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Avtotor-Gründungsvater Scherbakow ist Realist: Kein Geld für BMW-Werk

Mo, 10 Jun 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Avtotor-Gründungsvater Scherbakow ist Realist: Kein Geld für BMW-Werk
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

BMW-Werk in Kaliningrad ist ein schwieriges Projekt mit einer komplizierten Rentabilität. „Avtotor“ hat kein Geld, um ein derartiges Werk zu bauen.

Der Gründungsvater von „Avtotor“ Wladimir Scherbakow kommentierte auf einer Pressekonferenz, dass die deutsche Firma BMW weiterhin Gespräche mit der russischen Regierung führe, um ein Werk in Russland zu errichten. Die bisherige Produktionsstätte in der Stadt Kaliningrad, wo BMW gegenwärtig seine Fahrzeuge zusammenschraubt, ist nicht geeignet, um ein neues Werk im vollständigen Produktionszyklus zu errichten. Wenn man zu einer neuen Qualität der Fahrzeugproduktion kommen will, ist der Bau eines Werkes alternativlos.

Hierbei handelt es sich aber um ein großes Projekt mit einer sehr schwierigen Amortisation. Nach Berechnungen von „Avtotor“ wird sich das Projekt in 15 Jahren amortisiert haben. Und es gibt keine Bank in Russland, aber auch keine internationale Bank, die Kredite für 15 Jahre ausreicht – schon gar nicht für Investitionen in Russland. Wenn man noch davon ausgeht, dass ein möglicher Kredit mit 15 Prozent verzinst werden muss – können sämtliche Überlegungen zur Gewinnerwirtschaftung eingestellt werden.

Somit ist klar – so Scherbakow weiter – dass BMW das Werk mit eigenen Mitteln und Möglichkeiten bauen muss, als eine Variante. Es gibt eine zweite Variante. BMW baut gemeinsam mit Avtotor dieses Werk – allerdings nicht in der Rechtsform eines Gemeinschaftsunternehmens. Avtotor könnte die Produktion in der Eigenschaft „Vertragsproduzent“ übernehmen. Es gibt noch eine dritte Variante – aber die ist schwer vorstellbar – so Wladimir Scherbakow.

Scherbakow zeigte Verständnis für die langen Überlegungen des deutschen Autobauers. Trotzdem bereite man gegenwärtig einen weiteren Vertrag zur Zusammenarbeit in den kommenden zehn Jahren vor.

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