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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe April 2018

Mi, 18 Apr 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe April 2018

18. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Indien bestellt in Kaliningrad zwei Kriegsschiffe
Indien ist traditioneller Besteller von militärischen Ausrüstungen in Russland. Nun gibt es eine Bestellung von zwei Fregatten für die Kaliningrader Schiffswerft „Jantar“. Die Schiffe tragen den romantischen Projektnamen „11356“. Es gibt auf der Schiffswerft bereits vorgefertigte Schiffskörper für diesen Fregattentyp. Diese wurden auf Bestellung des russischen Verteidigungsministeriums auf Kiel gelegt, aber zeitweilig in der Endausstattung eingefroren. Für Indien werden diese Schiffskörper keine Verwendung finden. Es werden völlig neue Schiffe gebaut. Weitere zwei Schiffe dieser Serie wird Russland auf einer Schiffswerft in Indien bauen.
 
Kaliningrad schließt für zwei Monate die „Doppeldecker“-Brücke
Für zwei Monate wird die zweietagige Brücke (Eisenbahnbrücke) in Kaliningrad für den Verkehr geschlossen. Die Bauarbeiten an der Brücke sollen bis 10. Juni abgeschlossen sein. Um den Schock für die Autofahrer nicht zu groß werden zu lassen, denn es handelt sich um eine der wichtigsten Brücken in Kaliningrad, informieren die Verantwortlichen, dass die Brücke nur in den Nachtstunden geschlossen wird. Die Schließung erfolgt von 23.00 bis 06.00 Uhr. In dieser Zeit wird der Farbanstrich der Brücke im Rahmen der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft erneuert.
 
Unzuverlässige deutsche Firma will sich in Kaliningrad engagieren
Vor wenigen Tagen kommentierte der russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch, dass die deutsche Firma „Siemens“ eine unzuverlässige Firma ist, mit der man sich überlegen sollte, eine Zusammenarbeit zu entwickeln. Diese verärgerten Äußerungen stehen im Zusammenhang mit den Turbinenlieferungen auf die Krim.
Nun erklärte der Präsident von „Siemens“, dass man außerordentlich an der Entwicklung der Zusammenarbeit mit dem Kaliningrader Gebiet interessiert sei – insbesondere was die Fragen der Energiesicherheit anbelangt. Ein Dokument, welches alle Fragen der Zusammenarbeit regelt, soll während des Petersburger Wirtschaftsforums unterzeichnet werden. Sollte sich Siemens für eine hohe Lokalisierung ihres Engagements im Kaliningrader Gebiet entscheiden, wird die Kaliningrader Gebietsregierung auch über Vergünstigungen sowohl für die Firma, wie auch für die Mitarbeiter nachdenken, die nach Kaliningrad übersiedeln – so der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Schenderjuk-Schidkow.
 
17. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Instandsetzung der „Königin-Luise-Brücke“
Die Instandsetzung des Straßenbelages auf der „Königin-Luise-Brücke“ in der Stadt Sowjetsk hat begonnen. Die Instandsetzung bringt Einschränkungen für den Fahrzeugverkehr. Instandgesetzt werden sowohl die Fahrbahn, wie auch die Fußgängerwege. Die Arbeiten sollen bis 16. Mai abgeschlossen werden.
 
Mittlere Altersrente wächst in Kaliningrad
Die durchschnittliche Altersrente im Kaliningrader Gebiet beträgt gegenwärtig 13.400 Rubel. Insgesamt gibt es im Gebiet mehr als 274.000 RentnerInnen, also rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Seit Anfang des Jahres gibt es 4.000 neue Rentner. In Russland gehen Frauen mit 55 Jahren in Rente, Männer mit 60 Jahren. Allerdings gibt es seit einigen Jahren aktive Diskussionen, über eine Anhebung des Rentenalters. Rente selber erhalten die Rentner i.d.R. jeden 16. des Monats. Sie haben die Möglichkeit, die Rente auf ihre Bankkarte überwiesen zu bekommen, oder auf ihr Sparbuch oder aber eine Barauszahlung in einer Postfiliale. Auch der berühmte Geldbriefträger arbeitet noch in Russland für diejenigen Rentner, die ihre Rente nach Hause gebracht haben wollen.
 
Neue, alte Flugverbindung
AirBaltic kam, AirBaltic ging und nun ist AirBaltic wieder gekommen und nimmt den regulären Flugbetrieb zwischen Riga und Kaliningrad auf. Am Montag fand der erste Flug statt. Die Landung in Kaliningrad erfolgte um 23:23 Uhr. Der Rückflug nach Riga erfolgte am Dienstag um 4:30 Uhr. Es wird an sechs Tagen geflogen. Eingesetzt werden Flugzeuge des Typs „Bombardier Q400“. Die Flugzeit beträgt 55 Minuten.
 
16. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Kaliningrad-Domizil quält sich
Seit Tagen quält sich unsere Informationsagentur, für deutschsprachige Leser interessante Informationen aus der Vielzahl der Informationsangebote herauszufiltern. Zwanzig regionale Informationsportale stehen bei uns unter „Beobachtung“. Sie werden es auch am heutigen Informationsangebot feststellen, dass es eine einzige Quälerei war, irgendetwas zu berichten. Wir sind nicht schuld am Informationsdefizit und schlagen Ihnen vor, gemeinsam mit uns auf bessere Informationszeiten zu warten und das kritiklos und geduldig hinzunehmen, was wir Ihnen hier so zumuten.
 
Unfaires Verhalten eines Taxi-Passagiers
In Svetlogorsk nutzte ein Bürger die Dienstleistungen eines Taxi um nach Kaliningrad zu fahren. Nach Beendigung der Fahrt erwartete der Fahrer, dass der Passagier für die Fahrt bezahlt. Das tat dieser nicht, was an sich schon ein gewöhnungsbedürftiger Umstand ist. Dass der Passagier dann aber dem Taxifahrer noch alles Geld abnahm, was dieser im Auto mit sich führte, kann man schon als sehr unhöflichen Akt bezeichnen. Das fand der Taxifahrer auch und zeigte den Mann rücksichtslos bei der Polizei an, die den 49jährigen auch recht schnell fanden. Nachdem er festgenommen wurden war, gab er ohne lange Zickerei zu, dass er keine Lust zum Bezahlen hatte und außerdem sowieso Geld brauchte. Deshalb habe er dem Taxifahrer angeboten, die Fresse zu polieren, wenn er die Mäuse nicht rausrückt.
 
Aus Zehn mach Drei
In Kürze wird die Personalkommission in Kaliningrad festlegen, wer das Schicksal der Stadt Kaliningrad bis zum Jahre 2021 leiten wird. Beworben hatten sich zehn Kandidaten, wobei einige der Kandidaten in der Öffentlichkeit ein leichtes Lächeln hervorgerufen haben. Höflich kommentiert wurden einige Bewerbungen durch die Verantwortlichen damit, dass vermutlich einige der Bewerber sich der Bedeutung des Amtes nicht bewusst sind. Es besteht nicht nur darin, Kaffee zu trinken und Orden zu verteilen. Ab und zu muss auch mal gearbeitet werden. Und so hat die Personalkommission eine Vorauswahl getroffen und sich bei sieben Kandidaten für das gezeigte Interesse bedankt und ihnen alles Gute für die Zukunft gewünscht. Somit bleiben noch drei Kandidaten, von denen einer in einer geheimen Abstimmung durch die Personalkommission ausgewählt wird. Wer ausgewählt wird – darüber gibt es in der Kaliningrader Gesellschaft kaum Zweifel. Am 18. April wird die Stadt dann wieder einen Bürgermeister haben und spätestens am 19. April wird dann wohl auch bekannt werden, welche verantwortliche Funktion der ehemalige Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk in Moskau ausfüllen wird. Es gibt Leute die behaupten, er werde Abgeordneter in der Staatsduma. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich hierzu schwer kommentieren, denn alle Posten der Duma-Abgeordneten sind alle besetzt. Es wird vermutet, dass ein Posten am 18. April frei wird, weil der Duma-Abgeordnete Bürgermeister von Kaliningrad wird.
 
Schockierender Stadtbesuch
Kaum, dass man mal drei Tage nicht im Stadtzentrum von Kaliningrad war, gibt es schockierende Neuigkeiten. Große Teile des Straßenbelages auf dem Leninski-Prospekt, sind in den letzten Tagen abgetragen worden und hier und da schimmert die historische Vergangenheit durch eine dünne Staubschicht. Wie es ausschaut, wird der gesamte Leninski-Prospekt bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft mit einem neuen Straßenbelag versehen. Und dabei hatten wir von „Kaliningrad-Domizil“ (als Nicht-Autofahrer) immer den Eindruck, dass die Straße eigentlich in einem guten Zustand ist. Tja, man kann sich auch irren.
 
„Urnen“ haben unterschiedliche Bedeutung
Wenn man in Kaliningrad von „Urnen“ spricht, dann versteht man darunter Papierkörbe. Davon will die Stadt jetzt, in Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 500 Neue aufstellen. Einen entsprechenden Auftrag im Gesamtwert von 4,1 Mio, Rubel hat eine Kaliningrader Firma gewonnen. Zum bezahlten Preis gehört auch die Demontage der alten Urnen. Bis spätestens 11. Mai müssen alle neuen Urnen aufgestellt sein.
 
15. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Es gibt jede Menge Informationen am heutigen Sonntag in den Kaliningrader Regionalmedien. Aber darunter sind keine, die deutsche Leser interessieren könnten. Aber bei der Gelegenheit informieren wir, dass um 00.00 Uhr Moskauer Zeit, also 23.00 Uhr Kaliningrader Zeit, also auch 23.00 Uhr deutscher Zeit, unsere Meinungsfragen abgeschaltet werden. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.
Wenige Millisekunden später erscheint eine neue Wissensfrage – Sie wissen ja, so ist unsere Tradition seit einigen Jahren. Für die ganz neugierigen haben wir schon mal den Fragebildschirm hier eingestellt. Somit können unsere zeitigen Leser schon mal bei Wikipedia suchen, um die Frage richtig beantworten zu können. Allerdings für diejenigen, die unser Portal regelmäßig lesen und unsere Mediathek bei Youtube besuchen, ist die Frage einfach nur lächerlich einfach.
 
 
 
 
14. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Gouverneur hat angenehme Erinnerungen, die jetzt getrübt werden
Während der Regierungssitzung in der vergangenen Woche, erinnerte sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, gemeinsam mit einem anderen „auswärtigen“ Kollegen über seine Anfangszeit in Kaliningrad im Jahre 2015, als sie gerade angereist und noch nicht in Amt und Würden waren. Da gab es so eine prima Ladenkette „Butil“, die verkaufte sogar noch weit nach Mitternacht Alkohol. Und damals empfand man das als toll, obwohl es den Gesetzen widersprach. Diese regeln, dass Alkohol in Kaliningrad nur in der Zeit zwischen 10-22 Uhr verkauft werden darf. In der Zwischenzeit, so der Gouverneur, haben die Besitzer dieser bekannten Ladenkette reagiert und die Schilder mit den Öffnungszeiten korrigiert – das war´s dann aber auch. Denn real findet der Verkauf von Alkohol auch in der Nacht statt und dazu noch bei ausgewählten Artikeln unter dem gesetzlich festgelegten Mindestverkaufspreis. Und wenn das nicht umgehend aufhört – so der Gouverneur, schon weniger gut gelaunt, wird er zukünftig persönlich die Alkohollizenzen ausgeben. Aber vorher werden noch die Rechtspflegeorgane etwas zu tun bekommen.
Anmerkung UN: Es war ein emotionaler Auftritt und auch nicht der erste dieser Art vom Kaliningrader Gouverneur. Insgesamt ist zu bemerken, dass er sich in seiner Funktion immer sicherer fühlt und real die Führung des Gebietes übernommen hat.
 
Zweites Testspiel im neuen Stadion mit mehr Eintrittskarten
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – so könnte die Überlegung gewesen sein, als man sich entschlossen hatte, für das erste Testspiel am 11. April nur 10.000 von 35.000 möglichen Karten zu verkaufen. Der Andrang war riesig. Nicht nur, weil das Stadion natürlich Neugier erweckte, sondern weil die Preise mit 100-350 Rubel sagenhaft billig waren. Deshalb wurden dann auch noch schnell 5.000 weitere Tickets verkauft. Zum zweiten Testspiel werden jetzt 20.000 Karten angeboten. Auch hier gibt es unterschiedliche Preiskategorien: 100, 200, 350 Rubel. Diejenigen, die über eine Clubkarte verfügen, erhalten eine kostenlose Eintrittskarte. Das zweite Testspiel wird am 21. April stattfinden und das dritte Spiel am 12. Mai.
Anmerkung UN: Kaliningrad-Domizil hat am 11. April das Stadion besucht und für Sie zwei Wege erkundet, wie man am besten dorthin gelangt. Begleiten Sie mich doch ein wenig – klicken Sie auf die Grafik, um zum Videobeitrag in unserer YouTube-Mediathek zu gelangen.
 
 
Mülltrennung in Kaliningrad wird es nicht geben
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow rief zum Thema Mülltrennung in Kaliningrad dazu auf, doch einfach nur realistisch zu denken. Die Bürger werden sich nicht mit der Mülltrennung beschäftigen. Die Gesellschaft ist in Russland noch nicht so weit, dass sie sich wirklich ernsthaft in dieser Frage engagiert. Er selber habe lange in Moskau gelebt und auch dort habe die Mülltrennung durch die Bevölkerung nicht funktioniert. Man brauche Mülltrennung – daran bestehe kein Zweifel. Aber die Mülltrennung muss in professionellen Verarbeitungszentren unter Einsatz moderner Technik vorgenommen werden. Das ist die Lösung für Kaliningrad. Er verwies auch auf die Erfahrungen anderer Länder in der Mülltrennung und es ist augenscheinlich, dass die effektivste Arbeit zur Mülltrennung dort erfolgt, wo sie von Firmen organisiert wird. In Kaliningrad laufen gegenwärtig die Planungsarbeiten für eine neue Müllaufbereitungsanlage. Sie soll in den Jahren 2018-2022 mit einem Investitionsaufwand von 1,4 Milliarden Rubel errichtet werden. 300.000 Tonnen Müll können hier im Jahr aufbereitet werden. Im Zeitraum 2020-2023 soll dann im Kreis Neman eine weitere Müllsortieranlage eingerichtet werden. Hierfür sind 400 Mio. Rubel eingeplant. Die Anlage wird in der Lage sein 40.000 Tonnen im Jahr zu verarbeiten. Weiterhin sollen zwei Müllsammelstellen für die Stadt Kaliningrad mit einer jährlichen Kapazität von je 100.000 Tonnen eingerichtet werden. Von dort aus werden dann die Müllaufbereitungsanlagen beliefert. Hierfür werden pro Platz 200 Mio. Rubel investiert. Bis 2021 sollen die Plätze einsatzbereit sein.
 
Kaliningrader Künstler organisiert originelle Straßenausstellung
Der Kaliningrader Künstler Waleri Romaneko hat eine originelle Ausstellung seiner Arbeiten unter offenem Himmel organisiert. Er hängte seine Bilder an dem Grundstückszaun seines Hauses auf. Die Ausstellung befindet sich an der Kreuzung ul. Katina/ul. Mendelejewa. Es handelt sich um mehrere dutzend Bilder, alle auf Holz gezeichnet bzw. aus verschiedenen Materialien konstruiert. Der Künstler kommentiert, dass Fälle von Diebstahl oder Vandalismus sehr selten sind. Die Ausstellung wird regelmäßig erneuert. Er verkauft diese Bilder und verlässt sich bei dem Preis auf den gesunden Verstand des Käufers, denn der bestimmt den Preis. Seine Bilder sind witterungsbeständig und können das ganze Jahr draußen hängen – so der Künstler.
 
Foto: Originelle Straßenausstellung von Bildern eines Kaliningrader Künstlers
 
In Kaliningrad wurde erheblich weniger gebaut
Im Jahre 2017 wurden 24,3 Prozent weniger Wohnungen gebaut, als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 209 Häuser errichtet mit einer Fläche von 457.400 Quadratmetern. Bei Einfamilienhäusern wurden sogar 31.900 Quadratmeter weniger gebaut, was einem Rückgang von 48 Prozent entspricht. Platzhirsch bei der Errichtung von Wohnraum ist nach wie vor die Firma „Megapolis“. Hausherr und Besitzer ist Jewgeni Morosow – ehemaliger Vizegouverneur und zuständig für Bauwesen in der Gebietsregierung.

 

13. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Investor bekommt kalte Füße
Die Firma „WestDevelopment“ hatte die Absicht, in Selenogradsk Appartements und 30 Gästehäuser zu errichten. Diese sollten am Ufer des Flusses Trostjanka stehen. Nun hat man einen Rückzieher gemacht, wie der Gouverneur Anton Alichanow mitteilte. Die Firma hat sich wohl in eine andere Region verliebt und will nun dort aktiv werden. Der Bau der Anlage stand in irgendeinem Zusammenhang mit dem Strandlift, der ebenfalls neu gebaut werden sollte. Dieses Bauvorhaben bleibt aber nach wie vor bestehen und wird umgesetzt. Die Baufirma möchte ein Grundstück für den Bau des Strandfahrstuhls ohne Ausschreibung erhalten. Die Investitionen für den Bau belaufen sich auf 46,5 Mio. Rubel. Bis 2020 soll der Fahrstuhl errichtet sein.
 
Tragischer Absturz eines Militärhubschraubers
Donnerstagnacht, kurz vor Mitternacht, kam es zu einem tragischen Absturz eines Militärhubschraubers vom Typ Ka-29 über der Ostsee. Dabei kamen beide Piloten ums Leben. Darüber informierte der Pressedienst der Ostseeflotte am Freitag. Der Hubschrauber befand sich auf einem Übungsflug. Hierbei sollte die Landung auf einem Seelandungsschiff trainiert werden. Das Seelandungsschiff, auf dem die Landung stattfinden sollte, ist ein Neubau und befindet sich in der Erprobungsphase in der Ostsee. Das Schiff selber hat keinerlei Beschädigungen erhalten. Der abgestürzte Hubschrauber soll sich in einer Meerestiefe von zehn Metern befinden. Die Bergung des Hubschraubers wird unbedingt erfolgen, da man die Ursachen für den Absturz nur durch Bergung erfahren kann.
 
Für Eisenbahnliebhaber – der Zug nach Moskau wird jetzt schneller
Die Kaliningrader Eisenbahn plant die Fahrtzeit für den Zug zwischen Kaliningrad und Moskau zu verkürzen. Gleiches gilt für die Zugverbindung nach St. Petersburg. Beginnend ab Mai wird die Fahrzeit bis Moskau noch 19.10 Std. betragen. Damit ist der Zug immerhin um neun Minuten schneller, als nach dem alten Fahrplan. Allerdings gaben die Verantwortlichen der Kaliningrader Bahn eine optimistische Zukunftsprognose, denn in fünf Jahren könnte es sein, dass die Fahrt nach Moskau nur noch 15 Stunden beträgt. Um die Fahrtzeit zwischen Kaliningrad und dem russischen Mutterland real und spürbar zu verkürzen, ist in erster Linie das Transitland Litauen gefragt. Hier gibt es aber – aus politischen Erwägungen – kein wesentliches Interesse, den russischen Reisenden das Leben zu erleichtern. Zur Erhöhung der Zuggeschwindigkeit innerhalb des Kaliningrader Gebietes, wurden viele Eisenbahnübergänge rekonstruiert. Deshalb ist es jetzt möglich, dass die Züge innerhalb des Gebietes eine Geschwindigkeit von 100 km/h entwickeln können. Eine weitere Möglichkeit, die Fahrzeit zu verkürzen, ist die Zoll- und Grenzkontrolle während der Fahrt zur Grenze oder von der Grenze nach Kaliningrad. Hierfür ist eine Änderung der russischen föderalen Gesetzgebung nötig.
Die Fahrzeit des Zuges bis St. Petersburg beträgt 24 Stunden, wobei die reale Zeit, wo sich der Zug in Bewegung befindet, nur 15 Stunden beträgt.
 
Wart auf mich, ich kehr zurück …
So beginnt ein russisches Gedicht und man kann dies auch anwenden auf die Pläne der Kaliningrader Bahn, nun doch eine ständige Zugverbindung zwischen Kaliningrad und Gdynia einzurichten. Zumindest verkündete diese Gedanken der Vorsitzende der Kaliningrader Bahn am Freitag. Er hoffe, dass es doch zu einer ständigen Zugverbindung ab Herbst 2018 kommen wird. Ein genaues Datum wollte er nicht nennen, meinte aber, dass der Zug einmal in der Woche am Samstag verkehren werde.
Anmerkung UN: Da möchte man doch fast ausrufen: „Was, doch so oft!“

 

12. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Gouverneur kümmert sich um die britischen Fußball-Fans
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat versprochen, dass die britischen Fußball-Fans, welche nach Kaliningrad reisen, keinen unbegleiteten Schritt von der Grenze bis zum Stadion gehen werden. Die Rechtspflegeorgane werden in Kaliningrad eine „psychologische Situation“ schaffen, dass alle verstehen, dass bei uns Recht und Ordnung herrscht und man sich anständig zu verhalten habe. Für betrunkene und aggressive Fans wird es polizeiliche Isolatoren geben. Insgesamt sind alle Fragen der Sicherheit organisiert – so Anton Alichanow. Es freuen sich alle auf die Weltmeisterschaft und auch darüber, dass die Engländer in Kaliningrad spielen werden. Das Spiel England gegen Belgien findet am 28. Juni statt.
 
Neue Sonderzone scheint langsam an Popularität zu gewinnen
Seit Anfang des Jahres gibt es im Kaliningrader Gebiet 23 neue Residenten. Im gesamten vergangenen Jahr haben sich 27 Residenten registrieren lassen. Insgesamt verfügt das Gebiet nun über 161 Residenten, die sich über Steuerfreiheit und weitere Vergünstigungen im Verlaufe von 6+6 Jahren freuen können.
Erfreulich ist, dass sich immer mehr IT-Firmen für das Kaliningrader Gebiet interessieren. IT-Firmen und Consulting-Firmen müssen nur eine Million Rubel im Verlaufe von drei Jahren investieren, um die Vorteile eines Residenten der Sonderwirtschaftszone zu genießen. Weiterhin informierte der Gouverneur, dass man plane, für Firmen, die sich im Bereich der Digitaltechnik engagieren und nach dem vereinfachten Steuersystem arbeiten, die wenigen anfallenden Steuern noch um weitere 50 Prozent zu senken.
 
Eins minus Eins macht Null
Kaliningrad leidet seit vielen Jahren unter dem Problem der Transportsicherheit. In vielen Fragen ist der freie Verkehr von Waren und Personen abhängig von den Stimmungen und Launen der benachbarten Länder Polen und Litauen. Versäumt wurde in der Vergangenheit, den Fährbetrieb zu organisieren, zu entwickeln und auszubauen. Nun sind die Planungen angelaufen, um dieses Problem zumindest teilweise zu beheben. Bis zum Einsatz einer der geplanten neuen Fähren, vergehen aber noch mindestens zwei, wenn nicht gar drei Jahre. Bis dahin verkehrt auf der Strecke Kaliningrad- Ust-Luga nur eine Fähre, die Kaliningrad mit dem russischen Mutterland verbindet. Und eben diese Fähre ist nun ausgefallen. Somit gibt es gegenwärtig weder einen Passagier- noch einen Frachttransport über Wasser. Die Fähre „Peterburg“ konnte 120 Passagiere transportieren. Wie lange die Instandsetzung der Fähre beanspruchen wird, konnten die Verantwortlichen nicht mitteilen.
 
Chrabrowo schaut optimistisch in die Zukunft
Der Kaliningrader Airport Chrabrowo schaut optimistisch in die Zukunft. Wobei Zukunft in diesem Fall bis zum Ende der Woche bedeutet. Denn dann soll der Vorplatz des Airports fertiggestellt und der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben werden. Weiterhin soll das Foyer des Airports eröffnet werden. Funktionieren wird auch der neue Parkplatz, für den der Airport natürlich sofort fünf Parkschein-Automaten gekauft hat. Wie der Generaldirektor des Airports kommentierte, werden zukünftig an der Ausfahrt keine Onkels, Tanten und Jünglinge mehr sitzen und Geld kassieren. Alles geschieht automatisch. Damit nicht gleich wieder gemeckert wird, informierte der Generaldirektor, dass das fehlende Gras dem Umstand geschuldet ist, das es noch nicht zu wachsen begonnen hat. Er gehe vom Monat Mai aus. Und dann werden auch, die jetzt noch fehlenden, Sitzbänke aufgestellt.

 

11. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Spaziergang zum neuen Fußballstadion "Kaliningrad" auf der Insel
Am 11. April 2018 um 20.00 Uhr findet das erste Testspiel im neuen Fußballstadion "Kaliningrad" auf der Oktoberinsel statt. Wir haben am Morgen einen Spaziergang unternommen und zeigen, wie man zum Stadion gelangen kann.
In den letzten zwei Monaten, nach unserem letzten Besuch der Baustelle, hat sich sehr viel getan und man kann sich kaum noch orientieren, wenn man den Zustand von vor zwei Monaten verinnerlicht hat. Trotz der großen Baufortschritte, bleiben noch viele Arbeiten zur Infrastruktur und zur Gestaltung des Geländes bis zum Beginn der Weltmeisterschaft Mitte Juni zu erledigen.
 
 
Kaliningrad kann Off-Shore-Zone für Sanktionsopfer werden
Der Kaliningrader Gouverneur informierte, dass das Kaliningrader Gebiet sich als Off-Shore-Zone anbietet. Hier können die russischen Unternehmer aktiv werden, die von den internationalen Sanktionen betroffen sind. In einem Interview mit TASS meinte Alichanow, dass die Schaffung einer derartigen Zone natürlich nicht in die Kompetenz des Gebietes fällt, aber man, wenn das föderale Zentrum diesen Gedanken aufgreift, natürlich bereit ist, diesen aktiv umzusetzen.
 
Militärische Flughäfen im Kaliningrader Gebiet nicht für zivile Nutzung geeignet
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte einige Überlegungen, für den Fall, dass der Kaliningrader Airport Chrabrowo ausfällt, oder den Anforderungen nicht gewachsen ist, auch die im Kaliningrader Gebiet vorhandenen Militärflugplätze für zivile Zwecke zu nutzen. Insbesondere wurde hier an den Flugplatz in Tschernjachowsk gedacht. Während seines Besuches in der Kreisstadt Tschernjachowsk informierte er die dortigen Verantwortlichen, dass er den Gedanken einer alternativen zivilen Nutzung im Notfall nicht teile. Das Verteidigungsministerium, so eines der Argumente, wird es wohl kaum gestatten, dass sich Zivilisten dort aufhalten. Die gegenwärtigen Probleme in Chrabrowo hängen damit zusammen, dass die Rekonstruktionsarbeiten an der Start- und Landebahn immer noch nicht abgeschlossen sind. Nach Abschluss dieser Arbeiten, wird es die gegenwärtigen Probleme mit erheblichen Verspätungen nicht mehr geben – meint der Gouverneur.
 
Letzte deutsche Holzpfeiler entfernt
Spezialisten der Stadtwirtschaft Selenogradsk haben die letzten deutschen Holzpfeiler, die die hölzerne Strandpromenade getragen haben, entfernt. Insgesamt wurden noch 40 Holzpfeiler aus dem Sand des Strandes ausgegraben. Die Bergung der Holzpfeiler war nur mit Hilfe schwerer Technik möglich gewesen. Die Holzpromonade wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet und hatte eine Länge von fast einem Kilometer.
 
Kaliningrad erhält zweiten Nationalpark
In der Kaliningrader Gebietsregierung werden Dokumente vorbereitet, auf deren Grundlage bis zum Jahre 2020 ein zweiter Nationalpark (neben dem schon bestehenden auf Kurskaja Kosa) geschaffen werden soll. Eingerichtet wird er in der ehemaligen Rominter Heide, dem heutigen Wyschtynezker Park. Darüber informierte am Mittwoch in einem Radiointerview der Kaliningrader Minister für Umweltschutz Oleg Stupin. Die russische Zentralregierung hat diese Planungen bereits für gut befunden und wird sie unterstützen. Weiterhin soll es im Bereich Baltiskaja Kosa gesonderte Umweltschutzzonen geben. Auch hier hat die russische Zentralregierung ihr Einverständnis erklärt. Diese Entscheidungen sind Grundlage, um aus dem föderalen Haushalt zusätzliche Geldmittel für die Förderung des Tourismus zu erhalten.

 

10. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Wo Licht ist, ist Schatten nicht weit
Seit Monaten informiert Russland über das System „Tax-Free“, welches bis zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft eingeführt werden soll. Nun ist es gestartet, auch wenn es sehr viele Abstriche am System zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt. Auch Kaliningrad nimmt daran teil. Allerdings ist bisher nur der Grenzübergang Mamonowa-2 als Punkt bestätigt worden, um seine Tax-Free-Ansprüche geltend zu machen. Wer also ein paar Rubel Mehrwertsteuer erstattet haben möchte, müsste gegenwärtig noch einen größeren Umweg zur Ausreise in Kauf nehmen. Und es existiert noch ein weiteres Problem: Es gibt noch keine Geschäfte in Kaliningrad, wo man Tax-Free einkaufen kann. Aber derartige kleinere Unorganisiertheiten werden sich sicherlich in den kommenden Monaten noch lösen lassen.
 
Und sie öffnet sich doch – die Hohe Brücke
Erstmals wurde ein Video veröffentlicht, wo die Öffnung der Hohen Brücke nach der Rekonstruktion gezeigt wird. Die Brücke kann per Hand, durch fleißiges kurbeln geöffnet werden. Bereits nach 1,5 Stunden fleißigen Kurbelns, ist die Brücke vollständig geöffnet und die Schiffe können passieren. Allerdings gibt es auch ersatzweise, falls keine Hände zur Verfügung stehen, die Möglichkeit, die Brücke per Knopfdruck zu öffnen. Der alte Mechanismus der Brücke, noch aus deutschen Zeiten, wurde demontiert und dem Museum „Friedländer Tor“ übergeben.
 
 
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht
Für das Kaliningrader Gesundheitswesen gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass weiterhin fest an dem Plan gearbeitet wird, das dringend benötigte Onkologische Zentrum auf Kosten des föderalen Haushaltes zu bauen. Die schlechte Nachricht ist, dass das Zentrum um 400 Mio. Rubel teurer wird, als ehemals geplant. Gebaut wird das medizinische Zentrum in der Siedlung Rodniki im Kreis Gurewsk. Die Gesamtkosten belaufen sich jetzt auf 6,1 Mrd. Rubel. Wie der Gouverneur informiert, beginnt man Mitte des Jahres mit den Bauarbeiten.
 
Die Lackiererin wurde gefunden
Gestern berichtete „Kaliningrad-Domizil“ über die Tradition von Kaliningrader Studenten, zu den Osterfeierlichkeiten den beiden männlichen Wisenten, vor dem Gebäude der Technischen Universität“, gewisse Einzelteile, die für die Fortpflanzung unerlässlich sind (der Volksmund sagt „Eier“) anzustreichen. In dem Videobeitrag wurde sehr deutlich gezeigt, dass die Lackierung doch erhebliche qualitative Mängel aufweist und wohl nochmal nachlackiert werden muss. Nun wurde bekannt, dass die Polizei die Lackierer gefunden hat. Es handelt sich allerdings um eine Lackiererin, die sich von ihrem Begleiter bei den Lackierarbeiten hat filmen lassen. Dass sie auch noch von offiziellen Kameras gefilmt wurde, war ihr wohl nicht bekannt. Nun besteht die Möglichkeit, die junge Frau zur Verantwortung zu ziehen und sie zur Nachbesserung der Lackierung zu verurteilen. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Video der Kaliningrader Polizei zu gelangen.
 
 
Kommt die englische Königin nach Kaliningrad?
Vor wenigen Wochen wurde von britischer Seite verkündet, dass zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, keine offiziellen britischen Vertreter nach Russland reisen werden. Dies steht im Zusammenhang mit dem Fall „Skripal“. Nun halten sich standhaft Gerüchte, dass die britische Königin nach Kaliningrad kommen wird. Ihr wurden Informationen zugetragen, dass es in Kaliningrad drei britische Restaurants gäbe und sie wolle sich persönlich vom Wahrheitsgehalt dieser Meldung überzeugen.
„Kaliningrad-Domizil“ kann „mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ informieren, dass diese Meldungen der Wahrheit entsprechen. Bis vor wenigen Tagen existierten in Kaliningrad nur zwei britische Restaurants. Aber nun hat ein dritter Pub in der Gorkistraße im Norden der Stadt seine Türen geöffnet und erwartet russische und britische und … überhaupt alle Gäste … Zur Beweissicherung hat „Kaliningrad-Domizil“ einen Videobeitrag erstellt und in der Mediathek bei YouTube zur freien und kostenlosen Nutzung bereitgestellt. Klicken Sie auf die Grafik um zum Beitrag zu gelangen.
 

 
09. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Schluss mit der individuellen Individualität in Kaliningrad
Die Fassaden von Cafés, Restaurants und Geschäften werden einem einheitlichen ästhetischem Standard und städtischen Regeln unterworfen. Die Unternehmer, die in den ersten Etagen (deutsch: Paterre) eine kommerzielle Einrichtung unterhalten, haben sich diesen neuen Regeln zu beugen. Das verkündete der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad Andrej Anisimow. Die Firma „Strelka“ hat das Konzept hierzu entworfen. Für einen Großteil der Unternehmer besteht viel Arbeit bevor, denn die wenigen Elemente der äußeren Gestaltung ihrer Einrichtungen, entsprechen den neuen Forderungen. Zeitlich unter Druck gesetzt werden die Unternehmer, deren Einrichtungen sich entlang der sogenannten Protokollstrecken befinden. Diese haben bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft die Forderungen komplett umzusetzen.
 
Polnische Stadt Gdansk will Kaliningrad helfen
Die polnische Stadt Gdansk will Kaliningrad während der Fußball-Weltmeisterschaft helfen. Natürlich ist diese Hilfe nicht ganz uneigennützig, aber zumindest hören sich die Gedanken, im Interesse der Fußball-Fans gut an. In Gdansk will man den Fans entgegenkommen, die sich dazu entschließen, in der Stadt zu übernachten, um dann nach Kaliningrad weiterzureisen. Hierzu plant die Stadt drei zusätzliche Varianten:
  1. Spezielle Linienbusse
  2. Einsatz der Eisenbahn, die im Januar getestet wurde
  3. Einsatz von Schiffsfähren
Insgesamt beträgt die Entfernung zwischen Gdansk und Kaliningrad 170 Kilometer und man geht davon aus, dass der Transport innerhalb von fünf Stunden bewältigt werden kann.
 
Abriss der „Chruschowkas“ auch in Kaliningrad möglich
Der Vorsitzende des Komitees für Architektur und Städtebau der Kaliningrader Stadtverwaltung Artur Krupin vertritt die Ansicht, dass es auch in Kaliningrad möglich ist, so wie in Moskau jetzt durchgeführt, die „Chruschowkas“ abzureißen und durch neue moderne Wohnbauen zu ersetzen. Der Zustand der Bauten ist in einem unbefriedigenden Zustand und es muss etwas geschehen. Allerdings ist die Hilfe des Staates notwendig. Man will jetzt die Erfahrungen aus Moskau abwarten und dann für Kaliningrad entscheiden. Sollte es dazu kommen, dass auch in Kaliningrad das Renovationsprogramm angewandt wird, so kann dies natürlich nur mit dem vollständigen Einverständnis der Bevölkerung und der Bewohner der betroffenen Häuser erfolgen – so Krupin.
 
Kaliningrad hofft auf weiteren Migrationszuwachs
Im Zeitraum 2018-2020 hofft Kaliningrad auf einen weiteren Migrationszuwachs von insgesamt 6.000 Personen. Dies teilte der Pressedienst der Gebietsregierung mit. Es gibt viele Russen, die gegenwärtig im Ausland wohnen und nach Russland zurückkehren wollen. Russland ist aber vorrangig daran interessiert, hochqualifizierten Spezialisten die Rückkehr zu erleichtern, die dann den russischen Arbeitsmarkt mit ihren Fähigkeiten und Kenntnissen bereichern. Bereits zehn Jahre gibt es ein Rückübersiedlerprogramm für das Kaliningrader Gebiet. In dieser Zeit haben 41.000 Personen die Förderungsangebote der Region genutzt. Zu den Vergünstigungen gehört, dass sie beschleunigt die russische Staatsbürgerschaft erhalten. Weiterhin steht „Operativer Wohnraum“ für die Übersiedler zur Verfügung. Ein Teil der Übersiedlungskosten und Umzugskosten werden vom Staat erstattet und es gibt Starthilfen.
 
Ergänzung zur Meldung vom gestrigen Tag
Am gestrigen Pascha-Fest informierten wir Sie, dass, wie jedes Jahr zu Ostern, es auch in diesem Jahr den Kaliningrader Studenten gelungen ist, den "Kämpfenden Wisenten" vor der Technischen Universität, die "Glocken" anzustreichen. In diesem Jahr haben die Studenten eine gelbe Farbe gewählt. Eine Qualitätskontrolle durch "Kaliningrad-Domizil" ergab, dass ein wenig gepfuscht wurde. Da muss wohl nochmal nachlackiert werden. Hier reichen wir den Filmbeitrag zu unserer gestiegen Meldung nach.
 
 
Vizegouverneur fordert auf, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben
Der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Rolbinow forderte die Fans auf, die am 11. April das erste Testspiel im neuen Stadion besuchen, den Verantwortlichen alle Mängel zu melden, die sie feststellen. Hierfür gibt es einige Hot-Lines, die genutzt werden können. Er kommentierte, dass man beim ersten Testspiel die Erwartungen nicht zu hoch schrauben sollte. Es wird sehr viele Unzulänglichkeiten geben. Die offizielle Stadioneröffnung wird am 12. Mai stattfinden. Bis dahin hofft man, noch viele Mängel beseitigen zu können. Zum zweiten Testspiel wird auch die Anzahl der Eintrittskarten auf bis zu 23.000 erhöht (zum ersten Testspiel wurden nur 10.000 Karten verkauft und bedingt durch den enormen Andrang noch weitere 5.000 Karten nachgereicht). Zum dritten Testspiel wird das Stadion mit 35.000 Plätzen schon voll ausgelastet werden.
 

 

08. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Wettbewerb um die schönste Redewendung
Es gibt zwei Redewendungen, die in den letzten Tagen im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen:
  1. Mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
  2. Am Abend ist man klüger als am Morgen
Welche von den beiden Redewendungen gefällt Ihnen besser? Um Ihnen ein wenig zu helfen. Die erste Redewendung wird derzeit in Großbritannien fast täglich traktiert, um der Weltöffentlichkeit mitzuteilen, wie schuldig die Russen sind. Die zweite Redewendung ist typisch Russisch und wurde von Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten verwendet, als ein Journalist ihn fragte, warum sich Russland so lange Zeit nimmt, mit der Ausweisung westlicher Diplomaten. Und als er am Morgen den Satz gesagt hatte, begannen am Nachmittag die Ausweisungen. Vielleicht haben Sie noch zwei, drei Sekunden Zeit und nehmen an unserer Blitzumfrage teil … gleich hier links von diesem Artikel? Klicken Sie einfach nur auf den Satz, der Ihnen besser gefällt.
 
 
Aktive armenische Gemeinde im Kaliningrader Gebiet
Mehr als 25.000 Armenier leben und arbeiten im Kaliningrader Gebiet. Für sich, ihre geschäftlichen und kulturellen Interessen, haben sie im Norden der Stadt, im Stadtteil "Nordberge" ein Kulturzentrum mit Kirche und anderen Einrichtungen geschaffen. Ein beeindruckender Platz auch für Nicht-Armenier - nur um ein wenig auszuruhen und die Natur zu genießen.
 
 
WIFI an drei Bahnhöfen zur Weltmeisterschaft freigeschaltet
Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft werden drei Bahnhöfe mit WIFI ausgestattet. Freuen können sich darüber Passagiere des Nordbahnhofs in Kaliningrad, sowie der Bahnhöfe in Swetlogorsk und Selenogradsk. Insgesamt werden dann 136 Objekte der Kaliningrader Bahn an das WIFI-Netz angeschlossen sein. Um im Eisenbahnnetz das kostenlose WIFI-Angebot nutzen zu können, reicht es aus, sich einmal zu registrieren. Dann schaltet sich das WIFI-Netz immer automatisch zu, wenn sich das Endgerät in der Reichweite befindet, ohne dass der Nutzer noch irgendetwas tun muss. Um sich zu registrieren, haben die Passagiere unterschiedliche Möglichkeiten. So kann als Ident auch der Fahrschein für die Bahn genutzt werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft für ausländische Passagiere, die ihr Mobiltelefon oder ihre ausländische Sim-Karte nicht zur Registrierung nutzen wollen. In Kaliningrad verfügt der Südbahnhof (Hauptbahnhof) bereits seit 2016 über WIFI. Im Gebäude befindet sich auch eine Ladestation für Endgeräte.
 
 
Sicherheitskontrollen werden schärfer
In Kaliningrad werden sicherheitsrelevante Bereiche Schritt für Schritt mit zusätzlichen Einrichtungen für die Kontrolle von Gepäck und Personen ausgestattet. Nun ist auch der Nordbahnhof davon betroffen. Darüber berichtet die Regionale Transportfirma, die für den Passagiertransport im Bereich dieses Bahnhofes verantwortlich ist. Die Passagiere müssen durch einen Metalldetektor. Handgepäck und Gepäck werden durchleuchtet. Es wird darauf hingewiesen, dass es insbesondere in Hochdruckzeiten zur Schlangenbildung kommen kann. Passagiere sollten dies einplanen und ein wenig eher zum Bahnhof kommen.
 
Nach drei Tagen war der Endkampf beendet: 9. April 1945
Viele Monate hatte sich die Festung Königsberg unter dem Kommandeur General Lasch auf den Kampf gegen die sowjetischen Truppen vorbereitet. Das Eindringen sowjetischer Truppen nach Deutschland sollte so lange wie möglich hinausgezögert werden. Vielleicht hatten einige aber wirklich noch die Hoffnung auf einen Endsieg. Nur drei Tage benötigten die sowjetischen Truppen, um die Stadt einzunehmen und von General Lasch die bedingungslose Kapitulation einzufordern. Am 9. April 1945 unterzeichnete General Lasch die bedingungslose Kapitulation seiner Truppen in der Stadt Königsberg. Zur Erinnerung an dieses Ereignis, wurde einer zentralen Straße in Kaliningrad der Name „Straße des 9. April“ verliehen.
 
Pünktlich zu Ostern
Kaliningrad hat am Sonntag das orthodoxe Osterfest gefeiert. Dabei haben „Aktivisten“ nicht die Tradition vergessen, den „Kämpfenden Wisenten“, einer historischen Skulptur vor dem Gebäude der Technischen Universität, wieder die Eier anzustreichen. Wie in den Sozialmedien zu sehen ist, haben die „Aktivisten“ in diesem Jahr die gelbe Farbe bevorzugt.
 

 

07. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Nachrichtenarmut in Kaliningrad
Haben Sie es schon bemerkt? Die Nachrichtenlage aus Kaliningrad wurde in den letzten Tagen immer dünner. Das hängt nicht damit zusammen, dass wir von „Kaliningrad-Domizil“ keine Lust mehr haben, sondern damit, dass es zwar jede Menge Nachrichten und Informationen gibt, aber nichts, was einen deutschen Leser interessieren könnte. Und leider setzt sich das auch heute fort und wird morgen nicht anders sein, denn traditionell ist das Wochenende immer nachrichtenarm. Diesmal kommt noch hinzu, dass wir in Russland Ostern feiern – aber nur am Sonntag. Wissen Sie eigentlich, wie ein orthodoxes Osterfest gefeiert wird? Es unterscheidet sich erheblich von dem Osterfest, welches Sie in Deutschland kennen. Wir haben einen kleinen Film erstellt – vielleicht haben Sie Zeit, Lust und Interesse. Dann schauen Sie mal in unserer Mediathek bei Youtube vorbei. Einfach nur auf die Grafik klicken.
 
 
Kaliningrader geben keine Ruhe, Polen bleiben stur
Es ist doch merkwürdig, dass die Kaliningrader zum Thema „Kleiner visafreier Grenzverkehr“ den Polen einfach keine Ruhe geben und immer noch darauf hoffen, dass dieses menschenfreundliche System zwischen beiden Ländern wieder in Kraft gesetzt wird. Dabei muss es doch den Russen klar sein, dass die jetzige Lage den Polen einfach keine Wahl lässt, sich gegenüber den Russen menschenfreundlich zu zeigen. Und so erklärte das polnische Innenministerium in der vergangenen Woche auch, dass es keinen kleinen visafreien Grenzverkehr mehr geben werde, auch nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Als Grund wird angeführt, dass Polen um seine Sicherheit fürchte und der hohe Militarisierungsgrad des Kaliningrader Gebietes. Umgekehrt ist nicht zu hören, dass Russland um seine Sicherheit im Kaliningrader Gebiet, bedingt durch den hohen Militarisierungsgrad Polens, insbesondere durch amerikanische Truppen in Grenznähe, fürchtet.
 
Unsere monatliche Meinungsumfrage
Wir wollten erinnern, dass es wieder eine Meinungsumfrage gibt. Sie haben doch eine Meinung – oder? Gut, dann tun Sie die bitte kund – auch auf unserem Portal, zumal dies sowohl kostenfrei, wie auch anonym ist. Sie brauchen sich noch nicht mal zu registrieren, sondern einfach nur mit der Maus klicken. Und kaum, dass Sie geklickt haben, erschließen sich für Sie neue Wissenswelten. Sie erhalten zusätzliche Informationen zum russischen Parteiensystem, sowie eine interessante Zahl zum deutschen Parteiensystem. Ach, … ehe ich es vergesse! Wussten Sie, dass Deutschland weniger politische Parteien hat als Russland? Und das in Deutschland politische Parteien viel schneller „automatisch“ liquidiert werden als in Russland?
 
Sie finden die Meinungsumfrage gleich links von diesem Artikel. Also, sind Sie mutig und wagen Sie den Klick.
 
Kaliningrader Gouverneur – ein Träumer?
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist in Moskau „Skolkowo“ aufgetreten. Vor den dort Versammelten erklärte er, dass es BMW durchaus schaffen könnte, im Verlaufe von zwei Jahren ein neues Werk in Kaliningrad zu errichten. „Ich hoffe, dass wir die Gespräche jetzt beenden können und BMW mit den Baumaßnahmen beginnt“, - so Anton Alichanow. Vermutlicher Standort für das BMW-Werk könnte der Industriepark in Chrabrowo, unmittelbar vor den Stadttoren Kaliningrads werden. Wie der Gouverneur weiter mitteilt, ist das Gebiet bereit, auch jetzt wieder 250 Mio. Rubel zu investieren.
Anm. UN: Schade, dass es die Kaliningrader Verantwortlichen immer noch nicht erkannt haben, dass das deutsche Unternehmen BMW seit 2012 mit seiner Hinhaltepolitik das Gebiet betrügt und eingegangene Versprechen nicht erfüllt und wohl auch nicht erfüllen wird.
 

 

06. April 2018 – EREIGNISSE IM GEBIET UND DER STADT KALININGRAD
 
Kaliningrader Gouverneur kopiert den Präsidenten
Einige nennen das Kaliningrader Gebiet auch „Klein-Russland“. Verantwortlich für die Führung dieses kleinen Russlands ist ein Gouverneur – in unserem konkreten Fall der jüngste Gouverneur Russlands, Anton Alichanow. Dieser scheint sich den russischen Präsidenten zum Vorbild genommen zu haben – zumindest was die Frage der Personalpolitik anbelangt. In der letzten Zeit gab es eine Reihe von Rücktritten und Kündigungen (auf eigenen Wunsch) von Kreisleitern und Bürgermeistern im Kaliningrader Gebiet. An sich stellt dies keine große Überraschung dar, denn Anton Alichanow hatte dies bereits vor einigen Monaten angekündigt. Er meinte, dass derjenige gehen müsse, der nicht in der Lage ist, seinen Verantwortungsbereich erfolgreich und mit konkreten Resultaten zu führen. Eine ähnliche Meinung hat Putin – allerdings nicht zu den Kreisleitern, die ihn kaum interessieren, sondern zu den Gouverneuren. Nun hat sich im Kaliningrader Gebiet der City-Manager von Krasnosnamensk, einem Städtchen tief im Osten des Gebietes, gemeldet und mitgeteilt, dass er mit dem Gouverneur überein gekommen ist, dass es besser ist, wenn er seine Funktion zur Verfügung stellt. Der Stadtrat hat den Rücktritt umgehend angenommen und den Arbeitsvertrag vorfristig gekündigt. Der nun Ex-City-Manager hatte die Geschicke der Stadt 12 Jahre geleitet – also ähnlich wie der City-Manager der Stadt Kaliningrad Alexander Jaroschuk, der immer noch ein großes Geheimnis um seinen neuen Arbeitsplatz macht.
 
 
Vorsitzender des Kaliningrader Stadtrats sinniert über neuen City-Manager
Der Vorsitzende des Kaliningrader Stadtrats Andrej Kropotkin hat in einem Interview ein wenig über den neuen City-Manager von Kaliningrad sinniert. Er träume, so Kropotkin, von einem City-Manager, der der Kaliningrader Straßenbahn wieder neues Leben einhauche. Er begründete die Notwendigkeit damit, dass er in Kaliningrad geboren und aufgewachsen ist und deshalb genau weiß, dass die Stadt eine Straßenbahn braucht.
Weiterhin äußerte er sich schon zu einigen Qualitäten, die der neue City-Manager haben muss und kommentierte, sicherlich vor dem Hintergrund, dass alle Kandidaten ihre Bewerbung bis Ende der Bewerbungsfrist eingereicht hatten, dass, wenn die Wahl steht zwischen einem Unterstufenlehrer und einem erfahrenen Politiker, die Wahl nicht schwer fällt. Interessant war zu erfahren, dass es noch einen Tag vor Ende der Bewerbungsfrist nur vier Bewerber um die Funktion des City-Managers gab und heute verkündet wurde, dass es zehn Bewerber, darunter zwei Frauen gibt.
 
 
 
06.04.2018 – Doch noch zwei Bürgermeister-Kandidaten aufgetaucht
Auf den letzten Drücker sind doch noch zwei weitere Bewerber um das Amt des City-Managers von Kaliningrad aufgetaucht. Damit bekommt die Personalausschreibung wenigsten äußerlich einen solideren Farbton und die Auswahlkommission kann von sich behaupten, auch wirklich gearbeitet zu haben, denn die Arbeit der Auswahlkommission besteht im Auswählen. Überraschend stellte sich heraus, dass es insgesamt schon vier Kandidaten gibt: Alexej Silanow, den Duma-Abgeordneten für Kaliningrad. Diesen Namen haben die Kaliningrader wenigstens schon mal gehört. Alexej Swistunow, Andrej Spirkin (Jurist, Jahrgang 1969) und Jewgeni Tschernyschew. Tschernyschew (Jahrgang 1985) ist Vorsitzender der Kaliningrader Wahlkommission. Mit dem heutigen Tag läuft die Bewerbungsfrist ab. Am 16. April wählt die Auswahlkommission aus und am 18. April hat die Stadt einen neuen City-Manager. Insgesamt wird diesem Prozess durch die Kaliningrader Medien bemerkenswert wenig Aufmerksamkeit gewidmet.
 
06.04.2018 – Zeitung haucht ihr Leben aus
Eine der ältesten oppositionellen Zeitungen im Kaliningrader Gebiet, die Wochenschrift „Neue Räder“ wird ihr Erscheinen einstellen. Wie Mitarbeiter der Zeitung informierten, haben alle großen Supermärkte und Einzelhandelsunternehmen es abgelehnt, die Wochenzeitung zukünftig weiter in ihren Einrichtungen zu verkaufen. Gründe wurden nicht genannt. Bereits die letzte Nummer wurde aus fast allen Verkaufsstellen entfernt. Am 4. April informierte die Druckerei, dass sie nicht mehr bereit ist, die Zeitung zu drucken. Begründet wurde dies, dass der Druck nicht mehr rentabel ist. Somit müsste die letzte Zeitung am 5. April erscheinen – so ein Mitarbeiter der Zeitung. Offiziell stellt die Zeitung ihre Arbeit am 10. April ein. Das Kollektiv der Zeitung denkt darüber nach, eine neue Zeitung mit neuen Gesellschaftern herauszugeben. Der Gründer und Besitzer der Zeitung „Neue Räder“ wurde Ende 2017 verhaftet. Er hatte einen hochgestellten föderalen Beamten erpresst und wollte im Gegenzug keine negativen Informationen über den Beamten veröffentlichen. Weiterhin stellte sich heraus, dass er im Besitz einer amerikanischen Aufenthaltsgenehmigung ist und dies sowohl den staatlichen Stellen, wie auch der Kaliningrader Gebietsduma, deren Abgeordneter er war, verschwiegen hat – was einen weiteren Straftatbestand darstellt.

 

05.04.2018 – Blumenkübel für historische Lampen – ein Skandal kocht hoch
Gestern stürmten Fotos von der historischen Brücke „Hohe Brücke“ die sozialen Netzwerke. Diese war über einen längeren Zeitraum für rund eine Milliarde Rubel instandgesetzt worden. Hierzu gehörte auch, pseudo-historische Elemente der Brücke wieder aufzustellen, u.a. Lampen. Die Baufirma verwendete für den Lampensockel billige Blumenkübel zum Stückpreis von 749 Rubel, strich diese schwarz an und erweckte damit historischen Eindruck. Allerdings begann jetzt die Farbe zu blättern und der Betrug wurde offensichtlich. Die Baufirma beeilte sich zu erklären, dass dies nur eine zeitweilige Lösung gewesen sei, um Verschraubungen im Sockel der Straßenlampen zu verdecken. Schon am Dienstagabend begann die Demontage der Blumenkübel durch die Baufirma.
 
05.04.2018 – KFC-Restaurant im Südbahnhof im Gespräch
Schon vor einigen Wochen wurde über die Eröffnung eines KFC-Restaurants in Kaliningrad spekuliert. Firmenvertreter kommentierten die Pläne und meinten, dass man mehrere Plätze zur Auswahl habe. Nun scheint wohl die Wahl auf den Südbahnhof gefallen zu sein, also in unmittelbarer Nähe zum McDonald´s Restaurant, welches vor dem Südbahnhof steht. Die Firma hat bereits Stellenausschreibungen für das neue Restaurant vorgenommen. Vertreter der Kaliningrader Bahn wollten zu den Informationen keine Stellung nehmen.
 
05.04.2018 – Kaliningrad will Mozzarella produzieren
Es ist bekannt, dass sich die ehemalige Gebietsregierung unter dem Gouverneur Zukanow mit allem möglichen Käse beschäftigt hat. Dass sich nun aber auch die jetzige Regierung unter Gouverneur Alichanow mit Käse beschäftigt, ist erstaunlich. Zumindest berichtete der Pressedienst der Regierung, dass in Kaliningrad die industrielle Produktion von Mozzarella aufgenommen wurde. Produzent ist „Saleskoje Moloko“ (Salesker Milch), die in Kaliningrad bestens bekannt ist für ein breites und qualitatives Sortiment an Milchprodukten. Nach bisheriger Planung sollen mindestens 260 Tonnen im Jahr produziert werden. Der Mozzarella soll im Kaliningrader Einzelhandel realisiert werden, aber auch ins russische Mutterland gehen. Die Agrarholding hat einen vollständigen Produktionszyklus für ihre Erzeugnisse organisiert. Man verfügt über eine eigene Viehzucht. Das Unternehmen produziert mehr als 150 Tonnen Milch am Tag. Das Sortiment umfasst rund 130 verschiedene Erzeugnisse. Im Jahre 2017 wurden in Kaliningrad 20 Prozent mehr Milchprodukte hergestellt, als im Jahre 2016.
 
05.04.2018 – Bauzaun ist gefallen, Alexander Newski zeigt sich bereits
Der Bauzaun um das Denkmal von Alexander Newski am Kreisverkehr des Wassiljewski-Platzes ist gefallen. Nicht allen gefällt dieses Denkmal. Manchen ist es zu klein, anderen wiederum zu groß. In ausländischen sozialen Netzwerken sind Stimmen zu hören (lesen), dass in einer deutschen Stadt kein Platz für ein derartiges Denkmal ist. Die Skulptur wurde in der russischen Stadt Moskau für die russische Stadt Kaliningrad geschaffen. Das Denkmal wurde gesponsert. Der Name des Sponsors wurde nicht genannt. Die Statue hat eine Höhe von drei Metern und steht auf einem Sockel von drei Metern. Das Denkmal besteht aus Bronze.  
 
Foto: Denkmal des russischen Heerführers Alexander Newski im Zentrum der russischen Stadt Kaliningrad
 
05.04.2018 – Kaliningrader Ärzte verdienen nicht schlecht
Im Vergleich zum Durchschnittslohn für einen Kaliningrader Arbeitnehmer, der gegenwärtig bei rund 29.000 Rubel liegt, verdient ein Kaliningrader Arzt mit durchschnittlich 60.800 Rubel nicht schlecht. Dies teilte das Kaliningrader Finanzministerium mit. Damit ist das Gehalt der Ärzte im Verlauf der letzten 12 Monate um 23 Prozent gestiegen. Auch die Gehälter für das mittlere medizinische Personal sind in den letzten 12 Monaten mit 45 Prozent stark gestiegen. Das Durchschnittsgehalt liegt hier bei 31.000 Rubel. Mitarbeiter in Sozialdiensten haben 28 Prozent mehr Gehalt bekommen. Sie erhalten im Durchschnitt 31.000 Rubel.

 

04.04.2018 – Experte meint, die Fahrt hätte in den Tod führen können
Der Leiter des Kaliningrader Fahrzeugzentrums „EwroKatschestwo“ Wladimir Skrjabin äußerte, nachdem er Fotos gesehen hat, die deutsche Medien vom russischen Bus, der in Deutschland festgehalten wurde, gesehen hat, dass die Bremsen des Busses in einem lebensgefährlichen Zustand sind. Der Bus darf auf keinen Fall weiter genutzt werden. Er kommentierte, dass der Bus schon lange Zeit mit diesen gefährlichen, defekten Bremsen gefahren sein muss. Eigentlich verfügte der Bus schon über keinerlei Bremsen mehr. Ein Mitarbeiter einer anderen Firma kommentierte, dass der Zustand der Bremsen nicht erst bei der letzten Fahrt so entstanden sein kann. Vor einigen Tagen, als der Fall bekannt wurde, bestätigten alle involvierten Stellen, dass der Bus vor Fahrtantritt einer umfassenden Kontrolle unterzogen worden war.
 
04.04.2018 – Endlich eine Grenze zwischen Russland und Litauen
Die Demarkierung der russisch-litauischen Grenze ist endgültig abgeschlossen. Darüber informiert die zuständige Abteilung des „Grundbuchamtes“ in Kaliningrad. Die Grenze zu Litauen hat nunmehr offiziell festgestellt eine Länge von 297 Kilometern. Durch die Grenzorgane beider Seiten wurden im Verlaufe vieler Jahre Arbeit, insgesamt 559 Grenzpfeiler aufgestellt. Bevollmächtigte Vertreter beider Länder haben ein entsprechendes Dokument zur Feststellung der Grenze und des Grenzverlaufes zwischen beiden Ländern, in Vilnius unterzeichnet.
 
 
04.04.2018 – Regierungspartei will Großreinemachen
Andrej Kropotkin, Sekretär der Gebietsleitung der Partei Einiges Russland informierte, dass der Beschluss gefasst wurde, eine Innenrevision der Partei vorzunehmen. Es gibt zuviele Mitglieder, die keinerlei Interesse am aktiven Parteileben zeigen, zu keinen Veranstaltungen und zu keinen Versammlungen erscheinen. Derartige Mitglieder braucht die Partei nicht und man wird sich von ihnen trennen. Die Partei hat gegenwärtig im Kaliningrader Gebiet mehr als 6.000 Mitglieder. Auch in allen anderen Grundorganisationen der Partei im russischen Mutterland werden die Reihen gelüftet.
 
Foto: Andrej Kropotkin, Vorsitzender des Kaliningrader Stadtrates und der Parteiorganisation „Einiges Russland“ für das Kaliningrader Gebiet
 
04.04.2018 – Kreuzfahrtschiff St.Petersburg-Kaliningrad geplant
Schon im Jahre 2019 soll ein Kreuzfahrtschiff zwischen St. Petersburg und Kaliningrad verkehren. Der Investitionsaufwand beläuft sich auf 120 Mio. Euro. Investor und Betreiber ist die Aktiengesellschaft „Seefassade“. Angelaufen wird vermutlich der neue Seeterminal in der Ostseekleinstadt „Pionersk“ und auf dem Weg dorthin noch andere Ostseehäfen der Anliegerstaaten. Das geplante Kreuzfahrtschiff wird 2.500 Passagiere, Frachten und Fahrzeuge transportieren können.
 
04.04.2018 – Nun doch ein Bewerber für das Amt des Stadtoberhauptes
Am Dienstagabend hat endlich ein Bewerber seine Unterlagen eingereicht und damit seinen Anspruch auf das Amt des Kaliningrader Stadtoberhauptes öffentlich gemacht. Wie bereits vermutet und erwartet, handelt es sich um den Abgeordneten der Staatsduma Alexej Silanow. Sollte die Personalkommission sich für ihn als neuen Bürgermeister entscheiden, so muss er seine Funktion als Abgeordneter abgeben. Wer dann sein Nachfolger in der Staatsduma wird, ist noch nicht bekannt. Vielleicht wird es Alexander Jaroschuk, der bei seinem Weggang von einer hohen Funktion im Interesse der Stadt Kaliningrad gesprochen hatte, aber nicht konkret werden wollte.
Alexej Silanow hat bereits Erfahrungen in der Arbeit der Kaliningrader Stadtverwaltung, denn er war von 2010-2012 stellvertretender Bürgermeister für soziale Fragen. Danach wechselte er in die Regierung des Kaliningrader Gebietes und arbeitete unter Nikolai Zukanow als Vizegouverneur für Sozialfragen. Im Jahre 2016 wurde er zum Abgeordneten der Staatsduma für das Kaliningrader Gebiet gewählt.
 
04.04.2018 –FSB will Arbeit öffentlich machen
Der russische Sicherheitsdienst FSB will anscheinend seine Arbeit öffentlich machen. So startet wieder der jährliche Wettbewerb von Kunst- und Kulturschaffenden, die sich beim FSB bewerben können, um über dessen Arbeit zu berichten. Bis zum 1. Oktober können Poeten, Prosaer, Journalisten, Regisseure, Schauspieler, Bildhauer, Künstler, Musiker und andere Kunst- und Kulturschaffende Anträge auf Teilnahme am Wettbewerb einreichen. Mit den Anträgen sind auch Arbeiten einzureichen, die in den Jahren 2017/18 durch die Antragsteller erstellt worden sind. Die Kaliningrader Gebietsregierung informiert hierüber auf ihrer Internetseite.
Anmerkung UN: Aus der Pressemitteilung geht nicht hervor, ob sich auch Ausländer, also Briten, Amerikaner, Deutsche usw. an diesem Wettbewerb beteiligen dürfen.
 
04.04.2018 – Jede Menge Brandschutzmängel in Kaliningrad
Der russische Zivilschutz informiert, dass es in jedem Handelszentrum in Kaliningrad Verletzungen der Brandschutzsicherheit gibt. Darüber informiert der Leiter der Aufsichtsbehörde in der Verwaltung des Zivilschutzes des Kaliningrader Gebietes Nikolai Nowikow. Im wesentlichen handelt es sich dabei um schlecht oder gar nicht ausgebildetes Personal, das nicht weiß, wie es sich im Brandfall zu verhalten hat. Ein weiterer großer Mangel besteht in der Verschließung, Verstellung, Verbauung von Brandschutztüren und –ausgängen. Die Kontrollen werden weiter fortgesetzt.

 

03.04.2018 – Keiner will Bürgermeister werden
Bekanntermaßen hat Kaliningrad gegenwärtig keinen hauptamtlichen Bürgermeister. Alexander Jaroschuk, der ehemalige City-Chef wurde zu Höherem berufen und die Stadt hat den Posten neu ausgeschrieben. Nun hat die Stadt aber zwei Probleme. Zum einen endet die Bewerbungsfrist in drei Tagen und zum anderen gibt es bisher noch keinen Bewerber. Trotzdem zeigen sich die ‚Verantwortlichen der Personalkommission, die die Auswahl aus den nicht vorhandenen Bewerbern treffen müssen, optimistisch. Man geht davon aus, dass die Bewerber ihre Unterlagen wenige Stunden vor Ablauf der Frist einreichen, um nicht zu früh die Karten auf den Tisch zu legen und zu früh mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Am 5. April ist Bewerbungsfrist, am 16 April findet die Sitzung der Personalkommission mit den Bewerbern statt und am 18. April wird in einer geheimen Abstimmung der neue Bürgermeister gewählt.
 
 
03.04.2018 – Deutsche Kirchen sollen Orthodox werden
Der Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet Roman Balaschow ist der Ansicht, dass man die im Gebiet vorhandenen Kirchen, unter Berücksichtigung der gegenwärtigen politischen Situation, als orthodoxe Kirchen einrichten soll. Er sprach von den ehemals deutschen Kirchen, die sich häufig in einem baufälligen Zustand befinden. Diese sollten instandgesetzt und als orthodoxe Kirchen genutzt werden. So, wie sich die internationale Lage gegenwärtig gestalte, brauche Russland auch im Kaliningrader Gebiet ein geistig moralisches Gegengewicht und eine Einheit in der historischen Entwicklung, und der religiös-kulturellen Traditionen. Ein gutes Mittel hierfür ist die orthodoxe Revitalisierung ehemaliger deutscher Kirchen und Schlösser. Durch die russisch-orthodoxe Kirche wurden in den letzten acht Jahren 14 historische Gebäude rekonstruiert.
 
03.04.2018 – Keine neue Assoziation für Kaliningrader Restaurantbetreiber
Kaliningrader Restaurantbetreiber zeigen nur wenige Emotionen beim Thema der Schaffung einer neuen Assoziation, wo sich interessierte Restaurants zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, um gemeinsam ihre Interessen zu entwickeln. Die Frage hatte vor kurzem der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow aufgeworfen und gemeint, dass man mit einer derartigen Businessvereinigung wirtschaftliche Interessen aller Beteiligten besser entwickeln kann. Sein Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jerkmak, musste ihn nun enttäuschen, denn es gibt nur wenige Restaurantbetreiber, die eine derartige Assoziation bereit sind zu gründen. Etwas verwundert hat das den Gouverneur schon, denn z.B. im Kreis Selenogradsk ist es dem dortigen Kreisleiter gelungen, im Jahre 2006 eine derartige Organisation für seinen Kreis zu gründen.
 
 
03.04.2018 – Es geht rund, rund um den Zentralmarkt
Nachdem der hintere Teil des Zentralmarktes, der sogenannte Nicht-Lebensmittel-Markt, bereits komplett abgerissen ist, die unansehnlichen Kioske und fliegenden Händler links und rechts vom Haupteingang verschwunden sind, wird nun in der ul. Baranowa aktiv abgerissen. Bis 11. April soll nichts mehr an den „Basar“ erinnern, den Kaliningrader und ihre Gäste in den letzten 30 Jahren geliebt und verflucht haben. Parallel wird bereits begonnen, alle Vorbereitungsarbeiten zu erledigen, die für den Bau der neuen repräsentativen Fußgängerpromenade in der Baranowa nötig sind. Geld ist vorhanden, nur die Zeit bis zur Weltmeisterschaft wird ein wenig knapp werden.

 

02.04.2018 – Graue Gehälter doch geringer als vermutet
Kaliningrader Medien berichten, dass 15 Prozent aller in Kaliningrad gezahlten Gehälter im Umschlag gezahlt werden. Das ist doch erheblich weniger, als man eigentlich vermutet hätte. Die Erhebungen wurden von der Kaliningrader Gebietsregierung gemacht und im Rahmen einer Besprechung in der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer verkündet. Trotzdem wurden diese 15 Prozent als „hoher Anteil der Schattenwirtschaft“ bezeichnet. Durch die Zahlung von Löhnen und Gehältern im Umschlag entgehen dem Gebietshaushalt erhebliche Steuereinnahmen und es fehlen Gelder in den Sozialkassen. Dadurch bedingt, zeigt der Gebietshaushalt ständig eine Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben auf bzw. können eine Reihe von dringend zu lösenden Aufgaben nicht erfüllt werden.
 
 
02.04.2018 – Kaliningrader Zivilschutz erhält neue Technik
In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 hat das föderale Ministerium für Zivilschutz drei neue Feuerwehren an die Kaliningrader Struktur übergeben. Alle drei Fahrzeuge werden im Feuerwehrdepot Nr. 3 in der Dscherschinski-Straße stationiert. Wie der Kaliningrader Vizegouverneur Maxim Fedosejew informierte, erhält Kaliningrad in der letzten Zeit sehr ernsthafte Unterstützung durch föderale Strukturen des Zivilschutzes. Eine beispiellose Anzahl neuer Technik wurde zur Verfügung gestellt. Das Personal wurde auf der neuen Technik geschult und bereit, auf alle möglichen Fälle zu reagieren.
 
 
02.04.2018 – Gouverneur zeigte sich wenig erfreut
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebiets Anton Alichanow zeigte sich wenig erfreut über den Zustand öffentlicher Straßen und Parkeinrichtungen in den Städten des Gebietes. Er drohte den Kommunen, das Geld zu kürzen, wenn diese sich weiterhin so gleichgültig zur Rekonstruktion und Pflege öffentlicher Einrichtungen verhalten. Der Gouverneur glaubt bemerkt zu haben, dass sich der Zustand mit jedem Jahr verschlechtert. Die Kommunen verstehen die Aufgabe anscheinend nicht und nutzen die zur Verfügung stehenden Geldern für irgendwelche Pflastereien und kleineren Instandsetzungen und nicht zur Schaffung von Grünanlagen und Erholungszonen.
 
02.04.2018 – Kaliningrader Gebiet ist bereit „Schmiergeld“ zu zahlen
Das Kaliningrader Gebiet ist bereit „Schmiergeld“ für die Übersiedlung von Spezialisten aus anderen Regionen zu zahlen, damit diese problemloser von einer Region in die Kaliningrader Region rutschen können. Gegenwärtig ist man dabei ein entsprechendes Unterstützungsprogramm zu erarbeiten. Das Geld soll dazu dienen, die Kosten der Übersiedlung zu decken. 150.000 Rubel kann ein Übersiedler aus föderalen Kassen erhalten und weitere 75.000 aus dem Gebietshaushalt. Das Programm soll in den Jahren 2019-2021 starten. Gegenwärtig ist das Interesse an diesem bereits publizierten Programm gering. Grund hierfür ist, dass die Firma, die diesen Spezialisten aufnimmt, die volle Summe zurückerstatten muss, wenn der Mitarbeiter nicht mindestens drei Jahre in der Firma arbeitet. Weiterhin verbietet das Programm die Abwerbung von Spezialisten aus rund 20 Regionen.
 

01.04.2018 – Verhaftungswelle in Russland im Zusammenhang mit Stadion „Kaliningrad“
Russische Medien informieren über eine Vielzahl von Verhaftungen und Haussuchungen in 25 Regionen Russlands. Am Samstagabend wurde bekannt, dass vorläufig neun Personen durch die Sicherheitsorgane festgesetzt worden sind. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht der Milliardär Magomedow. Ihm wird unterstellt, in einen Konflikt mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow geraten zu sein. Dieser Konflikt soll den Bau des Kaliningrader Fußballstadions betreffen, wo es erheblichen Betrug gegeben haben soll. Alichanow ist bekannt für seine kompromisslose Einstellung zu jeder Form von Betrug und Korruption. Medien kommentieren, dass er sich um Hilfe an „die Führung des Landes“ gewandt habe, die anscheinend umgehend gewährt wurde.
Vom Fakt her geht es um die Sandaufspülung auf der Insel, dem Standort des neuen Stadions. Für die Sandaufspülung wird eine bestimmte Qualität des Sandes benötigt. Durch den Unternehmer soll eine mindere Sandqualität verwendet worden sein. Somit hat sich sein Unternehmen durch die Qualitätsmanipulation um mindestens 750 Mio. Rubel bereichert. Es wird gegen diesen Unternehmer und ihm nahestehende Personen noch in weiteren Angelegenheiten ermittelt, so u.a. im Rahmen von Arbeiten im Hafen von Noworossisk.
Wie am Samstagabend mitgeteilt wurde, plante der jetzt verhaftete Milliardär Magomedow eine Flucht in die USA.
 
01.04.2018 – FSB-Sondereinheiten trainieren den Terror-Ernstfall am neuen Stadion
Durch den TV-Sender „WESTI“ wurde ein Videobeitrag veröffentlicht, der FSB-Sondereinheiten beim Training, für den Fall eines Terroranschlages im neuen Fußball-Stadion „Kaliningrad“ zeigt. Beeindruckende Bilder zeigen nicht nur das Training der Sondereinheiten, sondern auch Bilder vom neuen Stadion.
 
 
01.04.2018 – Kaliningrader Hotels droht die Schließung
Der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jerak informierte, dass den Hotels, die keinen Sicherheitspass im Ergebnis der umfassenden Kontrollen erhalten, die Schließung für eine ganze Saison droht. Bisher sind 68 Hotels kontrolliert worden. Er zeigte Verständnis, dass diese Entscheidung, kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft äußerst ungünstig ist. Für die Sicherheit gibt es aber keine Kompromisse. Er schlug vor, dass die Hotelbesitzer bis spätestens 20. April den Antrag auf einen Sicherheitspass stellen. Aufgrund der neu entstandenen Lage kann es also durchaus möglich sein, dass bereits erfolgte Reservierungen für ein Hotel annulliert werden müssen, weil das Hotel nicht rechtzeitig den Sicherheitspass beantragt hat und somit für die Saison geschlossen wird.
 
01.04.2018 – Zeltlager vor dem Stadion?
Der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur informierte, dass einige Grundstückseigentümer in der Nähe des Stadions, ihre Grundstücke für Camping vorgeschlagen haben. Der Gedanke, dass auf Kosten des Gebietshaushaltes Campingplätze eingerichtet werden, wurde fallen gelassen. Allerdings werden Privatinitiativen durch die Gebietsregierung begrüßt. Die Grundstückseigentümer selber – so ist es der Meldung zu entnehmen – wollen sich nicht mit Camping beschäftigen, sondern nur die Territorien vermieten. Die Vorbereitung der Territorien ist aber, nach den Worten des Tourismusmisters, nicht ganz einfach, denn es handelt sich einfach nur um Grundstücke – ohne allem. Es werden Gespräche mit mehreren Interessenten geführt – bisher ohne greifbare Resultate. Eine weitere Möglichkeit, um einen Campingplatz einzurichten, ist das Stadion in der ul. Gorkowo. Diese Variante wird gegenwärtig geprüft. Der Minister erinnerte daran, dass im Mai ein Zeltplatz in Selenogradsk, unweit des Dorfes Konstantinowka in Nutzung überführt wird.
 
01.04.2018 – Erster Fischtrawler übergeben
Die Kaliningrader Schiffswerft „Jantar“ hat den zweiten Fischtrawler, aus einer Serie von drei Schiffen für Kamschatka zu Wasser gelassen. Der feierliche Stapellauf fand in Anwesenheit des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow statt. Der Vertrag zum Bau dieser drei Schiffe für den Kolchos „Lenin“ in Petropawlowsk-Kamschatka, wurde im Jahre 2016 unterzeichnet. Das erste Schiff wurde im November 2017 fertiggestellt. Das dritte Schiff liegt gegenwärtig auf Kiel. Der Gesamtauftrag wird im Jahre 2019 erfüllt sein. Es handelt sich bei diesen Schiffen um die ersten Neubauten dieser Art von Schiffen in den letzten zehn Jahren in Russland.
 
01.04.2018 – Geld für Promenade in Kaliningrad eingetroffen
Geld für den Baubeginn einer neuen Fußgängerpromenade ist vorhanden. Diesmal wird es verwendet für den Bau einer Fußgängerpromenade im Stadtzentrum – in der ul. Baranowa, die den Platz des Sieges mit dem Oberteich befindet und am Territorium des Zentralparks vorbeiführt. Verantwortliche informieren, dass man alles unternehmen werde, um ein Maximum bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft zu schaffen, allerdings habe man Zweifel, mit allem fertig zu werden. 300 Mio. Rubel stehen für die Arbeiten zur Verfügung. Die Vorbereitungsarbeiten, d.h. der Abriss von Kiosken und wilden Verkaufsstellen für Allerlei, werden bis 11. April beendet sein.
 
 
01.04.2018 – Unsere monatliche Meinungsumfrage
Besten Dank für Ihre aktive Teilnahme an unserer Wissensfrage vom vergangenen Monat. Um Mitternacht zum 1. April schalten wir wieder eine Meinungsumfrage. Für die ganz Ungeduldigen, die unsere Informationen schon am 31. März abends lesen, zeigen wir hier schonmal die Abfragegrafik. Um an der Meinungsumfrage teilzunehmen, brauchen Sie sich nicht zu registrieren. Ein Klick reicht und Sie sehen, wie andere vor Ihnen sich entschieden haben. Und Sie erhalten zusätzliche Informationen zum russischen Parteiensystem, sowie eine interessante Zahl zum deutschen Parteiensystem. Ach, … ehe ich es vergesse! Wussten Sie, dass Deutschland weniger politische Parteien hat als Russland? Und das in Deutschland politische Parteien viel schneller „automatisch“ liquidiert werden als in Russland?
 

 

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Wochenblatt

   Kommentare ( 5 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 1. April 2018 03:36:33

01.04.2018 – Zeltlager vor dem Stadion?
Da kommt es wohl erst einmal auf die Definition an, was man haben will. Will man einen Zeltplatz haben, dann sind die Anforderungen wohl nicht - ganz - so hoch. willman einen Campingplatz haben, dann sind wohl viele Dinge vor allem ausführlicher zu bedenken.
Um nur mal ei paar anzuführen: Elektro für xxx Wohnmobile, Wohnanhänger in entsprechender Stärke.
Trinkwasseranschlüsse, Abwasseranschlüsse, Sanitärgebäude für Duschen, Waschbecken, Toiletten in entsprechender Anzahl, Abfallbehälter (Mülltrennung) und Entsorgung, Servicepersonal für Reinigung, Kontrolle, Einweisung, An- und Abmeldung, Einzäunung des Geländes, Brandschutzanlagen, Hausordnung. Habe ich noch was Wichtiges vergessen?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. April 2018 08:10:59

... also, ich habe manchmal so Phasen, wo ich bewusst anders formuliere als die Erstquelle - deshalb, weil ich nicht an die Machbarkeit oder den Sinn einer Sache glaube. Das war auch in diesem Fall so, denn die Gebietsregierung will natürlich keinen Zeltplatz, sondern einen Campingplatz einrichten. Und ich glaube ganz einfach nicht daran, dass dies in so kurzer Zeit machbar ist - genau eben aus den Gründen, die Sie genannt haben. Zum Glück hat auch der Tourismusminister wohl "gesunde" Zweifel an der Machbarkeit in dieser Zeit ...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 4. April 2018 02:03:42

04.04.2018 – Jede Menge Brandschutzmängel in Kaliningrad
Bei Rossija24 wurden so ein paar "Beispiele" von Kontrollen in verschiedenen Objekten durch die Staatsanwaltschaft gezeigt. Bei einem dieser Beispiele konnte man wirklich den Eindruck gewinnen, daß - kontrolliert - wurde. Bei allen anderen, was so zu sehen war, gingen die Herren Staatsanwälte in feiner Uniform mit Aktentäschchen hinter dem Hausmitarbeiter her, wie die Frisöre, wie man im Armeejargon sagen würde. Aktivitäten demonstrieren, mehr nicht.
Ich bin mir gewiß, daß nicht nur ich, daß so gesehen haben.

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 4. April 2018 14:39:53

Jede Menge Brandschutzmängel in Kaliningrad.
Und schon wieder brennt ein Kaufhaus in Russland, diesmal in Moskau. Man sollte doch davon ausgehen, das , wen der Präsident Kontrollen fordert, das Sie auch durch geführt werden und nicht die Prüfer in gutem Zwirn durch das Kaufhaus geführt werden. Sollte es dann doch brennen, hatten die Prüfer wahrscheinlich Stärke Sonnenbrillen auf.

Georg Veröffentlicht: 16. April 2018 22:03:02

meine Frau hat in einem russischen Nachrichtensender gelesen, dass es gestern gegen 10.10 h, im Europacenter Kaliningrad zu einem Deckeneinsturz gekommen sei. Bin natürlich jetzt etwas verwundert, dass ich hier nicht davon lesen konnte.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. April 2018 22:06:15

... weil ich das für unwichtig fand, denn es war ein "geplanter" Deckeneinbruch im Rahmen einer Belastungsprobe.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 17. April 2018 02:51:34

Ich will ja nicht vorgreifen und nichts "verraten, aber von der "S ..." sollte man nicht zuviel auf einmal genießen, auch wenn es ganz toll ißt. Das könnte im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los gehen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 17. April 2018 06:41:15

... völlig richtig - wie immer macht`s die Menge.

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