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Kaliningrad wartet auf „Rusal“

Di, 06 Nov 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrad wartet auf „Rusal“
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

„Rusal“ ist der zweitgrößte Aluminiumproduzent in der Welt. Inhaber dieser Firma ist Deripaska, ein russischer Unternehmer, der im Fadenkreuz der US-Sanktionen steht.

Seit Monaten wird überlegt, wie man die Firma „Rusal“ aus der Einflusssphäre amerikanischer Sanktionen herausführen kann.  Nun scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, denn die Firma hat verkündet, dass sie ihren Firmensitz nach Russland verlegen wird.

Als neuer Firmensitz wird eine der beiden neuen russischen Offshore-Zonen ausgewählt – also entweder die Russki-Insel im Osten Russlands oder die Oktoberinsel im Westen Russlands, im Stadtzentrum Kaliningrads.

Bisher ist die Firma auf der Insel „Jersy“ registriert.

Seit April hat die Geschäftsführung an einem Rettungsplan für den zweitgrößten Aluminiumproduzenten der Welt gearbeitet, der nun verkündet wurde. Welche der beiden Offshore-Zonen man nutzen wird, ist bisher noch unklar. 50 Prozent der Chancen liegen bei Kaliningrad.

Erst im August hatte der russische Präsident Putin seine Unterschrift unter ein Gesetzespaket gesetzt, welches die Schaffung derartiger Sonderzonen vorsieht. Die notwendigen gesetzlichen Grundlagen wurden in sehr kurzer Zeit erarbeitet.

Man geht davon aus, dass alle internationalen Firmen, die unter amerikanischen Sanktionen leiden, in Russland einen neuen Unterschlupf finden können. In erster Linie ist natürlich an Firmen gedacht, die sich „International“ nennen, aber deren Eigentümer russische Staatsbürger sind.

Um Resident der Offshore-Zone zu werden, müssen mindestens 50 Mio. Rubel innerhalb eines halben Jahres nach der Registrierung investiert werden. Im Gegenzug lockt man mit sehr niedrigen Steuern und einer seichten Kontrolltätigkeit.

Bisher haben sich zehn Firmen an das Kaliningrader Ministerium für Industrie und Handel gewandt und den Wunsch geäußert, Resident der Offshore-Zone zu werden.

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OffshoreZone, Sanktionen

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