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Befehl ist Befehl: Das elektronische Visum für Kaliningrad steht vor der Tür.

Di, 12 Feb 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Befehl ist Befehl: Das elektronische Visum für Kaliningrad steht vor der Tür.
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

„Wollen wer´s reinlasse“, - so lautet doch wohl ein Spruch, der jetzt wieder in Deutschland in der Karnevalszeit zu hören ist. In Kaliningrad ist dieser Spruch nicht zu hören, denn es ist eine russische Stadt und deutscher Karneval ist nicht präsent. Dafür aber russische Wirklichkeit, denn das elektronische Visum kommt pünktlich zum 1. Juli 2019.

Vielleicht kommt es aber auch ein paar Tage eher, so hoffende Äußerungen in der Kaliningrader Gebietsregierung – wobei niemand nichts verspricht. Versprochen wird, dass ab 1. Juli dieses elektronische Visum Kaliningrader Realität ist. Der russische Präsident hat dies so befohlen und somit wird es umgesetzt.

Dreh- und Angelpunkt des elektronischen Visums ist gegenwärtig eine Anlage. Diese Anlage regelt, welche Staaten das Recht erhalten, ein elektronisches Visum buchen zu dürfen. Diese Liste ist noch nicht erarbeitet, bzw. noch nicht öffentlich.

Es ist davon auszugehen, dass eine Reihe von Europäischen Staaten in den Genuss des kostenlosen elektronischen Visums kommen wird, welches frühestens 20 Tage vor und spätestens 3 Tag vor Reiseantritt per Internet gebucht werden kann.

Das Deutschland zu den bevorzugten Ländern gehört, dürfte eigentlich außer Frage stehen. Ob Polen, welches vor drei Jahren einseitig den kleinen visafreien Grenzverkehr mit Kaliningrad aufgekündigt hat, ebenfalls Nutznießer wird, darf getrost bezweifelt werden. Unter Beachtung der aggressiven Politik Polens gegenüber Russland, dürfte die Wahrscheinlichkeit für die Teilnahme am elektronischen Visum noch geringer werden. Ähnliches dürfte wohl auch für die Länder Litauen, Lettland und Estland zutreffen.

Das elektronische Visum wird, nach bisher vorliegenden Informationen, für den Zeitraum eines Monats ausgegeben. Innerhalb dieses Monats kann sich der Inhaber bis zu acht Tagen in Kaliningrad aufhalten. Er braucht keine Einladung oder sonstigen Dokumente und braucht sich auch nicht zu registrieren.

Es steht nun die Frage, ob die Staaten, die in den Genuss des elektronischen Visums kommen, welches Russland Schritt für Schritt auf alle russischen Regionen ausweiten will, ebenfalls Schritte unternehmen, um den Erhalt von Schengen-Visa für Kaliningrader Bürger zu erleichtern. Da das elektronische Visum kostenlos ist, wäre auch darüber nachzudenken, ob man auch für die Kaliningrader Reisenden Richtung Westen, das Visum, wenn es denn auch weiterhin in konservativer Form beantragt und ausgereicht wird, kostenlos gestaltet.

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Tourismus, Visa

   Kommentare ( 5 )

Hauke Veröffentlicht: 13. Februar 2019 00:50:36

Das ist zwar alles gut nett gemeint nur es reicht nicht aus.
Vielleicht sollte man mal überlegen wer würde denn ins Kalinigrader Gebiet reisen?
Die Zeit der Heimattouristen ist vorbei.
Und eine Familie mit Kindern reist auch nicht für 8 Tage ein, da ist der Aufwand immer noch zu groß.
Und gerade für Familien mit Kindern wäre das Gebiet als Reiseziel interessant
aber nicht ins 5 Sterne Hotel.
Das man wissen möchte wer ins Land einreist ist gut und richtig.
Ausweise der EU Staaten lassen sich ganz leicht mit einem Kartenlesegerät auslesen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. Februar 2019 01:04:33

... ich denke mal, wir sollten mit den Füßen auf dem Teppich bleiben.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 13. Februar 2019 02:17:00

Aber Hauke, daß wissen Sie doch auch, daß die russische Seite nur die eine Hälfte ist, Die andere Hälfte, die da zeitmäßig gut und gerne mehr als fünfzig Prozent sein kann, ist doch wohl zumindest für die An-und Abreise das eigentliche Problem.
Ganz ehrlich, daß ist das Problem, warum ich unserem Uwe Erichowitsch noch nicht die Hand geschüttelt habe. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich zu vertretbaren Zeiten und Preisen dorthin gelangen kann.
Ich müßte erst einmal 80 km nach Nordost reisen, um von dort dann 500 km nach Osten zu reisen, um dann noch mal in den bus umzusteigen und, wenn es der polnische Grenzschuß will, über 2 Stunden an diesem EU-Übergang rumzulungern und meine polnischen Schimpfworte runter zu schlucken.
Deswegen habe ich mir über die Unterkunft noch keine weiteren Gedanken gemacht.
In dieser Zeit bin ich bereits von zu Hause bis an die holländische Nordseeküste gefahren und schlafe mich aus, natürlich nach ausreichender Dusche und einem guten Bier.

boromeus Veröffentlicht: 13. Februar 2019 14:36:02

Dass der Oblast nicht aussreichend erreichbar ist,ist wohl kam das Problem der Touristen.Ich kenne noch Zeiten,da konnte man in 55 Minuten nach Puwunden fliegen.Wer das nicht wollte eben per Bahn ,oder Schiff.Alles abgeschafft oder brachliegend.Visum und Registration,Propust (der nur vor Ort beantragt werden kann und dass mindesten 6 Wochen vorher )sind doch alles sehr einladende Maßnahmen.Die Gängelungen,die sich Einreisende und Ausreisende beim Grenzübertritt gefallen müssen und hier speziell russische Landsleute, ist auf höchster Ebene zu lösen.Was nützt mir ein elektr.Visum, wenn ich mich anschliessend noch um Registration im Privatbereich und Sondergrenzausweise vor Ort kümmern muss,nur weil ich in Karkeln fast über die Grenze spucken kann.Wenn ich von Tilsit nach Gummbinnen (200KM)eine Halbtagestour von 4-5 Stunden für machen muss ,um dort hinzugelangen , und auf dem Land kaum Übernachtungsmöglichkeiten finde.Dann kann dass alles nur mein eigenes Problem sein,oder wessen sonst ?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. Februar 2019 23:01:09

... ja, das scheint dann Ihr Problem zu sein.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 13. Februar 2019 22:02:28

Da habe ich doch glatt eine 0 unterschlagen. 80 km wäre ja fast eine lächerliche Strecke. Richtig muß es heißen ca. 800 km.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 14. Februar 2019 03:06:04

Wissen Sie, boromeus, es ist zwar ganz schön, daß Sie noch die alten Ortsbezeichnungen aus unseligen Zeiten her kennen. Aber das müssen Sie uns nun nicht beweisen, daß Sie diese noch alle kennen.
Kommen Sie in der Realität an. Diese Orte gibt es nicht mehr. Die Weltuhr hat sich weiter gedreht.
In dieser Gegend wohnen jetzt andere Menschen, die diese Trümmerwüsten, die durch den Krieg entstanden waren, nun in vielen Jahren der Irrungen und Wirrungen wieder zu bewohnbaren Orten gemacht haben. Und gerade heute Abend habe ich gesehen bei "Rossia24", wie sich durch Neubauten im Oblast Kaliningrad verändert. Es wird nie wieder "Königsberg" sein.
Und wenn Sie die Beschwerlichkeiten beschreiben, die objektiv bestehen, dann richten Sie doch bitte Ihren Protest nach Berlin oder nach Brüssel oder Warschau. denn diese Regierungen und nicht Moskau haben ein Visaabkommen mit der RF verhindert, was die RF mehrfach angeboten hatte. Kaliningrad und Moskau sind da die falschen Ansprechpartner.

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