Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 19. März 2020

Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 19. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ fast wesentliche Informationen der russischen föderalen und regionalen Medien zur Corona-Lage im Kaliningrader Gebiet und in den anderen russischen Regionen, zur allgemeinen Information für deutsche Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, zusammen.

 


Russland hat aktuell 199 Erkrankte in 23 Regionen (von 85 Regionen) registriert. 188 Erkrankte sind russische Staatsbürger, 11 Personen sind Ausländer.

 


In Kaliningrad gibt es unverändert fünf Krankheitsfälle.  

 

 

Die Kaliningrader Gebietsregierung hat über weitere Maßnahmen der Versorgung des Gebietes mit Waren des täglichen Bedarfs beraten. Gegenwärtig werden Varianten des Transports mit Fährschiffen und per Container-Eisenbahntransport besprochen.

Die weißrussische Fluggesellschaft „BelAvia“ schränkt ab sofort, bis vorläufig 22. April den Flugverkehr von und nach Kaliningrad erheblich ein. Über eine vollständige Einstellung der Flugverbindung wird nicht informiert.

Die Flugpreise zwischen Kaliningrad und dem russischen Mutterland sind gegenwärtig um bis zu 40 Prozent gefallen. Gleichzeitig steigt der Auslastungsgrad der Flugverbindungen auf bis zu 93 Prozent.

In Kaliningrad wurden in den letzten 24 Stunden weitere 230 Personen auf Corona-Verdacht untersucht.

Die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ hat sich entschlossen, der Kaliningrader Gebietsregierung 30 Millionen Rubel Finanzhilfe im Rahmen der Corona-Virus-Bekämpfung zur Verfügung zu stellen.

Kaliningrader Firmen, die sich mit der Belieferung von Lebensmitteln bis zur Haustür beschäftigen, informieren, dass sich der Umfang der Bestellungen in den letzten Tagen verdoppelt hat. Nicht nur die Anzahl der Kunden wächst, sondern auch der Umfang der Bestellung selber.

Gegenwärtig gibt es in Kaliningrad Versorgungsschwierigkeiten mit Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel. Wie die Gebietsregierung mitteilt, werden ab kommender Woche diese Lieferprobleme gelöst sein. Man erwarte große Lieferungen aus dem russischen Mutterland.

Russischen Medizinern ist es gelungen, die Struktur des Corona-Virus vollständig zu entschlüsseln. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung eines wirkungsvollen Impfstoffes.

In Russland gibt es das erste Corona-Virus-Todesopfer. Es handelt sich um eine 79jährige Frau. Die Frau hatte eine Reihe weiterer Erkrankungen und wurde am 13. März mit Infektionsverdacht ins Krankenhaus eingeliefert.

Gegenwärtig befinden sich rund 100.000 russische Touristen im Ausland. Alle werden aufgefordert, sich umgehend mit einer russischen diplomatischen Vertretung in Verbindung zu setzen.

Moskauer Behörden haben begonnen, Bürgern über 60 Jahre emails oder SMS zu senden mit der Empfehlung, die Wohnung nicht mehr zu verlassen und das Leben kontaktlos zu organisieren.

Die russische Regierung hat eine Aussetzung der Zahlung von Sozialabgaben und Pachtgebühren für Klein- und mittelständische Unternehmen verfügt.

Das russische Innenministerium hat verfügt, dass Ausländer mit einem Visum dieses während der Corona-Krise auch in Russland verlängern können und nicht aus Russland ausreisen müssen.

Reklame

Kommentare ( 2 )

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 20. März 2020 07:27 pm

    @UEN
    >Russischen Medizinern ist es gelungen, die Struktur des Corona-Virus vollständig zu entschlüsseln.

    Schön, dass das nun auch die russischen Medizinern gelungen ist. Einfach mal die chinesischen, amerikanischen und europäischen Kollegen Fragen ... die haben das schon lange ... sonst wäre die Impfstoffforschung noch nicht so relativ weit. Aber ich vergass: Russland will alles selber machen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 20. März 2020 08:11

      ... das haben Sie völlig richtig erkannt. Russland hat aus dem Sanktionsgebaren anderer Länder gelernt und beginnt ab heute mit dem Test eines eigenen Impfstoffes - meldeten heute Nacht russische Medien.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 20. März 2020 12:27 pm

    @UEN
    Im Bau potemkinscher Dörfer war Russland schon immer unschlagbar. Würde mich da sogar eher auf die chinesische Forschung verlassen. Denke Iwan Iwanowitsch Normalo vertraut auf alles mögliche, aber sicher nicht auf das russische Gesundheitswesen und die heimische medizinische Forschung.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 20. März 2020 12:29

      ... ich habe den Eindruck, als ob positive oder zumindest optimistische Informationen aus Russland in Deutschland nicht gerne gesehen sind ... naja, damit hat Russland sich jetzt schon abgefunden und WIR leben recht ordentlich in unserem Putinschen ... äh, Potjomkinschen Dörfern.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung