Zuschauerbeschwerde: Wir vermissen Kaliningrad

Zuschauerbeschwerde: Wir vermissen Kaliningrad
 
Nicht wenige Zuschriften erreichen mich, die mit Bedauern feststellen, dass meine Kanäle eine neue Ausrichtung haben. Es wird kaum noch über Kaliningrad informiert. Dies ist um so bedauerlicher, da „Kaliningrad-Domizil“ die einzige Informationsplattform war, die tagesaktuell Ereignisse aus dem Kaliningrader Gebiet in deutscher Sprache veröffentlichte.
 
 
Natürlich sind derartige Briefe an mich, als Kaliningrader Lokalpatrioten, sehr erfreulich, wenn ich lese, wie viele Deutsche sich, aus welchen Gründen auch immer, für Kaliningrad interessieren. Ich persönlich würde auch lieber über Kaliningrad berichten – einfach aus dem Grund, weil ich mich – Bescheidenheit hin, Bescheidenheit her, durchaus als Kaliningrad-Insider, Kaliningrad-Spezialist bezeichnen würde. Informationen erarbeite ich häufig selber, sie sind durch mich überprüfbar und ich kann Videobeiträge selber vor Ort an Originalschauplätzen produzieren – muss also keine Abmahnungen von YouTube wegen Verletzung von Autorenrechten befürchten.
 
Warum also habe ich meine Informationspolitik geändert?
 
Vergleichen wir die Statistik bei YouTube zu meinen veröffentlichten Videobeiträgen, so stellen wir fest, dass Beiträge aus Kaliningrad auf wesentlich weniger Interesse stoßen, als die Beiträge aus der föderalen Politik oder sonstigen Ereignissen in den russischen Regionen. An sich ist dies auch verständlich, denn die Masse meiner Zuschauer hat keinerlei Verbindungen zu Kaliningrad und regionale Detailinformationen rufen wenig Interesse hervor, weniger Interesse als bei denen, die Kaliningrad kennen und somit an den Informationen interessiert sind. So muss ich schon froh sein, wenn ein Kaliningrad-Beitrag ein Zuschauerinteresse von 30 Prozent, im Vergleich zu anderen Videos mit föderalem oder internationalem Inhalt hervorruft. Der Arbeitsaufwand zur Produktion von Kaliningrad-Videos ist aber um ein wesentliches höher, als für die Beiträge mit föderalen Themen. Da ein Teil meiner Kanäle kommerziell arbeitet, d.h. Werbeverträge zu erfüllen hat, spielt Aufwand und Nutzen somit eine Rolle.
 
Zum zweiten muss ich mir von einem Teil meiner Zuschauer aber auch andere Töne anhören. Ich werde aufgefordert, die Stadtbezeichnung zu korrigieren. Die Stadt heißt Königsberg und ich, als Deutscher sollte dies wissen. Begleitet werden diese Aufforderungen an mich mit Beleidigungen und Drohungen, die ich hier nicht wiederholen kann, da die technischen Systeme von YouTube mir dafür sofort eine Verwarnung mit möglicher Kanalsperre aussprechen würden.
 
Für mich stand somit die Frage von Aufwand und Nutzen. Muss ich mich beleidigen und bedrohen lassen für meine kostenlose Arbeit?
 
Somit habe ich auf die Bremse getreten und veröffentliche äußerst sporadisch mal einen Beitrag zu Kaliningrad, immer wieder dabei feststellend, dass sich am Interesse und an der Reaktion der Zuschauer nichts geändert hat.
 
Also, meine lieben echten Kaliningrad-Fans - was tun? Vielleicht haben Sie Vorschläge, wie wir die Situation wieder ändern können?
 
Bei der Gelegenheit noch ein paar Insiderinformationen.
 
Sie wissen, dass zwei meiner Kanäle mit YouTube Partnerschaftsverträge abgeschlossen haben. Das bedeutet, ich verdiene Geld über Werbeeinnahmen. Es gibt Leute die glauben, dass meine Bank anbauen muss, um das ganze Geld zu lagern. Das Geld, welches ich über YouTube verdiene und das Geld, welches durch Sponsoren überwiesen wird, wird für den laufenden Unterhalt, Servermiete usw. verwendet, im wesentlichen aber für die Modernisierung und Vervollständigung der Technik. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Für den Kauf einer Mini-Drohne muss ich zwei Monate intensiv Videos veröffentlichen (ca. 150-200 Videos) um die benötigte Summe zu erhalten.
 
Also auch im kommerziellen Bereich sollte Aufwand und Nutzen in einem guten Verhältnis stehen.
 
Haben Sie Vorschläge, Gedanken, Anregungen? Ich bin bereit, diese ganztägig entgegenzunehmen.
 
 
Klicken Sie auf die Grafik, um zum Kanal zu gelangen.
 
 
Übrigens, ehe ich es vergesse. Ich habe einen neuen Videokanal. Dieser ist dafür bestimmt, eine Familie, die aus dem sibirischen Omsk nach Kaliningrad umgezogen ist, in Kaliningrad zu begleiten und zu beobachten, wie sie sich eine neue Existenz aufbauen. Allerdings ist der Kanal in russischer Sprache und erst im Aufbau begriffen.
 
 
 
Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung