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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe August 2017

Do, 31 Aug 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe August 2017

31.08.2017 – Überschrift
... da lese ich gerade einen Artikel in einem Kaliningrader Regionalblatt - gut, er ist gekennzeichnet als Werbung - aber nichts desto trotz ...
Da hat ein neuer Schnellimbiss in der Gorkistraße in Kaliningrad, der ehemaligen Samitter Allee in Königsberg, aufgemacht. Die geschäftstüchtigen Jungs versprechen dort echte deutsche Küche. Dass, was die Deutschen lieben wird hier mit viel Sachverstand und regionalen landwirtschaftlichen Produkten hergestellt und angeboten – verspricht man in der Werbung, die mit interessanten Bildern bestückt ist. Naja, vielleicht findet sich ja ein Sponsor, der die Jungs mal nach Deutschland einlädt und zeigt, was Königsberger Klopse sind. Oder ein deutscher Tourist verirrt sich in diese Klopsbude und gibt einen Kurzunterricht "... nach Omas´s Rezept".
Übrigens ist dies in den letzten Jahren eine ganz typische Kaliningrader Erscheinung. Die Vermarktung des Namens "Königsberg" oder irgendwelcher deutschen Bezeichnungen, läuft auf Hochtouren. Was aber hinter pseudo-deutschen Bezeichnungen angeboten wird, ist nicht manchmal, sondern in der überwiegenden Mehrzahl einfach nur peinlich. Interpretiert wird dies allerdings durch interessierte Kreise in Deutschland, aber auch in Russland, als geschichtsbewusstes Verhalten der Königsberger Bürger, die heute in Kaliningrad leben und die Historie des Gebietes pflegen.
 
Foto: Restaurant „Konig Wurst“ bietet echte Königsberger Klopse mit Pommes und Ketschup an.
 
31.08.2017 – Patriarch Kirill will russischen Baustil in Kaliningrad
Noch vor seinem traditionellen Jahresbesuch in Kaliningrad, äußerte sich der russische Patriarch Kirill über die vielen Veränderungen in Kaliningrad. Anscheinend gefällt ihm aber wohl der nachempfundene hansische Baustil auf dem Leninski-Prospekt, wo gegenwärtig umfangreiche Fassadenrekonstruktionen stattfinden, nicht. Er meinte, man solle sich in Kaliningrad der traditionellen Holzbauweise in der russischen Architektur erinnern.
 
Er äußerte sich kritisch zu den deutschen Architekturtendenzen und lies dies durch einen Sprecher der Gesellschaftskammer, der sich zu einem Arbeitsbesuch in Kaliningrad aufhält übermitteln. Stepaschin, der genannte Vertreter der Gesellschaftskammer, äußerte sich jedoch positiv zu den Veränderungen. Ihm gefalle dieser Stil. Die Häuser, die noch vor kurzem wie sowjetische Häuser aussahen, wie Chruschowskas, haben heute schon ein europäisches Gesicht und machen die Stadt anziehend. Was den Vorschlag des russischen Patriarchen anbelangt, kommentierte Stepaschin im Gespräch mit dem Kaliningrader Gouverneur: „… von mir aus. Das eine stört das andere
nicht.“
 
 
31.08.2017 – Deutsche Baumalleen dienten einfach nur der Schönheit
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist davon überzeugt, dass die Deutschen damals die Baumalleen links und rechts der Überlandstraßen einfach nur deshalb angelegt hatten, weil sie schön sind. Natürlich konnten die Deutschen damals noch nicht wissen, dass hier mal Russen das Sagen haben und haben demzufolge die Bäume nach deutschen Vorschriften gepflanzt und russische staatliche Standards im Rahmen der Verkehrssicherheit nicht beachtet – meinte der Gouverneur mit einem starken Anflug von Humor in einem Radiointerview. Er reagierte damit auf andauernde Kritiken zum Fällen dieser „Letzten Soldaten der Wehrmacht“, wie der russische Volksmund diese Bäume bezeichnet, um Unfälle zu reduzieren und den Straßenbau zu entwickeln.
 
Foto: „… die letzten Soldaten der Wehrmacht“ – einfach nur schöne Allee´n, meint der Gouverneur
 
31.08.2017 – Polen schließt teilweise seinen Luftraum
Die Hysterie im Rahmen der russisch-weißrussischen Übung „Sapad-2017“ nimmt in Polen nun schon langsam lächerliche Formen an. Die Übung selber findet vom 14.-20. September statt und Polen hat sich entschlossen, einen Teil seines Luftraumes, entlang der russischen (Kaliningrader) und weißrussischen Grenze für den Flugverkehr zu sperren. Die Sperrung beginnt aber bereits zwei Wochen vor dem Beginn der Übung und endet eine Woche nach Beendigung der Übung. Polnische Militärs informierten, dass man eine unerbittlich harte Kontrolle in einem 30-Kilometer breiten Luftkorridor entlang der Ostgrenze durchsetzen werde. Ab 1. September wird es somit zu Einschränkungen für den zivilen Luftverkehr kommen. Somit dürfen keinerlei Privatflugzeuge mehr fliegen, keine Drohnen starten und keine Gleitschirmer sich in der Luft aufhalten. Ausnahmen werden für reguläre Linien- und Rettungsflüge gemacht.
Polnische Militärs kommentieren diese Entscheidung damit, dass es sich bei diesem Manöver um das größte Manöver seit den Zeiten des Kalten Krieges handle und man sich einfach nur auf alle Eventualitäten, jedoch ohne jegliche Panik, einstelle. Panik sei hier nicht nötig, ja sogar schädlich – so der kommentierende Militärsprecher. Aber sollte es im Rahmen des Manövers zu einem Skandal kommen, so wird dies den ganzen Westen betreffen. Und dieses Flugverbot wird aber die Möglichkeit eines derartigen Skandals einschränken.
 
31.08.2017 - USA verlegen Jagdflugzeuge nach Litauen
Wenige Tage vor Beginn der russisch-weißrussischen Manöver „Sapad-2017“, haben die US-Militärs sieben Jagdflugzeuge nach Litauen verlegt. Sie sind auf der Militärflugbasis Schaulji eingetroffen. Es handelt sich dabei um Flugzeuge des Typs F-15C Eagle. Gemeinsam mit diesen Flugzeugen wurden 140 US-Militärangehörige zusätzlich nach Litauen verlegt. Diese waren bis dato in Großbritannien stationiert. Der Einsatz dieser Kräfte erfolgt im Rahmen des NATO-Auftrages zum Schutz des Luftraumes der baltischen Staaten.
 
31.08.2017 – Hochgestellter Ex-Zollmitarbeiter der Bestechung beschuldigt
Der ehemalige Zollmitarbeiter Oberstleutnant Oleg Kasanschew wird beschuldigt, in 17 Einzelfällen Schmiergeldzahlungen entgegengenommen zu haben. Der Ex-Zollmitarbeiter hat bis 2014 die Regionalfiliale der Zollverwaltung für radioelektronische Sicherheit der Zoll-Infrastruktur in Kaliningrad geleitet. Diese Filiale befindet sich in direkter Unterstellung des föderalen Zolldienstes Russlands und befindet sich physisch in der Aleja Smelych in Kaliningrad. Die Anklagepunkte unterteilen sich in zwei Fälle von Schmiergeldzahlungen für die das Gesetz bis zu drei Jahren Haft androht und weitere 15 Fälle, wo eine Strafandrohung bis zu sechs Jahren erfolgt. Wie Quellen aus der Kaliningrader Zollverwaltung informieren, bestreitet Oleg Kasanschew seine Schuld.
 
31.08.2017 – Elektronische Visa mit großer Perspektive für Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow glaubt an die Bedeutung und wachsende Perspektive des angekündigten elektronischen Visums für das Kaliningrader Gebiet. In seiner Bedeutung wird das elektronische Visum weitreichender und wichtiger sein, als das ähnlich gelagerte elektronische Visum für Wladiwostok, wo es bereits jetzt im Rahmen der Freihafenregelung in Kraft ist. Der Gouverneur informierte weiter, dass dieses Visum in keinerlei Verhältnis zu den Visaregelungen im Zeitraum der Fußball-Weltmeisterschaft steht. Es handelt sich hierbei um zwei völlig unterschiedliche Systeme. Gegenwärtig machen die Ausländer einen Anteil am Gesamttourismusaufkommen von 13-15 Prozent aus. Mit Einführung des elektronischen Visums könnte sich der Anteil der Ausländer erhöhen. Die Einführung des elektronischen Visums für Kaliningrad ist, nach Ankündigung des russischen Premierministers Dmitri Medwedjew, nicht später als für den 1. Juli 2019 vorgesehen. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow dagegen äußerte, dass er alles unternehmen werde, um diesen Zeitraum vorzuziehen.

 


 
30.08.2017 – Kaliningrad hat Bedarf an Lehrern
Das regionale Bildungsministerium informiert, dass Kaliningrad nach wie vor einen Bedarf an Lehrern hat. Insgesamt sind 141 Lehrerplanstellen nicht besetzt. Am 1. September beginnt das neue Schuljahr auch in Kaliningrad und 6.673 Lehrer werden ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. Der Anteil der Junglehrer beträgt hierbei 21 Prozent. 86,7 Prozent aller Lehrer haben eine Hochschulausbildung. Der Rest der Lehrer hat eine mittlere Berufsausbildung durchlaufen. Gelungen ist es 230 neue Pädagogen zu gewinnen, die teilweise auch bereit waren, in ländlichen Schuleinrichtungen zu unterrichten. Trotzdem sind zum Schulbeginn zwei Prozent der Planstellen nicht besetzt. Im regionalen Bildungsministerium hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben, weitere Lehrer gewinnen zu können. Sollte dies nicht gelingen, werden die Aufgaben auf die vorhandenen Lehrer zusätzlich aufgeteilt. Zum ersten September werden 90.000 Kinder zum Unterricht strömen.
 
 
30.08.2017 – Gouverneur unzufrieden mit dem Bautempo
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich mit dem vorgelegten Bautempo bei der Fassadenrekonstruktion auf dem Leninski-Prospekt im Stadtzentrum Kaliningrads nicht zufrieden. Der Gouverneur hatte wohl gehofft, dass die Fassadenrekonstruktionen im September abgeschlossen werden. Aber es ist zu sehen, dass niemand der bauausführenden Firmen dies schaffen wird. Die Verträge für diese Arbeiten wurden im Mai abgeschlossen und die Firmen habe 120 Tage Zeit, die Aufträge zu erfüllen. Gehofft hatte man aber inoffiziell darauf, dass die Arbeiten bereits Ende August beendet sein werden.
 
Foto: Beispiel einer Fassadenrekonstruktion auf dem Leninski-Prospekt
 
30.08.2017 – Neue Aussichtsplattform am beliebten Platz auf Kurskaja Kosa
Der Direktor des Naturschutzparkes Kurskaja Kosa Anatoli Kalina teilte über seine Facebook-Seite mit, dass man eine neue Aussichtsplattform auf der beliebte „Höhe Eva“ errichtet habe. Noch ist nicht alles im Idealzustand, aber die Bauarbeiter sind auf der Höhe und bringen alle Arbeiten bald zu Ende, insbesondere was die hölzerne Treppe mit Geländer zur neuen Aussichtsplattform betrifft. Die Höhe Eva befindet sich unweit der Siedlung „Morskoje“, 55 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gesamtlänge der touristischen Marschstrecke beläuft sich auf 2,8 Kilometer und tangiert zwei Dünen, wovon eine dieser Dünen in Bewegung ist und sich in Richtung des Kurschker Meerbusens bewegt. Die zweite Düne ist mit Waldbäumen bepflanzt und zeigt keine Bewegung.
 
Foto: Einfahrt zum Naturschutzpark Kurskaja Kosa
 
30.08.2017 – Bald auch Marina in Pionersk?
Der neue Passagier- und Frachthafen in der Ostseestadt Pionersk ist beschlossene Sache und soll noch in diesem jahr beginnen. Hunderttausende von Passagieren, sowohl Nutzer von Fähren wie auch von Kreuzfahrtschiffen, werden ab 2018 in diesem Hafen erwartet. Nun hat die russische Seehafenverwaltung vorgeschlagen, auch eine Yacht-Marina in Pionersk zu errichten. Darüber informierte der Vizegouverneur des Kaliningrader Gebietes Alexander Rolbynow. Der Bau dieser Marina wird sich insgesamt positiv auf die Entwicklung des Städtchens an der Ostsee auswirken – so die Meinung von Rolbynow. Besonders hervorgehoben wird, dass die Marina durch die russische Seehafenverwaltung aus eigenen finanziellen Mitteln errichtet werden soll. Im Gegenzug erwarte man, dass die Seehafenverwaltung die Mole geschenkt bekommt, die sich gegenwärtig im Besitz der russischen Aufsichtsbehörde für Fischereiwirtschaft befindet. Der Gouverneur Anton Alichanow hat versprochen, diese Frage im Rahmen einer gemeinsamen Besprechung mit allen Beteiligten zu entscheiden.
 
 
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30.08.2017 – Undisziplinierte Ausländer aus Kaliningrad ausgewiesen
16 illegale Ausländer, die sich nicht an die Migrationsgesetzgebung gehalten haben, sind in der vergangenen Woche aus dem Kaliningrader Gebiet ausgewiesen worden. 15 Migranten kamen aus Usbekistan, ein Migrant aus Kasachstan. Alle 16 Migranten waren legal nach Kaliningrad eingereist und hatten sich um eine Arbeitserlaubnis beworben und diese erhalten. Als diese Genehmigungen zum Aufenthalt und zur Arbeit abgelaufen waren, kehrten sie nicht in ihre Heimat zurück und hielten sich somit in Russland illegal auf. Bei Razzien in der Stadt wurden sie aufgegriffen und ein Gericht ordnete die Abschiebung an. Gerichtsvollzieher übergaben die Personen den Grenzorganen am Airport Chrabrowo, die dafür sorgten, dass die Illegalen in das richtige Flugzeug stiegen. Allen Personen ist nun die Wiedereinreise für die kommenden fünf Jahre verboten. Gegenwärtig befinden sich im Migrationszentrum 59 weitere Migranten aus Armenien, Kasachstan, der Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan und Litauen und warten auf ihre Abschiebung aus Russland. Seit Anfang des Jahres wurden aus dem Kaliningrader Gebiet 361 Personen abgeschoben.

   

29.08.2017 – Russische Medien über Facebook
Russische Medien berichten, dass Facebook jeden Tag rund eine Million User-Konten schließt. Dies sind Konten, denen unterstellt wird, dass sie SPAM versenden, sich mit betrügerischen Handlungen beschäftigen und die Hass oder Nationalitätenzwist entfachen wollen. Darüber informierte der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes von Facebook Alex Stamos. Er betonte, dass es sehr schwer ist, bei mehr als zwei Milliarden Nutzern des Sozialnetzwerkes alle Verbindungen zu kontrollieren und alle Gefahren aufzudecken, so dass es auch passiert, dass man eine Vielzahl von Texten, Fotos und Videos löscht, die eigentlich nicht gegen die Politik von Facebook verstoßen. CNN meldet, unter Bezug auf Facebook, dass mindestens 83 Mio. Fake-Konten im Sozialnetzwerk „Facebook“ existieren. Im Netzwerk „Twitter“ existieren 20 Millionen. „Business Insider“ geht davon aus, dass 8 Prozent aller Konten bei Instagram keine wirklichen Konten sind.
Anmerkung UN: Seit rund zwei Monaten habe ich mein Konto bei Facebook als zusätzliche Informationsquelle aktiviert. Täglich kommen „Freundschaftsanfragen“. Mindestens die Hälfte der Anfragen werden gelöscht, da ich keinen Wert auf Freundschaft mit „Katzen-Avatars“, Blumenwiesen und nichtssagenden Chroniken schließen möchte. Bitte beachten Sie dies, wenn Sie uns auch auf Facebook begleiten wollen.
 
29.08.2017 – Bekannte Disco/Club brennt in Kaliningrad
Die wohl bekannteste Disco oder Musikclub in Kaliningrad steht in Flammen. Es handelt sich um die „Wagonka“. Der Brandalarm wurde am Montag um 13.32 Uhr ausgelöst. Der Brand brach im Dachgeschoss des Gebäudes aus. Zwei Feuerwehren mit zehn Mann Besatzung rückten aus. Bereits nach einer Stunde konnte der Brand lokalisiert werden. Der Club befindet sich im Gebäude einer ehemaligen deutschen Kirche. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und befindet sich im Besitz der Russisch-orthodoxen Kirche. Das Gebäude war das letzte Kirchengebäude, welches durch die Deutschen vor Beginn des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1936/37 gebaut wurde. Es befindet sich im Stadtbezirk Ratshof, einem ehemaligen Arbeiterviertel. Während der Eroberung Königsbergs durch sowjetische Truppen wurde die Kirche stark beschädigt. Nach dem Krieg wurde das Gebäude durch das daneben befindliche Waggonbauwerk rekonstruiert und umgebaut. Danach wurde es als Kulturgebäude genutzt. In den 90er Jahren wurde der Club „Wagonka“ eröffnet.
 
29.08.2017 – Stadionbezeichnung soll viel Geld in die Kassen spülen
Einige Unternehmen haben sich bereits dafür interessiert, so wie international üblich, die Namensrechte für das Kaliningrader Fußballstadion nach Beendigung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 käuflich zu erwerben. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Man gehe davon aus, dass der laufende jährliche Unterhalt für das Stadion sich auf die Summe von 200-230 Mio. Rubel belaufen werde. Wichtig ist, welche Aufgaben der Kaliningrader Fußballclub „Baltika“ im Rahmen des russischen Fußballs erhalten wird und wie man demzufolge das Stadion nutzen kann. Sollte der Kaliningrader Fußballclub in die Premiumliga aufsteigen, so kann der Verkauf der Stadionbezeichnung bereits die laufenden Kosten decken. Es gibt eine Reihe von russischen Firmen, darunter auch Firmen aus Kaliningrad, die die Namensrechte kaufen wollen. Wer diese Kandidaten sind, wollte der Gouverneur noch nicht preisgeben. Während der Fußball-Weltmeisterschaft wird das Stadion auf Forderung der FIFA den Namen „Kaliningrad-Stadium“ tragen.
 
29.08.2017 – Erstes Testspiel im Kaliningrad-Stadium im März 2018
Das erste Testspiel im neuen Fußball-Stadion auf der Insel soll im März 2018 stattfinden. Darüber informierte der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Rolbynow. Wer gegen wen spielen wird steht noch nicht fest. Entsprechende Gespräche werden gegenwärtig im Fußballverband Russlands geführt.
 
 
29.08.2017 – Mord auf Bestellung schief gelaufen
Für die Summe von 500.000 Rubel wollte ein Schwiegervater seinen Schwiegersohn loswerden und beauftragte einen Killer. Grund für den Auftragsmord waren Schulden des Schwiegersohns in Höhe von 2,5 Mio. Rubel bei seinem 67jährigen Schwiegervater. Dieser weigerte sich mehrmals seine Schulden bei seinem Rentner-Schwiegervater zu bezahlen und daraufhin entschloss sich der Schwiegervater zur Radikallösung. Er fand einen Ausführenden und man vereinbarte eine Summe von 500.000 Rubel. Als Anzahlung erhielt der Killer 50.000 Rubel. Dieser lief danach aber sofort zur Polizei und informierte über den erhaltenen Auftrag. Der Rentner wurde verhaftet. Ihm droht nun nicht nur der Verlust von 2,5 Mio. Rubel, sondern auch noch 20 Jahre Haft.
 
29.08.2017 – Finnische Behörden sperren Hafen für Segelschiff
Finnische Behörden haben dem Kaliningrader Segelschulschiff „Krusenstern“ das Anlaufen der Alandski-Insel verboten. Das Verbot wurde vom Generalstab der finnischen Verteidigungskräfte ausgesprochen. Das Anlaufen der Insel war für Ende September geplant. Die „Krusenstern“ hat gegenwärtig 164 Kadetten an Bord. Bei der Insel handelt es sich offiziell um eine demilitarisierte Zone. Um die Insel zu besuchen, benötigt jedes ausländische Schiff eine Genehmigung. Warum die „Krusenstern“ diese Genehmigung nicht erhalten hat, wurde von finnischer Seite nicht kommentiert. Spekuliert wird, dass die finnischen Behörden die Entscheidung der autonomen Insel im Bestand Finnlands nicht akzeptieren, finnischen Kriegsschiffen das Anlaufen der Insel zu verweigern, während ausländische Schiffe diese Insel anlaufen dürfen.
 
29.08.2017 – Wieder Beamter wegen Korruption verhaftet
In Kaliningrad ist ein Ermittlungsverfahren gegen den Ex-Direktor einer staatlichen Organisation, die verantwortlich zeichnete für Sicherheit im Informations- und Technikbereich sowie zugehöriger Lizenzvergabe, eröffnet worden. Er wird beschuldigt, vorsätzlich vergebene Lizenzen annulliert und Manipulationen mit Mieten vorgenommen zu haben. Der jetzige Leiter der Organisation hatte sich an die russischen Untersuchungsbehörden gewandt und die Bitte geäußert, die Tätigkeit des ehemaligen Leiters unter diesen Verdachtsmomenten zu untersuchen. Bei der Firma handelt es sich um ein Unternehmen, welches in hochsensiblen Sicherheitsbereichen staatlicher Strukturen arbeitete.
 
29.08.2017 – Berlin kümmert sich um das grüne Kaliningrad
Berliner Landschaftsgestalter haben Projekte erarbeitet für die weitere grüne Ausgestaltung der Stadt Kaliningrad. Es stand die Aufgabe, vier Bereiche der Stadt einer kapitalen Rekultivierung zu unterziehen. Gemeinsam mit Firmen aus Kaliningrad hat sich das Berliner Büro „TOPOTEK1“ dieser Aufgabe gestellt. Bei den vier Bereichen handelt es sich um den Nordteil des Uferbereiches des Unterteiches, um die Gestaltung des Außenbereiches am Wrangel-Turm und um zwei weitere Grünflächen im Stadtkern. Gegenwärtig laufen bereits die Rekultivierungsarbeiten im südlichen Bereich des Unterteiches im Kaliningrader Stadtzentrum.

 

 

28.08.2017 – Präsident der Assoziation ausländischer Investoren zur Situation in Kaliningrad
Der Präsident der Assoziation ausländischer Investoren im Kaliningrader Gebiet Stefano Wlachowitsch, äußerte sich in einem Interview mit dem Regionalportal „rugrad.eu“ zur Investitionssituation in Russland und dem Kaliningrader Gebiet. Auf die Frage, ob es neue ausländische Investitionen im Kaliningrader Gebiet gäbe, antwortete er knapp: „Real keine.“  
Investitionen in Russland muss man wie die Teilnahme am Surfing sehen: Abwarten bis die richtige Welle kommt und dann aufspringen. Gegenwärtig sind westliche Banken nicht bereit, Investitionen ihrer Kunden in Russland unter den Sanktionsbedingungen zu finanzieren. Es werden also Investoren benötigt, die nicht von den Banken abhängig sind. Und diese gibt es nur sehr wenige und sie bewegen die Wirtschaft auch nicht wesentlich nach vorn. Russische Banken haben keine Möglichkeiten sich im Ausland zu refinanzieren. Man kann die gegenwärtige Situation gut vergleichen mit einem Fischbassin. Kann ein Thunfisch in einem Bassin überleben? Nein. Obwohl, es gibt dort Wasser, aber eben nicht das Wasser, was ein Thunfisch braucht. Russland ist gegenwärtig vom westlichen Finanzsystem abgeschnitten – wenn man so will, ist Russland ein riesiges Bassin, aber eben nur ein Bassin.
 
Foto: Präsident der Assoziation ausländischer Investoren in Kaliningrad Stefano Wlachowitsch
 
28.08.2017 – Familien aus baufälligen Häusern erhalten neuen Wohnraum
15 Familien mit insgesamt 57 Mitgliedern aus baufälligen Häusern in der Stadt Kaliningrad haben neue Wohnungen erhalten. Die Schlüsselübergabe fand am Samstag in Anwesenheit des stellvertretenden Ministers für Bauwesen Russlands Andrej Schubis, des Gouverneurs Anton Alichanow und des Bürgermeisters Alexander Jaroschuk statt. Die Wohnungen befinden sich in zwei neuen dreistöckigen Häusern. Die Wohnungen sind nach neuestem Standard mit Gasherd, Sanitärtechnik, einer autonomen Heizanlage ausgestattet. Die Häuser sind in klassischer Steinbauweise errichtet. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Kindergarten. Der Neubau einer Schule ist geplant. Im Hof gibt es einen Kinderspielplatz und ausreichend Parkplätze für Fahrzeuge der Wohnungseigentümer.
 

 

28.08.2017 – Massenhafte Einberufungen im Kaliningrader Gebiet
Kaliningrader männliche Bürger erhalten massenhaft Einberufungsbefehle. Diese stehen im Zusammenhang mit der kurz bevorstehenden Übung „Sapad-2017“ (Westen 2017). Betroffen von dieser Einberufungswelle sind Bürger die sich im Status „Reserve“ befinden. Die Einberufung wird durch Vertragssoldaten persönlich jedem Betroffenen überbracht. Weiterhin werden die Einberufungen auch per Telefon übermittelt. Die Übung „Sapad-2017“ beginnt Mitte September und findet auf dem Kaliningrader Gebiet und in Weißrussland statt. Die Übung findet in regelmäßigen Intervallen alle vier Jahre statt. In diesem Jahr werden an dem Manöver rund 100.000 Militärangehörige teilnehmen. Die NATO zeigt sich von dem Maßstab der Übung sehr besorgt. Es werden die verschiedensten Gerüchte über diese Übung verbreitet. So soll Russland die Übung nutzen, um Weißrussland zu besetzen. Ein weiteres Gerücht besagt, dass man sich des Baltikums bemächtigen will oder Polen angreifen wird.
 
 
28.08.2017 – Vandalen haben wieder neue Haltestellen zerstört
Es wird langsam Zeit, diesen Vandalen, die anscheinend keine Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt zulassen wollen, das Handwerk zu legen. Wieder haben diese Vandalen zwei neue Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr zerstört. Betroffen sind diesmal die neuen Haltestellen am Wassiljewski-Platz und am Hotel „Tourist“. Davor wurden bereits in der Stadt vier neue Haltestellen zerstört. Dabei sind diese Haltestellen in ihrer Konstruktion schon als „Vandalen sicher“ ausgewiesen. Für die Aufstellung der neuen Haltestellen-Pavillons hat die Stadt in diesem Jahr 23 Mio. Rubel zur Verfügung gestellt.
 
Foto: Neue Haltestelle in der Gorkistraße in zweisprachiger Beschriftung
 
28.08.2017 – Protestdemonstration in Kaliningrad fordert Rücktritt des Präsidenten
Am 26. August fand im Süd-Park in Kaliningrad eine Protestaktion statt. Die Teilnehmer forderten den sofortigen Rücktritt des Präsidenten des Kaliningrader Gebiets-Fußballverbandes Dmitri Tschepel. Als Begründung für die Forderung wurde angeführt, dass der von Tschepel geleitete Verband eine finanziell nicht öffentliche Struktur ist, wo gewaltige Gelder bewegt werden, so auch staatliche Subventionen. Die Verwendung dieser Gelder aus den unterschiedlichsten Quellen scheint den Protestierenden nicht durchsichtig genug. Auf Plakaten stand geschrieben: „Dima, es reicht zu verschleiern“, „Tschepel, raus aus dem Regionalfußball“. Kaliningrader Fußball-Fans sind der Ansicht, dass Dmitri Tschepel, der früher Direktor des Fußball-Clubs „Baltika“ war, weiterhin negativen Einfluss auf diese Mannschaft habe.
Die Teilnehmer an der Protestdemonstration forderten vom Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow und der Gebietsregierung mehr Aufmerksamkeit auf den Regionalfußball zu verwenden und Tschepel nicht zu gestatten, beliebige Posten in dieser Sphäre zu besetzen. An die Delegierten der bevorstehenden Wahlkonferenz ging die Aufforderung, Tschepel nicht mehr zum Präsidenten zu wählen.
 
Foto (Teilnehmerfoto): Protestdemonstration im Süd-Park gegen Präsidenten Kaliningrader Fußball-Verbandes
 

27.08.2017 – Großgrundbesitzer „Avtotor“ kümmert sich nicht um Grundstücke
Der Fahrzeughersteller „Avtotor“ ist einer der größten Grundstücksbesitzer im Kaliningrader Gebiet. Zu günstigen Zeiten hatte man sich um den Erwerb von Grundstücken gekümmert – zu welchem Zweck auch immer. Nun hat der Leiter der Kommune Bagrationowsk Maxim Asow informiert, dass sich die Fahrzeugholding nicht um die Grundstücke kümmert. In seinem Verantwortungsbereich befinden sich ein Drittel aller Grundstücke in Händen von „Avtotor“ und davon wird rund die Hälfte von der Firma nicht bearbeitet. Damit ist klar, dass weder die Holding mit diesen Grundstücken Geld verdient, noch die Kommune davon etwas hat. Maxim Asow wandte sich an den zuständigen Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Schederjuk-Schidkow mit der Bitte, gesetzliche Regelungen einzuführen, die es ermöglicht, auf diesen Zustand Einfluss zu nehmen. Ein Vertreter der Firma „Avtotor“ verweigerte jede Stellungnahme zu diesen Ausführungen. Durch das Kaliningrader Informationsportal „rugrad.eu“ wurde bekannt, dass im Jahre 2014 die Fahrzeugholding 93.000 Hektar Land im Kaliningrader Gebiet besitzt, wovon 37.000 Hektar nicht bearbeitet werden. Die Firma „Avtotor“ hat ein kompliziertes Netz der Eigentumsverhältnisse an diesen Grundstücken geschaffen.
 
 
27.08.2017 – Ungesetzliche Handlungen Kaliningrader Polizisten
Drei Kaliningrader Polizisten haben in einem Geschäft zum Verkauf von Bernsteinschmuck Beschlagnahmungen im Umfang von sieben Millionen Rubel vorgenommen. Der Vorfall passierte bereits am 19. Juli. Die drei Polizisten, einer davon Leiter einer Polizeiabteilung, begaben sich in das Geschäft und beschlagnahmten Ware, ohne dafür irgendwelche Dokumente vorweisen zu können. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich im dem Geschäft die Verkäuferin und zwei Kunden. Ohne jedwede gesetzliche Grundlage durchsuchten die drei Polizisten alle Räume, beschlagnahmten Bernsteinschmuck im Wert von mindestens sieben Millionen Rubel und 12.500 USD Bargeld. Im Protokoll über die Durchsuchung wurde dieser Fakt nicht festgehalten. Weiterhin wurden die Kunden durchsucht und bei einem ein Bernstein beschlagnahmt, mit einem geschätzten Wert von 5.000 Rubel. Wo sich gegenwärtig sämtliche beschlagnahmten Schmuckgegenstände und das Geld befindet, ist unbekannt. Die drei Polizisten sind verhaftet worden.
 
 
27.08.2017 – Rekultivierungsarbeiten am Unterteich  
In Kaliningrad haben die Rekultivierungsarbeiten am Unterteich begonnen. Durch den Auftragnehmer dieses städtischen Auftrages wird gegenwärtig der alte Straßenbelag und die alte Uferbefestigung entfernt. Weiterhin laufen zusätzliche Uferbefestigungsarbeiten im Bereich des bereits begonnenen Baus des Hotels „Chrisal House“. Die Stadt hat für die Arbeiten ein Finanzvolumen von 35,8 Mio. Rubel eingeplant. Wenn die bauausführende Firma dieses Geld im vollen Umfang erhalten will, muss sie alles Arbeiten in der vereinbarten Qualität bis zum 1. Dezember 2017 abschließen. Das Straßen- und Wegenetz im Bereich des Unterteiches soll mit altdeutscher Bepflasterung versehen werden. Weiterhin wird es Sitzecken und Aussichtsplattformen geben. Auch der Bereich des Denkmals für die Flieger der Staffel „Normandie-Neman“ wird in Ordnung gebracht. Eine Neuanpflanzung von Bäumen und Sträuchern wird vorgenommen. Der zweite Teil der vollständigen Rekonstruktion des Unterteiches beginnt im Jahre 2018. Komplett wird die Rekonstruktion im Jahre 2019 abgeschlossen sein und wird sich harmonisch an die Gestaltung des Oberteiches anschließen, dessen Rekonstruktion bereits abgeschlossen ist.
 

 


 
26.08.2017 – Nun hat der Verkauf endlich begonnen
Nach der wohl etwas voreilig erklärten Verkaufsbereitschaft für die Flugstrecke Kaliningrad-Berlin-Kaliningrad durch die Fluggesellschaft „Rusline“ vor über einer Woche, ist es nun soweit und der Verkauf ist eröffnet. Das billigste Ticket in eine Richtung kostet 4.903 Rubel. Ein Ticket für Hin- und Rückflug schlägt mit 11.908 Rubel zu Buche. Dreimal wöchentlich wird geflogen: Montag, Mittwoch und Freitag. Genutzt werden Flugzeuge des Typs Bombardier CRJ100/200. Die reine Flugzeit wird 75 Minuten betragen. Der Erstflug findet am 30. Oktober 2017 statt.
Anm. UN: Bei dem Versuch, ein Flugticket für den Zeitraum Hinflug 1. November, Rückflug 8. November zu buchen, wurde mir allerdings kein Ticket zu den o.g. Preisen angeboten. Der Hinflug kostet 6.620 Rubel, für den Rückflug gab es Fehlermeldungen. Man braucht ausreichend Zeit, denn die Internetseite arbeitet etwas schwerfällig.
 
Screenshot: Buchungsvorgang der Fluggesellschaft Rusline für die Strecke Berlin-Kaliningrad
 
26.08.2017 – Immer mehr Übersiedler kommen nach Kaliningrad
Bereits das Jahr 2016 zeigte eine hohe Anzahl von Übersiedlern aus anderen russischen Regionen. Das Ergebnis wird wohl durch die Anzahl der Übersiedler im aktuellen Jahr noch getoppt, denn es sind bereits jetzt 16,4 Prozent mehr Übersiedler nach Kaliningrad gewechselt, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im ersten Halbjahr sind 4.800 Migranten insgesamt nach Kaliningrad gesiedelt. Zwei Drittel dieser Migranten kommen allerdings aus ehemaligen Sowjetrepubliken, heutigen GUS-Staaten (Kasachstan, Usbekistan, Ukraine und Kirgistan). Ein Drittel kommt aus Regionen des russischen Mutterlandes. Statistiker bemerken allerdings, dass der prozentuale Anteil der Übersiedler aus russischen Regionen am Anwachsen ist.
 
 
26.08.2017 – Deutscher Bundespräsident Steinmeier zu deutschen Truppen an der Grenze zu Kaliningrad
Der deutsche Bundespräsident Steinmeier erklärte, dass sich deutsche Truppen solange in Litauen aufhalten werden, wie die Situation es erfordere.  Deutsche Militärs befinden sich im Bestand des internationalen Bataillons der NATO und werden so lange in dieser Struktur bleiben, bis sich die Sicherheitssituation nicht zum Besseren wendet – meint Steinmeier während eines Aufenthalts in Vilnius. „Die Situation nach der ungesetzlichen Annexion der Krim hat sich geändert und Litauen leidet unter der gegenwärtigen Gefahr mehr als alle anderen“, – wird Steinmeier von litauischen Medien zitiert. Wie lange sich deutsche Soldaten in Litauen aufhalten werden, konnte Steinmeier nicht genau sagen.
 
26.08.2017 – Kulturvolle Wohnungseinbrecher gefasst
Die Kaliningrader Polizei hat eine Bande von Wohnungseinbrechern gefasst, die sich dadurch auszeichnete, dass sie nicht mit roher Gewalt bei den Einbrüchen vorging, sondern ihre Objekte langfristig ausspähte und sich bei dem Diebstahl nur auf Geld und Wertgegenstände konzentrierten. Die Mitglieder der Bande zeigte sich immer sehr solide, gingen einer geregelten Arbeit nach, kümmerten sich um Kind und Familie und beachteten ansonsten alle notwendigen konspirativen Regeln. Alkohol und Zigaretten waren Fremdworte für die Bandenmitglieder. Trotzdem wurde der letzte Diebstahl in der ul. Lukaschowa für zwei der Bandenmitglieder sofort zum Verhängnis, denn die Polizei griff noch während des Einbruchs zu. Dem Dritten gelang die Flucht – allerdings nur für eine Stunde. Der Jüngste war 27 Jahre, der Älteste 36 Jahre alt. Bevorzugte Einbruchsobjekte waren Neubauwohnungen.
 
 
26.08.2017 – Eine Überschussproduktion ist fast erreicht
Der Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Wladimir Sarudni (ehemaliger Landwirtschaftsminister in der Gebietsregierung), sieht das Ziel einer Überproduktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen in greifbarer Nähe. Noch bis vor kurzem glaubten alle, dass es niemals zu einer Eigenversorgung des Gebietes kommt. Nun ist es aber so, dass das Ziel in greifbarer Nähe ist und dies deshalb, weil es neue Technologien gibt, neue Leute und neue Kapitalinvestitionen. Unternehmer haben sehr schnell die Nischen geschlossen, die das Gebiet geboten hat. Im Zusammenhang mit der in Kürze zu erwartenden Überproduktion muss bereits jetzt überlegt werden, wohin diese gehen soll, wie diese genutzt werden kann – so Sarudni. Eine mögliche Variante wäre der Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse oder aber die Veredelung bzw. Verarbeitung in lokalen Unternehmen. Hierfür werden neue Investitionen benötigt.
 
26.08.2017 – Neues Ministerium in Kaliningrader Gebietsregierung
Es hat sich alles etwas in die Länge gezogen, aber seit Ende der Woche ist nun klar, dass die Agentur für Sport in der Kaliningrader Gebietsregierung, zu einem Ministerium für Sport geworden ist. Ministerin in diesem Ministerium ist die Vizegouverneurin Natalia Ischenko in Personalunion. Sie ist auch gleichzeitig für die Jugendarbeit in der Regierung zuständig. Es ist davon auszugehen, dass nach den Wahlen am 10. September es zu einer Reorganisation und weiteren personellen Erneuerung der Gebietsregierung kommen wird.
 

 

25.08.2017 – Es gibt wichtiges als die Ostsee-Autobahn
Der Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Wladimir Sarudni ist der Meinung, dass es gegenwärtig Wichtigeres gäbe, als den Endausbau der Ostsee-Autobahn. Die dafür vorgesehenen Gelder sollte man lieber für andere Projekte verwenden. Natürlich wäre es phantastisch, wenn diese Autobahn fertiggestellt werden würde, aber ich denke, dass eine Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen im Gesundheitswesen, in der Bildung, in der Landwirtschaft und die Unterstützung von neuen innovativen Projekten wichtiger sind – so Wladimir Sarudni. Die Kosten für den Endausbau der Ostsee-Autobahn übernimmt zu 77 Prozent der föderale Haushalt. Aber 23 Prozent müssen aus dem Regionalhaushalt beigesteuert werden. Man sollte auf der Umgehungsstraße mit einfachen Mitteln die Bedingungen schaffen, die zu einer Senkung der Unfallquote führen, die den Verkehr besser teilen und somit zu einer Geschwindigkeitserhöhung beitragen. Ansonsten ist es wichtig, vernünftige Bedingungen dafür zu schaffen, dass die Kaliningrader Gesellschaft als Ganzes aufblühe und dafür stehen Förderprogramme zur Verfügung, die nur ausreichend genutzt werden müssen.
 
 
25.08.2017 – Razzia der Sicherheitsorgane in Kaliningrad
Die Verwaltung des russischen Sicherheitsdienstes FSB, OMON-Kräfte und Polizei überprüften in Kaliningrad 600 Fahrzeuge. Die großangelegte Kontrolle fand schon vor einer Woche statt, deren Ergebnisse aber erst jetzt veröffentlicht wurden. Es handelte sich um eine sogenannte prophylaktische Razzia. Es sollten Ausländer gefunden werden, die sich ungesetzlich im Kaliningrader Gebiet aufhalten, aber auch Personen, die auf den Fahndungslisten stehen. Es wurden neun Ausländer gefunden, die die Migrationsgesetzgebung verletzt hatten. Zwei Personen droht die Abschiebung. Ein Fahrer wird mit einer Anklage zu rechnen haben, da er wiederholt im trunkenen Zustand ein Fahrzeug fuhr. In einem Fahrzeug wurden vier Kilo Bernstein gefunden – darunter ein Stein mit einen Gewicht von 400 Gramm.
 
 
25.08.2017 – Um  Сhina friendly zu werden, muss noch viel getan werden
Kaliningrad muss noch sehr viel tun, damit es sich zu einer, mit China freundschaftlich verbundenen Region, entwickelt – meint der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Begonnen damit, dass die Speisekarten in den Restaurants nicht dementsprechend sind, gibt es auch keinerlei Verkäufer irgendwo, die chinesisch sprechen. Es gibt auch keine Dolmetscher und so weiter – kommentierte der Gouverneur. Er versprach, dass man in dieser Richtung aktiv arbeiten werde, aber der Weg wird sehr sehr lang sein. Anlass für diese Äußerungen waren die jährlich stattfindenden Besprechungen einer Unterkommission zur Russisch-Chinesischen humanitären Zusammenarbeit in Kaliningrad. Das Problem des Kaliningrader Gebietes besteht u.a. darin, dass man sich immer im touristischen Sinne auf westliche Besucher konzentriert hatte. Nun müsse man sich um neue Partner kümmern und die kommen aus dem Osten. Im Jahre 2016 konnte Kaliningrad 5.000 Touristen aus China begrüßen. Um die Anzahl der chinesischen Touristen zu erhöhen, wurde von der Kaliningrader Regierung vorgeschlagen, Kurzreisen, eine Art „Abstecher“ für Touristengruppen die sich in Moskau und St. Petersburg aufhalten, zu organisieren.
 
25.08.2017 – Kaliningrader Parkanlagen sollen privatisiert werden
Die Regionalverantwortlichen planen, für die Kaliningrader Parkanlagen Konzessionen an Investoren zu vergeben. Dies erklärte der Gouverneur Anton Alichanow auf eine entsprechende Frage von Journalisten. Vorhergehend hatte der Gouverneur eine Meinung dahingehend geäußert, dass die Kaliningrader Parkanlagen auf ihn einen wenig umsorgten Eindruck machen. Die Stadtverwaltung schaffe es nicht, sich professionell um diese Anlagen zu kümmern. Daraus ist dann der Gedanke entstanden, für die Parkanlagen Konzessionen zu vergeben.
 
 
25.08.2017 – Gouverneur äußert sich zu Nostalgie-Park
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich zum Zentralen Park für Kultur und Erholung der Stadt Kaliningrad geäußert und gemeint, dass das, was man dort sieht, ihn sehr an das Ende der 80er Jahre erinnert. Der ganze Park macht den Eindruck, als ob er ziemlich vernachlässigt sei. Überhaupt befinden sich alle Parkanlagen in einem schlimmen Zustand und es ist zu sehen, dass die Stadt mit der Betreuung dieser Anlagen nicht klarkommt. Man tut an einzelnen Punkten ein paar Kleinigkeiten – mehr aber auch nicht. Er informierte, dass man der Stadt mit Finanzmitteln geholfen habe und man auch zukünftig Gelder zur Verfügung stellen werde, um die Entwicklung der Parkanlagen zu unterstützen. Der Gouverneur kritisierte die Stadt in diesem Zusammenhang bereits zum wiederholten Male.
 
25.08.2017 – Sprotten erhielten russisches Qualitätssymbol
Kaliningrader Sprotten sind die erste Kaliningrader Ware, die das russische staatliche Qualitätssymbol erhalten hat. Es handelt sich hierbei um Erzeugnisse der Firma „RosKon“, die dieses begehrte Symbol auf ihre Ware stempeln darf. Im weiteren, so der Vertreter der russischen Qualitätsaufsichtsbehörde, werden weitere Erzeugnisse Kaliningrader Hersteller bewertet und erhalten, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, das Recht, das neue staatliche Qualitätssiegel zu tragen. Informiert wurde auch, dass es bereits aus dem Sektor der Fischproduktion Ablehnungen gegeben habe, da die Produzenten die Anforderungen an die neue geforderte Qualität nicht erfüllt haben. Bei Fleischerzeugnissen gibt es ebenfalls positive und weniger positive Ergebnisse. Hier wird es in Kürze offizielle Entscheidungen geben.
 

24.08.2017 – Für Geld machen Kaliningrader fast alles
Eine Umfrage unter Kaliningrader Arbeitnehmern hat ergeben, dass diese für Geld bereit sind, fast alles zu tun – auch moralische und gesetzliche Normen zu ignorieren. 56 Prozent der Arbeitnehmer sind bereit, sofort den Arbeitgeber zu wechseln, wenn sie dadurch mehr Gehalt bekämen. 48 Prozent sind sogar bereit in eine andere Stadt umzusiedeln. 24 Prozent würden auf Urlaub verzichten, wenn es dafür mehr Geld geben würde und 22 Prozent würden eine Arbeit ausführen, für die sie eigentlich keine richtige Lust haben – Hauptsache die Kröten stimmen. Diese Angaben veröffentlichte das Informationsportal „sarplata.ru“. 10 Prozent der Kaliningrader wären bereit, für ein gutes Gehalt am Stuhl ihres Chefs oder eines Kollegen zu sägen, acht Prozent sind bereit Schmiergeld entgegenzunehmen und sechs Prozent würden sogar sexuelle Beziehungen eingehen, um zu einem höheren Gehalt zu kommen. Fünf Prozent der Arbeitnehmer wären bereit zu betrügen, wenn dadurch mehr Money in ihre Taschen fließt. Sogar zwei Prozent hatten keine Hemmungen ein Verbrechen zu begehen – für mehr Geld. Befragt wurden 862 Kaliningrader in der Zeit vom 15.-22. August.
 
24.08.2017 – Wohnungsbau nimmt wieder Fahrt auf
Anscheinend nimmt der Wohnungsbau wieder Fahrt auf, nachdem seit Anfang des Jahres ein erheblicher Rückgang zu verzeichnen war. Dies geht aus aktuellen Veröffentlichungen der Kaliningrader Filiale der russischen Statistikbehörde hervor. Im Juli 2017 wurden 97.400 Quadratmeter Wohnfläche errichtet, Das sind 52,6 Prozent mehr als im Juli 2016 und 30 Prozent mehr als im Vormonat des aktuellen Jahres. Insgesamt reichen aber diese Steigerungen nicht aus, um an das Ergebnis des Jahres 2016 anzuschließen. In den ersten sieben Monaten des aktuellen Jahres wurden 405.400 Quadratmeter Wohnraum errichtet, was 30,5 Prozent weniger ist, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
 
 
24.08.2017 – Neue Schweinezucht im Kaliningrader Gebiet eröffnet
Am Dienstag ist in Anwesenheit des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow ein weiterer Schweinezuchtbetrieb in der Siedlung Pokrowskoje, im Stadtkreis Tschernjachowsk eröffnet worden. Es handelt sich hierbei um einen Schweinezuchtbetrieb des „vollen Produktionszyklus“. Gehalten werden 3.600 Mutterschweine, die jährlich bis zu 100.000 Ferkel werfen sollen. Die gesamte Produktion soll der Befriedigung der Nachfrage einheimischer Fleischproduzenten dienen. Der Produktionsumfang wird mit 7.500 Tonnen Fleisch im Jahr beziffert. Gegenwärtig wird dem Bau verschiedener Fleischerzeuger im Kaliningrader Gebiet besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es geht um Importablösungen und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit der Exklave. Investitionen in die pflanzliche und tierische Landwirtschaft werden sowohl mit regionalen wie auch föderalen Fördermitteln stark unterstützt. Im Jahre 2016 hat der Investor dieser Schweinezucht 8,16 Mio. Rubel Kompensationsgelder für Zinszahlen erhalten. Im Jahre 2017 wird er 25 Mio. Rubel erhalten.
 
24.08.2017 – Gouverneur bereit Subventionen an Schuhproduzenten zu vergeben
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist bereit, einem Kaliningrader Schuhproduzenten mit Subventionen unter die Arme zu greifen, damit dieser mit seinen Erzeugnissen auch den Exportmarkt bedienen kann. Es handelt sich hierbei um die firma „SapadBaltObuw“. Das in Kaliningrad ansässige Russische Exportzentrum stellt mehrere Programme zur Verfügung, um die Produktion einzelner russischer Firmen für den Export zu motivieren. Der Gouverneur nutzte den Besuch einer Ausstellung, um sich mit Vertretern der Schuhfirma zu unterhalten. Diese berichteten über eine geplante Modernisierung der Produktion mit dem Ziel, westeuropäische Standards umzusetzen um damit auf westlichen Absatzmärkten Fuß fassen zu können. Dies veranlasste den Gouverneur darauf hinzuweisen, dass es Subventionsmöglichkeiten im Rahmen des Russischen Exportzentrums gäbe, die die Firma nutzen sollte. Er ist bereit, entsprechende Bemühungen zu unterstützen.
 
 
 
23.08.2017 – Das Gras beginnt zu wachsen
Auf der Spielfläche des neuen Stadions zur Fußball-Weltmeisterschaft beginnt das Gras zu wachsen. Natürlich wurde hier ein wenig nachgeholfen, indem man Rollgras verwendet hat – aber immerhin zeigt sich das Stadion nun in einem satten grünen Farbton. Nun besteht die Aufgabe der Stadiongärtner darin, den Rasen zu düngen und zu pflegen, damit er zu Beginn der Weltmeisterschaft in weniger als einem Jahr noch genauso grün ist, wie heute. Der Baufortschritt des Stadions wird gegenwärtig mit 90 Prozent beziffert. Die gesamte Metallkonstruktion ist montiert und das Stadion steht stabil auf 30.000 Betonpfeilern.
 
Foto: Innenansicht des Kaliningrad-Stadiums für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018
 
23.08.2017 – Kaliningrad soll Super-Datenzentrum erhalten
Die „Sberbank“, größte Bank in Russland, will in Kaliningrad ein Super-Datenzentrum errichten. Darüber informierte der Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Wladimir Sarudni. Bereits vor einigen Wochen hatte der der Chef der Sberbank, Herman Gref während eines Besuches im Kaliningrader Gebiet eröffnet, dass sein Finanzunternehmen plane, Kaliningrad zu einer bargeldlosen Region zu machen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass es kein Bargeld mehr geben wird, sondern die Absicht besteht darin, ein Maximum dessen zu organisieren, was technisch möglich ist, damit auf Bargeld im täglichen Alltag verzichtet werden kann – für diejenigen, die es möchten. Nun haben Spezialisten der Sberbank die logistischen Voraussetzungen für ein Super-Datenzentrum untersucht und informiert, dass man plane, ein ähnliches Datenzentrum zu errichten wie im Moskauer Südpark. In diesem Datenzentrum werden 1.200 Serverblöcke untergebracht. Das Rechenzentrum wird einen Bedarf von 30 Megawatt Strom haben. Mit Eröffnung dieses Datenzentrums wird Kaliningrad eine völlig neue Nische in seiner wirtschaftlichen Entwicklung besetzen.

 

22.08.2017 – Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?
Eigentlich war es schon seit Anfang an klar, wer die Kosten für den laufenden Unterhalt für das neue Stadion nach dem Abschluss der Fußball-Weltmeisterschaft zu tragen hat. Durch das föderale Budget wurden sämtliche Kosten für den Bau und die Nutzungsüberführung übernommen und nach Abschluss der Spiele wird das Stadion in das Eigentum der Region übergehen – kostenlos, als Geschenk sozusagen. Das damit auch der laufende Unterhalt aus dem Regionalhaushalt zu finanzieren ist, war somit auch klar. Das stellt die Regionalregierung unter den Zwang, sich Gedanken über eine gewinnbringende, oder doch zumindest kostendeckende Vermarktung des Stadions Gedanken zu machen. Deshalb müssen schon jetzt auf dem Grundstück von 150 Hektar alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich zukünftige Investoren problemlos an die technischen Kommunikationsmöglichkeiten anschließen können – meint der zuständige Vizegouverneur Alexander Rolbynow. Im März hatte der Kaliningrader Gouverneur Alichanow erklärt, dass man noch kein Vermarktungskonzept für das Stadion mit Umfeld habe.
 
 
22.08.2017 – Bahnhof in Selenogradsk wird renoviert
Am Dienstag dieser Woche beginnt die Instandsetzung des Haupt-Bahnsteiges im Bahnhof Selenogradsk. Darüber informiert die Kaliningrader Regionalbahn. Einschränkungen für den Zugverkehr und die Reisenden wird es nicht geben, da zwei weitere Bahnsteige zur Verfügung stehen, zu denen die Züge umgeleitet werden. Alle Arbeiten werden so erledigt, dass diese bis zum Beginn der Weltmeisterschaften der Feuerwerker am 2. September beendet sind. Eigentlich sollten die Instandsetzungsarbeiten bereits Ende Juni beginnen. Gründe für die Verzögerung wurden nicht genannt.
 
22.08.2017 – Auftragnehmer für den Max-Aschmann-Park gesucht
Die Kaliningrader Stadtverwaltung sucht einen Auftragnehmer, der sich mit dem Ausbau des Max-Aschmann-Parks beschäftigen und ein wenig Geld verdienen möchte. Im ersten Abschnitt geht es um den Ausbau des Sport- und Spieleplatzes im Park. Bewerbungen können bis 11. September eingereicht werden. Für die Bauarbeiten stehen 7,9 Mio. Rubel zur Verfügung. Bis Ende Oktober muss der Auftragnehmer Spazierwege pflastern, eine Fußgängerbrücke bauen, die Fläche für die Einrichtung der Spiel- und Sportanlagen gießen und die Einzäunung der Fläche ausführen. In einer weiteren Ausschreibung wird dann ein Auftragnehmer für die Installation der Beleuchtungsanlagen gesucht. Die Einrichtung des Sport- und Spielkomplexes erfolgt dann im kommenden Jahr.
 
Grafik: Teilplanung der Kultivierung des Max-Aschmann-Parks im Norden Kaliningrads
 

 

 

21.08.2017 – Bekannter Kaliningrader Historiker will Deutsche und Russen versöhnen
Der Kaliningrader Historiker Sergej Trifonow, bekannt durch seine regelmäßigen sensationellen Enthüllungen um das Bernsteinzimmer und sonstige Königsberger Geheimnisse aus Kriegszeiten, hat vorgeschlagen, die Russen und Deutschen miteinander zu versöhnen. Dies will er durch ein großes, 13 Meter hohes Kreuz erreichen, welches auf der Kant-Insel, auf der Allee, die vom Dom zur Hochbrücke führt, aufgestellt werden soll. Das Kreuz soll in der Horizontalen die Inschrift „Калининград“ (Kaliningrad) tragen und in der Vertikalen „Кенигсберг“ (Königsberg). Das Kreuz soll aus Gusseisen hergestellt sein. Kreuzen sollen sich diese beiden Stadtbezeichnungen an der Stelle des zweiten „i“ in der Stadtbezeichnung „Kaliningrad“. Damit würde sich ein ideales ausgewogenes Kreuz bilden. Damit würde man die Vorkriegsgeschichte mit der Nachkriegsgeschichte versöhnen – meint Trifonow. Wie der Historiker weiter mitteilte, zeigen sich schon einige Moskauer Skulpteure begeistert von dieser Idee. Welche Künstler dies konkret sind, wollte Sergej Trifonow nicht sagen.
 
Foto: Historiker Sergej Trifonow will Russen und Deutsche im Kaliningrader Königsberg versöhnen
 
21.08.2017 – Baugenehmigungen nicht immer, aber immer schneller
Der Kaliningrader Vizegouverneur Harry Goldmann hat informiert, dass seit Jahresbeginn 470 Anträge bei der Gebietsregierung gestellt worden sind, um eine Baugenehmigung zu erhalten. 100 Anträge davon wurden genehmigt.Der Vizegouverneur erinnerte daran, dass man Ende 2016 beschlossen hatte, die Zuständigkeit für die Baugenehmigungen im gesamten Kaliningrader Gebiet in die Gebietsregierung zu verlagern. Dieser Prozess ist organisatorisch und juristisch ausreichend kompliziert. Trotzdem ist es zu keinerlei Problemen für die Baufirmen gekommen. Er kommentierte, dass einige Antragsteller ihre Anträge mehrmals einreichen mussten, da diese fehlerhaft waren. Deshalb sind in der Gesamtzahl von 470 Anträgen auch einige doppelt und dreifach erfasst. Reale Bauanträge gab es vielleicht 200. Gegenwärtig benötigt die Gebietsregierung sieben Tage zur Bearbeitung und Genehmigung (Ablehnung) von Bauanträgen.
 

 

21.08.2017 – Kaliningrader „Lehrer des Jahres“ gekürt – es ist ein Deutschlehrer
Jedes Jahr findet ein Wettbewerb zur Ermittlung des „Lehrers des Jahres“ im Kaliningrader Gebiet statt. In diesem Jahr ist der Deutschlehrer Alexej Michailow aus dem Lyzeum „Hanse Ladia“ der Sieger. Die feierliche Auszeichnung fand in der „Jantar-Holl“ am Freitag vergangener Woche statt. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow und der Vizepremier der russischen Zentralregierung Olga Golodez überreichten Alexej Michailow ein Erinnerungsdiplom und ein Zertifikat über eine Prämie in Höhe von 100.000 Rubel. Alexej Michailow wird nun die Lehrerschaft des Kaliningrader Gebietes im gesamtrussischen Wettbewerb vertreten.
 
 
21.08.2017 – Riesenschmuggel an Zigaretten aufgedeckt
Drei Kaliningrader Fernfahrer werden des Schmuggels von Zigaretten im besonders großen Umfang beschuldigt. Ein entsprechendes Verfahren wurde eingeleitet und Anklage erhoben. Der Vorwurf lautet auf Schmuggel von 839.000 Schachteln Zigaretten. Die Untersuchung hatte ergeben, dass die Fahrer Zollplomben manipuliert und in drei Fahrzeugen unterschiedliche Mengen Zigaretten nachträglich beladen hatten. Die neuerliche Anbringung der Zollplomben erfolgte unfachmännisch und fiel den Zöllnern am Grenzübergang Tschernyschewskoje (im Osten des Kaliningrader Gebiets in Richtung Litauen) auf. Allen drei Schmugglern drohen nun Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren – für jeden.
 
21.08.2017 – Kein kostenloses WIFI-Internet mehr im Kaliningrader Nahverkehr
Der Generaldirektor des stadteigenen Nahverkehrs „GorTrans“ Anatoli Muchomor informierte, dass man gezwungen war, das kostenlose WIFI-Internet im Kaliningrader Nahverkehr wieder abzuschalten. Dies steht im Zusammenhang mit den Forderungen der russischen Gesetzgebung, die ein anonymes Verhalten im Internet nicht mehr gestattet. Wer kostenlose WIFI-Angebote nutzen will (die es in Kaliningrad fast flächendeckend gibt), muss sich mit seinem Mobiltelefon anmelden, erhält dann eine SMS mit einem temporären Password zugesandt und kann sich danach in eines der angebotenen kostenlosen Netze einloggen. Der Stadtverkehr müsste jetzt, um dieses System anbieten zu können, seine gesamte WIFI-Anlage nachrüsten, wofür gegenwärtig allerdings kein Geld zur Verfügung steht. Das bisherige kostenlose Internet wurde von einem Sponsor bezahlt, der im Gegenzug Reklameplätze im Nahverkehr erhielt. Dieser Sponsor steht nicht mehr zur Verfügung. Das kostenlose Internetangebot gab in im Kaliningrader Nahverkehr seit 2012.
 
 
21.08.2017 – Zuerst die Wahlen, dann Tariferhöhung im Nahverkehr
Das Kaliningrader Unternehmertum im Transportverkehr hat beschlossen, die Stadt- und Gebietsverantwortlichen nicht zu überfordern mit einer Vielzahl von Problemen. Man will die Wahlen am 10. September abwarten und wenn der neue Gouverneur sein Amt angetreten hat, will man die Frage der Tarifanpassung für den Nahverkehr aufwerfen. Besonders vernachlässigt fühlen sich wohl die Betreiber der sogenannten „Marschrutka“ in Kaliningrad. Diese hatten im letzten Jahr gleich zwei schwere Schläge zu verkraften. Zum einen hat die Stadtverwaltung die Anzahl der Linientaxis erheblich reduziert und die noch verbliebenen Linien unter eine harte Aufsicht gestellt und zum anderen wurden sie bei der Tarifanpassung Anfang 2017 nicht berücksichtigt. Die Fahrt mit einem Linienbus kostet gegenwärtig in Kaliningrad 20 Rubel und für das Ticket in einem Linientaxi (Marschrutka, Minibus mit 10-13 Sitzplätzen) müssen die Passagiere 22 Rubel bezahlen. Die Betreiber hoffen, dass man nach den Wahlen den Preis auf mindestens 30 Rubel anheben wird.
 
 
 

20.08.2017 – Ex-Leiterin des Kaliningrader Migrationsdienstes verurteilt
Die ehemalige Leiterin des Kaliningrader Migrationsdienstes Larissa Stawitzkaja ist durch ein Gericht wegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch verurteilt worden. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass sie Bestechungsgelder im Gesamtumfang von 175.000 Euro entgegengenommen hat. Im Zeitraum 2011-2014 soll die Verurteilte in 50 Einzelfällen Schmiergeld in ausländischer Valuta entgegengenommen haben. Im Gegenzug stellte sie hierfür russische Pässe, sowohl Inlands- wie Auslandspässe aus. Insgesamt ging das Gericht aber davon aus, dass es 120 Fälle dieser Art gegeben habe. Diese Pässe haben sowohl Ausländer, wie auch Bürger ohne Staatsbürgerschaft erhalten. Verurteilt wurde sie zu einer Freiheitsstrafe von 5,5 Jahren und einer Finanzstrafe von vier Millionen Rubel. Weiterhin erhielt sie Berufsverbot für Tätigkeiten im Staatsapparat für einen Zeitraum von sechs Jahren. Der Dienstgrad Major wurde ihr aberkannt.
 
 
20.08.2017 – Umgehungsstraße für Tschernjachowsk ist nicht wichtig
Das föderale Transportministerium vertritt die Ansicht, dass die geplante Umgehungsstraße für die Kreisstadt Tschernjachowsk gegenwärtig keine Priorität habe. Darüber informierte der Gouverneur Anton Alichanow. Begründet wird dies durch das Transportministerium damit, das der Fahrzeugverkehr in diesem Bereich nicht sehr intensiv sei. Der Gouverneur meinte, dass darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen sei und man weiterhin versuchen werde, die föderalen Entscheidungsträger von der Notwendigkeit der Umgehungsstraße zu überzeugen. Die Kosten für die geplante Umgehung wurden mit 29 Mrd. Rubel berechnet. In der Mitteilung wird daran erinnert, dass die jetzige föderale Trasse durch das Dorf „Meschduretschje“ verläuft und diese noch in einem Zustand wie zu deutschen Zeiten ist – d.h. eng und mit Pflastersteinen versehen.
 
 
20.08.2017 – Bürgermeister will mit Bier-Shops aufräumen
Der Kaliningrader Bürgermeister will nun endlich Ordnung schaffen in einem Bereich, in dem Jahrzehntelang keine Ordnung geherrscht hat, trotz entsprechender Gesetzgebung. Er will mit den Geschäften aufräumen, die mit Alkohol und Bier handeln und die sich in unmittelbarer Nähe von schulischen Einrichtungen befinden. Insbesondere hat er die Geschäfte im Auge, die sich gegenüber der Kunstschule für Kinder in der Gorki-Straße befinden. Er reagierte damit auf wiederholte Beschwerden von Bürgern, die in diesem Bereich wohnen. Beschwerden gibt es regelmäßig jedes Jahr. Jedes Jahr werden Verkaufseinrichtungen geschlossen, um dann wenig später unter anderer Bezeichnung wieder geöffnet zu werden.
 
20.08.2017 – Bauarbeiten an der Ostsee-Autobahn erst im Jahre 2019
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass die Bauarbeiten am weiteren Ausbau der Ostsee-Autobahn frühestens 2019 fortgesetzt werden. Konkret geht es um den Abschnitt, der bis zur Kreisstadt Baltisk führen soll. Der Bau dieses Abschnittes wird mit einer Gesamtsumme von 50 Milliarden Rubel eingeplant. Wie der Gouverneur weiter informiert, wird dieser Trassenabschnitt Schritt für Schritt in die föderale Verantwortung übergeben, da das Gebiet einfach nicht in der Lage ist, seinen Beitrag zum Bau und Unterhalt dieser Strecke zu leisten. Weiterhin informierte der Gouverneur, dass es bereits eine Projektdokumentation für den Ausbau der Autobahn bis zum Ort Jantarny gäbe, diese Dokumentation allerdings überarbeitet werden muss.
 
20.08.2017 – RusslandDeutsche Aktivitäten in Kaliningrad
Die RusslandDeutschen im Kaliningrader Gebiet haben eine lange Tradition. Unterschiedliche Organisationsformen dienen dazu, die Interessen der ethnischen Minderheit der RusslandDeutschen zu wahren, aber auch andere Interessierte mit den kulturellen Traditionen der, vor hunderten von Jahren nach Russland eingewanderten Deutschen, vertraut zu machen. Das „Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad“ zeigt erste Aktivitäten. Klicken Sie auf die Grafik, um unseren Beitrag zu lesen.
 
 
20.08.2017 – Papagei wichtiger als Familie
Ein 35jähriger Kaliningrader hat mit Frau und zwei Kindern den Zoo besucht. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war ihm das Ganze langweilig, zumal wohl auch seine Frau ihn aufforderte, mit dem Saufen aufzuhören. Er entfernte sich von Frau und Kindern und versuchte einen Papagei im Werte von 150.000 Rubel aus einem Käfig zu stehlen, um seiner Familie eine Freude zu machen. Andere Zoobesucher alarmierten Wachschutz und Polizei. Am Zooausgang wurde dann der Mann ungeduldig erwartet. Er hatte den Papagei kurzerhand in einen Rucksack verstaut. Der Tierarzt konnte zum Glück keinerlei Verletzungen feststellen. Der Mann gab seine Schuld zu und wird nun wegen „Entführung“ angeklagt. Ihm droht dafür ein Aufenthalt, ähnlich wie der des Papageis - hinter Gittern für 3 Jahre und neun Monate.
 

 

19.08.2017 – Teures Abenteuer-Foto
Touristen, aber auch Blogger oder Journalisten sind immer auf der Jagd nach interessanten Fotomotiven. Allerdings muss man gewisse Grenzen dabei beachten, insbesondere Staatsgrenzen. Aber es gibt immer wieder westliche Touristen, die die Grenze zwischen Polen und Russland wohl nicht so richtig ernst nehmen und versuchen, sich vor einem russischen Grenzpfahl zu fotografieren. So hat es diesmal ein 28jähriger Tourist aus Frankreich versucht und die polnischen Grenzer waren davon gar nicht begeistert. Aber mit voller Begeisterung haben sie dem Franzosen einen Strafzettel über 500 Zloty verpasst – ein teures Foto von einem russischen Grenzpfahl. Den polnischen Grenzern erklärte er, dass er mit einem Fahrrad unterwegs ist und einfach mal schauen wollte, wie denn so die Grenze ausschaut. Nun weiß er es und konnte auch noch die Bekanntschaft mit polnischen Grenzern machen.
 
19.08.2017 – Ex-Generaldirektor des Airports Chrabrowo verhaftet
In Moskau es der Ex-Direktor des Kaliningrader Airports Chrabrowo verhaftet wurden. Er wird der Veruntreuung von 32 Mio. Rubel beschuldigt. Vor seiner Verhaftung war er stellvertretender Leiter der Sonderfluggruppe „Rossija“, die der Verwaltung des russischen Präsidenten zur Verfügung steht. Durch den Haftrichter wurde festgelegt, dass der Beschuldigte vorläufig bis 13. September in Haft zu nehmen ist. Auch eine zweite Person wurde in diesem Zusammenhang verhaftet. Auch er wird der Veruntreuung von 32 Mio. Rubel beschuldigt. Anstelle von neuer Ausrüstung für den Airport, soll er gebrauchte Ausrüstung aus Holland gekauft haben und den Preisunterschied in seine Tasche gewirtschaftet haben. Andrej Tjurin hat den Airport „Chrabrowo“ im Zeitraum 2010-2012 geleitet und von 2013-2014.
 
19.08.2017 – Große Menge illegalen Bernsteins beschlagnahmt
Kaliningrader Rechtspflegeorgane haben 164 Kilo illegal geförderten Bernstein beschlagnahmt. Ein Teil des Bernsteins wurde in Kaliningrader Schmuckgeschäften gehandelt, ein anderer Teil wurde für den Transport ins Ausland vorbereitet. In diesem Zusammenhang wurde aufgeklärt, dass es eine ganze Gruppe in Kaliningrad gibt, die den Handel mit diesem illegalen Bernstein organisiert. Gefunden wurden Dokumente die belegen, dass diese Gruppe für den Versand des Bernsteins ins Ausland, die russische Post missbrauchte.
 
19.08.2017 – Kaliningrad erinnert sich der Königsberger Geschichte
In Kaliningrad existiert seit vielen Jahren die ul. Gornaja. Jetzt ist sie in ul. Generalfeldmarschall Rumjanzewa umbenannt worden. Dem voraus ging eine entsprechende Beschlussfassung durch die Kaliningrader Stadtverwaltung und des Stadtrats. Der Beschluss zur Umbenennung der Straße wurde einstimmig gefasst. Generalfeldmarschall Pjotr Alexandrowitsch Rumjanzew war während des 7jährigen Krieges im Range eines Generalmajors an der Einnahme Königsbergs beteiligt. Im Januar 1758 eroberte er die Stadt. Danach eroberte er ganz Ostpreußen. Die militärischen Handlungen der Reitertruppen des Generals wurden damals in Russland als beispielhaft charakterisiert.
 
 
19.08.2017 – Putin unzufrieden mit den regionalen Trassen
Der russische Präsident Putin zeigt sich unzufrieden mit dem Zustand der Regionaltrassen im Verwaltungsbezirk Nord-West, zu dem auch das Kaliningrader Gebiet gehört. Er vertrat die Ansicht, dass der Zustand des Straßennetzes hier schlechter ist, als der Durchschnitt im übrigen Russland. Allerdings sind die Straßen im Kaliningrader Gebiet wiederum besser als in den anderen Gebieten der Nord-West-Region. 82 Prozent aller föderalen Straßen zeigen hier den gewünschten Normzustand auf. In Russland befinden sich nur 71 Prozent aller föderalen Straßen im Normzustand. In der Nord-West-Region insgesamt sind nur 32 Prozent im Normbereich. Der russische Transportminister Maxim Sokolow nannte die Situation alarmierend. Deshalb erhalten auch einige ausgewählte Regionen zusätzliche finanzielle Mittel für den Straßenbau aus föderalen Haushaltsmitteln.
 
19.08.2017 – Kaliningrader Busunternehmen schmuggelt Zigaretten
Polnische Zöllner haben in einem Linienbus auf der Strecke „Kaliningrad-Gdansk-Kaliningrad“ 1.110 Packungen Zigaretten gefunden, die unverzollt nach Polen verbracht werden sollten. Am 16. August wurden alle Fahrzeuge am Grenzübergang Mamonowo/Gronowo kontrolliert. Mit Hilfe von speziell ausgebildeten Diensthunden wurde das Versteck der Zigaretten schnell gefunden. Der Fahrer des Busses bekannte sich des Schmuggels schuldig. Die Zigaretten wurden beschlagnahmt und der Busfahrer erklärte sich bereit, eine Strafe von 30.000 Zloty zu bezahlen. Passagiere der Firma „König-Avto“ geraten nicht das erste Mal in eine derartige Situation. Wer auf eine pünktliche Ankunft in Gdansk angewiesen ist, um zu seinem Flugzeug rechtzeitig zu gelangen, sollte die wesentlich seriösere Firma „Selenogradsk-Trans“ nutzen.
 

 

18.08.2017 – Putin fordert die Grenzübergänge zu rekonstruieren
Während seines Arbeitsbesuches in Kaliningrad hat der russische Präsident Putin gefordert, alle Grenzübergänge in der Nord-West-Region, wozu auch Kaliningrad gehört, zu modernisieren. Der erinnerte, dass die überwiegende Mehrzahl der Grenzübergänge seit den 90er Jahren keinerlei Modernisierung unterlagen. Deshalb kommt es auch zu Schlangen bei der Abfertigung an der Grenze, was insbesondere den LKW-Transport anbelangt. Insgesamt befinden sich in der Nord-West-Region 65 Grenzübergänge, zehn davon im Kaliningrader Gebiet. Im Kaliningrader Gebiet wird in Bereich Sowjetsk, im Norden der Region, ein neuer Grenzübergang zu Litauen errichtet. Während die Strukturen auf litauischer Seite bereits seit längerer Zeit einsatzbereit sind, fehlt es wohl auf russischer Seite an der notwendigen Finanzierung, so dass es, nach bisherigen Vorstellungen, wohl kaum zur Eröffnung des neuen Grenzübergangs im Jahre 2018, bis zur Fußball-Weltmeisterschaft kommen wird. Im Mai 2017 hatte sich der Gouverneur Anton Alichanow kritisch zu dieser Frage geäußert und informiert, dass er die Angelegenheit dem Präsidenten vortragen werde.
 
 
18.08.2017 – Kaliningrad erhielt viel Geld für Straßenausbau
Das russische Ministerkabinett hat dem Kaliningrader Gebiet 1,25 Mrd. Rubel für den weiteren Ausbau des Straßen- und Wegenetzes zur Verfügung gestellt. Damit kann das Gebiet dann in den kommenden zwei Jahren arbeiten und die geplanten Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen umsetzen – so der Transportminister Maxim Sokolow während seines Aufenthaltes in Kaliningrad am Mittwoch dieser Woche. Er gab zu verstehen, dass er sich gewusst ist, dass diese Summe nicht ausreichend ist, um alle Probleme zu lösen und lies die Hoffnung im Raum schweben, dass er bereit ist, bei Bedarf noch etwas nachzusteuern.
 
18.08.2017 – Putin abgereist – Antimonopol-Dienst beginnt Kontrolle der Preise
Nach der Abreise des russischen Präsidenten Putin am Mittwochnachmittag, hat der Antimonopol-Dienst sofort begonnen, eine Untersuchung zu den Flugpreisen für die Flüge von und nach Kaliningrad einzuleiten. Während des Arbeitsbesuches des russischen Präsidenten am Mittwoch, waren die Preise und die zur Verfügung gestellten Subventionen, einer der Hauptgesprächs- und kritikpunkte. Der Antimonopol-Dienst will sich jetzt mit der Preiskalkulation jeder einzelnen Fluggesellschaft beschäftigen um herauszufinden „woher die Füße wachsen.“ Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hatte die Anwesenheit des russischen Präsidenten am Mittwoch genutzt, um sich über die hohen Flugpreise ins russische Mutterland zu beschweren. Er informierte den Präsidenten, dass die Preise für ein Ticket im Jahre 2016 schon auf 75.000 Rubel gestiegen sind. Putin hatte dann im Verlaufe der weiteren Sitzung angewiesen, dass die Mehrwertsteuer für Flugtickets von und nach Kaliningrad, als Ausnahmeregelung, abgeschafft wird.
 
18.08.2017 – Landwirtschaftlicher Erzeugermarkt soll aus dem Stadtzentrum verschwinden
Der sehr beliebte landwirtschaftliche Erzeugermarkt, wo regionale Landwirte und Kleinerzeuger ihre Produkte am Wochenende anbieten können, soll vom Platz vor dem Haus der Räte auf den Prospekt Kalinin verlegt werden. Im September 2017 soll der dafür benötigte Platz begonnen werden zu bauen. Als neuer Platz wurden die alten Lager, die sich dort befinden, ausgewählt. Der Vorschlag für diesen neuen Platz stammt von einer Privatfirma, die anscheinend über diese Flächen die Verfügungsgewalt hat und durch die Pacht Geld verdienen will. Die Stadt zeigte sich in dieser Frage flexibel. Man gab zu, dass der jetzige Platz vor dem Haus der Räte ideal ist. Doch dieser werde im Zuge der Rekonstruktion des Stadtzentrums umgestaltet. Der jetzige Platz ist verkehrstechnisch auch gut zu erreichen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass er von der Bevölkerung nicht angenommen wird, wird man auch eine andere
Lösung finden.
 
Foto: Regionaler landwirtschaftlicher Erzeugermarkt vor dem Haus der Räte im Kaliningrader Stadtzentrum
 
18.08.2017 – Neue Spielregeln für die Stadtbebauung
Die Stadtverwaltung will mal wieder mit der Bevölkerung Regeln für die Stadtbebauung besprechen. Anscheinend hat sich die Stadtverwaltung schon etwas einfallen lassen, denn am Freitag sollen die neuen Vorstellungen bereits den Bewohnern einiger Vororte von Kaliningrad zur Diskussion vorgelegt werden. Informiert wurde, dass es sich bereits um die sechste Variante der neuen Bebauungsordnung handelt. Man will der Bevölkerung mit einfachen Worten erklären, wie die Stadt sich entwickeln wird. Bereits im vergangenen Jahr ist ein neuer Generalplan für die Stadt erarbeitet worden, nun folgen die Ausführungsregelungen hierzu. Das Dokument soll regeln, wo gebaut werden darf, welche Etagenhöhe möglich ist, welche Grünflächen anzulegen sind.
 
 
18.08.2017 – Nichts ist so gut, dass es nicht noch perfektioniert werden könnte
Vor rund zwei Jahren hatte sich die Stadtverwaltung von Kaliningrad entschlossen, neue Autobusse für den Stadtverkehr zu erwerben. Nachdem diese eingetroffen waren, wurden diese sofort kritisiert, denn die Eingangstüren waren so schmal, dass kein Kinderwagen durchpasste. Die Stadt hat darauf reagiert und sofort neue Busse gekauft, mit breiteren Türen, wo bequem ein Kinderwagen durchpasst. Wie sich zeigt, sind nicht alle Kaliningraderinnen mit den Vorstellungen der Stadtverwaltung zur Türbreite in Linienbussen einverstanden.
 
 
18.08.2017 – Wikingerdorf erhält Schiffswerft
Das in der Nähe von Selenogradsk geschaffene Wikingerdorf „Kaup“ wird eine Schiffswerft erhalten. Darüber informierte der Pressedienst der Region. Der zuständige Mitarbeiter der Selenogradsker Stadtverwaltung Pawel Borowikow besuchte Polen, wo ein ähnliches Projekt bereits realisiert worden ist. Beide Seiten kamen überein, gemeinsam an der Vermarktung der Objekte im Rahmen des Programms der grenznahen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu arbeiten. Das Festival „Kaup“ wird in Kaliningrad seit 2006 organisiert. Seine Organisatoren rekonstruieren die Traditionen der Bewohner der Sambisker Halbinsel im 9-11 Jahrhundert. Auch in diesem Jahr fand dieses Festival vom 29-30. Juli statt. Bis zu 10.000 Touristen aus Europa und Russland waren dazu angereist.
 
 

17.08.2017 – Putin fordert Auslastung eigener Häfen
Während seines Arbeitsbesuches in Kaliningrad hat der russische Präsident Putin gefordert, die eigenen nationalen Häfen besser auszulasten und von der Nutzung ausländischer Häfen Abstand zu nehmen. Es müssen derartige Bedingungen geschaffen werden, dass es vorteilhafter ist, Frachten über russische Häfen abzufertigen. Er bezog sich hierbei in erster Linie auf die Häfen, die sich in der Nord-West-Region befinden, wozu auch das Gebiet Kaliningrad gehört. Eine erhebliche Konkurrenz für die oftmals uneffektiv arbeitenden Kaliningrader Häfen, stellen die Häfen in den baltischen Ländern und Polen dar. Putin forderte, dass die Bedingungen in den russischen Häfen auf keinen Fall schlechter sein dürfen, als in den ausländischen Häfen.
 
In den Medienmeldungen wird daran erinnert, dass im Dezember 2015 in Kaliningrad ein Experiment gestartet wurde, wo die Abfertigung von Waren auf der Fährverbindung „Baltisk – Ust-Luga“ ohne Zollformalitäten erfolgte. Ziel war, die Fährverbindung ins russische Mutterland attraktiver zu machen. Das Experiment wurde bis Ende 2017 verlängert. Im August 2017 erhielt Kaliningrad 5,1 Mrd. Rubel für den Bau von drei neuen Fähren für diese Strecke.
 
17.08.2017 – Putin fordert Endausbau der Ostsee-Autobahn
Der russische Präsident Putin erwartet von seinen nachgeordneten Mitarbeitern eine schnelle Lösung des Endausbaus der sogenannten Ostseeautobahn. Am Mittwoch hatte sich der Präsident mit dem Gouverneur Anton Alichanow getroffen und dieses Thema angesprochen. Es geht darum, um Kaliningrader herum eine Umgehungsstraße zu bauen. Das Bauprojekt wurde im Jahre 2008 begonnen, aber nicht zu Ende geführt. Der Präsident erinnerte sich, dass die Autobahn bis Baltisk geplant war – und so soll sie denn auch gebaut werden – meinte Putin.  
 
17.08.2017 – Russisches Transportministerium gab Weisung zum Straßenbau
Der russische Transportminister Maxim Sokolow, der an einer Besprechung des russischen Präsidenten Putin am Mittwoch in Kaliningrad teilnahm, forderte vom Kaliningrader Gebiet den Bau einer modernen Zufahrtsstraße zum künftigen neuen Fährhafen in Pionersk. Wie er Minister informierte, liegen bereits die Projektunterlagen für den neuen Hafen vor. Um das föderale Budget zu entlasten, wird für den Bau des neuen Hafens noch nach Investoren gesucht. Seitens des Kaliningrader Gebietes erwartet der Transportminister den zeitnahen Bau der Zufahrtswege. Alles hierzu Notwendige ist bereits erledigt, man müsse nur noch beginnen. Während der Sitzung wurde vom russischen Präsidenten Putin gefordert, mit dem Bau des Hafens in Pionersk noch in diesem Jahr zu beginnen.
 
17.08.2017 – Putin will Mehrwertsteuer für Kaliningrad-Flugtickets abschaffen
Der russische Präsident hat gefordert, die Mehrwertsteuer für Flugtickets in die Kaliningrader Richtung abzuschaffen. Diese Forderung stellte er auf, im Zusammenhang mit den Diskussionen um die Entwicklung des Transportwesens in der Nord-West-Region.
 
Wie der russische Transportminister Maxim Sokolow ergänzte, würde nach der Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Flugtickets ein Hin- und Rückflug nach Moskau bis zu 9.000 Rubel kosten. Daraufhin erwiderte Putin: „Die Mehrwertsteuer wird abgeschafft.“
 
17.08.2017 – Hafenbau in Pionersk noch in diesem Jahr
Der russische Präsident Putin hat angewiesen, mit dem Bau des neuen Passagier- und Frachtterminals in Pionersk noch in diesem Jahr zu beginnen. Dieses Terminal schafft zusätzliche Möglichkeiten für den Tourismus. Putin informierte, dass das neue Terminal bis zu 225.000 Passagiere (Touristen) und bis zu 80.000 Fährpassagiere abfertigen kann. Das Projekt muss also noch in diesem Jahr begonnen werden – so Putin. Vorangehend hatte der Kaliningrader Gouverneur berichtet, dass man in diesem Jahr erst mit den ingenieurtechnischen Vorbereitungsarbeiten beginnen wolle. Dies war anscheinend dem russischen Präsidenten nicht ausreichend genug. Der Hafen wird in Partnerschaft des Staates mit privaten Investoren gebaut. Da man aber die Gespräche mit den Investoren wohl zu kompliziert geführt hatte, wurde der Baubeginn mehrmals verschoben. Anfänglich war der Herbst 2016 als Baubeginn geplant. Das neue Terminal soll bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft erste Touristen empfangen. Im föderalen Haushalt sind für den Bau des neuen Hafens acht Milliarden Rubel eingeplant.
 
 
17.08.2017 – Streitigkeiten zwischen föderalem Finanz- und Transportministerium in Kaliningrad
Während der Arbeitsbesprechung in Kaliningrad unter der Leitung des russischen Präsidenten Putin ist es zu Streitigkeiten über die Finanzierung der drei geplanten neuen Fähren gekommen. Während das russische Transportministerium, gemeinsam mit dem Kaliningrader Gouverneur, daran erinnerte, dass im russischen Haushalt Geld für den Bau der drei Fähren eingestellt ist, versuchte der Vertreter des russischen Finanzministerium zu erreichen, dass der Bau der Fähren zu Lasten anderer Finanzquellen geht. Er hatte hierbei die russische Bahn im Auge, die zukünftig auch für die drei Fähren verantwortlich zeichnet. Nach Ansicht des Finanzministeriums verfügt die russische Bahn über ausreichend Finanzmittel, um den Bau der drei Fähren finanzieren zu können.
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow erinnerte an den jetzigen Zustand der Fährverbindung zwischen Kaliningrad und dem russischen Mutterland. Man verfüge höchstens über 1,5 Fähren. Eine Fähre kann vollumfänglich für die Kaliningrader Bedürfnisse genutzt werden und die zweite Fähre ist eigentlich nur für die Bedürfnisse des russischen Verteidigungsministeriums eingesetzt. Alichanow erinnerte an die Tarifpolitik der benachbarten Staaten. Man könne dort deshalb diese hohen Tarife fordern, weil es für Kaliningrad keine Alternative gäbe. Wenn die neuen Fähren aber den Betrieb aufnehmen, dann ist dies die gewünschte Alternative und man werde sofort spüren, welche Auswirkungen dies auf die Tarifpolitik von Litauen und Weißrussland habe.
 
Karte: Fährverbindung zwischen „Baltisk“ und dem russischen Mutterland
 
17.08.2017 – Putin fordert Informationen über Kali-Abbau in Kaliningrad
Der russische Präsident Putin hat während der Arbeitsbesprechung in Kaliningrad von der Gebietsregierung vollumfängliche Informationen über den geplanten Kali-Abbau im Kaliningrader Gebiet, in der Nähe der Siedlung Niwenskom gefordert. Es gibt hier anscheinend umfangreiche Probleme im Bereich des Umweltschutzes. Bewohner der Siedlung hatten sich an den Präsidenten gewandt und um Hilfe gebeten. Der Präsident betonte, dass er nicht der Ansicht ist, dass man dieses Projekt fallen lassen soll. Er verfüge über unzureichende Informationen, um eine qualifizierte Empfehlung abgeben zu können. Er will diese Informationen haben, um zu sehen, was dort in diesem Ort vor sich gehe.
Es geht bei diesem Projekt um Großinvestitionen. Der Investor hat von der Firma „Lukoil“ die Möglichkeit erhalten, die ausgebeuteten Erdgas/-öllagerstätten zu nutzen, um dort das Rohmaterial zu fördern und zu verarbeiten um im Ergebnis hochqualitatives Salz für die verschiedenen Verwendungszwecke zu erhalten. Die Bevölkerung befürchtet eine Reihe von Umwelteinflüsse und protestiert gegen den Bau einer derartigen Produktionsstätte in der Nähe der Siedlung.
 
17.08.2017 – Onkologisches Zentrum wird gebaut
Wir haben mit dem Bau des onkologischen Zentrums begonnen und wir werden den Bau nun auch zu Ende bringen – so der russische Präsident Putin während seines Besuches in Kaliningrad am Mittwoch. Der Präsident versprach weitere finanzielle Hilfe für dieses Projekt während eines persönlichen Treffens mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Alichanow informierte den Präsidenten, dass er aus dem Reservefond der Regierung 350 Mio. Rubel für den Baubeginn des onkologischen Zentrums zur Verfügung gestellt habe. Er glaube, dass es nicht einen einzigen Kaliningrader Bürger geben werde, der dem Präsidenten nicht dankbar ist für dessen Entscheidung, den Bau dieses wichtigen medizinischen Zentrums aus föderalen Quellen zu finanzieren.
 
 
Anton Alichanow bedankte sich beim Präsidenten für dessen Versprechen und meinte, dass die Region nicht auf der Stelle trete. Er informierte den Präsidenten, dass man vor einem Monat ein medizinisches Zentrum für Frauen eröffnet habe. Im Verlaufe von nur einem Monat haben 3.500 Frauen die neuen Möglichkeiten für eine onkologische Untersuchung genutzt. Der der Bedarf derart groß ist, wird ein weiteres Zentrum nun in Tschernjachowsk eingerichtet. Der Gouverneur hofft – so informierte der den Präsidenten – dass das Zentrum dort bis zum Jahresende seine Arbeit aufnehmen wird.
 
 
17.08.2017 – „Rusline“ verspricht mehr als es hält  
Es gibt eine gute Nachricht und eine weniger gute Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass man mit relativ geringem Aufwand und dank Google die russische Airline "Rusline" im Internet finden kann. Das ist die Fluggesellschaft, die ab Oktober zweimal wöchentlich die Strecke Kaliningrad-Berlin zum Durchschnittspreis von 85 Euro anfliegen soll. Bereits seit dem 15.08.2017 soll man Tickets kaufen können - sagt der Generaldirektor der Airlines. Und nun die weniger gute Nachricht. Man kann keine Tickets kaufen und die Strecke Kaliningrad-Berlin ist im Flugplan der Gesellschaft nicht aufgeführt. Dafür gibt es aber eine Flugstrecke von Moskau nach Leipzig/Halle.
 
 
17.08.2017 – Gouverneur will neues „Kaliningrad-Gesetz“ bis Ende des Jahres Putin vorlegen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat dem russischen Präsidenten Putin während seines Aufenthaltes in Kaliningrad am Mittwoch versprochen, alles zu unternehmen, damit ihm das neue „Kaliningrad-Gesetz“ bis Jahresende zur Unterschrift vorgelegt wird. Es geht hierbei um das in wesentliche Punkten überarbeitete Gesetz zur „Sonderwirtschaftszone Kaliningrad“. Alichanow informierte den Präsidenten, dass an diesem Gesetz intensiv gearbeitet wurde, es sehr schwere Diskussionen gab und viel Zeit investiert wurde. Er informierte Putin, dass Kaliningrad sich besonders dankbar an die Hilfe von Dmitri Kosak erinnert, der in der Präsidentenadministration für Kaliningrad zuständig ist. Seit 8. August befindet sich dieses neue Gesetz nun in der Staatsduma zur Beratung. Der Gouverneur hofft, dass Kaliningrad ab 1. Januar 2018 beginnt nach neuen wirtschaftlichen Regeln zu leben.
 

Haben Sie es schon bemerkt? Richtig, die Hälfte des Monats August ist schon wieder rum. Und somit haben wir für Sie wieder eine Wissensfrage geschaltet. Sie ist diesmal nicht schwer, denn wir haben so viel über das russische Bankensystem informiert, dass sich unsere Leser vermutlich im russischen Bankwesen besser auskennen, als im deutschen Finanzsektor. Schauen Sie mal links neben dem Artikel … es ist immer noch der alte Ort, wie schon seit über fünf Jahren, wo wir die Wissensfrage stellen. Klicken Sie auf eine der drei vorgegebenen Antworten – eine davon ist richtig.
 
 

16.08.2017 – Schule wandelt sich zum Tourismus-Anziehungspunkt
Nach dem Abschluss der Rekonstruktion der Schule Nr. 41 scheint diese ihren Status zu wandeln und zu einem multifunktionalen Immobilienobjekt zu werden. Einerseits werden dort Schüler unterrichtet, andererseits pilgern Touristen zu diesem restaurierten Gebäude, welches zu deutschen Zeiten als „Königin-Luise-Gymnasium“, eine reine Mädchenschule, bekannt war.
 
Der Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass ein Großteil der Gelder für die Restaurierung der Schule von einem privaten Investor stammt. Bei dem Investor handelt es sich um die Firma, die ein neues Gebäude am Unterteich, neben dem Stadtmuseum errichten wird. Jaroschuk nutzte die Gelegenheit um mitzuteilen, dass die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr, welches am 1. September beginnt, planmäßig in den Schulen verlaufen.
 
 
16.08.2017 – Ausländischer Mörder nach 20 Jahren verhaftet
Kaliningrader Rechtspflegeorgane haben einen ausländischen Bürger verhaftet, der vor 20 Jahren in seiner Heimat einen Mord begangen hat und von dort geflüchtet ist.  Der Ausländer befand sich auf der internationalen Fahndungsliste und usbekische Behörden hatten informiert, dass Informationen vorliegen, dass sich der Betroffene in Kaliningrad aufhält. Russische Organe handelten umgehend und nahmen die 46jährige Person fest. Gegenwärtig entscheiden die Organe die Formalitäten zur Auslieferung des Bürgers.
 
 
16.08.2017 – Supermarkt darf keine Zigaretten verkaufen
Einer der Supermärkte von „Viktoria“ darf keine Zigaretten mehr verkaufen. Dies wurde durch ein Gericht verfügt. Der Supermarkt befindet sich in der Artilleriestraße, in unmittelbarer Nähe der föderalen Akademie zur Ausbildung von Beamten – genau gesprochen beträgt die Entfernung 75 Meter. Entsprechend der föderalen Gesetzgebung müssen sich Verkaufspunkte für Tabak mindestens 100 Meter entfernt von Bildungseinrichtungen befinden.
 
Foto: Föderale Akademie für Aus- und Weiterbildung russischer Beamter in Kaliningrad
 
16.08.2017 – Ex-Gouverneur Zukanow kontrolliert Kaliningrad
Der ehemalige Gouverneur Nikolai Zukanow, gegenwärtig Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region, hält sich in Kaliningrad auf, um die Vorbereitung des neuen Schuljahres zu überprüfen. Konkret besuchte der die neue Schule in Gurewsk, einem Vorort von Kaliningrad, welche ab 1. September 1.500 Schüler aufnehmen wird. Seine Anwesenheit in Kaliningrad ist aber wohl eher darauf gerichtet, dass am Mittwoch der russische Präsident Putin in Kaliningrad erwartet wird. Nach bisher offiziell nicht bestätigten Informationen wird eine Sitzung des russischen Sicherheitsrates unter Leitung des Präsidenten stattfinden.
 

 

 

 

15.08.2017 – Kaliningrader Airport öffnet neuen internationalen Sektor
Im neuen Terminal des Kaliningrader Airports ist die Abfertigung von internationalen Flugpassagieren aufgenommen worden. Darüber informiert der Pressedienst des Airports. Alle Einrichtungen aus dem alten Teil des Airports, wurden in den neuen Terminal umgelagert. Somit werden auch die ins Ausland fliegenden oder aus dem Ausland kommenden Passagiere ab sofort im neuen Teil des Airports grenz- und zolltechnisch abgefertigt. Bereits am Sonntag wurden erste Flüge nach Witebsk, Taschkent, Antalia und Iraklion abgefertigt.
 
15.08.2017 – Reinkarnation von KD-Avia in Kaliningrad
Der Gouverneur Anton Alichanow hofft auf eine Reinkarnation der Fluggesellschaft „KD-Avia“, als er mitteilte, dass die Fluggesellschaft „RusLain“ beabsichtigt, im Kaliningrader Gebiet ihre Geschäftstätigkeit zu entwickeln. Die Fluggesellschaft will hierfür das Business-Modell der bankrott gegangenen Fluggesellschaft KD-Avia nutzen. Der Gouverneur schloss nicht aus, dass auch weitere Fluggesellschaften Kaliningrad als Ausgangs-Airport für eine eigene Entwicklung nach dem Businessmodell „KD-Avia“ nutzen.  
Zeitgleich informierte der Vorsitzende des Direktorenrates der GAO „Fluggesellschaft RusLain“, Nikolai Ulanow darüber, dass seine Gesellschaft im Oktober reguläre Flüge von Kaliningrad nach Berlin und Prag durchführen werde. Man werde aufmerksam beobachten, wie sich diese beiden Linien entwickeln und dann Entscheidungen für die Eröffnung weiterer Strecken treffen – so der Vertreter der Airlines. Bereits ab Dienstag (15.08.) soll es möglich sein, Flugtickets für die genannten Reisen zu erwerben. Geflogen wird auf beiden Strecken zweimal wöchentlich. Der durchschnittliche Preis für die Strecke Kaliningrad-Berlin wird sich auf 85 Euro belaufen. Genutzt werden Flugzeuge des Typs „Bombardier CRJ200“.
 
15.08.2017 – Kaliningrader Rentner sind arm. Zum Schmiergeldzahlen reicht es aber
Ein Rentner aus Osjorsk hat versucht, den Leiter einer Polizeistation mit 100.000 Rubel zu bestechen.  Durch die Untersuchungsbehörden wurde gegen den 63jährigen ein Strafverfahren eingeleitet. Im Juli 2017 hatte die Polizei im Haus des Rentners rund 25 Tonnen Treibstoff unterschiedlicher Qualitäten gefunden. Weiterhin befanden sich im Haus größere Mengen an Alkohol und Tabak ohne Akzisenmarken. All dies wurde beschlagnahmt. Am 3. August begab sich der Rentner zum Leiter der Polizeistation um diesem persönlich 100.000 Rubel zu übergeben, damit dieser die Angelegenheit niederschlägt und ihm die beschlagnahmten Waren zurück übergibt. Der Polizeichef nahm das Geld entgegen und anschließend verhafteten FSB-Beamte den Mann wegen versuchter Beamtenbestechung. Ihm droht nun eine Freiheitsstrafe bis zu acht Jahren und eine Finanzstrafe in Höhe des 30fachen der übergebenen Bestechungssumme.
 
15.08.2017 – Privat-Yacht in Kaliningrad gesunken
Im Hafen von Kaliningrad ist am Samstag eine Yacht gesunken. Alle Passagiere der Yacht „Aria“ konnten sich unverletzt retten. Die gesunkene Yacht wurde unweit der Dammbefestigungen Nr. 3, in Richtung des Kaliningrader Haffs gefunden. Die rechte Seite der Yacht war durchschlagen. Wie eine erste Untersuchung ergab, lief die Yacht auf Betonbefestigungen an der Dammstelle auf, die sich unter Wasser befanden.
 
 

14.08.2017 – Bombendrohung für Kaliningrader Airport
Am Samstagabend wurden alle Passagiere des Kaliningrader Airport evakuiert. Grund war eine anonyme Bombendrohung. Wie sich herausstellte, rief ein 42jähriger Mann über den Notruf 112 an und informierte über einen verdächtigen Gegenstand im Airport-Gebäude. Der Mann erweckte stimmlich den Eindruck, als ob er betrunken sei. Die Rechtspflegeorgane begannen sofort mit der Suche nach diesem „Informanten“ und setzten ihn fest. Die Einleitung eines Strafverfahrens wird geprüft. Erwartungsgemäß wurde kein gefährlicher Gegenstand gefunden. Abendliche Flüge wurden mit erheblicher Verspätung abgefertigt.
 
14.08.2017 – Danke für Ihre Treue
Es scheint populär zu werden, im Internet die Besucherzahlen/Nutzer von Informationsportalen zu veröffentlichen und wir möchten uns diesem Trend der „Glasnost“ nicht verschließen. Unsere Grafik zeigt, dass es wesentlich mehr Internetportale gibt, die erheblich mehr Besucher haben. Aber wir sind stolz darauf, auch einen Leser oder Leserin in Miramar zu haben.
 

Grafik: Portalnutzer von Kaliningrad-Domizil für den Zeitraum 1. August bis 12. August 2017
 
14.08.2017 – Ost-Zeit-Galerie in Kaliningrad
Eine individuelle Exkursion durch Kaliningrad zeigt manchmal Ecken, in die der organisierte Tourist nicht hinkommt und der Individualtourist nicht hinkommt, weil er nicht weiß, dass es diese Ecken gibt. Wir haben für Sie eine „Ost-Zeit-Galerie“ mitten in Kaliningrad entdeckt. Urteilen Sie selbst, ob es sich um Kunst oder Schmiererei handelt. Aber egal zu welchem Ergebnis man kommt, derartige Aktivitäten sind zumindest eine Möglichkeit triste Ecken aufzuwerten – wenn es vernünftig organisiert wird. Klicken Sie auf die Grafik, um zu unserer Fotogalerie der „Ost-Zeit-Galerie“ zu gelangen.
 
 
14.08.2017 – Kaliningrad oder Königsberg?
Bei einem Besuch im „Max-Aschmann-Park“ am heutigen Morgen entwickelte sich ein interessantes Gespräch zwischen Anton dem Aufklärer, Antonina der Schwiegermutter und Uwe Niemeier über das Thema des Namens der Stadt. Wir laden Sie auf unsere FB-Seite ein, das Gespräch dort zu lesen.
 
Foto: Anton und Antonina sinnieren über den Namen einer Stadt
 
 
 

13.08.2017 – Tour de Cranz wieder in Vorbereitung
Wie auch schon in den vergangenen Jahren, wird es auch in diesem Jahr wieder eine „Tour de Cranz“ geben. Sie ist zwar noch nicht so bekannt wie ehemals die „Friedensfahrt“ oder die heutige „Tour de France“, aber erfreut sich jedes Jahr zunehmender Beliebtheit und die Teilnehmerzahl wächst. Die Verkehrspolizei weist bereits jetzt darauf hin, dass es notwendig ist, am 3. September zwischen 10.00-11.00 Uhr einige Straßen in Kaliningrad zu sperren, um die Sicherheit der  Teilnehmer an der Fahrradtour zu gewährleisten. Betroffen sind von den Straßensperrungen der Gwardejski Prospekt, der Platz des Sieges, der Sowjetski Prospekt im Bereich des Forts Nr. 5 an der Stadtausfahrt. Von 16.00-17.00 Uhr werden die Straßen Schelnokow, Elisaweinskaja und Soglasija, alle gelegen im Stadtteil Selma, gesperrt. Der öffentliche Nahverkehr wird in diesen Zeiten umgeleitet.
 
Foto (kaliningrad.ru): Teilnehmer an der „Tour de Cranz“ im Vorjahr
 
13.08.2017 – Bürgermeister annulliert frühere Entscheidung
Das Problem der illegal errichteten Bauten in der Stadt Kaliningrad ist ein Ärgernis, dem die Stadtverwaltung nun endlich einen Riegel vorschieben will. Bereits vor einigen Monaten wurde, nachdem wohl alle gesetzlichen Voraussetzungen für den Abriss von illegalen und ohne Baugenehmigung errichteten Gebäude geklärt worden sind, eine Firma ausgewählt, die sich mit der praktischen Umsetzung der Abrissarbeiten zu beschäftigen hat. Diese Entscheidung ist nun durch den Bürgermeister Jaroschuk rückgängig gemacht worden. Es wird eine Ausschreibung geben und danach wird entschieden, welche Firma die besten Bedingungen im Interesse der Stadt vorschlägt. Die bisher beauftragte Firma ist ein kommunales Unternehmen. Die Festlegung dieser Firma im Februar 2016 als Abrissfirma widerspricht aber der föderalen Gesetzgebung, so dass die Stadt nun im Ausschreibungsverfahren ein neues Unternehmen auswählen wird. Die Stadt ist nach wie vor daran interessiert, in einer außergerichtlichen Einigung den freiwilligen Abriss durch die Besitzer zu erreichen. Da wo dies nicht möglich ist, kommt die Abrissfirma zum Einsatz. Die Kosten hierfür hat selbstverständlich der Besitzer des illegalen Gebäudes zu tragen.
 
 
13.08.2017 – Gerichtsvollzieher sorgen für volle Kassen im Gebietshaushalt
Im ersten Halbjahr 2017 waren in der Verwaltung des Föderalen Dienstes der Gerichtsvollzieher 584.300 Vorgänge zur Ausführung registriert. Insgesamt handelt es sich um 51 Mrd. Rubel Schulden, die sich angesammelt hatten. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahr waren es sogar 690.000 Vollzugsanweisungen mit einer Summe von 58 Mrd. Rubel. Bisher haben die Gerichtsvollzieher 238.100 Vorgänge erfolgreich abgeschlossen und dabei 13 Mrd. Rubel eingetrieben. Der Kaliningrader Haushalt konnte sich über 189 Mio. Rubel eingetriebener Schulden freuen.
 
13.08.2017 – Wer nichts riskiert, trinkt auch keinen Champagner
Am Samstag, kurz nach dem Aufstehen, informierte mich mein Facebook-Konto, dass ich lieber zu Hause bleiben sollte, denn in Kaliningrad wird es ungemütlich. Ich misstraute der Facebook-Meldung und erinnerte mich an das russische Sprichwort, dass derjenige, der nichts riskiert, auch keinen Champagner trinken wird. An sich bin ich nicht risikofreudig, eher konservativ und trotzdem habe ich mich entschlossen, das Risiko einzugehen und habe eine Exkursion gemacht – trotz der Wetterwarnung. Ich bin zufrieden – einerseits, dass ich Facebook nicht getraut habe, denn es hat nicht geregnet und andererseits mit dem, was ich gesehen habe. Meinen fotografischen Reisebericht habe ich trotzdem auf meinem Konto bei Facebook eingestellt. Schauen Sie mal, vielleicht sind Sie genauso begeistert wie ich.
 
 
 

12.08.2017 – Qualitätsbedenken bei der Backwarenherstellung in Kaliningrad
Bei Kontrollen von Backwarenherstellern im Kaliningrader Gebiet, hat ein Großteil der Produzenten Mängel aufgewiesen, die der russischen Verbraucherschutzbehörde überhaupt nicht gefallen haben. Insgesamt wurden 78 Unternehmen kontrolliert, bei 52 Unternehmen wurden Mängel fixiert. Durch die Behörde wurden Verwaltungsstrafen im Gesamtumfang von 380.500 Rubel verhängt. Für 28 Unternehmen wurden Verwarnungen ausgesprochen. Die Tätigkeit einer Bäckerei wurde zeitweilig eingestellt.
 
 
12.08.2017 – Sowjetischer Bürgermeister bestraft
Nikolai Woischew, Bürgermeister von Sowjetsk, also auf keinen Fall ein sowjetischer Bürgermeister, ist wegen Ignorierung der russischen Staatsanwaltschaft bestraft worden. 2.000 Rubel muss er in die Staatskasse zahlen. Grund war, dass die Staatsanwaltschaft festgestellt hatte, dass die Stadtverwaltung für einen abgeschlossenen Vertrag nicht die vereinbarte Summe von 1,35 Mio. Rubel an den Auftragnehmer bezahlt hatte. Mit der Nichtbezahlung der Summe, wurde ein anderes Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht. Die Staatsanwaltschaft forderte die sofortige Bezahlung der Summe, was jedoch durch den Bürgermeister nicht veranlasst wurde. In der Meldung wird daran erinnert, dass der Bürgermeister schon öfter in einem Dialog mit den russischen Rechtspflegeorganen gestanden hat. So auch im Zusammenhang mit dem ungesetzlichen Verkauf eines Grundstückes aus dem Besitz der Stadt an sich selbst.
 
 
12.08.2017 – Von den Toten auferstanden
13 Jahre lang galt ein Kaliningrader Bürger als tot. Vor Gericht musste er beweisen, dass er noch lebt und die Eintragung in das Todesregister durch einen Fehler geschehen ist. Das er gestorben ist, erfuhr der Kaliningrader zu einem Zeitpunkt, als er begann, sich aus dem Schatten der Schattenwirtschaft zu bewegen und eine offizielle Arbeit aufnahm. Sein Arbeitgeber kam seinen statistischen Meldepflichten gegenüber dem russischen Rentenfond nach und erhielt die Antwort, dass sein neuer Mitarbeiter bereits vor 13 Jahren verstorben ist. Interessant dabei ist, dass in diesen 13 Jahren der Kaliningrader geheiratet hat, ihm ein Kind geboren wurde und er die Fahrerlaubnis ablegte. Seine Bitte an das Standesamt, ihn wieder zu den Lebenden zu holen, konnte nicht erfüllt werden. Daraufhin wandte er sich an die Staatsanwaltschaft, die eine entsprechende Klage bei Gericht einreichte.
 
12.08.2017 – Verkehrspolizei als You-Tube-Produzenten
Monatlich veröffentlicht die Kaliningrader Verkehrspolizei ein Video zu Verkehrsunfällen in der Stadt – natürlich haben diese Videos ausschließlich verkehrserzieherische Aspekte und dienen in keinem Fall der Erheiterung der Zuschauer, denen diese Dinge natürlich niiiieeee passieren würden.
 
 
 

 

11.08.2017 – Bürgermeister Jaroschuk will altdeutsche Technik unter Glas sehen
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk hatte bei einem Ortstermin an der Hölzernen Brücke einen interessanten Gedanken. Es handelt sich bei dieser Brücke um eine Hubbrücke und er hat vorgeschlagen, im Rahmen der Komplettrekonstruktion dieser Brücke, einen Teil der Fußgängerwege mit Glas auszulegen, so dass die Fußgänger den Mechanismus besichtigen können. Das Projekt selber sieht dies nicht vor und er hofft nun, dass für diesen Gedanken sich noch irgendwo Geld anfindet. Der altdeutsche Öffnungsmechanismus für die Brücke ist schon seit längerer Zeit außer Betrieb. Auch nach der Rekonstruktion wird sich die Brücke nicht öffnen lassen, aber es sind alle Voraussetzungen geschaffen worden, um den Mechanismus zur Brückenöffnung wieder funktionieren zu lassen, wenn dies notwendig wird und Geld dafür vorhanden ist.
 
Foto: Holzbrücke in Kaliningrad vor Beginn der Rekonstruktionsarbeiten
 
11.08.2017 – Gouverneur berichtet über massenhafte Manipulationen
„Das trägt massenhaften Charakter“, - meinte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, als er über den Anschluss von Grundstücken im Kaliningrader Gebiet an das Gasnetz sprach. Damit meinte er aber nicht den massenhaften Anschluss selber, sondern die massenhaften Manipulationen rings um den Gasanschluss. Er befürchtet, dass die Kommunen diese Grundstücke an „gewisse Personen“ verkaufen, da die Entscheidungsverantwortung hierzu bei den Kommunen liegt. Die Leiter der Kommunen verfolgen „gewisse Interessen“. Man sitze im Restaurant „unter Freunden“ und berät die Situation und tritt Entscheidungen, die der Kaliningrader Gebietsregierung teuer zu stehen kommen, wenn es dann zum Bau der Gasleitung kommt und diese über die Grundstücke der Bekannten verläuft. Dann müssten diese Grundstücke für teures Geld zurückgekauft werden, oder die Gasleitung muss einen Umweg nehmen, und der wird auch nicht gerade billig – meint der Gouverneur. Der Gouverneur sprach die Befürchtung aus, dass man dann wohl die Gerichte bemühen müsse, was er persönlich nicht mag. Er schlug vor, bereits jetzt ins Grundbuch Eintragungen vornehmen zu lassen, so dass durch bestimmte verhängte Einschränkungen keine Spekulationen mit den Grundstücken möglich sind.
 
 
11.08.2017 – Sicherheit wird in Prozenten gemessen
Neben der gefühlten Sicherheit, gibt es anscheinend auch eine Sicherheit, die in Prozenten gemessen wird. Und so berichten Kaliningrader Medien, dass das Kaliningrader Gebiet nach wie vor Probleme hat, um sich vollständig eigenständig mit Lebensmitteln zu versorgen. Allerdings arbeite man an dem Problem der Lebensmittelsicherheit und es ist gelungen, die Eigenversorgung mit Lebensmitteln im letzten Halbjahr um insgesamt zwei Prozent zu erhöhen. Vollständig selbständig kann sich Kaliningrad bisher nur mit Fleisch und Kartoffeln – berichtet die regionale Landwirtschaftsministerin. Die Eigenversorgung mit Milch wird mit 76 Prozent beziffert, mit Eiern zu 85 Prozent, mit Gemüse zu 58 Prozent und mit Früchten zu 53 Prozent. Der Rest wird aus dem russischen Mutterland geholt oder aus Ländern, die nicht mit einem Sanktionsverbot belegt sind.
 
 
11.08.2017 – Fischexport in Europäische Union rückläufig
Der Export von Fisch und Fischkonserven in die Europäische Union aus dem Kaliningrader Gebiet hat sich fast halbiert. Darüber informierte der Leiter der Territorialen Verwaltung der Fischereiagentur Russlands Alexander Schukow. Seit Anfang des Jahres wurden in die Länder der Europäischen Union 68,5 Tonnen Fischerzeugnisse exportiert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 152 Tonnen. Entsprechend den Forderungen der Zollorgane der Eurasischen Wirtschaftsunion, darf Kaliningrad nur Kabeljau exportieren. Aber gerade diese Fischsorte ist in der EU ausreichend vorhanden und es besteht kaum Bedarf. Alle anderen Fischsorten, die durch die Kaliningrader Seeleute gefangen werden, finden Abnehmer in Russland, wohin eigentlich der gesamte Fang geht. Es gibt sogar Momente, wo man die Nachfrage nicht befriedigen kann. Da der Export nach Europa immer weniger Bedeutung hat, stellen sich die in Kaliningrad ansässigen Firmen auf Abnehmer im russischen Mutterland und in anderen Ländern um.
 
Foto: Fischtheke im Kaliningrader Supermarkt „Viktoria“
 
11.08.2017 – Kaliningrader Gerichtsvollzieherin – jung und schuldig
Eine 24jährige Gerichtsvollzieherin in Kaliningrad hat sich Gelder angeeignet, die sie von Schuldnern eintreiben und dem eigentlichen Besitzer übergeben sollte. Das hat sie wohl etwas ungeschickt gemacht und ist dabei erwischt worden. Insgesamt soll sie sich viermal Geld angeeignet haben. Da sie dies in ihrer Eigenschaft als Angehörige der Rechtspflegeorgane unter Ausnutzung ihrer Dienststellung getan hat, kommen strafverschärfende Paragraphen zur Anwendung. Im Zeitraum von Februar bis Juni hat sich die junge Vollzieherin jeweils Summen von 15.000, 19.800, 6000 und 4000 Rubel angeeignet. Diese Gelder waren eigentlich zur Bezahlung von „Knöllchen“ bestimmt. Sie manipulierte Eintragungen in den Nachweisbüchern und Quittungen und glaubte, dass es nicht auffallen werde. Da es aber doch aufgefallen ist, droht der Dame jetzt eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Jahren.
 
11.08.2017 – Wieder eine Gummiwohnung entdeckt
Ungeachtet dessen, dass fast jede Woche in den Medien über sogenannte „Gummiwohnungen“ berichtet wird, versuchen immer wieder Wohnungseigentümer, durch Manipulationen der Registrierung von Ausländern, in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen. So glaubte jetzt ein Kaliningrader Student im zarten Alter von 19 Jahren, die Meldestellen und die Ausländerbehörde überlisten zu können und registrierte in seiner Wohnung 6 Migranten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die elektronischen Systeme der zuständigen Behörden diesen Umstand anzeigen und die Kontrollbehörden sich über die Realitäten vor Ort kundig machen. Nun drohen dem Studenten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und eine nicht unerhebliche Geldstrafe. Dasselbe trifft für einen 44jährigen Kaliningrader zu, der 12 Ausländer in seiner Wohnung registriert hatte, diese aber dort nicht wohnten.
 
11.08.2017 – Altdeutsches Gymnasium in Kaliningrad rekonstruiert
In Kaliningrad neigen sich die Arbeiten zur Hauptinstandsetzung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes des ehemaligen deutschen Mädchengymnasiums „Königin Luise“ dem Ende zu. Das Gebäude wird auch heute noch als Schule genutzt, allerdings ohne Trennung der Geschlechter. Untergebracht ist dort die Schule mit der romantischen Bezeichnung „Nummer 41“. Für die Instandsetzung des Gebäudes wurden 25 Mio. Rubel investiert. Zehn Millionen hiervon kamen aus der Kasse der Stadtverwaltung, weitere 15 Millionen gab ein Investor.
Das Gebäude wurde im Jahre 1901 errichtet. Anfänglich verfügte das Gebäude über drei Etagen. Während des Krieges wurde das Gebäude beschädigt. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurde eine vierte Etage ergänzt. Im Jahre 1967 wurde dort die Mittelschule Nr. 41eingerichtet. 2007 wurde dem Gebäude der Status „denkmalgeschützt“ verliehen.
 
 
 

 

10.08.2017 – Gouverneur gefällt der „Tag des Baltischen Feldes“
Der „Tag des Baltischen Feldes“, eine Ausstellung regionaler landwirtschaftlicher Erzeuger, die am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal vor den Toren der Stadt Kaliningrad stattgefunden hat, hat wohl den Kaliningrader Gouverneur stark beeindruckt. Und so hat er vorgeschlagen, diesen Feiertag jedes Jahr durchzuführen – allerdings nicht nur an einem Tag, sondern ein ganzes Wochenende dafür zu nutzen. Ein weiterer Gedanke war, diesen Markt als ständige Einrichtung zu etablieren. Er hat den zuständigen Beamten seiner Regierung die Weisung gegeben, über ein derartiges Projekt nachzudenken und einen geeigneten Platz am Stadtrand, in der Nähe der Umgehungsstraße zu finden.
 
10.08.2017 – Bei Nichtgefallen Kind zurück
In Kaliningrad wächst die Anzahl der Betreuungseltern die ihre zur Betreuung angenommenen Kinder wieder in die Verantwortung des Staates übergeben. Darüber informierte die Beauftragte für den Schutz der Kinder der Kaliningrader Gebietsregierung. Wesentlicher Grund für diesen negativen Prozess ist, dass sich die Betreuungseltern nicht in die Lage der Kinder hineinversetzen können und somit kein wirkliches Familienverhältnis entsteht. Es wurde weiter informiert, dass die Zahl der Kinder in den sozialen staatlichen Betreuungseinrichtungen im Kaliningrader Gebiet beständig am sinken ist. Es finden sich mehr Familien die bereit sind, Kinder in ihre Obhut zu nehmen, als Familien, denen man aus unterschiedlichsten Gründen die Erziehung ihrer leiblichen Kinder verweigern muss.
 
Foto: Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk hat in den letzten Wochen eine sichtbare Entwicklung genommen
 
10.08.2017 – FSB verhaftet Rauschgifthändler
Mitarbeiter der Kaliningrader Verwaltung des russischen Sicherheitsdienstes (FSB) haben eine Bewohnerin der Region unter dem Verdacht verhaftet, dass diese sich mit Rauschgiftschmuggel beschäftigt. Ein Ausländer hatte ihr das Rauschgift zum Kauf angeboten und sie wollte sich als Dealer betätigen. Bei ihr wurden über 30 Briefchen mit Rauschgift gefunden – Gesamtgewicht 4.850 Gramm.
 

 

09.08.2017 – Gemeinsame Übung mit westlichen Ländern
Schiffe der russischen Ostseeflotte werden gemeinsam mit anderen Schiffen aus Dänemark, Finnland, Schwedens und Polens an einer Rettungsübung in der Ostsee teilnehmen. Die Übung läuft unter der Bezeichnung „Balex Delta-2017“. Gemeinsam werden Aufgaben zur Suche und Rettung von in Seenot geratenen Personen abgearbeitet. Weiterhin wird Brandbekämpfung geübt und Maßnahmen zur Eindämmung des Austritts von Öl im Ergebnis einer Havarie auf einer Ölplattform. Der aktive Teil der Übung beginnt am 9. August in russischen Territorialgewässern. Insgesamt 15 Schiffe und drei Hubschrauber werden daran teilnehmen.
 
09.08.2017 – Zentrales Gebäude in Kaliningrad erhält Fassadenkosmetik
Eines der größten und hässlichsten Gebäude in der Gebietshauptstadt wird bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft einer Fassadenrekonstruktion unterzogen. Es handelt sich um einen sowjetischen Bau in der ul. Saraiskaja, in dem sich auch der Hochzeitspalast befindet. Über die Rekonstruktionspläne für dieses Gebäude informiert der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk. Die Arbeiten sollen aber erst Anfang 2018 beginnen. Insgesamt erhalten bis zu Beginn der Weltmeisterschaft 93 Gebäude entlang der sogenannten Protokollstrecke eine Fassadenrekonstruktion.
 
Foto: Gebäude des Hochzeitspalastes im Stadtzentrum erhält Fassadeninstandsetzung
 
09.08.2017 – 20 Jahre für die Instandsetzung aller Bürgersteige
Wenn keine Hilfe kommt, wird Kaliningrad für die Instandsetzung aller Fußwege in der Stadt ungefähr 20 Jahre benötigen – meint der Bürgermeister Alexander Jaroschuk. Auch eine Mitfinanzierung durch die Regionalregierung ist nicht ausreichend. Benötigt wird auch Geld aus dem föderalen Haushalt. Der Bürgermeister zeigte sich zufrieden mit dem Lauf der Instandsetzungen in aktuellen Jahr. Er informierte auch, dass es in Kaliningrad schon keine Firmen mehr gäbe, die sich um die Instandsetzung von Straßen und Wege bewerben und selber dafür aber keine Qualifizierung haben. Alle vorhandenen Firmen haben in moderne Technik investiert und führen die Arbeiten verantwortungsbewusst aus. In zwei Jahren werden die Firmen in der Lage sein, die Wege hochautomatisiert instand zu setzen.
 
09.08.2017 – NATO macht Korridor dicht
In der NATO bereitet man die notwendige militärische Infrastruktur in unmittelbarer Grenznähe zu Kaliningrad vor, um den sogenannten Suwalsker Korridor zu schützen. Nach den Vorstellungen der NATO plant Russland im Kriegsfall diesen Korridor von zwei Seiten – Kaliningrad und Weißrussland – zu schließen und somit die baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland von Europa und dem Bündnisgebiet NATO abzuspalten. Ohne diesen Korridor ist eine landseitige Unterstützung der baltischen Staaten nicht möglich. Die NATO schätzt diesen kleinen Abschnitt als das gefährlichste Gebiet in Europa im Falle eines Krieges ein. NATO-Spezialisten beurteilen gegenwärtig das Straßen- und Wegenetz in diesem Bereich und die Möglichkeit der Stationierung von Truppen in der Ortschaft Avgustowje. Ursprünglich war geplant, Truppen direkt im Korridor zu stationieren. Von diesem Gedanken ist die NATO wieder abgerückt.
 

Karte: Suwalki-Korridor verbindet das NATO-Land Polen mit den Bündnispartnern im Baltikum
 
09.08.2017 – Neue Preislisten für freiwillige Waffenabgaben
Die Kaliningrader Polizei hat eine neue Preisliste für die freiwillige Abgabe von Waffen, die sich in nicht genehmigtem Besitz von Bürgern befinden, veröffentlicht. Diejenigen, die sich entschließen Waffen, Waffenteile, Munition und Sprengstoff freiwillig bei der Polizei abliefern erhalten hierfür Geld. Wer allerdings bei der illegalen Lagerung derartiger Gegenstände erwischt wird, erhält kein Geld, sondern bis zu drei Jahre Aufenthalt in einer staatlichen Unterkunft. Wer freiwillig die Gegenstände abgibt, wird von einer strafrechtlichen Verfolgung befreit. In Abhängigkeit von der Art der abgegebenen Bewaffnung oder Munition gibt es Summen von 500 Rubel bis 10.000 Rubel. Eine anonyme Abgabe bei der Polizei ist nur möglich, wenn man auch auf das Geld verzichtet. Wer das nicht will, muss eine Erklärung auf freiwillige Abgabe schreiben und eine Bankverbindung angeben, wohin das Geld überwiesen werden soll. Damit ist klar, dass die Polizei die persönlichen Angaben der Person erhält, die über einen gewissen Zeitraum gegen Gesetze verstoßen hat.
 
09.08.2017 – Viel Geld für die Umwelt-Gestaltung
Um im Kaliningrader Gebiet ein angenehmes Umfeld zu schaffen und alle Dreckecken zu beseitigen, werden 13 Mrd. Rubel benötigt. Dies haben zuständige Beamte der Kaliningrader Regierung berechnet. Da dieses Geld so kompakt nicht vorhanden ist, hat man ein Programm für den Zeitraum 2018-2022 erarbeitet. Die Finanzierung der Summe erfolgt teilweise aus dem regionalen Haushalt, teilweise aus föderalen Quellen. Man hofft, dass im Jahre 2022 das Gebiet der regionalen Kommunen zu 90 Prozent in Ordnung gebracht ist. Ordnung geschafft werden soll nicht nur auf offiziellen und gut sichtbaren Plätzen. Ein Teil der Gelder wird auch verwendet, um Hofanlagen hinter den Häusern zu gestalten. Im aktuellen Jahr stehen rund 300 Mio. Rubel für die Rekonstruktion von Hinterhöfen und öffentlichen Plätzen zur Verfügung.
 
09.08.2017 – „Hauptärgernis“ der Europäischen Union verdient viel Geld
Eines der Hauptärgernisse der Europäischen Union, die Kaliningrader Tabakfirma „Baltische Tabakfabrik“, Produzent der Zigaretten in der gelben Verpackung mit dem chinesischen Namen, erreichte einen Jahresumsatz von 4,5 Mrd. Rubel. Dies ist das Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2016. Dies entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent zum Jahr 2015. Der Reingewinn wird durch die Firma mit 1,2 Mrd. Rubel ausgeworfen. Hauptärgernis für die Europäische Union ist die Firma deshalb, weil deren Erzeugnisse auf dem Markt der EU-Mitgliedsländer landen – allerdings unverzollt und unversteuert. Eine Delegation der EU, die vor drei Jahren das Gebiet Kaliningrad besuchte, forderte, dass diese Firma geschlossen wird, weil sie der Europäischen Union große Steuerverluste verursacht. Verantwortliche russische Gesprächspartner der damaligen EU-Delegation empfahlen, die Grenz- und Zollkontrollen an der Außengrenze der EU einfach zu verbessern und nicht die Schuld im Ausland zu suchen.
Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die Tabakfirma einen Kredit in Höhe von 1,5 Mrd. Rubel von der Sberbank erhalten hat. Dieser wird dafür verwendet, die weltweit modernste Ausrüstung für die Zigarettenherstellung zu kaufen. Damit wird die Produktion um 15 Prozent gesteigert.
 
 
 
 

08.08.2017 – Kraft seiner Wassersuppe – aber so funktioniert es nicht mehr
Der Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet hat angeordnet, dass der Bauzaun, rings um die Baustelle zum neuen Fußball-Stadion auf der Insel, zu demontieren ist. Der Zaun störe bei den weiteren Bauarbeiten, insbesondere bei der weiteren Aufschüttung der Insel mit Sand, um damit die Versumpfung und den ständigen Wasseraustritt abzustellen. Allerdings kann der Bevollmächtigte Vertreter des Präsidenten eine derartige Weisung nicht geben, da für die Entfernung des Bau- und Sicherungszaunes die ausdrückliche Genehmigung verschiedener Sicherheitsorgane erforderlich ist. Auch die Meinung des Bevollmächtigten, dass dieser Zaun die Sicherheit gar nicht erhöht, ändert an den gesetzlichen Bestimmungen nichts, an die sich auch der Vertreter des Präsidenten zu halten hat. Er meint jedoch, dass man diese Frage operativ entscheiden kann.
Klicken Sie auf die Grafik, um in Realzeit den Baufortschritt am Stadion zu beobachten.
 
 
08.08.2017 – Zwei TV-Sender in Kaliningrad wurden abgeschaltet
Die russische Aufsichtsbehörde für die Massenmedien hat die Arbeit von zwei TV-Sendern im Kaliningrader Gebiet beendet. Es handelt sich hierbei um „8. Kanal Kaliningrad“ und „Tschernjachowsk TV“. Beide Sender haben seit einem Jahr keine Sendung mehr ausgestrahlt und verletzten somit die gesetzlichen Bestimmungen. Somit wurde eine entsprechende Klage bei Gericht durch die Aufsichtsbehörde eingereicht. Die Gründer beider TV-Sender haben nicht auf freiwilliger Grundlage die Arbeit der Sender beendet, so dass die Aufsichtsbehörde zu diesem Klage-Schritt gezwungen war. Die Richter entsprachen den Anträgen der Kläger.
 
 
08.08.2017 – Polnisches Grenzsicherheitssystem funktioniert
Eine Kaliningrader Bürgerin hat sechs Mal ihren Familiennamen geändert, um weiterhin ungehindert ihrer Schmuggeltätigkeit nachgehen zu können. All das hat nicht geholfen, denn am Sonntag wurde sie durch polnische Beamte am Grenzübergang Bagrationowsk/Besledy festgesetzt. Bei der Kontrolle ihrer Ausweisdokumente fanden die Polen irgendeine Unkorrektheit und stellten letztendlich fest, dass die Frau ein Einreiseverbot nach Polen und in die gesamte Schengenzone bis zum Jahre 2020 hat. Um dieses Einreiseverbot auszuhebeln, hatte die Kaliningraderin ihren Familiennamen geändert und danach einen neuen Reisepass beantragt. Insgesamt hat sie sechsmal versucht, die polnischen Grenzer zu überlisten und niemals ist es gelungen. In diesem Fall hatten die polnischen Beamten aber den Status „Oberkante Unterlippe“ erreicht und ein Strafverfahren gegen die Kaliningraderin eröffnet. Ihr droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.
 
08.08.2017 – Weiteres historisches Objekt zur Pacht ausgeschrieben
Die Kaliningrader Regierung versucht zum wiederholten Mal das Fort 1A „Gröben“ an Interessenten zu verpachten. Die Eigentumsverwaltung hat für den, im Zeitraum 1788-1876 errichteten Gebäudekomplex, eine entsprechende Ausschreibung im elektronischen System veröffentlicht. Insgesamt handelt es sich um fünf Gebäude mit einem Wasserbecken im Zentrum des Komplexes. Der zukünftige Pächter hat in den Jahren 2017/18 das gesamte Gelände zu säubern, eine Untersuchung auf Vorhandensein von Altmunition durchzuführen, eine Instandsetzung der Gebäude vorzunehmen und dann in den Räumlichkeiten ein Museum für Fahrzeuge, Motorräder, gepanzerte Fahrzeuge zu schaffen. Weiterhin ist eine Ausstellung „Kaserne der Roten Armee in den 70er Jahren“ zu organisieren. Weiterhin ist ein „Lenin-Zimmer“ zu schaffen. Weiterhin hat der Pächter einen Club für militärhistorische Rekonstruktionen zu gründen. Ab 2020 müssen dann verschiedene thematische Ausstellungen zur Entwicklung des Forts organisiert werden. Die Themen hierfür sind ebenfalls vorgegeben. Weiterhin ist in den Räumlichkeiten der Festung ein Hostel und ein Café im sowjetischen Stil zu organisieren. Die Jahrespacht beträgt 287.463 Rubel. Der Pachtzeitraum wird mit auf 49 Jahren im Vertrag vereinbart. Bereits im Jahre 2016 ist der erste Versuch, einen Pächter für dieses Objekt mit diesen Bedingungen zu finden, fehlgeschlagen. Damals war der Pachtpreis nur ein Bruchteil dessen, was man heute fordert (95.690 Rubel). Es gab damals zwei Interessenten, die jedoch keinerlei Dokumente oder Vorstellungen zur Umsetzung der Vereinbarungen vorweisen konnten und somit nicht zur Ausschreibung zugelassen worden sind.
 
 
08.08.2017 – Militärstaatsanwalt klagt wegen Veruntreuung von Haushaltsgeldern an
Im Rahmen der Erfüllung eines Staatsauftrages in Baltisk wurden 133 Mio. Rubel veruntreut. Beschuldigt werden zwei Organisationen, die den Staatsauftrag erhalten hatten. Der Betrug bestand darin, dass die beiden Organisationen neue Versorgungsleitungen zu verlegen hatten, aber in Wirklichkeit gebrauchte Rohre verlegten und gebrauchte wassertechnische Ausrüstungen einbauten. Die Anklage lautet auf Betrug im besonders großen Umfang.
 

 

07.08.2017 – Kaliningrader Gerichtsvollzieher arbeiten immer effektiver
In der Kreisstadt Bagrationowsk, unweit zur polnischen Grenze, haben Gerichtsvollzieher eine Razzia durchgeführt um Steuerschuldner aufzuspüren. Erstmals wandten sie hierbei eine spezielle App an, mit der sie die polizeilichen Kennzeichen von geparkten Autos scannten und dann sofort erfuhren, ob der Fahrzeughalter als Schuldner registriert ist oder nicht. Vier Mal waren die Gerichtsvollzieher erfolgreich und die Fahrzeugbesitzer werden wohl eine unangenehme Überraschung erleben, wenn sie bemerken, dass ihre Fahrzeuge nicht mehr am alten Abstellplatz stehen. Insbesondere ging es bei dieser Aktion darum, Personen zu finden, die Schulden gegenüber dem Staat haben. Der Kreis Bagrationowsk ist der Kreis, dessen Bürger mit über 80 Mio. Rubel die größten Schulden gegenüber der staatlichen Steuerkasse aufweisen.
 
 
07.08.2017 – Landwirtschaftsfest wieder mit großer Beteiligung
Jährlich findet der „Tag des Baltischen Feldes“ im Kaliningrader Gebiet statt. Veranstaltungsort ist die Siedlung Cholmogorskaja am Stadtrand der Gebietshauptstadt. Regionale Landwirte erhalten die Möglichkeit, im Rahmen dieses Volksfestes ihre Erzeugnisse und Leistungen vorzustellen. Über 200 Landwirte aus der gesamten Region nutzten in diesem Jahr diese Gelegenheit. Das öffentliche Interesse war sehr groß. Es wurde ein kostenloser Nahverkehr eingerichtet. Auf den Zufahrtsstraßen kam es zeitweilig zu großen Staus. Auch der Kaliningrader Gouverneur, Vertreter der Regierung und der Gebietsduma nutzten die Gelegenheit zu einem Besuch. Eine deutsche Delegation zeigte sich erfreut über die sichtbaren Erfolge in der Kaliningrader Landwirtschaft. Man habe dies so nicht erwartet – meinten die deutschen Besucher.
 
 
07.08.2017 – Medwedjew findet Geld, welches Kaliningrad braucht
Aus der Kaliningrader Gebietsregierung wurde bekannt, dass der russische Premierminister Dmitri Medwedjew viel Geld gefunden hat, welches in Kaliningrad für dringendste Projekte noch dringender benötigt wird. Bei den Projekten handelt es sich um das Onkologie-Zentrum, drei Eisenbahnfähren und einen Nachrichtenkanal auf dem Grund der Ostsee, welches Kaliningrad mit dem russischen Mutterland verbindet. So wurden für das bevorstehende Haushaltsjahr 2018 5,1 Mrd. Rubel für die drei genannten Eisenbahnfähren eingestellt und 3,11 Mrd. Rubel für das Gesundheitszentrum. Für den Bau des Glasfaser-Nachrichtenkanals auf dem Grund der Ostsee wird es 6,2 Mrd. Rubel geben. In der Kaliningrader Regierung beeilte man sich umgehend, dem Premierminister zu danken und unterstrich, dass es nicht ganz einfach war, die föderalen Beamten von der Notwendigkeit dieser Unterstützung zu überzeugen. Wichtig ist aber, dass es gelungen ist – so der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow.
 
 

06.08.2017 – Altdeutsche Festungsanlagen zu verpachten
Die Kaliningrader Gebietsregierung will die altdeutsche Fort-Festungsanlage „Elisabeth“ in Baltisk für fünf Jahre an einen Interessenten verpachten. Dieser darf die Immobilie im Rahmen der festgelegten Nutzungsnormative bewirtschaften, wenn er den Denkmalschutz beachtet und bereit ist, mindestens 1,357 Mio. Rubel Pacht im Jahr zu bezahlen. Insgesamt geht es um 10.000 qm Grundstücksfläche und 667 qm Gebäudefläche. Allerdings scheint es noch jede Menge anderer Probleme rings um diese Immobilien zu geben, die einem Pächter wohl das Leben schwer machen wird. Wer sich also hier engagieren will, sollte schon Stehvermögen und Nerven mitbringen.
 
 
06.08.2017 – Es gibt weitere Fortschritte im Gesundheitswesen
Nun hat auch die Großinstandsetzung des Stadtkrankenhauses Nr. 1 in Kaliningrad begonnen. Es befindet sich in der ul. Tschapajewa. Hierbei handelt es sich um eine der ältesten medizinischen Einrichtungen in der Region. Das Krankenhaus verfügt über eine Aufnahmekapazität von 145 Patienten. Ihm sind zwei Polikliniken angeschlossen. Bei einem Besuch im Krankenhaus freute sich der regionale Minister für Gesundheitswesen Viktor Jelochin über den guten Personalbestand. Alle Arztplanstellen sind zu 93 Prozent und die Planstellen für mittleres Personal zu 97 Prozent besetzt. Der Chefarzt des Krankenhauses informierte, dass alle Projektunterlagen für die Hauptinstandsetzungen in Auftrag gegeben worden sind. Es geht um die komplette Innenrenovierung, den Empfangsbereich, die Häuserfassaden sowohl des Krankenhauses wie auch der beiden Polikliniken. Weiterhin ist die Anschaffung neuer moderner medizinischer Ausrüstung in den Jahren bis 2019 im Haushalt geplant.
 
 
06.08.2017 – Illegale Bernsteingräber hart getroffen
Fast jede Woche werden illegale Bernsteingräber im Gebiet festgesetzt. Im wesentlichen wird im Kreis Selenogradsk gegraben. Die durch die Bernsteingräber verwendet Ausrüstung wird beschlagnahmt. Allerdings handelt es dabei meistens nur um Handwerkszeug und ab und zu um Motorpumpen, um einströmendes Wasser aus den Gruben abzupumpen. Diesmal gelang allerdings der Polizei ein erheblicher Schlag, denn die Gruppe der illegalen Bernsteinausgräber verwendete Großtechnik und dieser Verlust dürfte spürbar sein. 12 Personen im Alter von 18 – 47 Jahren wurden festgenommen. Jeder Festgesetzte muss eine Strafe zwischen drei- bis fünftausend Rubel zahlen. Beschlagnahmt wurde auch die Ausbeute der Gruppe: 50 Gramm Bernstein. Um diesen Verlust zu verschmerzen können höchsten noch 100 Gramm Wodka helfen.
 

 

05.08.2017 – Zukanow fordert neues Gebäude des Meeresmuseums bis Beginn der WM2018
Der Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWest-Region Nikolai Zukanow hat gefordert, dass das neue Gebäude für das Meeresmuseum, welches in Form einer Weltkugel ausgeführt werden soll, bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 fertig zu stellen ist. Unter Fertigstellung versteht er, dass das Gebäude für den Besucherverkehr freigegeben wird. Er betonte, dass diese Aufgabenstellung nicht neu ist, sie stand von Anfang an zu diesem Termin. Er bedauerte, dass es in der Vergangenheit, teils aus objektiven, teils aus subjektiven Gründen, zu erheblichen Bauverzögerungen gekommen ist. Er informierte, dass die Verzögerungen nicht damit zusammenhängen, weil keine Finanzmittel zur Verfügung standen, sondern weil die Projektdokumentationen überarbeitet werden mussten und dies ist bekanntlich immer sehr zeitaufwendig. Er teilte mit, dass für die von ihm gestellte Aufgabe ein Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung persönlich die Verantwortung übernehmen wird. Für den Bau des neuen, außergewöhnlichen Gebäudes, wurde durch Moskau über eine Milliarde Rubel zur Verfügung gestellt. Die Kugel hat einen Durchmesser von 42 Meter und eine Höhe von neuen Etagen. Davon werden sich zwei Etagen unterhalb der Erde befinden. Um das neue Gebäude herum wird das Gelände wie das Ufer der Ostsee gestaltet und es werden Dünen aufgeschüttet.
 
Foto: Projekt des neuen Hauptgebäudes des Kaliningrader Meeresmuseums
 
05.08.2017 – Vereinbarung zum Bau einer Parallelbrücke unterzeichnet
Die Kaliningrader Gebietsregierung hat eine Vereinbarung zum Bau einer zweiten doublierenden Fahrzeugbrücke, neben der schon bestehenden altdeutschen Hafenbrücke unterzeichnet.  Darüber informierte der Leiter der Kaliningrader Eisenbahn Viktor Golomolsin am Freitag. Die Vereinbarung wurde an den Leiter der Russischen Bahn weitergeleitet, denn von der Bahn wird die Finanzierung der Projektunterlagen im Umfang von 62 Mio. Rubel erwartet. Wenn die neue Brücke errichtet ist, wird die bestehende altdeutsche „Doppelstock-Brücke“ durch die Kaliningrader Bahn einer Hauptrekonstruktion unterzogen. Die Kosten für die neue Brücke werden mit zwei Milliarden Rubel geschätzt.
 
Foto: Alte und neue Brücke über den Pregel im Hafenbereich in Kaliningrad
 
05.08.2017 – Aktive Arbeiten zur Freilegung der Grundmauern des Königsberger Schlosses
Die mit der Freilegung der Grundmauern des Königsberger Stadtschlosses beauftragte Baufirma hat die Ausgrabungsarbeiten an der gesamten südlichen Seite abgeschlossen. Besonders bemerkenswert ist, dass es sich um die Seite handelt, wo in einer speziellen Nische zu deutschen Zeiten das Denkmal von Friedrich Wilhelm I. stand. Diese Nische ist erhalten und jetzt freigelegt worden – allerdings ohne Denkmal. Wie der Leiter des Denkmalschutzes der Kaliningrader Gebietsregierung Jewgeni Maslow mitteilte, wird es keine weiteren Ausgrabungen geben. Jetzt müssen dringend Stützungsarbeiten für die bisherigen Ausgrabungsergebnisse durchgeführt werden, damit diese nicht zusammenbrechen, da alte Teile des Fundamentes bzw. stützende Mauern nicht erhalten geblieben sind. Die bisher ausgegrabenen Ruinen werden konserviert. Weiterhin wird man all die Dinge sortieren und aufbereiten, die man bei den Ausgrabungsarbeiten gefunden hat und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
 
 
05.08.2017 – Kaliningrader Muslime wenden sich an Putin 
Kaliningrader Muslime haben sich mit einem Schreiben an den russischen Präsidenten Putin gewandt (Kopie an den Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow) und diesen um Hilfe gebeten. Es geht um die Moschee, welche im Rohbau im Südpark errichtet und vor rund zwei Jahren durch die Stadtverwaltung mit einem Baustopp belegt wurde. Man bittet in dem Schreiben den Präsidenten um Hilfe in dieser Angelegenheit. Die Fortsetzung des Baus wurde per Gerichtsbeschluss festgelegt, obwohl zu diesem Zeitpunkt alle notwendigen Dokumente für den Bau vorhanden und gültig waren. In dem Brief wird der russische Präsident als „Garant für Recht und Freiheit der Bürger“ bezeichnet. Die Muslime verfügen, im Unterschied zu anderen religiösen Organisationen, über keine eigene Kirche in Kaliningrad, wo man Gottesdienste abhalten kann.
 
Foto: Moschee im Südpark in Kaliningrad – Baufortschritt 80 Prozent
 
05.08.2017 – Neue Hoffnung auf Bahnverbindung nach Berlin
Der Chef der Kaliningrader Eisenbahn hat neue Hoffnungen auf eine Bahnverbindung nach Berlin geweckt. Man habe die bisherige Geschichte der Bahnverbindung zwischen Kaliningrad und Berlin analysiert, die mehrmals eröffnet und dann wieder eingestellt worden ist. Wirtschaftlich ist diese Verbindung unrentabel und deshalb besteht jetzt der Vorschlag, die Bahnverbindung von St. Petersburg aus zu starten und den Zug über Kaliningrad nach Berlin zu leiten. Es soll hierbei ein kompletter Zug und kein Kurswagen sein, der wie früher, auf irgendeinem polnischen Bahnhof abgekoppelt und Stundenlang auf einen Anschlusszug warten musste. Für die St. Petersburger dürfte diese Variante sehr interessant sein, denn bisher müssen sie, wenn sie nach Deutschland mit dem Zug reisen wollen, zuerst nach Moskau und dann über Brest nach Berlin reisen. Die russische Bahn verfüge über alle notwendige Technik für diese Zugverbindung, auch über Waggons zum automatischen Wechsel der unterschiedlichen Spurbreite.  
 
Karte: Verbindungsmöglichkeiten mit der Bahn aus dem russischen Mutterland über Kaliningrad
 

 

 

 

04.08.2017 – Illegale in Kaliningrad
Am Mittwoch erschien eine Meldung in den Kaliningrader Regionalmedien, dass in den letzten zwei Wochen durch die Polizei in Kaliningrad 16 illegale Haltestellen für den Regionalverkehr gefunden wurden sind. Die Razzia war angekündigt und es ist verwunderlich, dass diese Illegalen daraus nicht die notwendigen Schlussfolgerungen gezogen haben.
Um was geht es? Es gibt Privatleute, die sich ein wenig Geld verdienen wollen und die organisieren mit ihren Fahrzeugen Reisen von Kaliningrad zu den Kreisstädten. Sie haben keine Genehmigung, keine Lizenzen, keine Versicherungen und die Fahrzeuge sind häufig in einem bedenklichen technischen Zustand. Die Passagiere sind nicht versichert - wenn mal was passiert. Es gibt keine Fahrpläne und die Fahrt beginnt dann, wenn der Bus gut besetzt ist. Die geforderten Fahrpreise unterscheiden sich nicht von den offiziellen Tarifen.
Der offizielle Regionalverkehr ist in Kaliningrad gut organisiert. Die Busse fahren nach Fahrplan zu offiziellen Tarifen. Man kann im Busbahnhof oder beim Fahrer Fahrscheine erwerben. Die offiziellen Busse haben alle eine Streckennummer und Streckenbezeichnung und stehen an offiziellen Haltestellen. Unterliegen Sie also bei Ihrem Besuch in unserer Stadt nicht der Versuchung, derartige "Illegale" zu nutzen. Sollten der Bus unterwegs durch die Polizei angehalten werden, ist die Fahrt beendet. Wie Sie dann zu Ihrem Ziel kommen ... oder zurück nach Kaliningrad ... tja, das müssen Sie dann selber organisieren. ...
 
 
04.08.2017 – Luschkow will Pilzzucht verdoppeln
Der ehemalige Bürgermeister von Moskau Juri Luschkow, der sich seit einigen Jahren als sehr erfolgreicher Landwirt im Kaliningrader Gebiet beschäftigt, hat nun angekündigt, seine Pilzzucht verdoppeln zu wollen. Konkret bedeutet dies, dass er im Jahre 2018 90 Tonnen ernten und in den Kaliningrader Einzelhandelsgeschäften anbieten will. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ernten seine Mitarbeiter im Kreis Osjorsk bis zu 200 Kilo täglich. Diese Menge summiert sich für eine Saison auf bis zu 50 Tonnen. Die gesamte Ernte wird regional vermarktet. Nun plant Luschkow zusätzlich aus seiner eigenen Ernte einen Teil der Pilze zu verwenden, um daraus „Pilzmehl“ zu machen, welches als Zusatz für die Speisenzubereitung verwendet wird. Mit der Pilzsucht begann Luschkow erst Ende 2016.
 
04.08.2017 – Riesensymbol für Weltmeisterschaft wird errichtet
An der sogenannten Ostseeautobahn, also der Schnellstraße von Kaliningrad zu den Ostseestädten wird geplant, eine Riesenfigur zu Ehren der Fußball-Weltmeisterschaft aufzustellen. Der „Fußballer“ soll eine Höhe von 25 Metern und eine Breite von 19,7 Metern haben und stellt einen Wolf, den Talisman für die Weltmeisterschaft dar. Gleichzeitig erfüllt diese Figur die Funktion eines Strommasten für die dort verlaufende Überlandleitung, die den Kaliningrader Airport mit Strom versorgt. 
 
Foto (Pressedienst JantarEnergo): Strommast und Symbolfigur der Weltmeisterschaft
 
04.08.2017 – Föderales Gouverneursrating völlig unverändert – und das kurz vor den Wahlen
Die Gouverneurswahlen in Kaliningrad rücken immer näher. Sie finden am 10. September statt und können eigentlich als alternativlos bezeichnet werden – alternativlos deshalb, weil die anderen Kandidaten (3) entweder unbekannt sind oder bei der Bevölkerung als wirklich ernsthafte Kandidaten nicht akzeptiert sind. Seit der Übernahme der Funktion als amtsführender Gouverneur im Oktober 2016, hat Anton Andrejewitsch Alichanow bereits gezeigt, dass er konkrete Vorstellungen über die Führung und die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes hat. Umso mehr ist es erstaunlich, dass sich seine Aktivitäten nicht auf das föderale Gouverneursrating auswirken, wo seit Monaten kaum eine Entwicklung – weder zum Positiven noch zum Negativen – zu verzeichnen ist. Dies könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass die Bevölkerung in Kaliningrad politikmüde ist. Es wäre schade, wenn sich dies auch am Tag der Wahl so zeigen würde und die Wahlbeteiligung niedrig ist. Eine niedrige Wahlbeteiligung lässt immer Zweifel an der Akzeptanz des Gouverneurs durch die Bevölkerung aufkommen.
 
 
04.08.2017 – Vizepremier Mutko äußert sich zur WM-Vorbereitung
Während seines Arbeitsbesuches in Kaliningrad hat sich der Vizepremier Mutko zu einigen Organisationsfragen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 geäußert. So informierte er, dass auch in Kaliningrad einige Räumlichkeiten geschaffen werden, wo sich übermütige Fußball-Fans von den Strapazen ausruhen können, insbesondere, wenn sie zu viel Alkohol getrunken haben. Das Ausruhen erfolgt unter staatlicher Betreuung unter menschenwürdigen Bedingungen. Man werde somit wohl kaum randalierende betrunkene Fußballfans auf den Straßen sehen. Zu den Kosten für einen zeitweiligen Aufenthalt in diesen Räumlichkeiten und der fachlichen Betreuung äußerte sich Mutko nicht.
In seiner Eigenschaft als Vizepremier ist Witali Mutko auch für den Tourismus zuständig. Da Kaliningrad für sich den Tourismus als strategische Entwicklungsrichtung festgelegt hat, hat Mutko auch föderale Hilfe im Rahmen von Förderprogrammen ab dem Jahre 2019 versprochen. Er äußerte, dass man in der Regierung ein wenig breiter, ein wenig aufmerksamer nach Kaliningrad schauen wird, um die Stadt und das Gebiet anziehender und bekannter zu machen. Er sprach auch davon, dass man im föderalen Zentrum Unterstützungsmaßnahmen für Investoren in den Tourismussektor vorsehen kann, insbesondere für diejenigen die z.B. Hotels bauen wollen. Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow ergänzte, dass man bis zum Jahre 2029 für die Entwicklung des Tourismus im Gebiet 45 Milliarden Rubel einsetzen werde.
 
 
04.08.2017 – Lenin-Kolchos erhält modernste Schiffe aus Kaliningrad
Der Gouverneur des Krai Kamschatka hat sich zu einem Besuch in Kaliningrad aufgehalten und bei der Gelegenheit mit seinem Kaliningrader Amtskollegen auch die Schiffswerft „Jantar“ besucht. Diese Schiffswerft, bisher spezialisiert auf die Erfüllung von Aufträgen aus dem russischen Verteidigungsministerium, wird sich nun auch auf zivilen Schiffsbau ausrichten und hat einen Auftrag über den Bau von drei hochmodernen Fischfangschiffen der Kolchose „Lenin“ übernommen. Der Gouverneur des Krai informierte sich über den Baufortschritt und gab zu verstehen, dass man dringend auf diese Schiffe warte und er hoffe, dass man in Kaliningrad vielleicht sogar etwas schneller arbeite, als vertraglich vereinbart ist. Alle drei Schiffe sollen im Jahre 2018 übergeben werden.
 
04.08.2017 – Experten analysieren Protestsituation in Kaliningrad
Analysten der Stiftung „Petersburger Politik“ haben die sozialpolitische Situation in Kaliningrad und die gesellschaftlichen Aktivitäten der Bevölkerung in den letzten 1,5 Jahren analysiert und dabei festgestellt, dass es zu sechs nennenswerten Protestaktionen gekommen ist. Analysiert wurde der Zeitraum vom Januar 2016 bis Juni 2017.
Es kam zu Protestdemonstrationen zu Fragen des Schutzes der Interessen der Kleinunternehmer, zum Problem der Bauanteilseigner, zu einem Streik von Bauarbeitern, zu einem Protest im Dorf Niwenskoje im Kreis Bagrationowsk und zu Protestaktionen in Svetlogorsk zur Errichtung des sogenannten „Glases“ am Ostseestrand.
Der Protest der Kleinunternehmer bezog sich auf die Überlegungen, in der ul. Baranowa (entlang des Zentralmarktes), eine Fußgängerzone zu schaffen. Die Stadt korrigierte daraufhin die Pläne im Interesse der ansässigen Unternehmer, damit diese auch weiterhin problemlos ihre Waren zu den Geschäften transportieren können. Man wies aber auch darauf hin, dass die Mehrzahl der dortigen Verkaufseinrichtungen illegal ist und ohne Genehmigung arbeite und in Kürze auch abgerissen wird. Eine weitere Protestaktion fand gegen den geplanten Bau eines Kohle-Heizkraftwerkes in der Siedlung Wsmorje statt. Bewohner in der Siedlung Niwenskoje wandten sich gegen die Einrichtung einer Kali-Förderstelle. Bauarbeiter des Stadions auf der Insel streikten und im April 2017 wurde der Direktor einer der Baufirmen verhaftet. Im Oktober und November 2016 protestierten sogenannte betrogene Bauanteilseigner, d.h. Personen, die sich eine Eigentumswohnung kaufen wollten und durch die Baufirma aus unterschiedlichsten Gründen um die Immobilie betrogen worden sind (Doppelverkauf, Bankrott usw.).
 

 

03.08.2017 – Neuer Kreis-Chef für neues Führungszentrum OST
Sergej Bulyschew ist als neuer Leiter der Stadtverwaltung Tschernjachowsk durch das dortige Stadtparlament eingesetzt worden. Der Beschluss erfolgte wenige Tage, nachdem der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow bei einem Besuch vor Ort bekanntgegeben hat, dass er Bulyschew gerne in dieser Funktion sehen wolle. Gleichzeitig hatte der Gouverneur den Gedanken geäußert, dass er Tschernjachowsk als neues Führungszentrum für die östlichen Kreise des Gebietes entwickeln möchte. Im Kreis Tschernjachowsk konzentrieren sich industrielle und touristische Potenzen, die dieser Stadt eine neue verantwortliche Rolle im Gebiet zuordnen.
Sergej Bulyschew ist kein Unbekannter in Kaliningrad. Er arbeitete als Leiter einer Wohnungswirtschaftsgesellschaft, war in Moskau in städtischen Funktionen tätig und wurde im Jahre 2005 Minister für infrastrukturelle Entwicklung im Kaliningrader Gebiet. Er wurde wenig später zum Leiter der Gebietsduma gewählt und kehrte in den Jahren 2012-2013 als Minister für Kommunales in die Regierung Zukanow zurück. Im Januar 2016 wurde er als stellvertretender Gouverneur nach Sewastopol (Krim) berufen – arbeitete dort aber nur rund sechs Monate.
 
03.08.2017 – Loch Ness von Kaliningrad erhält Denkmal
Gegenwärtig werden zwei altdeutsche Brücken, die auf die Insel führen, instandgesetzt bzw. neu gebaut. Die Bauarbeiten an der „Hohe Brücke“ verzögern sich seit Monaten aus unterschiedlichen Gründen. Einer der Gründe war, dass während Rückbauarbeiten von alten Brückenpfeilern durch Taucher ein Riesen-Wels mit gigantischen Ausmaßen (mehr als 200 Kilo) gesichtet wurde, der sein Reich verteidigte und somit die Arbeiten behinderte. Der damalige Gouverneur Nikolai Zukanow, engagierter Angler, meinte, dass er persönlich bereit ist, den Kampf mit dem Gigantomanen aufzunehmen, damit die Bauarbeiten fortgesetzt werden können. Das Thema füllte viele Tage die Zeitungen, gesehen hat diesen Fisch aber niemand, der dort, nach Ansicht von „Fachleuten“ vielleicht schon zu deutschen Zeiten lebte. Nun haben die Bauarbeiter vorgeschlagen, diesem Riesen-Wels ein Denkmal zu setzen. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Brücke, soll das Denkmal aufgestellt werden. Bis 15. September ist ein Wettbewerb ausgeschrieben, an der nur Kaliningrader im Alter bis 18 Jahre teilnehmen dürfen. Diese sollten ihre Vorstellungen über das Denkmal zeichnen. Der Sieger in diesem Wettbewerb erhält ein Hydroscooter.
 
 
03.08.2017 – Flugplatz Devau wird Militärmuseum und Park „Patriot“
Der ehemalige deutsche Flugplatz Devau wird in ein Militärmuseum und Park „Patriot“ umgewandelt. Über diese Absichten informierten die Kaliningrader Gebietsduma, die Gebietsregierung und die Führung der Ostseeflotte. Grundlage für diese Gedanken waren ähnliche Anlagen im russischen Mutterland in der Nähe von Moskau und der Stadt Kubink. So sollen in Devau ausgediente Flugzeuge und Technik der Landstreitstreitkräfte gezeigt werden. Damit wird ein weiterer Anziehungspunkt für die Bewohner des Gebietes, aber auch für Touristen geschaffen. Damit sind ältere Pläne, auf diesem Gelände ein Wohngebiet anzulegen, vom Tisch.
 
 
03.08.2017 – Kaliningrader Unterteich erhält neue Parkanlage
Am Kaliningrader Unterteich beginnen die Arbeiten zur Anlage einer Grünanlage. Die Arbeiten sollen innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen sein und endlich diesen Gebiet in einen Augenschmaus verwandeln. Darüber informiert die Stadtverwaltung. Zu den geplanten Arbeiten gehört die Rekonstruktion bestehender Wege mit altdeutschen Pflastersteinen, die Instandsetzung der Treppen und sonstigen Spazierwege, Aussichtsplattformen, Skulpturen und die Säuberung der Wände der dort befindlichen Baulichkeiten. Weiterhin wird das Umfeld des dort befindlichen Denkmals „Piloten der Staffel Normandie-Neman“ neu gestaltet. Es werden neue Parkbänke und Abfallbehälter aufgestellt und das ganze Gebiet mit neuen Pflanzen und Sträuchern bepflanzt. Weiterhin soll der Grund des Sees gesäubert werden.
 
 
03.08.2017 – Militärs verlassen Objekte und verkaufen diese
Zwei Militärstädtchen werden im Kreis Selenogradsk beräumt und sind zum Verkauf ausgeschrieben. Entsprechend bestehender Vereinbarungen, wurden diese Objekte vom russischen Verteidigungsministerium in die Verantwortung der Kaliningrader Gebietsregierung übergeben, die diese Objekte entweder selber für zivile Zwecke nutzt, oder zum Verkauf ausschreibt. Bei den beiden Objekten handelt es sich um die sogenannte Militärstadt Nr. 1 in der Siedlung Pereslawskoje und das zweite Objekt befindet sich im Ort „Seljonny Gai“. Der Preis wurde mit 64,2 und 40,6 Mio. Rubel festgelegt. Ob die Objekte zu diesem Preis wirklich einen neuen Besitzer finden bleibt abzuwarten. Die Militärs hinterlassen diese Immobilien in der Regel im „ausgeschlachteten“ Zustand, so dass die Gebietsregierung bereits vorgeschlagen hat, derartige Objekte zum Preis von einem Rubel an den Mann bzw. die Frau zu bringen.
 
03.08.2017 – Gumbinner Schlacht wird wieder rekonstruiert
Wie jedes Jahr, so findet die rekonstruierte Gumbinner Schlacht auch in diesem Jahr wieder statt. Als Datum hierfür ist der 5. und 6. August vorgesehen. Die Rekonstruktion findet anlässlich des 103. Jahrestages der Schlacht statt. Es kommen rund 100 Laienhistoriker aus vier Ländern nach Kaliningrad, um diese Rekonstruktion durchzuführen. Die Gumbinner Schlacht fand am 20. August 1914 zwischen der russischen imperialen Armee und deutschen Truppen statt. Sie dauerte 12 Stunden und kostete viele Opfer. Zuschauer an dieser Veranstaltung erhalten kostenfreien Eintritt. Der zweite Teil der Veranstaltung findet am 6. August am Denkmal der Opfer des 1. Weltkrieges im Stadtzentrum Kaliningrads statt. Hier werden die Toten durch Niederlegung von Blumen und einen Marsch zum Platz des Sieges geehrt.
 
Screenshot: Klicken Sie auf die Fotos um zum Videofilm zu gelangen
 
 

02.08.2017 – Stadion zu 85 Prozent fertig gestellt
Die bauausführende Firma „Crocus Group“ informiert, dass das Stadion „Kaliningrad“, welches gegenwärtig auf der Insel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 errichtet wird, zu 85 Prozent fertig gestellt ist. Gegenwärtig laufen am Stadion alle Arbeiten zur Verkleidung der Außenwände. Ebenso wird an der Installation der elektronischen Anzeigen gearbeitet. Der Boden im Stadion wird für die Ausbringung des Rasens vorbereitet. Zur Überwachung der qualitätsgerechten Ausführung aller Arbeiten befinden sich Spezialisten der Firma SIS aus Portugal vor Ort. Klicken Sie auf die Grafik, um den Baufortschritt in Echtzeit zu sehen.
 

Wir haben wieder eine Frage an Sie freigeschaltet. Es geht darum, wie Sie über die Ablegung eines speziellen Treueeids im Rahmen des Erhalts einer Staatsbürgerschaft denken. In Russland wurde erst vor wenigen Tagen dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt und relativ schnell entschieden. Wie Russland dieses Thema entschieden hat, erfahren Sie, wenn Sie uns durch einen Klick mitteilen, welcher Ansicht Sie sind.  
 
 
02.08.2017 – Kreuzfahrtschiff im Hafen von Baltisk
Am 31. Juli ist in den Hafen von Baltisk das Kreuzfahrtschiff „Braemar“ mit rund 1.000 britischen Touristen eingelaufen. Darüber berichtet die Kaliningrader Tourismusfirma „Baltma Turs“ auf ihrer Facebook-Seite. Die Kaliningrader Gebietsregierung zeigte sich darüber nicht informiert. Es handle sich um ein kommerzielles Projekt und deshalb fehlen weitergehende Informationen – so der Minister für Kultur und Tourismus des Kaliningrader Gebietes Andrej Jermak. Der Minister kommentierte, dass ein derartiges Schiff letztmals irgendwann in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts in einen Kaliningrader Hafen eingelaufen ist. Das Schiff wird seine Reise fortsetzen und als nächstes den Hafen Kleipeda anlaufen.
 
Foto: Passagierschiff mit 1.000 britischen Touristen im Hafen von Baltisk
 
02.08.2017 – Weltmeisterschaften der Feuerwerker vor der Tür
Im September finden zum zweiten Mal die Weltmeisterschaften der Feuerwerker im Gebiet Kaliningrad statt. Die Veranstaltungen sind auf vier Wochenenden im September gesplittet. Schon jetzt ist es sehr schwer, noch freie Übernachtungsplätze in den Hotels und Pensionen in Selenogradsk zu bekommen – teilt der Minister für Kultur und Tourismus, Andrej Jermak mit. Wie weiter informiert wird, habe man die ersten Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr genau analysiert, insbesondere hinsichtlich der organisatorischen Schwachstellen. Bei den diesjährigen Veranstaltungen wird es ausreichenden Nahverkehr, aber auch Stellplätze für den Individualverkehr geben. Die teilweise chaotischen Szenen des vergangenen Jahres werden sich nicht wiederholen – versprechen die Veranstalter.
 
 
02.08.2017 – Zentralmarkt – die Würfel sind gefallen
Nun steht es, nach endlosen Querelen zwischen Betreiber und Stadtverwaltung fest – der hintere Teil des Zentralmarktes, der sich mit dem Verkauf von Nicht-Lebensmitteln beschäftigt, wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Abrissarbeiten beginnen Anfang 2018. Mit allen Händlern dieses Teils des Marktes sind einvernehmliche Gespräche geführt und Vereinbarungen getroffen worden. Man wollte keine Konfliktsituation herbeiführen und dies ist gelungen. Der Abriss dieses Teils des Zentralmarktes soll Anfang März abgeschlossen sein. Da es zeitlich nicht mehr möglich ist, den Neubau bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft zu errichten, wird eine zeitweilige Grünzone eingerichtet. Die Bauarbeiten beginnen dann sofort nach dem Abschluss der Weltmeisterschaften. Das neue Gebäude wird kleiner ausfallen, als ursprünglich geplant. Dafür wird es eine Grünzone geben, wo sich Besucher des Marktes erholen können.
 
Foto: Projektentwurf für den neuen Zentralmarkt im Stadtzentrum von Kaliningrad
 
02.08.2017 – Gericht hat Unternehmen geschlossen
Per Gerichtsbeschluss ist das Unternehmen „Brawo-BWR“ am Stadtrand von Kaliningrad in Pribreschnje geschlossen worden. Grund ist die große Umweltbelastung, die durch die Firma verursacht wird. Lange Zeit haben sich die Anwohner darüber beschwert und der Gouverneur Anton Alichanow hat versprochen, Einfluss auf die Situation zu nehmen. Vor Monaten wurden die betroffenen Unternehmen, die sich an dieser Stelle befinden, aufgefordert, Schritte für die Verbesserung des Umweltschutzes einzuleiten, was anscheinend durch die jetzt geschlossene Firma, nach Ansicht des Kaliningrader Gerichtes, nicht erfolgt ist. Als Vorwarnung verhängte die Kaliningrader Umweltschutzbehörde im August 2016 eine Strafe von 100.000 Rubel und im März 2017 nochmals 90.000 Rubel. Die Firma hat noch nicht einmal ein Projekt zur Verbesserung des Umweltschutzes erarbeiten lassen, geschweige denn, praktische Schritte zur Verbesserung der Situation unternommen. Somit hat der Staatsanwalt entsprechende Klage eingereicht und das Gericht hat den jetzt vorliegenden Beschluss gefasst, der sofort in Kraft getreten ist.
 
 
02.08.2017 – Arbeitende Rentner erhalten Rentenerhöhung
Der August ist traditioneller Monat, wo in Russland die Rentner eine Rentenerhöhung erhalten, die nebenbei noch einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Da sie von ihrer Erwerbstätigkeit auch Beiträge in die Rentenkasse abführen, erwächst hieraus der Anspruch auf eine jährliche Anpassung ihrer Rente aus diesen eingezahlten Beiträgen. Im Februar eines jeden Jahres erfolgt dann eine Rentenanpassung im Rahmen des Inflationsausgleiches und im Mai erfolgt eine weitere Rentenanpassung im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes. Allerdings ist diese Rentenerhöhung für arbeitende Rentner gegenwärtig eingefroren. Die größte mögliche Rentenerhöhung beträgt für arbeitende Rentner in diesem Jahr 235 Rubel.
 
 
02.08.2017 – Vizepremier Witali Mutko in Kaliningrad zu Arbeitsbesuch eingetroffen
Der russische Vizepremier Witali Mutko hat sich am Montag zu einem Arbeitsbesuch in Kaliningrad aufgehalten. Hierbei informierte er, dass die letzten skandalösen Vorfälle im Zusammenhang mit Korruption, keinerlei Einfluss auf das Baugeschehen zur weiteren Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft haben. Die daraus entstandenen Probleme, d.h. die Verwendung von nicht qualitätsgerechtem Sand und anderer Technologien zur Verfestigung des Baugrundes, sind Gegenstand von rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Seiten und beeinflussen den Baufortschritt nicht. Mutko informierte, dass alle Objekte sich unter sehr starker Kontrolle und Aufsicht befinden. Er schloss nicht aus, dass diese Kontrolle vielleicht in einigen Fällen übertrieben wird. Er empfahl allen, sich korrekt zu verhalten, denn „… gäbe es Gott, dass irgendwelche Vorfälle nicht vor dem Richter landen…“
Im Dezember wurde der damalige Minister für Bauwesen aus der Gebietsregierung entlassen. Jetzt wird er des Betruges beschuldigt. Im Juni wurde er in Moskau verhaftet. Mit ihm wurden zwei weitere Beamte verhaftet und befinden sich in Untersuchungshaft. Es figuriert die Summe von 750 Mio. Rubel, die veruntreut worden sein sollen.
Angesprochen auf die ständigen großen Wasserflächen auf dem Baugrund für das Stadion, antwortete der Vizepremier, dass dies Problem bis September technisch gelöst sein wird. Grund für den ständigen Wassereinbruch ist, dass sich mehrere unterschiedliche bauausführende Firmen auf dem Territorium befinden und die Tätigkeiten anscheinend unzureichend untereinander abgestimmt sind. Im Verlaufe des August werden alle diese unterschiedlichen Bereiche technisch miteinander verbunden und dann dürften die ständigen Überschwemmungen erledigt sein – so Mutko.
 

 

01.08.2017 – Langsam wird es eng für die Konkurrenz  
Wieder einmal macht die Handelsmarke „SPAR“ in Kaliningrad von sich reden. In den letzten zwei Jahren hat sich, ungeachtet aller möglichen Krisen und Sanktionen, dieses Supermarktkonzept in einem Tempo entwickelt, dass die alteingesessenen Mitwettbewerber sich schon langsam Sorgen machen müssen. Jetzt haben die Betreiber von SPAR informiert, dass sie in den Immobilien „Majak“, „Epizentr“ und „Grand“ weitere Supermärkte eröffnen werden. Dort war bis dato „WESTER“ aktiv. Wie weiterhin bekannt wurde, hat die noch existierende Firma „WESTER“, die gegenwärtig ein neues Handelskonzept entwickelt, mit der Firma „SPAR“ einen Vertrag über langfristige Zusammenarbeit abgeschlossen. Im Oktober 2017 wird SPAR weitere Supermärkte und Hypermärkte in Kaliningrad eröffnen. EUROSPAR wird Handelsplätze von 1.500 Quadratmeter haben und INTERSPAR wird Handelsplätze von 3.000 Quadratmetern eröffnen. Eröffnet werden diese in den ehemaligen Super- und Hypermärkten von WESTER, womit WESTER durch Pachteinnahmen zusätzliche Finanzquellen erschlossen hat, um sein eigenes neues Handelskonzept – landwirtschaftliche Märkte für regionale Erzeuger, umzusetzen.
 
Foto: Supermarkt SPAR in der Gorki-Straße in Kaliningrad
 
01.08.2017 – Leiter eines Kommunalbetriebes verhaftet
Der 36jährige Leiter eines Kommunalbetriebes im Kaliningrader Gebiet ist wegen Bestechlichkeit verhaftet worden. Er hatte von einem Schuldner eine Bestechungssumme von 300.000 Rubel entgegengenommen und als Gegenleistung versprochen, dessen Schulden für Wasserlieferungen in Höhe von mehr als zwei Millionen Rubel auf 100.000 Rubel herabzusetzen. Bei der Übergabe der Bestechungssumme wurde der Leiter des Kommunalbetriebes durch Mitarbeiter der Rechtspflegeorgane verhaftet.
Wie zu beobachten ist, wird die Zahlung von Bestechungsgeldern in Kaliningrad immer gefährlicher. Bedingt durch die neue Gesetzgebung in Russland, wonach Beamte, die der Bestechlichkeit überführt worden sind, ein lebenslanges Berufsverbot im Staatsapparat erhalten und neben einer Freiheitsstrafe auch zur Zahlung von Strafgeldern in Höhe des 70fachen der erhaltenen Bestechungssumme verurteilt werden, wird das Risiko alles zu verlieren, immer größer.
 
Foto: Verhaftung des 36jährigen Kaliningrader Beamten – Leiter eines kommunalen Versorgungsbetriebes
 
01.08.2017 – Bernsteinkombinat stellt neue Aussichtsplattform vor
Das Kaliningrader Bernsteinkombinat hat seine neu gestaltete Aussichtsplattform unweit der Förderstelle von Bernstein für den Besucherverkehr freigegeben. Besucher können ab sofort von dieser Fläche aus direkten Einblick in die Hauptförderstätte für Bernstein in der Welt nehmen. Zurzeit laufen intensive Arbeiten an der Gestaltung eines Ausstellungskomplexes, der, nach den Worten des Generaldirektors des Bernsteinkombinates, ebenfalls in Kürze eröffnet wird. Gestaltet wird dieses „Bernstein-Museum“ durch die besten Spezialisten auf diesem Gebiet aus St. Petersburg. Geschaffen wird ein modernes interaktives Museum des 21. Jahrhunderts. Bekannt wurde, dass im vergangenen Jahr 60.000 Touristen das Bernsteinkombinat besucht haben. Im Jahre 2018 will das Bernsteinkombinat 100.000 Touristen begrüßen. Wie die Pressesprecherin des Kombinates ergänzte, wird neben dem Museum auch ein Restaurant und ein Verkaufsraum für Bernsteinerzeugnisse eingerichtet. Auf der Aussichtsplattform befindet sich auch ein speziell eingerichteter Platz für Kinder, wo diese nach Bernstein graben können. Weiterhin gibt es eine Bernstein-Pyramide, in der sich die Touristen aufhalten und erholen können. Hier erhalten sie auch vielfache Informationen über den Bernstein.
 
Foto: Neu gestaltete Aussichtsplattform des Kaliningrader Bernsteinkombinates
 
01.08.2017 – Restaurierung historischer Gebäude nimmt Fahrt auf
Die Kaliningrader Gebietsregierung unternimmt gemeinsam mit den Kommunen immer stärkere Anstrengungen, um historische Bausubstanz zu erhalten und instand zu setzen. Nun wurde bekannt, dass in den Ostseestädtchen weitere vier Gebäude ausgewählt worden sind, denen eine Schönheitskur verpasst wird. Betroffen sind Häuser in Selenogradsk, Svetlogorsk. Vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten haben alle staatlichen Organe ihren Einfluss geltend gemacht, damit diese Instandsetzung in der notwendigen Qualität und zur Wahrung der Denkmalschutzinteressen vorgenommen werden. Die Restaurierungsarbeiten stehen ebenfalls unter ständiger Aufsicht der Kontrollorgane. Besondere Aufmerksamkeit wird bei diesen Häusern der Restaurierung von dekorativen Elementen gewidmet. Beauftragt damit ist eine Firma, die bereits in Kaliningrad gezeigt hat, dass sie zu diesen Arbeiten in hoher Qualität in der Lage ist. Die Firma hatte sogar ein Objekt in Kaliningrad auf eigene Kosten restauriert. Insgesamt werden im Kaliningrader Gebiet in diesem Jahr rund 600 Gebäude instand gesetzt. An 307 Gebäude laufen gegenwärtig die Instandsetzung und 100 sind bereits durch die Kommission abgenommen.
 

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Wochenblatt

   Kommentare ( 26 )

.g Radeberger Veröffentlicht: 1. August 2017 00:57:19

01.08.2017 – Langsam wird es eng für die Konkurrenz
Spar ist eine prima Handelskette. Bei meinen Urlaubsreisen ins Ösiland habe ich da immer gern eingekauft.
Da werden sich die Kaliningrader recht schnell an eine qualitativ hochwertige Versorgung gewöhnen. Spar als auch Eurospar setzen da Maßstäbe.

.g Radeberger Veröffentlicht: 1. August 2017 01:00:31

01.08.2017 – Leiter eines Kommunalbetriebes verhaftet

Manche lernen es eben nie. Und andere noch später. Nun wird ihm wohl viel Zeit zum Denken und Lernen bleiben.

ru-moto Veröffentlicht: 4. August 2017 15:41:22

04.08.2017 – Illegale in Kaliningrad – […keine Genehmigung, keine Lizenzen, keine Versicherungen, Passagiere sind nicht versichert, keine Fahrpläne und die Fahrt beginnt dann, wenn der Bus gut besetzt ist…]
Dann bin ich als ahnungsloser Tourist auch schon mitgefahren. Der volle Kleintransporter raste mit mind. 140 km/h über die Autobahn in Richtung Kaliningrad, als sei er vor der Polizei auf der Flut. Optisch machte der offensichtlich stark motorisierte, bequeme Bus einen selten guten Eindruck, hatte bei der Hitze eine angenehme Innentemperatur, umfuhr auf Schleichwegen die aktuellen Baustellen in der Stadt, hielt a.W. überall…
Seit meiner letzten Reise mit einem ICE-Zug, damals fuhren sie noch 278 km/h schnell, hatte ich erstmals wieder das Gefühl von befremdender Geschwindigkeit erlebt.

Wie soll ein Fremder diese Busse als illegal erkennen, wenn sie sogar direkt vor der Polizeistation ihre „Haltestelle“ haben und als standardmäßige Dauereinrichtung zählen?

Ach ja, man kennt sich!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. August 2017 16:09:43

... man erkennt diese Busse daran, dass sie keine offiziellen Schilder mit offizieller Busnummer haben und Sie auch keinen Fahrschein erhalten.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. August 2017 02:56:43

05.08.2017 – Zukanow fordert neues Gebäude des Meeresmuseums bis Beginn der WM2018
Ach ja? Wann war denn der Startschuß für dieses Objekt? War da danach der Herr Präsidentenbeauftragte nicht noch einige Jahre Gouerneur in Kaliningrad? Oder irre ich mich da?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. August 2017 07:17:34

... ja, deshalb war es mir ein besonderer Genuss, diese kurze Nachricht zu schreiben. Alles was dieser Mann jetzt kontrolliert und kritisiert ist eigentlich in seiner Zeit entstanden ... aber, die Flasche Krim-Sekt liegt schon im Kühlschrank ... wenn die nächste Personalentscheidung des Präsidenten kommt. Ich befürchte nur, dass wir damit vielleicht noch bis März 2018 warten müssen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. August 2017 03:02:09


05.08.2017 – Kaliningrader Muslime wenden sich an Putin
Es wäre doch interessant zu erfahren, warum das Gericht den Baustopp verfügt hat.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. August 2017 07:15:08

... da habe ich leider den Anschluss etwas verpasst und mich damals nicht mit den Details beschäftigt - es war mir nicht wichtig genug. Einer der Gründe, die mir dunkel in Erinnerung sind, ist, dass sich in unmittelbarer Nähe eine kleine (reale) Begräbnisstätte von Russisch-Orthodoxen befindet. Das hat man zwar schon vor Baubeginn gewusst, aber ....

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. August 2017 12:54:31

Kaliningrader Muslime

Wenn ich so was lese ... Das hört sich geradezu so an, als ob diese Leute schon immer dort zu Hause gewesen wären. Wenn diese Leute für ihr Wohlbefinden so einen Tempel brauchen, dann frage ich mich, weshalb sie aus der Gegend weg gezogen sind, wo sie einen vor Ort hatten. Dann aber auch noch am neuen Wohnort Forderungen zu stellen, halte ich persönlich für sehr dreist.
Das gilt aber nicht nur für Kaliningrad. Wenn ich so an Erfurt denke, da wohnte bis vor ca. 10 Jahren nicht ein Muselmane in der ganzen Gegend. Und nun soll dort eine Riesen - Moschee gebaut werden. Da fragt man sich wirklich - geht´s noch? Oder ist die Merkel heimlich konvertiert?

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 10. August 2017 01:34:16

@Bei Nichtgefallen Kind zurück
Leider bin ich der russischen Sprache nicht mächtig, dieses Fachgebiet ist seit über 30 Jahren meine Profession. Da die Kommunikation sämtlicher möglichen Implikationen in diesen Fällen äußerste wichtig ist, wäre ein guter 1:1 Übersetzer eine Hilfe. Ich habe in der Vergangenheit für einen deutschen Jugendhilfeträger, der mit russischen Familien kooperierte, mit entsprechender Übersetzungshilfe gut arbeiten können.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. August 2017 07:42:51

... ist mir nicht klar, was Sie meinen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 10. August 2017 03:32:57

"93 Gebäude entlang der sogenannten Protokollstrecke eine Fassadenrekonstruktion."

Als Potemkinsches Dorf (russisch Потёмкинская деревня) – teilweise auch in der Schreibweise Potjomkinsches Dorf – wird etwas bezeichnet, das fein herausgeputzt wird, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand zu verbergen. Oberflächlich wirkt es ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihm aber an Substanz. Wikipedia

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. August 2017 07:38:55

...und wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soviel Pinkepanke ...

.g Radeberger Veröffentlicht: 10. August 2017 03:42:39


09.08.2017 – NATO macht Korridor dicht

Dilletanten! Uwe, Sie als alter Militär, was würden Sie in dem Falle tun? Ich bin zwar kein Militär in dem Sinne. Aber ich würde nördlich und südlich vorstoßen und diese Gruppierung dazwischen aufreiben. Ist zwar wenige Kilometer weiter, aber die Wirkung wäre dann eine "ungeheure".

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. August 2017 07:36:30

...ich glaube nicht daran, dass man mit den Truppen am Korridor irgendeine Blockade des Baltikums verhindern will. Ich denke es geht darum, das Kaliningrader Gebiet komplett einzuschliessen und dazu benötigt man eben diese Gefahrenlegende.

.g Radeberger Veröffentlicht: 10. August 2017 03:49:35

"Jaroschuk hat in den letzten Wochen eine sichtbare Entwicklung genommen"

Der Mensch wächst ein Leben lang, nicht nur mit seinen Aufgaben. Wie dieser Spruch Lenin zugeschrieben wird. Wenn der Mensch dann nicht mehr in die Länge wächst, dann eben in die Breite. Und ab einem bestimmten Alter setzt dann bei vielen das sogenannte Minus-Wachstum ein, Dann bilden sich viele nur noch ein, daß sie die Größten sind.

ru-moto Veröffentlicht: 13. August 2017 23:25:25

13.08.2017 – [Tour de Cranz wieder in Vorbereitung]
Und ich dachte, die Kaliningrader seien so schlank, weil Wodka wenig Kalorien hat. Weiß man schon, wie lang ist die Bergwertungen sein werden?

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 14. August 2017 11:02:35

"Wir laden Sie auf unsere FB-Seite ein, das Gespräch dort zu lesen" - ich hätte ja gerne das Gespräch gelesen, aber als Nicht-FB-Registrierter kann ich das leider nicht. Schade.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 14. August 2017 13:23:39

Montag, 14.08.2017 - 12.15 Uhr ok, ich lasse mir etwas einfallen.

Montag, 14.08.2017 - 12.20 Uhr - hab mir was einfallen lassen

http://kaliningrad-domizil.ru/portal/information/publizistik/kaliningrader-sonntagsplauderei/

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 16. August 2017 08:35:27

Danke! Ich konnte nun das - etwas "alfonseneske"- Gespräch lesen. Es lebe der russisch-deutsche Kompromis.

ru-moto Veröffentlicht: 20. August 2017 16:09:01

20.08.2017 – [Ex-Leiterin des Kaliningrader Migrationsdienstes wegen Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch verurteilt. Sie verschaffte Ausländern, wie auch Bürger ohne Staatsbürgerschaft gegen Bezahlung illegal Pässe. Dienstgrad Major wurde ihr aberkannt...]

Dabei dürfte wohl auch die Frau Ex-Major erfahren haben, dass uns am Ende nicht der Kontostand rettet, sondern jemand, der uns dann (noch) die Hand reicht... Menschen sollte man nicht danach bewerten, wie viel Geld sie haben oder ob sie benützbar sind, den (ihren persönlichen) Wohlstand zu mehren. Dies wäre Rassismus, der moderne Rassismus des Wohlstands.

ru-moto Veröffentlicht: 20. August 2017 16:21:17

20.08.2017 – [Bürgermeister will (mit Bier-Shops) aufräumen und endlich Ordnung schaffen in einem Bereich, in dem Jahrzehntelang keine Ordnung geherrscht hat, trotz entsprechender Gesetzgebung.]

Sehr vernünftig! Das schafft hoffentlich jede Menge sinnvolle Arbeit. Wer fühlt sich denn überhaupt sonst noch verantwortlich dafür, wenn in Kaliningrad Gesetze konsequenzenlos nicht eingehalten werden?

"Hoffnung ist nicht die Gewissheit, dass etwas gut ausgehen wird, sondern das Wissen darüber, dass etwas Sinn macht, egal wie es endet!"

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. August 2017 01:18:40

22.08.2017 – Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?

"...wird das Stadion in das Eigentum der Region übergehen – kostenlos, als Geschenk sozusagen."

Das ist kein Geschenk, sondern eine Knute auf das Finanzsäckel der Oblast.

.g Radeberger Veröffentlicht: 25. August 2017 00:40:34

25.08.2017 – Es gibt wichtiges als die Ostsee-Autobahn

Wenn der Herr Sarudni das wörtlich oder inhaltlich so begründet hat (hätte) , ganz ehrlich, solch allgemeines nichtssagendes Blabla, das kann er stecken lassen. Offensichtlich hat er nicht begriffen oder will es nicht begreifen, daß gerade diese undefinierbaren Zuordnungen, die er vorgenommen hat, der Nährboden für Korruption, für Schlendrian und das nicht definierbare Verschwinden der Gelder sind.
Mit der Fertigstellung der Autobahn wurde doch einmal ein Projekt angesprochen, daß dann terminlich, objektmäßig und finanziell - überprüfbar - zu Ende geführt werden könnte.
Entsprechend dieser Kurzinfo liegt diesem Herrn aber eine solche Arbeitsweise nicht.

.g Radeberger Veröffentlicht: 25. August 2017 00:44:30

25.08.2017 – Razzia der Sicherheitsorgane in Kaliningrad
Für einen solchen Aufwand ein ziemlich "mageres" Ergebnis. Hat da einer "durchgestochen"? Oder ist Kaliningrad besser als sein Ruf und das Mutterland?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. August 2017 08:02:15

ja, hatte ich mir auch gedacht, dass das Ergebnis hätte umfangreicher ausfallen können. Aber so kriminell, wie sich die Gerüchte halten, ist Kaliningrad nicht.

.g Radeberger Veröffentlicht: 26. August 2017 20:52:46

26.08.2017 – Deutscher Bundespräsident Steinmeier zu deutschen Truppen an der Grenze zu Kaliningrad

Wer könnte denn den Litauern da Schwierigkeiten bereiten? Die Polen? Die könnten, da sie ja nun mal auf Reparationseinkaufstour sind, Ansprüche auf einige Landstreifen des heutigen Litauen erheben?
Die Weißrussen? Glaube ich kaum. Oder drängen die Schweden über die Ostsee?
Ach, ich hab´s! Es werden die USA mit ihren Nato-Lakaien sein. Die haben sich doch - auch - in Litauen häuslich nieder gelassen und schaffen nun so unauffällig wie möglich schweres Krieggerät an die erhoffte Frontlinie. Ob das den Litauern alles so recht ist, wage ich zu bezweifeln. Birgt doch eine Riesengefahr, auf einem solchen Pulverfaß zu sitzen und nicht selbst das Feuerzeug für die Lunte zu besitzen.
Vielleicht fällt denen doch noch jemand ein, der ihnen aus der mißlichen Lage namens Gribauskaite helfen kann, die Läuse aus dem Pelz zu kriegen.
Bitte lächeln!

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 29. August 2017 00:09:38

@Berlin kümmert sich um das grüne Kaliningrad

Man saugt die wenigen positiven Nachrichten betreffs D -RUS geradezu dankbar auf. Weiter so!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. August 2017 07:28:28

Sie haben den Charakter der Meldung völlig richtig erkannt. Das Portal existiert ja eigentlich, um optimistische Momente Deutschland-Kaliningrad/Russland zu erfassen. Es ist fast nicht möglich zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

ru-moto Veröffentlicht: 29. August 2017 23:26:53

[...seit rund zwei Monaten habe ich mein Konto bei Facebook als zusätzliche Informationsquelle aktiviert. Täglich kommen „Freundschaftsanfragen“. Mindestens die Hälfte der Anfragen werden gelöscht, da ich keinen Wert auf Freundschaft mit „Katzen-Avatars“, Blumenwiesen und nichtssagenden Chroniken schließen möchte. Bitte beachten Sie dies, wenn Sie uns auch auf Facebook begleiten wollen.]

Hallo, Herr Niemeier! Ich war bereits bei ihnen in fb als "Freund" registriert, noch bevor sie hier über ihren Facebook- Account berichteten. Inzwischen wurde ich von ihnen gelöscht. Ich bin zwar keine Blumenwiese, noch ein "Katzen-Avatar"... So ist es eben. Fall sie Ansichten und Meinungen anderer fb-user stören, so ist es ihr gutes Recht, diese zu löschen. Aber zuerst akzeptieren und und später dann wieder zu löschen, muss ja auch einen Grund haben.

fb ist aus mehreren Gründen echt shit, wozu gibt es denn vk?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 30. August 2017 07:31:14

... so wie wir hier auf dieser Internetseite "hinter den Kulissen" Ordnung geschaffen haben und keine 4.000 registrieren "User" mehr haben, so habe ich dies auf FB auch getan und einfach eine Radikallösung bevorzugt, um dann Schritt für Schritt neu aufzubauen. Ich schaue mir jedes Profil an und im Zweifelsfall wird es gelöscht. Sie sind nicht gelöscht worden wegen irgendwelcher Meinungen, die mit meinen übereinstimmen oder auch nicht, sondern weil einfach (fast) alle gelöscht worden sind. Übrig geblieben waren nur Journalisten-Kollegen (auch die, deren Meinung ich nicht teile).

ru-moto Veröffentlicht: 29. August 2017 23:35:09

24.08.2017 – [Für Geld machen Kaliningrader fast alles...]

Sehr bedenklich! Wer alles nur des Geld wegen macht, macht eben für Geld auch alles...

.g Radeberger Veröffentlicht: 30. August 2017 02:49:49

30.08.2017 – Kaliningrad hat Bedarf an Lehrern

Da steht Kaliningrad nicht allein da. In Sachsen ist das ähnlich. Die Lehrer sind "bloß" angestellt, also nicht verbeamtet (was für ein schönes deutsches Wort) und werden mit Schuljahresende in die Arbeitslosigkeit geschickt und mit Schuljahrebeginn wieder eingestellt, wenn es der Schulbehörde gefällt. Ob zu den gleichen Konditionen und in der gleichen Schule - steht aber auf einem anderen Blatt. Die Lehrer haben also einen ähnlichen Status wie ein Karusselbetreiber, der nur in den warmen Monaten arbeiten kann und anschließend beim Sozialamt Kunde ist - bis zum Frühjahr.
Das sind die Segnungen der Übernahme der DDR durch die BRD. Das und andere Segnungen des bundesdeutschen "Bildungs"systems auf ein Niveau von vor insgesamt 40 Jahren, wobei es bestimmte jetzige Dinge damals gar nicht gab.
Wie steht´s denn mit der Bezahlung der Lehrer in Kaliningrad? Kann man über diese Strecke nicht noch ein paar Pägogen einfangen?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 30. August 2017 07:22:42

... die Bezahlung ist "normal", also nicht üppig. Aber das wissen ja die jungen Leute, die Lehrer werden wollen. Gegenwärtig ist wohl Kaliningrad auch nicht so anziehend, dass Lehrer aus dem russischen Mutterland zu uns wechseln. Man wird also mit der Situation leben müssen.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 31. August 2017 01:10:34

@Letzten Soldaten der Wehrmacht
Eine Allee so zu bezeichnen ist eigentlich an Dummheit nicht zu überbieten. Im gesamten Europa wurde Alleen gepflanzt um den Reisenden Schatten zu spenden. Das die Russen dazu nicht in der Lage sind passt in das allgemeine Bild, was man bei uns im Westen von den Russen pflegt.

@Patriarch Kirill will russischen Baustil in Kaliningrad
Auf dem Lande ist dieser Baustil schon zu betrachten, so scheint es als ob den Russen eine Wasserwaage, Glas, Fensterkitt und ein rechter Winkel bis heute fremd sind.

Das war jetzt mal nicht so freundlich von mir, aber ich bekomme immer "einen Hals" wenn die Jungs ihre Unfähigkeit auch noch als patriotische Pflichterfüllung absegnen wollen. Erst an dem Tag wenn im Kaliningrader Oblast wieder Landwirtschaft so erfolgreich wie vor 45 betrieben wird werde ich an die Fähigkeit der Russen glauben. Ich befürchte das werde ich aber nicht mehr erleben.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 31. August 2017 07:16:42

... ich glaube, insbesondere was den Punkt "Landwirtschaft" anbelangt, haben Sie wohl einige Meldungen auf diesem Portal überlesen.

Peter Frei Veröffentlicht: 31. August 2017 09:35:48

Habe ich irgendwie diese Nachricht hier bei Euch übersehen?

http://www.ostexperte.de/rusline-kaliningrad-berlin

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 31. August 2017 10:05:47

ja, haben Sie. Wir haben mehrere Male darüber berichtet. Letztmalig am 28. August und erstmals am 17. August. Schauen Sie bitte nochmal nach.

Hauke Veröffentlicht: 31. August 2017 11:41:39

In original Königsberger Klips kommt Hering bzw Sprotten mit rein.
Das ist bestimmt nicht Jedermanns Sache, meine auch nicht!
Ich kann aber gerne schreiben wie sie von meiner Oma, meiner Mutter und wie ich sie mache.

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