Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Kaliningrader Sandkastenkind in Bedrängnis

Do, 25 Okt 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Sandkastenkind in Bedrängnis
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Generalleutnant Martynow, Chef der Kaliningrader Innenverwaltung von 2011-2016, zum Chef-Inspekteur des russischen Innenministeriums durch Präsident Putin im Jahre 2016 ernannt und durch den russischen Präsidenten wenige Wochen später in den Ruhestand geschickt, steht vor erheblichen Problemen.

Der russische Sicherheitsdienst FSB hat dem russischen Untersuchungskomitee Ermittlungsmaterial übergeben, welches den General der Gesetzesverletzung beschuldigt. Durch das Untersuchungskomitee wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Verschiedene Quellen berichten unterschiedliche Versionen, wessen der General beschuldigt wird.  Eine Quelle berichtet über „Amtsmißbrauch“.

Weitere Informationen besagen, dass die eingeleiteten Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Verschwinden von 60 Tonnen hochwertigen Bernsteins stehen, die in geheimen Verstecken des ehemaligen Kaliningrader Bernstein-Barons „Bogdan“ gefunden und beschlagnahmt worden waren.

Andere Informationen bringen den General in Zusammenhang mit dem gegenwärtig laufenden spektakulären Gerichtsprozess gegen den ehemaligen Beauftragten des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet Alexander Dazyschin und den Ex-Duma-Abgeordneten und Herausgeber der Zeitung „Neue Räder“ Rudnikow. Hier soll der General als Vermittler von Gesprächen dieser Angeklagten mit dem Chef des Kaliningrader Untersuchungskomitees aufgetreten sein. Beide Angeklagte werden beschuldigt, den Leiter der Kaliningrader Untersuchungskommission um 50.000 Dollar erpresst zu haben.

Eine weitere Quelle berichtet, dass der General beschuldigt wird, illegale Ermittlungen und Sammlung von personenbezogenen Daten gegen zwei Journalisten eines staatlichen Senders durchgeführt zu haben. Ihre Telefone wurden ohne richterliche Genehmigung abgehört. Dies verletzt die russische Konstitution und eine Reihe weiterer Gesetze.

In einer ersten Stellungnahme bestritt der General sämtliche Anschuldigungen und nannte diese „Unfug“. Er habe sich in seinen 38 Dienstjahren vor dem Gesetz nicht schuldig gemacht. Er werde in Kürze 60 Jahre alt und verstehe nicht, wem er jetzt noch störe, warum man gegen ihn vorgehe. Das alles fühle sich an wie Kindergarten.

Gegenwärtig sind noch keine Maßnahmen zur Verhaftung des Generals eingeleitet wurden. Eine Vorladung zur Vernehmung wird stündlich erwartet.

Generalleutnant Martynow war Chef der Kaliningrader Innenverwaltung in dem Zeitraum, wo Nikolai Zukanow Gouverneur des Kaliningrader Gebietes war.

Reklame

Recht und Gesetz

   Kommentare ( 0 )

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an