Tourismusminister: Peinlich über verdientes Geld zu sprechen

Tourismusminister: Peinlich über verdientes Geld zu sprechen

 

Der Kaliningrader Minister für Kultur und Tourismus ist der Ansicht, dass viele vom gegenwärtigen Touristenboom in Kaliningrad profitieren. Nur einigen ist es peinlich darüber zu sprechen.

In den Sommermonaten hat es in Kaliningrad einen Zuwachs an Touristen um zehn Prozent gegeben. Darüber informierte Andrej Jermak, der zuständige Minister. Und das regionale Unternehmertum hat dabei nicht schlecht verdient. Wieviel die Kaliningrader Unternehmer verdient haben, sagte der Minister nicht.

Er hob hervor, dass die jetzt vorliegenden vorläufigen Zahlen ein besseres Bild zeigen, als man geplant hatte. Geplant war ein Tourismuszuwachs um sieben Prozent. Erreicht wurden zehn, vielleicht sogar elf Prozent – so Jermak. Grund hierfür war das außerordentlich gute Wetter und natürlich das Elektronische Visum.

Somit ist klar, dass natürlich das Kaliningrader Unternehmertum, sprich die Hotelbetreiber, Restaurantbesitzer und Souvenirhändler daran verdient haben. Man will nur nicht darüber sprechen. Allen ist klar, dass diese große Anzahl von zusätzlichen Touristen nicht im Auto oder Bus übernachten und die mitgebrachten Butterstullen essen. Zum Jahresende erwartet der Minister aber konkrete Zahlen – und vermutlich nicht nur er, sondern auch die zuständigen Steuerbehörden, die sich bereits jetzt über einen außergewöhnlichen Steuerzuwachs im laufenden Jahr freuen.

Jermak meinte weiter, dass man davon ausgehe, dass der Touristenstrom nicht abflauen wird, sondern bis zum Jahresende durchaus einen Zuwachs bis zu 13 Prozent zeigen könnte. Beobachtet man die Zahlen der Antragsteller und Einreisenden mit einem Elektronischen Visum, so kann der Optimismus des Ministers durchaus berechtigt sein.

 

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