Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 18. März 2020

Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 18. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ fast wesentliche Informationen der russischen föderalen und regionalen Medien zur allgemeinen Information für deutsche Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, zusammen.

 

 

Russland hat aktuell 147 Erkrankte registriert.

 


Unter medizinischer Beobachtung befanden sich seit dem Zeitraum des Beginns der Corona-Krise in Russland 56.991 Personen. Mit Stichtag 17.03.2020 stehen noch 17.904 Personen unter medizinischer Kontrolle.

In Kaliningrad gibt es unverändert fünf Krankheitsfälle.  

 

 

Mit Stand 18. März wurden bisher 1.013 Personen auf Infizierungsverdacht untersucht. Unter medizinischer Aufsicht stehen 507 Personen, davon 11 Personen in einer Unterkunft im Kinderferienlager in Swetlogorsk. Alle Personen haben keinerlei Krankheitserscheinungen, sondern sind nur aus dem Ausland gekommen und haben keine Möglichkeit der eigenen isolierten Unterbringung. Die Einrichtung bietet Platz für 50 Personen.

Die Kaliningrader Stadtverwaltung sieht auch positive Momente in der gegenwärtigen Corona-Situation. „Vom Winde verweht“, - kommentierte man die Situation, dass kein einziger illegaler Händler von polnischen Sanktionswaren mehr auf Kaliningrader Straßen zu sehen ist. Ein Ergebnis, welches völlig ohne Aktivitäten der Stadtverwaltung erreicht wurde.

Ab 18. März werden in Kaliningrad alle sportlichen, kulturellen und anderen Massenveranstaltungen untersagt. Das Verbot ist vorläufig bis zum 30. April begrenzt. Verboten wurden Konzerte, Theaterveranstaltungen, Museumsausstellungen, Foren und Parteitage sowie Kinoveranstaltungen. Ebenfalls werden die städtischen Sport- und Schwimmhallen geschlossen. Die privaten Betreiber von Fitnessclubs wurden aufgefordert, dem städtischen Beispiel zu folgen.

Kaliningrader Hotels und andere Gästeunterkünfte dürfen keine ausländischen Gäste mehr aufnehmen, welche aus den besonders gefährdeten Ländern anreisen.

Der Kaliningrader Gouverneur hat angewiesen, alle Ausländer zu untersuchen, die nach Kaliningrad aus dem russischen Mutterland mit innerrussischen Flügen kommen.

Der russische Landwirtschaftsminister hat alle Regionen angewiesen, einen Lebensmittelvorrat bei den allerwichtigsten Waren des täglichen Bedarfs von zwei Monaten zu schaffen. Weiterhin haben die Regionen die Möglichkeit einer Produktionssteigerung bei diesen Waren zu prüfen.

Vom 23. März bis 12. April können sich alle russischen Schüler über ungeplante zusätzliche Ferien freuen. Der russische Bildungsminister hat einen entsprechenden Erlass im Rahmen der Corona-Virus-Bekämpfung unterzeichnet.

Der Kreml bezeichnete die Frage eines Journalisten als interessant, ob die Frühjahrseinberufung der Wehrpflichtigen in diesem Jahr verschoben oder aufgehoben wird. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten bedankte sich für die Frage und versprach, den Gedanken aufzugreifen.

Der Kreml wird in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Lage im Land rechtzeitig Entscheidungen zur möglichen Verschiebung des Referendums zur Verfassung, welches am 22. April geplant ist, fassen. Darüber informierte der Pressesprecher des Präsidenten.

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