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In Deutschland undenkbar. In Kaliningrad „normalno“

Fr, 11 Jan 2019 Kaliningrader Wochenblatt


In Deutschland undenkbar. In Kaliningrad „normalno“
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Der Datenschutz wird in Deutschland GROSSGESCHRIEBEN. Vermutlich hat auch vieles seine Berechtigung, denn Erfahrungen der Vergangenheit haben dem deutschen Gesetzgeber sicherlich gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Auch in Russland gibt es Datenschutz, aber man muss es nicht übertreiben.

Und so veröffentlicht das Kaliningrader Informationsportal „KLOPS“ regelmäßig Fotos von Lesern, die diese der Redaktion übermitteln. Fotografiert werden Fahrzeuge, wo unbedingt das Kennzeichnen erkennbar sein muss. Getitelt werden die Beiträge in wortwörtlicher Übersetzung: „Fahrer, du bist ein Barsch“, was ins Deutsche übersetzt wohl besser heißen würde: „Du oller Hammel“.

Und gezeigt werden Verhaltensweisen von Verkehrsteilnehmern, wo diese rücksichtslos und völlig ungeniert, sich Freiheiten herausnehmen, die eigentlich eine Verletzung der Straßenverkehrsordnung darstellen.

„KLOPS“ ist eines der meistgelesenen Informationsportale in Kaliningrad. Somit kann man davon ausgehen, dass Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen und Nachbarn des betroffenen Hammels sehen, wie rücksichtslos der Hammel sich verhält. Ein Image-Schaden bleibt auf alle Fälle und natürlich die Schadenfreude.

In diesem konkreten Fall beschwerte sich eine Mutter, die mit Schwierigkeiten ihren Kinderwagen durch die, auf dem Fußgängerweg geparkten Autos durchschlängelte. Sie kommentierte, dass, wenn Sie Zwillinge gehabt hätte, Sie einfach nicht hätte weiterfahren können, denn die Gitter am Straßenrand verhindern auch den Wechsel auf die andere Straßenseite.

KLOPS informiert, dass alle derartigen Fotos von der Redaktion an die Verkehrspolizei übermittelt werden. Eine Abstrafung erfolgt dann von dort, vorausgesetzt, das Kfz.-Kennzeichen ist zu erkennen.

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Stadtverkehr

   Kommentare ( 4 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 11. Januar 2019 15:32:11

Ich kenne das noch von "früher", daß in den russischen Geschäften im direkten Eingangsbereich in Blickhöhe ein "Ehrentafel" hing, auf der die Ladendiebe mit Konterfei und Namen abgebildet waren und bis wann diese Lokalverbot hatten.
Das wäre im "diskreten" Deutschland undenkbar. Da dürfen solche Kleinkriminelle und auch die schweren Jung´s und Mädels keinesfalls von Angesicht gezeigt werden. Das verstößt angeblich gegen das Persönlichkeitsrecht der Ganoven. Im Grunde genommen haben die doch gar keins. Eigentlich müssen die sich doch ihre Rechte als Persönlichkeit erst wieder durch untadeliges Verhalten - nach - ihrer Strafverbüßung erarbeiten.
In den USA gibt es ein offenes Register im Internet, wo man ersehen kann, wo entlassene Mörder, Schläger, Vergewaltiger und Kinderschänder nach ihrer Haftentlassung wohnen. (habe ich gelesen)
Ich wäre auch dafür, daß man in D mehr Wert auf die Persönlichkeitsrechte der Opfer legt. Aber hier im Lande herrscht mehr Täterschutz vor.

ru-moto Veröffentlicht: 11. Januar 2019 18:04:55

@PR: So ist es!

"KLOPS", ein Spiegel des Verhaltens besonders "netter" Mitbürger. Leider ist es aber den meisten A.... egal, wenn sie sich darin erkennen...

Georg Veröffentlicht: 11. Januar 2019 19:55:31

Für mich ist der Datenschutz in Deutschland in jeglicher Hinsicht völlig überzogen. Datenschutz ist Verbrecherschutz, denn wer nichts zu verbergen hat dem kann es egal sein was im Internet steht.
Im Endeffekt finden die Leute, welche dich ausspionieren wollen, sowieso einen Weg an dich ranzukommen.

ru-moto Veröffentlicht: 15. Januar 2019 15:26:52

Verbrecherschutz - „Datenschutz" und humaner Strafvollzug in der EU – Staat hasst sein eigenes Volk.

Wieder musste in Niederösterreich ein 16-jähriges Mädchen sterben, weil in Österreich – und der EU – Verbrecher aus sogenannten ‚humanen‘ Gründen frei herumlaufen dürfen und für ihre "Beschäftigung" als Kriminelle auch noch mit staatlichen Alimentationen belohnt werden. Das soll wohl ihre Verbrechen besser gelingen lassen, nur wohlgenährte Mörder morden gut! Und natürlich: der Täter war […]

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