Zur Situation an der Polnisch-Russischen Grenze

Zur Situation an der Polnisch-Russischen Grenze

 

Polen hat an seinen Außengrenzen besondere Gesundheitskontrollen eingeführt. Damit im Zusammenhang steht auch die Schließung von Abfertigungskorridoren. Stundenlanges Warten auf Abfertigung sind die Folge.

 

 

In den Sozialnetzwerken berichten betroffene Reisende, dass die Wartezeiten an der Grenze Polen-Kaliningrad auf bis zu sieben Stunden angewachsen sind. Dies ist die Folge der von polnischer Seite eingeführten Gesundheitskontrollen für alle Reisenden. Diese müssen neben Temperaturmessungen auch Fragebögen ausfüllen.

Die Schließung von Abfertigungskorridoren soll anscheinend bezwecken, dass Reisende nach Polen von dieser Reise Abstand nehmen, denn die Wartezeiten, sowohl für Individualreisende mit PKW, wie auch für Reisende in Bussen sind so lang, dass viele wieder umkehren.

Reisende, die trotzdem die Fahrt fortsetzen, müssen einen Fragebogen mit ihren persönlichen Angaben ausfüllen, Angaben zum Fahrzeug und zum Reiseziel. Diese Liste, so informieren Kaliningrader Medien, kann im Internet heruntergeladen werden. Allerdings bleibt bei Wartezeiten von bisher bis zu sieben Stunden genügend Zeit, um diese auch vor Ort auszufüllen.

Grenzpassagiere informieren, dass die russische Seite zügig abfertigt, aber die Schlange in der sogenannten neutralen Zone dadurch entsteht, dass die polnische Seite nur einen einzigen Korridor für die Abfertigung öffnet.

In Kaliningrad gibt es bisher einen Infektionsfall. Der regionale Gesundheitsminister informierte, dass das Gebiet vollständig vorbereitet ist für den Fall, dass sich die Krankheitsfälle häufen. In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft wurden bereits alle strukturellen Voraussetzungen für derartige Fälle und für Fälle intensiver massenhafter gesundheitlicher Betreuung geschaffen. Der Minister erinnerte, dass das Kaliningrader Infektionskrankenhaus komplett rekonstruiert worden ist. Weiterhin gibt es Reserveeinrichtungen für die Aufnahme von Patienten. Der Minister forderte die Bevölkerung auf, sich dem Problem des Gesundheitsschutzes ernsthaft zu stellen und das Coronavirus nicht zu unterschätzen. Nach einer Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation können in den kommenden drei Jahren bis zu 60 Prozent der Weltbevölkerung an diesem Virus erkranken.

Am heutigen Mittwoch wurde bekannt, dass Russland den Luftverkehr mit Deutschland, Spanien und Frankreich eingeschränkt hat. Medien informieren, dass RosAviazija angeblich ein fast vollständiges Flugverbot verhängt haben soll. Weiterhin fliegen soll die „Aeroflot“ von Scheremetjewo nach Berlin, München, Frankfurt, Madrid, Barcelona und Paris.

 

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