Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 53/2015

Russland Kompakt – Täglich aktuell – Ausgabewoche 53/2015

„Russland Kompakt“ – ein täglich aktualisiertes Informationsangebot von „Kaliningrad-Domizil“. Lesen Sie hier Nachrichten aus dem föderalen Russland kurz und knapp zusammengefasst.

03.01.2016 – Immer mehr Berufssoldaten
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu informierte, dass im Jahre 2015 erstmals die Zahl der freiwillig länger Dienenden (Vertragssoldaten) die Zahl der Wehrpflichtigen überstiegen hat. Weiterhin informierte er, dass das Verteidigungsministerium rund 1.400 Objekte zur zivilen Nutzung übergeben habe, was dem Militärhaushalt über zwei Milliarden Rubel Einsparungen brachte.  
 
03.01.2016 – Russland wechselt seine Vorlieben
Die Russen haben anscheinend keinen Appetit mehr auf Wodka. Dafür wächst die Vorliebe für Cognac, denn die Produktion ist im Jahre 2015 um fast 30 Prozent gesteigert wurden. Die Produktion von Wodka dagegen ist um rund sechs Prozent rückläufig.
 
 
03.01.2016 – Finanzministerium mit tollem Optimismus zum Jahresauftakt
Das russische Finanzministerium verbreitet zum Jahresanfang Optimismus. Es sagt einen Rückgang der Inflation um bis zu 7 Prozent im Jahre 2016 voraus, was eine Halbierung der im Jahre 2015 erreichten Inflationsquote bedeutet.
 
03.01.2016 – Recht auf Vergessen
Zum Jahresanfang ist in Russland ein Gesetz zum „Recht des Vergessens“ in Kraft getreten. Es regelt die Pflicht von Providern, auf Antrag eines Betroffenen alle Einträge über ihn im Internet zu löschen.

02.01.2016 – Visapflicht mit Türkei
Mit Beginn des neuen Jahres ist im Rahmen der Sanktionen gegen die Türkei, auch das System der Visafreiheit aufgehoben wurden. Türkische Bürger die nach Russland reisen wollen, benötigen nun wieder ein Visum um die Grenze nach Russland überschreiten zu dürfen. Die Türkei hat keine Visapflicht für Russen eingeführt.
 
02.01.2016 – Lebensmittelembargo gegen Ukraine
Mit Beginn des neuen Jahres ist das angekündigte Lebensmittelembargo gegen die Ukraine in Kraft getreten. Die Verhängung dieser Sanktionen ist die russische Antwort auf die Übernahme der Sanktionen der Europäischen Union durch die Ukraine.
 
02.01.2016 – Kein Freihandel mehr mit der Ukraine
Russland hat die Freihandelszone mit der Ukraine so wie angekündigt, zum neuen Jahr geschlossen. Dies steht im Zusammenhang mit dem Assoziierungsvertrag mit der Europäischen Union, den die Ukraine unterschrieben hat. Somit fallen sämtliche Zollvergünstigen für Warenexporte nach Russland fort. Ukrainische Waren verteuern sich somit erheblich und werden wohl kaum noch in Russland verkäuflich sein. 
 
02.01.2016 – Türkische Bauarbeiten verboten
Mit dem neuen Jahr trat das Verbot für die Ausführung von Bauarbeiten durch türkische Bauarbeiter und Firmen in Russland in Kraft. Dies ist eine der umfangreichen Sanktionsmaßnahmen Russlands auf den Abschuss des russischen Militärflugzeuges durch die türkische Luftwaffe über syrischem Territorium.

01.01.2016 – Föderale Beamte erhalten Geschenke zum Jahreswechsel
Der Kreml hat sich, trotz aller wirtschaftlichen Probleme entschlossen, 1.000 seiner Beamten Geschenke zum Jahreswechsel zu machen. Sie erhielten eine Broschüre mit den populärsten Zitaten des russischen Präsidenten Putin überreicht. Ob diese Beamten nun auch dem Kreml ein Erwiderungsgeschenk überreichen ging aus der Meldung nicht hervor.  
 
01.01.2016 – Serbien als Vermittler
Der türkische Ministerpräsident hat Serbien gebeten als Vermittler bei der Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Russland aufzutreten. Serbien hatte sich hierzu anfänglich bereit erklärt, dann aber abgelehnt. Als Begründung führte man an, dass Serbien viel zu klein ist, um zwischen zwei so großen Staaten zu vermitteln.  Die scharfen Spannungen zwischen der Türkei und Russland entstanden, weil durch die türkische Luftwaffe ein russisches Flugzeug über syrischem Territorium abgeschossen wurde.
 
01.01.2016 – Neue Touristenziele für Russen
Die Russen haben anscheinend ihre Wahl für die neuen Reiseziele als Alternative zu Ägypten und der Türkei getroffen. Als neue Reiseziele gelten nun Indien, Vietnam und Thailand.  
 
01.01.2016 – Handelsaustausch stark fallend
Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew hat informiert, dass der Handelsaustausch Russlands mit anderen Ländern im abgelaufenen Jahr um mehr als 30 Prozent gefallen ist. Der Handelsaustausch mit europäischen Ländern extra genommen ist sogar um bis zu 38 Prozent rückläufig.  
 
01.01.2016 – Sanktionswaren vernichtet
Seit dem Beschluss im Sommer 2015, Sanktionswaren die illegal nach Russland eingeführt werden, direkt an der Grenze zu beschlagnahmen und zu vernichten, wurden 2.000 Tonnen verschiedener Lebensmittel durch die landwirtschaftliche Aufsichtsbehörde vernichtet. Die Schmuggler haben somit relativ schnell und umgehend reagiert und ihre illegalen Versuche schnell eingestellt.

31.12.2015 – Neue Sanktionen gegen die Türkei
Der russische Präsident hat am Montag einen neuen Erlass für weitere Sanktionen gegen die Türkei unterschrieben. Diese neuen Sanktionen betreffen jetzt auch Firmen die nicht nur in türkischem Besitz sind, sondern die auch von türkischen Bürgern geführt und kontrolliert werden.  
 
31.12.2015 – Trübe Prognosen für den Erdölpreis
Der russische Vizepremier Arkadi Dvorkowitsch hat durchaus die Möglichkeit zugelassen, dass der Erdölpreis auf 20 USD pro Barrel fallen könnte. Zu diesem Szenario wurde in den letzten Wochen häufig in russischen Medien berichtet. Der russische Staatshaushalt für 2016 hat eine Berechnungsgrundlage von 50 USD angenommen.  
 
31.12.2015 – Russland hat Uran aus Iran übernommen
Diplomatische Quellen informieren, dass Russland die Übernahme von angereichertem Uran aus Beständen des Iran abgeschlossen hat und diese Vorräte nun in Spezialeinrichtungen auf russischem Territorium lagern. Damit sind weitere Voraussetzungen erfüllt, die der Iran zu erfüllen hat, damit die internationalen Sanktionen aufgehoben werden.  
 
31.12.2015 – Ein Ratschlag an die Russen
Der Chef der russischen Rauschgiftbehörde hat seinen Landsleuten zum Jahreswechsel einen Ratschlag gegeben. Ob dieser allerdings gut war oder doch eher als Tipp zu verstehen ist, bleibt abzuwarten. Er hat nämlich empfohlen, alkoholische Getränke nicht mit gasifizierten Getränken zu mixen. Das weckt natürlich die Neugier der Russen – nach dem Motto: Aber wenn ich es doch tue, was mag dann wohl passieren?
 
31.12.2015 – Russland und Italien sind sich einig
Zwischen Russland und Italien wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, die die gegenseitige Anerkennung von Diplomen und Schulabschlüssen regelt. Dies könnte ein weiterer Anreiz sein, dass mehr italienische Studenten sich für ein Studium an russischen Einrichtungen entschließen. Gegenwärtig studieren 5.500 Ausländer aus Westeuropa in Hochschulen und Universitäten in Russland.  

30.12.2015 – Es weihnachtet – auch in Syrien
In der russischen Militärbasis in Syrien wurde eine Weihnachtstanne aufgestellt. Sie hat eine Höhe von 15 Meter. Geschmückt wurde sie nach klassischem Vorbild. Über den Jahreswechsel finden auf der Militärbasis kulturelle Veranstaltungen mit russischen Künstlern statt.  
 
30.12.2015 – Antiterrorübung begonnen
Im Militärbezirk WEST haben unangemeldete Anti-Terror-Übungen begonnen. Alarmiert wurden Truppenteile in 26 Regionen des Militärbezirks WEST. An den Überprüfungen nahmen mehr als 4.000 Armeeangehörige und 200 Technikeinheiten teil.
 
30.12.2015 – Russland wird Sanktionen ausweiten
Der russische Vizepremierminister Arkadi Dvorkowitsch hat in einem Interview mit einem russischen TV-Sender angekündigt, dass Russland die Sanktionen gegen die Türkei erweitern wird. Man arbeite gegenwärtig an weiteren Schritten um gebührend auf die Verhaltensweise der Türkei zu reagieren.  
 
30.12.2015 – Lawrow zu leisen Gesprächen
Der russische Außenminister Lawrow informierte, dass sehr viele seiner Kollegen aus den Ländern der Europäischen Union im vertraulichen Gespräch mit ihm die offizielle Politik gegenüber Russland bedauern und es als einen Fehler bezeichnen, dass man das Verhältnis zu Russland wegen der Ukraine derart verdorben hat. In offiziellen Stellungnahmen ist es ihnen aber nicht möglich, dies laut zu sagen.  
 
30.12.2015 – Die Inflation nähert sich dem Ende
Es verbleibt nur noch ein Tag, der auf den statistischen Wert der Inflation in Russland Einfluss nehmen kann. Deshalb wagt das russische Wirtschaftsministerium bereits die Veröffentlichung des Jahreskoeffizienten mit 15 Prozent. Dies sind zwei Punkte mehr, als im Verlaufe des Jahres die pessimistischen Prognosen vorhergesagt hatten.

29.12.2015 – „Pobeda“ mit erstem Sieg
Die russische Fluggesellschaft „Pobeda“ (Sieg), eine Tochtergesellschaft der Aeroflot und tätig im Billigpreissegment, hat im ersten Jahr ihrer operativen Tätigkeit bereits drei Millionen Passagiere befördert. Dies ist für die Geschäftsführung das Zeichen, dass die neue Airlines ihren Platz in Russland unter den Flugpassagieren gefunden hat und das Geschäftskonzept anerkannt wird.  
 
29.12.2015 – Sowjetisches Niveau erreicht
Der Generaldirektor von „RosTech“ hat informiert, dass die Produktion von Hubschraubern in Russland endlich wieder das Niveau wie zu Zeiten der Sowjetunion erreicht habe. Im Jahre 2015 hat Russland 300 Hubschrauber – sowohl zivile wie auch militärische produziert. Gegenwärtig laufen die Arbeiten zur vollständigen Ablösung von Zulieferungen aus der Ukraine. Durch „RosTech“ wurde auch über den Bau eines Werkes zur Produktion von Hubschraubern in Indien informiert.  
 
29.12.2015 – „Danone“ schließt zwei Produktionsstätten
Die Firma „Danone“ informiert über die Schließung von zwei Produktionsstätten in Russland. Die Schließung, die im ersten Quartal 2016 erfolgt, betrifft die Fabriken in Tomsk und Tscheboksarach. Gegenwärtig hat „Danone“ 18 Produktionsstätten in Russland mit rund 10.000 Mitarbeitern.
 
29.12.2015 – Kein Mangel an Passagieren
Russische Fluggesellschaften hatten im Jahre 2015 keinen Mangel an Passagieren. Nach jetzt veröffentlichten Zahlen wurden 94 Mio. Passagiere befördert. Hervorgehoben wurde, dass besondere Herausforderungen für die russischen Fluggesellschaften die Themen „Ukraine – Ägypten – Türkei“ waren. Aber auch der Bankrott der großen Fluggesellschaft „TransAero“ war eine Zusatzbelastung. Für 2016 wird kein Rückgang des Flugaufkommens erwartet.  

28.12.2015 – Russische Terroristen in Syrien und Irak
Auf Anfrage eines Abgeordneten antworteten das Innenministerium und der FSB, dass sie die Tätigkeit von 2.800 russischen Bürgern im Irak und Syrien genau beobachten, die dort in Terrororganisationen kämpfen. 889 zurückgekehrte Kämpfer wurden durch die Sicherheitsorgane enttarnt und einer strafrechtlichen Verantwortung zugeführt. Weiterhin wurden 92 Werber ausländischer bewaffneter Formationen identifiziert.
 
28.12.2015 – Neue Kader im alten Jahr
Kurz vor Ablauf des alten Jahres haben drei Generale und neun Oberste im russischen Innenministerium eine neue Dienststellung erhalten. Die Kaderveränderungen betreffen Positionen im Stellvertreterbereich direkt im Innenministerium bis hin zu Leitungspositionen in den Regionen und Republiken der Russischen Föderadion.
 
28.12.2015 – Betrunken – entlassen
Der stellvertretende Chef der Polizei in Omsk ist in betrunkenem Zustand mit dem Auto gefahren. Dagegen ist an sich noch nichts zu sagen, wenn er nicht direkt hinter dem Lenkrad gesessen hätte und Gas, Kupplung, Bremse selber betätigt hätte. Dies war dann Anlass für seine Entlassung aus dem Staatsdienst.  
 
28.12.2015 – Entwicklung des Handels Russland – Iran
Der russische Minister für Handel und Industrie schließt nicht aus, dass beide Länder in absehbarer Zeit im gegenseitigen Handel die jeweilige nationale Währung als Zahlungsmittel anerkennen. In Russland geht man davon aus, dass der Handel beider Länder in den kommenden fünf Jahren einen Umfang von fünf Milliarden USD annehmen wird.
 
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Kommentare ( 3 )

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 31. Dezember 2015 01:04 pm

    An österreichiscehn Hochschulen waren im Wintersemester 2013 insgesamt mehr als 350.000 Studierende inskribiert. Rund 90.000 davon waren ausländische Staatsangehörige – das entspricht ca. 26% aller Studierenden in Österreich.

    In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl deutscher Studierender in Österreich vervierfacht. Damit weisen sie den größten Zuwachs an den Hochschulen auf. Türkische Studierende weisen ebenso einen zunehmenden Trend auf. Bei türkischen Staatsangehörigen steigt die Bildungsbeteiligung jener, die dauerhaft in Österreich sesshaft sind. Bei deutschen Studierenden zeigt sich jedoch eine gezielte Zuwanderung zur Absolvierung eines Hochschulstudiums in Österreich.

    Ebenfalls stark präsent sind Studierende aus Italien bzw. Südtirol. Mit 8.204 Staatsbürger/innen – davon 6.433 Südtiroler/innen – folgen sie den Deutschen als zweitgrößte Gruppe. Unter den ausländischen Studierenden haben 10% die italienische Staatsbürgerschaft.

    Frauen machten 2012/13, dank vieler einseitigen Quotenregelungen, knapp 61% aller ausländischen Absolvent/innen aus. Besonders hoch war ihr Anteil im Vergleich zu Männern in den Studiengruppen Veterinärmedizinische Studien (87,8%), Geistes- und kulturwissenschaftliche Studien (77,2%), Lehramtsstudien (74,2%) und Künstlerische Studien (65,5%).

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 31. Dezember 2015 09:29

      ... ich habe das Gefühl, als ob sich Russland nicht das Ziel gesteckt hat, tausende von ausländischen Studenten ins Land zu holen. Es geht wohl darum eine gute qualitative Auswahl zu treffen, damit diese Ausländer nach Abschluss des Studiums dann auch ein Stück russisches Verständnis und Lebensauffassung mit in ihr Land zurücknehmen.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 31. Dezember 2015 04:50 pm

    "Der russische Vizepremier Arkadi Dvorkowitsch hat durchaus die Möglichkeit zugelassen, dass der Erdölpreis auf 20 USD pro Barrel fallen könnte."
    Ist schon richtig, nicht in Euphorie auszubrechen, aber der saudische Staatshaushalt ist derzeit mehr als platt. Die brauchen Geld. Und das gibts bei denen nur für Öl. Da wird wohl die Opec sich für eine Drosselung der Ölförderung entschließen - müssen - , damit das Angebot wieder verknappt wird. Ob die Saudis ihr Ziel erreicht haben, die US - Fracking - Firmen vom Markt zu nehmen? Ich glaube es bald nicht. Wenn doch, dann sehen die Polen allerdings mit ihren nagelneuen noch nicht mal fertigen Flüssiggas-Terminals natürlich sehr alt aus. Aber zur Fischzucht und für Tauchschulen wären sie immer noch tauglich. Das wäre dann die Milchrechnung der alten Melberten.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 2. Januar 2016 13:27 pm

    "Serbien als Vermittler" ?
    Offensichtlich haben die Serben noch mal ganz genau überlegt, mit wem sie sich da einlassen würden. Das würde eine Türkische Rute auf serbischem Hintern. Ganz im Sinne der EU, die die Serben gern weiter von Rußland trennen wollen. Bei Bulgarien hat es ja auch geklappt. Zumindest vorerst.
    Auf Grund der Geschichte und der jetzigen offiziellen Stellung Serbiens zu Rußland und vor allem auch vieler serbischer Bürger, die eine russische Staatszugehörigkeit haben, wäre das schon zum Scheitern verurteilt, weil die Türkei dann den Serben Einseitigkeit und den Russen Erpressung der Serben und was weiß ich noch alles vorwerfen würden.
    Es würde, wie man so schön sagt, großer Mist werden.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 2. Januar 2016 13:32

      ... naja, die Serben haben ja auch eine kluge Antwort gefunden.

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