Schwarzes Schaf in Kaliningrad verhaftet

Schwarzes Schaf in Kaliningrad verhaftet
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Der russische Sicherheitsdienst FSB hat den Chef der Polizei des Moskauer Stadtbezirkes der Stadt Kaliningrad direkt an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Dies berichten zwei liberale Regionalmedien am Mittwoch. Die Verhaftung erfolgte bereits vor einem Tag.

Die Verhaftung von Oberst Anatoli Semaschko wurde den Regionalmedien von drei Quellen in den Rechtspflegeorganen mitgeteilt. Die Verhaftung ging einher mit Haussuchungen in seinem Arbeitsbereich.

Nach unbestätigten Meldungen wird wegen organisierter Bestechlichkeit durch eine Personengruppe, ermittelt.

Einerseits stellt die Verhaftung von Mitarbeitern der Rechtspflegeorgane keine Überraschung dar, denn in den russischen Medien wird in den letzten Wochen in großem Umfang über derartige Vorgänge berichtet. Erschreckend ist nur der Umstand, dass sich eben die Organe und deren Mitarbeiter, häufig leitende Mitarbeiter, als kriminell erweisen, die die Kriminalität bekämpfen sollen, aber ihre Funktion einfach nur nutzen, um sich persönlich zu bereichern. Und für den einfachen Bürger stellt sich die Frage, wem man im Rechtspflegesystem trauen kann oder wer in diesem System sein Insiderwissen nutzt, um das Rechtssystem in Russland zu missbrauchen. In Kaliningrad kann man vielleicht noch von der Verhaftung eines Schwarzen Schafes sprechen, in Russland sind es aber nun schon ganze Herden von Schwarzen Schafen.  

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Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. Juli 2019 12:54 pm

    In der EU ist das gaaaanz anders.
    Da läßt eine BRD-Ministerin in einem eigentlich sehr sensiblen Bereich mit einem riesigen Mitarbeiterbestand von einer eigens eingestellten Staatssekretärin Beraterverträge mit US-amerikanischen Unternehmensberatungen abschließen, die damit sehr große interne Kenntnisse auch in sehr sensible Bereiche dieses Ministerium erlangen und so ganz - nebenbei - ein Schweinegeld in dreistelliger Millionenhöhe bekommen. Von Verdienen hatte ich nichts gesagt. Diese Staatssekretärin, die aus diesem Beraterfirmen-Imperium stammte, hat sich, nachdem alle Verträge wasserdicht unter Dach und Fach waren, wieder als Staatssekretärin in ihre alte Wirkungsstätte verabschiedet. Wie es das Schicksal so will, und es wohl ganz gewiß - keinerlei - Zusammenhänge gibt, sind 2 erwachsene Kinder der Ministerin just bei dieser US-Firma in lukrative Anstellung gekommen.
    Da es für die Ministerin auf ihrem Stuhl zu heiß wurde, hat man sie nach Brüssel ganz hoch weg gelobt.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 24. Juli 2019 13:13

      ... ach ja, richtig. Da war ja noch was! Und ich hatte nur in Richtung des Rücktritts von Frau Merkel gedacht und das man getreue Mitstreiter noch rechtzeitig in interessante andere Aufgabenbereiche unterbringen wollte.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 25. Juli 2019 01:24 pm

    Etwas abgewandelt würde der Spruch dann so heißen: Korrumpel, korrumpel, ganz schnell nach Brüssel war die Korrumpel-Kumpel.

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