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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe April 2017

So, 30 Apr 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe April 2017

30.04.2017 – Investoren wollen Eipulver produzieren
Investoren planen im Kaliningrader Gebiet eine Produktionsstätte für die Herstellung von Eipulver zu errichten. Darüber informierte der Gouverneur Anton Alichanow. Als Investor wurde die Agroholding „DolgowGrupp“ genannt. Diese Holding stellt das Kaliningrader Gebiet bereits mit Eiern sicher und wird im kommenden Jahr den Bedarf des gesamten Kaliningrader Gebietes mit 90 Prozent abdecken. Da die Holding auch die Eröffnung weiterer Hühnerfarmen plant, wird es bald zu einer Überproduktion kommen, die dann genutzt werden kann, um im holdingeigenen Unternehmen Eipulver herzustellen. Das Eipulver wird auch für den Export produziert. Gegenwärtig gibt es nur ein einziges Unternehmen in Russland welches hochwertiges Eipulver herstellt. Größte Abnehmer werden Länder in Südost-Asien sein. In der Hühnerfabrik im Kreis Gurewsk hält die Holding gegenwärtig fast eine Million Hühner. Die Anzahl soll auf 1,5 Mio. aufgestockt werden. Täglich werden dort mehr als 600.000 Eier produziert.
 
 
30.04.2017 – Korruption in der Kaliningrader Gebietsregierung
 
Diese Meinung vertrat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, als der über ungeplante Kontrollen in der Kaliningrader Wirtschaft sprach. Es kann sein, so der Gouverneur, dass diese ungeplanten, überraschenden Kontrollen damit enden, dass Schmiergeld gezahlt wird. Somit wäre die Logik, die Anzahl der Kontrollen zu verringern und es wird weniger bestochen. Wenn dem so wäre, so wäre das auch nicht schlecht – erwiderte der Gouverneur auf einen kritischen Einwurf von Journalisten, dass diese ungeplanten Kontrollen durch die Zahlung von Schmiergeld eigentlich sinnlos sind.
Die Diskussion fand vor dem Hintergrund statt, dass vor wenigen Tagen der erste Korruptionsfall in der Alichanow-Regierung bekannt wurde, wo ein leitender Mitarbeiter sich mit 250.000 Rubel hatte bestechen lassen.
 
 
30.04.2017 – Gebietsregierung will nicht sinnlos Millionen in Ruinen investieren
Während seines Besuches auf Baltiskaja Kosa in der vergangenen Woche, äußerte sich der Kaliningrader Gouverneur auch zur Zukunft des dort befindlichen altdeutschen Forts „West“. Natürlich kann man Millionen ausgeben, um ein Projekt für die Konservierung der Ruinen erarbeiten zu lassen und weitere Millionen kann man dann für die eigentliche Konservierung ausgeben und damit haben wir dann für die nächsten Jahre Ruhe. Aber wozu sollen wir das tun – fragte Alichanow. Besser ist es einen Investor zu finden. Die Gebietsregierung ist bereit, aus dem Gebietshaushalt Geld für die Uferbefestigung zur Verfügung zu stellen, da diese durch die Ostsee immer mehr unterspült wird und damit die Ruinen des Forts letztendlich von der vollständigen Vernichtung bedroht sind. Der Gouverneur gab zu, dass ein möglicher Investor an dieser Stelle nicht reich werden wird, aber in unmittelbarer Nähe der Festungsanlage gibt es sieben Hektar Land, auf denen man Dinge für die Erholung von Touristen organisieren könnte.
Anm. UN: Natürlich können sich, wenn sich ein Investor findet, nur russische Touristen dort erholen, denn der Zutritt zu Baltiskaja Kosa ist Ausländern verboten. Somit wird sich auch kein ausländischer Investor für diese Aufgabe finden.
 
30.04.2017 – Alle heraus zum Subbotnik
… so lautete eine der Losungen zu DDR-Zeiten in jedem Frühjahr und viele leisteten mehr oder weniger freiwillig dieser Aufforderung Folge und nahmen am jährlichen Frühjahrsputz „Schöner unsere Städte und Gemeinden – mach mit“ teil. Das war keine DDR-Erfindung, sondern stammte aus der Sowjetunion. Der Subbotnik wurde in der Regel am Geburtstag des Führers der proletarischen Weltrevolution W. Lenin durchgeführt. In Kaliningrad hat man diesen Stichtag anscheinend fallengelassen, denn die Medien berichten jedes Wochenende im April bereits über einen Subbotnik irgendwo im Gebiet, an dem der Kaliningrader Gouverneur mit Mitgliedern der Regierung und auch der Familie teilnimmt. Diesmal hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen, denn eingeladen hatte der „Fond für den Schutz der Biber.“ Dazu muss man wissen, dass sich der jüngste Gouverneur der Russischen Föderation, der 30jährige Anton Alichanow, erst vor wenigen Wochen negativ über die Biber im Kaliningrader Gebiet geäußert hatte und welchen Schaden diese insbesondere in der Landwirtschaft anrichten. Jetzt zog er sich freiwillig ein T-Shirt mit der Losung „Schafft wie die Biber“ an.
 
Foto: 30jähriger Kaliningrader Gouverneur ist anscheinend in der Lage Bäume auszureißen
 
… und hier noch ein Foto für alle weiblichen Fans unseres Kaliningrader Gouverneurs:
 

Foto: „Schafft wie die Biber“-T-Shirt, überreicht von einem Mitglied der „Jungen Regierung des Kaliningrader Gebiets“.
 
30.04.2017 – Regierungsorgane kontrollieren ungesetzlich
Im Kaliningrader Superministerium für Kontrollen wurde festgestellt, dass eine ganze Reihe von Ministerien der Gebietsregierung Kontrollen durchführen, ohne dafür die Berechtigung zu haben. Um Kontrollen durchzuführen, müssen entsprechende Dokumente vorhanden sein und dies ist oftmals nicht der Fall. So haben in der letzten Zeit fünf Regierungsorgane neun ungenehmigte Kontrollen durchgeführt und bei vier Regierungsorganen fehlte sogar die staatsanwaltschaftliche Genehmigung. Als eines dieser Regierungsorgane stellte sich das Ministerium für Tourismus und Kultur heraus. Weiterhin betraf es den staatlichen TÜV, das Ministerium für Infrastruktur und den staatlichen Tarifdienst sowie das Sozialministerium und das Ministerium für Industrie und Handel.
Während die Ministerin des Kontrollministeriums informierte, dass niemand das Recht habe, Kontrollen ohne Genehmigung durchzuführen und diese Genehmigungen durch ihr Ministerium ausgestellt werden, zeigte sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow verwundert und stellte die Frage, wann seine Damen und Herren Minister endlich beginnen, seine Weisungen auszuführen.
 
Die Ministerin beeilte sich zu erklären, dass diese Ordnung ab 1. Juli funktionieren wird.
 
30.04.2017 – Protestdemonstration „Offenes Russland“ in Kaliningrad
Am Samstag fand in Kaliningrad, wie in vielen anderen russischen Städten, am Denkmal für die Kosmonauten die angekündigte Protestdemonstration unter der Losung „Ich habe es satt“ gegen eine vierte mögliche Amtszeit des russischen Präsidenten Putin statt. Die geschätzte Teilnehmerzahl betrug bis zu 70 Personen. Die Protestdemonstration war durch die Kaliningrader Stadtverwaltung genehmigt wurden, stand aber trotzdem unter dem Stern der Illegalität nachdem durch den russischen Staatsanwalt die Bewegung „Offenes Russland“ zur unerwünschten Organisation erklärt worden war. Es wird von zwei Festsetzungen durch die Polizei informiert, die jedoch schnell wieder auf freien Fuß gesetzt worden sind.
 
Foto (new.kaliningrad.ru): Teilnehmer an der Protestdemonstration am Samstag in Kaliningrad

 

29.04.2017 – Soldat rettet Zwillingen das Leben
„Ich dachte, zwei Kinder werde ich nicht retten können …“, - so ein russischer 20jähriger Fähnrich der Ostseeflotte, der bei einem Spaziergang zufällig beobachtete, wie zwei Kleinkinder aus dem Fenster eines Hochhauses in der achten Etage kletterten. Der Zwischenfall ereignete sich am Donnerstag in den Abendstunden. Die Kinder wohnten mit ihrer älteren Schwester, den Eltern und der Großmutter in der genannten Wohnung. Der Fähnrich schilderte, dass er vom Dienst kam und auf dem Wege nach Hause war. Als er sich seinem Haus näherte, hörte er vom Nachbarhaus irgendeinen Lärm und bemerkte dann das Kind auf dem Fensterbrett. Im gleichen Moment sah er, wie das Mädchen stürzte und sofort ein zweites Kind am Fenster erschien. Geistesgegenwärtig stürmte er auf das Grundstück. Die Eingangstür zum Grundstück war verschlossen und er übersprang den Zaun und konnte im letzten Moment das Mädchen auffangen und wurde dabei zu Boden gerissen. „Ich dachte, wenn ich das erste Kind schon nicht retten kann, dann wenigstens das zweite Kind“, - so der Fähnrich. Aber ihm gelang das Wunder und beide Kinder überlebten leicht verletzt. Nachbarn und zufällig vorbeikommende Bürger riefen Polizei und Schnelle medizinische Hilfe. Es wurde Bekleidung gereicht, damit die Kinder warm eingewickelt werden konnten. „Ich denke mal, meine militärische Ausbildung hat mir geholfen, hier Leben zu retten“, - so kommentierte der Fähnrich bescheiden. Er informierte, dass er am Militärinstitut in Kaliningrad seine Ausbildung absolvierte.
 
Foto: Der doppelte Lebensretter zweier Kaliningrader Kleinkinder – Fähnrich der Ostseeflotte
 
29.04.2017 – Altsowjetische Bausubstanz auf der Insel wird rekonstruiert
Während man auf dem Leninski-Prospekt im Stadtzentrum weitere 9 Gebäude im eher altdeutschen Baustil fassadenrekonstruiert, werden die Hochhäuser, die zu sowjetischen Zeiten auf der sogenannten Insel, dem Standort des neuen Fußballstadions errichtet wurden, einen schlichten, aber modernen Erneuerungskurs absolvieren. Darüber informierte der Vorsitzende des Kaliningrader Stadtrats Andrej Kropotkin. Ende Mai wird die Ausschreibung für die Rekonstruktion dieser Gebäude abgeschlossen sein und die Bauarbeiten werden beginnen. Abgeschlossen wird die Fassadenrekonstruktion rechtzeitig vor Beginn der Weltmeisterschaft. Die Kosten für die Fassadenrekonstruktion dieser Gebäude trägt zu 20 Prozent der Stadthaushalt und zu 80 Prozent der Gebietshaushalt. Die neuen Fassaden werden über Luftzirkulation und vollständige Verglasung verfügen. Wohl eher scherzhaft bemerkte Kropotkin, dass die Häuser keine Türmchen erhalten werden, da sie den modernen Stil wahren sollen. Allerdings wird man freie Hausflächen nutzen, um künstlerische Großbilder zu gestalten. Insgesamt stehen für die Fassadeninstandsetzungen 1,3 Mrd. Rubel zur Verfügung.
 
Foto: Vorher-Nachher auf der „Insel“ nach der Fassadenrekonstruktion altsowjetischer Bausubstanz
 
29.04.2017 – Es kommt Bewegung auf die Baltische Landzunge
Während das Gebiet „Kurskaja Kosa“ jedem Kaliningrader und allen Besuchern ein Begriff ist und zum Pflichtprogramm für Touristen gehört, ist das Gebiet „Baltiskaja Kosa“ weniger bekannt. Dies liegt einerseits daran, dass es strukturell nicht erschlossen ist, militärisch genutzt wird und seit kurzem auch wieder für Ausländer gesperrt ist und nur mit Sondergenehmigung betreten werden darf. Ob es zukünftig noch Sondergenehmigungen geben wird, dürfte auch fraglich sein, denn durch den Pressedienst der Ostseeflotte wurde mitgeteilt, dass man den altdeutschen Militärflugplatz auf dieser Landzunge wieder aktivieren werde. Im Jahre 2020 wird die Instandsetzung abgeschlossen sein und es werden dort militärische Wasserflugzeuge stationiert. Über weitere Einzelheiten informierte der stellvertretende Kommandeur der Baltischen Militärbasis den Kaliningrader Gouverneur vor Ort. Die Entscheidung, diesen Airport wieder instand zu setzen wurde bereits im Jahre 2013 getroffen, jedoch aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschoben. Jetzt steht fest, dass die Bauarbeiten 2019 beginnen werden und ein Jahr später abgeschlossen sind. Alle altdeutschen Gebäude werden abgerissen und es wird eine neue Start-/Landebahn gebaut.
 
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow nutzte seinen Aufenthalt, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort besser vertraut zu machen.
 
 
Der Gouverneur besichtigte die altdeutschen Militäranlagen, die dazugehörige Siedlung und das Fort „West“, welches durch die Einflüsse der Ostsee stark leidet. Auf „Baltiskaja Kosa“ verläuft auch die Grenze zu Polen. Die Landzunge hat eine Länge von 65 Kilometern, 35 Kilometer gehören zu Kaliningrad.
 
29.04.2017 – Gouverneur äußert sich zum Gesundheitssystem in Kaliningrad
 
 
… und nachdem er diesen Satz gesagt hatte, erzählte er weiter über die unhaltbaren Zustände im System der Versorgung mit Medikamenten im Kaliningrader Gebiet. „Das was da abläuft ist beispiellos“, - so Alichanow. Hinter den schönen Fassaden von Gebäuden wird geklaut und man versucht irgendwelche schrecklichen Dinge, die sich da abspielen, irgendwie zu verschleiern. Das sind einfach hässlichste Dinge die da vor sich gehen. Völlige Unordnung in den Pharmafirmen – deshalb werden wir auch dort die Führung der Firmen ablösen. Dort wurde einfach über Monate kein Insulin für die Kaliningrader Bevölkerung eingekauft – ein lebenswichtiges Präparat ... so der fassungslose Gouverneur.
 
29.04.2017 – Ex-Minister und Unternehmer auf der Flucht vor russischer Staatsanwaltschaft
Der erst vor kurzem abgelöste Minister für Bauwesen der Kaliningrader Gebietsregierung hat der Aufforderung der Staatsanwaltschaft zum Erscheinen für eine Befragung mehrfach nicht Folge geleistet. Unternehmer von Kaliningrader Baufirmen, die in einem gewissen Verhältnis zu diesem Ex-Minister gestanden haben, haben Kaliningrad mit unbekanntem Ziel verlassen und befinden sich anscheinend auf der Flucht vor strafrechtlicher Verfolgung. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass der Ex-Minister eigentlich als Zeuge vernommen werden sollte. Alle anderen Unternehmer, gegen die ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden ist, befinden sich mit großer Sicherheit schon nicht mehr in Russland. Der Bauminister wurde am 6. Dezember 2016 entlassen. Kommentiert wurde diese Entlassung mit „vermutlichen Verletzungen der russischen Gesetzgebung.
 
Foto: Der Vorladung der Staatsanwaltschaft nicht gefolgt: Ex-Bauminister aus Kaliningrad
 
29.04.2017 – Verlängertes Wochenende in Russland
Russen und Deutsche können sich gemeinsam über ein verlängertes Wochenende freuen, da in beiden Ländern der 1. Mai zum offiziellen Feiertag und somit arbeitsfreien Tag erklärt wurde. Lange brauchen die Russen auf den nächsten freien Tag nicht zu warten, denn am 9. Mai wird der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg gefeiert und ist somit arbeitsfrei. Da die Deutschen am 9. Mai nicht gesiegt, sondern nach deutscher Zeitrechnung in der Nacht vom 8. zum 9. Mai die Kapitulation unterzeichnet haben, muss nun auch an diesem Tag gearbeitet werden, denn dieser Sieg wurde nur in der DDR gemeinsam mit der Sowjetunion gefeiert.
 

 

28.04.2017 – Tschernjachowsk soll zweites Verwaltungszentrum werden
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat Gedanken geäußert, die Kreisstadt Tschernjachowsk als zweites alternatives Verwaltungszentrum für das Gebiet zu entwickeln. Der Gedanke passt sich ein in die Pläne der Gebietsregierung, den Industriepark bei Tschernjachowsk mit Hochdruck zu entwickeln. Seine Gedanken liefen darauf hinaus, dass Tschernjachowsk eine Art Auffangbecken werden könnte für die Personen, die aus ihrem bisherigen Wohnsitz im Osten des Gebietes in die Gebietshauptstadt fahren, um dort bürokratische und verwaltungstechnische Angelegenheiten zu regeln. Wenn Tschernjachowsk entsprechend attraktiv gestaltet wird und über moderne Verwaltungsstrukturen verfügt, könnte sie neuer Anziehungspunkt für diese Bürger werden, die dann die Angelegenheiten in wesentlich kürzerer Zeit erledigen können und somit die Gebietshauptstadt entlasten. Weiterhin besteht die Chance, dass Bürger, die wegen der ungünstigen Struktur im Osten des Gebietes an eine Übersiedlung in die Gebietshauptstadt denken, diesen Gedanken fallen lassen und einen neuen Wohnsitz in Tschernjachowsk nehmen und auf diese Art die Kreisstadt entwickeln. Den Gouverneur beunruhigt zu diesem Zeitpunkt auch die schlecht entwickelte Verkehrsinfrastruktur von Tschernjachowsk zu anderen Kreisstädten im Gebiet.
 
28.04.2017 – Neuer Minister für Gesundheit in Kaliningrad äußerst sich erstmals öffentlich
Der neue Gesundheitsminister Krawschenko hat sich erstmal in der Öffentlichkeit zum Zustand des Gesundheitswesens geäußert. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht er keinen Anlass, dass irgendeinem Mitarbeiter in den medizinischen Einrichtungen wegen derer Arbeit der Kopf abgerissen werden müsste. Deshalb wird es auch in absehbarer Zeit keine Personalveränderungen bei den Leitern der medizinischen Einrichtungen geben. Er habe mit vielen Leitern gesprochen und Verständnis für seine Vorstellungen in den Augen der Verantwortlichen gesehen. Jetzt bleibt es abzuwarten, wie die Vorstellungen umgesetzt werden. In drei, vier Monaten wird klar sein, ob der Leiter aktiv geworden ist oder nicht und dann werde man weitersehen – so der Minister vor Vertretern der Kaliningrader Medien. Allerdings habe er auch einige Leiter vorgefunden, mit deren Arbeit er nicht zufrieden war. Das wurde den Leitern auch mitgeteilt. Auch diese haben die Möglichkeit, auf diese Gespräche zu reagieren.
 
 
28.04.2017 – Investoren brauchen große zusammenhängende Flächen
Landwirtschaftliche Investoren suchen im Kaliningrader Gebiet große zusammenhängende Flächen für eine effektive Bewirtschaftung. Gerade derartige Flächen sind nicht vorhanden – so die regionale Landwirtschaftsministerin Natalja Schewzowa. Im Ergebnis einer Beratung mit dem Kaliningrader Gouverneur wurde beschlossen, intensiv nach Möglichkeiten zu forschen, um derartig große landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Eine Variante hierzu ist die Beschlagnahme von Flächen, die von ihren bisherigen Besitzern vernachlässigt worden sind oder auch Flächen, die keinen Besitzer haben. Diese müssen gesucht und gefunden werden. Seit 1992 wurden landwirtschaftliche Flächen an interessierte Bürger übergeben und nicht alle nutzen diese Flächen. Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich. Ein Teil der Bürger hat die Flächen auch an Kolchosen übergeben, die aber schon längst Bankrott gegangen sind. Es gibt noch einige wenige Flächen bis zu 300 Hektar, aber auch diese Flächen sind zu klein für die Investoren.
 
28.04.2017 – Selenogradsk erhält neue Promenade aus Holz
Die Selenogradsker Stadtverwaltung hat ein Projekt für eine neue Uferpromenade, bestehend aus Holz, entlang dem bereits bestehenden Fahrradweg erarbeitet. Die Promonade soll komplett aus Holz bestehen und eine Breite von vier Metern haben. In regelmäßigen Abständen werden Bänke auf dieser Promenade aufgestellt. Sie erinnert damit an die Promenade, die bereits im Ostseestädtchen Jantarny gebaut wurde und sich großer Beliebtheit erfreut. Von der Promenade wird es drei Abzweige direkt zum Meer geben. Auch wurde an einen Aussichtsturm gedacht. Ansonsten wird auch der Strand von Selenogradsk, genau wie in Jantarny mit Sonnenliegen, Schirmen und Sanitäreinrichtungen ausgestattet.

 

27.04.2017 – Terrorgruppierung in Kaliningrad ausgehoben
Durch Kräfte der Regionalverwaltung des russischen Sicherheitsdienstes FSB wurde eine Terrorgruppierung aus 12 Personen dingfest gemacht. Darüber berichtet „WESTI“ am Mittwochabend. Verhaftet wurden 12 Kämpfer des IS. Ein Großteil der Verhafteten hatte militärische Erfahrung. Der 32jährige Leiter der Gruppe hat in Syrien gekämpft. Alle Verhafteten sind Bürger einer mittelasiatischen Republik. Der Verhaftung erfolgte an zwei verschiedenen Orten: der ul. Proletarskaja (Stadtzentrum) und der ul. Chmelnitzkowo (in der Nähe des Südbahnhofes). Alle Kämpfer hatten sich als Bauarbeiter in Kaliningrad getarnt und hatten auch real als Bauarbeiter gearbeitet. Alle Kämpfer befanden sich bereits vier Jahre in Kaliningrad. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden alle Verhafteten durch den FSB verhört. Wie bekannt wurde, haben einige sich zu Aussagen entschlossen. Wie der FSB mitteilte, will man die Verhafteten an ihr Heimatland ausliefern, wo sie durch einheimische Gerichte angeklagt und verurteilt werden sollen.
 
27.04.2017 – Ex-Präsident Deutsch-Russisches Haus reicht Verleumdungsklage ein
Der ehemalige Präsident des Deutsch-Russischen Hauses in Kaliningrad Viktor Hoffmann hat Klage wegen Verleumdung gegen den Autor eines Artikels eingereicht, der vor einer Woche in der Zeitung „Kaliningrader Wahrheit“ erschienen ist und der durch unsere Informationsagentur in der Rubrik „Meine Meinung … mit deutschem akzent“ kommentiert worden ist. Darüber berichtet die „Jüdische Zeitung“ in Kaliningrad. Viktor Hoffmann bittet die Kaliningrader Staatsanwalt um Überprüfung seiner Vermutung, dass durch den Autor Verleumdung betrieben wurde, einhergehend mit einer Rufschädigung. Sollte sich dies bewahrheiten, bittet er die Staatsanwaltschaft um Einleitung eines Strafverfahrens. Es sei daran erinnert, dass am Freitag, ein Tag nach Erscheinen des Artikels, durch den Kaliningrader Nationalitätenrat Viktor Hoffman aus dem Präsidium ausgeschlossen wurde. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die ehemalige Organisation der Russlanddeutschen unter Extremismus-Verdacht stehe.
 
 
27.04.2017 – Kreis Bagrationowsk erhält Zuwachs
In der Nähe der Kreisstadt Bagrationowsk wird eine neue Fabrik für die Herstellung von medizinischer Ausrüstung gebaut. Das neue Unternehmen soll Katheder aus Silikon für urologische Zwecke herstellen. Gegenwärtig werden in Russland derartige Katheder ausschließlich aus Importen verwendet. Die jetzige Produktionsstätte soll die Importe ablösen. Grundlage für die Produktion in Kaliningrad sind asiatische Technologien. Die Fabrik wird ihren neuen Standort im Industriepark „Ekobaltik“ finden. Partner für diese Produktionsstätte wird eine koreanische Firma sein. Die neue Fabrik wird 50 Menschen einen neuen Arbeitsplatz bieten. Im ersten Aufbauabschnitt sind Investitionen im Umfang von einer Milliarde Rubel geplant. Weitere Gedanken bestehen im Bau einer Fabrik zur Herstellung von Spritzen. Auch diese werden gegenwärtig komplett importiert.
 
27.04.2017 – Neue Weltmeisterschaft der Feuerwerker ruft großes Interesse hervor
Im vergangenen Jahr hatte Kaliningrad erstmalig die Weltmeisterschaft der Feuerwerker ausgerichtet. Im Verlaufe von einem Monat konnten an jedem Wochenende die Teilnehmer ihr feuerwerkerisches Können zeigen. Dies zog zweihunderttausend Besucher an und gab der Kaliningrader Tourismusstatistik einen kräftigen Schub in die positive Bilanz. Auch in diesem Jahr wird die Weltmeisterschaft wieder in Kaliningrad in Selenogradsk ausgetragen. Bereits jetzt haben 20 Firmen ihr Interesse an einer Teilnahme bekundet. Alle Bewerber werden einer Prüfung unterzogen und wenn diese für beide Seiten zufriedenstellend ausfällt, werden Verträge über eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft abgeschlossen. Durch die Gebietsregierung werden gegenwärtig neue Varianten für Standorte der Feuerwerker geprüft, damit noch mehr Vielfältigkeit gezeigt werden kann. Schon jetzt ist klar, dass die diesjährigen Weltmeisterschaften schöner und größer werden als die, im vergangenen Jahr. Angesprochen auf die Transportprobleme im vergangenen Jahr, informierte der Tourismusminister Ermak, dass man entsprechende Schlussfolgerungen gezogen habe. Auch in diesem Jahr wird es wieder Staus geben, die sind bei derartigen Ereignissen unvermeidlich, aber es wird eine viel bessere Organisation geben. Insbesondere wird man den Einsatz des Nahverkehrs auf der Straße und Schiene wesentlich optimieren, so dass Anreisen mit dem Individualtransport weniger werden. Die diesjährigen Weltmeisterschaften finden am 2., 9., 16., 23. Und 30. September statt.
 
 
27.04.2017 – Baugenehmigungen wie am Fließband
Bis Januar 2017 wurden in Kaliningrad Baugenehmigungen wie am Fließband ausgegeben – informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Dies hängt damit zusammen, dass durch die Kaliningrader Gebietsregierung per Gesetz beschlossen wurde, den Kommunen das Recht zur Erteilung einer Baugenehmigung zu entziehen und die Verantwortung in die Gebietsregierung umzulagern. Die Kommunen haben, gemeinsam mit den Interessierten die Zeit bis zum Inkrafttreten des Regionalgesetzes im Januar genutzt, um Massenhaft guten Bekannten noch Baugenehmigungen zuzuschieben und dies trotzdem der Gouverneur diese Situation vorhergesehen und vor derartigen Handlungen gewarnt hatte.
 
27.04.2017 – Kaliningrad ist schuld am Bankrott großer russischer Baufirmen
Das Kaliningrader Bauministerium vertritt die Ansicht, dass sich große Baufirmen aus Moskau und St. Petersburg in Kaliningrad übernehmen und dadurch Bankrott anmelden müssen.  So informierte die stellvertretende Bauministerin Elena Karschawych die Mitglieder der Kaliningrader Gesellschaftskammer. Bei ihrem Engagement in Kaliningrad, beachten diese Firmen nicht die geographischen Besonderheiten der Region. Sie können nicht so arbeiten und operativ Probleme lösen, wie dies im Mutterland möglich ist. Während diese Firmen im Mutterland sehr erfolgreich ihrer Bautätigkeit nachkommen, geraten sie in Kaliningrad in derartige Schwierigkeiten, dass der Gesamtkonzern Bankrott anmelden muss.  Jetzt kommen keine Firmen aus dem russischen Mutterland mehr nach Kaliningrad. Sie beauftragen Kaliningrader Baufirmen als Subunternehmer. Dies wiederum führt zur Überforderung der Kaliningrader Firmen, deren Appetit oftmals größer ist, als es ihre Möglichkeiten zulassen.
 
27.04.2017 – Swetlogorsk erhält neue Promenade
Bis Ende 2017 will der Auftragnehmer die Verlängerung der bereits bestehenden Promenade in Swetlogorsk beenden. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Es fand ein Treffen mit dem Auftragnehmer statt, der dem Gouverneur das Gesamtkonzept für die Entwicklung des zentralen Teils des Ostseestädtchens vorgelegt hatte.
Ebenfalls bis Jahresende wird es einen neuen Fahrstuhl geben, der Interessierte, jedoch in erster Linie mobilitätseingeschränkte Bürger zum Ostseestrand und zurück transportiert. Die neue Promenade soll eine Länge von 1,25 Kilometer haben. Der Bau war bisher mit wechselseitigem Erfolg beschieden, da frühere Auftragnehmer ihren vertraglichen Pflichten nicht nachkamen.
 

26.04.2017 – Ausländer in russische Armee einberufen
Die russische Armee hat einen ausländischen Bürger zur Wehrpflicht einberufen. Der Fall ereignete sich in Kaliningrad und betraf einen Bürger aus Italien. Es handelt sich um den 22jährigen Andrea Sgarawatto, der eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. Seine Mutter wurde in Swetly, einer Kleinstad bei Kaliningrad geboren, sein Vater stammt aus Sizilien. Vor zwei Jahren kehrte der junge Mann, gemeinsam mit seiner Mutter nach Kaliningrad zurück. Hier beendete er seine Schulausbildung als Fremdsprachenspezialist. Neben italienisch spricht er russisch und englisch. Seinen Dienst in der russischen Armee hat er freiwillig angetreten, da eine weitere Karriere in Russland ohne abgeleisteten Wehrdienst mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist. Der „Italiener“ erzählte, dass man im Wehrkreiskommando stolz auf ihn sei, denn er sei der erste Italiener, der Wehrdienst in der russischen Armee leiste. Es gibt andere Ausländer aus Lettland, Litauen usw., aber Italiener haben noch nie russischen Wehrdienst geleistet. Die medizinischen Untersuchungen hat er ebenfalls durchlaufen – er ist dienstttauglich. Seinen Wehrdienst wird er im Kaliningrader Gebiet ableisten, wie eigentlich alle Wehrdienstpflichtigen aus dem Gebiet. Wo genau er eingesetzt wird, ist bisher nicht bekannt. Auf die Frage, ob er keine Angst vor den „Dedowschinas“ hat (dienstältere Soldaten schikanieren die neuen Soldaten) meinte er, dass er keine Angst habe, er ist sehr gut durchtrainiert und in ausgezeichneter körperlicher Verfassung. Seine Rückkehr nach Russland, gemeinsam mit seiner Mutter begründete er mit der Krise in Italien. Viele haben ihre Arbeit verloren und sind nach den USA oder Deutschland ausgewandert. Er hat sich entschlossen sein Glück in Russland zu versuchen. Auf die Frage, was er nach der Armeezeit machen möchte, antwortete er, dass er plane in den Hohen Norden Russlands zu reisen und dort unternehmerisch tätig zu sein.
Anmerkung UN: Molodez
 
 
26.04.2017 – Airport Chrabrowo hat Touristensaison verdorben
Wenn Schuldige gesucht werden, so werden auch Schuldige gefunden. In diesem Fall ist der Kaliningrader Airport an den schlechten Tourismuszahlen der vergangenen Wintersaison schuld. Zum Jahreswechsel kam es zu einer Bruchlandung eines Flugzeuges aus Moskau. Zum Glück gab es keine ernsthaft Verletzten, aber der Airport tat sich mit der Bergung des Flugzeuges sehr schwer, so dass der Flugplatz drei Tage blockiert war. Der Zwischenfall erregte Russlandweit Aufsehen und viele, die eine Reise über den Jahreswechsel nach Kaliningrad geplant hatten, stornierten diese. Nun hat man berechnet, dass Kaliningrad 15 Prozent der Wintertouristen dadurch verloren hat. Berechnet hat man diese Zahl durch Vergleich mit der Wintersaison 2015. Da insgesamt die Anzahl der Touristen sehr stark anwachsend ist, so sind diese 15 Prozent weniger Touristen in 2016 sicherlich noch eine optimistische Schätzung. Wie der Kaliningrader Tourismusminister Ermak informierte, waren die Hotels mit 45-50 Prozent in der Wintersaison ausgelastet.
 
26.04.2017 – Bald kostenlose Visafreiheit für Kaliningrad?
Die Nachrichten über eine kurz bevorstehende kostenlose Visafreiheit hören sich viel zu positiv an, als das man sie wirklich glauben möchte. Aber die Kaliningrader Medien melden, dass der entsprechende Gesetzentwurf durch die russische Regierung für gut befunden wurde. Sollte dieses Gesetz nun auch unverändert die russische Staatsduma passieren und vom russischen Präsidenten Putin unterzeichnet werden, so können Ausländer zukünftig ohne Visa und ohne irgendwelche weiteren Kosten aus geschäftlichen oder touristischen Gründen nach Kaliningrad reisen und sich hier bis zu acht Tagen aufhalten. Die Genehmigung zur Einreise wird direkt an der Grenze erteilt. Damit diese Einreise erteilt wird, muss der Reisende einen elektronischen Antrag im Internet stellen. Die erteilte Einreisegenehmigung hat eine Gültigkeit von 30 Tagen. Innerhalb dieser 30 Tage kann sich der Antragsteller für acht Tage in Kaliningrad aufhalten.
 
26.04.2017 – Heineken-Bierproduktion zu verkaufen
Wie bereits von uns Ende 2016 informiert, hat der Bierproduzent „Heineken“ die Bierproduktion in Kaliningrad eingestellt. Die örtlichen Marken „Königsberg“ und „Ostmark“ werden nun in anderen Produktionsstätten im russischen Mutterland hergestellt. Nun hat „Heineken“ die Produktionsstätte zum Verkauf ausgeschrieben. Verkauft wird ein Grundstück mit 7,8 ha und die darauf befindlichen Gebäude. Die Gebäude haben einen Umfang von 29.000 Quadratmeter. Startpreis ist 290 Mio. Rubel. Verkauft wird nach dem Prinzip „Holländische Auktion“, d.h. der Verkäufer ist bereit, sofern keine besseren Angebote kommen, den Verkaufspreis auf bis zu 230 Mio. Rubel zu senken. Durch die Schließung der Produktionsstätte verliert der Kaliningrader Gebietshaushalt jährlich bis zu 300 Mio. Rubel Steuereinnahmen – ein insgesamt empfindlicher Schlag zum gegenwärtigen Zeitpunkt.
 
 
26.04.2017 – Kaliningrader Gouverneur will kein Porno
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sämtlichen Porno in Kaliningrad verboten und angeordnet, dass dieses Verbot sofort umzusetzen ist. Unter „Porno“ versteht der 30jährige Gouverneur die Reklame aller Art, die die Stadt verunstaltet. Bereits vor einiger Zeit hat er mit dem Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk darüber gesprochen und dieser hat den dezenten Hinweis des Gouverneurs verstanden. Wenig später zeigte sich der Gouverneur verwundert, dass innerhalb von nicht ganz drei Wochen, sämtlicher „Porno“ von den Kaliningrader Straßen verschwunden war. Mit einer derartigen Geschwindigkeit hatte er nicht gerechnet. Nun hat Alichanow festgestellt, dass es auch ausreichend verbreitet „Porno“ in Swetlogorsk gibt und hat den dortigen Bürgermeister Alexander Kowalski angewiesen, sich ein Beispiel an Kaliningrad zu nehmen. Dieser hat nun, da die Stadt kleiner ist, nur zwei Wochen Zeit, den „Reklame-Porno“ aus dem Ostseestädtchen zu verbannen.  

 

25.04.2017 – Kaliningrader Gouverneur will Berater entlassen
Der Kaliningrader Gouverneur Alichanow hat die Absicht, eine ganze Reihe seiner Berater zu entlassen. Auf Nachfrage durch Journalisten konnte er aber die Anzahl von Beratern die er überhaupt hat, nicht nennen – ein untrügliches Zeichen, dass diese Berater dann auch nicht nötig sind. Wer genau entlassen wird, darüber wollte der Gouverneur noch nicht sprechen. Sobald die Liste erstellt und unterschrieben ist, werden die Medien darüber informiert – so Anton Alichanow.
Anmerkung UN: Der Titel „Berater des Gouverneurs“ macht sich immer gut auf Visitenkarten und öffnet viele Türen. Deshalb gab es in der Vergangenheit auch immer sehr viele Berater, die bereit waren, für diesen Titel zu bezahlen. In der Realität haben sie nichts weiter getan, als mit ihrer angeblichen Beratertätigkeit nur günstig Geld zu verdienen.
 
 
25.04.2017 – Gouverneur will Referendum in der Stadt durchführen
Der Kaliningrader Gouverneur hat vorgeschlagen, am Tag der Gouverneurswahlen (10. September 2017) auch ein Referendum durchzuführen. Hier sollen die Bürger der Gebietshauptstadt abstimmen, wie sie sich die Gestaltung des gesamten Territoriums um den sogenannten Unterteich vorstellen. In dieser Frage gibt es seit Monaten heftige Emotionen, denn die bisherigen Planungen sehen die Bebauung mit Hochhäusern vor, was für das Gebiet selber völlig untypisch ist. Die Anwohner wollen dagegen die parkähnliche Landschaft erhalten. Gesellschaftliche Kräfte, die dem Gouverneur weniger gnädig gesonnen sind, vermuten nun, dass der Gouverneur mit diesem Referendum nur mehr Wähler in die Wahllokale holen will. Während sein Vorgänger Nikolai Zukanow zu den Gouverneurswahlen im September 2015 in den wichtigsten Wahllokalen Sonderverkaufsstände für gesuchte Lebensmittel eingerichtet hatte und damit viele Kaliningrader an die Wahlurnen lockte, wird vermutet, dass der jetzige Gouverneur dies eben über ein Referendum machen will, dessen Thema sehr viele Bürger der Stadt interessiert. In einer ersten Stellungnahme zu seinem Gedanken, bestritt der Gouverneur, dass es derartige „Hinter den Kulissen Gedanken“ gäbe. Diejenigen, die zur Wahl gehen wollen, sollen gehen. Keiner wird sie zwingen. Und wer zusätzlich an dem Referendum teilnehmen möchte – bitte schön, auch hier wird keiner gezwungen, so Anton Alichanow vor den Medien.
 
Foto: Unterteich im Stadtzentrum von Kaliningrad
 
25.04.2017 – Erster Korruptionsfall in der Alichanow-Regierung
Nun hat auch die Regierung unter Anton Alichanow ihren ersten Korruptionsfall. Durch den russischen FSB wurde ein Abteilungsleiter bei der Entgegennahme von 250.000 Rubel Schmiergeld verhaftet. Er war in der Regierung zuständig für die Lizenzvergabe und hatte im Gegenzug einem Unternehmer versprochen, ihm eine Lizenz zum Verkauf von Alkohol auszustellen. Gegen den 46jährigen Leiter der Abteilung für Lizensierung im Industrieministerium wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechlichkeit im besonders großen Umfang eingeleitet. Der Kaliningrader Gouverneur kommentierte:
 
 
25.04.2017 – Alter Bernsteinmarkt abgerissen
Der Bernsteinmarkt, der aus etwas unansehnlichen Buden in der Nähe des Bernsteinmuseums bestand, ist abgerissen worden. Gegenwärtig wird das Konzept eines neuen Bernsteinmarktes umgesetzt. Ein entsprechendes Projekt ist bereits bestätigt und befindet sich in der Produktion. Der neue Platz für diesen Andenkenmarkt wird gegenwärtig mit altdeutschen Pflastersteinen gepflastert. In unmittelbarer Nähe am Oberteich wird auch ein Anlegesteg für Ruderboote eingerichtet. Insgesamt sollen in den kommenden Wochen zwei neue Bernsteinmärkte in Kaliningrad angelegt werden. Ein Markt wird sich am Dohna-Turm befinden und der zweite Markt wird am Wrangel-Turm eingerichtet.
 
25.04.2017 – Migration weiterhin hoch im Kaliningrader Gebiet
Die Informationsagentur REGNUM hat die internationale Migration im Kaliningrader Gebiet für die ersten beiden Monate des aktuellen Jahres analysiert. Der größte Teil der Migranten kommt aus Kasachstan (547), gefolgt von Übersiedlern aus Usbekistan (205). Den dritten Platz teilen sich zwei Länder der ehemaligen Sowjetunion: Kirgisien (133) und Ukraine (130). Hervorgehoben wird durch die Informationsagentur, dass die Anzahl der Migranten aus Deutschland (36 Personen) höher ist, als die Anzahl der Übersiedler aus Weißrussland und Litauen mit je 25 Personen.
Der Chef der Russlanddeutschen in Russland Heinrich Martens kommentierte in der vergangenen Woche während seines Aufenthaltes in Kaliningrad:
 
 
Im gesamten ersten Quartal sind nach Kaliningrad 1.301 Bürger zugewandert und 574 Bürger haben das Gebiet verlassen. Somit ist ein Zuwachs der Bevölkerung im ersten Quartal zu verzeichnen. Der Kaliningrader Gouverneur hatte vor wenigen Tagen geäußert, dass er davon ausgehe, dass das Kaliningrader Gebiet noch in diesem Jahr die Millionengrenze überschreite.
 

24.04.2017 – Anhebung des Mindestlohnes geplant
Der gegenwärtige Mindestlohn beträgt im Kaliningrader Gebiet 10.000 Rubel. Die föderale Gesetzgebung legt einen Mindestlohn von 7.800 Rubel fest, gibt aber den Regionen die Möglichkeit, diese Summe nach oben zu korrigieren, entsprechend den regionalen Notwendigkeiten. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass man die föderale Mindestsumme auf die Summe des Existenzminimums anheben will – also auf 10.000 Rubel. Die Kaliningrader Gebietsregierung hat am Samstag mit einer Vereinbarung reagiert, den Kaliningrader Mindestlohn auf 11.000 Rubel anzuheben.  Die Regelungen zum Mindestlohn sind für die Arbeitnehmer eigentlich nur von untergeordneter Bedeutung. Die Mehrzahl der Arbeitgeber versucht, um Sozialabgaben zu sparen, für deren Zahlung im vollen Umfang der Arbeitgeber verantwortlich ist, die Mitarbeiter zu überreden, einer offiziellen Zahlung des Mindestlohnes zuzustimmen und den weit größeren Teil des Gehaltes als Schwarzgeld zu bekommen. Mit dieser Vorgehensweise schädigt der Arbeitgeber die Sozialkassen und der Arbeitnehmer wird sich bei Eintritt in das Rentenalter über die sehr kleine Rente wundern. Die jetzige Anhebung des Mindestlohnes erfolgt in zwei Etappen: Zum 1. Juli auf 10.500 Rubel und zum 1. Januar 2018 auf 11.000 Rubel.
 
 
24.04.2017 – Gouverneur äußert sich zu Russlanddeutschen in der Region
Der Kaliningrader Gouverneur hat sich nun auch zur Situation der Russlanddeutschen im Kaliningrader Gebiet geäußert, nachdem die vergangene Woche gespickt war mit Veröffentlichungen zur negativen Entwicklung der Organisation der Russlanddeutschen in den letzten Jahren, unter Leitung des ehemaligen Präsidenten des Deutsch-Russischen Hauses Viktor Hoffmann. Anton Alichanow informierte, dass er sich mit dem föderalen Vertreter der Russlanddeutschen Heinrich Martens zu einem Informationsaustausch getroffen habe. Dabei habe er erfahren, dass es eine neue Organisation der Russlanddeutschen gibt und diese gegen eine Germanisierung des Kaliningrader Gebietes auftritt. Der Gouverneur äußerte sich im Interview, dass nun die Russlanddeutschen gemeinsam mit den örtlichen Behörden zusammenarbeiten und die nicht sehr angenehmen Vorfälle der letzten Jahre somit wohl keine Fortsetzung finden. Auf die Frage von Journalisten, ob die Russlanddeutschen in der Region Investitionen tätigen können und ob die Gebietsregierung überhaupt daran interessiert sei, äußerte der Gouverneur, dass jeder, der investieren will, dies tun könne. Es gibt weder Nachteile noch Vorteile, nur weil jemand eine bestimmte Nationalität hat.
 

 

24.04.2017 – Kant-Insel soll mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden

 

Am Samstag hat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow am traditionellen Subbotnik auf der Kant-Insel teilgenommen. Er vertrat die Ansicht, dass das Gebiet der Kant-Insel zu den beliebtesten Erholungsplätzen der Kaliningrader und der Gäste der Stadt gehört. Deshalb muss man dieser Insel noch mehr Aufmerksamkeit widmen. Es gibt Pläne, das Gelände neu zu gestalten, Sportplätze zu schaffen, die Hochbrücke umzugestalten und vieles zu tun, um dieses Gebiet noch anziehender zu machen. Alichanow ist überzeugt, dass diese Pläne schnell umgesetzt werden. Alle Teilnehmer am Subbotnik erhielten von der Direktorin des Königsberger Doms eine Eintrittskarte zum kostenlosen Besuch eines Tageskonzertes.
 

 

23.04.2017 – Stadt und Gebiet kämpfen gegen Verfall altdeutscher Bausubstanz
Der für den Denkmalschutz in Kaliningrad zuständige Ewgeni Maslow informierte, dass man gegenwärtig dem Verfall der beiden altdeutschen Villen in der Thälmannstraße relativ machtlos gegenüberstehe. Zu blühenden sowjetischen Zeiten gehörten die beiden Villen der Ostseeflotte und es waren darin Kultureinrichtungen, wie das Militärorchester untergebracht.  Seit einigen Jahren wechseln ständig die Besitzer dieser beiden Villen, die bis vor wenigen Jahren noch in einem sehr ansehnlichen Zustand waren. Jetzt sind es im besten Fall Ruinen. Die Gebietsregierung kann gegenwärtig nicht sagen, wer denn der Besitzer dieser beiden Häuser ist. Man plane zukünftig die Enteignung, wenn sich die Besitzer nicht um die Gebäude kümmern. Allerdings sei der Enteignungsprozess nicht so einfach. Gegenwärtig „trainiere“ man an einem Objekt in Selenogradsk, wo ein Ausländer enteignet wurde. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, liegen genügend Erfahrungswerte vor, um schneller und effektiver gegen andere vorzugehen.
 
 
 
 
23.04.2017 – Stadtverwaltung kommentiert genehmigte Anti-Putin-Demonstration  
Die Bewegung „Offenes Russland“ plant für den 29. April in vielen Städten eine Anti-Putin-Demonstration. Hauptthema ist die Verhinderung der erneuten Kandidatur des russischen Präsidenten zu den Wahlen im März 2018. Die Demonstration wird unter der Losung „Wir haben es satt“, organisiert und soll, neben der vorgenannten Forderung, auch auf viele Unzulänglichkeiten im russischen Alltag aufmerksam machen. Die Demonstration ist in Kaliningrad beantragt und durch die Stadtverwaltung auch genehmigt worden, was in der Kaliningrader Gesellschaft einiges Unverständnis hervorgerufen hat. Die Stadtverwaltung hat diesen „Unzufriedenen“ empfohlen, sich an das zuständige Gericht zu wenden, wenn sie glauben, dass diese Anti-Putin-Demonstration den russischen Gesetzen widerspreche.
„Ist die russische Gesetzgebung beachtet worden? Ja! Wenn ich richtig informiert bin, hat die russische Konstitution noch niemand außer Kraft gesetzt“, - so Abramow, der zuständige Mitarbeiter in der Kaliningrader Stadtverwaltung. „Man soll also keine Probleme schaffen, wo es keine Probleme gäbe“, - kommentierte er weiter. Wenn jemand mit der Demonstrationsgenehmigung, die die Stadtverwaltung ausgegeben habe, nicht einverstanden ist und meint, wir hätten Gesetze verletzt, so könne er sich an ein Gericht wenden – so Abramow abschließend.
Somit steht die Kaliningrader Stadtverwaltung hinter der schriftlichen Genehmigung, unterzeichnet durch die amtsführende Bürgermeisterin Natalja Dmitrijewa. Die Anti-Putin-Demonstration findet somit am 29. April am Denkmal für die Kosmonauten auf dem Prospekt Mira statt. Allerdings wies die Stadtverwaltung darauf hin, dass durch die Organisatoren der Demonstration die für diesen Platz vorgesehenen Normen einzuhalten sind. Diese sehen vor, dass sich maximal zwei Personen auf einem Quadratmeter Fläche versammeln dürfen. Da die Organisatoren der Demonstration den Ort selber ausgewählt und beantragt haben, müssen diese nun sicherstellen, dass die Anzahl der Protestierenden nicht mehr als 50 Personen beträgt.
Organisator der Demonstration ist die Bewegung „Offenes Russland“, die erst vor wenigen Tagen eine Filiale in Kaliningrad gegründet hat. Zu den Mitbegründern dieser Filiale gehört der in Kaliningrad wegen Extremismus vorbestrafte Alexander Orschulewitsch, ehemaliger Leiter der Bewegung „Baltischer Vortrupp für den russischen Widerstand.“ Er ist Vertreter der Thesis: „Königsberg ist Europa. Kaliningrad ist Asien“.
Die Organisatoren der Anti-Putin-Demonstration verbreiten gegenwärtig einen Videofilm, in dem sie informieren, was die Kaliningrader Bevölkerung angeblich alles „satt“ hat. Satt haben die Kaliningrader angeblich die ewigen politischen Konflikte mit den Nachbarn, die Armee, die Panzer, die militärischen Übungen. Weiterhin wird die Entsendung eines „Gouverneurs aus Moskau“ (Anton Alichanow) kritisiert.
 
Anm. UN: Es ist davon auszugehen, dass die Medien der Anti-Putin-Demonstration in vielen russischen Städten am kommenden Wochenende größte Aufmerksamkeit schenken werden. Organisator dieser Demonstration ist die Bewegung „Offenes Russland“. Wir erarbeiten gegenwärtig einen Beitrag für unsere Leser unter dem Titel „Was tut das „Offene Russland“ für das offene Russland? Die Veröffentlichung erfolgt im Verlaufe der Woche.
 
 
 
22.04.2017 – Eine Agentur weniger, ein Ministerium mehr in der Donskowo 1
Die Abgeordneten der Kaliningrader Duma haben zugestimmt, der Agentur für Sport der Kaliningrader Gebietsregierung, den Status eines Ministeriums zu verleihen. Eine entsprechende Bitte des Gouverneurs wurde somit von den Abgeordneten erfüllt. Die Agentur hat insgesamt 11 Mitarbeiter. Wie von der Regierung mitgeteilt wurde, wird die Statusänderung keinen Einfluss haben auf irgendwelche Kosten. Die Vertreter der Regierung kommentierten diese Strukturveränderung mit vielen allgemeingültigen Argumenten. Vermutlich ist es aber so, dass die neue Vizegouverneurin, die Olympiasiegerin Ischenko, die vor wenigen Tagen ihr Amt angetreten hat, in ihrer unmittelbaren Unterstellung nur zwei Agenturen (Jugend, Sport) hatte, was dem Status eines Vizegouverneurs wenig entspricht.
 
 
22.04.2017 – Demonstration gegen Putin genehmigt
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat eine Demonstration gegen den russischen Präsidenten Putin genehmigt. Die Demonstration richtet sich in erster Linie gegen die Kandidatur Putins als Präsident im März 2018. Sie wird am 29. April am Kosmonauten-Denkmal auf dem Prospekt Mira stattfinden. Organisator der Demonstration ist die Bewegung „Offenes Russland“, die bisher in insgesamt 11 russischen Städten für den 29. April Demonstrationen beantragt hat und die auch genehmigt worden sind.  In weiteren neun Städten, so u.a. in Moskau und St. Petersburg, wurden die Demonstrationen auf den beantragten Plätzen und den beantragten Straßen zu den Plätzen, nicht genehmigt. Die Demonstrationen verlaufen russlandweit unter der einheitlichen Losung „Wir haben es satt“. Die Organisatoren der Protestdemonstrationen empfehlen den Bürgern, Briefe an den russischen Präsidenten zu schreiben und diese persönlich in den Vertretungen des russischen Präsidenten in ihren Heimatstädten abzugeben. In diesen Briefen sollen sie zum Ausdruck bringen, mit welchen Handlungen des Staates sie nicht einverstanden sind.
 
 
22.04.2017 – Königsberger Dom benötigt Geld für die Restaurierung
Für die weitere Instandsetzung des Domes auf der Kant-Insel in Kaliningrad, werden 67 Mio. Rubel benötigt. Darüber informierte der Leiter des Kaliningrader Denkmalschutzes Ewgeni Maslow. Im Jahre 2016 wurde ein Projekt für die Restaurierungsarbeiten vorbereitet und aus föderalen Mitteln bezahlt. Nun hofft man auf die beantragten Gelder für die weiteren Arbeiten. Ob diese überwiesen werden, ist bisher noch nicht bekannt. Im Jahre 2015 wurden bereits erste Arbeiten zur Hydroisolierung vorgenommen. Dabei hatte sich gezeigt, dass weitere dringende Instandsetzungsarbeiten erforderlich sind. Der Vizegouverneur Harry Goldmann hatte ebenfalls über die nötigen Instandsetzungen informiert, jedoch gemeint, dass der Zustand der Kirche auf keinen Fall als „kritisch“ zu bezeichnen ist.
 
 
22.04.2017 – Großrazzia in Kaliningrad
In Kaliningrad fand eine Großrazzia gegen Terror und Extremismus statt. An der Maßnahme beteiligten sich die Polizei und der russische Sicherheitsdienst FSB sowie Angehörige der Ostseeflotte. Durch die Sicherheitskräfte wurden Personen gesucht, die in irgendeiner Art und Weise im Zusammenhang mit Terror und Extremismus stehen. Es wurden Linien- und Reisebusse kontrolliert – insgesamt 500 Fahrzeuge. Dabei wurden 700 Personen überprüft und bei 50 ausländischen Bürgern eine Verletzung der russischen Migrationsgesetze festgestellt. Ein usbekischer Bürger wurde mit gefälschten Dokumenten verhaftet. Personen, die im Zusammenhang mit Terror oder Extremismus stehen, wurden während der Razzia nicht festgestellt. Derartige Razzien sollen zukünftig häufiger erfolgen.
 

21.04.2017 – Busfahrer wegen Schmuggels verurteilt
Der Fahrer eines Linienbusses auf der Strecke „Kaliningrad-Vilnius“ ist wegen Bernsteinschmuggels von einem Gericht zu drei Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte versucht, im Rahmen einer ganz normalen Fahrt, 27 Kilo Bernstein, versteckt in dem Linienbus, nach Litauen zu bringen und wurde dabei entdeckt. Das Gericht verurteilte ihn weiterhin zur Zahlung einer Strafe von 1,3 Mio. Rubel. Der von ihm für den Schmuggel genutzte Reisebus wurde beschlagnahmt und erst nach vielmonatiger Verspätung wieder an den eigentlichen Besitzer, einer Tochterfirma von „König-Avto“ zurückgegeben. Die zu zahlende Strafe entspricht den vertraglichen Vereinbarungen zwischen König-Avto und der Tochterfirma über mögliche Strafzahlungen. Die Tochterfirma hat nun im Rahmen eines Gerichtsverfahrens diese Summe wieder von ihrem Ex-Fahrer eingeklagt.  Zusätzlich hat er noch die Gerichtskosten im Umfang von rund 15.000 Rubel zu übernehmen. Das dürfte für den 36jährigen Fahrer das wirtschaftliche AUS sein. Einen Ausweg aus dieser Situation gibt jetzt nur noch das Gesetz über die Privatinsolvenz.
 
21.04.2017 – Gouverneur äußert sich zum geplanten Kanal in Polen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist der Ansicht, dass der durch Polen geplante Bau eines Kanals durch die Landzunge Baltiskaja Kosa mehr politischen als wirtschaftlichen Charakter trägt. Der Gouverneur konnte in dem bisher bekannten Projekt keinerlei wirtschaftliche Vorteile erkennen, zumal in unmittelbarer Nähe des geplantes Kanals, der zu einem neuen Hafen in Elblong führen soll, bereits zwei andere große Häfen, Gdansk und Gdynia sind, die alle Aufgaben vollumfänglich bewältigen. Der Kaliningrader Gouverneur vermutet nun in erster Linie politische Gründe für den Bau, aber möglicherweise auch militärische Gründe. Er informierte, dass man mit der polnischen Seite im Kontakt stehe und Besprechungen durchführe, aber mehr als die Information, dass der Kanal bis 2022 fertig gestellt werden soll, haben die Polen nicht übergeben. Der Gouverneur erinnerte, dass es eine internationale Konvention zum Schutze der Ostsee gäbe und dass alle Anliegerstaaten in Beschlussfassungen bei prinzipiellen Dingen einbezogen werden müssen. Polen hat dies bisher nicht getan. Die Kaliningrader Gebietsregierung will sich nun an die russische Föderalregierung wenden, damit diese auf internationaler Ebene Einfluss auf die Entscheidung nimmt. Gegenwärtig arbeitet im Kaliningrader Gebiet eine Expertengruppe aus 17 Mitgliedern, die die Folgen des Kanalbaus analysieren sollen. Die Ergebnisse, die in Kürze vorliegen werden, werden der internationalen Öffentlichkeit kundgetan, damit die Polen in dieser Frage zur Ordnung gerufen werden – so Alichanow.
 
 
21.04.2017 – Kaliningrader Balkone werden Thema für Gerichte
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat eine Versammlung durchgeführt. Eines der Themen waren die Balkone an den Häusern auf dem Leninski-Prospekt, die eine intensive Individualität aufweisen und das gesamte Stadtbild verschandeln.  Jetzt laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Fassadenrekonstruktion an weiteren Gebäuden auf dem Leninski-Prospekt und im Rahmen dieser Rekonstruktion müssen Balkone weichen oder werden so rekonstruiert, wie die Rekonstruktionsplanung es vorsieht. Da die Bürger dem nicht freiwillig zustimmen, wird die Stadt alle Bürger verklagen. Im wesentlichen geht es darum, dass eine Reihe von Bürgern ihre Balkone verglast haben, was in der Fassadengestaltung weder bei den alten Gebäuden gestattet war, noch in dem Projekten für die jetzige Rekonstruktion vorgesehen ist. Die Verglasung stellt eine Verletzung der technischen Hausdokumentation dar und wird nun gerichtlich festgestellt. Einige der betroffenen Bürger haben bereits ihr Einverständnis zur geplanten Rekonstruktion erklärt und haben der beauftragten Baufirma die Demontage gestattet. Alle anderen werden nun gerichtlich dazu gezwungen. Die Stadt hat bereits Erfahrungen in diesem Zusammenhang bei der Rekonstruktion der ersten drei Gebäude auf dem Leninski-Prospekt gesammelt. Einige Bürger hatten die Stadt sogar auf erheblichen Schadenersatz verklagt – allerdings erfolglos.
 
 

20.04.2017 – BMW-Fahrer jahrelang unter „Strom“ gefahren
Regelmäßig melden russische Medien eine Verschärfung der russischen Gesetzgebung. Insbesondere in den letzten zwei Jahren haben sich die Strafen für fahren unter Alkohol erheblich verschärft. Nicht nur, dass eine Strafe fällig ist und die Fahrerlaubnis entzogen werden kann. Bei wiederholtem Fahren unter Alkohol wird dies auch mit Freiheitsstrafe geahndet. Das scheint aber kaum Eindruck bei den Russen zu hinterlassen – was wiederum bedeutet, dass die vorhandenen guten Gesetze wohl aus irgendwelchen Gründen nicht greifen.
In Kaliningrad ist in der Nacht zum Mittwoch ein 30jähriger Mann mit seinem BMW durch die Stadt gefahren und verursachte einen Verkehrsunfall. Der Unfallverursacher beging Fahrerflucht und ließ den Geschädigten, ein 18jährigen Skoda-Fahrer zurück. Weit kam er nicht, denn die Verkehrspolizei machte ihn wenig später ausfindig. Er verweigerte das „Pusten in die Röhre“ und verweigerte auch eine medizinische Untersuchung. Somit verblieb er in Polizeigewahrsam. Es stellte sich heraus, dass der Unfallverursacher in den Jahren 2012-2015 insgesamt zwanzig Mal durch die Polizei wegen Trunkenheit am Steuer festgesetzt worden ist. Da er sich auch geweigert hatte, einen Test auf Alkohol zu machen, droht ihm eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren.
 
 
20.04.2017 – Bestattungsunternehmen ohne Moralvorstellungen
Kaliningrader Bestattungsunternehmen haben eine eigenartige Vorstellung von Moral in der Ausübung ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Sie bieten demjenigen, der einen Todesfall meldet, bis zu 5.000 Rubel Provision. Nachdem das Bestattungsunternehmen die notwendigen Informationen erhalten hat, wendet man sich an die Hinterbliebenen mit aufdringlichen Angeboten zur Beisetzung. Darüber informierte die Ministerin für Regionalkontrolle Elena Seraja am Mittwoch Kaliningrader Journalisten. Sie betonte, dass es einen scharfen Konkurrenzkampf zwischen den Kaliningrader Beerdigungsunternehmen gäbe. Die Ministerin bezeichnete diese Arbeitsweise der Bestattungsunternehmen als zynisch und kriminell. Wie die Ministerin weiter mitteilte, ist es sehr schwierig, diese Fakten zu beweisen und diejenigen festzustellen, die Informationen über Verstorbene liefern. Aber es gibt in Kaliningrad auch moralisch saubere Bestattungsunternehmen und diese haben sich an die Gebietsregierung gewandt um Lösung des Problems gebeten.
 
20.04.2017 – Kaliningrad soll erdölverarbeitenden Betrieb erhalten
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass man in Kaliningrad dann ein erdölverarbeitendes Unternehmen gründen werde, wenn die jährliche Fördermenge nicht weniger als drei Millionen Tonnen beträgt. Er informierte über ein unlängst stattgefundenes Treffen mit dem Chef von „Lukoil“, wo dieses Thema besprochen wurde. Die in der Welt existierenden Verarbeitungstechnologien machen ein Unternehmen nur dann rentabel, wenn nicht weniger als drei Millionen Tonnen dort jährlich verarbeitet werden können. Gegenwärtig wird im Kaliningrader Gebiet nicht ganz eine Million Tonnen gefördert. Da aber „Lukoil“ die Investition von 140 Mrd. Rubel in die Erschließung neuer Abbaugebiete im Kaliningrader Gebiet und in der Ostsee plane, gäbe es auch Hoffnung, diese Fördermenge zu erreichen.
 
20.04.2017 – Alichanow zum Zustand der Kaliningrader Höfe
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow liebt es, unerkannt durch das Gebiet zu reisen oder durch die Stadt zu spazieren und sich Eindrücke vom Leben in der Stadt und dem Gebiet zu verschaffen, in der er seit nicht ganz zwei Jahren wohnt und arbeitet. In einem Interview mit einem Radiosender äußerte er am Dienstag:
 
 
Gegenwärtig werden die Kaliningrader Bürger aktiviert, denn es geht um die Erarbeitung eines 5-Jahres-Planes zur Instandsetzung der Höfe. Dazu werden die Anträge der Bürger benötigt. Insbesondere den Bewohnern des Leninski-Prospektes empfahl der Gouverneur, sich umgehend an die Stadtverwaltung zu wenden.
 

19.04.2017 – Bürgermeister macht ernst und räumt auf
Bereits in der vergangenen Woche wurde unter großer Anteilnahme der Medien, mit vielen Tränen und Emotionen ein Kiosk am Nordbahnhof, gegenüber dem FSB-Gebäude, abgerissen, den die Eigentümerin dort ohne Genehmigung aufgestellt hatte. Sie wurde durch die Stadtverwaltung mehrmals schriftlich hingewiesen, es fanden Gerichtsverfahren statt und auch wenige Tage vor dem Abriss wurde ihr schriftlich Datum und Uhrzeit des Abrisses mitgeteilt. Auch wurde ihr Hilfe angeboten, wenn sie sich freiwillig zur Beräumung entschließt und es wurde auch ein neuer Standort für den Kiosk durch die Stadt vorgeschlagen. Da keine Reaktion durch die Besitzerin erfolgte, erfolgte der gnadenlose Abriss. Die Kosten hierfür hat die Besitzerin nun auch noch zu tragen. Am Anfang dieser Woche ging die Abrissaktion in die nächste Runde und es wurden die Kioske entfernt, die im Stadtzentrum, direkt vor den fassadenrekonstruierten Gebäuden auf dem Leninski-Prospekt standen. Hier vielen den Abrisskolonnen zwei Fast-Food-Kioske zum Opfer. Bis zum Jahre 2011 befanden sich diese Kioske offiziell mit Pachtvertrag an dieser Stelle. Dann begannen sich die Anwohner zu beschweren, da die Kioske 24 Stunden ihre „Kunden“ bedienten. Die Stadt begann mit der üblichen Prozedur in Übereinstimmung mit der russischen Gesetzgebung. Da die Betreiber der Kioske sich im Verlaufe mehrerer Jahre taub und blind stellten, erlitten sie jetzt das gleiche Schicksal, wie der Kiosk am Nordbahnhof und vermutlich noch einige hundert weiterer Kioske bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft erleiden werden.  
 
19.04.2017 – Warten auf Subventionen wird genutzt zum Verschrotten
Der stadteigene Personennahverkehr „GorTrans“ hat begonnen, alte Straßenbahnen zu verschrotten. Insgesamt sind jetzt 12 Bahnen ausgemustert worden. Von ehemals 11 Straßenbahnlinien zu Königsberger Zeiten, ist jetzt noch eine, auch nur halbwegs funktionierende Linie verblieben. Die Stadt verfügt nur über eine einzige moderne Straßenbahn polnischer Produktion. Aus föderalen Fördergeldern wäre es möglich Subventionen für elektrobetriebenen Transport zu erhalten und damit die Investitionskosten für die Firma bzw. den Stadtsäckel zu vermindern. Der Bürgermeister Jaroschuk hat auch angekündigt, dass man suchen werde. Und während man sucht, wird man parallel auch verschrotten. Das generelle Problem in Kaliningrad besteht aber nicht nur in dem schrottreifen Zustand sämtlicher Straßenbahnen, sondern auch in dem desolaten Zustand des Schienennetzes und des Oberleitungssystems. Um hier Ordnung zu schaffen – so der Bürgermeister – sind Milliarden von Rubel nötig, über die weder die Stadt noch das Gebiet verfügen. Als Trostpflaster verkündete der Bürgermeister, dass sich auch in anderen russischen Städten die Straßenbahnen in einem bedauernswerten Zustand befinden. Selbst Moskau kann seine Straßenbahnen nicht in dem Umfang erneuern, wie dies dringend erforderlich ist.
Anm. UN: Nach der jetzigen Verschrottungsaktion verbleiben im Bestand von „GorTrans“ noch 25 Straßenbahnen, davon 24 in sehr altem Zustand. Zum Betreiben der einzig noch verbliebenen Strecke werden täglich 12 Straßenbahnen benötigt.
 
19.04.2017 – US-Verteidigungsministerium will Kaliningrad neutralisieren
Dem US-Verteidigungsministerium haben Militärspezialisten des Analysezentrums RAND vorgeschlagen, eine Analyse der Militärgruppierung im Kaliningrader Gebiet zu erstellen und eine Einschätzung zu treffen, wie gefährlich wirklich die dort stationierten Raketen für Europa und die NATO sind. Im Ergebnis der Analyse sollen Maßnahmen vorgeschlagen werden, um die Militärgruppierung im Kaliningrader Militärkreis zu neutralisieren.
„Uns liegen verschiedene Szenarien vor, die von Schweden, Estland, Lettland und Polen zu Situationen beschrieben werden, die aus Handlungen Russlands entstehen und die eine potenzielle Reaktion der NATO erforderlich machen. Dies sollte durch das US-Verteidigungsministerium nicht unbeachtet bleiben. Man muss verstehen, welche konkrete Rolle Kaliningrad mit seiner starken Luftverteidigung spielen soll. Wie wird die NATO dies neutralisieren? Das ganze Thema zur Neutralisierung des Kaliningrader Gebietes wird in Russland die Frage über eine Antwort zum Schutz seiner Heimat aufwerfen“, - so in dem Vorschlag des Analysezentrums.
 
19.04.2017 – Gouverneur lobt seinen Finanzminister
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat seinen Finanzminister Viktor Porembski gelobt. Anlass hierfür war ein Vortrag des Ministers zum Kaliningrader Haushalt und dessen Erfüllung im Jahre 2016.
 
Der Gouverneur zeigte sich zufrieden mit der Erfüllung des Haushaltes 2016, insbesondere, wenn man die Ergebnisse noch mit dem Jahre 2015 vergleicht. Er informierte weiter, dass man an der Forderung des föderalen Zentrums zur Senkung der Verschuldung arbeite – es fällt schwer, aber es gelingt – so Alichanow. Die gegenwärtige Verschuldung beträgt noch rund zwei Milliarden Rubel.
Anm. UN: Ende vergangenen Jahres hatte der Gouverneur all seinen Ministern öffentlich mit einer Abmahnung gedroht, wenn sie ihm nochmal Berichte vorlegen, die kein Mensch versteht. Insbesondere verbot er, mit unverständlichen Summen um sich zu werfen.
 

18.04.2017 – Firma eines deutschen Unternehmers wird Steuerhinterziehung verdächtigt
Am 04.04.2017 meldeten wir, dass ein deutscher Unternehmer, der als Präsident der Firma figuriert, in Kaliningrad seine Firma auf Zahlung einer großen Summe Geldes verklagt hat. Nun wird die Generaldirektorin dieser Firma der Steuerhinterziehung im besonders großen Umfang beschuldigt. In der Firma fand eine umfangreiche Steuerprüfung statt. Im Ergebnis dessen wurden die festgestellten Fakten den russischen Ermittlungsbehörden übergeben. Diese beschuldigen die 61jährige Generaldirektorin Irina Tregubowa der Steuerhinterziehung. Bei der Firma handelt es sich um die GmbH „Landis Trading“, deren Präsident André Köhler auch gleichzeitig Vizepräsident der Assoziation ausländischer Investoren im Kaliningrader Gebiet ist. In den Jahren 2012-2014 sollen die Steuererklärungen falsche Angaben enthalten haben. Dies führte dazu, dass die Firma Steuern und Mehrwertsteuern im Umfang von 32 Mio. Rubel nicht entrichtete. André Köhler hatte seine Firma auf Zahlung von 28 Mio. Rubel verklagt. Wie „rugrad.eu“ berichtet, zeigte die Bilanz der Firma seit mindestens 2011 tiefrote Zahlen. Somit bedeuten die jetzigen Vorgänge defacto das „AUS“ für dieses Unternehmen, welches sich mit der Vermietung von kommerziellen Immobilien beschäftigt hat, aber auch ehemalige Militärobjekte als Wohnimmobilien rekonstruierte. Herrn André Köhler werden enge Beziehungen zum ehemaligen Gouverneur Nikolai Zukanow nachgesagt.
 
18.04.2017 – Gerichtvollzieher finden zwei deutsche Kinder
Kaliningrader Gerichtsvollzieher haben zwei Kinder gefunden, die in Deutschland vermisst werden. Mit der Bitte um Suche nach diesen Kindern hatte sich das russische Ministerium für Bildung und Wissenschaft an die Kaliningrader Behörden gewandt. Das deutsche Justizministerium hatte die russische Seite informiert, dass sich im Kaliningrader Gebiet zwei deutsche Kinder, Geburtsjahr 2015 aufhalten. Noch am gleichen Tag, nach Erhalt der Information, wurden entsprechende Suchmaßnahmen eingeleitet und erfolgreich beendet. Ein Kind wurde in der Stadt Kaliningrad gefunden, das zweite Kind in Bagrationowsk. Weitere Einzelheiten über die Umstände, wie diese Kinder nach Kaliningrad gelangten und in welcher Obhut sie sich befanden, wurden nicht veröffentlicht.
 
18.04.2017 – Interessante Informationen im Vorfeld der Wahlen
Wie allgemein bekannt, unterliegt die Kaliningrader Regierung nach dem Amtsantritt des Gouverneurs Anton Alichanow einem Erneuerungsprozess. Nicht alle Ministerposten können oder sollen mit Fachleuten aus Kaliningrad besetzt werden. Und so kommt es zu Versetzungen aus Moskau oder St. Petersburg nach Kaliningrad. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass eine Reihe seiner Minister und deren Stellvertreter ihre Wohnungen in Moskau vermieten und in Kaliningrad Wohnungen anmieten.
 
Anmerkung UN: Bei Kaliningradern, die sehr aufmerksam die jetzigen politischen und gesellschaftlichen Vorgänge verfolgen, kann jedoch der Eindruck entstehen, als ob diese Minister mit einer derartigen Verhaltensweise, sich einfach noch nicht sicher sind, ob Kaliningrad auch wirklich der Ort ist, wo man sich für viele Jahre einbringen kann. Andererseits, wenn man sich darüber sicher wäre, würde die Möglichkeit bestehen, die Wohnung in Moskau zu verkaufen und mit diesem Geld eine wesentlich größere und bessere Wohnung in Kaliningrad zu erwerben und damit einen „Stammsitz“ in der Region zu begründen. Dies würde das Vertrauen der Bevölkerung in die „Zugereisten“, in die „Neuen“ wesentlich erhöhen. Leider hat wohl auch der Gouverneur, der seit Oktober 2015 in Kaliningrad arbeitet und sich bereits als „Kaliningrader“ betrachtet, noch keine eigene Wohnung in Kaliningrad, sondern „nur“ eine Wohnung in Moskau, an deren Hypothek er noch abbezahlt.
 
18.04.2017 – Altersheim in altdeutschem Gutshof
Die Kaliningrader Gebietsregierung stellt Überlegungen an, in einem altdeutschen Gutshof ein Altersheim einzurichten. Darüber informierte der Gouverneur in einem Interview mit dem Journal „Ogonjok“. Als Beispiel will man sich andere europäische Länder nehmen, wie das benachbarte Litauen. In Litauen werden sehr viele Altenheime geschaffen, in denen englische, schwedische und norwegische Rentner ihren Lebensabend verbringen. Warum sollte sich Kaliningrad nicht diesem Trend anschließen – fragt der Kaliningrader Gouverneur in diesem Interview. Er erinnert daran, dass unweit der polnischen Grenze, im Städtchen Schelesodoroschnoje ein ehemaliges Kinderheim leer steht. Es handelt sich um ein altdeutsches Gebäude, ein ehemaliges Gutshaus. Das Objekt verfügt über insgesamt 6.000 Quadratmeter und es gibt noch ein Gästehaus mit sechs Wohnungen. Daraus könnte man ein sehr gutes Altenheim machen. Außer diesem Objekt gibt es aber noch sehr viele andere derartige Objekte im Gebiet – weiß der Gouverneur.
 
Foto (kaliningrad.ru): Altdeutsches Gutshaus, potenzielles Objekt für internationales Altenheim
 
18.04.2017 – Gouverneur begibt sich auf glattes Eis
Neben vielen praktischen Dingen, zu denen sich der 30jährige Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow seit seinem Amtsantritt im Oktober 2016 äußerte, kommen auch immer mehr Äußerungen zum politischen und gesellschaftlichen Alltag im Kaliningrader Gebiet hinzu. Und manchmal sind diese Meinungsäußerungen für die „Konsumenten“ gewöhnungsbedürftig und erwecken auch den Anschein, dass sich der Gouverneur damit auf „Glatteis“ begibt, wenn Standpunkte nicht ausreichend kommentiert werden. 
 
Bereits im Januar hatte der Gouverneur erklärt, dass er sich in Kaliningrad verliebt habe und sich schon als Einheimischer fühlt.
Anm. UN: Bei aller meiner Sympathie zu diesem jungen, hoffnungsvollen Mann, gehen mir persönlich manche Erkenntnisprozesse etwas sehr schnell vonstatten. Vielleicht wäre ich weniger misstrauisch, wenn nicht am 10. September Gouverneurswahlen anstehen würden …
 
 

Noch haben es nicht alle unsere Leser bemerkt, obwohl es schon seit Jahren zu unserer Tradition gehört. Auch in diesem Monat haben wir in der Nacht zum 16. April für Sie in mühseliger Arbeit eine neue Wissensfrage ausgedacht und hoffen, dass möglichst viele daran teilnehmen um ihr Wissen zu testen. Für diejenigen, die ständig unser Portal lesen, wird die Antwort leicht sein, denn wir hatten erst vor kurzem (als kleine Hilfe in Vorbereitung des Wissenstests) einen ausführlichen Artikel dazu geschrieben. Wer diesen Artikel nicht gelesen hat, muss sich einfach auf sein Bauchgefühl verlassen, wenn er es nicht besser weiß. Nach dem mutigen Klick auf einen der kleinen Kreise neben der vorgegebenen Antwortvariante, gehen wunderbare Dinge auf Ihrem Bildschirm vor und Sie erfahren möglicherweise Dinge, die Sie bisher noch nicht wussten. Also, nehmen Sie teil – es ist völlig kosten- und schmerzfrei.
 
 
17.04.2017 – Aids-Situation in Kaliningrad besorgniserregend
Die Anzahl der Neuerkrankungen an Aids im Kaliningrader Gebiet ist besorgniserregend – so die russische Verbraucherschutzbehörde in Kaliningrad in ihrer neuesten Einschätzung. In den ersten drei Monaten des aktuellen Jahres sind 22 Prozent mehr Erkrankungen registriert worden, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Konkret wurden 132 Neuerkrankungen registriert.  86,7 Prozent der Infizierung erfolgt über Geschlechtsverkehr. In 12,2 Prozent aller Fälle erfolgt die Infektion über Injektionen. Aber auch andere spezifische Erkrankungen erzeugen Sorgenfalten bei den Medizinern. So sind im genannten Zeitraum 66 Prozent mehr Syphilis-Erkrankungen registriert worden.
 
 
17.04.2017 – Kaliningrader Regierung baut Schulden ab
Der Kaliningrader Gebietsregierung ist es seit Jahresbeginn gelungen, kommerzielle Kredite im Umfang von fünf Milliarden Rubel abzuwickeln. Darüber informierte der für den Finanzbereich zuständige Vizegouverneur Eduard Batanow, gemeinsam mit dem regionalen Minister für Finanzen Viktor Porembski.
 
Allerdings wird wohl die Regierung gezwungen sein, Ende 2017 wieder Kredite aufzunehmen. Allerdings wird man versuchen, Kredite aus der Staatskasse zu erhalten, um damit kommerzielle Kredite abzulösen.
 
17.04.2017 – Russischer Energieminister äußerst sich zur Situation in Kaliningrad
Der russische föderale Energieminister Alexander Nowak hat sich zu einigen Aspekten der Situation um die Energiesicherstellung des Kaliningrader Gebietes geäußert. So meinte er zur gegenwärtig eingefrorenen Baustelle des Kaliningrader Atomkraftwerkes:
 
Als mögliche Abnehmer für den Kaliningrader Atomstrom sieht der föderale Minister die Nachbarstaaten von Kaliningrad und den europäischen Markt insgesamt.
Der Bau des Atomkraftwerkes im Norden Kaliningrads in unmittelbarer Nähe zur litauischen Grenze, begann im Jahre 2008. Im Jahre 2014 erklärte der Direktor des Atomkraftwerkes, dass die aktive Bautätigkeit eingestellt wird. Im Dezember 2015 erklärte der russische Energieminister, dass mit einer baldigen Aufnahme der Bautätigkeit nicht zu rechnen sei.
Wie der föderale Minister weiter ausführte, wird man in den Kaliningrader Energiesektor insgesamt 175 Mrd. Rubel investieren. Der größte Teil der Summe, 108 Mrd. Rubel werden in den Bau von vier neuen Stromerzeugerstationen im Kaliningrader Gebiet investiert. Diese werden in Gussew, Sowjetsk und Swetly errichtet. Die neuen Stromerzeugerstationen in den genannten drei Städten werden im Dezember in Nutzung überführt, die vierte Station, die in Kaliningrad errichtet wird, wird 2018 fertiggestellt sein. Weitere 50 Milliarden wird Gasprom investieren um Gaslagerstätten und Gasleitungen zu diesen Stationen zu bauen. 15 Mrd. werden in den Ausbau des veralteten Leitungssystems investiert. Hierzu gehört die Verlegung von 165 km neue Leitungen, die Rekonstruktion von zehn örtlichen Verteilerstationen.
 
 
17.04.2017 – Avtotor mit neuen Export-Überlegungen
Bei Gründung der Fahrzeug-Holding „Avtotor“ in Kaliningrad war man davon ausgegangen, dass unter Nutzung der damaligen Bestimmungen der Sonderwirtschaftszone, eine minimale Wertschöpfung vor Ort erfolgt und die hier produzierten Fahrzeuge für den russischen Markt bestimmt sind. Nun sieht es so aus, dass die Festlegungen der Sonderwirtschaftszone für „Avtotor“ wohl nicht mehr den Spielraum bieten und auch die Subventionsgelder aus föderalen Kassen nicht mehr so üppig fließen wie früher. Weiterhin steht, nach bisher inoffiziellen Informationen, das Ausscheiden der Firma BMW aus dem Bestand der Holding bevor und so muss man sich neuen Überlegungen widmen, um die Firma mindestens am Leben zu erhalten. So wurde auf einer Pressekonferenz verkündet, dass man sich mit Exportgedanken für die in Kaliningrad produzierten Fahrzeuge trägt. Zielgebiete sind Afrika und der Nahe Osten. Von diesen Exportgedanken sind wohl gegenwärtig nur die LKW der Marke „Hyundai“ betroffen, die im vollen Produktionszyklus gebaut werden sollen. Vor fünf Jahren wurde die Vereinbarung über die Produktion von LKW mit „Hyundai“ unterzeichnet und eindeutig festgelegt, dass diese Fahrzeuge nur für den russischen Markt bestimmt sind – informierte der Generaldirektor von „Avtotor“ Waleri Gorbunow. Heute werden Gespräche mit „Hyundai“ über die Exportgedanken geführt. Außer den bereits genannten Zielgebieten, will „Avtotor“ die Fahrzeuge auch in die GUS-Staaten exportieren. Im Jahre 2017 werden die ersten 100 Testfahrzeuge in die zukünftigen Zielgebiete geschickt, um alle notwendigen Ausgangsinformationen für eine stabile Belieferung der Märkte zu erforschen und insbesondere logistische Probleme rechtzeitig zu erkennen. Für 2018 plant „Avtotor“, nach den nötigen Investitionen, den Bau von 16.000 LKW-Fahrzeugen.
 
Anm. UN: Im Jahre 2016 produzierte „Avtotor“ nur noch rund 94.300 Fahrzeuge, bei einer Gesamtkapazität von 250.000. Davon waren 3.000 Fahrzeuge LKW. Für das aktuelle Jahr ist ein Produktionsumfang von 120.000 Fahrzeugen vorgesehen. Den Löwenanteil mit 80 Prozent haben die Fahrzeuge der Marken „Hyundai“ und „KIA“. Der Rest wird von BMW produziert.
 
17.04.2017 – Kaliningrader Gouverneur räumt in Preußisch-Eylau auf
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat das Wochenende genutzt, um gemeinsam mit seiner Familie an einem Arbeitseinsatz, in Russland nach alter Tradition Subbotnik genannt, im Schloss Preußisch-Eylau teilzunehmen. Außer ihm und seiner Familie haben eine große Anzahl weiterer engagierter Bürger an diesem Frühlingsputz teilgenommen. Hierzu gehörten auch der Vizepremier Maxim Kolomijez und der Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak und weitere Mitarbeiter der Kaliningrader Gebietsregierung. Gras, Gestrüpp und Bauschutt, welcher nach dem Brand im Schloss noch vorhanden war, wurden entfernt. Nach dem die Arbeit erledigt war, fand eine kleine Kulturveranstaltung unter offenem Himmel statt – die Nachstellung von Ritterspielen in der Siedlung Uschakowo. Das Schloss Preußisch-Eylau steht unter Denkmalschutz. Es überlebte einen Brand und sucht seit diesem Zeitpunkt nach neuen Finanzierungsquellen für die weitere Restaurierung.
 
Foto http://freekaliningrad.ru: Gouverneur Anton Alichanow mit Familie beim Subbotnik
 

... wer die Eier gestern versteckt und nicht gefärbt hatte, hat heute früh ein paar Probleme. Und somit Frohe Ostern allen Suchern!

 

16.04.2017 – Tourismus bringt keine Steuereinnahmen für das Gebiet
Der für die Finanzen im Kaliningrader Gebiet zuständige Vizegouverneur Eduard Batanow informierte, dass der Tourismus nur einen ganz geringen Anteil an den Steuereinnahmen des Gebietes habe. Gerade mal zwei Prozent der Gesamtsteuereinnahmen stammen aus diesem Bereich. Allerdings, so Batanow, ist es auch ziemlich schwierig, die Steuereinnahmen eindeutig zuzuordnen, da es nach wie vor strittig ist, welche Bereiche man dem Tourismus zuordnen muss.
 
 
Im Jahre 2016 haben alle Restaurants und Hotels 300 Mio. Rubel Steuergelder in den Gebietshaushalt einbezahlt. Das sind weniger als ein Prozent aller Steuereinnahmen des Gebietes. Und dieser Anteil hat sich schon seit Jahren nicht verändert.
 
Anm. UN: Diese Aussage, dass sich die Summe der Steuerzahlungen der Hotels und Restaurants seit Jahren nicht verändert hat ist in dem Maße interessant, da die Anzahl der Touristen in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist und sich, selbst unter Beachtung von Krisenmomenten, sich somit die Steuerzahlungen hätten verändern müssen. Daraus kann wohl durchaus geschlussfolgert werden, dass es viele Kaliningrader Unternehmer aus dieser Branche mit der Steuerehrlichkeit wohl nicht so ganz genau nehmen.
 
 
16.04.2017 – Keine wirkliche Besserung beim Thema Schattenwirtschaft
Es gibt keine wesentlichen Änderungen bei der Zurückdrängung der Kaliningrader Schattenwirtschaft. Und somit bleibt auch das Problem der „Gehälter im Umschlag“ weiterhin hochaktuell. Darüber informierte der Kaliningrader Vizegouverneur Eduard Batanow. Natürlich bemerke man gewisse positive Tendenzen bei der Anzahl der Arbeitnehmer, die ein „normales“ Gehalt beziehen, aber eine prinzipielle Änderung der Situation gäbe es nicht.
 
48 Prozent aller Kaliningrader Arbeitnehmer, das sind 205.500 Personen, haben ein Jahresgehalt von weniger als 100.000 Rubel – das zeigte die Statistik für 2015. Das bedeutet, dass es keine Lohnsteuern gibt, aber trotzdem diese „Geringverdiener“ alle Leistungen des Sozialsystems in Anspruch nehmen, die aus dem Gebietshaushalt bezahlt werden müssen. Die Schattenwirtschaft bringt also doppelte Verluste für die Einnahmen des Gebietes.
 
 
16.04.2017 – Deutsche Firma „Jungheinrich“ interessiert sich für Kaliningrad
Die deutsche Firma „Jungheinrich“ interessiert sich für das Gebiet Kaliningrad. Der stellvertretende Generaldirektor der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ Oleg Skworzow traf sich mit Vertretern der Firma im Office der Korporation. Gesprochen wurde über die Eröffnung einer Vertretung der Firma „Jungheinrich“, der Einrichtung eines Ausstellungssaales, eines Servicezentrums und eines Lagers für die Versorgung mit Ersatzteilen und Ausrüstungen. Bisher hat die Firma „Jungheinrich“ 110 Technikeinheiten an 30 Kunden im Kaliningrader Gebiet verkauft.  Das Interesse von „Jungheinrich“ am Kaliningrader Gebiet wurde geweckt durch Informationen über das Auftauchen von neuen Logistikzentren und Industrieparks im Gebiet. Die Firma ist seit dem Jahre 2003 mit einer Vertretung in Moskau präsent und entwickelt gegenwärtig aktiv das Filialnetz in ganz Russland.
 
 
16.04.2017 – Nun doch beschleunigter Bau der Eisenbahnfähren
Der Bau von drei Eisenbahnfähren, die zukünftig auf der Strecke „Baltisk – Ust-Luga“ verkehren sollen, soll nun doch schon in diesem Jahr beginnen, obwohl die Finanzierung noch nicht vollständig geklärt ist. Darüber informierte die für Infrastruktur in der Kaliningrader Gebietsregierung zuständige Ministerin Elena Djatlowa.
 
Noch Ende März wurde berichtet, dass der Bau der drei Fähren wohl erst im Zeitraum 2018-2020 stattfindet, da nicht ausreichend Finanzmittel zur Verfügung ständen. Dann gab es Vorschläge eines Investors, für den Bau der Fähren deutsche Fördergelder zu nutzen. Hierfür wäre allerdings der Bau der Fähren auf deutschen Werften erforderlich gewesen und diese Fähren müssten auch deutsche Häfen anlaufen.
Die Kosten für den Bau der Fähren belaufen sich auf 14,1 Mrd. Rubel. Davon müsste die föderale Regierung 5,1 Mrd. Rubel zur Verfügung stellen. Neun Milliarden Rubel sollten von Privatinvestoren kommen. Die Gasprombank hatte sich bereit erklärt, den Bau der Fähren zu finanzieren.
Die bisherigen zwei veralteten Fähren, verkehren ein bis zwei Mal wöchentlich und sind nicht ausgelastet. Es besteht die Befürchtung, dass mit den neuen Fähren sich die Situation nicht ändert, wenn die Fragen der Zollprozedur nicht endlich geklärt werden.
 
Es ist Nonsens, wenn für eine Fähre die von Russland nach Russland verkehrt die russische Zollgesetzgebung angewendet wird. Dieser Nonsens kostet pro Container 400 Euro Gebühren. Alleine aus diesem Grund werden die Unternehmen diese Transportart nicht nutzen – so ein Abgeordneter der Kaliningrader Duma.
 
Karte: Fährverbindung vom Hafen „Baltisk“ zum Hafen „Ust-Luga“ bei St. Petersburg
 
16.04.2017 – Straffreiheit für Informanten zur Schmiergeldaffäre im Migrationsdienst
Wie wir bereits berichteten, wurde in Kaliningrad eine Bande ehemaliger Mitarbeiter des Migrationsdienstes verhaftet. Diese hatten sich mit dem illegalen Verkauf von russischen Pässen zum Stückpreis von 4.000 USD beschäftigt. Die russischen Untersuchungsorgane informierten, dass einige Mitglieder aus dieser Gruppe von weiterer Strafverfolgung befreit worden sind, da diese sehr effektiv mit den Untersuchungsbehörden zusammengearbeitet hätten. Bei den Personen handelte es sich um sogenannte Vermittler der „Migrations-Dienstleistungen“. Sie hatten Kenntnis von den Empfängern der Dokumente und von denen, die die Dokumente erstellten und auch vom Geldfluss.
 
16.04.2017 – Passives Geldverdienen wird auch in Kaliningrad schwieriger
Die weitere Festigung der russischen Wirtschaft bringt nicht nur Freude – insbesondere für diejenigen, die ihr Geld durch Geldanlagen verdienen. In Hochzeiten der Krise, sprich die Jahre 2014/15 war es problemlos möglich, auch für kurzfristige Geldanlagen von drei Monaten bis zu einem Jahr Zinsen für Euro-Geldanlagen bis zu 10 Prozent zu erhalten. Für Rubelanlagen waren sogar 20 Prozent möglich gewesen. Jetzt sind die Zinsen erheblich gefallen und erst vor wenigen Tagen wurde durch die russische Zentralbank der Leitzins von 10,00 auf 9,75 Prozent herabgesetzt, mit dem Hinweis, dass eine weitere Korrektur in diesem Jahr durchaus möglich ist.  
Die aktuelle Situation zeigt, dass die zehn größten russischen Banken (i.d.R. staatliche Banken) einen Zinssatz von durchschnittlich bis 8 Prozent bieten. Dies ist das niedrigste Angebot seit Juli 2009. Die Zinsangebote für Anleger, aber auch für Kreditnehmer, schwanken in den Regionen. Für Kaliningrad haben wir Ihnen eine Übersicht zusammengestellt, die gegenwärtig drei Banken anbieten.
 
 
16.04.2017 – „Neu-Holland“ - Investitionen in einen Aqua-Park hochaktuell
Der Bau eines Aqua-Parks im Kaliningrader Gebiet wird nun schon seit einigen Jahren diskutiert. Durch den Gouverneur wurde betont, dass man bereit ist, alles zu unternehmen, damit ein derartiges Freizeitzentrum im Kaliningrader Gebiet eröffnet wird, da man ansonsten überhaupt nicht weiß, wo man mit Kindern eigentlich hingehen kann. Allerdings muss es sich um einen sehr ernsthaften Investor handeln, der bereit ist, in Kaliningrad höchstes internationales Niveau umzusetzen. Nun hat eine Firma aus Krasnojarsk informiert, dass man bereit ist, 500 Mio. Rubel in einen derartigen Park zu investieren und hat auch gleich ein entsprechendes Projektes vorgelegt. Der Standort für einen derartigen Aqua-Park soll in Selenogradsk liegen. Bis zu 500 Besucher gleichzeitig sollen im Park ihre Freizeit verbringen können. In den Freianlagen können sich bis zu 1.000 Besucher tummeln. Der genaue Standort soll in der Siedlung Sosnowka sein. Die Bedingungen werden gegenwärtig geprüft. Der Standort ist logistisch gut geeignet, da die Ostsee-Autobahn dicht am Ort vorbeiführt und auch ein Eisenbahnanschluss vorhanden ist.
 
 
16.04.2017 – Noch eine neue Brücke in Kaliningrad
Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wird es in Kaliningrad noch eine neue Brücke geben. Hierbei handelt es sich um eine Zugbrücke mitten im Stadtzentrum. Diese soll sicherstellen, dass der geplante Museumskomplex durch eine durchgängige Promenade ohne Straßenquerungen erreicht werden kann. Die Baukosten für diese interessante Brücke betragen 75 Mio. Rubel. Der neu geplante Museumskomplex umfasst das „Museum der Toleranz“ (ul. Oktjabrskaja), die Synagoge, den Königsberger Dom, das Gebiet der Kant-Insel und das Meeresmuseum und die Brücke stellt diese Verbindung im letzten Teilabschnitt über den Pregel, im Bereich des IBIS-Hotels und des neuen Lastadie-Hotels sicher.
 
Foto: Projektgedanken für Brückenverbindung zum Museumskomplex
 

15.04.2017 – „Avtotor“ geht zu neuer Qualität über
Die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ informiert, dass man zum vollen Produktionszyklus bei der Herstellung von LKW der Marke „Hyundai“ übergegangen ist. Somit wird die Produktion des Fahrzeuges vollständig in Kaliningrad lokalisiert und es erfolgt ein höherer Wertschöpfungsprozess. Bisher sind vom Fahrzeughersteller „Hyundai“, wie auch von allen anderen Herstellern die bei „Avtotor“ produzieren, nur die Einzelteile angeliefert worden, die dann in den Kaliningrader Fertigungsstätten zu einem vollwertigen Auto zusammengeschraubt wurden. Um diesen vollwertigen Produktionsprozess zu starten, investiert „Hyundai“, gemeinsam mit „Avtotor“ 50 Mio. USD. Die vollständige Produktion soll im Januar 2018 aufgenommen werden. Eine erste Testproduktion von 400 LKW erfolgt aber schon im November 2017. Insgesamt sollen jährlich bis zu 5.000 LKW produziert werden.
Anscheinend steht der Kaliningrader Fahrzeugproduzent „Avtotor“ vor erheblichen strukturellen Veränderungen, denn inoffizielle Informationen besagen, dass es Mitte des Jahres zu Gesetzesänderungen in Russland kommen wird, die den Import von Fahrzeugen, auch von deren Einzelteilen, wesentlich erschweren und derart verteuern, dass  sich ein derartiger Import nicht mehr lohnt. Russland ist an Investitionen interessiert und zwingt diejenigen, die am Verkauf von Fahrzeugen in Russland interessiert sind, zur lokalen Produktion. Somit soll sich, nach nicht offiziellen Informationen, auch die deutsche Firma BMW entschlossen haben, aus dem Bestand von „Avtotor“ auszuscheiden. Man will eine eigenständige Firma und Produktionsstätte in Kaliningrad errichten und steht in engen Konsultationen mit den dafür zuständigen Strukturen im Kaliningrader Gebiet.
 
 
15.04.2017 – Erster Resident im neuen Industriepark „Chrabrowo“
Eine der Hauptaufgaben der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ besteht im Aufbau und der Entwicklung von Industrieparks im Kaliningrader Gebiet. Man will potenziellen Investoren vollständig vorbereitete Flächen für ein Investitionsengagement anbieten. Der Industriepark in Tschernjachowsk hat schon eine gewisse Popularität angenommen und die ersten Investoren sind dort bereits aktiv. Nun meldet die Korporation, dass man auch den ersten Residenten für den Industriepark „Chrabrowo“ gefunden habe – ein Industriepark in unmittelbarer Nähe zum Airport und zur Stadt Kaliningrad. In diesem Park wird sich der Kaliningrader Produzent von nichtrostenden Metallerzeugnissen „Baltinoks“ ansiedeln. Die Firma wird in diesem Industriepark im Jahre 2018 ein völlig neues Werk errichten und damit 100 Arbeitsplätze schaffen. Darüber informierte der stellvertretende Generaldirektor der Korporation Oleg Skworzow.
 
Karte: Standorte der Industrieparks im Kaliningrader Gebiet
 
15.04.2017 – Russischer Premierminister Medwedjew empfängt Kaliningrader Gouverneur Alichanow
Am Donnerstag hat sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu einem Arbeitsbesuch in Moskau aufgehalten und ist vom russischen Premierminister Dmitri Medwedjew empfangen worden. Im Rahmen der Besprechung wurde mitgeteilt, dass das neue „Gesetz über das Kaliningrader Gebiet“ wohl nun doch erst im Jahre 2018 vollständig in Kraft treten wird. In der letzten Zeit wurden einige „Juwelierarbeiten“ am bestehenden Gesetzentwurf vorgenommen und alle Widersprüche zwischen föderalen und regionalen Interessen beseitigt. Nun liegt der Ball (bzw. der Gesetzentwurf) in der Verwaltung des russischen Präsidenten, der das letzte Wort zu sprechen hat – neben der Beratung in der russischen Staatsduma. Wesentliche Einzelheiten wurden bisher noch nicht mitgeteilt. Allerdings hatte der Gouverneur darüber gesprochen, dass man erreichen will, dass die Festlegungen zur Sonderwirtschaftszone bis zum Jahre 2095 in Kraft bleiben sollen. Bekannt wurden bisher Gedanken zu Abschaffung der Mehrwertsteuer im Kaliningrader Gebiet und zur Einführung einer visafreien Zone für ausländische Besucher.
Der Gouverneur nutzte die Gelegenheit, um den Premierminister darüber zu informieren, dass die Inflation im Kaliningrader Gebiet unter dem russischen Durchschnitt liegt und es so gut wie keine Arbeitslosigkeit gibt. Die durchschnittliche Inflation in Russland liegt gegenwärtig bei fünf Prozent. Die Arbeitslosenquote für das Kaliningrader Gebiet beträgt gegenwärtig 0,9 Prozent.
Weiterhin informierte Anton Alichanow, dass das Jahr 2016 für die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad ein Rekordjahr darstellte, denn 26 neue Residenten haben sich registrieren lassen. Somit sind jetzt im Gebiet mehr als 130 Residenten der Sonderwirtschaftszone registriert. Diese haben Investitionen von mehr als 100 Mrd. Rubel getätigt und 23.000 Arbeitsplätze geschaffen.
Ein weiterer Themenkreis betraf die Probleme der Melioration im Kaliningrader Gebiet. Diese funktioniere deshalb nicht, weil die Verantwortlichkeit hierfür zersplittert wurde und in den Händen vieler Organisationen liege. Weiterhin sind nicht genügend Finanzen für die Wiederherstellung des nicht funktionsfähigen Systems vorhanden. Somit kann man in diesem Jahr nur 360 Mio. Rubel zur Verfügung stellen, was bei weitem nicht ausreichend ist. Die Probleme haben sich in den letzten 25 Jahren angestaut und niemand hat sich ernsthaft um die Lösung gekümmert. Alleine wird das Gebiet es nicht schaffen, das Meliorationsproblem – welches Grundlage für eine erfolgreiche Landwirtschaft ist – zu lösen.
 
Foto: Schnappschuss eines Passagiers auf dem Rückflug von Moskau nach Kaliningrad. Gouverneur Anton Alichanow im Flugzeug in der Passagierklasse „Econom“
 
 
15.04.2017 – Korruptions- und Betrugsfall in Migrationsverwaltung
Russische Rechtsorgane haben eine Gruppe von ehemaligen Mitarbeitern des Kaliningrader Migrationsdienstes verhaftet. Sie werden beschuldigt, illegal russische Pässe an Ausländer verkauft sowie weitere Bestechungsgelder entgegengenommen zu haben. Hauptbeschuldigte ist die ehemalige 47jährige Leiterin des Migrationsdienstes des Kreises Neman, die gemeinsam mit ihrer damaligen Gehilfin an 80 Ausländer im Zeitraum 2011-2014 russische Pässe zum Stückpreis von 4.000 USD verkaufte. Weiterhin wird in 188 Fällen wegen Bestechlichkeit und Amtsmißbrauch ermittelt. Gegenwärtig werden die illegal ausgestellten Pässe durch das russische Innenministerium, den FSB, der Untersuchungskommission eingezogen. Klicken Sie auf die Grafik um zu sehen, wie Verhaftungen in Russland ablaufen.
 

 

 
14.04.2017 – Hermann Göring ist tot, seine Datsche nun auch
Das Thema „Germanisierung des Kaliningrader Gebietes“ erregt und teilt die Kaliningrader Gesellschaft seit fast zwei Jahren. Das Thema „Göring-Datscha“ führte zu einem der ganz seltenen Fälle, wo sich alle Kaliningrader Medien und ausgewählte Blogger in der Berichterstattung einig waren und ein gemeinsames Ziel verfolgten und nun auch erreichten. Ein Kaliningrader Gericht entschied – so berichtet die Informationsagentur „REGNUM“, dass die sogenannte „Göring-Datscha“, das ehemalige Jagdhaus von Hermann Göring in der Rominter Heide, nicht wieder errichtet werden darf und die bisherigen Arbeiten rückabgewickelt werden müssen. Damit verhinderte das Gericht vermutlich die Wiedererrichtung eines braunen Wallfahrtsortes im Kaliningrader Gebiet für die ewig Gestrigen.  
Umfangreiche Ermittlungen Kaliningrader Medien hatten den skandalösen Vorgang ans Tageslicht gebracht und man vermutete, dass hinter der Bautätigkeit zur Wiedererrichtung der „Göring-Datscha“ ein hochgestellter Kaliningrader Politiker steht, der zwischenzeitlich schon nicht mehr hochgestellt ist, sondern seinen Posten vor wenigen Wochen freiwillig niederlegte – ebenfalls ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeit Kaliningrader Medien. Es handelt sich hierbei um den ehemaligen Vizegouverneur Jegoryschew und Intimus des Ex-Gouverneurs Zukanow. Das Kaliningrader Gericht folgte nun den Anträgen des Kaliningrader Staatsanwaltes – ebenfalls eine neue Personalie im Kaliningrader Gebiet, der vor wenigen Wochen den Gebietsstaatsanwalt ersetzte, der viele Jahre die Arbeit des Ex-Gouverneurs Zukanow begleitete.
Unsere Informationsagentur hatte ebenfalls über die skandalöse Situation ausführlich berichtet. Einzelheiten können Sie unter nachfolgendem Link lesen.
 
 
14.04.2017 – Immer noch Probleme mit landwirtschaftlichen Nutzflächen
Die Kaliningrader Gebietsduma will ein neues Gesetz verabschieden, welches wesentlich höhere Strafen für diejenigen vorsieht, die gepachtete oder in Eigentum befindliche landwirtschaftliche Nutzflächen nicht bewirtschaften oder nicht kategoriegerecht bewirtschaften. Gerade in dem relativ kleinen und geopolitisch vom Mutterland isolierten Gebiet wirken sich die nicht genutzten landwirtschaftlichen Flächen besonders negativ aus, da sie keinen Beitrag leisten zur Erreichung der Eigenversorgung des Gebietes. Im vergangenen Jahr gab es auf 346 Grundstücken Kontrollen. Diese umfassten aber nur 3.533 Hektar. Auf 217 Grundstücken mit insgesamt 1.473 Hektar gab es Beanstandungen und die dafür verhängten Strafen beliefen sich auf 2.000 Rubel, höchstens jedoch 10.000 Rubel. Und wieder mal hat es hierbei nur die „Kleinen“ getroffen. Diejenigen die über tausende von Hektar verfügen, bleiben oftmals von Kontrollen und Strafen verschont. Weiterhin, so ein Abgeordneter der Gebietsduma, ist es absolut nicht schwer, die Festlegungen des Gesetzes zu umgehen und zu „beweisen“, das ein Grundstück bewirtschaftet wird. Zum einen reicht es aus, auf dem Gesamtgrundstück nur 20 Prozent zu bewirtschaften, um die Forderung des Gesetzes zu erfüllen. Zum anderen fährt man kurz vor der Kontrolle mit einem Traktor über die grasüberwucherte Fläche und mäht das Gras – ein eindeutiges Zeichen, dass das Grundstück bewirtschaftet wird. Dann kann das Gras wieder drei Jahre wachsen, denn nur alle drei Jahre darf eine Grundstückskontrolle lt. Gesetz stattfinden. Das neue Kaliningrader Gesetz erhöht nun die Strafen auf mindestens 10.000 Rubel bis höchstens 30.000 Rubel. Ob das allerdings die Lösung des Problems darstellt, darf weiterhin bezweifelt werden.
 
Ich wollte nur noch mal kurz vor Ultimo daran erinnern, dass wir monatlich in den ersten zwei Wochen auf unserem Portal eine Umfrage schalten und wir gerne Ihre Meinung hören wollen – sie darf auch krass im Gegensatz zu „Meiner Meinung“ auf diesem Portal stehen. Damit sie aber nicht zu krass ausfällt, haben wir ein paar Antworten vorgegeben,
die wir Ihnen völlig schmerzfrei zur Auswahl stellen. Einfach nur auf die winzig kleinen Kreise neben der Antwortvariante klicken und schon werden Sie bemerken, dass Sie nicht nur eine gute Tat auf unserem Portal vollbracht haben, sondern dass sich Ihnen auch neue Wissenshorizonte eröffnen, denn wir bieten Ihren, als Dank für Ihre initiativreiche und furchtlose Handlung, neue Informationen an, die Sie sonst nicht lesen können.
 
14.04.2017 – Keine Hochhäuser mehr in Kaliningrad
Es wurde schon häufig über die chaotische und ästhetisch zweifelhafte Bebauung der Stadt Kaliningrad gesprochen und auch darüber, wie man dies zukünftig verhindern will. Im Ergebnis ist nichts passiert und alle Aktivitäten verliefen im Sande und gerieten einfach in Vergesslichkeit. Der bekannte Spruch eines ehemaligen russischen Ministerpräsidenten findet hier volle Anwendung:
 
 
Nun nimmt die Stadt wieder einen Anlauf, um die Bebauung mit Hochhäusern zu verbieten. Die neue Grundstücksordnung soll regeln, dass in den Stadtgebieten, wo historisch sich nur Häuser mit wenigen Etagen befinden, auch keine anderen Häuser errichtet werden dürfen, die das architektonische Gesamtbild beeinträchtigen oder den Charakter des Wohngebietes ändern. Eine der neuen Regelungen ist, dass neue Häuser nicht mehr höher sein dürfen als das höchste Haus, welches schon in dem Wohngebiet existiert. Weiterhin soll für jedes Wohngebiet in Kaliningrad die mittlere Anzahl der Etagen der bereits existierenden Gebäude ermittelt werden und danach wird zukünftig die Baugenehmigung ausgerichtet. Mit der neuen Regelung können Hochhäuser nur noch am Stadtrand errichtet werden oder auf Stadtgebieten, die bisher bautechnisch nicht erschlossen sind (die es defacto in der Stadt nicht mehr gibt).

 
14.04.2017 – Duma will gebietseigene Transportfirma schaffen
In der Gebietsduma gibt es Überlegungen, eine eigene Transportfirma zu gründen, die verantwortlich zeichnet für die Beförderung der Kinder zu den schulischen Einrichtungen. Alle existierenden Schulbusse sollen dieser neuen Firma übergeben werden. Wie in dem zuständigen Duma-Ausschuss betont wurde, muss ein Großteil der vorhandenen Busse aus technischen Gründen ausgetauscht werden – sie haben ihre Zeit abgedient. Diese Busse sind häufig nicht einsatzbereit und es gibt keinerlei Reservebusse, die im Falle eines technischen Ausfalls eingesetzt werden können, da die Kommunen keine Reservebusse haben. Bei der Konzentrierung in einer Firma, ergeben sich wesentlich bessere Möglichkeiten.
 
Foto: Neue Schulbusse für die Kaliningrader Kommunen sind Anfang 2017 eingetroffen
 
14.04.2017 – Deutscher Landwirtschaftskonzern will sich in Kaliningrad engagieren
Die deutsche Holding „TUPAG“ hat sich für den Getreideanbau im Kaliningrader Gebiet interessiert. Das Interesse für ein Engagement im Gebiet tauchte nach dem Besuch des Kaliningrader Gouverneurs Anfang des Jahres in München und Berlin auf. Im Verlaufe der Gespräche in der Kaliningrader Gebietsregierung, schlug die Landwirtschaftsministerin Natalja Schewzowa den deutschen Investoren vor, auch über eine Verarbeitung der Ernte im Kaliningrader Gebiet nachzudenken. Da es sich bei der deutschen Holding um ein Unternehmen handelt, welches in vielen landwirtschaftlichen Richtungen arbeitet, gibt es gerade in Kaliningrad vielfältige Möglichkeiten sich zusätzlich zu engagieren. Die Ministerin erwähnte den Bau von Gewächshäusern und von Lagermöglichkeiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Der Vertreter der deutschen Firma Reinhold Hilfreich hofft auf eine gute Kooperation mit dem Kaliningrader Gebiet. Insbesondere warte man jetzt auf Vorschläge zu geeigneten Grundstücken, auf denen man arbeiten kann.
 
14.04.2017 – Neuer Bernstein-Markt wurde vorgestellt
Seit Monaten wird über den Neubau des Bernsteinmarktes gesprochen, der die Buden-Sammlung in unmittelbarer Nähe des Bernsteinmuseums ablösen soll. Frühere Entwürfe sahen für den „Otto-Normalverbraucher“ auch schön aus, fanden aber nicht den Beifall der Spezialisten, der Stadtverantwortlichen oder der Politiker. Nun scheint es aber einen endgültigen Sieger im Rahmen einer Ausschreibung zu geben. Weiterhin wurde festgelegt, wer zukünftig seine Bernsteinerzeugnisse auf diesem Markt verkaufen darf. Es gab zwei Bewerber, von denen nur einer zugelassen wurde. In den kommenden zehn Tagen wird nun ein Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren unterzeichnet. Dieser Vertrag sieht die Pacht des Grundstückes auf 500 Quadratmeter vor und kostet im Jahr 540.000 Rubel. Es dürfen neun Kioske entsprechend dem bestätigten Projekt aufgestellt werden. Wenn alles planmäßig verläuft, so soll der neue Markt spätestens Ende Mai arbeitsbereit sein.
 

13.04.2017 – Ausländer enteignet
Anfang der 90er Jahre hatte ein Bürger aus Libyen ein altdeutsches Gebäude in Selenogradsk erworben. Das sogenannte Handelshaus im Stadtzentrum war in einem renovierungsbedürftigen Zustand und gleich nach Übergang der Eigentumsrechte begann, der in Moskau lebende lybische Bürger, mit der Renovierung, stellte diese aber sehr schnell wieder ein. Bis 2016 tat sich nichts und das Haus stellte eine zunehmende Gefahr für die Anwohner und Passanten dar. Auf Schreiben der Stadtverwaltung reagierte der Eigentümer nicht. Per Gerichtsbeschluss wurde die Enteignung des Bürgers wegen Nichterfüllung der Beauflagungen verfügt. Die darauf folgenden Widersprüche wurden von den Appellationsinstanzen zurückgewiesen. Das Urteil hat jetzt Rechtskraft. Die Stadt wird nun eine Auktion zum Verkauf des Hauses organisieren. Der neue Käufer wird verpflichtet, das Gebäude innerhalb von drei Jahren zu restaurieren und dabei alle Beauflagungen des Denkmalschutzes zu erfüllen.
 
Foto: Enteignetes Objekt „Handelshaus“ in Selenogradsk
 
13.04.2017 – Kann man über sieben Brücken gehen?
In Kaliningrad kann man über alle Brücken gehen, jedoch wohl nicht mehr über alle Brücken fahren, schon gar nicht, wenn man dazu nicht nur ein Fahrrad benutzt, sondern einen PKW oder LKW. Die Stadtverantwortlichen haben festgestellt, dass 100 Brücken in Kaliningrad dringend instandgesetzt werden müssen, jedoch nur zwei Brücken gegenwärtig den Status „baufällig“ haben. Hierzu gehört die „Hölzerne Brücke“, die auf die Insel führt (Standort des Stadions) und die Brücke in der ul. Generala Oserowa, die gegenwärtig bereits mit Hochdruck instandgesetzt wird. Bei der Brücke in der Kiewer Straße war sich die Stadtverwaltung noch nicht so richtig schlüssig, wie deren Zustand einzuschätzen ist – auf alle Fälle ist sie auch fällig.
Die Instandsetzung der Holzbrücke ist für dieses Jahr geplant. Sie gehört mit zu den Objekten, die dringend für die Fußball-Weltmeisterschaft zum Erreichen des Stadions benötigt wird. Die Instandsetzungsarbeiten haben noch nicht begonnen, aber es gibt schon Bauverzug – teilten die Stadtverantwortlichen mit. Eigentlich sollten die Reparaturarbeiten im April beginnen, aber die Ausschreibungen hierzu sind immer noch nicht beendet – so der neue Leiter der Kaliningrader Stadtwirtschaft Juri Kondratjew.
 
13.04.2017 – Altdeutsche Pflastersteine verschwinden aus dem Straßenbild
Die Stadtverwaltung hat sich entschlossen, die altdeutschen Pflastersteine, die zwar bei deutschen Touristen einen gewissen Wohlfühl- und Nostalgieeffekt auslösen, auch von der Brücke in der Kiewer Straße zu entfernen. Dies geht einher mit der Demontage der Straßenbahnschienen, die durch die massenhafte Einstellung der Straßenbahnlinien hier nicht mehr benötigt werden und, gemeinsam mit den altdeutschen Pflastersteinen, eigentlich nur noch eine Verkehrsbehinderung darstellen.  Gegenwärtig scheint wohl die Finanzierung des Straßenbaus in diesem Abschnitt noch nicht geklärt zu sein, aber im April soll der Stadtrat sich hierzu äußern und Festlegungen treffen – informiert der stellvertretende Bürgermeister für Stadtwirtschaft. Für diejenigen, die mit dem Fahrzeug sich aus Kaliningrad herausbewegen und über die Kiewer Straße in Richtung polnische Grenze fahren, wird diese Nachricht sicherlich Freude auslösen, denn hier war es eigentlich nur noch möglich, bei größerer Lärmbelästigung innerhalb des Fahrzeuges, im Schritttempo zu fahren. Während des Fahrens auch noch eine SMS zu schreiben war weder für den Fahrer noch für den Beifahrer möglich.
 
13.04.2017 – Die Polizei – dein Freund und Schmiergeldempfänger
In Selenogradsk wurde ein Abschnittsbevollmächtigter (Polizist für ein begrenztes Wohngebiet), zu einer Strafe von 350.000 Rubel verurteilt. Er hatte Schmiergeld im Umfang von 15.000 Rubel angenommen. Das Schmiergeld hatte er von illegalen Migranten entgegengenommen, die dadurch hofften, dass der Polizist sie dann zukünftig „nicht bemerkt“. Neben der Strafe von 350.000 Rubeln, hat der Polizist natürlich auch seinen Arbeitsplatz verloren und wird wohl zukünftig keinerlei staatliche Anstellung mehr erhalten. Zukünftige Arbeitgeber, egal für welche Arbeit, sind verpflichtet, die staatlichen Stellen über die Einstellung dieses Ex-Polizisten zu informieren. Insgesamt ist der ehemalige Polizist mit diesem Urteil noch sehr glimpflich davongekommen, denn das Gesetz sieht eine Finanzstrafe bis zum 70fachen der erhaltenen Bestechungssumme vor – also in diesem Fall rund einer Million Rubel.
 
 

12.04.2017 – Paradevorbereitungen in Kaliningrad
Kaliningrad gehört zu den russischen Städten, in denen traditionell jedes Jahr am 9. Mai, dem Tag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg, eine Militärparade abgehalten wird. Während die Militärparaden bis zum Jahre 2013/14 doch mehr einer historischen Waffenschau glichen, wurde die Militärparade im Jahre 2016 bereits genutzt, um interessierten Personen zu zeigen, welche strukturellen und technischen Veränderungen in den Truppenteilen und Verbänden vor sich gehen, die im Kaliningrader Gebiet stationiert sind. Nun informiert „REGNUM“, mit Bezug auf den Pressedienst der Ostseeflotte, das erstmals in diesem Jahr die neuen Raketenkomplexe „Bal“ und „Bastion“ öffentlich gezeigt werden. Es wird in der Meldung informiert, dass die Militärgruppierung im Kaliningrader Gebiet im vergangenen Herbst mit neuen Einheiten des Küstenschutzes und den genannten Raketenkomplexen verstärkt wurde. Die Einsatzbereitschaft der neuen Technik wurde durch den Kommandierenden des Militärbezirkes WEST, zu dem das Kaliningrader Gebiet gehört, Ende 2016 überprüft.
Insgesamt werden an der Parade am 9. Mai im Stadtzentrum von Kaliningrad rund 50 Technikeinheiten und 1.500 Angehörige der Ostseeflotte und anderer bewaffneter Strukturen, die im Kaliningrader Gebiet stationiert sind, teilnehmen.
 
 
12.04.2017 – Segelschulschiff „Sedow“ segelt nach Deutschland
Das kürzlich von der Technischen Universität in Kaliningrad übernommene größte Segelschiff der Welt, wird im April eine Reise nach Deutschland antreten. An Bord der „Sedow“ werden sich Auszubildende aus Murmansk und Archangelsk befinden. Sie werden als Schiffsmechaniker, Steuermänner, Elektromechaniker und Nachrichtenspezialisten ausgebildet. Insgesamt sind es 49 Auszubildende aus Murmansk und 46 aus Archangelsk. Auswahlkriterien für die Absolvierung eines Praktikums auf diesem Schiff sind in erster Linie die gezeigte Disziplin im Studium, Teilnahme am gesellschaftlichen und sportlichen Leben und natürlich die erreichten Studienergebnisse. Die Reise beginnt am 20. April und endet am 6. Juni. In der Zeit wird das Schiff 2.000 Seemeilen zurücklegen und die deutschen Häfen in Hamburg, Emden und Bremerhaven anlaufen.
 
 
12.04.2017 – Russische Surfer-Meisterschaften finden in Selenogradsk statt
Im Zeitraum vom 15.-30. Juli 2017 finden in Selenogradsk die russischen Meisterschaften im Surfen statt. Die Austragung der Meisterschaften findet erstmals in Selenogradsk statt und der Besitzer des Restaurants „Ambar“ wird sich sicherlich über einen großen Umsatzschub freuen können, denn der Austragungsort befindet sich direkt vor seinem Restaurant. Begleitet wird diese Meisterschaft auch durch andere kulturelle und musikalische Veranstaltungen. Erwartet werden 1.500 Teilnehmer und Gäste. Weiterhin wird vom 28.-30. Juli das Schwimm-Festival der Meisterklassen stattfinden. Auch hier gibt es parallel Musikveranstaltungen.
 
 
12.04.2017 – Wieder Personalveränderungen in den föderalen Strukturen in Kaliningrad
Der stellvertretende Vorsitzende des Appellationsgerichtes in Woronesch Wladimir Skrynninkow wird nach Kaliningrad versetzt, um hier die Funktion des Vorsitzenden des Kaliningrader Verwaltungsgerichtes zu übernehmen. In seiner bisherigen Dienststellung in Woronesch war er seit 2007. Es gab noch einen zweiten Bewerber für diese Funktion. Hier handelte es sich um einen Richter, der bereits am Kaliningrader Verwaltungsgericht tätig ist. Die Personalkommission entschied sich aber für einen „Import“ aus einer anderen Region. Damit setzt sich die radikale Erneuerung aller föderalen Strukturen im Kaliningrader Gebiet konsequent fort.
 
 
12.04.2017 – Kaliningrader Bürgermeister rudert zurück
Vor wenigen Tagen wurde in den Kaliningrader Medien die Information verbreitet, dass während der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 die Kaliningrader Straßenbahn ihren Verkehr einstellen wird. Wobei alleine schon der Begriff „Kaliningrader Straßenbahn“ eine Übertreibung darstellt, denn es ist nur noch eine Linie verblieben, die auch noch im eingeschränkten Verkehr gegenwärtig verkehrt. Für diese Linie gibt es nur eine moderne polnische Straßenbahn, alle anderen Straßenbahnen stammen noch aus sozialistischen Zeiten und wurden überwiegend gebraucht in anderen Ländern erworben. Die Ankündigung, dass die Straßenbahn zur Weltmeisterschaft „zeitweilig“ eingestellt werden soll, hat den Protest der Bevölkerung hervorgerufen – es gab sogar Absichten, sich mit einer Petition an den russischen Präsidenten zu wenden. Nun hat der Kaliningrader Bürgermeister verkündet, dass das alles nicht stimmt und niemand nichts verbieten oder einstellen wird. Er erklärte, dass auf Forderung der FIFA ein Transportplan zu erarbeiten war, der alle Buslinien enthalten sollte, mit denen die Fans zum Stadion transportiert werden. Von Straßenbahnen war keine Rede und deshalb wurde die Straßenbahn auch einfach nicht erwähnt, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht verkehren wird – korrigiert der Bürgermeister.
Die Mitarbeiter des Kaliningrader Straßendepots brachten ihre Befürchtung zum Ausdruck, dass die Stadtverwaltung einfach eine „künstliche Pause“ aus Anlass der Weltmeisterschaft organisiert, um dann die Straßenbahn gänzlich abzuschaffen.
 
 

 

11.04.2017 – Kirche in Slawsk soll rekonstruiert werden
Für die Rekonstruktion der altdeutschen Kirche in Slawsk (Heinrichswalde) werden 116 Mio. Rubel benötigt. Darüber informierte die Kaliningrader Gebietsregierung die Zeitung „Dwornik“, die eine entsprechende Anfrage gestellt hatte.
Gegenwärtig wurde die Projektdokumentation für die Rekonstruktion der Kirche durch eine Expertise bestätigt. Im zweiten Halbjahr 2017 wird bekannt, ob für die Rekonstruktion der Kirche Gelder aus föderalen Fördermitteln zur Verfügung stehen. Sollten Gelder genehmigt werden, so kann die Rekonstruktion der Kirche im Jahre 2018 beginnen.
 
Foto: Altdeutsche Kirche in Slawsk (ehem. Heinrichswalde)
 
11.04.2017 – Technische Universität erhält Segelschulschiff geschenkt
Die Kaliningrader Technische Universität erhält das größte in der Welt existierende Segelschiff, die „Sedow“ geschenkt. Bisheriger Eigner ist die Murmansker technische Universität, die den Segler in sogenannter operativer Verwaltung hatte. Besitzer des Schiffes ist die Russische Föderation, wo das Schiff in der Agentur für Fischereiwirtschaft betreut wird. Die Übergabe des Schiffes erfolgt mit dem Ziel der Optimierung staatlicher Haushaltsausgaben. Es wird daran erinnert, dass auch das Segelschulschiff „Krusenstern“ seinen Heimathafen in Kaliningrad hat und die Werft in Svetly große Erfahrungen in der Wartung von Schiffen dieser Art hat.
 
 
11.04.2017 – Neuer Chef-Verkehrspolizist für Kaliningrad
Als neuer Leiter der Verkehrspolizei des Kaliningrader Gebietes soll Gennadi Bubjonow ernannt werden. Darüber berichtet das Informationsportal „Klops.ru“ unter Bezugnahme auf eigene Quellen in den Rechtspflegeorganen. Am Montag soll Oberst Bubjonow dem Personalbestand vorgestellt worden sein. Vorhergehend hatte er als Leiter der Verwaltung für die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung in der Innenverwaltung gedient. Sein Vorgänger wurde Ende März im Zusammenhang mit Erreichung der Altersgrenze aus dem Dienst entlassen.
 
 

10.04.2017 – Größtes U-Boot der Welt vor litauischer Küste erwartet
Litauische Medien berichten, dass Informationen vorliegen, dass Russland das größte in der Welt existierende Atom-U-Boot in die Gewässer vor Litauen entsenden will. Es handelt sich um das strategische U-Boot „Dmitri Donskoi“ – berichtet „kaliningrad.ru“ unter Bezugnahme auf Meldungen des Portals  "Lietuvos Žinios“, welches sich wiederum auf „Daily Mail“ beruft. Das Schiff soll sich gegenwärtig im Weißen Meer befinden und bewegt sich an Norwegen und Dänemark vorbei in Richtung Ostsee. Offizielles Ziel ist die Teilnahme an einer Flottenparade in St. Petersburg im Juli 2017.
 
Das strategische U-Boot ist das erste einer ganzen Serie aus sechs U-Booten dieser Klasse die gebaut worden sind. Es wurde 1981 in Dienst gestellt und ist das einzige noch aktive U-Boot aus dieser Serie. Es übertrifft die Parameter der amerikanischen U-Boote der Klasse „Ohio“. Hauptaufgabe dieses Schiffes besteht in der Erprobung der neuen ballistischen Raketen „BULAWA“. Das Schiff ist für eine maximale Tauchtiefe von 400 Metern vorgesehen. Die Ostsee hat eine durchschnittliche Tiefe von 55 Metern, so dass das Gewässer keine ideale Operationsbasis für Schiffe dieser Art darstellt.
 
 
10.04.2017 – Eltern „entledigen“ sich von sieben adoptierten Kindern
Russische Adoptiveltern haben sieben adoptierte Kinder an den Staat zurückgegeben und erklärt, dass sie kein Interesse mehr an diesen haben. Als Grund wurde angegeben, dass der Staat nicht bereit war, mehr Geld für den Unterhalt der Kinder zu bezahlen. Die Kaliningrader Familie siedelte im Jahre 2015 nach Moskau über und hatte gehofft, dort mehr Geld vom Staat für den Kindesunterhalt zu erhalten, was die Moskauer Behörden jedoch ablehnten. Somit verfiel ihr Interesse an den Kindern und sie gaben diese an den Staat zurück. Am Samstag sind die Kinder, die aus einem Kaliningrader Kinderheim stammen, nach Kaliningrad zurückgekehrt. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, selber Vater von zwei kleinen Kindern, hat sich mit diesen, nun elternlosen Kindern, am Samstag getroffen.
Die von Moskauer Kinderpsychologen begonnene Betreuungsarbeit, wird nun durch Kaliningrader Kinderpsychologen fortgesetzt – informierte Alichanow. Die Kinder, die nicht getrennt wurden, wurden in einer Wohnung im „Zentrum für Familien- und Kinderhilfe“ untergebracht und zeitweiligen Eltern zur Betreuung übergeben. Sie werden auch zukünftig gemeinsam leben und man sucht neue Eltern, die sich dieser Aufgabe stellen werden. Wie der Gouverneur informierte, hat die Gebietsregierung sogar ein Einfamilienhaus in Bereitschaft, die die neue Familie auf Wunsch kostenlos erhalten kann. Der Gouverneur nahm die ganze traurige Angelegenheit unter persönliche Kontrolle.
 

Foto: Gouverneur Anton Alichanow besucht sieben elternlose Kinder in Kaliningrader Pflegeeinrichtung
 
10.04.2017 – Erhält Kaliningrad einen „STALINgrader“-Prospekt?
Der heutige Prospekt Mira in Kaliningrad trug bis 1961 die Bezeichnung „Stalingrader-Prospekt“. Nun soll an einem Privathaus in dieser Straße eine Gedenktafel angebracht werden. Die Organisatoren dieser Aktion, die „Russische Gemeinde des Kaliningrader Gebietes“, treten nicht für die Umbenennung des Prospektes ein, sondern wollen, dass an den Straßenschildern des „Prospekt Mira“ zusätzliche Tafeln angebracht werden, die darauf hinweisen, dass diese Straße ehemals diese Bezeichnung trug. Damit soll nicht an Stalin erinnert werden, sondern an die Ereignisse im Großen Vaterländischen Krieg. Die Schlacht um Stalingrad gilt allgemein als Wendepunkt im Krieg und dem Anfang vom Ende des faschistischen Regimes in Deutschland. Die Organisatoren dieser Aktion erinnern daran, dass auch in anderen Ländern an dieses Ereignis durch Namensvergabe erinnert wird. Als Beispiel wird die METRO-Station „Stalingrad“ in Paris genannt. Es gibt aber auch eine Vielzahl anderer Straßen und Plätze in der Europäischen Union mit derartiger Bezeichnung. Im Jahre 2018 wird man in Russland des 75. Jahrestages des Endes der Stalingrader Schlacht gedenken.
 
 

09.04.2017 – Deutsche Qualität macht russischen Brückenbauern zu schaffen
Seit Monaten laufen die Bauarbeiten an der Hohen Brücke in Kaliningrad. Bauverzug ist schon eingetreten, da man beim Abriss der alten Brücke doch auf unerwartete Probleme gestoßen ist. So hat sich jetzt erwiesen, dass die massiven Brückenpfeiler, auf denen die altdeutsche Brücke ruht, doch nicht so marode waren, wie vermutet und selbst Spezialtechnik nicht mit der Demontage klargekommen ist. Deshalb wurden Sprengspezialisten aus St. Petersburg geholt, die im Verlaufe der nächsten drei Wochen immer wieder mit kleineren Sprengungen die Brückenpfeiler beseitigen. Bei den Sprengarbeiten kamen aber auch interessante Dinge zum Vorschein. So hat man einzementiert alte Zementsäcke gefunden, die amerikanische Aufschrift trugen. Man hat also im alten Königsberg amerikanischen Zement verwendet. Die Rekonstruktion der Hohen Brücke begann im Juni 2016. Die Brücke war baufällig und für die zukünftigen verkehrstechnischen Anforderungen auch zu schmal. Nun wird eine neue Brücke mit etwas nostalgischer Architektur errichtet. Der Fertigstellungstermin sollte Mai 2017 sein. Vermutlich verschiebt sich dieses Datum um drei Monate.
 
 
09.04.2017 – Königsberger Eisenbahntor hat neuen Pächter
Die altdeutsche Festungsanlage „Eisenbahntor“ hat einen neuen Pächter gefunden. Dieser plant dort ein Planetarium zu errichten. Das „Eisenbahntor“ befindet sich gleich im Anschluss an den Park des Sieges, fast im Stadtzentrum. Insgesamt gab es vier Bewerber für diesen Teil der altdeutschen Festungsanlage. Alle hatten geplant, dieses Tor für kulturelle Zwecke zu nutzen. Als es aber ernst wurde und die Bewerbung eingereicht werden musste, erschien nur ein einziger Bewerber. Das Eisenbahntor wurde im Jahre 1869 gebaut. Durch dieses Tor fuhren Züge in Richtung Pillau (Baltisk). Nach dem in der Stadt die Demontage von Teilen der Festungsanlage durchgeführt wurde, wurde auf dem ehemaligen Festungswall die Deutschorden-Strasse (heute Gwardejski-Prospekt) gebaut und das Tor verlor seine Bedeutung. Im Jahre 2007 wurde das Tor dem Kunsthistorischen Museum übergeben, welches mit der Restaurierung des Eisenbahntors begann.
 
 
09.04.2017 – Abgebranntes altdeutsches Kasernengebäude erhält neuen Nutzer
Das Gebäude der Königsberger Kommandantur, gelegen in der ul. Klinitscheskaja, überlebte im April 2005 einen großen Brand und steht seit diesem Zeitpunkt unrenoviert und großteils ungenutzt. Ehemaliger Nutzer war das Innenministerium. Nun hat man einen neuen Nutzer gefunden und in Kürze werden die Restaurierungsarbeiten beginnen. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Bau aus dem 19. Jahrhundert. Es wurde 1889 errichtet. Neuer Nutzer wird das Moskauer Stadtbezirksgericht sein. Ausschreibungen zur Instandsetzung des Gebäudes und zur Gestaltung des dazugehörigen Grundstückes sind bereits erfolgt. Für 9,5 Mio. Rubel soll der Auftragnehmer das Gebäude bis zum 15. Dezember für die neuen Bewohner fertigstellen.
 
 
 
09.04.2017 – Alichanow will sich Suchtrupps anschließen
Wie bekannt gibt es sowohl in der Stadt Kaliningrad, wie auch im ganzen Gebiet sehr viele Stätten, an denen gefallene Soldaten beider Seiten beerdigt worden, ohne dass diese Begräbnisstätten eindeutig erfasst worden sind. Deshalb kommt es sehr häufig bei Bauarbeiten dazu, dass man neben alten deutschen Friedhöfen, deren Existenz in Vergessenheit geraten war, auch sterbliche Überreste von Soldaten findet. Im Kaliningrader Gebiet arbeiten qualifizierte Suchtrupps ehrenamtlich, um derartige Gräber zu finden. Nun hat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow sein Interesse bekundet, an solchen Suchaktionen teilzunehmen. Wie er erklärte, erreichten ihn bereits einige Vorschläge, Mitglied von Suchtrupps zu werden. In den Sommermonaten will er, gemeinsam mit anderen Regierungsmitgliedern an Suchaktionen teilnehmen.
 
 
Es sei daran erinnert, dass Kaliningrad jedes Jahr am 9. April des Sturms und der Kapitulation der Festung Königsberg gedenkt. Diesem Gedenktag ist eine Straße mit der Bezeichnung „ul. 9. April“ gewidmet. Sie verbindet den „Wassiljewski-Platz“ mit dem „Moskauer Prospekt“
 
 
 

08.04.2017 – Keine Germanisierung, Polonisierung oder Marssierung
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow überraschte mit völlig neuen, bisher ungewohnten Wortschöpfungen, die nichtprofessionelle Übersetzer im ersten Anlauf große Schwierigkeiten bereiteten. Die Wortschöpfung „Marssierung“ war in keinem Wörterbuch zu finden und erst nach einigen Überlegungen wurde klar, dass er damit den Mars und die Mars-Männchen meinte, welche Kaliningrad weder erobern, noch besetzen, noch kultivieren werden. Das Gleiche trifft aber auch auf die Polen und die Deutschen zu.   
 
 
Er unterstrich, dass Kaliningrad Russland ist und dies ist es dem Geiste/der Seele nach, aus der Zusammensetzung der Bevölkerung und aus seiner geschichtlichen Entwicklung heraus.
Mit seinen Äußerungen bezog sich der Kaliningrader Gouverneur auf politische Tendenzen in den letzten, rund zwei Jahren, die von der Gefahr einer „Germanisierung des Kaliningrader Gebietes“ sprechen.
 
 
08.04.2017 – Polen baut im Jahre 2018 neuen Kanal zur Ostsee
Der Bau des Kanals durch die Landenge „Wislinskaja Kosa“ durch Polen beginnt im Jahre 2018. Das dazu notwendige Dokument wurde durch den polnischen Präsidenten Duda unterzeichnet. Dieser neue Kanal wird die Gdansker Bucht mit dem Wislinsker Haff verbinden. Entsprechend der Bauplanung wird der Bau im Jahre 2022 abgeschlossen sein und rund 880 Mio. Zloty kosten. Die Kosten werden vollständig aus dem polnischen Haushalt abgedeckt. Der Kanal wird eine Länge von 1,3 km und eine Tiefe von fünf Metern haben. Der Kanal gestattet großen Seeschiffen die Passage. Der Hafen von Elblong wird damit ein neuer Bedeutungsstatus zuteil. Er wird der fünftgrößte polnische Seehafen. Dieser Kanal soll die seetechnische Abhängigkeit Polens von Russland in dieser Region aufheben und freien Zugang zur Ostsee ermöglichen. Von diesen neuen Möglichkeiten sollen auch Weißrussland und die Ukraine profitieren.
 
Karte: Kanalbau durch Polen wird 2018 beginnen
 
08.04.2017 – Kaliningrader Staatsanwalt mit erster Meinungsäußerung
Der neue Kaliningrader Staatsanwalt hat sich gegenüber den Abgeordneten der Gebietsduma zu einigen aktuellen Fragen des Lebens in Kaliningrad geäußert. Er betonte, dass Kaliningrad eine Exklave ist und darin besteht die Spezifik der Region. Alles andere unterscheidet die Region nicht von anderen russischen Regionen. Die ihm vorgelegten Statistiken zeigen, dass die Kriminalität im Gebiet nicht sehr hoch ist. Sie ist um die Hälfte niedriger als in der Region, wo er bisher als Staatsanwalt tätig war. Auch die Problematik der Nichtzahlung von Löhnen und Gehältern, die in Russland sich gefährlich zuspitzt, spielt in Kaliningrad keine große Rolle. Er betonte, dass dies aber alles keine Gründe sind, um sich entspannt zurückzulegen. Er wird sich aufmerksam mit der gesellschaftlichen Situation beschäftigen, dem gesellschaftlichen Engagement der Bürger, mit den Beschwerden die die Staatsanwaltschaft erreichen. Er wird die Arbeit der Staatsanwaltschaft öffentlich organisieren, denn die Staatsanwaltschaft existiert durch die Gelder der Steuerzahler und diese haben somit ein Recht zu erfahren, was in dem Gebäude der Staatsanwaltschaft vor sich geht.
 
 
08.04.2017 – Neuer, alter Vizegouverneur der Gebietsregierung ernannt
Die erste Führungsriege der Kaliningrader Gebietsregierung scheint nun wieder komplett zu sein. Durch den Gouverneur wurde Alexander Torba zum Stellvertreter Gouverneur für Innenpolitik ernannt. Diese Funktion hatte er bereits in der Regierung von Nikolai Zukanow inne, wurde aber durch diesen im Jahre 2013 abgelöst und als Kreisleiter nach Gwardejsk versetzt.
 
 
Mit dieser Ernennung endet wohl die Neuformierung der Ersten Führungsriege der Kaliningrader Gebietsregierung bis zu den Gouverneurswahlen am 10. September. Nach den Wahlen ist mit einem weiteren Personalwechsel unter den „Altgedienten“ zu rechnen. Aber es bahnen sich auch erste Erkenntnisse an, dass unter den neuen Vizegouverneuren, die seit Oktober 2016 ernannt worden, nicht alle geeignet sind, den Gouverneur weitere fünf Jahre zu begleiten.
 

 

07.04.2017 – Polen baut Raketenbasis für US-Streitkräfte planmäßig
Polen hat es den USA im Jahre 2016 gestatten, eine Basis für die Raketenabwehr in einer Entfernung von 230 km zum Kaliningrader Gebiet zu errichten. Die Basis wird im polnischen Slupsk disloziert. Der Abschluss des Baus ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen. Darüber informierte der Kommandeur der geplanten Basis Oberst Rik Gilbert. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden dort 300 amerikanische Soldaten nebst Technik stationiert. Die offiziell deklarierte Aufgabe dieser Basis besteht „im Schutz Europas vor äußerer Bedrohung.“
 
07.04.2017 – Gute Straßen kosten Geld
Von Juni bis November wird die sogenannte „Ostsee-Autobahn“ im Kaliningrader Gebiet instandgesetzt. Dafür stehen 840 Mio. Rubel zur Verfügung. Gegenwärtig läuft die Ausschreibung für die Instandsetzungsarbeiten. Der Gewinner der Ausschreibung wird dann in dem genannten Zeitraum 63,8 Kilometer Autobahn reparieren dürfen. Bereits im Jahre 2014 fanden umfangreiche Instandsetzungen statt, die allerdings nicht den Haushalt belasteten, da es sich um Garantieleistungen handelte. Im Jahre 2015 wurde die „Ostsee-Autobahn“ in föderales Eigentum übergeben. Deshalb gehen die Kosten für den laufenden Unterhalt und Instandsetzungen auch nicht zu Lasten des Gebietshaushaltes. Der erste Abschnitt der Ostseeautobahn wurde im Jahre 2009 in Nutzung überführt. Er verbindet Kaliningrad mit Selenogradsk und verfügt über einen Abzweig zum Kaliningrader Airport „Chrabrowo“. Der sogenannte vierte Bauabschnitt führt nach Svetlogorsk und wurde im Jahre 2011 übergeben.
 
 
07.04.2017 – Kaliningrad wird nicht steuerfrei, aber es gibt Steuern zurück
Gegenwärtig läuft in einigen russischen Regionen erfolgreich das Projekt „Tax-Free“. Getestet wird dort, wo es durch eine entsprechend große Anzahl ausländischer Touristen auch einen entsprechend großen Andrang auf Rückerstattung der Mehrwertsteuer gibt. Nun soll auch Kaliningrad in die Gruppe der Testregionen mit aufgenommen werden. Eine entsprechende Initiative wurde von der Kaliningrader Gebietsregierung ausgelöst und wird vom russischen Vizepremier Igor Schuwalow unterstützt. Dieser Punkt war in der Tagesordnung enthalten, die durch den russischen Vizepremier im März, bei seinem Besuch im Kaliningrader Gebiet abgearbeitet worden war und von dem es, neben anderen Punkten, keine Pressemitteilung gab. Bisher standen auf der Liste der „Experiment-Standorte“ Moskau, das Moskauer Gebiet, St. Petersburg und Sotchi. Das Experiment soll in Kaliningrad im zweiten Halbjahr 2017 starten. Anspruch auf Erstattung der Mehrwertsteuer haben Ausländer, die mindestens für 10.000 Rubel Einkäufe getätigt haben. Ausgeschlossen von der Erstattung der Mehrwertsteuer sind Akzise-Waren (Alkohol, Zigaretten)
 
07.04.2017 – Regionalparlament bestätigt neuen Staatsanwalt
Entsprechend der russischen Gesetzgebung wird der Staatsanwalt einer Region vom russischen Generalstaatsanwalt ernannt, vom russischen Präsidenten wird die Ernennung bestätigt und das Regionalparlament hat als letztes dieser Ernennung zuzustimmen. Erst dann kann der Staatsanwalt mit seiner Arbeit beginnen. Dies ist nun am 6. April im Kaliningrader Gebietsparlament geschehen und Sergej Chlopuschin ist offiziell neuer Staatsanwalt des Kaliningrader Gebietes. Während seines Auftrittes vor der Gebietsduma informierte der neue Staatsanwalt, dass er zehn Jahre in dieser Funktion im Gebiet Wologodsk gearbeitet habe. Seine Versetzung nach Kaliningrad entsprach auch seinen persönlichen Wünschen – erklärte er den Abgeordneten.
 
 
Der neue Staatsanwalt informierte die Abgeordneten, welche wichtigsten Aufgaben er für sich im Kaliningrader Gebiet sieht. In erster Linie will er sich um die Problematik der betrogenen Bauanteilseigner kümmern, die es im Gebiet gibt. An der Lösung dieses Problems arbeitet man schon ziemlich lange.
Mit der Ernennung des neuen Staatsanwaltes setzt sich der Personalaustausch föderaler Entscheidungs- und Verantwortungsträger im Kaliningrader Gebiet fort. Defacto sind seit Mitte 2016, dem Weggang des damaligen Gouverneurs Nikolai Nikolajewitsch alle wichtigen Machtposten neu besetzt worden.

 


 

06.04.2017 – Kaliningrader Landwirte lieben „Haus der Räte“
Die Kleinerzeuger landwirtschaftlicher Produkte im Kaliningrader Gebiet scheinen sich in das „Haus der Räte“ im Stadtzentrum verliebt zu haben und wollten sich von diesem Standort nicht mehr trennen. Vor der sehr großen freien Fläche vor dem Haus findet an jedem Wochenende ein Landwirtschaftsmarkt statt, der sich zunehmender Beliebtheit, auch unter den Touristen erfreut. Der Platz wird aber benötigt, um dort eine Fan-Zone für die Fußball-Weltmeisterschaft einzurichten. Deshalb hatte die Stadtverwaltung die Räumung des Platzes angeordnet und wollte mit den Nutzern neue mögliche Marktplätze besprechen. Keine der vorgeschlagenen Varianten hat Begeisterung bei den landwirtschaftlichen Händlern hervorgerufen. Sie fürchten einen erheblichen Umsatzrückgang, wenn der Markt transporttechnisch schlechter erreichbar ist. Aber nicht nur die Händler werden um ihre Meinung gefragt, sondern auch die Bürger und somit Käufer/Besucher des Marktes. Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen.
Es sei daran erinnert, dass noch bis vor kurzem an dieser Stelle eines der ältesten Einkaufszentren Kaliningrads, das sogenannte „Alter Turm“ gestanden hat. Nur mit größter Mühe und unter Nutzung des Rechtsweges war es der Stadt gelungen, das Gebiet räumen zu lassen. Nun könnte man mit dem Landwirtschaftsmarkt vielleicht ähnliche Probleme bekommen, obwohl von Anfang an darauf hingewiesen wurde, dass dieser Markt dort nur temporär einen Unterschlupf finden wird.
 
  • Der Chef der operativen Fahndung und Inneren Sicherheit der Verwaltung des Innenministeriums im Kaliningrader Gebiet ist von seiner Funktion entbunden und in eine andere Region versetzt worden. Die Versetzung erfolgte bereits im März. Damit setzt sich der Personalaustausch in den föderalunterstellten Strukturen im Kaliningrader Gebiet fort.
  • Wie bereits vor ein paar Tagen gemeldet, ist der Bürgermeister von Gussew abgelöst wurden. Nun wurde Andrej Gnesdilow durch die Stadtverordneten zum neuen Bürgermeister gewählt. Gnesdilow wurde 1965 in Lettland geboren, erhielt eine militärische Ausbildung. Im Oktober 2010 wurde er Vorsitzender des Stadtrates von Gussew.
 06.04.2017 – Polnische Agrarfirmen wollen Kaliningrad-Residenten werden
Drei polnische Agrarfirmen interessieren sich für die Bedingungen eines Engagements im Kaliningrader Gebiet. Für Ihr Engagement wollen sie das Regime der Sonderwirtschaftszone nutzen und sich als Residenten anmelden. Um Resident der Sonderwirtschaftszone zu werden, sind im Fall dieser drei polnischen Firmen Kapitalinvestitionen von 50 Mio. Rubel im Verlaufe von drei Jahren nötig. Die Firmen erhalten für sechs Jahre vollständige Steuerbefreiungen und können auf weitere Vergünstigungen aus dem Regionalhaushalt rechnen. Nach Ablauf der sechs Jahre, werden diese Firmen für weitere sechs Jahre zu mindestens 50 Prozent von Steuerzahlungen befreit. Die polnischen Agrarfirmen planen im ersten Schritt den Anbau von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. In einem weiteren Schritt denken sie darüber nach, Lagermöglichkeiten für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu schaffen, die es Kaliningrad dringend benötigt werden.
Polnische Landwirte leiden besonders unter den Gegensanktionen Russlands, die seit August 2014 in Kraft sind. Ein Ausweg für diejenigen, die weiterhin mit Russland Geschäfte machen wollen ist, sich direkt in Russland zu engagieren. Dies gilt sowohl für die Landwirtschaft, aber auch für die produzierende Industrie. Für das Kaliningrader Gebiet, unter Berücksichtigung seiner geopolitischen Lage, ist ein hoher Grad der Produktionskonzentration von besonderem Interesse. Im Jahre 2016 haben 26 neue Unternehmen in Kaliningrad den Status eines „Residenten der Sonderwirtschaftszone“ erhalten.
 
 
06.04.2017 – Russland verlegt weitere Iskander-Raketen nach Kaliningrad
Russland setzt die Verlegung von Raketentruppen in das Kaliningrader Gebiet fort. Darüber informierte das russische Außenministerium.  
„Was die Stationierung von mobilen Raketenkomplexen „Iskander“ im Kaliningrader Gebiet betrifft, so möchten wir nochmals Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, dass die russische Seite niemals verheimlicht hat, dass diese Verlegungen stattfinden. Einheiten der Raketentruppen wurden schon mehrmals umdisloziert und wir werden im Rahmen der Gefechtsausbildung unserer Truppen auch weiterhin derartige Verlegungen vornehmen, auch Verlegungen in das Kaliningrader Gebiet. Das findet alles auf russischem Territorium statt und widerspricht keinerlei internationalen Vereinbarungen oder Verträgen“,- so das russische Außenministerium.
In einem Interview mit der Zeitung „Kommersant“ erinnerte der stellvertretende Generalsekretär der NATO Rous Gettemüller daran, dass die Stationierung von Raketenkomplexen „Iskander“ auf dem Kaliningrader Gebiet, die Sicherheit der Mitgliedsländer der NATO bedroht. Er meinte, dass niemand daran zweifelt, dass Kaliningrad zu Russland gehöre, aber die Stationierung von Raketen ist für ihn ein Beweis, dass das Gebiet militarisiert wird.
 
 
06.04.2017 – Ausreichend Platz für die Lebenden. Kein Platz mehr für die Toten
Während im gesamten Kaliningrader Gebiet rund 5.000 Neubauwohnungen leerstehen auf einen lebenden Käufer warten, werden die Plätze auf den Kaliningrader Friedhöfen für die Toten langsam knapp. Darüber informierte Artur Krupin aus der Kaliningrader Stadtverwaltung. Einerseits wird der Platz auf den Friedhöfen prinzipiell knapp und andererseits werden die gesetzlichen hygienischen Festlegungen immer strenger, was die Möglichkeit für Erweiterungen vorhandener oder das Anlegen neuer Friedhöfe erschwert. Wenn man keine Lösung für eine effektivere Nutzung der Plätze auf den Friedhöfen findet, werden in 10-12 Jahren keine Bestattungsplätze mehr vorhanden sein. Gegenwärtig wird aktiv an der Frage des Baus eines Krematoriums in Kaliningrad gearbeitet. Ein entsprechender Platz ist bereits gefunden. Die aktuellen Forderungen bestehen darin, dass sich in einem Radius von 500 Metern um das Krematorium herum, keine anderen Einrichtungen befinden dürfen.
 

05.04.2017 – Regionale Fluggesellschaft nimmt konkretere Formen an
Die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes informierte, dass die Fluggesellschaft, die als potenzielle regionale Fluggesellschaft für Kaliningrad figuriert, noch in diesem Jahr neun neue Flugzeuge erhalten wird. „KomiAviaTrans“ wird neun neue Flugzeuge des Typs „Embraer-145LR“ im Juni/Juli erwerben. Darüber informierte der Regionaldirektor der russischen Vertretung von „Embraer“ Igor Wosnjuk. Die „KomiAviaTrans“ ist an der Entwicklung des Streckennetzes stark interessiert und hofft auf Hilfe durch die Korporation, aber auch die Kaliningrader Regionalregierung. Es hat ein Treffen stattgefunden, wo mögliche Finanzierungsvarianten besprochen wurden.
 
 
05.04.2017 – Russland erleichtert für Weißrussland Zutritt zum Kaliningrader Markt
„Kommersant“ meldet, dass in Russland Regelungen vorbereitet werden, die es Weißrussland ermöglichen, sich wirtschaftlich wesentlich einfacher, im Rahmen der Zollfreizone der Eurasischen Wirtschaftsunion, in das Kaliningrader Gebiet einzubringen. Ziel der neuen Regelungen ist, die Waren aus Weißrussland von der Mehrwertsteuer zu befreien und damit konkurrenzfähiger auf dem Kaliningrader Gebiet zu machen. Dmitri Schemakin, Berater des Kaliningrader Gouverneurs bemerkte, dass das Thema „Mehrwertsteuerfreie Zone Kaliningrad“ weiterhin Thema in den Diskussionen mit föderalen Entscheidungsträgern ist.
 
05.04.2017 – Neue Organisation der Russlanddeutschen in Kaliningrad geplant
Nach den äußerst unappetitlichen Ereignissen der letzten Monate, scheint langsam eine neue Ordnung in die Angelegenheit der Russlanddeutschen im Kaliningrader Gebiet einzuziehen. Der Vizevorsitzende des Ausschusses für Fragen der Russlanddeutschen Igor Barinow, der gleichzeitig Leiter der Föderalen Agentur für Nationalitätenangelegenheiten ist, informierte, dass er Gespräche mit dem Präsidenten der Föderalen national-kulturellen Autonomie der Russlanddeutschen Heinrich Martens geführt habe und man in Kaliningrad intensiv an der Schaffung einer neuen Organisation der Russlanddeutschen arbeite, die die NKO „Eintracht“, die den Status eines „Ausländischen Agenten“ trägt, ablösen wird. Er erinnerte daran, dass die ehemalige Organisation der Russlanddeutschen in Kaliningrad aus deutschen Quellen finanziert wurde. In den Jahren 2015-2016 fanden Kontrollen der Tätigkeit dieser Organisation statt und es wurden Fakten festgestellt, die Anlass gaben anzunehmen, dass man sich dort mit der Popularisierung von nazistischen Ideologien, also einer Form des Extremismus, beschäftige.
In der Mitteilung wird daran erinnert, dass die russischen Organe der Organisation der Russlanddeutschen in Kaliningrad ab August 2014 besondere Aufmerksamkeit widmeten – dies, nachdem der deutsche Diplomat und Vizeattaché für Kultur im deutschen Generalkonsulat in Kaliningrad Daniel Lissner mit einer antirussischen Hass-Rede im Deutsch-Russischen Haus auftrat. 
Gegenwärtig ist noch unklar, wie das ehemalige Deutsch-Russische-Haus weiter existieren wird. In verschiedenen Veröffentlichungen wird von einem „Haus der Freundschaft“ gesprochen, welches wirtschaftlich selbständig, ohne Unterstützung des russischen Staates existieren wird. Da diese ehemalige Organisation der Russlanddeutschen nur mittels direkter finanzieller Hilfe aus Deutschland existieren konnte, steht hier die Frage, wie man dies weiter handhaben wird. Weitere Unterstützungen aus Deutschland für diese Organisation sind, rein rechtlich, möglich, da der Status „Ausländischer Agent“ nicht bedeutet, dass man seine Tätigkeit einstellen oder auf finanzielle Hilfe aus dem Ausland verzichten muss. Ob allerdings eine weitere finanzielle Hilfe seitens des deutschen Staates den deutschen Interessen in Kaliningrad hilfreich ist, darf in der gegenwärtigen Situation durchaus bezweifelt werden.
Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Organisation der Russlanddeutschen wohl auch inoffiziell private Gelder aus Deutschland erhalten hat, von denen die deutschen Behörden, insbesondere das deutsche Innen- und Außenministeriums keine Kenntnis gehabt haben sollen.
 
 
05.04.2017 – Gurewsk wird immer beliebter
Gurewsk ist eine Kleinstadt vor den Stadttoren Kaliningrads. Sie scheint sich immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. In den Jahren 2015-2017 erwies sich diese Stadt als die, sich am schnellsten bevölkerungspolitisch entwickelnde Stadt im Kaliningrader Gebiet. Die Bevölkerung in diesem kleinen, gemütlichen Städtchen wuchs schneller als in der beliebten Ostseestadt Selenogradsk, die, so wird in der Meldung hervorgehoben, auch sehr gute bevölkerungspolitische Entwicklungen zeigt. Insgesamt zeigten nur fünf Städte im Kaliningrader Gebiet in dem genannten Zeitraum einen Bevölkerungszuwachs. Außer den genannten Städten waren dies Svelty, Svetlogorsk und Kaliningrad.
Anm. UN: Gurewsk ist sehr leicht und schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es ist eine kleine, gemütliche, grüne Stadt mit einer interessanten russisch-orthodoxen Kirche, einem Museum zur Stadtentwicklung und einem schön gestalteten Park mit Mini-Zoo. Für Touristen ein sicherlich interessantes Ziel, für dessen Besuch eigentlich mindestens ein Halbtages-Ausflug eingeplant werden sollte.
 
05.04.2017 – Bernsteinkombinat mit erfolgreicher Versteigerung
Das Kaliningrader Bernsteinkombinat hat die vierte Versteigerung von Bernstein vorgenommen und dabei Einnahmen von 87 Mio. Rubel erzielt. Verkauft wurde für diese Summe Bernstein mit einem Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen. Die Auktion fand bereits Ende März statt. Es nahmen 22 Interessenten teil. Die Bernsteinmenge war in 39 Einzelposten aufgeteilt. Insgesamt wurden 50 Einzelposten unterschiedlicher Qualitäten angeboten. Die Auktion war so angelegt, dass Interessenten auch die Möglichkeit hatten, den Startpreis mit ihrem Gebot um bis zu 20 Prozent zu senken.
Das Bernsteinkombinat verfügt über rund 90 Prozent des Weltaufkommens an Bernstein. Die jährliche Fördermenge liegt bei 350 Tonnen. Berechnungen haben ergeben, dass die Vorräte bei einem derartigen Bestand noch für 350 Jahre reichen.
 

04.04.2017 – Ex-Kulturministerin wird Stellvertretende Museumsleiterin
Svetlana Kondratjewa, ehemalige Kulturministerin des Kaliningrader Gebietes, wird als stellvertretende Direktorin des Kunsthistorischen Museums arbeiten. Sie tritt diese Funktion am 4. April an. Die Information wurde von der Leitung des Museums den Medien übermittelt. Sie wird im Museum für Marketingfragen und für die Zusammenarbeit mit den Medien verantwortlich zeichnen. Vor einiger Zeit tauchten Gerüchte auf, dass die ehemalige Kulturministerin als Direktorin des Bernsteinmuseums arbeiten sollte. Dagegen hatten sich aber die Mitarbeiter des Museums gewehrt, worauf der Kaliningrader Gouverneur Alichanow erklärte, dass es keinen Grund gäbe sich aufzuregen. Svetlana Kondratjewa hatte den Posten des Kulturministers im Rahmen der Zusammenlegung ihres Ministeriums mit dem Ministerium für Tourismus Anfang Oktober 2016 verlassen.
 
04.04.2017 – Deutscher Unternehmer in Kaliningrad verklagt eigene Firma
Das Informationsportal „rugrad.eu“ meldet am Wochenanfang, dass der deutsche Unternehmer André Köhler, Präsident der Firma „Landis Trading Kaliningrad“ beim Kaliningrader Verwaltungsgericht Klage gegen seine Firma eingereicht hat. Er fordert die Zahlung von 28 Mio. Rubel. Zeitgleich sind zwei weitere Klagen gegen die Firma eingegangen. Kläger ist hier die Firma „Landis Trading Corporation.“  
Inhaber der Firma „Landis Trading Kaliningrad“ ist, lt. vorliegenden Dokumenten, Christina Sorokina (75 %) und die GmbH „Kapella“. Inhaber dieser GmbH wiederum ist die Firma „Landis Trading Kaliningrad“. Weitere 5 % gehören der Firma „Landis Trading Corp.“, die auf den Bahamas registriert ist. Wie dem System „Kontur-Fokus“ zu entnehmen ist, sind die Anteile von Sorokina und Kapella einer Bank verpfändet.
Die Firma „Landis Trading“ verpachtet Lager- und Produktionsflächen und hat sich auch mit dem Kauf und Verkauf von Immobilien beschäftigt. Dem Informationsportal „rugrad.ru“ vorliegende Informationen besagen, dass die Firma seit 2011 eine rote Bilanz aufwies und insbesondere das Jahr 2015 mit einem Minus von 165 Mio. Rubel abschloss.   
André Köhler ist gleichzeitig Vizepräsident der Assoziation ausländischer Investoren in Kaliningrad. Im Jahre 2010 stand er im Rahmen von Ermittlungen und Haussuchungen des russischen Sicherheitsdienstes FSB im medialen Aufmerksamkeitsfocus. Ihm wurden engste Beziehungen zum ehemaligen Gouverneur Nikolai Zukanow nachgesagt.
Unsere Informationsagentur führte mit Herrn Köhler im Jahre 2015 ein Interview.
 
 
04.04.2017 – Kaliningrader Gouverneur als Mitglied in föderaler Regierungskommission aufgenommen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist als neues Mitglied in die föderale Regierungskommission für die Regionalentwicklung aufgenommen worden. Premierminister Dmitri Medwedjew hat hierzu einen entsprechenden Erlass veröffentlicht. Insgesamt wurden in diese Kommission sechs neue Mitglieder aufgenommen, davon zwei der erst kürzlich ernannten Gouverneure. Vorsitzender der Kommission ist der Vizepremier Dmitri Kosak, seine Stellvertreter der föderale Finanzminister und Wirtschaftsminister.

 

03.04.2017 – Demonstration in Kaliningrad – Gouverneur nimmt teil
Nach den Demonstrationen in ganz Russland am vergangenen Wochenende, waren auch für den 2. April wieder Meetings angekündigt wurden, wurden aber von der Öffentlichkeit nicht so richtig wahrgenommen. Im Stadtzentrum Kaliningrads, auf dem Pl. Wasiljewskowo, unweit des Bernsteinmuseums, versammelten sich ungefähr 50 Bürger, vorwiegend ältere Jahrgänge. Man besprach dort Probleme des täglichen Lebens. Wie ein Teilnehmer den Medien mitteilte, waren die Teilnehmer im wesentlichen Rentner. Zu dieser „Kaffeerunde“ gesellte sich dann aber noch der Gouverneur Anton Alichanow, der wohl „zufällig“ auf einem Fahrrad vorbeikam und sich der Käffchenrunde anschloss und den Problemen der dortigen „Protestierenden“ zuhörte. Ein passendes Foto wurde auch noch per twitter in der Kaliningrader Gesellschaft verbreitet.
 
 
03.04.2017 – HUB-Airport in Kaliningrad wird wieder angestrebt
In Kürze wird die polnische LOT wieder die Strecke „Warschau-Kaliningrad-Warschau“ an sechs Tagen in der Woche fliegen. Das gibt dem Gouverneur Anton Alichanow Zuversicht zu behaupten, dass dies das erste „Schrittchen“ zu einem HUB sein könnte, an den sich die Kaliningrader sicher noch angenehm erinnern, als die „KD-Avia“ diesen bis 2008 erfolgreich auf dem Airport „Chrabrowo“ entwickelte. Natürlich ist die Entwicklung des Kaliningrader Airports eine wünschenswerte Angelegenheit, aber die Wiedereinrichtung einer Fluglinie mit der polnischen LOT als ersten kleinen Schritt zum HUB-Chrabrowo zu bezeichnen, scheint mir sehr mutig zu sein, auch wenn der Kaliningrader Gouverneur betont, dass mit einer Reihe von großen Firmen über dieses Thema ernsthaft gesprochen wird.
 
 
03.04.2017 – Weißrussischer Vertreter in Kaliningrad mit Optimismus
Am Vorabend des Tages der Einheit der Völker Russlands und Weißrusslands, hob der Leiter der Außenstelle der weißrussischen Botschaft in Kaliningrad die Verdienste seines Landes um die Entwicklung der Wirtschaft im Kaliningrader Gebiet hervor. 142 orangefarbene Stadtbusse aus Weißrussland sind der sichtbare Beweis der Präsenz seines Landes im Kaliningrader Gebiet – betonte er. Weiterhin bauen Weißrussen am neuen Fußballstadion und helfen bei der Einrichtung von Obstgärten. Vor 21 Jahren wurde zwischen Weißrussland und dem Kaliningrader Gebiet eine Vereinbarung zur Bildung einer Gemeinschaft abgeschlossen. Der vergangene Sonntag wurde genutzt, um in der ul. Kutusowa, in Anwesenheit von Diplomaten und anderen öffentlichen Vertretern, sowie Studenten des FSB-Instituts (Grenze) dieses Datums zu gedenken.
 
03.04.2017 – Gouverneursrating im wesentlichen unverändert
Seit einigen Monaten existiert ein neues Internetportal, welches ein sogenanntes „Volksrating“ erarbeitet. Man findet auf dem Portal umfangreiche Informationen zu allen Regionen und deren Leitern. Wer Interesse zeigt, kann dort die Arbeit „seines“ Gouverneurs zu vorgegebenen Themenkomplexen bewerten. Allerdings scheint sich das Interesse der russischen Gesellschaft in Grenzen zu halten, denn für den Kaliningrader Gouverneur haben bisher nur 155 Personen eine Bewertung abgegeben. Damit liegt der Gouverneur irgendwie im Bereich des „Normalen“, denn in der Mehrzahl der Regionen bewegen sich die abgegebenen Stimmen zwischen 100-200. Herausragend ist die Bewertung des Moskauer Bürgermeisters. Hier haben immerhin 4.802 Personen sich geäußert, gefolgt vom Gouverneur aus Magadan mit 415 Volks-Bewertungen.
 
 
Das Problem der vermuteten „Desinteressiertheit“ der Kaliningrader Gesellschaft könnte sich negativ bei den bevorstehenden Gouverneurswahlen am 10. September auswirken. Bei den Wahlen geht es zwar in erster Linie darum, durch die Mehrheit der Stimmen gewählt zu werden, aber ein nicht minder wesentlicher Punkt ist die Wahlbeteiligung, denn ein, mit 99,9 Prozent aller Stimmen gewählter Gouverneur, bei einer Wahlbeteiligung von 10 Prozent, wird kaum verkünden können, dass er vom Volk legitimiert wurde.
 

 

02.04.2017 – Kaliningrader Ärzte erhalten Erfolgsprämie
Kaliningrader Ärzte erhalten eine Erfolgsprämie, wenn sie bei einem Patienten eine Krebserkrankung im Anfangsstadium feststellen. Darüber informierte der Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung Ilja Barinow. In Gusew hatten drei medizinische Spezialisten im Januar bei sechs Personen Krebs im Anfangsstadium festgestellt. Sie erhielten als Prämie pro Person und entdecktem Erkrankungsfall 1.000 Rubel Prämie. So soll es jetzt in allen Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen vorgenommen werden – sagt der Vizegouverneur. Entscheiden tun dies jedoch in jedem Fall immer die Chefärzte der Einrichtungen. Eine ähnliche Praxis wird bereits seit vielen Jahren im Rahmen von Schwangerschaftsabbrüchen angewandt. Gelingt es einem Arzt, eine Frau von einem Schwangerschaftsabbruch abzubringen, so wird er hierfür prämiert.
 
 
 
 
01.04.2017 – Rabeneltern werden von Innenverwaltung erfasst
Die Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes hat mehr als 600 Eltern erfasst, die einen schlechten Einfluss auf die Erziehung der eigenen Kinder ausüben. Die Innenverwaltung informierte, dass man im Jahre 2016 insgesamt 621 Eltern erfasst habe. Parallel wurden 884 Minderjährige erfasst, die unter diesem Einfluss leiden. Durch Jugendliche wurden im Jahre 2016 rund 500 Gesetzesverletzungen begangen. Damit ist der Anteil der Jugendkriminalität im Vergleich zu 2015 stabil geblieben. In der Innenverwaltung wurden auch 59 Jugendgruppen erfasst, die sich außerhalb der gesellschaftlichen Normen bewegen.
 
01.04.2017 – Zur politischen Situation in Kaliningrad
Zur politischen Situation in Kaliningrad äußerte sich die Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes auf ihrer Internetseite. Im Großen und Ganzen war das gesamte Jahr 2016 in der gesellschaftlich-politischen Situation stabil. Es wurden insgesamt 216 genehmigte politische Veranstaltungen durchgeführt. Im Vergleich zum Jahre 2015 waren dies 31,7 Prozent mehr Veranstaltungen – in 2015 wurden nur 164 politische Veranstaltungen durchgeführt. An allen Veranstaltungen nahmen insgesamt im Jahre 2016 rund 22.000 Personen teil, also rund 100 Personen pro Veranstaltung.
Weiterhin wurden drei nicht genehmigte Maßnahmen durchgeführt, an denen 48 Personen teilnahmen. Im Jahre 2015 wurden dagegen 11 nichtgenehmigte Aktionen durchgeführt. Fünf Personen wurden im Jahre 2016 zur Verantwortung gezogen. Gegen sie wurde ein Protokoll aufgesetzt.
 
 
01.04.2017 – Investor will mit Doppeleffekt investieren und profitieren, aber wenig riskieren
Dem Kaliningrader Gebiet wurden Investitionen vorgeschlagen, die einen Doppeleffekt haben. Man möchte eine Müllverbrennungsanlage für 60.000 Tonnen Müll errichten und die daraus gewonnene Wärme für die Beheizung von Treibhäusern nutzen, in denen Gemüse angebaut werden soll, deren Menge ausreichen soll, um das gesamte Kaliningrader Gebiet importunabhängig zu machen. Als Investoren tritt ein Konsortium, bestehend aus russischen, griechischen und deutschen Investoren auf. Die deutsche Seite will die Ausrüstung liefern, die griechische Seite die Technologie für den Anbau von Gemüse in Treibhäusern. Die russische Seite ist für die Organisationsfragen zuständig. Insgesamt sollen Gewächshäuser auf einer Fläche von zehn Hektar errichtet werden. Wenn dieses Projekt umgesetzt wird, hat dies einerseits Auswirkungen auf das ungelöste Problem der Mülllagerung im Kaliningrader Gebiet, man gibt der Landwirtschaft andererseits einen großen Entwicklungsschub und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze. Gleichzeitig besteht die Chance, dass sich die Kosten für die Müllabfuhr in Kaliningrad senken werden. Das Konsortium hat um ein Grundstück von 14 Hektar Fläche ohne Ausschreibungsformalitäten gebeten. Weiterhin erwartet man vom Gebiet Subventionen und die Gewährleistung der ständigen Versorgung der Einrichtung mit Müll. Durch den Gouverneur Anton Alichanow wurde betont, dass man Grund und Boden nicht ohne Ausschreibung zur Verfügung stellen kann, da der Investor selber nicht genügend Eigenkapital hat, welches er investieren will. Weiterhin wies der Gouverneur auf eine Reihe von Schwierigkeiten, insbesondere im Umweltschutz hin, die bei derartigen Vorhaben zu beachten sind. Der Gouverneur stellte dem zuständigen Vizegouverneur die Aufgabe, sich auch mit diesem Projekt zu beschäftigen, betonte aber, dass er in der kurzen Zeit, in der er Verantwortung für das Gebiet trägt, bereits eine Unmenge derartiger Projekte gesehen habe. Bevor nicht alle Details völlig klar sind, kann er auch dieses Projekt nicht bestätigen.
 
In der Nacht zum 1. April, genau um die Moskauer Mitternacht, wo es in Deutschland gerade mal 23.00 Uhr ist, erscheint blitzartig unsere neue Umfrage für den aktuellen Monat. Und es verschwindet unsere Wissensfrage nach der Anzahl der russischen Vizepremiers in der Föderalregierung. Die Frage war entweder sehr schwer, trotz unserer vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, oder für unsere Leser uninteressant, denn die Teilnahme war „mager“. Aber vielleicht ist unsere Umfrage für Sie jetzt interessant. Bis 15. April haben Sie Zeit, Ihre Meinung abzugeben – kostenlos, registrierungsfrei. Wagen Sie den Klick und erhalten Sie als „Dankeschön“ zusätzliche Informationen aus dem russischen gesellschaftlichen Leben.
 
01.04.2017 – Im schlimmsten Fall – keine Evakuierung der Kaliningrader Bevölkerung
Der Chef des regionalen Zivil- und Katastrophenschutzes informierte, dass im Fall der Fälle keine Evakuierung der Bevölkerung des Kaliningrader Gebietes vorgesehen ist. Sollte es zu einer großflächigen Katastrophe kommen, so wird es keinerlei Evakuierungen der örtlichen Bevölkerung geben, denn es gibt im Gebiet genügend Einrichtungen, die der Bevölkerung zeitweilig Schutz vor möglichen Auswirkungen einer Katastrophe geben. Er informierte, dass es detonationssichere Bunker gäbe, Einrichtungen, die gegen Radioaktivität schützen und Sammelpunkte, von denen aus man die Bevölkerung in andere Gebiete innerhalb des Kaliningrader Gebietes bringen kann. Für alle nur denkbaren Vorfälle hat der Kaliningrader Zivil- und Katastrophenschutz Einsatz- und Handlungspläne. Sollte es zu einer Katastrophe kommen, so wird die Bevölkerung über Radio informiert. Es werden die Punkte bekanntgegeben, wo sich die Bevölkerung hinbegeben soll und von dort wird die weitere Verlegung, in andere Städte, Siedlungen oder Gebiete innerhalb des Kaliningrader Gebietes organisiert, die von der Katastrophe nicht oder weniger betroffen sind. Bedingt durch die besondere geographische Lage des Kaliningrader Gebietes, ist auch die Struktur des Zivil- und Katastrophenschutzes besonders ausgeprägt. Vom Umfang und der Ausrüstung entspricht der Kaliningrader Zivilschutz in etwa dem Umfang des gesamten Leningrader Gebietes. Sollte die regionale Struktur nicht ausreichen, so wird per Lufttransport Hilfe aus Moskau und Pskow herangeführt.
 
01.04.2017 – Anti-Terror-Übung in Kaliningrad
Am Freitag tauchten an vielen Stellen in Kaliningrad, sowohl im Stadtzentrum, wie auch im Stadtteil Selma bewaffnete Einheiten mit Panzertechnik auf. Einkaufszentren, Bahnhöfe, Straßen wurden evakuiert. Alles passierte ohne jegliche Vorankündigung. Für die Bevölkerung eine völlig ungewöhnliche Situation, die die Älteren eventuell an die Situation des Staatsstreiches in der untergehenden Sowjetunion erinnerte. Wie am Abend den Medien zu entnehmen war, war Kaliningrad Gegenstand einer experimentellen Übung, einer Spezialoperation im Rahmen des Schutzes vor Terrorismus. Betroffen war aber nicht nur die Gebietshauptstadt, sondern auch andere Städte im Gebiet.
 
Foto: Klicken Sie auf das Foto um zu weiteren fotografischen Eindrücken der Spezialoperation zu gelangen
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Wochenblatt

   Kommentare ( 19 )

.g Radeberger Veröffentlicht: 1. April 2017 01:32:18

"01.04.2017 – Investor will mit Doppeleffekt investieren und profitieren, aber wenig riskieren"

Ich hoffe ja, daß es kein April-Scherz ist. Das Positive daran ist doch wohl, daß sich jemand mit jemand und jemand zusammen tat, um das Problem anzugehen. Sollten die drei Jemands aber drei Schlitzohren sein, wäre es wirklich schade, weil die Idee, zwar noch nicht ganz ausgereift aber entwicklungsfähig, damit für längere Zeit wirklich verbrannt wäre.
Auf diesen Gebieten, die ja gar nicht neu sind, sind eben nicht nur Gedanken und Vorstellungen allgemeiner Art, sondern konkrete Planungen und auch Rückenhalte durch Banken gefragt. Letztere wollen aber erst einmal überzeugt werden. Das ist nicht einfach.

Gerald Hübner Veröffentlicht: 1. April 2017 09:18:34

"1. April - Investor will ... "
Vor allen Dingen will er ein Grundstück (pachten) , ohne dass er seine Kompetenzen und Bonität darlegen möchte - ohne Ausschreibungsmodalitäten ... . Dass er dann noch Steuergelder (Subventionen) haben möchte, sagt mir nur, wirtschaftlich ist das Projekt nicht. Allerdings sind die "Subventionen" hier nicht definiert, für die Investition oder eben für den laufenden Betrieb.
Da würde ich sehr vorsichtig sein und die Alarmglocken nicht ausschalten. ( Kenne jemand, der eine solche Müllverbrennungsanlage in Jakutsk machen wollte, technisch vollkommen auf dem Stand von 1980 - DDR )

Hauke Veröffentlicht: 1. April 2017 13:10:41

Griechen wollen im Kaliningrader Gebiet Technologien beibringen die den Anbau von Gemüse dienlich sein sollen.
Herr Niemeier , die Meisten wissen doch das Heute der 1. April ist.

kgd .ru Veröffentlicht: 6. April 2017 10:29:46

[06.04.2017 – Kaliningrader Landwirte lieben „Haus der Räte“]
Mit einem bisschen Hausverstand wird man in Kaliningrad hoffentlich erkennen können, dass ein landwirtschaftlicher Markt für den Groteil der Bevölkerung mehr Bedeutung hat, als eine kurzlebige Fan-Zone für den (mafiosen) Fußball-"Spitzensport"...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. April 2017 10:51:27

... generell bin ich mit dieser Ansicht einverstanden. Aber da es sich um ein Filet-Stück handelt, wäre der Markt an einer anderen Stelle wirklich besser aufgehoben - temporäre Fan-Zone für vier Gruppenspiele hin oder her ...

kgd .ru Veröffentlicht: 6. April 2017 10:39:25

[06.04.2017 – Ausreichend Platz für die Lebenden. Kein Platz mehr für die Toten]

5.000 leerstehende Neubauwohungen in Kaliningrad. Wozu werden so teure Wohnungen gebaut, wenn sich diese die Leute gar nicht leisten können? Das erinnert an im Westen massenhaft vorhandene (geheimen) Autohalden für auf Vorrat produzierte, unverkäufliche - für viele zu teure - Neuwägen...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. April 2017 10:49:27

... gute Frage. Antwort muss ich wegen "Unwissenheit" offenlassen. Ich verstehe den "Bauboom" auch nicht.

Georg Veröffentlicht: 6. April 2017 21:16:02

2 000 000 Rubel Strafgelder im Jahr bei Ausländern, da hat sich die Kaliningrader Verkehrspolizei aber sehr mit Ruhm bekleckert!! Sorry, das ist aber meinerseits satirisch gemeint, denn umgerechnet auf einem Tag, sind das gerademal schlappe 100 Euro. Ein sehr mickriger Betrag für eine Großstadt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. April 2017 21:30:47

... die Tarife der Kaliningrader Verkehrspolizei sind anscheinend ausländerfreundlich.

Gerald Hübner Veröffentlicht: 8. April 2017 08:47:27

feiert der Herr Torba zweimal Geburtstag, den von 1965 und den von 1981?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. April 2017 11:39:14

... danke für den Hinweis. Habe die Grafik ausgebessert. Passiert, wenn man die Grafik des neuen Gesundheitsministers zur Vorlage nimmt und nicht richtig säubert.

Eckart Veröffentlicht: 11. April 2017 09:52:18

Die Meldung, dass das Atomuboot "Dimitri Domskoi" in die Ostsse einlaufen wird, ist eine sehr skurrile Meldung.
Wie soll dieses Boot die Rinne von Baltisk passieren und dann vielleicht noch bis nach Kalingrad ohne Grundberührung kommen?

Diese Story kann nur ein verspäteter Aprilscherz sein. - Die Litauer spinnen.

Eckart Veröffentlicht: 11. April 2017 19:55:56

Kleiner Nachtrag nach entsprechender Recherche im Internet.

Das Uboot "Dimitri Donskoi" hat einen Tiefgang von 11m / 12,5 m und ist 172 m lang.

Der Kanal von Baltisk bis Kalingrad kann heute von Schiffen bis maximal 170 Meter Länge und 8,0 Meter Tiefgang auf seiner gesamten Länge bis Kaliningrad befahren werden. Auf 22,6 Kilometern bis zu den Hafenanlagen von Swetly mit einem Ölterminal von Lukoil beträgt die maximale Länge 200 Meter und der Tiefgang 9,4 Meter, was die Einfahrt von Tankern bis zu 20.000 BRT ermöglicht.

Es ist also definiv unmöglich, dass dieses Uboot dort navigieren kann.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. April 2017 21:00:41

... naja, die Litauer befürchten ja das U-Boot vor ihrer Küste und nicht in Kaliningrader Hafenanlagen. Und in der Ostsee kann das U-Boot ein wenig manövrieren, wenn auch nicht Optimal.

Und warum mussten Sie im Internet recherchieren, wenn wir in der Grafik alle nötigen technischen Angaben aufgeführt hatten?

Eckart Veröffentlicht: 11. April 2017 23:08:58

Das ist ganz einfach zu beantworten - jedes Schiff braucht mindestens "eine Handbreit Wasser" unter dem Kiel. Und über Wassertiefen des anzunehmenden Fahrtgebietes vor dem litauischen Hohheitsgebiet stand auch nichts im Artikel. (vielleicht hätte man es unter "Petersburger .... bringen sollen, denn der Finnische Meerbusen ist wieder ausreichend tief)

Frühestens in der Katetrinne wird es mit der Tiefe sehr knapp und das Geschrei von den Dänen, Schweden, Finnen und auch den Deutschen höre ich schon heute, falls das Boot tatsächlich in die östliche Ostsee einlaufen sollte.

So wie man sich mit einem Brunnenfrosch nicht über den Atlantik unterhalten kann, sollte man einen Pottwal nicht in einem Dorfteich schwimmen lassen. Beides ist ohne Sinn und Verstand und überflüssig wie ein Kropf!

Aber mir soll es inzwischen auch egal sein.

.g Radeberger Veröffentlicht: 12. April 2017 02:39:42

12.04.2017 – Paradevorbereitungen in Kaliningrad

Der Bevölkerung muß gezeigt werden, in welchem guten Zustand sich die Armee befindet. Nur dadurch ist doch gesichert, daß in solchen Zeiten der realen Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung mit der Nato die Armisten in der Lage sind, die Heimat zu verteidigen.
Die Menschen müssen wissen, warum das Geld des Staates derzeit leider nicht anderen zivilen Vorhaben zugute kommen kann.

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. April 2017 02:50:19

14.04.2017 – Hermann Göring ist tot, seine Datsche nun auch

Na also, geht doch !

.g Radeberger Veröffentlicht: 18. April 2017 02:34:56

16.04.2017 – Tourismus bringt keine Steuereinnahmen für das Gebiet
Das will ich gerne glauben. Wenn Uwe so ab und zu das Hamburger Umland wieder mal unsicher machen will, so ist das für ihn quasi eine "Weltreise", obwohl ein Großteil mittels Aeroplan überquert wird. Und er kennt sich aus, braucht kein Visum beantragen usw. Jeder normale Tourist aus westlichen Gefilden, der sich mit dieser Reiseroute mal beschäftigt hat, läßt beizeiten das Vorhaben fallen, wenn er merkt, wie umständlich das Ganze ist. Dazu kommt noch, daß ein nichtrussisch sprechender oder lesender eigentlich interessierter Reiselustige nichts bis gar nichts über die Unterkunftsmöglichkeiten in Erfahrung bringt. Und auch noch dazu kommt, daß viele westliche Reiselustige der jahrzehntelangen Demagogie der ständigen Rußlandhetze erlegen ist. Hatte selbst vor kurzem so eine Diskussion, die dann erst begriffen, daß das eine russische Reaktion auf die Handlungen der EU, vor allem von Merkel ist.

Walter Mogk Veröffentlicht: 19. April 2017 14:30:39

18.04.2017 - Altersheim in altdeutschem Gutshof

Bei besagtem Gebäude in Gerdauen (Shelesnodoroshnyi) handelt es sich keineswegs um ein "altdeutsches Gutshaus" oder gar einen "Gutshof", sondern um das ehemalige Landratsamt (Kreishaus) des Kreises Gerdauen. Hier war bis 2006 ein Sanatoriums-Internat für Tbc-kranke Kinder untergebracht, das dann wegen der Baufälligkeit des Gebäudes nach Böttchersdorf (Sewskoje) verlegt wurde. Seitdem steht es leer und es wäre sehr schön, wenn dieses Haus wieder auf Vordermann gebracht und genutzt wird - und warum nicht als Altersheim? Aber ob dort westliche Rentner ihren Lebensabend verbringen wollen, da habe ich doch meine Zweifel.

Georg Veröffentlicht: 20. April 2017 09:48:31

Im Zeitraum von 4 Jahren 20 x betrunken am Steuer erwischt zu werden, dürfte gute Chancen haben auf einem Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Spass beiseite, wenn man hochrechnet und die Entdeckerquote bei 1 - 2 Prozent liegt, so muss man folgern, dieser BMW-Fahrer war tagtäglich eine Gefahr für Leib und Leben der Menschen. Ich kenne die Gesetzgebung in Russland nicht, aber es scheint große Probleme bei den ausführenden Organen wie Polizei und Staatsanwaltschaft zu geben. Speziell die Polizei hat doch die Aufgabe, die öffentl. Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, da muss doch spätestens bei der 2. oder 3. Trunkenheitsfahrt die Beschlagnahme des Pkw erfolgen, was das mindeste Mittel wäre. In Deutschland ist ein Richter sogar verpflichtet, aufgrund der gesetzliche Vorgaben, spätestens beim vierten Male (einschlägig) eine Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten ohne Bewährung verhängen. jetzt wundert es mich nicht mehr, warum die Anzahl der Verkehrstoten so extrem hoch ist.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. April 2017 10:06:44

... tja, was soll ich darauf erwidern? Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht ...

.g Radeberger Veröffentlicht: 23. April 2017 02:45:19

"Organisator der Demonstration ist die Bewegung „Offenes Russland“..."
Nun wird es wohl vor allem an den "objektiven" und unvoreingenommenen Medien in Kaliningrad sein, doch mal hinter die Fasade dieses "offenen" Rußland zu schauen, wer denn die wirklichen aber ganz bestimmt nicht uneigennützigen Organisatoren und Finanziers dieser "Bewegung" sind. Ich habe da schon so meine Vermutungen und lag sehr selten daneben. Die Akteure der Veranstaltung werden sich ja am Denkmal einfinden und markige Reden halten.
Da gibt es doch diesen sehr alten Spruch, älter als Jesus Christus. Und das will was heißen. Wem nutzt es?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. April 2017 07:15:10

... Organisator der Bewegung ist Chodorkowski und man kooperiert eng mit Nawalny ... na? Lagen Sie richtig? Weiteres Interessantes dann im Laufe der Woche.

.g Radeberger Veröffentlicht: 23. April 2017 18:57:45

" na? Lagen Sie richtig?"

Wer denn sonst. Der exil- russische Möchtegern- Soros, lt. meiner Vermutung in Zusammenarbeit mit dem echten aus Übersee und irgendeinem natürlich "unabhängigen" Think-tank der USAID. Die dürfen in der Regel dabei nicht fehlen.
Während der echte Soros wohl keine Ambitionen auf den Chefsessel im Weißen Haus hat, würde sich Chodorkowski garantiert nicht lange bitten lassen im Kreml Platz zu nehmen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. April 2017 19:03:11

... um Gottes Willen. Erschrecken Sie mich nicht!

.g Radeberger Veröffentlicht: 23. April 2017 19:41:00

"... um Gottes Willen. Erschrecken Sie mich nicht!"

Meinten Sie letzteren Ch., Uwe?
Das ist keine Erfindung von mir. Vor längerer Zeit gab es nach seiner Ausreise nach der Schweiz, als er sein Versprechen der nichtpolitischen Arbeit gegen Rußland offensichtlich vergessen hatte, ein Interview mit diesem Emigranten, in dem er sich in diesem Sinne etwas geschmeichelt geäußert hatte, falls man ihn fragen würde. Natürlich alles nur zum Wohle Rußlands. Dafür würde er auch sein allerältestes Hemd zerreißen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. April 2017 19:42:41

... bitte nicht übel nehmen, aber mein Kommentar war mehr rethorischer Art ...

.g Radeberger Veröffentlicht: 25. April 2017 04:10:45

"... bitte nicht übel nehmen,..."

... und ich habe es als Aufhänger genommen, diesen Herrn Ch. nochmals so richtig in Erinnerung zu bringen. Entsprechend Ihren neuen Meldungen über das ach so offene Rußland waren meine Worte wohl gar nicht deplatziert.
Die Herrschaften beginnen rechtzeitig mit ihrem "Wahlkampf".
Eine weitere Amtszeit Putins, natürlich auch weiterer wichtiger Politiker/innen und eine weitere Konsolidierung Rußlands dürfte wohl die russophoben Möglichkeiten einiger "wichtiger" Politiker/innen der USA, EU und Nato und deren Amtszeiten überdauern und überschreiten.

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