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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Dezember 2017

Do, 14 Dez 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Dezember 2017

14.12.2017 – Gedanken zur Nutzung des „Haus der Räte“
Die Kaliningrader Gebietsregierung hofft, dass die neuen Eigentümer des „Haus der Räte“, dieses zu einem Zentrum für moderne Kunst profilieren. Ein früherer Gedanke bestand darin, in diesem Gebäude das Filmfestival „Am Ende der Welt“ unterzubringen. Man war davon ausgegangen, dass der neue Besitzer alle Formalitäten mit dem Erwerb des Gebäudes schnell hinter sich bringt und ausreichend Zeit ist, um das Filmfestival vorzubereiten. Aber man muss sich der Realität fügen und hat somit von der Durchführung des Filmfestivals in dem Gebäude Abstand genommen. Trotzdem hofft der Gouverneur, dass das Filmfestival 2019 in dieses Gebäude einziehen wird. Die Kaliningrader Gebietsregierung hält 15 Prozent Anteile am „Haus der Räte“ und hat gegenwärtig nicht die Absicht, diese zu verkaufen. Wenn das Haus in Nutzung überführt ist, sind diese 15 Prozent mehr wert als heute und dann schauen wir weiter – so der Gouverneur. Weiterhin informierte der Gouverneur über die Gespräche zum Verkauf des Gebäudes. Ein interessierter Investor aus Moskau wollte aus dem Haus ein Geschäftszentrum machen. Ein zweiter Investor will aus dem Haus ein „Zentrum für moderne Kunst“ machen. Man hofft, dass der Verkauf mit dem zweiten Investor stattfinden wird. Allerdings laufen die Gespräche mit diesem Investor „schwierig“. Abschließend kommentierte Anton Alichanow, dass er hoffe, dass der neue Investor nicht nur gute Ideen, sondern auch Geld habe, um das Haus zu Ende zu bauen.
 
 
14.12.2017 – BMW spricht mal wieder über Großinvestitionen in Kaliningrad
Wieder einmal schwirren Millionen Euro durch die Lüfte, die die deutsche Firma BMW in die Errichtung eines neuen Produktionsstandortes im Kaliningrader Gebiet investieren will. Medien berichten über 200 Mio. Euro. Diese Ziffer wurde „indirekt“ durch den russischen BMW-Vertreter in Russland Maximilien Köllner genannt. Man gehe davon aus, dass der früheste Zeitpunkt für eine Produktionsaufnahme in zwei Jahren sein wird. Dann sollen Fahrzeuge der Marken „BMW“ und „Mini“ im vollen Produktionszyklus vom Band laufen. „Wir wollen wirklich ein Werk in Kaliningrad eröffnen und befinden uns nach wie vor im Gespräch. Aber es gibt noch keine Entscheidung“, - so Köllner und bestätigt damit wiederum die Hinhaltetaktik der deutschen Firma.
Gegenwärtig will BMW im Rahmen der Fahrzeugholding „Avtotor“ in Kaliningrad jedes Jahr 18.000 Fahrzeuge produzieren. Wie Köllner weiter mitteilt, ist die Produktion in Kaliningrad komplett ausgelastet.
 
 
14.12.2017 – Für Kinder gibt es mehr Geld in Kaliningrad
Versprochen und gehalten. Bei der Geburt des ersten Kindes wird dieses monatlich 10.138 Rubel erhalten. Dieser Beschluss wurde von der Kaliningrader Gebietsregierung gefasst und tritt am 1. Januar 2018 in Kraft. Dies trifft auch für Kinder zu, die adoptiert werden. Allerdings erhalten nicht alle Eltern dieses Geld. Wer eine gewisse Einkommensgrenze (das 1,5fache des Existenzminimums) überschreitet, wird von dieser sozialen Vergünstigung nicht profitieren. Auch für das zweite und alle weiteren Kinder werden Gelder ausgezahlt, allerdings aus anderen Sozialprogrammen. Hilfe leistet hier der föderale Haushalt. Die Unterstützung wird 18 Monate bezahlt.
 
14.12.2017 – Erstes 5-Sterne-Hotel in Kaliningrad eröffnet
In Kaliningrad hat das erste 5-Sterne-Hotel seine Pforten geöffnet. Es handelt sich um das „Cristall-Haus“ am Unterteich im Kaliningrader Stadtzentrum. Das Hotel verfügt über zwei Penthouse mit einer Fläche von 300 Quadratmetern und 69 Hotelzimmern „Suite“. Die technische Eröffnung des Hotels fand schon im Oktober statt. Erste Gäste haben hier schon Test-Übernachtungen vorgenommen. Bereits jetzt liegen Bestellungen vor und man geht davon aus, dass das Hotel zur Fußball-Weltmeisterschaft vollständig ausgelastet sein wird. In der Gebietsregierung geht man davon aus, dass während der Fußball-Weltmeisterschaft zusätzlich 120.000 Touristen anreisen werden. In den vorhandenen 224 Übernachtungsobjekten können 11.600 Personen Unterkunft finden. Bis April 2018 werden drei weitere Hotels fertiggestellt.
 
Foto: Klicken Sie auf das Foto, um zu einem kurzen Videobeitrag zu kommen, der die Lage des Hotels am Kaliningrader Unterteich und den gegenwärtigen Zustand des Unterteiches zu sehen
 
14.12.2017 – Mediale „Katastrophe“ an der Spitze der Kaliningrader Gebietsregierung
Kaum ist der Chefredakteur des Internetportals „newkaliningrad“ entlassen, meldet das Portal große Probleme im Zusammenhang mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Dieser hatte im Monat September und Oktober den 17. Platz im Rating der Blogger-Gouverneure inne. Im Monat November gab es für ihn einen katastrophalen Absturz auf den 18. Platz. Insgesamt sind in Russland 85 Plätze zu vergeben. Das Rating berücksichtigt, wie oft eine Person (Gouverneur) durch russische Blogger erwähnt und somit im Zentrum der medialen Bloggerwelt steht.
 
 
14.12.2017 – Kreml zeigt sich beunruhigt zum schwierigen Verhältnis Zukanow – Alichanow
Der Kreml zeigt sich beunruhigt zum, sich schwierig gestaltenden Verhältnis zwischen dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow und dem Bevollmächtigten Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWestRegion und ehemaligem Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Nikolajewitsch Zukanow. Darüber berichtet das Informationsportal „Exklav“ am Mittwoch. Wie inoffiziell bekannt wurde, soll Nikolai Zukanow Anfang des Jahres angeblich versucht haben, Verantwortliche im Kreml zu überzeugen, Alichanow nicht zu den Gouverneurswahlen im September 2017 zuzulassen und einen anderen Kandidaten zu benennen.
Nun zitiert „Exklav“ Meldungen von „Kommersant“, dass der Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWestRegion wohl seine Funktion verlassen wird. Sein Nachfolger soll, nach inoffiziellen, nicht bestätigten Meldungen Alexander Beglow werden, der jetzt diese Funktion für den Zentralen Föderalbezirk innehat. In der Meldung wird kommentiert, dass man jetzt in St. Petersburg (Sitz des Bevollmächtigten Vertreters) einen Anti-Krisen-Manager benötigt.
Gerüchte besagen, dass Zukanow eine Funktion in der Präsidentenadministration erhält – vermutlich Berater von Präsident Putin wird. Vermutet wird, dass diese Personalentscheidung verkündet wird, wenn Präsident Putin sich wieder im Land aufhält.
Bereits vor wenigen Tagen traf in Kaliningrad ein Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet ein (defacto Unterstellter von Zukanow). Inoffizielle Kommentare besagten, dass seine Aufgabe darin bestehen sollte, jedwede Entscheidungen von Zukanow (seinem Vorgesetzten) unter Kontrolle zu halten und dem Kreml zu melden.
 

 


 
13.12.2017 – Baltisk erhält Pillau-Kulturzentrum
In der altdeutschen Festungsanlage „Pillau“, gelegen in der Stadt Baltisk, wird ein historisches Kulturzentrum eingerichtet. Es wird den Status einer Filiale des Zentralen Seekriegsmuseums“ haben – so der Pressedienst der Ostseeflotte. In diesem Komplex werden gesellschaftliche Veranstaltungen, Konzerte und verschiedene historische Rekonstruktionen durchgeführt. Das Museum wird in Form einer interaktiven Plattform die Besucher in die Ausstellung mit einbeziehen. Was darunter konkret zu verstehen ist, wird wohl erst nach Eröffnung des Museumskomplexes klar. Im ersten Schritt will man den Zustand der Festungsanlage wieder so herstellen, wie dies zu deutschen Zeiten war.
 
13.12.2017 – Der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“
Am Montag haben wir mit der Berichterstattung über die deutsche humanitäre Organisation begonnen. In einem zweiten Beitrag, zu einem anderen Thema, setzen wir die Berichterstattung am Donnerstag fort:
 
 
13.12.2017 – Meine Beamten lieben Kaliningrad nicht – meint City-Manager Jaroschuk
Nach einer Besichtigung der Stadt, insbesondere der Orte, die gegenwärtig aktiv für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und im Rahmen föderaler Förderprogramme vorbereitet werden, zeigt sich der Kaliningrader City-Manager enttäuscht über seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung und meinte, dass diese wohl die Stadt nicht lieben, in der sie wohnen und arbeiten. Er drohte seinen Mitarbeitern mit Abmahnungen, die verantwortlich zeichnen für die Umsetzung des Rekultivierungsprogramms für die Instandsetzung von Höfen und Plätzen. Als Aufhänger für diese starken Worte dienste ein Zwischenfall, wo er sich einen instandgesetzten Hof in einem Wohnviertel anschaute und sich plötzlich inmitten einer riesigen Wasserfläche, verniedlichend auch als Pfütze bezeichnet, wiederfand. Dies war aber nicht die einzige Pfütze, die der Ex-Bürgermeister fand.
 
Foto: City-Manager Alexander Jaroschuk zweifelt an der Liebe seiner Mitarbeiter zur Stadt Kaliningrad. Das Foto zeigt einen Zustand direkt im Stadtzentrum in der ul. Portowaja gegenüber der Ruine der Bernsteinmanufaktur
 
13.12.2017 – Der Kaliningrader Zentralmarkt – Es gibt eine Alternative
Viele Kaliningrad-Besucher haben auf ihrem Besuchsplan den "Zentralmarkt" im Stadtzentrum Kaliningrads - einem Markt, den man so in Deutschland wohl nicht findet. Es ist unzweifelhaft, dass dieser Markt eine Touristenattraktion ist. Bis vor wenigen Jahren bestand der Plan, diesen Zentralmarkt komplett abzureißen. Man hatte bereits begonnen, im neuen Stadtteil "Selma", im Norden der Stadt, einen neuen Markt zu errichten. Dieser dürfte jetzt, von der genutzten Fläche, sogar größer sein, als der Zentralmarkt. Der Zentralmarkt wird nun nicht mehr komplett abgerissen, sondern nur zur Hälfte. Der hintere Teil, auf dem Industriewaren gehandelt werden, muss weichen. Da es zeitlich nicht mehr klappt, ein neues Handelszentrum an dieser Stelle zu errichten, wird in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft eine Grünanlage temporär eingerichtet. Touristen sollten aber, um russisches Flair zu genießen, sich den neuen Zentralmarkt in Selma anschauen, auch wenn dieser nicht zentral, sondern nördlich liegt.
 
Foto: Markt „Selma“ im Norden der Stadt. Kürzlich eröffnete hier ein „EUROSPAR“
 
13.12.2017 – Startprämie für Ärzte in Kaliningrad
Das regionale Gesundheitsministerium ist bereit, Ärzten in Kaliningrad sogenannte Starthilfe im Umfang von bis zu 600.000 Rubel zu zahlen. Die konkrete Summe hängt von der Qualifikation des Arztes ab und von dem Ort, wo er plant, seine Tätigkeit aufzunehmen. Die Gebietsduma soll nun in einer Gesetzeskorrektur beschließen, dass Ärzten bei der Erstaufnahme einer Tätigkeit eine Starthilfe gezahlt wird. Hierbei muss sich der Arzt verpflichten, mindestens fünf Jahre an dieser Stelle zu arbeiten, ansonsten ist die Summe anteilig zurückzuzahlen. Weiterhin soll dem Arzt für einen Zeitraum von drei Monaten die Miete für eine gemietete Wohnung erstattet werden. Man gehe davon aus, dass die Mietsumme 15.000 Rubel beträgt. Weiterhin wird in der Regierung ein Programm für die Subventionierung von Hypothekenverträge für Ärzte und Medpersonal erarbeitet. Weiterhin erhalten Praktikanten und Ärzte in der Weiterbildung einen monatlichen Zuschuss von mindestens 2.000 Rubel. Man hoffe durch diese Maßnahme, jährlich mindestens 50 Spezialisten gewinnen zu können.
 
 
13.12.2017 – Pech gehabt – billig gefahren, teuer gestanden
Die Kaliningrader Verkehrspolizei hat zwei illegale Minibusse (Marschrutka) in der Nähe von Talpaki gestoppt, kontrolliert und die Passagiere aufgefordert, den illegalen Transport zu verlassen. Die Aktion fand in den Morgenstunden des Montag statt. Die Kontrolle hatte ergeben, dass der Besitzer des Fahrzeuges nicht nur keine Lizenz hatte, sondern das Fahrzeug auch noch mit zusätzlichen Sitzplätzen ausgestattet hatte, die einen Notausgang blockierten. Durch die Polizei wurde ein Protokoll erstellt und dem Besitzer des Fahrzeuges wurde mitgeteilt, dass man eine Annullierung der Registrierung seines Fahrzeuges einleiten werde. Die Passagiere durften dann in Eigeninitiative für ihr Fortkommen sorgen. Vermutlich warteten sie auf den nächsten regulären Bus, der in Abständen von 30 Minuten auf dieser Strecke verkehrt und bezahlten die Fahrt doppelt.
 
13.12.2017 – Chefarchitekt Kaliningrads kündigt
Der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad Wjatscheslaw Genne verlässt seinen Posten in der Stadtverwaltung. Er wird zukünftig als Berater für Architekturfragen der Stadtverwaltung zur Verfügung stehen. Genne kommentierte, dass man ihm diese Tätigkeit vorgeschlagen habe und er glaube, dass er der Stadt als Berater nützlicher sein kann, als in seiner bisherigen Funktion. Die Funktion des Stadtarchitekten bekleidete er fünf Jahre.
 
13.12.2017 – Meeresmuseum öffnet neues Exponat
Das Kaliningrader Meeresmuseum wird den schwimmenden Leuchtturm „Irbenski“ für Besucher öffnen. Am 15. Dezember wird die feierliche Maßnahme geplant. Vor einem halbem Jahr ist dieser schwimmende Leuchtturm nach Kaliningrad überführt worden und in das Eigentum des Meeresmuseums übergegangen. Die vergangenen sechs Monate wurden genutzt, um eine Instandsetzung durchzuführen und eine Ausstellung an Bord zu gestalten. Gezeigt werden die Kajüte des Kapitäns, elektronische Einrichtungen und die Arbeit des Leuchtturms. Nach Abschluss der Arbeiten in der Kombüse und den Unterkünften für die Mannschaft, werden die Besucher auch in diese Abschnitte des Schiffes gelangen.
 

Foto: Neues Museumsschiff für des Kaliningrader Meeresmuseum
 

12.12.2017 – Originelle Uferbefestigung in Pionersk geplant
In den letzten Wochen gab es Meldungen zum gefährlichen Abrutschen der Uferbefestigung im Bereich der Residenz des russischen Präsidenten in Pionersk. Insgesamt, so der Kaliningrader Gouverneur, mache ihm der Küstenschutz einige Sorgen. Nun plant ein Investor 70 Mio. Rubel aufzuwenden, um Angenehmes mit Nützlichem zu verbinden. Einerseits will er punktuell einen kapitalen Küstenschutz bauen und diesen nutzen, um darauf ein Café zu errichten. Frühere Überlegungen gingen dahin, in diesem Gebäude ein Standesamt einzurichten. Allerdings gibt es wohl noch einige Probleme mit Bewohnern der Kleinstadt, denn diese befürchten, dass der Investor einen Teil des Waldes abholzen will, in dem der Bau erfolgen soll. Sollte es zu keiner Einigung mit den Bürgern kommen, ist der Investor bereit, dass auf einer Versteigerung von der Kommune erworbene Grundstück, gegen Erstattung des von ihm gezahlten Preises, zurückzugeben.
 
Foto: Projekt mit Multifunktion – Küstenschutz und Restaurant
 
12.12.2017 – Fischdorf soll sich selbst finanzieren
Die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes hat sich dafür ausgesprochen, dass der zweite Bauabschnitt des Fischdorfes sich selbsttragend finanzieren soll. Mit dem Bau des zweiten Abschnittes soll auch so viel Geld erwirtschaftet werden, dass die Korporation, als gebietseigene Aktiengesellschaft und Besitzer des Grund- und Bodens für das Fischdorf, nicht mehr auf Zuschüsse aus dem Gebietshaushalt für die eigene Arbeit angewiesen ist. Damit kann dann endlich der Grundgedanke für die Korporation umgesetzt werden – nämlich Geld zu verdienen und nicht dem Gebietshaushalt auf der Tasche zu liegen – so der Generaldirektor Wladimir Sarudni. Der zweite Bauabschnitt soll bis September 2021 vollständig in Nutzung überführt werden. Der Investor plant eine Summe von 1,6 Mrd. Rubel aufzuwenden.
 
Foto (Regionalverband der Architekten): Zweiter Bauabschnitt des Fischdorfes in Kaliningrad
 
12.12.2017 – Wieder erfüllt ein ausländischer Investor nicht seine Versprechungen
Wie das Informationsportal „rugrad.eu“ erfahren hat, hat der französische Investor „ARC“ im Verlaufe von sieben Monaten, keine Bestätigung über seine Bereitschaft zur Pacht von Grund und Boden für die Errichtung eines Werkes im Industriepark Tschernjachowsk an die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes übersandt. Geplant war ein Werk, welches für den russischen Markt hochfestes Geschirr produzieren sollte. Wie der Stellvertretende Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Oleg Skworzow informierte, waren Vertreter letztmalig im Mai in Kaliningrad, nickten mit dem Kopf, sagten „ok“ und seit diesem Zeitpunkt wartet man auf weitere Aktivitäten. Eine eindeutige Absage an dieses Projekt, so Skworzow, liege aber auch nicht vor. Geplant war die Investition von mehr als sechs Milliarden Rubel in den Bau dieser Produktionsstätte. Eine entsprechende Vereinbarung wurde im Juni 2016 unterzeichnet. Der Bau des Werkes sollte im Januar 2017 beginnen. Wie bekannt wurde, hatte sich der französische Investor auch zu Möglichkeiten des Baus eines derartigen Werkes in Polen kundig
gemacht.
 
 
12.12.2017 – Sportkomplex „Unter der Brücke“ eingeweiht
Auf der „Kant-Insel“, unter der Hochbrücke, wurde nach relativ kurzer Bauzeit der Sportkomplex „Unter der Brücke“ eingeweiht. Bisher war es eine ungenutzte, verwahrloste Fläche. Andrej Romanow, Chef des regionalen Basketball-Verbandes, zeigte sich zufrieden mit den erreichten Ergebnissen. Insgesamt wurden fünf Basketballplätze eingerichtet. Entsprechende Beleuchtung sorgt für genug „Durchblick“, auch in dunklen Jahres- und Tageszeiten. An der feierlichen Einweihung nahm der Gouverneur Anton Alichanow teil und regte an, darüber nachzudenken, hier auch internationale Basketball-Wettbewerbe auszutragen. Der Gouverneur selber ist begeisterter Basketballspieler und erhielt im Sommer 2017 „publikumswirksam“ eine schwere Verletzung, die ihn über Wochen behinderte.
 
Anmerkung UN: Gegenwärtig testen wir verschiedene Videobearbeitungsprogramme, um die Qualität unserer Filmangebote für Sie zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass dadurch zeitweilig unsere Filme mit einem Banner gekennzeichnet sind. Wenn wir uns für ein Programm entschlossen und ordnungsgemäß gekauft haben, werden die störenden Testprogramm-Banner verschwinden.
 
12.12.2017 – Vandalen stehlen Weihnachtsdekoration von den Straßen
Der City-Manager Kaliningrads Alexander Jaroschuk hat die Bürger zu Wachsamkeit aufgerufen, denn es sind Vandalen unterwegs, die die Feiertagsdekoration, die gegenwärtig überall in der Stadt angebracht werden, wieder demontieren und stehlen. Dort, wo es nicht möglich ist zu stehlen, versuchen diese Kriminellen möglichst viel zu demolieren. Sollten Bürger entsprechendes beobachten, so sollten sie umgehend die Polizei informieren. Jaroschuk versprach, dass in diesem Jahr völlig neue Weihnachtsdekoration in der Stadt auftauchen wird.
 
12.12.2017 – Europäisches Parlament immer noch beunruhigt
Das Europaparlament zeigt sich immer noch beunruhigt durch die zunehmende Militarisierung des Kaliningrader Gebietes. Dies geht aus einem Bericht des Generaldirektorats des Europaparlaments für Außenpolitik hervor. Die Stationierung von „Iskander“-Raketen bedrohe die Sicherheit der baltischen Staaten. Man ist zu der Ansicht gelangt, dass Russland versucht, die europäische Ordnung in zwei Regionen zu ändern und eine Krise auf militärischem Gebiet in der EU zu erzeugen. Das Kaliningrader Gebiet soll hierbei die baltischen Länder erschrecken. Die Krim wiederum soll diese Rolle im Bereich des Schwarzen Meeres übernehmen. Gleichzeitig zweifelt man daran, dass es zu einem vollumfänglichen Krieg in diesen Regionen kommt, schließt aber nicht aus, dass es zu unerwünschten und nichtkontrollierbaren Zuspitzungen kommt. Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten hatte bereits mehrfach erklärt, dass Russland die Raketenkomplexe in Kaliningrad benötigt, um sich vor den NATO-Truppen zu schützen, die direkt an der Grenze zu Russland stehen.
 
12.12.2017 – Neuer Bahnhof in Kleinstadt Pionersk
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow meinte, dass der rekonstruierte altdeutsche Bahnhof in Pionersk recht gut gelungen sei. Er überzeugte sich davon in der vergangenen Woche bei einem Besuch vor Ort. Neben dem Eisenbahn-Bahnhof, wurde auch der gegenüberliegende Busbahnhof instandgesetzt. Für die Instandsetzung des Eisenbahn-Bahnhofes wurden 4,5 Mio. Rubel bereitgestellt. Das Gebäude wurde auch innen komplett neu gestaltet und mit weiteren Verkaufsfenstern für Fahrkarten ausgestattet. Für den Busbahnhof wurde ein neues Gebäude errichtet. Neben Einrichtungen für den Busverkehr, haben hier Geschäfte und Büros ein Domizil gefunden. Bis Ende Dezember werden alle Restarbeiten erledigt.
 
Foto: Rekonstruierter Bahnhof in der Kleinstadt Pionersk
 

11.12.2017 – Flugeinstellung wegen finanzieller Schwierigkeiten
Die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ kommentierte in der vergangenen Woche die Einstellung der erst Anfang November aufgenommenen Flugverbindung zwischen Kaliningrad und Berlin. Man hoffe, dass die Fluggesellschaft „RusLine“, nach Überwindung von finanziellen Problemen, die Flugverbindung wieder aufnehme. Die Flugverbindung startete Anfang November und die Kaliningrader begrüßten die Einrichtung dieser Strecke, insbesondere schien vielen dies ein Anfang aus dem Ausweg einer bedingten Transportisolation.
Wie der Generaldirektor der Korporation Wladimir Sarudni informierte, plant die Gebietsregierung die Schaffung einer eigenen Fluggesellschaft auf der Basis der bereits bestehenden Firma „Asimut“. Diese Fluggesellschaft verfügt aber über keine Lizenz für internationale Flüge.
 
 
11.12.2017 – Anschuldigungen an regionales Gesundheitsministerium
Der Vizegouverneur Ilja Barinow beschuldigte ehemalige leitende Verantwortliche des regionalen Ministeriums für Gesundheitswesen des Kaufs medizinischer Präparate für bereits Verstorbene. Er informierte darüber während eines Interviews mit einem örtlichen Radiosender und kommentierte, dass diese Praxis vier Jahre lang geübt wurde. Mit Einsatz des neuen Gesundheitsministers in der Regionalregierung begann die zielgerichtete Arbeit zur Untersuchung der Tätigkeit des Ministeriums in der Vergangenheit. Gemeinsam mit den Kaliningrader Rechtspflegeorganen werden diese Ermittlungen geführt. Das Ministerium ist verpflichtet, ein Register der Personen zu führen, die verstorben sind bzw. die das Gebiet verlassen haben, um für diesen Personenkreis die Bestellungen benötigter Medikamente zu annullieren. Dies ist nicht geschehen. Bei einer ersten Kontrolle wurde ein Fahrzeug mit sieben Millionen Medikamentenpackungen gefunden – unklar, woher diese stammen. Jetzt sind wir in eine zweite Phase der Untersuchungen eingetreten – so der Vizegouverneur. Und ihm scheint, dass es hier für „kompetente“ Organe viel zu tun gäbe. Bereits jetzt ist eine ganze Reihe von Verantwortlichen benannt worden. Hierzu gehört die gesamte ehemalige Führung des Ministeriums. Faktisch sind bereits alle in fast allen Ebenen entlassen worden, die am System der Manipulationen teilgenommen hatten. Es gibt noch einige Ausnahmen bei den Chefärzten. Zur genauen Summe des Schadens konnte der Vizegouverneur noch nichts sagen. Die Spezialisten beschäftigen sich noch damit.
 
 
11.12.2017 – Gouverneur erinnert an moderne Technik
Der Gouverneur Anton Alichanow brachte seine Verwunderung über die Arbeitsorganisation innerhalb der Verwaltungsstrukturen des Kaliningrader Gebietes zum Ausdruck. Alle sprechen über die wunderbaren Errungenschaften auf dem weltweiten IT-Gebiet, viele nutzen im privaten Bereich Skype um Informationen auszutauschen, aber in Kaliningrad werden die Kreisleiter jeden Tag „auf Strecke“ geschickt, weil jeden Tag irgendein Ministerium irgendeine Beratung durchführt und die Anwesenheit der Kreisleiter fordert. Kreisleiter aus entlegenen Kreisen sind, ungeachtet dass das Gebiet klein ist, trotzdem mehrere Stunden täglich unterwegs. Das muss aufhören – so der Gouverneur und forderte, dass die Kreisleiter und andere Verantwortliche nicht mehr nach Kaliningrad beordert, sondern über moderne Nachrichtenverbindungen den Sitzungen in der Gebietsregierung zugeschaltet werden. Der Gouverneur formulierte an seine nachgeordneten in der Regierung: Das ist das letzte Mal, dass ich Sie bitte, moderne Technik einzuführen.
 
 
11.12.2017 – Gouverneur will bei Schuldentilgung helfen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den nachgeordneten Kommunen versprochen, ihnen bei der Schuldentilgung zu helfen. Ausgenommen von diesem Versprechen hat er ausdrücklich die Stadt Kaliningrad. Das Versprechen zu helfen bzw. nicht zu helfen verkündete er am vergangenen Freitag während einer operativen Sitzung der Gebietsregierung. Der Vizegouverneur Batanow erhielt die Aufgabe, eine Übersicht über die Schulden der Kommunen zu erstellen, um dann gemeinsam mit dem Finanzministerium das Versprechen umzusetzen.
 
 
11.12.2017 – Nawalny in Kaliningrad
Am Sonntag ist der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny in Kaliningrad eingetroffen, um sich mit Bürgern der Stadt über das tägliche Leben auszutauschen. Rund 850 Bürger waren hierzu bereit. Eine kleinere Menge Interessierter versammelte sich zuerst am Moskauer Prospekt auf einem Privatgrundstück. Durch die Polizei wurde darauf hingewiesen, dass die Nutzung dieses Grundstückes nicht gestattet ist und durch die Stadtverwaltung der Südpark zur Verfügung gestellt wurde. Nawalny nutzte die Gelegenheit um die Bürger zu einem „Spaziergang“ in den 20 Minuten entfernt liegenden Park einzuladen und setzte dort das Treffen mit 0,18 Prozent der Bewohner der Stadt Kaliningrad fort.  „Kaliningrad-Domizil“ war vor Ort und hatte den Eindruck, dass der größte Teil der Teilnehmer in sehr jungem Alter war (bis 25 Jahre). Es waren sehr viele Journalisten und Fotografen anwesend.
In Erwartung von Alexej Nawalny riefen die Organisatoren die Anwesenden mehrmals zur Ordnung auf und forderten eine Gasse zu bilden, um den Fußgängerverkehr nicht zu behindern:
 
 
Nawalny traf pünktlich um 15 Uhr am Moskauer Prospekt ein und wurde mit lauten Rufen begrüßt. Er begründete die Verlegung in den Südpark mit der Einhaltung der Gesetzgebung und frage die Kaliningrader emotional, wie sich die Stadt nennt, in der sie wohnen. Die Versammelten riefen „Kaliningrad“ (und nicht Königsberg). Danach stellte er die Frage: „Liebt ihr Kaliningrad“ und die Versammelten antworteten, dass sie Kaliningrad (und nicht Königsberg) lieben.
 
 
Im Südpark gingen die geschätzten Teilnehmerzahlen auseinander. Während Nawalny von 2000 Versammelten spricht, spricht die Stadtverwaltung von 850 und Vertreter der „liberalen Medien“ von 500. Wie immer liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Das Treffen im Südpark endete gegen 17.30 Uhr.

 


 
10.12.2017 – Staatsanwaltschaft lädt Vertreter „Offenes Russland“ vor
Mitglieder der britischen Organisation „Offenes Russland“ sind durch die Kaliningrader Staatsanwaltschaft vorgeladen worden. Es handelt sich hierbei um eine Organisation, die in Russland den Status „Unerwünschte Organisation“ trägt und deren Tätigkeit somit verboten ist. Gegenwärtig läuft in Moskau ein Kongress, auf dem Delegierte aus ganz Russland ihre Strategie zu den Präsidentenwahlen im März 2018 festlegen wollen. Einen ähnlichen Kongress plant diese Organisation gegenwärtig wohl in Kaliningrad mit ihren regionalen Anhängern. Mit konspirativen Methoden wurden Interessierte informiert, dass ein derartiger Kongress stattfinden wird. Registrierte Personen erhalten zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung eine Nachricht per SMS, wo der genaue Veranstaltungsort ist. Es wird vermutet, dass der Kongress in Kaliningrad am Sonntag den 10. Dezember stattfindet. Um 15.00 Uhr hat Alexej Nawalny zu einem Treffen in den Südpark eingeladen, wo er sich mit Bürgern gedanklich austauschen will. Vermutet wird, dass es vorher oder nachher zu dem geheimen Kongress kommen könnte. Der Regionalkoordinator von „Offenes Russland“ Oleg Wodjanitzki wurde von der Kaliningrader Staatsanwaltschaft zu einem Informationsgespräch vorgeladen.
 
 
10.12.2017 – Warum wurde Nawalny-Show in den Südpark verlegt
Wie bereits gestern berichtet, wurde der Auftritt von Alexej Nawalny in Kaliningrad in den Südpark verlegt. Eine entsprechende Genehmigung der Stadtverwaltung wurde erteilt. Gründe für die Verlegung waren, dass der Besitzer der Örtlichkeit, wo ehemals der Auftritt geplant war, nicht einverstanden war, dass ein vorbestrafter Politiker, der ungesetzlich Ansprüche auf den Status eines Kandidaten für die Wahlen zum russischen Präsidenten deklariert, hierfür sein privates Grundstück nutzen will, um weitere Propaganda zu betreiben, die, nach Meinung des Grundstücksbesitzers, nicht im Interesse Russlands sein kann.
 
 
10.12.2017 – Kaliningrader Staatsanwaltschaft äußert Protest zu Ruinen des Königsschlosses
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft hat gefordert, unverzüglich die Verletzungen der russischen Gesetzgebung zu beseitigen, die im Zusammenhang mit den Ausgrabungen der Fundamente des ehemaligen Königsberger Schlosses stehen. Eine Kontrolle hat gezeigt, dass die denkmalgeschützten Ausgrabungen unter Wasser stehen und mit Müll belastet werden. Weiterhin fehlt eine völlige Abgrenzung des Grundstückes, rund um die Ausgrabungen. Das Abpumpen des Wassers erfolgt mit Technik, die dies nicht schaffen kann. Weiterhin ist keinerlei Konservierung der Ausgrabungen erfolgt. Ein Betreten der Ausgrabungsstelle ist problemlos für Unbefugte möglich. Dies stellt eine Gefahr für Leben und Gesundheit der Bürger dar. Weiterhin sind die Ruinen sieben Jahre nicht in das offizielle Register der denkmalgeschützten Objekte eingetragen worden.
 
 
10.12.2017 – Alichanow hofft auf Fassadenrekonstruktion an Gebäuden zur Königsberger Börse
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hofft, dass die Fassaden der Gebäude, die sich in unmittelbarer Nähe zum Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse befinden, ebenfalls rekonstruiert werden. Er forderte, in das Programm der Fassadenrekonstruktion die Gebäude in der Stadt aufzunehmen, die sich in unmittelbarer Nähe zu Kulturobjekten oder denkmalgeschützten Objekten befinden. Gleichzeitig war bekannt geworden, welche Pläne bis zum Jahre 2020 im Bereich der ehemaligen Königsberger Börse, dem zukünftigen Museum der bildenden Künste umgesetzt werden sollen (wir berichteten am gestrigen Tag darüber).
 
 
10.12.2017 – Pastorenhaus in Sowjetsk soll rekonstruiert werden
In der Kreisstadt Sowjets hat man entschieden, dass Haus eines ehemaligen deutschen Pastors aus dem Jahre 1910 zu rekonstruieren. Es befindet sich in der ul. Lenina 10. Darüber informierte der Leiter der Stadtverwaltung Nikolai Woizew. Er informierte, dass es sich um ein einzigartiges Gebäude im Stil „Modern“ mit Barockelementen handelt. Leider hat man in der Vergangenheit mit dem Gebäude nicht sachgerecht gearbeitet, so dass bereits eine ganze Reihe von kleinen und größeren dekorativen Elementen verlorengegangen ist. Gemeinsam mit der russisch-orthodoxen Kirche ist es gelungen, einen Investor zu finden, der an der Rekonstruktion des Gebäudes mitarbeiten wird.
 
Foto: Gebäude eines ehemaligen deutschen Pastors aus dem Jahre 1910 in Sowjetsk
 
10.12.2017 – Chef der Sberbank mit großzügigem Geschenk
Der Chef der größten russischen Bank will der Stadt Kaliningrad die Wasserspiele schenken, die im Rahmen der Rekonstruktion des Gebäudes der ehemaligen Königsberger Börse und des Umfeldes, gebaut werden sollen. In unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Königsberger Börse wird ein neuer Park angelegt, in dessen Zentrum eine große Anlage mit Wasser- und Farbspielen eingerichtet wird. Das entsprechende Projekt wurde dem Kaliningrader Kulturrat vorgestellt. Der Kaliningrader Gouverneur informierte, dass er die persönliche Zusage von Herrmann Gref habe, der der Stadt dieses Geschenk machen möchte. Weiterhin wird die altdeutsche Brücke, die während des Krieges zerstört wurde, mit Finanzmitteln aus dem Gebietshaushalt wieder errichtet. Sie wird die Funktion einer Fußgängerbrücke erhalten und wesentlicher Bestandteil der zu bildenden Museumsinsel sein.
 
 
10.12.2017 – Teures Tanken an Tankstelle in Polesk
An sich wollte eine Frau nur den Tank ihres PKW mit wertvoller Flüssigkeit, volkstümlich auch Benzin genannt, auffüllen. Nachdem der Versuch, das Fahrzeug zum Tanken in Reichweite des Tankschlauches richtig zu positionieren gelungen war, bezahlte die Frau die gewünschte Flüssigkeitsmenge und begann mit dem Tankvorgang. Danach setzte sie sich in das Auto und fuhr los, hatte aber nicht bedacht, dass sich zwar die Tankanlage bei vollem Benzintank automatisch abschaltet, aber der Schlauch sich nicht automatisch aufwickelt und sich die Tankpistole nicht automatisch einhängt. Dabei kam es zu Beschädigungen der Tanksäule im Umfang von rund 700.000 Rubel. Da es Versicherungen gibt, die derartige Unfälle an Tankstellen abdecken, forderte der Besitzer die Differenzzahlung, denn die Höchstsumme des Versicherungsschutzes belief sich in diesem Fall auf 400.000 Rubel. Somit forderte der Besitzer 300.000 Rubel Schadenersatz. Ein Gericht befand, dass die Forderungen nicht übertrieben sind und fällte ein diesbezügliches Urteil.
 
 
10.12.2017 – Neue Denkmäler in Kaliningrad – City-Manager Jaroschuk teilt sich mit
Der Citymanager von Kaliningrad Alexander Jaroschuk informierte über neue Denkmäler, die in Kürze in der Gebietshauptstadt aufgestellt werden. Hierzu gehört ein großes Monument mit einer Gesamthöhe von sieben Metern zu ehren von Alexander Newski. Dieses Denkmal wird seinen Platz im Zentrum des Kreisverkehrs am Wassiljewski-Platz finden. Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Auch das Denkmal selber, welches in Moskau gefertigt wird, ist bereits zum größten Teil fertiggestellt. Wie bekannt wurde, wird dieses Denkmal durch einen Sponsor finanziert. Informationen besagen, dass die Scherbakow, der Inhaber der Fahrzeugholding „Avtotor“ sein soll.
Weiterhin laufen die Arbeiten für das Denkmal „Fürst Wladimir“ am Platz des Sieges, in unmittelbarer Nähe zur Christi-Erlöser-Kirche. Auch hier tritt Wladimir Scherbakow als Geldgeber auf. Auf die Frage, ob auch der City-Manager an der Finanzierung der Denkmäler Anteil hat, antwortete dieser: „Ich helfe an vielen Stellen, ziehe es aber vor, darüber nicht zu sprechen.“
 
 
10.12.2017 – Gouverneur verspricht hohe Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass zur Gewährleistung der Sicherheit während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2018 einige tausend zusätzliche Polizisten aus anderen russischen Regionen nach Kaliningrad verlegt werden. In einem Interview mit TASS wollte er keine genaueren Zahlen nennen. Der Gouverneur zeigte sich überzeugt, dass es zu keinen Zwischenfällen kommen wird, mal von irgendwelchen kleineren Dingen abgesehen, die aber sofort in den Anfängen kuriert werden. Er teilte ferner mit, dass bereits mit dem Erhalt des WM-Passes eine erste „Auswahl“ erfolgt, denn bekannte Raufbolde werden diesen Pass nicht erhalten und kommen somit auch nicht ins Land. Es wird eine enge Zusammenarbeit der Kaliningrader Innenverwaltung mit der Polizei der Länder geben, aus denen die Mannschaften kommen, die in Kaliningrad spielen werden.
 

 


 
09.12.2017 – Die Gerüchteküche brodelt in Kaliningrad
Jeden Tag gibt es in Kaliningrad Gerüchte, Halbwahrheiten und Wahrheiten. Nicht immer lohnt es sich, eine Flasche Krim-Sekt zu kaufen. In diesem Fall lohnt es sich … auch wenn das Gerücht sich wieder mal als temporär nicht zutreffend erweisen sollte …
 
Foto: Arbeitsplatzdekoration bei „Kaliningrad-Domizil“
 
Anmerkung UN: Ein mir bekannter russischer Unternehmer erklärte mir den Sinn, warum in seiner Firma eine „Beratergruppe“ existiert. Sie existiert, um verdienten Mitarbeitern, die für die tägliche stressige operative Arbeit nicht mehr geeignet sind, ein finanziell gesichertes Einkommen offiziell zukommen zu lassen. Mit einem Teil der Berater trifft er sich regelmäßig, um sich beraten zu lassen. Mit einem anderen Teil der Berater trifft er sich nie.
 
09.12.2017 – Engster Vertrauter Zukanows in der Partei entmachtet
Alexander Jegoryschew, ehemaliger Vizegouverneur in der Regierung Zukanow und kurzzeitig in der Regierung Alichanow, ist aus dem Politrat (Kaliningrad) der Partei Einiges Russland ausgeschlossen worden. Die Partei begründete dies mit normaler Personalrotation. Als Vizegouverneur trat er vor einigen Monaten zurück, nachdem die Belastungen im Rahmen verschiedener Skandale, so u.a. der sogenannten Affäre „Göring-Datsche“ zu schwer wurden. Ebenfalls aus dem Politrat (Kaliningrad) wurde der ehemalige Kreisleiter von Tschernjachowsk ausgeschlossen. Auch er ist vor wenigen Wochen von seiner Funktion zurückgetreten. Der Sekretär der regionalen Parteivertretung Einiges Russland Andrej Kropotkin (auch Vorsitzender des Kaliningrader Stadtrats), erklärte, dass es sich um eine normale Personalrotation handle. Jedes Jahr sind 10 Prozent der Mitglieder des Politrates auszutauschen – so die Normen der Partei.
 
09.12.2017 – Weltbank spricht über schwieriges Kaliningrader Investitionsklima
Vertreter der Weltbank haben sich zwei Tage in Kaliningrad aufgehalten und sich mit dem Gouverneur Anton Alichanow und anderen Verantwortlichen der Region getroffen. Auf dem Arbeitsplan standen der Besuch der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer und Besuche in einer Reihe von großen Kaliningrader Unternehmen. Die Weltbank ist bereit, die Entwicklung Kaliningrads zu unterstützen, allerdings wird es, bedingt durch die geopolitische Lage Kaliningrads nicht einfach werden, Investoren zu interessieren. Dazu kommt die schwierige Wettbewerbslage, denn Kaliningrad befindet sich in „Umarmung“ von Ländern der Europäischen Union. Der Vertreter der Weltbank lobte die Entscheidungen zur Steuerbefreiung von Investoren im Rahmen der Sonderwirtschaftszone, betonte aber, dass für Investoren häufig die Steuern nicht die wichtigste Rolle spielen. Wichtig ist für einen Investor politische Stabilität im Land und eine stabile, vorhersehbare gesetzliche Basis für die Arbeit, eine entwickelte Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte. In Russland gibt es gegenwärtig den Begriff „Jagd zum Abgrund“, was bedeutet, dass alle Regionen sich um Investoren bewerben und versuchen, sich gegenseitig in Angeboten zu überbieten. Dies wiederum ist aber ungünstig für den Haushalt der jeweiligen Region. Gegenwärtig ist die Weltbank in 50 russische Regionen engagiert. Auch in Kaliningrad hat die Bank bereits mehrere Projekte realisiert.
 
09.12.2017 – Gouverneur zum Schicksal des Hauses der Räte
Die Kaliningrader Gebietsregierung geht davon aus, dass das Haus der Räte zu einem Museum ausgebaut wird. Das erklärte der Kaliningrader Gouverneur am Donnerstag während einer Sitzung der Regierung. In Einzelheiten wollte sich der Gouverneur nicht verlieren, meinte aber, dass es sich um ein vielseitiges Museum handeln werde. Man hofft auf eine völlige Übereinstimmung der Vorstellungen mit dem Investor und dann wird es im Stadtzentrum in diesem Haus eine große Anzahl von Museen geben. Frühere Überlegungen gingen davon aus, dass im Haus der Räte Hotels, Business-Center und Unterhaltungseinrichtungen ein Domizil finden. Im Jahre 2018 war bereits die Durchführung des Kinofestivals „Am Rand der Welt“ vorgesehen. Noch Ende 2016 sprach man allerdings darüber, dass auch die Kaliningrader Gebietsregierung in dieses Gebäude einziehen könnte.
 
 
09.12.2017 – Eröffnung eines Zentrums für den Verkauf von Eintrittskarten für die Fußball-Weltmeisterschaft
In Kaliningrad wurde ein Zentrum für die Ausgabe von Pässen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 eröffnet. Insgesamt wurden in Russland fünf derartige Zentren eröffnet: Moskau, St. Petersburg, Sotchi und Kasan. Das Kaliningrader Zentrum arbeitet an 6 Tagen in der Woche von 11-20 Uhr. Montags ist geschlossen. der Fan-Pass erleichtert den Besuchern den Besuch der Spiele zur Weltmeisterschaft erheblich. Der Pass gibt das Recht, kostenlos zwischen den Stadien zu reisen, wo die Spiele ausgetragen werden. Der Pass muss gemeinsam mit der Eintrittskarte vorgezeigt werden, um in das Stadion zu gelangen.  
 
09.12.2017 – Golf-Club ist wichtige Voraussetzung für Investitionen
Die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes ist der Ansicht, dass man in Kaliningrad unbedingt einen Golfclub benötige, wenn man Investoren anziehen will. Wladimir Sarudni, Generaldirektor der gebietseigenen Korporation meint, dass das Vorhandensein eines Golfclubs Investoren anzieht. Gibt es keinen derartigen Club, bleiben die Investoren weg. Wie weiter informiert wurde, wird gegenwärtig mit einem Investor verhandelt. Auch ein geeignetes Gelände steht zur Verfügung. Nach Ansicht von Sarudni, soll wohl der Golfclub die Rolle übernehmen, die früher im russischen Geschäftsleben die Sauna gespielt hat.
 
09.12.2017 – Stadtverwaltung genehmigt Nawalny-Show im Südpark
Kaliningrader liberale Medien machen seit Tagen Werbung für den Besuch von Alexej Nawalny in Kaliningrad. Dieser hatte sein Treffen mit Kaliningrader Bürgern bisher auf einem Privatgrundstück im Stadtzentrum, auf dem Moskauer Prospekt geplant. Am Donnerstag forderte Nawalny den Kaliningrader Gouverneur auf, an seiner Diskussionsrunde mit den Kaliningrader Bürgern teilzunehmen. Eine Antwort des Gouverneurs steht aus und wird Nawalny auch nicht erhalten. Ob der Gouverneur dann plötzlich doch erscheint – Berührungsängste kennt er nicht, wie die Vergangenheit gezeigt hat, bleibt abzuwarten. Allerdings hat die Kaliningrader Stadtverwaltung am Freitag den Südpark als Veranstaltungsort genehmigt. Der Südpark ist einer der offiziellen „Meckerecken“ der Stadt, wo derartige Veranstaltungen, aber auch Protestdemonstrationen, nach Antrag und Genehmigung durchgeführt werden dürfen.
 
Foto: Südpark – in der Nähe zur Kaliningrader Philharmonie auf dem Kalinin-Prospekt
 
09.12.2017 – Gouverneur glaubt nicht an Provokationen durch polnische Fans
Der Kaliningrader Gouverneur ist der Ansicht, dass die Sicherheitsorgane Polens und Russlands es nicht zulassen werden, dass es zu irgendwelchen gegenseitigen Provokationen seitens polnischer und russischer Fans zu den Fußball-Weltmeisterschaften in Kaliningrad kommen wird. Dies erklärte er während eines Treffens mit Mitarbeitern des polnischen Generalkonsulats in Kaliningrad. Kaliningrad hat ausreichend Erfahrungen in der Sicherung von Großveranstaltungen, so auch im Rahmen des Föderationscups im ablaufenden Jahr. Der polnische Generalkonsul unterstützte den Gouverneur und meinte, man solle sich auf die positiven Momente der Weltmeisterschaft konzentrieren. Er glaube nicht, dass es zu Provokationen kommt.
 
09.12.2017 – Altdeutsche Brücke wird wieder errichtet
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte über Pläne, die ehemals an der Königsberger Börse vorhanden gewesene Brücke, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist, wieder zu errichten und als Fußgängerbrücke zu gestalten. Er nutzte eine Beratung mit dem Kaliningrader Kulturrat, um diese Information öffentlich zu machen. Die Brücke wird mit Kräften und Mitteln des Kaliningrader Gebietes errichtet. Die Gelder sind im Gebietshaushalt vorhanden. Die Fußgängerbrücke wird Bestandteil des geplanten Museumskomplexes sein, welcher das Meeresmuseum mit dem Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse (zukünftig Museum für bildende Künste) und der Kant-Insel mit dem Dom umfasst.  Weiterhin wird die Fläche neben der Königsberger Börse rekultiviert und mit Wasserspielen versehen.
 
Foto: Das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse. Zukünftige Nutzung als Museum für bildende Künste

 


 
08.12.2017 – Ein Aufpasser für Zukanow in Kaliningrad?
Vor kurzem hat die Administration des russischen Präsidenten einen neuen Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet eingesetzt. Da das Kaliningrader Gebiet zur NordWest-Region gehört, untersteht dieser Bevollmächtige für Kaliningrad dem Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für die NordWest-Region. Dies ist gegenwärtig Nikolai Nikolajewitsch Zukanow, der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes. Durch das Informationsportal „rugrad.eu“ wird vermutet, dass der Einsatz des neuen Bevollmächtigten gezielt erfolgte, um die Arbeit von Nikolai Zukanow und dessen Einflussnahme auf Dinge im Kaliningrader Gebiet besser kontrollieren zu können. Der neue Bevollmächtigte Roman Balaschow ist ehemaliger Mitarbeiter des russischen Sicherheitsdienstes FSB und zeigt auch in seinem weiteren veröffentlichten Lebenslauf einige Besonderheiten seines bisherigen Einsatzes auf. Er wurde immer an Brennpunkten eingesetzt, wenn es darum ging, über große Finanzmengen die Aufsicht zu führen.
Nicht genannt sein wollende Mitarbeiter der Kaliningrader Gebietsregierung bezeichneten den Einsatz von Roman Balaschow als große Niederlage für den Ex-Gouverneur Zukanow.
 
 
08.12.2017 – Jaroschuk ist City-Manager und macht große Versprechungen
Der ehemalige Bürgermeister von Kaliningrad Alexander Jaroschuk ist heute mit einer kleinen Feier in sein neues Amt als City-Manager eingeführt worden. Es ist seine dritte Amtszeit, wo er, unter verschiedensten Dienstbezeichnungen, die Geschicke der Stadt Kaliningrad lenkt und leitet. Bei seiner Amtseinführung versprach er, dem 500.000 Bewohner der Stadt Kaliningrad eine Wohnung zu schenken. Da er bereits der russisch-orthodoxen Kirche eine ganze Kirche in der ul. Newskowo geschenkt hatte, wird diese Wohnung wohl seinen privaten Finanzhaushalt nicht über Gebühr strapazieren. Er kommentierte, dass Kaliningrad in der gesamtrussischen Statistik der Städte, in denen Russen gerne leben würden, den dritten Platz einnimmt. Für Russen sind dabei drei Faktoren wichtig: Sicherheit, Lebensqualität, Preis für eine Wohnung. Gegenwärtig leben in Kaliningrad offiziell 473.600 Menschen. In Wirklichkeit, so Jaroschuk, sind es rund 100.000 Bürger mehr, nur diese sind unter einer anderen Adresse außerhalb Kaliningrad registriert.
 
 
08.12.2017 – Gouverneur Alichanow zum Verhältnis zu Polen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich zum Verhältnis Russlands zu Polen geäußert. Er nutzte hierfür eine prosaische Umschreibung und meinte, dass nach jedem Winter, ein Frühling und Sommer kommt. Gegenwärtig durchleben die zwischenstaatlichen Beziehungen nicht die beste Periode, aber es gibt Hoffnung auf Besserung – so Alichanow während eines Treffens mit dem ehemaligen polnischen Generalkonsul in Kaliningrad. Der polnische Generalkonsul verlässt Kaliningrad, um eine neue Funktion in der polnischen Botschaft in Moskau anzutreten. Marzin Nosal hat seine Tätigkeit am 25. Oktober 2017 in Kaliningrad beendet. Als Generalkonsul war er seit März 2014 in Kaliningrad.
 

Foto: Polnisches Generalkonsulat in Kaliningrad - Kastanienallee
 
08.12.2017 – Gouverneur zu Sicherheitsfragen während der Fußball-Weltmeisterschaft
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow äußerte sich zu Sicherheitsfragen während der Fußballspiele im Sommer 2018 im Rahmen der Weltmeisterschaft. Er zeigt sich überzeugt, dass die Rechtspflegeorgane, aber auch andere Sicherheitsbehörden vollständig die Sicherheit in der Stadt und dem Gebiet während der Spiele gewährleisten werden. Es tut nicht Not sich zu beunruhigen. Die Durchführung des Konföderations-Cubs hat gezeigt, dass man über ausreichende Erfahrungen verfüge, um die Situationen zu beherrschen. Die zuständigen Organe werden keine Provokationen zulassen. Ihm ist bekannt, dass sowohl das Innenministerium, wie auch die anderen Sicherheitsdienste eine enge Zusammenarbeit organisiert haben. Die Arbeit zur Gewährleistung der Sicherheit habe bereits jetzt begonnen und man ist in der Lage, schon jetzt Problempunkte zu beseitigen. In der Meldung wurde daran erinnert, das sich der Leiter der Kaliningrader Innenverwaltung in einem Gespräch mit dem Gouverneur nicht erfreut gezeigt hatte, als bekannt wurde, dass die englische Mannschaft in Kaliningrad spielen wird.
 
 

 

07.12.2017 – Putin hat neues „Kaliningrad-Gesetz“ unterzeichnet
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Unterschrift unter das neue, sogenannte „Kaliningrad-Gesetz“ gesetzt. Es regelt eine Reihe von Fragen des ehemaligen Gesetzes über die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad neu. Von den ehemaligen Träumen über mögliche erhebliche und einschneidende Veränderungen für Wirtschaft und Tourismus ist allerdings nicht viel übrig geblieben – will man den diversen Meldungen und Kommentaren Kaliningrader Medien Glauben schenken. Wesentliche Neuregelungen sind eine erhebliche Herabsetzung der Mindestinvestitionssumme, um Resident der Sonderwirtschaftszone mit vollständiger Steuerbefreiung zu werden. Weiterhin regelt das Gesetz, dass Touristen und Geschäftsleute für eine Einreise nach Kaliningrad zukünftig ein elektronisches Visum mit einer Gültigkeitsdauer von bis zu acht Tagen beantragen können. Das Visum ist kostenlos.
Im Laufe des Mittwoch meldete sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu Wort und meinte:
 
 
Die Regionalverantwortlichen werden weiter daran arbeiten, dieses Gesetz zu vervollständigen. Man habe sehr lange an diesem neuen Gesetz gearbeitet – fast zwei Jahre. Und diese Arbeit ist durch Erfolg gekrönt worden. Nicht alles, was anfänglich erhofft wurde, konnte in dem Gesetz berücksichtigt werden. „Aber suchen Sie, was fehlt und teilen es uns mit“, - so Anton Andrejewitsch in einer ersten Stellungnahme. Die jetzigen neuen gesetzlichen Regelungen erleichtern erheblich die Arbeit der Unternehmer im Gebiet. Und für diejenigen die Residenten werden, gibt es erhebliche Steuererleichterungen.
 
Das Wetter ist in Kaliningrad in den letzten Tagen nicht zum aushalten. Da man tagsüber keine vernünftigen Fotos machen kann, habe ich mich entschlossen, mal abends einen Kurzfilm zu drehen. Da sieht man zwar das schlechte Wetter nicht, dafür aber die chaotischen Verkehrsverhältnisse, selbst außerhalb des Stadtzentrums. Das Handelszentrum „Baltische Galerie“ wurde 2017 eröffnet und befindet sich im neuen Stadtteil „Selma“ im Norden der Stadt.
 
07.12.2017 – Heineken scheint Käufer für Brauerei gefunden zu haben
Der allgemeine Rückgang des Bierkonsums in Russland hat die Firma Heineken veranlasst, Anfang 2017 die Kaliningrader Produktionsstätte der ehemaligen „Ostmark-Brauerei“ zu schließen und die Produktion der bekannten Marken „Königsberg“ und „Ostmark“ ins russische Mutterland zu verlegen. Die Immobilie wurde zum Verkauf ausgeschrieben. Jetzt scheint man einen Käufer gefunden zu haben, wie Kaliningrader Medien berichten. Wer der Käufer ist und welche Absichten er mit dieser Immobilie hat, wurde bisher noch nicht bekannt. Die Kaliningrader Gebietsregierung zeigte sich Ende 2016 enttäuscht zur Verhaltensweise von „Heineken“, denn durch den Weggang der Firma gehen dem Gebietshaushalt 300 Mio. Rubel dringend benötigter Steuereinnahmen verloren.
 
 
07.12.2017 – Kaliningrader sind nicht nachtragend
Am Wochenanfang verdarben einige englische Medien den Kaliningrader Lokalpatrioten ein wenig die Laune, in dem sie die Stadt als kriminelles, militarisiertes Nutten-Zentrum mit sowjetisch-kommunistischen Charme darstellten. Vielleicht lassen sich ja doch nicht alle Briten von dieser Berichterstattung abschrecken. Für die britischen Fußball-Fans, die sich trotzdem in die Höhle des Löwen trauen, haben die Kaliningrader schon etwas vorbereitet, damit sich diese trotzdem wie zu Hause fühlen.
 

Foto: Restaurant „London“ – es befindet sich im Stadtzentrum, direkt auf dem „Prospekt des Friedens“
 
Aber auch die Deutschen sollen sich in Kaliningrad wohlfühlen. In unmittelbarer Nachbarschaft zu diesem britischen Restaurant, befindet sich ein funkelnagelneuer „Königsbäcker“ – ein königlicher Bäcker für eine Stadt ohne König, dafür aber mit einem russischen Gouverneur – dem jüngsten aller Gouverneure, die Russland aufzubieten hat.
 

Foto: Neuer „Königsbäcker“ in Kaliningrad, einer Stadt ohne König, aber mit einem russischen Gouverneur
 
07.12.2017 – Neue Produktion für süße Leckereien
200 Millionen Rubel lässt sich ein Investor den Aufbau einer neuen Produktionsstätte für „Pastillen“ in Kaliningrad kosten. Darüber informiert die Pressestelle der Kaliningrader Gebietsregierung. Der neue Betrieb wird in Kreis Gwardejsk sein Domizil finden. Produziert werden, nach Information des regionalen Landwirtschaftsministeriums, Fruchtpastillen aus Apfelpüree und allen weiteren Zutaten aus regionaler Produktion. 140 Tonnen dieser süßen und vermutlich fast kalorienfreien Leckereien, sollen in der Startphase pro Monat hergestellt werden. Weitere Pläne sehen vor, die Produktion im Verlaufe von fünf Jahren auf bis zu 30 neue Sorten zu erweitern. In der zweiten Entwicklungsphase der Firma, sollen vertragliche Vereinbarungen mit Kaliningrader Kleingärtnern abgeschlossen werden. Die Herstellung von Fruchtpüree soll auch für die Produktion von Kindernahrung verwendet werden. Wie durch die Gebietsregierung informiert wurde, entwickelt sich der Anbau von Obst in Kaliningrad in sehr hohem Tempo. Im Jahre 2017 wurde das 2,5fache dessen geerntet, was 2016 produziert wurde. Der Obstanbau erfolgt gegenwärtig auf 811 Hektar und soll sich im kommenden Jahr auf über 1.000 Hektar ausdehnen. Bereits jetzt wird von einem Kaliningrader Produzenten Apfelsaft nach Polen geliefert – einem Land, welches noch im Jahre 2014 den größten Teil des Apfelimports nach Kaliningrad ausmachte.
 
07.12.2017 – Kaliningrad erwartet Alexej Nawalny
Alexej Nawalny, russischer Korruptionsjäger, Oppositionär und vorbestrafter gescheiterter Unternehmer, wird am kommenden Sonntag in Kaliningrad erwartet. Er möchte sich mit der Bevölkerung zu Fragen des täglichen Lebens, ihren Sorgen und Nöte austauschen. Das Treffen mit dem Volk ist auf dem Moskauer Prospekt, unter offenem Himmel geplant.
 

 
Gegenüber dem geplanten Treffpunkt befindet sich das Denkmal für die sowjetischen Seeleute, die bei der Eroberung Königsbergs im Jahre 1945 ihr Leben gegeben haben. Die Inschrift lautet: Die Heimat vergisst nicht!

 

06.12.2017 – Zoo-Besuch für Mobilitätseingeschränkte wird leichter
Der Kaliningrader Zoo schlägt mobilitätseingeschränkten Bürgern vor, einen Rollstuhl zu mieten und mit diesem den Zoo zu besuchen. Dies schlug die Direktorin Svetlana Sokolowa auf ihrer Facebook-Seite vor. Sie informierte, dass andere Zoo-Einrichtungen in Russland schon lange derartige Dienstleistungen anbieten. Man habe sich mit Nowosibirsk und Krasnojarsk in Verbindung gesetzt und viele wertvolle Ratschläge erhalten. Man werde nun als erstes auf der eigenen Internetseite in Erfahrung bringen, welcher Bedarf überhaupt besteht. Interessierte können sich anmelden und die entsprechenden Fragen beantworten. Für die Nutzung des Rollstuhls ist nichts zu bezahlen. Der Nutzer schließt nur einen „Miet“-Vertrag ab, um die gegenseitigen Verantwortlichkeiten festzuschreiben. Wie weiterhin mitgeteilt wurde, sind bereits jetzt im Zoo fast alle Objekte so vorbereitet, dass diese durch mobilitätseingeschränkte Besucher erreicht werden können.
 
Anm. UN: In der Vergangenheit ist viel in die Rekultivierung des Kaliningrader Zoo investiert worden. Es ist bei weitem noch nicht alles Ideal und in vielen Fragen ist der Zoo nicht zu vergleichen mit ähnlichen Anlagen in Deutschland. Ein Besuch lohnt sich aber immer. Links vom Eingang des Zoo hat vor wenigen Monaten ein neues Restaurant aufgemacht. Es sieht von außen kleiner aus, als es ist. Es bietet, bei rechtzeitigem Erscheinen, hervorragende Sitzplätze mit Panoramablick in den Zoo. Besuchen Sie dieses Restaurant und informieren uns mit einer Restaurantkritik. Wir setzten dann alle unsere Leser davon in Kenntnis (natürlich anonym, wenn Sie es wünschen).
 
Foto: Patisson-Markt, neues Restaurant in Kaliningrad mit großartiger Aussicht auf den Zoo
 
06.12.2017 – Illegale Waffenproduktion ausgehoben
Der Kaliningrader Polizei ist es mal wieder gelungen, eine illegale „Waffenschmiede“ auszuheben. Man fand ein großes Arsenal an Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg und dazugehöriger Munition vor. Ein 56jähriger Kaliningrader hatte seine Wohnung als Waffenwerkstatt umgebaut. Ein Teil der vorgefundenen Waffen beeindruckte die Rechtspflegeorgane. Die Instandsetzung erfolgte in hoher Qualität. Es stellte sich heraus, dass der „Mann mit den goldenen Händen“ bereits vorbestraft ist. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren und eine Finanzstrafe bis zu 80.000 Rubel.
 
 
06.12.2017 – Vor Betreten, Füße abtreten – Stand der Rekultivierung des Unterteiches
Die Rekultivierungsarbeiten am Unterteich scheinen sich langsam dem Ende zu nähern. Bei einer Besichtigung vor Ort durch „Kaliningrad-Domizil“ wurde noch eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten festgestellt. Beim Überschreiten einer der Brücken hatte man unverhofft den Wunsch, sich vorher die Füße abzutreten, denn die Brücke war weiß gestrichen. Aber auch Kaliningrader Bürger nutzten die Gelegenheit, um am vergangenen Wochenende Kaliningrader Beamten aus der Stadtverwaltung zu zeigen, was noch nicht alles in Ordnung ist. Sie beschwerten sich, dass alte, nicht funktionierende Dinge entfernt worden sind und ersetzt worden durch neue, ebenfalls nicht funktionierende Dinge. Insgesamt ruft die gesamte Instandsetzung des Unterteiches viele Fragen zur Qualität hervor – bis hin, dass die Bürger aufzeigten, dass es nicht eine einzige gerade Schweißnaht an den Brückengeländern über den See gäbe. Durch Aktivisten wurde kritisiert, dass viele Millionen Rubel für die Rekultivierung wieder mal in den Sand gesetzt worden sind. Der Vertreter der Stadtverwaltung wiederum erklärte den Bürgern, warum man viel Geld für niedrige Qualität bezahlt habe, was bei den Bürgern, deren Steuergelder verausgabt wurden, natürlich kein Verständnis hervorrief.
 
 
06.12.2017 – Schöne Selbstzufriedenheit in der Kaliningrader Gebietsregierung
Frau Elena Djatlowa, zuständige Ministerin in der Kaliningrader Gebietsregierung für die Infrastruktur, hat sich zufrieden gezeigt, mit dem Fortschritt des Straßenbaus und der Straßenerneuerung. Man habe im Jahre 2017 immerhin mehr als 11 Milliarden Rubel dafür aufgewandt. Ein Teil der Gelder stamme aus dem Kaliningrader Haushalt, ein weiterer Teil sind Fördergelder aus dem zentralen russischen Haushalt. Die Ministerin zeigte sich „stolz wie nie zuvor“ über das Erreichte. Sie hob u.a. die neue Berliner Brücke hervor, die Fernverkehrsstraße Mamonowa-Geschechotka, die nördliche Umgehung bis zum Ring Gurewsk, die Straße 9. April und den Baubeginn der Ost-Hochbrücke und natürlich das Straßennetz auf der sogenannten „Insel“, dem Standort des neuen Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft.
 
Foto: Kaliningrader Journalisten fanden Beispiele für den Straßenbau, insbesondere für Fußgänger, die die Ministerin in ihrer Lobesrede nicht erwähnte
 
06.12.2017 – Wieder Ausländer abgeschoben
Wer Kaliningrad schön findet und meint, in dieser Stadt und dem Gebiet glücklich werden zu können, sollte sich rechtzeitig darum kümmern, alle gesetzlichen Anforderungen hierzu zu erfüllen. Wer dies nicht tut, muss damit rechnen, dass die Kaliningrader Behörden ihn auffordern, das Land zu verlassen. Bei 13 Ausländern war man wohl zu der Überzeugung gelangt, dass diese nicht nur die russischen Aufenthaltsgesetze verletzt haben, sondern auch nicht bereit waren, freiwillig das Land zu verlassen und so wurden sie abgeschoben. Die Ausländer reisten auf legale Weise nach Kaliningrad ein, erhielten alle notwendigen Genehmigungen für einen Aufenthalt, einschließlich einer Arbeitsgenehmigung, kümmerten sich dann aber nicht um die Verlängerung. Vermutlich wollten sie die Kosten sparen und versteckten sich vor möglichen Kontrollen.  Die Ausländer wurden durch Gerichtsvollzieher zum Airport begleitet und dort dem FSB übergeben, der die endgültige Ausreise per Flugzeug organisierte. Für fünf Jahre sind nun die Grenzen für diese Bürger fest verschlossen. Gegenwärtig befinden sich im Abschiebezentrum in Gwardejsk noch 39 Ausländer aus Armenien, Estland, der Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan und Litauen. Seit Anfang des Jahres wurden 524 Ausländer des Landes verwiesen.
 
06.12.2017 – Neue Iskander-Einheiten werden nach Kaliningrad verlegt
Die Zeitung „Kommersant“ informiert, dass in allernächster Zeit im Kaliningrader Gebiet neue „Iskander“-Einheiten stationiert werden. Diese Stationierung wird endgültig und ständig sein. Die bisherige Anwesenheit von derartigen Einheiten war temporär. Die zeitweilige Anwesenheit der operativ-taktischen Raketen hatte bisher rein demonstrativen Charakter und war eine Antwort auf das „unfreundliche Verhalten“ der USA und der NATO. Die ständige Dislozierung dieser Raketen wurde bisher aus politischen Gründen vermieden. Eine ständige Dislozierung sollte als zusätzliches starkes Instrument dienen, für den Fall, dass sich die Lage scharf verändert. Dies scheint nun wohl eingetreten zu sein.
Wie informiert wurde, begannen im Jahre 2016 im Bereich Tschernjachowsk Bauarbeiten für die Stationierung dieser mobilen Einrichtungen. Es sind Bunkeranlagen, um die Technik unterzustellen. Der Einsatz der mobilen Startrampen ist an keinen konkreten Ort gebunden. Die Ortung der Raketen und deren möglicher Abschusspunkt sind somit schwierig.
Wie eine Quelle aus dem russischen Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die 152. Gardebrigade, bisher ausgestattet mit Raketen des Typs „Totschka-U“ auf die neuen Iskander-Raketen umgerüstet. Den Gefechtsdienst nimmt die Brigade Anfang 2018 auf.
 
Grafik: Die Kreise zeigen die Erreichbarkeit der „Iskander“-Raketen, in Abhängigkeit vom konkreten Startpunkt im Kaliningrader Gebiet. Die Verlegung der Raketen aus Tschernjachowsk (im Zentrum des Kaliningrader Gebiets) in eine neue Gefechtsposition erfordert nur wenige Stunden.

 


 
05.12.2017 – Ex-Gouverneur Zukanow zu Neid-Erscheinungen in Russland
Der ehemalige Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und jetzige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für die NordWest-Region Nikolai Nikolajewitsch Zukanow hat sich während seines Aufenthaltes am Montag in Kaliningrad zu den Mannschaften geäußert, die am Freitag durch Losentscheid bestimmt worden, um in vier Vorrundenspiele in Kaliningrad zu spielen. Er meinte, dass die Bewohner der Stadt und die Gäste den allerbesten Fußball sehen werden, den es gibt. Die Mannschaften, die in Kaliningrad spielen, werden in den anderen Regionen Neid hervorrufen. Die Mannschaften aus England, Belgien, Marokko, Serbien und der Schweiz haben immer schönen Fußball gezeigt.
 
Leider, so bedauerte Herr Zukanow, spielt die russische Mannschaft nicht in Kaliningrad.
 
 
05.12.2017 – Putin-Beauftragter Zukanow äußerst sich zu Rudnikow-Affäre
Der Bevollmächtigte des russischen Präsidenten Putin für die NordWest-Region Nikolai Nikolajewitsch Zukanow hat sich während seines Aufenthaltes am Montag in Kaliningrad zur „Rudnikow-Affäre“ geäußert. Er meinte, dass die Rechtspflegeorgane über eiserne Beweise verfügen müssen für die Dinge, die sie Rudnikow zur Last legen. Die Handlungen des Staates in dieser Angelegenheit, werden von den Medien aufmerksam begleitet – insbesondere auch deshalb, weil Rudnikow ein ehemaliger Journalist und Chefredakteur einer bekannten Oppositionszeitung war. Es muss eine ausgewogene Untersuchung erfolgen und die Schuld jedes Einzelnen in dieser Angelegenheit muss eisern mit Beweisen belegt werden.
Rudnikow wurde am 1. November wegen versuchter Erpressung föderaler Staatsbeamter verhaftet. Es stellte sich im Laufe der Untersuchung heraus, dass er über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung verfügt und damit gegen die Beauflagungen für Abgeordnete der Duma verstoßen hatte. Er wurde seines Abgeordneten-Mandates entbunden.
 
 
05.12.2017 – Vorsicht vor Kaliningrad, den Russen und den Iskandern
Nachdem bekannt geworden ist, dass die englische Fußball-Mannschaft ein Vorgruppenspiel in Kaliningrad austragen wird, haben britische Medien begonnen, die Bevölkerung über die Stadt Kaliningrad zu informieren. Man stellt Kaliningrad als eine „schreckliche Stadt“ dar, die, obwohl sie von der Europäischen Union und Verbündeten der NATO umgeben ist, immer noch eine russische Region ist. Die Region ist vollgestopft mit russischem Militär, Atomraketen Iskander und verfügt über jede Menge Bar´s, wo die russische Jugend versucht, sich das westeuropäische Lebensniveau anzueignen. Man empfiehlt den englischen Touristen diese Stadt nicht zu besuchen, denn es ist keine europäische Stadt. Man informiert die britischen Leser, dass die Stadt während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde, vergisst allerdings zu erwähnen, dass es britische Bomber waren, die während zweiter Angriffe im August 1944 die Stadt in Schutt und Asche gelegt hatten. Weiterhin informieren die Journalisten, dass die hungrigen Kaliningrader nach Polen fahren, um dort billig Lebensmittel einzukaufen, die es durch die westlichen Sanktionen in Kaliningrad nun nicht mehr gibt.
 
 
05.12.2017 – Schlechter Start für „RusLine“ in Kaliningrad
Bereits der erste Flug der russischen Gesellschaft „RusLine“ auf der Strecke „Kaliningrad-Berlin-Kaliningrad“ Anfang November stand unter keinem guten Stern, denn er fand wegen ungünstiger Witterungsbedingungen nicht statt. Im Verlaufe des Monats November kam es ebenfalls zu einigen Störungen im geplanten Flugplan. Jetzt wurde bekannt, dass die Fluggesellschaft alle Flüge nach Berlin bis 22. Dezember abgesagt hat. Grund hierfür ist eine Korrektur des Flugplans – so die offiziell verbreitete Version. Ein Sprecher des Kaliningrader Airports „Chrabrowo“ teilte mit, dass man bereits eine Information von der Fluggesellschaft erhalten habe, dass auch im Zeitraum vom 10.-31. Januar keine Flüge stattfinden werden. Somit ist wohl klar, dass die Hoffnungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow sich nicht erfüllen werden. Er träumte davon, dass „RusLine“ eine Inkarnation von „KD-Avia“ werden könnte.
 
 
05.12.2017 – Weihnachtliche Stimmung in Kaliningrad
Langsam beginnt die vorweihnachtliche Stimmung in Kaliningrad Einzug zu halten. Ab und zu ein wenig Schneefall, niedrige Temperaturen und Väterchen Frost im Kaliningrader EuropaCenter tragen dazu bei.
 
 
Auch auf dem Platz des Sieges wird intensiv an der Aufstellung des zentralen Weihnachtsbaumes gearbeitet. Selbst am Wochenende, wo diese Aufnahmen entstanden sind, gönnte man sich keine Pause.  
 
 
05.12.2017 – Neuer Bevollmächtigter Vertreter des russischen Präsidenten in Kaliningrad eingetroffen
Am Montag ist der neue Bevollmächtigte Vertreter des russischen Präsidenten für das Gebiet Kaliningrad eingetroffen. Es handelt sich um Roman Balaschow. Die wichtigste Aufgabe für den neuen Bevollmächtigten ist die Organisation eines guten Zusammenwirkens zwischen regionalen und föderalen Machtstrukturen im Gebiet – so die einführenden Worte von Nikolai Zukanow, dem unmittelbaren Vorgesetzten des neuen Bevollmächtigten für das Kaliningrader Gebiet. Der neue Bevollmächtigte ist Jahrgang 1971. Er beendete die Moskauer staatliche Universität und die Russische Akademie für den Staatsdienst beim Präsidenten. Von 1994-2005 arbeitete er im russischen Sicherheitsdienst FSB. Danach erfüllte er verschiedene Funktionen in Moskau, Perm und Archangelsk. Seit 2016 arbeitete er in der Verwaltung des russischen Präsidenten.
 
 
05.12.2017 – Gouverneur Alichanow bittet Ex-Gouverneur Zukanow um Hilfe
Während des Aufenthaltes des Bevollmächtigten Vertreters des russischen Präsidenten für die NordWest-Region im Kaliningrader Gebiet, kam es auch zu einem Treffen mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Dieser nutzte die Gelegenheit, um Herrn Zukanow mit der Situation in der Landwirtschaft, insbesondere nach den verheerenden Witterungsbedingungen im abgelaufenen Jahr, vertraut zu machen. Er bat darum, dass der Bevollmächtigte des russischen Präsidenten seinen Einfluss geltend macht, damit Kaliningrad föderale Unterstützungsgelder für die Instandsetzung des Meliorationssystems erhält. Von Seiten der Landwirte sind bei der Kaliningrader Regierung Anträge auf Ausgleich von Verlusten in Höhe von 400 Mio. Rubel eingegangen. Das Gebiet ist nur in der Lage, die Hälfte der Summe zu zahlen. Für den „Rest“ wird föderale Hilfe benötigt. Für die Wiederherstellung des Meliorationssystems im Kaliningrader Gebiet werden bis zu 20 Milliarden Rubel benötigt. Diese stehen, so Zukanow, natürlich nicht zur Verfügung. Da aber auch das Meliorationsprogramm nicht innerhalb eines Jahres, sondern vermutlich innerhalb von zehn Jahren umgesetzt wird, ist der Erhalt von jährlich zwei Milliarden Rubel, für die Ziele zweckgebunden durchaus realistisch.
 
 
05.12.2017 – In eigener Sache
Vor rund drei Wochen startete unser Videokanal. Bisher sind rund 100 Filme dort gespeichert, aber nur ein geringer Teil ist freigeschaltet. Trotzdem haben wir in dieser kurzen Zeit 1.636 Videoabrufe und 14 Abbonenten unseres Kanals gewinnen können. Vielen Dank für Ihr Interesse. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir noch weit entfernt davon sind, unseren Videokanal mit einer Schulnote bewerten zu können. Für die jetzt von uns angebotene Qualität gibt es noch keine Schulnote – sie liegt irgendwo hinter der „6“. Wir arbeiten an der Qualifizierung und der Verbesserung unseres Videoangebotes – Schritt für Schritt und danken für Ihre Geduld mit uns.
 

 


 
04.12.2017 – Gouverneur macht sich Sorgen um die Uferbefestigungen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow macht sich Sorgen um den Zustand der Strand- und Uferbefestigungen im Bereich Svetlogorsk und Pionersk. Er bezeichnete die Situation als „nahe dem Kritischen“ – während eines Besuches vor Ort.
 
Es gibt einige Momente, die alle beunruhigen – so Alichanow. Das sind einerseits der Küstenschutz und andererseits die Situation rund um den Bau der neuen Promenade und die Rekonstruktion der alten Promenade. Er informierte, dass die zuständige Küstenschutzbehörde ein Projekt für die Rekonstruktion des gesamten Küstenabschnittes im Kaliningrader Gebiet vorbereitet habe. Am 11. Dezember wird es beraten. Die vorläufig berechneten Kosten für den Küstenschutz belaufen sich auf zwei Milliarden Rubel. Dies ist aber nur die Summe, die benötigt wird, um den Bereich in Svetlogorsk und Pionersk instand zu setzen. Somit ist klar, dass man die Probleme des Küstenschutzes nur in Etappen bewältigen kann, es sei denn – so der Gouverneur, das föderale Zentrum hilft finanziell.
 
 
04.12.2017 – Afrikanische Schweinepest gibt Kaliningrad keine Ruhe
Die Problematik der Afrikanischen Schweinepest ist anscheinend noch nicht geklärt, denn die Quarantäne in den betroffenen Kreisen nahe der polnischen Grenze, wurde auch nach dem 30. November verlängert und gilt jetzt unbegrenzt. Eine entsprechende Weisung des Kaliningrader Gouverneurs wurde auf der Internetseite der Gebietsregierung veröffentlicht. Erweitert wird auch der Bereich der Quarantäne um den Ort „Nowosjolowo“. Erste Tiere, die mit dem Virus infiziert waren, wurden am 4. November in Kaliningrad festgestellt.
 
 
04.12.2017 – Geld verdienen ohne Lizenz bringt Unannehmlichkeiten
Für manche Tätigkeiten zum Geld verdienen, hat der russische Staat Lizenzen und andere Genehmigungen eingeführt. Es gibt aber immer wieder unternehmungslustige Bürger die versuchen, die staatlichen Festlegungen zu umschiffen. So hatte ein Schiffer im Kreis Polessk sich Gewässerexkursionen für Touristen ausgedacht und hierfür keinerlei Genehmigungen. Dem Staat fiel es auf, dass der Schiffer die Gesetze umschiffte und so organisierte man, dass der Schiffer im Kreisgericht Anker werfen musste. Allerdings hatte man vorher bereits mehrmals versucht, den Mann ans Ufer der Gesetzlichkeit zu ziehen und hatte ihn verwarnt. Diese Warnungen rauschten wohl, wie die Wellen der Ostsee, am Gehör des Schiffers vorbei, so dass das Gericht nun den Mann wegen fehlender Lizenzen und wegen Gefährdung von Menschenleben schuldig sprach. Die Höhe des Strafmaßes steht noch aus, aber es ist wohl zu vermuten, dass er für weitere Kiellegungen von Ausflugsdampfern in absehbarer Zeit kein Geld mehr haben dürfte.
 
 
Anm. UN: Das Problem der Organisation von Ausflugsdampfern ohne Lizenz steht nicht nur in irgendwelchen Kreisen des Gebietes Kaliningrad, sondern auch in der Gebietshauptstadt. Es gibt nur wenige Standorte für diese Schiffe, die, für ein nicht gerade geringes Entgelt, Touristen über den Pregel, Hafen und zurück transportieren. Nicht alle haben eine Lizenz und nicht alle Schiffe werden regelmäßig einer technischen Inspektion unterzogen. Warum hier keine Ordnung mit relativ geringem Aufwand geschaffen wird, bleibt wohl ein Geheimnis der zuständigen Behörden.
 
 
04.12.2017 – Nicht alle sind glücklich über die WM-Auslosung
Die Meinungen zu den Mannschaften, die am vergangenen Freitag in Moskau ausgelost und in Kaliningrad spielen werden, sind unterschiedlich. Während die Fußball-Fans meinen, dass England ein einziger Glückstreffer für Kaliningrad ist, zeigt sich der Chef der Innenverwaltung des Gebietes Kaliningrad weniger begeistert.  
 

Die Auslosung hatte ergeben, dass England, Belgien, Nigeria, Kroatien, Serbien, die Schweiz, Spanien und Marokko in Kaliningrad spielen werden.
 
 
 
04.12.2017 – Väterchen Frost in Kaliningrad eingetroffen
Am Sonntag ist Väterchen Frost in Begleitung von Schneeflöckchen in Kaliningrad eingetroffen. In traditioneller Gutmütigkeit zeigte er sich den Kindern im EuropaCenter und spielte mit ihnen. Geschenke gab es noch nicht, dafür ist es in Russland noch viel zu früh, denn Väterchen Frost kommt nicht, wie in Deutschland, am 24. Dezember, sondern erst zum Jahreswechsel am 31. Dezember.
Insgesamt hat in Kaliningrad die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit begonnen. Der zentrale Weihnachtsbaum auf dem Platz des Sieges wird aufgebaut und auch die Geschäfte und Handelszentren in der Stadt dekorieren. Ebenfalls sind in der Stadt eine Reihe von Servicefirmen unterwegs, die für weihnachtliche Beleuchtung der Straßen sorgen.
 

 


 
03.12.2017 – Bewegung bei den Besitzern des „Hauses der Räte“
Das „Haus der Räte“ in Kaliningrad, seit 1970 unvollendete Baustelle im Stadtzentrum Kaliningrads und über Jahre Spekulationsobjekt und Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen, wird wohl neue Besitzer erhalten. Wie die Informationsagentur „rugrad.eu“ mitteilt, hat Michael Schiwikow, einziger Gesellschafter der Firma „Protostroi“, die von ihm gehaltenen 85 Prozent Gesellschafteranteile am „Haus der Räte“, durch Neugründung von Firmen und Übertragung von Gesellschafteranteilen zu je 40 Prozent, aufgeteilt. Im August 2017 gründete er zwei Firmen und registrierte diese im Gebiet Moskau: „PromStroi“ und „Energo-Service“. Beide Firmen erhielten je 40 Prozent der Anteile am „Haus der Räte“. Es ist davon auszugehen, dass nach Abschluss aller rechtlichen Regularien, Michael Schiwikow beide Firmen verkaufen wird und somit die Anteile am Haus der Räte auf andere, bisher nicht bekannte Eigentümer, übergeht. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hatte bereits vor einigen Wochen informiert, dass es Bewegung in dieser Angelegenheit gebe und dass der oder die neuen Eigentümer in enger Zusammenarbeit mit der Gebietsregierung das weitere Schicksal des Hauses zum guten Ende führen werden.
 
 
03.12.2017 – Kaliningrad erhält neue Raketenkomplexe
Wie der Pressedienst der Ostseeflotte mitteilt, sind die Bauarbeiten für die Stationierung neuer Raketeneinheiten im Umkreis der Stadt Kaliningrad abgeschlossen. Erwähnt werden Küstenraketeneinheiten, die in der Nähe Kaliningrads neu aufgestellt worden sind und die mit den Komplexen „Bal“ und „Bastion“ ausgestattet sind. In der Pressemitteilung wird von weiteren Raketenstellungen für „andere Raketenkomplexe“ gesprochen. Welche Raketenkomplexe damit gemeint sind, wird nicht weiter kommentiert.
 
 
03.12.2017 – Generaldirektor GorTrans zu Massenentlassungen von Busfahrern
Der Generaldirektor des stadteigenen Nahverkehrsbetriebes „GorTrans“, Anatoli Muchomor informierte zu den Gründen der Entlassung von Busfahrern, die noch vor wenigen Wochen gegen seine Führungspraktiken protestiert hatten. In den letzten zwei Monaten wurden 44 Busfahrer entlassen, was in der angespannten Personalsituation für den Nahverkehrsbetrieb nicht einfach war. Bei den Entlassenen handelt es sich um die Busfahrer, die vor zwei Monaten einen Brief öffentlich gemacht hatten, in dem sie die Entlassung der Geschäftsführung von „GorTrans“ forderten. Die jetzigen Entlassungen fanden statt wegen Verletzung der Arbeitsgesetzgebung, der Arbeitsdisziplin, wegen Diebstahls. Einige der Busfahrer reichten die Kündigung aus eigenem Wunsch ein. Ein Teil der Busfahrer, die den Brief unterzeichnet hatten, entschuldigten sich beim Generaldirektor und meinten, dass sie fehlerhaft gehandelt hätten. Im Unternehmen wurden die innerbetrieblichen Kontrollen auf allen Gebieten erheblich verschärft. Das gefällt nicht jedem Mitarbeiter. Aber, so der Generaldirektor, die Havarien bei Verkehrsmitteln, konnte um die Hälfte gesenkt werden.
 
 
03.12.2017 – Strandpromenade in Jantarny wieder instandgesetzt
Die durch die schlechten Witterungsbedingungen zerstörten Anlagen der Strandpromenade in Jantarny sind instandgesetzt und gesäubert worden. Darüber informierte der Bürgermeister der Stadt Alexej Saliwatzki auf seiner Facebook-Seite. Durch die Witterungsunbilden waren die gesamten Anlagen im November fast vollständig mit Sand überschwemmt worden. In diesem Zusammenhang kam es auch zu Wasseranstauungen und Überschwemmungen der Promenadenanlagen. Grund für die leider regelmäßig auftretenden „Sand“-Überschwemmungen sind Projektierungsfehler. Der zusätzliche Bau einer Düne brachte keine Lösung des Problems, sondern verlagerte es nur an eine andere Stelle. Notwendig ist, die gesamte Promenade um mindestens einen Meter anzuheben.
 

 


 
02.12.2017 – Auslosung der Mannschaften zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
Am Freitag fand in Moskau die Auslosung der Mannschaften statt, die in der ersten Gruppenrunde gegeneinander spielen werden. In Kaliningrad werden vier Gruppenspiele stattfinden.
 
 
02.12.2017 – Anti-Terror-Übung in Kaliningrad
Auf dem Kaliningrader Airport Chrabrowo fand eine Anti-Terror-Übung durch Sicherheitskräfte des Kaliningrader Gebietes statt. Trainiert wurde die Befreiung von Geiseln. Grundidee der Übung war, dass Unbekannte bewaffnete in den Kaliningrader Airport eingedrungen waren und vier Besatzungsmitglieder eines Flugzeuges als Geiseln genommen hatten. Trainiert wurde auch die Beseitigung von Folgen im Ergebnis der Sprengung eines Linienbusses, welcher Passagiere von Kaliningrad zum Airport beförderte.
 

 
02.12.2017 – Altdeutscher Bahnhof in Pionersk restauriert
Trotzdem der regionale Personenverkehr über das Eisenbahnnetz im Kaliningrader Gebiet nur schwach ausgebaut ist, befinden sich die Bahnanlagen in einem erstaunlich guten Zustand. Nun wurde auch der altdeutsche Bahnhof in der Kleinstadt Pionersk im Nordwesten Kaliningrads, dem Standort der Residenz des russischen Präsidenten und dem zukünftigen Seeterminal für Passagier- und Gütertransporte, vollständig renoviert und zur Freude der Passagiere wieder der Nutzung übergeben.
 
 
02.12.2017 – Ex-Abgeordneter der Duma wird in Sondergefängnis nach Moskau verlegt
Igor Rudnikow, bis vor wenigen Wochen Chefredakteur des oppositionellen Zeitung „Neue Räder“ und Abgeordneter der Kaliningrader Gebietsduma, wurde nun aus dem Kaliningrader Untersuchungsgefängnis in das Moskauer Gefängnis „Leforte“ verlegt. Verhaftet wurde er wegen Erpressung eines föderalen hochgestellten Beamten. Seinen Status als Abgeordneter der Gebietsduma verlor er, weil er verschwiegen hatte, dass er über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung seit 2013 verfügt, was lt. russischer Gesetzgebung einem Abgeordneten nicht gestattet ist. Warum Rudnikow aus Kaliningrad in das russische Mutterland verlegt wurde, ist nicht bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass damit der „Status“ von Rudnikow als Untersuchungshäftling an Bedeutung gewinnt und es vermutlich in Kürze zu weiteren delikaten Veröffentlichungen zum kriminellen Vorleben von Rudnikow kommen wird.
Am 24. November hatte unsere Informationsagentur einen Artikel mit einer ironischen Überschrift veröffentlicht, der die bisher bekannten Fakten in diesem Fall zusammenfasst. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Artikel zu gelangen.
 
 
02.12.2017 – Koreanische Wirtschaftsdelegation in Kaliningrad
Seit zwei Tagen hält sich eine Wirtschaftsdelegation aus Südkorea im Kaliningrader Gebiet auf und wird von der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ betreut. Die Mitglieder der Delegation bekannten freimütig, dass man in Südkorea bisher noch nie etwas über Kaliningrad gehört habe. Bereits nach den ersten Gesprächen tauchten in Kaliningrader Medien Hurra-Meldungen auf, wonach Südkorea plane, eine Flugverbindung nach Kaliningrad einzurichten. Dies wurde dann etwas später auf „Charterflüge“ reduziert und noch etwas später an die Bedingung geknüpft, dass die südkoreanische Fußballmannschaft auch in Kaliningrad eines der geplanten vier Gruppenspiele austrägt. Somit wird also diese neue Flugverbindung eine Lebensdauer von rund 14 Tagen haben. Die Delegation, bestehend aus Vertretern von sechs großen koreanischen Firmen, besuchte den Industriepark Chrabrowo, den Kaliningrader Airport, die Stadt Jantarny und weitere Orte. Konkrete Vertragsabschlüsse gab es nicht.
 
 
02.12.2017 – Typisch Russisch, typisch für Kaliningrad
Typisch für Russland ist, dass viele geplante Dinge bereits als erfolgreiche Realität „verkauft“ und in den Medien entsprechend optimistisch dargestellt werden. Wenig später ist man dann gezwungen, diese Erfolge zu relativieren. So geschehen auch bei der Meldung, die vor einigen Wochen besagte, dass die Russische Bahn eine Superstrecke von China bis Europa, quer durch Russland und unter Einschluss des Kaliningrader Gebietes plant. Man ging davon aus, dass diese Transitstrecke für einen gewaltigen Entwicklungsschub in Kaliningrad sorgen wird, insbesondere bei der Entwicklung Kaliningrads als Transport- und Logistikzentrum. Nun wurde bekannt, dass die Planungsarbeiten in vollem Gange sind, allerdings Kaliningrad in diesen Planungen keinerlei Rolle mehr spielt. Die Russische Bahn plant jetzt ein Projekt „Deutsche Initiative“, deren Teilnehmer die Firmen „Siemens“, „Deutsche Bank“ und „Deutsche Bahn“ sind und welches unter der Bezeichnung „Eurasia“ umgesetzt werden soll. Die Strecke führt von Moskau nach Berlin und hat eine Länge von 1.852 Kilometer. Sie wird als Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut. Die Strecke wird über das russische Mutterland, Weißrussland und Polen nach Berlin geführt. Im Vorfeld hatte die gebietseigene „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ informiert, dass man einen sogenannten Umspurbahnhof bauen werde, wo die russische und europäische Spurbreite zusammentreffen, um dann auf die jeweilig benötigte Spurbreite umgespurt zu werden.
 

Foto: Der Traum, dass Kaliningrad im Personen-Fernverkehr wieder einen Eisenbahnanschluss nach Westeuropa erhält, bleibt weiterhin ein Traum.
 
02.12.2017 – Der Winter hält Einzug in Kaliningrad
Mit etwas Verspätung, im Vergleich zu früheren Jahren, ist der erste Schnee in Kaliningrad gefallen. Wer am Morgen des 1. Dezember rechtzeitig aufgestanden ist, konnte eine schöne Zuckerbäckerlandschaft sehen, vorausgesetzt, er wohnt in einem Stadtteil, der für Zuckerbäckereien geeignet ist.
 
 
02.12.2017 – „Kaliningrad-Domizil“ bittet um Ihre Meinung
Wir haben mal wieder eine Umfrage gestartet – wie üblich am Monatsanfang. Diesmal stellen wir eine Frage in eigener Sache. Wir möchten uns einen Schritt vorwärts bewegen – zumindest scheint es so, dass es ein Schritt vorwärts ist. Geplant ist die Entwicklung eines Youtube-Kanals, wo wir mit bewegten Bildern zusätzliche Informationen anbieten wollen. Mit einigen Testfilmen, in denkbar schlechter Qualität, haben wir bereits begonnen. Diese ersten Schritte dienen nur dazu, technische Momente zu erkennen. Wir möchten nun von Ihnen wissen, welche Form der Informationsvermittlung für Sie die Beste ist und haben drei mögliche Varianten vorgegeben. Es wäre nett, wenn Sie unser Portal nicht nur kostenlos lesen, sondern auch völlig kostenlos an dieser Umfrage teilnehmen würden. Sie finden die Umfrage gleich links neben diesem Artikel.
 
 

 

01.12.2017 – Nun doch Fortschritte beim neuen Grenzübergang
Nun bewegt sich wohl doch etwas beim weiteren Ausbau des neuen Grenzübergangs zwischen dem Kaliningrader Gebiet und Litauen im Bereich Sowjetsk. Die zuständige Behörde „RosGranitza“ hat eine Ausschreibung für den Auftragnehmer zum weiteren Bau des Grenzübergangs gestartet. Während auf litauischer Seite bereits alles fertiggestellt ist, hat sich Russland aus unterschiedlichsten Gründen mit dem Bau des Übergangs schwer getan. Kompetenzgerangel, subjektive und finanzielle Momente sollen eine Rolle gespielt haben. Nun stehen aber 1,975 Milliarden Rubel für den Bau zur Verfügung. Am 4. Dezember soll die Entscheidung fallen, wer den Zuschlag erhält. Der Auftragnehmer muss dann den Übergang im Dezember 2019 funktionsfertig übergeben. Der neue Grenzübergang wird eine Durchlassfähigkeit von 15.500 Personen und 4.000 Fahrzeugen täglich haben. Über das weitere Schicksal des jetzigen Grenzübergangs über die Königin-Luise-Brücke ist nichts bekannt.
 
01.12.2017 – Korrupter Ex-Beamter erhielt langjährige Haftstrafe
Wegen Manipulationen mit Zertifikaten ist ein 46jähriger Beamter des Industrieministeriums der Kaliningrader Gebietsregierung verhaftet und nun von einem Gericht zu 6 Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Beschuldigt wurde der Ex-Beamte der Bestechlichkeit durch große kommerzielle Firmen. Beim Erhalt einer Bestechungssumme von 250.000 Rubel am 19. April 2017 im Stadtzentrum von Kaliningrad, wurde der Beamte von Sicherheitsbeamten festgenommen. Sein Eigentum, Wohnung und Grundstücke, wurden durch den Staat beschlagnahmt. Neben der Freiheitsstrafe hat der Ex-Beamte noch eine finanzielle Strafe von einer Million Rubel zu zahlen. Nach Haftverbüßung ist es ihm für die Zeit von drei Jahren verboten, in staatlichen Einrichtungen zu arbeiten.
 
 
01.12.2017 – Kaliningrad nimmt am Tax-Free-Test teil
Die russische Regierung hat im Rahmen der Einführung des Tax-Free-Systems eine Testphase beschlossen, an dem ausgewählte Handelseinrichtungen teilnehmen, um mögliche Schwachstellen oder Unzulänglichkeiten zu erkennen und bis Inkrafttreten des Gesetzes russlandweit, diese zu beseitigen. In Kaliningrad wurden vier Handelszentren ausgewählt, die Ausländern beim Einkauf eine Tax-Free-Bescheinigung ausstellen dürfen. Hierzu gehören das Handelszentrum „Plaza“, der erste und zweite Bauabschnitt des „EuropaCenter“ und das „Akropol“. Am System Tax-Free dürfen nur Handelseinrichtungen teilnehmen, die Mehrwertsteuerpflichtig sind, mindestens zwei Jahre existieren und keinerlei Steuerschulden haben. Ausländer, die die Mehrwertsteuer erstattet bekommen wollen, müssen einen Einkauf von mindestens 10.000 Rubel tätigen. Akzisewaren (Alkohol, Tabak) fallen nicht unter die Steuererstattung. Die Erstattung der Mehrwertsteuer erfolgt ähnlich wie in Westeuropa – entweder über einen Tax-Free-Operator oder direkt im Geschäft.
 
01.12.2017 – Polen blockieren polnische Straßenbahn in Kaliningrad
Der Generaldirektor des stadteigenen Nahverkehrsbetriebes „GorTrans“ antwortete auf besorgte Fragen Kaliningrader Bürger, wo denn die modernste Straßenbahn abgeblieben sei, über die Kaliningrad verfügt. Anatolie Muchomor kommentierte, dass die Straßenbahn im Depot stehe und darauf warte, dass die polnischen Spezialisten zur Jahresrevision anreisen. Die Straßenbahn verfüge über eine „BlackBox“, die nur die polnischen Spezialisten öffnen können und diese tun sich schwer mit einer Anreise. Warum die Jahresinspektion seitens des polnischen Herstellers immer wieder verschoben wird und die Straßenbahn somit nicht eingesetzt werden kann, ist der Kaliningrader Seite unbekannt – obwohl, so Muchomor, man höre so einige Gerüchte über Dinge, die bei diesem polnischen Hersteller vor sich gehen. Somit ist klar, dass die Kaliningrader und ihre Gäste auch weiterhin in nostalgischen Straßenbahnen auf einer einzigen noch verbliebenen Linie zu ihren Zielen gebracht werden.
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Wochenblatt

   Kommentare ( 21 )

.g Radeberger Veröffentlicht: 1. Dezember 2017 03:12:03

01.12.2017 – Polen blockieren polnische Straßenbahn in Kaliningrad
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!
Man kauft solche Dinge auch nicht beim Polen. Das macht man nicht. Es sei denn, man ist schon leicht dement und hat diese ganzen Gemeinheiten der Polen aus den vergangenen Jahrzehnten vergessen oder verdrängt. Das ist doch nichts Neues, daß die Polen auf die Russen haßerfüllt reagieren. Nicht der einzelne Pole an sich. Aber die gibts auch. Aber von der Politik her ist man doch nur darauf aus gewesen, wie man den Russen eins reinwürgen konnte und jetzt auch noch kann. Der Pole scheint dafür ein Gen zu haben. Oder warum ist zu Zeiten vor der Wende die Bahnstrecke über Bad Schandau durch CSSR bis in die Ukraine ausgebaut worden und alle Transporte in die UdSSR wurden dann über diese Strecke geleitet. So wie die Polen früher an GB hingen und die Auslandsregierung in London schon aktiv war, so hängen sie jetzt an den U$A und jammern von der russischen Gefahr.

Dietrich Völker Veröffentlicht: 1. Dezember 2017 11:01:17

01.12.2017 – Polen blockieren polnische Straßenbahn in Kaliningrad

Es scheint sich nunmehr zu rächen, bei derartigen Geschäften auf polnische Produkte zurückzugreifen.
Wenn ich mir das Verhalten polnischer Grenzer betrachte, die mit ihrer verhindernden Art Menschen schikanieren, diese Schikane wohl der Ausdruck des Willens der polnischen Regierung ist, wundert mich nichts mehr. Eine Fortsetzung der Politik der Nadelstiche, die ja auch schon in der Aussetzung des Grenzkartenverfahrens sich niedergeschlagen hat.
Schade, aber das war durchaus vorhersehbar.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 1. Dezember 2017 11:05:41

ja, an derartigen Kleinigkeiten sieht man auch, dass es dringend nötig ist, sich auf eigene Möglichkeiten zu besinnen und da, wo diese eigenen Möglichkeiten fehlen, sollte sich Russland Gedanken machen, diese zu schaffen, auch wenn man dafür das Fahrrad zum zweiten Mal erfinden muss.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 04:05:10


02.12.2017 – Ex-Abgeordneter der Duma wird in Sondergefängnis nach Moskau verlegt
Könnte das auch mit bestimmten Sandkastenspielern in KG zu tun haben, die da als Justizangestellte sich als Kassiberboten verdingt haben könnten. Wie war das noch gleich, daß der X noch was gut beim Y hat und dessen Bruder bei der Justiz im Knast oder bei der Staatsanwaltschaft arbeitet.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 05:41:57

... nein, mit den Sandkastenkindern hat dies nichts zu tun. Der Fall nimmt nur andere Dimensionen an - ich werde zu gegebener Zeit darüber berichten.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 04:16:56

"dies erlaubt uns weniger Bürokratie zu entfalten (zur Einhaltung von Gesetzen) und erlaubt uns auch einige Schwachstellen, die sich ein Journalist oder ein Massenmedium nicht erlauben kann."

Uwe, da beziehen Sie sich wohl aber nur auf die russischen Verhältnisse. Soviel Anständigkeit und berufliche Fairneß , als Journalist eigentlich der Wahrheit verpflichtet, mit solchem Kram geben sich die deutschen Medien schon seit Jaaahren nicht mehr ab.
Ich habe es erst kürzlich wieder erlebt, daß eine Nachrichtensprecherin in fünf Sätzen drei Weglassungen oder Verdrehungen der Fakten eiskalt vom Videoprompter ablas und keinerlei Miene dabei verzog. Das ist gelebte und offensichtlich gut bezahlte Paxis bei den Öff./Rechtl.
Das will beherrscht sein. Das kann bestimmt nicht jeder.

Hauke Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 12:25:00

Nur Mal so zur Info., Abendordnete der AfD in Berlin haben die Rekonstruktion der alten Ostbahn von Berlin nach Kaliningrad gefordert.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 13:15:08

... die AfD sollte dies nicht in Berlin, sondern in Warschau fordern.

Frank Werner Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 21:21:22

@Radeberger
Sie sind ein echter Scherzkeks. Wer sich als Journalist in RU zu sehr der Wahrheit verpflichtet fühlt, überschreitet ganz schnell seine "Dead"-line ...

@Hauke
... und sicher mit Bernd Höcke als (Zug-) Führer, wenn ich mich nicht irre.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 22:05:33

... mal eine Frage, Techniker. Lesen Sie Kaliningrader Medien, z.B. "Dwornik", "newkaliningrad", "Neue Räder", "Pregel-Info", "Regionalismus-Föderalismus", "rugrad.eu"? Das sind sogenannte "liberale" Medien - eine nette Umschreibung für Opposition. Einige der von mir täglich analysierten Medien würde ich sogar als "russlandfeindlich" einstufen. Alle existieren schon viele Jahre und können ihren Schmutz über die Leser ausbreiten und es passiert nichts. Ich empfehle Ihnen meinen Beitrag, der am Sonntagabend freigeschaltet wird. Vielleicht korrigieren Sie dann ihre Vorstellungen zum eben Geschriebenen ein wenig.

.g Radeberger Veröffentlicht: 3. Dezember 2017 04:46:22

Frank Werner
Veröffentlicht: 2. Dezember 2017 21:21:22
@Radeberger Sie sind ein echter Scherzkeks.
Ach ja, ich mache auch ganz gern Scherze. Da haben Sie wohl Recht. Aber was hat das bundesdeutsche Fake - Fernsehen mit russichen Journalisten zu tun? Die kommen doch dort gar nicht zu Wort. Es sei denn, sie bestätigen den beständigen Ö/R Hetze-Sabber gegen die RF.
Aber in der Regel erledigen das doch Kleber, Atai, Lügenlischki u. a.

Hauke Veröffentlicht: 3. Dezember 2017 12:37:23

Sehr schönes Video vom Strandleben.
Könnte mir gut vorstellen dort den Sommer zu verbringen.
Leider fehlt dort etwas.
Na ja, das habe ich ja schon öfters geschrieben.

boromeus Veröffentlicht: 4. Dezember 2017 23:26:09

Schlechter Start für Rusline?.Zu mehr wie einem Flug hat es leider nicht gereicht.Fluggäste die schon gebucht hatten,einschliesslich aller Tickets wie Zugfahrten ect.durch komplette Stornierung ohne Angabe von Gründen ,oder Alternativen derart zu verprellen ,ist mehr als unprofessionell.Braucht man nicht!Und hier zeigt sich wiedereinmal ,dass der Kunde in Russland nur einen Sinn hat.Den Apparat zu bezahlen und am Leben zu erhalten.Umgekehrt kümmert man sich einen Sch...dreck darum, was das für den Einzelnen bedeutet.Nicht auszudenken,das dieser Flug zu einem weitergehenden kontinentalen Flug geführt hätte,oder man zu einem Buisnesstermin möglicherweise einem Grossgeschäft hätte pünktlich ankommen müssen.Wer weiss was da wirklich los ist!Landegebühren nicht bezahlt,oder politische Gründe.Waer auch zu schön gewesen.Bleibt wiedermal nur die alte Reichs äh ..Rumpelstrecke Berlin KGD einschliesslich Achsbruch und platten Hintern,sowie Nerven aus Stahltrossen bei polnischem Grenzübertritt.

boromeus Veröffentlicht: 5. Dezember 2017 22:39:40

Schöne Selbstzufriedenheit in der Kaliningrader Gebietsregierung?Von welchem Horizont aus betrachtet die Dame das erreichte?Bis zum Ende ihres Schreibtisches?Vielleicht schaut sie mal aus dem Fenster ihres Büros,dann fällt ihr vielleicht ein ,was noch zu tun ist.Das Stassennetz der Gebietshauptstadt,deren Bordsteine schon für Normalos ein Problem darstellen,geschweige denn für Menschen mit Handicab ist ein
Jahre andauerndes Projekt .Fahrrad fahren in KGD?Alle Suizid gefährdet!Und wenn das nicht reicht ,empfehle ich mal die Nase in andere Rajons zu stecken,wie z.B.nach Gromovo.Das Dorf ist nur über weite marode Schotterstrassen und geschlossene Wälder zu erreichen. Mit Fahrzeugen deren Fahrwerk das auch ertragen.Eine Art Durschlageübung, die nur gelingt, wenn man Werkzeug ,Proviant und Decken an Bord hat.Zufriedenheit würde einkehren ,wenn man so herrlich gelegene Orte erreichen könnte ,auf befahrbaren Strassen, ohne Angst haben zu müssen,das der fahrbare Untersatz 'ne Grätsche macht

Hauke Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 11:03:24

Na, da bin ich mal gespannt wie das mit der Handhabe des Viesums sein wird?
Ich befürchte aber das es für den Tourismus nicht ausreichend sein wird.
Mir ist schon klar das es nicht an Russland liegt das überhaupt ein Viesum benötigt wird.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 15:55:17

... wie ich schon auf einen anderen Kommentar geantwortet hatte, gibt es viele Nuancen und jetzt heißt es eben nur abwarten. Gut ist, dass es Bewegung gibt. Und ich habe, nach allem was ich hier sehe, Vertrauen zum Gouverneur und seinem ehrlichen Bemühen, hier in Kaliningrad etwas zu bewegen.

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 13:51:18

" Schöne Selbstzufriedenheit "
Ich kann meinem Vorredner nur recht geben. Fahrrad fahren in Kaliningrad, nur mit Kettenhemd und Kettenbeinlingen,dazu ein ganz Kopfhelm.Zu der Brücke nur folgendes, viel Platz für die SUV's und sowenig wie möglich Platz für Fußgänger. Und im Gebiet sind die SUV's schon gerechtfertigt, aufgrund ihrer Höhe und ihres, zuschaltbaren Kettenantriebes.
Zum Schluss, ist hoffentlich, noch eine Frage gestattet.
Ab wann wird das elektronische Visum eingeführt?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Dezember 2017 15:53:44

... um mal die Thematik in einem Satz zusammenzufassen. Es ist in der Vergangenheit viel versäumt worden. Geben wir der neuen Mannschaft in Kaliningrad eine Chance und ein wenig Zeit.

Zum elektronischen Visum möchte ich mich etwas zurückhalten, da es zuviele "offizielle" Kommentare und Erläuterungen gibt, die sich alle widersprechen. Der offizielle Termin für die Einführung des elektronischen Visums, gefordert von Präsident Putin, ist Mitte 2019. Der Gouverneur Anton Alichanow hat geäußert, dass er alles daran setzen wird, dass dieses Visum eher kommt. So ist der Stand der Dinge zum Termin. Es gibt aber sehr viele Varianten, wie das Visum gehandhabt wird: Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

.g Radeberger Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 03:14:04

09.12.2017 – Engster Vertrauter Zukanows in der Partei entmachtet
Wäre eigentlich eine Steilvorlage für deutsche Parteien derzeit.

09.12.2017 – Stadtverwaltung genehmigt Nawalny-Show im Südpark
Eine kluge Entscheidung meiner Ansicht nach. Alle wissen das, daß er in der "Meckerecke" seine Rhetorik ablassen kann. Das wird dann auch allgemein und besonders durch die Medien entsprechend klassifiziert, wie im Londoner Hydepark, wo auch jeder jeden Unsinn ungestraft erzählen kann.
Als Gouverneur muß sich aber Alichanov nicht mit diesem Vorbestraften in eine öffentliche Diskussion einlassen. Das wäre wohl zu viel der Ehre für diesen Möchtegern-Präsidenten. Das wertet ihn doch nur auf.

09.12.2017 – Golf-Club ist wichtige Voraussetzung für Investitionen
Ist der Sarudni Golfer? Wenn ja, aha, darum. Wenn nein, wem will er einen Gefallen tun, von dem er dann trotzdem auch wieder profitiert.
Gibt es kurz hinter der Grenze nicht auch Golfplätze? So weit ist das doch nicht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 07:57:11

Sarudni ist eine integre Persönlichkeit. Ich kann seinen Gedanken schon nachvollziehen. Ein Golfplatz im Ausland ist keine Lösung.

Hauke Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 14:03:07

Ein paar Zahlen für die Betreibung eines Golfplatzes.
Mitgliederbedarf = 3000
Einmalige Aufnahmegebühr pro Mitglied = 600000 Rubel
Laufender Jahresbeitrag pro Mitglied = 72000 Rubel
Sicher kann man die Zahlen den russischen Verhältnissen anpassen
Uns sicher gibt es in Russland genug reiche Leute die so einen Golfplatz privat, als Abschreibungsobjekt finanzieren können.
Die Golfplätze im Grenzbereich des Kaliningrader Gebiets sind keine Golfplätze,
die nennen sich nur so, es sind bessere Kuhweiden.
Golfer Hcp 17
Ex Verkaufsleiter Golf einer internat. Sportfirma.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 15:57:42

... verstehe ich nicht. Kaliningrad hat doch noch gar keinen Golfplatz. Er soll doch erst gebaut werden und einen Investor gibt es schon.

Hauke Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 16:25:43

Es sind ja auch nur wirtschaftliche Durchschnittszahlen um kostendeckend einen Golfplatz betreiben zu können.
Nur um mal zu zeigen von welch einen Finanzbedarf und welchen Voraussetzungen man ausgehen muss.
Spieler aus der EU wird man zur jetzigen Zeit nicht anlocken können.
Das zeigen die Golfanlagen bei Moskau und Sankt Petersburg.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Dezember 2017 18:37:06

... ich glaube auch nicht, dass es darum geht, irgendwelche Profis anzulocken. Es geht darum, dass man in Kaliningrad eine Gelegenheit braucht, wo Unternehmer und Investoren einen Golfschläger in der Hand halten und so tun als ob und dabei eben Geschäfte bereden - so wie ich schon schrieb, eine Alternative zu den Sauna-Gesprächen, die westlichen Investoren ja nicht immer liegen.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 10. Dezember 2017 02:35:30

@Kaliningrader Staatsanwaltschaft äußert Protest zu Ruinen des Königsschlosses

Ich weiss natürlich nicht wie das bei Ihnen geregelt wird, aber bei uns in Ostfriesland bekommen Sie nur eine Grabungserlaubnis, wenn nach wissenschaftlichen Standards vorgegangen wird. Dazu gehört auch, Ausgrabungen trocken zu halten oder wenn sie für Jahre pausieren wieder mit Erdreich abzudecken.

.g Radeberger Veröffentlicht: 11. Dezember 2017 01:50:43

Karsten-Wilhelm Paulsen
Veröffentlicht: 10. Dezember 2017 02:35:30

Ja, so kenne ich das auch. Aber ! Sie bekommen vom Bauamt eine Baugenehmigung dafür, daß sie in einer vorgegebenen Zeit ein genehmigtes Bauwerk errichten dürfen. Wenn ihnen aber die Moneten ausgehen oder aus anderen Gründen der Bau nicht weiter geführt wird, dann stehen diese BAU-Ruinen viele Jahre als Schandflecken herum. Kümmert sich jemand ernsthaft darum? Manchmal. Ansonsten wachsen dann nach einigen Jahren als erstes die Birken aus den Löchern, die mal Fenster werden sollten. Also möglicher Gammel hier wie dort. Oder es sind oft auch gesetzliche Hürden, daß der "Staat" eingreifen kann.

Hauke Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:17:45

„Der Gouverneur macht sich sorgen um den Küstenschutz“
Wie wäre es denn mit dem anpflanzen von Strandhafer?
Hat sich seit Jahrhunderten bestens bewährt.
Man muss nat. dafür Sorge tragen dass die Anpflanzungen auf keinen Fall beteten werden.
Auch klein Wanja darf die Anpflanzung zum pullern nicht betreten.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:29:04

... ich glaube, bei der stürmischen Ostsee und den fehlenden vorgelagerten Wellenbrechern ist der Vorchlag nur bedingt nützlich.

Georg Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:18:47

Wieder erfüllt ein ausländischer Investor nicht seine Versprechungen

Ich vermute mal, dass die französische Firma gute Absichten hatte, aber die Investition durch die Sanktionen blockiert sind und sich vielleicht erhoffte, dass die Laufzeit nicht so lange währt. Für ein Ausweichen nach Polen locken jetzt wahrscheinlich EU-Fördergelder und dann kann man auch die Franzosen verstehen. Schade um die Kaliningrader, die nach meiner Ansicht am stärksten von den Sanktionen betroffen sind und viele ungerechtfertigte Einbußen erleiden müssen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 14:26:51

... es gibt keine Sanktionen auf diesem Gebiet und ich empfinde es einfach unhöflich, dass man die russische Seite über mögliche andere Ansichten oder Pläne nicht informiert.

Hauke Veröffentlicht: 12. Dezember 2017 16:30:28

Sie glauben ja gar nicht was Strandhafer so bewirkt.
Die Polen vernachlässigen den Küstenschutz schon seit Jahrzehnten.
An vielen Bereichen sind die Dünen schon über 50% weggebrochen.
Noch 6 / 7 Sturmfluten aus Nordost und der Rest ist auch weg und das Hinterland säuft ab.
Ein Campingpaltzbetreiber hat auf der Breite seines Grundstückes Strandhafer gepflanzt und siehe da, in 3Jahren hat sich schon 3m neue Düne aufgebaut. Nun wirkt sein Strandabschnitt schon wie eine kleine Halbinsel.
Im Übrigen gibt es an der Ostsee auf deutscher Seite auch keine Wellenbrecher.
Man pflegt jedoch die Dünen mit anpflanzen von Strandhafer.
Son bissel kenn ich mich mit der Ostsee und dem Küstenschutz aus.
Ich bin an der Ostsee geboren , aufgewachsen und habe lange dort gelebt.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 13. Dezember 2017 17:57:43

@Strandhafer
Strandhafer, Flechtzäune an Land, Buhnen und Wellenbrecher im Spülsaum zusammen sind notwendig, um das Abtragen des Sandes in ein Auftragen von Sand zu ändern.

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