Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 22. März 2020

Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 22. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ fast wesentliche Informationen der russischen föderalen und regionalen Medien zur Corona-Lage im Kaliningrader Gebiet und in den anderen russischen Regionen, zur allgemeinen Information für deutsche Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, zusammen.

 


Russland hat aktuell 367 registrierte Erkrankungsfälle. Hiervon konnten 16 Infizierte als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sogar auf der Insel Sachalin wurden zwei Krankheitsfälle registriert. 52.747 Personen stehen in ganz Russland unter medizinischer Kontrolle.

 

 

In Kaliningrad gibt es unverändert sieben registrierte Infektionsfälle. In den letzten 24 Stunden wurden 171 Patienten auf Infektionsverdacht untersucht. 916 Personen stehen unter medizinischer Aufsicht.

 

  

Ein Kaliningrader, der in einer Transportfirma tätig ist, ist in Deutschland erkrankt und befindet sich in einer medizinischen Einrichtung in Stuttgart.

Die „Post Russlands“ hat die Kontakte mit 15 Ländern eingestellt. Es handelt sich um Länder, die die Entgegennahme von Postsendungen aus dem Ausland eingestellt haben. Europäische Staaten gehören nicht dazu.

Der Gouverneur der Stadt St. Petersburg hat Touristen empfohlen, nicht nach St. Petersburg zu reisen. Seine Empfehlung betrifft nur reiselustige russische Bürger, da ausländische Touristen nicht mehr nach Russland einreisen dürfen.

Das russische Verteidigungsministerium hat begonnen, acht medizinische Brigaden mit mobilen Krankenhaus- und Desinfektionseinrichtungen mit neun Flugzeugen des Typs IL-76 nach Italien zu entsenden. 100 medizinische Spezialisten werden in Italien tätig werden. Der russische Präsident hatte Italien ein entsprechendes Angebot gemacht, welches dankbar angenommen wurde. Die Aufgabe besteht in der großflächigen Desinfizierung von Gelände und der Behandlung von Personen.

► Videoeinspielung Verladung mobiler Krankenhäuser

Neueste russische Untersuchungen haben bestätigt, dass die Inkubationszeit des Corona-Virus etwas mehr als fünf Tage beträgt.

Ab 23. März stellt Russland alle Flugverbindungen zu anderen Staaten weltweit ein. Ausnahmen sind Direktflüge von Moskau in andere ausgewählte Hauptstädte und Charterreisen zur Rückholung von russischen Staatsbürgern aus Drittstaaten.

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Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 23. März 2020 14:02 pm

    Danke für die Information. In den deutschen Medien habe ich nur im Bruchteil weniger Sekunden die Mitteilung vernommen, daß aus Kuba und Rußland Leute zur Unterstützung in Italien eingetroffen wären. Und Schluß.
    Ist natürlich auch peinlich, wenn ausgerechnet der derzeitige Hauptfeind der Nato, also Rußland mit so einem Aufgebot in Feindesland, einem Stammland der EU und Nato eintrifft.

    Ich finde das ja ziemlich unverfroren von den Russen, das in vielen Jahren angestrengt aufgebaute Feindbild Rußland mit dem ganz schlimmen Putin an der Spitze durch die Nato und seinen General-(?)-Sekretarius Stolzenzwerg an der Spitze einfach so zunichte zu machen. Ich hoffe doch, daß keiner eine andere Meinung dazu hat, sonst muß man den sofort und energisch in die absolut rechte Ecke reden. Tschschsch. Die Luft ist raus.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 23. März 2020 14:13

      ... einen ähnlichen Kommentar hat ein Abonnent meines YouTube-Kanals geschrieben ... allerdings mit etwas drastischeren Ausdrücken.

      Und wenn man sich die Kommentare der mit Bürgergebühren finanzierten Öffentlichen Sender in Deutschland anhört, die natürlich direkt und von der Quelle aus Moskau berichten, dann ballt sich einem die Faust in der Hose. Gut ausgebildete Journalisten verstehen Wahrheiten, Halbwahrheiten, Lügen und Unterstellungen so gut dem deutschen Verbraucher darzubringen, dass dieser nur zu einem negativen Schluss zum gegenwärtigen Zustand in Russland kommen muss.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. März 2020 03:11 pm

    Ich habe es schon so manches Mal bedauert, daß ich nicht Journalist geworden bin. Nun ja, vorbei ist vorbei. Aber ich bilde mir ein, daß an meinen Veröffentlichungen, natürlich nach ordentlicher Recherche und wahrheitgemäß berichtet, so einige ziemlich zu knabbern hätten.
    Einige lohnende Objekte wären da die ex-Flinten-Uschi oder der gar sich anmaßend "Außenminister" nennende Vorsteher des Auswärtigen Amtes, den man in seinem heimatlichen Saarländle nur Heiko-chen nannte, wie ich in anderen Foren so gelesen habe. Beide Genannten haben für ihre Funktionen keinerlei Vorkenntnisse oder gar eine einschlägige Ausbildung und gehören deshalb wohl in die Kategorie - Dumme haben schon ganze Armeen versaut.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 24. März 2020 05:25

      ... ich habe auch keinen Journalismus studiert, sondern einfach nur Freude am Übersetzen und Schreiben. Das nennt sich dann Blogger. Dazu kommt der ständige Drang, sich mehr Russland-Wissen anzueignen und dabei den "Aha"-Effekt zu genießen.

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