Weitere Informationen zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet

Weitere Informationen zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet

 

Im Kaliningrader Gebiet ist ein dritter Fall von Corona-Infektion registriert worden. Infiziert hat sich eine Frau, die aus Berlin nach Kaliningrad gereist ist. Die Kaliningrader Gebietsregierung hat weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung angewiesen.

 

 

Die mit dem Corona-Virus infizierte Frau hat sich im Zeitraum vom 6. – 9. März in Deutschland aufgehalten. Nach Rückkehr meldete sich die Frau, ohne selbst Symptome zu verspüren, beim medizinischen Dienst. Dort diagnostizierte man die Infektion und nahm die Patientin im Infektionskrankenhaus stationär auf. Jetzt werden alle Personen untersucht, die mit ihr Kontakt hatten oder gehabt haben könnten.

Ab 17. März gilt im Kaliningrader Gebiet eine „Erhöhte Bereitschaft“. Dies wurde im Ergebnis einer operativen Beratung in der Gebietsregierung angewiesen. Somit sind ab diesem Zeitpunkt sämtliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten mit mehr als 300 Personen untersagt und sämtliche Veranstaltung im Freien mit einer Personenanzahl von über 600 Personen ebenfalls. Diese Einschränkungen gelten vorläufig bis zum 30. April 2020.

Wie die Kaliningrader Verbraucherschutzbehörde informierte, wurden bisher 555 Untersuchungen bei Bürgern vorgenommen und davon befinden sich 88 Bürger unter weiterer Beobachtung in häuslicher Isolierung oder in medizinischen Einrichtungen.

Alle Personen, die aus dem Ausland nach Kaliningrad einreisen, haben sich unverzüglich über die Nummer 112 mit dem medizinischen Dienst in Verbindung zu setzen und ihre Einreise zu melden. Hierbei müssen sie melden, in welchem Land sie sich aufgehalten haben, ob es bereits Anzeichen einer Erkrankung gibt (Husten, Ermattung, Fieber usw.). Es muss die Adresse des Aufenthaltsortes angegeben werden.

Polen schließt in der Nacht zum Sonntag zwei Grenzübergänge komplett. Hier sind keinerlei Ein- oder Ausreisen mehr möglich. Es handelt sich um die Grenzübergänge „Goldap“ und „Gronowo“. Die Personen, die nach Kaliningrad einreisen wollen oder die von Kaliningrad in die Europäische Union einreisen wollen, können nur noch die Übergänge „Besleda“ und „Gschechotka“ nutzen.

Polnische Behörden informieren, dass es für einzelne Bürger Ausnahmeregelungen zur Ein- und Ausreise gibt. In jedem einzelnen Fall entscheiden die Grenzorgane Polens hierüber individuell.

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