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Kaliningrad probt den Ernstfall – die Energieblockade

Di, 16 Apr 2019 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrad probt den Ernstfall – die Energieblockade
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Das Kaliningrader Informationsportal „newkaliningrad“ informiert über eine bevorstehende Übung, die den Ernstfall simulieren soll. Es geht um eine mögliche Energieblockade des Gebietes.

Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte in einem Interview mit TASS, zitiert durch „newkaliningrad“, dass im Monat Mai eine großangelegte Übung zum Test der Arbeitsbereitschaft der neuen Kaliningrader Energiesysteme, unter den Bedingungen einer äußeren Energieblockade, stattfinden wird.

Es geht darum, dass das Kaliningrader Gebiet bisher über den internationalen Energieverbund „BRELL“ mit Strom versorgt wird. Aber Kaliningrad selber, so der Gouverneur, ist auch Exporteur von erzeugtem Strom über diesen Stromverbund. So kauft Litauen rund ein Drittel, der im Kaliningrader TEZ-2 erzeugten Strommenge, sprich 300 Megawatt.

Bedingt dadurch, dass die baltischen Staaten aus diesem Stromverbund ausscheiden wollen, um sich westeuropäischen Systemen, die in den letzten Jahren aufgebaut worden sind, anzuschließen, bricht dieser Stromring zusammen und Kaliningrad könnte, im Bedarfsfall nicht mehr aus dem russischen Mutterland mit Strom versorgt werden. Eine Adaptierung an die westlichen Systeme kommt, aus leicht nachvollziehbaren Gründen, für Kaliningrad nicht in Frage.

Somit wurde beschlossen, das Energiesystem in Kaliningrad im beschleunigten Tempo auszubauen, mit dem Ziel, die eigenständige Energieversorgung zu gewährleisten. Dies scheint gelungen zu sein, denn mit einem Finanzaufwand von 100 Milliarden Rubel wurden in den letzten zwei Jahren vier neue Stromerzeugerwerke errichtet.

Somit bleiben als Probleme noch eine latente Lebensmittelblockade und die Transportblockade. Gegenwärtig werden große Mengen an Fördergelder für die Kaliningrader Landwirtschaft eingesetzt, um eine eigenständige Versorgung des Gebietes mit Grundnahrungsmitteln, sowohl in der Pflanzen- wie auch in der Viehwirtschaft zu gewährleisten.

Zur möglichen Transportblockade des Kaliningrader Gebietes auf dem Landweg, arbeitet man gegenwärtig an dem beschleunigten Ausbau von bestehenden Häfen und dem Neubau eines Passagier- und Frachthafens in der Ostseekleinstadt Pionersk.

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