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Alichanow will Signale senden oder bei Notwendigkeit laut schreien

Mo, 04 Mär 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Alichanow will Signale senden oder bei Notwendigkeit laut schreien
Begleittext zur Videoinformation
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Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte in einem Interview mit dem Radiosender „Komsomolskaja Prawda“ die Information, dass die Europäische Union den Bau des Kanals auf Baltiskaja Kosa durch Polen verboten habe.

„Wir erfüllen hier nur eine kleine Aufgabe: wir müssen Signale geben. Aber wenn es nötig ist, werden wir auch laut schreien“, - so der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow.

Die Position der EU-Kommission war von Anfang an recht skeptisch, denn man hat dort keinen wirtschaftlichen Sinn in diesem Kanal gesehen. Und wir haben, unter Nutzung unserer Möglichkeiten im Außenministerium, unsere europäischen Freunde daran erinnert, dass es notwendig ist, abgeschlossene Vereinbarungen einzuhalten – so Anton Andrejewitsch.

Das jetzt erlassene Verbot zum Bau des Kanals bezeichnete er als Situationssieg. Ungeachtet dessen hat Polen von seinen politischen Plänen in diesem Zusammenhang keinen Abstand genommen. Polen ist verpflichtet, seine Pläne mit der Kaliningrader Regionalregierung abzustimmen, denn was die Frage der Baltischen Bucht anbelangt, gibt es Vereinbarungen zwischen Russland und Polen.

Gegen den Bau dieses Kanals tritt auch Greenpeace auf. Es besteht die Gefahr, dass durch die großflächigen Abholzungen und Bauarbeiten das gesamte ökologische Gleichgewicht in dieser Region zerstört wird.

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Polen

   Kommentare ( 1 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 5. März 2019 02:20:17

Es geht doch im Umweltbereich nicht nur um die Zerstörung dieses einzigartigen Geländes. Es geht doch auch um hydrologische Probleme. Mit der Öffnung dieses "Sacks" verändert sich auf jeden Fall die Wasserzusammensetzung, die Strömung und damit vermutlich auch die Tierarten.
Von der ökonomischen Seite sehe ich als zusätzlichen Hafen für was weiß ich irgendwelche kleineren und mittelgroßen Schiffe keine Notwendigkeit. Polen hat doch in mehreren großen Städten direkt an der Ostsee große Häfen und auch Platz für weitere Kapazitäten.
Es ist wohl die einzig richtige Überlegung von dem Journalisten, daß diese ganze Geschichte einen antirussischen militärischen Hintergrund hat. Da in der Ostsee so riesige "Schlachtschiffe" unvorteilhaft, aber kleinere schnelle Schiffe von Vorteil sind, ist es auch nachvollziehbar, daß die auszubaggernde Fahrrinne von 5 m Tiefe vollkommen reichen würde. Auch von der wohl geplanten militärischen Aufgabe der US-Schiffe her gesehen..

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