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Englisch ist out in Kaliningrad – zumindest in den öffentlichen Verkehrsmitteln

Sa, 01 Jun 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Englisch ist out in Kaliningrad – zumindest in den öffentlichen Verkehrsmitteln
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft unternahm Kaliningrad vieles, um internationales Niveau zu zeigen. So wurden die Ansagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln auch in englischer Sprache dubliert. Jetzt ist die Fußball-Weltmeisterschaft seit einem Jahr vorbei und Kaliningrad braucht kein internationales Niveau mehr – zumindest nicht in der Straßenbahn.

Natürlich ist es schon nervig, wenn man in der einzig noch verbliebenen Straßenbahn in Kaliningrad fährt oder in einem der neuen oder weniger neuen Linien- oder Trolleybusse und hört die Ansage der Stationen auf Russisch und danach auf Englisch. Wobei die Ansage auf Englisch manchmal recht lustig klingt, aber auch manchmal richtig beängstigend – je nachdem, um welche Station es sich handelt.

Und eben dieses Nervige hat wohl dazu geführt, dass viele Passagiere sich beschwert haben und die Abschaltung forderten. Vermutlich haben sie auch bemerkt, dass eigentlich kein Ausländer, zumindest kein englischsprachiger Ausländer, in den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt. Und wenn sie denn fahren, steht die Frage, ob sie denn überhaupt die Bezeichnung der Stationen brauchen.

Die Stadtverwaltung hat fast ein Jahr gebraucht, um sich für die Abschaltung zu entscheiden, denn die massenhaften Beschwerden begannen bereits kurz nach dem Ende der Weltmeisterschaft. Nun kann die Stadtverwaltung aber trotzdem nicht zufrieden sein. Zwar beschweren sich die Bürger nicht mehr, dafür aber der Minister für Kultur- und Tourismus der Kaliningrader Gebietsregierung Andrej Jermak.

Er bezeichnete die Abschaltung als „schrecklich“ und „schädlich“ für die Entwicklung des Tourismus. Er meinte, man hätte eine Internetumfrage starten sollen, um die Meinung der gesamten Bevölkerung zu erfragen und nicht nur auf diejenigen zu hören, die sich beschwert haben. Jermak verwies auf den 1. Juli 2019, wo das Elektronische Visum in Kraft tritt. Es werden viele Ausländer kommen und die werden wohl die Haltestellenansagen in englischer Sprache vermissen. Er strapazierte die Statistik, die eindeutig zeige, dass die Anzahl der Individualtouristen wachse, also der Touristen, die nicht in einer Gruppe mit Fremdsprachenbegleitung reisen. Und die benötigen diesen Service.

Wir haben auf unserem Portal eine zweite Umfrage geschaltet – ausnahmsweise. Vielleicht stimmen Sie ab und helfen damit der Stadtverwaltung und dem Minister die richtige Entscheidung zu treffen?

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   Kommentare ( 2 )

Frank Werner Veröffentlicht: 1. Juni 2019 20:51:16

Zweisprachigkeit ist natürlich schon nett und da bleibt auch nur Englisch. Hilfweise könnte man natürlich auch eine App anbieten, in welche nebem allen Sehenswürdigkeiten auch die öffentlichen Verkehrsmittel integriert sind und die einem sagt, wann man aussteigen soll. Diese sollte dann natürlich auf mehrere Sprachen ausgelegt sein - u.a. polnisch, deutsch, englisch, französisch, finisch, dänisch, schwedisch und nicht zu vergessen die Sprachen des Baltikums ... damit wäre man dann tatsächlich International.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Juni 2019 20:59:45

... ja, das wäre wohl wirklich eine Lösung - zumal dann auch noch zu dieser "Haltestellenansage" andere Informationen angeboten werden könnten, die Bezug haben zu dieser Haltestelle (Umsteigen, Einkaufsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten).

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 2. Juni 2019 03:48:33

Was macht der, der kein Smmaaaartfooon hat?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Juni 2019 07:22:41

... dasselbe, was z.B. tausende von Nostalgietouristen aus Deutschland Anfang der 90er Jahre gemacht haben. Was die gemacht haben, weiß ich nicht, aber alle sind dorthin gelangt, wo sie hingelangen wollten und alle sind auch wieder nach Hause gekommen. Und - fehlende Sprachkenntnisse könnten, je nach dem, wie man es anstellt, zu besseren Sozialkontakten in Kaliningrad führen.

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