein neues Gesetz in Russland in Kraft. Dann müssen die Restaurants und Bars beweisen können, dass sie die angebotenen alkoholischen Getränke im offiziellen Großhandel und nicht irgendwo bei einer Oma erworben haben. In der jüngsten Vergangenheit war es zu einigen spektakulären Alkoholvergiftungen mit dutzenden von Todesopfern gekommen. Grund war gepanschter Alkohol. Viele Restaurants und Bars sind aber bisher nicht in der Lage diesen Beweis anzutreten. In Moskau wird geschätzt, dass nur zehn Prozent aller Einrichtungen ihren Alkohol real erwerben.   
 
23.12.2015 – Telefongespräch zu Syrien
Der russische Präsident Putin hat mit dem israelischen Ministerpräsidenten ein Telefongespräch zu aktuellen Fragen der Syrienproblematik geführt. Beide Seiten waren sich darin einig, dass unbedingt nach einer Lösung im internationalen Rahmen unter Aufsicht der UNO gesucht werden muss.

22.12.2015 – Firmen ziehen sich aus Türkei zurück
Wegen der durch Russland gegen die Türkei verhängten Sanktionen, insbesondere zum Import von Waren, haben sich die Firmen H&M, Zara und Mango aus der Türkei zurückgezogen, wo sie Bekleidung für den Export nach Russland haben herstellen lassen.  
 
22.12.2015 – Lieferung von S-300 an Iran
Neuesten Informationen von RosTech ist zu entnehmen, dass die Lieferung von Flugabwehrkomplexen S-300 an den Iran Ende 2016 erfolgen werden. Frühere Meldungen erweckten den Eindruck, als ob die Lieferungen unmittelbar bevorstünden. Der Iran hat bereits Anzahlungen für diese Komplexe geleistet.  
 
22.12.2015 – Mascha und der Bär
Die 17. Episode der russischen Zeichentrickfilmserie „Mascha und der Bär“ hat bei youtube über eine Milliarde Zugriffe erreicht. Nach der Trickfilmserie „Nu Pogadi“ ist dies eine weitere Erfolgsgeschichte der russischen Zeichentrickfilm-Industrie: https://www.youtube.com/watch?v=KYniUCGPGLs
 
22.12.2015 – Entwicklung der Luft- und Weltraumstreitkräfte
Bei der weiteren Entwicklung der Armee wird Russland sein Hauptaugenmerk auf die beschleunigte Entwicklung der Weltraumgruppierung legen. Das Entwicklungsprogramm ist bis zum Jahre 2021 ausgelegt. Wichtigste Elemente sind hier die Aufklärung und Frühwarnung vor möglichen Angriffen. Russland geht bereits jetzt davon aus, dass es den Rückstand zur USA auf diesem Gebiet aufgeholt hat.

21.12.2015 – Indien kauft modernste russische Flugabwehrsysteme
Indien wird in Russland fünf Komplexe des Luftabwehrsystems S-400 erwerben. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf sechs Milliarden USD. Die offizielle Vertragsunterzeichnung wird am 23/24. Dezember während des Besuches des indischen Premierministers in Moskau erfolgen.  
 
21.12.2015 – Ausländische Journalisten auf russischen Flaggschiff
Ausländischen westlichen Journalisten wurde gestattet, dass russische Flaggschiff der Schwarzmeerflotte, den Raketenkreuzer „Moskwa“ zu besichtigen. Der Kreuzer befindet sich gegenwärtig zum Kampfeinsatz in Syrien.  
 
21.12.2015 – Russland nimmt Uran aus dem Iran
Der Iran ist bereit, neun Tonnen angereichertes Uran an Russland zu übergeben. Die Übergabe erfolgt auf der Grundlage der vertraglichen internationalen Vereinbarungen mit dem Iran, um im Anschluss dessen die Sanktionen gegenüber dem Land aufzuheben.  
 
21.12.2015 – Erfolgreicher russischer Sicherheitsdienst
Die russischen Sicherheitsdienste haben im ablaufenden Jahr 30 Handlungen vereitelt, die als terroristischer Anschlag hätten eingestuft werden müssen. Darüber informierte der russische Präsident während einer Feier anlässlich des professionellen Feiertages der russischen Sicherheitsdienste, der in Russland am 20. Dezember begangen wird. Weiterhin informierte der Präsident, dass die russischen Sicherheitsdienste 320 ausländische „Kollegen“ im Jahre 2015 enttarnt haben, die sich sehr für die Entwicklung in Russland interessierten.
 
Reklame

Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. Dezember 2015 04:38 pm

    "Die eine Seite der Banknote wird ein Motiv aus Sewastopol, die andere Seite ein Krim-Motiv zeigen"
    Da wird wohl Pornoschenkel persönlich diese Banknote lebenslang zur Persona non grada erheben.
    Auch jeder Besitzer einer solchen Banknote wird wohl bei Einreise in die Ukraine mit scharfen strafrechtlichen Sanktionen zu rechnen haben wegen Unterstützung eines Staatsfeindes.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung