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Über ganz Europa wolkenloser Himmel oder die totale Kaliningrader Funkstille

So, 28 Apr 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Über ganz Europa wolkenloser Himmel oder die totale Kaliningrader Funkstille
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Fühlen Sie sich auch genervt von den vielen elektronischen Einflüssen täglich? Das Mobiltelefon, das Tablet, der Computer, der Fernseher, das Radio … Nun gibt es eine Möglichkeit, all diese kleinen elektronischen Terroristen mit einem Mal abzuschalten und ruhig zu leben.

Der Schaltknopf hierzu befindet sich in Kaliningrad und nennt sich „Murmansk-BN“. Acht Fahrzeuge, streng geheime, die sich irgendwo im Kaliningrader Gebiet befinden, sind in der Lage, im Winkel von 360 Grad sämtlichen elektronischen Wellen abzuschalten. Normale Reichweite 5.000 Kilometer und wenn das Wetter gut ist, sogar 8.000 Kilometer.

Die russische Armee behauptet, dass keine andere Armee dieser Welt über derartige Technik verfüge. Nun verfügt aber die Ostseeflotte über einen derartigen Komplex. Allerdings soll dieser Komplex im Bedarfsfall nicht für Privatzwecke eingesetzt werden, sondern für absolute Ruhe und Funkstille zwischen Flugzeugen, Schiffen, Drohnen und Stäben der möglichen Gegner Russlands sorgen.

Der Komplex befindet sich im Bestand des 841. Selbständigen Zentrums für den radioelektronischen Kampf. Dieses Zentrum wurde bereits im Jahre 1969 geschaffen und mehrmals umbenannt und reorganisiert. Standort ist die Siedlung Jantarny.

Die Technik ist bereits Ende vergangenen Jahres in Kaliningrad eingetroffen und in der Praxis erprobt worden. Im Rahmen des Manövers „Wostok 2018“ hat die Technik ihre Wirksamkeit bewiesen. Je nach Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge ist es möglich, die Funkstille immer in einem gewissen Streifen zu organisieren. Der Komplex arbeitet auf der Kurzwelle.

Wie russische Medien informieren, arbeitet der Komplex sehr simpel. Automatisch werden alle Signale auf der Kurzwelle gesammelt, eingestuft und der Komplex berechnet, welche Störmittel eingesetzt werden müssen, um ein bestimmtes Kurzwellensignal zu unterdrücken.

Die in Kaliningrad stationierte Einheit ist somit in der Lage, alle elektronischen Signale in Zentral- und Osteuropa und im Bereich der Ostsee, also der skandinavischen Länder, zu unterdrücken. Die Einsatzbereitschaft reicht bis zum nordwestlichen Teil des Atlantischen Ozeans.

Militärexperten heben hervor, dass die Rolle des Kaliningrader Gebietes im militärischen Bereich für Russland ständig wächst und dies nicht nur deshalb, weil sich hier die Hauptkräfte der Ostseeflotte und das 11. Armeecorps der Küstenverteidigungskräfte befinden.

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   Kommentare ( 6 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 28. April 2019 19:41:48

Warum posaunt man wie die Kinder das so alles aus? Ätsch, was ich so alles habe?
Man sollte immer daran denken, wer zuletzt lacht .... Es gibt noch andere Funkfrequenzen, die sich wohl nicht so einfach "einsammeln" lassen.
Wenn diese "Funkstille" verfügt wird, sind ja auch die russischen Sender und Empfängerund alles, was so daran hängt, mit betroffen - bis nach Moskau.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. April 2019 20:32:46

... nein, sind sie nicht. Ich schrieb ja, dass man in "Streifen" die Funkstille organisieren kann. Und wenn Russland so etwas veröffentlicht, so sicher nicht , um zu prahlen, was man alles hat, sondern vermutlich mit einem anderen Ziel ....

Udo Petz Veröffentlicht: 29. April 2019 09:57:40

Guten Morgen,
ich kann mich täuschen, aber bei einem kürzlichen NATO-Manöver in der Ostsee hatten doch die Truppen der Allianz irgendwelche Probleme mit dem Funkverkehr, Russland wusste nichts, und irgend jemand sprach über Sonnenflecken. Komische Zufälle.

Hauke Veröffentlicht: 29. April 2019 10:10:37

Nun ja, soweit ich die Russen kenne, sagen sie nur das sie was haben.
Was sie genau haben werden sie nicht sagen.

Udo Petz Veröffentlicht: 29. April 2019 11:13:37

nur das zugeben, was offensichtlich ist, das ist Militär.

Udo Petz Veröffentlicht: 29. April 2019 12:00:44

Bundesregierung räumt ein: Es gab keine russische GPS-Störungen bei NATO-Manöver in Norwegen.
Heute von RT

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. April 2019 12:49:26

... na bitte. Alles Bestens.

Steffen Görlich Veröffentlicht: 1. Mai 2019 23:40:22

Was haben Kurzwellenstörungen bzw. "Kurzwellenfunkstille" mit den Handies zu tun, die funken doch wo ganz anders?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Mai 2019 07:00:13

... in der Medienmitteilung wurde nicht ins Detail gegangen.

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