Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 23. März 2020

Zur Corona-Virus-Situation im Kaliningrader Gebiet – Stand 23. März 2020

 

„Kaliningrad-Domizil“ fast wesentliche Informationen der russischen föderalen und regionalen Medien zur Corona-Lage im Kaliningrader Gebiet und in den anderen russischen Regionen, zur allgemeinen Information für deutsche Bürger, die sich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, zusammen.

 

 

Russland hat aktuell 438 registrierte Erkrankungsfälle. Hiervon konnten 17 Infizierte als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen werden.

 


In Kaliningrad gibt es unverändert sieben registrierte Infektionsfälle. 1.145 Personen befinden sich unter medizinischer Beobachtung. 1.988 Personen wurden auf Infektionsverdacht untersucht.

 

 

In Kaliningrad ist ein Stab für Pensionäre eingerichtet worden, wohin diese sich rund um die Uhr wenden können, wenn sie sich in häuslicher Selbstisolierung befinden und Hilfe benötigen.

Die weißrussische Fluggesellschaft „BelAvia“ hat ihren Flugverkehr nach Kaliningrad und St. Petersburg ab 23. März vollständig eingestellt. Die Führung des Kaliningrader Airports Chrabrowo informierte über die vollständige Schließung des internationalen Teils des Airports.

Litauen hat den Transitkorridor durch sein Land für Ausländer bis zum 26. März weiter geöffnet. Ausländer dürfen den Korridor nutzen, um in ihr Heimatland zurückzukehren.

Das russische Kulturministerium hat empfohlen, alle Kinos im Lande zu schließen. Alle Kinos im Lande sind in Privatbesitz. Bereits vorhergehend hatte das Kulturministerium die Schließung aller Theater, Museen und anderer öffentlicher kultureller Einrichtungen angeordnet, die sich in staatlicher Verwaltung befinden.

Das Ministerium für Handel und Industrie hat die Logistik zur Versorgung des Landes mit medizinischen Schutzausrüstungen zentralisiert und wird die Belieferung der Regionen nun in eigene Hand nehmen. Der Minister informierte, dass fast täglich neue Produktionsstätten für medizinische Ausrüstungen ihre Arbeit aufnehmen.

Das russische Untersuchungskomitee informierte, dass man ab sofort gegen diejenigen vorgehen werde, die Fake-Nachrichten verbreiten. Es werden Strafen von bis zu drei Millionen Rubel angedroht.

Die russische Regierung stellt aus einem Reservefond zehn Milliarden Rubel für den Kauf von weiterer Diagnosetechnik und zur Behandlung von Infizierten zur Verfügung. Weiterhin werden Finanzmittel aufgewendet, um die Produzenten von medizinischen Ausrüstungsgütern und Medikamenten zu stimulieren. In den letzten drei Tagen wurden hierfür 23 Milliarden Rubel zur Verfügung gestellt.

Russland wird ein System der Bewegungskontrolle seiner Bürger programmieren, um mögliche Kontakte oder Verstöße gegen Kontaktverbote von Infizierten oder Personen in Selbstisolierung zu kontrollieren.

Der Moskauer Bürgermeister hat angewiesen, allen Moskauern und Bürgern der Moskauer Region im Alter ab 65 Jahren, sowie registrierten Bürgern mit chronischen Erkrankungen eine Einmalzahlung von 4.000 Rubeln zu leisten.

Mit einem Militärtransportflugzeug wurden am 23. März 25,5 Mio. Atemschutzmasken aus China nach Russland eingeflogen. Ein zentraler Stab übernimmt nun die Verteilung auf die Regionen.

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