Wer eine Reise plant, sollte prüfen ob er Schulden hat

Wer eine Reise plant, sollte prüfen ob er Schulden hat
Begleittext zur Videoinformation
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Wer in Russland eine Reise ins Ausland plant, sollte vorher prüfen, ob er Schulden hat. Ansonsten könnte er an der Grenze eine unangenehme Überraschung erleben, wenn Grenzer den Schlagbaum nicht öffnen, sondern die Gerichtsvollzieher holen.

In Russland kennt man zwei besonders effektive Methoden, Schulden einzutreiben: die Beschlagnahme des Autos und ein Ausreiseverbot. Insbesondere in Kaliningrad, wo viele Russen natürlich auch ins russische Mutterland fliegen, ist die Methode des Ausreiseverbots wegen unbezahlter Rechnungen besonders wirksam.

57.551 Kaliningrader haben dies seit Anfang des Jahres schmerzlich zu spüren bekommen, denn für sie war die Reise an den Grenzen zu Polen und Litauen oder am Airport schneller beendet, als sie glaubten.

5.137 Kaliningrader hatten Unterhaltsschulden gegenüber ihren Kindern – in absoluten Ziffern rund eine Milliarde Rubel. Insgesamt hatten die gestoppten Schuldner eine Schuldensumme von 15 Milliarden Rubel.

Im Mai 2019 beschlagnahmten die Gerichtsvollzieher 36 Fahrzeuge. Die Eigentümer hatten zehn Tage Zeit, ihre Schulden zu bezahlen oder die Fahrzeuge wurden zum Verkauf ausgeschrieben.

 

Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 4. August 2019 16:55 pm

    "5.137 Kaliningrader hatten Unterhaltsschulden gegenüber ihren Kindern ..."
    Ich finde diese Methode eigentlich ganz gut im Sinne der Kinder. In der EU aber leider schlecht machbar.
    In der DDR gab es den § 141 StGB, nachdem der/diejenige bis zu 2 Jahren Freiheisstrafe bestraft werden konnte, der sich vorsätzlich seiner/ihrer gesetzlichen Pflicht zur Zahlung des Unterhalts für seine/ihre Kinder entzog.

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