Tourismusminister: Ruinen des Königsschlosses für Touristen uninteressant

Tourismusminister: Ruinen des Königsschlosses für Touristen uninteressant
 
Die freigelegten Ruinen des Königsschlosses sind bei den Touristen, die Kaliningrad besuchen, nicht populär. Dies erklärte der Kaliningrader Minister Andrej Jermak im Rahmen eines Interviews mit dem Radiosender „Komsomolskaja Prawda“.
 
 
Die Einschätzung traf der Minister auf der Grundlage von analytischen Werten des Systems „SberAnalitika“.
 
„Man kann nicht sagen, dass es sich um einen populären Ort handelt. Er befindet sich weder unter den TOP-5 und auch nicht unter den TOP-10 der Sehenswürdigkeiten in Kaliningrad. Das ist nicht nur mein Eindruck, sondern wir haben Analyseangaben des Systems „SberAnalitika“, aus denen zu sehen ist, wohin die Leute gehen und zu den Königsbergen und insbesondere zu den Ruinen des Königsschlosses ist niemand hingegangen. Zu den TOP-5 der Sehenswürdigkeiten gehören das Meeresmuseum, die Kant-Insel, das Fischdorf und das Bernsteinmuseum“, - so Andrej Jermak.
 
Er kommentierte weiter, dass man die Ruinen, auch wenn diese wieder mit Sand verfüllt und konserviert werden, für touristische Zwecke nutzen kann. Man kann die Touristen weiterhin an diesen Ort führen und mit den modernen Methoden der Technik zeigen, was hier ehemals stand. So macht man es in vielen Ländern der Welt, wenn man Touristen über etwas informieren will, was nicht mehr existiert. Natürlich wäre es besser, das Objekt an sich zu zeigen – frei nach dem Spruch: erst zeigen, dann erzählen. Aber wir haben beschlossen jetzt erstmal zu erzählen. Sollte es später einmal ein reales Projekt geben, kann das Schloss wieder ausgegraben werden – so der Minister.
 
 
 
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Kommentare ( 1 )

  • Anton Amler

    Veröffentlicht: 7. Oktober 2021 11:28 pm

    Europa ist so gesegnet mit Schlössern aller Art, daß Amis und Asiaten bei uns einkaufen.
    Kaliningrad kann Gelder für eine nicht zwingend notwendige Restaurierung sicher zweckmäßiger einsetzen, und vergleichbare Bauten lassen sich auch in Deutschland bestaunen.
    Darüber hinaus bietet Rußland selbst eine große Auswahl an Prachtbauten.

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