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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Dezember 2017

So, 31 Dez 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Dezember 2017

Wir wünschen allen unseren Lesern und Zuschauern einen angenehmen Wechsel in das neue Jahr. Möge das neue Jahr in keiner Beziehung schlechter werden als das vergangene Jahr 2017. Gesundheit und Frieden Ihnen und Ihrer Familie.
 
 

31.12.2017 – Optimismus für Kaliningrader Airport an Schwelle zum neuen Jahr

Der Generaldirektor des Kaliningrader Airports Alexander Korytny informiert, dass die Rekonstruktionsarbeiten am Airport es gestatten werden, dass man am 26. März wieder den vollständigen Flugbetrieb aufnehmen und zu einem 24-Stunden-Regime am Airport übergehen werde. Selbst, wenn bis dahin nicht alle Rekonstruktionsarbeiten abgeschlossen sein sollten, so wie es das föderale Förderprogramm vorsehe, wird man das 24-Stunden-Arbeitsregime starten. Gegenwärtig arbeite man bereits am Sommerflugplan 2018 und berücksichtige den Rund-um-die-Uhr Flugbetrieb. Die neue installierte Elektronik gestattet es – so der Generaldirektor – dass die Flugzeuge zukünftig bei jedem Wetter landen und starten können.
Durch die Kaliningrader Gebietsregierung wurde informiert, dass zum neuen Jahr auch die Rekonstruktion der Start- und Landebahn im wesentlichen abgeschlossen sein wird. Danach wird die Bahn eine Länge von 3.350 Meter haben. Damit ist es möglich, dass alle Flugzeugtypen die weltweit verkehren, hier landen und starten können. Bis Ende März werden dann noch die Arbeiten an einigen Hilfs- und Manöverflächen der Bahn beendet. Bis Mai sollen dann sämtliche Arbeiten am Airport beendet sein, einschließlich der Gestaltung des Umfeldes mit Grünanlagen. 
 
31.12.2017 – Weiterhin Bauverzug bei Brückenrekonstruktion
Wieder einmal wird der Zeitpunkt des Abschlusses der Rekonstruktion der Hohe Brücke nicht eingehalten. Der letzte versprochene Termin, nach mehrmaligen Korrekturen, war Ende 2017. Die Gebietsregierung teilte mit, dass die neuerliche Terminverschiebung aus „objektiven“ Gründen erfolgt. Die vollständige Übergabe für den Straßenverkehr erfolgt nicht eher als am 20. Februar 2018. Gegenwärtig ist die Brücke tagsüber geöffnet und wird in den Nachtstunden für weitere Rekonstruktionsarbeiten geschlossen. Gänzlich geschlossen ist die Brücke für Fahrzeuge über fünf Tonnen. Wie informiert wurde, sind die Hauptarbeiten abgeschlossen, nun laufen nur noch Schönheitsarbeiten. Auch die Arbeiten am Fußgängertunnel, der das „Ufer der Veteranen“ mit dem Fischdorf verbindet, nähern sich dem Ende.
Auch der Gouverneur zeigte keine Beunruhigung und meinte, dass die neuerliche Verschiebung des Abschlusstermins für die Rekonstruktion der Brücke keine prinzipiell negativen Folgen hat und die komplette Infrastruktur der „Insel“ bis zum Beginn der Weltmeisterschaft funktionsbereit sein wird.
 
31.12.2017 – Gouverneur lässt Regierungsmitarbeiter durch Lügendetektor prüfen
Einige Mitarbeiter der Kaliningrader Gebietsregierung werden an einem Lügendetektor auf Loyalität überprüft. Darüber informierte der Gouverneur Anton Alichanow in der vergangenen Woche nach einer operativen Regierungssitzung die Journalisten. Die Überprüfung erfolgt personengebunden und zu konkreten Fragen – so der Gouverneur. Bereits der Ex-Gouverneur Zukanow hatte im Jahre 2015 gefordert, dass die Minister seiner Regierung an einen Lügendetektor angeschlossen werden. Dann stellte sich heraus, dass es zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich war, Regierungsmitglieder auf diese Art und Weise zu prüfen.
 
 
31.12.2017 – Neue Regelungen für die Grenzzonen in Kaliningrad
Mit Beginn des Jahres treten einige Änderungen zum Betreten der Grenzzone im Kaliningrader Gebiet in Kraft. Darüber informierte der Pressedienst des russischen Sicherheitsdienstes FSB für das Kaliningrader Gebiet in der vergangenen Woche. So verkürzt sich die Antragsfrist für einen Grenzausweis für Ausländer von 30 auf 15 Tage. Russische Bürger die in der Grenzzone leben oder arbeiten, können nun einen Grenzausweis mit einem Geltungszeitraum von bis zu drei Jahren erhalten.
 
 
31.12.2017 – Polizei setzt illegale Busfahrer fest
Die Kaliningrader Polizei hat 30 Busfahrer festgesetzt, die ohne Lizenz und illegal Passagiere transportiert hatten. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Innenverwaltung hervor. Im Ergebnis dessen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und 99 Strafprotokolle ausgefertigt. Bei 52 Fahrzeugen wurden technische Mängel festgestellt. Zehn Busse, deren Konstruktion ohne Genehmigung verändert worden ist, wurden durch die Polizei stillgelegt. Die Verkehrspolizei nutzte nochmals aus gegebenem Anlass die Gelegenheit, alle Bürger darauf hinzuweisen, dass die Nutzung derartig illegalen Transports gefährlich und ungesetzlich ist. Erst Mitte des Jahres war es zu einem schweren Verkehrsunfall mit vielen Toten gekommen, an dem ein illegaler Bus beteiligt war.

 


 
30.12.2017 – Lügendetektor für Polizisten gefordert
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat gefordert, dass Polizisten einen Lügendetektor-Test zu durchlaufen haben. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete er der Führung der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes. Hintergrund für diesen Vorschlag ist eine wesentliche Verschärfung der Gesetzgebung zum illegalen Abbau von Bernstein und die Vermutung, dass Kaliningrader Polizeibeamte in diese kriminellen Handlungen und deren Deckung verstrickt sein könnten. Er zeigte sich enttäuscht, dass die Kaliningrader Innenverwaltung wenig gegen illegale Bernsteinräuber unternimmt und dies förderte seinen Verdacht, dass Polizeibeamte in diese illegalen Machenschaften verwickelt sein könnten. Bisher hatte die Innenverwaltung immer argumentiert, dass es sich nicht lohnt, wegen lächerlicher Strafen und nutzloser Gerichtsprozesse, in dieser Angelegenheit besonders aktiv zu werden. Jetzt, mit der neuen, erheblichen Verschärfung der Gesetze, gelten diese Argumente nicht mehr – so der Gouverneur. Der Gouverneur informierte, dass Polizeibeamte im Selenogradsker Kreis Informanten antworten, dass sie nicht an ihren Anrufen und Informationen interessiert sind. „Wir haben unsere „Tax-Gebühren“ um das Fünffache angehoben. Sollen sie also graben …“,- meinten die Polizisten.
 
Foto: Regierungssitz der Kaliningrader Gebietsregierung in der D. Donskaja Nr. 1
 
30.12.2017 – Pressedienst der Gebietsregierung zu Migranten im Kaliningrader Gebiet
Der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung informierte über den Verlauf des „Programms zur freiwilligen Rückkehr vaterländischer Bürger, die im Ausland leben.“ Die Mehrzahl der Rückkehrer findet Arbeit im Gesundheitswesen, in der Bildung und im Bauwesen. Dies geht aus Statistiken hervor, die seit 2013, dem Beginn des Programms, geführt werden. Im auslaufenden Jahr haben 4.250 Rückkehrer das Angebot des Programms angenommen und sind mit ihrer Familie aus dem Ausland nach Kaliningrad übergesiedelt. Dies sind mehr, als man geplant hatte. Die überwiegende Mehrheit der Übersiedler kam aus Kasachstan (72 Prozent), der Ukraine, Kirgisien und Usbekistan. Die Mehrzahl der Übersiedler (75 Prozent) ist jünger als 40 Jahre. Seit 2013 haben sich auch eine Reihe hochqualifizierter Bürger für eine Übersiedlung nach Kaliningrad entschlossen. Hierzu gehörten vier Bürger mit wissenschaftlichem Doktorgrad und Inhaber einer Professur sowie 15 Wissenschaftskandidaten. Insgesamt sind seit 2013 rund 41.000 Personen aus dem Ausland nach Kaliningrad gezogen.
 
 
30.12.2017 – Mini-Schritte am Airport – neue Check-In-Halle eröffnet
Es geht langsam aber sicher vorwärts am Kaliningrader Airport. Zwar entwickeln sich die Flugverbindungen ins westliche Ausland rückwärts, dafür hat man aber eine neue Check-In-Halle mit weiteren acht Plätzen eröffnet. Stolz berichtete der Generaldirektor des Airports, Alexander Korytny, den Journalisten, dass es jetzt keine Warteschlangen beim Check-In mehr gäbe. Nach dem Ende der Neujahrsferien wird ein Teil des alten Abfertigungsgebäudes für den Publikumsverkehr geschlossen und die Rekonstruktionsarbeiten dort fortgesetzt. Diese werden bis Mitte Februar 2018 abgeschlossen sein.
 
Foto: Generaldirektor Airport Chrabrowo Alexander Korytny im Gespräch mit „Kaliningrad-Domizil“
 
30.12.2017 – Grünanlage an Stelle der Kürassier-Kaserne
Mitte des Jahres begannen die Abrissarbeiten eines altdeutschen Gebäudekomplexes im Stadtzentrum von Kaliningrad. Die ehemalige Kürassier-Kaserne wurde nach 1945 u.a. als Bäckerei genutzt. Nun verkündete der Vizegouverneur der Gebietsregierung Harry Goldmann, dass Ende Januar die Arbeiten zur Schaffung einer Grünanlage an dieser Stelle beginnen. Die Anlage soll durch die Firma „Akfen“, die Besitzerin des Grundstückes ist, bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft vollständig errichtet sein. Hierzu gehört die Begrünung, Beleuchtung und das Aufstellen von Bänken. Nach dem Abschluss der Weltmeisterschaft wird man sich mit der Firma zusammensetzen und gemeinsam entscheiden, wie das Grundstück genutzt werden kann. Einer der bereits bestehenden Gedanken ist auf dem Foto zu erkennen, aber vermutlich nicht der, der umgesetzt wird.
 
Foto (Internet): Kürassierkaserne, Bäckerei und Hotel oder Business-Center – Historie eines Grundstückes
 
30.12.2017 – Feiertage in Russland zum Jahreswechsel
In Russland beginnen heute die Feiertage zum Jahreswechsel und zum orthodoxen Weihnachten. Behörden und öffentliche Einrichtungen stehen erst wieder ab 9. Januar den Bürgern zur Verfügung. Verkaufseinrichtungen und Restaurants sind ganz normal geöffnet. Der Nahverkehr funktioniert wie an üblichen Tagen.
 
 
30.12.2017 – Land zwischen Oderhaff und Newamündung
Der deutsche TV-Sender „NDR“ strahlte am 28. Dezember einen aktuellen Beitrag über das Kaliningrader Gebiet aus. Er wurde in den Sommermonaten des auslaufenden Jahres erstellt und zeigt in sachlicher Form das Leben so, wie es sich gegenwärtig gestaltet. Erwähnt wird u.a. der „Trefftisch Deutschsprachiger“ und das Engagement eines jungen deutschen Landwirts, der in Kaliningrad seit rund drei Jahren tätig ist und hier mehr Chancen sieht, als in Deutschland. Der Beitrag ist in der Mediathek verfügbar.
 
 

 

29.12.2017 – Stadt räumt auf mit wilder Reklame
Seit Jahren jammern die Stadtverantwortlichen Kaliningrads über wilde, ungesetzliche, unästhetische Reklame, überall in der Stadt. Immer wieder wurde gedroht, damit endlich Schluss zu machen und durchzugreifen. Dann kam es aber doch immer so, wie der ehemalige russische Ministerpräsident Tschernomyrdin einmal gut formulierte:
 
 
Nun scheinen aber doch andere Zeiten einzuziehen und nur leere Worte werden nicht mehr akzeptiert. So hat die Kaliningrader Gebietsregierung die Stadtverwaltung aufgefordert, innerhalb kürzester Zeit, Ordnung zu schaffen, insbesondere was die sogenannten Protokollstrecken für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 anbelangt. Hierzu gehört in erster Linie der Leninski-Prospekt, wo sich eine Vielzahl von Geschäften befindet und wo gegenwärtig fast alle Häuser fassadenrenoviert werden. Der Vizegouverneur Harry Goldmann nannte dem City-Manager von Kaliningrad das Datum 1. März 2018. Dann soll die Stadtordnung endlich in der Praxis durchgesetzt sein und nicht nur auf Papier stehen.
 
Foto: Individualisierte Reklame – jedem seine Reklame – die Stadtordnung ist nur Makulatur
 
Neben der Reklame, die bis 1. März zu verschwinden hat, bzw. den genehmigten Standards zu entsprechen hat, haben auch alle Geschäfte Fenster und Eingangstüren so zu gestalten, wie es die Baugenehmigung vorgesehen hat. Die Gebietsregierung hat gleichzeitig die Stadtverwaltung aufgefordert, von allen Betroffenen eine schriftliche Garantieerklärung einzuholen, dass sie die Stadtordnung zu diesen Punkten umsetzen werden. Sollten sich Shop-Besitzer weigern, forderte die Regierung die Einschaltung der Gerichte. Damit es zu keinen endlosen Prozessen kommt, habe man in der Gebietsregierung bereits Varianten, wie diese Shop-Besitzer schnell überzeugt werden, sich an bestehende Gesetze zu halten.
 
 
29.12.2017 – Rekonstruktion des Militärflugplatzes nähert sich dem Ende
Im Gebiet Kaliningrad befinden sich mehrere Militärflugplätze. Die wohl bekanntesten haben ihren Standort bei Tschernjachowsk und in Schkalowsk, einem Vorort von Kaliningrad. Seit Jahren laufen dort die Rekonstruktionsarbeiten. Nun endlich neigen sie sich dem Ende. Das meldet der Pressedienst des Militärbezirkes WEST. Auf dem Airport sind Fliegerkräfte der Ostseeflotte stationiert. Eine erste Testlandung/Teststart fand durch Seefliegerkräfte mit Flugzeugen des Typs AN-26 statt. Neben der neuen Start- und Landebahn, wurde der Militärairport auch mit neuester Navigationstechnik ausgestattet. Genutzt wird der Airport auch durch Jagdflugzeuge des Typs SU-30SM, die sich im Bestand der Ostseeflotte befinden. Die Instandsetzungsarbeiten auf dem Airport begannen Ende 2013. Die Start- und Landebahn erhielt eine neue Decke und wurde um 500 Meter, auf 3.100 Meter verlängert. Weiterhin wurden neue Standflächen für Flugzeuge gebaut, sowie Gebäude und Einrichtungen für den Personalbestand.
 
Foto: Kleinstadt Schkalowsk hat sich in den letzten Jahren nicht nur militärisch entwickelt. Ein gemütliches Städtchen für einen Kurzausflug und das Sammeln von russischen Eindrücken
 
29.12.2017 – Was lange währt, wird gut
Vor fast genau einem Jahr kam es zu einer Bruchlandung eines Airbus auf dem Kaliningrader Airport Chrabrowo. Es herrschte denkbar schlechtes Wetter (Schneetreiben) und das Flugzeug schoss über die Landebahn hinaus und blieb dort liegen. Gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Airport-Verantwortlichen und Flugzeugbesatzung füllten wochenlang die Medien. Der Airport Kaliningrad zeigte sich für solche Unfälle völlig unvorbereitet, denn man brauchte einige Tage, um das Flugzeug zu bergen. Bis dahin war der Airport gesperrt und tausenden von Urlaubern, die Kaliningrad über den Jahreswechsel besuchen wollten, konnten ihren Urlaub nicht antreten. Erst ein Machtwort des Gouverneurs Anton Alichanow und das Eingreifen der russischen Armee beendete dieses Drama. Danach zeigte es sich, dass das Flugzeug vor Ort repariert werden muss, aber die Kaliningrader Bedingungen hierzu nicht die besten waren. Ein Jahr brauchte man, um das Flugzeug soweit instand zu setzen, dass es abheben und zum Heimatstandort zurückfliegen konnte. Eigentümer des Flugzeuges ist die russische Fluggesellschaft „Aeroflot“.
 
 
29.12.2017 – Verkauf Eisenbahntickets nach Gdansk eröffnet
Nach der Ankündigung, dass ab 5. Januar 2018 testweise eine Zugverbindung zwischen Kaliningrad und der polnischen Stadt Gdynia, über Gdansk eröffnet wird, begann jetzt der Verkauf von Tickets für diese Verbindung. Erworben werden können Tickets an den Kassen im Südbahnhof. Der Zug hat Platz für 136 Personen. Nach Bekanntwerden der Preise für diese Strecke, gab es bereits wenig schmeichelhafte Kommentare in den sozialen Netzwerken. Während der Preis für die Fahrt auf russischem Gebiet mit rund 1,10 Euro mehr als „demokratisch“ ist, ist der Preis für ein Ticket auf polnischem Territorium doppelt so teuer, wie ein Bus-Ticket. Da hilft es auch nicht, dass die polnische Bahn einen Preisnachlass von zehn Prozent vorschlägt, wenn man sofort auch ein Rück-Fahrschein erwirbt.
 
 
29.12.2017 – Keine Ruhe um die „Kant-Figur“
Nun dachten alle, dass nach der Umlagerung der „Kant-Figur“ in das Ostsee-Städtchen Jantarny, die kritische Diskussion um dieses „nette Etwas“ beendet sein wird. Aber jetzt hat sich die bekannte Direktorin des Kaliningrader Meeresmuseums zu Wort gemeldet und gemeint, dass diese Figur eigentlich nirgendwo stehen sollte. Svetlana Siwkowa ist Mitglied des Kulturrates beim Kaliningrader Gouverneur und somit in dieser Frage eine Autorität. Ihre Meinung tat sie während eines Interviews mit dem Radio „Komsomolskaja Prawda Kaliningrad“ kund. Sie meinte, dass sich wegen dieser Figur alle zerstritten hätten. Sie ist durchaus dafür, dass man für eine derartige Figur einen Platz finde, aber die jetzt vorhandene Figur des „Guten Kant“ ist einfach eine Zumutung. Leider hat Kaliningrad nur zwei, drei Bildhauer, die qualitativ eine derartige Aufgabe erfüllen können.
 
 
29.12.2017 – Wer einmal lügt …
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht … so ein deutsches Sprichwort. Anders, als als „Lüge“, kann man auch die „Angelegenheit RusLine“ nicht bezeichnen. Mit viel TamTam wurde die Eröffnung einer neuen Fluglinie zwischen St. Petersburg und Berlin, mit Zwischenstopp in Kaliningrad angekündigt. Schon der Erstflug fand, wegen angeblich schlechten Wetters, nicht statt. Und dann wurden nur wenige Tage die verkauften Flüge ausgeführt, bis man, mehr oder weniger zufällig erfuhr, dass die Flüge nicht mehr stattfinden. Tagelang warteten Flugpassagiere auf eine Erklärung, bis klar wurde, dass die Fluggesellschaft finanzielle Probleme habe. Alle Flüge wurden abgesagt und man hoffe, so ein Vertreter der Fluggesellschaft, mit dem neuen Sommerflugplan nach Kaliningrad zurückkehren zu können. Zum Glück hatten die Kaliningrader und ihre Gäste noch keine Zeit, sich an die Fluggesellschaft „RusLine“ zu gewöhnen, so dass sie kaum vermisst wird. Nun teilte der Pressedienst der Fluggesellschaft mit, dass man sich bemühen wolle, zumindest zur Fußball-Weltmeisterschaft wieder Flüge sicherzustellen. Es steht nur die Frage, ob die Passagiere dieser Fluglinie noch vertrauen. Einen Urlaub kann man mal verschieben, eine Geschäftsreise auch – aber eine Fußball-Weltmeisterschaft nicht.

 

28.12.2017 – Kaliningrader haben zu intensiv gebetet
Im vergangenen Jahr hatte der Bürgermeister Jaroschuk die Kaliningrader aufgefordert kräftig zu beten, denn der Winter wird kommen und wieder viel Schnee bringen. Beten sollten die Kaliningrader, um eben diesen Schnee zu verhindern, da die Stadt mal wieder nicht bereit war, die Straßen und Plätze zu beräumen. Anscheinend haben die Kaliningrader vernünftig gebetet, denn einen übermäßigen Schneefall hatte Kaliningrad nicht zu verzeichnen. Die gute Erfahrung nutzend, hat der City-Manager Jaroschuk auch in diesem Jahr die Bürger aufgefordert zu beten. Und das scheinen die Kaliningrader wiederum zu tun. Allerdings passt dies wiederum einem Teil der Bevölkerung nicht, denn die Wetterfrösche haben einen schneefreien Jahreswechsel vorausgesagt. Daraufhin meinte der City-Manager, dass man es mit dem Beten auch übertreiben könne. Mit dieser Äußerung landete er prompt in viele föderale Nachrichten- und Humorsendungen. Es ist allgemein bekannt, dass Jaroschuk ein streng gläubiger Mensch ist und zu vielen Anlässen in die Kirche geht, um dort zu beten. Nicht immer scheint dies in der Vergangenheit geholfen zu haben.
 
Foto: City-Manager Alexander Jaroschuk fordert, es mit dem Beten nicht zu übertreiben
 
28.12.2017 – Wieder werden Eisenbahngleise demontiert
Etwas verwirrend sind die Nachrichten zur Entwicklung des regionalen Zugverkehrs in den letzten Monaten im Kaliningrader Gebiet. So gab es Überlegungen, im Zusammenhang mit schweren Verkehrsunfällen mit Linienbussen (illegalen Marschrutkas), das regionale Eisenbahnnetz wieder zu beleben. Weiterhin gab es Überlegungen, zur Belebung des Tourismus die Eisenbahnstrecke nach Jantarny wieder zu aktivieren. Allerdings sind die Kosten hierfür enorm hoch. Nun scheint es so zu sein, dass jemand diese Kosten noch weiter in die Höhe treiben will, denn die Kaliningrader Regionalbahn hat begonnen, die noch vorhandenen Gleisanlagen zum Ort Jantarny zu demontieren. Dies scheint wohl ohne Kenntnis der Stadtverwaltung von Jantarny zu geschehen, denn der Bürgermeister Saliwatzki zeigt sich bei Facebook erstaunt über diese Aktivitäten. Er kommentierte, dass an Stelle der ehemaligen Gleise wohl jetzt „Scheunen und Waschanlagen“ auftauchen werden. Er bezog sich damit auf ein Ereignis vor einem Jahr, wo bereits Gleisanlagen demontiert worden waren und an deren Stelle eine Autowaschanlage entstand.
 
Foto: Straßen- und Wegenetz sowie Infrastruktur der Kaliningrader Bahn im Gebiet
 
28.12.2017 – Trainingsplätze für Fußball-Weltmeisterschaft fertiggestellt
Die Stadien „Lokomotive“ und „Pionier“ in der Stadt Kaliningrad sind als Trainingsstätten für die Mannschaften vorgesehen, die in Kaliningrad zur Weltmeisterschaft im Juni/Juli spielen werden. Seit Monaten wird intensiv an der Rekonstruktion dieser Stadien gearbeitet. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen und die Stadien bereit zum Empfang der ausländischen Mannschaften. Durch die FIFA wurde ein drittes Stadion als Trainingsstadion bestätigt. Es handelt sich um das Stadion „Jantarny“ im Stadtteil Selma. Es ist als Reserve-Trainingsstätte vorgesehen. Nach Abschluss der Weltmeisterschaft wird das Stadion „Lokomotive“ der Leichtathletik-Sportschule in Kaliningrad übergeben. Hierzu wird das Stadion nochmals umgebaut, wenn die Spiele beendet sind. Dafür sind weitere 26 Mio. Rubel im Stadthaushalt bereitgestellt. Das Stadion „Pionier“ wird nach der Fußball-Weltmeisterschaft zu einer vollwertigen Fußball-Akademie entwickelt. Der Platz ist ausreichend groß, um dort mehrere Trainingsplätze einzurichten.
 
 
28.12.2017 – Unpatriotische Kaliningrader Villenbesitzer
Der Kaliningrader City-Manager bezeichnete es als „unpatriotisch“, wenn Kaliningrader in einer dicken fetten Villa wohnen, aber der Stadt keine Immobiliensteuern bezahlen. Es gibt sehr viele begüterte Kaliningrader, die ihre fertiggestellten Eigenheime nicht registrieren, trotzdem diese längst fertiggestellt sind. Einziges Ziel ist, Steuern zu sparen, denn die werden erst fällig, wenn das Haus als fertiggestellter Bau im Grundbuchamt registriert worden ist. Er gab an seine zuständigen Beamten die Weisung eine Statistik zu erstellen, wie viele Baugenehmigungen erteilt und wie viele Häuser im Grundbuchamt registriert worden sind. Er empfahl allen betroffenen „Genossen (Kameraden)“ den Monat Januar zu nutzen, um ihre Angelegenheiten in diesem Bereich in Ordnung zu bringen. Wer dies nicht tut, verhält sich unpatriotisch und entzieht der Stadt Steuern. Die Geringverdiener, die in Wohnungen wohnen, zahlen alle ihre Steuern und die Reichen in ihren Villen drücken sich davor. Er gab zu verstehen, dass die Stadtverwaltung im kommenden Jahr krass auf derartiges Verhalten reagieren werde. Die Juristen der Stadtverwaltung arbeiten bereits an der Angelegenheit.
 
28.12.2017 – Riesen-Auto-Weihnachtsbaum in Kaliningrad
Am Dienstag haben Kaliningrader Autofahrer, nun schon traditionell, auf dem Gelände des Flugplatzes Devau einen riesigen Weihnachtsbaum auf Fahrzeugen geformt. An der Aktion nahmen in diesem Jahr mehr als 270 Fahrzeuge teil. Im vergangenen Jahr wurde die „Jolka“ auf dem Platz vor dem Sportkomplex „Jantarny“ geformt. Die Organisatoren wurden aktiv von der Kaliningrader Verkehrspolizei unterstützt. Auch die Verkehrspolizei stellte Fahrzeuge zur Illuminierung zur Verfügung. Insgesamt wurden drei Stunden benötigt, um den Weihnachtsbaum richtig zu rangieren.
 
Foto: Gigantischer Weihnachtsbaum aus Fahrzeugen von Kaliningrader Verkehrsteilnehmern

 

27.12.2017 – Neue Zugverbindung zwischen Kaliningrad, Gdynia und Kleipeda
Erst vor wenigen Tagen wurde in Kaliningrader Medien darüber informiert, dass die Kaliningrader Bahn mit den Nachbarn in Polen und Litauen im Gespräch ist, um eine Bahnverbindung wieder zu aktivieren. Völlig überraschend wurde nun am Dienstag gemeldet, dass der erste Zug bereits am 5. Januar verkehren wird. Vorläufig handelt es sich um einen Test. Der Zugverkehr zwischen Kaliningrad und Polen wird bis zur polnischen Station Branewo organisiert. Dort wird umgestiegen auf die polnische Bahn. In Richtung Litauen erfolgt der Zugverkehr bis zur russischen Stadt Sowjetsk, wo ebenfalls umgestiegen wird.
 
Zugverbindung Kaliningrad-Polen (ab Südbahnhof)
Südbahnhof ab 7:57 Uhr, Mamonowa an 8:37 Uhr. Russische Grenz- und Zollkontrolle. Ankunft im polnischen Branewo 9.45 Uhr. Polnische Grenz- und Zollkontrolle. Abfahrt Branewo 10:34 Uhr mit Zwischenstopp in Elblong, Malbork, Tschew, Gdansk (12:27 Uhr), Sopot und Gdynia (12.55 Uhr). Alle Zeiten sind Kaliningrader Zeiten. Damit ist der Zug nicht schneller als die bisherigen Linienbusse und bringt die Unbequemlichkeit des Umsteigens mit sich.
Die Verbindung Polen-Kaliningrad erfolgt am Abend.
Abfahrt aus Gdynia 17:19 Uhr, über Sopot, Gdansk (17:45 Uhr), Tschew, Malbork, Elblong, Branewo (20.40 Uhr). Umsteigen in den Zug nach Kaliningrad. Ankunft in Mamonowa 21:08 Uhr. Ankunft in Kaliningrad 22.28 Uhr.
Das Ticket auf Kaliningrader Gebiet kostet in eine Richtung 89 Rubel (1,10 Euro). Das Ticket auf polnischer Seite 27,60 Zloty (rund 7 Euro). Damit wird, bedingt durch die polnischen Tarife, die Verbindung doppelt so teuer, wie die Busverbindungen.
 
Die Zugverbindung Richtung Litauen tangiert Palanga und endet in Klaipeda. Hinfahrt beginnt um 12:25 Uhr, Ankunft in Kleipeda 17:27 Uhr. Die Rückfahrt beginnt um 12:25 in Kleipeda. Ankunft in Kaliningrad um 17:20 Uhr. Das Ticket auf Kaliningrader Gebiet kostet 214 Rubel (rund 5 Euro), auf litauischer Seite 17 Euro.

Anm. UN: Die Zugverbindung ruft sicher keine wesentlichen Emotionen hervor. Weder die Fahrzeiten noch die Tarife sind von besonderem Interesse. Die Zugverbindung dürfte somit höchstens in saisonalen Spitzenzeiten, also zum Ende der russischen Feiertage zum Jahreswechsel, von Interesse sein. Sollte es hier nicht zu erheblichen Nachbesserungen kommen, wird die Zugverbindung wohl kaum über die Testphase hinaus bestehen.
 
 
27.12.2017 – City-Manager macht sich keine Sorgen um „GorTrans“
Während der Vorsitzende des Stadtrates Andrej Kropotkin sich ernsthafte Sorgen um den sozialen Frieden im stadteigenen Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“ macht und sehr auf die Arbeit einer Kommission für Arbeitsrecht hofft, macht sich der City-Manager Alexander Jaroschuk keine Sorgen und glaubt, dass in dem Unternehmen alles soweit in Ordnung ist. Er habe die Information, dass es in dem Unternehmen einen einzigen Mitarbeiter gäbe, der versucht, andere Mitarbeiter um sich zu scharen, um eine Gehaltserhöhung durchzusetzen. Eine weitere Forderung dieses Mitarbeiters ist, dass man ihm einen neuen Linienbus verpachten solle, damit er selber diesen bewirtschafte. Wenn die Stadt diese Forderung erfüllt, wird er Ruhe geben. Bisher war geplant, den Mitarbeitern zum 1. Januar eine Gehaltserhöhung von fünf Prozent zu gewähren. Dies wird durch die relativ kleine Gruppe von unzufriedenen Mitarbeitern nicht akzeptiert. Wenn eine größere Gehaltserhöhung durchgesetzt wird, wird dies automatisch zu einer Anhebung der Tarife führen – was wiederum nicht im Interesse der Bevölkerung ist – so der City-Manager.
 
27.12.2017 – City-Manager zu Privatisierungsplänen für „GorTrans“
Der Kaliningrader City-Manager Alexander Jaroschuk informierte, dass es Gespräche zur Privatisierung des Kaliningrader Nahverkehrsbetriebes „GorTrans“ gäbe. Allerdings verlaufen die Gespräche bisher ohne greifbare Ergebnisse. Die Interessenten haben die Vorstellung, das Unternehmen nur zu erwerben, wenn der Tarif für ein Ticket durch sie selber festgelegt werden kann. Dieser würde sich auf 86 Rubel belaufen (bisher 20 Rubel). Unter diesem Ticketpreis kann das Unternehmen nicht gewinnbringend arbeiten. Bei einem Verkauf müsste also die Stadt den Betrieb weiterhin subventionieren, wozu das gesamte Stadtbudget nicht ausreichen würde, oder der Passagier müsste diesen Preis aufbringen. Der Interessent für das Kaliningrader Nahverkehrsunternehmen kommt aus St. Petersburg.
 
27.12.2017 – Schiff an Verteidigungsministerium übergeben
Die Kaliningrader Schiffbauwerft „Jantar“ hat ein Patrouillenschiff mit dem Namen „Admiral Makarow“ an das russische Verteidigungsministerium übergeben. Darüber informiert die Pressestelle der Schiffbauwerft. Der Bau des Schiffes begann im Februar 2012. Der Stapellauf fand im September 2015 statt. Die Testphase des Schiffes zog sich bis Oktober 2016 hin. Das Schiff ist das Dritte einer ganzen Serie von derartigen Schiffen, die das Verteidigungsministerium bei der Kaliningrader Werft in Auftrag gegeben hat.
 
Foto: Patrouillenschiff „Admiral Makarow“ an Verteidigungsministerium übergeben
 
27.12.2017 – Erhebliche Strafverschärfungen für Bernsteinräuber
Endlich haben sich die Rechtshüter und staatlichen Organe entschlossen, die Strafen für illegale Bernsteinförderung drastisch anzuheben. Die bisherigen, lächerlich geringen Strafen, stellten höchstens einen zusätzlichen Anreiz dar, sich mit dem illegalen Abbau des Sonnensteins zu beschäftigen, denn die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Für Privatpersonen erhöhen sich die Maximalstrafen von bisher 5.000 Rubel auf 500.000 Rubel. Dienstpersonen zahlen an Stelle von 50.000 Rubel 800.000 Rubel und juristische Personen statt ehemals einer Million Rubel 60 Millionen Rubel. Weiterhin wurde der Strafkatalog selber erweitert. So wird jetzt nicht nur die illegale Förderung und Verkauf bestraft, sondern auch der Transport von Bernstein und dessen Lagerung.
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich zufrieden mit dieser prinzipiell wichtigen Gesetzesänderung. Er betonte, dass man aber parallel alles unternehmen müsse, um denen zu helfen, die sich bisher illegal beschäftigt haben. Es müssen Maßnahmen angeboten werden, damit diese Personen ihre Tätigkeit legalisieren können.

 

26.12.2017 – Schwierigkeiten im stadteigenen Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“
Der Vorsitzende des Kaliningrader Stadtrats Andrej Kropotkin informierte, dass es gegenwärtig eine denkbar schlechte Stimmung unter der Belegschaft des stadteigenen Nahverkehrsbetriebes „GorTrans“ gäbe. Im Unternehmen habe eine Kommission der Arbeitsinspektion ihre Arbeit aufgenommen, um Fakten vor Ort zu prüfen. Die Kommission wird auch nach den Feiertagen zum Jahreswechsel weiter arbeiten. Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse der Arbeitsinspektion wird die Stadtverwaltung sich in die Klärung der Angelegenheiten einbringen. Anlass für die Untersuchungen waren, dass in dem Unternehmen 300 Mitarbeiter eine Kündigung geschrieben haben und 50 bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden sind. Die Stadtverwaltung macht sich Sorgen, das es in diesem Unternehmen zu sozialen Spannungen und vielleicht sogar zu einer explosionsartigen Entladung der Spannungen kommen könnte. Am Mittwoch vergangener Woche hatte die Stadtverwaltung den Beschluss gefasst, dem defizitären Unternehmen weitere 55 Mio. Rubel Subventionen aus dem Stadthaushalt zur Verfügung zu stellen.
 
 
26.12.2017 – Merkwürdig kurze Meldung
Seit dem Amtsantritt von Nikolai Zukanow im Jahre 2010 wird seine Tätigkeit als Gouverneur mit größter kritischer Aufmerksamkeit durch die Kaliningrader Medien begleitet. Seine überraschende Ablösung im Mai 2016 und Versetzung als Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWest-Region wurde ebenfalls medial stark beachtet und mit ausreichenden Kommentaren versehen. Seit Wochen brodelte die Gerüchteküche, dass der Kreml die Entscheidung getroffen hat, Zukanow auch von dieser Funktion abzuberufen, damit dieser wohl weniger Einfluss auf die neue Führung es Kaliningrader Gebietes nehmen kann, wo es seit seinem Weggang immer wieder zu Spannungen gekommen sein soll. Nun ist die Ablösung am Montag erfolgt und die Medien widmen diesem, für Kaliningrad erfreulichen Vorgang, nur wenige Zeilen. Als sein Nachfolger wurde Alexander Beglow ernannt, der vorher die gleiche Funktion im Zentralen Föderalen Bezirk innehatte. Nikolai Zukanow wurde zum Gehilfen des russischen Präsidenten für Fragen der örtlichen Selbstverwaltung ernannt.
 
Foto: Nikolai Nikolajewitsch Zukanow von der Funktion des Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für die NordWest-Region entbunden
 
26.12.2017 – Die Rettungsarbeiten an der Kreuz-Apotheke scheinen zu beginnen
In den letzten Tagen sind an den Überresten des altdeutschen Gebäudes der Kreuz-Apotheke Baugerüste und Schutzverkleidungen angebracht worden. Somit ist davon auszugehen, dass die Rekonstruktionsarbeiten an dem Gebäude in wenigen Tagen beginnen werden. „Kaliningrad-Domizil“ hat die Situation an dem Gebäude noch vor wenigen Tagen in einem Videofilm festgehalten. Bis Mitte 2019 soll das Gebäude wieder in neuem Glanz erstrahlen.
 
Foto: Einrüstung der Ruine der „Kreuz-Apotheke“ für den Start der Rekonstruktion

 

25.12.2017 – Zwillings- oder Brotteich
Schon zu deutschen Zeiten existierte der Zwillingsteich – im Westen der Stadt. Der Name entstand vermutlich aus zwei Einzelgewässern, die wie Zwillinge ein gemeinsames Ganzes darstellten. Viele Jahre dümpelte der Zwillingssee vor sich hin und war, wie vieles in der Stadt, ein Symbol der Gleichgültigkeit der Bürger und der Stadtverantwortlichen. Dann begann man im Jahre 2014 mit den Planungen der Rekultivierung. Umfangreich waren die Arbeiten, denn das Wasser wurde aus dem See komplett abgelassen und von Grund auf, wurde saniert. Wie üblich in Kaliningrad, wurde dann der rekultivierte See mit einigen Unzulänglichkeiten, wieder der Bevölkerung zugänglich gemacht und stellt seit Ende 2015 einen Anziehungspunkt für die Anwohner dar. Als Touristenanziehungspunkt kann man den Zwillingsteich wohl nicht bezeichnen, denn es gibt keinerlei Attraktionen – es handelt sich nur um eine angenehm gestaltete Grünanlage im altdeutschen Amalienau, in der Nähe des polnischen Generalkonsulats und der lettischen diplomatischen Vertretung.  
 
 
25.12.2017 – Straftäter produzieren Stalin-Andenken
Es ist seit langem bekannt, dass Bürger, die im Kaliningrader Strafvollzug ihre Strafen verbüßen, die Möglichkeit haben, sich in verschiedenen Bereichen zu betätigen. Nicht wenige Strafgefangene sind in der Bernsteinveredelung tätig. Nun wurden Erzeugnisse vorgestellt, die weibliche Strafgefangene aus der Strafvollzugsanstalt Nr. 4, gelegen in der Siedlung Kolosowka aus Bernstein herstellen. Hierzu gehört auch eine Büste des sowjetischen Führers Joseph Stalin. Die Büste wird in verschiedenen Größen hergestellt und, wie das Informationsportal „newkaliningrad“ berichtet, gibt es für diese Büsten russlandweit Interessenten. Für eine kleine Stalin-Büste aus echtem Bernstein muss ein Interessierter 700 Rubel, also rund zehn Euro auf den Tisch packen. Bei Bedarf, so lässt man verlauten, kann man auch eine Büste von Putin herstellen. Die Erzeugnisse wurden der Öffentlichkeit in Form einer kleinen Ausstellung in der Gebietsduma von Kaliningrad vorgestellt.
 
Foto: Weibliche Insassen von Strafvollzugsanstalten beschäftigen sich mit der Veredlung von Bernstein
 

 

24.12.2017 – Noch eine Wanderstrecke für Kaliningrader Touristen
Während gestern darüber berichtet wurde, dass man in Kaliningrad eine Touristenstrecke über 7,1 Kilometer schaffen wolle, um auf der zu schaffenden Museumsinsel alle Objekte bequem erreichen zu können und man sich hierfür Wien und Berlin zum Vorbild genommen habe, berichtet nun der neue Kaliningrader stellvertretende City-Manager für Stadtwirtschaft, dass noch eine Strecke über neun Kilometer für Fußgänger, nach dem Vorbild von Florenz angelegt werden soll. Er betonte, dass jedwede Spazierstrecke, die man russischen und ausländischen Touristen für eine bequeme Exkursion anbieten möchte, auch mit der notwendigen, mehrsprachigen Infrastruktur ausgestattet sein muss. Er verwies auf Florenz und Wien, wo ausreichend Erfahrungen vorliegen, wie so etwas zu organisieren ist. Eine Stadt, wo Touristen nur stehen und schauen ist nicht interessant. Es müssen auch Plätze vorhanden sein, wo man bequem sitzen und sich austauschen kann. Gegenwärtig werden Pläne für die weitere touristische Entwicklung ausgearbeitet und in Kürze auch der Öffentlichkeit zur Diskussion vorgestellt.
Anm. UN: Es gibt viele Straßen in Kaliningrad, die kleine oder größere architektonische Leckerbissen aus Königsberger Zeit vorzeigen. Nicht alles ist in gutem Zustand und nicht immer sind diese Straßen auch in dem Zustand, dass sie Touristen anziehen und zu einem angenehmen Erlebnis führen. Eine der interessanten Straßen hat „Kaliningrad-Domizil“ besucht – die Frunsestraße. Hier befindet sich die „Kreuz-Apotheke und einige interessante altdeutsche Gebäude. Diese Straße führt direkt zum „Königstor“. Klicken Sie auf die Grafik um zu einem kurzen Video zu gelangen.
 
 
24.12.2017 – Der Blauwal in Kaliningrad bleibt im Gespräch
Vor wenigen Tagen informierten wir über einen Sponsor, der die große Figur eines Blauwals der Stadt Kaliningrad geschenkt und am Unterteich, für dessen Rekultivierung er verantwortlich war, aufgestellt hat. Die Firma hatte mit diesem Auftrag Geld verdient, auch wenn sie die ursprünglich vorhandenen Vorschläge und Gedanken, vermutlich aus Geldmangel der Stadt, nicht umsetzen konnte. Das Geschenk war gut gemeint, rief aber in der Kaliningrader Bevölkerung unterschiedliche Emotionen hervor. Einige fanden es einen „netten Gedanken“, andere forderten die sofortige Entfernung. Zu denen, die sich wenig wohlwollend zu dieser Figur äußerten, gehörte der Kaliningrader Gouverneur. Der City-Manager von Kaliningrad Alexander Jaroschuk äußerte wenig später, dass man einen neuen Standort für dieses Geschenk finden werde. Die Aufstellung des Fisches erfolgte mit seiner persönlichen Genehmigung – verkündete Jaroschuk in einem Radiointerview. Vermutlich wird der staatliche TV-Sender Westi, der seinen Standort am Unterteich hat und gegenwärtig sein gesamtes Außenrevier rekultiviert, diesen Fisch übernehmen, da auf dem Territorium zwei große Springbrunnen sind, wo sich dieser Blauwal vermutlich gut einpassen lässt.
 
Video noch in alter Programmvariante mit Werbebanner – wir bitten um Entschuldigung
 
24.12.2017 – Kunstgalerie am Moskauer Prospekt wird mit umfallendem Haus zusammen abgerissen
Vor einem reichlichen Jahr bemerkten Bewohner an einem Hochhaus am Moskauer Prospekt gefährliche Risse in ihren Wohnungen. Es stellte sich heraus, dass es zu statistischen Mängeln bei dem Haus gekommen ist, vermutlich im Zusammenhang mit Bauarbeiten an der neuen Pregel-Uferpromenade, wo neue Stützpfeiler in wochenlanger Arbeit mit Dampfhämmern eingestoßen worden waren. Insgesamt handelt es sich am Moskauer Prospekt um einen Komplex von drei Hochhäusern, die miteinander durch einen Flachbau verknüpft sind, in der die Kaliningrader Kunstgalerie seit vielen Jahrzehnten ihr Domizil hat. Auch diese Galerie ist baulich in Mitleidenschaft gezogen worden. Jetzt bereitet man den Umzug der Galerie, die zwischenzeitlich in „Museum für bildende Künste“ umbenannt wurde, vor. Neuer Standort wird das ehemalige Gebäude der Königsberger Börse werden, welches bis 2019 hauptinstandgesetzt wird. Nach dem Umzug wird das alte Gebäude und das baufällige Hochhaus abgerissen. Dies teilte der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak mit. Die beiden anderen Hochhäuser sind von den baulichen Problemen
nicht betroffen und bleiben erhalten.
 
Foto: Drei Hochhäuser am Moskauer Prospekt – Pregel-seitig
 
24.12.2017 – Schiff „Pazajew“ wird Museumsschiff
Das wissenschaftliche Forschungsschiff „Kosmonaut Viktor Pazajew“ verbleibt in Kaliningrad am Pregelufer im Bereich des Meeresmuseums und wird zu einem weiteren Museumsschiff ausgebaut – so der Kaliningrader stellvertretende Minister für Tourismus und Kultur Oleg Ryschkow. Das Schiff verbleibt im föderalen Besitz und wird somit der Gebietskasse nicht zur Last fallen. Gegenwärtig kümmere man sich aus föderalen Quellen Geldmittel für die Restaurierung des Schiffes zu erhalten. Das Schiff selber ankert bereits seit 2001 in Kaliningrad, bisher hat sich jedoch niemand um die weitere vernünftige Verwendung des Schiffes gekümmert. Im Jahre 2015 wollte man das Schiff dem Kaliningrader Kulturministerium schenken. Dieses lehnte ab, da man kein Geld für den weiteren Unterhalt habe. Die Tochter des Kosmonauten und Helden der Sowjetunion Pazajew wandte sich daraufhin an den russischen Präsidenten. Sie informierte, dass das letzte noch existierende Schiff zur seeseitigen Unterstützung der Kosmosforschung die Verschrottung droht. Im Jahre 2016 wurde das Schiff zum föderalen Kulturerbe erklärt.
 
Foto: Letztes wissenschaftliches Forschungsschiff für die Weltraumforschung der Sowjetunion
 
24.12.2017 – Weihnachtsmarkt in Kaliningrad eröffnet
„Feiertag des Geschmacks“ – unter diesem Motto wurde am Freitag auf der Kant-Insel der Kaliningrader Weihnachtsmarkt eröffnet. Mit Sicherheit ist dieser Weihnachtsmarkt weder vom Umfang noch von der Qualität mit anderen Weihnachtsmärkten z.B. in Deutschland zu vergleichen, aber bis vor wenigen Jahren gab es derartige Veranstaltungen überhaupt nicht, so dass man mit Optimismus auf weitere Entwicklungen schauen kann. In erster Linie sind die rund zehn weihnachtlich gestalteten Kioske dazu bestimmt, verschiedene Street-Food-Erzeugnisse den Besuchern des Marktes anzubieten. Angeboten wird praktisch alles – begonnen bei einem ganz normalen Hamburger, über Wiener Waffeln bis zu litauischen Nationalgerichten. Weiterhin gibt es Stände für weihnachtliche Geschenke. Der Markt wird bis zum 8. Januar täglich seine Pforten öffnen. Im gleichen Zeitraum finden jeden Tag Konzerte im Dom statt. Von Tschaikowski bis Wagner und weihnachtlichen Motiven ist alles vertreten.
 
 
24.12.2017 – Meeting zur Unterstützung von Rudnikow in Kaliningrad
Am Samstag fand in Kaliningrad, vor dem Haus der Künste, ein genehmigtes Meeting zur Unterstützung des Ex-Abgeordneten der Kaliningrader Gebietsduma und Ex-Chefredakteur der Zeitung „Neue Räder“ Igor Rudnikow statt. An dem Meeting nahmen, nach Angaben der Organisatoren, rund 200 Personen teil. Organisiert wurde das Meeting durch oppositionelle Kaliningrader Parteien. Gefordert wurden erleichterte Bedingungen, für den in einem Moskauer Untersuchungsgefängnis Einsitzenden. Rudnikow wird beschuldigt, einen hochgestellten föderalen Beamten in Kaliningrad erpresst zu haben. Für die Zahlung von 50.000 USD, wollte er im Gegenzug diskriminierende Artikelveröffentlichungen in seiner Zeitung einstellen. Gleichzeitig wird er beschuldigt, eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung zu besitzen und die Behörden weder als Bürger noch als Abgeordneter der Gebietsduma
informiert zu haben, wozu er nach russischer Gesetzeslage verpflichtet war.
 

 


 
23.12.2017 – Wieder mal Hoffnung auf Zugverbindung
Wieder mal werden den Kaliningradern Hoffnung auf eine Zugverbindung nach Gdansk und Kleipada gemacht. Letztmalig wurde im Jahre 2013 über eine Zugverbindung nach Gdansk gesprochen – allerdings ergebnislos. Jetzt berichtet die Kaliningrader Bahn, dass man wieder mit Polen und Litauen im Gespräch ist. Mehr als diese banale Information war den Regionalmedien nicht zu entnehmen – keine Zeiten, keine Kosten. Bereits zu früheren Zeiten gab es eine Zugverbindung zwischen Kaliningrad und dem polnischen Gdynia. Diese wurde aber wegen geringer Nachfrage wieder eingestellt. Gegenwärtig funktionieren nur Fernbusverbindungen in beide Länder mit einer ausreichend guten Intensität und einer – je nach Saison und Zeit – mittelmäßigen Auslastung. Nachteil bei diesen Verbindungen sind immer die unkalkulierbaren Abfertigungszeiten, insbesondere durch polnische Grenz- und Zollbeamte.
 
23.12.2017 – Kostenlose Zugverbindung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Für die Fußball-Fans zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018, werden vier zusätzliche Züge aus Moskau nach Kaliningrad eingesetzt. Darüber informierte der Chef der Kaliningrader Bahn. Vorläufig stehen diese vier zusätzlichen Züge fest – so der Bahnchef. Sollte sich ein weiterer Bedarf abzeichnen, wird operativ reagiert. Es wird keine Probleme mit dem Bahntransport geben – versprach der Verantwortliche für den Bahnverkehr. Nutzer dieser Züge, die Inhaber eines Fan-Passes sind, nutzen diese Züge kostenlos. Für Ausländer wird gegenwärtig an einer vereinfachten Form des Grenzübertritts gearbeitet.
 
23.12.2017 – Kaliningrad nimmt sich das museale Wien zum Vorbild
Der Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak informierte, dass man die Schaffung eines „Museumsviertels“ nach dem Wiener Vorbild plane. Hierzu gehöre ein Netz von Fußgängerstrecken im Zentrum der Stadt, über die man alle musealen Ziele erreichen kann. Insgesamt wird dies eine Länge von 7,1 Kilometern haben und auf der Kant-Insel enden. In den Museumskomplex werden das Meeresmuseum, die Bernsteinmanufaktur, das Gebäude der Königsberger Börse (zukünftig Museum der bildenden Künste), die Synagoge auf der Insel und eine Reihe weiterer Objekte aufgenommen. Zur Realisierung des Komplexes ist der Bau von drei neuen Brücken geplant – zwei davon auf der Kant-Insel und eine Brücke im Bereich der Hafenstraße und dem Meeresmuseum. Insgesamt sind für die Umsetzung dieses Planes fünf Milliarden Rubel erforderlich. Diese Gelder werden aus verschiedenen Quellen stammen – auch von Privatinvestoren. Der Minister hob hervor, dass man sich bei der Planung dieser Museumsinsel an den Projekten in Berlin und Wien ein Beispiel genommen habe. Das Kaliningrader Analog soll bis zum Jahre 2024 fertiggestellt sein. Die aktive Phase der Umsetzung beginnt im Jahre 2019.
 
23.12.2017 – Museumsdirektorin gegen Brückenbau und Marktplatz
Die Direktorin des Kaliningrader Meeresmuseums Swetlana Siwkowa hat sich gegen den Bau der geplanten Brücke am Gebäude der Königsberger Börse ausgesprochen. Weiterhin wandte sie sich gegen die Einrichtung eines neuen landwirtschaftlichen Marktplatzes in der Hafenstraße. Sie meint, dass die Brücke, die die Kant-Insel mit dem Gebäude der Königsberger Börse, dem zukünftigen Museum für bildende Kunst, verbinden soll, einfach nicht nötig ist und das Geld dafür nutzlos ausgegeben werde. Sie verwies darauf, dass es einen Zugang über die Hochbrücke gäbe, den man mit weniger Aufwand richtig gut herrichten könnte und der genau den gleichen Zweck erfüllen wird. Dies könnte ein Fahrstuhl oder so etwas Ähnliches sein – meinte die Direktorin. Wir haben eine Brücke, machen aber nichts aus diesem vorhandenen Objekt – bedauerte sie. Allerdings ist eine Brücke vom neuen Hotel Lastadie zur Kant-Insel nötig – ergänzte sie ihre Überlegungen. Weiterhin forderte die Direktorin zur Kenntnis zu nehmen und dies im Sitzungsprotokoll zu vermerken, dass sie gegen die Einrichtung eines landwirtschaftlichen Marktes in der Hafenstraße ist. Es gibt eine Planung zum 300. Geburtstag von Immanuel Kant, den sogenannten „Philosophen-Damm“ wieder zu errichten – den Weg, den der Philosoph, nach bekannten Überlieferungen, jeden Tag gegangen sei, um seinen Gedanken nachzuhängen. Und genau an dieser Stelle würde der neue Markt stören. Die Hafenstraße war schon immer eine schlimme Straße. Jetzt wird sie noch schlimmer: Kartoffeln, Zwiebeln Kraut – wozu? – beschwerte sich die Direktorin. Die Verlegung des Marktes vom Haus der Räte in die Hafenstraße ist völlig unzweckmäßig, da keinerlei benötigte Infrastruktur für einen derartigen Markt an dieser Stelle vorhanden ist.
 
23.12.2017 – Gouverneur Alichanow ist nicht mehr parteilos
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist nicht mehr parteilos. Es war bekannt, dass er schon seit längerer Zeit „Kandidat“ bzw. „sympathisierender Anhänger“ der Partei „Einiges Russland“ war. Seine Mitgliedschaft in dieser Partei hatte er aber immer wieder hinausgeschoben. Bei den Gouverneurswahlen im September 2017 wurde er durch die Partei unterstützt. Die Aufnahme als vollwertiges Mitglied der Partei wurde durch den Parteirat in Moskau bestätigt. Die
feierliche Verleihung des Parteidokumentes wird am Samstag im Rahmen eines Parteitages erfolgen.
 
 
23.12.2017 – Geldfälschungen in Kaliningrad
In Kaliningrad häufen sich die Fälle von Geldfälschungen. Betroffen sind die Banknoten im Nominalwert „5000 Rubel“. Im Jahre 2017 wurden insgesamt 116 gefälschte 5000-Rubel-Scheine aus dem Verkehr gezogen und weitere 33 Scheine zu 500 Rubel. In den meisten Fällen tauchen die gefälschten Geldscheine in Restaurants, Einkaufszentren und auf Märkten auf. Die Fälschung der Geldscheine selber erfolgt nicht in Kaliningrad. Vermutungen bestehen, dass die Fälschungen aus dem Nordkaukasus, Moskau und St. Petersburg stammen. Alle beschlagnahmten Geldscheine hatten eine einheitliche Seriennummer und waren auf einem Farbdrucker hergestellt worden. Alle Schutzmerkmale fehlten somit auf diesen Geldscheinen und die Geldscheine waren leicht als Fälschung zu erkennen.
 
Foto: Münz- und Papiergeld der Russischen Föderation im aktuellen Umfang
 
23.12.2017 – Rückläufige Geburtenrate in Kaliningrad
Die Geburtenrate in Kaliningrad ist im Jahre 2017 um zehn Prozent rückläufig. Über diese bedauerliche Tatsache berichtet die Internetseite der regionalen Sozialversicherung. Seit Anfang des Jahres wurden 9.844 Kinder geboren, 5.064 Jungen und 4.780 Mädchen. Zwillinge wurden in 127 Familien geboren. Das Durchschnittsalter der gebärenden Mütter beträgt in Kaliningrad 29 Jahre. Einer weiteren Mitteilung ist zu entnehmen, dass in diesem auslaufenden Jahr acht Prozent der Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch planten, durch Beratung von diesem Vorhaben Abstand genommen haben.
 

 

 
 
22.12.2017 – Wieder neue Fluggesellschaft für Kaliningrad am Horizont
Wieder ist eine russische Fluggesellschaft am Horizont erschienen, für die Kaliningrad als Standort und als HUB-Airport von Interesse zu sein scheint. Es handelt sich um die Gesellschaft „Asimut“ aus Rostow am Don. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow während einer Pressekonferenz. Wichtig ist es, so der Gouverneur, europäische Gesellschaften zu gewinnen, die Kaliningrad anfliegen. Von hier aus könnten dann russische Fluggesellschaften den innerrussischen Weiterflug übernehmen. Der Gouverneur kommentierte weiter, dass Kaliningrad niemals über einen staatlichen Avia-HUB verfügt habe. Sollte es Sinn machen, einen Avia-HUB auf der Basis des Kaliningrader Airports zu gründen, so wird dies auch zukünftig ein Privater sein. Er zeigte sich überzeugt, dass der Airport Kaliningrad mit jedem Monat interessanter für Fluggesellschaften als Flugziel, aber auch als Basierungsort wird. Der Kaliningrader Airport selber befindet sich auch im Privatbesitz und man ist dort selbstverständlich an der Ausdehnung des Flugnetzes interessiert. Nach Abschluss der Rekonstruktionsarbeiten am Airport und der Start- und Landebahn wird die Suche nach neuen Fluggesellschaften erheblich leichter – zeigte sich Alichanow überzeugt.
 

Foto: Kaliningrader Airport – Teilansicht des bereits rekonstruierten Abschnitts
 
22.12.2017 – Gouverneur kritisiert die Stadtbaupolitik in Kaliningrad
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow, kritisierte die Stadtbaupolitik der Gebietshauptstadt Kaliningrad. Er meinte, dass, während man sich lange Jahre äußerst intensiv mit dem Wohnungsbau beschäftigt habe, gleichzeitig der Bau der sozialen Infrastruktur, der Straßen und anderer Kommunikation vernachlässigt wurde. Und das Ergebnis sehen wir jeden Tag: Staus, nicht ausreichend Plätze in den Schulen und den Kindergärten in der Nähe des Wohnorts, unzureichende Anzahl von Polikliniken. Um das alles zu regulieren, werden einige Jahre benötigt. Und wir haben natürlich konkrete Vorstellungen, in welchem Zeitraum dies korrigiert werden muss.
Der Gouverneur zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung, alle Fragen des Bauwesens und der Baugenehmigungen in die Kompetenz der Gebietsregierung überführt zu haben. Viele Jahre haben sich die Kommunen sehr schöpferisch mit den Fragen der Baugenehmigungen beschäftigt und der Umsetzung der gesetzlichen Forderungen zur Erarbeitung der Projektunterlagen und der Entwicklung der sozialen Infrastruktur.
Wie weiterhin bekannt wurde, hat die Kaliningrader Gebietsregierung seit 1. Januar 2017   201 Baugenehmigungen erteilt. Anträge wurden 801 gestellt.
 
 
22.12.2017 – Avtotor beginnt den Export von Klein-LKW
Die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ hat mit dem Export von Kleinlastwagen der Marke „Hyundai HD78“ begonnen. Dies geht aus einer Mitteilung der Pressestelle der Holding hervor. Abnehmer für die erste Lieferung ist Weißrussland – eine Firma, die in Weißrussland Vertreter der Firma „Hyundai“ ist. Für das Jahr 2018 plant die Holding eine Ausweitung der Exportmenge, sowohl quantitativ wie auch von der Anzahl der Modelle. Erst im November hatte die Fahrzeugholding die Produktion dieser Kleinlastwagen im vollen Produktionszyklus aufgenommen. Es wurden gemeinsame Investitionen im Umfang von rund 50 Mio. USD mit „Hyundai“ getätigt. Für den vollständigen Produktionszyklus wurde eine neue Produktionshalle errichtet und neue Ausrüstung gekauft. Im ersten Produktionsjahr sollen bis zu 6.000 Fahrzeuge produziert werden. Mit der Aufnahme der Produktion dieser Kleinlastwagen, hat sich der Anteil der Lokalisierung der Fahrzeugproduktion bei „Avtotor“ auf 35 Prozent erhöht. Die Aufnahme der Produktion von Kleinlastwagen begann im Jahre 2012. Gegenwärtig umfasst die Produktion fünf verschiedene Modelle.
 
Foto: Produktion von Kleinlastwagen Hyundai im Rahmen der Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“
 
22.12.2017 – Riesensumme für Kaliningrad zur Entwicklung der Transport-Infrastruktur
Die Stadt Kaliningrad wird bis zum Jahre 2035 eine Summe von 48 Milliarden Rubel für die Entwicklung der Transport-Infrastruktur aufwenden. Diese Zahl nannte der zuständige Mitarbeiter des Ausschusses für Stadtwirtschaft während einer Sitzung des Stadtrates. Das Programm der Entwicklung der Transportinfrastruktur soll in zwei Etappen umgesetzt werden. Die erste Etappe wird im Jahre 2021 abgeschlossen, die zweite Etappe bis zum Jahre 2035. Von der genannten Summe werden 29 Milliarden aus dem Stadthaushalt bereitgestellt, 12 Milliarden Rubel kommen aus dem föderalen Haushalt und 6,5 Milliarden Rubel gibt die Gebietsregierung dazu. Zu den hervorgehobenen Aufgaben gehört der Bau von 47 Kilometer Autotrassen, Maßnahmen zum Umweltschutz zur Verminderung des Schadstoffausstoßes um 15 Prozent und wesentliche Einflussnahme auf den Zustand der Straßen, die jetzt in einem nicht „normativen“ Zustand sind.
 
22.12.2017 – Gouverneur will Brücke oder Tunnel über/unter der Kaliningrader Bucht
Im Jahre 2018 sollen die zuständigen Beamten mit den Planungsarbeiten für den Bau einer Brücke über den Kaliningrader Seekanal beginnen. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur die Abgeordneten der Gebietsduma. Die Aufgabe besteht, eine vollständige Umgehungsstraße um die Stadt Kaliningrad zu schaffen und damit den jetzigen Zustand der gestückelten und nicht untereinander verbundenen Abschnitte zu beenden. Aus dieser Aufgabe heraus besteht dann die Notwendigkeit, eine Brücke über den Kaliningrader Seekanal zu bauen. Alternativ kann auch ein Tunnel gebaut werden – so der Gouverneur. Diese Frage muss in 2018 entschieden werden. Bereits im Vorfeld hatte der Gouverneur gefordert, die Unterlagen aus dem Archiv zu holen, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu dieser Thematik erarbeitet worden sind. Er erinnerte an die Forderungen des russischen Präsidenten, in Kaliningrad die sogenannte Ostseeautobahn zu Ende zu bauen. Hierzu gehört dann auch die Anbindung anderer Straßen an diese Autobahn und eben dafür wird eine komplette Umgehungsstraße um Kaliningrad benötigt. Um einen kompletten Autobahnring um die Stadt zu schaffen, fehlt gegenwärtig ein Abschnitt von sieben Kilometern, begonnen bei der Siedlung Kosmodemjanskoje bis zur Chausseestraße. Erstmals wurde über die Pläne im Jahre 2016 gesprochen. Ein Investor konnte nicht gefunden werden. Auch hatte Alexander Jaroschuk, Bürgermeister von Kaliningrad, sich scharf gegen derartige Pläne ausgesprochen.
 
 
22.12.2017 – Gouverneur reagiert auf Importgenehmigung für Sprotten aus Lettland
Die russische landwirtschaftliche Aufsichtsbehörde hat das Importverbot für Sprotten aus Lettland aufgehoben und trug damit den international eingegangenen Verpflichtungen im Rahmen der WTO Rechnung. Der Gouverneur informierte Kaliningrader Unternehmer während einer Sitzung in der Industrie- und Handelskammer, dass er zu diesem, für Kaliningrad empfindlichen Thema, ein Gespräch mit dem föderalen Landwirtschaftsminister hatte. Um nicht verklagt zu werden, ist man manchmal gezwungen, Kompromissschritte zu gehen. Und niemand hat das bekannte „Tscha Tscha Tscha“-Prinzip aufgehoben: Ein Schritt vor, zwei Schritt zurück – scherzte der Gouverneur. Der russische Landwirtschaftsminister hat mit all seinen Mitarbeitern und Behörden volles Verständnis für die Kaliningrader Fischereiunternehmen und wird diese auch weiterhin unterstützen – so der Gouverneur weiter. Das Importverbot gegen Fischkonserven aus den baltischen Staaten war verhängt worden, weil man in den Konserven gesundheitsschädliche Stoffe entdeckt hatte.
Der Vorsitzendes des Direktorenrates der fischverarbeitenden Genossenschaft „Für die Heimat“ und ehemalige regionale Landwirtschaftsminister Sergej Lutarewitsch forderte ein Regionalprogramm zur Unterstützung der Kaliningrader Fischereiunternehmen.
 
22.12.2017 – Kaliningrader Fassadenrekonstruktion mit Fortschritten
In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 werden in einer der wichtigsten Straßen der Stadt Kaliningrad, die auch zur sogenannten Protokollstrecke gehört, an 12 Gebäuden prinzipielle Fassadenrekonstruktionen vorgenommen. Als neuen Stil wählte man einen Pseudo-Hansestil, ähnlich dem im ehemaligen Königsberg bzw. Danzig. Die Anwendung dieses Architekturstils ist in der Kaliningrader Gesellschaft nicht unumstritten, aber die schon jetzt sichtbaren Ergebnisse zeigen, dass die Stadt mit dieser Entscheidung zur Fassadeninstandsetzung einen großen Schritt zur Ablegung des Schmuddel-Images getan hat. „Kaliningrad-Domizil“ hat kurz vor Jahresende eine filmische Bestandsaufnahme der bisher erreichten Ergebnisse auf dem Leninski-Prospekt durchgeführt.
 

 

 
21.12.2017 – Alle russischen Touristen müssen sich zur Weltmeisterschaft registrieren
Alle russischen Bürger, die während der Fußball-Weltmeisterschaften nach Kaliningrad reisen, sind verpflichtet, sich polizeilich anzumelden – vorausgesetzt, sie halten sich mehr als drei Tage im Gebiet auf. Darüber informierte die Leiterin der Migrationsverwaltung des Kaliningrader Gebietes am vergangenen Montag. Ausländische Bürger haben sich grundsätzlich zu registrieren. Die sonstige Regelung, dass man sich erst nach 7 Arbeitstagen (9 Kalendertagen) Aufenthalt registrieren muss, ist für die Zeit der Weltmeisterschaft außer Kraft gesetzt. Sollte sich der Ausländer weniger als 24 Stunden im Gebiet aufhalten, entfällt eine Registrierung. In der Mitteilung wird hervorgehoben, dass ein Ausländer wegen Verletzung dieser gesetzlichen Regelung nicht bestraft werden kann, da er selber sich nicht registrieren darf, sondern dies durch die „einladende Seite“ zu erfolgen hat, also i.d.R. das Hotel oder der Vermieter. Sollte es keine „einladende Seite“ geben – was defacto nicht möglich ist, so wird der Ausländer für die Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen zur Verantwortung gezogen. Durch den Kaliningrader Tourismusminister wurde darauf hingewiesen, dass er in dieser Vorgehensweise nichts Besonderes sieht – es ist internationale Praxis, so war das auch in Brasilien, in Südafrika und in Deutschland im Jahre 2006 – kommentierte Andrej Jermak.
 
 
21.12.2017 – TourismusInfo zieht um
Endlich ist die Entscheidung gefallen, dass die Kaliningrader TourismusInfo aus den Kellerräumen des Schauspieltheaters auszieht. Sie erhält nun neue Räume direkt im unmittelbaren Stadtzentrum am Platz des Sieges. Die TourismusInfo wird in das Gebäude der Stadtverwaltung einziehen, in die Räumlichkeiten, wo sich ehemals der Supermarkt „Wester“ befunden hat. Mit Beginn des neuen Jahres werden die notwendigen Gelder für die Instandsetzung der Räumlichkeiten und den Umzug zur Verfügung stehen. Der Umzug soll bis Ende März abgeschlossen sein.
 
 
21.12.2017 – Kaliningrader Sorgen in Vorbereitung der Weltmeisterschaften
Der Leiter des Ausschusses für Steuern, Tarife und Finanzen der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer, Michael Gorodkow macht sich Sorgen um die Grenzabfertigung zu den Weltmeisterschaften. Wenn die Fans an der Grenze auf polnischer Seite bis zu 10 Stunden warten müssen, ehe die polnische Seite sie abfertigt, könne er sich vorstellen, dass die Spiele ziemlich „heftig“ beginnen. Im Besonderen meinte er das Fußballspiel „England-Belgien“, wo sich die Fans ihrer schlechten Laune eventuell auf nicht kulturvolle Weise entledigen könnten. Er forderte die Kaliningrader Gebietsregierung auf, die Frage des internationalen Grenzregimes zu klären. Der Gouverneur Anton Alichanow antwortete, dass alle diese Fragen gesondert bearbeitet werden. Er hoffe, dass man mit allen Verantwortlichen eine gemeinsame Sprache finde.
 
 
21.12.2017 – Gerüchte, alles Gerüchte – meint der Chef aller Möbelproduzenten
Die Gerüchte über einen bevorstehenden Tod der Kaliningrader Möbelindustrie sind übertrieben. Dies erklärte der Vorsitzende der Assoziation der Möbelhersteller Michael Maister. Alle Unternehmen arbeiten ganz normal und über einen „Tod“ zu sprechen, ist viel zu früh. Der anwesende Gouverneur Anton Alichanow nahm diese Information zur Kenntnis. Maister kommentierte, dass das Jahr 2017, wie auch die vorangegangenen Jahre, nicht ganz einfach war. Ab April 2016 habe die Möbelindustrie begonnen, sich an die neuen Bedingungen zu adaptieren. Dies führte zu zusätzlichen Kosten. Nicht alle konnten diese aufbringen, so dass ein Teil der Möbelhersteller ihre Produktion eingestellt hat. Allerdings handele es sich dabei im wesentlichen um Möbelhersteller, die ihren Sitz nicht in Kaliningrad hatten. Die ureigensten Kaliningrader Möbelhersteller existieren alle noch und produzieren ihr Sortiment.
 
21.12.2017 – Gouverneur hat Zweifel an der Zahlungsfähigkeit von Investoren
Der Beschluss ist schon vor vielen Monaten gefallen: Das Kaliningrader Ausstellungszentrum „Baltik-Expo“ auf der sogenannten „Insel“ wird seine Pforten schließen und an einen anderen Platz umsiedeln. An Stelle des Zentrums ist der Bau eines Hotels geplant. Nun hat der Gouverneur Anton Alichanow seine Zweifel zum Ausdruck gebracht, ob der bisher vorgesehene Investor in der Lage ist, dieses Projekt auch zu finanzieren. Es handelt sich hierbei um einen tschechischen Investor, der anscheinend mit dem Ausstellungszentrum kooperiert. Der Direktor des Ausstellungszentrums bat den Gouverneur um ein Treffen in diesem Zusammenhang. Er befinde sich seit Monaten mit den Kaliningrader Behörden in einem Rechtsstreit, teilweise erfolgreich, teilweise sind diese noch anhängig. Der Gouverneur erklärte daraufhin, dass man den Hotelneubau an dieser Stelle durchaus unterstütze, allerdings zweifle er, dass der Investor über das nötige Kleingeld verfüge. Er selber habe nicht die Absicht, sich in rechtliche Streitigkeiten einzumischen. Gleichzeitig warf er dem Direktor des Ausstellungszentrums einen Rettungsanker zu, denn er erklärte, dass das Ausstellungszentrum von der Ästhetik her, nicht seinen Vorstellungen entspricht und allgemein bei niemandem Begeisterung auslöst. Ein Hotel wäre schon schön, aber wenn kein Geld da ist, kann es auch nicht gebaut werden.
 
 
21.12.2017 – Zum Schicksal der Kreuz-Apotheke
Jahrelang verfiel das altdeutsche Gebäude der Kreuz-Apotheke in der Kaliningrader Frunse-Straße. Anfang des Jahres wurde endlich ein Käufer gefunden, der sich dieser sterblichen Überreste mit dem Versprechen annahm, so viel wie möglich von den noch stehenden Außenmauern zu erhalten und in das Konzept für ein neues Gebäude einzugliedern. Gegenwärtig laufen die Planungsarbeiten für einen Neubau. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft wird sich wohl kaum etwas Prinzipielles ändern, aber zumindest kann man den Gästen der Stadt zeigen, dass sich etwas bewegt. „Kaliningrad-Domizil“ war vor Ort und hat eine filmische Bestandsaufnahme des jetzigen Zustandes gemacht.
 

 

 

20.12.2017 – Außenminister Lawrow zu elektronischen Visa für Kaliningrad
Der russische Außenminister Lawrow hat sich zu Perspektiven der elektronischen Visa für Ausländer zur Einreise in das Kaliningrader Gebiet geäußert. Vor dem Föderationsrat informierte er, dass diese Regelung nicht alle Bürger ausländischer Staaten betreffen wird. Bei der Einführung wird man in erster Linie auf das Prinzip der Gegenseitigkeit achten. Für Länder, die russische Bürger nur unter größeren Schwierigkeiten ein Visum erteilen, wird es kein vereinfachtes Entgegenkommen für deren Bürger geben. Der Minister erwähnte, dass es einerseits zwar den Schengenraum, mit einem einheitlichen Visum gebe, aber die einzelnen Länder sehr großen Spielraum haben, um die Visaregelungen umzusetzen. So gibt es Länder, die verstärkt dazu übergegangen sind, innerhalb kürzester Zeit russischen Bürgern ein 5-Jahres-Visum auszustellen. Diese Länder können somit auch auf ein russisches Entgegenkommen rechnen. Zu diesen Ländern gehört z.B. Italien. Eine vollständige Abschaffung der Visa wird es nur dann geben, wenn dies auch die EU für russische Bürger so vorsieht. Aber – so der Minister, man kann mit jedem EU-Land individuelle Vereinbarungen abschließen. Dazu ist Russland bereit.
 
20.12.2017 – Deutscher zahlt hohe Zoll-Strafgebühr für Alt-Mercedes
Die Kaliningrader Zollverwaltung informiert, dass ein deutscher Bürger zur Zahlung einer Strafe von 800.000 Rubel verurteilt worden ist. Er hatte nicht rechtzeitig sein Fahrzeug vom Typ „Mercedes“ aus dem Land wieder ausgeführt. Aufgefallen war der Deutsche bei dem Versuch, Kaliningrad in Richtung Polen zu verlassen. Am Grenzpunkt Mamonowo/Gronowo fiel den russischen Zöllnern auf, dass der Deutsche die Aufenthaltsfrist für das Fahrzeug überschritten hatte. Das Fahrzeug hätte das Gebiet spätestens im Mai 2017 verlassen müssen. Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen Mercedes des Baujahrs 1997. Die verhängte Strafe dürfte somit ein Vielfaches der Summe sein, die das Fahrzeug selber noch wert ist.
 
20.12.2017 – Litauer liegen voll im Plan mit dem Bau der Grenzanlagen
Litauen hatte Anfang des Jahres angekündigt, zur Erhöhung der Sicherheit zu Russland einen Grenzzaun errichten zu wollen. Nun wird berichtet, dass die Bauarbeiten sich langsam dem Ende nähern. Die beauftragte Baufirma geht davon aus, den kompletten Zaun bis 20. Dezember an die litauischen Grenztruppen zu übergeben. Insgesamt handelt es sich um 40 Kilometer, die größtenteils über Land verläuft, mit einigen Ausnahmen, wo kleinere Flüsse oder Bäche den Verlauf kreuzen. Der Zaun soll in erster Linie den Schmugglern das Leben erschweren, aber auch illegale Migration verhindern. Von den Sicherungsmaßnahmen ist nicht nur das Kaliningrader Gebiet betroffen, sondern auch Grenzabschnitte zu Weißrussland. Wie mitgeteilt wurde, werden die Arbeiten zum Grenzausbau auch im kommenden Jahr fortgesetzt.
 
Foto: Kaliningrad hat eine gemeinsame Grenze mit Litauen im Norden und Osten des Gebietes
 
20.12.2017 – Zugverbindung mit Kaliningrad verbessert sich
Wer sich Hoffnungen macht, dass es sich bei dieser Meldung um die Einrichtung einer Zugverbindung zwischen dem russischen Kaliningrad und westeuropäischen Bahnhöfen handelt, wird enttäuscht. Es geht um Verbesserungen der Zugverbindung zum russischen Mutterland. Diese Verbindung erfolgt im Transit durch litauisches und weißrussisches Gebiet. Von den Verbesserungen ist auch nur der „Luxus“-Zug „Jantar“ betroffen. Unter der romantischen Zugnummer „30“ wird er vom Südbahnhof täglich 13:08 Uhr abfahren und wird schon zwei Stunden später, also um 15.00 Uhr am Grenzübergang in Schernjachowsk eintreffen. Die gesamte Strecke bis Moskau wird mit 17 Minuten verkürzter Fahrzeit bewältigt werden. Eine erstaunliche Planungsleistung der Russischen Bahn. Ein weiterer Zug auf dieser Strecke mit der Nr. 29 wird sogar 23 Minuten weniger benötigen. Insgesamt sind die Züge bis nach Moskau 19 Stunden unterwegs. Die Zeit könnte wesentlich verkürzt werden, wenn alle beteiligten Länder die notwendigen Kontrollen während der Fahrt durchführen und Litauen auch dem Ausbau seines Eisenbahnabschnitts zu einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zustimmen würde. Berechnungen haben ergeben, dass sich damit die Fahrzeit auf 12 Stunden verkürzen würde.
 
 
20.12.2017 – Banal, aber trotzdem wichtig
Banal ist die Meldung, weil es sich um nichts Besonderes handelt – die Bemühungen der Stadt, ein angenehmes Wohnumfeld für ihre Bürger zu schaffen und das Bemühen, eben dieser Bürger, möglichst unangenehm zu leben und Ästhetik möglichst nicht zuzulassen. Wichtig ist die Meldung deshalb, weil zukünftig Videonachrichten ohne störenden Reklamebalken durch uns vermittelt werden und wir mehr dazu übergehen, in dieser Form ein Zusatzangebot an „täglichem Kleinkram“ anzubieten. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit sachlicher Kritik und Hinweisen zur Entwicklung des Videokanals unterstützen würden.
 
 
20.12.2017 – Gouverneur hofft, dass keine Gäste hungern oder frieren müssen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow macht sich Gedanken, ob denn der Kaliningrader Einzelhandel in der Lage ist, all die zusätzlichen Gäste, die zur Fußball-Weltmeisterschaft anreisen (geschätzt werden zusätzlich 120.000 Personen), mit allem Notwendigen zu versorgen. Er warf diese Sorge am Montag, während einer Sitzung in der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer auf. Er erinnerte, dass er vor kurzem in Weißrussland war und ihm dort die Situation aus dem Jahre 2014 geschildert wurde, wo das Land Hockeymeisterschaften ausgetragen hatte.  Auch da gab es Schwierigkeiten mit Bier und Hühnerflügelchen und sonstigen Knabbereien. Aber in Kaliningrad sind es sogar Weltmeisterschaften – gab Anton Andrejewitsch zu bedenken. Er beauftragte den Vizegouverneur Alexander Rolbynow, sich dieser Sache bis Jahresende anzunehmen und zu klären, dass es keine „planmäßige“ Jahresversorgung gibt, sondern eine Versorgung, konkret zugeschnitten auf Höhepunkte innerhalb des Jahres. Weitere Sorgen machte sich der Gouverneur, ob denn auch genügend Andenken, insbesondere aus Bernstein, in den Geschäften sein werden. Er bemerkt nichts in den Geschäften, was irgendwie auf die Weltmeisterschaft zugeschnitten ist.
 

19.12.2017 – Fassade des neuen Fußball-Stadions in Kaliningrad brennt
Erstmals wurde die Beleuchtung der Fassade des neuen Fußball-Stadions auf der sogenannten „Insel“ eingeschaltet und man stellte fest: sie brennt. Sowohl die Fassade, wie auch die Masten zum Stadion erstrahlen in einer bläulichen Farbe. Die Arbeiten für den Innenausbau und die Gestaltung des Geländes laufen auf Hochtouren weiter. Die Beheizung des Stadions und des Spielfeldes funktioniert bereits. Es wurden zusätzliche Speziallampen aufgestellt, um das Wachstum des Grases auf dem Spielfeld zu beschleunigen. Die Übergabe des Stadions muss bis 31. Dezember erfolgen.
 
Foto: Fassade des neuen Kaliningrad-Stadions brennt
 
19.12.2017 – Unterschriftensammlung zum Schutz eines Schuldirektors
Auf der Internetseite „Change.org“ ist eine Unterschriftensammlung gestartet worden. Ziel ist, im Rahmen einer Petition, sich für die Direktorin des Kaliningrader Lyzeums Nr. 49 einzusetzen, deren Entlassung durch die Kaliningrader Staatsanwaltschaft gefordert wird. In ihrer Schule hatten Schüler, mit Kenntnis des Lehrkörpers, umstrittene satanische Feiern durchgeführt. Die Schule und die Schüler standen wochenlang im Zentrum medialer Aufmerksamkeit. Die Schuldirektorin selber kommentierte, dass man sie nur vom Stuhl schupsen wolle, damit dieser ein anderer einnehmen kann. Die Petition wurde von ehemaligen und jetzigen Schülern des Lyzeums erstellt. Man hob in dieser Petition die großen Verdienste der Direktorin um die Erziehung und Ausbildung der Kinder hervor und wehrt sich gegen die gezielte Diskreditierung der Direktorin und ihrer Arbeit.
 
 
19.12.2017 – Staat haut dem Staat auf die Nase
Der Leiter von Primorska informierte, dass Polizeibeamte ihm die Nase zerschlagen haben. Igor Kowal kommentierte dies in einem Interview mit dem TV-Sender „Baltisk-TV“. Der Vorfall passierte bereits am Freitag. Operative Kräfte der Rechtsschutzorgane befanden sich im Dienstgebäude der Stadtverwaltung und beschäftigten sich mit der Beweissicherung für anhängige Verfahren. Als der Leiter davon erfuhr, begab er sich in das Dienstgebäude und begann die Arbeit der Beamten auf Video aufzunehmen. Diese verboten ihm die Aufnahmen und im Ergebnis eines Handgemenges kam es dann zur Verletzung der Nase des Bürgermeisters. Der Schlag sei sehr heftig gewesen – komentierte Kowal. Er ging zu Boden und musste sich erst wieder Sammeln. Allerdings lehnte er eine Einlieferung in ein Krankenhaus ab. In der Kaliningrader Innenverwaltung bestätigte man die Haussuchung, bestritt aber Gewaltanwendung durch die Beamten. Die Verletzung sei entstanden, als Kowal Fotoaufnahmen machte und irgendwo gegenstieß. Das russische Untersuchungskomitee hat jetzt Ermittlungen aufgenommen, um beide Versionen
auf Wahrheitsgehalt zu prüfen.
 
Foto: Staatsdiener Igor Kowal gegen andere Staatsdiener – wer Recht hat, wird untersucht
 
19.12.2017 – Meeting zur Unterstützung von Rudnikow
In Kaliningrad findet ein Meeting zur Unterstützung des Ex-Chefredakteurs der Zeitung „Neue Räder“ und Ex-Abgeordneten der Regionalduma Igor Rudnikow statt. Dieser war verhaftet worden, weil er einen hochgestellten föderalen Beamten in Kaliningrad erpresst haben soll. Weiterhin ist er im Besitz einer amerikanischen Aufenthaltsgenehmigung, was gegen russische Gesetze verstößt. Der Antrag zur Durchführung des Meetings wurde von den Parteien „Patrioten Russlands“ und „Kommunistische Partei der Russischen Föderation“ gestellt. Das Meeting ist durch die Stadtverwaltung bestätigt, wie Vertreter der beiden Parteien informierten. Es findet am 23. Dezember vor dem Haus der Künste in Kaliningrad statt.
 
 
19.12.2017 – Danke an unsere Leser und Zuschauer
Bis vor einem Monat hatte „Kaliningrad-Domizil“ nur Leser. Vor einem Monat bekamen wir auch Zuschauer, denn wir starteten mit dem zaghaften Versuch, uns moderner Kommunikationskanäle zu bedienen und entdeckten „YouTube“. Ein erster Film wurde hochgeladen (und bisher nicht veröffentlicht). Jeden Tag wird ein wenig an diesem neuen Format gearbeitet, um zu verstehen, wie was, wie wer, wie überhaupt alles funktioniert. „Es gibt eine Masse Unzulänglichkeiten“, - sagt ein russischer Traditionsspruch. Das trifft auch auf unseren YouTube-Kanal und auf die Qualität der Filme und auf deren inhaltliche Aussage zu. Wir testen und wir beseitigen unser „Unwissen“ Schritt für Schritt. Haben Sie Geduld mit uns und helfen mit Ratschlägen. Auch der störende Reklamebalken auf unseren Videos wird bald verschwinden – leider will die Produktionsfirma bisher noch nicht unser Geld für den Kauf des Programms.
 
 
19.12.2017 – Neuer Vertreter des föderalen Justizministeriums in Kaliningrad
In Kaliningrad ist ein neuer Verwaltungschef des Ministeriums der Justiz der Russischen Föderation ernannt worden. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Regionalregierung hervor. Ernannt wurde Konstantin Morosow, der bisher eine Stellvertreterfunktion innehatte. Seit 2008 hat er in der Regionalvertretung des föderalen Justizministeriums verschiedene Funktionen bekleidet. Wie der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hervorhob, ist Konstantin Morosow bestens vertraut mit der Lage in Kaliningrad und benötigt keine Einarbeitungszeit. Er hoffe auf eine weitere enge Zusammenarbeit zwischen der föderalen Vertretung und der Regionalregierung.
 
 
19.12.2017 – Schiff zu Wasser gelassen
Mit einer bemerkenswerten Aufmerksamkeit wurde in den Kaliningrader Medien, ein doch relativ kleiner Stapellauf eines Fischfangschiffes, versehen. Dies ist das erste Schiff, welches nach dem Zerfall der Sowjetunion, in der kleinen Werft in Svetly bei Kaliningrad, wieder gebaut wurde. Bei dem Schiff handelt es sich um ein altes sowjetisches Schiffbauprojekt, vermutlich aus dem Jahre 1977. Man hatte es für drei Millionen Rubel gekauft und gedacht, es für wenig Geld wieder einsatzfähig machen zu können. Dies erwies sich als unmöglich und vom ehemaligen alten Schiff blieben nur 20 Prozent der Konstruktion übrig, die für den Neubau verwendet wurden. Entstanden ist ein Schiff, dessen Leistungsparameter um ein Vielfaches höher liegen, als bei der Altvariante. Gegenwärtig gibt es, nach Aussage der Werftverantwortlichen, keine Möglichkeiten, irgendwo in Russland ein vernünftiges Fischfangschiff in Auftrag zu geben. Deshalb habe man sich für diese Variante der Rekonstruktion entschlossen. Eine Bestellung im Ausland kam auch nicht in Frage, da man nicht über das nötige Geld verfüge.
 
Foto: Alter sowjetischer Trawler mutierte zu modernem russischen Fischfangschiff
 

 
18.12.2017 – Versprochen und gehalten – Sowjetsk hat neuen Farb-Wasserspiele
Für die Zeit etwas ungewöhnlich, aber der Bürgermeister von Sowjetsk hatte es so versprochen – die Einweihung von farblichen Wasserspielen in der Stadt Sowjetsk erfolgte am Freitag. Die Anlage befindet sich in der Nähe des Eingangs zum Stadtpark. Finanziert wurde die Anlage etwas kompliziert, denn es wurden Gelder aus dem örtlichen Haushalt, dem Gebiets- und dem Föderalhaushalt zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden neun Millionen Rubel für dieses Projekt ausgegeben. Leider stehen gegenwärtig keine qualitativ guten Videofilme zur Verfügung, um die farblichen Wasserspiele, die durch Musik hinterlegt werden, unseren Lesern zeigen zu können.
 
18.12.2017 – Bemerkenswerte ständige Ausstellung im Kaliningrader Kulturhistorischen Museum
Mitte des Jahres 2017 wurde im Kaliningrader Kulturhistorischen Museum eine Ausstellung eröffnet, die in Ausschnitten sehr anschaulich die Situation in Königsberg im April 1945, wenige Stunden vor der Kapitulation am 9. April widerspiegelt. „Kaliningrad-Domizil“ hat einen weiteren Test-Film im neuen YouTube-Kanal freigeschaltet.
 
 
18.12.2017 – Kaliningrad hat ein 3-Sterne-Hotel mehr
Wie bereits vor einigen Monaten informiert, wurde ein Teil des EuropaCenters, welches bisher für die Vermietung von kommerziellen Räumlichkeiten genutzt wurde, zu einem Hotel umgebaut. Der Umbau ist jetzt abgeschlossen. Über vier Etagen erstreckt sich das 3-Sterne-Hotel mit insgesamt 82 Zimmern in einer Größe zwischen 15 – 40 Quadratmetern. Bei der Einrichtung wurde auch an mobilitätseingeschränkte Gäste gedacht. Einige der Zimmer sind mit Miniküchen für Selbstversorger ausgestattet. Bis zum Frühjahr werden noch zwei weitere Hotels in der Stadt eröffnet.
 
 
18.12.2017 – RosGarde wird Fremdsprachen lernen
In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft werden die Angehörigen der RosGarde, die in Kaliningrad stationiert sind, Fremdsprachenkurse belegen, um mit ausländischen Gästen besser über mögliche Probleme sprechen zu können. In der überwiegenden Mehrheit belegen die Angehörigen der neuen Sicherheitseinheit einen Englisch-Sprachkurs, wobei auch Kurse in den Sprachen angeboten werden, aus denen die Fußball-Mannschaften kommen, die in Kaliningrad spielen werden. Für Einheiten, die bestimmte Tourismus- und Kulturobjekte bewachen werden, wird der Sprachkurs besonders intensiv durchgeführt. Die Angehörigen werden besondere Wörterbücher erhalten, die ihnen die Möglichkeit gibt, mögliche sprachliche Besonderheiten mit Ausländern besser bewältigen zu können.
 
 
18.12.2017 – Zweit-Weihnachtsbaum wechselt Stellplatz
Vor Jahren hatte der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk der Stadt einen Zentralen Weihnachtsbaum geschenkt, der auf dem Platz des Sieges errichtet wurde. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, schenkte wenig später der damalige Gouverneur Nikolai Zukanow der Stadt einen weiteren Weihnachtsbaum, der ein paar Meter größer war und der auf dem Siegesplatz aufgestellt wurde. Der Baum des Bürgermeisters musste weichen und wurde seit dem immer vor dem Haus der Räte aufgestellt. Aber auch dort muss er jetzt weichen, da die Instandsetzungsarbeiten rings um dieses bemerkenswerte Gebäude auf vollen Touren laufen. Als neuer Standort wurde der Oberteich ausgewählt. Dies ist aber nur eine einmalige Lösung. Im kommenden Jahr wird er dann wohl wieder vor dem (rekonstruierten und in Nutzung überführten) Haus der Räte stehen.
 
 
18.12.2017 – Neuer Grenzübergang wird erst 2019 eröffnet
Der dringend, zur Entlastung der Stadt Sowjetsk benötigte neue Grenzübergang „Dubki“, der über den Fluss Neman nach Litauen führt, wird nun doch erst im Jahre 2019 in Nutzung überführt. Darüber informiert RIA-Nowosti, unter Bezug auf Äußerungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow. Gegenwärtig erfolgt die Ausschreibung für die Fortsetzung der Bauarbeiten. Auf litauischer Seite sind seit geraumer Zeit bereits alle logistischen, grenz- und zolltechnischen Einrichtungen fertiggestellt. Der Bau des Grenzübergangs begann im Januar 2015. Geplant waren Kosten in Höhe von zwei Milliarden Rubel. Geplant war die Fertigstellung des neuen Grenzübergangs im Juni 2017. Kurze Zeit nach Baubeginn wurde die Weisung gegeben, die Arbeiten auf russischer Seite einzufrieren. Im Januar 2017 informierte der Gouverneur Anton Alichanow, dass der neue Grenzübergang 2018 in Nutzung genommen wird. Jetzt wurde der Termin 2019 bekanntgegeben. Der neue Grenzübergang wird in der Lage sein, täglich 15.500 Personen und 4.000 Fahrzeuge aller Art abzufertigen.
 
18.12.2017 – Traditioneller Advents-Gottesdienst in Kaliningrad
Traditionell findet am 3. Advent in der evangelischen Kirche am Prospekt Mira 101 jedes Jahr ein deutschsprachiger Gottesdienst mit anschließendem Klassikkonzert des Kaliningrader Philharmonischen Orchesters, unter Leitung von Arkadi Feldmann, statt. Unterstützt werden das Konzert und das anschließende Weihnachtsbuffet durch das deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad. Seit 2014 ist es zu einer guten Tradition geworden, dass der stellvertretende deutsche Generalkonsul Max Müller mit lateinischen Gesängen die anwesenden Gläubigen und Zuhörer erfreut. „Kaliningrad-Domizil“ hat einen weiteren Test-Film in seinem YouTube-Kanal freigeschaltet
 
 
18.12.2017 – Gouverneur zu Preiserhöhungen zur Fußball-Weltmeisterschaft
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow äußerte sich zu besonders talentierten Hoteliers, die glauben, ungestraft die Preise für Übernachtungen in grenzenlose Höhen treiben zu können. „Sie irren sich, wenn sie glauben, das Verbot der Preiserhöhungen aushebeln zu können“, - so Alichanow. Die Angelegenheit ist relativ einfach – so der Gouverneur. Es gibt eine Anordnung der föderalen Regierung und da sind die maximal möglichen Preise festgelegt. Alles andere wird mit Verwaltungsverfahren verfolgt und geahndet. „Da gibt es besonders talentierte Hoteliers, die glauben, die Preise für Zimmer stabil zu halten, aber die Preise für das Frühstück maßlos anheben zu können – aber die irren“, - meint Anton Alichanow. Die Lage um die Hotelpreise wird sich wieder normalisieren, wenn die entsprechenden Organe der FIFA offiziell zu arbeiten beginnen und somit auch die Hotelzimmerpreise kontrollieren. Von Seiten des Kaliningrader Gebietes stehen die Aufsichtsbehörden in Bereitschaft. Der Gouverneur zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Unternehmer von alleine verstehen, dass hohe Preise Kunden abschrecken, aber nicht anziehen und somit werden sie die Preise wieder senken, wenn sie merken, dass das Hotel leer steht und keiner reserviert.
Vorausgehend war informiert worden, dass Kaliningrad den vordersten Platz der Städte einnimmt, die die Preise für Hotels im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft erhöht hat.

 

17.12.2017 – Typisch Kaliningrad Teil 1
Typisch Kaliningrad ist, dass eine Angelegenheit bereits als feststehende Tatsache, manchmal sogar als „Sieg“ veröffentlicht wird und sich im weiteren herausstellt, dass es sich eigentlich nur um Überlegungen, erste Gedanken oder, im besten Fall, um eine angefangene, aber noch nicht beendete Sache handelt.
So titelte das Informationsportal „Klops“, dass das erste Fußballspiel im neuen Stadion mit einer deutschen Mannschaft stattfinden wird. Es geht hierbei vermutlich um das erste Testspiel, welches für den Monat März geplant ist. Der so neugierig gemachte Leser erfährt im weiteren, dass keine geringere Mannschaft als Schalke 04 nach Kaliningrad anreisen wird. Und wenn der Leser dann noch erfährt, dass diese Tatsache von einem stellvertretenden Vizegouverneur verbreitet wird, werden die Fußball-Fans bestimmt sofort mit Urlaubsplanungen beginnen, um dieses Freundschaftsspiel nicht zu versäumen. Der Kaliningrad-erfahrene Leser liest aber den Artikel bis zum Schluss und erfährt, dass zwar Gespräche geführt werden, aber Vertreter von Schalke 04 gesagt haben sollen, dass sie mal in den Kalender schauen wollen, ob sie Zeit für ein derartiges Spiel haben. Das bezeichnet man dann in Kaliningrad schon als Vorabsprache. Es wird der Fakt verbreitet, obwohl noch niemand weiß, ob Schalke überhaupt Zeit (geschweige denn Lust) hat, dass der Gegner die Kaliningrader Mannschaft „Baltika“ ist.
 
17.12.2017 – Typisch Kaliningrad Teil 2
Kaliningrader sind Russen. Russen sind gutmütig und glauben immer an das Gute im Menschen, insbesondere, wenn es Deutsche und Deutschland betrifft. So glaubt man seit 2012 an die guten Absichten von BMW und die ehrlichen Investitionsabsichten dieser namhaften deutschen Firma. Vor rund zwei Monaten erklärte dann der russische Generaldirektor von BMW in einer öffentlichen Fernsehübertragung, im Beisein des Gouverneurs, dass man in Kaliningrad ein Werk bauen werde. Und schon wurde dies als Siegesmeldung in den Kaliningrader Medien verbreitet, obwohl BMW noch nicht einmal den Platz ausgewählt hat, wo man das Werk bauen will. Zweckoptimismus wurde vor jedes (angebrachte) Mißtrauen platziert. Nun berichtet der föderale Minister für Handel und Industrie Denis Manturow, dass BMW noch weitere Gespräche mit St. Petersburg und dem Moskauer Gebiet führt. Damit erweisen sich, typisch für Kaliningrad, alle bisherigen Siegesmeldungen zu BMW als defacto Niederlagen. Man hat sich wieder einmal von einem ausländischen Investor hinter´s Licht führen lassen und an ein öffentlich gegebenes Versprechen geglaubt.
 
17.12.2017 – Typisch Kaliningrad Teil 3
Bereits Anfang des Jahres informierte die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ über Milliardeninvestitionen, die der französische Hersteller von nichtzerbrechlichem Geschirr „ARC“ in Kaliningrad tätigen will. Öffentlichkeitswirksam wurde dieser ausländische Investor präsentiert als Beweis, dass es nun endlich in Kaliningrad vorwärtsgeht. Dann brachen die Gespräche im Mai 2017 ab. Wie sich jetzt herausstellte, hat der französische Konzern überraschend festgestellt, dass in Frankreich Wahlen sind und man wollte mit einer Investitionsentscheidung zugunsten vom russischen Kaliningrad, nicht die Politik verärgern. Außerdem gibt es finanzielle Probleme. Bis heute, weit nach den Wahlen in Frankreich, sind die Gespräche nicht wieder aufgenommen worden. Ein weiterer Fall, wo ausländische Investoren großspurig versprechen und dann nichts halten und wieder ein Beweis, dass man Siege erst feiern sollte, wenn sie real vorliegen, d.h. das rote Band durchschnitten wird.
 
17.12.2017 – Typisch Kaliningrad Teil 4
Die österreichische Firma „Kronspan“ plante ein großes Investitionsengagement in Kaliningrad. Viele Millionen Euro wollte man in den Industriepark in Tschernjachowsk investieren. Wochenlang wurde in Kaliningrad von diesem ausländischen Investor gesprochen und geschrieben, der insgesamt der Kaliningrader Wirtschaft einen gewaltigen Schub geben werde. Nun erklärte plötzlich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, dass man diese Firma nie als ernsthaften Investor angesehen habe. Die Firma hat große Produktionskapazitäten in Weißrussland und eine neue Produktionsstätte in Kaliningrad mache wirtschaftlich eigentlich keinen Sinn – so der Gouverneur. Deshalb wird auch keine Vereinbarung mit dieser Firma unterschrieben. Wie bekannt wurde, hat die Firma keine Kreditgelder für den Bau des neuen Werkes von der „Europäischen Bank für Wiederaufbau“ erhalten. Auch hier sollen politische Gründe eine Rolle gespielt haben. Kaliningrad hat somit wieder einen Sieg verkauft, der defacto eine Niederlage ist. Man hat wohl immer noch nicht verstanden, dass es in den kommenden – mindestens fünf Jahren – in Kaliningrad keinen Sinn macht, auf irgendeinen ernsthaften ausländischen Investor zu hoffen.
 
 
17.12.2017 – Haushalt 2018 mit Defizit beschlossen
Die Abgeordneten der Gebietsduma haben den Haushalt für 2018 beschlossen, sowie den vorerst geplanten Haushalt für die Periode 2019-2020. Bekannt wurde, dass es einen Einnahmenteil von 100,7 Milliarden Rubel geben wird und die Ausgaben schlagen mit 103,1 Milliarden Rubel zu Buche. Es wurde somit ein Budget mit einem Defizit von 2,4 Mrd. Rubel durch die Abgeordneten beschlossen. Der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Haushaltsfragen Waleri Frolow informierte, dass man sich sehr detailliert mit dem Haushalt beschäftigt habe. Insgesamt haben die Abgeordneten acht Änderungen vorgenommen.
 
 
17.12.2017 – Kaliningrader Melioration erhält föderale Unterstützung
Die Regionalverantwortlichen haben mit der föderalen russischen Regierung ein Übereinkommen, zur weiteren Vorgehensweise bei der Wiederherstellung des Meliorationssystems im Kaliningrader Gebiet getroffen. Ein entsprechender Plan, wie man weiter vorgehen werde, wurde durch den russischen Vizepremier Arkadi Dworkowitsch bestätigt. Die Wiedererrichtung des Kaliningrader Meliorationssystems wurde in das Staatsprogramm für die Entwicklung der Landwirtschaft mit aufgenommen. Parallel laufen in Kaliningrad Arbeiten des Katasteramtes. Es gibt eine Reihe von Meliorationsobjekten, die neu vermessen werden müssen und wo auch die Eigentums- und Zuständigkeitsverhältnisse nicht eindeutig geklärt sind. Man zeigte sich in der Gebietsregierung erfreut, dass die föderalen Verantwortlichen endlich erkannt haben, dass es ohne eine Wiederherstellung des Meliorationssystems keine landwirtschaftliche Entwicklung im Kaliningrader Gebiet geben wird. Gerade die Witterungsbedingungen des auslaufenden Jahres haben deutlich gezeigt, dass große Flächen des Kaliningrader Gebietes einfach unter Wasser stehen und durch das fehlende Meliorationssystem nicht nur die Ernte verloren geht, sondern auch Wohngebiet in Mitleidenschaft gezogen werden.
 
17.12.2017 – Hoffnung auf russischen Investor für Yacht-Club
Eine Firma aus der Kaliningrader Kleinstadt Svetly hat verkündet, dass er Interesse an dem Bau eines Yacht-Hafens in Selenogradsk habe. Die Kaliningrader Gebietsregierung hofft nun, mit diesem russischen Investor eine entsprechende Vereinbarung im Jahre 2018 abschließen zu können. Wie mitgeteilt wurde, dass man vorläufig so verblieben sei, dass im Februar/März 2018 eine Vereinbarung mit dem Investor abgeschlossen wird, der als „Operator“ für die Marina auftritt. Der Investor wird sich verpflichten, Yachten für die Marina zu erwerben, die dann in der Bucht von Kurskaja Kosa eingesetzt werden können. Durch den Tourismusminister wurde verkündet, dass der russische Investor versprochen habe, sämtliche Arbeiten zu seinen Lasten zu übernehmen, die im Rahmen des Bau- und Investitionsprojektes entstehen.  
 
17.12.2017 – Man ist nie zu alt für die Liebe oder für eine Dummheit
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft teilte mit, dass ein 61jähriger Kaliningrader um die Hand einer 91jährigen Kaliningrader angehalten habe. Seine Werbung sei erhört worden. Allerdings hatte die Werbung nicht der 91jährigen Kaliningraderin gegolten, sondern mehr der Wohnung, die diese ihm bei ihrem Tod vererben sollte. Die Staatsanwaltschaft hat diese Eheschließung als fiktiv eingestuft und fordert die Annullierung. Wie sich herausstellte, war sein Freund im Juni verstorben und hinterließ seine Mutter. Diese Mutter heiratete nun der 61jährige, obwohl er nicht zu ihr in die Wohnung zog, keinen gemeinsamen Haushalt führt und weiterhin mit seiner geschiedenen Frau zusammen lebt. Erschwerend kommt hinzu, dass die 91jährige Frau unter ständiger psychologischer Aufsicht steht und durch ein Krankenhaus betreut wird.
 
17.12.2017 – Kaliningrader City-Manager liebt alle Schuldirektoren
Der Kaliningrader City-Manager Alexander Jaroschuk hat erklärt, dass er alle Schuldirektoren seiner Stadt liebe. Insbesondere liebt er die SchuldirektorInnen, die über 701 Jahre alt sind und noch aktiv im Berufsleben stehen. Diese sollten aber nun mal langsam den Stuhl räumen und Jüngeren eine Chance geben und ihren Lebensabend genießen. Er forderte, den gesamten leitenden Personalbestand in den Schulen einer Revision zu unterziehen und Kaderentscheidungen zu treffen. Allerdings ist sich der City-Manager noch nicht ganz klar, ob es auch genügend junge Nachwuchskräfte für leitende Funktionen in den Schulen gibt. Er erhoffe sich von jungen Kadern einen frischen Wind und neue Entwicklungsrichtungen in den Schulen. Dabei erinnerte er an den Skandal im 49. Lyzeum (wir berichteten) und kommentierte, dass er seinen Stellvertreter für das Schulwesen in die Schule entsandt habe, um dort Untersuchungen anzustellen, aber die Schule habe den Zutritt verwehrt und die Vertreterin der aufsichtsführenden Behörde habe ihre Aufgaben nicht erfüllen können. Während einer weiteren Sitzung hatte der Kaliningrader City-Manager den Bericht über die Entwicklung der Schulausbildung in Kaliningrad zurückgewiesen und sich geweigert, diesen inhaltlich anzuerkennen.
 
17.12.2017 – Kaliningrad bereitet sich auf den Jahreswechsel vor
In Kaliningrad laufen aktiv die Arbeiten zur dekorativen Ausgestaltung der Stadt und der Einzelhandelsgeschäfte. Es ist zu beobachten, dass Umfang und Qualität der weihnachtlichen Dekoration von Jahr zu Jahr zunehmen und besser werden. „Kaliningrad-Domizil“ hat einen kleinen abendlichen Spaziergang gemacht und stellt einen neuen Test-Film im youtube-Videokanal vor.
 
 
17.12.2017 – Weihnachtsfeier im Kultur- und Geschäftszentrum der RusslandDeutschen in Kaliningrad
Am Freitag fand eine Weihnachtsfeier, in dem am 4. Oktober 2017 offiziell eingeweihten neuen Kultur- und Geschäftszentrum der RusslandDeutschen in der ul. Jaltinskaja in Kaliningrad statt. Geschätzten 50 Teilnehmern wurde ein kleines Kulturprogramm geboten. Offizielle Persönlichkeiten sprachen aufmunternde und besinnliche Worte zum bevorstehenden Jahreswechsel und zur weiteren Arbeit des neuen Zentrums. Anschließend wurde durch die Leitung des Hauses zu einem Imbiss eingeladen. Schauen Sie ein weiteres Test-Video auf unserem youtube-Kanal.
 
 

16.12.2017 – Franzosen haben Angst vor Entlassungen wegen Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, warum der französische Hersteller von Geschirr bisher noch keine Entscheidung über mögliche Investitionen und den Bau eines neuen Produktionsbetriebes in Kaliningrad getroffen hat. „ARC“ hatte die Entscheidung wegen Schwierigkeiten und Streitereien mit der französischen Gewerkschaft aufgeschoben. Man befürchtete in der Gewerkschaft und unter der Belegschaft, dass das neue Werk in Kaliningrad zu Entlassungen, vielleicht auch zur Schließung von Produktionsstandorten in Frankreich führen könnte. Kaliningrad erweist sich zu den Selbstkosten bei der Produktion um ein vielfaches günstiger als Frankreich, denn neben den niedrigen Löhnen, gibt es auch vollständige Steuerbefreiungen für Residenten der Sonderwirtschaftszone.
 
16.12.2017 – Direktor des Lyzeums glaubt an Intrigen gegen ihn
Der Direktor des Lyzeums Nr. 49, dessen Entlassung der Kaliningrader Staatsanwalt gestern gefordert hatte (wir berichteten), glaubt an Intrigen gegen ihn und das jemand seinen Posten einnehmen möchte. Deshalb wird die Angelegenheit der satanischen Feier von Schülern übertrieben scharf dargestellt. Der Direktor informierte, dass er 30 Jahre lang ohne Beanstandungen gearbeitet habe. Jetzt warte man nur darauf, dass er aus dem Krankenhaus entlassen wird, um ihm die Entlassung zu überreichen, damit sein Stuhl jemand anderes ausfüllen kann, der schon in den Startlöchern steht. Er beschuldigte die Untersuchungsorgane, die Ermittlungen einseitig geführt zu haben und den Erläuterungen sowohl der Schulleitung, wie auch der beteiligten Schüler, keine Aufmerksamkeit gewidmet zu haben.
 
 
16.12.2017 – Sportplatz unter der Brücke wird so schnell wie möglich wieder eröffnet
Der sportbegeisterte Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte die Schließung, des erst vor einer Woche eingeweihten Sportplatzes unter der Brücke, mit den Worten, dass alles unternommen werde, damit diese Sportstätte so schnell wie möglich vollständig der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden kann. Grund für die Schließung war, dass noch nicht alle technischen Arbeiten ausgeführt worden sind. Durch die ungünstigen Witterungsbedingungen ist es zu Verzögerungen gekommen. Das trifft auch auf den Kinderspielplatz zu, der sich gleich im Anschluss an den Sportkomplex befindet. Diesen kann man nur zu Ende bauen, wenn es Plus-Temperaturen gibt.
 
16.12.2017 – Große Emotionen um einen blauen Fisch
Am Unterteich in Kaliningrad ist ein großer blauer Fisch aufgetaucht. Seit zwei Tagen installieren Bauarbeiter dieses gesponserte Kunstwerk, welches der Gouverneur in die gleiche Qualitätskategorie einordnet wie die „Figur des Kant“. Auch der Kaliningrader Stadtarchitekt und zukünftige Architekturberater des Kaliningrader Gouverneurs äußerte sich ähnlich. Er forderte, für diese Figur einen anderen Standort zu finden. Die Meinungen unter der Bevölkerung sind geteilt, ebenso wie es bei der Figur „Der gute Kant“ war. Nun bleibt zu hoffen, dass auch diese Figur, die irgendwie an sowjetischen Kunstgeschmack erinnert, auch in Jantarny einen Platz findet.Die Figur des blauen Fisches wurde von der Firma gesponsert, die sich mit der Kultivierung des Unterteiches beschäftigt.
 
 
16.12.2017 – Investor beschwert sich über kalten Airport
Ein Investor aus Rostow hat sich beim Kaliningrader Gouverneur über die sehr niedrigen Temperaturen auf dem Kaliningrader Airport beschwert. Am Donnerstag fand eine Präsentation des Kaliningrader Gebietes durch den Gouverneur statt und einer der Anwesenden russischen Unternehmer nutzte die Gelegenheit, um dem Gouverneur mitzuteilen, dass er aus dem Ural nach Kaliningrad geflogen ist. Dort gibt es Temperaturen unter minus 20 Grad in Jekaterinburg, aber der dortige Airport ist wesentlich wärmer als der in Kaliningrad. „Selbst heißer Tee hat nicht geholfen, so kalt ist es auf dem Airport in Kaliningrad“,- so der Besucher aus Rostow. Der Gouverneur informierte den Unternehmer, dass gegenwärtig die Rekonstruktion noch läuft. „Ja, es ist richtig, bevor ein Investor zu uns kommt, ist er schon erfroren“,- scherzte Anton Alichanow.
 
 
16.12.2017 – Wieder negative Informationen zur neuen Visa-Politik
In den letzten 12 Monaten sind sehr viele Informationen zur neuen Visa-Freiheit für das Kaliningrader Gebiet verbreitet worden. Es gab eine Periode, wo jede Meldung eine Verbesserung zu den Visabedingungen brachte, im Vergleich zur vorhergehenden Meldung. Dann trat der umgekehrte Prozess ein und gegenwärtig tauchen schon Zweifel auf, ob denn von der neuen Visafreiheit überhaupt noch real etwas umgesetzt wird. Der russische Präsident Putin hatte angewiesen, die neuen Visabestimmungen Mitte 2019 in Kraft zu setzen. Der Gouverneur Anton Alichanow versprach, alles daran zu setzen, damit dies früher geschehe. Jetzt informierte RBK, unter Bezugnahme auf Äußerungen des Kaliningrader Vizegouverneurs Alexander Schenderjuk-Schidkow, dass diese neuen Visa „frühestens“ Juli 2019 kommen. Wie diese dann konkret gehandhabt werden und ob es sich wirklich um eine Verbesserung (Erleichterung) handelt, ist nach den vielen diskutierten Varianten, auch noch nicht klar. Als Gründe, warum dies nicht schneller geht, wurde die hierfür notwendige und bisher fehlende Infrastruktur genannt. Weiterhin fehlt die Liste der Länder, die von diesem neuen Visaverfahren profitieren sollen.

 


 
15.12.2017 – Das Haus der Räte steht fest und wankt nicht
Der Chefarchitekt des Gebietes Kaliningrad Jewgeni Kostromin zeigte sich fest überzeugt, dass das „Haus der Räte“ niemals abgerissen wird und trat allen möglichen Gerüchten zum Zustand des Gebäudes entgegen. Das Haus steht fest und wird nicht zusammenbrechen – so der Chefarchitekt der Regierung. Wichtig ist, dass Gebäude endlich zu Ende zu bauen und das Umfeld attraktiv zu gestalten. In seine Überlegungen bezog er auch die freigelegten Ruinen des ehemaligen Königsberger Schlosses mit ein. Es müssen endlich die Bauzäune verschwinden und das Gelände muss in eine angenehme Landschaft umgestaltet werden. Auch was die Fassade des „Hauses der Räte“ anbelangt, muss man sich neue Gedanken machen.
 
 
15.12.2017 – Staatsanwalt fordert Entlassung von Schuldirektor
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft hat die Entlassung des Direktors des 49. Lyzeums gefordert. Gegen die Schule war eine Untersuchung wegen absonderlicher ritualer Veranstaltungen eingeleitet worden. Im Ergebnis dessen erging seitens der Staatsanwaltschaft an die vorgesetzte Behörde in der Stadtverwaltung die Aufforderung zu Personalentscheidungen. Es geht um die seit Wochen in der Gesellschaft diskutierte Aktion „Totenkult hinter der Schulbank“. Die Aktion und die teilnehmenden Schüler wurden als „Subkultur“ bezeichnet. Die teilnehmenden Schüler brachten einen Schweinekopf in die Schule und haben sich verschieden verkleidet, so wie es die „Tradition“ verschiedener Subkulturen erfordert. Es wurden, nach westlichem Vorbild, Sekten- und Satansbräuche durchgeführt, die zutiefst der russischen Moral und Ethik und der geltenden Gesetzgebung widersprachen. Der Lehrkörper war über diese Aktion informiert und hat nichts dagegen unternommen.  
 
Foto: Eines der seichten Fotos, die die Schüler machten und ins Internet einstellten
 
15.12.2017 – Polnische Straßenbahn wieder auf Strecke
Am Donnerstag kehrte die einzige moderne Straßenbahn, über die Kaliningrad verfügt, wieder in den öffentlichen Nahverkehr zurück. Seit August hatte die Bahn im Depot gestanden und darauf gewartet, dass polnische Spezialisten der Herstellerfirma, zu der vertraglich vereinbarten Jahresrevision sowie zur Beseitigung eines anderen Schadens in der Elektronik nach Kaliningrad anreisen. Die polnische Herstellerfirma „Pensa“ befindet sich gegenwärtig in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und steht kurz vor dem Bankrott. Sollte nicht in Kürze ein strategischer Investor gefunden werden, wird niemand mehr zur Verfügung stehen, der die einzige moderne Straßenbahn in Kaliningrad betreut und instand setzt. Die Straßenbahn wurde im Jahre 2012 gekauft.
 
 
15.12.2017 – Ex-Chefarchitekt kommentiert Rekultivierung des Unterteichs
Die Arbeiten am Unterteich im Stadtzentrum von Kaliningrad, wurden von den An- und Bewohnern mit viel Kritik begleitet. Auch die Medien nahmen Kenntnis davon, dass die Instandsetzung mit wenig Liebe und noch weniger Qualität und sehr wenig Ästhetik durchgeführt wurde. Der Ex-Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad und zukünftige Berater für Architektur- und Stadtentwicklungsfragen des Gouverneurs Wjatscheslaw Genne bezeichnete die durchgeführten Arbeiten als „Fiasko“. Es ist bei weitem nicht das Projekt ausgeführt worden, welches die Projektfirma erarbeitet und welches durch die Stadt bestätigt worden ist. Er kommentierte, dass durch die Stadtverwaltung dieses Projekt vollständig in den Sand gesetzt worden ist. Es fehlen Wasserpavillons, eine Sommerbar, kleinere Grünanlagen, Sport- und Kinderspielplätze – nichts von dem ehemals geplanten ist umgesetzt worden. Die Wege sollten mit ganz besonderen Gehwegplatten neu gestaltet werden. Dafür ist jetzt schwarzer Asphalt gegossen worden. Neben den Sitzbänken sind riesige Betonabfalleimer aufgestellt worden. Kein Wunder, so Genne, dass dies alles Unmut bei der Bevölkerung auslöst. Für ihn stellt der jetzige Zustand nur eine Zwischenlösung in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 dar, damit die Besucher und Fans nicht in Gruben und Schächte hineinfallen. Die nächste Etappe der Kultivierung, die auch den zweiten Teil des Sees erfassen wird, wird Mitte 2018 beginnen. Und dann werden alle Sünden der Vergangenheit berücksichtigt und beseitigt, so der Ex-Chefarchitekt.
 
 
15.12.2017 – Gebaut, feierlich eröffnet, lautlos geschlossen
Erst vor wenigen Tagen wurde der „Sportplatz unter der Brücke“ feierlich eröffnet und mit vielen lobenden Worten aller möglicher Verantwortlicher, Sponsoren, Beamter und Sportfunktionäre begleitet. Nun ist dieses Sportzentrum „auf unbekannte Zeit“ wieder geschlossen worden. Wie durch Verantwortliche kommentiert wurde, war gar nicht vorgesehen, dass dieses Zentrum schon jetzt der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden sollte. Es ist noch eine Reihe von technischen Arbeiten nicht abgeschlossen. Die Frage, wann diese abgeschlossen sein werden und der Sportplatz wieder eröffnet wird, blieb unbeantwortet. Ein privater Sponsor hatte 27 Mio. Rubel in den Bau der Sportanlage investiert.
 
 

14.12.2017 – Gedanken zur Nutzung des „Haus der Räte“
Die Kaliningrader Gebietsregierung hofft, dass die neuen Eigentümer des „Haus der Räte“, dieses zu einem Zentrum für moderne Kunst profilieren. Ein früherer Gedanke bestand darin, in diesem Gebäude das Filmfestival „Am Ende der Welt“ unterzubringen. Man war davon ausgegangen, dass der neue Besitzer alle Formalitäten mit dem Erwerb des Gebäudes schnell hinter sich bringt und ausreichend Zeit ist, um das Filmfestival vorzubereiten. Aber man muss sich der Realität fügen und hat somit von der Durchführung des Filmfestivals in dem Gebäude Abstand genommen. Trotzdem hofft der Gouverneur, dass das Filmfestival 2019 in dieses Gebäude einziehen wird. Die Kaliningrader Gebietsregierung hält 15 Prozent Anteile am „Haus der Räte“ und hat gegenwärtig nicht die Absicht, diese zu verkaufen. Wenn das Haus in Nutzung überführt ist, sind diese 15 Prozent mehr wert als heute und dann schauen wir weiter – so der Gouverneur. Weiterhin informierte der Gouverneur über die Gespräche zum Verkauf des Gebäudes. Ein interessierter Investor aus Moskau wollte aus dem Haus ein Geschäftszentrum machen. Ein zweiter Investor will aus dem Haus ein „Zentrum für moderne Kunst“ machen. Man hofft, dass der Verkauf mit dem zweiten Investor stattfinden wird. Allerdings laufen die Gespräche mit diesem Investor „schwierig“. Abschließend kommentierte Anton Alichanow, dass er hoffe, dass der neue Investor nicht nur gute Ideen, sondern auch Geld habe, um das Haus zu Ende zu bauen.
 
 
14.12.2017 – BMW spricht mal wieder über Großinvestitionen in Kaliningrad
Wieder einmal schwirren Millionen Euro durch die Lüfte, die die deutsche Firma BMW in die Errichtung eines neuen Produktionsstandortes im Kaliningrader Gebiet investieren will. Medien berichten über 200 Mio. Euro. Diese Ziffer wurde „indirekt“ durch den russischen BMW-Vertreter in Russland Maximilien Köllner genannt. Man gehe davon aus, dass der früheste Zeitpunkt für eine Produktionsaufnahme in zwei Jahren sein wird. Dann sollen Fahrzeuge der Marken „BMW“ und „Mini“ im vollen Produktionszyklus vom Band laufen. „Wir wollen wirklich ein Werk in Kaliningrad eröffnen und befinden uns nach wie vor im Gespräch. Aber es gibt noch keine Entscheidung“, - so Köllner und bestätigt damit wiederum die Hinhaltetaktik der deutschen Firma.
Gegenwärtig will BMW im Rahmen der Fahrzeugholding „Avtotor“ in Kaliningrad jedes Jahr 18.000 Fahrzeuge produzieren. Wie Köllner weiter mitteilt, ist die Produktion in Kaliningrad komplett ausgelastet.
 
 
14.12.2017 – Für Kinder gibt es mehr Geld in Kaliningrad
Versprochen und gehalten. Bei der Geburt des ersten Kindes wird dieses monatlich 10.138 Rubel erhalten. Dieser Beschluss wurde von der Kaliningrader Gebietsregierung gefasst und tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Dies trifft auch für Kinder zu, die adoptiert werden. Allerdings erhalten nicht alle Eltern dieses Geld. Wer eine gewisse Einkommensgrenze (das 1,5fache des Existenzminimums) überschreitet, wird von dieser sozialen Vergünstigung nicht profitieren. Auch für das zweite und alle weiteren Kinder werden Gelder ausgezahlt, allerdings aus anderen Sozialprogrammen. Hilfe leistet hier der föderale Haushalt. Die Unterstützung wird 18 Monate bezahlt.
 
14.12.2017 – Erstes 5-Sterne-Hotel in Kaliningrad eröffnet
In Kaliningrad hat das erste 5-Sterne-Hotel seine Pforten geöffnet. Es handelt sich um das „Cristall-Haus“ am Unterteich im Kaliningrader Stadtzentrum. Das Hotel verfügt über zwei Penthouse mit einer Fläche von 300 Quadratmetern und 69 Hotelzimmern „Suite“. Die technische Eröffnung des Hotels fand schon im Oktober statt. Erste Gäste haben hier schon Test-Übernachtungen vorgenommen. Bereits jetzt liegen Bestellungen vor und man geht davon aus, dass das Hotel zur Fußball-Weltmeisterschaft vollständig ausgelastet sein wird. In der Gebietsregierung geht man davon aus, dass während der Fußball-Weltmeisterschaft zusätzlich 120.000 Touristen anreisen werden. In den vorhandenen 224 Übernachtungsobjekten können 11.600 Personen Unterkunft finden. Bis April 2018 werden drei weitere Hotels fertiggestellt.
 
Foto: Klicken Sie auf das Foto, um zu einem kurzen Videobeitrag zu kommen, der die Lage des Hotels am Kaliningrader Unterteich und den gegenwärtigen Zustand des Unterteiches zu sehen
 
14.12.2017 – Mediale „Katastrophe“ an der Spitze der Kaliningrader Gebietsregierung
Kaum ist der Chefredakteur des Internetportals „newkaliningrad“ entlassen, meldet das Portal große Probleme im Zusammenhang mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Dieser hatte im Monat September und Oktober den 17. Platz im Rating der Blogger-Gouverneure inne. Im Monat November gab es für ihn einen katastrophalen Absturz auf den 18. Platz. Insgesamt sind in Russland 85 Plätze zu vergeben. Das Rating berücksichtigt, wie oft eine Person (Gouverneur) durch russische Blogger erwähnt und somit im Zentrum der medialen Bloggerwelt steht.
 
 
14.12.2017 – Kreml zeigt sich beunruhigt zum schwierigen Verhältnis Zukanow – Alichanow
Der Kreml zeigt sich beunruhigt zum, sich schwierig gestaltenden Verhältnis zwischen dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow und dem Bevollmächtigten Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWestRegion und ehemaligem Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Nikolajewitsch Zukanow. Darüber berichtet das Informationsportal „Exklav“ am Mittwoch. Wie inoffiziell bekannt wurde, soll Nikolai Zukanow Anfang des Jahres angeblich versucht haben, Verantwortliche im Kreml zu überzeugen, Alichanow nicht zu den Gouverneurswahlen im September 2017 zuzulassen und einen anderen Kandidaten zu benennen.
Nun zitiert „Exklav“ Meldungen von „Kommersant“, dass der Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWestRegion wohl seine Funktion verlassen wird. Sein Nachfolger soll, nach inoffiziellen, nicht bestätigten Meldungen Alexander Beglow werden, der jetzt diese Funktion für den Zentralen Föderalbezirk innehat. In der Meldung wird kommentiert, dass man jetzt in St. Petersburg (Sitz des Bevollmächtigten Vertreters) einen Anti-Krisen-Manager benötigt.
Gerüchte besagen, dass Zukanow eine Funktion in der Präsidentenadministration erhält – vermutlich Berater von Präsident Putin wird. Vermutet wird, dass diese Personalentscheidung verkündet wird, wenn Präsident Putin sich wieder im Land aufhält.
Bereits vor wenigen Tagen traf in Kaliningrad ein Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet ein (defacto Unterstellter von Zukanow). Inoffizielle Kommentare besagten, dass seine Aufgabe darin bestehen sollte, jedwede Entscheidungen von Zukanow (seinem Vorgesetzten) unter Kontrolle zu halten und dem Kreml zu melden.
 

 


 
13.12.2017 – Baltisk erhält Pillau-Kulturzentrum
In der altdeutschen Festungsanlage „Pillau“, gelegen in der Stadt Baltisk, wird ein historisches Kulturzentrum eingerichtet. Es wird den Status einer Filiale des Zentralen Seekriegsmuseums“ haben – so der Pressedienst der Ostseeflotte. In diesem Komplex werden gesellschaftliche Veranstaltungen, Konzerte und verschiedene historische Rekonstruktionen durchgeführt. Das Museum wird in Form einer interaktiven Plattform die Besucher in die Ausstellung mit einbeziehen. Was darunter konkret zu verstehen ist, wird wohl erst nach Eröffnung des Museumskomplexes klar. Im ersten Schritt will man den Zustand der Festungsanlage wieder so herstellen, wie dies zu deutschen Zeiten war.
 
13.12.2017 – Der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“
Am Montag haben wir mit der Berichterstattung über die deutsche humanitäre Organisation begonnen. In einem zweiten Beitrag, zu einem anderen Thema, setzen wir die Berichterstattung am Donnerstag fort:
 
 
13.12.2017 – Meine Beamten lieben Kaliningrad nicht – meint City-Manager Jaroschuk
Nach einer Besichtigung der Stadt, insbesondere der Orte, die gegenwärtig aktiv für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und im Rahmen föderaler Förderprogramme vorbereitet werden, zeigt sich der Kaliningrader City-Manager enttäuscht über seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung und meinte, dass diese wohl die Stadt nicht lieben, in der sie wohnen und arbeiten. Er drohte seinen Mitarbeitern mit Abmahnungen, die verantwortlich zeichnen für die Umsetzung des Rekultivierungsprogramms für die Instandsetzung von Höfen und Plätzen. Als Aufhänger für diese starken Worte dienste ein Zwischenfall, wo er sich einen instandgesetzten Hof in einem Wohnviertel anschaute und sich plötzlich inmitten einer riesigen Wasserfläche, verniedlichend auch als Pfütze bezeichnet, wiederfand. Dies war aber nicht die einzige Pfütze, die der Ex-Bürgermeister fand.
 
Foto: City-Manager Alexander Jaroschuk zweifelt an der Liebe seiner Mitarbeiter zur Stadt Kaliningrad. Das Foto zeigt einen Zustand direkt im Stadtzentrum in der ul. Portowaja gegenüber der Ruine der Bernsteinmanufaktur
 
13.12.2017 – Der Kaliningrader Zentralmarkt – Es gibt eine Alternative
Viele Kaliningrad-Besucher haben auf ihrem Besuchsplan den "Zentralmarkt" im Stadtzentrum Kaliningrads - einem Markt, den man so in Deutschland wohl nicht findet. Es ist unzweifelhaft, dass dieser Markt eine Touristenattraktion ist. Bis vor wenigen Jahren bestand der Plan, diesen Zentralmarkt komplett abzureißen. Man hatte bereits begonnen, im neuen Stadtteil "Selma", im Norden der Stadt, einen neuen Markt zu errichten. Dieser dürfte jetzt, von der genutzten Fläche, sogar größer sein, als der Zentralmarkt. Der Zentralmarkt wird nun nicht mehr komplett abgerissen, sondern nur zur Hälfte. Der hintere Teil, auf dem Industriewaren gehandelt werden, muss weichen. Da es zeitlich nicht mehr klappt, ein neues Handelszentrum an dieser Stelle zu errichten, wird in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft eine Grünanlage temporär eingerichtet. Touristen sollten aber, um russisches Flair zu genießen, sich den neuen Zentralmarkt in Selma anschauen, auch wenn dieser nicht zentral, sondern nördlich liegt.
 
Foto: Markt „Selma“ im Norden der Stadt. Kürzlich eröffnete hier ein „EUROSPAR“
 
13.12.2017 – Startprämie für Ärzte in Kaliningrad
Das regionale Gesundheitsministerium ist bereit, Ärzten in Kaliningrad sogenannte Starthilfe im Umfang von bis zu 600.000 Rubel zu zahlen. Die konkrete Summe hängt von der Qualifikation des Arztes ab und von dem Ort, wo er plant, seine Tätigkeit aufzunehmen. Die Gebietsduma soll nun in einer Gesetzeskorrektur beschließen, dass Ärzten bei der Erstaufnahme einer Tätigkeit eine Starthilfe gezahlt wird. Hierbei muss sich der Arzt verpflichten, mindestens fünf Jahre an dieser Stelle zu arbeiten, ansonsten ist die Summe anteilig zurückzuzahlen. Weiterhin soll dem Arzt für einen Zeitraum von drei Monaten die Miete für eine gemietete Wohnung erstattet werden. Man gehe davon aus, dass die Mietsumme 15.000 Rubel beträgt. Weiterhin wird in der Regierung ein Programm für die Subventionierung von Hypothekenverträge für Ärzte und Medpersonal erarbeitet. Weiterhin erhalten Praktikanten und Ärzte in der Weiterbildung einen monatlichen Zuschuss von mindestens 2.000 Rubel. Man hoffe durch diese Maßnahme, jährlich mindestens 50 Spezialisten gewinnen zu können.
 
 
13.12.2017 – Pech gehabt – billig gefahren, teuer gestanden
Die Kaliningrader Verkehrspolizei hat zwei illegale Minibusse (Marschrutka) in der Nähe von Talpaki gestoppt, kontrolliert und die Passagiere aufgefordert, den illegalen Transport zu verlassen. Die Aktion fand in den Morgenstunden des Montag statt. Die Kontrolle hatte ergeben, dass der Besitzer des Fahrzeuges nicht nur keine Lizenz hatte, sondern das Fahrzeug auch noch mit zusätzlichen Sitzplätzen ausgestattet hatte, die einen Notausgang blockierten. Durch die Polizei wurde ein Protokoll erstellt und dem Besitzer des Fahrzeuges wurde mitgeteilt, dass man eine Annullierung der Registrierung seines Fahrzeuges einleiten werde. Die Passagiere durften dann in Eigeninitiative für ihr Fortkommen sorgen. Vermutlich warteten sie auf den nächsten regulären Bus, der in Abständen von 30 Minuten auf dieser Strecke verkehrt und bezahlten die Fahrt doppelt.
 
13.12.2017 – Chefarchitekt Kaliningrads kündigt
Der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad Wjatscheslaw Genne verlässt seinen Posten in der Stadtverwaltung. Er wird zukünftig als Berater für Architekturfragen der Stadtverwaltung zur Verfügung stehen. Genne kommentierte, dass man ihm diese Tätigkeit vorgeschlagen habe und er glaube, dass er der Stadt als Berater nützlicher sein kann, als in seiner bisherigen Funktion. Die Funktion des Stadtarchitekten bekleidete er fünf Jahre.
 
13.12.2017 – Meeresmuseum öffnet neues Exponat
Das Kaliningrader Meeresmuseum wird den schwimmenden Leuchtturm „Irbenski“ für Besucher öffnen. Am 15. Dezember wird die feierliche Maßnahme geplant. Vor einem halbem Jahr ist dieser schwimmende Leuchtturm nach Kaliningrad überführt worden und in das Eigentum des Meeresmuseums übergegangen. Die vergangenen sechs Monate wurden genutzt, um eine Instandsetzung durchzuführen und eine Ausstellung an Bord zu gestalten. Gezeigt werden die Kajüte des Kapitäns, elektronische Einrichtungen und die Arbeit des Leuchtturms. Nach Abschluss der Arbeiten in der Kombüse und den Unterkünften für die Mannschaft, werden die Besucher auch in diese Abschnitte des Schiffes gelangen.
 

Foto: Neues Museumsschiff für des Kaliningrader Meeresmuseum
 

12.12.2017 – Originelle Uferbefestigung in Pionersk geplant
In den letzten Wochen gab es Meldungen zum gefährlichen Abrutschen der Uferbefestigung im Bereich der Residenz des russischen Präsidenten in Pionersk. Insgesamt, so der Kaliningrader Gouverneur, mache ihm der Küstenschutz einige Sorgen. Nun plant ein Investor 70 Mio. Rubel aufzuwenden, um Angenehmes mit Nützlichem zu verbinden. Einerseits will er punktuell einen kapitalen Küstenschutz bauen und diesen nutzen, um darauf ein Café zu errichten. Frühere Überlegungen gingen dahin, in diesem Gebäude ein Standesamt einzurichten. Allerdings gibt es wohl noch einige Probleme mit Bewohnern der Kleinstadt, denn diese befürchten, dass der Investor einen Teil des Waldes abholzen will, in dem der Bau erfolgen soll. Sollte es zu keiner Einigung mit den Bürgern kommen, ist der Investor bereit, dass auf einer Versteigerung von der Kommune erworbene Grundstück, gegen Erstattung des von ihm gezahlten Preises, zurückzugeben.
 
Foto: Projekt mit Multifunktion – Küstenschutz und Restaurant
 
12.12.2017 – Fischdorf soll sich selbst finanzieren
Die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes hat sich dafür ausgesprochen, dass der zweite Bauabschnitt des Fischdorfes sich selbsttragend finanzieren soll. Mit dem Bau des zweiten Abschnittes soll auch so viel Geld erwirtschaftet werden, dass die Korporation, als gebietseigene Aktiengesellschaft und Besitzer des Grund- und Bodens für das Fischdorf, nicht mehr auf Zuschüsse aus dem Gebietshaushalt für die eigene Arbeit angewiesen ist. Damit kann dann endlich der Grundgedanke für die Korporation umgesetzt werden – nämlich Geld zu verdienen und nicht dem Gebietshaushalt auf der Tasche zu liegen – so der Generaldirektor Wladimir Sarudni. Der zweite Bauabschnitt soll bis September 2021 vollständig in Nutzung überführt werden. Der Investor plant eine Summe von 1,6 Mrd. Rubel aufzuwenden.
 
Foto (Regionalverband der Architekten): Zweiter Bauabschnitt des Fischdorfes in Kaliningrad
 
12.12.2017 – Wieder erfüllt ein ausländischer Investor nicht seine Versprechungen
Wie das Informationsportal „rugrad.eu“ erfahren hat, hat der französische Investor „ARC“ im Verlaufe von sieben Monaten, keine Bestätigung über seine Bereitschaft zur Pacht von Grund und Boden für die Errichtung eines Werkes im Industriepark Tschernjachowsk an die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes übersandt. Geplant war ein Werk, welches für den russischen Markt hochfestes Geschirr produzieren sollte. Wie der Stellvertretende Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Oleg Skworzow informierte, waren Vertreter letztmalig im Mai in Kaliningrad, nickten mit dem Kopf, sagten „ok“ und seit diesem Zeitpunkt wartet man auf weitere Aktivitäten. Eine eindeutige Absage an dieses Projekt, so Skworzow, liege aber auch nicht vor. Geplant war die Investition von mehr als sechs Milliarden Rubel in den Bau dieser Produktionsstätte. Eine entsprechende Vereinbarung wurde im Juni 2016 unterzeichnet. Der Bau des Werkes sollte im Januar 2017 beginnen. Wie bekannt wurde, hatte sich der französische Investor auch zu Möglichkeiten des Baus eines derartigen Werkes in Polen kundig
gemacht.
 
 
12.12.2017 – Sportkomplex „Unter der Brücke“ eingeweiht
Auf der „Kant-Insel“, unter der Hochbrücke, wurde nach relativ kurzer Bauzeit der Sportkomplex „Unter der Brücke“ eingeweiht. Bisher war es eine ungenutzte, verwahrloste Fläche. Andrej Romanow, Chef des regionalen Basketball-Verbandes, zeigte sich zufrieden mit den erreichten Ergebnissen. Insgesamt wurden fünf Basketballplätze eingerichtet. Entsprechende Beleuchtung sorgt für genug „Durchblick“, auch in dunklen Jahres- und Tageszeiten. An der feierlichen Einweihung nahm der Gouverneur Anton Alichanow teil und regte an, darüber nachzudenken, hier auch internationale Basketball-Wettbewerbe auszutragen. Der Gouverneur selber ist begeisterter Basketballspieler und erhielt im Sommer 2017 „publikumswirksam“ eine schwere Verletzung, die ihn über Wochen behinderte.
 
Anmerkung UN: Gegenwärtig testen wir verschiedene Videobearbeitungsprogramme, um die Qualität unserer Filmangebote für Sie zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass dadurch zeitweilig unsere Filme mit einem Banner gekennzeichnet sind. Wenn wir uns für ein Programm entschlossen und ordnungsgemäß gekauft haben, werden die störenden Testprogramm-Banner verschwinden.
 
12.12.2017 – Vandalen stehlen Weihnachtsdekoration von den Straßen
Der City-Manager Kaliningrads Alexander Jaroschuk hat die Bürger zu Wachsamkeit aufgerufen, denn es sind Vandalen unterwegs, die die Feiertagsdekoration, die gegenwärtig überall in der Stadt angebracht werden, wieder demontieren und stehlen. Dort, wo es nicht möglich ist zu stehlen, versuchen diese Kriminellen möglichst viel zu demolieren. Sollten Bürger entsprechendes beobachten, so sollten sie umgehend die Polizei informieren. Jaroschuk versprach, dass in diesem Jahr völlig neue Weihnachtsdekoration in der Stadt auftauchen wird.
 
12.12.2017 – Europäisches Parlament immer noch beunruhigt
Das Europaparlament zeigt sich immer noch beunruhigt durch die zunehmende Militarisierung des Kaliningrader Gebietes. Dies geht aus einem Bericht des Generaldirektorats des Europaparlaments für Außenpolitik hervor. Die Stationierung von „Iskander“-Raketen bedrohe die Sicherheit der baltischen Staaten. Man ist zu der Ansicht gelangt, dass Russland versucht, die europäische Ordnung in zwei Regionen zu ändern und eine Krise auf militärischem Gebiet in der EU zu erzeugen. Das Kaliningrader Gebiet soll hierbei die baltischen Länder erschrecken. Die Krim wiederum soll diese Rolle im Bereich des Schwarzen Meeres übernehmen. Gleichzeitig zweifelt man daran, dass es zu einem vollumfänglichen Krieg in diesen Regionen kommt, schließt aber nicht aus, dass es zu unerwünschten und nichtkontrollierbaren Zuspitzungen kommt. Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten hatte bereits mehrfach erklärt, dass Russland die Raketenkomplexe in Kaliningrad benötigt, um sich vor den NATO-Truppen zu schützen, die direkt an der Grenze zu Russland stehen.
 
12.12.2017 – Neuer Bahnhof in Kleinstadt Pionersk
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow meinte, dass der rekonstruierte altdeutsche Bahnhof in Pionersk recht gut gelungen sei. Er überzeugte sich davon in der vergangenen Woche bei einem Besuch vor Ort. Neben dem Eisenbahn-Bahnhof, wurde auch der gegenüberliegende Busbahnhof instandgesetzt. Für die Instandsetzung des Eisenbahn-Bahnhofes wurden 4,5 Mio. Rubel bereitgestellt. Das Gebäude wurde auch innen komplett neu gestaltet und mit weiteren Verkaufsfenstern für Fahrkarten ausgestattet. Für den Busbahnhof wurde ein neues Gebäude errichtet. Neben Einrichtungen für den Busverkehr, haben hier Geschäfte und Büros ein Domizil gefunden. Bis Ende Dezember werden alle Restarbeiten erledigt.
 
Foto: Rekonstruierter Bahnhof in der Kleinstadt Pionersk
 

11.12.2017 – Flugeinstellung wegen finanzieller Schwierigkeiten
Die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ kommentierte in der vergangenen Woche die Einstellung der erst Anfang November aufgenommenen Flugverbindung zwischen Kaliningrad und Berlin. Man hoffe, dass die Fluggesellschaft „RusLine“, nach Überwindung von finanziellen Problemen, die Flugverbindung wieder aufnehme. Die Flugverbindung startete Anfang November und die Kaliningrader begrüßten die Einrichtung dieser Strecke, insbesondere schien vielen dies ein Anfang aus dem Ausweg einer bedingten Transportisolation.
Wie der Generaldirektor der Korporation Wladimir Sarudni informierte, plant die Gebietsregierung die Schaffung einer eigenen Fluggesellschaft auf der Basis der bereits bestehenden Firma „Asimut“. Diese Fluggesellschaft verfügt aber über keine Lizenz für internationale Flüge.
 
 
11.12.2017 – Anschuldigungen an regionales Gesundheitsministerium
Der Vizegouverneur Ilja Barinow beschuldigte ehemalige leitende Verantwortliche des regionalen Ministeriums für Gesundheitswesen des Kaufs medizinischer Präparate für bereits Verstorbene. Er informierte darüber während eines Interviews mit einem örtlichen Radiosender und kommentierte, dass diese Praxis vier Jahre lang geübt wurde. Mit Einsatz des neuen Gesundheitsministers in der Regionalregierung begann die zielgerichtete Arbeit zur Untersuchung der Tätigkeit des Ministeriums in der Vergangenheit. Gemeinsam mit den Kaliningrader Rechtspflegeorganen werden diese Ermittlungen geführt. Das Ministerium ist verpflichtet, ein Register der Personen zu führen, die verstorben sind bzw. die das Gebiet verlassen haben, um für diesen Personenkreis die Bestellungen benötigter Medikamente zu annullieren. Dies ist nicht geschehen. Bei einer ersten Kontrolle wurde ein Fahrzeug mit sieben Millionen Medikamentenpackungen gefunden – unklar, woher diese stammen. Jetzt sind wir in eine zweite Phase der Untersuchungen eingetreten – so der Vizegouverneur. Und ihm scheint, dass es hier für „kompetente“ Organe viel zu tun gäbe. Bereits jetzt ist eine ganze Reihe von Verantwortlichen benannt worden. Hierzu gehört die gesamte ehemalige Führung des Ministeriums. Faktisch sind bereits alle in fast allen Ebenen entlassen worden, die am System der Manipulationen teilgenommen hatten. Es gibt noch einige Ausnahmen bei den Chefärzten. Zur genauen Summe des Schadens konnte der Vizegouverneur noch nichts sagen. Die Spezialisten beschäftigen sich noch damit.
 
 
11.12.2017 – Gouverneur erinnert an moderne Technik
Der Gouverneur Anton Alichanow brachte seine Verwunderung über die Arbeitsorganisation innerhalb der Verwaltungsstrukturen des Kaliningrader Gebietes zum Ausdruck. Alle sprechen über die wunderbaren Errungenschaften auf dem weltweiten IT-Gebiet, viele nutzen im privaten Bereich Skype um Informationen auszutauschen, aber in Kaliningrad werden die Kreisleiter jeden Tag „auf Strecke“ geschickt, weil jeden Tag irgendein Ministerium irgendeine Beratung durchführt und die Anwesenheit der Kreisleiter fordert. Kreisleiter aus entlegenen Kreisen sind, ungeachtet dass das Gebiet klein ist, trotzdem mehrere Stunden täglich unterwegs. Das muss aufhören – so der Gouverneur und forderte, dass die Kreisleiter und andere Verantwortliche nicht mehr nach Kaliningrad beordert, sondern über moderne Nachrichtenverbindungen den Sitzungen in der Gebietsregierung zugeschaltet werden. Der Gouverneur formulierte an seine nachgeordneten in der Regierung: Das ist das letzte Mal, dass ich Sie bitte, moderne Technik einzuführen.
 
 
11.12.2017 – Gouverneur will bei Schuldentilgung helfen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den nachgeordneten Kommunen versprochen, ihnen bei der Schuldentilgung zu helfen. Ausgenommen von diesem Versprechen hat er ausdrücklich die Stadt Kaliningrad. Das Versprechen zu helfen bzw. nicht zu helfen verkündete er am vergangenen Freitag während einer operativen Sitzung der Gebietsregierung. Der Vizegouverneur Batanow erhielt die Aufgabe, eine Übersicht über die Schulden der Kommunen zu erstellen, um dann gemeinsam mit dem Finanzministerium das Versprechen umzusetzen.
 
 
11.12.2017 – Nawalny in Kaliningrad
Am Sonntag ist der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny in Kaliningrad eingetroffen, um sich mit Bürgern der Stadt über das tägliche Leben auszutauschen. Rund 850 Bürger waren hierzu bereit. Eine kleinere Menge Interessierter versammelte sich zuerst am Moskauer Prospekt auf einem Privatgrundstück. Durch die Polizei wurde darauf hingewiesen, dass die Nutzung dieses Grundstückes nicht gestattet ist und durch die Stadtverwaltung der Südpark zur Verfügung gestellt wurde. Nawalny nutzte die Gelegenheit um die Bürger zu einem „Spaziergang“ in den 20 Minuten entfernt liegenden Park einzuladen und setzte dort das Treffen mit 0,18 Prozent der Bewohner der Stadt Kaliningrad fort.  „Kaliningrad-Domizil“ war vor Ort und hatte den Eindruck, dass der größte Teil der Teilnehmer in sehr jungem Alter war (bis 25 Jahre). Es waren sehr viele Journalisten und Fotografen anwesend.
In Erwartung von Alexej Nawalny riefen die Organisatoren die Anwesenden mehrmals zur Ordnung auf und forderten eine Gasse zu bilden, um den Fußgängerverkehr nicht zu behindern:
 
 
Nawalny traf pünktlich um 15 Uhr am Moskauer Prospekt ein und wurde mit lauten Rufen begrüßt. Er begründete die Verlegung in den Südpark mit der Einhaltung der Gesetzgebung und frage die Kaliningrader emotional, wie sich die Stadt nennt, in der sie wohnen. Die Versammelten riefen „Kaliningrad“ (und nicht Königsberg). Danach stellte er die Frage: „Liebt ihr Kaliningrad“ und die Versammelten antworteten, dass sie Kaliningrad (und nicht Königsberg) lieben.
 
 
Im Südpark gingen die geschätzten Teilnehmerzahlen auseinander. Während Nawalny von 2000 Versammelten spricht, spricht die Stadtverwaltung von 850 und Vertreter der „liberalen Medien“ von 500. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Das Treffen im Südpark endete gegen 17.30 Uhr.

 


 
10.12.2017 – Staatsanwaltschaft lädt Vertreter „Offenes Russland“ vor
Mitglieder der britischen Organisation „Offenes Russland“ sind durch die Kaliningrader Staatsanwaltschaft vorgeladen worden. Es handelt sich hierbei um eine Organisation, die in Russland den Status „Unerwünschte Organisation“ trägt und deren Tätigkeit somit verboten ist. Gegenwärtig läuft in Moskau ein Kongress, auf dem Delegierte aus ganz Russland ihre Strategie zu den Präsidentenwahlen im März 2018 festlegen wollen. Einen ähnlichen Kongress plant diese Organisation gegenwärtig wohl in Kaliningrad mit ihren regionalen Anhängern. Mit konspirativen Methoden wurden Interessierte informiert, dass ein derartiger Kongress stattfinden wird. Registrierte Personen erhalten zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung eine Nachricht per SMS, wo der genaue Veranstaltungsort ist. Es wird vermutet, dass der Kongress in Kaliningrad am Sonntag den 10. Dezember stattfindet. Um 15.00 Uhr hat Alexej Nawalny zu einem Treffen in den Südpark eingeladen, wo er sich mit Bürgern gedanklich austauschen will. Vermutet wird, dass es vorher oder nachher zu dem geheimen Kongress kommen könnte. Der Regionalkoordinator von „Offenes Russland“ Oleg Wodjanitzki wurde von der Kaliningrader Staatsanwaltschaft zu einem Informationsgespräch vorgeladen.
 
 
10.12.2017 – Warum wurde Nawalny-Show in den Südpark verlegt
Wie bereits gestern berichtet, wurde der Auftritt von Alexej Nawalny in Kaliningrad in den Südpark verlegt. Eine entsprechende Genehmigung der Stadtverwaltung wurde erteilt. Gründe für die Verlegung waren, dass der Besitzer der Örtlichkeit, wo ehemals der Auftritt geplant war, nicht einverstanden war, dass ein vorbestrafter Politiker, der ungesetzlich Ansprüche auf den Status eines Kandidaten für die Wahlen zum russischen Präsidenten deklariert, hierfür sein privates Grundstück nutzen will, um weitere Propaganda zu betreiben, die, nach Meinung des Grundstücksbesitzers, nicht im Interesse Russlands sein kann.
 
 
10.12.2017 – Kaliningrader Staatsanwaltschaft äußert Protest zu Ruinen des Königsschlosses
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft hat gefordert, unverzüglich die Verletzungen der russischen Gesetzgebung zu beseitigen, die im Zusammenhang mit den Ausgrabungen der Fundamente des ehemaligen Königsberger Schlosses stehen. Eine Kontrolle hat gezeigt, dass die denkmalgeschützten Ausgrabungen unter Wasser stehen und mit Müll belastet werden. Weiterhin fehlt eine völlige Abgrenzung des Grundstückes, rund um die Ausgrabungen. Das Abpumpen des Wassers erfolgt mit Technik, die dies nicht schaffen kann. Weiterhin ist keinerlei Konservierung der Ausgrabungen erfolgt. Ein Betreten der Ausgrabungsstelle ist problemlos für Unbefugte möglich. Dies stellt eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Bürger dar. Weiterhin sind die Ruinen sieben Jahre nicht in das offizielle Register der denkmalgeschützten Objekte eingetragen worden.
 
 
10.12.2017 – Alichanow hofft auf Fassadenrekonstruktion an Gebäuden zur Königsberger Börse
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hofft, dass die Fassaden der Gebäude, die sich in unmittelbarer Nähe zum Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse befinden, ebenfalls rekonstruiert werden. Er forderte, in das Programm der Fassadenrekonstruktion die Gebäude in der Stadt aufzunehmen, die sich in unmittelbarer Nähe zu Kulturobjekten oder denkmalgeschützten Objekten befinden. Gleichzeitig war bekannt geworden, welche Pläne bis zum Jahre 2020 im Bereich der ehemaligen Königsberger Börse, dem zukünftigen Museum der bildenden Künste umgesetzt werden sollen (wir berichteten am gestrigen Tag darüber).
 
 
10.12.2017 – Pastorenhaus in Sowjetsk soll rekonstruiert werden
In der Kreisstadt Sowjets hat man entschieden, dass Haus eines ehemaligen deutschen Pastors aus dem Jahre 1910 zu rekonstruieren. Es befindet sich in der ul. Lenina 10. Darüber informierte der Leiter der Stadtverwaltung Nikolai Woizew. Er informierte, dass es sich um ein einzigartiges Gebäude im Stil „Modern“ mit Barockelementen handelt. Leider hat man in der Vergangenheit mit dem Gebäude nicht sachgerecht gearbeitet, so dass bereits eine ganze Reihe von kleinen und größeren dekorativen Elementen verlorengegangen ist. Gemeinsam mit der russisch-orthodoxen Kirche ist es gelungen, einen Investor zu finden, der an der Rekonstruktion des Gebäudes mitarbeiten wird.
 
Foto: Gebäude eines ehemaligen deutschen Pastors aus dem Jahre 1910 in Sowjetsk
 
10.12.2017 – Chef der Sberbank mit großzügigem Geschenk
Der Chef der größten russischen Bank will der Stadt Kaliningrad die Wasserspiele schenken, die im Rahmen der Rekonstruktion des Gebäudes der ehemaligen Königsberger Börse und des Umfeldes, gebaut werden sollen. In unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Königsberger Börse wird ein neuer Park angelegt, in dessen Zentrum eine große Anlage mit Wasser- und Farbspielen eingerichtet wird. Das entsprechende Projekt wurde dem Kaliningrader Kulturrat vorgestellt. Der Kaliningrader Gouverneur informierte, dass er die persönliche Zusage von Herrmann Gref habe, der der Stadt dieses Geschenk machen möchte. Weiterhin wird die altdeutsche Brücke, die während des Krieges zerstört wurde, mit Finanzmitteln aus dem Gebietshaushalt wieder errichtet. Sie wird die Funktion einer Fußgängerbrücke erhalten und wesentlicher Bestandteil der zu bildenden Museumsinsel sein.
 
 
10.12.2017 – Teures Tanken an Tankstelle in Polesk
An sich wollte eine Frau nur den Tank ihres PKW mit wertvoller Flüssigkeit, volkstümlich auch Benzin genannt, auffüllen. Nachdem der Versuch, das Fahrzeug zum Tanken in Reichweite des Tankschlauches richtig zu positionieren gelungen war, bezahlte die Frau die gewünschte Flüssigkeitsmenge und begann mit dem Tankvorgang. Danach setzte sie sich in das Auto und fuhr los, hatte aber nicht bedacht, dass sich zwar die Tankanlage bei vollem Benzintank automatisch abschaltet, aber der Schlauch sich nicht automatisch aufwickelt und sich die Tankpistole nicht automatisch einhängt. Dabei kam es zu Beschädigungen der Tanksäule im Umfang von rund 700.000 Rubel. Da es Versicherungen gibt, die derartige Unfälle an Tankstellen abdecken, forderte der Besitzer die Differenzzahlung, denn die Höchstsumme des Versicherungsschutzes belief sich in diesem Fall auf 400.000 Rubel. Somit forderte der Besitzer 300.000 Rubel Schadenersatz. Ein Gericht befand, dass die Forderungen nicht übertrieben sind und fällte ein diesbezügliches Urteil.
 
 
10.12.2017 – Neue Denkmäler in Kaliningrad – City-Manager Jaroschuk teilt sich mit
Der Citymanager von Kaliningrad Alexander Jaroschuk informierte über neue Denkmäler, die in Kürze in der Gebietshauptstadt aufgestellt werden. Hierzu gehört ein großes Monument mit einer Gesamthöhe von sieben Metern zu ehren von Alexander Newski. Dieses Denkmal wird seinen Platz im Zentrum des Kreisverkehrs am Wassiljewski-Platz finden. Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Auch das Denkmal selber, welches in Moskau gefertigt wird, ist bereits zum größten Teil fertiggestellt. Wie bekannt wurde, wird dieses Denkmal durch einen Sponsor finanziert. Informationen besagen, dass die Scherbakow, der Inhaber der Fahrzeugholding „Avtotor“ sein soll.
Weiterhin laufen die Arbeiten für das Denkmal „Fürst Wladimir“ am Platz des Sieges, in unmittelbarer Nähe zur Christi-Erlöser-Kirche. Auch hier tritt Wladimir Scherbakow als Geldgeber auf. Auf die Frage, ob auch der City-Manager an der Finanzierung der Denkmäler Anteil hat, antwortete dieser: „Ich helfe an vielen Stellen, ziehe es aber vor, darüber nicht zu sprechen.“
 
 
10.12.2017 – Gouverneur verspricht hohe Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass zur Gewährleistung der Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2018 einige tausend zusätzliche Polizisten aus anderen russischen Regionen nach Kaliningrad verlegt werden. In einem Interview mit TASS wollte er keine genaueren Zahlen nennen. Der Gouverneur zeigte sich überzeugt, dass es zu keinen Zwischenfällen kommen wird, mal von irgendwelchen kleineren Dingen abgesehen, die aber sofort in den Anfängen kuriert werden. Er teilte ferner mit, dass bereits mit dem Erhalt des WM-Passes eine erste „Auswahl“ erfolgt, denn bekannte Raufbolde werden diesen Pass nicht erhalten und kommen somit auch nicht ins Land. Es wird eine enge Zusammenarbeit der Kaliningrader Innenverwaltung mit der Polizei der Länder geben, aus denen die Mannschaften kommen, die in Kaliningrad spielen werden.
 

 


 
09.12.2017 – Die Gerüchteküche brodelt in Kaliningrad
Jeden Tag gibt es in Kaliningrad Gerüchte, Halbwahrheiten und Wahrheiten. Nicht immer lohnt es sich, eine Flasche Krim-Sekt zu kaufen. In diesem Fall lohnt es sich … auch wenn das Gerücht sich wieder mal als temporär nicht zutreffend erweisen sollte …
 
Foto: Arbeitsplatzdekoration bei „Kaliningrad-Domizil“
 
Anmerkung UN: Ein mir bekannter russischer Unternehmer erklärte mir den Sinn, warum in seiner Firma eine „Beratergruppe“ existiert. Sie existiert, um verdienten Mitarbeitern, die für die tägliche stressige operative Arbeit nicht mehr geeignet sind, ein finanziell gesichertes Einkommen offiziell zukommen zu lassen. Mit einem Teil der Berater trifft er sich regelmäßig, um sich beraten zu lassen. Mit einem anderen Teil der Berater trifft er sich nie.
 
09.12.2017 – Engster Vertrauter Zukanows in der Partei entmachtet
Alexander Jegoryschew, ehemaliger Vizegouverneur in der Regierung Zukanow und kurzzeitig in der Regierung Alichanow, ist aus dem Politrat (Kaliningrad) der Partei Einiges Russland ausgeschlossen worden. Die Partei begründete dies mit normaler Personalrotation. Als Vizegouverneur trat er vor einigen Monaten zurück, nachdem die Belastungen im Rahmen verschiedener Skandale, so u.a. der sogenannten Affäre „Göring-Datsche“ zu schwer wurden. Ebenfalls aus dem Politrat (Kaliningrad) wurde der ehemalige Kreisleiter von Tschernjachowsk ausgeschlossen. Auch er ist vor wenigen Wochen von seiner Funktion zurückgetreten. Der Sekretär der regionalen Parteivertretung Einiges Russland Andrej Kropotkin (auch Vorsitzender des Kaliningrader Stadtrats), erklärte, dass es sich um eine normale Personalrotation handle. Jedes Jahr sind 10 Prozent der Mitglieder des Politrates auszutauschen – so die Normen der Partei.
 
09.12.2017 – Weltbank spricht über schwieriges Kaliningrader Investitionsklima
Vertreter der Weltbank haben sich zwei Tage in Kaliningrad aufgehalten und sich mit dem Gouverneur Anton Alichanow und anderen Verantwortlichen der Region getroffen. Auf dem Arbeitsplan standen der Besuch der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer und Besuche in einer Reihe von großen Kaliningrader Unternehmen. Die Weltbank ist bereit, die Entwicklung Kaliningrads zu unterstützen, allerdings wird es, bedingt durch die geopolitische Lage Kaliningrads nicht einfach werden, Investoren zu interessieren. Dazu kommt die schwierige Wettbewerbslage, denn Kaliningrad befindet sich in „Umarmung“ von Ländern der Europäischen Union. Der Vertreter der Weltbank lobte die Entscheidungen zur Steuerbefreiung von Investoren im Rahmen der Sonderwirtschaftszone, betonte aber, dass für Investoren häufig die Steuern nicht die wichtigste Rolle spielen. Wichtig ist für einen Investor politische Stabilität im Land und eine stabile, vorhersehbare gesetzliche Basis für die Arbeit, eine entwickelte Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte. In Russland gibt es gegenwärtig den Begriff „Jagd zum Abgrund“, was bedeutet, dass alle Regionen sich um Investoren bewerben und versuchen, sich gegenseitig in Angeboten zu überbieten. Dies wiederum ist aber ungünstig für den Haushalt der jeweiligen Region. Gegenwärtig ist die Weltbank in 50 russische Regionen engagiert. Auch in Kaliningrad hat die Bank bereits mehrere Projekte realisiert.
 
09.12.2017 – Gouverneur zum Schicksal des Hauses der Räte
Die Kaliningrader Gebietsregierung geht davon aus, dass das Haus der Räte zu einem Museum ausgebaut wird. Das erklärte der Kaliningrader Gouverneur am Donnerstag während einer Sitzung der Regierung. In Einzelheiten wollte sich der Gouverneur nicht verlieren, meinte aber, dass es sich um ein vielseitiges Museum handeln werde. Man hofft auf eine völlige Übereinstimmung der Vorstellungen mit dem Investor und dann wird es im Stadtzentrum in diesem Haus eine große Anzahl von Museen geben. Frühere Überlegungen gingen davon aus, dass im Haus der Räte Hotels, Business-Center und Unterhaltungseinrichtungen ein Domizil finden. Im Jahre 2018 war bereits die Durchführung des Kinofestivals „Am Rand der Welt“ vorgesehen. Noch Ende 2016 sprach man allerdings darüber, dass auch die Kaliningrader Gebietsregierung in dieses Gebäude einziehen könnte.
 
 
09.12.2017 – Eröffnung eines Zentrums für den Verkauf von Eintrittskarten für die Fußball-Weltmeisterschaft
In Kaliningrad wurde ein Zentrum für die Ausgabe von Pässen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 eröffnet. Insgesamt wurden in Russland fünf derartige Zentren eröffnet: Moskau, St. Petersburg, Sotchi und Kasan. Das Kaliningrader Zentrum arbeitet an 6 Tagen in der Woche von 11-20 Uhr. Montags ist geschlossen. der Fan-Pass erleichtert den Besuchern den Besuch der Spiele zur Weltmeisterschaft erheblich. Der Pass gibt das Recht, kostenlos zwischen den Stadien zu reisen, wo die Spiele ausgetragen werden. Der Pass muss gemeinsam mit der Eintrittskarte vorgezeigt werden, um in das Stadion zu gelangen.  
 
09.12.2017 – Golf-Club ist wichtige Voraussetzung für Investitionen
Die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes ist der Ansicht, dass man in Kaliningrad unbedingt einen Golfclub benötige, wenn man Investoren anziehen will. Wladimir Sarudni, Generaldirektor der gebietseigenen Korporation meint, dass das Vorhandensein eines Golfclubs Investoren anzieht. Gibt es keinen derartigen Club, bleiben die Investoren weg. Wie weiter informiert wurde, wird gegenwärtig mit einem Investor verhandelt. Auch ein geeignetes Gelände steht zur Verfügung. Nach Ansicht von Sarudni, soll wohl der Golfclub die Rolle übernehmen, die früher im russischen Geschäftsleben die Sauna gespielt hat.
 
09.12.2017 – Stadtverwaltung genehmigt Nawalny-Show im Südpark
Kaliningrader liberale Medien machen seit Tagen Werbung für den Besuch von Alexej Nawalny in Kaliningrad. Dieser hatte sein Treffen mit Kaliningrader Bürgern bisher auf einem Privatgrundstück im Stadtzentrum, auf dem Moskauer Prospekt geplant. Am Donnerstag forderte Nawalny den Kaliningrader Gouverneur auf, an seiner Diskussionsrunde mit den Kaliningrader Bürgern teilzunehmen. Eine Antwort des Gouverneurs steht aus und wird Nawalny auch nicht erhalten. Ob der Gouverneur dann plötzlich doch erscheint – Berührungsängste kennt er nicht, wie die Vergangenheit gezeigt hat, bleibt abzuwarten. Allerdings hat die Kaliningrader Stadtverwaltung am Freitag den Südpark als Veranstaltungsort genehmigt. Der Südpark ist einer der offiziellen „Meckerecken“ der Stadt, wo derartige Veranstaltungen, aber auch Protestdemonstrationen, nach Antrag und Genehmigung durchgeführt werden dürfen.
 
Foto: Südpark – in der Nähe zur Kaliningrader Philharmonie auf dem Kalinin-Prospekt
 
09.12.2017 – Gouverneur glaubt nicht an Provokationen durch polnische Fans
Der Kaliningrader Gouverneur ist der Ansicht, dass die Sicherheitsorgane Polens und Russlands es nicht zulassen werden, dass es zu irgendwelchen gegenseitigen Provokationen seitens polnischer und russischer Fans zu den Fußball-Weltmeisterschaften in Kaliningrad kommen wird. Dies erklärte er während eines Treffens mit Mitarbeitern des polnischen Generalkonsulats in Kaliningrad. Kaliningrad hat ausreichend Erfahrungen in der Sicherung von Großveranstaltungen, so auch im Rahmen des Föderationscups im ablaufenden Jahr. Der polnische Generalkonsul unterstützte den Gouverneur und meinte, man solle sich auf die positiven Momente der Weltmeisterschaft konzentrieren. Er glaube nicht, dass es zu Provokationen kommt.
 
09.12.2017 – Altdeutsche Brücke wird wieder errichtet
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte über Pläne, die ehemals an der Königsberger Börse vorhanden gewesene Brücke, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist, wieder zu errichten und als Fußgängerbrücke zu gestalten. Er nutzte eine Beratung mit dem Kaliningrader Kulturrat, um diese Information öffentlich zu machen. Die Brücke wird mit Kräften und Mitteln des Kaliningrader Gebietes errichtet. Die Gelder sind im Gebietshaushalt vorhanden. Die Fußgängerbrücke wird Bestandteil des geplanten Museumskomplexes sein, welcher das Meeresmuseum mit dem Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse (zukünftig Museum für bildende Künste) und der Kant-Insel mit dem Dom umfasst.  Weiterhin wird die Fläche neben der Königsberger Börse rekultiviert und mit Wasserspielen versehen.
 
Foto: Das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse. Zukünftige Nutzung als Museum für bildende Künste

 


 
08.12.2017 – Ein Aufpasser für Zukanow in Kaliningrad?
Vor kurzem hat die Administration des russischen Präsidenten einen neuen Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet eingesetzt. Da das Kaliningrader Gebiet zur NordWest-Region gehört, untersteht dieser Bevollmächtige für Kaliningrad dem Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für die NordWest-Region. Dies ist gegenwärtig Nikolai Nikolajewitsch Zukanow, der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes. Durch das Informationsportal „rugrad.eu“ wird vermutet, dass der Einsatz des neuen Bevollmächtigten gezielt erfolgte, um die Arbeit von Nikolai Zukanow und dessen Einflussnahme auf Dinge im Kaliningrader Gebiet besser kontrollieren zu können. Der neue Bevollmächtigte Roman Balaschow ist ehemaliger Mitarbeiter des russischen Sicherheitsdienstes FSB und zeigt auch in seinem weiteren veröffentlichten Lebenslauf einige Besonderheiten seines bisherigen Einsatzes auf. Er wurde immer an Brennpunkten eingesetzt, wenn es darum ging, über große Finanzmengen die Aufsicht zu führen.
Nicht genannt sein wollende Mitarbeiter der Kaliningrader Gebietsregierung bezeichneten den Einsatz von Roman Balaschow als große Niederlage für den Ex-Gouverneur Zukanow.
 
 
08.12.2017 – Jaroschuk ist City-Manager und macht große Versprechungen
Der ehemalige Bürgermeister von Kaliningrad Alexander Jaroschuk ist heute mit einer kleinen Feier in sein neues Amt als City-Manager eingeführt worden. Es ist seine dritte Amtszeit, wo er, unter verschiedensten Dienstbezeichnungen, die Geschicke der Stadt Kaliningrad lenkt und leitet. Bei seiner Amtseinführung versprach er, dem 500.000 Bewohner der Stadt Kaliningrad eine Wohnung zu schenken. Da er bereits der russisch-orthodoxen Kirche eine ganze Kirche in der ul. Newskowo geschenkt hatte, wird diese Wohnung wohl seinen privaten Finanzhaushalt nicht über Gebühr strapazieren. Er kommentierte, dass Kaliningrad in der gesamtrussischen Statistik der Städte, in denen Russen gerne leben würden, den dritten Platz einnimmt. Für Russen sind dabei drei Faktoren wichtig: Sicherheit, Lebensqualität, Preis für eine Wohnung. Gegenwärtig leben in Kaliningrad offiziell 473.600 Menschen. In Wirklichkeit, so Jaroschuk, sind es rund 100.000 Bürger mehr, nur diese sind unter einer anderen Adresse außerhalb Kaliningrad registriert.
 
 
08.12.2017 – Gouverneur Alichanow zum Verhältnis zu Polen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich zum Verhältnis Russlands zu Polen geäußert. Er nutzte hierfür eine prosaische Umschreibung und meinte, dass nach jedem Winter, ein Frühling und Sommer kommt. Gegenwärtig durchleben die zwischenstaatlichen Beziehungen nicht die beste Periode, aber es gibt Hoffnung auf Besserung – so Alichanow während eines Treffens mit dem ehemaligen polnischen Generalkonsul in Kaliningrad. Der polnische Generalkonsul verlässt Kaliningrad, um eine neue Funktion in der polnischen Botschaft in Moskau anzutreten. Marzin Nosal hat seine Tätigkeit am 25. Oktober 2017 in Kaliningrad beendet. Als Generalkonsul war er seit März 2014 in Kaliningrad.
 

Foto: Polnisches Generalkonsulat in Kaliningrad - Kastanienallee
 
08.12.2017 – Gouverneur zu Sicherheitsfragen während der Fußball-Weltmeisterschaft
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow äußerte sich zu Sicherheitsfragen während der Fußballspiele im Sommer 2018 im Rahmen der Weltmeisterschaft. Er zeigt sich überzeugt, dass die Rechtspflegeorgane, aber auch andere Sicherheitsbehörden vollständig die Sicherheit in der Stadt und dem Gebiet während der Spiele gewährleisten werden. Es tut nicht Not sich zu beunruhigen. Die Durchführung des Konföderations-Cubs hat gezeigt, dass man über ausreichende Erfahrungen verfüge, um die Situationen zu beherrschen. Die zuständigen Organe werden keine Provokationen zulassen. Ihm ist bekannt, dass sowohl das Innenministerium, wie auch die anderen Sicherheitsdienste eine enge Zusammenarbeit organisiert haben. Die Arbeit zur Gewährleistung der Sicherheit habe bereits jetzt begonnen und man ist in der Lage, schon jetzt Problempunkte zu beseitigen. In der Meldung wurde daran erinnert, das sich der Leiter der Kaliningrader Innenverwaltung in einem Gespräch mit dem Gouverneur nicht erfreut gezeigt hatte, als bekannt wurde, dass die englische Mannschaft in Kaliningrad spielen wird.
 
 

 

07.12.2017 – Putin hat neues „Kaliningrad-Gesetz“ unterzeichnet
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Unterschrift unter das neue, sogenannte „Kaliningrad-Gesetz“ gesetzt. Es regelt eine Reihe von Fragen des ehemaligen Gesetzes über die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad neu. Von den ehemaligen Träumen über mögliche erhebliche und einschneidende Veränderungen für Wirtschaft und Tourismus ist allerdings nicht viel übrig geblieben – will man den diversen Meldungen und Kommentaren Kaliningrader Medien Glauben schenken. Wesentliche Neuregelungen sind eine erhebliche Herabsetzung der Mindestinvestitionssumme, um Resident der Sonderwirtschaftszone mit vollständiger Steuerbefreiung zu werden. Weiterhin regelt das Gesetz, dass Touristen und Geschäftsleute für eine Einreise nach Kaliningrad zukünftig ein elektronisches Visum mit einer Gültigkeitsdauer von bis zu acht Tagen beantragen können. Das Visum ist kostenlos.
Im Laufe des Mittwoch meldete sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu Wort und meinte:
 
 
Die Regionalverantwortlichen werden weiter daran arbeiten, dieses Gesetz zu vervollständigen. Man habe sehr lange an diesem neuen Gesetz gearbeitet – fast zwei Jahre. Und diese Arbeit ist durch Erfolg gekrönt worden. Nicht alles, was anfänglich erhofft wurde, konnte in dem Gesetz berücksichtigt werden. „Aber suchen Sie, was fehlt und teilen es uns mit“, - so Anton Andrejewitsch in einer ersten Stellungnahme. Die jetzigen neuen gesetzlichen Regelungen erleichtern erheblich die Arbeit der Unternehmer im Gebiet. Und für diejenigen die Residenten werden, gibt es erhebliche Steuererleichterungen.
 
Das Wetter ist in Kaliningrad in den letzten Tagen nicht zum aushalten. Da man tagsüber keine vernünftigen Fotos machen kann, habe ich mich entschlossen, mal abends einen Kurzfilm zu drehen. Da sieht man zwar das schlechte Wetter nicht, dafür aber die chaotischen Verkehrsverhältnisse, selbst außerhalb des Stadtzentrums. Das Handelszentrum „Baltische Galerie“ wurde 2017 eröffnet und befindet sich im neuen Stadtteil „Selma“ im Norden der Stadt.
 
07.12.2017 – Heineken scheint Käufer für Brauerei gefunden zu haben
Der allgemeine Rückgang des Bierkonsums in Russland hat die Firma Heineken veranlasst, Anfang 2017 die Kaliningrader Produktionsstätte der ehemaligen „Ostmark-Brauerei“ zu schließen und die Produktion der bekannten Marken „Königsberg“ und „Ostmark“ ins russische Mutterland zu verlegen. Die Immobilie wurde zum Verkauf ausgeschrieben. Jetzt scheint man einen Käufer gefunden zu haben, wie Kaliningrader Medien berichten. Wer der Käufer ist und welche Absichten er mit dieser Immobilie hat, wurde bisher noch nicht bekannt. Die Kaliningrader Gebietsregierung zeigte sich Ende 2016 enttäuscht zur Verhaltensweise von „Heineken“, denn durch den Weggang der Firma gehen dem Gebietshaushalt 300 Mio. Rubel dringend benötigter Steuereinnahmen verloren.
 
 
07.12.2017 – Kaliningrader sind nicht nachtragend
Am Wochenanfang verdarben einige englische Medien den Kaliningrader Lokalpatrioten ein wenig die Laune, in dem sie die Stadt als kriminelles, militarisiertes Nutten-Zentrum mit sowjetisch-kommunistischen Charme darstellten. Vielleicht lassen sich ja doch nicht alle Briten von dieser Berichterstattung abschrecken. Für die britischen Fußball-Fans, die sich trotzdem in die Höhle des Löwen trauen, haben die Kaliningrader schon etwas vorbereitet, damit sich diese trotzdem wie zu Hause fühlen.
 

Foto: Restaurant „London“ – es befindet sich im Stadtzentrum, direkt auf dem „Prospekt des Friedens“
 
Aber auch die Deutschen sollen sich in Kaliningrad wohlfühlen. In unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem britischen Restaurant, befindet sich ein funkelnagelneuer „Königsbäcker“ – ein königlicher Bäcker für eine Stadt ohne König, dafür aber mit einem russischen Gouverneur – dem jüngsten aller Gouverneure, die Russland aufzubieten hat.
 

Foto: Neuer „Königsbäcker“ in Kaliningrad, einer Stadt ohne König, aber mit einem russischen Gouverneur
 
07.12.2017 – Neue Produktion für süße Leckereien
200 Millionen Rubel lässt sich ein Investor den Aufbau einer neuen Produktionsstätte für „Pastillen“ in Kaliningrad kosten. Darüber informiert die Pressestelle der Kaliningrader Gebietsregierung. Der neue Betrieb wird in Kreis Gwardejsk sein Domizil finden. Produziert werden, nach Information des regionalen Landwirtschaftsministeriums, Fruchtpastillen aus Apfelpüree und allen weiteren Zutaten aus regionaler Produktion. 140 Tonnen dieser süßen und vermutlich fast kalorienfreien Leckereien, sollen in der Startphase pro Monat hergestellt werden. Weitere Pläne sehen vor, die Produktion im Verlaufe von fünf Jahren auf bis zu 30 neue Sorten zu erweitern. In der zweiten Entwicklungsphase der Firma, sollen vertragliche Vereinbarungen mit Kaliningrader Kleingärtnern abgeschlossen werden. Die Herstellung von Fruchtpüree soll auch für die Produktion von Kindernahrung verwendet werden. Wie durch die Gebietsregierung informiert wurde, entwickelt sich der Anbau von Obst in Kaliningrad in sehr hohem Tempo. Im Jahre 2017 wurde das 2,5fache dessen geerntet, was 2016 produziert wurde. Der Obstanbau erfolgt gegenwärtig auf 811 Hektar und soll sich im kommenden Jahr auf über 1.000 Hektar ausdehnen. Bereits jetzt wird von einem Kaliningrader Produzenten Apfelsaft nach Polen geliefert – einem Land, welches noch im Jahre 2014 den größten Teil des Apfelimports nach Kaliningrad ausmachte.
 
07.12.2017 – Kaliningrad erwartet Alexej Nawalny
Alexej Nawalny, russischer Korruptionsjäger, Oppositionär und vorbestrafter gescheiterter Unternehmer, wird am kommenden Sonntag in Kaliningrad erwartet. Er möchte sich mit der Bevölkerung zu Fragen des täglichen Lebens, ihren Sorgen und Nöte austauschen. Das Treffen mit dem Volk ist auf dem Moskauer Prospekt, unter offenem Himmel geplant.
 

 
Gegenüber dem geplanten Treffpunkt befindet sich das Denkmal für die sowjetischen Seeleute, die bei der Eroberung Königsbergs im Jahre 1945 ihr Leben gegeben haben. Die Inschrift lautet: Die Heimat vergisst nicht!

 

06.12.2017 – Zoo-Besuch für Mobilitätseingeschränkte wird leichter
Der Kaliningrader Zoo schlägt mobilitätseingeschränkten Bürgern vor, einen Rollstuhl zu mieten und mit diesem den Zoo zu besuchen. Dies schlug die Direktorin Svetlana Sokolowa auf ihrer Facebook-Seite vor. Sie informierte, dass andere Zoo-Einrichtungen in Russland schon lange derartige Dienstleistungen anbieten. Man habe sich mit Nowosibirsk und Krasnojarsk in Verbindung gesetzt und viele wertvolle Ratschläge erhalten. Man werde nun als erstes auf der eigenen Internetseite in Erfahrung bringen, welcher Bedarf überhaupt besteht. Interessierte können sich anmelden und die entsprechenden Fragen beantworten. Für die Nutzung des Rollstuhls ist nichts zu bezahlen. Der Nutzer schließt nur einen „Miet“-Vertrag ab, um die gegenseitigen Verantwortlichkeiten festzuschreiben. Wie weiterhin mitgeteilt wurde, sind bereits jetzt im Zoo fast alle Objekte so vorbereitet, dass diese durch mobilitätseingeschränkte Besucher erreicht werden können.
 
Anm. UN: In der Vergangenheit ist viel in die Rekultivierung des Kaliningrader Zoo investiert worden. Es ist bei weitem noch nicht alles Ideal und in vielen Fragen ist der Zoo nicht zu vergleichen mit ähnlichen Anlagen in Deutschland. Ein Besuch lohnt sich aber immer. Links vom Eingang des Zoo hat vor wenigen Monaten ein neues Restaurant aufgemacht. Es sieht von außen kleiner aus, als es ist. Es bietet, bei rechtzeitigem Erscheinen, hervorragende Sitzplätze mit Panoramablick in den Zoo. Besuchen Sie dieses Restaurant und informieren uns mit einer Restaurantkritik. Wir setzten dann alle unsere Leser davon in Kenntnis (natürlich anonym, wenn Sie es wünschen).
 
Foto: Patisson-Markt, neues Restaurant in Kaliningrad mit großartiger Aussicht auf den Zoo
 
06.12.2017 – Illegale Waffenproduktion ausgehoben
Der Kaliningrader Polizei ist es mal wieder gelungen, eine illegale „Waffenschmiede“ auszuheben. Man fand ein großes Arsenal an Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg und dazugehöriger Munition vor. Ein 56jähriger Kaliningrader hatte seine Wohnung als Waffenwerkstatt umgebaut. Ein Teil der vorgefundenen Waffen beeindruckte die Rechtspflegeorgane. Die Instandsetzung erfolgte in hoher Qualität. Es stellte sich heraus, dass der „Mann mit den goldenen Händen“ bereits vorbestraft ist. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren und eine Finanzstrafe bis zu 80.000 Rubel.
 
 
06.12.2017 – Vor Betreten, Füße abtreten – Stand der Rekultivierung des Unterteiches
Die Rekultivierungsarbeiten am Unterteich scheinen sich langsam dem Ende zu nähern. Bei einer Besichtigung vor Ort durch „Kaliningrad-Domizil“ wurde noch eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten festgestellt. Beim Überschreiten einer der Brücken hatte man unverhofft den Wunsch, sich vorher die Füße abzutreten, denn die Brücke war weiß gestrichen. Aber auch Kaliningrader Bürger nutzten die Gelegenheit, um am vergangenen Wochenende Kaliningrader Beamten aus der Stadtverwaltung zu zeigen, was noch nicht alles in Ordnung ist. Sie beschwerten sich, dass alte, nicht funktionierende Dinge entfernt worden sind und ersetzt worden durch neue, ebenfalls nicht funktionierende Dinge. Insgesamt ruft die gesamte Instandsetzung des Unterteiches viele Fragen zur Qualität hervor – bis hin, dass die Bürger aufzeigten, dass es nicht eine einzige gerade Schweißnaht an den Brückengeländern über den See gäbe. Durch Aktivisten wurde kritisiert, dass viele Millionen Rubel für die Rekultivierung wieder mal in den Sand gesetzt worden sind. Der Vertreter der Stadtverwaltung wiederum erklärte den Bürgern, warum man viel Geld für niedrige Qualität bezahlt habe, was bei den Bürgern, deren Steuergelder verausgabt wurden, natürlich kein Verständnis hervorrief.
 
 
06.12.2017 – Schöne Selbstzufriedenheit in der Kaliningrader Gebietsregierung
Frau Elena Djatlowa, zuständige Ministerin in der Kaliningrader Gebietsregierung für die Infrastruktur, hat sich zufrieden gezeigt, mit dem Fortschritt des Straßenbaus und der Straßenerneuerung. Man habe im Jahre 2017 immerhin mehr als 11 Milliarden Rubel dafür aufgewandt. Ein Teil der Gelder stamme aus dem Kaliningrader Haushalt, ein weiterer Teil sind Fördergelder aus dem zentralen russischen Haushalt. Die Ministerin zeigte sich „stolz wie nie zuvor“ über das Erreichte. Sie hob u.a. die neue Berliner Brücke hervor, die Fernverkehrsstraße Mamonowa-Geschechotka, die nördliche Umgehung bis zum Ring Gurewsk, die Straße 9. April und den Baubeginn der Ost-Hochbrücke und natürlich das Straßennetz auf der sogenannten „Insel“, dem Standort des neuen Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft.
 
Foto: Kaliningrader Journalisten fanden Beispiele für den Straßenbau, insbesondere für Fußgänger, die die Ministerin in ihrer Lobesrede nicht erwähnte
 
06.12.2017 – Wieder Ausländer abgeschoben
Wer Kaliningrad schön findet und meint, in dieser Stadt und dem Gebiet glücklich werden zu können, sollte sich rechtzeitig darum kümmern, alle gesetzlichen Anforderungen hierzu zu erfüllen. Wer dies nicht tut, muss damit rechnen, dass die Kaliningrader Behörden ihn auffordern, das Land zu verlassen. Bei 13 Ausländern war man wohl zu der Überzeugung gelangt, dass diese nicht nur die russischen Aufenthaltsgesetze verletzt haben, sondern auch nicht bereit waren, freiwillig das Land zu verlassen und so wurden sie abgeschoben. Die Ausländer reisten auf legale Weise nach Kaliningrad ein, erhielten alle notwendigen Genehmigungen für einen Aufenthalt, einschließlich einer Arbeitsgenehmigung, kümmerten sich dann aber nicht um die Verlängerung. Vermutlich wollten sie die Kosten sparen und versteckten sich vor möglichen Kontrollen.  Die Ausländer wurden durch Gerichtsvollzieher zum Airport begleitet und dort dem FSB übergeben, der die endgültige Ausreise per Flugzeug organisierte. Für fünf Jahre sind nun die Grenzen für diese Bürger fest verschlossen. Gegenwärtig befinden sich im Abschiebezentrum in Gwardejsk noch 39 Ausländer aus Armenien, Estland, der Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan und Litauen. Seit Anfang des Jahres wurden 524 Ausländer des Landes verwiesen.
 
06.12.2017 – Neue Iskander-Einheiten werden nach Kaliningrad verlegt
Die Zeitung „Kommersant“ informiert, dass in allernächster Zeit im Kaliningrader Gebiet neue „Iskander“-Einheiten stationiert werden. Diese Stationierung wird endgültig und ständig sein. Die bisherige Anwesenheit von derartigen Einheiten war temporär. Die zeitweilige Anwesenheit der operativ-taktischen Raketen hatte bisher rein demonstrativen Charakter und war eine Antwort auf das „unfreundliche Verhalten“ der USA und der NATO. Die ständige Dislozierung dieser Raketen wurde bisher aus politischen Gründen vermieden. Eine ständige Dislozierung sollte als zusätzliches starkes Instrument dienen, für den Fall, dass sich die Lage scharf verändert. Dies scheint nun wohl eingetreten zu sein.
Wie informiert wurde, begannen im Jahre 2016 im Bereich Tschernjachowsk Bauarbeiten für die Stationierung dieser mobilen Einrichtungen. Es sind Bunkeranlagen, um die Technik unterzustellen. Der Einsatz der mobilen Startrampen ist an keinen konkreten Ort gebunden. Die Ortung der Raketen und deren möglicher Abschusspunkt sind somit schwierig.
Wie eine Quelle aus dem russischen Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die 152. Gardebrigade, bisher ausgestattet mit Raketen des Typs „Totschka-U“ auf die neuen Iskander-Raketen umgerüstet. Den Gefechtsdienst nimmt die Brigade Anfang 2018 auf.
 
Grafik: Die Kreise zeigen die Erreichbarkeit der „Iskander“-Raketen, in Abhängigkeit vom konkreten Startpunkt im Kaliningrader Gebiet. Die Verlegung der Raketen aus Tschernjachowsk (im Zentrum des Kaliningrader Gebiets) in eine neue Gefechtsposition erfordert nur wenige Stunden.

 


 
05.12.2017 – Ex-Gouverneur Zukanow zu Neid-Erscheinungen in Russland
Der ehemalige Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und jetzige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für die NordWest-Region Nikolai Nikolajewitsch Zukanow hat sich während seines Aufenthaltes am Montag in Kaliningrad zu den Mannschaften geäußert, die am Freitag durch Losentscheid bestimmt worden, um in vier Vorrundenspiele in Kaliningrad zu spielen. Er meinte, dass die Bewohner der Stadt und die Gäste den allerbesten Fußball sehen werden, den es gibt. Die Mannschaften, die in Kaliningrad spielen, werden in den anderen Regionen Neid hervorrufen. Die Mannschaften aus England, Belgien, Marokko, Serbien und der Schweiz haben immer schönen Fußball gezeigt.
 
Leider, so bedauerte Herr Zukanow, spielt die russische Mannschaft nicht in Kaliningrad.
 
 
05.12.2017 – Putin-Beauftragter Zukanow äußerst sich zu Rudnikow-Affäre
Der Bevollmächtigte des russischen Präsidenten Putin für die NordWest-Region Nikolai Nikolajewitsch Zukanow hat sich während seines Aufenthaltes am Montag in Kaliningrad zur „Rudnikow-Affäre“ geäußert. Er meinte, dass die Rechtspflegeorgane über eiserne Beweise verfügen müssen für die Dinge, die sie Rudnikow zur Last legen. Die Handlungen des Staates in dieser Angelegenheit, werden von den Medien aufmerksam begleitet – insbesondere auch deshalb, weil Rudnikow ein ehemaliger Journalist und Chefredakteur einer bekannten Oppositionszeitung war. Es muss eine ausgewogene Untersuchung erfolgen und die Schuld jedes Einzelnen in dieser Angelegenheit muss eisern mit Beweisen belegt werden.
Rudnikow wurde am 1. November wegen versuchter Erpressung föderaler Staatsbeamter verhaftet. Es stellte sich im Laufe der Untersuchung heraus, dass er über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung verfügt und damit gegen die Beauflagungen für Abgeordnete der Duma verstoßen hatte. Er wurde seines Abgeordneten-Mandates entbunden.
 
 
05.12.2017 – Vorsicht vor Kaliningrad, den Russen und den Iskandern
Nachdem bekannt geworden ist, dass die englische Fußball-Mannschaft ein Vorgruppenspiel in Kaliningrad austragen wird, haben britische Medien begonnen, die Bevölkerung über die Stadt Kaliningrad zu informieren. Man stellt Kaliningrad als eine „schreckliche Stadt“ dar, die, obwohl sie von der Europäischen Union und Verbündeten der NATO umgeben ist, immer noch eine russische Region ist. Die Region ist vollgestopft mit russischem Militär, Atomraketen Iskander und verfügt über jede Menge Bar´s, wo die russische Jugend versucht, sich das westeuropäische Lebensniveau anzueignen. Man empfiehlt den englischen Touristen diese Stadt nicht zu besuchen, denn es ist keine europäische Stadt. Man informiert die britischen Leser, dass die Stadt während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde, vergisst allerdings zu erwähnen, dass es britische Bomber waren, die während zweiter Angriffe im August 1944 die Stadt in Schutt und Asche gelegt hatten. Weiterhin informieren die Journalisten, dass die hungrigen Kaliningrader nach Polen fahren, um dort billig Lebensmittel einzukaufen, die es durch die westlichen Sanktionen in Kaliningrad nun nicht mehr gibt.
 
 
05.12.2017 – Schlechter Start für „RusLine“ in Kaliningrad
Bereits der erste Flug der russischen Gesellschaft „RusLine“ auf der Strecke „Kaliningrad-Berlin-Kaliningrad“ Anfang November stand unter keinem guten Stern, denn er fand wegen ungünstiger Witterungsbedingungen nicht statt. Im Verlaufe des Monats November kam es ebenfalls zu einigen Störungen im geplanten Flugplan. Jetzt wurde bekannt, dass die Fluggesellschaft alle Flüge nach Berlin bis 22. Dezember abgesagt hat. Grund hierfür ist eine Korrektur des Flugplans – so die offiziell verbreitete Version. Ein Sprecher des Kaliningrader Airports „Chrabrowo“ teilte mit, dass man bereits eine Information von der Fluggesellschaft erhalten habe, dass auch im Zeitraum vom 10.-31. Januar keine Flüge stattfinden werden. Somit ist wohl klar, dass die Hoffnungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow sich nicht erfüllen werden. Er träumte davon, dass „RusLine“ eine Inkarnation von „KD-Avia“ werden könnte.
 
 
05.12.2017 – Weihnachtliche Stimmung in Kaliningrad
Langsam beginnt die vorweihnachtliche Stimmung in Kaliningrad Einzug zu halten. Ab und zu ein wenig Schneefall, niedrige Temperaturen und Väterchen Frost im Kaliningrader EuropaCenter tragen dazu bei.
 
 
Auch auf dem Platz des Sieges wird intensiv an der Aufstellung des zentralen Weihnachtsbaumes gearbeitet. Selbst am Wochenende, wo diese Aufnahmen entstanden sind, gönnte man sich keine Pause.  
 
 
05.12.2017 – Neuer Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten in Kaliningrad eingetroffen
Am Montag ist der neue Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für das Gebiet Kaliningrad eingetroffen. Es handelt sich um Roman Balaschow. Die wichtigste Aufgabe für den neuen Bevollmächtigten ist die Organisation eines guten Zusammenwirkens zwischen regionalen und föderalen Machtstrukturen im Gebiet – so die einführenden Worte von Nikolai Zukanow, dem unmittelbaren Vorgesetzten des neuen Bevollmächtigten für das Kaliningrader Gebiet. Der neue Bevollmächtigte ist Jahrgang 1971. Er beendete die Moskauer staatliche Universität und die Russische Akademie für den Staatsdienst beim Präsidenten. Von 1994-2005 arbeitete er im russischen Sicherheitsdienst FSB. Danach erfüllte er verschiedene Funktionen in Moskau, Perm und Archangelsk. Seit 2016 arbeitete er in der Verwaltung des russischen Präsidenten.
 
 
05.12.2017 – Gouverneur Alichanow bittet Ex-Gouverneur Zukanow um Hilfe
Während des Aufenthaltes des Bevollmächtigten Vertreters des russischen Präsidenten für die NordWest-Region im Kaliningrader Gebiet, kam es auch zu einem Treffen mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Dieser nutzte die Gelegenheit, um Herrn Zukanow mit der Situation in der Landwirtschaft, insbesondere nach den verheerenden Witterungsbedingungen im abgelaufenen Jahr, vertraut zu machen. Er bat darum, dass der Bevollmächtigte des russischen Präsidenten seinen Einfluss geltend macht, damit Kaliningrad föderale Unterstützungsgelder für die Instandsetzung des Meliorationssystems erhält. Von Seiten der Landwirte sind bei der Kaliningrader Regierung Anträge auf Ausgleich von Verlusten in Höhe von 400 Mio. Rubel eingegangen. Das Gebiet ist nur in der Lage, die Hälfte der Summe zu zahlen. Für den „Rest“ wird föderale Hilfe benötigt. Für die Wiederherstellung des Meliorationssystems im Kaliningrader Gebiet werden bis zu 20 Milliarden Rubel benötigt. Diese stehen, so Zukanow, natürlich nicht zur Verfügung. Da aber auch das Meliorationsprogramm nicht innerhalb eines Jahres, sondern vermutlich innerhalb von zehn Jahren umgesetzt wird, ist der Erhalt von jährlich zwei Milliarden Rubel, für die Ziele zweckgebunden durchaus realistisch.
 
 
05.12.2017 – In eigener Sache
Vor rund drei Wochen startete unser Videokanal. Bisher sind rund 100 Filme dort gespeichert, aber nur ein geringer Teil ist freigeschaltet. Trotzdem haben wir in dieser kurzen Zeit 1.636 Videoabrufe und 14 Abbonenten unseres Kanals gewinnen können. Vielen Dank für Ihr Interesse. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir noch weit entfernt davon sind, unseren Videokanal mit einer Schulnote bewerten zu können. Für die jetzt von uns angebotene Qualität gibt es noch keine Schulnote – sie liegt irgendwo hinter der „6“. Wir arbeiten an der Qualifizierung und der Verbesserung unseres Videoangebotes – Schritt für Schritt und danken für Ihre Geduld mit uns.
 

 


 
04.12.2017 – Gouverneur macht sich Sorgen um die Uferbefestigungen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow macht sich Sorgen um den Zustand der Strand- und Uferbefestigungen im Bereich Svetlogorsk und Pionersk. Er bezeichnete die Situation als „nahe dem Kritischen“ – während eines Besuches vor Ort.
 
Es gibt einige Momente, die alle beunruhigen – so Alichanow. Das sind einerseits der Küstenschutz und andererseits die Situation rund um den Bau der neuen Promenade und die Rekonstruktion der alten Promenade. Er informierte, dass die zuständige Küstenschutzbehörde ein Projekt für die Rekonstruktion des gesamten Küstenabschnittes im Kaliningrader Gebiet vorbereitet habe. Am 11. Dezember wird es beraten. Die vorläufig berechneten Kosten für den Küstenschutz belaufen sich auf zwei Milliarden Rubel. Dies ist aber nur die Summe, die benötigt wird, um den Bereich in Svetlogorsk und Pionersk instand zu setzen. Somit ist klar, dass man die Probleme des Küstenschutzes nur in Etappen bewältigen kann, es sei denn – so der Gouverneur, das föderale Zentrum hilft finanziell.
 
 
04.12.2017 – Afrikanische Schweinepest gibt Kaliningrad keine Ruhe
Die Problematik der Afrikanischen Schweinepest ist anscheinend noch nicht geklärt, denn die Quarantäne in den betroffenen Kreisen nahe der polnischen Grenze, wurde auch nach dem 30. November verlängert und gilt jetzt unbegrenzt. Eine entsprechende Weisung des Kaliningrader Gouverneurs wurde auf der Internetseite der Gebietsregierung veröffentlicht. Erweitert wird auch der Bereich der Quarantäne um den Ort „Nowosjolowo“. Erste Tiere, die mit dem Virus infiziert waren, wurden am 4. November in Kaliningrad festgestellt.
 
 
04.12.2017 – Geld verdienen ohne Lizenz bringt Unannehmlichkeiten
Für manche Tätigkeiten zum Geld verdienen, hat der russische Staat Lizenzen und andere Genehmigungen eingeführt. Es gibt aber immer wieder unternehmungslustige Bürger die versuchen, die staatlichen Festlegungen zu umschiffen. So hatte ein Schiffer im Kreis Polessk sich Gewässerexkursionen für Touristen ausgedacht und hierfür keinerlei Genehmigungen. Dem Staat fiel es auf, dass der Schiffer die Gesetze umschiffte und so organisierte man, dass der Schiffer im Kreisgericht Anker werfen musste. Allerdings hatte man vorher bereits mehrmals versucht, den Mann ans Ufer der Gesetzlichkeit zu ziehen und hatte ihn verwarnt. Diese Warnungen rauschten wohl, wie die Wellen der Ostsee, am Gehör des Schiffers vorbei, so dass das Gericht nun den Mann wegen fehlender Lizenzen und wegen Gefährdung von Menschenleben schuldig sprach. Die Höhe des Strafmaßes steht noch aus, aber es ist wohl zu vermuten, dass er für weitere Kiellegungen von Ausflugsdampfern in absehbarer Zeit kein Geld mehr haben dürfte.
 
 
Anm. UN: Das Problem der Organisation von Ausflugsdampfern ohne Lizenz steht nicht nur in irgendwelchen Kreisen des Gebietes Kaliningrad, sondern auch in der Gebietshauptstadt. Es gibt nur wenige Standorte für diese Schiffe, die, für ein nicht gerade geringes Entgelt, Touristen über den Pregel, Hafen und zurück transportieren. Nicht alle haben eine Lizenz und nicht alle Schiffe werden regelmäßig einer technischen Inspektion unterzogen. Warum hier keine Ordnung mit relativ geringem Aufwand geschaffen wird, bleibt wohl ein Geheimnis der zuständigen Behörden.
 
 
04.12.2017 – Nicht alle sind glücklich über die WM-Auslosung
Die Meinungen zu den Mannschaften, die am vergangenen Freitag in Moskau ausgelost und in Kaliningrad spielen werden, sind unterschiedlich. Während die Fußball-Fans meinen, dass England ein einziger Glückstreffer für Kaliningrad ist, zeigt sich der Chef der Innenverwaltung des Gebietes Kaliningrad weniger begeistert.  
 

Die Auslosung hatte ergeben, dass England, Belgien, Nigeria, Kroatien, Serbien, die Schweiz, Spanien und Marokko in Kaliningrad spielen werden.
 
 
 
04.12.2017 – Väterchen Frost in Kaliningrad eingetroffen
Am Sonntag ist Väterchen Frost in Begleitung von Schneeflöckchen in Kaliningrad eingetroffen. In traditioneller Gutmütigkeit zeigte er sich den Kindern im EuropaCenter und spielte mit ihnen. Geschenke gab es noch nicht, dafür ist es in Russland noch viel zu früh, denn Väterchen Frost kommt nicht, wie in Deutschland, am 24. Dezember, sondern erst zum Jahreswechsel am 31. Dezember.
Insgesamt hat in Kaliningrad die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit begonnen. Der zentrale Weihnachtsbaum auf dem Platz des Sieges wird aufgebaut und auch die Geschäfte und Handelszentren in der Stadt dekorieren. Ebenfalls sind in der Stadt eine Reihe von Servicefirmen unterwegs, die für weihnachtliche Beleuchtung der Straßen sorgen.
 

 


 
03.12.2017 – Bewegung bei den Besitzern des „Hauses der Räte“
Das „Haus der Räte“ in Kaliningrad, seit 1970 unvollendete Baustelle im Stadtzentrum Kaliningrads und über Jahre Spekulationsobjekt und Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen, wird wohl neue Besitzer erhalten. Wie die Informationsagentur „rugrad.eu“ mitteilt, hat Michael Schiwikow, einziger Gesellschafter der Firma „Protostroi“, die von ihm gehaltenen 85 Prozent Gesellschafteranteile am „Haus der Räte“, durch Neugründung von Firmen und Übertragung von Gesellschafteranteilen zu je 40 Prozent, aufgeteilt. Im August 2017 gründete er zwei Firmen und registrierte diese im Gebiet Moskau: „PromStroi“ und „Energo-Service“. Beide Firmen erhielten je 40 Prozent der Anteile am „Haus der Räte“. Es ist davon auszugehen, dass nach Abschluss aller rechtlichen Regularien, Michael Schiwikow beide Firmen verkaufen wird und somit die Anteile am Haus der Räte auf andere, bisher nicht bekannte Eigentümer, übergeht. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hatte bereits vor einigen Wochen informiert, dass es Bewegung in dieser Angelegenheit gebe und dass der oder die neuen Eigentümer in enger Zusammenarbeit mit der Gebietsregierung das weitere Schicksal des Hauses zum guten Ende führen werden.
 
 
03.12.2017 – Kaliningrad erhält neue Raketenkomplexe
Wie der Pressedienst der Ostseeflotte mitteilt, sind die Bauarbeiten für die Stationierung neuer Raketeneinheiten im Umkreis der Stadt Kaliningrad abgeschlossen. Erwähnt werden Küstenraketeneinheiten, die in der Nähe Kaliningrads neu aufgestellt worden sind und die mit den Komplexen „Bal“ und „Bastion“ ausgestattet sind. In der Pressemitteilung wird von weiteren Raketenstellungen für „andere Raketenkomplexe“ gesprochen. Welche Raketenkomplexe damit gemeint sind, wird nicht weiter kommentiert.
 
 
03.12.2017 – Generaldirektor GorTrans zu Massenentlassungen von Busfahrern
Der Generaldirektor des stadteigenen Nahverkehrsbetriebes „GorTrans“, Anatoli Muchomor informierte zu den Gründen der Entlassung von Busfahrern, die noch vor wenigen Wochen gegen seine Führungspraktiken protestiert hatten. In den letzten zwei Monaten wurden 44 Busfahrer entlassen, was in der angespannten Personalsituation für den Nahverkehrsbetrieb nicht einfach war. Bei den Entlassenen handelt es sich um die Busfahrer, die vor zwei Monaten einen Brief öffentlich gemacht hatten, in dem sie die Entlassung der Geschäftsführung von „GorTrans“ forderten. Die jetzigen Entlassungen fanden statt wegen Verletzung der Arbeitsgesetzgebung, der Arbeitsdisziplin, wegen Diebstahls. Einige der Busfahrer reichten die Kündigung aus eigenem Wunsch ein. Ein Teil der Busfahrer, die den Brief unterzeichnet hatten, entschuldigten sich beim Generaldirektor und meinten, dass sie fehlerhaft gehandelt hätten. Im Unternehmen wurden die innerbetrieblichen Kontrollen auf allen Gebieten erheblich verschärft. Das gefällt nicht jedem Mitarbeiter. Aber, so der Generaldirektor, die Havarien bei Verkehrsmitteln, konnte um die Hälfte gesenkt werden.
 
 
03.12.2017 – Strandpromenade in Jantarny wieder instandgesetzt
Die durch die schlechten Witterungsbedingungen zerstörten Anlagen der Strandpromenade in Jantarny sind instandgesetzt und gesäubert worden. Darüber informierte der Bürgermeister der Stadt Alexej Saliwatzki auf seiner Facebook-Seite. Durch die Witterungsunbilden waren die gesamten Anlagen im November fast vollständig mit Sand überschwemmt worden. In diesem Zusammenhang kam es auch zu Wasseranstauungen und Überschwemmungen der Promenadenanlagen. Grund für die leider regelmäßig auftretenden „Sand“-Überschwemmungen sind Projektierungsfehler. Der zusätzliche Bau einer Düne brachte keine Lösung des Problems, sondern verlagerte es nur an eine andere Stelle. Notwendig ist, die gesamte Promenade um mindestens einen Meter anzuheben.
 

 


 
02.12.2017 – Auslosung der Mannschaften zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Am Freitag fand in Moskau die Auslosung der Mannschaften statt, die in der ersten Gruppenrunde gegeneinander spielen werden. In Kaliningrad werden vier Gruppenspiele stattfinden.
 
 
02.12.2017 – Anti-Terror-Übung in Kaliningrad
Auf dem Kaliningrader Airport Chrabrowo fand eine Anti-Terror-Übung durch Sicherheitskräfte des Kaliningrader Gebietes statt. Trainiert wurde die Befreiung von Geiseln. Grundidee der Übung war, dass Unbekannte bewaffnete in den Kaliningrader Airport eingedrungen waren und vier Besatzungsmitglieder eines Flugzeuges als Geiseln genommen hatten. Trainiert wurde auch die Beseitigung von Folgen im Ergebnis der Sprengung eines Linienbusses, welcher Passagiere von Kaliningrad zum Airport beförderte.
 

 
02.12.2017 – Altdeutscher Bahnhof in Pionersk restauriert
Trotzdem der regionale Personenverkehr über das Eisenbahnnetz im Kaliningrader Gebiet nur schwach ausgebaut ist, befinden sich die Bahnanlagen in einem erstaunlich guten Zustand. Nun wurde auch der altdeutsche Bahnhof in der Kleinstadt Pionersk im Nordwesten Kaliningrads, dem Standort der Residenz des russischen Präsidenten und dem zukünftigen Seeterminal für Passagier- und Gütertransporte, vollständig renoviert und zur Freude der Passagiere wieder der Nutzung übergeben.
 
 
02.12.2017 – Ex-Abgeordneter der Duma wird in Sondergefängnis nach Moskau verlegt
Igor Rudnikow, bis vor wenigen Wochen Chefredakteur des oppositionellen Zeitung „Neue Räder“ und Abgeordneter der Kaliningrader Gebietsduma, wurde nun aus dem Kaliningrader Untersuchungsgefängnis in das Moskauer Gefängnis „Leforte“ verlegt. Verhaftet wurde er wegen Erpressung eines föderalen hochgestellten Beamten. Seinen Status als Abgeordneter der Gebietsduma verlor er, weil er verschwiegen hatte, dass er über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung seit 2013 verfügt, was lt. russischer Gesetzgebung einem Abgeordneten nicht gestattet ist. Warum Rudnikow aus Kaliningrad in das russische Mutterland verlegt wurde, ist nicht bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass damit der „Status“ von Rudnikow als Untersuchungshäftling an Bedeutung gewinnt und es vermutlich in Kürze zu weiteren delikaten Veröffentlichungen zum kriminellen Vorleben von Rudnikow kommen wird.
Am 24. November hatte unsere Informationsagentur einen Artikel mit einer ironischen Überschrift veröffentlicht, der die bisher bekannten Fakten in diesem Fall zusammenfasst. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Artikel zu gelangen.
 
 
02.12.2017 – Koreanische Wirtschaftsdelegation in Kaliningrad
Seit zwei Tagen hält sich eine Wirtschaftsdelegation aus Südkorea im Kaliningrader Gebiet auf und wird von der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ betreut. Die Mitglieder der Delegation bekannten freimütig, dass man in Südkorea bisher noch nie etwas über Kaliningrad gehört habe. Bereits nach den ersten Gesprächen tauchten in Kaliningrader Medien Hurra-Meldungen auf, wonach Südkorea plane, eine Flugverbindung nach Kaliningrad einzurichten. Dies wurde dann etwas später auf „Charterflüge“ reduziert und noch etwas später an die Bedingung geknüpft, dass die südkoreanische Fußballmannschaft auch in Kaliningrad eines der geplanten vier Gruppenspiele austrägt. Somit wird also diese neue Flugverbindung eine Lebensdauer von rund 14 Tagen haben. Die Delegation, bestehend aus Vertretern von sechs großen koreanischen Firmen, besuchte den Industriepark Chrabrowo, den Kaliningrader Airport, die Stadt Jantarny und weitere Orte. Konkrete Vertragsabschlüsse gab es nicht.
 
 
02.12.2017 – Typisch Russisch, typisch für Kaliningrad
Typisch für Russland ist, dass viele geplante Dinge bereits als erfolgreiche Realität „verkauft“ und in den Medien entsprechend optimistisch dargestellt werden. Wenig später ist man dann gezwungen, diese Erfolge zu relativieren. So geschehen auch bei der Meldung, die vor einigen Wochen besagte, dass die Russische Bahn eine Superstrecke von China bis Europa, quer durch Russland und unter Einschluss des Kaliningrader Gebietes plant. Man ging davon aus, dass diese Transitstrecke für einen gewaltigen Entwicklungsschub in Kaliningrad sorgen wird, insbesondere bei der Entwicklung Kaliningrads als Transport- und Logistikzentrum. Nun wurde bekannt, dass die Planungsarbeiten in vollem Gange sind, allerdings Kaliningrad in diesen Planungen keinerlei Rolle mehr spielt. Die Russische Bahn plant jetzt ein Projekt „Deutsche Initiative“, deren Teilnehmer die Firmen „Siemens“, „Deutsche Bank“ und „Deutsche Bahn“ sind und welches unter der Bezeichnung „Eurasia“ umgesetzt werden soll. Die Strecke führt von Moskau nach Berlin und hat eine Länge von 1.852 Kilometer. Sie wird als Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut. Die Strecke wird über das russische Mutterland, Weißrussland und Polen nach Berlin geführt. Im Vorfeld hatte die gebietseigene „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ informiert, dass man einen sogenannten Umspurbahnhof bauen werde, wo die russische und europäische Spurbreite zusammentreffen, um dann auf die jeweilig benötigte Spurbreite umgespurt zu werden.
 

Foto: Der Traum, dass Kaliningrad im Personen-Fernverkehr wieder einen Eisenbahnanschluss nach Westeuropa erhält, bleibt weiterhin ein Traum.
 
02.12.2017 – Der Winter hält Einzug in Kaliningrad
Mit etwas Verspätung, im Vergleich zu früheren Jahren, ist der erste Schnee in Kaliningrad gefallen. Wer am Morgen des 1. Dezember rechtzeitig aufgestanden ist, konnte eine schöne Zuckerbäckerlandschaft sehen, vorausgesetzt, er wohnt in einem Stadtteil, der für Zuckerbäckereien geeignet ist.
 
 
02.12.2017 – „Kaliningrad-Domizil“ bittet um Ihre Meinung
Wir haben mal wieder eine Umfrage gestartet – wie üblich am Monatsanfang. Diesmal stellen wir eine Frage in eigener Sache. Wir möchten uns einen Schritt vorwärts bewegen – zumindest scheint es so, dass es ein Schritt vorwärts ist. Geplant ist die Entwicklung eines Youtube-Kanals, wo wir mit bewegten Bildern zusätzliche Informationen anbieten wollen. Mit einigen Testfilmen, in denkbar schlechter Qualität, haben wir bereits begonnen. Diese ersten Schritte dienen nur dazu, technische Momente zu erkennen. Wir möchten nun von Ihnen wissen, welche Form der Informationsvermittlung für Sie die Beste ist und haben drei mögliche Varianten vorgegeben. Es wäre nett, wenn Sie unser Portal nicht nur kostenlos lesen, sondern auch völlig kostenlos an dieser Umfrage teilnehmen würden. Sie finden die Umfrage gleich links neben diesem Artikel.
 
 

 

01.12.2017 – Nun doch Fortschritte beim neuen Grenzübergang
Nun bewegt sich wohl doch etwas beim weiteren Ausbau des neuen Grenzübergangs zwischen dem Kaliningrader Gebiet und Litauen im Bereich Sowjetsk. Die zuständige Behörde „RosGranitza“ hat eine Ausschreibung für den Auftragnehmer zum weiteren Bau des Grenzübergangs gestartet. Während auf litauischer Seite bereits alles fertiggestellt ist, hat sich Russland aus unterschiedlichsten Gründen mit dem Bau des Übergangs schwer getan. Kompetenzgerangel, subjektive und finanzielle Momente sollen eine Rolle gespielt haben. Nun stehen aber 1,975 Milliarden Rubel für den Bau zur Verfügung. Am 4. Dezember soll die Entscheidung fallen, wer den Zuschlag erhält. Der Auftragnehmer muss dann den Übergang im Dezember 2019 funktionsfertig übergeben. Der neue Grenzübergang wird eine Durchlassfähigkeit von 15.500 Personen und 4.000 Fahrzeugen täglich haben. Über das weitere Schicksal des jetzigen Grenzübergangs über die Königin-Luise-Brücke ist nichts bekannt.
 
01.12.2017 – Korrupter Ex-Beamter erhielt langjährige Haftstrafe
Wegen Manipulationen mit Zertifikaten ist ein 46jähriger Beamter des Industrieministeriums der Kaliningrader Gebietsregierung verhaftet und nun von einem Gericht zu 6 Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Beschuldigt wurde der Ex-Beamte der Bestechlichkeit durch große kommerzielle Firmen. Beim Erhalt einer Bestechungssumme von 250.000 Rubel am 19. April 2017 im Stadtzentrum von Kaliningrad, wurde der Beamte von Sicherheitsbeamten festgenommen. Sein Eigentum, Wohnung und Grundstücke, wurden durch den Staat beschlagnahmt. Neben der Freiheitsstrafe hat der Ex-Beamte noch eine finanzielle Strafe von einer Million Rubel zu zahlen. Nach Haftverbüßung ist es ihm für die Zeit von drei Jahren verboten, in staatlichen Einrichtungen zu arbeiten.
 
 
01.12.2017 – Kaliningrad nimmt am Tax-Free-Test teil
Die russische Regierung hat im Rahmen der Einführung des Tax-Free-Systems eine Testphase beschlossen, an dem ausgewählte Handelseinrichtungen teilnehmen, um mögliche Schwachstellen oder Unzulänglichkeiten zu erkennen und bis Inkrafttreten des Gesetzes russlandweit, diese zu beseitigen. In Kaliningrad wurden vier Handelszentren ausgewählt, die Ausländern beim Einkauf eine Tax-Free-Bescheinigung ausstellen dürfen. Hierzu gehören das Handelszentrum „Plaza“, der erste und zweite Bauabschnitt des „EuropaCenter“ und das „Akropol“. Am System Tax-Free dürfen nur Handelseinrichtungen teilnehmen, die Mehrwertsteuerpflichtig sind, mindestens zwei Jahre existieren und keinerlei Steuerschulden haben. Ausländer, die die Mehrwertsteuer erstattet bekommen wollen, müssen einen Einkauf von mindestens 10.000 Rubel tätigen. Akzisewaren (Alkohol, Tabak) fallen nicht unter die Steuererstattung. Die Erstattung der Mehrwertsteuer erfolgt ähnlich wie in Westeuropa – entweder über einen Tax-Free-Operator oder direkt im Geschäft.
 
01.12.2017 – Polen blockieren polnische Straßenbahn in Kaliningrad
Der Generaldirektor des stadteigenen Nahverkehrsbetriebes „GorTrans“ antwortete auf besorgte Fragen Kaliningrader Bürger, wo denn die modernste Straßenbahn abgeblieben sei, über die Kaliningrad verfügt. Anatolie Muchomor kommentierte, dass die Straßenbahn im Depot stehe und darauf warte, dass die polnischen Spezialisten zur Jahresrevision anreisen. Die Straßenbahn verfüge über eine „BlackBox“, die nur die polnischen Spezialisten öffnen können und diese tun sich schwer mit einer Anreise. Warum die Jahresinspektion seitens des polnischen Herstellers immer wieder verschoben wird und die Straßenbahn somit nicht eingesetzt werden kann, ist der Kaliningrader Seite unbekannt – obwohl, so Muchomor, man höre so einige Gerüchte über Dinge, die bei diesem polnischen Hersteller vor sich gehen. Somit ist klar, dass die Kaliningrader und ihre Gäste auch weiterhin in nostalgischen Straßenbahnen auf einer einzigen noch verbliebenen Linie zu ihren Zielen gebracht werden.

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   Kommentare ( 39 )

.g Radeberger Veröffentlicht: 1. Dezember 2017 03:12:03

01.12.2017 – Polen blockieren polnische Straßenbahn in Kaliningrad
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!
Man kauft solche Dinge auch nicht beim Polen. Das macht man nicht. Es sei denn, man ist schon leicht dement und hat diese ganzen Gemeinheiten der Polen aus den vergangenen Jahrzehnten vergessen oder verdrängt. Das ist doch nichts Neues, daß die Polen auf die Russen haßerfüllt reagieren. Nicht der einzelne Pole an sich. Aber die gibts auch. Aber von der Politik her ist man doch nur darauf aus gewesen, wie man den Russen eins reinwürgen konnte und jetzt auch noch kann. Der Pole scheint dafür ein Gen zu haben. Oder warum ist zu Zeiten vor der Wende die Bahnstrecke über Bad Schandau durch CSSR bis in die Ukraine ausgebaut worden und alle Transporte in die UdSSR wurden dann über diese Strecke geleitet. So wie die Polen früher an GB hingen und die Auslandsregierung in London schon aktiv war, so hängen sie jetzt an den U$A und jammern von der russischen Gefahr.

Dietrich Völker Veröffentlicht: 1. Dezember 2017 11:01:17

01.12.2017 – Polen blockieren polnische Straßenbahn in Kaliningrad

Es scheint sich nunmehr zu rächen, bei derartigen Geschäften auf polnische Produkte zurückzugreifen.
Wenn ich mir das Verhalten polnischer Grenzer betrachte, die mit ihrer verhindernden Art Menschen schikanieren, diese Schikane wohl der Ausdruck des Willens der polnischen Regierung ist, wundert mich nichts mehr. Eine Fortsetzung der Politik der Nadelstiche, die ja auch schon in der Aussetzung des Grenzkartenverfahrens sich niedergeschlagen hat.
Schade, aber das war durchaus vorhersehbar.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Dezember 2017 11:05:41

ja, an derartigen Kleinigkeiten sieht man auch, dass es dringend nötig ist, sich auf eigene Möglichkeiten zu besinnen und da, wo diese eigenen Möglichkeiten fehlen, sollte sich Russland Gedanken machen, diese zu schaffen, auch wenn man dafür das Fahrrad zum zweiten Mal erfinden muss.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 04:05:10


02.12.2017 – Ex-Abgeordneter der Duma wird in Sondergefängnis nach Moskau verlegt
Könnte das auch mit bestimmten Sandkastenspielern in KG zu tun haben, die da als Justizangestellte sich als Kassiberboten verdingt haben könnten. Wie war das noch gleich, daß der X noch was gut beim Y hat und dessen Bruder bei der Justiz im Knast oder bei der Staatsanwaltschaft arbeitet.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 05:41:57

... nein, mit den Sandkastenkindern hat dies nichts zu tun. Der Fall nimmt nur andere Dimensionen an - ich werde zu gegebener Zeit darüber berichten.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 04:16:56

"dies erlaubt uns weniger Bürokratie zu entfalten (zur Einhaltung von Gesetzen) und erlaubt uns auch einige Schwachstellen, die sich ein Journalist oder ein Massenmedium nicht erlauben kann."

Uwe, da beziehen Sie sich wohl aber nur auf die russischen Verhältnisse. Soviel Anständigkeit und berufliche Fairneß , als Journalist eigentlich der Wahrheit verpflichtet, mit solchem Kram geben sich die deutschen Medien schon seit Jaaahren nicht mehr ab.
Ich habe es erst kürzlich wieder erlebt, daß eine Nachrichtensprecherin in fünf Sätzen drei Weglassungen oder Verdrehungen der Fakten eiskalt vom Videoprompter ablas und keinerlei Miene dabei verzog. Das ist gelebte und offensichtlich gut bezahlte Paxis bei den Öff./Rechtl.
Das will beherrscht sein. Das kann bestimmt nicht jeder.

Hauke Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 12:25:00

Nur Mal so zur Info., Abendordnete der AfD in Berlin haben die Rekonstruktion der alten Ostbahn von Berlin nach Kaliningrad gefordert.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 13:15:08

... die AfD sollte dies nicht in Berlin, sondern in Warschau fordern.

Frank Werner Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 21:21:22

@Radeberger
Sie sind ein echter Scherzkeks. Wer sich als Journalist in RU zu sehr der Wahrheit verpflichtet fühlt, überschreitet ganz schnell seine "Dead"-line ...

@Hauke
... und sicher mit Bernd Höcke als (Zug-) Führer, wenn ich mich nicht irre.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 22:05:33

... mal eine Frage, Techniker. Lesen Sie Kaliningrader Medien, z.B. "Dwornik", "newkaliningrad", "Neue Räder", "Pregel-Info", "Regionalismus-Föderalismus", "rugrad.eu"? Das sind sogenannte "liberale" Medien - eine nette Umschreibung für Opposition. Einige der von mir täglich analysierten Medien würde ich sogar als "russlandfeindlich" einstufen. Alle existieren schon viele Jahre und können ihren Schmutz über die Leser ausbreiten und es passiert nichts. Ich empfehle Ihnen meinen Beitrag, der am Sonntagabend freigeschaltet wird. Vielleicht korrigieren Sie dann ihre Vorstellungen zum eben Geschriebenen ein wenig.

.g Radeberger Veröffentlicht: 3. Dezember 2017 04:46:22

Frank Werner
Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 21:21:22
@Radeberger Sie sind ein echter Scherzkeks.
Ach ja, ich mache auch ganz gern Scherze. Da haben Sie wohl Recht. Aber was hat das bundesdeutsche Fake - Fernsehen mit russichen Journalisten zu tun? Die kommen doch dort gar nicht zu Wort. Es sei denn, sie bestätigen den beständigen Ö/R Hetze-Sabber gegen die RF.
Aber in der Regel erledigen das doch Kleber, Atai, Lügenlischki u. a.

Hauke Veröffentlicht: 3. Dezember 2017 12:37:23

Sehr schönes Video vom Strandleben.
Könnte mir gut vorstellen dort den Sommer zu verbringen.
Leider fehlt dort etwas.
Na ja, das habe ich ja schon öfters geschrieben.

boromeus Veröffentlicht: 4. Dezember 2017 23:26:09

Schlechter Start für Rusline?.Zu mehr wie einem Flug hat es leider nicht gereicht.Fluggäste die schon gebucht hatten,einschliesslich aller Tickets wie Zugfahrten ect.durch komplette Stornierung ohne Angabe von Gründen ,oder Alternativen derart zu verprellen ,ist mehr als unprofessionell.Braucht man nicht!Und hier zeigt sich wiedereinmal ,dass der Kunde in Russland nur einen Sinn hat.Den Apparat zu bezahlen und am Leben zu erhalten.Umgekehrt kümmert man sich einen Sch...dreck darum, was das für den Einzelnen bedeutet.Nicht auszudenken,das dieser Flug zu einem weitergehenden kontinentalen Flug geführt hätte,oder man zu einem Buisnesstermin möglicherweise einem Grossgeschäft hätte pünktlich ankommen müssen.Wer weiss was da wirklich los ist!Landegebühren nicht bezahlt,oder politische Gründe.Waer auch zu schön gewesen.Bleibt wiedermal nur die alte Reichs äh ..Rumpelstrecke Berlin KGD einschliesslich Achsbruch und platten Hintern,sowie Nerven aus Stahltrossen bei polnischem Grenzübertritt.

boromeus Veröffentlicht: 5. Dezember 2017 22:39:40

Schöne Selbstzufriedenheit in der Kaliningrader Gebietsregierung?Von welchem Horizont aus betrachtet die Dame das erreichte?Bis zum Ende ihres Schreibtisches?Vielleicht schaut sie mal aus dem Fenster ihres Büros,dann fällt ihr vielleicht ein ,was noch zu tun ist.Das Stassennetz der Gebietshauptstadt,deren Bordsteine schon für Normalos ein Problem darstellen,geschweige denn für Menschen mit Handicab ist ein
Jahre andauerndes Projekt .Fahrrad fahren in KGD?Alle Suizid gefährdet!Und wenn das nicht reicht ,empfehle ich mal die Nase in andere Rajons zu stecken,wie z.B.nach Gromovo.Das Dorf ist nur über weite marode Schotterstrassen und geschlossene Wälder zu erreichen. Mit Fahrzeugen deren Fahrwerk das auch ertragen.Eine Art Durschlageübung, die nur gelingt, wenn man Werkzeug ,Proviant und Decken an Bord hat.Zufriedenheit würde einkehren ,wenn man so herrlich gelegene Orte erreichen könnte ,auf befahrbaren Strassen, ohne Angst haben zu müssen,das der fahrbare Untersatz 'ne Grätsche macht

Hauke Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 11:03:24

Na, da bin ich mal gespannt wie das mit der Handhabe des Viesums sein wird?
Ich befürchte aber das es für den Tourismus nicht ausreichend sein wird.
Mir ist schon klar das es nicht an Russland liegt das überhaupt ein Viesum benötigt wird.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 15:55:17

... wie ich schon auf einen anderen Kommentar geantwortet hatte, gibt es viele Nuancen und jetzt heißt es eben nur abwarten. Gut ist, dass es Bewegung gibt. Und ich habe, nach allem was ich hier sehe, Vertrauen zum Gouverneur und seinem ehrlichen Bemühen, hier in Kaliningrad etwas zu bewegen.

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 13:51:18

" Schöne Selbstzufriedenheit "
Ich kann meinem Vorredner nur recht geben. Fahrrad fahren in Kaliningrad, nur mit Kettenhemd und Kettenbeinlingen,dazu ein ganz Kopfhelm.Zu der Brücke nur folgendes, viel Platz für die SUV's und sowenig wie möglich Platz für Fußgänger. Und im Gebiet sind die SUV's schon gerechtfertigt, aufgrund ihrer Höhe und ihres, zuschaltbaren Kettenantriebes.
Zum Schluss, ist hoffentlich, noch eine Frage gestattet.
Ab wann wird das elektronische Visum eingeführt?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 15:53:44

... um mal die Thematik in einem Satz zusammenzufassen. Es ist in der Vergangenheit viel versäumt worden. Geben wir der neuen Mannschaft in Kaliningrad eine Chance und ein wenig Zeit.

Zum elektronischen Visum möchte ich mich etwas zurückhalten, da es zuviele "offizielle" Kommentare und Erläuterungen gibt, die sich alle widersprechen. Der offizielle Termin für die Einführung des elektronischen Visums, gefordert von Präsident Putin, ist Mitte 2019. Der Gouverneur Anton Alichanow hat geäußert, dass er alles daran setzen wird, dass dieses Visum eher kommt. So ist der Stand der Dinge zum Termin. Es gibt aber sehr viele Varianten, wie das Visum gehandhabt wird: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

.g Radeberger Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 03:14:04

09.12.2017 – Engster Vertrauter Zukanows in der Partei entmachtet
Wäre eigentlich eine Steilvorlage für deutsche Parteien derzeit.

09.12.2017 – Stadtverwaltung genehmigt Nawalny-Show im Südpark
Eine kluge Entscheidung meiner Ansicht nach. Alle wissen das, daß er in der "Meckerecke" seine Rhetorik ablassen kann. Das wird dann auch allgemein und besonders durch die Medien entsprechend klassifiziert, wie im Londoner Hydepark, wo auch jeder jeden Unsinn ungestraft erzählen kann.
Als Gouverneur muß sich aber Alichanov nicht mit diesem Vorbestraften in eine öffentliche Diskussion einlassen. Das wäre wohl zu viel der Ehre für diesen Möchtegern-Präsidenten. Das wertet ihn doch nur auf.

09.12.2017 – Golf-Club ist wichtige Voraussetzung für Investitionen
Ist der Sarudni Golfer? Wenn ja, aha, darum. Wenn nein, wem will er einen Gefallen tun, von dem er dann trotzdem auch wieder profitiert.
Gibt es kurz hinter der Grenze nicht auch Golfplätze? So weit ist das doch nicht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 07:57:11

Sarudni ist eine integre Persönlichkeit. Ich kann seinen Gedanken schon nachvollziehen. Ein Golfplatz im Ausland ist keine Lösung.

Hauke Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 14:03:07

Ein paar Zahlen für die Betreibung eines Golfplatzes.
Mitgliederbedarf = 3000
Einmalige Aufnahmegebühr pro Mitglied = 600000 Rubel
Laufender Jahresbeitrag pro Mitglied = 72000 Rubel
Sicher kann man die Zahlen den russischen Verhältnissen anpassen
Uns sicher gibt es in Russland genug reiche Leute die so einen Golfplatz privat, als Abschreibungsobjekt finanzieren können.
Die Golfplätze im Grenzbereich des Kaliningrader Gebiets sind keine Golfplätze,
die nennen sich nur so, es sind bessere Kuhweiden.
Golfer Hcp 17
Ex Verkaufsleiter Golf einer internat. Sportfirma.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 15:57:42

... verstehe ich nicht. Kaliningrad hat doch noch gar keinen Golfplatz. Er soll doch erst gebaut werden und einen Investor gibt es schon.

Hauke Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 16:25:43

Es sind ja auch nur wirtschaftliche Durchschnittszahlen um kostendeckend einen Golfplatz betreiben zu können.
Nur um mal zu zeigen von welch einen Finanzbedarf und welchen Voraussetzungen man ausgehen muss.
Spieler aus der EU wird man zur jetzigen Zeit nicht anlocken können.
Das zeigen die Golfanlagen bei Moskau und Sankt Petersburg.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 18:37:06

... ich glaube auch nicht, dass es darum geht, irgendwelche Profis anzulocken. Es geht darum, dass man in Kaliningrad eine Gelegenheit braucht, wo Unternehmer und Investoren einen Golfschläger in der Hand halten und so tun als ob und dabei eben Geschäfte bereden - so wie ich schon schrieb, eine Alternative zu den Sauna-Gesprächen, die westlichen Investoren ja nicht immer liegen.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 10. Dezember 2017 02:35:30

@Kaliningrader Staatsanwaltschaft äußert Protest zu Ruinen des Königsschlosses

Ich weiss natürlich nicht wie das bei Ihnen geregelt wird, aber bei uns in Ostfriesland bekommen Sie nur eine Grabungserlaubnis, wenn nach wissenschaftlichen Standards vorgegangen wird. Dazu gehört auch, Ausgrabungen trocken zu halten oder wenn sie für Jahre pausieren wieder mit Erdreich abzudecken.

.g Radeberger Veröffentlicht: 11. Dezember 2017 01:50:43

Karsten-Wilhelm Paulsen
Veröffentlicht: 10. Dezember 2017 02:35:30

Ja, so kenne ich das auch. Aber ! Sie bekommen vom Bauamt eine Baugenehmigung dafür, daß sie in einer vorgegebenen Zeit ein genehmigtes Bauwerk errichten dürfen. Wenn ihnen aber die Moneten ausgehen oder aus anderen Gründen der Bau nicht weiter geführt wird, dann stehen diese BAU-Ruinen viele Jahre als Schandflecken herum. Kümmert sich jemand ernsthaft darum? Manchmal. Ansonsten wachsen dann nach einigen Jahren als erstes die Birken aus den Löchern, die mal Fenster werden sollten. Also möglicher Gammel hier wie dort. Oder es sind oft auch gesetzliche Hürden, daß der "Staat" eingreifen kann.

Hauke Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:17:45

„Der Gouverneur macht sich sorgen um den Küstenschutz“
Wie wäre es denn mit dem anpflanzen von Strandhafer?
Hat sich seit Jahrhunderten bestens bewährt.
Man muss nat. dafür Sorge tragen dass die Anpflanzungen auf keinen Fall beteten werden.
Auch klein Wanja darf die Anpflanzung zum pullern nicht betreten.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:29:04

... ich glaube, bei der stürmischen Ostsee und den fehlenden vorgelagerten Wellenbrechern ist der Vorchlag nur bedingt nützlich.

Georg Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:18:47

Wieder erfüllt ein ausländischer Investor nicht seine Versprechungen

Ich vermute mal, dass die französische Firma gute Absichten hatte, aber die Investition durch die Sanktionen blockiert sind und sich vielleicht erhoffte, dass die Laufzeit nicht so lange währt. Für ein Ausweichen nach Polen locken jetzt wahrscheinlich EU-Fördergelder und dann kann man auch die Franzosen verstehen. Schade um die Kaliningrader, die nach meiner Ansicht am stärksten von den Sanktionen betroffen sind und viele ungerechtfertigte Einbußen erleiden müssen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:26:51

... es gibt keine Sanktionen auf diesem Gebiet und ich empfinde es einfach unhöflich, dass man die russische Seite über mögliche andere Ansichten oder Pläne nicht informiert.

Hauke Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 16:30:28

Sie glauben ja gar nicht was Strandhafer so bewirkt.
Die Polen vernachlässigen den Küstenschutz schon seit Jahrzehnten.
An vielen Bereichen sind die Dünen schon über 50% weggebrochen.
Noch 6 / 7 Sturmfluten aus Nordost und der Rest ist auch weg und das Hinterland säuft ab.
Ein Campingpaltzbetreiber hat auf der Breite seines Grundstückes Strandhafer gepflanzt und siehe da, in 3Jahren hat sich schon 3m neue Düne aufgebaut. Nun wirkt sein Strandabschnitt schon wie eine kleine Halbinsel.
Im Übrigen gibt es an der Ostsee auf deutscher Seite auch keine Wellenbrecher.
Man pflegt jedoch die Dünen mit anpflanzen von Strandhafer.
Son bissel kenn ich mich mit der Ostsee und dem Küstenschutz aus.
Ich bin an der Ostsee geboren , aufgewachsen und habe lange dort gelebt.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 13. Dezember 2017 17:57:43

@Strandhafer
Strandhafer, Flechtzäune an Land, Buhnen und Wellenbrecher im Spülsaum zusammen sind notwendig, um das Abtragen des Sandes in ein Auftragen von Sand zu ändern.

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. Dezember 2017 20:30:31

Karsten-Wilhelm Paulsen
Veröffentlicht: 13. Dezember 2017 17:57:43

Und genau das ist es, um Ihren Gedanken mal weiter zu führen, was eigentlich notwendig wäre, daß an Entscheidungsstellen eben keine sogenannten Politiker sitzen, die zwar Politikersprech drauf haben aber auch nicht mehr. Das gilt aber nicht nur für Rußland. Das gilt auch immer mehr auch für Deutschland. wenn ich mir das deutsche Politikerpersonal so ansehe, Gute Nacht Deutschland! Da glauben wirklich einige, daß sie Multitalente sind. Sie können angeblich alles, aber im Grunde genommen nichts.
Daß was in vielen Jahrhunderten sich an Maßnahmen und Erfahrungen bewährt hat, eben auch im Küstenschutz, läßt sich mit großen Worten nicht ersetzen. Diese Strandbefestigung kostet wohl erst einmal viel Geld, aber auch ungelernte Kräfte können dort beweisen, daß sie keine linken Hände haben.
Natürlich müssen die Könner den anderen das zeigen.

Frank Werner Veröffentlicht: 15. Dezember 2017 08:47:25

@Das Haus der Räte steht fest und wankt nicht
Es ist für mich in jedem Fall unverständlich an dem Betonklotz festzuhalten. Einmal wurde der Bau in 1970iger Jahren begonnen. Egal wie man dazu steht - das kann heutigen Ansprüchen nicht mehr genügen. Selbst wenn er damals fertiggestellt wäre, würde er in nicht wenigen Jahren wohl als abrissreif gelten. Zum Anderen soll ja ein Grund für die Einstellung der Bauarbeiten vorhandene statische Probleme auf Grund des Baugrundes sein. Spätestens das dürfte jeden (privaten) Investor wohl abschrecken.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 15. Dezember 2017 09:19:18

... es gibt keine statischen Probleme. Das Haus der Räte steht so fest auf seinen Fundamenten, wie das unumstößliche und nicht abreißbare Gerücht, dass es eben nicht so sein soll.

Das Haus befindet sich in Privatbesitz (zu 85 Prozent). Der Besitzer müsste sich also entscheiden, es abzureißen. Warum? Es kostet Geld, viel Geld. Dann müsste etwas anderes aufgebaut werden. Das kostet wieder Geld. Und somit wird es als Quelle zum Geldverdienen wertlos. Der neue Besitzer (es laufen gegenwärtig die Verhandlungen) wird das Haus ausbauen und auch die Fassade optisch anders gestalten und danach wird es ein Haus sein, wie ...zig andere auch: Ein Denkmal der sowjetischen Zeit, über die viele Russen positiv denken. Wie andere Ausländer darüber denken, wird in Russland immer uninteressanter (so habe ich zumindest den Eindruck).

ru-moto Veröffentlicht: 15. Dezember 2017 16:58:00

15.12.2017 – [Staatsanwalt fordert Entlassung von Schuldirektor... Es wurden, nach westlichem Vorbild, Sekten- und Satansbräuche durchgeführt...]
Geht es noch dümmer? Wie krank können "russischen Seelen" sein?
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13.12.2017 – [Meine Beamten lieben Kaliningrad nicht, meint City-Manager Jaroschuk...]
Ist durchaus nachvollziehbar - sie lieben eben nur sich und das heilige Geld.
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05.12.2017 – [Schlechter Start für „RusLine“ in KGD - bereits der erste Flug der wurde abgesagt und nun ist alles eingestellt...]
Bin froh, dass ich Ende Nov./Anfang Dez. bei Aeroflot Wien/St.Petersburg/Kaliningrad/Moskau/Wien gebucht habe, auch wenn der Flug St-Petersb.-KGD am 30. 20 Uhr wegen Schlechtwetter abgesagt wurde. Reisedauer (2017) inkl. Flug Ö-KGD: von 3 Uhr morgens bis 10 Uhr Folgetag...
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Golfplätze? Kennt man in KGD keine andere Sorgen, als die einzelner Millionäre?
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[Wie Ausländer darüber denken, wird in RUS immer uninteressanter...]
Bei der verbreiteten Russophobie wohl die beste Lösung

ru-moto Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 00:39:59

16.12.2017 – [Investor aus Rostow beschwert sich über kalten Airport...]
Ich war vor kurzer Zeit auf Flughafen. In Wien Schwechat, wartete ich auf den Flug nach St. Petersburg. Da es in RUS ja so kalt ist, nahm ich natürlich auf mehrfaches Drängen, auch meinen wärmsten finnischen Anorak mit - Thermounterhemd natürlich auch... Sowohl in Wien, als auch in St. Petersburg musste ich lange Wegstrecken mit Gepäck zurücklegen (der Weiterflug nach KGD wurde am 30.11. gegen 20 Uhr in St. Petersburg plötzlich abgesagt (Schneetreiben in KDG). Ich schwitzte auf diesen beiden Flughäfen ständig, obwohl ich mich des Anoraks längst entledigt hatte. Endlich am 1.12. im Kaliningrader KHRABROVO Airport angekommen, konnte ich dort endlich die angenehme Temperatur genießen. Alles ist relativ...
Investoren sollten sich vielleicht öfter in freier Natur die Füße vertreten oder eben im Russischen Winter auch finnische Anoraks tragen, um wieder ein natürliches Gespür für artgerechte Temperaturen zu erhalten :-)

Frank Werner Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 10:56:42

@UEN / Haus der Räte
Da baut niemand was aus. Aus meiner Sicht ein reines Spekulationsobjekt bzgl. des Grundstücks (soweit ich gelesen habe ist das Haus+Grundstück ja fast verschenkt worden). Wenn normale Regeln gelten ist alleine ein Upgrade in Sachen Brandschutz / Klimatisierung (letzteres war in den 70igern sicher überhaupt nicht vorgesehen) schlicht nicht bezahlbar. Solche Dinge nachträglich auf einen vernüftigen Stand zu bringen ist unwirtschaftlich - manchmal gar nicht möglich. Überrascht war ich auch, dass es für den Bau kein Gesamtkonzept gab, sondern Etappenweise geplant wurde (Aussage von Nikolaj Bruskow; Bauleitung?).

Solche Gebäude in solch einer Lage haben heute in den ersten Etagen i.R. auch Shoping/Eventcenter - was wohl kaum sinnvoll zu realisieren ist ... eine unzureichende Tiefgarage ist wahrscheinlich das nächste Problem ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 15:17:25

... ich dachte, Sie hätten ab und zu mal die Meldungen im "Kaliningrader Tageblatt" zu den Veränderungen im Zusammenhang mit diesem Gebäude gelesen ...

Hauke Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 13:22:23

Habe gerade gelesen, das Russland im nächsten Jahr auf der Grünen Woche vertreten sein wird.
Ob auch Firmen aus dem Kaliningrader Gebiet vertreten sein werden?
Jamal ist wieder dabei.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 15:15:14

... ich glaube, dass wissen wir erst eine Woche vor Beginn der Grünen Woche.

Frank Werner Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 22:16:15

@UEN / Haus der Räte
Was meinen Sie speziell? Ich habe manches gelesen, sicher nicht alles. Zuletzt hatte ich dazu etwas (altes/1999) im Koenigsberger Express gelesen. Ich habe nochmal gegoogelt und habe etwas bzgl. Konferenzsälen, Katine etc. bei Ihnen gelesen. Aber auch da muss man immer daran denken das ist Stand 70iger Jahre. Und dann das Thema Asbest. Gut, kurzes googeln sagt mir, dass das Thema Asbest in Russland kein Thema zu sein scheint (vielleicht wissen Sie da mehr?). Aber in solch einem 70iger Jahre Bau wird es nicht gerade wenig geben - vermute ich mal. Und man muss sich nur mal umschauen. Gebäude aus der Zeit werden weltweit massenhaft abgerissen, weil sich eine Ertüchtigung nicht lohnt. Aber ganz einfach - warten wir ab, was passiert.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Dezember 2017 23:27:45

... Sie hatten gemeint, dass da niemand mehr etwas ausbaut bzw. zu Ende baut. Da gibt es sehr viele Meldungen, dass der Endausbau bald beginnen wird. Noch in diesem Jahr werden die Eigentumsverhältnis neu geregelt und dann geht es los.

Frank Werner Veröffentlicht: 17. Dezember 2017 09:07:47

@UEN Haus der Räte
Herr Niemeier, das ist bestimmt Typisch Kaliningrad Teil x :-)

@Kaliningrad Teil 2-4
Das ist leider nicht unnormal - nicht nur in Kaliningrad. Ein Beispiel: ich hatte ein Projekt für ein großes Unternehmen in Südafrika. Von einem neuen Lager dort sollten die afrikanischen Länder versorgt werden (sozusagen ein Zentrallager). Es war schon fast fertig, als alles gestoppt wurde. Man hatte sich zwar alles schön ausgedacht, nur die Realität nicht berücksichtigt. Es ist in der Realität viel einfacher aus der EU in die jeweiligen afrikanischen Staaten zu exportieren, als von innerhalb Afrikas. Genauso werden wg. der Umwälzungen in der Automobilindustrie bzgl. der E-Mobilität die Karten völlig neu gemischt. Investitionsentscheidungen von vor 2-3 Jahren können heute irrelevant sein. Und Unternehmen aus der EU, welche bisher in einer anderen Wirtschaftszone noch nicht tätig waren (z.B. in Russland) merken u.U. erst relativ spät, was alles zu berücksichtigen ist.

ru-moto Veröffentlicht: 18. Dezember 2017 21:56:24

7.12.2017 – [Typisch Kaliningrad Teil 2... damit erweisen sich, typisch für Kaliningrad, alle bisherigen Siegesmeldungen zu BMW als defacto Niederlagen. Man hat sich wieder einmal von einem ausländischen Investor hinter´s Licht führen lassen und an ein öffentlich gegebenes Versprechen geglaubt...]

Dass man bei den professionellen BMW bei Entscheidungen so lahmarschig unentschlossen ist, kann ich nicht glauben. Gepflegt nennt man so etwas in Ösistan "Pflanzerei" um nicht zu sagen "Verarschung".

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 18. Dezember 2017 22:37:00

... in diesem konkreten Fall bevorzuge ich das letzte, von Ihnen geschriebene Wort.

.g Radeberger Veröffentlicht: 20. Dezember 2017 03:09:17

Diese BMW- Herrschaften wissen doch ganz genau, daß KG sehr sehr sehr an einem PKW- Standort aus den vielen bekannten und auch nachvollziehbaren Gründen interessiert ist. Nun versuchen sie natürlich, anders ist wohl dieses Spiel nicht zu interpretieren, die einzelnen Standorte im Mutterland und KG , die ins Auge gefaßt wurden, gegeneinander auszuspielen, so wie ein halbwegs gewiefter Gebrauchtwagenkäufer mit den angeblich vorhandenen verschiedenen Käufern mit dem angeblich vielen Geld.
BMW versucht mit diesen Tricksereien die bestmöglichen Bedingungen für sich heraus zu schlagen. Das ist nun mal so.
Wenn jetzt KG noch einen echten anderen Interessenten ins Spiel bringen könnte, ohne große Fanfare als Ankündigung, dann würde sich wohl BMW bewegen und zwar ziemlich schnell, wenn es wirklich Interesse am Standort KG haben sollte. Das Spiel einfach umdrehen. KG ist doch nicht die Poker- und Erpressungsmasse gegenüber den anderen Standorten durch BMW.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. Dezember 2017 07:43:03

tja, davon träume ich auch. Aber das scheint nicht der Fall zu sein. Irgendwas läuft mit den ausländischen Investoren nicht so - auch heute nicht. Was machen wir hier verkehrt?

.g Radeberger Veröffentlicht: 20. Dezember 2017 15:52:03

Ich versuche es mal, mit dem was ich so denke. Das ganze Polittheater zwischen den großen Playern, wie man die nun mal bezeichnet, ist doch ziemlich angespannt. Und diese Blondlocke überm großen Wasser hat im Inland ziemliche Schwierigkeiten durch seine recht einflußteiche Opposition und die ganzen Machenschaften. Andererseits, so ich das jedenfalls, will Blondlocke auch seinen Krieg haben. Die anderen vor ihm hatten alle ihren Krieg, also will Donald auch einen. Aber der könnte sich ganz gefährlich ganz schnell zum Flächenbrand ausbreiten. Und das wissen natürlich auch die Investoren. Die fragen sich natürlich, was wird wenn ...? Was wird mit Rußland, was mit Kaliningrad oder wieder Königsberg, oder gar nichts mehr? Ich meine, einige werden sogar so bescheuert sein, daß sie an den Sieg des Westens glauben und nicht realisieren, daß es dabei keine Sieger gibt. Aber dann ist ihr Geld auch nichts mehr wert.
Sie warten ab, wie sich alles entwickelt.

boromeus Veröffentlicht: 22. Dezember 2017 20:15:06

Wieder neue Fluglinie am Horizont in Sicht?Wieder nur 4 Wochen Haltbarkeitsdatum?Welch wohlklingende Worte .
KD-Avia eine etablierte Fluggesellschaft ,die mehrere deutschen Städten anflog.Günstig und schnell.Hat man politisch eleminiert.War nicht gewollt!Wir warten bis sich eventuell, wenn und überhaupt..Von nix kommt nix!Kaliningrad braucht keine Avia die Gäste ins inner-russische Gebiet fliegen,sondern internationale Flugverbindungen,nach KGD.Ansimut ist eine innerrussische Fluggesellschaft ,die zur Zeit über keine internationale Lizens verfügt.Die Menschen wollen auf kurzen Weg nach KGD und nicht wie gestern geschehen 15 Stunden über ausgelutschte polnische Pisten juckeln,oder mich grün und blau ärgern über Abfertigungszeiten ,die von der der schikanösen Wartezeit her dazu führen, dass einem Moos um den Autoreifen wächst.Unsere EU-Aussenstellen-Kameraden arbeiten dort nämlich so blitzartig ,dass man denen beim Laufen die Schuhe besohlen könnte und wir bezahlen das auch noch.....

boromeus Veröffentlicht: 22. Dezember 2017 20:43:23

Alle russischen Touristen müssen sich zur Weltmeisterschaft registrieren?Ich dachte zuerst ,ich lese nicht richtig!Na ,da ist ja den Machern ein richtig grosses Ding gelungen!Visum+alle drei Werktage sich registrieren müssen?
Unter diesen neuen/alten Bedingungen werden ja Hundertausende motiviert ins Land zu strömen.Für Hoteltouristen kein Problem.Was machen aber Besucher ,die Privat unterkommen?Schon mal sich privat registriert?Herzlichen Glückwunsch!Und dann alle drei Tage?Die,die beruflich nach KGD müssen?Die werden sich überlegen,ob sie einreisen.Die Welt zu Gast in KGD ?
Die Leute werden garnicht erst kommen .Herr Jermag mag in einigen Punkten vielleicht Recht haben,aber eine Registrierung um nachzuweisen ,wer sich wann im Land aufhält,war in Deutschland nicht erforderlich.Wer solch ein Misstrauen an den Tag legt,der sollte sich nicht wundern ,wenn genau das Gegenteil von dem eintritt,was man sich erhofft.....aber .... die Hoffnung stirbt zuletzt..

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 24. Dezember 2017 13:45:39

Ich möchte Ihnen, allen Ihren Mitarbeitern und allen Kommentatoren ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünschen, ob Sie es jetzt oder am 06. Januar feiern.
Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr, möge es, für Sie alle ein gutes Jahr werden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 24. Dezember 2017 13:54:53

... vielen Dank, Ihnen und Ihrer Familie ebenfalls die besten weihnachtlichen Wünsche.

Hauke Veröffentlicht: 27. Dezember 2017 12:50:07

Tüchtig, tüchtig die Werft für 1 Schiff 5Jahre.
In 5Jahren haben wir damals 26 Schiffe gebaut + Staatsjacht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 27. Dezember 2017 16:28:37

... vergessen Sie nicht, dass das Jahr 2014 dazwischen lag und viele der in Kaliningrad gebauten Schiffe mit Antrieben aus der Ukraine ausgestattet worden sind. Diese sind nicht geliefert worden (verständlich) und Russland musste selber neue Motoren (Antriebe) entwickeln. Und wenn man das beachtet, dann kann man von der "deutschen Überheblichkeit" wieder etwas ablassen ...

Hauke Veröffentlicht: 28. Dezember 2017 12:17:49

Das kannten wir damals auch.
Die Sowjetunion hatte viele Anlagen zb. KLA, Feuerleitsysteme Werfer usw die damals verbaut werden müssten nie pünktlich geliefert.

Frank Schröter Veröffentlicht: 29. Dezember 2017 14:53:36

Einen Guten Rutsch ins neue Jahr wünsche ich. Hocherfreut habe ich natürlich die Nachricht vom Zug nach Gdansk aufgenommen. Ich habe auch mal durchgerechnet und komme auf einen Preis von 1420 Rubel Hin- und zurück. Der Bus kostet 1140 Rubel, ist also etwas billiger.
Für den Zug würde aber sprechen
- bequemer
- eventuell pünktlicher (mit dem Bus bin ich jetzt schon zweimal wegen ukrainischer Passinhaber
über 1 h zusätzlich an der Grenze hängengeblieben)
Ich wünsche dem Zug alles Gute :-) und werde ihn bei erstbester Gelegenheit einmal nutzen !

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. Dezember 2017 15:02:47

...ebenfalls einen guten Rutschschschsch... und vielleicht bis demnächst in der Hoffnungsstadt Kaliningrad.

ru-moto Veröffentlicht: 29. Dezember 2017 20:23:28

29.12.2017 – [Stadt räumt - wieder einmal - auf mit wilder Reklame]

Nicht wenige Verordnungen und Gesetze scheinen in Kaliningrad einfach nicht so recht greifen zu wollen. Kavaliersdelikte: "Wenn es noch einmal ist, darf es nicht mehr sein!" Man hat den Eindruck, da glaubt jeder, er darf machen was er will. Man hat einfach keinen Respekt vor (zahnlosen) Gesetzen, sonst würden sie ja funktionieren!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. Dezember 2017 23:16:14

... so ist es - leider.

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