Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 21. März 2020

Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 21. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ fast wesentliche Informationen der russischen föderalen und regionalen Medien zur Corona-Lage im Kaliningrader Gebiet und in den anderen russischen Regionen, zur allgemeinen Information für deutsche Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, zusammen.

 


Russland hat aktuell 306 registrierte Erkrankungsfälle. Hiervon konnten 16 Infizierte als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden. Gegenwärtig befinden sich 36.500 Personen in ganz Russland in häuslicher Quarantäne. 82.439 Personen stehen in Russland unter medizinischer Beobachtung.

 


In Kaliningrad gibt es sieben registrierte Infektionsfälle. Unter den zwei Neuerkrankungen befindet sich ein 13jähriger Junge, der aus Österreich nach Kaliningrad zurückgekehrt ist.

  

 

Am Vortag wurden weitere 267 Patienten untersucht, so dass sich die Gesamtzahl der im Kaliningrader Gebiet untersuchten Personen auf 1.685 beläuft. Gegenwärtig stehen 712 Personen in Kaliningrad unter medizinischer Aufsicht.

Eine Touristengruppe aus 18 Kaliningradern befindet sich gegenwärtig in Marokko. Ein Mitglied dieser Gruppe informierte über Sozialnetzwerke, dass die Bedingungen, unter der die Gruppe jetzt lebe völlig „im Arsch“ sind. Russland ist bemüht, ab 23. März russische Bürger aus dem Ausland mit eigenen Kräften und Mitteln zurückzuführen.

Die föderale russische Industrie- und Handelskammer schätzt die Lage sehr ernst ein. Man prognosiert, dass bis zu 8,6 Mio. Bürger ihre Arbeit verlieren könnten und drei Millionen Unternehmer ihre Firmen schließen werden. Eine Umfrage unter russischen Kleinstunternehmern hatte gezeigt, dass nur jeder dritte Unternehmer sich in der Lage zeigte, unter den gegenwärtigen Bedingungen noch ein Quartal weiter zu existieren. Jeder sechste Unternehmer sieht für sich keine Chance, nach der Corona-Krise ein neues Unternehmen aufzubauen.

In Russland wurde begonnen gegen die Personen vorzugehen, welche Fake-Nachrichten verbreiten und die das System der häuslichen Selbstisolierung nicht einhalten. Welche Maßnahmen gegen diese Personen eingeleitet worden sind, wird durch die russischen Medien nicht mitgeteilt.

In Russland wurde begonnen, das gesamte medizinische Personal aller Qualifizierungsstufen in einer gesonderten elektronischen Datenbank zu erfassen. Die Erfassung hat innerhalb von zwei Tagen zu erfolgen. Zu welchem Zweck dies durchgeführt wird, wurde offiziell nicht kommentiert.

Russland hat die von ihm entwickelten Testsysteme auf Corona-Virusinfektion an 13 Staaten übergeben. Die Testsysteme reichen für 100.000 Untersuchungen aus. Zu den Empfängern gehören die Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion, GUS-Staaten, der Iran, die Mongolei, Nordkorea. Vorbereitet wird die Übergabe an Ägypten, Serbien und Venezuela.

Die Moskauer Stadtverwaltung hat angewiesen, ab 21. März alle Schwimmhallen, FitnessCenter und ähnliche Sporteinrichtungen, egal welcher Eigentumsform, zu schließen.

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