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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Februar 2017

Di, 21 Feb 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Februar 2017

 

 

 

Wieder einmal haben sich die durch Kaliningrader Medien vor einigen Tagen vermuteten Pläne des Ex-Gouverneurs Nikolai Zukanow nicht erfüllt. Berichtet wurde, dass er seinen Stellvertreter in Kaliningrad ablösen und durch die ehemalige Wirtschaftsministerin Kaliningrads Kusnezow (mit engen Privatkontakten zur Familie Zukanow) ersetzen wollte. Nun hat sich der russische Präsident anders entschieden und den Stellvertreter des Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für den Nord-Kaukasus Michael Wedernikow nach Kaliningrad versetzt. Für Wedernikow gibt es von der Dienststellung her keine Verbesserung – sie ist die gleiche Dienststellung in Kaliningrad wie die, die er bisher im Nord-Kaukasus ausgefüllt hat.
 
 
 
Im Herbst endet die Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters der Stadt Kaliningrad Alexander Jaroschuk. Entsprechend den neuen Festlegungen, wird es keine Wahlen geben, sondern es erfolgt eine Ausschreibung des Postens. Aus den Bewerbern wird durch eine Wahlkommission, bestehend aus gleichen Teilen aus Vertretern des Stadtrates und der Gebietsregierung der Kandidat ausgewählt, der die besten Voraussetzungen für diese Funktion mitbringt. Wie Alexander Jaroschuk mitteilt, endet seine Amtszeit im Oktober („… ich glaube im Oktober“, - äußerte er). Er habe nicht die Absicht von seiner Funktion vorzeitig zurückzutreten. Alles werde nach Plan verlaufen.
 

Der größte Produzent chemischer Erzeugnisse im Kaliningrader Gebiet, spezialisiert auf die Produktion von Düngemitteln, die Firma „Arwi NPK“ ist zahlungsunfähig und es wurde die Bankrott-Prozedur eingeleitet. Per Gerichtsbeschluss wurde ein Zwangsverwalter eingesetzt. Die Firma hatte gegenüber der „Alpha-Bank“ finanzielle Außenstände von 937 Mio. Rubel. Der Vertreter der Firma erklärte, dass es zu einem Wechsel in der Führung der Firma gekommen ist und im Rahmen dieses Wechsels Dokumente verschwunden sind. Nun sei man nicht in der Lage, die Unrechtmäßigkeit dieser Forderungen der Bank zu beweisen. Inhaber der Firma ist die litauische Firma „Arwi Festis“. Diese hatte den Kaliningrader Betrieb als Pfand bei der „Alpha-Bank“ hinterlegt. Entsprechende Vereinbarungen wurden in den Jahren 2012-2014 unterzeichnet. Nach einem Rating aus dem Jahre 2015 belegte die Firma den 21. Platz unter den größten Firmen im Kaliningrader Gebiet. Sie ist seit 2006 Resident der Sonderwirtschaftszone. Ihr Produktionsstandort befindet sich in Tschernjachowsk.
 
Die Versprechungen des neuen Eigentümers des Airports Chrabrowo zum weiteren planmäßigen und pünktlichen Fortgang der Rekonstruktion wurden wiederum nicht eingehalten. Während eines Vor-Ort-Termins vor einigen Monaten wurde dem Gouverneur versprochen, dass die Glaskuppel über dem Airport spätestens am 10. Februar 2017 fertiggestellt sein wird. Der heutige Stand ist, dass sie nicht fertiggestellt ist. Entsprechend der neuen Grafik soll der Airport Ende 2017 komplett fertiggestellt sein. Es verbleiben also noch rund zehn Monate, wo der neue Besitzer beweisen kann, was sein Wort wert ist. Der Generaldirektor des Airports erklärte am Montag, dass der Bauverzug nur noch an Kleinigkeiten hänge. So sei die neue Belüftungsanlage noch nicht eingetroffen und die neuen Eingangstüren fehlen noch. Er bezeichnete die Bauverzögerung zur neuesten Grafik mit rund 30 Tagen.

 

Der Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich mit den neuen Fassaden von drei Gebäuden aus sowjetischer Zeit zufrieden – trotz aller sachlichen und weniger sachlichen Kritik anderer Bürger. „Ja, das sind Chruschowki. Aber genau so sollten alte Häuser jetzt aussehen“, - so der Gouverneur. Er teilte weiter mit, dass auch die anderen 12 Häuser, für die eine Fassadeninstandsetzung geplant ist, so ähnlich aussehen werden. Allerdings wird sich mit diesen Projekten bereits eine Moskauer Firma beschäftigen. Er habe die Entwürfe bereits gesehen und es sieht alles recht gut aus – meint Alichanow. Die von ihm erwähnten 12 Gebäude werden noch im Jahre 2017 instandgesetzt und befinden sich alle im Stadtzentrum auf dem Leninski-Prospekt.
 
 
 
Die Anzahl der Studienbewerber im Institut der Seestreitkräfte in Kaliningrad wächst von Jahr zu Jahr. Für das bevorstehende Studienjahr gibt es bis zu 15 Bewerber pro Studienplatz. Darüber informierte der stellvertretende Leiter des Militärwissenschaftlichen Ausbildungszentrums bei der Militärakademie der Seestreitkräfte Konteradmiral Alexander Karpow. Der Konteradmiral zeigte sich mit dieser hohen Bewerberzahl sehr zufrieden, da diese den Wettbewerbsdruck erhöhe und man sich die Besten der Besten auswählen könne.
 
 

 

Wir treten in eine kurze Woche in Russland ein. Natürlich hat die Woche auch weiterhin sieben Kalendertage, allerdings wird nur an drei Tagen gearbeitet, da der russische Gesetzgeber durch geschicktes hin und her manövrieren von Arbeits- und freien Tagen für die Arbeitnehmer ein langes Wochenende schaffen konnten. Der eigentliche Feiertag ist der 23. Februar – volkstümlich als Tag der Armee bezeichnet. Der nächste Arbeitstag ist somit Montag der 27. Februar. Allerdings wird die Periode neuer Erfolge im Arbeitsprozess zur Stärkung der russischen Wirtschaft und Vermehrung des Brutto- und Nettosozialproduktes der Russischen Föderation dadurch getrübt, dass bereits Anfang März wieder neue Feiertage bevorstehen.
 

 

 
Die erst vor kurzem fassadenrekonstruierten Gebäude auf dem Leninski-Prospekt erhalten wenig Lob und sind nun dem Spott und der Kritik der Bürger ausgesetzt. Einerseits beschwerten sich die Bewohner eines Hauses, dass sie jetzt nicht mehr die Fenster öffnen können, was die neuen Balkone dies nicht mehr gestatten und andererseits nahm sich eine Kabarettsendung dieses Themas an und beschuldigte die Stadtverantwortlichen, mit der Abschaffung der Balkons den Bewohnern ihre Individualität genommen zu haben. Ein Humorist forderte auf, auf die alte Fassade zu schauen und beklagte sich danach über die Arbeit der Vandalen, die den Bewohnern ihre Individualität genommen haben. Er kommentierte, dass man bis zur Fassadeninstandsetzung noch direkte Schlussfolgerungen auf den Sozialstatus der Bewohner jeder Wohnung ziehen konnte. Ein Blick auf den Balkon zeigte, ob dort Säufer wohnen und wo die Leute arbeiten – in einem Aluminiumwerk oder in einer holzverarbeitenden Einrichtung. Jetzt können die Bewohner auf die Loggia nur mit Designer-Unterwäsche gehen. Außerdem wurde den Bewohnern die Möglichkeit genommen, ihre Ski zu lagern und die Jahresvorräte an Kartoffeln und Kohl. Der Humorist warf die Frage auf, wie man nur unter solchen Bedingungen noch leben kann und forderte von der Stadtverwaltung die sofortige Herstellung des alten Zustandes.
Für Kenner der russischen Sprache empfehlen wir den Videobeitrag hierzu:
 

 

In Kaliningrad wird das ehemalige „Königin-Luise-Gymnasium“ in der ul. Tjulenina instandgesetzt. Gegenwärtig befindet sich in diesem Gebäude die Schule Nr. 41. Deklariert wurde für das historische Gebäude eine Hauptinstandsetzung für die der Stadthaushalt 10 Mio. Rubel zur Verfügung stellt. Weitere 15 Millionen Rubel kommen von einem Privatinvestor. Das Geld wird u.a. für die Fassadeninstandsetzung genutzt. Bisher erfolgt ist schon eine Instandsetzung des Dachs.
 

 

 


Das Parlament der Stadt Kaliningrad hat beschlossen, dass es zukünftig keine Direktwahlen des Bürgermeisters durch die Bevölkerung mehr geben wird. Über diese Änderung wurde schon lange gesprochen und der jetzige Beschluss stellt nichts Neues dar – er ist der Schlusspunkt unter der wenig aktiv geführten Diskussion. Nun bleibt nur noch übrig, die Stadtverfassung zu korrigieren, damit die neue Ordnung in Kraft tritt. Zukünftig wird das Stadtoberhaupt durch die Mitglieder des Stadtrates festgelegt. Es findet ein Ausschreibungsverfahren für die Funktion statt und alle Kandidaten stellen sich der Abstimmung durch den Stadtrat. Gewählt wird der Bürgermeister für den Zeitraum der Wahlperiode des Stadtrates. Ist die Wahl getroffen, muss diese durch die Justizverwaltung der Gebietsregierung registriert werden.
Begründet wurde diese Änderung damit, dass man Geld sparen kann – immerhin 17,5 Mio. Rubel, die die Stadt zukünftig für dringend notwendige Projekte benötigt. Ein inoffizieller Grund ist sicherlich, dass die Bürgermeisterwahlen immer schon größtes Desinteresse bei der Bevölkerung ausgelöst haben und die Wahlbeteiligung in einem extrem niedrigen Bereich lag. Dies wiederum lässt Zweifel an der Legitimität des Bürgermeisters auftauchen. Mit der Neuregelung hat man dieses Problem elegant gelöst.
 
 
 
Der stellvertretende Minister im Superministerium für Kontrolle Denis Jegorow hat seine Kündigung eingereicht. Die Kündigung von Mitarbeitern aus der zweiten Reihe der Regierung erregen eigentlich kein sonderliches Interesse in der Kaliningrader Gesellschaft. In diesem Fall ist es etwas anders. Denis Jegorow ist erst vor kurzem nach Kaliningrad gekommen. Vorher war er in Kasan in leitenden Funktionen tätig. Der Kaliningrader Gouverneur hatte vor, ihn nach den Gouverneurswahlen im September zum Minister des Superministeriums zu machen. Die jetzige Ministerin Jelena Sera ist noch aus der Zukanow-Mannschaft und in der Kaliningrader Gesellschaft nicht unumstritten, da sie in ihrer vorherigen Funktion als Leiterin des Rechnungshofes zweifelhafte Erfolge hatte. Zwischen Gouverneur und Ministerin scheint es, nach Information von Kaliningrader Medien, bereits zu Konflikten gekommen zu sein. In dieser speziellen Personalfrage hat sie sich wohl gegenüber dem Gouverneur durchgesetzt.
 
 

Die Kaliningrader sollten nicht zu laut über steigende Preise meckern – dies empfiehlt die Leiterin der föderalen Antimonopolbehörde. Die Preise für viele Lebensmittel sind in der letzten Zeit stark gefallen – meint Olga Bobrowa in einem Interview mit dem staatlichen TV-Sender „WESTI“. „Wir schreiben so laut „… die Preise steigen, die Preise steigen“, aber das Monitoring der Preise, welches wir mit Beginn des Lebensmittelembargos eingeführt haben zeigt, dass die Preise für Rindfleisch sind seit dem um 20,2 Prozent gefallen. Bei Schweinefleisch gab es keine Preisveränderungen. Kartoffeln sind um 10,5 Prozent billiger und Mohrrüben sogar um 28,5 Prozent“, - so Bobrowa. Natürlich gibt es auch Preissteigerungen – innerhalb von zwei Jahren sind die Preise für Butter um 28 Prozent gestiegen. Allerdings räumte Olga Bobrowa – in ihrer Eigenschaft als Verbraucher und nicht als Beamtin – ein, dass sie mit der Qualität der Lebensmittel nicht zufrieden ist. Sie informierte, dass die Hersteller schon mehrmals verwarnt worden sind. Sollte es Qualitätsprobleme geben, so ist dies gleichzusetzen mit unlauterem Wettbewerb und dafür gibt es Gesetze und Sanktionen. Im Gegensatz zu den Äußerungen der Leiterin der Antimonopolbehörde hat die Kaliningrader Statistikbehörde einen Preisanstieg im Jahre 2016 um insgesamt 3,4 Prozent festgestellt. Um 25,2 Prozent ist Zucker teurer geworden, 14,6 Prozent Gries, 12 Prozent Fisch. Allerdings sind fast alle Sorten Gemüse und Obst billiger geworden.
 
 
Für die Rekonstruktion des Gebäudes der altdeutschen Königsberger Börse werden Spezialisten aus der Ermitage in St. Petersburg hinzugezogen. Gegenwärtig funktioniert dieses Gebäude als Jugendzentrum, wird aber die neue Heimstatt für die Kunstgalerie werden, die wegen Baufälligkeit des Gebäudes vom Moskauer Prospekt in das direkte Stadtzentrum verlegt wird. Gegenwärtig werden für das Gebäude der Königsberger Börse Expertisen erarbeitet. Danach erfolgt die Projektierung der Bauarbeiten. Hierzu wird eine enge Zusammenarbeit mit Spezialisten aus der St. Petersburger Ermitage organisiert. Mit Hilfe dieser Erfahrungen wird man in Kaliningrad einen modernen Museumskomplex entwickeln – so der Vizepremier der Kaliningrader Regierung Harry Goldman. Entsprechend einer Weisung des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, wird im Stadtzentrum ein Museumskomplex geschaffen. Dieser Komplex beinhaltet die Königsberger Börse, das Meeresmuseum, die Kant-Insel mit dem Königsberger Dom und andere Objekte in der unmittelbaren Umgebung. Zur besseren Erreichbarkeit aller Elemente der Museumsinsel werden Fahrstühle an der Hochbrücke und Fußgängerbrücken gebaut. Ziel ist, dass alle Objekte der Museumsinsel zu Fuß erreicht werden können.
 
 

17.02.2017 – Gebietsduma schafft (Anzugs)Ordnung bei den Journalisten
Den Abgeordneten der Kaliningrader Gebietsduma ist das Verhalten von Kaliningrader Journalisten schon lange ein Dorn im Auge. Insbesondere zu den Beratungen des hochgestellten Hauses erscheinen einige Journalisten in demonstrativ lockerer Bekleidung – vermutlich damit demonstrierend, welche Einstellung sie zur Volksvertretung haben. Nun wollen die Abgeordneten ein wenig Ordnung in die Angelegenheit bringen und wollen eine Anzugsordnung für den Besuch der Duma für Journalisten erarbeiten.  Gegenwärtig sind 77 Journalisten in der Duma akkreditiert.
 
 
17.02.2017 – Bewohner der neu-deutschen Häuser unzufrieden
Die Bewohner der Häuser, die erst vor wenigen Tagen einer Fassadenrekonstruktion auf dem Leninski-Prospekt unterzogen worden sind, zeigen sich unzufrieden mit der Qualität der Arbeiten. Insbesondere gefällt ihnen nicht die Balkonlösung, die es jetzt nur noch ermöglicht, die Fenster zu einem kleinen Spalt zu öffnen. Da aber die Häuser im Stadtzentrum liegen, ist der Verschmutzungsgrad besonders hoch und die Fenster müssen jeden Monat geputzt werden. Dies kann jetzt aber nur durch Firmen durchgeführt werden, die über Spezialtechnik verfügen. Die Kosten dafür können aber die Bewohner, in der Mehrzahl Rentner, nicht tragen. Weiterhin beschwerten sich die Bewohner über eine Vielzahl von Zwischenfällen während der Instandsetzungsarbeiten. Außerdem sind sie der Ansicht, dass nur die Fassadenerneuerung das Lebensniveau in den Gebäuden nicht erhöht, denn die Versorgungsleitungen und das Innenleben der Gebäude wurden nicht restauriert. „Wenn man einem kranken Menschen einen neuen Anzug schenkt, wird er dadurch nicht gesünder“, - war die durchdachte Argumentation eines Bewohners.
 
 
17.02.2017 – Feindliche Firmenübernahmen wachsen in Kaliningrad
Der Beauftragte für das Unternehmertum in Kaliningrad Georgi Dychanow informierte über ein Anwachsen der feindlichen Übernahmen von Unternehmen im Kaliningrader Gebiet. „Mich wundert, dass im Jahre 2016 die Anzahl der feindlichen Übernahmen, aber auch der Umfang der Korruption gewachsen ist. Natürlich, nicht alle diese Beschwerden haben sich als wahr herausgestellt, aber es gab derartige Fälle. Eine direkte feindliche Übernahme und zwei indirekte konnten durch den Beauftragten für das Unternehmertum verhindert werden“, – so Dychanow. Im Jahre 2015 waren derartige Handlungen weniger und leider wird man wohl auch in Zukunft derartige Dinge nicht verhindern können – meint der Ombudsmen.
 
 
Schon wieder ist die Hälfte eines Monats rum und auf unserem Portal ist die Frage nach Ihrer Meinung zu irgendeinem weltweit wichtigen Thema verschwunden, um einer Frage nach Ihrem Wissen Platz zu machen. Wollen Sie wissen, was wir wissen wollen? Dann schauen Sie einfach links von diesem Artikel, da gibt es eine Grafik „Umfrage“. Wir stellen eine Frage und geben ein paar Antwortvarianten vor. Eine dieser Varianten ist richtig – zumindest annähernd. Vielleicht haben Sie auch eine andere Meinung? Die können Sie gerne haben, aber in diesem Fall nicht auf unserem Portal kundtun. Sie können uns schreiben und wir nehmen sie dann zur Kenntnis. Also, wagen Sie den Blick nach links und den mutigen Klick mit der Maustaste (auch der linken) auf eine unserer Antwortvarianten.  
 
 
17.02.2017 – Unternehmer sind große Pachtschuldner
Kaliningrader Unternehmer haben es nicht eilig, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Stadt nachzukommen. Für gepachtete Grundstücke (z.B. für den Bau von Häusern) schulden sie der Stadt 388 Mio. Rubel. Darüber informierte der Haushaltsausschuss des Kaliningrader Stadtrates. Ein Drittel dieser Summe sind bereits Zinsen und Strafen – die Zahlungsdisziplin ist also bereits über einen längeren Zeitraum mehr als schlecht. Aber man schaut trotzdem mit einem gewissen Optimismus auf diese Schulden, denn noch im Januar 2014 beliefen sich diese Schulden auf 525 Mio. Rubel und im Januar 2015 auf 604 Mio. Rubel und im Januar 2016 auf 560 Mio. Rubel. Die Verringerung der Schulden ist auf ein gutes Zusammenwirken mit den Gerichtsvollziehern zurückzuführen – so der stellvertretende Bürgermeister für Stadtwirtschaft Alexander Sujew.
 
 
17.02.2017 – Jede Initiative wird bestraft
Jede beliebige private Initiative in der Region wird bestraft, wenn sie unter die Kontrolle föderaler Einrichtungen gerät – das meint Andrej Romanow, bekannter Kaliningrader Unternehmer und ehemaliger Minister für Landwirtschaft des Kaliningrader Gebietes (Regierung Boos) und jetziger Präsident des Verbandes der Industriellen und Unternehmer im Kaliningrader Gebiet. Die Kaliningrad Wirtschaft kann sich nur entwickeln, wenn es private Investoren gibt – ergänzte er weiter. Wenn aber durch die Regierung Russlands Aufgaben gestellt werden, beginnt diese auch sofort verwaltungstechnisch alle Prozesse zu bürokratisieren. Und an dieser Stelle stirbt dann jede private Initiative. Allen ist klar, so Romanow, dass sich die Wirtschaft nur durch Privatinitiative entwickeln wird und hierbei sollte niemand stören.
 

 

16.02.2017 – Kaliningrader Staatsanwalt Tabelski verlässt das Gebiet
Der Kaliningrader Staatsanwalt Sergej Tabelski wird seine Tätigkeit im Kaliningrader Gebiet beenden und in das Gebiet Krasnodar als Gebietsstaatsanwalt wechseln. Der Wechsel wurde bekannt, nachdem die Gebietsduma des Gebietes Krasnodar der Ernennung Tabelskis zum neuen Gebietsstaatsanwalt zugestimmt hatte. Ein Treffen von Sergej Tabelski mit dem Gouverneur des Gebietes Krasnodar hat bereits stattgefunden. Gerüchte über einen Wechsel gab es bereits im Januar. Die Kandidatur Sergej Tabelskis muss noch durch die russische Generalstaatsanwaltschaft bestätigt werden. Eine Ernennung erfolgt dann per Erlass des russischen Präsidenten. Der Gebietsstaatsanwalt gehört zur föderalen Machtstruktur. Sergej Tabelski ist seit 2012 in Kaliningrad und gehört zu den letzten föderalen Entscheidungsträgern, die noch unter dem Ex-Gouverneur Zukanow eingesetzt worden waren. Eine Nachfolgeregelung ist offiziell noch nicht bekannt.
 
 
16.02.2017 – Investoren verheimlichen sich
Das Kaliningrader Informationsportal „newkaliningrad“ hat bemerkt, dass auf dem Internetportal der Investfirma „Royal Time“, der Firma, die die Glücksspielzone „Jantar“ im Kaliningrader Gebiet entwickelt, Informationen über Investitionen in Kaliningrad verschwunden sind. Auf Nachfrage des Informationsportals in der Pressestelle teilte man dort mit, dass Aktivitäten im Zusammenhang mit diesem Projekt Geschäftsgeheimnis sind. Noch im Februar 2016 wurde erklärt, dass man im ersten Jahr des Betreibens des Casinos (also 2016) mit einer Besucheranzahl von 350 Besuchern am Tag rechnet, im zweiten Jahr dann schon mit 1.700 täglichen Spielern. Das Informationsportal hebt hervor, dass bis Mitte 2016 Nikolai Zukanow noch Gouverneur des Kaliningrader Gebietes war. 
 
 
16.02.2017 – Neue Baltische Eisenbahnstrecke – ohne Kaliningrad
Ende Januar fand ein Treffen der Regierungschefs der baltischen Staaten in Tallin statt. Sie nutzten dieses Treffen, um eine Vereinbarung über die Einrichtung der sogenannten „Rail Baltica“ zu unterzeichnen. Diese neue Eisenbahnverbindung soll den Transport von Waren in die Region erheblich erleichtern. Die neue Eisenbahnstrecke verbindet Helsinki, Tallin, Riga, Kaunas und Warschau und stellt ein Element des Transeuropäischen Korridors dar. Der Bau der Strecke soll bis 2025 abgeschlossen sein. Der Baustab befindet sich in Riga. Die drei baltischen Staaten sind mit gleichen Teilen am Streckenbau und deren Verwaltung beteiligt. Die Unterzeichnung der Vereinbarung hatte sich um fast zwei Jahre verzögert, da Litauen die Unterzeichnung blockiert hatte. Man wollte unbedingt erreichen, dass die neue Strecke über Vilnius führt. Der Investor legte der litauischen Regierung Wirtschaftsberechnungen vor und erst danach erklärte sich die Regierung Litauens mit der jetzigen Streckenführung über Kaunas einverstanden, möchte aber zukünftig ein Anschlussgleis bauen. Im Haushalt der EU sind 85 Prozent der Baukosten mit bis zu 5,2 Mrd. Euro eingeplant.
 
Karte: Neue Eisenbahnverbindung unter Umgehung des russischen Kaliningrads
 
16.02.2017 – Unklar, warum Ärzte das Kaliningrader Gebiet verlassen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat angewiesen zu analysieren, warum Ärzte das Kaliningrader Gebiet verlassen. Er möchte von den hierfür zuständigen eine genaue Analyse der Gründe, die die Ärzte veranlasst haben, ihre Arbeit in Kaliningrad aufzugeben und in andere Gebiete auszureisen. Er kritisierte, dass man sich bisher mit dieser Thematik überhaupt nicht beschäftigt habe. Es ist viel wichtiger die Niederlagen zu analysieren, als irgendwelche Erfolge. Er habe sich zehn Minuten mit dem Leiter des Kinderkrankenhauses in Kaliningrad unterhalten und danach wusste er, was für Vorstellungen ein Arzt habe, was ihn an einen Ort und an ein Krankenhaus bindet. Vor wenigen Tagen hatte der Kaliningrader Gouverneur erklärt, dass er die Absicht habe, sich mit medizinischer Piraterie zu beschäftigen. Er will in anderen russischen Regionen medizinisches Personal suchen und nach Kaliningrad „entführen“. Hierfür will er den Ärzten ein sogenanntes Startkapital zahlen, kostenlosen Wohnraum zur Verfügung stellen und man will für die begleitenden Ehepartner Arbeit finden. Auch deren Kinder sollen bevorzugt in Kindergärten und Schulen ihrer Wahl untergebracht werden.
 

 

15.02.2017 – Stadteigener Nahverkehr „GorTrans“ erhält doch Subventionen
Erst vor wenigen Tagen wurde aus der Stadtverwaltung bekannt, dass der stadteigene Nahverkehr eigentlich keine Zuschüsse mehr aus der Stadtkasse erhalten sollte. Nun melden Kaliningrader Medien, dass doch wieder 118 Mio. Rubel bereitgestellt werden sollen. Im Jahre 2016 hatte „GorTrans“ aus dem Stadthaushalt 106 Mio. Rubel erhalten. Im Verlaufe des Jahres wurden nochmals 145 Mio. Rubel für die Umsetzung des neuen Nahverkehrskonzepts und dem Leasing von hundert neuen Bussen nachgeschossen. Im Jahre 2015 erhielt GorTrans 316 Mio. Subventionen. Vor wenigen Tagen wurde der Fahrpreis um zehn Prozent, von 18 auf 20 Rubel erhöht. Um kostendeckend zu arbeiten, ist ein Fahrpreis von 28 Rubel erforderlich. Dagegen hatte sich allerdings der Gouverneur, als nicht zumutbar für die Bevölkerung, ausgesprochen.
 
 
15.02.2017 – Große Privatisierungen in Kaliningrad
Die Finanzsituation im Gebietshaushalt ist mehr als angespannt. Deshalb wurde bei der Planung des Haushaltes für 2017 auch eine große Summe an Einnahmen aus dem Verkauf von Gebietseigentum eingestellt. Zu den Objekten gehört das Gebäude des „Führungspunktes der 43. Armee“ und der „Führungspunkt der 3. Weißrussischen Front“ – beides Gebäude die im Zusammenhang mit der „Operation Ostpreußen“ im Jahre 1945 stehen. Weiterhin steht auf der Liste das altdeutsche Fort auf Baltiskaja Kosa und das Schloss Preußisch-Eylau in Bagrationowsk. Zum Schloss Preußisch-Eylau gibt es bereits eine „Verwarnung“ der Kaliningrader Staatsanwaltschaft, da sich das Gebäude nach einem Brand in einem baufälligen Zustand befindet und eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt. Auch das Fort auf Baltiskaja Kosa stand im vergangenen Jahr im Zentrum der negativen Aufmerksamkeit. Bisher Unbekannte hatten versucht, das Fort abzureißen, um altdeutsche Ziegelsteine gewinnbringend verkaufen zu können.
 
 
15.02.2017 – Gouverneur lässt Landwirtschaftsmarkt entfernen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den Stadtverantwortlichen von Kaliningrad eine Woche Zeit gegeben, einen neuen Platz für den beliebten Landwirtschaftsmarkt vor dem Haus der Räte im Stadtzentrum zu finden.
Der Gouverneur informierte, dass es bereits fünf alternative Plätze gibt. Somit reicht eine Woche völlig aus, um Entscheidungen zu treffen. Er verwies darauf, dass man schon keine Zeit für lange Diskussionen habe, denn der Platz wird für die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft benötigt. An der Stelle des Marktes soll eine Fan-Zone entstehen.
 
15.02.2017 – Gouverneur schaut Bürgermeister in die Geldbörse
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich über die Gehälter von leitenden Beamten im Gebiet ausgelassen. So informierte er, dass sein eigenes Gehalt niedriger ist, als das Gehalt von Alexander Jaroschuk, dem Bürgermeister der Gebietshauptstadt. Eigentlich interessiere ihn nicht die Gehaltssituationen der Leiter der Kommunen im Gebiet, aber während der operativen Regierungssitzung am Dienstag wurde die Frage angeschnitten und so müsse er sich auch der Thematik stellen. Und somit informierte er, dass das Gehalt des Kaliningrader Bürgermeisters 180.000 Rubel im Monat beträgt. Die Leiter von Svetlogorsk, Sowjetsk erhalten 146.000 Rubel und der Leiter von Neman 129.000 Rubel. Wie hoch das Gehalt des Gouverneurs ist, teilte Alichanow nicht mit – aber auch alle Fälle weniger als 180.000 Rubel.
 
 
15.02.2017 – Kaliningrader Gebietszoll zieht um
Die Zollverwaltung des Kaliningrader Gebietes zieht um. Sie erhält ein neues Gebäude in der Artilleriestraße. Bereits am 20. Februar sollen die Angehörigen der Zollverwaltung aus der ul. Donskaja 7a und dem Gwardejski Prospekt 30 ausgezogen sein und die Arbeit in der Artilleriestraße 26 aufnehmen. Die Telefonnummern der Abteilungsleiter und zentrale Rufnummern bleiben unverändert.
 
15.02.2017 – Stadtverwaltung entschuldigt sich bei Bevölkerung
Erstmals entschuldigt sich die Kaliningrader Stadtverwaltung bei der Bevölkerung für den völlig unzureichenden Winterdienst, insbesondere die schlechte Schneeberäumung in den letzten Tagen. „Wir haben ein paar Probleme und deshalb wollen wir auch die Stadtreinigungsfirma reorganisieren. Ich kann mich nur vor den Bürgern entschuldigen, denn alle verstehen, weshalb wir so schlechte Noten erhalten“, - so der stellvertretende Leiter der Stadtwirtschaft Juri Kondratjew während einer Sitzung des Stadtrates. Die katastrophalen Zustände auf den Kaliningrader Straßen kritisierte der Gouverneur Anton Alichanow und der Staatsanwalt leitete ein Ermittlungsverfahren ein.
 
 

 

14.02.2017 – Leninski-Prospekt mit drei neuen Schmuckstücken
Bis Ende Februar werden drei Häuser mit ehemals sowjetischer Architektur sich den Bürgern und Gästen Kaliningrads im Hanseatischen Stil präsentieren. Gegenwärtig werden die Baugerüste demontiert und die restlichen Arbeiten an der Fassade durchgeführt. Danach warten 12 weitere Häuser auf dem Leninski-Prospekt auf eine ähnliche Fassadenrekonstruktion. Diese sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein.
 
 
14.02.2017 – Immobilienpreise für Eigenheime wachsen
Die Preise für Eigenheime, die auf dem Zweitmarkt verkauft werden, sind im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt kann man ein Haus für 7,3 Mio. Rubel erwerben. Diese Zahlen gehen aus einer Statistik des Immobilien-Internetportals „Mir Kwartir“ hervor. Analysiert wurden Immobilien aus 76 Regionen Russlands. Für Kaliningrad ergab sich für die „normalen“ Eigenheime die oben genannten Eckzahlen. Aus der Analyse wurden die hochwertigen Eigenheime ausgeschlossen. Traditionell zeigt die Statistik, dass der Quadratmeterpreis in einem Eigenheim immer niedriger ist, als der Quadratmeterpreis in einer Eigentumswohnung. Allerdings bemerken die Analytiker für Kaliningrad, dass sich der Preisunterschied immer mehr verringert. Für einen Quadratmeter in einem Eigenheim muss man durchschnittlich 42.700 Rubel zahlen. Kaliningrad belegt damit den zehnten Platz unter den analysierten 76 russischen Regionen.
 
Foto: Immobilien im Kaliningrader Gebiet
 
14.02.2017 – Gouverneur legt Schwerpunkt auf Industrieparks
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow will in der Entwicklung des Kaliningrader Gebietes großes Augenmerk auf die Industrieparks legen. Durch die regierungseigene Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes wird gegenwärtig intensiv an dem Ausbau der Industrieparks „Chrabrowo“ und „Tschernjachowsk“ gearbeitet. Der Industriepark „Chrabrowo“ zeichnet sich dadurch aus, dass er sich in unmittelbarer Nähe des Airports und der Gebietshauptstadt befindet. Der Industriepark „Tschernjachowsk“ zeichnet sich durch eine gut entwickelte Infrastruktur aus, insbesondere durch einen eigenen Eisenbahnanschluss. Bis Jahresende wird es dort auch eine europäische Spurbreite geben. Beide Parks werden komplett eingerichtet. Vorhanden sind Gas, Wasser, Strom. Für Tschernjachowsk ist bereits ein potenzieller Kunde gefunden. Es handelt sich um die französische Firma „ARC International“, die hier für den russischen Markt Geschirr produzieren will. Insgesamt verfügt das Gebiet über sechs Industrieparks, zwei davon in staatlicher Hand, vier in privater Initiative betrieben.
 
Karte: Kaliningrader Gebiet mit Industriepark-Anlagen „Schlüsselfertig“ für Investoren
 
14.02.2017 – Leiter der Stadtverwaltung von „Sowjetsk“ von Staatsanwaltschaft beschuldigt
Der Leiter der Stadtverwaltung von Sowjetsk, Kreisstadt im Norden Kaliningrads an der Grenze zu Litauen, wird von der Kaliningrader Staatsanwaltschaft beschuldigt, seine Dienststellung ausgenutzt zu haben, als er aus dem Bestand der Stadt zu einem sehr niedrigen Preis ein großes Grundstück erwarb. Es handelt sich um eine Fläche von 2.736 Quadratmeter zu einem Preis von nur 63.600 Rubel (rund 1.000 Euro). Der Leiter der Stadtverwaltung weist die Vorwürfe zurück und forderte die Staatsanwaltschaft auf, die ihm vorgeworfenen Gesetzesverstöße im Rahmen eines Gerichtsverfahrens zu beweisen. Letztendlich wird der Richter festlegen, ob er sich schuldig gemacht habe – so der Nikolai Woischew. Der Bürgermeister von Sowjetsk hat eine Untersuchung, noch vor dem Gerichtsverfahren, welches für die kommende Woche geplant ist, angeordnet.
 
Karte: Stadt Sowjetsk im Norden des Kaliningrader Gebietes.
 

 

13.02.2017 – Die Gerüchteküche brodelt
Wie bereits gemeldet, soll Anastasia Kusnezowa, Stellvertreterin des Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für die NordWestRegion und dort zuständig für Wirtschaft nach Kaliningrad als hiesige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten zurückkehren. Sollte es zu einer derartigen Personalentscheidung kommen, wäre sie weiterhin Stellvertreterin von Nikolai Zukanow – nur mit einem anderen Verantwortungsbereich.
 
Foto: Anastasia Kusnezowa mit guten persönlichen Kontakten zur Familie Zukanow
 
13.02.2017 – Migrationsstatistik 2016 veröffentlicht
Durch die föderale Statistikbehörde, Filiale Kaliningrad wurde die Migrationsstatistik für das abgelaufene Jahr 2016 veröffentlicht. Daraus geht ein weiterer Bevölkerungszuwachs für das Gebiet Kaliningrad hervor. Abgewandert sind aus dem Kaliningrader Gebiet 14.716 Personen. Im gleichen Zeitraum erfolgte eine Zuwanderung von 24.642 Personen. Der Zuwachs beträgt somit für das Jahr 2016 insgesamt 9.926 Personen.
 
 
 
13.02.2017 – Kaliningrad – Stadt der drei Architekturen
Im September 2016 begannen die Fassadenarbeiten an drei Gebäuden auf dem Leninski-Prospekt. Nun sind auch die Hüllen am zweiten Gebäude gefallen und bis Ende Februar werden die Arbeiten zur Fassadenrekonstruktion an allen Gebäuden endgültig abgeschlossen. Die Arbeiten erfolgen auf der Grundlage eines Konzeptes des Architekturstudios „Sarnitz“. Der Stadthaushalt hat für diese drei Häuser 50 Mio. Rubel zur Verfügung gestellt. Ursprünglich war geplant, entlang der sogenannten Protokollstrecke zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 insgesamt 93 Häuser einer Fassadenrekonstruktion zu unterziehen. Finanzielle Schwierigkeiten haben diese Pläne allerdings hinfällig gemacht. Auf der Liste stehen nun noch 12 Häuser auf dem Leninski-Prospekt.
 

 

12.02.2017 – Neues zum Stadion auf der Insel
Die Bauarbeiten für das Fußball-Stadion auf der Insel scheinen voll im Plan zu liegen. Nun hat die Baufirma einen kleinen Film über das Stadion veröffentlicht, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Gegenwärtig wird der Boden im Stadion eingeschwemmt und der Innenausbau hat bereits begonnen. An den Außenwänden werden die Hilfskonstruktionen montiert, die die Fassadenelemente des Stadions zukünftig halten sollen.
 
 
12.02.2017 – Versammlung im ehemaligen Deutsch-Russischen Haus
Wie die „Jüdische Zeitung Kaliningrads“ am Samstag informiert, fand im Gebäude des ehemaligen „Deutsch-Russischen-Hauses“ eine Versammlung von Personen statt, die am Erhalt des Hauses als Treffpunkt der Russlanddeutschen interessiert sind. Im Haus versammelten sich Mitglieder des „Rates der national-kulturellen Gesellschaft“ mit dem Ziel, das Haus der Völkerfreundschaft zu unterstützen, welches sich massiven Angriffen bestimmter Massenmedien in letzter Zeit ausgesetzt sieht, sowie eines beispiellosen Drucks seitens föderaler Stellen, welche an einer Inbesitznahme des Grundstückes interessiert sind – so die Information, die auch über die Sozialmedien verbreitet wurde. Man beschloss sich mit einer Petition an den russischen Präsidenten zu wenden.
 
Foto: Versammlung zur Unterstützung des Hauses in Kaliningrad

Angaben zu Russlanddeutschen sind sowohl aus deutschen wie auch aus russischen Quellen nur sehr schwierig zu einem vernünftigen, allgemein verständlichen Bild zusammen zu setzen. Auch die Zahl der Russlanddeutschen variiert zwischen den Quellen. Wir haben versucht, für Sie eine kleine Übersicht zusammenzustellen, die zumindest einen kleinen Überblick gibt.
 
 
Aus einer weiteren Übersicht geht hervor, dass Kaliningrad mit Abstand die kleinste Anzahl von Russlanddeutschen im Vergleich zu anderen russischen Regionen beherbergt. Aus der Übersicht ergibt sich eine Differenz von rund 155.000 Russlanddeutschen, die keiner Region zugeordnet sind. Vermutlich handelt es sich um kleinste Gruppen, die in den weiteren 76 russischen Regionen verstreut leben.
 
 
12.02.2017 – Gouverneursrating durch Volksabstimmung
Vor Kurzem startete in Russland ein neues Informationsportal zum Gouverneursrating. Der registrierte Nutzer hat die Möglichkeit, zu zehn vorgegebenen Themen die Tätigkeit eines Gouverneurs auf der Scala 1-5 zu bewerten. Aus dem arithmetischen Mittel ergibt sich dann die Durchschnittsnote des Gouverneurs. Die Betreiber des Portals informieren, dass jede einzelne Abstimmung moderiert wird, also einer subjektiven Bewertung unterzogen wird. Scheint die Abstimmung manipulativen Charakter zu tragen, wird sie nicht berücksichtigt und gelöscht. Wir werden ab sofort jeden Monat die aktuelle Bewertung des Kaliningrader Gouverneurs veröffentlichen – rein informatorisch und natürlich im Hinblick auf die Gouverneurswahlen am 10. September 2017, zu denen sich Anton Andrejewitsch Alichanow als Kandidat aufstellen lassen wird. Der amtsführende Gouverneur ist seit Oktober 2016 in Funktion und somit hat er noch keine wesentlichen Möglichkeiten gehabt, spektakuläre Entscheidungen zu treffen, die zu extrem positiven/negativen Bewertungen hätten führen können. Auch ist es gegenwärtig noch schwierig, eine generelle tendenzielle Bewertung seiner Fähigkeiten vorzunehmen. Somit scheint uns das jetzige Rating durchaus im Rahmen des Normalen, d.h. Anton Alichanow liegt in der Durchschnittsbewertung im Mittelmaß und im gesamtrussischen Gouverneursrating im letzten Drittel.  
 
 
 

11.02.2017 – Gouverneur Alichanow: ich sehe was, was du nicht siehst
Der Kaliningrader Gouverneur Alichanow reist durch das Gebiet, anscheinend oftmals alleine, ohne Begleitung und überrascht dann seine Minister und nachgeordneten Leiter der Kreise und Kommunen mit interessanten Eindrücken. So hat er wohl vor kurzem die Kreisstadt Baltisk, Hauptstützpunkt der Ostseeflotte besucht und festgestellt, dass diese Garnisonsstadt zwar über kein einziges Kino verfügt, dafür aber über ein illegales Spielcasino. „Ich habe große Achtung vor der Polizei, dem FSB, den Staatsanwälten und überhaupt vor allen Rechtspflegeorganen. Aber wie man ein illegales Spielcasino, welches sogar noch Leuchtreklame hat und Reklame in die Postkästen wirft über Jahre nicht zur Kenntnis nimmt, ist mir unklar“, - so der Gouverneur. Im weiteren beschäftigte sich der Gouverneur mit dem noch nicht vollendeten skandalbelasteten Kindergarten in der Stadt, der direkt am Ostseestrand gebaut, aber noch nicht fertiggestellt worden ist. Skandalbelastet ist dieser Kindergarten deshalb, weil ein leitender Mitarbeiter der damaligen Zukanow-Regierung, im Zusammenhang mit dem Bau dieses Kindergartens, den größten Korruptionsskandal im Kaliningrader Gebiet ausgelöst hatte. Kurzerhand ordnete der Gouverneur Alichanow an, dass dieser Kindergarten nicht weiter gebaut wird und man einen anderen, besser geeigneten Platz zu finden habe. Zum wiederholten Male kritisierte der Gouverneur die Verantwortlichen in der Stadt Baltisk wegen schlechter Müllentsorgung und unzureichender Stadtverwaltung, so dass der Eindruck entsteht, dass es dort wohl bald zu personellen Veränderungen kommt. Wenige Momente nach Beendigung des Auftritts des Gouverneurs fand in der Stadt Baltisk eine Hausdurchsuchung im Spielcasino statt. Die Ausrüstungen wurden beschlagnahmt, ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
 
 
11.02.2017 – Ordnung muss sein, auch bei korrupten Polizisten
Wie an dieser Stelle vor ein paar Tagen berichtet, wurden mehrere Polizeibeamte aus der Abteilung für die Bekämpfung von Wirtschaftsverbrechen in Kaliningrad verhaftet. Sie wurden beschuldigt, Zigaretten im Werte von 600 Mio. Rubel bei einem Unternehmer beschlagnahmt und anschließend illegal verkauft zu haben. Die Beamten erleichterten den ermittelten Organen erheblich die Arbeit, denn sie hatten – der Ordnung halber – eine Buchhaltung angelegt und diese ordentlich in ihrem Dienstzimmer verwahrt. Neben der Buchhaltung befand sich auch gleich die operative Einnahmekasse mit drei Millionen Rubel Barbestand. Die schwarze Buchhaltung begann mit dem Anfangsbestand der Zigaretten und penibel wurde jede Position aufgeführt, die an Händler zum Verkauf übergeben wurde – zu welchem Preis, zu welchen Margen. Die ermittelnden Beamten freuten sich natürlich, dass sie so problemlos dem gesamten Hehlernetz, dank der Ordnungsliebe der korrupten Kollegen, auf die Spur gekommen sind.  
 
 
11.02.2017 – „Lukoil“ als Sponsor für Gebietskinderklinik
Die russische Firma „Lukoil“ will 180 Mio. Rubel für die Ausrüstung des neuen Gebäudes für das Gebietskinderkrankenhaus zur Verfügung stellen. Einen entsprechenden Vertrag ist die Firma bereit mit der Kaliningrader Gebietsregierung zu unterzeichnen. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow im Verlaufe einer TV-Sendung am Donnerstag. Durch die Gebietsregierung wurde die Summe von 17 Mio. Rubel für die Erarbeitung der Projektdokumentation für die Rekonstruktion des Gebietskinderkrankenhauses im Haushalt 2017 eingestellt. Weitere 140 Mio. Rubel will die Firma „Lukoil“ in die Entwicklung der Industrie im Gebiet investieren.
 
11.02.2017 – Ex-Gouverneur Zukanow restauriert sein Machtimperium in Kaliningrad
Wie das Informationsportal „newkaliningrad“ erfahren haben will, hat der ehemalige Gouverneur Kaliningrads und jetzige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für die NordWest-Region Nikolai Zukanow während seines jüngsten Aufenthaltes im Kaliningrader Gebiet ein Gespräch mit seinem Vertreter für das Kaliningrader Gebiet geführt. Inhalt des Gespräches soll gewesen sein, dass er seinem Stellvertreter Wladimir Solowjow nahegelegt haben soll seinen Platz zu räumen, da er die Absicht habe, diese Funktion der ehemaligen Wirtschaftsministerin des Kaliningrader Gebietes Anastasia Kusnezowa anzubieten. Frau Kusnezowa, die auch gleichzeitig engste Freundin der Gattin von Zukanow ist, war nach der Versetzung von Zukanow von ihrer Funktion als Wirtschaftsministerin zurückgetreten und wenig später durch Zukanow nach St. Petersburg gerufen worden, wo sie bereits eine Funktion als seine Stellvertreterin erhalten hatte. Nun soll sie nach Kaliningrad zurückkehren und dort im Interesse von Zukanow die Aufsicht führen. Durch das Informationsportal „newkaliningrad“ wird in der Mitteilung hervorgehoben, dass in die Pflichten des Vertreters für das Kaliningrader Gebiet auch die Koordinierung der föderalen Machtorgane gehört.
 
 

 

10.02.2017 – Eine Bank weniger in Kaliningrad
Am Donnerstag hat die russische Zentralbank der Bank „Jenisee“ die Lizenz entzogen. Hierbei handelt es sich um eine der ältesten Privatbanken in Russland, die im Jahre 1990 gegründet wurde und im föderalen Maßstab aktiv war. Sie hatte eine Filiale in Kaliningrad. Mit diesem Lizenzentzug verringert sich die Anzahl der in Kaliningrad aktiven Banken auf 39. Anleger bei dieser Bank müssen nun die Entscheidungen der Zentralbank abwarten, welche Banken in Kaliningrad mit der Auszahlung der Einlagen beauftragt werden. Erstattet werden alle Einlagen von Privatanlegern und Kleinstunternehmern in voller Höhe, jedoch nicht mehr als 1,4 Mio. Rubel. Die Auszahlung der Gelder beginnt in der Regel zwei Wochen nach Lizenzentzug.
 
 
10.02.2017 – Geheimnisvoller Eigentümer des „Hauses der Räte“
Offiziell ist seit Jahren davon die Rede, dass das „Haus der Räte“ im Besitz von zwei Eigentümern ist. Ein Eigentümer, mit einem Anteil von 15 Prozent, war die Stadt Kaliningrad. Diese hat ihre Anteile vor kurzem an die Kaliningrader Gebietsregierung übergeben, damit das, wie die Stadt sagt, die Entscheidungen zum Schicksal des Gebäudes erleichtert. Der zweite Eigentümer mit 85 Prozent ist die Firma „Protostroi“. Gewollt oder ungewollt hat der Kaliningrader Gouverneur vor Kurzem von einem dritten Eigentümer gesprochen. Dies setzt nun die Kaliningrader Oppositionsmedien auf die Spur, die diesen geheimnisvollen Dritten finden wollen. Das Grundbuchamt vermeldet jedoch, dass es keinen dritten Eigentümer gibt. Als Eigentümer sind nur die beiden bereits Genannten eingetragen. Nun hat ein Informationsportal erfahren, dass es zwischen der Firma „Protostroi“ und einem „Ungenannten“ einen Vertrag gibt, der allerdings nirgendwo registriert ist. Ein derartiger nicht registrierter Vertrag ist jedoch nur möglich, wenn es ein uneingeschränktes Vertrauensverhältnis zwischen beiden Seiten gibt – oder, mit anderen Worten, wenn diese beiden Seiten ein und dieselbe Person sind. Bisher hat sich auch noch niemand damit beschäftigt herauszufinden, wer denn die Besitzer der Firma „Protostroi“ sind. Ein Kaliningrader Informationsportal hat in der Berichterstattung den Namen „Rolbynow“ erwähnt. Ein Mann namens „Rolbynow“ ist Vizepremier in der Kaliningrader Gebietsregierung. Da sich die Kaliningrader Oppositionsmedien fest dieses Themas angenommen haben und nun auch „Transparency International“ sich eingeschaltet hat, kann man davon ausgehen, dass die ganze Wahrheit in Kürze auf dem Skandalteller der Kaliningrader Gesellschaft landen wird.
 

 

09.02.2017 – Gruppe Kaliningrader Gerichtsvollzieher verhaftet
Diejenigen, die dem Recht zum Recht verhelfen sollen, sind nun selber mit dem Recht und dem Gesetz in Konflikt geraten. Durch Kräfte der Innenverwaltung wurde eine Gruppe von Gerichtsvollziehern verhaftet, die sich haben bestechen lassen. Zu den Verhafteten gehört der Vorgesetze einer Gruppe von  Gerichtsvollziehern, sein Stellvertreter und die ihm nachgeordneten ausführenden Gerichtsvollzieher. Gegen Zahlung von Schmiergeld hatte diese Gruppe die Ausführung von Gerichtsbeschlüssen eingestellt und die gegen die Schuldner verhängten Ausreisesperren aus dem Kaliningrader Gebiet aufgehoben. Gegen die Gruppe wurden drei Ermittlungsverfahren eingeleitet. Alle Angehörigen der Gruppe befinden sich in staatlichem Gewahrsam.
 
 
09.02.2017 – Kaliningrader Strommonopolist greift durch
Der Kaliningrader Strommonopolist „JantarEnergo“ will nun endlich die Schuldner zur Ordnung rufen und hat angekündigt, im Monat Februar an 100.000 Stromschuldner Rechnungen mit Verzugszinsen zu übersenden. Insgesamt schulden die Kaliningrader Haushalte dem Stromerzeuger 750 Mio. Rubel, sowie zuzüglich 17 Mio. Rubel an Verzugszinsen. Alleine die Verzugszinsen sind zu vergleichen mit dem Monatsverbrauch einer Kleinstadt mit 50.000 Einwohnern. „JantarEnergo“ gibt den Schuldnern aber im Februar noch eine letzte Chance. Wer seine Außenstände komplett im Februar komplett bezahlt, braucht keinen Gerichtsbeschluss und die anschließende Arbeit der Gerichtsvollzieher zu fürchten.
 
 
09.02.2017 – Betrüger, überall Betrüger
Seit 1. Februar gelten im Kaliningrader Nahverkehr neue Preise. Ein Fahrschein kostet nicht mehr 18 Rubel, sondern 20 Rubel. Trotzdem bemerkt man bei „GorTrans“ keine Mehreinnahmen für die erste Woche. Der Generaldirektor von „GorTrans“ Anatoli Muchomor beschuldigte nun in einem Radiointerview die Schaffner der Unehrlichkeit. Die Hälfte aller Schaffner klaut und betrügt – so seine Äußerungen. Man verkauft den Passagieren nicht die richtigen Fahrscheine, die Passagiere kontrollieren auch nicht die Fahrscheine und das Geld wandert in die Taschen der Schaffner. Die Schaffner, so der Generaldirektor, werden ausschließlich über den Umsatz bezahlt. Sie erhalten von jedem verkauften Fahrschein einen Anteil und kommen somit auf ein Monatsgehalt von bis zu 25.000 Rubel. Das Durchschnittsgehalt
eines Arbeitnehmers in Kaliningrad beläuft sich auf rund 29.000 Rubel.
 
 
09.02.2017 – Kein Verständnis für den Ex-Kommandierenden der Ostseeflotte
Das Oberste Gericht Russlands hat die Klage des ehemaligen Kommandieren der Ostseeflotte Viktor Krawtschuk abgewiesen. Dieser hatte gegen die Entscheidung des russischen Präsidenten Putin geklagt, ihn aus dem Armeedienst zu entlassen – und dies mit Formulierungen, die einer unehrenhaften Entlassung gleichkommt. Mit dieser letztinstanzlichen Entscheidung verliert der Admiral vermutlich auch einen Großteil seiner finanziellen Ansprüche zur Sicherung seines Altersruhestandes.
 
Foto: Stab der Ostseeflotte im Stadtzentrum Kaliningrads
 
09.02.2017 – Private Busunternehmer mit großem Appetit
Die privaten Unternehmer im Kaliningrader Nahverkehr zeigen einen immer größer werdenden Appetit. Während die Berechnungen des stadteigenen „GorTrans“ ergeben haben, dass man mit 26 Rubel für einen Fahrschein kostendeckend arbeiten kann und mit 28 Rubel sogar einen ausreichend großen Gewinn erwirtschaftet um in die Modernisierung des Fahrzeugparkes investieren zu können, sind die privaten Unternehmer der Ansicht, dass mit 30 Rubel eventuell die Kosten gedeckt werden. Um rentabel zu wirtschaften, benötige man einen Preis von 50 Rubel.  Diese Meinung vertrat der Vertreter der Firmengruppe „Skiba“, Alexander Borodulin. Allerdings bezog er diesen Preis auf die sogenannten „Marschrutkas“, also kleine Linientaxis mit einer Anzahl von 10-13 Sitzplätzen. Der gegenwärtige Fahrpreis für die Nutzung der „Harakiri-Fahrzeuge“ beträgt 22 Rubel. Bei der letzten Fahrpreisanpassung am 1. September wurde der Preis unverändert belassen, da die Stadt selber kein Interesse an der Erhaltung dieser Transportart hat.
 
Foto: Kamikaze-Marschrutkas – Linientaxis ohne Zukunft in Kaliningrad
 
09.02.2017 – Schwierige Zeiten für den Kaliningrader Airport
Nun soll wohl endlich ernst gemacht werden mit der Instandsetzung und Verlängerung der Start- und Landebahn auf dem Kaliningrader Airport. Dazu ist es notwendig, erheblich in den Flugverkehr einzugreifen. Wie der Leiter von „RosAviazija“ mitteilte, sind bereits alle Fluggesellschaften, die Kaliningrad anfliegen, informiert worden, dass die Landebahn zeitweilig von 2.500 Meter auf 1.850 Meter verkürzt wird. Gegenwärtig erfolgt eine Schulung der Piloten, die unter diesen extrem schwierigen Bedingungen landen und starten müssen. Gleichzeitig erfolgt auch ein Austausch der Flugzeugtypen. Weiterhin wird während der Rekonstruktion zweimal in der Woche am vom Dienstag zu Mittwoch und Samstag zu Sonntag der Airport in der Zeit von 21.00-13.00 Uhr generell geschlossen. Für welchen Zeitraum diese einschränkenden Maßnahmen gelten, wird noch konkretisiert. Bisher wurde von zwei Monaten gesprochen.
 
Foto: Airport Kaliningrad – geplante Fertigstellung des Gesamtkomplexes Anfang 2018
 
09.02.2017 – Slawsk soll bald wieder Käse produzieren
Slawsk verfügt über eine Produktionsstätte für Käseerzeugnisse. Diese wurde vor einiger Zeit stillgelegt, soll nun aber rekonstruiert, modernisiert und somit wieder in Betrieb genommen werden. Produziert werden soll Schnittkäse. Gegenwärtig arbeitet in der Produktionsstätte bereits eine Linie für die Herstellung von Quark und Butter. Die Firma ist in der Lage bis zu zehn Tonnen Milcherzeugnisse am Tag zu produzieren. Die Firma produziert bereits in einer anderen Firma im Kreis Bagrationowsk Streichkäse. Gegenwärtig ist noch nicht ganz klar, woher die bis zu 60 Tonnen Milch pro Tag kommen könnten, die für die neue Käseherstellung benötigt werden. Überlegungen gehen dahin, eine eigene landwirtschaftliche Milchkuhzucht aufzubauen, die den Bedarf an Milch für die Firma abdecken könnte. Aus der Kaliningrader Gebietsregierung verlautet, dass man sich Gedanken über die Subventionierung des Vorhabens mache.
 

08.02.2017 – Litauischer Grenzzaun ist unsinnig – meint litauischer Experte
Der von Litauen geplante Grenzzaun zum Kaliningrader Gebiet ist unsinnig, da er keinerlei Aggressionen aufhalten wird. Diese Ansicht vertrat der ehemalige Direktor für Staatssicherheit Litauens Metschis Laurinkus. Leider befinden sich all diese Themen zum Bau von Mauern im Kontext der allgemeinen zugespitzten Situation und es gibt keine vernünftigen Überlegungen dabei. Gehandelt wird nach dem Motto: „… bauen wir lieber so eine Mauer, als das wir irgendwann kritisiert werden, dass wir sie nicht gebaut haben“. Für den Bau dieser Grenzmauer benötigt Litauen 3,5 Mio. Euro. Sie soll eine Länge von 45 Kilometer und eine Höhe von 2,5 Metern haben. Sie wird aber nur einen kleinen Teil der Grenze zu Kaliningrad abdecken. Die Europäische Union hat bereits informiert, dass man kein Geld zur Verfügung stellen werde, denn die Sicherung der Außengrenze der EU gehört in die finanzielle Kompetenz des betreffenden Landes.
 
Foto: Grenzübergänge im Kaliningrader Gebiet. Vier Grenzübergänge verbinden Kaliningrad mit Litauen        
 
08.02.2017 – Gebrauchte Immobilien wurden billiger in Kaliningrad
Die Statistik zeigt, dass Immobilien auf dem Zweitmarkt im vergangenen Jahr in Kaliningrad um sechs Prozent im Preis gefallen sind. Damit passt sich Kaliningrad in den allgemeinen Trend der Preissenkung für Immobilien des Zweitmarktes in Russland an. Allerdings sind die Preise im Durchschnitt im russischen Mutterland nur um drei Prozent gefallen. In Kaliningrad fielen sie um das Doppelte. Der durchschnittliche Preis für einen Quadratmeter Wohnraum auf dem Zweitmarkt beträgt gegenwärtig rund 60.000 Rubel. Im Vergleich zu Moskau, wo ein Quadratmeter 220.000 Rubel kostet, sind die Immobilien in Kaliningrad ein Schnäppchen.
 

Foto: Entwicklung Wohnungsbau in Kaliningrad. Die Ergebnisse für 2016 liegen noch nicht vor
 
08.02.2017 – Neuer Konzerthalle ist ein teures Vergnügen
Das neue Estraden-Theater in Svetlogorsk scheint ein teures Vergnügen für den Gebietshaushalt zu sein. Bisherige Planungen zeigen, dass in den kommenden drei Jahren eine Finanzierung der Tätigkeit dieses Hauses mit 160,5 Mio. Rubel nötig ist. Das Informationsportal „rugrad.eu“ analysierte den Haushaltsplan des Theaters für den Zeitraum bis 2019 und kam zu diesen Schlussfolgerungen. Der Plan zeigt, dass die Regierung 358 Mio. Rubel an Subventionen bereitstellt, aber das Haus selber 198 Mio. Rubel selber zu erwirtschaften hat. Gegenwärtig arbeiten im Theater 88 Mitarbeiter, davon sind 15 in der Rolle von „Chefs“.
 

Foto: Estraden-Theater in Svetlogorsk. Der Bau dauerte zehn Jahre und kostete 2,3 Mrd. Rubel
 
 

07.02.2017 – Nikolai Zukanow fordert Unterstützung für Kaliningrader Gouverneur Alichanow
Der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und jetzige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für die NordWest-Region Nikolai Zukanow hielt sich zu einem Arbeitsbesuch im Kaliningrader Gebiet auf. Während seines Aufenthaltes sprach er sich für eine Unterstützung des amtsführenden Gouverneurs Anton Alichanow zu den Gouverneurswahlen im Monat September 2017 aus. „Hier steht Anton Andrejewitsch und ich hoffe, dass die Bürger des Kaliningrader Gebietes ihn unterstützen, denn er hat eine genaue Vorstellung, wie sich die Stadt Sowjetsk und die anderen Städte entwickeln sollen“, - so Zukanow während des Besuches der Baustelle für den neuen Grenzübergang zwischen Sowjetsk und Litauen.
 

Foto: Amtierender Gouverneur Anton Alichanow. Im verschwommenen Hintergrund Nikolai Zukanow, Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes
 
07.02.2017 – Kaliningrader Bernstein gelangt nach Weltreise auf den polnischen Markt
Die polnische Zeitung „Gazeta Wyborcza“ informiert, dass der in Kaliningrader geförderte Bernstein über den Export nach Peking, weiter über Hongkong, letztendlich in Polen landet und hier für teures Geld, nach entsprechender Veredelung, weiter verkauft wird. Das „Geheimnis“ verkaufte einer der größten Bernsteinhändler Polens der polnischen Zeitung. Für die polnischen Bernsteinjuweliere ist das größte Problem, dass sie über keine eigenen Vorräte verfügen und von Kaliningrad nicht direkt beliefert werden. Die Lieferbeziehungen wurden anscheinend im Jahre  eingestellt. Dies geschah zum Schutz der einheimischen Bernsteinhändler und –juweliere, die dem Niveau der polnischen Händler weit unterlegen waren. Die neue Distribution, einhergehend mit der Entwicklung des Kaliningrader Bernsteinsektors, sollten die polnischen Händler von den führenden Plätzen im Markt verdrängen. Das man jetzt den Bernstein in China einkaufe ist eine Lösung des Problems des Rohstoffmangels, wenn auch eine ziemlich komplizierte Lösung – so der polnische Unternehmer.
 
 

 

06.02.2017 – Kaliningrader Kriminalitätsstatistik zeigt Stabilität
Die Verwaltung des Innenministeriums für das Kaliningrader Gebiet hat die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass es im Vergleich zum Jahre 2015 keine Verschlechterung gibt. Die Parameter zeigen einen positiven Trend. Im Jahre 2016 wurden 13.224 Verbrechen angezeigt (2015 – 16.502). Aufgeklärt werden konnten davon 6.051 (2015 – 6.903).
 
 
06.02.2017 – Es gibt kein 72-Stunden-Visum mehr
Wir bemerken auf unserem Portal einen erhöhten Zugriff auf den Werbeartikel „72-Stunden-Visum“ für Kaliningrad. Etwas unerklärlich für uns, zumal wir diesen Artikel seit Wochen nicht mehr bewerben und ausführlich darüber berichtet haben, dass diese Visaart für Kaliningrad seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr existiert. Wer sich für eine leichtere Einreise nach Kaliningrad interessiert, muss sich vermutlich bis April/Mai gedulden, wo die russische Staatsduma neue Regelungen für eine visafreie Einreise in das Gebiet beschließen soll.  
 
 
06.02.2017 – Bankensystem in Kaliningrad mit Verlusten
Die Disziplinierung des russischen Bankensystems durch die Zentralbank hat auch im Jahre 2016 Auswirkungen auf die Anzahl der Banken im Kaliningrader Gebiet gehabt. Von ehemals 44 Banken im Jahre 2015 sind jetzt noch mit Stichtag 1. Januar 2017 40 Banken verblieben. Nach Äußerungen von leitenden Mitarbeitern der russischen Zentralbank, erfüllen viele Banken in Russland nicht die Anforderungen an ein internationales Leistungsprofil und haben somit nur „Regionalniveau“. Es ist also auch für 2017 davon auszugehen, dass wieder viele Banken ihre Lizenz verlieren werden und davon auch Banken betroffen sind, die eine Filiale in Kaliningrad unterhalten. Kaliningrad verfügt gegenwärtig mit der „EnergoTransBank“ nur noch über eine einzige Regionalbank.
 
 

05.02.2017 – FSB und Staatsanwalt sprechen Warnung aus
Der Leiter der Bewegung BARS (Baltischer Vortrupp des russischen Widerstandes) Alexander Orschuljewitsch ist zu einem Gespräch in der Regionalverwaltung des russischen Sicherheitsdienstes FSB vorgeladen worden. Dort wurde ihm im Auftrage des Gebietsstaatsanwaltes ein Schreiben übergeben, dessen Inhalt ihn auffordert, seine Bewegung vor dem Gesetz zu legalisieren und Punkte, die der russischen Gesetzgebung widersprechen, innerhalb einer Zwei-Monats-Frist abzustellen. Sollte er dieser Aufforderung, als Verantwortlicher Leiter der Bewegung nicht nachkommen, wird vom russischen Gesetzgeber ein Verfahren zur Einstufung der Organisation als „extremistisch“ eingeleitet, was letztendlich ein Verbot nach sich zieht. Eis sei daran erinnert, dass die Bewegung „BARS“ vor einigen Monaten eine Internetpetition zur Umbenennung Kaliningrad in Königsberg initiiert hatte. Weiterhin haben Vertreter der Bewegung am 30. Oktober, im jetzt geschlossenen Deutsch-Russischen-Haus, an einer Gedenkveranstaltung für die Repressierten teilgenommen und mit diesem Auftritt für gesellschaftlichen Unmut gesorgt.  
Unsere Informationsagentur hatte mit Alexander Orschuljewitsch Anfang November ein Interview geführt. Klicken Sie auf die Grafik um zum Interview zu gelangen.
 

 

Seitens des russischen Gesetzgebers wurden an die Bewegung „BARS“ folgende Forderungen gestellt:

 

  • Registrierung der Bewegung als Partei, weil die Bewegung politische Ziele deklariert und über ein politisches Programm verfügt.
  • Ausscheiden von Alexander Orschuljewitsch aus der Organisation, da dieser wegen Extremismus vorbestraft ist und deshalb lt. geltender Gesetzgebung weder Leiter noch Mitglied von gesellschaftlichen Vereinigungen sein darf.                 
  • Aufhebung von Festlegungen in den Statuten von BARS, welche die Mitgliedschaft in der Bewegung für bestimmte Mitglieder der russischen Gesellschaft ausschließt.
  • Keine Zusammenarbeit mit Minderjährigen, da die Bewegung sich nicht als Jugendbewegung habe registrieren lassen (Mindestens fünf Minderjährige sind Mitglied der Bewegung).
 
05.02.2017 – Keine Chance für Fährenbau auf Regionalwerft
Der Vizepremier der Kaliningrader Regierung Schenderjuk-Schidkow informierte, dass Kaliningrader Werften keine Chance haben, die geplanten Fähren für Kaliningrad zu bauen. Geplant ist der Bau von drei neuen Fähren und die größte Kaliningrader Werft „Jantar“, die im wesentlichen Aufträge für das Verteidigungsministerium erfüllt, kann aus rein technischen Voraussetzungen diese Aufträge nicht ausführen, da man nur in der Lage ist, Schiffe mit einer Gesamtlänge von 165 Metern zu bauen. Die russische Bahn, die zukünftig für diese Fährverbindung verantwortlich zeichnen soll, hat aber als Mindestlänge für eine Fähre 200 Meter angegeben. Diese Länge erlaubt eine maximal effektive Beladung und Entladung. Ein Ausweg aus der Situation wäre, wenn sich die Werft modernisieren würde. Die Regionalregierung ist daran interessiert, so der Vizepremier. Leider ist es aber so, dass die Werft mit Aufträgen derart ausgelastet ist, dass eine Rekonstruktion frühestens Ende 2018 beginnen könnte. Der Bau der drei Fähren wird dem Auftragnehmer 12 Milliarden Rubel in die Kasse spülen. Die erste neue Fähre soll bereits im Jahre 2019 den Betrieb aufnehmen. Gegenwärtig verkehren auf der Strecke zwischen „Baltisk“ und „Ust-Luga“ zwei Fähren alle vier bis fünf Tage. Eine dritte Fähre, die durchaus vorhanden ist, wird durch den Eigentümer nicht eingesetzt, weil die Auslastung der beiden anderen Fähren nicht vollständig ist.
 
 
05.02.2017 – Polizisten als Diebe beschuldigt
Zwei Angehörige der Abteilung für Wirtschaftssicherheit in der Verwaltung des Innenministeriums im Kaliningrader Gebiet werden verdächtigt, sich Zigaretten im Gesamtwert von 600 Mio. Rubel angeeignet zu haben. Beide Mitarbeiter wurden verhaftet. Ende Dezember erfolgte in den Räumlichkeiten der Abteilung für Wirtschaftssicherheit Haussuchungen, in deren Ergebnis Beweise sichergestellt worden sind. Das Verfahren wurde als „besonders wichtig“ eingestuft. Bei den Zigaretten handelte es sich um Ware, die zur Beweissicherung in einem anderen Verfahren, bei einem Kaliningrader Unternehmer beschlagnahmt wurden. Nach der Beschlagnahme verkauften die beiden Polizisten diese Zigaretten. Neben dem Diebstahl werden die beiden Polizisten auch der Beweisfälschung beschuldigt sowie der Ausnutzung ihrer Dienststellung für kriminelle Zwecke. Sollte die Schuld der beiden Polizisten bewiesen werden, droht auch den Vorgesetzten dieser beiden die Entlassung aus dem Staatsdienst.
 
 

04.02.2017 – Großes Geldgeschenk aus Moskau
Das Kaliningrader Gebiet hat aus föderalen Moskauer Kassen zwei Milliarden Rubel erhalten. Diese sollen zweckgebunden als Subventionsgelder für die Landwirtschaft eingesetzt werden.  Konkret werden mit diesen Geldern die Landwirte unterstützt, die für den Aufbau ihrer Wirtschaft Kredite aufgenommen haben. Sie erhalten Subventionsgelder, um damit die Zinsen bezahlen zu können. Aus dem Kaliningrader Gebietshaushalt werden weitere 125 Mio. Rubel für diese Zwecke zur Verfügung gestellt. Ansprüche können die Landwirte stellen, die bis 31.12.2016 einen Kredit aufgenommen haben.
 
 
04.02.2017 – Startschuss für die Restaurierung des „Kant-Hauses“
Die Immobilie des sogenannten „Kant-Hauses“ befindet sich in der Siedlung „Weselowka“ und ist seit Jahren dem Verfall preisgegeben. Obwohl es sich nicht um das Originalhaus handelt, in dem Kant als Junglehrer den Kindern des Pastors, der in diesem Haus wohnte, Hausunterricht gab, hat man sich entschlossen, den Nachfolgebau, der auf den Fundamenten des abgebrannten Hauses errichtet wurde, wieder zu restaurieren und als Museum einzurichten. Für die Restaurierung wurde aus dem persönlichen Reservefond des russischen Präsidenten Putin die notwendige Summe zur Verfügung gestellt. Gegenwärtig wird der Bauplatz vorbereitet. Danach erfolgt die Verfestigung des Fundaments. Mit der Rekonstruktion des Hauses wird sich eine auf derartige Arbeiten spezialisierte Firma aus Moskau beschäftigen. Die Arbeiten werden 31,3 Mio. Rubel kosten. Im Rahmen des abgeschlossenen Vertrages sind alle Arbeiten bis Ende Oktober zu beenden.
 
 
04.02.2017 – Zweite Etappe der Modernisierung des Südbahnhofs beginnt
58,5 Mio. Rubel stehen für die zweite Etappe der Modernisierung des Kaliningrader Südbahnhofs (Hauptbahnhof) zur Verfügung. Jetzt sucht die Russische Bahn eine Firma, die sich dieses Geld verdienen möchte und hat dafür eine Ausschreibung organisiert. Der Sieger hat das gesamte Gebäude einer Hauptinstandsetzung zu unterziehen, den Fußboden zu erneuern, die Decken und alle Wände. In einigen Gebäudeteilen sollen Wände herausgerissen und ein Umbau vorgenommen werden. Weiterhin soll das Sicherheitssystem erneuert und das gesamte Umfeld des Bahnhofes neu gestaltet werden.
 
 
04.02.2017 – „Lukoil“ will noch mehr Erdöl fördern
Die Firma „Lukoil“ hat erklärt, im Kaliningrader Gebiet noch vier weitere Erdöl-Felder erschließen zu wollen. Dies erklärte der Präsident des Konzerns Wagit Alekperow während eines Treffens mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Der Generaldirektor informierte, dass man für alle Förderstätten im Kaliningrader Gebiet je eine gesonderte Struktur gebildet habe. Es scheine dies gegenwärtig eine gute Lösung. Zukünftig wird es aber ökonomisch sinnvoller sein, alle Förderstätten in einer Gesellschaft zu vereinigen. Der Konzern will in die Entwicklung der Förderstätten im Kaliningrader Gebiet 140 Mrd. Rubel investieren. Der Generaldirektor versicherte, dass bei der Entwicklung der Firma im Gebiet die allerhöchsten Standards angewendet werden. Die bisher schon arbeitende Förderplattform in der Ostsee funktioniert seit zehn Jahren ohne eine einzige Havarie – unterstrich der Generaldirektor. Auch die Verantwortlichen in der Europäischen Union haben bestätigt, dass es sich um eine ökologisch hochgesicherte Plattform handelt. Lukoil hofft, dass alle zu errichtenden neuen Förderstätten Vorräte für 35 Jahre zur Verfügung stellen. Bis 2020 sollen alle Organisationsarbeiten abgeschlossen sein und dann kann die reale Förderung beginnen.
 
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow will Schluss machen mit den ungerechtfertigen, unsinnigen und erpresserischen Kontrollen von Behörden, die den Unternehmen mehr schaden und am arbeiten hindern. Er unterhalte sich mit vielen Unternehmern und diese beschweren sich über eine Vielzahl von Kontrollen, deren Sinn nicht verstanden wird. Man werde von der Arbeit abgehalten und oftmals habe man den Eindruck, als ob durch diese Kontrollen Druck auf die Firmen ausgeübt werden soll, um Korruptionsgelder zu erpressen. Die Statistik für das Jahr 2016 zeige, so der Gouverneur, dass 5.800 außerplanmäßige Kontrollen durchgeführt worden sind. Die Staatsanwaltschaft hat ermittelt, dass 69 Prozent all dieser Kontrollen ungerechtfertigt waren und keinerlei Anlass hatten. Das sind verwaltungstechnische Erpressungsinstrumente und es ist klar, wer diese anwendet und warum diese angewendet werden – gab der Gouverneur zu verstehen und meinte, dass mit dieser Praxis jetzt Schluss gemacht werde.
 
04.02.2017 – Der wilden Reklame geht es an den Kragen
Der wilden und unästhetischen Reklame in Kaliningrad soll es nun an den Kragen gehen. Die Regionalverantwortlichen wollen mit einer speziellen Verordnung für ein vernünftiges Erscheinungsbild der Stadt sorgen und der chaotischen Gestaltung der Reklame einerseits und auch der Vielzahl der Reklame andererseits, starke Grenzen setzen. Erst vor wenigen Tagen hatte der Gouverneur Anton Alichanow kritisiert, dass man bei vielen renovierten Häusern die Fassade vor lauter Reklame nicht sieht. Der Gebietsregierung ist schon klar, dass man auf Firmenvorgaben keinen Einfluss nehmen kann, aber man kann die Größe der Reklame regeln und an welcher Stelle des Hauses Reklame angebracht werden darf – wenn denn überhaupt an einem Haus Reklame gestattet werden soll. Bei der Erarbeitung des Reklamekonzeptes muss berücksichtigt werden, dass jede Straße ein einheitliches Konzept haben sollte. Man will sich als Beispiel Moskau nehmen, wo diese Fragen gut geregelt sind. Gegenwärtig ist eine Moskauer Firma beauftragt, für den Leninski-Prospekt, einer der wichtigsten Straßen in der Stadt, ein Konzept zu erarbeiten. Parallel laufen bereits Gespräche mit den Besitzern der Immobilien für eine Neugestaltung der Außenfassaden.
 
Foto: Chaotische Reklame in Kaliningrad. Dem individuellen Geschmack sind (noch) keinerlei Grenzen gesetzt
 
 

03.02.2017 – Gouverneur hofft auf Investor für Gefängnis
Der Kaliningrader Gouverneur hofft, mit Hilfe eines Investors im Agrarbereich, auch gleich das Thema der Strafvollzugsanstalt in Gwardejsk lösen zu können. Allerdings soll dieser Investor nicht in die Strafvollzugsanstalt investieren, sondern mit seinen Aktivitäten dafür sorgen, dass diese Einrichtung schneller freigezogen wird und zukünftig als altdeutsche Sehenswürdigkeit wieder Touristen zur Verfügung steht. Er informierte, dass ein großer Landwirtschaftsinvestor „Dolgow Grupp“ der russischen Verwaltung für den Strafvollzug vorgeschlagen hat, die Flächen zu nutzen, die diese föderale Behörde im Kaliningrader Gebiet besitzt und die als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen ist. Die Kaliningrader Regierung ist an den Verhandlungen stark interessiert und wird als Vermittler zwischen beiden Seiten auftreten. Sollte es zu einer Übergabe der Flächen an den Privatinvestor kommen, verbessern sich die Chancen für einen möglichst schnellen Freizug der Strafvollzugsanstalt erheblich, denn die föderale Behörde erhält für die verpachteten Flächen gutes Geld und kann dieses nutzen, um den Freizug des Gebäudes zu finanzieren. Bekannt wurde, dass sich gegenwärtig in der Strafvollzugsanstalt weniger als 500 Insassen befinden und für so wenige Personen, ein so großes Gebäude zu unterhalten, ist ökonomisch eigentlich nicht vertretbar.  
 
 
03.02.2017 – Zivilfähre im Testregime für Militärtransporte
Erstmals wird die Fähre „Ambal“ genutzt, um militärische Eisenbahntechnik nach Kaliningrad zu verbringen.  Durch das russische Verteidigungsministerium wurde eine Übung zur Verlegung von schwerer Spezial-Eisenbahnbautechnik organisiert und im Rahmen dieser Übung wird die Zivilfähre „Ambal“ die Technik nach Kaliningrad verlegen. Es handelt sich hierbei um Technik der Selbständigen Eisenbahnbaubrigade des Militärbezirkes WEST. Vor einigen Monaten wurde informiert, dass die russischen Militärs im Kaliningrader Gebiet mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke in der Nähe der Stadt Kaliningrad beginnen. Die Strecke soll den Militärflugplatz „Schkalowsk mit anderen militärischen Objekten verbinden und dadurch die logistische Versorgung der im Gebiet stationierten Einheiten verbessern. Ob diese Übung somit auch einen realen praktischen Nutzen hat oder ob diese Technik nach Abschluss der Übung zurückverlegt wird, geht aus der Meldung des Pressedienstes des Militärbezirkes nicht hervor. Die Fähre hat eine Länge von 187 Meter und kann bis zu 135 Eisenbahnwaggons oder 9.000 Tonnen Fracht aufnehmen.
 
Foto: Geplanter Bau einer Eisenbahnstrecke in der Nähe von Kaliningrad
 
03.02.2017 – Litauen nicht an Verbesserungen interessiert
Die Ministerin für Infrastruktur der Kaliningrader Gebietsregierung Elena Djatlowa informierte, dass die Gespräche mit Litauen über eine beschleunigte Abfertigung von Personenzügen zwischen Kaliningrad und dem russischen Mutterland in einer Sackgasse stecken und man den Eindruck gewinnt, dass Litauen nicht an einer Verbesserung der Transportbedingungen für Reisende interessiert ist. Russland hatte den Vorschlag unterbreitet, dass die Grenz- und Zollkontrollen in den regulären Zügen die im Transit durch das litauische Gebiet fahren, während der Fahrt erfolgen können und somit die stundenlangen Aufenthalte auf den Grenzbahnhöfen entfallen. Die Ministerin informierte, dass man bereits sehr gute Fortschritte in den Gesprächen erreicht hatte, aber die gegenwärtige politische Situation alles bisher Erreichte wieder in Frage stellt. Innerhalb des Kaliningrader Gebietes werden gegenwärtig gemeinsam mit der Russischen Bahn viele Infrastrukturprojekte umgesetzt, die die Geschwindigkeit der Züge erhöhen und somit die Fahrzeit schon um 1,5 Stunden verkürzt. Weitere zwei bis drei Stunden könnte man an der Grenze einsparen. Insgesamt beträgt die Entfernung zwischen Kaliningrad und Moskau 1.280 Kilometer, 219 Kilometer verlaufen über litauisches Gebiet.
 
Karte: Litauen als Transitland für den Eisenbahntransport ins russische Mutterland
 
03.02.2017 – Schiffswerft mit Gewinn und gutem Jahresabschluss
Die Schiffsbauwerft „Jantar“ informiert, dass man im Jahre 2016 rund 400 Mio. Rubel Reingewinn erwirtschaftet habe. Damit habe die Werft, die im wesentlichen Aufträge des russischen Verteidigungsministeriums erfüllt, sein selbstgestecktes Ziel für das abgelaufene Jahr erfüllt. Der Umsatz der Werft wurde mit 12 Mrd. Rubel beziffert. Der erwirtschaftete Gewinn, so teilte die Werftleitung mit, wird in die Werft selber investiert. Weiterhin ist es der Werft gelungen, die finanziellen Verpflichtungen der Vergangenheit vollständig zu begleichen. Der letzte noch offenstehende Kredit wurde im Dezember 2016 vollständig rückbezahlt. Durch den zuständigen Finanzchef der Werft wurde betont, dass das Jahr 2016 sehr kompliziert war, insbesondere was die Erfüllung der Bestellungen durch das Verteidigungsministerium betraf. Man stellte zwei Fregatten fertig. Die dritte Fregatte wird gegenwärtig auf die Testphase vorbereitet. In den Auftragsbüchern stehen noch weitere neun Fregatten. Somit ist die Auslastung der Werft bis 2019 gewährleistet.
 
 
03.02.2017 – Weniger Subventionen für „GorTrans“
Der stadteigene Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“ wird im laufenden Jahr wesentlich weniger Geld aus dem Stadtsäckel bekommen, wie noch in den Vorjahren. Darüber informierte der Vorsitzende des Stadtrates Andrej Kropotkin. Im Jahre 2016 hat „GorTrans“ aus der Stadtkasse eine Summe von 312 Mio. Rubel für seine Entwicklung und den laufenden Unterhalt erhalten. Im laufenden Jahr wird diese Summe gekürzt. Die genaue Summe, die der Nahverkehr erhält, konnte Kropotkin noch nicht nennen, aber es wird fühlbar weniger werden. Diese Informationen laufen vor dem Hintergrund der kürzlich erfolgten Fahrpreisanpassung von 18 auf 20 Rubel. Berechnungen von „GorTrans“ hatten ergeben, dass man einen Fahrpreis von mindestens 26 Rubel fordern muss, um kostendeckend zu arbeiten. Diese Vorstellungen wurden von den Kaliningrader Offiziellen abgelehnt. Sie seien der Bevölkerung gegenwärtig nicht zuzumuten.
 
 
03.02.2017 – Schicksal des Stadions „Baltika“ entschieden
Seit mehreren Jahren wird bereits über das Schicksal des Stadions „Baltika“, gelegen im Stadtzentrum Kaliningrad gesprochen. Es macht sich, nach Fertigstellung des neuen Stadions auf der Insel, überflüssig und die Diskussionen über eine weitere Verwendung des Stadions oder der Fläche laufen seit mindestens 2013. Nun scheinen sich alle einig zu sein, dass das Stadion zu einem Park umgestaltet wird. Durch die Stadt wurde bereits ein Ausschreibungsverfahren hierfür eingeleitet. Beim Stadion „Baltika“ handelt es sich um das älteste Stadion in Europa. Nur in England gibt es Stadien die älter sind.
 
 
03.02.2017 – Überraschende Rekonstruktionspläne in Kaliningrad
Die Kaliningrader Gebietsregierung plant, alle desolaten Schlösser im Kaliningrader Gebiet in den kommenden zehn Jahren zu rekonstruieren. Darüber informierte der Vizepremier der Kaliningrader Gebietsregierung Harry Goldmann in einem Interview mit dem Radiosender „Komsomolskaja Prawda“. Er informierte, dass man sich in der Regierung jetzt sehr stark mit diesem Thema beschäftigt. Es sollen Investoren gefunden werden, die diese Schlösser rekonstruieren und dann damit Geld verdienen. Noch in dieser Woche wird eine Beratung aller Interessierten, einschließlich der russisch-orthodoxen Kirche hierzu stattfinden. In erster Linie geht es jetzt um die Rekonstruktion der Schlösser in Labiau, und Neuhausen. Für diese Schlösser gibt es bereits konkrete Investoren.
 
Foto: Kaliningrad, Stadt der drei Architekturen: Deutsch, Sowjetisch, Russisch
 

02.02.2017 – Neue Straße zwischen Pionersk und Svetlogorsk
Die Kaliningrader Regierung plant den Bau einer neuen Straße zwischen den Ostseeorten Pionersk und Svetlogorsk. Der Bau der Straße soll parallel zum Bau des neuen Passagierhaftens in Pionersk erfolgten. Diese Meinung vertrat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow am Dienstag während eines Treffens mit den Chefredakteuren von Kaliningrader Regionalzeitungen. Er informierte, dass alle notwendigen föderalen Entscheidungen zum Bau des neuen Hafens vorliegen und so ist es eine einfache Notwendigkeit, die Ostseestädte untereinander auch mit einer neuen Straße zu versehen. Woher allerdings das Geld für den Straßenbau kommen soll, konnte er noch nicht sagen. Etwas vage deutete er an, dass es vielleicht schon eine Quelle gäbe. Diese Quelle könnte funktionieren, wenn der neue Passagierhafen auch für Frachttransporte ausgelegt wird und somit eine Umgehungsstraße für die Ostseestädte aus diesem Grunde notwendig würde. Er erwähnte dabei die Gasprom-Bank, die eine gewisse Rolle spielen soll.  
 
 
02.02.2017 – Große, aber keine neuen Pläne der Kaliningrader Regierung
Die Kaliningrader Regierung hat den Gedanken der Schaffung einer eigenen Fluggesellschaft nicht aufgegeben. Weiterhin will man eine Fährverbindung „Baltiski Express“ schaffen. Hierfür hat die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ für die Gebietsregierung die notwendige Zuarbeit geleistet. Um diese Gedanken umzusetzen, hat man die Vorstellung, dass die Gebietsregierung mit Privatinvestoren eine Partnerschaft eingeht. Der Generaldirektor der Korporation Wladimir Sarudni nutze eine Präsentation des Kaliningrader Gebietes in der „Amerikanischen Handelskammer in der Russischen Föderation“, um diese Gedanken öffentlich zu machen. Der „Baltiski Express“ soll aus zwei kleinen Containerschiffen bestehen, die zwischen Kaliningrad und Ust-Luga pendeln. Für die Nutzung dieser beiden Schiffe sind Waren vorgesehen, die keinerlei Ausfertigung von Exportdokumenten benötigen. Die Kaliningrader Regierung würde sich an einer derartigen Schifffahrtslinie mit 49 Prozent beteiligen. Weiterhin wäre die Regierung bereit, das Leasing von Waggons für diese beiden Schiffe zu subventionieren und auch Subventionen aus föderalen Töpfen für die Transportkosten bereitzustellen. Das zweite Projekt, eine eigene Fluggesellschaft, soll zukünftig tägliche Flüge in Richtung Berlin, Prag, Minsk, Gdansk und Warschau sicherstellen und diese zu niedrigen Preisen anbieten. Wichtig ist, die Erreichbarkeit des Gebietes erheblich zu verbessern.
 
 
02.02.2017 – Baugenehmigung für das Meeresmuseum
Das Kaliningrader Meeresmuseum hat die Baugenehmigung für das neue interessante Gebäude in Form einer Weltkugel erhalten. Für die Baugenehmigungen ist seit Jahresanfang die Kaliningrader Gebietsregierung zuständig. Der nächste Schritt ist nun die Ausschreibung für die eigentlichen Bauarbeiten für das Hauptgebäude, welches die Bezeichnung „Planet Ozean“ tragen wird. Geplant ist, dass dieses Gebäude komplett bis 2018 gebaut und in Nutzung überführt ist. Das neue Gebäude soll zum Mittelpunkt des neuen, in Kaliningrad zu schaffenden Museumskomplexes im Stadtzentrum im Bereich der Königsberger Börse, Kant-Dom und Meeresmuseums beiderseits des Pregel werden. Insgesamt wird das Meeresmuseum drei neue Gebäude in einem Gesamtwert von 1,972 Mrd. Rubel errichten. Gelder kommen aus dem föderalen Haushalt.
Foto (Gebietsregierung): Neues Hauptgebäude des Meeresmuseums in Kaliningrad
   
02.02.2017 – Tourismusminister träumt weiter von fünf Millionen Touristen
Der Regionalminister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak hat seine Gedanken dargelegt, unter welchen Bedingungen man in Kaliningrad bis zu fünf Millionen Touristen empfangen kann. Das Ziel will er bis zum Jahre 2020 erreichen. Bis zu 2,8 Mio. Touristen wird Kaliningrad im Zusammenhang mit den Maßnahmen erhalten, die für das Jahr 2018 geplant sind. Wenn die Glücksspielzone dann auch noch zu funktionieren beginnt, ist eine Tourismusanzahl bis zu fünf Millionen durchaus real – so der Minister. Wie die Ministerin für Infrastruktur Elena Djatlowa informierte, ist die Transportinfrastruktur in der Lage, diese Menge an Touristen abzufertigen. Nach vorläufigen Berechnungen, haben im vergangenen Jahr

 

01.02.2017 – Letzte Meldung vor Redaktionsschluss
Das russische Justizministerium hat die Organisation „Gesellschaft für deutsche Kultur und der Russlanddeutschen „Eintracht-Soglazija“ am Dienstagabend zum „Ausländischen Agenten“ erklärt. Dies ist der Internetseite des Justizministeriums zu entnehmen.
 
 
01.02.2017 – Gouverneur: Wenig für den Menschen getan
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, vor reichlich zwei Jahren zu uns aus Moskau gekommen, ist der Ansicht, dass in Kaliningrad zu wenig für das Wohlbefinden der Menschen getan wurde. Es sind nicht genügend Möglichkeiten vorhanden, wo die Bürger gepflegt spazieren gehen können. Somit ist klar, dass die Regionalverantwortlichen den Kommunen helfen werden, die Erholungsbereiche in Ordnung zu bringen. Dafür wird man versuchen, föderale Fördermittel zu erhalten. Bereits für das Jahr 2017 gibt es dazu Zusagen aus Moskau. Ein paar lobende Worte fand der Gouverneur für den Oberteich. Allerdings, so meinte er, ist auch hier nicht alles perfekt, denn am Ende des Spazierweges steht irgend so ein orangefarbener Kasten. Es ist vieles einfach nicht ästhetisch. Er informierte, dass es Pläne nicht nur für die Gebietshauptstadt Kaliningrad gäbe, sondern auch für Sowjetsk, Gwardejsk und Swetly sowie Bagrationowsk.
 
 
01.02.2017 – Es ist wieder soweit – ein neuer Monat beginnt
In der Nacht vom 31. Januar zum 01. Februar geschehen wieder technische Wunderdinge auf unserem Portal. Die Prüfung ihres Wissensstandes zu Panzertypen der russischen Armee wird beendet – genau um Null Uhr. Nicht alle haben diese Prüfung mit der Bestnote bestanden, aber nach der Stimmenabgabe sind alle ein wenig klüger gewesen – auch diejenigen, die richtig abgestimmt hatten. Wer jetzt noch etwas über die russischen Panzer wissen will, muss in das Archiv eindringen – auch kein Problem, man muss nur zweimal mehr mit der Maus klicken. Für die kommenden zwei Wochen haben wir wieder eine Umfrage erarbeitet und hoffen auf Ihre aktive Beteiligung – in Ihrem eigenen Interesse.
 
 
01.02.2017 – Ministerin zu aktuellen Fragen der Fährverbindung
Die für die Kaliningrader Infrastruktur verantwortliche Ministerin Jelena Djatlowa informierte, dass sich gegenwärtig 300 Waggons zur Verschiffung auf der Strecke „Ust-Luga – Baltisk“ in beiden Häfen befinden. Damit sind die gegenwärtig erwarteten Fähren in beiden Richtungen vollständig ausgelastet. Bisherige Statistiken besagen, dass die Auslastung der Fähre ab Kaliningrad zu 100 Prozent erfolgt, aber die Fähre ab Ust-Luga im Durchschnitt nur zu 60 Prozent ausgelastet ist. Gegenwärtig verkehren auf dieser Linie nur zwei Fähren im Intervall von vier bis fünf Tagen. Eine dritte Fähre ist gegenwärtig nicht vorgesehen, da der Betreiber der Linie keine vollständige Auslastung sieht. Für Kaliningrad sieht die Planung den Bau von weiteren drei Schnellfähren vor. Allerdings scheint es hier schon zu Verspätungen zu kommen, denn die Projektplanungen hierfür sollten 2016 abgeschlossen sein. Wie der Gouverneur Anton Alichanow informierte, wäre es dann möglich gewesen, die neuen Fähren bereits 2017 einzusetzen. Nun wird es wohl frühestens 2019 werden, denn der Gesamtprozess benötigt bis zu zwei Jahre.
 
Karte: Fährverbindung zwischen Kaliningrad und Ust-Luga. Gegenwärtig sind zwei ältere Fähren im Einsatz
 
01.02.2017 – Erklärung des litauischen Abgeordneten zur Zugehörigkeit des Kaliningrader Gebietes
Der ehemalige Pressesekretär der litauischen Präsidentin und jetzige Abgeordnete Linas Balsis hat, nachdem er sich tagelang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte, nun eine Erklärung zu seinen Äußerungen abgegeben. Er erklärte, dass er mit seinen Äußerungen nicht die Russen und die russische Führung gegen sich aufbringen wollte. Er habe nichts dagegen, wenn das Kaliningrader Gebiet sich weiterhin im Bestand der Russischen Föderation befinde, aber die rechtliche Frage der Zugehörigkeit des Gebietes bleibt dadurch weiterhin offen. Desweiteren wurde bekannt, dass dieser Abgeordnete auch gleichzeitig der Vorsitzende der „Partei der Grünen“ in Litauen ist. Weiterhin beharrt er auf seiner Position, dass die Potsdamer Konferenz das Kaliningrader Gebiet der Sowjetunion nur für 50 Jahre zur Verwaltung übergeben habe. Weiterhin wiederholte er seine Beunruhigung über den hohen Militarisierungsgrad im Kaliningrader Gebiet. Zwischenzeitlich haben sich auch russische Politiker gemeldet und vorgeschlagen, dass man in diesem Zusammenhang auch über die Gebiete sprechen sollte, die Litauen „zur Verwaltung übergeben worden sind“. Damit würde dann der litauische Staat aufhören zu bestehen. Zur Ehrenrettung Litauens wird in russischen Medien aber auch informiert, dass der überwiegende Teil der litauischen Verantwortlichen, die sich zu diesem Thema geäußert haben, dazu aufriefen, diesen Herrn einfach zu ignorieren.
 
Karte: Die Aufteilung von Ost- und Westpreußen im Ergebnis der Postdamer Konferenz 1945
 
01.02.2017 – Pfiffige Entscheidung der Regionalregierung?
Die Kaliningrader Regionalverantwortlichen wollen einen Teil der Straßen, die in Richtung Grenzübergänge führen in die föderale Verantwortung übergeben und sich damit von den Kosten für den laufenden Unterhalt befreien. Darüber informierte am Dienstag die für die Infrastruktur verantwortliche Ministerin Jelena Djatlowa. Man hoffe, dass die föderalen Organe dieses „Geschenk“ annehmen, zumal es hierzu bereits einen Präzedenzfall gäbe. Vor Jahren wurde die neu gebaute Autobahn, die von Kaliningrad an die verschiedenen Ostseestädte führt, der Föderation in Verantwortung übergeben. Ebenso befinden sich die Straßen bereits in föderalem Eigentum, die zu den Grenzübergängen nach Litauen führen. Insgesamt verfügt das Kaliningrader Gebiet über 4.400 km Straßen- und Wegenetz. Die Rechnung geht allerdings nur dann wirklich auf, wenn in den föderalen Kassen immer genügend Geld für den laufenden Unterhalt dieser „ungeliebten Geschenke“ der Regionen vorhanden ist.
 
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Wochenblatt

   Kommentare ( 18 )

kgd .ru Veröffentlicht: 1. Februar 2017 00:59:35

[01.02.2017 – Wenig für den Menschen getan... es ist vieles einfach nicht ästhetisch. Er (Gouverneur Anton Alichanow) informierte, dass es Pläne nicht nur für die Gebietshauptstadt gäbe, sondern auch für Sowjetsk, Gwardejsk, Swetly sowie Bagrationowsk.]
Da freue ich mich aber sehr, denn als regelmäßig in Kaliningrad und Umgebung verweilender fremder "Tourist" und Fotograf mit "westlichem Auge" fallen mir da schon viele ungewöhnliche Dinge auf, welche ein beheimateter oder wenig gereister Bewohner vermutlich gar nicht mehr wahrnimmt.

Ich einigen Orten hat sich in den letzten Jahren schon viel zum Postivem geändert. Ganze Straßenzüge und Hauptplätze wurden renoviert und erneuert. Abbruchhäuser sind modernen Gebäuden gewichen, Gehsteige wurden neu angelegt, neue Schilder aufgestellt... Leider finden sich in diversen Websites noch immer nicht mehr aktuelle und sehr unattraktive alte Bilder von Orten und Plätzen, die schon längst verschönert wurden und nicht mehr so aussehen. Solche Bilder sind nicht werbewirksam und lassen den Interessenten im Westen glauben, dass es hier noch so aussieht.
Lost Places gibt es überall. Viele Russen achten nicht darauf und posten gedankenlos unschöne überalterte Aufnahmen im Internet.
Da müsste man verstärkt berücksichtigen und Kaliningrad einfach von seinen schönsten Seiten zeigen. Besonders lobend möchte ich bei dieser Gelegenheit beispielhaft den besonders schönen neuen Hauptplatz von Gwardejsk erwähnen. Dort fühlt man sich einfach wohl.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. Februar 2017 22:12:53

"Insgesamt beträgt die Entfernung zwischen Kaliningrad und Moskau 1.280 Kilometer, 2019 Kilometer verlaufen über litauisches Gebiet."
Wieviel Pflichtrunden muß denn so ein Zug aus Kaliningrad in Litauen drehen, bevor er nach Moskau weiter fahren darf. Das ist ja die reinste Schikane!
(kicher kicher.)

"Beim Stadion „Baltika“ handelt es sich um das älteste Stadion in Europa. Nur in England gibt es Stadien die älter sind."
Meine Güte, Uwe. Sie sind ja ja ein richtig gehend nationalistischer Engländer. Wußte ich gar nicht. Aber diese alten englischen Nationalisten behaupten auch, daß die britische Insel ein eigener Kontinent sei und mit Europa nichts gemein habe.
(ein bischen Spaß muß sein ...)

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Februar 2017 22:25:41

... ja, eine Null kann manchmal ganz schöne Folgen haben. Danke für den Hinweis.

.g Radeberger Veröffentlicht: 3. Februar 2017 02:22:50

"Leider finden sich in diversen Websites noch immer nicht mehr aktuelle und sehr unattraktive alte Bilder von Orten und Plätzen, die schon längst verschönert wurden und nicht mehr so aussehen. "

Vorschlag, will ja nicht immer nur spaßige Zeilen verfassen. Vielleicht finden sich bei der "Redaktionsarbeit" solche Fotos von Kalinigrad von vor, was weiß ich, 10 oder fünfzehn Jahren im "alten Outfit" und solche nach der Neubebauung, Renovierung, Neuanlage von Parks, Haltestellen, historischen Gebäuden, mit und ohne häßliche Werbung.
Da sich ja in den vergangenen Jahren immer mal wieder gezeigt hatte, daß auch eine ganze Anzahl Uwes Blog lesen, ohne sich zu melden, werden diese auch diese Veränderungen mit wahrnehmen. Das wäre dann eine positive Werbung. muß ja nicht gleich sein sein und macht, wenn man es intensiv durchziehen will, eine ganze Menge Arbeit. Aber so, ein Ziel vor den Augen, nebenbei erledigt und gesammelt, ist es nicht so anstrengend.
Wie heißt es richtig? Laß mir oder laß mich arbeiten? Antwort: ?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 3. Februar 2017 08:14:09

... natürlich machbar, aber ich werde damit nichts prinzipielles ändern. Deshalb lass ich gerne andere arbeiten, die das auch besser machen.

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 7. Februar 2017 09:19:30

07.02.2017 – Kaliningrader Bernstein gelangt nach Weltreise auf den polnischen Markt

oder werden nur Emails und Zollpapiere "bewegt"?

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. Februar 2017 02:57:57

08.02.2017 – Litauischer Grenzzaun ist unsinnig – meint litauischer Experte

Aber man kann verirrte Pilzsammler, Wildschweine, Rot- und Rehwild sowie Schmuggler (letztere vielleicht) vom illegalen Grenzübertritt abhalten.
Außerdem, das Gefühl der Sicherheit, die Russen hinter so einer gewaltigen Sperranlage von der Freien Welt Europas ausgesperrt und im eigenen Land eingesperrt zu haben, muß doch die EX- KPdSU-Perteihochschuldirektorin und jetzige Präsidentin Gribauskaite und die restlichen paar Litauer samt dem deutschen Bundeswehrkampfbataillon zumindest nachts nun ruhig schlafen lassen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. Februar 2017 03:05:56

07.02.2017 – Nikolai Zukanow fordert Unterstützung für Kaliningrader Gouverneur Alichanow

Ob der Zukanov selbst auf den Gedanken gekommen ist, für seinen Nachfolger zu werben? Oder hat ihn jemand auf die Spur gebracht, das mal zu tun, wenn der schon seine ganzen Versäumnisse nun in Angriff nimmt - ohne jedes Mal in Richtung Zukanov ein paar unschöne Worte fallen zu lassen.

Eckart Veröffentlicht: 9. Februar 2017 11:23:16

Die erste dauerhafte (!) Stationierung deutscher Truppen in Litauen seit dem WK II ist in dieser Woche mit einer feierlichen Begrüßungszeremonie im Beisein der deutschen Verteidigungsministerin offiziell gestartet worden.

Insgesamt brachten deutsche Besatzertruppen und litauische Helfershelfer 137.346 Jüdinnen und Juden, also 95 Prozent der litauischen Juden bis Ende 1941 ums Leben. Das waren mehr als in jedem anderen besetzten Land, und es galt deshalb als unmöglich, dass deutsche Truppen je dieses Land wieder betreten dürften.
Nun ist dieses Tabu auch gebrochen worden! - Und das sogar mit militärischem Brimborium.
Wen sollen sie denn diesmal killen?
Wird den Kaliningradern eigentlich klar, dass Barbarossa 2.0 sich ihnen unaufhaltsam nähert?
Wird das in Kaliningrad in den Medien thematisiert?

Als skurril kann man es bezeichnen, dass der "hochmoderner A400M" der Flintenuschi eine Panne hatte und für den Rücktransport aus Rukla nicht mehr zur Verfügung stand. - Ungünstiger Stern?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Februar 2017 13:23:05

... ja, über die deutschen Truppen in Litauen wird in den russischen Medien berichtet. Das man sich in Kaliningrad mit den deutschen Truppen unmittelbar an der Grenze (auch wenn die Zahl doch eher symbolisch ist) etwas unwohl fühlt, wird auch thematisiert. Wie schon mehrmals auf unserem Portal informiert, wird das Leben der wenigen Deutschen in Kaliningrad dadurch bestimmt auch nicht leichter. Auf Deutschland und die Deutschen schaut Russland jetzt mit anderen Augen, als noch vier drei oder vier Jahre.

Eckart Veröffentlicht: 9. Februar 2017 15:00:31

"Die Zahl ist doch eher symbolisch" - na ja, so kann man das auch sehen, sagte besagtes "Kälbchen" und ging auf's Eis.

>>>Jedes große Übel fängt immer ganz klein an<<<

Ein Beispiel: 1999 waren es noch symbolische 100 BW Sanitäts-Soladen in Osttimor.

Heute werden 1000 deutsche Kampf-Soldaten nach Litauen entsandt. Demnächst sollen es insgesamt 5000 Nato Soldaten sein.

Also ich sehe eine absolut klare hinterlistige Absicht, und wäre als Kaliningrader sehr verstimmt.

Hauke Veröffentlicht: 9. Februar 2017 15:14:00

"überall Betrüger"
kann man denn von 25000 bzw. 29000 Rubel im Monat leben?
Ich vermute mal ehr schlecht als recht.
Deshalb möchte ich mal einen ganz Bösen sinngemäß zitieren.
„ Wer seinen Arbeitern / Angestellten nicht so viel Lohn bezahlt dass sie davon vernünftig leben können, ist ein Lump“
Gilt nach meinen Verständnis auch für deutsche Arbeitgeber.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Februar 2017 15:26:38

Die Mehrzahl der Kaliningrader kann mit einem Durchschnittsgehalt von 29.000 Rubeln leben. Außerdem haben sehr viele Kaliningrader auch noch ein zweites, manche sogar ein drittes Arbeitsverhältnis. Bei einem Ticketpreis von 20 Rubeln ist eben nur ein begrenztes Gehalt möglich. Man kann natürlich den Schaffnern auch 50.000 Rubel zahlen, dann würde aber auchein Ticket sicher 40 Rubel kosten.

Klaus Szelitzki Veröffentlicht: 9. Februar 2017 20:06:50

Hallo und guten Abend nach Kaliningrad.
Werter Herr Niemeier,
Ihrem Hinweis (Registrierung) folgend, habe ich mich soeben erneut eingetragen und hoffe, damit Ihren Vorgaben entsprochen zu haben. Folglich wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir das bestätigen könnten - weil: Ich würde auch weiterhin sehr gerne in Ihrem Portal als Gast Verweilen.
Mit herzlihem Dank im Voraus und allen guten Wünschen verbleibe ich als
Ihr Clasius38

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Februar 2017 20:30:40

... besten Dank Clasius38, es ist alles Bestens.

Hauke Veröffentlicht: 10. Februar 2017 19:44:09

"Sanierung der Stadtumwelt"
Schöner unsere Städte und Gemeinden.
Mach mit!
Das war doch damals gar nicht so schlecht.
Könnte man im Kaliningrader Gebiet wieder zum Leben erwecken.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Februar 2017 20:35:58

... ja, die Städte und Gemeinden könnten wirklich wesentlich schöner sein, wenn die Bürger einfach nur unmittelbar vor ihrem Haus einmal in der Woche fegen und ein wenig Unkraut zupfen ...

boromeus Veröffentlicht: 10. Februar 2017 23:18:54

Ein ehemaliger Gouverneur ,der versucht die Arbeit seines Nachfolgers zu boykottieren,geduldete illegale Casinos,korrupte Polizisten, die sich als Hehler betätigen,Trinkwassernetz dessen Wasser wegen Verunreinigungen nicht trinkbar ist,Kultureinrichtungen, die man zum ausländischen Agenten macht,ein seid 47 Jahren vor sich hinrottendes Monoment sowjetischer Postmoderne,an dem die Stadt zu 15 % beteiligt ist und dessen Besitzverhältnisse sich nicht klären lassen .Millionen Zuschüsse aus dem föderalen Haushalt,die man verfallen lässt,anstatt dringende Sanierungen durchzuführen.Ein Chef der Stadtreinigung, der seinen Job nicht gebacken bekommt und die Sicherheit der Bürger auf's Spiel setzt.Was jetzt noch fehlt ist das Erstarken des Themas Germanisierung....Irgendwie passt das alles zusammen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Februar 2017 23:27:34

... ich bin bloß froh, aus Ihren Zeilen herauslesen zu können, dass in Deutschland all diese Probleme nicht existieren ...

boromeus Veröffentlicht: 11. Februar 2017 16:59:50

Ich bin auch froh,denn in Deutschland ist längst nicht alles in Ordnung.Aber unser Trinkwasser ist so sauber, dass Sie es ohne Bedenken trinken können.In KGD gibt es nach 72 Jahren immer noch kein genießbares Trinkwasser für die Menschen aus dem Wasserhahn,weil über 50% des maroden Netztes noch aus den 40ger Jahren stammen.Die Frage ,die man sich als Betrachter stellen muss ist.Was machen die sogenannten Volksvertreter dort außer diskutieren,Macht erhalten und Steuergelder zu verbraten,oder auch nicht, da man ja förderale Mittel lieber verfallen lässt,anstatt sie für dringendste!!! Instandsetzungen von Krankenhäusern,Gehwegen und Strassen nutzt. Immobilien,deren Besitzer man nicht ermitteln kann,weil sie nicht genannt werden wollen!?!
Dringenst benötigte Agrarflächen,die man nicht aus Händen von Spekulanten zurückbekommt.Einen Flughafen,der schon bei leichten Anomalien zur Luftblockade führt usw..Schade,die Menschen dort haben mehr verdient, und das 2017 mitten in Europa.Unfassbar...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. Februar 2017 17:07:26

... deshalb haben wir seit 6. Oktober einen neuen Gouverneur, der bisher rund ein Drittel der Regierung ausgewechselt hat und jetzt sich den Problemen der Kommunen zuwendet. Geben sie diesem jungen Mann doch einfach etwas Zeit ...

boromeus Veröffentlicht: 12. Februar 2017 22:44:38

..sowjetische Architektur wandelt sich in Hansearchitektur..
Also bitte, geht doch.Wenn einer weiss wie's geht ,dann Arthur Sarnitz ,der seid Jahren fertige Pläne für die Bebauung des Domhofs, des Pregelsufers und des ehemaligen Schlossgeländes liegen hat.Schade, dass es nicht die ursprüngliche Menge an Häusern ist.Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die ein bisschen Ursprünglichkeit ins Stadtbild bringt, statt Neo und Beton.Man kann nur hoffen, dass es angenommen und geschätzt wird.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 13. Februar 2017 09:55:19

@ Russisch Deutsches Haus
"... welche an einer Inbesitznahme des Grundstückes interessiert sind ..."

Sieh da, betrachtet man Konflikte sind nicht die Argumente und Begründungen evident. Entscheidendes Motiv am Interesse am Konflikt ist das zu erwartende Ergebnis.

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 16. Februar 2017 01:45:21

"Somit komme ich auf 23 ständig in Kaliningrad lebende und arbeitende Deutsche." UEN

Wenn das keine (schleichende?!) Germanisierung ist...! Und Sie, Herr Niemeier, sind einer dieser 23!!!
:-)))))

.g Radeberger Veröffentlicht: 19. Februar 2017 04:26:35

"Die erst vor kurzem fassadenrekonstruierten Gebäude auf dem Leninski-Prospekt ..." haben es bis in die Abendnachrichten bei Rossia24 geschafft. Auch der Jung-Governeur wurde zu diesem Thema befragt.
Im großen Mutterland ist nun wieder bekannt geworden, daß es so von "Feindesland" umringt auch eine Oblast Kaliningrad gibt. In der Haut des Bürgermeisters möchte ich jetzt nicht stecken. Ich - vermute - mal, daß doch wohl nicht nur die Fassade sondern das ganze Haus saniert werden sollte.

Gerald Hübner Veröffentlicht: 19. Februar 2017 11:38:22

ja das Thema Fassadensanierung erinnerte mich an das Peter-Prinzip - Laurence J.Peter - eine Episoden aus den USA, da gibt es so etwas auch: "Bei der Eröffnung der neuen Brücke ... kamen so viele Besucher, dass diese den Belastungen nicht standhielt und einstürzte. ... . Nach einem Jahr Sanierung war die Brücke wieder genauso hergestellt, wie sie vor der Eröffnung war." Jedenfalls stellte ich bei der Gelegeheit fest, dass mir an drei, vier Wochenenden das Entstauben der Bücher bevorsteht.

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