Zwei Prozent befürworten Separatismus in Kaliningrad

Zwei Prozent befürworten Separatismus in Kaliningrad

 

Das liberale Informationsportal „rugrad“ veröffentlichte die Ergebnisse einer Umfrage, aus der hervorgeht, dass kaum einer der Befragten irgendwelche separatistischen Gedanken mit sich trägt.

Die letzte Befragung hierzu wurde vor 16 Jahren durchgeführt und die Meinungen der Kaliningrader zum Status des Gebietes, haben sich erstaunlich entwickelt. So waren vor 16 Jahren 48 Prozent der Kaliningrader der Ansicht, dass Kaliningrad ein Subjekt der Russischen Föderation ist und das Gebiet trotzdem einen Sonderstatus braucht. Heute sind bereits 57 Prozent dieser Ansicht.

Von 22 auf 28 Prozent wuchs die Anzahl der Befragten, die meinten, Kaliningrad benötigt einen gewichtigen Status als Subjekt der Russischen Föderation. Der Anteil derjenigen, die meinten, dass das Kaliningrader Gebiet eine gemeinsame Verwaltung durch Russland und die Europäische Union brauche, sank von 12 Prozent auf ein Prozent. Der Anteil derjenigen, die sich offen für Separatismus und die Gründung eines neuen Staates auf dem Kaliningrader Gebiet aussprechen, sank von sieben auf zwei Prozent.

Wenn es ums Geld geht, haben sich die Kaliningrader besonders entwickelt. Vor 16 Jahren wollten nur 47 Prozent der Befragten viele Unterstützungsgelder aus dem föderalen Zentrum. Heute wollen es schon 59 Prozent. Gleichzeitig sank die Anzahl derjenigen, die der Ansicht sind, dass Kaliningrad finanziell selber klarkommen muss – von 24 Prozent auf fünf Prozent.

Bleibt zu konstatieren, dass es sich bei dieser Umfrage um eine Momentaufnahme handelt. Das reale Leben in Kaliningrad zeigt vielfältige gesellschaftliche Erscheinungen, die nicht immer davon zeugen, dass sich alle bewusst sind, in einer russischen Region zu leben und dies auch bereit sind, öffentlich zu demonstrieren.

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