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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Januar 2017

Di, 31 Jan 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Januar 2017
Das „Kaliningrader Tageblatt“ informiert täglich über aktuelle Ereignisse in der Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft der Region und der Stadt Kaliningrad.
 
 

31.01.2017 – Offiziell, wenn auch noch nicht ganz
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow bestätigte am Montag die Ernennung eines neuen Ministers für Industrie. Es wird ein Kollege von ihm aus Moskauer Zeiten sein. Er stammt aus dem föderalen Ministerium für Industrie und Handel und war dort stellvertretender Abteilungsleiter für internationale Zusammenarbeit. „Dmitri Alexandrowitsch Kuskow wird neuer Minister für Industrie. Der Befehl zu seiner Ernennung liegt schon auf meinem Schreibtisch, ich habe es nur heute früh noch nicht geschafft, ihn zu unterschreiben“, - so Alichanow am Montagmorgen. Der neue Minister befindet sich schon in Kaliningrad und hat seine Arbeit bereits aufgenommen. “Er ist so einer, der von morgens um 7 bis abends um 11 arbeiten wird“, - ergänzte Alichanow seine Information während eines Vor-Ort-Termins am Leninski-Prospekt gegenüber Journalisten.
 
 
31.01.2017 – Schlag in die Geldbörse der Rentner
Gleich um zehn Prozent, sage und schreibe also zwei Rubel (0,03 Euro) erhöht sich der Tarif im öffentlichen Nahverkehr in Kaliningrad. Es gibt auch keine Zeit zum Nachdenken oder zu einer Zeit für die Umstellung der Finanzplanung für das Jahr 2017, denn heute wurden die Tarife verkündet und morgen treten sie auch schon in Kraft. Bisher musste man für einen Fahrschein 18 Rubel bezahlen, zukünftig werden es 20 Rubel sein. Wer als Rentner im Besitz eines Sozialtickets ist, wird die Hälfte davon vom Staat erstattet bekommen. Diese Preiserhöhung wirkt sich auf Fahrscheine für die Linienbusse, Trolleybusse und Straßenbahnen aus. Die Preise für die ungeliebten Marschrutkas (Linientaxi) bleiben unverändert bei 22 Rubel. Berechnungen hatten allerdings ergeben, dass, um kostendeckend zu arbeiten, ein Preis von 28 Rubel erforderlich ist. Dagegen hatte sich der Kaliningrader Gouverneur ausgesprochen.
Fotomontage: Ab 1. Februar satte 20 Rubel für einmal quer durch die Stadt
 
31.01.2017 – Nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen
Kaum sind die Endlosfeiertage zum Jahreswechsel in Russland vorüber, informieren die Medien schon über die bevorstehenden Feiertage im Februar. Durch geschickte Arbeit mit dem Kalender ist es dem russischen Gesetzgeber auch dieses Jahr wieder gelungen, für die russische arbeitende Bevölkerung vier zusammenhängende Feiertage im Februar zu schaffen. Der eigentliche Feiertag ist der 23. Februar – Tag der Landesverteidiger, oder auch volkstümlich „Tag der Armee“ genannt. An diesem Tag dürfen die Frauen die Männer verwöhnen – also das tun, was sie an den übrigen 364 Tagen des Jahres auch machen. Der Freitag ist sogenannter Brückentag und arbeitsfrei erklärt worden. Samstag und Sonntag sind sowieso arbeitsfrei, so dass die arbeitende Bevölkerung einen Kurzurlaub planen kann und die deutschen Business-Besucher können sich darauf einrichten, dass sie an diesen Tagen niemanden für Geschäftsgespräche in Kaliningrad finden werden.  
 
 
31.01.2017 – Die Wellen schlugen hoch und höher
Am Montag überstürzten sich die russischen Medien und Politiker mit Informationen und Stellungnahmen zu den Äußerungen des ehemaligen Pressesprechers der litauischen Präsidentin, das Kaliningrader Gebiet aus dem Staatsbestand der Russischen Föderation herauszulösen und Litauen zuzuschlagen. Am Montagabend hat der Pressesekretär des litauischen Außenministeriums folgende Erklärung abgegeben:
„Dieses Gebiet ist integraler Bestandteil der Russischen Föderation. Litauen wird weiterhin einseitige Veränderungen von Grenzen nicht anerkennen und wird somit die, durch Russland erfolgte Okkupation und Annexion der Krim nicht anerkennen.“
 

30.01.2017 – Gebietsregierung will Pachtvertrag für Wischtynski Park kündigen
Die Kaliningrader Gebietsregierung hat eine Möglichkeit gefunden, den an eine ausländische (Litauische) Firma verpachteten Wischtynski Park (Teil der Rominter Heide) wieder unter russische Kontrolle zu bringen. Darüber informierte der regionale Umweltminister Juri Schitikow am Samstag. Er erinnerte daran, dass im November vergangenen Jahres der Kaliningrader Gouverneur die Weisung gegeben hatte, die Politik zur Nutzung der Waldressourcen zu verändern. Dazu gehört die Herauslösung von besonders geschützten Naturgegenden aus einem wirtschaftlichen Kreislauf. Die Regierung hat den Vertrag mit der Firma „TimberService“ und „KronLes“ analysiert und beide Firmen haben bereits eine Information erhalten, dass der Vertrag mit ihnen gekündigt wird. Der Minister kündigte auch an, dass man eine Klage bei Gericht einreichen werde. Grund für die Vertragskündigung ist, dass die Firmen den Vertrag nicht erfüllen und bisher 5.000 Kubikmeter vorbereitetes Holz nicht aus den Territorien entfernen. Weiterhin erfolgt die Aufforstung nicht so, wie vertraglich vereinbart.
 
 
30.01.2017 – Warum reisen Mediziner ab? Die Ministerin weiß es.
Die Ministerin für Gesundheit der Kaliningrader Gebietsregierung hat sich zu den Gründen des Abwanderns von medizinischem Personal und den Schwierigkeiten für die Gewinnung von neuem Personal für die Arbeit im Gebiet geäußert. Sie meinte, dass das medizinische Personal hohen Belastungen ausgesetzt ist und nicht alle Mediziner, die nach Kaliningrad zugewandert sind, diese hohe Belastung durchhalten. Sie brachte das Beispiel von vier Ärzten, die aus Omsk nach Kaliningrad gekommen sind. Von denen sind bereits zwei wieder abgereist. Gründe liegen nicht darin, dass man ihnen keinen Wohnraum besorgt hätte, Wohnraum haben alle bekommen, sondern darin, dass die Ärzte es nicht gewohnt sind an den heißesten Orten Einsatz zu zeigen und an Orten, wo hohes detailliertes Fachwissen gefragt ist. Die Ministerin informierte, dass zum Ende des Jahres die medizinische Fakultät der Kant-Universität viele fertig ausgebildete Mediziner in die Praxis entlässt. Man hofft, dass damit das Problem der fehlenden Fachkräfte etwas entschärft wird.
 
 
30.01.2017 – Litauen will das Kaliningrader Gebiet für sich
Ein Abgeordneter des litauischen Parlaments hat vorgeschlagen, das Kaliningrader Gebiet dem litauischen Staatsgebiet zuzuschlagen. Bei dem litauischen Abgeordneten handelt es sich um den ehemaligen Pressesekretär der litauischen Präsidentin und jetzigen Abgeordneten Linas Balsis. Er schlug vor, die Frage der Zugehörigkeit des Kaliningrader Gebietes nochmals aufzugreifen und das Gebiet dann aus Russland herauszulösen. Diese Äußerungen soll er am 20. Januar im Rahmen einer Diskussionsrunde „Die Welt im Jahre 2017“ in Vilnius getätigt haben. Darüber berichtet „BaltNews.lt.“ Nach Meinung des Abgeordneten, wurde das Kaliningrader Gebiet nicht für immer an Russland übergeben. Mit der Rückgabe des Gebietes sollte sich jetzt Litauen beschäftigen oder die Führung der Europäischen Union oder aber man sollte das Problem durch eine allgemeine Kraftanstrengung lösen. „Kaliningrad war weder in Potsdam noch in Helsinki an Russland für ewig übergeben … dort wurde gesagt: „… wird an die UdSSR zur Verwaltung übergeben bis zu dem Zeitpunkt, wo in Europa ein endgültiger Friedensvertrag unterzeichnet wird“, - so der litauische Abgeordnete. Weiterhin führte der Abgeordnete aus, dass die „Annexion der Krim gezeigt habe, dass die Nachkriegsordnung in Europa dem Ende zugeht. Russland habe somit selber die Regeln der Unverletzlichkeit der Grenzen zerstört.
Anmerkung UN: Diese Information erfasste am Wochenende fast alle russischen Medien und natürlich die sozialen Netzwerke. Man bemerke, dass es sich bei dem Litauer nicht um einen Stammtischbruder oder um irgendeinen Abgeordneten handelt, der zufällig in das Parlament des EU-Mitgliedslandes und des NATO-Landes Litauen gewählt wurde. Er war Pressesprecher der Präsidentin. Man stelle sich vor, das ein ehemaliger Pressesprecher des russischen Präsidenten erklären würde, dass der Rückzug der sowjetischen Truppen aus der ehemaligen DDR nur zeitweilig war und man die im Jahre 1990 unterzeichneten Dokumente so lange nach sprachlichen Schwachstellen durchsucht, bis man etwas findet, was die Rückkehr russischer Truppen nach Berlin ermöglicht. Ähnliches spielt sich jetzt ab, nur die Rede geht nicht über deutsches Territorium sondern darüber, dass Litauen Gebietsansprüche an Russland stellt.
 
 
 

29.01.2017 – Erklärung des Präsidenten des Russisch-Deutschen Hauses
Am Samstag schlugen die Wellen in Kaliningrad rings um das Russisch-Deutsche Haus hoch. Anlass waren Veröffentlichungen einer Mitarbeiterin des Hauses bei Facebook, dass der russische Staat das Haus geschlossen habe. Nun hat der Präsident des Hauses, Viktor Hoffmann gegenüber „newkaliningrad“ erklärt, dass niemand das Haus geschlossen habe, sondern man sich entschlossen habe, sich selber zu liquidieren.  Der gegenwärtige Stand ist, dass das Russisch-Deutsche Haus (früher Deutsch-Russisches Haus) als juristische Person nicht mehr existent ist. Der Prozess der Selbstliquidierung erfolgte im Verlaufe von sieben Monaten und war im Dezember 2016 abgeschlossen. Das Haus als Immobilie existiert weiter und die Besitzer des Gebäudes (Russlanddeutsche) arbeiten weiter. Die Arbeit erfolgt aber nicht nach einem vorgegebenen Programm. Die bisherigen Kurse werden fortgesetzt. Wie sich die weitere Arbeit des Hauses gestaltet, wird die Zukunft zeigen – so Viktor Hoffmann. Im Gespräch mit „newkaliningrad“ äußerte Viktor Hoffmann: „Ach was, Sie wissen nichts von äußerem Druck der auf uns ausgeübt wurde? Lesen Sie denn keine Zeitung? Alles ist sehr quälend und schwer. Und Mina Wall, wie üblich für eine Frau, hat eine leichte Zunge. Alles läuft schon 1,5 Jahre vor den Augen der Öffentlichkeit ab.“
Der Direktor des Hauses Andrej Portnjagin informierte, dass das Haus nicht durch den russischen Staat geschlossen wurde. Die Informationen, die Frau Mina Wall bei Facebook veröffentlichte, entsprechen nicht der Wahrheit. Sie war auch niemals Mitarbeiterin des Hauses, sondern leitete hier nur einen Klub. Deshalb ist sie auch nicht berechtigt, im Namen des Hauses irgendwelche Informationen zu verbreiten. So, wie es auf der Internetseite des Hauses verkündet wird, ist alles aktuell – das Haus befindet sich in der Reorganisation.

Für weitere Einzelheiten lesen Sie unseren Beitrag „Die vierte Macht macht mächtig in Kaliningrad“.
 
 
29.01.2017 – Informationsportal „Gehalt.ru“ mit interessanten Erkenntnissen
Durch das Portal „Gehalt.ru“ wurden 690 Kaliningrader Arbeitnehmer zum Thema „Verspätet zur Arbeit“ befragt. Es stellte sich heraus, dass viele der Befragten zugeben, sich zu Arbeitsbeginn zu verspäten, aber sie niemals Schuld sind. 43 Prozent aller Befragten verspäten sich nie. Ebenfalls 43 Prozent verspäten sich mehrmals im Jahr. Zehn Prozent der Befragten verspäten sich mehrmals im Monat und acht Prozent verspäten sich jeden Tag. 57 Prozent der Befragten meinten, das die Firma eine Verspätung nicht toleriert, aber bei sieben Prozent interessiert es die Firma nicht, ob der Arbeitnehmer pünktlich kommt oder nicht und sie verspäten sich damit regelmäßig um eine Stunde oder mehr. 25 Prozent derjenigen, die sich verspäten, verspäten sich um bis zu 10 Minuten, 11 Prozent bis zu 30 Minuten. In 77 Prozent aller Firmen wird eine Statistik hierzu geführt. Für 36 Prozent der Befragten beginnt der Arbeitstag um acht Uhr, für 29 Prozent um neun Uhr. 21 Prozent müssen bereits um sieben Uhr die Arbeit aufnehmen. Für acht Prozent beginnt der Arbeitstag um 10 Uhr. Für weitere sechs Prozent gibt es keinen festgelegten Arbeitsbeginn. Die größten Verspätungen gibt es bei denen, die um neun Uhr zu arbeiten beginnen. Als meist genannte Gründe für die Verspätungen werden die Staus auf den Kaliningrader Straßen genannt und die damit verbundenen Probleme im Nahverkehr. 14 Prozent bekannten aber auch, dass sie morgens „nicht aus den Knick kommen“. Sieben Prozent überhören regelmäßig den Wecker. Die Hälfte der Befragten gab als Gründe außergewöhnliche, nicht vorhersehbare Gründe an.
 
29.01.2017 – Deutsche erhalten zu wenig Informationen aus Kaliningrad
Deutsche Unternehmer haben sich während der Treffen mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow in München und Berlin unzufrieden mit Informationen aus Kaliningrad gezeigt. Ihnen fehlen Informationen über Investitionsmöglichkeiten im Gebiet. Man hat vorgeschlagen, dass das Kaliningrader Gebiet sich auf ständigen Informationsveranstaltungen und Ausstellungen in Deutschland präsentiert. In München und Berlin gibt es hierzu Ausstellungszentren, die regelmäßig Veranstaltungen hierzu organisieren. Weiterhin informierte die Assoziation der internationalen Controller, dass man in Kaliningrad ein Forum durchführen wolle. Wie mitgeteilt wurde, betrug der Warenaustausch mit Deutschland und dem Kaliningrader Gebiet von Januar bis November 2016 rund 578 Mio. USD. Im wesentlichen exportiert Kaliningrad nach Deutschland Fahrzeuge, Ausrüstungen und elektrische Maschinen, Lebensmittel und landwirtschaftliche Erzeugnisse.
 
 
29.01.2017 – Kaliningrader Gouverneur besucht deutsche historische Gebäude
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow nutzte seinen Aufenthalt in Berlin am Freitag, um deutsche historische Gebäude zu besuchen, die sich im Umfeld zu modernen Nachkriegsbauten befinden. Besondere Aufmerksamkeit erregte das Berliner „Humboldtforum“. Begleitet wurde die Kaliningrader Delegation durch den Kurator und einen der Hauptarchitekten. Der Besuch hat deshalb große Bedeutung, weil es in Kaliningrad eine ähnliche Situation zum Wiederaufbau des Stadtzentrums gibt, wie auch in Berlin. Gegenwärtig wird im Rahmen des Projektes „Herz der Stadt“ über eine Wiedererrichtung des Stadtschlosses und der Altstadt mit altdeutscher Architektur gestritten.
 
 
29.01.2017 – Investitionsmöglichkeiten in Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow und der stellvertretende Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebiets Oleg Skworzow informierten während eines Aufenthaltes in Berlin deutsche Unternehmer über die Möglichkeiten für Investitionen im Kaliningrader Gebiet. Zu der Veranstaltung in der russischen Handelsvertretung hatten sich rund 60 interessierte deutsche Unternehmer eingefunden. Dargelegt wurden die Vorteile für ein Engagement, die Vorgehensweise und mögliche Förderungsmöglichkeiten. Dargelegt wurden die Möglichkeiten der neu geschaffenen Industrieparks in der Nähe des Airports und der Kreisstadt Tschernjachowsk. Besondere Erwähnung fanden das Projekt einer Müllaufbereitungsanlage und der Bau eines neuen Passagierhafens in der Ostseestadt Pionersk.
 
 
28.01.2017 – Fahrzeugholding veröffentlicht Produktionszahlen
Einen Tag nach dem Treffen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow mit der Führung der Firma BMW in München, veröffentlicht die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ Produktionszahlen. Diese zeigen, dass die Firma BMW im Gesamtumfang der Produktion den letzten Platz belegt. Im Jahre 2016 wurden in den Montagehallen von Avtotor insgesamt 94.354 Fahrzeuge hergestellt. Das sind 2.000 Fahrzeuge mehr als im Jahre 2015. 59 % der gesamten Produktion entfielen auf Fahrzeuge der Marke KIA, 22 Prozent Anteil hatten Kleintransporter und PKW der Marke Hyundai. 19 Prozent aller produzierten Fahrzeuge entfielen auf BMW. Im Jahre 2016 wurde durch Avtotor die Produktion von 11 neuen Modellen aufgenommen. Unter anderem wird der KIA Cerato bereits im vollen Produktionszyklus produziert. Ebenso betrifft dies die Marken Hyundai Santa Fe Premium, Genisis und Tucson. Im aktuellen Jahr wird Avtotor weitere neue Modelle in die Fertigung aufnehmen. Man plant ein Produktionswachstum von fünf Prozent. In der Mitteilung wird hervorgehoben, dass im Jahre 2015 der Produktionsumfang fast halbiert wurde. Produziert wurden 92.200 Fahrzeuge. Im Jahre 2014 liefen 185.000 Fahrzeuge vom Band.
 
 
28.01.2017 – Neuer Industrieminister für Kaliningrad in Sicht
Der seit langer Zeit unbesetzte Stuhl des Industrieministers des Kaliningrader Gebietes soll, nach Informationen des Regionalportals „rugrad.eu“ am Montag durch einen „Moskau-Import“ besetzt werden. Das Portal will erfahren haben, das der stellvertretende Abteilungsleiter für die internationale Zusammenarbeit des föderalen Ministeriums für Industrie und Handel (aus diesem Ministerium stammt auch der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow), Dmitri Kuskow seiner Verwendung als Minister in der Gebietsregierung zugestimmt haben soll. Seine Ernennung soll am Montag offiziell bekanntgegeben werden.  
 
 
28.01.2017 – Land Brandenburg will Kaliningrader Landwirtschaft helfen
Das Kaliningrader Gebiet und das Land Brandenburg wollen gemeinsam in der Kaliningrader Landwirtschaft aktiv werden und eine Zusammenarbeit organisieren. Möglichkeiten der Zusammenarbeit wurden im Rahmen des Deutschlandbesuchs des Gouverneurs am Freitag in Berlin besprochen. Die Kaliningrader Landwirtschaftsministerin informierte deutsche Landwirte und Unternehmer über den Zustand der Kaliningrader Landwirtschaft, deren Möglichkeiten und mögliche staatliche Förderungen. Wesentliche Aufmerksamkeit lenkte die Ministerin auf den Zustand der Melioration, die einer besonderen Förderung und Entwicklung bedarf. Kaliningrad ist bereit, deutsche Landwirte zu empfangen und diese bei einem unternehmerischen Engagement zu unterstützen.
 
 
28.01.2017 – Organisator des Nahverkehrs wirft das Handtuch
Der erst vor kurzem eingestellte Leiter des Zentrums für die Organisation des Öffentlichen Nahverkehrs hat im Rahmen eines Runden Tisches öffentlich seine Kündigung eingereicht. Wie der für die Kaliningrader Stadtwirtschaft zuständige stellvertretende Bürgermeister Sergej Melnikow mitteilte, zeigte sich Maxim Graf mit seinem Gehalt und der sehr starken Arbeitsbelastung nicht einverstanden. Sein Gehalt belief sich auf 40.000 Rubel (Durchschnittsgehalt in Kaliningrad für einen Arbeitnehmer rund 30.000 Rubel) und er erklärte, dass er mit diesem Gehalt seine junge Familie und sich selbst nicht ernähren kann. Das Zentrum wurde erst im Mai 2016 durch die Stadtverwaltung geschaffen. Das Zentrum überwacht den Nahverkehr in allen Fragen, erstellt Analysen und beseitigt Schwachstellen im Transport und ist die Grundlage für die Einführung des sogenannten elektronischen Tickets.
 
 
28.01.2017 – Gouverneur will noch einen Vizepremier einstellen
Die Kaliningrader Regionalmedien berichteten am Freitag überraschend von einem Vorschlag des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow an die Adresse von Natalja Ischenko, in Kaliningrad Vizepremier für Sport und Jugend zu werden. Natalja Ischenko ist Olympiasiegerin und hatte sich im Gespräch mit dieser neuen Perspektive nach ihrem aktiven Sportleben einverstanden erklärt. Allerdings, so die Pressesprecherin des Kaliningrader Gouverneurs, gibt es eine Reihe von Dingen zu klären, die für eine derartige Verwendung Voraussetzung sind, so dass man gegenwärtig nur von einem Vorschlag sprechen kann, dem beide Seiten aufgeschlossen gegenüberstehen. Natalja Ischenko ist 19malige Weltmeisterin im Synchronschwimmen. Fünfmal nahm sie an Olympischen Spielen teil und gewann eine Medaille. Ihr zur Seite standen Trainer aus Kaliningrad. Im Herbst 2015 wurde sie zur Botschafterin Kaliningrads für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 ernannt.  
 
 
28.01.2017 – Stadtverwaltung spart Personal und Geld
Der stellvertretende Bürgermeister für Stadtentwicklung Artur Krupin informierte, dass man mit der Reorganisation der Stadtverwaltung eine Reihe von Verantwortlichkeiten aus der Stadtverwaltung in die Zuständigkeit der Gebietsregierung umverteilt habe. Durch die damit verbundene Freisetzung von fünf Mitarbeitern konnten 6,6 Mio. Rubel eingespart werden. Krupin hofft auf weitere Einsparungen und betonte, dass dies nur vorläufige Berechnungen sind. Das Komitee für Stadtarchitektur hat 122 Mitarbeiter, von denen jetzt 14 an die Gebietsregierung übergeben worden sind. Die Umverteilung der Verantwortlichkeiten erfolgte auf der Grundlage einer Weisung des Gouverneurs, der den Kommunen das Recht entzogen hatte, Baugenehmigungen zu erteilen. Diese werden nun zentral in der Gebietsregierung bearbeitet und genehmigt.
 
28.01.2017 – Schiffswerft zahlt hohe Strafe
Dem russischen Verteidigungsministerium ist es gelungen, im Rahmen eines Verfahrens vor dem Vertragsgericht in Kaliningrad, von der Schiffswerft „Jantar“ in Kaliningrad eine Summe von 200 Mio. Rubel einzuklagen. Allerdings forderte das Verteidigungsministerium anfänglich die Summe von 2,7 Milliarden Rubel. Bei der Klage ging es um einen Vertrag aus dem Jahre 2010, den die Jantar-Werft nicht erfüllt hatte. Wie weiterhin mitgeteilt wurde, wird das Verteidigungsministerium eine weitere Klage einreichen, um 2,6 Milliarden Rubel aus einem anderen Vertrag einzufordern. Das russische Verteidigungsministerium ist der Hauptauftraggeber für die Schiffsbauwerft in Kaliningrad.
 
 
28.01.2017 – Putin ernennt neuen Chef der Innenverwaltung in Kaliningrad
Nach vielen Monaten der Ungewissheit, hat der russische Präsident Putin bereits Ende Dezember einen neuen Chef der Kaliningrader Innenverwaltung ernannt – wie erst jetzt bekannt wurde. Es handelt sich um Igor Walentinowitsch Illarionow, der im Zentralapparat des russischen Innenministeriums als Stellvertreter des Leiters der Inneren Sicherheit eingesetzt war. Der neue Leiter der Innenverwaltung verfügt über langjährige Erfahrungen in der operativen Arbeit der Polizei, in der Fahndung und der Bekämpfung des organisierten Verbrechens.
 
 
28.01.2017 – Stadtverwaltung kämpft weiter gegen Private im Nahverkehr
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat den Kampf gegen die privaten Teilnehmer am Personennahverkehr wieder aufgenommen. Man zeigte sich überhaupt nicht zufrieden mit den Transportdienstleistungen und dem Zustand der Fahrzeuge und will nun durch den beschleunigten Kauf (Leasing) von weiteren 30 großen Linienbussen, den Anteil der Privaten am öffentlichen Nahverkehr in Kaliningrad zurückdrängen. Der private Anteil am öffentlichen Nahverkehr beträgt gegenwärtig noch 57 Prozent (von ehemals 70 Prozent). Keiner der Betreiber hat nach der Vergabe von Lizenzen für 18 Monate auch nur einen neuen Bus gekauft – so der Bürgermeister. Deshalb bereitet die Stadt nun die nächste Säuberung im Nahverkehr vor und prüfe die finanziellen Möglichkeiten.
 

27.01.2017 – BMW will Zusammenarbeit mit Kaliningrad fortsetzen
Am Donnerstag hat sich der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu einem Arbeitstreffen in der Firma BMW in München aufgehalten. Begleitet wurde der Gouverneur durch den stellvertretenden Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation Alexander Morosow. Die Gesellschafter von BMW teilten dem Gouverneur mit, dass sie ihr Engagement in Kaliningrad fortsetzen wollen. Im Gespräch wurde der jetzige Stand der Arbeit von BMW im Kaliningrader Gebiet und die Perspektiven besprochen, hierbei insbesondere die Schaffung eines Auto-Clusters. Nachdenklich machen die Äußerungen des Kaliningrader Gouverneurs nach dem Treffen, der formulierte, dass „die Firma die Absicht habe, die Zusammenarbeit fortzusetzen und dies der positive Hintergrund des Gespräches war.“ Wirkliche erfolgreiche Gespräche werden eigentlich anders formuliert.
 
 
Beide Seiten kamen überein, bis Mitte 2017 über die endgültigen Parameter für den geplanten Fahrzeug-Cluster Vereinbarungen zu treffen. Dann will man das Treffen wiederholen um Varianten für die Projektentwicklung zu besprechen.
 
Foto (Gebietsregierung): Gouverneur (3.v.l.) Anton Alichanow zu Gesprächen bei BMW in München
 
Anmerkung UN: Der von uns am Mittwoch, mit kritischen Untertönen veröffentlichte Artikel hatte, auch nach der heutigen Pressemitteilung der Kaliningrader Gebietsregierung, seine völlige Berechtigung. BMW ordnet seine eigenen Interessen anderen Interessen unter und glaubt, dass in einem halben Jahr die politische Situation klarer wird. Ein typisches Rückversicherungsverhalten. Für einen Konzern wie BMW ist dies ein beschämendes Verhalten.
 
 
27.01.2017 – Kaliningrader Bürgermeister zur Vergangenheit und Zukunft
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk träumt davon, im Rentenalter in seine alte Heimat nach Weißrussland auszureisen, sein dort in einem Dorf in einem Wald vorhandenes Häuschen instandzusetzen, dort zu leben und nur noch die Natur zu genießen. Dies erklärte er in einem Interview mit dem Radiosender „Komsomol-Wahrheit“. In der Vergangenheit hatte er nur einmal ganz kurz davon geträumt, Gouverneur des Kaliningrader Gebietes zu werden. Das war im Jahr 2000. Aber im Jahre 2007 hat er sich entschlossen, dass dieses Amt für ihn nicht interessant ist und hatte seit diesem Moment niemals den Wunsch mehr, dieses Amt zu bekleiden – sagte der Bürgermeister, dabei betonend, dass er, wenn er wirklich den Wunsch gehabt hätte, er auch Gouverneur geworden wäre. Weiterhin informierte er, dass er immer einen Stil in der Arbeit gefunden habe, um gut mit den Gouverneuren des Kaliningrader Gebietes zu kooperieren.
Anmerkung UN: Vielen Dank Alexander Georgiewitsch für diesen erheiternden Beitrag am Donnerstag. Gott verzeiht alles, auch kleine Unkorrektheiten, wenn sie denn der allgemeinen Sache dienen.
 
 
27.01.2017 – Ausländer enteignet
Ein libanesischer Bürger wurde durch Beschluss eines Kaliningrader Gerichtes enteignet. Er war Besitzer des sogenannten „Handelshauses“, eines altdeutschen Gebäudes in Selenogradsk. Das Haus befindet sich auf der Hauptstraße der Stadt und er kümmerte sich seit Jahren nicht um sein Eigentum. Das Gebäude verfiel zusehens und stellte eine Gefahr für den Verkehr dar. Die Stadt wird das Gebäude zum Verkauf ausschreiben. Der neue Besitzer wird Auflagen zur Restaurierung des Gebäudes erfüllen müssen. Der bisherige Eigentümer aus dem Libanon, in Moskau lebend, hatte das Gebäude und das daneben befindliche Anwesen in den 90er Jahren erworben. Er hatte mit der Instandsetzung eines Gebäudes begonnen, dann aber schnell wieder eingestellt. Die Stadtverantwortlichen haben dem Besitzer mehrmals schriftlich aufgefordert, seiner Verantwortung nachzukommen, erhielten jedoch keine Antwort.
 
Foto: Stadtverwaltung in Selenogradsk – Multifunktionales Bürger-Service-Zentrum
 
27.01.2017 – Keiner schenkt der Stadt Busse für den Nahverkehr
Der für die Stadtwirtschaft verantwortliche stellvertretende Bürgermeister Melnikow hat sich beschwert, dass niemand bereit ist, der Stadt ein paar Nahverkehrs-Busse für die Verbesserung des Transports in der Stadt zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2018 zu schenken. Er verglich die Kosten des stadteigenen Nahverkehrs „GorTrans“ mit den Kosten, die die privaten Anbieter im Nahverkehr haben. Während die Stadt in neue Busse investiert, nutzen die privaten Firmen die noch am Markt sind, immer noch uralte Busse, die längst abgeschrieben sind, während die Stadt 350 Mio. Rubel an Leasinggebühren für die neuen Busse zu zahlen hat. Und dabei gibt es auch keinen Unterschied im Fahrpreis, denn die privaten Anbieter erhalten die gleiche Summe für den Transport in Schrottbussen, wie die Firma „GorTrans“ mit ihren modernen neuen Bussen. Gegenwärtig wird die Anhebung der Tarife diskutiert. Um kostendeckend zu arbeiten ist ein Preis von 28 Rubel erforderlich (gegenwärtig 18 Rubel). Diskutiert wird ein real für die Bevölkerung vertretbarer Preis von bis zu 21 Rubel.
 
Foto (Archiv): Stellvertretender Bürgermeister Melnikow
 
27.01.2017 – Hanse-Büro hat Arbeit eingestellt und setzt im neuen Rechtsformat die Arbeit fort
Im vergangenen Jahr kam die Nachricht, dass dem deutschen „Hanse-Büro“ in Kaliningrad der Status „Ausländischer Agent“ verliehen wurde, für viele Beobachter der deutschen Aktivitäten im Kaliningrader Gebiet etwas überraschend. Man hatte erwartet, dass dem Deutsch-Russischen Haus (jetzt Russisch-Deutsches Haus) dieser Status zuerkannt wird. Die Internetseite des russischen Justizministeriums, Abschnitt „Ausländischer Agent“ wurde anscheinend reorganisiert und die Organisationen, denen der Status „Ausländischer Agent“ aberkannt wurde, wurden aus dieser Übersicht entfernt. Aberkannt werden kann dieser Status, wenn die Bedingungen, die zu dem Status geführt haben, nicht mehr erfüllt werden. Hierzu gehören: Einstellung der politischen Tätigkeit oder keine ausländische Finanzierung oder Einstellung der Tätigkeit und Liquidierung der NGO. Anscheinend hat sich das „Hanse-Büro“ zu einer Neuorganisation entschlossen, denn man informierte, dass man seit 12. Januar 2017 einen neuen rechtlichen Status hat und unter der Firmenbezeichnung „Hanse-Office Kaliningrad“ figuriert. Die ehemalige Internetseite ist abgeschaltet. Der Sitz der Firma ist unverändert geblieben. Es gibt eine neue email-Adresse, die man unter den bisher bekannten Telefonnummern erfragen kann.
 
 
27.01.2017 – Veränderungen im Russisch-Deutschen Haus
Das Russisch-Deutsche Haus (früher Deutsch-Russisches Haus) stand seit 2014 im Zentrum der Kritik. Es wurden Untersuchungen eingeleitet um zu prüfen, ob das Haus den Status „Ausländischer Agent“ erfüllt. Ausgangspunkt dafür, dass man in Russland die Arbeit des Hauses etwas kritischer betrachtete, war die sogenannte „Affäre Lissner“, ein skandalöser antirussischer Hassauftritt eines deutschen Diplomaten im August 2014. Eine Reihe weiterer Vorfälle, die gegen die selbstgestellten Normen und internationalen Vereinbarungen des Hauses verstießen, brachten das Haus an den Rand der allseitigen gesellschaftlichen Akzeptanz. Nun informiert das Haus auf seiner Internetseite wie folgt:

 

26.01.2017 – Verbotene polnische Waren auf Kaliningrader Straßen
Wer aufmerksam durch die Kaliningrader Straßen geht, wird an „Brennpunkten“ Fahrzeuge mit aufgeklappter Heck- oder Kofferklappe sehen. Diese bieten in Privatinitiative eine ganze Reihe von Waren an, die man im Sortiment der offiziell arbeitenden Supermärkte und Tante-Emma-Läden nicht findet. Bei genauerem Studium des Warensortiments wird man feststellen, dass es sich im wesentlichen um polnische Waren handelt. Der Leiter des Kaliningrader Zolls erklärte, dass man nicht jedes Fahrzeug kontrolliere und es deshalb möglich ist, dass die verbotenen polnischen Waren somit nach Kaliningrad gelangen.  Der oberste Zollchef meinte, dass man natürlich alle Fahrzeuge kontrollieren könne, nicht nur den Gepäckraum. Man könnte auch alle Verkleidungen demontieren, Sitze ausbauen usw. Im Ergebnis wird man dann geschmuggelte Lebensmittel finden und eine Kilometerlange Warteschlange an Einreisewilligen haben, die sich korrekt verhalten, aber durch die Arbeitsweise des Zolls bestraft werden. Somit verlässt sich der Zoll auf gewisse Anzeichen um ein Fahrzeug zu kontrollieren. Manchmal hat man Glück und erwischt einen Schmuggler, manchmal auch nicht. Niemand übernimmt natürlich auch Garantie dafür, dass die eingeschmuggelten Waren auch noch die notwendige Qualität haben, wie sie für den menschlichen Verzehr erforderlich ist. Wurst wird auch schon mal in Ersatzreisen oder im Benzintank geschmuggelt.
 
 
26.01.2017 – Königsberger Schloss wurde wieder errichtet und zur Nutzung übergeben
Völlig unerwartet veröffentlichen Kaliningrader Medien, dass das altdeutsche Königsberger Stadtschloss wieder errichtet und eröffnet wurde. Alle die es besichtigen wollen, können dies kostenlos tun. Allerdings steht das Schloss nicht an seinem alten Platz im Stadtzentrum, sondern im Wohnkomplex „Blumen-Boulevard“ im Norden der Stadt. Auch hat es nicht ganz die Größe des wirklichen Stadtschlosses, sondern wurde als Modell in einem ziemlich großen Maßstab aufgestellt. Der Vizepremier des Kaliningrader Gebietes Harry Goldmann brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass in absehbarer Zeit eine bindende Entscheidung zum Wiederaufbau des Königsberger Stadtschlosses getroffen wird.  
 
Screenshot: Vizepremier Harry Goldmann bei der Präsentation der Eröffnung des Modells des Königsberger Stadtschlosses
 
26.01.2017 – Interessantes neues Internetportal
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat ein interessantes neues Internetportal gestartet. Ziel des Portals ist es, dass Bürger durch ihre dort gestarteten Umfragen der Stadtverwaltung neue Impulse für die Entwicklung der Stadt zu verschiedensten Problemschwerpunkten geben. Wenn ein Bürger ein Problem erkannt hat und dafür Lösungsvorschläge hat, kann er über dieses Portal eine Befragung der Kaliningrader vornehmen. Eine Kommission wertet dann die Antworten aus und leitet notwendige Schritte ein, um die vorgeschlagene Lösung umzusetzen.
 
 
26.01.2017 – Museum „Altes Haus“ schließt
Das private Museum „Altes Haus“ in der Pugatschow-Straße 12 schließt am 14. Februar seine Pforten. Dies teilte der Inhaber des Museums mit. Das Museum befindet sich in einer altdeutschen Wohnung und wurde wie zu deutschen gutbürgerlichen Zeiten eingerichtet und sollte insbesondere den Touristen zeigen, wie gutbürgerliche Deutsche in Vorkriegszeiten in Königsberg gelebt haben. Vor wenigen Wochen hatte die Betreiberfamilie ein weiteres Museum in der ul. Krasnaja eröffnet, wohin das jetzt geschlossene Museum umziehen wird. Jetzt ist man auf der Suche nach einer weiteren Immobilie, um dort das Projekt einer sowjetischen Wohnung zu zeigen, so wie die Menschen in den 50er und 60er Jahren im sozialistischen Kaliningrad gelebt haben. Grund für die Schließung des Museums „Altes Haus“ ist die Nichtverlängerung des Mietvertrages für die Wohnung. 
 
 

25.01.2017 – Minister bekennt sich schuldig
Der vor einigen Monaten verhaftete stellvertretende föderale Minister für Kultur Grigori Pirumow bekannt sich des Betrugs im Rahmen der Restaurierung der altdeutschen Festungsanlage „Kronprinz“ in Kaliningrad schuldig. Der Moskauer Richter, der über eine Verlängerung der Untersuchungshaft zu befinden hatte, informierte, dass sich der Ex-Beamte schuldig bekannt habe, der Staatsanwaltschaft notwendige aufklärende Informationen übergeben und mit der Rückzahlung der gestohlenen Gelder begonnen hat. Der Anwalt hat den Richter gebeten, Pirumow aus der Haft zu entlassen und ihn entweder unter Hausarrest zu stellen oder gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen. Der Richter lehnte dies ab und verlängerte die Untersuchungshaft bis Mitte März. Das russische Kulturministerium, als Geschädigter, hat Klage gegen den Beschuldigten im Gesamtumfang von 100 Mio. Rubel eingereicht. Bisher hat der Beschuldigte die Hälfte der Summe bereits erstattet. Insgesamt ist jedoch dem Ministerium ein Schaden von 400 Mio. Rubel entstanden, für den aber auch andere die Verantwortung zu tragen haben.
 
25.01.2017 – Silbermünze mit Motiv „Königin-Luise-Brücke“
Die russische Zentralbank plant die Herausgabe einer Silbermünze mit dem Motiv der „Königin-Luise-Brücke“, die den Fluss Neman im Bereich der Stadt Sowjetsk Richtung Litauen überspannt. Die Auflagenhöhe soll 3.000 Stück betragen und einen Nominalwert von drei Rubel haben. Die Herausgabe dieser Münze erfolgt in der Serie „Kulturdenkmäler Russlands“.  
 
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25.01.2017 – Referendum für ein Denkmal?
Der Vorsitzende des Kaliningrader Stadtrats Andrej Kropotkin hat die Durchführung eines Referendums zur Aufstellung des Denkmals zu Ehren des Fürsten Wladimir auf dem Platz des Sieges neben der Christi-Erlöser-Kirche nicht ausgeschlossen. Der Initiator für ein derartiges Denkmal ist der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk. Kropotkin vertritt die Meinung, dass man die Ansichten der Bürger berücksichtigen sollte. Der Vorsitzende des Stadtrats hat aber gleichzeitig seine Zweifel, ob die Bevölkerung wirklich aktiv an einem derartigen Referendum teilnehmen wird, wenn selbst zu den Wahlen des Bürgermeisters nur 20 Prozent zu den Wahlurnen kommen. Der Platz für das Denkmal wurde durch Patriarch Kirill bereits für gut befunden. Der Stadtrat selber will das Grundstück, auf dem das Denkmal stehen soll, der Kirche zur kostenlosen Nutzung übereignen. Über die Aufstellung des Denkmals wird schon zwei Jahre gesprochen. Jetzt haben sich die Kosten für das Denkmal mehr als verdoppelt und man weiß nicht, woher dieses Geld kommen soll. Vor wenigen Tagen hatte man dem Künstler, der dieses Denkmal schaffen soll empfohlen, sich selber auf die Suche nach Sponsoren zu begeben.
 
 
25.01.2017 – Kaliningrader Schandflecken sollen maskiert werden
Die altdeutschen Industrieanlagen in der ul. Jaltinskaja, die seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben sind, sollen zur Fußball-Weltmeisterschaft irgendwie mit Bannern oder Reklame verhängt werden. Das forderte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, der sich in diesem „Industrie-Friedhof“ mit der Lage vertraut machte. Die Industriebrache liegt an der Strecke, die die Fußball-Fans nehmen müssen, um zum Stadion zu gelangen. Schwierigkeiten mit den Gebäuden gibt es, weil die Eigentumsverhältnisse sehr kompliziert sind. Ein Teil der Gebäude gehört der Stadtverwaltung, ein weiterer Teil der Gebietsregierung und ein dritter Teil Privatleuten.
 
 

 

24.01.2017 – Hoher Besuch am Kaliningrader Airport
Am Montag hielt sich der Leiter von RosAviazija im Bereich des Kaliningrader Airports „Chrabrowo“ auf. Alexander Neradko machte sich mit dem Stand der Rekonstruktion vertraut und erklärte, dass sich die gegenwärtigen Arbeiten leider auch auf den Umfang der Transportleistungen auswirken werden – wenn man denn will, dass der Airport zu den jetzt geplanten Fristen auch in Nutzung überführt wird. Er erklärte, dass er nicht einen einzigen Fall kenne, wo ein Airport rekonstruiert wurde und sich dies nicht negativ auf die Transportleistungen ausgewirkt hätte. Damit die Kaliningrader nicht in eine Luftblockade geraten, wird es spezielle „Fenster“ geben, zu denen der Flugbetrieb intensiver durchgeführt wird, damit in der verbleibenden Zeit die Bauarbeiten aktiv vorangetrieben werden können. Dies ist insbesondere wichtig für die Rekonstruktion der Start- und Landebahn. Weiterhin informierte er, dass der neue Generalauftragnehmer für die Rekonstruktion der Start- und Landebahn auf alle Fälle seine vertraglichen Pflichten erfüllen werde, denn es handelt sich um die Firma, die den Moskauer Flughafen Domodjedowo gebaut habe. Der neue Termin für die vollständige Rekonstruktion des Kaliningrader Airports lautet nun auf den 31.12.2017.
Der Kaliningrader Airport veröffentlichte derweil die Statistiken für das vergangene Jahr. Sie zeigt einen leichten Zuwachs im Personenverkehr und einen großen Zuwachs im Frachtaufkommen.
 
 
 
24.01.2017 – Kaliningrader Wahlkommission veröffentlicht neue Zahlen
Die Zentrale Wahlkommission für das Kaliningrader Gebiet hat neue Zahlen der Wahlberechtigten für das laufende Jahr veröffentlicht. Mit Stichtag 1. Januar sind im Kaliningrader Gebiet 789.266 Bürger und Bürgerinnen wahlberechtigt. Damit hat sich die Anzahl der Wahlberechtigten im Vergleich zum Vorjahr um 6.791 erhöht. Betroffen von der Erhöhung sind 11 von 22 Kaliningrader Kommunen. Der Löwenanteil mit 5.778 zusätzlichen Wählern entfällt auf die Gebietshauptstadt Kaliningrad. Eine Abnahme der Wahlberechtigten ist im Kreis Gusew, dem Heimatort des ehemaligen Gouverneurs Nikolai Zukanow zu verzeichnen. Hier gab es eine Abnahme um 401 Wahlberechtigte. Die nächste Korrektur der Anzahl der Wahlberechtigten erfolgt im Juni 2017. Im September finden dann im Kaliningrader Gebiet vorgezogene Wahlen zum Amt des Gouverneurs statt. Bisher hat nur der geschäftsführende Gouverneur Anton Alichanow erklärt, dass er sich um diese Funktion bewerben werde.
 
 
24.01.2017 – Polnischer Airport mit wenig Resonanz
Der neue Airport im polnischen Olsztyn hat bei den Kaliningradern nicht den Stellenwert erreicht, wie sich die dortigen Verantwortlichen es wohl erhofft hatten.  Vor einem Jahr wurde der neue Airport in der Ortschaft Schamany in der Nähe von Olsztyn eröffnet. Im ersten Jahr fertigte der neue Airport nur 30.000 Passagiere ab. Die polnischen Organisatoren halten diese Zahl für das erste Jahr für durchaus akzeptabel. Der dortige Operator „SprintAir“ wollte im vergangenen Jahr auf ständiger Basis Berlin, Krakow und Wroclaw als Ziele anfliegen, setzte aber diese Pläne nicht um. Im Herbst wurden die Richtungen gekürzt und gegenwärtig wird nur London angeflogen. Im aktuellen Jahr soll WizzAir noch Reisen Richtung Oslo anbieten. Die Leitung des Airports hofft, bis zum Jahre 2022 die Anzahl der Passagiere um bis zu sieben Prozent erhöhen zu können. Die Kapazität des Airports reicht allerdings für ein Passagieraufkommen von bis zu 700.000 Passagieren im Jahr.  
 

 

23.01.2017 – Es stinkt zum Himmel im Kreis Prawdinsk
Gutes und Schlechtes liegen oftmals dicht beieinander. Zum einen ist es angenehm zu lesen, dass sich die Schweineproduktion in Prawdinsk seit vielen Jahren erfolgreich entwickelt und ausländische Investoren mit den erreichten Resultaten zufrieden sind. Andererseits stellt die Geruchsbelästigung durch die Produktion eine erhebliche Beeinträchtigung des Umfeldes der Produktionsstätte dar. Nun wandten sich Abgeordnete der Gebietsduma an den Kaliningrader Gouverneur mit der Bitte, über die Pläne zur Erweiterung der Produktion nochmals nachzudenken. Der geplante Erweiterungsbau wird sich in der Nähe einer Siedlung und eines Wasserschutzgebietes befinden. Vertreter der örtlichen Gemeinden haben nichts gegen einen Erweiterungsbau, aber man möchte ihn weder an diesem Ort noch in der Form, wie er geplant ist. Es müssen die Umweltschutzbedingungen mehr beachtet werden. Der Firma wurde ein anderes Gelände, gelegen zwischen der Stadt Snamensk und der Siedlung Fedotowo vorgeschlagen, was aber durch die Firma abgelehnt wurde. Man informierte den Gouverneur während einer Sitzung des Umweltausschusses, dass die ausländische Schweinezuchtfirma bereits mit Bauarbeiten begonnen habe, ohne dass entsprechende Genehmigungen vorliegen. Man forderte den Gouverneur auf, sofort Einfluss zu nehmen, um Schlimmeres zu verhindern. Der Gouverneur informierte, dass es bereits Gespräche mit der Firma gegeben habe und man eigentlich zu einer einheitlichen Meinung gekommen sei und die Wünsche der ansässigen Bevölkerung umgesetzt würden. Nun wird er sich nochmals um den Sachstand kümmern – versprach Alichanow.
 
 
23.01.2017 – Baltikum wird in wenigen Stunden kapitulieren
Amerikanische Analytiker der Journals „The National Interest“ haben weder Kosten noch Mühen gescheut um wieder ein Szenarium der Öffentlichkeit vorzustellen, welches die Einnahme des Baltikums durch russische Truppen innerhalb weniger Stunden vorsieht. Nach ihren Vorstellungen wird Russland die Verteidigung der drei baltischen Länder durch Raketen- und Luftschläge innerhalb weniger Stunden einfach nur wegfegen. Danach beginnt der Einmarsch der Landtruppen nach Litauen. An der Operation werden auch Luftlandetruppen teilnehmen. Alles wird so schnell passieren, dass die NATO gar nicht dazu kommt zu begreifen, was überhaupt passiert ist. Die Analyse ziffert, dass die drei baltischen Länder insgesamt über 15.700 Armeeangehörige verfügen. Außerdem gibt es in Litauen noch 11.300 Mann sogenannten „Volkssturms“ und in Estland 12.000. Diese Personalreserven zu mobilisieren ist bei dem Tempo des russischen Angriffs nicht möglich. Da Russland nicht über ausreichend Transportflugzeuge für seine Luftlandetruppen verfüge, kann man auch nur die Hälfte der Luftsturmtruppen einsetzen. Wenn aber Russland alle 91 vorhandenen Flugzeuge vom Typ IL-76 nutzt, kommen rund 10.000 Luftsturmsoldaten zum Einsatz. Das Journal will die in der letzten Zeit durch Russland durchgeführten Militärmanöver analysiert haben und ist deshalb zu entsprechenden Schlussfolgerungen gekommen.
 
 
23.01.2017 – Es kommt Bewegung in das „Haus der Räte“
Die Kaliningrader Gebietsregierung hat beschlossen, ihren Anteil am „Haus der Räte“ (15 Prozent) an private Investoren zu übergeben. Dies erklärte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Er informierte über Gespräche mit dem Hauptbesitzer des Gebäudes. Es ist noch ein Gespräch mit einem weiteren Besitzer notwendig, aber die notwendige Einigkeit, dass das Gebäude in der Hand eines Besitzers konzentriert werden sollte, ist bereits erreicht. Allerdings ist auch nach wie vor nicht klar, wie dieses Haus genutzt werden könnte. Bisherige Vorstellungen gehen dahin, ein Kultur- und Handelszentrum einzurichten sowie ein Hotel. Weiterhin wird für das Gebäude eine aktuelle Expertise angefertigt sowie Pläne für den Innenausbau. Mit den realen Bauarbeiten soll noch im Jahre 2017 begonnen werden. Durch den Gouverneur wurde betont, dass der Bau des Hauses der Räte nicht weniger Aufmerksamkeit bedarf, wie die Wiedererrichtung des Königsberger Schlosses. „Wenn wir den Westflügel des Schlosses wieder bauen, müssen wir vorher alle Fragen im Zusammenhang mit dem Haus der Räte beantwortet haben. Wir können nicht das eine zu Ende bringen und dann mit der Wiedererrichtung eines Gebäudes mit pseudohistorischer Architektur beginnen“,- so der Gouverneur.
 
 
23.01.2017 – Immer mehr Mobilitätseingeschränkte finden Arbeit
Immer mehr mobilitätseingeschränkte Bürger im Kaliningrader Gebiet finden Arbeit. In ganz Russland arbeiten nicht ganz eine Million mobilitätseingeschränkter Bürger und geben somit ihrem Leben einen neuen Inhalt. Dies entspricht rund 24 Prozent der Menschen mit einer Behinderung, die im Lande registriert sind. Kaliningrad belegt innerhalb der 85 russischen Regionen Platz 15 zum Anteil der beschäftigten Mobilitätseingeschränkten. Mit Stichtag 1. Januar waren in Kaliningrad 74.500 erwachsene Bürger mit Einschränkungen registriert. Davon sind 15.700 in der Lage einer Arbeit nachzugehen. 13.000 dieser Bürger stehen in keinem Arbeitsverhältnis. Im Verlaufe des vergangenen Jahres haben sich im Kaliningrader Arbeitsamt 779 davon um eine Arbeit beworben, 312 konnten vermittelt werden.
 
Foto: Mobilitätseingeschränkte Bürger in Kaliningrad können Sonderfahrzeuge für Fahrten innerhalb der Stadt oder dem Gebiet nutzen
 

22.01.2017 – Regierung will nationales Bioreservat im Osten des Kaliningrader Gebiets
Das regionale Ministerium für Naturschutz will im Osten des Gebietes ein nationales Bioreservat errichten. Darüber informierte der Minister Juri Schitikow während einer Sitzung am Freitag. Es wäre das erste Reservat dieser Art im Kaliningrader Gebiet und es gibt ausreichend interessierte Personen, die an der Umsetzung mitwirken möchten. Erstmals wurde diese Idee im Dezember 2016 geäußert. Nun will man aktiv an der Ausarbeitung des Gedankens arbeiten. Nach Worten des Ministers sollen noch im Jahre 2017 zwei Zonen im Gebiet eingerichtet werden, deren Naturressourcen einer besonderen Aufmerksamkeit zugeordnet werden.
 
 
22.01.2017 – Gouverneur informiert über ein zickiges Gesundheitsministerium
Der Kaliningrader Gouverneur informierte, dass sich das Gesundheitsministerium gegen Vorschläge gewandt habe, Ausländern die Möglichkeit zu geben in Russland zu arbeiten, ohne dass sie ein nochmaliges Examen, zu bereits im Ausland erlangten Diplomen, ablegen müssen. Die Regionalverantwortlichen wollten die bisherigen Forderungen zu einer nochmaligen Bestätigung von Diplomen für Spezialisten aus dem Ausland generell abschaffen – insbesondere für Spezialisten aus dem medizinischen Sektor, aber das Gesundheitsministerium habe sich auf die Hinterhacken gestellt und dem nicht zugestimmt. „Was wollen Sie? Wir haben hier eine Universität und es werden so viel Mediziner ausgebildet. Wollen Sie, dass uns der Arbeitsmarkt zusammenbricht?“ – so lautete der entsetzte Kommentar aus dem Gesundheitsministerium – informierte der Gouverneur und ergänzte: Ja, wo sind denn all diese Mediziner? Sollen sie doch kommen und bei uns arbeiten! In Kaliningrad werden gegenwärtig alle Voraussetzungen geschaffen, um das Gebiet für Mediziner attraktiv zu machen. Hierzu gehört auch, die Spezialisten mit Wohnraum sicherzustellen. Gegenwärtig fehlen der Region mehr als tausend Mediziner. Der Gouverneur hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt angewiesen, dass das Gesundheitsministerium Maßnahmen auszuarbeiten habe, die es für Mediziner attraktiv machen, auch in ländlichen Gebieten zu arbeiten.
 
 
22.01.2017 – Wir brauchen neue Unternehmen
Der Kaliningrader Gouverneur vertritt die Ansicht, dass das Gebiet viele neue Unternehmer braucht und keine weiteren Geschenke an Unternehmen, die bereits sich in Kaliningrad etabliert haben. Für Firmen die sich neu ansiedeln ist die Gebietsregierung bereit, alle notwendige Unterstützung zu leisten. Wir müssen eine Welle neuer Firmengründungen starten und nicht darüber nachdenken, welche zusätzlichen steuerlichen Befreiungen wir für schon existierende Unternehmen noch einführen können. Wir haben einen Haushalt – etwas größer als 30 Milliarden Rubel. 70 Prozent davon geben wir für soziale Verpflichtungen aus – Gesundheitswesen, Bildung usw. Wenn das Gebiet noch auf weitere Steuereinnahmen verzichtet, kann man auch den Sozialplan nicht mehr umsetzen – so die Gedanken des Gouverneurs. Die Verluste, die der Kaliningrader Gebietshaushalt schon jetzt durch die Vergünstigungen der Sonderwirtschaftszone trägt, sind gewaltig. Aber ohne diese Präferenzen würde es vielleicht gar keine Unternehmen in Kaliningrad geben. Wer also Vorteile haben will, der muss auch Gegenleistungen bringen.
 
 
22.01.2017 – Iskander-Raketen bleiben
Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten sieht gegenwärtig keine Möglichkeiten für einen Abzug der Iskander-Raketen aus dem Kaliningrader Gebiet. Hier sind die äußeren Bedingungen einfach nicht gegeben – so seine Meinung. Die Raketen werden so lange in Kaliningrad bleiben, wie es in Europa ein Raketensystem gibt, welches gegen Russland gerichtet ist. Diese Erklärung gab Peskow in einem Interview mit dem britischen Sender BBC. In der Zwischenzeit sind die Informationen offiziell bestätigt, dass Russland sowohl „Iskander“-Raketen, wie auch das Raketensystem „Bastion“ im Gebiet stationiert hat. Weiterhin arbeitet Russland an der schnellen Indienststellung des Raketenfrühwarnsystems in der Kreisstadt Pionersk.
 
 
 

21.01.2017 – City-Manager von Pionersk tritt zurück
Oleg Kosenkow, City-Manager der Kreisstadt Pionersk tritt von seiner Funktion zurück. Er hat damit die Verantwortung für einen Korruptionsfall übernommen, der durch einen seiner Stellvertreter verursacht wurde. Vermutlicher Nachfolger wird wohl Ewgeni Michaikin, Abgeordneter des Kreisrates. Im Rahmen einer Sitzung des Stadtrats am kommenden Montag wird seine Kandidatur beraten und vielleicht bestätigt. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass sein Stellvertreter in der Stadtverwaltung der Korruption in besonders großem Umfang beschuldigt wird. Der 36jährige soll am 20. Dezember 2016 im Gebäude der Stadtverwaltung 160.000 Rubel über einen Mittelsmann erhalten haben. Welche Gegenleistungen er dafür erbringen sollte, geht aus den bisher vorliegenden Meldungen nicht hervor.
 
Karte: Pionersk, Standort des neuen Passagierhafens, der Residenz des russischen Präsidenten und einer Station des Frühwarnsystems der russischen Raketenabwehr
 
21.01.2017 – Viel Geld für die Entwicklung des Gesundheitssystems
Für die Entwicklung des Gesundheitssystems im Kaliningrader Gebiet, wird die Gebietsregierung eine halbe Milliarde Rubel zur Verfügung stellen. Dies geht aus einer Mitteilung der Gebietsregierung hervor. Ein Großteil dieser Summe, konkret 211 Mio. Rubel, wird für die Schnelle medizinische Hilfe aufgewandt. Weitere 129 Mio. Rubel wird für die medizinische Grundbetreuung aufgewandt und für die Prophylaxe im Gesundheitswesen. 66 Mio. fließen in das Gesundheitsprogramm „Mutter-Kind“. Der kleinste Beitrag wird für die professionelle Qualifizierung oder Umschulungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Wenig Geld gibt es auch für Wettbewerbe und für Teilnahme an internationalen Ausstellungen.
 
 
21.01.2017 – Kunst und Schönheit wird teurer in Kaliningrad
Bereits seit längerem ist ein Denkmal für Fürst Wladimir, ähnlich wie in Moskau, für das Stadtzentrum in Kaliningrad geplant. Die Fundamentarbeiten hierfür haben schon im vergangenen Jahr begonnen. Der Autor des Denkmals beziffert die Kosten auf 16-20 Mio. Rubel. „Das ist keine sehr hohe Summe, wenn man bedenkt, dass an diesem Denkmal 70 Personen arbeiten werden. Unser Denkmal wird eine Qualität für die Ewigkeit haben“, - so der Skulpteur. Allerdings ist nicht ganz klar, warum noch im November 2015 eine Summe von 6-7 Mio. Rubel genannt wurde und die Aufstellung im Jahre 2016 erfolgen sollte. Jetzt informierte der Künstler, dass es nicht klar ist, woher das Geld kommen soll und man ihn gebeten habe, sich selber auf die Suche nach Geld zu machen.
 
 
21.01.2017 – Gouverneur ist über Investoren enttäuscht
Es scheint, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow über die Resonanz von Investoren auf die bisherigen Anstrengungen der Gebietsregierung enttäuscht ist. Dies kam in Äußerungen zum Ausdruck, die dieser während eines Treffens mit Mitgliedern der Assoziation ausländischer Investoren im Kaliningrader Gebiet tätigte. Er erwähnte, dass die Industrieparks in Tschernjachowsk und Chrabrowo bereits fertiggestellt sind und nur noch auf Interessierte warten.
 
 
21.01.2017 – Gouverneur besucht Krabbenproduktion in Sowjetsk
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat einen Aufenthalt in der Kreisstadt Sowjetsk am Donnerstag genutzt, um auch die dortige Produktion von Krabbenerzeugnissen zu besuchen. Er informierte, dass er schon ziemlich häufig in Sowjetsk zu Besuch war, aber es bisher noch nie geschafft habe, diesem litauischen Betrieb einen Besuch abzustatten. Die dortigen Firmenverantwortlichen informierten, dass ihr Unternehmen bereits seit dem Jahre 2001 in Sowjetsk produziere. Die Firma ist eine der größten Lieferanten von Krabbenerzeugnissen in der Welt und produziert 158.000 Tonnen jährlich. Die Produktion in Sowjetsk ist ausgelastet. Die hier produzierten Waren werden ins russische Mutterland, nach Kasachstan, Weißrussland exportiert. Die Firma ist auf Wachstum eingestellt und erweitert die Produktion und die Logistik ständig. Durch das litauische Unternehmen wurden 1.500 Arbeitsplätze geschaffen.
 
Foto: Kreisstadt Sowjetsk – Produktionsstandort mit Perspektiven nach Ansicht des Gouverneurs Alichanow
 
21.01.2017 – Neunutzung alter Industrieanlagen
Das Gelände des „Quartz“-Werkes, aber auch andere Industriezonen, gelegen im Bereich der ul. Schelesodoroschnoi und Portowoi, sollen zukünftig mit Wohnen bebaut werden. Darüber informierte der Vorsitzende des Komitees für Architektur und Städtebau der Kaliningrader Stadtverwaltung Arthur Krupin. Ein großes Gelände von 23 Hektar, das ehemalige Gelände des Frachthofes der Kaliningrader Eisenbahn wird nicht mehr für diese Zwecke benötigt, da diese Logistik sich bereits an einem anderen Ort befindet. Weitere 18 Hektar stellt „Quartz“ zur Verfügung. Das Gelände befindet sich im Bereich der 4. Großen Umgehungsstraße und der ul. Orudinaja. Diejenigen, die sich in diesen Gebieten mit dem Wohnungsbau beschäftigen, werden gleichzeitig verpflichtet, Objekte der sozialen Infrastruktur zu errichten. Konkret geht es um Schulen und Kindergärten.  
 
Foto: Einige Eindrücke des jetzigen Zustandes in den erwähnten Randgebieten der Stadt
 

20.01.2017 – „Kaliningrader Delikatessen“ in wirtschaftlichen Schwierigkeiten
Einer der größten Produzenten von Fleisch- und Wurstwaren im Kaliningrader Gebiet, die litauische Firma „Kaliningrader Delikatessen“ ist nur zu 20 Prozent ausgelastet. Darüber informierte der Generaldirektor den Kaliningrader Gouverneur während einer Versammlung der Assoziation ausländischer Investoren in der Stadt Sowjetsk. Nach Meinung des Generaldirektors haben sich die Landwirtschaftssanktionen, die Russland im Jahre 2014 verhängt hat, sehr schädlich auf die Kaliningrader Fleisch- und Wursthersteller ausgewirkt und die Produktion ist um 90 Prozent rückläufig. Waren vor den Sanktionen noch 10.000 Menschen in dem Zweig beschäftigt, so sind es heute noch 1.500, vielleicht 2.000 Personen. Die einheimischen Landwirte können den Bedarf an Fleisch nicht sicherstellen. Deshalb werden viele Fleischwaren aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad geliefert. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow vertrat die Ansicht, dass diese Zahlen einer weiteren Prüfung bedürfen.
 
 
20.01.2017 – Neuer Grenzübergang kommt, aber mit erheblicher Verspätung
Der neue Grenzübergang über den Fluss Neman bei Sowjetsk wird weiterhin gebaut. Allerdings wird die Eröffnung nicht im Jahre 2017 erfolgen, sondern vermutlich erst ein Jahr später. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur während eines Aufenthaltes in der Kreisstadt Sowjetsk. Durch das föderale Transportministerium gingen Initiativen aus, die Fertigstellung dieses neuen Grenzübergangs um ein weiteres Jahr zu verschieben, womit sich allerdings der Kaliningrader Gouverneur nicht einverstanden zeigte. Er habe sich an den russischen Vizepremier Dmitri Kosak gewandt und darum gebeten, dass der Grenzübergang im Jahre 2018 im vollen Umfang seine Arbeit aufnimmt. Der neue Grenzübergang hat große Bedeutung für die Entspannung der Verkehrssituation in der Stadt Sowjetsk, aber auch für die Umwelt in der Stadt. Die litauische Seite hat bereits alle Bauarbeiten abgeschlossen – so der Gouverneur. Im Jahre 2011 haben Litauen und Russland einen Vertrag über den Bau eines neuen Grenzübergangs unterzeichnet. Dieser wird sich unweit der jetzigen Königin-Luisen-Brücke befinden.
 

Foto: Grenzübergänge im Kaliningrader Gebiet – Sowjetsk und Tschernyschewskoje
 
20.01.2017 – Der Hund, dein Freund und Helfer
Kaliningrader Grenzer und Zöllner können auf ein erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit mit ihren Diensthunden zurückblicken. Zöllner haben im Jahre 2016 insgesamt 314 Einsätze mit ihren Diensthunden durchgeführt. Dabei wurden 17.000 PKW beschnüffelt und 1.600 LKW. Ebenso durften die Diensthunde 1.099 Eisenbahnwaggons durchstöbern und an 65.272 Gepäckstücken ihre Nase testen. Weiterhin wurden Ihnen 11.000 Westpakete vorgelegt. Insgesamt verfügt der Kaliningrader Zoll über 32 Diensthunde. Sie sind dressiert auf Rauschgift, Tabak und Bernstein. Im Jahre 2016 entdeckten die Hunde 91,5 Kilo Bernstein, 810,5 Gramm Rauschgift und 43.000 Schachteln Zigaretten. Weiterhin fanden die Hunde 9,5 Tonnen Waren tierischer Herkunft, deren Einfuhr nicht gestattet war. Weitere Erfolge verzeichneten die Hunde beim Fund von 4.000 Patronen. Auch einige kulturell wertvolle und für die Ausfuhr verbotene Güter entdeckten die Vierbeiner.
 
 
20.01.2017 – Kaliningrader Airport: Das eine geht nicht und das andere geht auch nicht
Der Generaldirektor des Kaliningrader Airports kommentierte Vorschläge, den Militärflugplatz in Tschkalowsk, einem Vorort von Kaliningrad, als Reserveflugplatz für Zivilflugzeuge zu nutzen, für den Fall, dass es wieder zu einer Havarie auf dem Airport in Chrabrowo kommt und dieser für den weiteren Flugverkehr blockiert wird. Der Generaldirektor des Zivilflughafens Chrabrowo informierte, dass beide Flugplätze etwas Gemeinsames haben: die Landebahn auf dem Zivilairport ist nicht rekonstruiert und die Landebahn auf dem Militärflugplatz ist ebenfalls nicht fertiggestellt und der Zustand erlaubt es noch nicht einmal, dass dort Militärflugzeuge landen. Ein weiterer Militärflugplatz in Tschernjachowsk ist für Zivilflugzeuge generell ungeeignet.
 

19.01.2017 – Fast 5.000 Übersiedler für Kaliningrad
Im Jahre 2016 haben sich 4.736 ehemalige Bürger der Sowjetunion oder nach 1991 ausgewanderte russische Bürger entschlossen, nach Russland zurückzukehren und Kaliningrad als neuen Lebensmittelpunkt ausgewählt. Sie nutzten hierzu das spezielle Programm für die Förderung von vaterländischen Bürgern, welches neben organisatorischen Hilfestellungen auch Unterstützung finanzieller Art bietet. Der größte Teil der Übersiedler kam aus Kasachstan, gefolgt von der Ukraine, Usbekistan und Kirgisien. Aber es gab auch Übersiedler aus Weißrussland, Litauen, Lettland, Estland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland. 52 Prozent der Übersiedler waren Frauen. 76 Prozent der Übersiedler waren im Alter bis 40 Jahre. Viele Übersiedler sind mit Familie und Kindern. Gegenwärtig gibt es für die Übersiedler keine Wartelisten auf Wohnraum und fast alle Übersiedler haben Arbeit gefunden. Das Programm der Rückübersiedler startete im Jahre 2007. Seit diesem Zeitpunkt sind 36.641 Personen in das Kaliningrader Gebiet übergesiedelt. Für das Jahr 2017 werden 4.000 Übersiedler erwartet.
 
 
19.01.2017 – Schwarzbauten werden gnadenlos abgerissen
Im vergangenen Jahr haben die Stadtverantwortlichen 1.200 Bauten ohne Baugenehmigung gefunden. Darüber informierte der Bürgermeister Alexander Jaroschuk. Von diesen 1.200 Schwarzbauten sind bereits 300 abgerissen worden. Die Arbeit wird fortgesetzt, obwohl der Abriss von Schwarzbauten nicht ganz einfach ist – so der Bürgermeister während einer operativen Dienstbesprechung am Mittwoch. Allerdings ist das größte Problem die große Anzahl der Schwarzbauten. Ein Teil der Besitzer der Schwarzbauten versteht die Vorgehensweise der Stadt. So haben 22 Prozent den Abriss selber vorgenommen oder im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten legalisiert.
 
19.01.2017 – Baltisk erhält neue Kirche
Am Mittwoch fand die Grundsteinlegung für eine neue russisch-orthodoxe Kirche in Baltisk statt. Darüber informierte der Pressesprecher der Ostseeflotte. Baltisk ist der Hauptstandort der Ostseeflotte, so dass ein Großteil der Nutzer dieser neuen Kirche auch Militärangehörige mit ihren Familien sein werden. Die Kirche selber wird auf dem Territorium eines Truppenteils gebaut werden.
 
19.01.2017 – Neuer Vizepremier in Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat am Mittwoch den letzten freien Posten des Vizepremiers für soziale Fragen besetzt. Er konnte für die Lösung der nicht einfachen Aufgaben den 39jährigen Ilja Barinow werben. Dieser hatte vor seinem Wechsel nach Kaliningrad als Berater der föderalen Vizepremierministerin Olga Golodez gearbeitet und davor in der Administration des russischen Präsidenten. Der Kaliningrader Gouverneur hat seinem neuen Stellvertreter einen Monat Zeit gegeben, um sich in die Thematik seiner neuen Funktion einzuarbeiten.
 
 
19.01.2017 – Wahlvorbereitung hat begonnen
Die Kaliningrader Zentrale Wahlkommission hat mit den Vorbereitungen zu den vorfristigen Gouverneurswahlen im September begonnen. Die letzte Gouverneurswahl fand im September 2015 statt. Mitte 2016 wurde der Gouverneur Nikolai Zukanow durch den russischen Präsidenten Putin nach St. Petersburg als Bevollmächtigter Vertreter des Präsidenten versetzt. Im September 2016 setzte der russische Präsident Putin als Gouverneur „mit der Führung beauftragt“ Anton Andrejewitsch Alichanow ein. Dieser darf das Amt nur bis zu den Wahlen im September ausüben und muss sich dann im Rahmen von Wahlen durch das Volk legitimieren lassen. Als Wahltag wurde in ganz Russland der 10. September 2017 festgelegt. Eine Auswertung der letzten Wahlen hat gezeigt – so die Leiterin der Zentralen Wahlkommission – dass nicht immer geeignete Räume für die Wahl genutzt werden. Sie sind für die Anzahl der Wähler zu klein. Außerdem sind nicht alle Räume für die notwendige technische Ausstattung geeignet. Ein weiterer Mangel bestand bei einigen Wahllokalen darin, dass sie verkehrstechnisch schlecht erreichbar waren.
 
Foto: Einer der Kandidaten, der sich im September zur Wahl stellen wird
 
19.01.2017 – 16.000 Liter „Frostfrei“ beschlagnahmt
Die russische Verbraucherschutzbehörde hat den Verkauf von 16.000 Liter „Frostfrei“ in Kaliningrader Verkaufspunkten verhindert. Die Flüssigkeit wurde als gesundheitsgefährdend eingestuft und aus dem Verkauf genommen. Konkret handelt es sich hierbei um ein Fensterputzmittel. Eine Kontrolle hatte ergeben, dass die zulässige Menge von Methanol in diesem Reinigungsmittel um das 400fache erhöht war. Gegenwärtig wird geprüft, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden muss. Die Verbraucherschutzbehörde kommentierte, dass das Mittel eigentlich nur ein sehr billiger Alkohol ist und sich gut zum Fensterputzen für Autos eigne. Allerdings bestehe auch die Gefahr, dass Dämpfe in das Innere des Fahrzeugs gelangen können und Vergiftungen hervorrufen.
 
 
18.01.2017 – Gouverneur fordert höhere Strafen für Bernsteinräuber
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat in einem Interview mit der föderalen Agentur RBK wesentlich höhere Strafen für illegale Bernsteinausgräber gefordert. Die bisherigen Strafen sollten 30 Mal höher sein. Es gibt Bernsteinräuber, die schon 70 Mal durch die Polizei festgesetzt worden sind. Nachts stellen sie Pumpen auf und verwandeln ganze Landstriche in eine Mondlandschaft. Nach dem Raubbau unternehmen sie nichts, um diese Flächen wieder zu kultivieren und wenn man sie erwischt bezahlen sie nur 5.000 Rubel Strafe. Wenn er aber an dem Tag Bernstein für 50.000 Rubel gefördert hast – und das ist kein Problem, kann man davon diese lächerliche Strafe bezahlen. Wenn sich daran nichts ändert, werden sie auch weiterhin graben. Wenn sich die Gesetze ändern, die Strafen höher werden und vielleicht sogar mit Freiheitsentzug gedroht werden kann – erst dann wird sich die Situation ändern. Darüber habe ich mit dem russischen Premier Dmitri Medwedjew gesprochen – so Alichanow im Interview.
 
 
18.01.2017 – Gouverneur will elektronisches Visum oder generelle Visafreiheit für zwei Wochen
Im Interview mit dem föderalen TV-Kanal RBK informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, dass er alles unternehmen wird, damit das angestrebte elektronische Visum nicht nur für sieben Tage, sondern für zwei Wochen gültig ist. Wir streben an, dass genehmigt wird, dass entweder für diese 14 Tage gar kein Visum nötig ist oder nur ein elektronisches Visum, welches per Internet erhältlich ist. Diese zwei Wochen dürften völlig ausreichend sein, um sich mit dem Gebiet vertraut zu machen oder um Fragen eines möglichen unternehmerischen Engagements zu klären.
 
 
18.01.2017 – Europa hat kein Geld für die litauische Mauer
Die Eurokommission hat es abgelehnt, den durch Litauen geplanten Mauerbau an der Grenze zu Kaliningrad, aus Steuergeldern der europäischen Bürger zu finanzieren. Man nehme an der Finanzierung derartiger Bauvorhaben nicht teil, erklärte die für die Migration und Inneres in der Eurokommission zuständige Beamtin. Diese Grenze zwischen Litauen und Kaliningrad stellt die Außengrenze der Europäischen Union dar, es ist die Außengrenze der Schengen-Zone und für den Ausbau und Unterhalt ist einzig und alleine Litauen verantwortlich – so die Beamtin. Litauen hatte in der vergangenen Woche erklärt, für 3,5 Mio. Euro eine Mauer zwischen Litauen und Kaliningrad in einer Höhe von 2,5 Metern errichten zu wollen. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hatte daraufhin angeboten, dass Kaliningrad hierzu die Ziegelsteine liefern könnte, denn direkt an der litauischen Grenze gibt es hierfür einen russischen Produzenten.  
 
 
18.01.2017 – Kaliningrader Regierung zeigt sich großzügig
Die Kaliningrader Gebietsregierung ist bereit, sehr große Finanzmittel für die Instandsetzung der Gehwege der Gebietshauptstadt zur Verfügung zu stellen. Darüber informierte der Bürgermeister Alexander Jaroschuk am Dienstag. Der Bürgermeister zeigte sich hochzufrieden und betonte, dass es bei den finanziellen Zuwendungen nicht nur um ein paar Millionen Rubel gehe. Man habe früher nie derartige Gelder erhalten und die jetzige Großzügigkeit gibt der Stadt die Möglichkeit beschleunigt Ordnung auf den Straßen und Höfen zu schaffen. Die Stadt selber hat schon vor zwei Jahren eine Liste all der Straßen und Plätze erarbeitet, die einer dringenden Instandsetzung bedürfen. Der Bürgermeister bedankte sich auch bei den Bürgern der Stadt, die mit ihren Beschwerden helfen, die Schwerpunkte für Instandsetzungen schneller zu erkennen. Gleichzeitig helfen sie mit ihren Informationen Firmen zu erkennen, die die Instandsetzungsarbeiten nicht oder nur in schlechter Qualität erfüllen. Auch für diese Firmen hat die Stadt bereits Schwarze Listen angelegt. Im Vorfeld hatte der Gouverneur Anton Alichanow den Zustand der Kaliningrader Bürgersteige eine „Schande“ genannt.
 
 
18.01.2017 – Amerikanische Diplomaten in Frauenkleidern in Kaliningrad
Der russische Außenminister Lawrow informierte auf seiner jährlichen Pressekonferenz über einige merkwürdige Aktivitäten amerikanischer Diplomaten, die seinem Ministerium in den letzten Jahren nicht verborgen geblieben sind. So haben sich amerikanische Diplomaten als Frauen verkleidet und die Kaliningrader Region bereist. Hier habe man Fahrzeuge gemietet mit neutralen russischen Kennzeichen, so dass nicht ersichtlich war, dass Diplomaten im Fahrzeug sind. Mit dieser Verkleidung haben sie an Protestdemonstrationen und Meetings der Kaliningrader Opposition teilgenommen.
 
 

17.01.2017 – Kaliningrader Gouverneur besucht Deutschland
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow wird im Zeitraum 25.01.-28.01.2017 Deutschland besuchen. Er wird von einer Delegation, bestehend aus der regionalen Wirtschaftsministerin Ninel A. Salagaewa, Oleg A. Stupin Amtierender Minister für Industriepolitik, Entwicklung des Unternehmertums und Handels des Kaliningrader Gebietes, Alla G. Ivanowa Amtierende Ministerin-Leiterin der Agentur für auswärtige Angelegenheiten und regionale Zusammenarbeit des Kaliningrader Gebietes, O. S. Skworzow Stellvertretender Generaldirektor, Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes AG begleitet. Am 25./26. Januar wird sich die Delegation in München aufhalten und vorrangig Gespräche mit der Firma BMW führen. Am Abend des 25. Januar ist ein Treffen im russischen Generalkonsulat in München geplant. Die Freitag und Samstag ist für einen Aufenthalt in Berlin vorgesehen. Neben Treffen mit Geschäftsleuten sind ein Besuch der „Grünen Woche“ und eine Präsentation der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Kaliningrader Gebietes vorgesehen.  
 
 
17.01.2017 – Industrieparks nehmen langsam Gestalt an
Mit der Reorganisation und Personalerneuerung in der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“, kommt auch Bewegung in eine Reihe von bisher stiefmütterlich behandelten Objekten. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow nutzte das Wochenende, um gemeinsam mit der neuen Führung der Korporation gemeinsame Aufgaben und Interessen zu beraten. Insbesondere ging es um den Industriepark im Kreis Bagrationowsk. Die Beratung fand vor Ort im Businesspark „EkoBaltik“ statt. Hauptresident in diesem Park ist die Firma „InfaMed-K“. In unmittelbarer Nachbarschaft soll ein weiterer Industriepark unter Führung der Korporation eingerichtet werden. Dafür stehen rund 150 Mio. Rubel zur Verfügung. Die Aufgabe besteht darin, diese Industrieparks schlüsselfertig Investoren zur Verfügung zu stellen. Diese können die notwendigen Flächen pachten und ihre Anlagen darauf errichten. Betreut werden die Investoren mit ihren Anlagen dann von einer Verwaltungsfirma, die sich für die Industrieparks verantwortlich fühlt. Im Ergebnis des Arbeitsbesuches informierte der Leiter der Korporation Wladimir Sarudni, dass der Gouverneur Anton Alichanow, gemeinsam mit der Führung der Korporation, Ende Januar einen Besuch in München und Berlin plant. Man hoffe auf neue Kontakte und auf Entscheidungen der Firma BMW und werde auch die „Grüne Woche“ in Berlin besuchen. Es ist eine Präsentation des Kaliningrader Gebietes und eine Reihe von Geschäftstreffen geplant.
 
 
17.01.2017 – Deutsche Orden und Auszeichnungen geraubt
In Kaliningrad wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Diebstahls von faschistischen Orden und Ehrenzeichen eröffnet. Die „deutschen Schätze“ wurden in einem Hotel in der Stadt Baltisk, dem Standort der russischen Ostseeflotte, gelagert. Der Besitzer des Hotels erstattete Anzeige. Die Diebe hätten Fenster seines Hotels eingeschlagen und die „Schätze“ gestohlen. Zu den gestohlenen Gegenständen gehörten Münzen des Dritten Reiches, Geschirr und andere Raritäten aus deutscher Zeit. Weiterhin wurden Orden und Auszeichnungen mit Hakenkreuz entwendet. Die Polizei reagierte schnell und konnte wenig später von drei Tätern zwei bereits verhaften. Sie waren vorbestraft und polizeibekannt.
 
 
17.01.2017 – Haus der Räte – man bleibt im Gespräch
Die Stadt Kaliningrad hat den Haupteigentümer des „Hauses der Räte“, die Moskauer Firma „Protostroi“ verklagt. Man will den abgeschlossenen Pachtvertrag für das Grundstück nicht mehr zu den bisherigen Bedingungen fortsetzen. Die Stadt schlägt einen neuen Pachtvertrag vor, allerdings bei gleichzeitiger Verkleinerung des Grundstückes. Der Haupteigentümer des Gebäudes hat mit einer Gegenklage reagiert und zeigt sich nicht damit einverstanden, dass das Grundstück von 32.856 Quadratmetern geteilt wird (ein Grundstück 7.117 und 25.739 Quadratmeter). Die Kündigung des Pachtvertrages durch die Stadt wird damit begründet, dass es einen neuen Miteigentümer gibt. Die Stadt hatte ihre Eigentumsrechte (15 Prozent) der Kaliningrader Gebietsregierung geschenkt. Damit müssen auch alle dazugehörigen Verträge korrigiert und angepasst werden. Der Rechtsbeistand der Stadt bat den Richter während der Verhandlung um Vertagung, da ihm zu Ohren gekommen ist, dass der Haupteigentümer und die Gebietsregierung in einem guten Verhältnis Verhandlungen über das Schicksal des Gebäudes insgesamt führen und man diese Gespräche nicht belasten wolle. Auf die Frage, wieviel Zeit die beteiligten Seiten benötigen, um alle Fragen diesbezüglich zu klären, einigte man sich auf einen Monat. So bleibt also zu hoffen, dass in einem Monat verkündet wird, wie sich der Hauptbesitzer der Investruine zum zukünftigen Schicksal des Gebäudes stellt.
 
 

 
 
16.01.2017 – Weihnachtsball der Kaliningrader Kadetten
Am vergangenen Samstag fand in Kaliningrad der Weihnachtsball der Kaliningrader Kadetten statt. 280 Paare aus 15 Bildungseinrichtungen zeigten ihre tänzerischen Veranlagungen. Gezeigt wurden klassische Tänze wie Polonaise, Polka und der Kadettenwalzer. Die anwesende Bildungsministerin des Kaliningrader Gebietes Swetlana Trusenjowa bemerkte mit Zufriedenheit das stetige Anwachsen der Teilnehmer und Interessierten an dieser „Kulturfront“. Sie hob weiterhin hervor, dass auch jedes Jahr die Qualität der Veranstaltung wächst und auch die russischen Traditionen immer mehr Berücksichtigung finden.
 
Foto (Pressedienst Gebietsregierung): Kadettenball 2017 in Kaliningrad
 
16.01.2017 – Nicht nur Schule, sondern Bildungszentrum
Im Kaliningrader Gebiet startet in diesem Jahr ein großangelegtes Neubau- und Renovierungsprogramm für Schulen. Das Projekt eines Schulneubaus in der ul. Aksakowa beinhaltet, nach den Worten des Leiters des Architekturkomitees der Stadt Artur Krupin, nicht nur den Neubau einer Schule. Man plant hier ein Bildungszentrum zu errichten. Kinder können sich hier den ganzen Tag über aufhalten, begonnen mit der normalen Schulausbildung, über die Erledigung der Hausaufgaben, dem anschließenden Besuch von weiteren Bildungszirkeln oder Hobbygruppen. In diesem Komplex wird es eine Schwimmhalle mit zwei Becken geben, sowie auch zwei Sporthallen. Dem Bildungskomplex wird ein Grundstück mit fünf Hektar zur Verfügung stehen. Die Kosten veranschlagt die Stadt mit 1,5 Mrd. Rubel. Derartige Bildungseinrichtungen wird die Stadt insgesamt fünf in den kommenden fünf Jahren errichten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,8 Mrd. Rubel, wovon 3,4 Mrd. aus dem föderalen Haushalt, 1,1 Mrd. aus dem Gebietshaushalt und 276 Mio. Rubel aus der Stadtkasse zur Verfügung gestellt werden.
 
16.01.2017 – Winter in Kaliningrad
Die vergangene Woche hat der Stadt und dem Gebiet viel Schnee gebracht. Der Winterdienst selber arbeitet wohl nicht ganz so, wie sich die Stadtverwaltung dies vorgestellt hat. Deshalb wird es auch eine Reihe von Verwaltungsverfahren gegen Firmen geben, die ihren vertraglichen Pflichten zur Schneeberäumung nicht nachgekommen sind. Viele Bürger haben allerdings das Wochenende genutzt, um vergängliche Kunstwerke zu schaffen. In der Masse wurden Schneemänner gerollt und der Phantasie über die Gestaltung der Schneemänner kannte keine Grenzen. Es gab aber auch andere Künstler, die etwas außergewöhnliche Skulpturen aus dem vergänglichen weißen Pulver schufen. Die Kaliningrader Wetterfrösche haben auch für die neue Woche Frost versprochen – vielleicht aber auch Schnee für neue Kunstwerke.
 

 

15.01.2017 – Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen – außer Litauen
Litauen, unmittelbarer Nachbar des Kaliningrader Gebietes, will sich durch eine Mauer an seiner Grenze zu Kaliningrad schützen. Für diese Pläne hat die litauische Regierung 3 Mio. Euro eingeplant und will 130 km Grenze mit einer Mauer versehen. Um alle „Löcher“ in der Grenze zu Russland zu schließen, werden allerdings 100 Mio. Euro benötigt. Gegenwärtig hat Litauen nur am Grenzabschnitt zu Weißrussland eine Mauer errichtet. Aber auch an diesem Abschnitt ist die Mauer nicht vollständig errichtet. Mögliche „Löcher“ überwacht man dort mit Hilfe von moderner Technik. Der Abschnitt zu Kaliningrad ist wesentlich schlechter geschützt und dies nutzen Schmuggler und illegale Migranten für sich.
 
 
15.01.2017 – Weniger Arbeitslose in Kaliningrad
Nach vorläufigen Angaben, ist die Anzahl der Arbeitslosen auf das Gesamtjahr 2016 bezogen, in Kaliningrad um 24 Prozent rückläufig. Im Verlaufe des Jahres haben sich beim Kaliningrader Arbeitsamt 20.495 Bürger arbeitssuchend gemeldet. Für 12.031 konnte ein neuer Arbeitsplatz gefunden werden. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Anzahl der offenen Stellen von 6.896 auf 11.039. Die Angaben wurden durch das Sozialministerium der Kaliningrader Gebietsregierung veröffentlicht. Öffentliche statistische Zahlen aus der Statistikbehörde liegen gegenwärtig nur bis einschließlich November vor.
 
 
15.01.2017 – Dänischer Verteidigungsminister mit erschreckenden Erkenntnissen
Der dänische Verteidigungsminister hat der Zeitung „Berlingske“ ein Interview gegeben und darin mitgeteilt, dass man sich von Russland im Allgemeinen und von den Raketen in Kaliningrad im Besonderen bedroht fühlt. Diese Raketen, so teilte er mit, können sogar Dänemark erreichen und weil dies so ist, muss Dänemark seine Ausgaben für die Verteidigung erhöhen. Dass diese Raketen Teil des russischen Raketenabwehrsystems sind und somit Verteidigungscharakter tragen, teilte der Herr Minister im Interview nicht mit. Er ergänzte allerdings, dass Dänemark nicht in der Lage ist die Forderungen der NATO zu erfüllen und zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung auszugeben. Im Oktober 2016 wurden nach Kaliningrad Raketen „Iskander“ und „S-400“ verlegt. Es gibt weitere Waffensysteme in Kaliningrad, die insbesondere zur Bekämpfung von Zielen auf See bestimmt und geeignet sind, Schiffen das Auslaufen aus dänischen Häfen zu „verwehren“.

 

14.01.2017 – Weniger Geld für die Medien
Die Kaliningrader Stadtverwaltung plant im Jahre 2017 Ausgaben in Höhe von 14,3 Mio. Rubel für Veröffentlichungen in Massenmedien. Die Summe müssen sich vier Printmedien, zwei Radio- und zwei TV-Stationen teilen. Wer die glücklichen Medien sind, die sich diese Gelder teilen dürfen, wird am 16. Januar bekannt, wenn die Ergebnisse der Ausschreibungen und Bewerbungen veröffentlicht werden. Im Interesse von Geldeinsparungen, hatten sich die Stadtverwaltung und der Stadtrat entschlossen, eine gemeinsame Politik mit den Massenmedien umzusetzen und verfügen somit nur über einen Haushalt.
 
Foto: Bürgermeisteramt am Platz des Sieges / Bürgermeister Alexander Jaroschuk
 
14.01.2017 – Erstickt Kaliningrad bald in seinem eigenen Müll?
Am Freitag war das Thema „Müll“ in allen regionalen Medien überdimensional präsent und wurde von vielen Aspekten aus diskutiert. Sowohl die Stadtverwaltung wie auch die Gebietsregierung hatten sich in diese Diskussion eingebracht. Man kam zu dem Schluss, dass die im Kaliningrader Gebiet vorhandenen Müllkippen höchstens noch für vier Jahre ausreichen. Von den vorhandenen Müllkippen entsprechen gegenwärtig nur zwei den Umweltanforderungen. Und hier reichen die Kapazitäten nur noch maximal für vier Jahre. Kaliningrad wird deshalb die Forderungen an die Müllaufbereitung weiter verschärfen und ab kommendem Jahr wird eine Verbringung von Papier und Karton auf Müllkippen nicht mehr gestattet. Gerade diese Abfallart stellt den größten Teil des Mülls dar. In der Kaliningrader Regierung gibt es Überlegungen zum Bau einer Müllverbrennungsanlage. Es werden Gespräche hierzu mit möglichen Konzessionären geführt. Für die Regierung ist der erste notwendige Schritt jetzt die Umsetzung des Systems der Mülltrennung. Wenn dieses System organisiert ist, kann man über eine weitere Aufbereitung des getrennten Mülls nachdenken.
 

13.01.2017 – Investitionen in Kaliningrader medizinische Einrichtung
Der Vizepremier Alexander Rolbynow informierte über die bevorstehende Rekonstruktion des Krankenhauskomplexes „Schnelle medizinische Hilfe“. Das Krankenhaus soll vom Fundament bis zum Dach komplett rekonstruiert werden und sich zu den Fußball-Weltmeisterschaften 2018 als moderne medizinische Einrichtung präsentieren. Außer der Instandsetzung der Immobilie wird auch neue moderne medizinische Einrichtung gekauft. Für die Rekonstruktion stehen über 75 Mio. Rubel zur Verfügung. Die Arbeiten sollen bis Mai 2018 abgeschlossen sein. Bereits jetzt sind erste Rekonstruktionsarbeiten angelaufen, zu denen auch die Fassade des Gebäudes gehört. Alleine durch die attraktiv gestaltete Fassade gewinnt das Gebäude bereits – so der Vizepremier. Weiterhin ist der Neubau eines Gebäudes mit drei Etagen geplant. Dieses Gebäude wird Patienten stationär aufnehmen.
 
 
13.01.2017 – Interessante Aktivitäten auf der Baustelle des Kaliningrader Atomkraftwerkes
Auf der Baustelle des Kaliningrader Atomkraftwerkes gibt es interessante Bewegungen, nachdem das Projekt vor rund zwei Jahren eingefroren worden war. Auf der Baustelle sind fünf Dieselgeneratoren mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen eingetroffen. Es handelt sich also hierbei um besonders große Ausrüstungen. Die Leistungsfähigkeit jeder einzelnen Station beträgt rund sechs MWt. Vier Generatoren sind für den Havarieeinsatz geplant, ein Generator ist für die Versorgung von sonstigen Einrichtungen mit Strom gedacht. Die Generatoren kommen aus Frankreich. Gegenwärtig wird am eigentlichen Atomkraftwerk nicht gearbeitet. Allerdings werden alle anderen Bauarbeiten im Logistikumfeld des Atomkraftwerkes fortgesetzt. Die Arbeiten selber werden ohne Zeitdruck durchgeführt – so ein Vertreter von RosAtom.
 
 
13.01.2017 – Wieder einen neuen Instandsetzungsplan für den Airport
Der Leiter von RosAviazija Alexander Neradko wird Ende Januar nach Kaliningrad reisen und eine Beratung zum Thema der Rekonstruktion des Airports durchführen. Er wird im Rahmen dieser Besprechung einen neuen Plan für die Instandsetzung des Airports vorstellen. An der Maßnahme wird auch der neue Besitzer des Airports teilnehmen, gemeinsam mit einer Gruppe von Spezialisten der Firma „Nowaport“. Für die weitere Rekonstruktion des Airports werden 3,4 Mrd. Rubel veranschlagt. Ein weiteres Thema ist der Kauf von Spezialtechnik für die Bergung von Flugzeugen nach einem möglichen Unfall.
 
Grafik: Projekt des Kaliningrader Airport „Chrabrowo“ nach Abschluss der Rekonstruktion 2018
 
13.01.2017 – Selenogradsk begeht „Tag der Cranzer Piroggen“
Erstmals wird in Selenogradsk, zu deutschen Zeiten Cranz, der Tag der „Cranzer Piroggen“ gefeiert. Darüber informierte die Stadtverwaltung von Selenogradsk. Stattfinden wird dieser Feiertag am 14. Januar, also am kommenden Samstag. Auf dem zentralen Platz der Stadt haben die Restaurantbetreiber der Stadt die Möglichkeit, in speziellen Kiosken ihre Backwaren anzubieten. Hauptattraktion wird die Degustierung der Gäste mit einer 12 Meter langen Cranz-Pirogge sein. Weiterhin wird der örtliche Leiter des Clubs für Winterschwimmen Oleg Resanow versuchen, einen neuen Weltrekord im Aushalten von extremen Bedingungen aufzustellen. Aber auch andere Sportveranstaltungen außerhalb des Wassers sind geplant.
 
 
13.01.2017 – „Avtotor“ will Zusammenarbeit mit Japan erweitern
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass die Führung der Fahrzeugholding „Avtotor“ mit drei japanischen Firmen Gespräche über eine Zusammenarbeit führt. Bei den Firmen handelt es sich um Zulieferfirmen für die Fahrzeugindustrie und um einen Autoproduzenten. Eine Garantie, dass diese Gespräche auch zu einem erfolgreichen Ende geführt werden, wollte der Gouverneur nicht geben. Derartige Gespräche führt die Holding schon seit 20 Jahren mit den verschiedensten Firmen und nicht alle haben danach eine Produktion in Kaliningrad aufgenommen – so Alichanow.
 
 
13.01.2017 – Verunreinigung des Haffs auf Kurskaja Kosa durch Havarie
Litauische Experten haben den Schaden berechnet, der der Umwelt im Bereich von Kurskaja Kosa im Ergebnis einer Havarie zugefügt wurde. Da Havarie geschah in einer Aufbereitungsanlage in der Nähe von Vilnius (Litauen). Rund 30.000 Kubikmeter Abwasser sind in den Fluss Neris gelangt, von dort in den Fluss Neman und dann weiter Richtung Haff. Die Einwohner von Vilnius haben aktiv geholfen, den mit 450.000 Euro bezifferten Schaden zu vermindern, in dem sie einem Aufruf des Bürgermeisters zum Verzicht auf Wasserverbrauch gefolgt sind. Der Vorfall passierte bereits im Dezember und in Vilnius wurde in diesem Zusammenhang der Notstand ausgerufen. Die Behebung der Havarie erforderte einen Tag.
 
13.01.2017 – Luschkow will in drei Monaten Käse produzieren
Der Ex-Bürgermeister von Moskau und jetzige landwirtschaftliche Großunternehmer im Kaliningrader Gebiet Juri Luschkow, will in drei Monaten in den Kaliningrader Supermärkten seinen eigenen Käse verkaufen und damit einen weiteren Schritt im Rahmen der Importablösungen gehen. Die notwendige Ausrüstung für die Käseproduktion ist bereits geordert und wird in zwei Monaten in Kaliningrad eintreffen. Ein Monat wird für die Produktionsvorbereitung benötigt und dann wird Kaliningrader Käse die Regale der Supermärkte füllen.  Insgesamt will Luschkow vier Sorten produzieren – unter anderem Brie und Mozarella. Für andere Käsesorten benötigt er eine Vorlaufzeit von zwei Jahren. Im Sommer 2016 hatte eines seiner landwirtschaftlichen Unternehmen 100 Kühe gekauft, die die Milch für die Käseproduktion liefern sollen.
 

 

12.01.2017 – Slawsk hat Ähnlichkeit mit Venedig – meint der Gouverneur
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow charakterisierte den Zustand des Kreises Slawsk mit „Venedig“. Allerdings ging es ihm dabei wohl weniger um die architektonischen Schönheiten, als vielmehr um den hohen Wasserstand und die Überschwemmungen im Kreis. Vom Zustand „Land unter“ sind insbesondere landwirtschaftliche Nutzflächen betroffen. Alichanow nutzte die Feiertage, um inkognito durch das Gebiet zu fahren und sich von einigen Dingen ein eigenes Bild zu machen. Er informierte, dass man die Schaffung einer Sonderkommission plane, die sich mit Fragen der Rekonstruktion des Meliorationssystems im Gebiet beschäftigen werde. Während für diese Ziele im Jahre 2016 insgesamt 1,6 Mio. Rubel zur Verfügung standen, wird die Sonderkommission im laufenden Jahr 50 Mio. Rubel Fördergelder erhalten. Er informierte weiter, dass sich für die Meliorationsthematik mindestens drei Behörden in Kaliningrad verantwortlich fühlen. Außerdem gibt es eine einzigartige Situation, denn für den größten Teil der Meliorationsanlagen gibt es keinen Eigentümer. Gegenwärtig sind die landwirtschaftlichen Unternehmer sehr aktiv bei der Wiedererrichtung der Meliorationssysteme und investieren ziemlich große Summen. Die Gebietsregierung hilft bei der Finanzierung mit Fördermitteln.
 
 
12.01.2017 – Luschkow fordert hartes Vorgehen gegen Besitzer von landwirtschaftlichen Flächen
Der ehemalige Moskauer Bürgermeister und jetzige landwirtschaftliche Unternehmer im Kaliningrader Gebiet forderte von der Kaliningrader Regierung, sich nicht zu weich und nachgiebig gegenüber den Besitzern von landwirtschaftlichen Flächen zu zeigen, die diese nicht zweckbestimmt nutzen. Er forderte weiterhin, einen Gesamtplan für die Rekonstruktion des Meliorationssystems im Kaliningrader Gebiet zu erarbeiten. Er informierte, dass er auf seinen landwirtschaftlichen Flächen alle alten Meliorationssysteme freigelegt habe und alle voll mit Wasser sind. Es gibt keine Abflüsse mehr und seine ganze Arbeit ist bisher völlig sinnlos gewesen. Der Staat müsse hier mit nötigen Finanzmitteln unterstützen – so eine weitere Forderung von Luschkow. Die Besitzer von landwirtschaftlichen Flächen selber haben auf ihren Grundstücken das Entwässerungssystem zu rekonstruieren, dies sei ihre Eigentümerpflicht und die Regierung dürfe hier nicht in den Kontrollpflichten nachlassen.
 
 
12.01.2017 – Tourismus zum Jahreswechsel enttäuschend
Der regionale Tourismusminister Andrej Jermak zeigte sich von der Anzahl der Touristen, die über den Jahreswechsel das Kaliningrader Gebiet besucht haben, enttäuscht. Man habe mehr erwartet – so der Minister. Über die Feiertage sind, nach bisher vorliegenden Angaben, rund 30.000 Touristen in das Gebiet gereist. Die Mehrzahl der Touristen kam aus Moskau, St. Petersburg und Murmansk. Auf die Anzahl der Touristen hatte der Unglücksfall auf dem Kaliningrader Airport mit einen Flugzeug Airbus A321, der bei der Landung über die Bahn hinausschoss, großen Einfluss. Der Kaliningrader Airport war dadurch rund zwei Tage blockiert und viele Touristen haben somit ihre Reise abgesagt. Weiterhin war zu bemerken, dass auch ausländische Individualreisende, die mit PKW nach Kaliningrad kommen, in diesem Jahr weniger angereist sind. Grund hierfür ist die Einstellung des kleinen visafreien Grenzverkehrs mit Polen und die Einstellung des 72-Stunden-Visums für das Kaliningrader Gebiet. Der durchschnittliche Tourist kommt nach Kaliningrad für drei Tage mit zwei Übernachtungen. Im vergangenen Jahr besuchten 35.000 Touristen das Kaliningrader Gebiet während der Feiertage Anfang Januar.
 
 
12.01.2017 – Kapituliert die Supermarktkette „Wester“?
Über wirtschaftliche Schwierigkeiten der ältesten Supermarktkette „Wester“ gibt es schon lange Informationen. Nun scheint es, dass „Wester“ durch eine der größten russischen Supermarktketten „Lenta“ aufgekauft werden soll. Vertreter sollen sich bereits im Kaliningrader Gebiet aufhalten und die Aktiva von „Wester“ analysieren. Ob es zu einem Verkauf kommt, ist noch völlig offen, da die Preisvorstellungen bei einem möglichen Verkauf astronomisch hoch sind. Dazu kommt, dass „Wester“ über viele nicht benötigte Flächen verfügt, die wesentlich kleiner sind als die Standards in anderen Supermärkten. Weiterhin muss der zukünftige Käufer die scharfe Wettbewerbssituation in Kaliningrad und im benachbarten Polen berücksichtigen. „Wester“ selber befindet sich in einer eigentlich ausweglosen Situation. Es kommt den Zahlungsverpflichtungen nicht nach und erhält somit keine Ware mehr. Die Regale sind leer, die Kunden bleiben aus. Entweder findet sich ein Kreditgeber oder „Wester“ muss sich scheibchenweise von Aktiva trennen, um zu Geld zu gelangen.
 
 
11.01.2017 – Kaliningrad will Militärflugplatz auch zivil nutzen
Der Militärflugplatz im Kaliningrader Vorort Schkalowsk sollte auch für den zivilen Luftverkehr zugänglich sein, damit Kaliningrad ständig auch im Luftverkehr erreichbar ist, sollte es nochmals zu einem Zwischenfall, wie während der Feiertage kommen. Diese Meinung vertrat der Vorsitzende des Verbandes für den Schutz der Flugrechte der Passagiere Kirill Jankow. Dass der Airport Chrabrowo nicht über eigene Technik für eine Evakuierung von verunglückten Flugzeugen verfügt muss man hinnehmen, vielleicht ist dies ja auch normal – so Jankow. Nicht normal dagegen ist der Zustand, dass eine derart isolierte Region wie Kaliningrad über keinen Ausweichflugplatz verfügt. Der Kaliningrader Airport verfügt auch nur über eine einzige Start- und Landebahn und diese setzt den ganzen Airport außer Betrieb, wenn etwas Außergewöhnliches geschieht. Ähnliche Situationen sieht Jankow auch für die Krim und für Kamschatka. Deshalb wäre es einfach, wenn im Falle des Falles die militärischen Airports als Ausweichflugplatz für zivile Zwecke zur Verfügung ständen.
 
Karte: Schkalowsk, kleiner Vorort am Stadtrand von Kaliningrad – Standort russischer Fliegereinheiten
 
11.01.2017 – Ex-Militär wird neues Kaliningrader Regierungsmitglied
Lewan Daraselii ist zum stellvertretenden Leiter der regionalen Ausschreibungsagentur ernannt wurden. Dies teilte die Pressestelle der Gebietsregierung mit. Im Jahre 2006 absolvierte Daraselii die Militäruniversität des russischen Verteidigungsministeriums in der Fachrichtung Rechtswissenschaften (Jura) mit „Auszeichnung“. Nach Absolvierung seines Militärdienstes, arbeitete der im Verteidigungsministerium und zeichnete für Bestellungen verantwortlich. Weiterhin arbeitete er in der Korporation „RosTech“ sowie in „anderen“ staatlichen Strukturen. Er wechselte in die Kaliningrader Regierung als „Oberleutnant der Reserve“.
 
 
11.01.2017 – Preise für Immobilien steigen in Kaliningrad
Im vergangenen Jahr sind die Preise für Wohnungen in Kaliningrad im Durchschnitt um 4,4 Prozent gestiegen. Dies geht aus einer Statistik der Agentur „Wohnungswelt“ hervor. Der durchschnittliche Preis für eine Wohnung betrug damit 3,2 Mio. Rubel oder der Quadratmeterpreis 55.700 Rubel. In der Mehrheit der russischen Großstädte sind die Preise für Immobilien im Jahre 2016 gefallen. Es gibt aber auch Regionen, wo die Preise um bis zu 15 Prozent gestiegen sind.
 
Foto: Aktiver Wohnungsbau in Kaliningrad – Stadtteil Selma im Norden der Stadt
 
11.01.2017 – Weitere altdeutsche Bausubstanz wird restauriert
Des Kaliningrader Meeresmuseum hat eine Ausschreibung zur Restaurierung des Friedrichsburger Tores und des Königstores ausgeschrieben. Für das Friedrichsburger Tor stehen 2,66 Mio. Rubel und für das Königstor 2,74 Mio. Rubel zur Verfügung. Die Gelder kommen aus dem föderalen Haushalt. Die Sieger in der Ausschreibung haben bis Mitte des Jahres die Restaurierungsarbeiten abzuschließen. Hauptarbeiten werden an den Dächern beider Tore durchgeführt.
 
 
11.01.2017 – Drei Varianten als Unglücksursache herausgearbeitet
Gegenwärtig laufen die Untersuchungen zu dem Unglücksfall auf dem Kaliningrader Airport Chrabrowo. Während der Feiertage landete ein Airbus A321 aus Moskau kommend auf der Landebahn und kam aber erst auf dem dahinter liegenden Grundstück zum stehen. Über einen Tag wurde benötigt, um das Flugzeug freizuschleppen und den Airport wieder für den Verkehr freizugeben. Als mögliche Gründe für den Unfall wurden bisher ermittelt:
  1. Pilotenfehler
  2. Technischer Fehler des Flugzeuges
  3. Nicht vorbereitete (gereinigte) Landebahn.
Die Variante der nicht vorbereiteten Landebahn ist unwahrscheinlich. Dies haben die bisherigen Ermittlungen bereits im wesentlichen ergeben. Dem Airport können hier keine Vorwürfe gemacht werden. Somit konzentriert man sich jetzt auf die ersten beiden Punkte und ist dabei, die Blackbox des Flugzeuges auszulesen. Das abschließende Ergebnis wird in einer Woche erwartet.
 
 
 
10.01.2017 – Viktor Bogdan nach Kaliningrad zurückgekehrt
Der seit Jahren mit internationalem Haftbefehl gesuchte Viktor Bogdan, auch als Bernstein-Baron bekannt, flüchtete vor Jahren nach Polen, um sich dem Zugriff der russischen Rechtspflegeorgane zu entziehen. Er wurde der Steuerhinterziehung in besonders großem Umfang beschuldigt. Mit großen Aufsehen wurden einige Verstecke von Bernstein gefunden, die ihm zugeordnet worden sind. Ein Teil des sichergestellten Bernsteins verschwand dann aus dem Polizeigewahrsam auf bisher ungeklärte Weise. Polnische Behörden verweigerten die Auslieferung nach Russland. Jetzt ist er freiwillig nach Kaliningrad zurückgekehrt. Wie mitgeteilt wurde, wird er von der Staatsanwaltschaft nicht mehr gesucht, sondern als „Zeuge“ benötigt. Seit langem kursierten Gerüchte, dass es bei der Angelegenheit nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Erst vor kurzem wurde der ehemalige Chef der Innenverwaltung Kaliningrads nach Moskau versetzt. Dort übte er die Funktion als Chefinspekteur im Innenministerium nur wenige Wochen aus, bis er überraschend entlassen wurde. Es wird also auch in dieser Angelegenheit nach den Personalveränderungen in den letzten Wochen in Kaliningrad sicher neue und überraschende Erkenntnisse geben. Ehemaligen Verantwortungsträgern des Kaliningrader Gebietes steht sicher eine unruhige Zeit bevor.  
 
10.01.2017 – Keine neuen Straßenbahnen und Trolleybusse für Kaliningrad
Der stadteigene Nahverkehr „GorTrans“ wird bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 keine neuen Straßenbahnen und Trolleybusse kaufen. Auch wird von den Plänen, Linienbusse mit Gasmotoren zu kaufen, Abstand genommen. Insgesamt werden für den öffentlichen Nahverkehr zu den Weltmeisterschaften 130 Busse benötigt. Diese hat die Stadt in den Jahren 2015/16 bereits gekauft. Für die Jahre 2017/18 war der Kauf von 20 neuen Trolleybussen geplant. Auch war der Bau einer Trolleybusstrecke vom Kaliningrader Airport geplant. Das Durchschnittsalter der Kaliningrader Trolleybusse beträgt gegenwärtig fünf Jahre. Die vorhandenen Trolleybusstrecken sind nicht alle mit Trolleybussen besetzt, da deren vorhandene Anzahl dafür nicht ausreicht. Deshalb werden diese Strecken durch normale Linienbusse befahren. Warum man nun meint, überhaupt keine neuen Busse mehr zu benötigen, bleibt unklar. Die Situation mit der Straßenbahn ist noch komplizierter. In den letzten Jahren wurde die Anzahl der Linien auf eine reduziert. Vorhandene Strecken wurden schnell und radikal demontiert. Die Stadt verfügt nur über eine moderne Straßenbahn, die im Jahre 2012 in Polen gekauft wurde. Alle anderen Straßenbahnen haben seit vielen Jahren eigentlich ihren Nutzungszeitraum bereits beendet.
 
 
10.01.2017 – Neue Personalentscheidungen in der Kaliningrader Regierung
Gleich am ersten Tag nach den Feiertagen zum Jahreswechsel und dem orthodoxen Weihnachtsfest, hat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow einige aufsehenerregende Personalentscheidungen getroffen. So ernannte er den 34jährigen Sergej Jewstignejew zum Leiter der Agentur für die Entwicklung des Informationswesens und Kontakt zu den Massenmedien.
Weiterhin wurde Maxim Fedosejew, der Vizepremier der Kaliningrader Regierung, in Personalunion zum Minister für  Wohnungsbau und Kommunale Wohnungswirtschaft ernannt. Bisher waren die Ministerien „Bau“ und „Kommunale Wohnungswirtschaft“ getrennt. Durch die Zusammenlegung entsteht ein Superministerium. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte Maxim Fedosejew die Funktion eines Ministers dieses gemeinsamen Ministeriums bekleidet. Im September 2015 wurde er zum Vizegouverneur in der Regierung Zukanow ernannt.
Weiterhin ernannte der Gouverneur Natalja Kusnezowa, ehemalige Mitarbeiterin der Firma „Sodruschestwa“ zur Leiterin der Agentur für die Verwaltung von Regierungseigentum. Zu ihren Aufgaben gehört u.a. auch die Arbeit mit Gebäuden die unter Denkmalschutz stehen und Gebietseigentum sind. Sie hat ausreichende Führungserfahrung und kann Erfolge in der Industrie in bekannten Kaliningrader Firmen, wie den Brauereien PIT, später Heineken und bei BaltTechProm vorweisen.
 
 
10.01.2017 – Jagdhaus des Reichsjägermeisters soll rekonstruiert werden
Eine Kaliningrader Unternehmerin hat Pläne, das Jagdhaus von Herman Göring in der Rominter Heide zu rekonstruieren. Göring residierte hier u.a., um an strategischen Plänen für den Krieg gegen die Sowjetunion zu arbeiten. Im Jahre 1944 wurde durch deutsche Truppen dieses Jagdhaus mit Schutzbunker und dazugehörigen Bauten gesprengt. In den Nachkriegsjahren geriet das Anwesen in Vergessenheit. Jetzt ist diese Vergessenheit vorbei, denn eine Kaliningrader Unternehmerin will die „Göring-Datsche“ wieder möglichst originalgetreu aufbauen und Touristen zugänglich machen. Obwohl der Begriff „Göring-Datsche“ bisher nur umgangssprachlich und nicht als offizielle Bezeichnung genutzt wird, rufen die Pläne für die Wiederherstellung des Hauses Diskussionen in der Kaliningrader Gesellschaft hervor. Die Diskussion hat deshalb einen besonderen Beigeschmack, weil es gegenwärtig in Kaliningrad eine heftige gesellschaftliche Auseinandersetzung zur „Germanisierung“ des Gebietes gibt. Die Wiedererrichtung der „Göring-Datsche“ geht aber noch einen Schritt weiter – hier muss man schon von einer Faschisierung des Gebietes sprechen.
 
Foto: Projektunterlagen des rekonstruierten Reichsjägerhofes
 
 
09.01.2017 – Die Feiertage sind zu Ende
Am Sonntag sind die Feiertage zum Jahreswechsel und zum orthodoxen Weihnachtsfest zu Ende gegangen. Es gab auch am Sonntag jede Menge Informationen aus der Stadt und dem Gebiet Kaliningrad, aber keine Informationen, die für den deutschen Leser von Interesse gewesen wären. Somit bieten wir heute nur die mühsam zusammengesuchten Schlagzeilen und hoffen auf einen ereignisreichen Montag.  
 
 
 
 
08.01.2017 – Demonstration in Baltisk
Am Samstag fand eine beantragte und genehmigte Demonstration von bis zu 300 Bürgern in der Stadt Baltisk statt. Die Proteste der Bürger richten sich gegen Bebauungspläne für die Stadt. Das Meeting wurde durch örtliche Aktivisten organisiert. Die Stadt plant mehr als 40 Grundstücke in Baltisk zu Bauland erklären zu lassen. Die Demonstranten beschuldigen den Stadtrat, der im Mai 2015 gewählt wurde, die Interessen einzelner Personen zu vertreten. Es wird der Rücktritt des Stadtrats gefordert. Die stellvertretende Leiterin der Kreisverwaltung vertrat die Ansicht, dass es sich bei diesem Meeting um eine Propagandaveranstaltung in Vorbereitung der Septemberwahlen handele. Allerdings haben die örtlichen Verantwortlichen auch eine Reihe von Fehlern in der Baupolitik zugelassen. Man sei bereit, mit den Demonstranten in einen konstruktiven Dialog zu treten.
 
 
08.01.2017 – Verkehrsbilanz beim öffentlichen Nahverkehr – nicht sehr optimistisch
Die Kaliningrader Verkehrspolizei hat vorbeugende Kontrollen der Technik im Kaliningrader Nahverkehr durchgeführt. Insgesamt wurden 749 Linienbusse kontrolliert. 86 erwiesen sich in einem technisch nicht einsatzbereiten Zustand. 157 Busfahrer erhielten einen Strafbefehl wegen Verletzung der gesetzlichen Festlegungen zur Beförderung von Passagieren. Wesentliche Faktoren die die Verkehrspolizei weiterhin aufdeckten waren, dass durch die Fahrer das Ruheregime nicht eingehalten wird und dass an den Bussen technische Veränderungen vorgenommen worden, die gesetzlich nicht gestattet und durch die Verkehrspolizei nicht sanktioniert worden sind.
 

 

 
 
07.01.2017 – Die Feiertage neigen sich dem Ende
Am Sonntag enden die Feiertage zum Jahreswechsel und zum Weihnachtsfest. Montag ist wieder der erste Arbeitstag und es beginnen die endgültigen Auswertungen der guten und weniger guten Statistiken aus dem Jahre 2016. In der Unfallstatistik „Alkohol“ fehlen noch die Ergebnisse für Dezember. Aber auch jetzt schon kann man von einer verbesserten Unfallstatistik „Alkohol am Steuer“ nicht sprechen. Mit Stand November gab es schon 76 derart registrierte Unfälle, im Vergleich zum Gesamtjahr 2015 mit 67 Unfällen unter Alkoholeinfluss. Im Jahre 2015 sind dabei 21 Personen ums Leben gekommen, bis November 2016 waren es 16 Menschen. Die Anzahl der Verletzten ist gestiegen. Waren es im Jahre 2015 81 Verletzte, waren es bis Ende November bereits 92. Eine insgesamt also negative Entwicklung, von der auch die verschärfte Bestrafung nicht abschreckend wirkt.  
 
 
07.01.2017 – Litauer Zöllner mit interessanter Statistik
Die litauischen Zöllner haben eine TOP-10 Liste der ungewöhnlichsten Waren veröffentlicht, die sie im Jahre 2016 von Reisenden beschlagnahmen mussten. Zu der Liste gehören natürlich nicht die Klassiker Zigaretten, Rauschgift und Alkohol, denn es sind keine ungewöhnlichen Schmuggelgüter.
  1. Gestohlener PKW „Porsche Cayenne“, komplett in alle Einzelteile demontiert, verteilt versteckt in einem Container. Der Versand sollte per Schiffstransport nach Kamerun und von dort in den Tschad erfolgen.
  2. Schlangen und Skorpione in Gefäßen in Koffern von Touristen die aus Kambodscha kamen.
  3. Einfuhr von Zahnarztausrüstungen für den „Privatgebrauch“ durch eine Person: 500 Zahnarztfräsen, 14 Aufsätze für Zahnarzt-Bohrmaschinen und 2.000 weitere Ausrüstungsteile für ein Zahnarztkabinett.
  4. Traktor „John Deere“. Der Traktor wurde im Inneren des Landes durch eine Zoll-Straßenkontrolle entdeckt. Der Traktor war neu gestrichen, die Fahrzeugnummern gefälscht und gestohlen wurde er in der Schweiz.
  5. 18 Tonnen „Coca Cola“ aus Weißrussland. Aufmerksamkeit erregten die Flaschen, weil auf dem Original-Etikett das Wort „Bela“ zugesetzt war (Bela-Russia). Es handelt sich um Produktfälschung.
  6. 14 Tauben die ohne Veterenardokumente von Weißrussland nach Litauen eingeführt werden sollten.
  7. Pistole mit Munition. Ein Russe versuchte die Waffe ohne Genehmigung einzuführen und versteckte sie etwas phantasielos in seiner Oberbekleidung.
  8. Münzen aus der Ukraine. Bei der Kontrolle fanden die Zöllner eine Schachtel, in der Schachtel ein Buch „Haus des Schreckens“, aus welchem ein Teil der Seiten so präpariert war, dass man darin die Münzen verstecken konnte. Es handelt sich um 68 Silbermünzen aus dem XVI. Jahrhundert im Wert von 13.000 Euro.
  9. LKW mit Fleischladung. Das Fleisch war unklarer Herkunft und ohne Dokumente. Dafür befanden sich 200 Euro im Reisepass des Russen, der das Fleisch nach Kaliningrad einführen wollte. Die Herkunft der 200 Euro war den Zöllnern allerdings sofort klar.
  10. Alligator-Köpfe aus den USA. Ein Litauer der aus den USA kam, führte in seinem Gepäck vier Alligator-Köpfe mit. Er behauptete, die Köpfe in den USA für seine Freunde als Souvenir gekauft zu haben. Kaufdokumente konnte er nicht vorweisen.
 
 
 
Letzte Meldung vor Redaktionsschluss: Der Kaliningrader Airport hat am Donnerstag 82 Flugzeuge, landende und startende, abgefertigt. Dies ist die doppelte Menge dessen, was an normalen Tagen abgefertigt wird. Mit Zeitstand 19.00 Uhr Kaliningrader Zeit werden weitere sieben Flugzeuge zum Abflug vorbereitet, drei Flugzeuge werden für die Landung erwartet. Die Situation am Kaliningrader Airport wurde tagsüber mit „katastrophal“ charakterisiert. Einzig agierender und informierender Mensch war, nach Einschätzung der regionalen Medien, der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Die Führung des Kaliningrader Airports hat sowohl in der technischen wie in der medialen Arbeit komplett versagt.
 
06.01.2017 – Unfall an Ausgrabungsstätte des Stadtschlosses
Durch die ungünstigen Witterungs- und Verkehrsbedingungen und durch unangepasste Fahrweise kam es zu einem Unfall in Kaliningrad. Ein Fahrzeug schleuderte auf dem Leninski-Prospekt in Höhe des Hauptgebäudes der RosTelecom über die entgegengesetzte Fahrbahn, den Fußgängerweg, durchbrach den Bauzaun und landete in der Ausgrabungsgrube für die Fundamente des Königsschlosses. Klicken Sie auf das Foto um zum Video zu gelangen.
 
 
06.01.2017 – Nach den Feiertagen wird aufgeräumt – Gouverneur zur Situation am Airport
Der Unglücksfall am Airport Chrabrowo hat Systemfehler zu Fragen der Einsatzbereitschaft und den Handlungen des Personals des Airports in schwierigen Situationen aufgezeigt. Mit dieser Erklärung trat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow am Donnerstagnachmittag an die Öffentlichkeit. „Sofort nach den Feiertagen wird es eine Besprechung zur Problematik der Einsatzbereitschaft des Airports in Extremsituationen für das Personal und für die Technik geben. Wir werden im Verlaufe der Besprechung Fragen der Energieversorgung, des Brandschutzes und der allgemeinen Organisation der Arbeit besprechen“, - so der Gouverneur. Der Gouverneur bekannte, dass diese außergewöhnliche Situation die alten Probleme im Funktionieren des Airports unter den Bedingungen der sich hinziehenden Bauarbeiten noch weiter vertieft hat. „Ich werde mich nun mit dem Airport ständig beschäftigen“, - erklärte der Kaliningrader Gouverneur. Er bedankte sich bei den Kaliningradern und ihren Gästen für das Verständnis und die Geduld bei der Überwindung der Luftblockade.
Am Donnerstagmorgen konnte der Flugbetrieb für den Kaliningrader Airport wieder aufgenommen werden. Durch Spezialtechnik des russischen Militärs wurde das verunglückte Flugzeug evakuiert. Durch die russische Untersuchungskommission wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Lesen Sie unseren Kommentar:
 
06.01.2017 – Pünktlich wie jedes Jahr: Schnee in Kaliningrad
Wie jedes Jahr, so ist auch in diesem Jahr, pünktlich zum Jahresbeginn wieder Schnee gefallen. Die Stadt schickte 20 Technikeinheiten und 438 Straßenfeger auf die Straßen, um die Stadt von Schnee zu befreien. Im Verlaufe des Donnerstags wurden 66 Tonnen Schnee abgefahren. Im Verlaufe eines Tages hatte Frau Holle ein Drittel der üblichen Monatsnorm an Schnee aus den Betten geschüttelt. In der Nacht vom Mittwoch bis Donnerstag wurde durch den Winterdienst rund 497 Tonnen Salz-Sandgemisch ausgebracht. Trotzdem beklagten sich am Donnerstagmorgen viele Autofahrer über Straßenglätte, die auch zu einer Häufung von Verkehrsunfällen führte. Im Kaliningrader Gebiet arbeitet der Straßendienst rund um die Uhr ohne Feiertage.
Foto: Straßendiensttechnik verschiedener Generationen tun ihren Dienst auf Kaliningrader Straßen
 
 
06.01.2017 – Instandsetzungstechnik für beschädigten Airbus A321 kommt aus Polen
Spezialtechnik für die Instandsetzung des Airbus A321, welcher bei einer Bruchlandung auf dem Kaliningrader Airport beschädigt wurde, wird aus Polen herangeschafft. Die russische Fluggesellschaft Aeroflot, der das Flugzeug gehört, hat die benötigte Instandsetzungstechnik geordert. Der Airbus muss in Kaliningrad repariert werden, da ein anderweitiger Transport nicht möglich ist. Mitarbeiter der Aeroflot haben die Spezialtechnik in Warschau übernommen und überführen sie nach Kaliningrad. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat mit dem Zoll vereinbart, dass diese Technik im beschleunigten Zollverfahren nach Kaliningrad eingeführt werden kann.
 
 
 
 
 

05.01.2017 – Flugzeugunglück auf Kaliningrader Airport
In den Nachtstunden Dienstag zu Mittwoch kam es zu einem Flugzeugunglück auf dem Kaliningrader Airport Chrabrowo. Ein Flugzeug der Fluggesellschaft „Aeroflot“, welches die Strecke Moskau-Kaliningrad-Moskau bedient, geriet bei der Landung über die Landebahn hinaus. Dabei brach das Vorderrad des Flugzeuges vom Typ „Airbus“. An Bord des Flugzeuges befanden sich 167 Passagiere. Keiner der Insassen des Flugzeuges kam zu Schaden. Am Ort des Geschehens arbeiten Einsatzkräfte des Zivilschutzes, des Airports und der Untersuchungsbehörden. Die Passagiere verließen das Flugzeug über Rettungsrutschen und -treppen. Die Passagiere sprachen sich anerkennend über die schnellen und professionellen Handlungen der Rettungskräfte aus. Im Verlaufe des Mittwochs begannen die Bergearbeiten. Der Airport war generell geschlossen, seine Eröffnung und die Freigabe des Flugverkehrs wurde mehrmals verschoben. Zur Bergung des Flugzeuges wurde ein Spezialkran benötigt. Während andere Airports für die Bergung eines Flugzeuges nach einem derartigen Unfall zwischen 40 Minuten bis maximal drei Stunden benötigen, beschäftigt sich der Kaliningrader Airport nun schon fast einen Tag damit. Der Flugverkehr ist komplett zum Erliegen gekommen. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich vor Ort von den Ereignissen informiert und angekündigt, die Schuldigen zu finden. Priorität habe jetzt aber die Wiederaufnahme des Flugbetriebes. Die Fluggesellschaft „Aeroflot“ beschuldigte den Kaliningrader Airport in der schlechten Säuberung der Landebahn von Schnee. Es wehte ein scharfer Wind mit Schneetreiben. Klicken Sie auf die Fotos für ein Kurzvideo.
 
Foto: Privataufnahmen von Passagieren aus dem Internet
 
05.01.2017 – Großangelegte Überprüfung der Kaliningrader Taxi
Angehörige der Verkehrspolizei haben 711 PKW kontrolliert, welche Dienstleistungen als Taxi angeboten haben. 126 Fahrer erhielten ein Knöllchen wegen Verletzung der Straßenverkehrsordnung. 38 Taxis erwiesen sich als technisch nicht einwandfrei und wurden für die weitere Nutzung aus dem Verkehr gezogen.
 

 

 
 
04.01.2017 – Verteidigungskomitee des Föderationsrates wird in Kaliningrad tagen
Der Ausschuss für Verteidigung des Föderationsrates (Oberkammer der russischen Staatsduma) wird eine Sitzung in Kaliningrad durchführen. Die Abgeordneten werden Fragen der militärischen Sicherheit im Grenzbereich beraten. Die Mitglieder des Ausschusses werden Objekte der Ostseeflotte besichtigen und Truppenteile des Militärbezirkes WEST. Das Kaliningrader Gebiet ist eines der Schlüsselterritorien zu Sicherheitsfragen, er ist unser westlicher Vorporsten. Vom Niveau der Gefechtsbereitschaft und Einsatzbereitschaft der im Militärbezirk WEST dislozierten Truppen und der Ostseeflotte hängt viel davon ab, wie man die Gefahr abwehren kann, die sich gegenwärtig durch die Annäherung der Infrastruktur der NATO zeigt. Deshalb haben wir beschlossen, im Juli 2017 zu diesen Fragen der Grenzsicherheit in Kaliningrad zu tagen.
 
 
 
 
03.01.2017 – Lange Schlangen an der polnischen Grenze
In Kaliningrader Medien und in den sozialen Netzwerken berichten Reisende über sehr lange Schlangen und außerordentlich lange Wartezeiten an der polnischen Grenze. Während russische Grenz- und Zollorgane zügig abfertigen, bilden sich lange Staus auf polnischer Seite. Reisende mit den ganz normalen Linienbussen von Kaliningrad nach Gdansk, die bevorzugt abgefertigt werden, berichten, dass sie bis zu sechs Stunden an der polnischen Grenze warten mussten und damit ihren Anschlussflug in Gdansk verpassten. Individualreisende warten zehn Stunden und länger. Polnische Grenzbeamte begründen die langen Wartezeiten mit völliger Überlastung. Warum sich russische Grenzorgane nicht überlastet fühlen ist dann schon eine Frage der Einstellung zu den Grenzpassagieren.
 
 
03.01.2017 – Kriminalitätsentwicklung in Kaliningrad
Noch ist das Jahr 2016 nicht komplett ausgewertet, denn es fehlen die Ergebnisse des Monats Dezember. Aber an der bisher vorliegenden Jahresstatistik ist zu sehen, dass die Kriminalität in Kaliningrad insgesamt rückläufig ist. Nach dem einfachen mathematischen Mittel werden für das gesamte Jahr 2016 rund 13.250 registrierte Verletzungen der Strafgesetzgebung die Statistik füllen. Das sind das 20 Prozent weniger registrierte Verbrechen als im Jahre 2015. Ob es sich hierbei wirklich um eine positive Entwicklung handelt, oder die Rechtspflegeorgane nur weniger erfolgreich ermittelt haben, kann natürlich der Statistik nicht entnommen werden.
 
 
03.01.2017 – Beliebtestes Schmuggelgut aus Kaliningrad
Polnische Zöllner haben keine Mühen gescheut und das beliebteste Schmuggelgut aus Kaliningrad ermittelt. Das Schmuggelgut mit der größten Zuwachsrate scheint wohl Bernstein zu sein, denn im abgelaufenen Jahr haben die polnischen Zöllner rund 330 Kilo beschlagnahmt. Wieviel Bernstein unentdeckt ins Land kam ist, naturgemäß nicht bekannt. Im Jahre 2015 haben die polnischen Zöllner nur ein Drittel dieser Menge bei den einreisenden Personen entdeckt. Den größten Schlag gegen Schmuggler führten die polnischen Zöllner schon im Inland, wo ein Russe in Fromburg bei dem Versuch des Verkaufes von 288 Kilo Bernstein erwischt wurde. Geschätzt stellte diese Menge einen Wert von einer Million Zloty dar. Aber natürlich war das Hauptschmuggelgut die Zigaretten, die den Bernstein auf Platz zwei verwiesen. Alkohol wird kaum noch geschmuggelt – so die polnischen Zöllner. Die Ausfuhr von Bernstein ist auch aus Russland verboten. Exportieren dürfen nur Firmen, die hierfür eine spezielle staatliche Genehmigung haben. Reisende nach Kaliningrad können Bernstein oder veredelten Bernstein einführen, müssen diesen allerdings deklarieren und dafür Zoll bezahlen.
 

02.01.2017 – Sondermünzen der russischen Zentralbank
Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 in Russland, gibt die russische Zentralbank Sondermünzen im Nennwert von drei Rubel in Silber heraus. Eine der Sondermünzen trägt das Symbol der Stadt Kaliningrad, die für vier Gruppenspiele Ausrichterstadt für die Weltmeisterschaft wird.
 
Foto: Sondermünzen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 mit dem Kant-Dom der Stadt Kaliningrad
 
 
Screenshot: Ansprache des Gouverneurs Anton Alichanow zum Jahreswechsel
 
02.01.2017 – Großes Programm zur Gebäude-Hauptinstandsetzung
Im Rahmen der Hauptinstandsetzung von Wohnbausubstanz werden im kommenden Jahr 650 Häuser im Kaliningrader Gebiet einer kapitalen Überholung unterzogen. Darüber informierte der Pressedienst der Kaliningrader Regierung. Die konkreten Gebäude sind bereits festgelegt und für jedes Gebäude gibt es ein Bauprotokoll mit allen Einzelmaßnahmen, die umzusetzen sind. Weiterhin existiert ein Plan für kurzfristige Instandsetzungen, für Objekte, die möglicherweise nicht ins Auge gefallen sind, aber einer dringenden Instandsetzung bedürfen. Insgesamt werden 60.000 Quadratmeter instandgesetzt und dafür stehen 1,1 Mrd. Rubel zur Verfügung. Viele der Gebäude stammen aus altdeutschen Zeiten. Hierfür gelten, insbesondere was die Fassaden anbelangt. Um historischen Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Zusammenarbeit mit einem führenden Moskauer Architekturinstitut vereinbart.
 
 
02.01.2017 – Frankreich liefert Mörder aus Kaliningrad aus
Frankreich wird einen Kaliningrader Bürger an Russland übergeben, der in Russland wegen Mordes gesucht wird. Darüber informiert das Internetportal der russischen Generalstaatsanwaltschaft. Der Mord wurde bereits im Jahre 2008 verübt. Er geschah in einem Geschäft, wo sich der Mann mit einer Frau anfing zu streiten. Im Verlaufe des Streits, stach der Mann die Frau mit einem spitzen Gegenstand durch mehrere Stöße nieder. Die Frau verstarb noch am Tatort. Der Mann verließ Russland und wurde im Jahre 2010 zur nationalen und im Jahre 2013 zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Im März 2013 wurde er in Frankreich festgenommen. Russland stellte einen Auslieferungsantrag, dem Frankreich jetzt entsprach. Die Auslieferung erfolgte am 30. Dezember.
 
 
01.01.2017 – Neues Jahr beginnt mit Ferien
Russland organisiert seit vielen Jahrzehnten durch geschickte Verschiebung von Feiertagen für seine Bürger einen zusätzlichen Urlaub zum Jahresanfang. Nicht alle Russen nutzen diese Zeit um sich zu erholen – für viele geht das ganz normale Leben und Geldverdienen, ungeachtet irgendwelcher gesetzlicher Festlegungen weiter. Freuen tun sich über die endlosen Feiertage zum Jahresanwachsen in der Regel staatliche Angestellte und Büromitarbeiter von Firmen. In diesem Jahr beginnt das reguläre Arbeitsleben für alle Russen am Montag den 9. Januar 2017. Das sollten ausländische Reisende wissen, die sich in Russland aufhalten und nicht nur Urlaub verbringen wollen, sondern auch geschäftliche Aktivitäten planen.  
 
 
01.01.2017 – Keine Ferien für Gouverneur
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat nicht die Absicht, die gesetzlich zugesicherten Feiertage für sich zu nutzen. Während der Feiertage wird er durch das Gebiet reisen, für welches er die Verantwortung übernommen hat und sich mit Zuständen vor Ort vertraut machen, mit den Leuten sprechen. Er will nach neuen touristischen Möglichkeiten schauen und sich Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten ansehen. Er wird die Reise inkognito ohne Vorinformation vornehmen und auch gleichzeitig Kontrollen durchführen. „Es werden also lustige Feiertage werden“, - so Alichanow während eines Besuches des Landwirtschaftsmarktes im Zentrum von Kaliningrad. Bei der Gelegenheit äußerte er sich auch enttäuscht von diesem Markt. „Ich komme hier nicht sehr oft her. Vielleicht war ich vier, fünf Mal hier. Das Angebot ist nicht besonders interessant“, - so Anton Alichanow. „Nein, nach Polen werde ich nicht fahren. Ich wohne viel zu kurz in Kaliningrad um dann nach Polen zu den Feiertagen zu reisen. Ich glaube, ich habe noch sehr viele Jahre Zeit, um mir das Kaliningrader Gebiet anzuschauen, seine Ausmaße und seine Möglichkeiten und dabei auch Möglichkeiten für seine Entwicklung zu finden. Dafür nutze ich besonders gerne meine Urlaubstage.
 
 
Punktgenau zum Jahreswechsel, in der Nacht zum 1. Januar 2017 geschieht wieder das technische Wunder auf unserem Portal. Unser Wissenstest Dezember schließt nach zweiwöchiger Laufzeit seine Pforten. Wer bis dahin es nicht geschafft hat, sein Wissen zu testen, hat Pech gehabt und wird vielleicht nie in seinem Leben erfahren, wer denn Mitglied in der russischen Regierung ist und wer nicht. Aber Sie können sich an unserer neuen Umfrage beteiligen, die wenige Augenzwinkern später auf unserem Portal für die Internetwelt sichtbar wird. Wir haben ein ernstes Thema angefasst – die Germanisierung des Kaliningrader Gebietes. Ein heißes Thema aus dem alten Jahr und es wird wohl auch im neuen Jahr nicht kühler. Klicken Sie auf eine unserer Antwortvarianten und Sie erfahren, wie wir über dieses Thema denken, denn wir bieten ihnen nach dem Klick weitere Informationen zu diesem Thema – natürlich alles kostenfrei.
 
 
01.01.2017 – Schuldner bei „JantarEnergo“ erhielten Stromschlag
Im gesamten vergangenen Jahr führte der Kaliningrader Strommonopolist gegen 6.500 Schuldnern Stromstöße, in dem er diesen Leuten den Strom abschaltete. Diese Bürger schuldeten dem Stromerzeuger fast 90 Mio. Rubel. Weitere rund 10.000 Bürger waren davon überzeugt, dass der Stromerzeuger am längeren Hebel sitzt und zahlten die Schulden, bevor der genannte Hebel umgelegt werden konnte. Hier freute sich der Energieerzeuger über 70 Mio. Rubel Einnahmen. Der Stromerzeuger hat ein gesetzlich verbrieftes Recht auf Stromabschaltung, wenn die Schulden der Verbraucher einen Umfang von zwei Monatsraten erreicht hat. Rein statistisch verbraucht ein Kaliningrader Haushalt Strom für rund 600 Rubel. Sollte es zur Stromabschaltung kommen, so wird es teuer, denn es müssen nicht nur die Schulden bezahlt werden, sondern auch die Kosten für die Stromabschaltung und die Kosten für die Stromzuschaltung. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 4.000 Rubel. Gegenwärtig schulden die Kaliningrader ihrem Stromerzeuger noch 517 Mio. Rubel.
 
 
01.01.2017 – Aleja Smelych wird rekonstruiert
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte während eines „Stadtausfluges“, dass man nun doch die Aleja Smelych einer Hauptinstandsetzung unterziehen werde. Für die Rekonstruktion dieser Straße, die zum ehemaligen Fleischkombinat führt, existiert bereits eine Projektdokumentation. Vermutlich reichen die Finanzmittel nicht aus, um die Allee in einem Schritt zu rekonstruieren. Die Situation im neuen Jahr wird hier schnell Klarheit bringen – meint der Gouverneur. Wichtig ist an den Stellen zu beginnen, wo jeden Morgen der Verkehrskollaps beginnt. Der Gouverneur zeigte sich überzeugt, dass die Rekonstruktion der Aleja Smelych sehr stark den Moskauer Prospekt entlasten wird.
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Wochenblatt

   Kommentare ( 38 )

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 1. Januar 2017 03:05:17

@ "Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat nicht die Absicht, die gesetzlich zugesicherten Feiertage für sich zu nutzen. Während der Feiertage wird er durch das Gebiet reisen, für welches er die Verantwortung übernommen hat und sich mit Zuständen vor Ort vertraut machen."

Meine Empfehlung: Gastellovo (ehemals Groß Friedrichsdorf) und Umgebung.

kgd .ru Veröffentlicht: 1. Januar 2017 20:08:53

Umfrage Januar 2017:
[...hätte die Kaliningrader Gesellschaft die Möglichkeit, sich über das reale Leben in Deutschland zu informieren, würden die Diskussionen über das „gelobte Land“ viel nüchterner ausfallen.]
Das ist aber sehr diplomatisch umschrieben. Wer das Internet nutzt, Sputnik und RT Deutsch liest, kann sich selbst gut ein Bild vom heutigen Merkel-Deutschland, dem besetzten UN-Feindstaat machen.

kgd .ru Veröffentlicht: 2. Januar 2017 22:42:58

[...Individualreisende warten zehn Stunden und länger. Polnische Grenzbeamte begründen die langen Wartezeiten mit völliger Überlastung. Warum sich russische Grenzorgane nicht überlastet fühlen ist dann schon eine Frage der Einstellung zu den Grenzpassagieren...]
Dazu fällt mir nur der Name eines Borstenviehs ein. Derartige, selbst erlebte, schikanöse Grenzaufenthalte durch die Polen drücken viel über deren Mentalität und ihr so zur Schau gestelltes Image aus...

.g Radeberger Veröffentlicht: 3. Januar 2017 03:53:31

kgd .ru
Veröffentlicht: 2. Januar 2017 22:42:58

Das sind so die Hinterhältigkeiten, die einem gegebene Macht auszuspielen. Nun muß man beachten, daß die Polen sich in ihrer "Opferrolle" gegenüber den Russen, egal ob Sowjetunion oder Rußland, so richtig wohlfühlen und sich darin so richtig suhlen wie ein Borstenvieh. Andererseits wollen sie aber die Großen sein, eine stolze Nation.
Wenn man es mal so richtig betrachtet, war Polen flächenmäßig noch nie so groß wie im jetzigen Stalins Polen, obwohl es ja auch die Polen mit waren, die eigentlich an dem "Raubfrieden von Brest-Litowsk" zum Nachteil Sowjetrußlands mit partizipieren wollten.
Wenn man weiter betrachtet, wie jetzt auf einmal die polnische Armia Krajowa als die angeblich wesentlichste polnische militärische Kraft im WK II in den Himmel gehoben wird und die Armia Ludowa/ Ludowe Wojsko Polskie, die einen großen Anteil an der Befreiung Polens hatte, faktisch als polnische Verräter behandelt werden, dann weiß man, auf welcher jetzt noch ideologischen Grundlage dieses aktuelle stundenlange Pisaken der Reisenden basiert.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 3. Januar 2017 11:44:34

@Lange Schlangen an der polnischen Grenze
Das ist uns bereits im letzten Sommer aufgefallen. Während auf den Spuren für Kalinigrader 5 Reihen mit ca 15 PKWs standen, wurden die Fahrzeuge aus der EU flott abgefertigt. Allerdings waren die polnischen Zöllner ausgesprochen unfreundlich zu uns (bei der Ein- und Ausreise) und weigerten sich enlisch zu sprechen (dabei lernt das seit Jahren fast jedes Kind in Polen). Nun ja ich habe mich dann auschlisslich in deutsch Unterhalten. Die Kontrollen auf der russischen Seite waren dagegen direkt warmherzig. Dieses mal wurde mir sogar beim Ausfüllen der Papiere geholfen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 10. Januar 2017 03:14:22

10.01.2017 – Jagdhaus des Reichsjägermeisters soll rekonstruiert werden

Genau, das sind die Tests, wie weit kann man gehen.
Ich bin eigentlich dafür, daß in der Kaliningrader Oblast vorhandene bauliche oder auch kulturelle wertvolle Bauten oder Anlagen aus der "deutschen Zeit", genauso aus der "sowjetischen Zeit" erhalten werden sollten. Sie gehören zur Geschichte dieses Landstrichs. Es würde wohl auch keiner auf den Gedanken kommen, irgendwelche Andenken an Kant oder die Universität oder die Trakener Perde oder oder ... zu verleugnen oder zu verbieten. Selbst mit einem Wiederaufbau des "Königsberger" Stadtschlosses, so es ein Baudenkmal gewesen war und die zukünftige eindeutige Bestimmung klar ist, kann man sich unter Umständen anfreunden.
Aber Nazi-Görings Jagdhaus-Reste ausbuddeln, vielleicht noch die Trümmer als historische Reliquien betrachten und im Neubau ausstellen, um es mal ein wenig zu übertreiben, das wären dann die Vorhaben, wo ein deutliches - Stoi ! - kommen muß. Denn ein Baudenkmal von öffentlichem Interesse werden die Reste dieses einstigen Baus nicht sein. Wenn man es richtig nimmt, versucht hier jemand, dem dicken Kriegsverbrecher ein Denkmal zu setzen.
Es wäre doch interessant zu erfahren, wer die Interessentin ist, die da unter dem Vorwand des Tourismus bauen will.
Wer ist denn der jetzige Eigentümer dieses Grundstücks? Was könnte denn auf diesem schönen Fleckchen Erde zur allgemeinen Freude und Erbauung der Bürger der Oblast wirklich gebaut werden?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Januar 2017 08:46:19

... natürlich wird es einen weiteren Kommentar von mir zu diesem Thema geben . Namen? Ja, die kommen auch - aber da werden Sie sicher sagen ..."hätte ich mir eigentlich denken können."

Eckart Veröffentlicht: 10. Januar 2017 11:47:11

Die Pläne zur Wiedererrichtung eines solchen Nazi-Bauwerks mit dem Ziel der Tourismusbelebung zu begründen, ist an geistiger Unverfrorenheit nicht mehr zu übertreffen.

Die Kaliningrader tuen sich keinen Gefallen damit, wenn sie es widerstandslos zulassen, dass mit der Rekonstruktion einer solchen symbolbelasteten Naziruine die Gelegenheit zur erneuten Ausstrahlung eines Geistes geschaffen wird, der zu einer schmerzlich überwundenen Epoche zählt. - Zählen muss!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Januar 2017 14:27:12

... lesen Sie am Donnerstag unseren Beitrag: "Hermann Göring ist tot. Es lebe der Reichsjägerhof" in der Rubrik "Meine Meinung ... mit deutschem akzent."

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 12. Januar 2017 02:55:37

@Rekonstruktion des Meliorationssystems

Das wäre endlich ein Fortschritt für die Region um Slavsk, die Probleme sind auch schon identifiziert. ich empfehle, anstatt da lange herum zu experimentieren sich niederländische oder ostfriesische Wasserbauer zu holen. Wenn man Entwässerungsverband Emden googelt, kann man schon sehr detailliert sehen, wie das hier in Ostfriesland aufgezogen ist. Das Organisatorische braucht man im Grunde nur abkupfern und an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Die Techniker kämen sicher im Rahmen eines Erfahrungsaustausches, bzw. Technologietransfers. man darf dann natürlich keine Angst vor Germanisierung oder Hollandisierung haben.

Ich wäre sogar bereit die Kontaktaufnahme vor Ort zu koordinieren.

Georg Veröffentlicht: 12. Januar 2017 13:06:33

Ist der Biber ein Schädling?

Der Aufruf des Kaliningrader Gouverneurs, den Biber als Schädling einzustufen und ganzjährig zu jagen, hat mich doch sehr irritiert und verwundert. Ist doch der Biber in der Bundesrepublik bzw. der EU in strengster Form geschützt. Das bedeutet, es ist verboten, ihm nachzustellen, ihn zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Genauso ist es verboten, den Biber zu stören, seine Baue und Dämme zu beschädigen oder zu zerstören. Biber dürfen nicht verkauft oder gekauft werden, weder lebend noch tot oder ausgestopft. Wird Kaliningrad so nachhaltig von dem Nager heimgesucht und schwer geschädigt, was diese amtliche Anordnung rechtfertigt oder wird in Russland kein Wert auf Naturschutz gelegt?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Januar 2017 13:53:18

Unterschiedliche Länder, unterschiedliche Gesetzgebungen. Auch in Russland gibt es Gesetze, die die Natur schützen und die das Jagd- und Abschussrecht regeln. Anscheinend richten die Biber aber im Kaliningrader Gebiet derart große Schäden an, dass sich der Gouverneur zu dieser - in Russland Aufsehen erregenden - Forderung entschloss.

.g Radeberger Veröffentlicht: 12. Januar 2017 14:40:23

Der oder die Bieber und Alichanow
Vermutlich wird es so sein, daß Alichanow auf seinen Fahrten gesehen hat, was so eine Biberfamilie anrichten kann. Ob der Mann im Jagdrecht nun so genau Bescheid weiß oder sein Ausspruch als einzige Folge den Abschuß der Tiere bedeuten würde, sei einmal dahin gestellt.
Meines Erachtens gibt es auch in Kaliningrad genügend Tierschützer, die dem Gouverneur das recht deutlich machen, daß es so nicht geht und es andere Möglichkeiten gibt, einen zu starken Biberbesatz zu reduzieren. Rußland ist groß und die eingefangenen Tierchchen fühlen sich dann auch ganz bestimmt in einer anderen adäquaten Gegend wieder heimisch. Mit viel mehr Platz und nicht dauernd die Verwandten in der Nähe.

Georg Veröffentlicht: 12. Januar 2017 19:41:59

Herr Radeberger,

das haben Sie sehr gut umschrieben, es gibt andere Möglichkeiten sich des Problems zu entledigen. Eine Umsiedlung wäre mit Sicherheit die beste Lösung, diese fleisigen Baumeister der Natur an anderen Örtlichkeiten wüten zu lassen. Russland hat ja dafür beste Bedingungen im Lande, unzählige Flüsse und Bachläufe die menschenleer sind.

Georg Veröffentlicht: 13. Januar 2017 19:57:29

Haus der Räte?

Ich habe heute einen Videofilm gesehen von Kaliningrad, auch über das Innenleben vom Haus der Räte. Dieses "Baudenkmal" steht nach Auskunft meiner Ehefrau seit mindestens 20 Jahren leer und ist zusehens dem Verfall preisgegeben. Kann mir jemand sagen, warum dieses monströse Bauwerk nicht vollendet wurde und wieso sich da gar nichts mehr tut? Wer ist da eigentlich der verantwortliche Bauträger oder Eigentümer? Vielen Dank im Voraus...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. Januar 2017 21:05:25

Geben Sie im Suchfeld auf unserem Portal "Haus der Räte" ein und Sie erhalten eine Reihe von Artikeln über dieses Baudenkmal. Sollten dann noch Fragen offen bleiben, melden Sie sich nochmal über die Kommentarfunktion.

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. Januar 2017 02:12:31


14.01.2017 – Erstickt Kaliningrad bald in seinem eigenen Müll?

Ich glaube, ach nein, ich glaube nicht, ich vermute mal, daß ich mich zu diesem Thema schon mal geäußert hatte.
Müll ist doch nicht das eigentliche Problem, sondern wie man damit umgeht. Die Beseitigung des Mülls auf Deponien ist doch ein Standard des letzten Jahrhunderts. Es geht doch auch nicht vordringlich um die Beseitigung des Mülls. Dann ist man auf dem Niveau der Mafia von Neapel, die die Stadt mit der Nichtabholung über Wochen hinweg erpreßt hat.
Der Rohstoff Müll ist doch die Grundlage für die Erzeugung von Elektrizität. Die Abwärme kann beispielsweise für die Erwärmung von Gewächshäusern im Winter und die Kühlung von Kühlhäusern im Sommer genutzt werden. Dabei können die Mülldeponien unter Umständen mit verwertet und letztendlich wieder beseitigt werden. Die zusätzliche Betreibung von Solarfeldern erhöht noch den Wirkungsgrad.
Man darf dabei eben nicht nur bis zur Nasenspitze schauen.
Das mit der Mülltrennung bringt in der Zukunft, wenn sich die Leute daran gewöhnt haben, zusätzliche Erleichterungen und Einsparungen.
Ein Beispiel: Der Konzern Müllermilch wollte in Sachsen ein Heizkraftwerk an einer seiner Molkereien bauen, und mit diesem Strom und der Abwärme die Molkerei betreiben. Dabei hatten die Müllers einen genialen Plan, den sie der Bevölkerung so mit unterjubeln wollten. Es sollte nämlich nicht nur Müll aus Sachsen verarbeitet werden, sondern auch aus Polen, wobei diese als auch die Süditaliener mit ganzen Güterzügen quer durch Europa auch noch dafür bezahlen sollten, daß Müller ihnen den Müll abnimmt. Der Vertrag sah vor, daß überzähliger Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird und Müller dort zusätzliche Einnahmen hat.
Aber an den sehr erhöhten Instandsetzungskosten der Straßen durch die Tausende zusätzlicher LKW wollte sich Müller nicht beteiligen. Also hat der Bürgerprotest auch wegen der ständigen ununterbrochenen Belästigungen durch den zu erwartenden LKW-Verkehr (mehrere hundert pro Tag) letztendlich die goldene Kuh keine Eier legen lassen.
Aber der ursprüngliche Gedanke war nicht falsch. Nur, daß Müller den Hals wieder nicht voll genug bekommen hätte.

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. Januar 2017 15:18:14

Winterdienst in Kaliningrad - eine Katastrophe?
Ist dieser Dienst in privater Hand? Dann sollte man das ändern. In verschiedenen Städten in Deutschland hatte man das auch "geoutsourct ", wie manche Blödköppe es neuerdings nennen. Und was ist passiert? Nach einiger Zeit konnte sich die Stadt vor Beschwerden nicht retten und es wurde wieder ein kommunaler Winterdienst eingerichtet. Hat viel Geld gekostet, denn die Geräte und Fahrzeuge mußten ja wieder gekauft werden. Denn die Bürger wußten ja meist nicht, welcher private Betrieb, der ja auch manchmal wechselte, hatte wieder keine Lust, termingerecht den Schnee ordnungsgemäß von den Fahrbahnen und teils von den Fußwegen zu räumen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 14. Januar 2017 18:03:57

... die Straßenreinigung liegt n o c h in privaten Händen. In diesem Jahr wird die städtische Stadtreinigung wieder belebt ... eben mit genau den Problemen, die Sie schon geschildert haben.

.g Radeberger Veröffentlicht: 15. Januar 2017 02:37:35

15.01.2017 – Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen – außer Litauen

Ach Uwe, da haben Sie bestimmt etwas falsch verstanden. Dieser "Zaun" ist doch ein Wildzaun, damit das in Rußland eigentlich heimische Wild nicht dauernd nach Litauen wechselt und sich dort durchfrißt und dann natürlich schnellstens wieder abhaut. Es will ja schließlich nicht durch litauische Kugeln sterben. Aber das können doch die Litauer nicht zugeben. Deshalb bekommt der Zaun eine militärische Bedeutung. Ein Zaun gegen Putin!
Ganz nebenbei, einen solchen Zaun könnten sich die Polen auch einfallen lassen, damit polnische Wildschweinjäger nicht erst illegal auf russisches Gebiet vordringen müssen, um die in Polen angeschossene polnische Sau zu finden. Auch dem Franzosen wäre es nicht so leicht gemacht worden, sich in Kaliningrad über die Grenze zu schleichen, weil er angeblich in Rußland leben will.
Kann man den Polen das nicht verklickern, daß die Russen demnächst saugefährliche Worbse ausgesetzt hat, die nun die polnischen Dörfer überfallen werden.
So ängstlich wie Polen vorgeben geworden zu sein, werden sie binnen kürzester Frist so einen Wildzaun aufgestellt haben. Mehr ist das doch nicht.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 15. Januar 2017 11:33:53

@Mauer
Es gibt sicher auch sachliche Gründe für eione Mauer, ich persönlich fände den Gedanken aber erschreckend, sollten die Nachbarländer versuchen, Kalinigrad den Landweg abzuschneiden. Dann wäre das Gebiet zum zweiten Mal in der Geschichte in der gleichen Situation. Wohin das beim ersten Mal geführt hat (natürlich nicht nur deshalb) wissen wir ja. Leider haben, bis auf sehr wenige Konservative und Linke, unsere Politiker den Kontakt zur jüngeren Geschichte verloren. Ich halte natürlich zu den Kalinigradern, denn ich kenne durch die Erzählungen meiner Mutter noch die schwierigen Zeiten mit den Reisen durch den "Korridor". Teilweise wurde da sogar der Zug beschossen, vor dem Angriff auf Polen, wohlgemerkt.

.g Radeberger Veröffentlicht: 18. Januar 2017 01:57:11


18.01.2017 – Amerikanische Diplomaten in Frauenkleidern in Kaliningrad

Ich mußte erst einmal kräftig lachen und fragte mich, ob diese "Diplomaten" sich auch die Beine und intim rasiert hatten, damit sie auch als weibliche Wesen akzeptiert werden. Oder waren das gar "Vorkämpferinnen" für das jetzt so große Thema in Deutschland des dritten, vierten, usw. Geschlechts, dieses künstlich erzeugten Genderwahnes?
Soll doch Lawrow, so er hat, mal ein paar Fotos ins Netz stellen, mit Name und Hausnummer. Aber ich schätze, dann würde Donald etwas verschnupt werden - oder - auch nicht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 18. Januar 2017 07:18:38

... diese verkleideten Diplomaten waren übrigens auch noch in anderen Gegenden Russlands unterwegs. Ich bedaure nur, dass ich die Pressekonferenz und das trockene Gesicht von Lawrow nicht gesehen habe, als er diese Info verkündete.

.g Radeberger Veröffentlicht: 18. Januar 2017 02:01:46

18.01.2017 – Gouverneur fordert höhere Strafen für Bernsteinräuber

Dafür bin ich auch. Zusätzlich müßten diese Ganoven verpflichtet werden, in ihrer Freizeit die Rekultivierungsarbeiten, natürlich unter strenger fachlicher Aufsicht, selbst auszuführen. Bis alles erledigt und die geharnischte Strafe bezahlt ist, ist keine Ausreise aus dem Gebiet möglich. Wie bei Steuersündern. Und Punkt!

.g Radeberger Veröffentlicht: 18. Januar 2017 03:42:52


18.01.2017 – Gouverneur will elektronisches Visum oder generelle Visafreiheit für zwei Wochen

Das wäre doch etwas Vernünftiges im Ganzen. Und mit Seehofer erörter er noch die Möglichkeiten, daß von Bayern aus ein Direktflug nach Kaliningrad eingerichtet wird, damit das visafreie Reisen dann auch Realität werden kann. Denn wenn Alichanow mit BMW ins Geschäft käme, wäre doch so eine Fluglinie nicht nur von Nutzen, sondern Voraussetzung.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 18. Januar 2017 07:10:34

... BMW ist schon lange in Kaliningrad aktiv. Der Gouverneur möchte die Firma nur an Versprechungen erinnern, die diese gemacht hat und für die die Regierung beste Realisierungsbedingungen geschaffen hat.

.g Radeberger Veröffentlicht: 19. Januar 2017 03:55:33

19.01.2017 – Schwarzbauten werden gnadenlos abgerissen
Diese Schwarzbauten sind ganz offensichtlich eine russische Krankheit, die nun nicht nur in Kalinigrad durch radikalen chirugischen Eingrigg geheilt wird. Ich habe das letztes Jahr in Moskau gesehen, wie auf einmal wieder Platz in den Straßen wurde. Allerdings waren auch ziemlich ansehnliche Bauten dabei, in denen alles mögliche wie in einem kleinen Kaufhaus verkauft wurde. Aber die dahinter liegenden Geschäftsräume waren leer und unansehnlich.
In dem einen Fernsehbeitrag des Moskauer Fernsehens war eine wutschnaubende Frau, die dem Abrißunternehmen und der Polizei ganz offensichtlich eine Baugenehmigung der Stadtverwaltung von vor 10 Jahren unter die Nase hielt. Alles habe ich nicht verstanden. Aber einige "nette" Formulierungen auf die Moskauer Verwaltung waren schon dabei. Das Schmiergeld wird sie wohl nicht wieder zurück bekommen für Unterschrift und Stempel.
In St. Petersburg und Novosibirsk ging es diesen "Budkas" auch an den Kragen.
Also ist Kaliningrad in guter Gesellschaft.

.g Radeberger Veröffentlicht: 19. Januar 2017 03:57:21

19.01.2017 – Neuer Vizepremier in Kaliningrad

Aha, Verstärkung aus der Moskauer Nomenklatura.

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. Januar 2017 05:06:04


22.01.2017 – Gouverneur informiert über ein zickiges Gesundheitsministerium

Hat das vielleicht damit zu tun, daß russische Intellektuelle (nicht nur Mediziner) auch erst einmal in Deutschland nachweisen müssen, daß sie überhaupt Intellektuelle z. B. Mediziner sind - nach deutschen Standards natürlich. Und das können eben die russischen Mediziner nur, wenn sie in Deutschland natürlich ein Ergänzungsstudium unter Zugrundelegung von ausgezeichneten Deutschkenntnissen erfolgreich abschließen. Sonst kann man doch diese Leute nicht auf deutsche Patienten loslassen. Damit haben aber diese - russischen - Mediziner in Deutschland noch lange keine Arbeitsstelle oder Niederlassungsgenehmigung. Bei Polen z. B. ist das wieder ganz anders. Die sind natürlich viel gebildeter als die Russen, gehören wie glückliche Hühner der EU an und haben natürlich etwas gegen die Russen (offiziell von Regierungsseite und einigen leider immer mehr werdenden Bornierten). Also die polnischen Ärzte können sich gleich in Brandenburg als Hausärzte niederlassen. Und Brandeburger Bürger in der Grenzregion können auch in Polen einen Arzt aufsuchen. Die deutschen Krankenkassen bezahlen das.
Kann ja sein, daß im Kaliningrader Gesundheitsministerium arbeitet, der das deutsche Sprichwort kennt - Wurscht wider Wurscht, mein Vater schlacht auch ein Schwein -.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 23. Januar 2017 12:19:30

"Baltikum wird in wenigen Stunden kapitulieren": Man sollte die westliche Bessenheit, sich russische Agressionen auszumalen, als das bezeichnen was sie ist: Lobbyarbeit für Aufrüsstung und hohere Rüstungsausgaben.
„Haus der Räte“: Es gab im erstenKanal eine Kaliningrader Diskussionsrunde dazu. Gab es in der vielleicht interessante Ansätze?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. Januar 2017 12:25:30

... mein Beitrag hierzu war die Zusammenfassung des Beitrages von "Westi". Also neue Erkenntnisse gab es nur in dem Sinne, dass man wohl die Besitzer zum Handeln "überzeugen" konnte. Wichtig ist, meiner Meinung nach, zuerst ein Nutzungskonzept zu haben und danach richten sich dann die Instandsetzungsarbeiten.

Georg Veröffentlicht: 23. Januar 2017 22:00:16

Vielen Dank für die umfassende Information über das "Haus der Räte", die hier eingestellt und nachzulesen ist. Letztendlich wurde ich mir doch die Frage, warum dieser Bau so lange Zeit leersteht und dem Verfall preisgegeben ist, nicht eindeutig und plausibel beantwortet. Meine Ehefrau, gebürtig aus Kaliningrad, ist der Ansicht, dass der Baustopp verhängt wurde, weil das Fundament und die Bodenbeschaffenheit für zusätzliche Belastungen nicht ausreichend ist. Das Haus würde bei einer weiteren Aufrüstung, Ausbau bzw. Möblierung in sich zusammenfallen und dafür will niemand die Verantwortung übernehmen. So wird es zumindest im Volksmund der Kaliningrader erzählt und gedeutet. Volksmund tut bekanntlich Wahrheit kund, oder??? :-)

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. Januar 2017 22:28:37

... darüber haben wir aber ausführlich berichtet. Es gibt keinerlei Statikprobleme mit diesem Gebäude. Das sind alles Gerüchte. Der Grund, weswegen dieses Gebäude nicht zu Ende gebaut wurde war ganz einfach: Das Geld war ausgegangen und als dann wieder Geld vorhanden war, gab es die KPdSU nicht mehr, die mit ihrer Parteizentrale und der Gebietsverwaltung dort einziehen sollte. Und so wurde das Gebäude einfach ein Spekulationsobjekt. Es gab in den letzten Jahren drei unabhängige Statikprüfungen. Alle sind zu dem Schluss gekommen, dass man nochmal ein paar Etagen draufsetzen könne. Das Haus steht noch weitere hundert Jahre.

.g Radeberger Veröffentlicht: 25. Januar 2017 02:42:25

25.01.2017 – Referendum für ein Denkmal?

Sollte man nicht überlegen, statt des "Fürsten Wladimir", der nun gewiß nicht ein Freund und Beschützer des Großteils der Bevölkerung war, ein Denkmal des Volkes zu errichten?

Und weil wir gerade so schön bei den Denkmälern sind, diese Industriebrache, die Alichanov "verkleiden" will, ist im Ruhrgebiet nicht abgerissen und demontiert worden. Sie wurde zum Denkmal erklärt. Natürlich wurde die Gegend aufgeräumt und die einzelnen Objekte mit Tafeln für Besucher erklärt. Außerdem kann man, natürlich nach entsprechenden Sanierungsarbeiten, daraus ein Kulturobjekt machen, wo Konzerte für die Jugend stattfinden können.
Das wäre, meiner Meinung nach, auch eine Möglichkeit, die deutsche Geschichte dieses Gebietes in die heutige russische Gegenwart mit einzubinden.

(Ach so, natürlich ist der T 34 der modernste russische Panzer! Wie oft soll ich das denn noch betonen. Fragt mal vier Panzersoldaten und ein Hund. Die wissen das. )

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. Januar 2017 08:56:47

Fürst Wladimir ist aber eine hochgeehrte historische Persönlichkeit, eigentlich der Begründer des russischen Staates. Erst Ende 2016 ist in Moskau unter Teilname der gesamten Staatsprominenz das Hauptdenkmal eingeweiht worden.

Die Industriebrache ist in einem furchtbaren Zustand. Vor einem Jahr hatte ich eine Reportage darüber geschrieben. Das Problem ist, das es kein. Geld gibt, das es zu viele Eigentümrv gibt und insbesondere die privaten Eigentümer wohl nur an Spekulationsgewinnen interessiert sind. Das sind eben die Sünden der 90er Jahre.

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 25. Januar 2017 04:05:28


25.01.2017 – Kaliningrader Schandflecken sollen maskiert werden

Ein "Потёмкинская деревня" für Kaliningrad?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. Januar 2017 08:44:52

... als ich den Beitrag in die Tasten tippte habe ich, ehrlich, mir schon gedacht: "na, trm wird bestimmt kommentieren und von potjomkinschen Dörfern schreiben." Also kennen tun wir uns schon recht gut.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 25. Januar 2017 10:30:50

@ Silbermünze mit Motiv „Königin-Luise-Brücke“
Eine sehr schöne Idee, diese Münze ist sicher nicht nur innerhalb Russlands attraktiv. Die Auflage von 3000 Stück dürfte im Moment der Bekanntgabe bereits vergriffen sein.

.g Radeberger Veröffentlicht: 26. Januar 2017 02:29:04

Hallo Uwe,
heute Abend geisterte über die Bildschirme im deutschen und österreicischen Fernsehen eine Meldung, daß die Gos-Duma das Strafgesetz gegen Gewalttätigkeiten in der Familie lockern will. Selbst Putin hätte sich dafür ausgesprochen. Leichtere Schläge gegen die Kinder oder die/den Ehepartner/in seien lt. Gos-Duma nicht mehr als Straftat zu verfolgen, sondern daß das als ein Verwaltungsakt zu behandeln wäre.
Da ich das ja nun gewohnt bin, daß irgendwo in deutscher Berichterstattung fast immer eine kleine , wenn nicht gar eine große Unkorrektheit enthalten ist, bitte ich Sie, doch mal Licht in den dunklen russischen Prügelkeller zu bringen.
Unkorrektheit - ist das nicht ein schöner Begriff für Lügen und Lücken?

Trotzdem, es nutzt nichts. Neue Köpfe braucht unser Land ! Die Merkel muß weg !

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 26. Januar 2017 08:13:29

... es ist richtig, dass es eine Korrektur des Gesetzes zu Gewalttätigkeiten in der Familie gibt. Das hat in Russland auch gesellschaftliche Diskussionen hervorgerufen. Peskow hatte gestern erklärt, dass man diesecÄnderungen nicht dramatisieren solle, denn faktisch ändere sich nichts. Ich kümmere mich mal um das Thema ...

Rieger Thaddäus trm Veröffentlicht: 26. Januar 2017 03:20:10

Aber, Herr Niemeier, warum so bescheiden!? SIE haben doch schon einige Stunden vor mir an den
besagten Fürsten gedacht! Seine "potjomkinschen Dörfer" waren wohl gar keine "Fakes", sondern dies wurde ihm nur von mißgünstigen Zeitgenossen nachgesagt.
Sehr geehrter Radeberger, auch Sie wollen den von mir hochgeschätzten Dr. Schulgin wohl in den Wahnsinn treiben? Der hat schon genug Sorgen mit "altdeutschen" Pflastersteinen und Kanalisationsdeckeln. Und Sie sclagen nun vor, daß die Kaliningrader Jugend in restaurierten "altdeutschen" Gemäuern Konzerte hören und vielleicht sogar feiern könnte? Wie sollen denn da patriotische Gefühle entstehen, die Dr. Schulgin so sehr vermisst?

.g Radeberger Veröffentlicht: 26. Januar 2017 19:11:04

trm
Veröffentlicht: 26. Januar 2017 03:20:10

Ach wissen Sie, Sie kennen ja wahrscheinlich zwischenzeitlich meine Meinung. Der Dr. Schulgin ist mir eigentlich egal. Ich möchte einen entspannten Umgang mit der Vergangenheit und auch der Gegenwart. Die Bauten können nichts dafür. Sie sind auch keine Denkmäler irgendeiner rassischen oder nazistischen Ideologie. Dann wäre ich ganz entschieden für den Abriß - möglichst gestern!
Ich gehöre keiner Glaubensgemeinschaft an. Aber die Kirchenbauten z. B. in Frankreich oder Italien begeistern mich jedesmal - als Bauwerke, als das Können von Meistern. Daß da ein Kardinal oder Bischof oder König oder ... das angeregt hat, ist in meinen Augen Nebensache. Die Architekten, Baumeister und Handwerker, die das vollbracht haben, die bewundere ich. Und das alles ohne Computer! Ich glaube kaum, daß heutzutage ein Architekt so etwas zustande bringt. Trotz Computer.
Ich kann ja einen Dr. Schulgin in gewisser Weise verstehen, in anderer Weise auch wieder nicht.
So ist das nun mal.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 26. Januar 2017 22:46:19

... auch ich habe Verständnis für die Denkweise des Dr. Schulgin, würde aber anders argumentieren. Er überzieht in einigen Dingen und ich kann mich auch des Eindrucks nicht erwehren, dass er insbesondere mit einigen Verantwortlichen in der Kant-Universität offene persönliche Rechnungen austrägt. Das macht seine Argumentationspolitik etwas "gewöhnungsbedürftig" ...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 26. Januar 2017 20:21:41

@Radeberger und "Gewalt in der Familie": Das nun korrigierte Gesetz war noch recht frisch und hat einigen Zorn in der Bevölkerung entfacht, weil es dazu führte, das schon geringfügige Gewalt in der Familie uU härter bestraft wurde als eine Strassenschlägerei. Auch die sehr strengen Auslegungen für möglichen Sorgerechtsentzug haben Proteste hervorgerufen. Letztlich wurde das Gesetz als Familienfeindlich empfunden und hat entsprechende Proteste ausgelöst. Nun wird es halt korrigiert. Gut so, denn Recht und allgemeines Rechtsempfinden sollten nicht im Gegensatz stehen.

kgd .ru Veröffentlicht: 27. Januar 2017 01:37:41

[27.1.2017 - Alichanow: „...(BMW) habe die Absicht, die Zusammenarbeit fortzusetzen und dies war der positive Hintergrund des Gespräches.“] Wirkliche erfolgreiche Gespräche werden eigentlich anders formuliert...
Geht es Kaliningrad um Arbeitsplätze für Fachkräfte (die hoffentlich ausreichend vorhanden wären) oder um den Gewinn für die BMW-Besitzer, der deutschen Milliardärs-Familie Gwandt? Der Kauf eines sehr teuren BMW-Neuwagens dürfte wohl bei den Kaliningradern eher nicht höchste Priorität haben...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 27. Januar 2017 02:08:02

... die Fahrzeuge werden nicht für die paar Kaliningader produziert, sondern für den gesamtrussischen Markt. Es geht, wie überall, um Arbeitsplätze, Steuern und natürlich Gewinne.

Georg Veröffentlicht: 28. Januar 2017 03:03:45

Wegen der Korrektur des Gesetzes zu Gewalttätigkeiten in der Familie kann ich die Aufregung, besonders die vermeintliche Empörung der westlichen Medien nicht nachvollziehen. Wir haben in Deutschland wahrscheinlich das ausgeklügelste Gewaltschutzgesetz auf diesem Erdball, aber es ist unterm Strich auch nur ein Papiertiger, denn es ist kaum in der Praxis umsetzbar und ein Ritt gegen Windmühlen. Ich war selbst jahrzehntelang als Polizeibeamter mit der häuslichen Gewalt konfrontiert, und am Schluß blieb nur noch Frust und Unlust. Man hat viele Möglichkeiten durch das Gewaltschutzgesetz, aber alles was man tut, scheitert dennoch am Durchhaltevermögen des misshandelten Ehepartners. Alle getroffenen Maßnahmen der Polizei, verbunden mit einem hohen Verwaltungsaufwand verpuffen wirkungslos, sobald ein Partner die Anzeige zurückzieht oder vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht. In mindestens 90 Prozent der Fälle ist das so, die Ehepartner bleiben zusammen, weil meistens ein enormes Abhängigkeitsverhältnis besteht. Es ist ein Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist. Verurteilt z.B. die Staatsanwaltschaft den Schläger zu einer hohen Geldstrafe, so trifft es doch letztlich auch den Ehepartner, denn das Geld fehlt der Familie. Schickt man den "Schläger" in den Knast, so fallen Unterhaltszahlungen für Partner und Kinder gänzlich weg. Das Gewaltschutzgesetz ist leider in den meisten Fällen eine Augenwischerei, denn das StGB und Zivilrecht im BGB bieten auch so, genügend Paragrafen für ein notwendiges Agieren.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 28. Januar 2017 14:11:28

@Kaliningrad ist bereit, deutsche Landwirte zu empfangen und diese bei einem unternehmerischen Engagement zu unterstützen.

Gute Idee! Man sollte diese Information auch in den Niederlanden bekannt machen. Die niederländischen Landwirte sind in unternehmerischen Aktivitäten oft noch beweglicher.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 28. Januar 2017 14:20:35

@ Melioration
Die Kalingrader Verwaltung kann auch im Bundesarchiv nachfragen, ob es noch Karten und Pläne des alten Meliorationverbandes für das Gebiet gibt. Man muss ja nicht gleich alles neu erfinden.

Marko Bruhn Bruhn Veröffentlicht: 29. Januar 2017 23:25:09

was will Litauen mit Kaliningrad ? Litauen kann ohne die eu nicht überleben

Litauen zu Russalnd wäre ok für uns, für Russland eher schlecht :)

.g Radeberger Veröffentlicht: 30. Januar 2017 04:40:13

30.01.2017 – Litauen will das Kaliningrader Gebiet für sich
Entweder ist dieser Linas Balsis ein politischer Traumtänzer, was ich eher nicht vermute. Aber ausgeschlossen ist gar nichts bei diesem politischen System der Gribauskaite.
Oder es paßt in das ganze System der versuchten Destabilisierung Kaliningrads, was zur Zeit gerade abläuft. Provozieren, Stänkern, und das Ganze von vorn.
Was anderes ist eigentlich nicht möglich. Denn so ungebildet kann eigentlich ein ehemaliger Sprecher der litauischen Präsidentin nicht sein, daß er nicht einschätzen könnte, daß dieses Ansinnen für Litauen, auch mit Natohilfe nicht umsetzbar ist.
Das würde dann wohl auch nicht ohne persönliche Konsequenzen für die Befehlsgeber eines militärischen Angriffs sein.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 30. Januar 2017 19:01:31

Unter litauischen Politikkern schein der Wahn zu grassieren, dass sie ein mächtiges Land regieren. Nach dem Motto: Wer ungestraft deutsche Beobachter beschiessen kann, der kann es auch mit dem Bären aufnehmen. Ich frag mich wohin wir die ganzen Irren sperren sollen, wenn Europa wieder zur Vernunft kommt. Alle auf die Orkneyinseln?

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