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Alichanow stellt Kinderreiche vor die Wahl: Entweder Oder.

Do, 10 Jan 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Alichanow stellt Kinderreiche vor die Wahl: Entweder Oder.
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Seit kurzem tummelt sich „Uwe_Niemeier“ auch bei „Instagram“. Russische Geschäftspartner meinten, wir müssen mit der Zeit gehen. Als Beispiel wurde der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow genannt, der ebenfalls auf „Instagram“ aktiv ist und von Zeit zu Zeit dort Interessantes mitteilt.

Und so hat „Uwe_Niemeier“ dort eine Information gefunden, wo der Kaliningrader Gouverneur sich an die kinderreichen Familien des Gebietes wendet – zu denen er mit seiner Frau seit dem 24. Dezember 2018 auch gehört, denn ab drei Kindern gilt man in Russland als kinderreich.

In Kaliningrad gibt es ein Gesetz, welches regelt, dass Kinderreiche Anspruch auf ein kostenloses Grundstück haben, um darauf ihr eigenes Haus zu bauen. Allerdings hat sich in der Praxis herausgestellt, dass nicht alle Kinderreichen ein Grundstück haben wollen. Und nicht immer findet sich ein Grundstück dort, wo es für die Kinderreichen notwendig ist. Und so hat man sich einfallen lassen, den kinderreichen Familien wahlweise auch Geld anzubieten.

Anton Andrejewitsch teilte nun über Instagram mit, dass die Berechtigten ab sofort die Anträge einreichen können. 300.000 Rubel werden ausbezahlt und diese können beliebig verwendet werden, um die Wohnbedingungen zu verbessern oder um Kredite und Hypotheken damit zu bezahlen.

Tja, und somit müssen sich die Kinderreichen in Kaliningrad entscheiden: Grundstück oder Geld. Wer die Wahl hat die Qual.

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Soziales

   Kommentare ( 3 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 11. Januar 2019 16:15:38

Um das mal mit einem hier angesprochenen anderem Thema zu verbinden, ist das doch ein beredter Ausdruck der Putinschen Diktatur, daß man den Leuten zu ihren Kindern auch noch ein Grundstück versucht, kostenlos auzudrängeln.
Da sind doch die nun schon seit einiger Zeit geradezu explodierenden Immobilienpreise in Deutschland, nach oben immer noch offen, ein klarer Beweis der persönlichen Freiheit der Bürger Deutschlands, daß sie bei fehlenden finanziellen Möglichkeiten an der frischen Luft in einem Hauseingang oder unter einer der begehrten Brücken logieren dürfen.

Georg Veröffentlicht: 11. Januar 2019 22:28:31

In welcher Welt leben Sie denn? bei uns in Franken wachsen die Dörfer mit Einfamilienhäuser, die von jungen Familien errichtet werden. Ein Baukindergeld von 12000 - 15000 Euro pro Kind, 200 Euro Kindergeld pro Kind, Kredit mit 1,2 Prozent Zins usw. sprechen Bände. Da sind die läppischen 5000 Euro in Russland ein Gnadenbrot. In meinem Ort in Eggolsheim (3000 EW) wurden in den letzten 5 Jahren drei neue Siedlungen mit ca. 100 Häusern errichtet. Es gibt noch viele Bauanfragen bei der Gemeinde nach Bauplätzen und das einzige Problem, die Leute verkaufen kaum mehr was. Ich habe 2002 auch mein Haus mit staatlicher Unterstützung gebaut. Ich bekam einen billigen Bauplatz von der Gemeinde und vom Staat ca. 40000 Euro.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 12. Januar 2019 03:42:41

"In welcher Welt leben Sie denn? "
Ja Georg, das ist nun mal so, daß nicht alle in Bayern leben können. Es gibt auch noch Gegenden in Deutschland, von Ihnen aus mehr Nord-Ost, wo die Leute, die da auch fleißig arbeiten, meist mehr Stunden in der Woche als bei Ihnen in der Gegend üblich, aber einen um rund 20% niedrigeren Lohn erhalten und deswegen sich kein eigenes Grundstück leisten können, wegen des geringeren Einkommens, kaum irgendwelche Sicherheiten, sehr oft auch keinen Kredit erhalten.
In dieser Welt lebe ich.
Und deshalb interessieren mich die Häuslebauer bei Ihnen recht wenig. Für mich hier interessanter sind die recht mageren Einkünfte von den Leuten, die ich jeden Tag vor der Tür habe. Diejenigen, die aufpassen müssen, daß sie nicht durch die Hintertür um den Mindestlohn betrogen werden.
Ich weiß, ich kenne das auch noch, was der alte Kohl damals für die Häuslebauer in die Wege geleitet hatte. Dann kam der Kanzler der Bosse und machte das und vieles mehr mit 2010 zunichte.

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