Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 20. März 2020

Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 20. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ fast wesentliche Informationen der russischen föderalen und regionalen Medien zur Corona-Lage im Kaliningrader Gebiet und in den anderen russischen Regionen, zur allgemeinen Information für deutsche Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, zusammen.

 

 

Russland hat aktuell 253 registrierte Erkrankungsfälle. Hiervon konnten bereits 12 Erkrankte geheilt aus den medizinischen Einrichtungen entlassen werden.

 

 

In Kaliningrad gibt es fünf registrierte Infektionsfälle. Eine erkrankte Person konnte als geheilt aus der medizinischen Einrichtung entlassen werden. Es handelt sich um eine 40jährige Frau, die am 7. März aus Milan nach Kaliningrad gereist war.  

Gegenwärtig stehen 711 Personen in Kaliningrad unter medizinischer Aufsicht.

 

 

Der Kaliningrader Airport Chrabrowo wird vermutlich seinen internationalen Teil schließen. Darüber informierten die Eigentümer. Die Entscheidung liegt aber bei staatlichen Behörden. Gegenwärtig fliegt nur noch die weißrussische BelAvia im eingeschränkten Umfang.

Ab 23. März wird die Kaliningrader Regierung zum System der Distanz-Arbeit übergehen. Was dies konkret bedeutet, wurde nicht erläutert. Ob die Mitarbeiter ihre Arbeiten, die teilweise einen Geheimhaltungsstatus tragen, von zu Hause aus erledigen, wurde nicht kommentiert. Der Publikumsverkehr wird drastisch eingeschränkt.

Seit 18. März werden die Kaliningrader Straßen täglich mit speziellem Desinfektionsmittel gewaschen. Darüber informierte der für die Stadtreinigung zuständige Beamte. Er kommentierte weiterhin, dass die Stadtreinigung über ausreichende medizinische Desinfektionsmittel verfügt, für den Fall, dass es zu einer Ausnahmesituation in der Stadt kommt.

Gäste von Kaliningrader Restaurants werden nur noch eingelassen, wenn sie sich vorher die Hände desinfizieren. Weiterhin werden sie so platziert, dass zwischen ihnen mindestens ein Meter Abstand ist. Diesen Beschluss fasste die Unternehmervereinigung.

Eine Kaliningraderin wurde kurzerhand aus einer Marschrutka geworfen, als sie, bedingt durch „Verschlucken“ mehrmals hintereinander gehustet hatte. Niemand bot der Passagierin einen Schluck Wasser an. Alle beschlossen, dass die Frau gefährlich ist und das Linientaxi zu verlassen habe.

Im russischen Einzelhandel beobachtet man einen um 50 Prozent höheren Umsatz bei Laptop-Verkäufen. Dies steht vermutlich damit im Zusammenhang, dass viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter im häuslichen Umfeld arbeiten lassen und diese sich deshalb einen Laptop zulegen. Der Einzelhandel ist auf einen derart erhöhten Andrang nicht vollständig vorbereitet und es könnte zu Angebotsdefiziten kommen.

Ein Tag, nachdem russische Wissenschaftler den Corona-Virus decodiert hatten, haben Mediziner informiert, dass man mehrere Prototypen von Impfstoffen entwickelt habe. Gegenwärtig werden sechs verschiedene Impfstoffe in Laborversuchen getestet.  

Die russische Regierung hat die Steuerbehörden angewiesen, den Firmen und Einrichtungen einen Steueraufschub zu gewähren, die sich mit Kultur und Sport beschäftigen.

Das russische Verteidigungsministerium informierte, dass die Frühjahrseinberufung pünktlich zum 1. April beginnen wird. Es wird keinerlei Verschiebungen oder Aussetzungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus geben.

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten informierte, dass es zu keiner Absperrung der Stadt Moskau kommen werde. Auch dem russischen Präsidenten Putin gehe es gut. Er ist nicht erkrankt, sondern arbeitet im normalen Tagesablauf.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu informierte, dass am 18./19. März im Raum Moskau eine Übung von Spezialeinsatzkräften der russischen Armee stattgefunden hat. Trainiert wurde der Einsatz im Rahmen der Corona-Virus-Bekämpfung.

Russische Firmen, die sich mit der Produktion von Desinfektionsmitteln und der Herstellung von Schutzmasken beschäftigen, sind zum 24-Stunden-Arbeitsregime übergegangen.

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Kommentare ( 2 )

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 20. März 2020 21:29 pm

    @UEN
    >Ein Tag, nachdem russische Wissenschaftler den Corona-Virus decodiert hatten, haben Mediziner informiert,
    >dass man mehrere Prototypen von Impfstoffen entwickelt habe.
    >Gegenwärtig werden sechs verschiedene Impfstoffe in Laborversuchen getestet.

    Solche Meldungen entlarven sich von selbst. Aber viel interessanter ist die Frage, wieso der russische Test erst bei 100.000 Virenfragmenten in 1 ml Blut anspricht, andere aber schon ab 1.000 ... ? Die Konsequenzen sollten jedem klar sein ...

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 20. März 2020 21:33

      ... keine Ahnung, woher Sie diese medizinischen Details der Forschung haben. Aber ich verstehe schon, dass es einfach nicht sein kann, dass man in Russland irgendetwas gutes macht ... Ich habe heute Abend einige Kommentare in deutschen TV-Kanälen zur Lage in Russland angehört und es sprach aus jeder Zeile fein formulierte Gehässigkeit ...

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 20. März 2020 22:44 pm

    @UEN
    Es geht ja nicht darum etwas schlecht zu reden (im Gegensatz zu den russischen Trollfabriken mit ihren Fakenews). Es ist eben einfach schlecht. Übrigends ähnlich wie in den USA und Großbritannien, die auch ein mehr oder weniger marodes Gesundheitssystem haben.

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