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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Dezember 2016

Sa, 31 Dez 2016 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Dezember 2016
Das „Kaliningrader Tageblatt“ informiert täglich über aktuelle Ereignisse in der Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft der Region und der Stadt Kaliningrad. 
 
 
 

 

31.12.2016 – Gouverneur entlässt Sportminister
Der Leiter der Agentur für Sport (im Range eines Ministers) Igor Belousow ist am vorletzten Tag des Jahres durch den Gouverneur Anton Alichanow „zwischen Frühstück und Gänsebraten“ entlassen worden. Darüber informierte der Ex-Minister auf seiner Facebook-Seite. „Liebe Freunde und Kollegen. Das Jahr ist voller Überraschungen, auch unangenehmer Überraschungen. Leider werde ich durch Entscheidung des Gouverneurs Anton Alichanow am 30. Dezember meinen Posten als Leiter des Regionalsports verlassen“, - so sein Kommentar. Igor Belousow gehörte zur „Zukanow-Mannschaft“. Im Februar 2016 ernannte Zukanow ihn in die jetzige Dienststellung.
 
 
31.12.2016 – Neuer Hauptauftragnehmer für Start- und Landebahn in Chrabrowo
Für die Rekonstruktion der Start- und Landebahn auf dem Airport Chrabrowo wurde ein neuer Hauptauftragnehmer gefunden. Dieser hat nun die Aufgabe, die Arbeiten nicht nur zu Ende zu führen, sondern auch den erheblichen Zeitverzug maximal möglich aufzuholen. Bei dem neuen Hauptauftragnehmer handelt es sich um die Moskauer Firma „ZentroDorStroi“. Die Auswahl dieser Firma erfolgte ohne Ausschreibung. Diese formlose Prozedur war nötig, um keinen weiteren Zeitverzug bei den Arbeiten zuzulassen. Um dem ganzen Vorgang Legalität zu verleihen, wartet man nun in Kaliningrad auf eine entsprechende Anordnung der russischen Föderalregierung. Bis dahin führt der neue Hauptauftragnehmer nur vorbereitende Arbeiten durch. Die Firma hat sich empfohlen durch erfolgreiche Arbeiten u.a. auf den Airports in Moskau, Kaluga, im Gebiet Iwanowsk und dem Airport Pulkowo in St. Petersburg.
 
31.12.2016 – Immer mehr Obstplantagen im Kaliningrader Gebiet
Fast um 70 Prozent hat sich die Fläche für den Obstanbau im Kaliningrader Gebiet im Verlaufe des Jahres 2016 vergrößert. Diese Statistik verbreitete der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung. Man werde auch zukünftig der Landwirtschaft erhebliche Bedeutung beimessen, denn die Entwicklung der Landwirtschaft gehört zum Programm für die Importablösungen und der Eigenversorgung des Gebietes. Der Plan für das Jahr 2016 sah die Schaffung von 100 Hektar Obstplantagen vor. Angelegt wurden allerdings 240 Hektar. Anfang 2013 begann die intensivere Entwicklung der Landwirtschaft im Kaliningrader Gebiet. Damals verfügte das Gebiet über Obstplantagen auf einer Fläche von 600 Hektar. 80 Prozent waren damals Apfelplantagen. In diesem Jahr wurde die ernste industrielle Ernte durch die Firma „Kalina“ im Kreis Tschernjachowsk eingefahren. Es handelt sich um 97 Tonnen Äpfel. Durch andere Erzeuger wurden Obst und Früchte in einer Gesamtmenge von 140 Tonnen geerntet. Der Anbau erfolgte auch in Gewächshausanlagen.
 
 
31.12.2016 – Alichanow besichtigte Baustelle Airport Chrabrowo
Am Donnerstag besuchte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow die ewige Baustelle des Kaliningrader Airports. Er nutzte seine Rückreise aus Moskau, fuhr nicht sofort in seinen Regierungssitz, sondern ließ sich vor Ort über den Stand der Bauarbeiten unterrichten. Die Besichtigung der Baustelle nahm nur wenige Minuten in Anspruch. Wie berichtet wurde, flog der Gouverneur durch alle Räume des Airports. Die jeweiligen Verantwortlichen für einzelne Bauabschnitte zeigten sich optimistisch gegenüber dem Gouverneur, wenn auch nicht jeder auskunftsbereit zu Zeiten und fristen war. Anton Alichanow äußerte knapp: „Sie haben keinerlei Chancen das Objekt nicht pünktlich fertig zu stellen. Wir haben die Forderungen der FIFA zu erfüllen und im März 2018 muss spätestens alles fertig sein“.
 
 
31.12.2016 – Ex-Gouverneur Zukanow von Putin ausgezeichnet
Manchmal versteht man die Welt nicht mehr – umso mehr die kleine Kaliningrader Welt. So informierte der Kreml darüber, dass der ehemalige Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und heutige Bevollmächtigte des Präsidenten für die Nord-West-Region Nikolai Nikolajewitsch Zukanow der Titel „Staatsrat Erster Klasse“ verliehen wurde. Diese Bezeichnung ist eine Art ziviler Dienstgrad und würde in militärischen Strukturen dem Dienstgrad Generaloberst entsprechen.
 
 
 
31.12.2016 – Airport Chrabrowo mit hochtrabenden Plänen
Der Kaliningrader Airport stellt sich die Aufgabe, im Jahre 2017 den internationalen Passagierumfang um 50 Prozent zu erhöhen. Der erstaunte und nicht vorinformierte Leser wird diese Aufgabe sicherlich als sehr anspruchsvoll bezeichnen. Aber mit der Kenntnis, dass, mit dem Weggang von AirBerlin im Januar 2016 der internationale Verkehr in Kaliningrad zum Erliegen gekommen ist, bedeutet jeder einzelne internationale Passagier bereits eine 100prozentige Steigerung. Ab Juni oder Juli soll nun die die polnische LOT wieder den Flugverkehr zwischen Warschau und Kaliningrad aufnehmen. Damit dürfte dann die Steigerungsrate von 50 Prozent ein leicht zu erreichendes Ziel sein. Aber der Airport will auch auf den innerrussischen Linien mit 5,7 Prozent zulegen. Neben der LOT, rechnet der Airport auch auf eine Zunahme der
internationalen Charterflüge.
 
 
31.12.2016 – Bei Mama ist´s am schönsten
Die Ostseeflotte hat ihre diesjährige Einberufungsperiode abgeschlossen. Mehr als 4.000 Wehrpflichtige aus der Herbsteinberufung haben bis Jahresende ihren Wehrdienst in der Ostseeflotte aufgenommen. Darüber informierte die Pressestelle der Ostseeflotte. Die Wehrpflichtigen kamen aus dem Kaliningrader Gebiet, sowie aus den Gebieten Moskau, Woronesch, Pskow, Tomsk, Brjansk, der Republik Tatarstan, Baschkortostan und Mordowien. Weiterhin erhielt die Ostseeflotte mehr als 1.000 junge Unteroffiziere, ausgebildet an den verschiedenen militärischen Fachschulen in ganz Russland. Fast alle Kaliningrader Wehrpflichtigen sind auch in Kaliningrad verblieben und leisten ihren Wehrdienst dicht am „Hotel Mama“ ab.
 
 
31.12.2016 – Gouverneur schaut optimistisch auf Tourismuszahlen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow schaut optimistisch auf die Anzahl der Touristen, die das Kaliningrader Gebiet im Jahre 2016 besucht haben. Nach seiner Einschätzung werden es bis zu 40 Prozent mehr sein, als im Jahre 2015. Der Gouverneur lässt sich aber noch eine Variationsgrenze für die Freude und beziffert den Touristenzuwachs zwischen 30 und 40 Prozent. Aber auch wenn es nur 30 Prozent sind, sind dies Zuwachsraten, die andere Länder und Regionen vor Neid erblassen lassen, insbesondere, wenn man bedenkt, dass Kaliningrad noch sehr wenig getan hat, um sich für Touristen noch interessanter zu machen. In absoluten Ziffern geht man somit von einer Touristenzahl von 1,3-1,4 Mio. Touristen aus – somit hat das Kaliningrader Gebiet mehr Touristen als Einwohner. Um sich für Touristen interessanter zu machen, hat der Gebietshaushalt 20 Mio. Rubel zur Verfügung gestellt. Der Gouverneur vertrat auch die Meinung, dass die Kaliningrader Kapazitäten ausreichen, um jährlich bis zu 2,3 Mio. Touristen zu betreuen. Es ist auch zu bemerken, dass der „Saison-Faktor“ in Kaliningrad immer weniger eine Rolle spielt und Kaliningrad somit für Besucher das ganze Jahr über interessant ist. Man arbeite gegenwärtig daran, Kaliningrad als Kongress-Zentrum weiter zu entwickeln.
 
 

30.12.2016 – Ermittlungsverfahren gegen französischen Grenzverletzer
Der vor rund einem Monat wegen illegalen Grenzübertritts verhaftete französische Staatsbürger wird nun wohl doch vor einem russischen Gericht angeklagt. Am 30. Dezember lief die vorläufige Festnahme des Franzosen per Gerichtsbeschluss aus und die russischen Untersuchungsbehörden haben mitgeteilt, dass man gegen den Franzosen ein Strafverfahren einleiten werde. Anscheinend ist der Franzose, der gegenüber den russischen Organen erklärt hatte, für sich in Russland einen neuen Lebensinhalt finden zu wollen, wohl doch nicht ganz so harmlos, wie es auf den ersten Blick erschien. Bei seiner Verhaftung am 30. November 2016 führte er keine Ausweisdokumente mit sich, dafür aber warme Bekleidung, ein Telefon und eine Geo-Karte von Russland.
 
Foto: 30jähriger Franzose ohne Ausweispapiere auf der Suche nach einem neuen Lebensinhalt
 
30.12.2016 – Hotels in Kaliningrad klassifiziert
Im Rahmen der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad im Jahre 2018, hatten sich die Hotels einer internationalen Bewertung zu unterziehen. Offiziell existieren in Kaliningrad 199 Hotels und andere Gästehäuser. Nach der Einordnung in das internationale „Sterne“-System ergibt sich, dass es in Kaliningrad 120 Hotels ohne Sternevergabe gibt, fünf Hotels erhielten einen Stern, neun Hotels erhielten zwei Sterne, 51 Hotels drei Sterne, 12 Hotels vier Sterne und zwei Hotels bekamen fünf Sterne. 35 Prozent aller Hotels befinden sich in der Stadt Kaliningrad, je 29 Prozent in Svetlogorsk und Selenogradsk. Der Rest der Hotels, also sieben Prozent befinden sich in Baltisk und in der Siedlung Lesnoje.
 
 
30.12.2016 – Immer mehr Hotelzimmer in Kaliningrad
Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 werden in Kaliningrad 600 zusätzliche Hotelzimmer den Gästen zur Verfügung stehen. Mit dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft wird Kaliningrad in die Lage versetzt, jedes Jahr 2,3 Mio. Touristen problemlos Hotel- und Pensionsangebote, je nach Geldbeutel, zu unterbreiten. Der Gouverneur hob hervor, dass alle Kaliningrader Hotels verpflichtet wurden, sich einer internationalen Klassifizierung zu unterziehen. 95 Prozent der dabei entstandenen Kosten wurden den Betreibern der Hotels aus dem Gebietshaushalt erstattet. Kaliningrad ist das einzige Gebiet in Russland, welches den Hotelbetreibern diese Kosten erstattet. In diesem Jahr erhielten 76 Firmen diese Erstattung im Gesamtumfang von 3,6 Mio. Rubel.
 
30.12.2016 – Kaliningrad auf der Suche nach altdeutschen Holzhäusern
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat die Weisung gegeben, in Svetlogorsk intensiv nach altdeutschen Häusern zu suchen, die in Holzbauweise errichtet worden sind und die einen kulturhistorischen Wert darstellen könnten. Als ein Beispiel für erhaltenswerte altdeutsche Bausubstanz ist das Gebäude des Restaurants „Korvett“ in Svetlogorsk, welches zu deutscher Zeit ein Kurhaus war. Der Regierung wurde empfohlen, dieses Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen, um es vor dem geplanten Abriss zu bewahren. Der Verantwortliche für Denkmalschutz in der Kaliningrader Gebietsregierung nahm diesen Gedanken auf und informierte, dass man auf der Suche nach weiteren Gebäuden dieser Art sei. Der Gouverneur habe angewiesen, eine komplette Bestandsaufnahme derartiger Gebäude in Svetlogorsk vorzunehmen. Für jedes Gebäude soll eine historische Auskunftsdatei geschaffen werden, damit notwendige Entscheidungen für die weitere Arbeit mit diesen Gebäuden getroffen werden können. Der Denkmalschutz hat dafür vom Gouverneur genau einen Monat Zeit bekommen.
 
 
30.12.2016 – Neuer Moskauer Investor will medizinische Salze produzieren
Im zweiten Quartal 2017 plant ein Moskauer Investor für die Produktion von medizinischen Salzen den Start seines Unternehmens im Kreis Selenogradsk. Darüber berichtet der Pressedienst der Gebietsregierung. Das Projekt ist schon länger anhängig, denn es wurde durch den Investitionsrat des Kaliningrader Gebietes bereits im November 2015 für gut befunden. Der Bau eines derartigen Werkes ist ein Schritt zur Energiesicherheit des Kaliningrader Gebietes. Wie in der Mitteilung betont wurde, bilden sich bei dem Abbau der Salze große Lagerstätten, die für die Langzeitlagerung von Gasreserven genutzt werden können. Mit der Umsetzung des Projektes entstehen 166 neue Arbeitsplätze. Für den Aufbau der Produktionsstätte erhielten die Investoren Subventionen aus dem föderalen Haushalt im Umfang von 0,5 Milliarden Rubel, welche zweckbestimmt sind für die Bezahlung von Zinsen auf einen Kredit, der für die Errichtung der Produktionsstätte aufgenommen wurde. Die in der Fabrik produzierten hochreinen medizinischen Salze dienen der Importablösung. Ziel ist, einen Produktionsumfang zu entwickeln, welcher es gestattet, dass Russland zukünftig komplett auf Importe dieser Salze verzichten kann. Die neue Produktionsstätte soll sogar Mengen für den Export produzieren – vorrangig für Osteuropa und die Baltischen Staaten.
 
 
30.12.2016 – Schlange stehen für Projekt „Herz der Stadt“
Das Projekt „Herz der Stadt“, also die Rekonstruktion des Kaliningrader Stadtzentrums unter Beachtung historischer Architektur existiert weiter, trotzdem das Büro, welches alle Arbeiten koordinieren sollte, aufgelöst wurde. Der Vizepremier der Kaliningrader Regierung Harry Goldman informierte, dass es fünf Interessenten gäbe, die sich mit diesem Projekt beschäftigen möchten, insbesondere was die Gestaltung des Zentralen Platzes in Kaliningrad (Gelände vor dem Haus der Räte) anbelangt. Goldman betonte, dass man nicht die Absicht habe, dieses Gelände unter Investoren aufzuteilen. Für ein einheitliches Bebauungskonzept darf es auch nur einen einzigen Investor geben. Jetzt gibt es fünf Investoren, es gibt Gespräche mit Banken und alles sieht wohl nicht so schlecht aus – meinte Goldman. Nach den Feiertagen im Januar wird es eine neue Präsentation geben, wie man sich die Gestaltung der Stadtmitte vorstellt.
 
Foto: Eines der Projekte für die Wiedererrichtung der Altstadt in Kaliningrad
 
 

29.12.2016 – Nun doch im Stadtzentrum – der olle Kant
Am Mittwoch hat man im Stadtzentrum, nach vielen Schmähungen, gleich neben dem EuropaCenter den „Guten Kant“ aufgestellt. Speziell hierfür wurde ein kleines steinernes Postament gebaut. Damit ist man einer Empfehlung der Kaliningrader Gebietsregierung gefolgt, die die Ansicht vertrat, das Denkmal irgendwo in der Nähe des Einkaufszentrums aufzustellen.  Im Kulturrat der Region wurde das Denkmal kritisiert.
 

Foto: Denkmal „Der gute Kant“ jetzt im Stadtzentrum von Kaliningrad
 
29.12.2016 – Großzügiger Gouverneur gibt Geld aus Gebiets- und Föderationsquellen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow stellt der Stadt Gurewsk 713 Mio. Rubel für die Schaffung von neuen Schulplätzen zur Verfügung. Das Geld wurde jetzt angewiesen und im kommenden Jahr sollen hierfür 1.500 Schulplätze, wohlverpackt in einem neuen Schulgebäude, geschaffen werden. Fünf Millionen Rubel aus dieser Summe gibt der Gebietshaushalt, der Rest kommt aus der föderalen Kasse. Die Schule selber wird durch einen privaten Investor errichtet. Der Investor rechnet bei dem Bau auf die genannten Subventionen, die allerdings erst nach Bauabschluss fließen. Diese Schule wird die erste von insgesamt 11 neuen Schulen sein, die im gesamten Kaliningrader Gebiet bis 2025 errichtet werden.
 
 
29.12.2016 – Wieder Zukanow-Vertrauter entlassen
Kaliningrader Medien berichten, unter Bezugnahme auf Quellen aus der Gebietsregierung, dass ein weiterer enger Vertrauter des ehemaligen Gouverneurs Nikolai Zukanow, einen zentralen und einflussreichen Regierungsposten verlassen muss. Es handelt sich hierbei um den Leiter der Agentur für Gebietseigentum Alexander Worobjow. Man hat ihm jetzt einen Posten als Berater der Regierung angeboten. Worobjow ist seit der Arbeitsaufnahme von Zukonow als Gouverneur im Jahre 2010 Angehöriger der Gebietsregierung. Anfänglich war er der Vertreter des Gouverneurs bei den Gerichten. Vor einem Jahr, nach der Wiederwahl von Zukanow, wurde er Leiter der Agentur für Gebietseigentum. Auf eine Nachfrage von Journalisten von Rugrad.eu bei der persönlichen Pressesprecherin des Gouverneurs erhielt man weder ein Dementi noch eine Bestätigung. „Wir kommentieren nicht“,- so die Antwort der Pressesprecherin.
 
 
29.12.2016 – Nun endlich Müllverbrennungsanlage für das Kaliningrader Gebiet?
Der Kaliningrader Gouverneur Alichanow zeigte sich optimistisch, dass bis zum Jahre 2018 das Kaliningrader Gebiet eine eigene Müllverbrennungsanlage erhalten wird. Er informierte, dass man einen Investor gefunden habe, der sich hier engagieren will. Vermutlich handelt es sich um einen schwedischen Investor, denn der Gouverneur betonte, dass man sehr gespannt auf die schwedischen Erfahrungen ist. Das Kaliningrader Gebiet plante früher, seinen Müll nach Schweden zu exportieren, wo man sogar bereit war, für diesen Müll zu bezahlen. Dann änderte sich aber die Situation in Schweden und ein Müllexport schien nicht mehr ratsam. Der Bau einer Müllverbrennungsanlage in Kaliningrad hat eine lange Geschichte. Die ersten Gespräche hierzu begannen bereits im Jahre 2005. Im Jahre 2008 sollte es nur noch eine Firma geben, die sich im Gebiet mit der Müllentsorgung beschäftigt. Allerdings kam es im Ergebnis einer Ausschreibung zu keiner Vertragsunterzeichnung.
 
29.12.2016 – Gouverneur konzentriert sich auf BMW
Nun schon zum wiederholten Male erwähnt der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow die deutsche Firma BMW an Versprechungen, die man vor 2014 gegeben und bis heute nicht eingelöst habe. BMW hatte viele Millionen Euro Investitionen und den Aufbau eines Fahrzeug-Clusters auf der Basis der Fahrzeugholding „Avtotor“ versprochen und wollte zu einem vollwertigen Produktionszyklus übergeben. Das ist bisher nicht geschehen. Im Januar sollen nun Gespräche mit BMW erfolgen, um Einfluss auf diesen Prozess zu nehmen.
 
 
 
 
 
28.12.2016 – Ostseeflotte erhält Ausrüstung für Piratenbekämpfung
Im Leningrader Gebiet werden die Produktionsarbeiten für ein Komplex-Ausbildungszentrum für die Ostseeflotte gegenwärtig abgeschlossen. Bei diesem Komplex handelt es sich um ein mobiles autonomes Objekt, an welchem die Angehörigen der Ostseeflotte den Einsatz gegen Piraten trainieren können. Montage und Demontage dieser Anlage kann in sehr kurzer Zeit erfolgen.
 
28.12.2016 – Gouverneur versprach, nachgeordnete Beamte auch weiterhin auf Trapp zu halten
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat auch weiterhin die Absicht, die Beamten der Gebietsregierung durch Sturm und Drang zu jagen und die Erfüllung der gestellten Aufgaben zu kontrollieren. Dies tat er während eines Interviews mit dem regionalen TV-Sender „Kaskad“ kund. Ein Beamter sollte immer darauf vorbereitet sein, dass man ihn im Rahmen seines Verantwortungsbereiches um Auskunft auffordert. Und wenn ich eine Frage stelle – so Alichanow – so muss mir der Verantwortliche Minister oder sein Stellvertreter sofort antworten und nicht vom Blatt ablesen. Er muss wissen, dass seine Nachgeordneten auf dieser Erde leben und muss jede Situation unter Kontrolle haben. Wir haben in Kaliningrad viele Objekte, die einer ständigen Kontrolle bedürfen. Die Situation kann schnell für einen Vorgesetzten außer Kontrolle geraten, wenn er sich nur auf dem Papier von seinen Nachgeordneten berichten lässt. „Unsere Aufgabe besteht nicht darin, schöngefärbte Berichte zu schreiben, sondern das das Leben den geforderten Standards entspricht“, - so der Gouverneur.
Der Gouverneur hat in der bisherigen kurzen Amtszeit bereits einigen Nachgeordneten entweder die Tür gewiesen oder mit ernsthaften öffentlichen Worten Kritik an der Arbeit oder Verhaltensweise geübt. Der letzte bekanntgewordene Fall war die Entlassung des Ministers für Bauwesen. Den für Sport verantwortlichen Minister kritisierte er öffentlich, weil der kein Sport treibe und noch nicht mal ein bronzenes Sportabzeichen besitze. Auch hefte Kritik an den Leitern der Kommunalkreise sind keine Seltenheit.
 
 
28.12.2016 – Bau von Stromerzeugern mit hohem Tempo in Kaliningrad
Der Bau einer Stromerzeugerstation für die Fußball-Weltmeisterschaft wurde sechs Monate vorfristig abgeschlossen. Die Stromstation befindet sich direkt auf der Insel, in unmittelbarer Nähe zum neuen Stadion. Der Gouverneur Alichanow nutzte die positive Information, um sich am Montag selber diese Stromerzeugerstation anzusehen. Der Grundstein für diese moderne Station wurde im August 2015 gelegt. Die vorfristige Fertigstellung ermöglicht es, auch mit anderen Objekten der Infrastruktur früher im Bau zu beginnen. Die Station mit einer Leistungsfähigkeitvon 110 KW ist für die Insel und das darauf stehende Stadion bestimmt. Die darüber hinaus produzierte Energie wird anderen Stadtteilen zur Verfügung gestellt. Die Kosten für diese Station belaufen sich auf eine Milliarde Rubel. Für den Bau kam das Programm der Importablösungen voll zum Einsatz und nur Ausrüstungen und Material von russischen Herstellern wurde verwendet.
 
 
28.12.2016 – Zukanow weg, Spenden weg
Am vergangenen Wochenende fand eine Wohltätigkeitsveranstaltung im Kaliningrader Gebiet statt. Veranstalter war die Wohltätigkeitsorganisation „Ufer der Hoffnung“, die sich um hilfsbedürftige Kinder aus dem Kaliningrader Gebiet kümmert. Leiterin dieses humanitären Fonds ist die Frau des ehemaligen Gouverneurs des Kaliningrader Gebiets, Nikolai Zukanow, der Mitte des Jahres durch den russischen Präsidenten als Bevollmächtigter Vertreter des Präsidenten für die Nord-West-Region eingesetzt wurde. Mit dem Weggang von Zukanow sind wohl auch die bisherigen Spender weggegangen, denn die Einnahmen der diesjährigen Veranstaltung lag 90 Prozent unter den Einnahmen des Vorjahres. Eingenommen wurden 1,5 Mio. Rubel, im Jahre 2015 waren es 14,3 Mio. Rubel und im Jahr 2014, dem Gründungsjahr des Fonds waren es 12 Mio. Rubel.  
 
 

27.12.2016 – Gouverneur ruft zur Wahrung des preußischen Erbes auf
Im Interview mit dem Regionalsender „Kaskad“ vertrat der Gouverneur Anton Alichanow die Meinung, dass man das preußische Erbe bewahren und für den Tourismus nutzen sollte. Die in der Region vorhandenen historischen Baudenkmäler sollten restauriert und zu Anziehungspunkten für Touristen gestaltet werden – so Alichanow. Dies bedeutet für die Verantwortlichen in der Region sehr viel Arbeit. Ein Teil der Arbeit wird in Kürze in Zusammenarbeit mit der russisch-orthodoxen Kirche begonnen und er hofft, dass bereits Ende 2017 erste Ergebnisse für die Öffentlichkeit sichtbar sein werden.
 
 
27.12.2016 – Mediziner erhalten Stimulierungsprämien von einer Million Rubel
Das Kaliningrader Gebiet erhält aus dem staatlichen Förderprogramm für die Entwicklung des Gesundheitswesens drei Milliarden Rubel. Diese sind zweckbestimmt für die Auszahlung von Stimulierungsprämien für Mediziner die sich bereiterklären, in ländliche Siedlungen umzusiedeln und dort medizinische Dienstleistungen anzubieten. Jeder Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen, im Alter bis zu 50 Jahren und mit Hochschulabschluss, der in den Jahren 2016 oder 2017 aus einer beliebigen Stadt in eine ländliche Siedlung übersiedelt, kann mit dem regionalen Gesundheitsministerium einen Vertrag abschließen und erhält eine Million Rubel als Einmalzahlung für die Stimulierung seiner Arbeit.
 
27.12.2016 – Neue Leiterin des Kant-Domes ernannt
Der bisherige Direktor des Kant-Domes, der bekannte Kulturschaffende Arkadi Feldmann, der erst vor rund einem Jahr in die Funktion als Direktor des Kant-Doms eingesetzt worden war, hat gebeten, ihn von dieser Funktion freizustellen. Neue Direktorin wurde Vera Tariwerdijewa. Sie wurde durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow vorgestellt. Für die Aufnahme dieser Funktion hatte sie mehrere Bedingungen gestellt. Sie ist bereit, sich zehn Tage im Monat in Kaliningrad für die Leitungstätigkeit aufzuhalten. Das ihr angebotene Gehalt soll die Gebietsregierung dem „Fond des Museums des Kant-Doms“ zur Verfügung stellen. Veta Tariwerdijewa ist Präsidentin eines Wohltätigkeitsfonds und Art-Direktor einer Kulturorganisation.
 
 
27.12.2016 – Investsumme für IT-Residenten sollen gesenkt werden
Für Personen, die im IT-Bereich in Kaliningrad arbeiten und die Vorteile der Sonderwirtschaftszone nutzen wollen, soll die „Eintrittssumme“, also die Mindest-Investitionssumme, auf eine Million Rubel gesenkt worden. Für Organisationen im medizinischen Bereich soll diese Summe auf zehn Millionen Rubel gesenkt werden. Darüber informierte der Vizepremier der Kaliningrader Regierung Alexander Schenderjuk-Schidkow während eines Treffens mit Jungunternehmern am Montag. Nach seinen Worten soll eine entsprechende Entscheidung schon gefallen und durch den stellvertretenden föderalen Regierungschef Dmitri Kosak bestätigt worden sein. Wie Alexander Schenderjuk-Schidkow informierte, will sich Kaliningrad zur führenden IT-Region in Russland entwickeln. „Mir scheint, dass wir jetzt wirklich schon über NICHTS sprechen, denn die genannte Investitionssumme muss im Verlaufe von drei Jahren investiert werden. Und somit können sich diese Investitionen auch ganz kleine Firmen leisten“, - so der Vizepremier der Regionalregierung.
 
 
27.12.2016 – Ärzte erhalten Wohnungen von der Gebietsregierung
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow vertritt die Ansicht, dass Ärzte, die nach Kaliningrad übersiedeln, sich nicht mit der mühevollen Suche nach einer Wohnung beschäftigen sollen. Sie sollen so schnell wie möglich eine vernünftige Unterkunft bekommen, damit sie sich voll ihrer eigentlichen Arbeit im medizinischen System in Kaliningrad widmen können. Deshalb wird die Gebietsregierung einen speziellen Wohnungsfond schaffen, der nur für Ärzte bestimmt ist, die sich entschließen, aus anderen Regionen nach Kaliningrad überzusiedeln und hier zu arbeiten. In erster Linie ging es aber dem Gouverneur um Kinderärzte, die in Kaliningrad nicht ausreichend vorhanden sind und um die man jetzt in anderen Regionen werben will.
 
27.12.2016 – Feiertagsregelungen in Russland
In Deutschland sind die Weihnachtsfeiertage vorbei und die freien Tage zum Jahreswechsel beschränken sich auch nur auf einen Tag, der in diesem Jahr auch noch auf einen Sonntag fällt. In Russland wird Weihnachten und Neujahr gleichzeitig gefeiert. Dann wird wenige Tage später das alte neue Jahr gefeiert, so dass sich immer sehr viele zusammenhängende Feiertage (durch Feiertagsverlagerungen) ergeben. Bis 31.12.2016 kann man in Russland noch notwendige Dinge erledigen, um nicht mit Schulden – egal welcher Art – ins neue Jahr zu rutschen. Wer dies nicht schafft, hat erst ab 9. Januar 2017 wieder eine reale Chance Probleme zu lösen. Die Tage zwischen diesen beiden genannten Daten sind arbeitsfrei – insbesondere in Ämtern, Behörden und Büroeinrichtungen.
 
 
27.12.2016 – Südkoreaner wollen in Kaliningrad investieren
Es gibt Pläne, im neuen Industriepark im Kreis Bagrationowsk ein russisch-südkoreanisches Gemeinschaftsunternehmen zu gründen. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Wie der Gouverneur weiter ausführt, wird in diesem Industriepark vorrangig ein Medizin-Cluster entwickelt, zumal ein Kaliningrader Pharmaunternehmen in diesem Kreis bereits sehr erfolgreich tätig ist. Dieses Unternehmen hat nun Gespräche mit einem südkoreanischen Unternehmen aufgenommen, welches medizinische Ausrüstungen produziert. Das Potenzial der Firma ist sehr groß und man hofft in der Gebietsregierung auf erfolgreiche Gespräche mit den Südkoreanern.
 

26.12.2016 – Bürgermeister von Jantarny immer für eine Überraschung gut
Ständige Leser unseres Portales kennen den Bürgermeister von Jantarny bereits als einen Mann, der es versteht, im Interesse seiner Ostseegemeinde für notwendige Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit zu sorgen. So sorgte er für außerordentliche Aufmerksamkeit, als ihm der neue Gouverneur von Kaliningrad Anton Alichanow vor einigen Wochen die finanziellen Unterstützungen aus dem Gebietshaushalt für 2017 kürzte. Da man kein Geld mehr mehr aus dem Gebietshaushalt bekomme – so Alexej Saliwatzki, müsse man sich Geld anderweitig beschaffen und er informierte, dass er das Gebäude der Stadtverwaltung an den Meistbietenden verkaufen werde. Die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kaliningrader war ihm sicher und wochenlang war er und seine Stadt Gesprächsmittelpunkt. Nun informierte er – wiederum über die Sozialmedien – dass er das Gebäude verkauft habe. Der Meistbietende hat ihm 200.000 Rubel geboten und für diese Summe habe man ihm das Gebäude auf einem silbernen Tablett serviert. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um das steinerne Gebäude im Stadtzentrum von Jantarny, sondern um eine Marzipantorte, die das Gebäude darstellt. Das eingenommene Geld wird allerdings auch nicht der Stadtkasse zufließen, sondern dem Hilfsfond „Ufer der Hoffnung“, welcher sich um Kinder in Not kümmert. Die Auktion fand am Samstag im ersten geöffneten Gebäude des Spielcasinos statt. Noch ist die Spielcasino-Zone nicht eröffnet, aber für diesen Anlass machte man eine Ausnahme.
 
Foto: Gebäude der Stadtverwaltung Jantarny als Marzipantorte
 
26.12.2016 – Verkehrspolizisten wegen Bestechlichkeit verurteilt
Zwei Verkehrspolizisten aus dem Kreis Gurewsk wurden wegen Bestechlichkeit verurteilt. Gemeinsam hatten Sie während einer Verkehrskontrolle von einem PKW-Fahrer die Summe von 30.000 Rubel gefordert und im Gegenzug versprochen, keine Anzeige zu erstatten. Über einen befreundeten Verkehrspolizisten übergab der „Betroffene“ im ersten Schritt 20.000 Rubel an einen der beiden Verkehrspolizisten. Kaum war diese Summe übergeben, griffen Beamte des FSB zu und verhafteten den Verkehrspolizisten. Die Polizisten müssen nun mit einer Freiheitsstrafe zwischen sieben bis zwölf Jahren rechnen. Zusätzlich haben sie eine Strafe in Höhe des 60fachen der empfangenen Bestechungssumme zu zahlen. Zusätzlich kann ein Berufsverbot ausgesprochen werden.  
 
 
26.12.2016 – Gouverneur zweifelt an einer erfolgreichen Energieblockade
Eine Blockierung der Energieversorgung für das Kaliningrader Gebiet ist unmöglich – meint der Gouverneur Anton Alichanow. Das existierende Energiesystem ist eng mit dem russischen Mutterland verknüpft und verläuft durch Weißrussland, Estland, Lettland und Litauen. Ungeachtet dessen, dass man gegenwärtig einen sogenannten Baltischen Energieversorgungsring schafft, ist eine Energieblockade Kaliningrads ausgeschlossen. Allerdings gibt es in Kaliningrad gegenwärtig nur einen großen Energieversorger. Das TEZ-2 erzeugt 98 Prozent des Strombedarfes für das Gebiet. Gegenwärtig wird in Kaliningrad mehr Strom produziert, als das Gebiet eigentlich benötigt. Allerdings gibt es keine Sicherungssysteme in Kaliningrad, welche die ununterbrochene Versorgung aller Abonnenten gewährleistet. Deshalb gibt es föderale Bauprogramme für neue Stromerzeugerstationen und für die Rekonstruktion alter Stationen. Hierfür stehen 100 Mrd. Rubel zur Verfügung. Gegenwärtig erfolgt die Neuorganisation von Kurskaja Kosa. Dieser Kaliningrader Bereich wurde bisher aus Litauen mit Strom versorgt. Zukünftig erhält dieser Kreis Strom aus eigenen Quellen. Während der Jahrespressekonferenz am vergangenen Freitag, hatte der russische Präsident auch den Einsatz von mobilen Atomkraftwerken im Kaliningrader Gebiet nicht ausgeschlossen.
 
 
26.12.2016 – Putin sieht viele Probleme in Kaliningrad
Putin sieht in der Kaliningrader Infrastruktur viele Probleme. Das erklärte er während der Jahrespressekonferenz in der vergangenen Woche. Insbesondere betrifft dies das Straßen- und Wegenetz. „Wir müssen, das ist unstrittig, alle Möglichkeiten für Kaliningrad nutzen, denn diese Region liegt dicht an der Grenze zu unseren europäischen Partnern. Dabei soll Kaliningrad keine Sonderrolle spielen und aus dem allgemeinen wirtschaftlichen Kontext Russlands herausragen. Alle Systeme der Stimulierung der Wirtschaft, insbesondere aus dem föderalen Haushalt, müssen nur synchronisiert werden, um maximal möglichen Effekt zu bringen. Kaliningrad muss sich ganz natürlich entwickeln und es darf zu keiner Störung des Verhältnisses der Industrieproduktion und der Lösung von Sozialproblemen kommen“, - so Putin auf eine entsprechende Frage von Kaliningrader Journalisten.
 

 
 
 
25.12.2016 – Kaliningrad soll russisches Transplantationszentrum werden
Moskauer Ärzte haben vorgeschlagen, im Kaliningrader Gebiet ein Transplantationszentrum zu gründen. Verkünder dieser außerordentlich interessanten Neuigkeit war der Chef-Neurochirurg des russischen Gesundheitsministerium Wladimir Krylow. Er nutzte hierzu ein Treffen mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow am vergangenen Freitag. Unter Beachtung der geographischen Gegebenheiten und der Kompaktheit des Kaliningrader Gebietes, bietet sich die Region förmlich an, hier ein gutes Modell für hochqualitative medizinische Hilfe auf regionaler Ebene zu schaffen – so Krylow. Der Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums stellte aber auch fest, dass es in Kaliningrad nicht ausreichend genug qualifiziertes medizinisches Personal gibt. Andererseits gibt es aber eine gute technische Ausstattung in den medizinischen Einrichtungen der Region.
 
25.12.2016 – Wieder Termindiskussion zur Rekonstruktion des Airports
Der Hauptgesellschafter des Kaliningrader Airports „Chrabrowo“, die Firma „Nowaport“ informierte, dass man mit voller Leistungskraft an der weiteren Rekonstruktion des Kaliningrader Airports arbeite. Diese Information verkündete auch Alexander Rolbynow, Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung während einer operativen Besprechung. Die neue Arbeitsgrafik zeigt, dass alle Arbeiten zur Rekonstruktion des Airports im März 2018 abgeschlossen sein werden. Die Arbeiten sind in Etappen unterteilt. Die erste Etappe der Rekonstruktion wurde bereits abgeschlossen und gegenwärtig werden die Rolltreppen und Fahrstühle, sowie die Belüftung installiert. Unklar bleibt weiterhin, wann der Kaliningrader Airport komplett fertiggestellt sein wird. Hierzu äußerten sich keine offiziellen Vertreter.
 
 
25.12.2016 – Gouverneur mit Kritik an die Stadtverwaltung von Baltisk – der Wind weht scharf
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kritisierte in scharfen Worten die Verwaltung der Stadt Baltisk. „Sie fühlen sich da wie ein Zar und spucken auf die Bevölkerung“. Diese scharfen Äußerungen tätigte der Gouverneur während einer Regierungssitzung am vergangenen Freitag. Anlass waren anscheinend Darlegungen des Vizegouverneurs Maxim Fedosejew, der darüber informierte, dass die Verantwortlichen die Unterzeichnung von Vereinbarungen mit einem Investor hinauszögern, der für die Stadt ein Gasheizwerk errichtet, welches außerordentlich wichtig für die Gasifizierung des gesamten Kreises ist und welche eigentlich schon im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll. Die Vereinbarung mit dem Investor wurde ein ganzes Jahr lang vorbereitet und im allerletzten Moment haben die Verantwortlichen von Baltisk diesen Vertrag platzen lassen. Verantwortliche vor Ort schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
 
 
25.12.2016 – City-Manager von Svetlogorsk braucht ärztliche Hilfe – vermutet der Gouverneur
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow stellte am Freitag fest, dass der City-Manager von Svetlogorsk Alexander Kowalski nicht zur Besprechung in der Gebietsregierung erschienen ist. Das der City-Manager fehlt bemerkte der Gouverneur, als das Thema der Pachtschulden von Grundstücken in den Kommunen besprochen werden sollte. Die Chefin des Ministeriums für Kontrolle Jelena Seraja informierte, dass die Verantwortlichen der Stadt einer Firma ein sehr großes Grundstück zur Verfügung gestellt haben und diese Firma ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Kommune nicht nachkommt. Die Kommune hat versucht den Vertrag zu kündigen, aber … Und als der Gouverneur eine Antwort vom City-Manager erhalten wollte, stellte er fest, dass dieser unentschuldigt fehlt. „Kowalski sollte regelmäßiger zur Arbeit erscheinen … vielleicht sollten wir ihm vorsichtshalber einen Arzt schicken“, - so der Gouverneur Anton Alichanow. Der Vizegouverneur Harry Goldmann, bis vor kurzem selbst noch City-Manager von Svetlogorsk, schlug vor, eine Revisionsgruppe in die Stadt zu entsenden. Der Gouverneur traf eine kurze Entscheidung: Bis Februar sind die Schulden einzutreiben oder der Pachtvertrag zu kündigen und das Grundstück einzuziehen.
 
 
25.12.2016 – Premier Medwedjew gefällt das Kaliningrader elektronische Visum
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow war in der vergangenen Woche zu einem Arbeitsbesuch beim russischen Premierminister Dmitri Medwedjew. Hauptthema war das überarbeitete Gesetz „Über die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad“. Der Gouverneur nahm mit Befriedigung zur Kenntnis, dass auch der russische Premierminister die Idee eines elektronischen Visums begrüßt und er dies als „gutes Instrument“ bezeichnet habe. Das Beste allerdings ist, dass auch die russischen Rechtspflege- und Sicherheitsorgane nichts gegen eine derartige Vorgehensweise haben können, denn alle notwendigen Angaben erhalten sie trotzdem – ergänzte Alichanow.
Alichanow verglich die erste Abstimmung des neuen Gesetzes mit den föderalen Organen wie mit dem Auffinden eines Blindgängers – vorsichtiges Herantreten und feststellen, wie gefährlich der Blindgänger ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es gegenwärtig 40 Bemerkungen zu diesem Gesetz gibt … allerdings, so Alichanow, sind einige Fragen auch einfach nur zur Ablenkung vom eigentlichen Thema initiiert worden. Wann dieses Gesetz zur endgültigen Abstimmung gelangt, wollte der Gouverneur nicht prognosieren. Er war schon einmal so unvorsichtig ein Datum zu nennen. Ein zweites Mal wird er diesen Fehler nicht machen – schloss der Gouverneur seine Information zu dem Thema.
 

 

 

Wir bedanken uns für die vielen Weihnachtswünsche, die unsere kleine Redaktion auf den verschiedensten Wegen erreicht haben und wünschen allen unseren Lesern und Sympathisanten ebenfalls ein friedliches Weihnachten. Bleiben Sie uns auch über die Feiertage treu, denn wir kennen keinen Feiertag und informieren Sie pausenlos über die wichtigen und weniger wichtigen Ereignisse im großen und kleinen Russland.

 

24.12.2016 – Putin zu möglichen mobilen Atomkraftwerken in Kaliningrad
Putin hat die Möglichkeit des Einsatzes von mobilen Atomkraftwerken in Kaliningrad zur Gewährleistung der Energiesicherheit nicht ausgeschlossen. Dies erklärte er auf eine entsprechende Frage während der großen Jahrespressekonferenz am Freitag. In der Europäischen Union wurde der Beschluss gefasst, dass die Baltischen Länder aus dem bisherigen Energieverbund mit Russland und Weißrussland auszusteigen haben. Dadurch gerät Kaliningrad in die Energieisolation. Der Präsident äußerte sein Unverständnis, warum dies passiert, denn mit dem jetzigen System ist die störungsfreie Energieversorgung der Baltischen Staaten garantiert. Für Russland bedeutet dies die Liquidierung des Energieverbundes und zusätzliche Kosten, um darauf zu reagieren und die Lebensfähigkeit Kaliningrads zu gewährleisten. Als Ausweg aus dieser Situation bezeichnete Putin die verstärkte Lieferung von Gas nach Kaliningrad und den Bau von unabhängigen Energiestationen. „Ich will auch nicht ausschließen, dass Kaliningrad kleine mobile Atomkraftwerke erhält, die durch uns in Russland produziert werden“, - so Putin auf die Frage von Nikolai Dolgatschow, Generaldirektor des staatlichen Nachrichtensenders WESTI in Kaliningrad.
 
 
24.12.2016 – Gouverneur spricht Machtworte zum Regionalverkehr
Seit Tagen gibt es Diskussionen zum Nahverkehr in der Stadt Kaliningrad sowie zum Regionalverkehr. So hatte die Kaliningrader Stadtverwaltung beschlossen, den einst so vielgepriesenen Schienenbus innerhalb der Stadt Kaliningrad einzustellen, da er zu teuer ist. Der Bürgermeister Jaroschuk hatte informiert, dass eine einfache Fahrt mit dem Schienenbus 145 Rubel an Kosten verursache. Da keine Subventionsgelder zur Verfügung stünden, werde die Verbindung eingestellt. Dagegen hat sich der Kaliningrader Gouverneur ausgesprochen und erklärt, dass dieser Schienenbus für die Bevölkerung unverzichtbar ist. Deshalb löst er diesen Schienenbus aus der finanziellen Verantwortung der Stadt und finanziert den Schienenbus zukünftig aus dem Gebietshaushalt. Der Gouverneur erklärte kurz und bündig, dass man sich von niemandem erpressen lasse und wies an, nach der Übernahme sofort Gespräche mit der Kaliningrader Bahn aufzunehmen, um alle Fragen der Subventionierung vernünftig zu klären. Weiterhin wies er an zu prüfen, ob ein weiterer Schienenbus in den Kaliningrader Vorort Gurewsk eingesetzt werden müsste. Die Kosten hierfür sind nicht so groß, aber der Bevölkerung würde diese zusätzliche Verbindung helfen. Gegenwärtig beginnen auch Arbeiten an einer 4,1 Kilometer langen Fernverkehrsstraße zur Ringautobahn. Die Zubringerstraße wird sechsspurig ausgebaut und hilft auch die Verkehrssituation zu entspannen – so der Gouverneur. Weiterhin wies der Gouverneur den Leiter des Dienstes für Tarife an, die Kosten für Tickets im Regionalverkehr nicht in dem Maße zu erhöhen, wie es die Verantwortlichen geplant hatten. Die Tarife sind neu zu kalkulieren, eine Anhebung um 15 Prozent komme für ihn nicht in Frage – so der Gouverneur. Er forderte im Rahmen einer Kontrollkalkulation die geplante Tarifanhebung mindestens um die Hälfte zu senken und ihm zur Bestätigung vorzulegen.
 
 
24.12.2016 – Riesige Steuerschulden der Bevölkerung bei der Kfz.-Steuer
Mit Stichtag 1. Dezember hatten die Kaliningrader im Bereich der Kfz.-Steuer gegenüber dem Staat Schulden in Höhe von 597 Mio. Rubel. Darüber informierte der Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung Eduard Batanow am Freitag. Mehr als 90 Prozent dieser Schulden entfallen auf Privatpersonen. Um dieser Schuldentendenz entgegenzuwirken, hat die Gebietsregierung beschlossen, die Kommunen an der Eintreibung dieser Schulden finanziell zu interessieren. Wenn in den kommenden 11 Monaten 30 Prozent dieser Schulden eingetrieben werden, werden die Kommunen 20 Prozent dieser Summe als Dotation erhalten.
 
 
24.12.2016 – Kaliningrad baut 2017 vier neue Schulen
Der Kaliningrader Bürgermeister informiert, dass im kommenden Jahr mit dem Bau von vier neuen Schulen begonnen wird. Kaliningrad fügt sich damit in das Schul-Neubauprogramm ein, welches durch einen föderalen Regierungserlass gegenwärtig russlandweit anläuft. Der Schulneubau in Kaliningrad erfolgt auf der Grundlage der föderalen Förderprogramme mit weiterer finanzieller Unterstützung aus dem Gebietshaushalt. Die erste Schule in der ul. Rasswetnaja (Sonnenaufgang) wird 1.700 Schülern Platz bieten. Die zweite Schule im Osten der Stadt bietet auch 1.700 Schülern Platz. In der Kastanienallee wird eine vorhandene Schule um ein Gebäude mit 600 Plätzen erweitert. Die vierte Schule entsteht in der Artilleriestraße mit 1.100 Plätzen. Bis März 2017 werden alle notwendigen Dokumentationen vorliegen und der Bau kann beginnen.
 
 
24.12.2016 – Betrug im militärischen Bereich aufgedeckt
Ein Mitarbeiter einer Serviceeinrichtung die für die Wärmeversorgung von militärischen Einheiten in Kaliningrad zuständig ist, wurde wegen Betrugs angeklagt und verurteilt. Durch die militärischen Untersuchungsorgane wurde aufgedeckt, dass der Mann seine Dienststellung ausgenutzt habe, um sich Gelder von entlassenen Mitarbeitern anzueignen. Er schlug einem Mitarbeiter der gekündigt hatte vor, offiziell nicht zu kündigen. Er solle ihm seine Gehaltskarte aushändigen, auf die weiterhin das monatliche Salär überwiesen werden sollte. Dieses Geld wollte der Leiter der Serviceeinrichtung im Interesse der von ihm geleiteten Einrichtung verwenden. Auf diese Art und Weise eignete sich der Leiter der Serviceeinrichtung seit 2013 rund 400.000 Rubel an. Der ehemalige Leiter war geständig und zahlte die Summe bereits wieder zurück. Das Gericht verurteilte ihn zu einer weiteren Strafe von 100.000 Rubel.
 
 
Foto: Ostseestadt Selenogradsk hübscht sich mit Kleinigkeiten weiter auf
 
24.12.2016 – Wieder Schmuggler verhaftet
Litauische Zöllner haben einen Kaliningrader Fahrer am Grenzübergang Schernyschewskoje verhaftet. Der Mann hatte versucht eine große Ladung Fleisch von zweifelhafter Herkunft und Qualität nach Litauen zu verbringen. Gegenüber den litauischen Zöllnern hatte er erklärt, dass sein Fahrzeug leer sei und er nichts transportiere. Um seiner Information Glaubwürdigkeit zu verleihen, legte er 200 Euro in seinen Reisepass, den er den Zöllnern vorzulegen hatte. Die Zöllner zeigten sich irritiert und fragten, was das für Geld sei. Der Mann bekannte daraufhin, dass sein Fahrzeug voll mit Fleisch sei, er dafür keine Dokumente habe und er die Zöllner bitte die Augen zuzumachen. Die litauischen Zöllner machten aber weder die Hand auf noch die Augen zu, sondern verhafteten den Kaliningrader. Die herbeigerufenen Kriminalbeamten nahmen bei der Gelegenheit gleich noch einen zweiten Mann fest, der in diesem Zusammenhang auch unter Verdacht geriet.
 
 
24.12.2016 – Zukanow-Kumpel entmachtet
Wie bereits informiert, wurde während der Sitzung der Regionalvertretung der Partei „Einiges Russland“, der bisherige Leiter der Regionalvertretung Andrej Kolesnik, ein enger Vertrauter und Weggefährte des ehemaligen Gouverneurs Nikolai Zukanow von seiner Funktion entbunden. Als neuer Leiter wurde der Vorsitzende des Stadtrats Andrej Kropotkin ernannt. Für diese Personalveränderung stimmten 115 der 124 Anwesenden. Damit setzt sich auch in diesem gesellschaftlichen Bereich der Erneuerungskurs im Kaliningrader Gebiet fort.
 
 
 

23.12.2016 – Kaliningrader Gouverneur bei Premierminister Dmitri Medwedjew
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich am 22. Dezember in Moskau mit dem russischen Premierminister Dmitri Medwedjew getroffen. Während des Arbeitstreffens wurde die Frage des neuen Visaregimes für das Kaliningrader Gebiet besprochen. Weiteres Gesprächsthema war das vereinfachte Steuersystem für das Gebiet, welches der Kaliningrader Wirtschaft neue Impulse für seine wirtschaftliche Entwicklung geben soll. Weiterhin besprachen beide die föderalen Förderprogramme für das Kaliningrader Gebiet für den Zeitraum bis 2020. Hierzu gehörten auch Fragen der Finanzierung von Objekten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Medwedjew nutzte die Gelegenheit und gab einige Anweisungen, die den illegalen Abbau von Bernstein in der Region bekämpfen soll. Der Gouverneur Anton Alichanow informierte den russischen Premierminister über die Vorbereitung eines Forums, welches im Jahre 2017 in Kaliningrad stattfinden wird und welches aktuelle Fragen der Staatsführung zum Thema hat.
 
Foto: Treffen des russischen Premierministers Medwedjew mit Kaliningrader Gouverneur Alichanow
 
23.12.2016 – Konzept des Technoparks „Tschernjachowsk“ erarbeitet
Die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ ist mit der Erarbeitung der Konzeption für den Technopark „Tschernjachowsk“ fertig und hat diese nun bei der Kaliningrader Gebietsregierung zur weiteren Beurteilung eingereicht. Bei dem Technopark handelt es sich um ein infrastrukturell komplett vorbereitetes Gelände für potenzielle Investoren. Diesen werden Flächen zur industriellen Nutzung, Produktion oder für Dienstleistungen „schlüsselfertig“ angeboten. Der Investor errichtet dann seine eigenen Bauten auf dem Gelände und wird, nach Produktionsaufnahme, durch eine Verwaltungsfirma des Industrieparks betreut. Für den Park in Tschernjachowsk besteht besondere Dringlichkeit, da sich hier bereits eine international bekannte französische Firma zur Produktion von Geschirr eingebracht hat.
 
 
23.12.2016 – Stadionbau hat nächsten Abschnitt genommen
Der Bau des Stadions zur Fußball-Weltmeisterschaft läuft planmäßig. Gemeldet wird, dass das letzte Eckteil der schwierigen Dachkonstruktion montiert wurde. Jetzt beginnen die weiteren Arbeiten zur Montage der Außenkonsolen. Die Nutzungsüberführung des Stadions hat bis Ende 2017 zu erfolgen. Wenn Sie sich für den Fortschritt der Bauarbeiten in Echtzeit interessieren – klicken Sie auf die Grafik.
 
 
23.12.2016 – Kaliningrad soll seine Bäume wieder erhalten
Architekten aus Jekaterinburg haben vorgeschlagen, wieder mehr Bäume in der Stadt Kaliningrad anzupflanzen und haben hierfür ein Konzept zur Gestaltung des Prospektes Mira, einer der großen Kaliningrader Straßen, vorgestellt. Neben der Wiederanpflanzung von Lindenbäumen, wollen die Architekten auch die Straße an sich schmaler gestalten. Es soll nur noch eine Fahrbahn je Richtung geben. Der dadurch gewonnene Platz soll für den Bau von Fahrradwegen und einer Verbreiterung der Promenadenwege genutzt werden. Die Architekten bezogen sich auf alte historische Aufnahmen, wo sich diese Paradestraße mit einer großen Anzahl von Linden zeigt. Nach dem Krieg wurde die Straße verbreitert und die Bäume fielen diesen Arbeiten zum Opfer. Jetzt zeigt die Straße eine gewisse Leere und ist gesichtslos – so die Meinung der Spezialisten
 
Foto: Moskauer Prospekt – Hauptverkehrsader in Kaliningrad
 
23.12.2016 – Erste Qualitätsbescheinigungen für Kaliningrader Produzenten
In Kaliningrad wurden die ersten Auszeichnungen für Qualitätserzeugnisse vergeben. Zu den Firmen, denen eine hohe Qualität ihrer Erzeugnisse bescheinigt wird, gehört die Holding „Sodruschestwo“, die ihren Sitz in Svetly, einem Vorort von Kaliningrad hat. Der Preis ist mit einer Regierungsprämie verbunden. Die Holding „Sodruschestwo“ ist eine der größten russischen Exporteure von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und führender Lieferant von Zutaten für Tierfutter in Russland. Die Auszeichnung ist die höchste staatliche Auszeichnung für Qualitätserzeugnisse. Bisher haben dieses Qualitätszeichen nur 11 russische Firmen bzw. sozial orientierte Organisationen erhalten. Der Preis wird im Rahmen eines Wettbewerbs verliehen. Dafür zuständig ist ein Rat der russischen Föderalregierung. Geleitet wird dieser Rat durch den Minister für Industrie und Handel. Zum Bestand des Rates gehören Vertreter der Regierung, der Duma, professionelle föderale Organe, Organe der Qualitätskontrolle, industrielle und gesellschaftliche Organisationen.
 
 
23.12.2016 – Abgeordnete verteilen nicht nur Geld aus dem Haushalt
Üblich ist, dass Abgeordnete der verschiedensten Volksvertretungen für diverse Maßnahmen finanzielle Mittel aus dem jeweiligen Haushalt zur Verfügung stellen. In Kaliningrad ist das in der Regel auch so. Allerdings haben sich jetzt die Abgeordneten des Kaliningrader Stadtrates entschlossen, kein Geld, sondern altdeutsche Pflastersteine mit einem Gesamtgewicht von 400 Tonnen dem Bernsteinmuseum zu übereignen. Das kommt fast einem Goldgeschenk gleich, denn der Wert dieser altdeutschen Pflastersteine wird – unter Freunden – mit 216.000 Rubel angegeben. Die Stadtverwaltung erfüllt damit eine Bitte des Kulturministeriums der Gebietsregierung. Die Steine sollen für den neuen Standort des Bernstein-Marktes am Bernsteinmuseum verwendet werden. Gegenwärtig befindet sich dieser Markt in einem wenig ansehnlichen Zustand gleich neben dem Bernsteinmuseum am Oberteich.
 
Foto: Alter Markt für Bernsteinandenken neben dem Bernsteinmuseum
 
23.12.2016 – Anzahl der offenen Arbeitsstellen wächst
Der Gouverneur Anton Alichanow informierte nach einem Treffen mit der Ministerin für Arbeit und Soziales, dass das Angebot an freien Arbeitsplätzen sich im Gebiet Kaliningrad seit Anfang des Jahres verdoppelt hat. Gegenwärtig sind 11.000 Stellen nicht besetzt. Der Gouverneur informierte weiter, dass man in erster Linie daran interessiert ist, im Kaliningrader Gebiet hochqualifizierte neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wichtig ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit Investoren. Der größte Teil der angebotenen Arbeitsplätze kommt aus der verarbeitenden Industrie (20 %), gefolgt von Angeboten aus dem Staatsapparat und der militärischen Sicherheit sowie den Sozialversicherungen (13 %). Die Gruppe Transport und Kommunikation bietet 10 % aller offenen Stellen, ebenso das Bauwesen und das Gesundheitswesen sowie der Groß- und Einzelhandel.
 

22.12.2016 – Stellvertreter Bürgermeister der Stadt Pionersk verhaftet
Quellen aus den Rechtspflegeorganen informieren, dass der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Pionersk verhaftet wurde. Er wird der Bestechlichkeit beschuldigt. Die Verhaftung erfolgte am Dienstagabend. Der Bürgermeister von Pionersk wollte die Information offiziell nicht bestätigen, informierte aber, dass sein Stellvertreter nicht zur Arbeit erschienen sei.
 
 
22.12.2016 – Neues „Kaliningrad-Gesetz“ kommt mit Verspätung
Das neue Gesetz über die „Sonderwirtschaftszone Kaliningrad“ wird nach Ansicht des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow wohl nicht wie bisher erwartet im April durch die Staatsduma verabschiedet. Der Gouverneur weigerte sich ein neues Datum zu nennen. „Ich werde auf Ihre Frage nicht antworten. Ich war schon einmal so unvorsichtig und habe ein Datum genannt. Nochmal werde ich dies nicht tun. Ich habe die Fristen genannt, Sie erinnern sich sicherlich. Aber ich habe große Zweifel, dass diese eingehalten werden“, - so Alichanow im Rahmen eines Treffens im „Baltischen Geschäftsclub“. Gleichzeitig kritisierte der Gouverneur die anwesenden Geschäftsleute, die zur Durchsetzung des neuen Gesetzes zu wenig Aktivität gezeigt hätten. Das neue Gesetz regelt u.a. auch eine scharfe Vereinfachung der Visabestimmungen für das Kaliningrader Gebiet. Es wird dann ausreichend sein, spätestens drei Tage vor der geplanten Einreise eine Anfrage per Internet an das russische Außenministerium zu stellen. Dieses teilt kurzfristig mit, ob Einreisebeschränkungen bestehen oder nicht. Der Aufenthalt mit dieser Einreisegenehmigung beträgt dann 7 Tage ohne Registrierungs- und Einladungsformalitäten.
 
 
22.12.2016 – Ex-Gouverneur Zukanow schart alte Bekannte um sich
Der ehemalige Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Zukanow, der durch den russischen Präsidenten im Juli zum Bevollmächtigen des Präsidenten für die Nord-West-Region ernannt wurde, schart alte und bewährte Kämpferinnen und Kämpfer in seiner neuen St. Petersburger Residenz um sich. So holt er jetzt Anastasia Kusnezowa, ehemalige Wirtschaftsministerin in seiner Regierung und zufällig auch die Freundin seiner Gattin zu sich als Stellvertreterin nach St. Petersburg. Die offizielle Ernennung der Freundin und der Ex-Wirtschaftsministerin ist der Internetseite des Beauftragten des Präsidenten in St. Petersburg zu entnehmen.
 
 
22.12.2016 – Interessante Veränderungen in Partei „Einiges Russland“
Inoffiziell sickerte durch, dass der bisherige Leiter der Parteiorganisation „Einiges Russland“ für das Kaliningrader Gebiet Andrej Kolesnik seinen Posten verlieren wird. Er soll durch den Vorsitzenden des Stadtrates der Stadt Kaliningrad Andrej Kropotkin ersetzt werden, der diesen Posten allerdings nur mit „süßsaurer Mine“ übernehmen wird. Eingeweihte informieren, dass es sich hierbei um eine Interimslösung handelt und man auf die Schnelle keinen anderen Kandidaten finden konnte. Am Donnerstag sollen dann mögliche Personalveränderungen offiziell werden. Gouverneur und Bürgermeister haben sich auf Kropotkin als Kompromissvariante geeinigt, denn in erster Linie steht die Aufgabe, Personal, welches eng mit dem ehemaligen Gouverneur Nikolai Zukanow verbandelt war und ist, von den besetzten Funktionen zu entfernen.
 
 
22.12.2016 – Neue Busse für die Stadt werden teures Vergnügen für die Passagiere
Die Stadtverwaltung ist in die aktive Diskussionsphase um eine Anpassung der Kosten für die Fahrscheine im öffentlichen Personennahverkehr eingetreten. An sich war schon lange klar, dass die neuen Busse und alle angestrebten Veränderungen im Nahverkehr der Stadt auch eine Kostenanhebung für die Dienstleistungen nach sich ziehen wird. Nun werden die Diskussionen konkreter und öffentlicher – anscheinend will man wohl durch die öffentliche und laute Diskussion die Schmerzgrenze bei der Bevölkerung testen. Gegenwärtig kostet ein Fahrschein quer durch die Stadt und ohne Umsteigeberechtigung 18 Rubel. Um kostendeckend zu arbeiten sind jedoch 26 Rubel erforderlich. Der stadteigene Nahverkehr „GorTrans“ hat mit den neuen Bussen nun zwei Monate gearbeitet und es liegen ausreichend Erfahrungen vor, welche Selbstkosten verursacht werden. Daraus entstand die Summe 26 Rubel für den Begriff „Kostendeckend“. Die letzte Preiserhöhung gab es zum 1. Januar 2015. Früheren Äußerungen des Bürgermeisters war zu entnehmen, dass er sich einen Preis von 20-21 Rubel vorstellen könnte. Preisanpassungen erfolgen in Kaliningrad bisher immer im Abstand von zwei Jahren. Bis 2018 sollen dann in Kaliningrad elektronische Tickets eingeführt werden.
 
 
22.12.2016 – Kaliningrader Gouverneur trifft föderalen Vizepremier
Am Dienstag hat sich der Kaliningrader Gouverneur mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden der Föderalregierung Dmitri Kosak, der sich zu einem Arbeitsbesuch in Kaliningrad aufhielt, in der Dmitri Donskowo getroffen. Darüber berichtete der Pressedienst der Regierung. Besprochen wurden Fragen der sozialpolitischen Entwicklung des Gebietes und Details der neuen überarbeiteten gesetzlichen Regelungen zur Sonderwirtschaftszone Kaliningrad, die am 1. April in Kraft treten sollen. Ein weiteres Thema betraf die Energiesicherheit. Der Vizepremier der russischen Regierung hat weiterhin eine Versammlung zu Fragen der Erfüllung föderaler Förderprogramme und der Schaffung eines vorteilhaften Investitionsklimas im Kaliningrader Gebiet durchgeführt.
 
Foto: Gouverneur Anton Alichanow im Gespräch mit dem russischen Vizepremier Dmitri Kosak
 

21.12.2016 – Kaliningrad keine Steuerfrei-Zone?
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat wenig Hoffnung, dass man sich in Moskau dazu durchringt, für die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad die Mehrwertsteuer abzuschaffen. Natürlich habe man diesen Vorschlag im Rahmen der Überarbeitung des Gesetzes über die Sonderwirtschaftszone mit aufgenommen. Hoffnung auf Realisierung dieses Vorschlages habe er aber keine sehr große – so Anton Andrejewitsch. Eine Abschaffung der Mehrwertsteuer für Kaliningrad wäre ein Präzedenzfall innerhalb der Russischen Föderation und würde der einheitlichen Wirtschaftsstruktur des Landes widersprechen. Eine andere Frage ist, dass man das System der Erstattung der Mehrwertsteuer für die Residenten der Sonderwirtschaftszone vereinfachen sollte. Hier gibt es schon Beispiele, z.B. für „Gasprom“ und andere große Gas- und Ölexporteure, die sich Kaliningrad zunutze machen kann.
 
 
21.12.2016 – Rekonstruktion der Holzbrücke beginnt Mitte 2017
Die Rekonstruktion der altdeutschen „Holzbrücke“ beginnt nicht früher als im Juli 2017. Voraussetzung ist, dass zuvor die Rekonstruktion der „Hohe Brücke“ abgeschlossen ist, damit es nicht zu einem Verkehrskollaps kommt. Diese Information wurde vom Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk im Rahmen einer operativen Dienstbesprechung in der Stadtverwaltung bekanntgegeben. Die Instandsetzung der „Hohe Brücke“ verzögert sich um zwei Monate und dadurch kann die „Holzbrücke“ auch erst mit zwei Monaten Verspätung rekonstruiert werden, was sich aber, nach den Worten des Bürgermeisters, nicht negativ auf die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 auswirken wird. Weiterhin beruhigte der Bürgermeister damit, dass die ehemals vorhandenen Pläne für eine Verbreiterung der „Holzbrücke“ nicht umgesetzt werden. Es soll der historische Stil bewahrt bleiben, denn es handelt sich bei der Brücke um ein Baudenkmal. Die Brücke hat eine Länge von 71,5 m und eine Breite von 5,5 m und wurde im Jahre 1404 gebaut, um Altstadt und Lomse miteinander zu verbinden. Die jetzige Form erhielt die Brücke im Jahre 1904 nach einer Rekonstruktion. Im Jahre 2015 wurde die Brücke als baufällig anerkannt.  
 
 
21.12.2016 – Schiefes Haus auf Moskauer Prospekt wird abgerissen
Das sich senkende Hochhaus auf dem Moskauer Prospekt wird abgerissen. Eine andere Möglichkeit sieht der Bürgermeister Jaroschuk nicht. Als Gründe für die Schieflage des Hauses wurden Planungsfehler beim Bau erkannt. Die Bewohner, die sich gegenwärtig in Notquartieren aufhalten, erhalten nun im Jahre 2017 neue Wohnungen. Weiterhin wurde beschlossen, alle anderen benachbarten Gebäude ebenfalls einer Stabilitätsprüfung zu unterziehen. Hierfür wurde durch die Stadt bereits mit einem Finanzaufwand von 6,8 Mio. Rubel eine spezielle Technik gekauft. Bei dem Gebäude handelt es sich um die Hausnummer 70. Der gesamte Komplex besteht aus mehreren Hochhäusern und den vorgelagerten Räumlichkeiten der Kunstgalerie. Die Kunstgalerie zieht im kommenden Jahr in das Gebäude der „Königsberger Börse“ um.
 
21.12.2016 – Gebäude „Baltik-Expo“ ruft visuellen Protest hervor
Es besteht nicht die Absicht der Kaliningrader Gebietsregierung, aus dem Gebietshaushalt finanzielle Mittel für den Bau eines neuen Ausstellungszentrums zur Verfügung zu stellen. Diese Meinung vertrat der Gouverneur Anton Alichanow während eines Treffens mit Mitgliedern der Kaliningrader Handelskammer. „Das ist eine Angelegenheit des Business. Das einzige was wir tun könnten, wäre ein Grundstück zur Verfügung zu stellen, vielleicht auf der Insel“, - so der Gouverneur. Er wies weiter darauf hin, dass das Ausstellungszentrum an der Stelle, wo es jetzt steht, auch nach Änderung des Transportschemas für die Stadt, ein Verkehrschaos hervorrufen würde. Das Ausstellungszentrum sollte seinen neuen Platz entweder am Stadtrand finden oder irgendwo anders, obwohl, der Standort „Insel“ nicht der schlechteste ist – trotz der ungelösten Verkehrsprobleme. Weiterhin meinte der Gouverneur, dass das Ausstellungszentrum in der Art, wie es jetzt existiert, ihn überhaupt nicht zufriedenstellt. „Baltik-Expo“, rein visuell und ästhetisch, ruft in mir Protest hervor“, - so Alichanow. Er schlug vor, die jahrelangen Streitereien mit dem Besitzer der Immobilie zu beenden und per Verwaltungserlass die Tätigkeit des Zentrums einzuschränken.
 
 
21.12.2016 – Wieder neuer Investor in die Kaliningrader Landwirtschaft
Wieder ist ein neuer Investor für die Kaliningrader Landwirtschaft gefunden worden. Im Kreis Bagrationowsk will er 400 Mio. Rubel in die Anlage einer Apfelplantage investieren. Bei dem Unternehmen handelt es sich um die „Baltische Agrar-Company“. Die Apfelplantage soll eine Größe von 165 Hektar haben. Bereits im kommenden Jahr soll die erste Ernte eingefahren werden. Den ersten Gewinn plant die Firma in vier Jahren zu erhalten. Neben der eigentlichen Plantage sollen auch Lagerhäuser errichtet werden, eine Sortier- und Verpackungsstation sowie eine Linie für die technische Qualitäts- und Gewichtskontrolle. Weiterhin wird die Firma Gewächshäuser errichten. Der Bau der Gewächshäuser beginnt allerdings erst, wenn die Firma reale Gewinne einfährt. Die Setzlinge für die Plantage will man in Polen kaufen. Dort sind sie am preisgünstigsten – vier Euro pro Setzling. Die Firma hofft, im Rahmen der landwirtschaftlichen Förderprogramme Subventionen zu erhalten.
 
 
 

20.12.2016 – Kaliningrad plant Klinik für künstliche Befruchtung
In Kaliningrad wird der Bau einer Klinik für künstliche Befruchtung geplant. Ein entsprechendes Projekt wurde während der Sitzung des Investitionsrates der Kaliningrader Gebietsregierung am Montag besprochen. Die Generaldirektorin des Internationalen Zentrums für Reproduktionsmedizin Svetlana Chodos informierte, dass ihre Klinik eine Filiale in Kaliningrad einrichten werde. Geplant sind die Dienstleistungen im Wettbewerb zu ähnlichen Kliniken in Gdansk und Minsk – nur zu geringeren Preisen. Die Klinik wird das gesamte Spektrum der Dienstleistungen vor, während und nach der künstlichen Befruchtung abdecken. Die Klinik geht davon aus, dass auch ausländische Kunden die Dienstleistungen nutzen werden. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 226 Mio. Rubel. Gebaut werden soll das Gebäude in der Kastanienallee, gleich neben der dort bereits vorhandenen medizinischen Einrichtung. Die Klinik soll im Jahre 2018 ihre Arbeit aufnehmen.
 
20.12.2016 – Ausländische Investoren wollen Tierabfälle beseitigen
Die Firma „Russia Baltik Pork Invest ASA“ plant im Kreis Gwardejsk die Einrichtung einer Fabrik für die Beseitigung von tierischen Abfällen. Hinter der genannten Firma stehen Investoren aus Dänemark, Norwegen und Thailand. Die Investoren betreiben bereits die bekannte Schweinezuchtanlage in Prawdinsk, in der jährlich 200.000 Schweine gezüchtet werden. Erst vor wenigen Tagen wurde ein neuer Komplex für die Zucht von 1.200 Mutterschweinen und 30.000 Schweinen sowie 7.000 Ferkel für den Verkauf in Nutzung genommen. Die Investoren haben ein starkes Anwachsen der Landwirtschaft im Kaliningrader Gebiet und somit auch den größeren Umfang tierischer Abfälle bemerkt. Daraus entstand der Gedanke, auch in die Beseitigung und Verarbeitung tierischer Abfälle zu investieren. Gegenwärtig werden die Tierkörper entweder krematisiert oder auf speziellen Plätzen vergraben. Die neue Fabrik soll in der Lage sein, bis zu 20 Tonnen Tierabfälle täglich zu verarbeiten. Im Ergebnis der Verarbeitung soll Trockentierfutter produziert werden. Für den Bau der neuen Produktionsstätte werden im Kreis Gwardejsk 140 Hektar Fläche zur Verfügung gestellt. Die Firma erhält das Grundstück in Eigentum. Im Unternehmen werden 33 neue Arbeitsplätze geschaffen.
 
 
20.12.2016 – Lukoil findet Erdöl und –gas im Kaliningrader Gebiet
Die russische Firma „Lukoil“ plant die Ausbeutung neuer Fundstätten für Öl und Gas im Kaliningrader Gebiet, die erst kürzlich entdeckt worden sind. Die geschätzten Vorräte belaufen sich auf 30 Mio. Tonnen. Die Firma hat einen Strategieplan für die Entwicklung der unternehmerischen Tätigkeit im Kaliningrader Gebiet bis zum Jahre 2045 erarbeitet. „Wir haben aktiv das Kaliningrader Gebiet erforscht und sind zu gar nicht mal so schlechten Erkenntnissen gekommen. Die gefundenen Vorräte selber sind vielleicht nicht besonders umfangreich, aber für diese Exklave doch sehr wichtig“, - so der Chef von „Lukoil“ Wagit Alekperow. Auch der russische Premierminister Dmitri Medwedjew hob hervor, dass die Arbeit von „Lukoil“ für das Kaliningrader Gebiet sehr wichtig ist, denn es ist allen bekannt, wie teuer die Produkte sind, die in das Gebiet geschafft werden müssen. Je mehr Quellen für die Eigenversorgung Kaliningrad hat, umso besser. Dies betrifft auch andere Energieressourcen, die Landwirtschaft usw. – so Medwedjew.
 
20.12.2016 – Neue Fabrik für Flachs-Verarbeitung geplant
Ein Investor plant die Errichtung einer neuen Produktionsstätte für Flachsverarbeitung im Kaliningrader Gebiet. Der neue Standort soll in Orlowka im Kreis Gurewsk, also in unmittelbarer Nähe zur Gebietshauptstadt sein. Das Projekt wurde während der letzten Sitzung des Gebiets-Investitionsrates am Montag vorgestellt. Der Investor plant die Produktion von 3.000 Tonnen Flachsstoffe für den Bedarf der Bauindustrie, im medizinischen Bereich und für die Verteidigungsindustrie. Weitere 5.000 Tonnen sollen für den Haustierbedarf produziert werden. Der volle Produktionsumfang soll im Jahre 2020 erreicht werden. Die geplante Investitionssumme beläuft sich auf 1,6 Mrd. Rubel. Im Unternehmen werden 150 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Erzeugnisse werden sowohl den Eigenbedarf der Region decken, wie auch ins Ausland exportiert. Einer der Abnehmer wird Japan sein. Dort habe man ein sehr großes Interesse signalisiert. Die Investoren haben gebeten, dass man ihnen bei der Änderung von Grundstückskategorien hilft sowie bei der Zurverfügungstellung von technischen Anschlüssen für Gas, Wasser und Strom.
 
 
20.12.2016 – Neuer Kreml-Kurator bereits inoffiziell in Kaliningrad
Gegenwärtig laufen in der Kreml-Administration umfangreiche Reformen und Personalneubesetzungen. Inoffiziell wurde nun bekannt, dass der vermutliche neue Verantwortliche für die Regionalwahlen Alexander Charitschew sich bereits in Kaliningrad aufgehalten haben soll, obwohl seine Ernennung offiziell erst im neuen Jahr erfolgen soll. In seiner vorherigen Dienststellung war er ebenfalls für die Arbeit in den Regionen im Verantwortungsbereich „RosAtom“ zuständig. Der beschleunigte, inoffizielle Besuch fand vermutlich unter dem Aspekt der bevorstehenden Wahlen im Kaliningrader Gebiet im September 2017 statt. Kaliningrad wird gegenwärtig durch den jüngsten Gouverneur in der russischen Geschichte, dem 30jährigen Anton Alichanow geführt. Er wurde durch den russischen Präsidenten mit der Führung zeitweilig, bis zu Neuwahlen beauftragt. Im September will er sich im Rahmen der Gouverneurswahlen den Wählern stellen. Gegenwärtig durchlebt der neue Gouverneur eine Reihe von unbegründeten Anfeindungen verschiedener Seiten. Die erhöhte Besuchsaktivität von höchsten Entscheidungsträgern aus Moskau soll anscheinend signalisieren, dass der Gouverneur die schwierige Region nicht alleine führt, sondern einen „starken Rücken“ hat.
 
 
19.12.2016 – Bankenentwicklung im Gebiet Kaliningrad
Seit Mitte 2013 hat in Russland, unter Leitung der Chefin der Zentralbank, ein Banken-Disziplinierungsprozess begonnen. Noch im Jahre 2013 haben über 40 Banken ihre Lizenz verloren und in den Jahren danach weitere 270 Banken. Der Prozess wird sich, auch im Jahre 2017, allerdings mit geringerer Intensität fortsetzen. In Kaliningrad hat sich dieser Disziplinierungsprozess natürlich auch ausgewirkt und nun gibt es seit 2014 zehn Banken weniger – ein Verlust, der kein Verlust ist, sondern ein Zuwachs an Sicherheit für den Bankkunden – egal ob es sich um einen Privatanleger oder Geschäftskunden handelt. Aktuell verfügt Kaliningrad noch über 40 Banken, davon eine einzige Regionalbank. Die Prognose deutet darauf hin, dass Ende 2017 weitere fünf Banken, die eine Niederlassung in Kaliningrad unterhalten, ihre Lizenz verlieren. Achten Sie, wenn Sie geschäftliche Aktivitäten in Kaliningrad planen auf die in der Grafik „F“-gedruckten Bankbezeichnungen. Hierbei handelt es sich um systemtragende Banken – mit all deren Vorteilen (Sicherheit) und Nachteilen (hohe Kosten, geringe Zinsen).  
 
 
19.12.2016 – Personalveränderungen in „Korporation für Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“
Wie bereits angekündigt, werden durch den neuen Leiter der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ Wladimir Sarudni umfangreiche Personalveränderungen vorgenommen. Ende der vergangenen Woche ernannte er Oleg Sergejewitsch Skworzow zu seinem Stellvertreter Generaldirektor. Oleg Skworzow kommentiert die Ernennung auf seiner persönlichen FB-Seite: „Mit dem heutigen Tag beginnt meine Arbeit in der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes als Stellvertreter des Generaldirektors. Mit Wladimir Sarudni haben wir uns nicht Tage, sondern Monate auf diesen Moment vorbereitet. Ich bin davon überzeugt, dass wir es gemeinsam schaffen werden, denn wir sind uns mindestens darin einig, dass die Korporation endlich offen und durchschaubar arbeiten und eigenständig Geld verdienen muss.  
Anm. UN: Oleg Sergejewitsch Skworzow ist unserer Informationsagentur seit 2005 bekannt. Zum damaligen Zeitpunkt wurde die Assoziation ausländischer Investoren gegründet und Oleg Skworzow zum Geschäftsführer berufen. Uwe Niemeier erhielt die Funktion des Leiters der Revisionskommission der Assoziation. Im Jahre 2013 gründete Oleg Skworzow eine Unternehmensberatung, mit der unsere Informationsagentur eng kooperierte. Im Zusammenhang mit der Aufnahme einer Tätigkeit im Rahmen von Regierungsstrukturen, wurde die Unternehmensberatung geschlossen.
 
 
19.12.2016 – Litauische Grenzer setzen Kaliningrader Rettungstrupp fest
Der Zwischenfall am Kurischen Haff ereignete sich schon am Freitag, wurde aber erst jetzt bekannt. In der Meldezentrale des russischen Zivilschutzes traf die Information ein, dass es bei einer Geologengruppe einen Unglücksfall gegeben habe und diese Hilfe benötigt. Zwei Mitarbeiter des Zivilschutzes müssen bei den Sucharbeiten mit ihrem Schlauchboot die Wassergrenze überschritten haben und wurden von litauischen Grenzsoldaten festgesetzt. Nach Abschluss der Untersuchungen wurden die beiden Russen in der Nacht zum Sonntag wieder nach Kaliningrad entlassen. Hier wurden weitere Untersuchungen des Zwischenfalls eingeleitet. Die Geologen selber haben sich dann auch selber geholfen und sind mit ihrem verletzten Kollegen eigenständig nach Kaliningrad zurückgekehrt.

 

18.12.2016 – Deutscher kauft Bierbrauerei „Ponarth“
Ein deutscher Investor hat die Gebäude der ehemaligen Bierbrauerei „Ponarth“ in Kaliningrad gekauft. Er will in den Gebäuden das Thema „Bier“ entwickeln. Darüber informierte der Chefarchitekt der Stadt Wjatscheslaw Genne. Der bisher namentlich nicht genannte Investor ist Mitinhaber einer der größten Zementfabriken in Deutschland. Er hatte erfahren, dass seine Vorfahren Besitzer dieser Brauerei waren und hat sich entschieden, die Brauerei wieder für seine Familie zu erwerben. Wie der Investor verlauten ließ, wird er die Immobilie im touristischen Sinne unter der Überschrift „Bier“ vermarkten. Der Investor wird hierzu internationale Erfahrungen nutzen: Bier-Spa, Biermuseum, andere Museen, wo Besucher lernen können, wie Bier gebraut wird, wie man richtig einschenkt – kurz, alles rund ums Bier – sagt der Chefarchitekt. Das Gesamtobjekt der Bierbrauerei befand sich zu einem Teil im Privatbesitz eines russischen Unternehmers. Ein weiterer Teil war im Pfand-Besitz einer russischen Bank. Der gesamte Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz.
 
Die erste Bierbrauerei wurde ungefähr im Jahre 1385 in einem kleinen prussischen Dorf Ponarth gegründet. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich dieses Dorf zur größten Königsberger Vorstadt und wurde im Jahre 1905 eingemeindet. 1849 gründete Johann Philipp Schifferdecker dort eine Bierbrauerei. Für die Brauerei war Eis unabdingbar. Dies wurde bisher aus Schweden herangeführt. Schifferdecker ließ jedoch vier große Wasseranlagen bauen, wovon noch zwei vorhanden sind: der Sommersee und der Teich am Krankenhaus. Im Jahre 1885 vernichtete ein Großbrand große Teile der Brauerei. Der Wiederaufbau wurde genutzt, um die technischen Anlagen zu modernisieren. Die Bierbrauerei war im Besitz der Familie Schifferdecker bis zum Jahre 1929. Nach dem Krieg wurde anfänglich die Bierproduktion fortgesetzt, dann stellte man aber die Produktion auf Mineralwasser um.
 
18.12.2016 – Nationalgarde ist finanziell abgesichert
Der Kommandierende der Einheiten der russischen Nationalgarde für das Kaliningrader Gebiet Oleg Gorschkow informierte, dass seine Einheiten einsatzbereit sind und keine zusätzlichen finanziellen Mittel für den laufenden Unterhalt benötigt werden. Die Gelder, die ehemals im Haushalt des Innenministeriums geplant und im Zuge der Aufstellung der Nationalgarde umverteilt wurden, sind ausreichend für die Erfüllung der gestellten Aufgaben. Die Nationalgarde (RosGarde) hat eine Gesamtstärke von 340.000 Mann. Im wesentlichen wurde der Personalbestand, nach einer eingehenden Tauglichkeitsprüfung, aus bereits bestehenden Sicherheitsorganen in die Nationalgarde versetzt. Auch die notwendige Technik wurde aus dem vorhandenen Bestand genommen. Die Nationalgarde hat in erster Linie die Aufgabe, die verfassungsmäßige Ordnung im Innern der Russischen Föderation zu schützen.
 
 
18.12.2016 – Tourismusminister zu neuen Ideen
Der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur rückt immer mehr ins Zentrum der Berichterstattung. Es vergeht kaum ein Tag, wo er nicht den Medien Neuigkeiten mitteilen kann und es scheint, dass Kaliningrad seine bisher ungenutzten Tourismusreserven endlich „in die Schlacht führen wird“. Andrej Jermak informierte, dass man den Reiserouten innerhalb des Gebietes im kommenden Jahr weitere interessante Thematiken hinzufügen wird. So wird es Exkursionen unter der Bezeichnung „Bier-Linie“ geben und „Orte zum Küssen“. Es wird Exkursionen mit Familienthematik geben und Winterexkursionen. Weitere Aufmerksamkeit wird man auf die Entwicklung von Fahrradtouren legen. Aber auch für mobilitätseingeschränkte Touristen werden neue Angebote vorbereitet. Weiterhin wird man sich eine „Gästekarte“ einfallen lassen. Diese wird nur im Zeitraum Oktober bis April gültig sein – also außerhalb der Saison. Diese Karte gibt Touristen die Möglichkeit zu günstigen Tarifen in Hotels zu übernachten und auch bei anderen Ereignissen, wie Exkursionen, Museumsbesuchen udglm. Preisnachlässe zu erhalten. Der Tourismusminister informierte, dass man im auslaufenden Jahr 2016 einen Zuwachs von bis zu 30 Prozent Touristen, im Vergleich zum Jahre 2015 hatte. Die konkreten Zahlen werden bis März 2017 veröffentlicht.
 
 
 

17.12.2016 – Wann kommt ein Touristen-Ticket?
Der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak informierte, dass mit einem sogenannten „City-Pass“, welcher Touristen die Möglichkeit gibt, den Nahverkehr zu nutzen und eine Reihe von Museen und Sehenswürdigkeiten zu besuchen, nicht früher als im Januar 2018 zu rechnen ist. Den City-Pass gibt es bereits in einer ganzen Reihe größerer russischer Städte wie Moskau und St. Petersburg. Nun arbeitet man in Kaliningrad daran, in dieser Frage gleichzuziehen. Im Sommer 2017 sollen bereits Test-Tickets ausgegeben werden. Sollte es nicht zu irgendwelchen „Überraschungen“ kommen, wird das System dann zum 1. Januar 2018 starten – so der Minister. Die Entwicklung dieses „City-Passes“ wird dem Kaliningrader Haushalt kein Geld kosten, da sich hier private Investoren engagieren.
 
 
17.12.2016 – Gouverneur kommentiert bevorstehende neue Visa-Regelung
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte die bevorstehenden Änderungen zum weitestgehend visafreien Verkehr für Ausländer, die das Gebiet besuchen wollen. Mit der Einführung der neuen Einreiseregelungen für das Kaliningrader Gebiet, erhofft sich die Region einen deutlichen Schub in der Anzahl der Touristen. Die Pressesprecherin des Kaliningrader Gouverneurs bedauerte, dass Polen einseitig Schritte unternommen und die Vereinbarung zum kleinen visafreien Grenzverkehr außer Kraft gesetzt habe. Kaliningrad antwortet darauf nun mit einer freien Einreise für europäische Ausländer, in der Hoffnung, dass auch andere Länder den Kaliningradern die Möglichkeit geben, visafrei zu reisen.
 
 
17.12.2016 – RosGarde erhält zur Fußball-Weltmeisterschaft Verstärkung
Die Einheiten der in Kaliningrad stationierten Nationalgarde, werden zu den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft personell verstärkt. Die Verstärkung erfolgt nur für den Zeitraum der Spiele und dient der Gewährleistung der Sicherheit der Bewohner der Stadt und ihrer Gäste. Darüber informierte der Kommandierende General der RosGarde für das Kaliningrader Gebiet Oleg Gorschkow. „Ich will nicht behaupten, dass die Hauptlast für die Sicherheit während der Weltmeisterschaft auf unseren Schultern ruhen wird. Wir werden Verstärkung erhalten. Um alle Dinge koordinieren zu können, ist bereits ein Sonderstab in Kaliningrad eingerichtet worden. Dieser Stab wird die Handlungen aller bewaffneten Strukturen im Kaliningrader Gebiet gleichberechtigt koordinieren. Er kommentierte die Unruhen, Morde und Diebstähle während der Fußball-Europameisterschaften in Frankreich damit, dass die verantwortlichen Behörden einfach die Sicherheit nicht richtig organisiert hätten.
 
 
17.12.2016 – Moskauer Architekten wollen das Stadtschloss komplett aufbauen
Experten aus dem Moskauer Architekturinstitut haben sich für die Idee ausgesprochen, das Königsschloss vollständig wieder zu errichten. Diese Meinung äußerten sie im Rahmen eines Seminars, welches in der abgelaufenen Woche in Kaliningrad stattgefunden hat. Für den Wiederaufbau können praktische Erfahrungen aus dem Städtebau in Moskau und St. Petersburg herangezogen werden. Das Äußere des Schlosses kann völlig originalgetreu wieder errichtet werden, da es ausreichend Fotomaterial gebe und auch technisches Material. Vor dem Schloss könnte man einen Konzertplatz organisieren und im Inneren des Schlosses einen „Saal der Stadt“. Weitere Ideen sind, in diesem Schloss verschiedene Museen und andere kulturelle Einrichtungen unterzubringen.
Das Architekturbüro „Artur Sanitz“ hat einen Videofilm erstellt. Er zeigt die Stadt heute und zeigt, wie er sich den Wiederaufbau des Stadtzentrums, das „Herz der Stadt“ zukünftig vorstellt. Klicken Sie auf die Grafik um zum Video zu gelangen.
 
 
17.12.2016 – Bau eines Weltausstellungszentrum in Kaliningrad angeregt
Wjatscheslaw Genne, Chefarchitekt von Kaliningrad hat vorgeschlagen, auf der „Insel“, dem Standort des neuen Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft, auch ein Welt-Ausstellungszentrum zu errichten. Neben dem Stadion sollte die Insel mit Wohnhäusern bebaut werden, damit dort auch Menschen das Gebiet beleben. Und ein Weltausstellungszentrum könnte ein weiterer Anziehungspunkt sein. Diese Idee äußerte der Chefarchitekt während eines Seminars zur Rekonstruktion der Stadt Kaliningrad. „Nur Wohnhäuser dort zu bauen ist nicht die beste Lösung. Wir brauchen dort irgendeinen föderalen Anker, so etwas wie ein großes Expo-Zentrum. Das wäre wirklich eine gute Sache. Das wäre dann Anlass zu uns zu kommen, hier zu wohnen und wir könnten alle anderen Infrastrukturobjekte gut nutzen“, - so Wjatscheslaw Genne.
 
 
17.12.2016 – Altdeutsche Industrieobjekte sollen Touristenmagnet werden
Die Kaliningrader Verantwortlichen wollen altdeutsche Industrieobjekte, die gegenwärtig keinerlei Nutzung zugeführt sind, zu Touristenmagneten machen. Darüber informierte der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad Wjatschesla Genne. Er meinte, dass es viele altdeutsche Objekte gibt, die Touristen anziehen, aber die Bewohner selber sehen diese Objekte einfach nicht. Er erinnerte an viele alte Wassertürme, an Innenhöfe in der Mehlmühle und ähnliches. Jetzt ist alles unansehnlich oder in einem Zustand, dass es lebensgefährlich ist, dort hinzugehen. Aber wenn man alle diese Objekte einer neuen Nutzung zuführt, wäre dies eine ganz große Attraktion. „Wir müssen diesen Gebäuden ein zweites Leben einhauchen“, - so der Chefarchitekt der Stadt. Aus der Mehlmühle könnte man ein Museum machen. Die altdeutsche Mehlanlage ist noch vollständig erhalten und könnte Grundstock für ein derartiges Produktions- und Technikmuseum werden. Man könnte daraus auch ein Hotel oder Hostel machen oder ein Künstlerviertel. Andere Gebäude auf diesem Gelände könnten sogar als Standesamt für Hochzeiten ausgebaut werden. Die jetzigen Besitzer der altdeutschen Ruinen wissen nicht, was sie mit diesen Gebäuden anfangen sollen und wollen aber auch kein Geld investieren. Deshalb hat sich die Stadt mit dem Moskauer Architekturinstitut geeinigt, dass Studenten des letzten Studienjahres sich dieses Themas im Rahmen ihrer Diplomarbeiten annehmen werden.
 
 
17.12.2016 – Kaliningrad hat mehr Übersiedler aufgenommen als geplant
Kaliningrad hat im Rahmen des Programms der vaterländischen Rückübersiedler mehr Personen aufgenommen, als für das auslaufende Jahr 2016 geplant war. 4.624 Personen haben sich für Kaliningrad als neuen Lebensmittelpunkt im Rahmen des föderalen Förderprogramms entschieden. Bis Jahresende warten noch einige weitere hundert Personen auf die endgültige Bearbeitung ihrer Anträge. Geplant war nur eine Anzahl von 4.000 Übersiedlern. Insgesamt beobachtet Kaliningrad, dass jedes Jahr mehr Übersiedler sich für das Gebiet als neuen Wohnsitz entscheiden. Im Rahmen des Programms ist Russland daran interessiert, das Personen in arbeitsfähigem Alter mit gefragten Qualifizierungen sich für eine Übersiedlung aus ehemaligen Sowjetrepubliken oder auch dem weiteren Ausland entscheiden. Für Kaliningrad sind Personen mit medizinischer Qualifizierung interessant, Ingenieure, Manager, hochqualifizierte Bauarbeiter und Landwirte. Das Programm wurde im Jahre 2007 gestartet. Seit diesem Zeitpunkt sind 36.500 Personen nach Kaliningrad eingewandert. Sie kamen aus 35 Ländern – hauptsächlich aus Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, der Ukraine, Armenien, Moldawien, aber auch aus den USA, Mexiko, Israel und Kanada.
 

16.12.2016 – Französischer Grenzverletzer sieht seine Sehnsucht erfüllt
Ende November berichteten wir über einen französischen Staatsbürger, der bereits durch alle europäischen Länder gereist war, um für sich eine neue Erfüllung im Leben zu finden. Da er nirgendwo fündig geworden war, hatte er sich entschlossen, illegal die Grenze von Polen nach Kaliningrad zu überschreiben, wo er von russischen Grenzsoldaten in Empfang und den Sicherheitsorganen des FSB übergeben wurde. Nach Abschluss aller Untersuchungen wurde ein Schnellverfahren vor einem Kaliningrader Gericht eingeleitet. Vor Gericht erklärte der Franzose, dass er seine Erfüllung darin sieht, in Moskau als Bauarbeiter zu arbeiten. Dabei will er praktische Erfahrungen sammeln und sich zu einem erfahrenen Bauarbeiter entwickeln. Aber eigentlich möchte er den Status eines politischen Flüchtlings haben, denn in Frankreich sieht er sich politischer Verfolgung ausgesetzt. Durch Beschluss eines Stadtbezirksgerichts wurde festgelegt, dass der Franzose sich bis 31. Dezember in Untersuchungshaft befindet. Dagegen hatte er Beschwerde eingelegt. Nun hat das Berufungsgericht diesen Beschluss aufgehoben und festgelegt, dass die Untersuchungshaft bis 30. Dezember fortgesetzt wird.
 
Karte: Grenzübergange zum Kaliningrader Gebiet, die man ganz legal nutzen kann, wenn man sich in Frankreich politisch verfolgt fühlt.
 
16.12.2016 – Firma ist bereit zu zahlen, wenn sie arbeiten darf
In der ganz normalen Geschäftswelt ist es üblich, dass eine Firma ihre Dienstleistungen anbietet und nach Erfüllung aller vertraglichen Verpflichtungen dafür den vereinbarten Betrag erhält. Davon war man auch in Kaliningrad ausgegangen, als das städtische Krankenhaus eine Ausschreibung tätigte und ein Beerdigungsinstitut suchte, welche für das Jahr 2017 bereit ist, die Verstorbenen aus dem Krankenhaus abzuholen. Das Stadtkrankenhaus bot eine Summe von 2.283 Rubel pro Verstorbenen und wartete auf Angebote, die noch preisgünstiger waren. Man staunte nicht schlecht, wie sich die anwesenden Bestattungsunternehmen gegenseitig in großen Schritten unterboten. Man glaubte schon, dass eigentlich die Grenze bei „Null Rubel“ erreicht sein würde, denn mehr als kostenlos arbeiten kann man nicht. Aber die Verantwortlichen irrten sich, denn nun begannen die Firmen Summen dem Krankenhaus anzubieten, die sie bereit wären zu zahlen, wenn sie die Abholung der Toten übernehmen dürfen. Letztendlich erhielt die Firma „Jesenija“ den Zuschlag, die dem Krankenhaus nun 157.000 Rubel überweist und dafür die Abholung der Verstorbenen 2017 übernimmt. Da ein Beerdigungsinstitut in erster Linie auch ein kommerzielles Unternehmen ist, werden sicherlich die Hinterbliebenen der Verstorbenen mit den Folgen dieses Ausschreibungsergebnisses zu leben haben.
 

Foto: Friedhof Prospekt Mira. Eine Sammlung altdeutscher Grabsteine auf diesem Friedhof zeugt davon, dass er zu den ältesten Friedhöfen der Stadt gehört.
 
16.12.2016 – Große Hoffnungen auf Visafreiheit für Ausländer
Die für die Außenpolitik in Kaliningrad zuständige Ministerin Alla Iwanowa hat große Hoffnungen auf eine Umsetzung der gegenwärtigen Planung zur weitestgehenden Visafreiheit für Ausländer für das Kaliningrader Gebiet. Die entsprechenden Korrekturen der gültigen Gesetzgebung werden gegenwärtig erarbeitet und finden dann ihren Niederschlag im „Gesetz über die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad“. Die neue Regelung sieht vor, dass ein Tourist auf der Internetseite des russischen Außenministeriums einen Antrag ausfüllt. Hierfür sind keinerlei Voraussetzungen, keinerlei Einladungen notwendig. Innerhalb von drei Tagen erhält er eine Benachrichtigung, ob seinem Einreisewunsch stattgegeben wird. Dann kann er sich auf der Grundlage dieser offiziellen Benachrichtigung, nur mit seinem Reisepass ausgestattet, bis zu sieben Tage in Kaliningrad aufhalten. Das 72-Stunden-Visum wird per 1. Januar eingestellt. Es hatte sich keiner besonderen Beliebtheit erfreut. Im Jahre 2015 wurden 1.500 dieser Visa ausgestellt, im Jahre 2016 waren es 3.000.
 
 
16.12.2016 – Kaliningrad erhält Filiale der Hochschule für Architektur
Die Kaliningrader Gebietsregierung teilt mit, dass in Kaliningrad eine Filiale der russischen Hochschule für Architektur eröffnet wird. Das „Moskauer Architekturinstitut plant die Einrichtung und Eröffnung bereits im Jahre 2017. Darüber informierte am Donnerstag der Vizepremier der Kaliningrader Gebietsregierung Harry Goldmann im Rahmen eines Forums zur komplexen Bebauung der Kaliningrader Innenstadt. Grund hierfür ist, dass Kaliningrad endlich einen qualitativen Schritt bei der Neugestaltung des Stadtbildes tun muss und hierfür Spezialisten benötigt, die direkt vor Ort ausgebildet werden und dann auch dem Gebiet und der Gebietshauptstadt mit ihrer Qualifikation zur Verfügung stehen.
 
 
16.12.2016 – Intrigen hinter dem Rücken des Gouverneurs?
Eingeweihte haben der russischen Zeitung „Kommersant“ Informationen über Vorgänge übergeben, die sich gegenwärtig in Kaliningrad abspielen und die wohl darauf gerichtet sind, die Autorität des neuen Gouverneurs Anton Alichanow zu untergraben. Eine führende Rolle soll hierbei der ehemalige Gouverneur Nikolai Zukanow spielen, dessen Abversetzung nach St. Petersburg plötzlich und unerwartet erfolgte und der wohl – nach Ansicht Kaliningrader Medien – nun befürchten muss, dass seine Tätigkeit als Gouverneur einer neuen Bewertung unterzogen wird. Der Besuch des Ersten Stellvertreters der Präsidentenadministration Sergej Kirijenko am gestrigen Tag sollte Signale aussenden, dass hinter dem jungen Gouverneur der russische Präsident persönlich steht. Ein weiterer Besuch durch den russischen Vizepremier Kosak in Kürze, soll die Position des Gouverneurs weiter stärken. Inoffiziell wird darüber gesprochen, dass der ehemalige Gouverneur Zukanow seine neue Funktion als „Quasi-Vorgesetzer“ des Gouverneurs ausnutzt, um auf diesen und seine Entscheidungen Druck auszuüben. Zukanow hält sich häufig nicht offiziell in Kaliningrad auf und versucht seinen Einfluss in verschiedene Richtungen geltend zu machen. Dies betrifft wohl auch einige Vorgänge aus der Vergangenheit, die mit „moralisch und geschäftlich zweifelhaft“ wohl umschrieben werden könnten. Der Regionalpolitiker Ginsburg geht davon aus, dass eine Schwächung der Position des Gouverneurs es Zukanow ermöglicht, im Gebiet Entscheidungen herbeizuführen, die seine persönlichen Interessen schützen. Er erinnerte an einen Vorgang, wo durch gewisse Strukturen große Mengen Land für einen symbolischen Preis aufgekauft worden sind und wenige Monate später festgestellt wurde, dass dieses Land eigentlich perspektivisch für die Region unverzichtbar ist. Die Gebietsregierung kaufte dann dieses Land für einige hundert Millionen Rubel wieder zurück. Weitere Personen äußerten sich, dass der Bevollmächtige des russischen Präsidenten Zukanow nicht das Recht habe, auf die Arbeit des Gouverneurs Einfluss zu nehmen. Man erinnert daran, dass zur Nord-West-Region auch St. Petersburg gehört und der dortige Gouverneur des Leningrader Gebietes sich keinerlei Einmischungen durch Zukanow gefallen lässt. Eine Quelle aus der Kaliningrader Gebietsduma informierte, dass eine ganze Reihe von Projekten, die unter der Aufsicht von Zukanow organisiert worden sind, gegenwärtig nicht mehr umgesetzt werden. Das Verhältnis zwischen Zukanow und Alichanow ist „angespannt“ – was aber keiner der Beiden öffentlich zeigt. Zukanow würde gerne die Ablösung von Alichanow sehen und wäre sogar bereit, seinem Erz-Rivalen Jaroschuk, Bürgermeister der Stadt, den Posten als Gouverneur zu übergeben. In der Mitteilung wird hervorgehoben, dass Anton Alichanow engste Kontakte zu seinem unmittelbaren Vorgänger Jewgeni Sinitschew unterhält, der gegenwärtig stellvertretender FSB-Chef der Russischen Föderation ist. Weitere Rückendeckung erhält Alichanow aus Strukturen des Ministeriums für Industrie und Handel, dem Minister persönlich sowie dem politischen Block in der Präsidentenadministration. In der Mitteilung wird weiter hervorgehoben, dass der Ex-Gouverneur Zukanow alle seine Kontaktdaten und Telefone nach seiner Abreise geändert hat und gegenwärtig keine Interviews gibt und für „Sonstige“ nicht erreichbar ist.
 
 
16.12.2016 – Rekonstruktion des Max-Aschmann-Parks wird fortgesetzt
Der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk informierte, dass die Rekonstruktion des Max-Aschmann-Parks im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Seitens der Europäischen Union gibt es ein Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit mit Polen und Litauen. Dieses Programm hat Kaliningrad in der Vergangenheit finanziell bei der Rekonstruktion des Parks geholfen und wird nun, nach vorliegenden Informationen, fortgesetzt. Der Kaliningrader Bürgermeister hatte sich am Mittwoch mit seinem Amtskollegen aus Elblag getroffen und Fragen der Zusammenarbeit in diesem Rahmen besprochen. Der Kaliningrader Bürgermeister forderte, dass man die sogenannte „Volksdiplomatie“ entwickeln sollte. Hierzu gehört auch, dass man sich auf regionaler Ebene trifft und zusammenarbeitet. Deshalb wird auch eine Kaliningrader Delegation im Januar 2017 nach Elblag reisen. Im Rahmen dieses Treffens werden dann Einzelheiten zur Beantragung der Fördergelder bei der EU besprochen.
 
Foto. Projekt der Rekonstruktion des Max-Aschmann-Parks. Geplanter Fertigstellungstermin 2018.
 
16.12.2016 – Gouverneur kommentiert Großauftrag für Bernstein-Kombinat
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte, dass der Großauftrag des Bernsteinkombinates mit einem chinesischen Investor dank der Unterstützung durch „RosTech“ zustande gekommen ist. Mit der Umsetzung des Dreijahres-Vertrages im Gesamtumfang von 10 Milliarden Rubel, werden die Steuereinnahmen des Gebietes einen wesentlichen Zuwachs erhalten. Der Vertrag sieht vor, Quartalsweise große Mengen Rohbernstein nach China zu liefern. Die Preise für den Bernstein werden jedes Quartal auf der Grundlage der Markterhebungen neu festgelegt. Die Lieferungen erfolgen auf der Basis „Vorkasse“. Weiterhin werden durch den chinesischen Investor Produktionsstätten im Kaliningrader Gebiet zur Veredelung des Bernsteins errichtet. Das wiederum hilft wesentlich bei der Errichtung eines bereits seit langem geplanten Bernstein-Clusters. Der Großauftrag mit den Chinesen wird keinerlei negativen Einfluss auf die Versorgung der einheimischen Bernsteinjuweliere haben – dies versprach der Kaliningrader Gouverneur.
 
 
 
In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag verschwindet wieder unsere Umfrage. Sie hatten 15 Tage Zeit uns Ihre Meinung mitzuteilen. Schade, wenn Sie es nicht getan haben, danke, wenn Sie es getan haben. Aber um Mitternacht haben wir wieder eine neugierige Frage vorbereitet und wollen damit Ihr Wissen testen. Beweisen Sie uns mit einem mutigen aktiven Klick auf unsere Antwortvarianten, dass Sie nicht nur passiver Konsument unseres kostenlosen Informationsportales sind.
 

15.12.2016 – Immer noch Pläne für eigene Kaliningrader Fluggesellschaft
Der neue Leiter der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Wladimir Sarudni hat während eines Business-Forums in Teheran die Möglichkeit einer eigenen Kaliningrader Fluggesellschaft besprochen um kommt damit auf die bereits praktizierte Zeit zurück, wo in Kaliningrad die eigene Fluggesellschaft „KD-Avia“ existierte und weltweit Flüge durchführte. Im Iran hoffte Sarudni Geschäftspartner für gemeinsame Investitionen in diese Geschäftsidee zu finden. Weiterhin führte er Gespräche über die Einrichtung einer Container-Linie „Baltiski Express“, wo im Schiffsversand Container zwischen den Häfen Kaliningrad und Ust-Luga transportiert werden sollen. Ein weiterer Punkt der Gespräche war der Bau einer erdölverarbeitenden Firma in Kaliningrad. Hierbei gibt es Vorstellungen über ein kleineres Unternehmen mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 100.000 Tonnen. Bei der Gelegenheit hat Wladimir Sarudni im Iran auch gleich ein wenig Reklame für Kaliningrader Erzeugnisse aus der Fischindustrie, Konservenprodukte, dem Schiffbau und anderen Erzeugnissen gemacht. Durch ihn wurde auch das touristische Potential der Region angesprochen, da die Korporation durch eine Zusammenlegung von Strukturen nun auch für den Tourismus verantwortlich zeichnet.
 
 
15.12.2016 – Korporation für Entwicklung des Gebietes beginnt mit neuen Strukturen
Der Leiter der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes hat mit der Erarbeitung einer neuen Struktur für die von ihm geleitete regierungsnahe Struktur begonnen. Er hat angekündigt, ein Departement für die Lobbyierung  des  Kaliningrader Gebietes und Kaliningrader Erzeugnisse zu schaffen. „Der Gouverneur hat die Aufgabe eines Re-Branding des Gebietes gestellt. Wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit nun ein neues Departement schaffen, welches im Non-Stop-Regime sich damit beschäftigen wird“, - so Wladimir Sarudni. Eine weitere wichtige Aufgabe für die allernächste Zeit ist die Lösung von Infrastrukturproblemen im Zusammenhang mit den Techno-Parks im Kaliningrader Gebiet. Es geht hierbei in erster Linie um die Techno-Parks in Tschernjachowsk und Chrabrowo. Bei allen Arbeiten steht an erster Stelle die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
 
 
15.12.2016 – Studenten die Eltern werden erhalten Finanzzuwendungen
Die Kaliningrader Sozialministerin Angelika Maister informierte, dass Studenten, die während des Studiums Eltern werden, monatlich aus dem Gebietshaushalt eine finanzielle Hilfe von 10.000 Rubel erhalten. Diese Summe entspricht dem staatlich festgelegten Lebensminimum. Voraussetzung ist, dass beide Elternteile Studenten sind oder wo die Mutter alleinerziehende Studentin ist und ein Direktstudium absolvieren. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Kinder ein Alter von 1,5 bis 3 Jahren haben. Bis zum Alter von 1,5 Jahren erhalten die Eltern Unterstützung aus föderalen Mitteln. Danach fällt diese Unterstützung weg. Nun springt der Gebietshaushalt ein und nimmt verlängernde Zahlungen vor. Häufig kann ein Elternteil das Studium wegen finanzieller Probleme im Zusammenhang mit der Geburt nicht fortsetzen. Dies soll nun mit der Zahlung der Finanzhilfe verhindert werden.
 
 
15.12.2016 – Kaliningrader Gouverneur kontert seinem Vor-Vorgänger
Vor wenigen Tagen hatte der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und jetzige Beauftragte des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region Nikolai Zukanow die Verantwortlichen des Kaliningrader Gebietes kritisiert, weil es seitens der Arbeitgeber hohe Außenstände bei der Zahlung der Löhne und Gehälter gibt. Der neue Gouverneur Anton Alichanow konterte nun, dass sich diese hohen Außenstände im Ergebnis von Bankrott-Vorgängen einer Reihe von Unternehmen gebildet haben und diese Bankrott-Vorgänge begannen bereits vor zwei Jahren. Alleine im Jahre 2015, als Zukanow noch Gouverneur war, haben sieben große Unternehmen Bankrott erklärt. Von diesem sind nun 1.520 Arbeitnehmer betroffen, die auf ausstehende Gehälter warten. Wir haben dieses Problem also nicht verursacht, sondern geerbt – so Anton Alichanow. Alichanow informierte weiter, dass es in den systemtragenden Unternehmen des Kaliningrader Gebietes keinerlei Lohnschulden gäbe. Es gibt auch keinerlei Lohnaußenstände in staatlichen Einrichtungen.
 
 
15.12.2016 – Gebietsregierung kritisiert die Kaliningrader Arbeitsinspektion
Die Kaliningrader Gebietsregierung äußerte harte Kritik an der Arbeit der Arbeitsinspektion des Kaliningrader Gebietes. Entsprechende Äußerungen ließ die persönliche Pressesprecherin des Gouverneurs Waleria Rodina verlauten. Es gibt Unzulänglichkeiten in der Arbeit der Inspektion. So sollten zur Klärung von Problemen eine Besprechung mit Vertretern der Regierung, der Staatsanwaltschaft und Kaliningrader Unternehmen durchgeführt werden. Die Arbeitsinspektion sah sich hierzu nicht in der Lage, da für derartige Treffen eine Planung vorgenommen werden müsste und sie gegenwärtig keine zeitlichen Freiräume habe. Weder der Leiter der Arbeitsinspektion noch irgendein Mitarbeiter standen zur Verfügung. Während des Treffens sollten Fragen von Lohnaußenständen besprochen werden, die erst vor zwei Tagen vom Beauftragten des Präsidenten für die Nord-West-Region Nikolai Zukanow kritisiert worden waren. Kaliningrader Medien berichten, dass der Leiter der Arbeitsinspektion ein enger Verwandter des Ex-Gouverneurs Zukanow ist.  
 
15.12.2016 – Das „AUS“ für die Supermarktkette „Siebter Kontinent“
Nach dem Total-Ausverkauf am Wochenende in den neun Supermärkten der Firma „Siebter Kontinent“ wurde nun das AUS für diese Einzelhandelsfilialen erklärt. Gleichzeitig wurde informiert, dass die russische Firma „Dixi“, die in Kaliningrad die Supermarktkette „Viktoria“ betreibt, zum Ausbau ihrer Marktposition alle neun Supermärkte und drei weitere Immobilienobjekte übernimmt. Alle Objekte haben eine Fläche von 30.000 Quadratmeter.  
 
 
15.12.2016 – Kaliningrader Gebiet erstattet Milliarden Rubel in den Föderalhaushalt
Das Kaliningrader Gebiet wird dem föderalen Haushalt 24 Milliarden Rubel ungenutzter Haushaltsgelder erstatten. Diese Gelder waren als föderale Fördergelder für die Unterstützung des Kaliningrader Arbeitsmarktes bestimmt. Der Kaliningrader Finanzminister Viktor Porembski informierte gleichzeitig, dass für das Jahr 2017 eigentlich eine Summe von 66,7 Mrd. Rubel für die Unterstützung des Arbeitsmarktes geplant waren, nun aber nur noch 42 Mrd. zur Verfügung stehen. Kommentiert wurde, dass sich das Kaliningrader Gebiet gegenüber dem föderalen Zentrum ehrlich zeigen wollte. Man hat informiert, dass keine Beantragung dieser Gelder von Antragsberechtigten vorlagen und wenn Fördergelder nicht zweckentsprechend verwendet werden können, sind diese ehrlicherweise an das föderale Zentrum zu erstatten.
 
15.12.2016 – Stellvertreter der Präsidentenadministration in Kaliningrad
Der stellvertretende Leiter der Administration des russischen Präsidenten Sergej Kirijenko hat sich zu einem geplanten Arbeitsbesuch im Kaliningrader Gebiet aufgehalten. Er führte Besprechungen mit der Gebietsregierung durch und traf sich mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Mit dem Gouverneur wurden Fragen der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 besprochen sowie das Thema der Entwicklung der Transport- und sozialen Infrastruktur. Sergej Kirijenko wurde in die Funktion im Oktober 2016 ernannt und führt gegenwärtig in vielen Regionen Antrittsbesuche durch.
 
Foto: Gouverneur Anton Alichanow im Gespräch mit Sergej Kirijenko
 

14.12.2016 – Bauarbeiten in „Hohe Brücke“ verzögern sich
Im Bereich der „Hohe Brücke“ sind jetzt alle technischen Rohrleitungen für Heizungssysteme demontiert worden. Insgesamt sind dabei 415 Meter oder 40 Tonnen Schrott angefallen. Parallel hierzu wurden die neuen Leitungen verlegt und die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Die eigentlichen Bauarbeiten an der Brücke wurden durch die Demontage der alten Rohrleitungen erheblich behindert, so dass die neue Brücke vermutlich mit zwei Monaten Verspätung für den Verkehr freigegeben wird. Die Rekonstruktion – eigentlich ist es ein völliger Neubau – der Hohe Brücke begann im Juni 2016. Neben der Brücke wird es einen Fußgängertunnel geben.
 
 
14.12.2016 – Gouverneur zeichnet Vorsitzenden des Stadtrates aus
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den Vorsitzenden des Kaliningrader Stadtrates Andrej Kropotkin und weitere 25 Bewohner des Gebietes mit staatlichen Auszeichnungen geehrt. Auszeichnungen gab es für einfache Schlosser auf Kaliningrader Schiffsbauwerften bis hin zum Vorsitzenden des Kaliningrader Stadtrates. Ausgezeichnet wurde mit Dankesurkunden des russischen Präsidenten, über die Medaille „Verdienter Bürger des Gebietes, bis zum Orden „Für Verdienste um das Vaterland“.   
 
 
14.12.2016 – Optimismus zum Projekt Hafen in Pionersk
Der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Rolbynow zeigte sich optimistisch, was den Bau des neuen Passagierhafens in der Ostseestadt Pionersk anbelangt. Sowohl der Passagier- wie auch der Frachthafen könnten gerade noch rechtzeitig zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 fertig und somit für das Ereignis genutzt werden.Gegenwärtig wird die Projektdokumentation durch Experten qualitativ beurteilt. Danach erfolgt die Festlegung des Auftragnehmers. In Abhängigkeit, welcher Bewerber den Zuschlag erhält, wird auch der Termin für die Fertigstellung des neuen Hafens festgelegt. Der Vizegouverneur hofft darauf, dass der Auftragnehmer alle seine Versprechungen und die Festlegungen des Vertrages einhält. Wenn dem so ist, so wird der Hafen mit all seinen Anlagen auch rechtzeitig fertig. Nach Fertigstellung wird der Passagierhafen in Pionersk in der Lage sein, jährlich bis zu 305.000 Personen abzufertigen. Im Januar 2016 wurde der Beschluss zum Bau dieses Hafens gefasst.
 
 
14.12.2016 – Endlich wird das Offizielle wirklich offiziell
Lange gab es Irritationen über die Ernennung des neuen Generaldirektors der, mit der Korporation für Tourismus vereinigten „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“. Nun sind die Intrigen hinter den Kulissen endlich beendet und der neue Generaldirektor, ehemaliger Minister für Landwirtschaft der Kaliningrader Gebietsregierung, Wladimir Sarudni hat seine Funktion angetreten und sofort das Kaliningrader Gebiet verlassen, um an einem  Wirtschaftstreffen im Iran teilzunehmen. Gegenwärtig laufen die Reformierungsarbeiten in der neuen Korporation auf Hochtouren. Aus gut informierten Quellen wurde unserer Informationsagentur bekannt, dass ein erheblicher Teil des jetzigen Personalbestandes ausgetauscht wird.
 
 
14.12.2016 – Erste Gedanken für Nachnutzungskonzepte des Stadions
Der Vizegouverneur der Kaliningrader Regierung Alexander Rolbynow informierte über erste Gedanken für ein Nachnutzungskonzept für das Stadion zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Im Stadion werden Restauranteinrichtungen eröffnet, Sportgemeinschaften und ein Hotel. Die im Stadion befindlichen VIP-Logen werden für kommerzielle Zwecke verpachtet. Die Sky-Boxen sollen als Hotel umgerüstet werden – vorerst experimentell. Im Stadion selber werden natürlich Sportmaßnahmen stattfinden, wie auch Konzerte und andere Kulturveranstaltungen sowie Ausstellungen. Nach Beendigung der Weltmeisterschaft wird das Stadion, welches gegenwärtig föderales Eigentum ist, in Gebietseigentum übergeben. Die Verwaltung des Stadions wird eine neue Struktur in der Kaliningrader Regierung verwirklichen. Diese wird Anfang 2018 geschaffen. Gegenwärtig ist man dabei die Erfahrungen anderer Städte bei der Verwaltung derartiger Objekte zu studieren, damit es eine möglichst geringe Kostenbelastung für das Gebietsbudget gibt.
 
 
14.12.2016 – Neuer Standort für den „Guten Kant“ gefunden
Anscheinend hat man einen neuen Standort für das Denkmal des „Guten Kant“ gefunden. Das bekannte Kaliningrader Restaurant „Königsresidenz“ in der ul. Newskowo ist bereit, auf seinem Gelände diese heftig kritisierte Skulptur aufzustellen. Diese Bereitschaft erklärten die Besitzer der Einrichtung. Die Eigentümer des großen Restaurantkomplexes (u.a. ein Russlanddeutscher) erklärten ihr Interesse an diesem Denkmal damit, dass sie sich der Historie der Stadt sehr verbunden fühlen. Zu deutschen Zeiten wohnte eine Familie auf dem Grundstück der jetzigen „Königsresidenz“, bei der der deutsche Philosoph häufig zu Gast war.
 
Foto: Restaurantkomplex „Königsresidenz“ in der ul. Newskowo, gleich neben der neuen russisch-orthodoxen Kirche
 

13.12.2016 – Ex-Gouverneur Zukanow bemerkt negative Entwicklungen in Kaliningrad
Kaum dass Nikolai Nikolajewitsch Zukanow das Kaliningrader Gebiet und seinen Posten als Gouverneur verlassen hat und nun die Interessen des russischen Präsidenten in der Nord-West-Region wahrnimmt, stellt er auch schon negative Entwicklungen in seiner ehemaligen Kaliningrader Region fest. So stellte Zukanow in einem Bericht fest, dass die Wirtschaftskriminalität in der Region im Wachsen begriffen ist. Weiterhin wachsen die Schulden der Arbeitgeber gegenüber ihren Arbeitnehmern. Allerdings müssen diese wachsenden Zahlen nicht unbedingt negativ gewertet werden, denn es kann sein, dass die Rechtspflegeorgane einfach nur besser arbeiten und somit mehr Verbrechen aufdecken – so weiter im Bericht des Ex-Gouverneurs.
 
Fotomontage: Nikolai Nikolajewitsch Zukanow – Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region
 
13.12.2016 – Herzlich willkommen über dem Kaliningrader Gebiet
Diesen Spruch könnte man nun schon nicht nur täglich, sondern mehrmals täglich sagen, wenn man die Meldungen über Spionageflüge der verschiedensten Länder in der Nähe der Kaliningrader Grenzen liest. Am Montag haben ein Aufklärungsflugzeug der USA, ein weiteres Flugzeug der NATO und ein drittes Flugzeug aus Schweden Aufklärung entlang den Grenzen des Kaliningrader Gebietes betrieben. Ein Flugzeug flog, von Polen aus kommend, Aufklärung an der südlichen Grenze, betrieb Aufklärung im Westen über dem Seekriegshafen der Ostseeflotte und verließ danach das Gebiet. Das schwedische Flugzeug betrieb Aufklärung aus Norden kommend. Alle Flugzeuge haben sich im internationalen Luftraum befunden und keine Luftraumverletzungen begangen. Die Anzahl der Aufklärungsflüge hat erheblich zugenommen – insbesondere nachdem bekannt wurde, dass im Kaliningrader Gebiet Luftabwehrsysteme S-400, operativ-taktische Raketen „Iskander“, Küstenraketenkomplexe „Bastion“ und „Wal“ stationiert worden sind und die Ostseeflotte aus dem Bestand der Schwarzmeerflotte zwei Raketenkorvetten mit Flügelraketen „Kalibr-NK“ übernommen hat.
 
 
13.12.2016 – Gouverneur will kein Eigenlob mehr hören und sehen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat angewiesen, sämtliche „Reklame“, die auf irgendwelche Aktivitäten des Gouverneurs hinweisen und als Eigenlob gewertet werden können, zu entfernen und zukünftig nicht mehr zu veröffentlichen. Im wesentlichen geht es um große Banner an Häusern die darauf hinweisen, dass die Immobilie mit Hilfe von Geldern aus dem Gouverneurs-Haushalt erfolgt. Mit der sofortigen Umsetzung dieser Weisung – sprich Entfernung der Plakate – wurde das Ministerium für kommunale Entwicklung beauftragt. Damit wird eine jahrelange Eigen-PR des ehemaligen Gouverneurs Zukanow beendet. Ausgaben aus dem Haushalt sind Ausgaben von Geldern Kaliningrader Steuerzahler und auf keinen Fall Gelder des Gouverneurs.
 
 
 

12.12.2016 – Der Ton wird schärfer, das Selbstbewusstsein größer
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Andrejewitsch Alichanow ist kein Diktator – so sagte er am Samstag in Svetlogorsk und erinnerte die Mitglieder seiner Regierung daran, dass seine Weisungen bedingungslos auszuführen sind.
 
 
Die Äußerungen wurden getätigt vor dem Hintergrund des vielumstrittenen Hotelneubaus in Svetlogorsk, direkt am Ostseeufer. Der Hotelneubau erhielt im Volksmund den Spitznahmen „Glas“, weil es wie ein Trinkglas aussieht. Nach der Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Kaliningrader Gesellschaft, passt dieses Hotel weder mit seiner Architektur noch mit seinen Riesenausmaßen in die dortige Landschaft. Durch den Gouverneur wurde bereits vor ein paar Tagen klar und deutlich gesagt, dass es keine Genehmigung für diesen Hotelneubau geben wird. Die in den Äußerungen genannten Personen sind entweder Stellvertreter des Gouverneurs oder einflussreiche Unternehmer im Kaliningrader Gebiet, die in einem Zusammenhang mit diesem Hotelneubau stehen.
 
 
12.12.2016 – Kaliningrad erhält neues Grenzwachschiff
Am 10. Dezember ist in Kaliningrad ein neues Grenzwachschiff mit dem Namen „Der Zuverlässige“ eingetroffen. Es wird den Küstenschutz in der Grenzverwaltung des Kaliningrader FSB aufnehmen. Gebaut wurde dieses Schiff auf einer Werft in St. Petersburg. Der Empfang des Schiffes wurde feierlich gestaltet. In Baltisk versammelten sich Vertreter der Gebietsregierung und der Verwaltung des FSB für das Kaliningrader Gebiet. Weiterhin waren Kriegsveteranen anwesend und natürlich ein Militärorchester. Das Schiff stand für die geladenen Gäste zu einer Besichtigung bereit. Das Schiff hat eine Länge von 62 Metern und eine Wasserverdrängung von 670 Tonnen. Von Mai bis Dezember durchlief es alle notwendigen Tests.
 
 
12.12.2016 – Svetlogorsk erhält Aquapark und „WOW-Effekt“
Bei seinem Besuch am vergangenen Samstag in Svetlogorsk, informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, dass es einen Investor gäbe, der in Svetlogorsk einen Aqua-Park errichten wird. Wir haben Vorstellungen wie er aussehen wird und wo er gebaut werden kann. Und wenn wir ihn bauen, dann wird er so gebaut, dass wir damit einen „WOW-Effekt“ erreichen – so Alichanow während eines Gespräches mit Einwohnern der Ostseestadt. Der Aqua-Park wird vermutlich unter Beteiligung der Regierung und eines Privatinvestors errichtet – man wird eine staatlich-private Partnerschaft eingehen.
 

 

11.12.2016 – Grenzverletzungen auf Kaliningrader Gewässern
Die Kaliningrader Grenzorgane haben im laufenden Jahr 2016 insgesamt 20 Grenzverletzter festgesetzt, die die Seegrenze verletzt haben. Im auslaufenden Jahr wurden auf Schiffen insgesamt 4.100 Grenzkontrollen vorgenommen. Dabei wurden 20 Grenzverletzungen festgestellt, 470 Verletzungen der Grenzregeln und 40 Verletzungen anderer russischer Gesetze. Insgesamt wurden Strafen im Umfang von 850.000 Rubel ausgesprochen.
 
11.12.2016 – Riesenrad in Selenogradsk
Ein Investor plant in der Küstenstadt Selenogradsk ein Riesenrad aufzustellen. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow während der Eröffnung des „Tourismus-Informationszentrums“ in Selenogradsk am Samstag. Das Riesenrad soll im Stadtpark aufgestellt werden. Sämtliche Kosten werden durch den Investor übernommen. Technische Einzelheiten zum Riesenrad wurden nicht mitgeteilt.
 

10.12.2016 – Supermarktkette „Siebter Kontinent“ vor dem Bankrott?
Die föderale Supermarktkette „Siebter Kontinent“ wird ab kommenden Montag keine Waren mehr von den Geschäftspartnern für den Verkauf übernehmen. Wie aus Kreisen der Zulieferer für die Supermarktkette bekannt wurde, wurden diese vom „Siebten Kontinent“ aufgefordert, die noch vorhandenen Warenvorräte aus den Supermärkten so schnell wie möglich zurückzuholen. Eine Rückfrage von Kaliningrader Regionalmedien bei der Führung der Supermarktkette ergab keine Resultate. Die Journalisten wurden aufgefordert, sich am Montag bei der Firmenleitung zu melden und Fragen zu stellen. Wie aus Meldungen der Zeitung „Kommersant“ hervorgeht, will die Firma „Olymp Agro“ wegen ausstehender Zahlungen in Höhe von 1,9 Millionen Rubel die Supermarktkette für Bankrott erklären lassen. Eine entsprechende Forderung wurde beim Vertragsgericht in Moskau eingereicht.
 
 
10.12.2016 – Polnischer Botschafter besorgt über „Iskander“-Raketen in Kaliningrad
Der polnische Botschafter in Russland zeigte sich sehr besorgt über die Stationierung von Iskander-Raketen im Kaliningrader Gebiet. Aber auch andere neue Militärtechnik rufe bei ihm größte Besorgnis hervor. Welche reale Gefahr diese Raketen für Polen darstellen ist dann schon eine Frage der Militärtechnik. Aber im Ganzen schätzen wir die Handlungen Russlands als gefährlich für eine ganze Reihe von Staaten ein. Nach unserer Ansicht, stärken diese Handlungen das Gefühl eines Defizits an Sicherheit und verschlechtern die Atmosphäre der Sicherheit rings um Polen – so der Botschafter. Für Polen sind die Handlungen Russlands unbegründet. Außerdem erhalten die westlichen Politiker Informationen aus diesem Bereich aus den Massenmedien, während die NATO diesbezügliche Informationen immer sehr rechtzeitig übergibt. Für die russische Seite sind unsere Handlungen nachvollziehbar, aber umgekehrt trifft dies nicht zu. Auf russischer Seite fehlt die Durchsichtigkeit, die Transparenz im politischen Bereich – meint der polnische Botschafter. Der Botschafter erinnert, dass sein Land immer vorgeschlagen habe, zu den früheren gegenseitigen Kontrollformaten zurückzukehren. Aber das geschieht leider nicht. Wir erhalten einfach keine Einladung … und das war´s dann. Außer dem Fall, dass der Militärattaché vor kurzem mal zu einer Übung im Fernen Osten eingeladen wurde.
 
 
10.12.2016 – Militarisierung des Kaliningrader Gebietes – Phantasien
Russland reagiert auf die Ausweitung der NATO, aber das Kaliningrader Gebiet ist nicht in irgendeiner besonderen Weise militarisiert – so der Direktor des Dritten europäischen Departements im russischen Außenministerium Sergej Netschajew. „Was die Militarisierung der Region anbelangt, so sind das natürlich Phantasien, denn wir sind gezwungen auf das zu reagieren, was mit der NATO-Infrastruktur an unseren Grenzen vor sich geht und dies ungeachtet dessen, dass wir ständig versuchen zu verstehen, warum dies passiert. Aber man antwortet uns nicht konkret. Und so sind wir gezwungen adäquate Maßnahmen zu ergreifen und tun dies auf unserem eigenen Territorium, im Gegensatz zu unseren NATO-Kollegen, die sich uns auf fremden Territorium nähern“, - so Netschajew. Russland müsste sich über die Militarisierung der osteuropäischen Region wesentlich besorgter zeigen, als die Polen sich beunruhigen müssten. Er reagierte damit auf Äußerungen des polnischen Botschafters in Russland, dass die Handlungen Russlands, die Stationierung der „Iskander“-Raketen in Kaliningrad gefährlich und nicht begründet ist.
 
 
10.12.2016 – Hotelneubauten liegen im Zeitplan
Die Kaliningrader Regionalregierung informiert, dass alle Hotelneubauten in Kaliningrad sechs Monate vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft fertiggestellt sein werden. Gegenwärtig werden in Kaliningrad fünf neue Hotels errichtet. Ein Hotelneubau unter der Bezeichnung „Langendorf“ ist bereits fertiggestellt. Ein Hotel „Crystal House“ wird im ersten Quartal 2017 in Nutzung überführt und drei Hotels befinden sich noch in der aktiven Bauphase, werden aber Anfang 2018 fertiggestellt. Alle anderen Hotels im Kaliningrader Gebiet haben die Prozedur zur Einstufung in das Sterne-System durchlaufen. Hierfür hatte die Gebietsregierung Subventionen im Umfang von 3,6 Mio. Rubel zur Verfügung gestellt.
 
10.12.2016 – Keine Zeit für den EU-Botschafter
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow musste kurzfristig ein Treffen mit dem EU-Botschafter in Russland absagen, da er zu einer dringenden Besprechung nach Moskau gerufen wurde. Der EU-Botschafter Wigaudas Uschatzkas zeigte sich darüber verärgert und gab seine schlechte Laune über Facebook mit folgendem Eintrug kund:
„Ich bin gerade in Kaliningrad angekommen. Es war ein Treffen mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow geplant und bestätigt. Aber, wie schon üblich in der letzten Zeit, wenn ich in die Regionen reise, habe ich erfahren, dass man den Gouverneur plötzlich nach Moskau gerufen habe … irgendwer will wohl nicht mit mir sprechen“, - so der EU-Botschafter. Allerdings hatte der EU-Botschafter vergessen zu erwähnen, dass man ihm am Vorabend mitgeteilt hatte, dass der Gouverneur nach Moskau gerufen worden ist. Man stelle ihm aber einen Stellvertreter des Gouverneurs für seine Gespräche zur Verfügung.
 
Foto: Kaliningrader Gouverneur Anton Andrejewitsch Alichanow – Türöffner für das Kaliningrader Gebiet? Nicht immer, aber immer öfter.
 
10.12.2016 – Geld für Straßenbau im kommenden Jahr bewilligt
Für Straßenbau und Straßeninstandsetzung stehen dem Kaliningrader Gebiet im kommenden Jahr 10,2 Mrd. Rubel zur Verfügung.  Darüber informierte der Vorsitzendes des Ausschusses für Wirtschaftspolitik der Kaliningrader Gebietsduma Alexander Nikulina. In der genannten Summe sind die Gelder aus dem Gebietshaushalt und die föderalen Fördergelder enthalten. 1,8 Mrd. Rubel werden für Objekte verwandt, die im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 stehen.
 

09.12.2016 – Selbstverbrennung in Gussew
Zu einem tragischen Vorfall ist es am Donnerstag um die Mittagszeit in der Kreisstadt Gussew gekommen. In unmittelbarer Nähe zur neuen russisch-orthodoxen Kirche setzte sich ein Mann, in seinem Auto sitzend, selber in Brand, nachdem er sich vorher mit Benzin übergossen hatte. Er hinterließ einen Zettel, worauf stand: „Das ist der Teufel, ein Vorgeschickter, rettet die Kinder“. Der Mann wurde mit schwersten Verbrennungen in das Kreiskrankenhaus eingeliefert. Der zuständige Chefarzt informierte, dass der Mann künstlich beatmet werde, sein Zustand außerordentlich kritisch ist. Verbrannt ist 100 Prozent der Haut. Die Chancen eines Überlebens sind gering.
 
Foto: Tatort auf dem zentralen Platz in Gussew – Selbstverbrennung eines Mannes in einem Fahrzeug
 
09.12.2016 – Neue Luftabwehreinheiten haben Dienst aufgenommen
Der Pressedienst des Militärbezirkes „WEST“, zu dem auch der Militärkreis Kaliningrad gehört, informierte, dass neue Luftabwehrkomplexe großer Reichweite des Typs S-400 „Triumph“ ihren Dienst im Nordwesten des Militärbezirk aufgenommen haben. Die neuen Einheiten erfüllen Aufgaben im Diensthabenden System der russischen Luftverteidigung. Im August haben Spezialisten für diese neuen Waffensysteme erfolgreich die notwendigen Umschulungskurse abgeschlossen und die Beherrschung des Waffensystems auf dem Truppenübungsplatz in Astrachan unter Beweis gestellt. Das System ist ein Element des Verteidigungssystems, zu dem auch die in Kaliningrad stationierten „Iskander-Raketen“ gehören.
 
 
08.12.2016 – Ermittlungsverfahren gegen Strukturen in der Ostseeflotte
Das militärische Untersuchungskomitee führt Strafverfahren gegen Firmen und deren leitende Mitarbeiter durch, die sich im Rahmen der Versorgung der Ostseeflotte betrügerisch verhalten haben. Ermittlungen laufen gegen den ehemaligen Generaldirektor der Firma „SPB Kulinaria“ Witali Filipenko und eine Gruppe von Militärangehörigen der Ostseeflotte, die Gelder entwendet haben, die eigentlich für die Bezahlung von Verpflegungsleistungen für Soldaten bestimmt waren. Durch die Untersuchungsbehörden wurden Zulieferer, die für die Firma „SPB Kulinaria“ gearbeitet haben, aufgefordert, der Staatsanwalt zuzuarbeiten und offene Zahlungsforderungen zu melden.
 
Foto: Ostseeflotte in Kaliningrad
 
08.12.2016 – Ex-Auftragnehmer der Start-und Landebahn will außergerichtliche Einigung
Der ehemalige Auftragnehmer für die Rekonstruktion der Start- und Landebahn des Kaliningrader Airports „Chrabrowo“ will eine außergerichtliche Einigung mit „RosAviazija“ erreichen. Die Firma „StroiNovazija“ hatte im November den Auftrag für die Rekonstruktion der Start- und Landebahn verloren, da es zu einem erheblichen Zeitverzug gekommen war. Gegenwärtig sind es neun Monate zum ursprünglichen Zeitplan. Der Auftragnehmer argumentierte, dass es zum Zeitverzug wegen dem starken Kursverfall des Rubels gekommen ist und weil es in der Region keine Baumaterialien gibt, die für die Rekonstruktion benötigt werden. Der Auftragnehmer will eine Rücknahme der Vertragskündigung erreichen. Die Arbeiten sehen die komplette Rekonstruktion der Start- und Landebahn vor, sowie das gesamte dazugehörige Park- und Manöverfeld. Die neue Bahn wird nicht mehr aus Asphalt, sondern aus Beton bestehen. Dies wird dem Airport ermöglichen, alle bekannten Großflugzeuge der Welt starten und landen zu lassen. Weiterhin wird die bestehende Bahn von 2.500 auf 3.350 Meter verlängert. Der Vertrag zur Rekonstruktion wurde im September 2014 mit einem Auftragswert von 3,2 Mrd. Rubel abgeschlossen. Die Arbeiten sollten im Dezember 2016 beendet sein.
 
 
08.12.2016 – Ostseeflotte erhält neue Flugzeuge
Am Donnerstag landete auf dem Militärflugplatz in Tschernjachowsk der erste neue Jäger vom Typ SU-30CM. Darüber informiert der Pressedienst der Ostseeflotte. In der nächsten Zeit werden weitere neue Flugzeuge des Typs zur Modernisierung der dortigen Truppenteile der Ostseeflotte erwartet. Die Besatzungen der neuen Flugzeuge wurden in Ausbildungszentren im russischen Mutterland auf diese Flugzeugtypen umgeschult.
 

 

08.12.2016 – Polen verschlechtert bewusst Verhältnis zu Russland
Russland hat eindeutige Signale erhalten, dass Polen nicht die Absicht habe, die im Jahre 2012 abgeschlossene Vereinbarung zum kleinen visafreien Grenzverkehr zwischen Polen und dem russischen Kaliningrad wieder in Kraft zu setzen. Polen hatte einseitig diese Vereinbarung außer Kraft gesetzt und dies mit dem bevorstehenden NATO-Gipfel und Papstbesuch in Polen begründet. Als diese Ereignisse vorbei waren, wurde die Visafreiheit aber nicht wieder aufgenommen. Russland reagierte entsprechend und führte ebenfalls die Visapflicht für polnische Bürger ein. ne Russland qualifiziert dieses Vorgehen der polnischen Seite als ernsthaften Rückschlag in den gegenseitigen Beziehungen. In Polen wird die Annullierung der Visafreiheit durch die Bewohner der betroffenen Grenzkreise kritisiert, da in erster Linie die Polen von dieser Vereinbarung profitiert hatten – dies sowohl durch die Russen, die in Polen einkauften, wie auch durch die Polen, die billig in Russland Benzin und Tabakerzeugnisse erwerben konnten. Durch offizielle polnische Stellen wurde in den letzten Wochen eine ganze Reihe von Negativmomenten vorgebracht, um dieses Abkommen in einem möglichst schlechten Licht dastehen zu lassen.
 
 
08.12.2016 – Riesenauftrag für Bernsteinkombinat
Das Kaliningrader Bernsteinkombinat hat einen Exportauftrag im Werte von 10 Mrd. Rubel für den Zeitraum 2016-2019 unterzeichnet. Der Vertrag mit einem sehr bekannten chinesischen Juwelierkonzern wurde am 30. November unterzeichnet. Erste Lieferungen aus diesem Vertrag finden noch im Dezember 2016 statt. Vereinbart wurde zwischen beiden Seiten Vorkasse, so dass für Lieferungen keinerlei Risiken für das Bernsteinkombinat auftreten. Bei der Lieferung handelt es sich um Rohbernstein. Nach Informationen des Bernsteinkombinates werden die Lieferungen nach China höchstens 22 Prozent des jährlichen Gesamtförderaufkommens ausmachen. Weiterhin wurde vereinbart, dass die chinesische Seite in Kaliningrad eine Tochtergesellschaft gründet, die mindestens 50 Prozent des verkauften Bernsteins hier weiter veredelt. Die notwendigen Räumlichkeiten werden vom Bernsteinkombinat zur Verfügung gestellt. Die chinesische Seite wird einheimisches Personal ausbilden.
 
 
08.12.2016 – Staatsanwalt untersucht Zwischenfall mit Kriegsschiff „Admiral Essen“
Der Kaliningrader Militärstaatsanwalt hat Untersuchungen im Zusammenhang mit Beschädigungen am Schiff „Admiral Essen“ aufgenommen. Es handelt sich bei diesem Schiff um die neueste Fregatte der Schwarzmeerflotte. Die Untersuchung hat das Ziel festzustellen, ob verantwortliche Personen ihre Dienstpflichten vernachlässigt haben ober nicht. Die Beschädigungen an der Fregatte traten auf, als das Schiff ein Anlegemanöver im Militärhafen Baltisk durchführte. Der Kapitän des Schiffes wollte unter den herrschenden schlechten Wetterbedingungen für das Anlegemanöver auf einen Schlepper warten, der die notwendige Hilfe leisten sollte. Allerdings befand sich ein anderer hochgestellter, dem Kapitän vorgesetzter Offizier an Bord, der ein selbständiges Anlegemanöver befahl. Dafür mussten die „Fässer“ (Puffer) über Bord gehängt werden. Einer dieser Puffer geriet in die Schraube und es kam zur Beschädigung.
 
08.12.2016 – Bürgermeister von Jantarny macht wieder Schlagzeilen
Der Bürgermeister der Stadt Jantarny Alexej Saliwatzki macht wieder Schlagzeilen. Diesmal hat er angeboten, die in Kaliningrad geschmähte neue Kant-Skulptur zu sich in die Stadt zu nehmen. Er schlug vor, die Figur im Stadtpark von Jantarny aufzustellen und mit Bernsteinbruchstücken zu überziehen. Er habe sich bereits mit dem Initiator dieser Skulpturenaktion, dem Abgeordneten der Gebietsduma Alexander Musejewitsch in Verbindung gesetzt, doch dieser schweigt.
 
Foto: Neues Kant-Denkmal ruft heftige Kritik in Kaliningrader Kulturkreisen hervor
 
08.12.2016 – Staatsanwalt fordert Rettung des Schlosses „Preußisch-Eylau“
Der Kaliningrader Staatsanwalt hat die Verantwortlichen in Bagrationowsk aufgefordert, die Gebäude des Schlosses von Preußisch-Eylau vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Es handelt sich bei diesem Objekt um ein Kulturdenkmal von regionaler Bedeutung und befindet sich in der Verantwortung der Eigentumsagentur für Gebietsregierung. Vor zwei Jahren brach in den Gebäuden, die insgesamt eine Fläche von 5.143 Quadratmeter haben, ein Feuer aus. Das Dach ist einsturzgefährdet. Seit dem Brand und den durchgeführten Expertisen hat sich an dem Gebäude nichts getan. Die Agentur hat nichts getan zur Wiederherstellung des Gebäudes – so die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft hat nun eine entsprechende Aufforderung an die Agentur übermittelt.
 
Foto: Gebäude des abgebrannten Schlosses Preußisch-Eylau in Bagrationowsk – Kaliningrader Gebiet

 

07.12.2016 – Gouverneur entlässt Minister – Staatsanwaltschaft eingeschaltet
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Andrjewitsch Alichanow hat am Dienstag den Minister für Bauwesen Amir Kuschchow entlassen.  Bereits Anfang November wurde der Minister durch den Gouverneur disziplinar zur Verantwortung gezogen. Grund hierfür waren die Fristverletzungen bei der Erfüllung von föderalen Förderprogrammen. Im Oktober fand eine Reform des Ministeriums statt. Das Ministerium für Bauwesen wurde mit dem Ministerium für Kommunal- und Wohnungswirtschaft zusammengelegt. Der jetzt entlassene Minister für Bauwesen wurde im September 2015, im Ergebnis der Gouverneurswahlen in den Bestand der Kaliningrader Gebietsregierung berufen – damals noch durch den Gouverneur Zukanow.
 
Weiteren Mitteilungen ist zu entnehmen, dass die Entlassung des Ministers im Ergebnis von Kontrollen erfolgte, die durch das neue Ministerium für Kontrolle des Kaliningrader Gebietes durchgeführt wurden. Es entstand der Verdacht der Gesetzesverletzungen. Darüber informierte der Gouverneur Alichanow am Montag die Medien.
 
 
07.12.2016 – Chinesischer Ansturm ist vorbei
Der Ansturm chinesischer Aufkäufer von Rohbernstein, so wie in den Jahren 2013-2015 ist anscheinend vorüber. Dies erklärte ein Kaliningrader Unternehmer aus der Branche der Bernsteinhändler. Er meinte, dass man schon fast ein Jahr lang eine rückläufige Nachfrage durch chinesische Händler beobachte. Die chinesischen Händler sind zwar noch auf dem Markt anwesend, kaufen aber wenig. Ein Produzent hat vier Kilo Bernsteinkugeln hergestellt – so ein Beispiel des Kaliningrader Unternehmers – und beschäftigt sich dann mehrere Stunden mit einem chinesischen Händler, der dann im Endergebnis 50 Gramm Bernsteinkugeln symbolisch kauft – zu Preisen, die vielleicht noch in einem anderen Leben aktuell waren. Früher haben es diese Erzeugnisse noch nicht mal geschafft vernünftig verpackt zu werden, da haben die Chinesen alles mit geschlossenen Augen aufgekauft.
 
 
07.12.2016 – Generalkonsul Großbritanniens will helfen
Während eines Treffens, mit der für Außenpolitik des Kaliningrader Gebietes zuständigen Ministerin Alla Iwanowa, versprach der Generalkonsul Großbritanniens in St. Petersburg Investoren zu suchen, die interessiert sind, im Kaliningrader Gebiet aktiv zu werden. Der Generalkonsul unterstrich, dass insbesondere die Vorbereitung zur Fußball-Weltmeisterschaft für sein Land ein besonderes Interesse darstellt. Die Leiterin der Kaliningrader Agentur für die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft informierte den Generalkonsul, dass man gegenwärtig die Montage der Dachkonstruktion für das Stadion beende. Der Innenausbau habe ebenfalls bereits begonnen und die notwendigen technischen Kommunikationen sind ebenfalls bereits im Bau. Weitere Informationen erhielt der britische Generalkonsul über den Stand der Straßen-Bauarbeiten im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft.
 
 
07.12.2016 – Demonstration in Kaliningrad geplant
Die Kaliningrader Gemüter wollen sich, seit Bekanntwerden der Baumaßnahmen am Unterteich, nicht beruhigen. Ein Investor plant direkt am Unterteich, im Bereich des ehemaligen, im Kriege zerstörten Hotels „Bellevue“ ein Haus mit einer Höhe von 39 Metern zu errichten und in der ersten Etage ein Restaurant nach historischem Vorbild einzurichten. Mit dieser Lösung sind die Bürger nicht einverstanden, obwohl der Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass der Investor eine ganze Reihe von zusätzlichen Verpflichten zum Ausbau des Umfeldes auf seine Kosten erfüllen wird. Somit haben die Bürger für den 11. Dezember auf dem Wassiljewski-Platz zu einer Protestveranstaltung aufgerufen. Die Protestveranstaltung wurde durch die Stadtverwaltung genehmigt. Die Initiatoren der Veranstaltung haben bereits eine Unterschriftensammlung durchgeführt. 500 Unterzeichner haben darin erklärt, mit der sogenannten „Punktbebauung“ nicht einverstanden zu sein. Neben der Annullierung der Bebauung des Gebietes an sich, wollen die Anwohner auch erreichen, dass dieses Gebiet im Nutzungsregister der Stadt umqualifiziert und zukünftig als Wald- und Erholungszone deklariert wird.
 
 
07.12.2016 – Raketen-Frühwarnsystem in Kaliningrad modernisiert
Das in Kaliningrad stationierte Raketenfrühwarnsystem, Teilelement des gesamtrussischen Raketenabwehrsystems, wurde einer Modernisierung unterzogen. Die mit der Modernisierung beauftragte Sonderstruktur informierte, dass man das in der Nähe der Stadt Pionersk gelegene Objekt in den kommenden Tagen den Nutzern einsatzbereit übergeben werde. Instandgesetzt wurden Verwaltungs- und Unterbringungsgebäude sowie Gebäude für die technische Ausstattung.
 

Karte: Pionersk, Ostsee-Kleinstadt und Standort der Residenz des russischen Präsidenten sowie Elemente des russischen Raketen-Frühwarnsystems
 
07.12.2016 – Drei in Eins – kompakter Erfolg polnischer Zöllner
Polnischen Zöllner ist es gelungen, einen dreifachen Erfolg bei nur einem einzigen Schmuggler zu verbuchen. Ein russischer Bürger aus Kaliningrad versuchte mit seinem Fahrzeug über den Grenzübergang Mamonow-Gronowo morgens gegen fünf Uhr 3.312 Schachteln Zigaretten nach Polen zu schmuggeln. Diese Zigaretten wurden von den polnischen Zöllnern entdeckt. Bei der Gelegenheit bemerkten die Zöllner, dass auch das Fahrzeug selber gestohlen und die Fahrzeugnummer gefälscht worden war. Und dann bemerkten die Zöllner auch noch, dass der Fahrer selber betrunken war. Somit Pech auf der ganzen Linie – für den Kaliningrader, der sich jetzt vor einem polnischen Gericht zu verantworten hat.
 
07.12.2016 – Gouverneur sucht selbstlosen Investor
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow sucht einen Investor für den „Wrangel-Turm“ in Kaliningrad, der weniger über Geld nachdenkt, als über die Sache an sich. Er glaubt, bereits über so einen Investor zu verfügen, denn es stehen vorbereitende Gespräche auf seinem Arbeitsplan. Allerdings, so sagte der Gouverneur, gäbe es mehrere Interessenten für dieses Objekt im Zentrum der Stadt. Alle früheren Bewerber haben ihm nicht so richtig gefallen. Es ist alles eine Frage des Geldes, was die Investoren von der Stadt bzw. dem Gebiet fordern. Wir sind an Investoren interessiert, die weniger über Geld nachdenken, als vielmehr über die Historie nachdenken und über ihren eigenen Namen, den sie in die Historie der Stadtentwicklung einbringen können.
Gegenwärtig befindet sich der „Wrangel-Turm“ im Besitz des Bernsteinmuseums. Die ursprüngliche Idee, in diesem Turm ein Museum für russische Waffen einzurichten, habe man zu den Akten gelegt. Aber dort irgendeine Bar oder Restaurant einzurichten ist auch keine Lösung. Es sollte schon ein Projekt sein, welches sich mit musealer Thematik beschäftigt – so der Gouverneur Anton Alichanow. Dem Gouverneur ist klar, dass der Investor damit kaum Geld verdienen wird, deshalb ist man auch bereit über eine kommerzielle Nutzung eines kleineren Teils dieses Turms nachzudenken. Das von Arthur Sanitz erarbeitete Konzept der Gestaltung des Umfeldes gefällt ihm auch nicht – informierte Anton Alichanow. Sanitz hatte geplant, dort u.a. einen Dinosaurier-Park einzurichten. „Das ist an der Grenze von Gut und Böse“, - so der Gouverneur.

 

06.12.2016 – Hauptgesellschafter des „Hauses der Räte“ will Endausbau
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass der Hauptbesitzer des Gebäudes „Haus der Räte“, die Firma „ProtoStroi“ erklärt hat, das Haus auszubauen und einer Nutzung zuzuführen. Die Kaliningrader Regierung wird den Besitzern keinerlei Steine in den Weg legen, damit das Haus endlich einer Nutzung zugeführt wird. Zumindest mit Worten habe man nun erklärt, dieses Gebäude zu Ende bauen zu wollen. Jetzt müssen juristische Einigungen gefunden werden, die alle Beteiligten zufrieden stellt, um an diesem Projekt mit voller Kraft zu arbeiten – so der Gouverneur. In der nächsten Zeit wird es ein Treffen mit der Firma „ProtoStroi“ geben. Es muss eine Einigung über die erhebliche Rekonstruktion des Gebäudes gefunden werden. Sollte es nicht gelingen, dass Gebäude, zumindest vom äußeren Anblick bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft zu rekonstruieren, so ist die Verkleidung der Fassade mit Reklame geplant. Dafür existieren bereits Pläne.
 
Grafik: Projektentwurf für Königsberger Stadtschloss mit integriertem Haus der Räte
 
06.12.2016 – Chefarchitekt gibt Kommentare zum „Haus der Räte“ ab
Der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad Wjatscheslaw Genne kommentierte die Vorschläge, dass Haus der Räte zu rekonstruieren. Er erinnerte in einem Radiointerview daran, dass sich um dieses Gebäude eine Reihe von Legenden ranken. So gibt es Gerüchte über Risse im Fundament des Gebäudes. In Wirklichkeit gibt es nirgendwo in dem Gebäude irgendwelche Risse. „Ich glaube, das Gebäude wird auch einen direkten Atomschlag überleben“, - so der Chefarchitekt. Er betonte, dass das Gebäude selber sehr interessant ist, denn es handelt sich um ein großes monolites Gebäude. Derartige Gebäude sind in der ganzen Welt sehr viele gebaut worden. Vielen gefällt die Architektur nicht, aber es gibt auch viele, denen die gotische Architektur nicht gefällt. Der Chefarchitekt schätzt die Kosten für den Innenausbau des Gebäudes auf 800 Mio. Rubel.
Grafik: Kaliningrad im Streit der architektonischen Kulturen
 
06.12.2016 – Probleme existieren, aber zur WM-2018 wird alles bereit sein
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow versicherte, dass alle Arbeiten zur Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft pünktlich erledigt sein werden, ungeachtet einiger gegenwärtiger Probleme. „Wir wissen, es gibt keinerlei andere Varianten, wir müssen alles fristgerecht fertigstellen zur Weltmeisterschaft. Mögliche Störungen werden wir nicht zulassen“, - so Alichanow. Er hob hervor, dass es im Gebiet eine ganze Reihe ungelöster Probleme im Zusammenhang mit den föderalen Förderprogrammen gibt, die bis 2020 umgesetzt werden müssen. Einige Beamte haben hier ihre Pflichten vernachlässigt und sind dafür abgemahnt worden. Es gibt einige Objekte aus dem Sektor der kommunalen Wohnungswirtschaft, die bereits seit dem Jahre 2013 hängen – so der Gouverneur. Es wurde daran erinnert, dass das Gebiet Kaliningrad erst vor kurzem durch das föderale Zentrum mit einer Strafe von 30 Mio. Rubel wegen Nichterfüllung föderaler Förderprogramme belegt wurde. In diesem Jahr sind die zur Verfügung gestellten föderalen Fördergelder nur zu 44 Prozent ausgelastet worden. Wie die restlichen Gelder bis Jahresende noch genutzt werden können, ist unklar. Wahrscheinlich wird Kaliningrad eine weitere Strafzahlung leisten.
 
 
06.12.2016 – Harsche Kritik an neuem Kant-Denkmal
Der bekannte Kaliningrader Schriftsteller, Ehrenbürger der Stadt Kaliningrad und neues Mitglied im Kaliningrader Kulturrat, Jewgeni Grischkowez kritisierte scharf das neue Denkmal für den deutschen Philosophen Kant, welches gegenüber dem Kant-Dom aufgestellt werden soll. Der „lustige Kant“ ist überhaupt nicht lustig – so Grischkowez. Der Gedanke selber ist gut. Ich habe schon viele Städte gesehen, die mit Skulpturen vollgestellt sind. Da waren Hunde dabei, besoffene Klempner und „mein Nachbar“ – alles macht man. Kaliningrad hat an diesem Trend bisher nicht teilgenommen. Aber das, was ich jetzt gesehen habe ist irgendetwas zwischen einem Zwerg an einem deutschen Haus und einer schlechten Variante für des Museum der Madame Tussauds.  
 
Foto: Geplantes Kant-Denkmal aus der Serie „Gute Leute der Stadt“
 
06.12.2016 – Hinter verschlossenen Türen – der Bernsteinbasar am Bernsteinmuseum
Das Thema der Verlegung des Bernsteinbasars, bestehend aus unansehnlichen Verkaufsständen direkt neben dem Bernsteinmuseum, wurde hinter verschlossenen Türen besprochen. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow bat die Vertreter der Massenmedien den Sitzungssaal zu verlassen, da er den anwesenden Beamten ein paar unangenehme Wahrheiten zu sagen habe. Anlass für die Versammlung war eigentlich die offizielle Vorstellung des neuen Kaliningrader Kulturrates. Die Kaliningrader Journalisten mussten ihre Aufzeichnungsgeräte ausschalten, als man begann, das Thema der Verlegung von 23 mobilen Verkaufsständen für Bernsteinerzeugnisse zu besprechen. Vertreter dieser Kaliningrader Unternehmer und Vertreter des Bernsteinmuseums waren nicht anwesend. Auf die Frage an den Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak, wo diese Personen sind, antwortete dieser: „Wir leben in einem freien Land und wer will, kann kommen.“ Er konnte nicht überzeugend darlegen, dass die betroffenen Personen überhaupt eingeladen worden waren oder eine Information über die stattfindende Maßnahme übermittelt wurde. Einzelne Mitglieder des Kulturrates meinten, dass es keinen Sinn macht über die Verlegung des Basars zu sprechen, wenn die Beteiligten nicht anwesend sind. Auch wurde das neue Projekt durch die stellvertretende Leiterin des Kulturrates kritisiert. Sie bezeichnete es als „Zigeunerlager“. Danach wurden die Journalisten durch den Gouverneur gebeten den Raum zu verlassen. Die Leiterin der Pressestelle der Gebietsregierung hatte zu kontrollieren, dass keinerlei elektronische Geräte der Journalisten zufällig vergessen wurden. Nach zehn Minuten erhielten die Journalisten wieder Einlass.
 
 
06.12.2016 – Kaliningrader Gouverneur unzufrieden mit dem Bernsteinkombinat
Nach Meinung des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, entwickelt sich das Kaliningrader Bernsteinkombinat nicht in der Richtung, wie es zu wünschen wäre. Der Verkauf des Bernsteinkombinates ist völliger Kleinkram und reicht nicht aus, damit das Kombinat seine Kosten deckt. Meiner Meinung nach, bewegt sich das Kombinat nicht in die richtige Richtung. Leider ist es so, dass die Vorgaben für das Bernsteinkombinat zum Verkauf von Bernstein, welche im Rahmen des Bernsteinforums im Oktober benannt wurden sind, Verträge mit den Chinesen nicht abgeschlossen worden sind. Und der Verkaufsumfang, auf den wir gehofft hatten bis zum Ende des Jahres nicht erfüllt werden – so der Gouverneur in einem Interview mit TASS.
 
 
06.12.2016 – Reform des Kaliningrader Rates für Investitionen
In einem Interview mit TASS informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow über eine bevorstehende Reform das Kaliningrader Investorenrates. Verändert werden sowohl die Struktur wie auch der Personalbestand. „Wir haben einen Investitionsrat und wir werden diesen reformieren. Irgendjemand hatte unlängst gescherzt, dass ein Investor sich vor diesem Rat eher verantworten muss, als dass er Informationen für ein Engagement erhält“, - so sinngemäß der Gouverneur. Ein Mensch, der bereit ist Geld in die Region zu investieren wird sofort beschuldigt, der Umwelt Schaden zufügen zu wollen und so weiter. Wir helfen also diesem Investor nicht, sondern wir verhören ihn. Deshalb werden wir das Format ändern und den Personalbestand. Es wird mehr Vertreter des Unternehmertums dort geben, Bankmitarbeiter, damit alle Fragen von Experten besprochen werden, die dem Investor real helfen – so Alichanow.
 
Foto: Ukrainischer Trommler, der gestern im betrunkenen Zustand randalierte (wir berichteten) – vor einem Schnellgericht
 
06.12.2016 – Ex-Bürgermeister Luschkow soll Führungsposition erhalten
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow möchte, dass der ehemalige Bürgermeister von Moskau und jetziger Kaliningrader Landwirtschaftsspezialist Juri Luschkow die Kommission für Grund und Boden leitet, deren Schaffung gegenwärtig in der Kaliningrader Gebietsregierung beraten wird. Alichanow findet dies eine optimale Lösung, wenn Luschkow diese Führungsfunktion nicht im Status eines Beamten ausüben würde. Der Gouverneur charakterisierte den Moskauer Ex-Bürgermeister als „Menschen mit einem breiten Verstand und großer Erfahrung. Er möchte Kaliningrad als Pilotregion nutzen und er hat einige Vorstellungen für zusätzliche wirtschaftliche Instrumentarien in der Landwirtschaft. Ich hoffe, wir können das alles nutzen“, - so der Gouverneur. Wenn wir gute Erfahrungen sammeln, könnte Kaliningrad das Beispiel für ganz Russland werden. Der Gouverneur erinnerte daran, dass gegenwärtig im Kaliningrader Gebiet mehr als 480.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche existieren, davon werden 235.000 Hektar nicht genutzt. In den letzten fünf Jahren wurden 135.000 Hektar wieder einer landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt, im auslaufenden Jahr 26.700 Hektar.
 
 
06.12.2016 – „Haus der Räte“ ist eine Schande
Die stellvertretende Leiterin des neuen Kaliningrader Kulturrates und Direktorin des bekannten Kaliningrader Meeresmuseums Svetlana Siwkowa bezeichnete das „Haus der Räte“ als eine Schande für die Stadt. Sie forderte dazu auf, dieses Gebäude endlich in Nutzung zu nehmen. Sie forderte verwaltungstechnische Schritte, um diese Frage endlich einer Lösung zuzuführen. Sie erinnerte, dass verschiedene Feiertage, die man auf dem Platz vor dem Haus durchführt, eigentlich Feiertage auf Ruinen sind und dieses Objekt die Seelen unserer Kinder verdirbt.
 
Foto: Svetlana Siwkowa – stellvertretende Leiterin des Kaliningrader Kulturrates
 
06.12.2016 – Alichanow: Wir sind für die Unternehmer da und nicht umgekehrt
Das Unternehmertum muss mehr zu den Fördermöglichkeiten wissen, die das Kaliningrader Gebiet für seine Investoren bereit hält. Dies erklärte der Kaliningrader Gouverneur in einem Interview mit TASS am Montag. Wir müssen dem Unternehmertum sagen können: Komm, bei uns ist alles vorbereitet. Mir scheint, wir müssen uns nur besser verkaufen – so der Gouverneur. Er informierte, dass die Kaliningrader Wirtschaft nun schon das vierte Jahr ununterbrochen zweistellige Rückfallraten bei der Entwicklung der Grundfonds aufzeige. Dies hängt einerseits mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation zusammen, aber auch damit, dass zu wenig Reklame auf föderaler Ebene gemacht werde. Außerhalb des Gebietes kennt man Kaliningrad kaum, weiß nicht, was Kaliningrad den Unternehmern und Investoren anbieten kann. Es gibt nur ein Prinzip: Nicht das Unternehmertum muss für uns arbeiten, sondern wir für das Unternehmertum“, - so Alichanow. Wichtig ist, dass wir vom Wort zur Tat kommen, kundenorientiert und wir aufhören, dass Unternehmertum nur zu betrachten als Quelle für die Auffüllung unseres Gebietshaushaltes oder als Quelle für persönliche Bereicherung oder als Leute, die dem Gebiet irgendetwas schulden. Nein, wir die Verantwortlichen sind verpflichtet. Für die Gehälter die wir erhalten, müssen wir auch qualitative Hilfe erweisen – so der Gouverneur weiter.
 

05.12.2016 – Ukrainischer Trommler festgesetzt
Durch die Kaliningrader Transportpolizei wurde am Sonntag ein ukrainischer Trommler auf dem Airport festgesetzt. Anscheinend hatte er in Kaliningrad zuviel „getrommelt“ und führte sich im Flughafen gegenüber dem Personal aggressiv auf. Im stark alkoholisierten Zustand brach er mit der Faust die Nase eines Dispatchers. Das fand weder der Dispatcher noch die Polizei gut und die ukrainische Musikergruppe „Therr Maitz“, die in Kaliningrad Konzerte gegeben hatte, musste wohl ohne ihren Trommler abfliegen. Der Flug verzögerte sich um 40 Minuten, so dass wohl der Aufenthalt der ukrainischen Musiker in Kaliningrad zu einem Verlustgeschäft werden wird.  
 
 
05.12.2016 – Moskauer Kantine wird beschuldigt
Die 16 Kinder aus Kaliningrad, die am Samstag aus einem Zug von Moskau nach Kaliningrad in ein Krankenhaus in Smolensk wegen Vergiftungserscheinungen eingeliefert werden mussten, haben sich vermutlich in einer Moskauer Stolowaja (Kantine, Schnellimbiss) vergiftet. Zu dieser Vermutung kamen die untersuchenden Organe und haben die betreffende Einrichtung bereits per Beschluss der russischen Verbraucherschutzbehörde schließen lassen.  Es wurden insgesamt vier Einrichtungen kontrolliert, in denen die Kinder Speisen zu sich genommen hatten. Hierzu gehörte auch ein Schnellimbiss in unmittelbarer Nähe des Hotels, in dem die Gruppe aus 79 Personen untergebracht war.
 
 

04.12.2016 – Kaliningrader Kinder in Smolensk hospitalisiert
Auf dem Rücktransport von Moskau nach Kaliningrad über Smolensk mussten 16 Kinder einer Gruppe aus Kaliningrad mit bisher unklaren Krankheitssymptomen in ein Krankenhaus in Smolensk eingeliefert werden. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat die Situation unter seine persönliche Kontrolle genommen und steht im engen Kontakt mit seinem Amtskollegen im Gebiet Smolensk. Der dortige Gouverneur hat ihm versichert, dass den Kindern alle nur denkbare medizinische Hilfe zuteil wird. Anderthalb Stunden nach Abfahrt aus Moskau wendeten sich die Kinder an die medizinische Zugbegleitung und informierten über Unwohlsein und Halsschmerzen. Die Gruppe besteht insgesamt aus 79 Personen. Sie befanden sich vom 28.11-02.12. in Moskau um an einem Ausflugsprogramm „Wir sind Russen“ teilzunehmen. 16 Kinder befinden sich in der Infektionsabteilung des Smolensker Krankenhauses. Alle anderen Kinder setzten die Fahrt fort und wurden bei Eintreffen im Kaliningrader Gebiet sofort in ein Krankenhaus in Gussew zu Untersuchungen gebracht. Dort wurden bei vier weiteren Kindern Anzeichen einer Erkrankung bemerkt. Unter ärztlicher Begleitung wurden alle Kinder weiter nach Kaliningrad gebracht, wo weitere medizinische Hilfe im vollen Umfang erbracht wird.
 
04.12.2016 – Generalrekonstruktion Kaliningrader Zoo erst ab 2019
Für eine generelle Rekonstruktion des Kaliningrader Zoo wird erst ab 2019 Geld zur Verfügung stehen – so der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk. Bis dahin wird die Stadt dem Zoo nur die notwendigen Gelder für laufende Instandsetzungen zur Verfügung stellen können. Dies erklärte der Bürgermeister gegenüber Journalisten am vergangenen Freitag. Es haben Gespräche mit dem Gouverneur Anton Alichanow zum weiteren Schicksal des Zoos stattgefunden und wie wir diesen entwickeln können – so der Bürgermeister. Immerhin ist der Kaliningrader Zoo einer der ältesten in Europa. Um hier das notwendige Niveau zu erreichen, müssen umfangreiche Mittel investiert werden. Der Gouverneur hat Hilfe versprochen und gemeinsam wird man an der Umsetzung der Konzeption arbeiten, die bereits für den Zoo vorliegt. Die Direktorin des Kaliningrader Zoo hatte bereits vorhergehend informiert, dass der Zoo keine besonderen Aktivitäten in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 durchführen wird.
 
 
04.12.2016 – Kaliningrader Rentner erhalten Einmal-Zahlung zur Rente
So wie alle Rentner in Russland, so erhalten auch die Kaliningrader Rentner im Monat Januar zusätzlich zu ihrer normalen Rente eine Einmalzahlung in Höhe von 5.000 Rubel. Über diese, aus dem föderalen Haushalt finanzierte Zuwendung, können sich im Gebiet 283.000 Rentner freuen. Diese Einmalzahlung erhalten alle russischen Rentner, die auf dem Territorium der Russischen Föderation ihren ständigen Wohnsitz haben und die bis zum 31.12.2016 mindestens einmal eine Rentenzahlung erhalten haben. Die Auszahlung an die Rentner erfolgt ohne jegliche Antragstellung. Außer dieser Einmalzahlung finden jährlich zweimal Rentenanpassungen statt. Einmal wird eine sogenannte Indexierung vorgenommen, also ein Zuschlag zum Ausgleich der Inflation und die zweite Anhebung der Rente erfolgt in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes.
 
Foto: Mobile Rentenauszahlstelle für entfernt gelegene Siedlungen im Kaliningrader Gebiet
 
04.12.2016 – Polnische Zöllner beschlagnahmen Schmuggelfahrzeuge
Seit Anfang des Jahres haben polnische Zöllner 100 Fahrzeuge beschlagnahmt, die zum Schmuggel, hauptsächlich Zigaretten, benutzt worden sind. Dies berichtet der polnische Sender „Radio Olsztyn“ unter Bezug auf den Vertreter der Zollkammer in Olsztyn. Eine Beschlagnahme des Fahrzeuges erfolgt, wenn an diesem konstruktive Veränderungen vorgenommen worden sind, um dort Zigaretten oder andere Ware zu verstecken. Die beschlagnahmten Fahrzeuge werden zu einem späteren Zeitpunkt versteigert. Da jeder mitbieten kann, bieten auch häufig die ehemaligen Besitzer der Fahrzeuge, um in den Besitz zu gelangen. Durch den Zoll wird alles unternommen, damit diese Fahrzeuge auch weiterhin – egal wer der Besitzer ist – unter Aufsicht stehen.
 

03.12.2016 – Bald Zugverbindung Moskau-Kaliningrad-Berlin?
Die föderale Passagier-Company prüft Möglichkeiten für eine Zugverbindung von Moskau nach Berlin über Kaliningrad. Darüber informierte der Stellvertretende Generaldirektor der Firma Konstantin Torubarow. In Kaliningrad gibt es die Möglichkeit der Umspurung auf europäische Schienennormen und wenn es ausreichend Nachfrage gibt, so wird auch ein Zug fahren. Ab 17. Dezember wird eine Zugverbindung zwischen Moskau und Berlin in Betrieb genommen. Der Zug wird zweimal wöchentlich verkehren.
Karte: Die Zugverbindung Moskau-Kaliningrad existiert bereits. Ein Anschluss nach Europa fehlt.
 
03.12.2016 – Gespräche mit litauischem Zoll zur schnelleren Zollabfertigung im Bahnverkehr
Die Russische Bahn und Litauen führen Gespräche über eine schnellere Zollabfertigung der Passagiere, die die Zugverbindung von Kaliningrad ins russische Mutterland und umgekehrt nutzen. Wie der stellvertretende Generaldirektor der Russischen Bahn informiert, möchte man eine schnellere Kontrolle seitens der litauischen Zöllner und Grenzbeamten erreichen. Sollten die Gespräche erfolgreich sein, könnte sich die Fahrtzeit um 4-6 Stunden verkürzen. Dies wiederum führt zu einem höheren Passagieraufkommen und einer besseren Rentabilität auf dieser Strecke.
 
03.12.2016 – Auf der Suche nach einem besseren Leben – Franzose festgesetzt
Ein französischer Staatsbürger war in Osteuropa auf der Suche nach einem besseren Leben, so erzählte er es den russischen Grenzorganen, die ihn beim illegalen Überschreiten der Grenze von Polen in das Kaliningrader Gebiet stellten. Es handelt sich um einen 27jährigen Franzosen, der keine Personaldokumente mit sich führte. In einem ersten Verhör nach seiner Festsetzung sagte er aus, dass er auf der Suche nach einem Land ist, wo er besser leben und sich selber besser verwirklichen kann. Er habe bereits in seinem Heimatland, aber auch in anderen europäischen Ländern gesucht, jedoch keinen geeigneten Ort gefunden, der seinen Vorstellungen entspricht. Er bekannte sich des illegalen Grenzübertritts schuldig. Mit sich führte er ein Mobiltelefon und eine topographische Karte, warme Bekleidung und Lebensmittel.
 
Anm. UN: Vorläufig wird er wohl kaum die Möglichkeit für eine eigene Selbstverwirklichung unter Bedingungen haben, die besser sind, als die, unter denen er bisher gelebt hat, denn die russischen Sicherheitsorgane haben ihm alternativlos Gastfreundschaft in einer FSB-eigenen Immobilie mit kompletter Rund-um-Versorgung angeboten – ein Angebot, welches er nicht ablehnen konnte.
 
 
03.12.2016 – Bürgermeister will in „Haus der Räte“ umziehen
Der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk findet die Idee des Gouverneurs Anton Alichanow gut und ist bereit, mit der Stadtverwaltung in das Haus der Räte umzuziehen – nach dem es natürlich nutzungsfähig ist. Somit kommt dem Gebäude die eigentliche Zweckbestimmung wieder zu, so wie es einstmals gedacht war, denn auch die Kaliningrader Gebietsregierung, die gegenwärtig ihren Sitz in der Dmitri Donswkowo in einem altdeutschen Gebäude hat, ist bereit, in das Haus der Räte, nach dessen Fertigstellung, überzusiedeln.
 
 
03.12.2016 – Airport Chrabrowo mit insgesamt positiver Bilanz
Die Geschäftsführung des Kaliningrader Airports Chrabrowo hat die Zahlen für den Monat Oktober vorgelegt. Insgesamt wurden im Jahre 2016 bisher 1,3 Mio. Passagiere befördert. Das sind 2,13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres – und dies, trotzdem der Airport eine einzige Baustelle ist. Während die Anzahl der Reisenden innerhalb Russlands um 9 Prozent wuchs, ging die Anzahl der Reisenden auf internationalen Strecken um fast 58 Prozent zurück.
 

 

 
02.12.2016 – Mehr Bernstein, mehr Gold, mehr Silber
Die Produktion von Gold- und Silberschmuck unter Verwendung von Bernstein ist um 18 Prozent gestiegen. Während im Jahre 2015 wurden 1.135 Juweliererzeugnisse aus Gold, Silber mit Bernsteinelementen hergestellt – mit einem Gesamtgewicht von 3,7 Tonnen. Das sind 18 Prozent mehr, als noch im Jahre 2014, wenn man die Stückzahl vergleicht. Vom Gewicht her sind es nur 15 Prozent mehr. Die Angaben wurden einem Projektpapier zur Strategie der Entwicklung des Bernsteinsektors des regionalen Industrieministeriums entnommen. Legal arbeiten gegenwärtig rund 200 Unternehmen und Einzelunternehmer in der Bernstein-Juwelierbranche im Kaliningrader Gebiet.
 
 
02.12.2016 – Vandalen zerstörten, Kaliningrader restaurierten
Vandalen haben die Skulptur „Kind mit Katze zerstört“. Die altdeutsche Skulptur zierte einen Hauseingang in der ul. Kommunalnoi. Für die Restaurierung wurden Fördergelder aus dem Gebietshaushalt genutzt, die dem Fond für die Erhaltung von Kulturdenkmälern entnommen worden. Irgendwann im Zeitraum 1980-2000 hatten Vandalen dem Kind und der Katze den Kopf abgeschlagen. In diesem Zustand befand sich die Skulptur einige Jahrzehnte. Der Kaliningrader Künstler Fjodor Moros restaurierte nun diese Skulptur zu einem Preis von 191.000 Rubel.  Die Skulptur wurde im Jahre 1934 durch Liselotte Steiner geschaffen. Aufgestellt wurde die Skulptur an dem Haus, wo die Künstlerin mit ihrem Mann, dem Königsberger Akademiker Artur Steiner lebte.
 
Foto: Skulptur „Kind mit Katze“, restauriert 2016 mit Mitteln aus dem Fond zur Erhaltung des Kulturerbes
 
02.12.2016 – Kaliningrader Gesundheitswesen doch besser als behauptet?
Nach den Worten der stellvertretenden Gesundheitsministerin der Russischen Föderation, belegt Kaliningrad zu Fragen des Gesundheitswesens im föderalen Maßstab den 20. Platz und scheint damit wohl besser zu sein, als die Mehrzahl der Kaliningrader dies subjektiv empfindet. Die stellvertretende Gesundheitsministerin Tatjana Jakowlewna traf diese Äußerungen im Rahmen eines Treffens mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. „Ich kann sagen, dass Kaliningrad ein besonders Subjekt der Russischen Föderation ist. Aber zu Fragen der Organisation der medizinischen Hilfe befindet es sich unter den ersten Zwanzig im Land. Natürlich gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten und es gibt ein gutes Potential um für andere russische Regionen als Beispiel zu dienen“, - so die stellvertretende Gesundheitsministerin.
Anmerkung UN: Aus persönlichem Erleben kann ich bestätigen, dass das Stomatologie-System auf allerhöchstem Niveau in Kaliningrad ist – bei Preisen um die Hälfte niedriger als in Deutschland. Dieses System wird durch mich zweimal jährlich genutzt. Alle anderen Gesundheitsleistungen nutze ich in Deutschland.
 

Foto: Gouverneur Anton Alichanow im Gespräch mit der stellvertretenden Gesundheitsministerin Russlands
 

01.12.2016 – Stadtteil „Selma“ erhält neue Schule
Der im Norden der Stadt gelegene Stadtteil „Selma“ entwickelt sich sehr dynamisch. Schon jetzt reichen die vorhandenen Infrastrukturelemente, insbesondere Schulen nicht mehr aus. Das Gymnasium Nr. 40, das modernste und beliebteste Gymnasium in der Stadt ist voll ausgebucht. Pläne für eine neue Schule gibt es schon länger und diese sollen nun im kommenden Jahr realisiert werden. Über die Baupläne für die neue Schule, die 1.700 Plätze umfassen soll, informierte der Vorsitzende des Stadtrates Andrej Kropotkin. Außer dieser Schule werden auch in anderen Stadtteilen neue Schulen gebaut. So u.a. eine Schule in der Artilleriestraße mit 1.000 Plätzen. Der Baubeginn ist unterschiedlich, immer in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln.
 
 
01.12.2016 – Stadtrat beschließt ausgewogenen Haushalt 2017
Der Kaliningrader Stadtrat hat für das kommende Jahr einen ausgewogenen Haushalt beschlossen. 10,6 Mrd. Rubel Ausgaben stehen auch 10,6 Mrd. Rubel Einnahmen gegenüber. Im Jahre 2016 gab es ein Haushaltsdefizit von 2,28 Mrd. Rubel – recht erheblich, gemessen am Gesamtbudget, welches der Stadt Kaliningrad zur Verfügung steht. Bei der Planung des Haushaltes sind die Verantwortlichen von einem Rückgang der Einnahmen um 28,5 Mio. Rubel, im Vergleich zum Jahre 2016 ausgegangen. Außerdem geht die Stadt von Einnahmen aus anderen Quellen im Umfang von 2,7 Mrd. Rubel aus – also vermutlich Fördergelder aus dem Regionalhaushalt oder durch Verkäufe von Stadteigentum. Den größten Ausgabenposten betreffen wieder die Sozialausgaben mit 57 Prozent aller geplanten Einnahmen.  
 
 
01.12.2016 – Gebiet Kaliningrad – Wichtige und schwierige Region
Der russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch nannte die Kaliningrader Region „wichtig“ aber „nicht ganz einfach“. Während einer Sitzung im Föderationsrat, der Oberkammer der russischen Staatsduma, bezeichnete der die Region als strategisch wichtig für Russland. Deshalb gibt es Prioritäten in allen Arten des Transportes. Die Situation hierzu stellt sich schwierig dar. Es existiert ein Programm für die Rekonstruktion von Schlüsselobjekten der Transportinfrastruktur – so wurde weiter informiert. Als eines der wichtigsten Verkehrsprojekte gilt der Bau des Verkehrswegenetzes auf der Insel – dem Standort des neuen Stadions, Austragungsstätte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Straßen die aus Kaliningrad in Richtung Polen führen. Für diese Baumaßnahmen stehen 30 Mrd. Rubel zur Verfügung.
 
 
01.12.2016 – Alle 14 Tage wieder – Technische Wunder auf unserem Internetportal
Wenn technisch alles klappt, müsste in der Nacht zum 1. Dezember unser neugieriger Wissenstest aus November verschwunden und eine Sekunde später eine neue Umfrage zu Ihrer Meinung zu sehen sein. Ein paar Felder in unserer Umfrage warten darauf, von Ihnen mutig und völlig kostenfrei angeklickt zu werden. Sie brauchen sich noch nicht einmal des mühevollen Vorgangs einer Registrierung zu unterziehen. Danach eröffnen sich Ihnen vermutlich keine neuen Welten, aber ein neues Fenster mit einem Artikel, der Ihnen vielleicht zusätzliches Wissen vermittelt. Zumindest erfahren Sie, was wir wissen oder denken.
 
 
 
 
 

 

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   Kommentare ( 26 )

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 6. Dezember 2016 11:59:10

@Kant-Denkmal und andere Gedenktafeln
Da Ordnung rein zu bringen ist immer gut um Kunst von Krempel zu unterscheiden. Die Kant Darstellung sieht meines Erachtens nicht nach einem Kunstwerk sondern wie eine Figur vom einer Jahrmarktsbude aus.

Jewgeni Grischkowez: "Ich habe schon viele Städte gesehen, die mit Skulpturen vollgestellt sind. Da waren Hunde dabei, besoffene Klempner und „mein Nachbar ..." Ganz und gar richtig!

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 7. Dezember 2016 22:37:36

@K-W P: Sicherlich ist es gut, wenn die Stadt da etwas "Ordnung" schafft. Aber auf der anderen Seite muß man sehen, das das Skulpturenkaos in russischen Städten teilweise Ausfluss russischen Humors ist -ich finde das durchaus symphatisch. Beispiel "joschkin kot" - einfach mal suchen und Bedeutung ergründen ;-)

kgd .ru Veröffentlicht: 8. Dezember 2016 16:59:30

[10 Luxus-Toiletten und 300 normale für Massenveranstaltungen bestimmte Toiletten zum Kauf ausgeschrieben...]

Da tut sich die Kaliningrader Stadtverwaltung mit den beiden Varianten noch leicht.
Im keinem von uns gewählten EU Parlament stehen beim praktizierten westlichen Genderwahn bereits über 60 verschiedene Geschlechter-Möglichkeiten zur Auswahl. Einfach einmal die abartigen Forderungen mancher pädophiler (Grün-)Politiker beachten!

Die GRÜNEN könnten zum Beispiel bald verlangen, bei jedem Großevent 60 verschiedene Häuschen aufstellen zu lassen. Für jede Sorte ihrer Perversen eines.

Marko Bruhn Bruhn Veröffentlicht: 13. Dezember 2016 19:46:00

Gouverneur Anton Alichanow scheint ein sympathischer Typ zu sein(für mich), wie würd er von den Kaliningrader wahrgenommen, eher streng vermute ich mal

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. Dezember 2016 22:41:47

... ja, er kommt durch seine lockere Art und Weise bei den Kaliningradern gut rüber. Er ist aber auch erst zwei Monate im Amt und wird wohl eher in der Regierung selber als streng empfunden - allerdings nur von denen, die in den letzten Wochen ihren Arbeitsplatz dort verloren haben. Ansonsten ist es in Russland so, dass man als "Weichei" nicht sehr weit kommt. Ich habe den Eindruck, als ob der Gouverneur gegenwärtig gut abwegt, wann er lächeln sollte und wann er bis an aggressive Grenzen gehen muss.

Hauke Veröffentlicht: 15. Dezember 2016 21:25:24

Als ich Ihren Artikel über die Aktivitäten des Herrn Wladimir Sarudni und seine Bemerkungen las, wusste ich nicht soll ich lachen oder weinen?
Ich fragte mich will er nicht oder kann er nicht?
Eine eigene Air Line, wie soll das gehen bei einer Einwohnerzahl im gesamten Gebiet von nicht mal
1 Mill. Einwohner? Das ginge doch nur wenn diese massiv subventioniert werden würde und wer sollte das bezahlen? Sicher verstehe ich die Leute wenn sie bequem von Kaliningrad aus in alle Welt fliegen möchten. Aber warum fliegt keine russische Fluggesellschaft von Kaliningrad in alle Welt oder wenigsten nach Paris, London, Berlin oder Frankfurt? Weil es unrentabel ist?
Und nun noch mal zu meinem Lieblingsthema , den Tourismus.
Solange es keine touristische Infrastruktur gibt und die Grenzvormalitäten so kompliziert sind, so lange werden auch die Touristen ausbleiben.
Vielleicht noch ein Tipp: Einfach mal auf die Seite camping.info gehen und sich bei den mittelbaren und unmittelbaren Nachbarn umschauen aber bitte die Ukraine und Weißrussland außen vor lassen. Vielleicht geht ja dann ein Licht auf.
Sollte Jemand mal fragen wie man das macht, einfach fragen das kostet nichts.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 15. Dezember 2016 22:46:01

... Kaliningrad verfügte bereits bis 2008 über eine eigene Fluggesellschaft "KD-Avia", die weltweit erfolgreich im Einsatz war. Der Bankrott war (leider) politisch gewollt und wurde bewusst herbeigeführt. Die eigene Fluggesellschaft ist dann rentabel, wenn sie einen HUB-Flughafen hat. Und genau dieses Geschäftskonzept will Kaliningrad wieder zum Leben erwecken. Es gibt also bei den Gedanken des Herrn Sarudni weder etwas zum weinen, noch zum lachen - höchstens zum freuen.

Zum Thema Tourismus haben Sie wohl unsere umfangreiche Berichterstattung in den letzten Wochen überlesen. Wir hatten mitgeteilt, dass ein neues "Kaliningrad-Gesetz" vorbereitet und vermutlich im April durch die russische Staatsduma beschlossen wird. Dieses Gesetz regelt, dass ein Kaliningrad-Besucher kein Visa mehr benötigt. Drei Tage vor seiner Einreise nach Kaliningrad stellt er per Internet einen schriftlichen Antrag und erhält in kürzester Zeit eine Antwort, ob seiner Einreise etwas entgegensteht. Zur Einreise benötigt er nur noch seinen Reisepass. Eine Einladung ist ebenfalls nicht mehr nötig. Er kann sich bis zu sieben Tagen ohne Registrierung in Kaliningrad aufhalten. Damit dürften dann die Grenzformalitäten für Russen an der deutschen Grenze wesentlich komplizierter sein ...

kgd .ru Veröffentlicht: 16. Dezember 2016 02:47:08

Kröte Z. hat es anscheinend nötig einiges von seinen „moralisch und geschäftlich zweifelhaften“ Tätigkeiten zu verbergen...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 16. Dezember 2016 10:37:18

Zukanov zuckt noch? Ei, ei - wenn das mal nicht böse ausgeht. Ich freu mich drauf und gönne es ihm.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Dezember 2016 11:36:16

... ja, manchmal kann man einfach nicht verstehen, warum einige Leute die Zeichen der Zeit nicht deuten wollen ...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 16. Dezember 2016 16:08:19

Da gibt der Dienstherr dem Mann die Chance, dezent in der dritten Reihe abzutauchen, aber ne, die Katze kanns Mausen nicht lassen; der Mann hat Angst um "seine" Pfründe. Da ist wohl ein "geschützter Arbeitsplatz mit Kost und Logis", wo er sich nicht mehr um Einkünfte und Kontrolle des "bussines" kümmern muss, die einzig befreiende Lösung und, sogesehen, ist es gut, dass er den zuständigen Behörden selbst die nötigen Hinweise liefert.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 16. Dezember 2016 23:30:14

@ Visafreiheit für Ausländer
Sehr schön, da bin ich dann sogar sehr gern der "Ausländer". :-)

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 17. Dezember 2016 02:29:50


"17.12.2016 – Altdeutsche Industrieobjekte sollen Touristenmagnet werden"

Schon wieder droht Kaliningrad eine neue "Germanisierungs"-welle.
Herr Dr. Schulgin, übernehmen Sie!

.g Radeberger Veröffentlicht: 18. Dezember 2016 20:48:06

18.12.2016 – Deutscher kauft Bierbrauerei „Ponarth“

Da kann man nur hoffen, daß es in absehbarer Zeit wieder ein wirklich schöner Gebäudekomplex wird und es dann in den Sprachen der Einheimischen und Touristen heißt: Ein Ponarth oder ein Schifferdecker, bitte!
Außerdem hoffe ich, daß es rechtzeitig gelingt, all denen, die versuchen, daraus irgendwelche germanisierenden revanchistischen Handlungen abzuleiten, in einen dieser beiden Teiche zur Abkühlung der erhitzten schrumpfenden Hirne zu schmeißen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 18. Dezember 2016 20:51:30

... das Thema "Germanisierung" wird zunehmend schwieriger. Sehr schwer, hier vernünftige Verhaltensweisen auf beiden Seiten zu finden. Es gibt wohl gegenwärtig niemand, der mit kühlem und pragmatischem Verstand dieses Thema analysiert.

Georg Veröffentlicht: 18. Dezember 2016 22:23:06

Verkehrsunfallstatistik

in der neuesten Ausgabe der Kaliningrader Nachrichten habe ich gelesen, dass es offenbar im Jahreszeitraum 145 Unfälle gab, an denen Kinder beteiligt waren und in 53 Fällen, sollen Kinder selbst schuld sein.

Als Polizeibeamter bin ich regelrecht entsetzt, wenn ich solche Zahlen lese, denn ich kann nur vergleichen mit dem Großraum Nürnberg, hier sind gottseidank, derartige Unfälle eine Seltenheit. Am meisten finde ich die Aussage verwunderlich "Kinder sind selbst schuld", das ist im deutschen Verkehrsrecht nicht möglich, hier gilt die besondere Rücksichtsnahme bei Kindern und alten Leuten.

Kinder sind nun mal den Gegebenheiten des Straßenverkehrs nicht gewachsen und man muss als Autofahrer mit allem rechnen, wenn ein Kind auftaucht. Ich bin spezialisiert in der Unfallaufnahme und hier hat der Autofahrer immer die Schuld zu tragen, wenn es zu einem Unfall mit Kind kommt. Es ist auch richtig so, ein Kinder kann nie schuld sein.

MfG Georg Schlund

.g Radeberger Veröffentlicht: 19. Dezember 2016 03:25:18

Georg
Veröffentlicht: 18. Dezember 2016 22:23:06

Verkehrsunfallstatistik

"und hier hat der Autofahrer immer die Schuld zu tragen, wenn es zu einem Unfall mit Kind kommt. Es ist auch richtig so, ein Kinder kann nie schuld sein. "

Das ist nun mal wieder "deutsches Recht" wie es leibt und lebt. Ein Kind kann in Deutschland nicht schuld sein, weil es so ins Gesetz geschrieben wurde. Und wenn das Kind vorsätzlich noch so großen Blödsinn oder gar Straftaten anstellt, es ist nicht schuld, weil es eben ein Kind ist und wenn es das vom Teufel ist. Wenn Sie sich so gut auskennen, werden Sie sich an Memeth, dem Türkenjungen aus München erinnern mit über 130 Straftaten.
Sie werden auch bestimmt von den rumänischen, bulgarischen oder serbischen Zigeuner - Klaubanden gehört haben. Alles Kinder unter 14 Jahren.
Sie klauen vorsätzlich. Sind aber nicht schuld?
Natürlich gibt es Kinder, die aus Schludrigkeit, Selbstvergessenheit oder auch mal aus Gehässigkeit, Zorn oder Wut etwas anstellen. Und das sind auch die Meisten der "Missetäter".
Aber so wie Sie das schreiben, ist es auf keinen Fall richtig. Das ist auch eine der Grundlagen dafür, daß die Kinder in der Schule weder vor Mitschülern, Lehrern oder Schuleinrichtungen Achtung haben. Mir passiert nichts. Ich bin doch noch Kind. Die, die es angeht, wissen das ganz genau.

Georg Veröffentlicht: 19. Dezember 2016 12:37:46

Sehr geehrter Herr Radeberger!

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass Sie in ihrem Artikel Äpfel mit Birnen vergleichen. Es ist nun mal ein gravierender Unterschied, ob Kinder bis zum 14. Lebensjahr aufgrund von Erziehungsmängeln oder bewusst gesteuert durch Erwachsene, vorsätzliche Straftaten oder aufgrund ihres Kindesalters Verfehlungen im Straßenverkehr begehen. Bei Straftaten sind die Täter und wenn es auch Kinder sind, durchaus schuld, können halt leider aufgrund der Bestimmungen nicht strafrechtlich verfolgt werden. Diese straffälligen Kinder werden von uns durchaus als "schuldige"Täter zur Anzeige gebracht und der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Dem Staatsanwalt sind zwar die Hände gebunden und er kann keine Anklage erheben, aber es gibt viele andere Mittel der Maßregelung wie z.B. Entziehung des Sorgerechtes und Einweisung in ein geschlossenes Heim für schwererziehbare Kinder.
Im Straßenverkehr verhält sich das ganz anders und da sind Kinder, völlig zurecht, in der Straßenverkehrsordnung besonders geschützt.
Sie werden mir sicherlich zustimmen können, dass Kinder je nach Entwicklungstand überfordert, unsicher sind und häufig irrational handeln. Vor allem kleinere Kinder sind noch nicht in der Lage zwei oder mehr Handlungen gleichzeitig zu koordinieren. Wird ihre Aufmerksamkeit durch andere Kinder, durch Tiere oder Spiele gebunden, so ist für die Konzentration auf den Straßenverkehr kein Platz mehr. Ein wirkliches Gefahrenbewusstsein entwickelt sich erst sehr viel später. Frühestens mit 10 Jahren haben Kinder die Fähigkeit entwickelt auch vorausschauend handeln zu können. Aber erst mit 14 Jahren ist ihre Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit so weit entwickelt, dass sie sich auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren können. Sie haben nun mal aufgrund ihrer geringeren Größe ein eingeschränktes Sichtfeld, handeln spontan in ihrem ungezügelten Bewegungsdrang usw.. Sie rennen nun mal beim Aussteigen aus einem Bus unüberlegt über die Straße, rennen einen Ball oder Tier hinterher..usw.. Ein Autofahrer in Deutschland ist nun mal verpflichtet, beim Auftauchen von Kindern im Straßenverkehr bremsbereit zu fahren bzw. nötigenfalls anzuhalten, tut er das nicht, hat er zurecht die Folgen zu tragen, wenn ein Kind ins Auto läuft.

.g Radeberger Veröffentlicht: 19. Dezember 2016 22:14:54

Ja schön, Georg. Was ist nun aber mit der Verwechslung von Äpfeln und Birnen? Sie haben dankbarerweise meine Gedanken weiter ausgeführt. aber Ihre Aussage "Es ist auch richtig so, ein Kinder kann nie schuld sein ", wird deswegen nicht richtiger, auch wenn Sie kinderpsychologisch als Verkehrspolizist das gut erklärt haben. Ich meine, die Entwicklungsstufen der Kinder.
Schauen Sie mal über den deutschen Tellerrand etwas hinaus, damit Sie in Zukunft es erfassen, daß in kurzer Zeit im deutschen Teller Sie mit Erscheinungen konfrontiert werden, die wohl mit dem bisherigen Verständnis nicht mehr fassbar sein werden.

kgd .ru Veröffentlicht: 20. Dezember 2016 01:58:56

@ Georg & Radeberger:
Der Straßenverkehr (Apfel) und das, was mit ausserhalb des Tellerrandes gemeint ist (Birne) sind eben zwei verschiedene Dinge, die es zu unterscheiden gilt... Im Straßenverkehr (Vertrauensgrundsatz) sind Kinder von der Verantwortung enthoben. Das ist nicht nur in Deutschland so und jeder Verkehrsteilnehmer, Autofahrer mit Fahrerlaubnis, muss dies auch wissen. Bei den Vorrangregeln und dem Vertrauensgrundsatz sollte es keine Unklarheiten geben... Verkehrssicherheit ist als Autofahrer nämlich auch Selbstschutz. LG aus Ösistan!

.g Radeberger Veröffentlicht: 20. Dezember 2016 21:33:10

"Ösistan" - schöner Name. Muß ich mir merken. Komme nächstes Jahr vermutlich wieder mal zu den Nachbarn. Fühle mich dort wirklich sehr wohl.

Eckart Veröffentlicht: 20. Dezember 2016 23:37:55

Thema: Insellage Kaliningrad.
Vielleicht schaut der Gouverneur Anton Alichanow mal in westlicher Richtung über den Tellerrand.

Die deutsche Insel Helgoland ist auch eine "Steueroase" wenn man so will , denn da gibt es auch keine Mehrwertsteuer. Probleme sind nicht bekannt!

Wenn jetzt allerdings die Leutchen auf der Krim auch noch dererlei Wünsche anmelden, könnte es langsam eng werden. Denn die sind ja quasi auch eine Insel. Aber denen könnte man sagen, dass die deutsche Insel Sylt, Fehmarn und Rügen auch über einen Bahndamm fest mit dem Mutterland verbunden sind und deshalb auch keine Mehrwertsteuer-Befreiung erhalten.

Ich denke, dass man dem Kalingrader Gebiet schon einen steuerlichen Sonderstatus einräumen sollte.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 21. Dezember 2016 00:25:36

Deutschland entscheidet wie Deutschland und Russland entscheidet wie Russland.

Eckart Veröffentlicht: 21. Dezember 2016 00:58:51

@ Uwe , da bin ich wohl etwas falsch verstanden worden, denn an einem Deutschland unter der Regie von Merkel sollte man sich wirklich kein Beispiel nehmen. - Denn schlimmer geht es nimmer.

.g Radeberger Veröffentlicht: 24. Dezember 2016 02:51:21

"... der bisherige Leiter der Regionalvertretung - Andrej Kropotkin - (!), ein enger Vertrauter und Weggefährte des ehemaligen Gouverneurs Nikolai Zukanow von seiner Funktion entbunden.

Als neuer Leiter wurde der Vorsitzende des Stadtrats - Andrej Kropotkin - (?) ernannt. Für diese Personalveränderung stimmten 115 der 124 Anwesenden.

Spaß oder Konzentrationstest beim Lesen zu Weihnachten?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 24. Dezember 2016 10:57:41

... ich könnte mich natürlich mit diesen Varianten rausreden oder damit, dass der Artikel auf dem Airport in Gdansk oder in einem Hotelzimmer unter ungünstigen Bedingungen geschrieben wurde ... aber es ist einfach nur Unkonzentriertheit gewesen. Sollte nicht passieren, passiert aber ... Besten Dank für den Hinweis. Habe jetzt den einen Andrej gegen den anderen Andrej austauscht. Beide haben den gleichen Vornamen.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 28. Dezember 2016 18:16:58

"Zukanow weg, Spenden weg": der Mann ist echt auffällig, ich vermute, eine dezente Befragung der ehemaligen Spender könnte einiges an Material erbringen um das "System Zukanow" zu erhellen. Ebenso die Untersuchung der Ausgaben der Stiftung. Vielleicht sollte ich mich bewerben... aber keine Chance zurzeit- ich bin ja "Germane"

kgd .ru Veröffentlicht: 29. Dezember 2016 03:05:14

Clinton weg - auch Spenden weg...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 29. Dezember 2016 13:16:59

@kgd: gut bemerkt. Allerdings würde Zukanov in Clintons Portokosten nicht auffallen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 29. Dezember 2016 21:47:45

29.12.2016 – Nun endlich Müllverbrennungsanlage für das Kaliningrader Gebiet?

Da kann man nun nur noch sagen, was lange währt, wird nun - vielleicht - mal gut. Nun kommt es aber wohl darauf an, ob es eine reine Müll - Vernichtungsanlage wird oder ob diese Anlage gleichzeitig für eine Stromerzeugung genutzt wird. Wenn es gut gemacht wird. kann gleich nebenan eine "Gewächshaussiedlung" mit der entstehenden Abwärme für frisches Gemüse sorgen.

Georg Veröffentlicht: 30. Dezember 2016 22:17:37

Ex-Gouverneur Zukanow von Putin ausgezeichnet!!

Wie kann man die Entscheidung von Putin verstehen und kommentieren, den Ex-Gouveneur Zukanow zu befördern, obwohl sich der werte Herr in seiner Amtszeit in Kaliningrad, nach meiner Ansicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Hat er doch Herrn Alichanow gezielt eingesetzt, um die Müllberge des Herrn Zukanow zu beseitigen und verkrustete Strukturen aufzubrechen, eine Neuzeit einzuläuten?
War es eine Beförderung nach dem sog. "Peter-Prinzip", dessenThese ist, dass jedes Mitglied einer ausreichend komplexen Hierarchie so lange befördert wird, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat, was in der Regel das persönliche Maximum der Karriere­leiter markiert und weitere Beförderungen ausbleiben lässt. Will er vielleicht damit Zukanow in gewisser Weise kaltstellen? Vielleicht weiß hier jemand dazu, eine plausible Antwort..

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 30. Dezember 2016 22:19:56

... ich gehöre nicht zu denen, die darauf eine plausible Antwort haben.

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 1. Januar 2017 02:56:41

"bedeutet jeder einzelne internationale Passagier bereits eine 100prozentige Steigerung." UEN
"Der Kaliningrader Airport stellt sich die Aufgabe, im Jahre 2017 den internationalen Passagierumfang um 50 Prozent zu erhöhen."
Sie irritieren mich, Herr Niemeier! :-))
Wer rechnet da mit HALBEN Passagieren, wird der ärmste längs oder quer geteilt?

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