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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Januar 2018

So, 21 Jan 2018 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Januar 2018

21.01.2018 – Krieg mit Russland ist Selbstmord
Jede beliebige Kampfhandlung gegen Russland wäre Selbstmord – zitiert die russische Zeitung „Rossiskaja Gaseta“ das „Contra Magazin“. Der Artikel in der deutschen Zeitschrift titelt „NATO gegen Russland: Jeder, der von einem Krieg mit Russland träumt, träumt vom Selbstmord. In dem Artikel werden die operativ-taktischen Iskander-Raketen erwähnt, die in Kaliningrad stationiert sind und die die polnische Hauptstadt Warschau in 120 Sekunden erreichen können. Bis Berlin benötigen diese Raketen allerdings rund vier Minuten. Die Zeitung behauptet, dass ein Abfangen dieser Iskander-Raketen praktisch unmöglich ist, da diese eine sehr hohe Geschwindigkeit in einer sehr geringen Höhe entwickeln. Es werden westliche Experten zitiert, die meinen, dass diese Raketen einfach das westliche Raketenschutzsystem „umfliegen“ und Ziele treffen, die nicht vorher berechnet werden können, da die Raketen mehrmals scharf den Kurs wechseln können. Weiterhin erwähnt die deutsche Zeitschrift den Patriotismus der Russen, den man nicht außer acht lassen sollte. Die Praxis zeigt, dass die Russen in schweren Zeiten immer loyal zu ihrem Staat stehen und dieses Prinzip wirkt auch heute.
 
 
21.01.2018 – Gouverneur fordert die Entlassung des Verwaltungschefs von Pionersk
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow fordert die Entlassung des Pionersker Verwaltungschefs, weil dieser mit Grund und Boden seines Verantwortungsbereiches spekuliert und manipuliert habe. Um die Entlassung durchzusetzen, hat der Gouverneur sich an den Rat der Volksvertreter des Stadtkreises Pionersk gewandt und diese gebeten, die Entlassung durchzusetzen. Am Freitag wurden während einer operativen Regierungssitzung dem Gouverneur Fakten vorgelegt, die ihn zu dieser Entscheidung zwangen. Erwähnt wird in der Mitteilung, dass es von Pächtern Außenstände in Höhe von 30 Mio. Rubel gegenüber dem Stadtkreis gäbe. Der Gouverneur forderte vom Verwaltungschef, alle notwendigen Dokumente vorzulegen, damit man in der Regierung die Angelegenheiten untersuchen kann und gleichzeitig seine Kündigung einzureichen. Der jetzige Verwaltungschef von Pionersk war seit Januar 2017 mit der Führung des Stadtkreises beauftragt gewesen.
 

Karte: Pionersk, Kleinstadt an der Ostsee und zukünftiger Standort eines neuen Hafenterminals
 
21.01.2018 – 132 Korruptionsfälle im vergangenen Jahr aufgeklärt
Im Jahre 2017 wurden durch die Kaliningrader Polizei 132 Fälle von Korruption aufgedeckt. Das teilte der Pressedienst der Behörde mit. Es erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit dem russischen Sicherheitsdienst FSB, der Staatsanwaltschaft und anderen Rechtspflegeorganen. 22 aufgedeckte Korruptionsfälle wurden als „besonders schwer“ eingestuft. Durch die Rechtspflegeorgane wurden im vergangenen Jahr weitere 267 Wirtschaftsverbrechen aufgedeckt, davon wurden 87 durch Staatsangestellte begangen.
 
 
21.01.2018 – Teile des Königsschlosses werden umgelagert
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt laufen auf dem Gelände des Königsschlosses Arbeiten zur Konservierung der Ausgrabungen und zur Gestaltung des Umfeldes. Teile der Ausgrabungen werden in das Fort Nr. 5 und in das Kulturhistorische Museum umgelagert. Danach beginnt die vollständige Säuberung des Gebietes des Schlosses. Umgelagert werden sowohl kleinere historische Funde, die bisher noch auf dem Gelände sind, wie auch Konstruktionsteile des Schlosses. Alle umgelagerten Teile sollen in beiden Einrichtungen zu einer Ausstellung gestaltet werden. Nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft und dem Abschluss des Ausbaus der Ruinen des Schlosses, werden die evakuierten Teile wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren.
 
 
21.01.2018 – Banales aus Kaliningrad in unserem Videokanal
Prjanikis sind ein beliebtes Gebäck in Russland, zu vergleichen mit den deutschen Lebkuchen, geschmacklich aber doch völlig anders. Sind Sie in Russland zu Besuch, so probieren Sie dieses typisch russische Gebäck - es ist nicht teuer und Sie können zukünftig mitreden, wenn es um russisches Essen, Sitten und Gebräuche geht.
 
 
21.01.2018 – Starker Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle in Kaliningrad
Die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Kaliningrad ist stark rückläufig. Insgesamt wurden im Jahre 2017 1.305 Verkehrsunfälle mit Verletzten und Toten registriert. Ums Leben kamen 119 Personen, ein Drittel weniger als im Jahre 2016. Und es gab drei Prozent weniger Verletzte. Für das Jahr 2017 wurden fünf Prozent weniger Verkehrsunfälle registriert, als im Vorjahr 2016. Durch die Verkehrspolizei wurden im Verlaufe des Jahres 470.000 Verletzungen der Straßenverkehrsordnung registriert, davon 225.000 wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Gegenwärtig sind im gesamten Kaliningrader Gebiet 25 Einrichtungen zur Geschwindigkeitsmessung installiert. Diese brachten Einnahmen in Höhe von 244,5 Mio. Rubel.
 
 
21.01.2018 – Einladung zu einem Stadtspaziergang durch Kaliningrad
Kaliningrad ist die Stadt der drei Architekturen. Nicht alles ist schön in dieser Stadt, aber es ist auch nicht alles hässlich. Lassen Sie uns zusammen durch die Stadt spazieren, durch Haupt- und Nebenstraßen, über Plätze und Hinterhöfe und sammeln wir gemeinsam Eindrücke über die Stadt, die im Sommer 2018 vier Gruppenspiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten wird.
 
 

 
20.01.2018 – Deutsche Revanchisten erhalten Konkurrenz aus Litauen
Seitdem Russland seine Grenzen Richtung Westen geöffnet und ehemalige Bewohner des Ostpreußen-Gebietes die Möglichkeit haben, das heutige Kaliningrader Gebiet zu besuchen, gehen die Diskussionen um den Namen der Stadt und des Gebiets. Insbesondere Deutsche, die häufig überhaupt keine historische Anbindung an dieses Gebiet haben, mischen sich in die inneren Angelegenheiten Russlands ein und versuchen dem Land vorzuschreiben, wie man sich geschichtlich korrekt verhalten soll. Eine der Forderungen lautet, dem Gebiet die altdeutschen Bezeichnungen zurückzugeben. Nun fordert auch Litauen, die Stadt Kaliningrad umzubenennen. Da man aber keinerlei Einfluss auf die russische Seite hat, sollen alle Hinweisschilder, Karten und sonstiges geographisches und politisches Material, welches in Litauen existiert, nun den neuen Namen „Karaljauschjus“, anstelle von „Kaliningrad“ tragen. Zumindest sind das die Vorstellungen des „Rates von Kleinlitauen“. In freier Übersetzung bedeutet diese litauische Bezeichnung „Königsberg“. Man hat auch schon mit der Umsetzung dieser Vorstellungen begonnen und eine Reihe von Hinweisschildern in Richtung Kaliningrader Gebiet ausgetauscht. Der Meldung russischer Medien ist leider nicht zu entnehmen, wann Litauen die Umbenennung von Klaipeda in Memel plant.
 

 
20.01.2018 – Es gibt keine Kaliningrader Wahrheit mehr
Eine der ältesten Zeitungen im Kaliningrader Gebiet, die „Kaliningradskaja Prawda“ (Kaliningrader Wahrheit) hat ihre Existenz eingestellt. Grund sind fehlende Finanzmittel – so der Generaldirektor. Auch die Druckerei zeigte sich nicht bereit, die Zeitung auf Kredit zu drucken und auf bessere Zeiten, gemeinsam mit der Zeitung zu hoffen. Die Zeitung ist nicht erst jetzt in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Jedes Massenmedium hat Probleme, wenn nicht ausreichend Reklame geschaltet wird und staatlicherseits keine Finanzierung erfolgt. Der Generaldirektor der Zeitung kritisierte den Besitzer, der keinerlei Anstrengungen unternommen habe, um die Zeitung zu retten. Im Gegenteil, habe er sämtliche Rettungsversuche ohne seine ausdrückliche Genehmigung verboten. Die Zeitung ist im Kaliningrader Gebiet erstmals am 9. Dezember 1946 erschienen. Sie hat eine Auflage von bis zu 14.500 Exemplaren an fünf Tagen in der Woche.
 
20.01.2018 – Wie du mir, so ich dir … nun drohen zwei Jahre Haft
Zwei Bewohner des Kaliningrader Gebietes haben gegenseitig den Weihnachtsbaum gefällt. Dafür werden ihnen nun bis zu zwei Jahren Haft angedroht. Der Vorfall passierte im Kreis Polessk in der Siedlung Sosnowka. Die Polizei erfuhr davon, weil zwei Anzeigen eintrafen – eben von den beiden Bürgern, die sich gegenseitig wegen des gleichen „Verbrechens“ anzeigten. Eine Überprüfung der Polizei ergab, dass beide Bürger sich wirklich gegenseitig den gleichen Schaden zugefügt hatten. Vor einigen Jahren wurden vor dem Haus, in dem beide Bürger wohnen, zwei Tannenbäume gepflanzt. Am 2. Januar meinte nun einer der Bürger, dass die Tanne zu groß ist und ihm das Licht stehle und er sägte beide Tannen ab. Dadurch fühlte sich sein Nachbar betroffen, der diese Tannen gepflanzt hatte. Dieser wiederum wollte nichts schuldig bleiben und sägte drei weitere Tannen ab, die sein Nachbar gepflanzt hatte. Insgesamt, so die Polizei, ist ein Schaden von 45.330 Rubel entstanden. Die Polizei beschlagnahmte bei beiden Männern drei Benzinsägen und leiteten ein Strafverfahren ein. Tja, das Jahr fängt gut an …
 
20.01.2018 – Zentralmarkt soll wunderschön werden
Der Kaliningrader City-Manager Alexander Jaroschuk verspricht, dass die Fassaden des Zentralmarktes bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wunderschön hergerichtet werden sollen. Ein altdeutsches Gebäude, in dem bisher Fleisch- und Wurstwaren verkauft worden, wurde beräumt und soll zu einem „wahren Schmuckkästchen“ hergerichtet werden. In wenigen Wochen werden dann auch die Abrissarbeiten für den hinteren Teil des Zentralmarktes beginnen, wo sich jetzt der sogenannte „Klamottenmarkt“ befindet. „Kaliningrad-Domizil“ hat eine kleine Reportage über den jetzigen Zustand des Zentralmarktes erstellt – als Erinnerung für Zeiten, wenn der Touristen-Magnet ein anderes Aussehen, aber hoffentlich keinen anderen Charakter erhalten hat.
 

 
20.01.2018 – Nun gibt es doch Bewegung bei den „Privaten“
Der City-Manager von Kaliningrad Alexander Jaroschuk informierte, dass es unter den wenigen privaten Transportunternehmern im Personennahverkehr einen Kandidaten gibt, der wohl in wenigen Tagen seine Lizenz verlieren wird. Man habe einfach „… die Faxen dicke“, mit solchen Firmen. Die Stadtverwaltung hatte sich entschlossen, im Jahre 2018, entgegen bisheriger Planungen, keine neue Ausschreibung der Linien im Nahverkehr vorzunehmen und auch keine Forderungen an die Privaten zu stellen, den Fahrzeugpark zu erneuern. Das rief schon einiges an Verwunderung hervor, insbesondere, da die Erwartungen an den Nahverkehr in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 sehr hoch sind. Allerdings erklärte der City-Manager, dass es der Stadt freisteht, vergebene Lizenzen zu entziehen, wenn die Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Und genau dies droht jetzt einem Unternehmen, dessen Name Jaroschuk allerdings öffentlich nicht nennen wollte. Gleichzeitig meinte er, dass nicht unbedingt das stadteigene Unternehmen „GorTrans“ diese Linien übernehmen wird … es gäbe noch andere Varianten. Um den Ausfall dieser Firma zu kompensieren, sind 30 Busse erforderlich. Insgesamt hat die Stadt 32 Buslinien organisiert. Davon werden 12 Linien durch „GorTrans“ bedient, acht Linien „West-Lain 1“, sechs Linien „IP Fomina“ und je drei Linien „Totem“ und „Selenogradsk Trans“.
 
 
20.01.2018 – 365 Tage um illegales Nostalgiegebäude abzureißen
Am 12. Januar 2017 veröffentlichte unsere Informationsagentur einen Artikel unter dem Titel „Hermann Göring ist tot. Es lebe der Reichsjägerhof“. Heute müsste die Überschrift für den Artikel lauten. „Herman Göring ist tot, der Reichsjägerhof auch“. Lange hat es gedauert, bis der russische Staat durchgesetzt hat, dass das Gebäude, welches auf den Grundmauern des ehemaligen Reichsjägerhofes ohne die erforderlichen Genehmigungen errichtet worden war, wieder abgerissen wurde. Noch immer ist nicht ganz klar, wer denn wohl der oder die wirklich Interessierten an diesem Objekt waren. Offiziell wurde erklärt, dass es sich um ein touristisches Objekt handeln sollte. Dabei fiel auf, dass das geplante „touristische“ Objekt eine fatale Ähnlichkeit mit der „Göring-Datscha“ hatte. Durch Kaliningrader Medien wurde über viele Wochen eine Kampagne zur Aufklärung aller Umstände um diesen illegalen Bau geführt. Im Ergebnis dessen, verließ ein Vizegouverneur, die sogenannte graue Eminenz unter dem Ex-Gouverneur Zukanow, seinen Platz in der „DD1“. Trotz mehrmaliger Aufforderungen durch staatliche Organe, den Bau einzustellen und einen Rückbau vorzunehmen, geschah nichts. Die verhängten Verwaltungsstrafen, wegen Nichterfüllung staatlicher Auflagen, waren lächerlich gering. Letztendlich griff der Staat aber zum Mittel der Gerichtsvollzieher, die eine sehr kurze Frist für den Abriss der Göring-Datsche setzten. Sollte die Besitzerin dieser Aufforderung nicht nachkommen, würde der Staat selber den Abriss durchführen und die Kosten im vollen Umfang der Besitzerin, nebst einer Verwaltungsstrafe, in Rechnung stellen. Dies veranlasste die Besitzerin, endlich das Gebäude abzureißen.
Kommentar UN: Im Kaliningrader Gebiet läuft seit Jahren eine sogenannte „Germanisierungskampagne“. Sie hat vielfältige Gesichter. Nicht wenige bestreiten, dass von dieser Kampagne irgendeine Gefahr für das russische Kaliningrad ausgeht und behaupten, dass es sich um übertriebene Befürchtungen handelt und niemand die Absicht habe, Kaliningrad aus dem Bestand der Russischen Föderation zu lösen. Nichts desto trotz gibt es aber Kräfte, die mindestens seit 1992 versuchen, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges zu korrigieren. Die Ereignisse in Kaliningrad, insbesondere seit August 2014 zeigen, dass es Kräfte gibt, die mit der Politik „Steter Tropfen höhlt den Stein“ versuchen eine Situation zu schaffen, um die russische „Festung Kaliningrad“ sturmreif zu machen. Der Wiederaufbau des Königsberger Schlosses, welcher lange diskutiert wurde, war wohl möglicherweise geistiger Grundgedanke für die Idee, auch die Göring-Datsche zu restaurieren. Und was wäre der nächste Schritt? Vielleicht die Heiligsprechung des Ortes in „Königsberg“ von dem aus Hitler im März 1933 eine Rede an das deutsche Volk hielt? Wir sollten neben dem Begriff „Germanisierung“ in diesem Zusammenhang auch einen Parallelbegriff für die Vorgänge in Kaliningrad verwenden: „Entrussifizierung“. Dem sollte mit aller staatlichen Macht Einhalt geboten werden.  
 
 

 


 
19.01.2018 – Nun soll doch neue Technik gekauft werden
Im Verlaufe des vergangenen Sommers wurde immer wieder über die Notwendigkeit beraten und berichtet, sich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Technik sollte gekauft werden, konnte aber nicht gekauft werden, weil nicht genügend Geld in der Stadtkasse war. Nun soll aber doch gekauft werden, nachdem der erste Schneefall im Jahre 2018 wieder den Unmut der Bevölkerung hervorgerufen hat und man mit der Straßensäuberung nicht zufrieden war, obwohl die Verantwortlichen mit statistischen Zahlen über ihre Aktivitäten die Medien förmlich überschütteten. Nun wurde mitgeteilt, dass man wohl doch Geld im neuen Haushalt gefunden habe und es werden umgehend neun neue Schneeräumfahrzeuge für die Stadt auf Leasingbasis erworben.
 
 
19.01.2018 – Illegale Spielcasinos geschlossen
Im Verlaufe des Jahres 2017 wurden durch die Kaliningrader Polizei 22 illegale Spielcasinos geschlossen. Dies teilt der Pressedienst der Innenverwaltung mit. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 300 Maßnahmen zum Aufspüren illegaler Spielcasinos durchgeführt, 22 davon waren von Erfolg gekrönt. Im Ergebnis der Razzien wurden 269 verschiedene Glückspielautomaten beschlagnahmt. Gegen die Betreiber wurden Strafverfahren eingeleitet. In Russland ist das Glückspiel nur in konkret festgelegten Glücksspielzonen erlaubt. Eine der Glückspielzonen befindet sich im Kaliningrader Gebiet.
 
Foto: Glückspielzone „Jantar“ im Kaliningrader Gebiet.
 
19.01.2018 – Frachtumschlag der Kaliningrader Häfen hat zugenommen
Die Kaliningrader Häfen haben im vergangenen Jahr 13,8 Mio. Tonnen Fracht umgeschlagen. Das ist ein Zuwachs um vier Prozent. Diese Information verbreitete TASS unter Bezug auf die Assoziation der Seehandelshäfen Russlands. Damit befindet sich der Kaliningrader Hafen unter denen, die sich am dynamischsten entwickeln.
 
 
19.01.2018 – Restaurant wurde wegen Missbrauch der russischen Flagge bestraft
Die Kaliningrader Staatsanwaltschaft hat den Pub „Britannika“ wegen nicht ordnungsgemäßer Nutzung der russischen Flagge abgestraft. Wie eine Kontrolle des Restaurants in der Karl-Marx-Straße ergab, befanden sich an der Fassade die Flaggen der Europäischen Union und des Vereinigten Königreichs Großbritanniens sowie die Flagge von Nordirland. Die russische Flagge war in einem sehr verschmutzten Zustand und befand sich nicht an der Stelle, wie dies die russische Flaggenordnung vorschreibt. Ein Verwaltungsverfahren gegen den Leiter des Restaurants und gegen die Besitzer wurde eingeleitet. Der Mangel wurde zwischenzeitlich beseitigt.
 
19.01.2018 – Freie Tage zur Fußball-Weltmeisterschaft?
Der Kaliningrader City-Manager teilte mit, dass bisher noch keine Entscheidung gefallen ist, ob man die Tage, an denen in Kaliningrad die Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, zu arbeits- und schulfreien Tagen erklären wird. Die Entscheidung wird im Mai fallen – so Jaroschuk. Gegenwärtig werden Gespräche mit den Arbeitgebern geführt und mit allen Behörden und Einrichtungen, die in Kaliningrad den öffentlichen Nahverkehr und den Straßenverkehr organisieren. Insgesamt finden vier Gruppenspiele in Kaliningrad statt, davon drei an Wochentagen nach Arbeitsschluss.
 
 
19.01.2018 – Der Kaliningrader „Nawalny-Verein“ scheint auseinanderzubrechen
Der „Besuch“ von Alexej Nawalny im Dezember 2017 in Kaliningrad hat keine besonders nachhaltigen Emotionen bei der Bevölkerung hervorgerufen. Die Teilnehmerzahl war, selbst wenn man die höchste Zahl nimmt, die von Nawalny verbreitet wird, in einem Bereich rechts vom Komma. Nun scheinen wohl auch Anhänger von Nawalny, die aktiv im Stab des russischen Korruptionsjägers tätig waren, den Glauben an ihren Herrn und Meister verloren zu haben, denn zehn Mitglieder des Stabes haben diesen jetzt verlassen. Einige Medien berichten sogar von „mindestens“ zehn. Grund ist, dass man mit den Chefs Jegor Schernjuk und Oleg Aleksejew unterschiedlicher Meinung in einer Reihe von Fragen ist. Die Aktivisten, die den Stab verlassen haben, verbreiteten eine Erklärung und zeigten sich darin enttäuscht, dass ihr ganz persönlicher Beitrag in der Entwicklung der Nawalny-Organisation in Kaliningrad durch die Moskauer Zentralvertretung von Nawalny nicht gewürdigt wird. Sie erklärten weiterhin, dass sie politisch aktiv tätig bleiben wollen, und weiterhin dazu aufrufen, die Präsidentenwahlen im März zu boykottieren. Allerdings werden sie hierfür eine andere Plattform nutzen.
 
 

 

18.01.2018 – Wie immer pünktlich und trotzdem plötzlich und unerwartet
Der Winter ist endlich in Kaliningrad eingezogen. Wie seit vielen Jahren üblich, ist der erste ernsthafte Schnee Mitte Januar gefallen. Und schon haben die ständig unzufriedenen Autofahrer wieder einen echten Grund, auf die Stadtverwaltung zu schimpfen, die mal wieder die Schneeberäumung nicht richtig organisiert hatten. Die Stadtverwaltung und die Gebietsregierung wiesen die Vorwürfe zurück und erklärten, dass alle Dienste rund um die Uhr arbeiten. Die wichtigsten Straßen für den Verkehr und die wichtigsten Straßen, die zu Schulen und Kindergärten führen, sind mindestens zweimal von Schnee beräumt und mit Spezialflüssigkeiten abgearbeitet worden. 150 Spezialfahrzeuge arbeiteten auf den Regionalstraßen. Gestreut wurden mehr als tausend Tonnen Sand-Salzgemisch und 300 Tonnen Salz. Die Arbeit der mit dem Straßendienst beauftragten Firmen wird über Satelliten kontrolliert. Somit besteht in Realzeit die vollständige Kontrolle, welche Technik, wo im Einsatz ist und welche Arbeiten wirklich erfüllt wurden. Bereits zum Wochenende werden aber wieder Plustemperaturen erwartet, so dass die weiße (Un)Pracht wieder verschwindet.
 

Anmerkung UN: Dutzende unserer Mitarbeiter waren heute in der Stadt unterwegs, um winterliche Eindrücke zu sammeln – Romantisches sehen Sie bis zur Minute 1:40, danach wird es dramatisch.
 
18.01.2018 – Museum der Bildenden Kunst lädt ein
Das Museum der Bildenden Kunst in Kaliningrad (ehemals Kunstgelerie), lädt zum „Tag des Museums-Selfie“ ein. Er findet (fand) am 17. Januar in vielen russischen Museen, aber auch in anderen Ländern statt. Grundgedanke ist, die Museumsliebhaber der ganzen Welt mit Hilfe der Sozialnetzwerke zu vereinen. Teilnehmen an dieser Aktion konnte somit jeder, der in irgendeinem sozialen Netzwerk dieser Welt Mitglied ist. Die Teilnahme selber ist denkbar einfach. Man besucht das Museum der bildenden Künste auf dem Moskauer Prospekt, positioniert sich vor dem Ausstellungstück, welches einem am besten gefällt, macht ein Foto und stellt es in das soziale Netzwerk ein und fügt dazu bei: #MuseumSelfie, #МузейноеСелфи, #kaliningradartmuseum. Das beste Foto wird dann auf der Internetseite des Museums veröffentlicht.
 
18.01.2018 – Museum der Bildenden Kunst vor Umzug
Wie bekannt, wird das Museum der Bildenden Kunst von seinem bisherigen Domizil auf dem Moskauer Prospekt in das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse auf dem Leninski Prospekt umziehen. Der Umzug wird bis 2019 abgeschlossen sein. Notwendig sind umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten im Gebäude und am umliegenden Territorium. Der Umzug macht sich erforderlich, weil eines der drei Hochhäuser auf dem Moskauer Prospekt baufällig geworden ist. Nach den Rekonstruktionsarbeiten am Pregelufer zeigten sich gefährlich große Risse im Gebäude. Das wurde freigezogen und es laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Abriss. Die ehemalige Kunstgalerie und jetzige Museum der Bildenden Kunst befindet sich in einem Gebäude, welches sich über alle drei Hochhäuser erstreckt. Es hat sich herausgestellt, dass auch hier bauliche Probleme vorhanden sind und somit auch dieses Gebäude abgerissen werden muss.
 
 
18.01.2018 – Trotz allem – Passagierzahl wächst
Trotz aller Unzulänglichkeiten auf dem Kaliningrader Airport Chrabrowo, insbesondere dem eingeschränkten Flugverkehr, bedingt durch die Bauarbeiten an der Start- und Landebahn, steigt die Passagierzahl weiter an. 13,9 Prozent mehr Reisende hat der Kaliningrader Airport im vergangenen Jahr abgefertigt. In konkreten Ziffern sind dies 1,78 Mio. Personen. Davon waren 130.000 Reisende auf internationalen Strecken. Der Rest reiste zwischen Kaliningrad und dem russischen Mutterland. Für das Jahr 2018 erwartet der Airport merkwürdigerweise nur einen Zuwachs von 5,2 Prozent, obwohl einerseits die Rekonstruktionsmaßnahmen abgeschlossen sind und andererseits die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet.
 
 
18.01.2018 – City-Manager zeigt Unverständnis
Für den Kaliningrader City-Manager Alexander Jaroschuk ist es unverständlich, weshalb sich die Kaliningrader so wegen eines altdeutschen Gebäudes aufregen, welches durch den Besitzer abgerissen wird. Es geht um das Gebäude des ehemaligen Goethe-Lyzeums, welches nach dem Krieg als Wohnhaus genutzt wurde, in baufälligen Zustand geriet und wo die Besitzerin die Feiertage zum Jahreswechsel nutzte, um mit Abrissarbeiten zu beginnen. Es ging ein Aufschrei der Empörung durch die Kaliningrader Gesellschaft und die Kaliningrader Verantwortlichen waren gezwungen, einzuschreiten und ein Abrissverbot bis zur Klärung aller Umstände, auszusprechen. Der City-Manager erklärte, dass die Besitzerin das Recht habe, das Gebäude abzureißen. Das Gebäude kann nicht wieder instandgesetzt werden und deshalb wurde das Gebäude ohne irgendwelche Beauflagungen zum Verkauf ausgeschrieben. Jaroschuk ist es unklar, warum früher niemand gefordert habe, dieses Gebäude einen Denkmalstatus zu geben. Erst als die Besitzerin ihr Recht geltend macht, fing man an sich zu empören. Um dieses Haus wieder instand zu setzen, sind enorme Gelder nötig. Wer gibt diese Gelder – so die Frage von Jaroschuk. Wenn die Stadt jetzt die Forderungen der Aktivisten aufgreift und dem Gebäude nachträglich einen Denkmalschutzstatus verleiht, werden damit die Rechte der Eigentümer verletzt und das kann nicht zugelassen werden.
Anmerkung UN: In den Kaliningrader Medien wird nach diesen Äußerungen des City-Managers die Frage aufgeworfen, warum das Gebäude der Kreuz-Apotheke, wo eigentlich nur noch die vordere Fassadenwand steht, instandsetzungswürdig ist und man auch einen Investor dafür gefunden hat und das Gebäude des Goethe-Lyzeums, welches in einem wesentlich besseren Zustand ist (war) nicht mehr instand gesetzt werden kann.
 

Foto: Vorderansicht des Gebäudes „Goethe-Lyzeum“. Die Abrissarbeiten erfolgten auf der Seite des rückwärtigen Innenhofes
 
18.01.2018 – Kant-Skulptur auf dem Müllhaufen gefunden
Am vergangenen Wochenende berichteten wir, dass ein russischer Unternehmer eine originelle Kant-Figur geschaffen hat und diese auf dem Platz des Sieges aufgestellt wurde. Es handelt sich um ein Geschenk an die Stadt. Allerdings erfolgte die Aufstellung ohne Genehmigung, wobei, so der Unternehmer, eine Genehmigung nicht nötig war, da die Skulptur eine Größe unter einem Meter hat. Irgendjemand hat dann diese Skulptur in wenigen Stunden danach abgerissen und man fand sie etwas später auf einer Müllkippe wieder. Wie der Bürgermeister von Jantarny, Alexej Saliwatzki informierte, wurde sie dort geborgen und nach Jantarny gebracht, wo sich bereits eine andere Kant-Figur befindet, die in Kaliningrad umstritten war, aber gegenwärtig beginnt, Kult-Status anzunehmen. Nun hat sich der Kaliningrader City-Manager Alexander Jaroschuk zu den Vorgängen geäußert und informiert, dass die Stadt bereit ist, einen passenden Ort für diese Statue zu finden. Wichtig ist, dass hierbei alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden und die Aufstellung durch den Kulturrat des Gebietes bestätigt wird.
 
Foto: Kant-Skulptur auf dem Platz des Sieges, wo sie nach wenigen Stunden Richtung Müllhaufen verschwand
 
18.01.2018 – Blauwal wird still und heimlich verschwinden
Kaliningrad hat in den letzten Wochen wohl einige Probleme mit Skulpturen und sonstigen künstlerischen und weniger künstlerischen Schönheiten. So berichteten wir bereits mehrmals über den Blauwal, der der Stadt durch eine Firma gesponsert wurde, die den Auftrag zur Rekultivierung des Unterteiches erhalten hatte. Diese meinten, der Stadt etwas Gutes zu tun und hatten die überdimensionale Figur eines Blauwals, mit Genehmigung des City-Managers aufgestellt. Allerdings reicht die Genehmigung des City-Managers für derartige Dinge nicht aus, sondern auch der Kulturrat beim Gouverneur hat eine mächtige Stimme in derartigen Angelegenheiten. Und dieser Kulturrat wurde nicht gefragt. Danach begannen die Diskussionen um ästhetische Momente dieser Skulptur und nun äußerte sich Jaroschuk, das man diese Skulptur in aller Ruhe entfernen lassen werde. Allerdings wird die Figur keine weite Reise machen, so wie es mit der „Kant-Figur“ geschehen ist, die nach Jantarny umgelagert wurde. Der Blauwal wird dem staatlichen TV-Sender „WESTI“ übergeben, der gleich am Unterteich, nur wenige Schritte vom jetzigen Standort des Blauwals, seinen Sitz hat. Das Territorium des Senders wird gegenwärtig komplett neu gestaltet und es befinden sich dort mehrere große Brunnen mit Wasserspielen, wo der Blauwal sicherlich einen vernünftigen Platz finden wird.
 
 
18.01.2018 – Es ist doch wahr – Schalke 04 kommt nach Kaliningrad
Unglaublich aber wahr – die deutsche Fußballmannschaft „Schalke 04“ kommt zur Einweihung des neuen Kaliningrader Fußballstadions am 22. März nach Kaliningrad. Das erste Fußballspiel, was in diesem Stadion stattfindet, wird von „Baltika“ gegen „Schalke 04“ ausgetragen. Darüber informiert TASS unter Bezugnahme auf den Generaldirektor des Kaliningrader Fußballclubs Timur Lepzaju. Entsprechend den Forderungen der FIFA, sind bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft mindestens drei Testspiele durchzuführen. Dabei muss das Stadion bis zum letzten Platz gefüllt werden. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 35.000 Plätzen. Übergeben werden soll das Stadion im Februar. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es mit dem Übergabetermin keine Probleme gibt.
 
 
18.01.2018 – Neuer Airport unter Wasser
Der Kaliningrader Airport scheint vom Pech verfolgt zu sein. Erst vor wenigen Tagen wurde der neue Abfertigungsteil für den Check-In des Airports für die Passagiere freigegeben, da platzte ein Wasserrohr in der darüber liegenden Etage und setzte den Bereich unter Wasser. Zu größeren Schäden soll es nicht gekommen sein. Der Airport habe die Situation schnell in den Griff bekommen – so die Pressesprecherin Natalja Grizun. Seit Beginn des neuen Jahres ist dies schon der zweite Fall, wo im neuen Terminal ein Wasserrohrbruch passiert. Bereits am 5. Januar berichteten Zeugen von einem ähnlichen Vorfall. Die Rekonstruktion des Airports soll am 31. März beendet sein.

 

17.01.2018 – Kaliningrad – Hort des Bösen
Der ehemalige Kommandierende der US-Armee in Europa Ben Hodges, seit einiger Zeit nicht mehr aktiver Militär, dafür aber aktiver Analytiker des Zentrums für die Erforschung der europäischen Politik, hat vorausgesagt, dass die russische Armee Litauen überfallen wird. Die Äußerungen stammen aktuell vom Dienstag dieser Woche und werden von der litauischen Internetseite „Delphie“ widergegeben.
„Das Modell der Zusammenarbeit zwischen Litauen und Deutschland ist ein gutes Beispiel. Die Deutschen haben gezeigt, dass sie ihre Kräfte dislozieren und damit Druck auf andere ausüben können. Sogar Italien und Spanien haben Militärs entsendet – das ist sehr wichtig. Litauen ist das beste Beispiel eines Landes, welches Hilfe erhält, es hat in den Übungsplatz in Pabrad investiert und die Brigade „Eiserner Wolf“ ist eine der besten, die in Europa steht“, - so der Ex-Militär. Die NATO ist die Kraft, die Druck in der Region ausübt. Auf die Frage, wie real ein Krieg zwischen Russland und europäischen Staaten ist, antwortete der Ex-Kommandierende, dass man sich einem großen Krieg nähere. Er führte an, dass die norwegische Aufklärung Russland beschuldige, die Einnahme von Spitzbergen, während der Übung „Sapad 2017“ trainiert zu haben. Und deshalb glaube er, so der Ex-General, an einen bald bevorstehenden Konflikt. Wir verfügen vielleicht über 10.000 Panzer, aber wenn diese nicht schnell verlegt können und wir diesen Russen nicht zeigen können, dass wir Truppen genauso schnell verlegen können wie sie, dann ist die Anzahl der Panzer unwichtig – so Hodges. Er forderte, dass Litauen Teil des Luftverteidigungssystems werden müsse, damit sich Europa vor den russischen Flugzeugen und Raketen schützen kann. Der General zeigte eine Karte, auf der dargestellt war, wie Russen aus dem Kaliningrader Gebiet heraus in drei Richtungen gleichzeitig angreifen: Kleipeda, Schauljai und in Richtung Suwalski Korridor.
 
Karte: Das von der NATO umgebene Kaliningrader Gebiet – Ausgangspunkt für die Bedrohung Europas
 
17.01.2018 – Fast alle ausländischen Touristen sind Deutsche
Eine erstaunliche Information wurde durch Kaliningrader Medien am Dienstag verbreitet. So sollen 97 Prozent aller organisiert nach Kaliningrad reisenden ausländischen Touristen, Deutsche sein. Das geht aus Informationen des russischen Statistikamtes hervor, die im Dezember 2017 für das Jahr 2016 veröffentlicht worden sind. Die veröffentlichten Zahlen stehen im starken Widerspruch zu anderen Zahlen, die durch die Kaliningrader Gebietsregierung in der Vergangenheit veröffentlicht worden sind und bringen wohl mehr Unklarheiten, als neue Erkenntnisse. So sollen im Jahre 2016 9.500 Ausländer nach Kaliningrad, organisiert durch Touristenfirmen, eingereist sein. 9.200 davon sollen Deutsche gewesen sein. Damit soll das Niveau der Anzahl deutscher Touristen im Jahre 2016 fast das Niveau des Jahres 2014 wieder erreicht haben. Für andere ausländische Touristen ist das Kaliningrader Gebiet nicht interessant. Außer den Deutschen, haben noch 203 Bürger der GUS, 55 Bürger des Pribaltikums, drei Polen, zwei Chinesen und ein Türke Erholungsreisen nach Kaliningrad gekauft. Im Jahre 2016 wurden 25 Prozent weniger Touristenreisen verkauft, als im Jahre 2012 – kommentiert die russische Statistik. Bisherige Meldungen besagten, dass im Jahre 2016 1,3 Mio. Touristen nach Kaliningrad gereist sind, davon rund 2 Prozent Deutsche, also 26.000. Welche Ziffern sich als richtig und für die tägliche Arbeit als interessant erweisen, überlassen wir der Zukunft.
 
 
17.01.2018 – Synagogenbau macht Fortschritte
Der Bau der jüdischen Synagoge in Kaliningrad macht Fortschritte. Wie sich „Kaliningrad-Domizil“ bei einem Besuch vor Ort überzeugen konnte, sind bereits die Elemente der Metallkonstruktion für die Kuppel angeliefert worden und warten darauf, in wenigen Tagen montiert zu werden. Die Anstrengungen sind darauf gerichtet, den Bau so weit wie möglich im Rahmen der Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft voranzutreiben, insbesondere auch deshalb, weil sich der Standort an einem stark frequentierten Stadtteil, dem Fischdorf, befindet. Nach Fertigstellung soll die Synagoge zwei Gebetssäle aufnehmen, einen gemeinnützigen Verpflegungssaal, ein Restaurant und Geschäfte. Hinzu kommen ein Kindergarten und eine Schule sowie Räumlichkeiten für verschiedenste Rituale und Feiern. Weiterhin sind eine Bibliothek, ein Lesesaal und ein Auditorium für Lehrveranstaltungen vorgesehen.
 
Anm. UN: Am Ende des Videobeitrages sind die Baustelle und die bereits angelieferte Metallkonstruktion für die Kuppel der Synagoge zu sehen.
 
17.01.2018 – Auch außerhalb der Ehe werden Kinder geboren
Jedes fünfte in Kaliningrad geborene Kind, kommt außerhalb einer registrierten Ehe zur Welt. Das sind die Ergebnisse des Jahres 2016. Konkret wurden 2.240 Kinder im Jahre 2016 geboren, ohne dass die Eltern miteinander verheiratet waren. Damit hält die Tendenz der letzten fünf Jahre an, dass die Anzahl der Kinder, die außerhalb einer bürgerlichen Ehe geboren werden, rückläufig ist. 2012 waren es mehr als 22 Prozent, 2014 noch 20 Prozent und 2016 waren es 18,4 Prozent. Wie die Statistik zeigt, hält auch die Tendenz an, dass die Frauen nicht mehr so früh Kinder gebären, sondern sich für eine spätere Schwangerschaft entschließen.
 
17.01.2018 – Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern …
Diese Worte hat der erste deutsche Bundeskanzler Adenauer gesagt und viele Persönlichkeiten von mehr oder weniger großer Bedeutung, haben sich diesen Spruch ebenfalls zu Eigen gemacht. Nun scheint der Kaliningrader City-Manager Alexander Jaroschuk sich auch dieses Spruches erinnert zu haben, denn er verkündete, dass es in diesem Jahr – dem Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 – wo sich Kaliningrad der ganzen Welt als moderne Stadt präsentieren will, keine Forderungen an die privaten Transportunternehmer geben werde, ihren Fuhrpark zu erneuern. Im vergangenen Jahr hörten sich seine Worte an die „Privaten“ sehr dramatisch an und im Ergebnis einer öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzung, verschwand das größte private Verkehrsunternehmen Kaliningrad von der Bildfläche. Danach war zu bemerken, wie der stadteigene Nahverkehr „GorTrans“ seinen eigenen Fuhrpark radikal erneuerte und auch weitere Busse, Trolleybusse und vielleicht auch Straßenbahnen erwerben wird. Auf den privaten Linien im Nahverkehr sieht man aber nach wie vor keine modernen Busse. Es ist immer noch, wie schon seit über zwanzig Jahren, Schrott auf Rädern unterwegs. Um die „Privaten“ unter Druck zu setzen, wurden die Lizenzen für den Nahverkehr im vergangenen Jahr speziell nur für wenige Monate verlängert. Diejenigen, die keine neuen Busse haben, sollten im März 2018 keine Lizenz mehr erhalten und aus dem Kaliningrader Nahverkehr verschwinden. Nun verkündete Jaroschuk, dass ihn dieses Geschwätz aus dem Vorjahr nicht mehr interessiert und die Lizenzen für alle automatisch verlängert werden.
 
 
17.01.2018 – Noch ein Bau-Erfolg in Kaliningrad
Die sogenannte „Ost-Hochbrücke“, eine weitere neue Zufahrt zur „Insel“, dem Standort des Stadions zur Fußball-Weltmeisterschaft, verbindet nun beide Ufer miteinander – teilte die bauausführende Firma mit. Die Brücke führt über den Pregel im Bereich der ul. Jaltinskaja. Gegenwärtig werden weitere Arbeiten zur Straßenzuführung und der Fahrbahndecke der Brücke, sowie zum Bau der Fußwege durchgeführt. Die endgültige Asphalt-Straßenabdeckung erfolgt, wenn die Temperaturen diese Bauarbeiten zulassen. Alle Bauarbeiten für die Brücke und die Zu- und Abfahrten sowie Verbindungsstraßen sollen bis 31. Mai 2018 abgeschlossen sein. Die Baufirma zeigte sich sicher, dass sie alle Arbeiten früher erledigen wird. Die technische Eröffnung der Brücke wird wohl schon im März, vielleicht April stattfinden. Die Brücke selber ist ein einzigartiges Bauwerk für Kaliningrad. Die Brücke verfügt über keinerlei Träger im Bereich des Flusses. Die Brücke wird den Moskauer Prospekt mit der ul. Jaltinskaja verbinden. Im Frühjahr, nach der Freigabe der Brücke für den Verkehr, auch im Bereich der ul. Susdalskaja, wird dort ein sogenannter Auffangparkplatz für 4.000 Fahrzeuge eröffnet.
 
Foto: Neue Hochbrücke über den Pregel verbindet die ul. Jaltinskaja mit der „Insel“

 

16.01.2018 – Kaliningrad macht für sich Reklame
Nach russischen Untersuchungen soll Kaliningrad sich an siebter Stelle der russischen Städte befinden, die besondere Popularität als Erholungsort bei den Russen genießt. Die im vergangenen Jahr nach Kaliningrad gereisten Touristen, haben sich durchschnittlich 4,5 Tage in der Stadt bzw. dem Gebiet aufgehalten und für die Übernachtung 2.400 Rubel pro Nacht ausgegeben.
 
 
16.01.2018 – Teile des Zentralmarktes werden beräumt
Händler im Zentralmarkt, die in den festen Gebäuden mit Fleisch- und Wursterzeugnissen handelten, haben die Räumlichkeiten verlassen müssen. Ihnen wurden neue Einrichtungen auf dem Gelände des Zentralmarktes zugewiesen. Warum sie die bisherigen Räumlichkeiten verlassen mussten, ist nicht bekannt. Allerdings kommentierte der Vizegouverneur Harry Goldmann, dass man in den Räumlichkeiten eine Hauptinstandsetzung durchführen wird. Die Gebäude werden modernisiert, mit Rolltreppen ausgestattet und die Räumlichkeiten selber optimaler gestaltet, um mehr Verkaufsfläche zu gewinnen. Weiterhin werden in Kürze die Fassaden-Instandsetzungsarbeiten beginnen. Es gab einige Meinungsunterschiede zu Fragen der Reklame an diesen Gebäuden – aber, so der Vizegouverneur, man habe eine gemeinsame Sprache gefunden. Weiterhin wird noch im Januar die Demontage eines Teils des Zentralmarktes beginnen, wo sich Händler von Industriewaren aufhalten. Bis zur Weltmeisterschaft wird dort eine Parkanlage geschaffen. Nach der Weltmeisterschaft beginnt der Bau eines neuen Handelszentrums an dieser Stelle. In die Neugestaltung des Bereiches fließen 1,2 Milliarden Rubel Investitionen.
 
 
16.01.2018 – Unsere Meinungs- und Wissensfragen
In der Nacht vom 15. Januar zum 16. Januar passieren wieder die obligatorischen technischen Wunder auf unserem Portal. Es verschwindet unsere Frage an Sie, ob Sie meinen, dass Deutschland irgendein besonderes Interesse an Kaliningrad hat und es erscheint eine neue Frage. Durch den Zeitunterschied zwischen Moskau und Berlin könnte es sein, dass der neue Wissenstest für Sie schon um 22 Uhr deutscher Zeit zugriffsbereit ist, denn unser Portal ist „russisch programmiert“ – also schauen Sie einfach mal.
Wir haben noch einen kleinen Test gestartet – deshalb Test, weil wir mit unserem neuen „Spielzeug youTube-Kanal“ noch einige technische Probleme haben und gegenwärtig nicht so können, wie wir wollen. Genau unter dem Platz, wo die Wissensfrage gestellt wird, gibt es ein weiteres Feld, es ist manchmal rot, manchmal grün, welches wir direkt mit unserem neuen „youTube“-Kanal verknüpft haben. Dort soll es zukünftig immer eine kleine Einführung, entweder zu unserer Meinungsumfrage oder zu unserem Wissenstest geben. Sie sollten sich also vorher diesen kurzen Videobeitrag anschauen und erst dann die von uns gestellte Frage beantworten. Sie können natürlich unseren „youTube“-Kanal ignorieren und einfach so die Fragen beantworten – ganz wie Sie wollen. Aber wenn Sie schon auf unserem Videokanal sind, so schauen Sie sich um, ob es weitere interessante Beiträge gibt. Wir haben den Kanal Mitte November geschaffen und sind erstaunt, welchen Zulauf wir haben – ehrlich, damit haben wir nicht gerechnet.
 
 
16.01.2018 – Ruinen des Königsschlosses werden pünktlich eröffnet
Die Ruinen des Königsschlosses in Kaliningrad werden bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft so hergerichtet, dass Besucher diese besichtigen können. Wie der Vizegouverneur Harry Goldmann informierte, wird die Rekonstruktion des gesamten Geländes in mehreren Etappen erfolgen. Gegenwärtig laufen Maßnahmen zur Konservierung der Ruinen. Danach wird das Entwässerungssystem gebaut. Anschließend erhalten die Fundamente eine Kuppel oder eine gläserne Platte. Noch sind nicht alle Detailfragen geklärt. Das letzte Wort hat der Kulturrat.
 

 


 
15.01.2018 – MIRATORG will weiter investieren
Einer der größten Fleischverarbeiter in Russland, die Firma MIRATORG, will die Produktionsstätte in Kaliningrad erweitern und 500 Mio. Rubel in die Schaffung von zwei neuen Bauernwirtschaften investieren. Damit wird die Firma bis Ende 2018 über 11 Bauernwirtschaften verfügen, die sich mit Viehzucht beschäftigen. Die neuen Bauernwirtschaften werden je 5.000 Rinder betreuen. Um diese Tiere versorgen zu können, wird MIRATORG 10.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche kultivieren. Bereits im vergangenen Jahr zeigte die Investitionspolitik der Firma hervorragende Ergebnisse, denn die Gründung eigener Bauernwirtschaften gestattet es dem Unternehmen, bis zu 75.000 Rinder zu halten. Dies war ein Zuwachs um 34 Prozent im Vergleich zum Jahre 2016. Im Jahre 2019 plant die Firma noch zwei weitere Bauernwirtschaften zu schaffen.
 
 
15.01.2018 – Riesensubventionen für Kaliningrader Fahrzeugindustrie
Die Kaliningrader Fahrzeugindustrie hat im Rahmen der Lösung des „Problems 2016“, also der Neuregelung der Festlegungen zur Sonderwirtschaftszone, 80 Prozent aller Subventionen erhalten, die die föderale Regierung für die betroffenen Kaliningrader Unternehmer zur Verfügung gestellt hat. Darüber informierte inoffiziell ein Mitarbeiter der Kaliningrader Gebietsregierung das Regionalportal „newkaliningrad“. Insgesamt hat Kaliningrad 48,8 Milliarden Rubel Subventionen für „Problem 2016“ erhalten, davon 40 Milliarden die Fahrzeugindustrie. Der größte Nutznießer war die Firma „Avtotor“. Die Fahrzeugproduktion wuchs im Jahre 2017, nach einigen bitteren Jahren auf das 1,5fache.
 
 
15.01.2018 – Starker Rückgang der Bernsteinveredelung
Der Umfang der Verarbeitung von Bernstein in der Schmuckindustrie ist in den letzten drei Jahren um 60 Prozent rückläufig. Darüber informierte das Mitglied der Assoziation der Bernsteinverarbeiter Ilja Jemeljanow das Regionalportal „newkaliningrad“. Für diesen gewaltigen Produktionsrückgang, gibt es mehrere Gründe. Zum einen sind auf der Bernsteinbörse, auf der alle Verkäufe vonstatten gehen, Spekulanten aufgetaucht. Diese verfügen über eine große Kapitalkraft, die den Kaliningrader Bernsteinjuwelieren fehlt. Ein weiterer Punkt ist der große Vertrag zur Lieferung von Rohbernstein an China. In China wird sehr preiswert der Bernstein veredelt und kehrt dann auf den russischen bzw. Kaliningrader Markt zurück. Nun will man in Kaliningrad einen Bernstein-Cluster schaffen. Damit hofft man auf das Bernsteinkombinat Einfluss nehmen zu können und die Einkaufskonditionen so zu gestalten, dass man wettbewerbsfähiger wird.
 
 
15.01.2018 – Max-Aschmann-Park - auf dem Weg der Besserung
Der Max-Aschmann-Park steht seit 2014 im Zentrum der Aufmerksamkeit in Kaliningrad. Ein, zu deutschen Zeiten, sehr stark frequentierter Ort der Erholung, wurde im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Krieg kümmerte sich niemand um die Rekultivierung und so gelang der Park immer mehr in einen „naturellen Zustand“. Das gesamte Be- und Entwässerungssystem war zerstört und es kam ständig zu großen Überschwemmungen. Im Ergebnis dessen wurden viele seltene Bäume, Sträucher und Gewächse vernichtet. Ab 2014 begann die Planung der Rekultivierung. Der Park wurde „aufgeräumt“, eine Bestandsaufnahme der Gewächse durchgeführt, das Kanalisationssystem wieder instandgesetzt. Alle diese Arbeiten hinterließen technische Spuren, die die Kaliningrader aber nicht abhielten, den Park schon in Besitz zu nehmen. Trotz ungünstiger Temperaturen, wird auch jetzt äußerst intensiv an der Rekultivierung des Parks gearbeitet und insbesondere die Straßen und Wege im Park sind für den Erholungssuchenden oder Spaziergänger fast nicht mehr nutzbar, da Baufahrzeuge tiefe Spuren hinterlassen haben. Dies ist kein Grund zum beschweren, denn es ist zu sehen, dass „je schlimmer“ umso „besser“ ist und der Park bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft zwar nicht fertig ist, aber zumindest die Besucher sehen, dass auch der Grüne Gürtel der Stadt langsam wieder Form annimmt.
 
 
15.01.2018 – Rekonstruktion der Holzbrücke fast abgeschlossen
Der Verkehr, sowohl für Fahrzeuge, wie auch für Fußgänger, läuft über die jetzt rekonstruierte altdeutsche „Holzbrücke“ schon fast wieder normal. „Kaliningrad-Domizil“ war, trotz grauem, unfreundlichem Wetter vor Ort und hat Eindrücke gesammelt:
 

 


 
14.01.2018 – Neue US-Sanktionen betreffen auch Schiffswerft in Kaliningrad
Die USA planen in wenigen Tagen die Sanktionen gegen Russland auszuweiten. Nach bisher inoffiziellen Informationen ist davon auch die AG „Vereinigte Schiffbaukooperation“ betroffen. Zu dieser Kooperation gehört auch die Kaliningrader Schiffswerft „Jantar“, deren gegenwärtiger Hauptauftraggeber das russische Verteidigungsministerium ist. Unternehmer, die in der Koorporation aktiv sind, sind bereits von den Sanktionen in einer vorhergehenden Aktion der USA belastet worden. Jetzt soll es das Unternehmen und weitere Personen auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Die Liste wurde der russischen Seite „zugespielt“.  Eine ganze Reihe von Besonderheiten sind vorerst nicht verständlich – so ein russischer Vertreter, und es bleibt abzuwarten, was in wenigen Tagen konkret veröffentlicht wird.
 
 
14.01.2018 – Kaliningrader FSB sucht Ingenieur aus Verteidigungsindustrie
Der Kaliningrader Sicherheitsdienst FSB sucht einen Ingenieur, der als Angestellter in einem Kaliningrader Unternehmen der russischen Verteidigungsindustrie tätig war und verschwunden ist. Bei dem Unternehmen handelt es sich um die Schiffsbauwerft „Jantar“, die im wesentlichen zum gegenwärtigen Zeitpunkt Aufträge des russischen Verteidigungsministeriums erfüllt. Der 38jährige Oleg Korowschenko verließ das Unternehmen im August 2017. Nach bisher bekannten Informationen, hat der Ingenieur bereits einen Monat vor seinem Ausscheiden ein Bahnticket für einen Ort im russischen Mutterland erworben. Der Zug fährt im Transit durch litauisches Territorium und hält in Vilnius. Bisher ist nicht bekannt, ob er die Grenze Litauen-Russland auch überschritten hat. In welchem Umfang die gesuchte Person Geheimnisträger ist, ist nicht bekannt. Der Kaliningrader FSB hat sich an Verwandte gewandt und diese gebeten, Vermisstenanzeige bei der Polizei zu stellen. Auch der Sicherheitsdienst der Schiffswerft „Jantar“ ist aktiv, versucht aber diese Aktivitäten nicht publik werden zu lassen.
 
 
14.01.2018 – Kant-Haus im Frühjahr fertiggestellt
Des Pseudo-Kant-Haus, welches gegenwärtig mit Geldern aus dem präsidialen Hilfsfond im Kaliningrader Gebiet rekonstruiert wird, soll im Frühjahr für Besucher und Touristen zugänglich sein. Darüber informierte der Direktor des Kaliningrader Historischen Museums Sergej Jakimow. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und sollen am eigentlichen Haus Ende Februar abgeschlossen sein. Nach Einweihung des Hauses wird intensiv an der Erweiterung des Museumskomplexes gearbeitet. Es werden zwei neue Gebäude errichtet, ein Philosophengarten, eine Zone für Spaziergänger, ein Parkplatz und ein Campingplatz. Die Rekonstruktionsarbeiten begannen im Februar 2016. Mit der Restaurierung wurde eine Moskauer Firma beauftragt. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 31,3 Mio. Rubel.
 
 
14.01.2018 – Neuer Bernsteinmarkt kurz vor dem Start
Mitte 2017 wurden die, wenig ansehnlichen, Bernstein-Kioske, die neben dem Bernsteinmuseum Touristen Andenken verkauften, demontiert und an einen neuen Platz neben dem Wrangel-Turm am Oberteich verlegt. Dort haben sie sich gut etabliert und klagen auch nicht über Mangel an Kunden, insbesondere auch am Wochenende, wo zusätzlich in diesem Bereich ein Flohmarkt stattfindet. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft werden allerdings auch diese alten Kioske am neuen Ort wieder demontiert und durch neue, ansehnlichere ersetzt.
 
 
Unmittelbar danach begann die Restaurierung der Fläche vor und neben dem Bernsteinmuseum und es wurde eine nette kleine Parkanlage angelegt.
 
 
Parallel hierzu wurden neue Kioske, direkt am Ufer des Oberteiches, im Bereich der altdeutschen Festungsanlage gebaut. Gegenwärtig laufen noch die Arbeiten am Außenrevier und die Bernsteinhändler sind dabei, die Kioske unter Zeitdruck einzurichten. „Kaliningrad-Domizil“ war vor Ort und erfuhr vom Betreiber des neuen Marktes, dass die Eröffnung Ende Januar im Beisein des Bürgermeisters und vermutlich auch des Gouverneurs erfolgt. Schon jetzt kann man in drei Pavillons Bernsteinandenken erwerben – offiziell sind diese aber noch nicht eröffnet. Gegenwärtig werden noch Restarbeiten, wie der Stromanschluss, durchgeführt. Mit kleiner Kritik antworteten die Betreiber der Kioske auf die Frage, ob man schon viele Kunden bedient habe. Allen ist bereits bekannt, dass der Bernsteinmarkt an den Wrangelturm umgezogen ist und somit wird es großer Anstrengungen bedürfen, um den Kundenstrom wieder zum neuen Markt zurückzuholen.
 
 
14.01.2018 – Genuss bis zum geht nicht mehr
Eine Länge von 18 Metern hatte diesmal die Cranz-Pirogge erreicht, die anlässlich des alljährlichen Piroggen-Festes in Selenogradsk durch die einheimischen Bäcker gebacken wurde. Sogar „Väterchen Frost“ kam nochmal zu Besuch, obwohl seine Zeit eigentlich schon vor einer Woche abgelaufen war. Besucher freuten sich über ein reichhaltiges Kulturangebot. Fotoeindrücke hat unser Medienpartner „kaliningrad.ru“ festgehalten:
 
 
14.01.2018 – Schnell mal so daher gesagt
Wer hat noch nicht den Satz geäußert: „Ich bring dich um“, wenn die Laune es erforderte. Die Wenigsten meinen dies ernst oder setzen es sogar in die Tat um. Vielleicht ging es einem 42jährigen Ausländer in Kaliningrad ebenso, als er sich in einer Wohnung, in der er, neben vielen anderen, zu Gast war, mit einer Kaliningraderin in einen Streit einließ und die Worte „… ich bring dich um“, äußerte. Diese nahm die Worte ernst und informierte die Polizei, die auch umgehend aktiv wurde. Das Ganze geschah am Morgen des 1. Januar. Allerdings äußerte der Ausländer nicht nur diese Worte, sondern griff dabei auch gleichzeitig zu einem Küchenmesser. Die eintreffende Polizei nahm den Mann, der aus Mittelasien stammt, fest und nahm zu Protokoll, dass man sich über Alltägliches gestritten habe. Gegen den Ausländer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Paragraph bezeichnet sein Verhalten als „Morddrohung“ und verspricht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.
 
14.01.2018 – Noch ein Kant-Denkmal in Kaliningrad
Wieder ist ein Kant-Denkmal in Kaliningrad aufgetaucht. Sponsor ist Wassili Kljukin, ein bekannter russischer Unternehmer und Bankier, der Mitinhaber der Bank „SowKomBank“. Er ist bereits in Russland als Sponsor von Denkmälern in Erscheinung getreten und treibt seine Gedanken unter dem Motto „Erbe brennt nicht“. So hat er bereits im vergangenen Jahr in der Stadt Omsk eine Skulptur für Dostojewski aufgestellt. Heute nun hat er sich Kaliningrad und Kant ausgesucht und in den Abendstunden eine interessante Plastik auf dem Platz des Sieges montiert. Die Figur besteht aus Metallplättchen, die farblich gestaltet wurden. Sie erwecken den Eindruck von angebrannten Buchseiten. Auf den imitierten Buchseiten sind Kant-Texte in deutscher Sprache dargestellt. Die Figur hat eine Höhe von weniger als einem Meter. Damit umging der Sponsor vielfältige Genehmigungsprozesse für das Aufstellen der Skulptur.
Klicken Sie auf das Foto, um zur Fotogalerie des hervorragenden Fotografen Witali Newar von „newkaliningrad“ zu kommen.
 
Foto: Neues Kant-Denkmal für den Platz des Sieges durch russischen Bankier gesponsert
 
14.01.2018 – Gesundes Neues Jahr – Russland privat
„Kaliningrad-Domizil“ übermittelt allen Lesern und Zuschauern ein gesundes Neues Jahr 2018 – auch im Namen des Bekannten- und Freundeskreises, in dem wir leben. Möge das Jahr 2018 in keiner Phase schlechter werden, als das Jahr 2017. Alles Gute, Gesundheit und Frieden.
 

 


 
13.01.2018 – Wieder Personalimport aus dem russischen Mutterland
Am Freitag wurde bekannt, dass ein weiterer Personalimport aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad stattgefunden hat. Die Kaliningrader Wirtschaftsministerin Ninel Salagajewa hat einen neuen Stellvertreter aus Moskau erhalten. Wassili Wasjunin arbeitete bisher als Stellvertreter Leiter der Kaliningrader Vertretung bei der russischen Zentralregierung. Interessant ist, dass er bereits Mitte Dezember die Funktion übernommen hat, Kaliningrader Medien aber erst jetzt darüber berichten. Wassili Wasjunin tritt die Nachfolge von Andrej Tolmatschow an, der als Verwaltungsleiter des Kreises Swetlogorsk versetzt wurde.
 
13.01.2018 – Militärgebäude wird Kinder- und Jugendzentrum
Das ehemalige Militärkasino in Gussew wird zu einem Kinder- und Jugendzentrum umgestaltet. Es handelt sich um ein altdeutsches Gebäude, welches durch sowjetisches bzw. russisches Militär als Kasino genutzt wurde. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und muss restauriert werden. Die hierfür erforderlichen Gelder stellt der russische Präsident Putin zur Verfügung. Dem Gouverneur des Kaliningrader Gebietes wurde am Donnerstag das Projekt des rekonstruierten Gebäudes vorgestellt. Das Projekt sieht den vollständigen Erhalt der historischen Architektur vor. Nach noch erhaltenen Informationen, wurde das Gebäude Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Bis zum Krieg befand sich hier ein Offizierskasino der deutschen Wehrmacht. Die sowjetische/russische Armee setzte diese Nutzung fort, übergab aber im Jahre 2016 dieses Gebäude in das Eigentum des Kreises Gussew.
 
Foto: Ex-Offizierskasino wird Kinder- und Jugendzentrum in Gussew
 
13.01.2018 – Die Zugverbindung nach Gdansk hängt von der polnischen Laune ab
Trotz des erfolgreichen Starts des ersten Pilotzuges von Kaliningrad nach Gdynia, am 5. Januar, wo bereits Tage vor dem Start alle 136 Tickets ausverkauft waren, hat Polen noch keine Entscheidung getroffen, ob diese Zugverbindung zu einer ständigen Verbindung zwischen Kaliningrad und Polen ausgebaut wird. Polen hat bisher noch keine vollständige Analyse der einmaligen Reise vorgenommen. Man müsse auch über die Effektivität nachdenken – so ein polnischer Vertreter. Es sind einige Wojewodschaften von dieser Angelegenheit betroffen, die alle ihre Meinung sagen müssen, damit alle Interessen berücksichtigt werden. Während bei den Kaliningrader ein großes Interesse an diesem Zug zu bestehen scheint, haben Polen kein nennenswertes Interesse an der neuen Verbindung gezeigt. Vielleicht müsse man auch über eine neue Strecke für den Zug nachdenken, so der polnische Vertreter. Er zeigt sich aber überzeugt, dass der Zug zur Fußball-Weltmeisterschaft sicher gut ausgelastet sein würde, wenn es ihn denn gibt.
 
 
13.01.2018 – Am Samstag wieder großes Backen in Selenogradsk angesagt
Am Samstag findet wieder das traditionelle Backen der Cranz-Piroggen statt. Als Ort des Spektakels wurde wieder der Platz „Rosa Wetrow“ ausgewählt. Neben dem Backen von Piroggen, wird ein reichhaltiges Kulturprogramm geboten. Beginn der Feierlichkeiten ist 12 Uhr.
 
Foto: Die vorjährige Riesen-Cranz-Pirogge

 


 
12.01.2018 – Unannehmlichkeiten am Airport – aber Hauptsache es geht vorwärts
Die Leitung des Airports Chrabrowo macht sich Sorgen über starten Lärm und räumliche Beeinträchtigungen, die die Flugpassagiere ab 12. Januar bis Mitte Februar ertragen müssen. Es geht um den weiteren Innenausbau der Check-In-Halle, wo es in der alten Abfertigungshalle zu umfangreichen Arbeiten mit erheblicher Lärmbelästigung kommen wird. Ab Mitte Februar wird dann aber das kleine Check-In-Paradies fertiggestellt sein und an 16 Schaltern die Passagiere bedienen. Ein Teil der Schalter ist vorgesehen für die Business-Klasse und für mobilitätseingeschränkte Personen und Passagiere ohne Gepäck.
 
 
12.01.2018 – Kaliningrad setzt Schwerpunkte bei Instandsetzung von Gehwegen
Während Kaliningrad in den vergangenen Jahren eine Reihe von Fortschritten bei der Straßeninstandsetzung gemacht hatte, ist ein Großteil der Gehwege in einem denkbar schlechten Zustand. Über fehlende Radfahrwege wird auch nur temporär gesprochen. Nun wurde geplant, im aktuellen Jahr 2.900 Meter Fußweg instand zu setzen.  Dafür wurden 24 Mio. Rubel bereitgestellt. Hervorgehoben werden acht größere Straßen, die ein ständiges Ärgernis durch ihren Zustand darstellen. Im vergangenen Jahr waren erheblich mehr finanzielle Mittel für diese Aufgaben zur Verfügung gestellt wurden – insgesamt 123,5 Mio. Rubel für 30 Objekte. Im Jahre 2016 standen 111,8 Mio. Rubel für 67 Fußwege zur Verfügung.
 
12.01.2018 – Fahrzeugholding „Avtotor“ nahm Neu-Produktion auf
Die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ hat mit der Produktion des „KIA Stinger“ begonnen. Darüber informiert der Pressedienst der Firma. Das Fahrzeug wird in drei Versionen mit zwei Motorvarianten hergestellt. Die Weltpremiere für dieses Modell fand im Januar 2017 in Nordamerika statt. Insgesamt produziert „Avtotor“ gegenwärtig 11 verschiedene PKW-Varianten der Firma KIA.
 
Foto: Fahrzeugproduktion in Kaliningrad in der Holding „Avtotor“
 
12.01.2018 – Deutsche Firma BMW hat Tochterunternehmen in Kaliningrad gegründet
Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat die deutsche Firma BMW eine Tochtergesellschaft in Kaliningrad mit einem Stammkapital von 10.000 Rubel (150 Euro) gegründet. Die Firma figuriert unter der Bezeichnung „GmbH BMW Russland Automotiv“. Die Registrierung erfolgte im Register der Steuerinspektion bereits am 25. Dezember 2017. Haupt-Unternehmensgegenstand ist „Pacht und Verwaltung eigener oder gepachteter Immobilien“. Als weitere Code der wirtschaftlichen Tätigkeit wurden für die Firma registriert: „Produktion von PKW, Motorrädern, Anhängern für PKW, Motoren, elektrische und elektronische Ausrüstung für Automobile, Sitze und sonstige Zubehörteile für Fahrzeuge.“ Ein Vertreter der Firma BMW wiederholte nochmals, das man immer noch ernsthaft über ein Engagement in Kaliningrad nachdenke. Es werden immer noch Gespräche mit der Kaliningrader Gebietsregierung geführt um die Perspektiven eines Engagements festzulegen. Weitergehende Fragen wollte der Konzernvertreter nicht mehr beantworten.
 
12.01.2018 – Aktives Vorgehen gegen Bernsteinräuber
In den letzten zwei Tagen hat die Polizei in Jantarny insgesamt 15 Protokolle gegen Bürger erstellt, die sich mit dem illegalen Bernsteinsammeln beschäftigt hatten. Die erfassten Personen waren mit ihren großen Fahrzeugen, trotz geltendem Verbot, auf den Strand von Jantarny gefahren und hatten dort begonnen, Bernstein zu fischen. Die Polizei war allerdings schwach vertreten, denn noch während der Protokollerstellung flüchteten die Bernsteinfischer, bis zu denen die Polizei noch nicht vorgedrungen war. Augenzeugen berichteten, dass bis zu 70 Fahrzeuge den Strand befahren hatten. Der Bürgermeister von Jantarny, bekannt für seine originellen Einfälle bei der Lösung von Problemen, will nun für die Stadt eine neue Verkehrsführung erarbeiten, um damit eine Zufahrt zum Strand generell unmöglich zu machen.

 

11.01.2018 – Neuer Chef-Gerichtsvollzieher in Kaliningrad
Einige Monate war der Stuhl des Chef-Gerichtsvollziehers für das Kaliningrader Gebiet verweist. Nun ist er mit Walerian Scherebjatow neu besetzt worden. Wie nicht anders zu erwarten, wurde die föderale Machtposition im Kaliningrader Gebiet mit einer Persönlichkeit besetzt, die mit keinem Einheimischen gemeinsam im Sandkasten gespielt hat. Er kommt aus dem Krai Kamschatka, wo er die gleiche Dienststellung innehatte.
 
 
11.01.2018 – Technische Universität beschäftigt sich mit Schiffsinstandsetzung
Die Kaliningrader Technische Universität führt in ihrem Bestand die beiden russischen Segelschulschiffe „Krusenstern“ und „Sedow“. Somit ist sie auch verantwortlich für den laufenden Unterhalt und die Instandsetzung. Nun wurde die Ausschreibung abgeschlossen, die die Firmen festlegen sollte, die sich mit der Instandsetzung beschäftigen. Da der Liegeort beider Schiffe die Kleinstadt Swetly ist, wird sich auch eine Firma aus dieser Werft- und Hafenstadt mit der Instandsetzung beschäftigen. Die GmbH Deidwud kann sich über Einnahmen von rund 30 Mio. Rubel für die Instandsetzung der „Krusenstern“ freuen und über weitere 28 Mio. Rubel für die „Sedow“. Bei der „Sedow“, die erst im April 2017 der Universität übereignet wurde, handelt es sich um das größte Segelschiff der Welt.
 
 
11.01.2018 – Reise Deutschland-Kaliningrad-Deutschland
Kaliningrad befindet sich Anfang des Jahres 2018 immer noch in einer Transportisolation. Es gibt keine direkte Flugverbindung zwischen Deutschland und Kaliningrad. Es gibt keine Zug- und keine Fährverbindung. Alle Verbindungen von und nach Deutschland laufen über Transitländer und sind zeit- und geldaufwendig. Es bleibt die Hoffnung, dass man bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft für das Transportproblem der geographisch westlichsten Stadt Russlands eine Lösung findet. Bis dahin hat die Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil“ eine Reisemöglichkeit ausprobiert, die eine gute Alternative zu allen schlechten Varianten darstellt.
 
 

10.01.2018 – Des einen Freud, ist des anderen Leid
Während anscheinend die neue Zugverbindung zwischen Kaliningrad und dem polnischen Gdynia sich bei den Kaliningradern großer Beliebtheit erfreut und somit der Hoffnung Anlass gibt, dass diese Verbindung auch zukünftig bestehen bleibt, sieht es mit der Zugverbindung von Kaliningrad in das litauische Klaipeda völlig anders aus. Wie das Informationsportal „kaliningrad.ru“ berichtet, haben nur zehn Personen diese Verbindung genutzt. Von 137 zur Verfügung stehenden Plätzen, waren also weniger als zehn Prozent besetzt, während die Verbindung nach Gdynia schon Tage vorher ausverkauft war. Erstaunlich war dies deshalb, weil noch bis vor kurzem die Fahrt nach Litauen für Kaliningrader Bürger beliebter war, als nach Polen. Das Informationsportal vermutet, dass die Nichtnutzung der Zugverbindung mit den hohen Kosten für ein Ticket im Zusammenhang steht. Durch einen Vertreter der Kaliningrader Regionalbahn wurde betont, dass man Geduld habe und die Verbindung nicht einstellen werde. Es gibt eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Analyse der neuen Zugverbindungen beschäftigt und deren Erkenntnisse werden in zukünftige Entscheidungen einfließen.
 
 
10.01.2018 – Kaliningrad erhält weiteren Personalimport
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow sprach vor einigen Monaten davon, dass er mit niemandem aus dem Kaliningrader Gebiet jemals in einem Sandkasten gespielt habe und somit auch niemandem verpflichtet ist. Er hat wohl mit dieser Äußerung genau das Problem umrissen, an dem das Kaliningrader Gebiet bis zu seinem Einsatz als Gouverneur krankte. Seit Ende 2016 hat, unterstützt durch das föderale Zentrum, ein intensiver Austausch von Personal, sowohl in der Kaliningrader Gebietsregierung, wie in den föderalen Machtstrukturen in Kaliningrad, wie auch in den Kommunen des Gebietes begonnen. Erfolgreich zerstört man die gemeinsamen Sandburgen, die in der Vergangenheit durch die Kaliningrader Sandkastenkinder errichtet und bis dato heftig verteidigt worden sind. Nun hat Kaliningrad einen weiteren föderalen Import aus Udmurtien erhalten. Boris Glawschew wird als stellvertretender Minister für Infrastruktur die Regierung mit frischen Ansichten versorgen. Die Ministerin selber stammt noch aus den Zeiten des Ex-Gouverneurs Zukanow und hat alle bisherigen Veränderungen wohlbehalten überlebt. Wie bekannt wurde, hat Boris Glawschew bis zu seiner Ernennung als Generaldirektor eines betonverarbeitenden Unternehmens gearbeitet. Seine bisherige Biografie, die in Kurzfassung veröffentlicht wurde, lässt darauf schließen, dass er eine solide Ausbildung genossen hat und universell in vielen Bereichen einsetzbar ist.
 
 
10.01.2018 – Auch im Ausland ist es schön
Kein Kaliningrader zweifelt, dass es in der Stadt und dem Gebiet schön ist und es sich lohnt, hier zu leben. Allerdings wollten über 100.000 Kaliningrader sich von der Richtigkeit dieser Einstellung durch eine Neujahrsreise ins Ausland überzeugen. Wie die Gebietsstatistik der Grenzorgane zeigt, überquerten 100.652 Personen in den zehn Feiertagen die Grenze Richtung Westen. Dazu nutzten sie 32.308 PKW, 1.388 LKW und 432 Busse. Aber auch 84.000 Personen wollten ihre Neugier um das Kaliningrader Gebiet befriedigen und fuhren mit 30.767 Fahrzeugen in die Region. Somit konnten die Zoll- und Grenzbeamten aller drei beteiligten Staaten sich in dieser Zeit über Langeweile nicht beklagen.
 
Foto: Grenzübergänge im Kaliningrader Gebiet – Tschernyschewskoje und Sowjetsk
 
10.01.2018 – Festungsanlage zu verkaufen
Kaliningrad verkauft eine altdeutsche Festungsanlage, bekannt unter der Bezeichnung Fort Nr. 4 oder „Fort Gneisenau“. Eine entsprechende Verkaufsanzeige wurde auf dem bekannten An- und Verkaufsportal „Avito“ gefunden. Das Fort wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Es umfasst insgesamt sechs Gebäude mit 2.075 Quadratmetern und befindet sich im Norden der Stadt in der Nähe der Gorki-Straße. Der Verkäufer stellt sich einen Preis von 5,5 Mio. Rubel vor, zeigt aber in der Anzeige seine Bereitschaft, über den Preis zu sprechen. Das dazugehörige Grundstück umfasst mehr als sechs Hektar. Der Verkauf resultiert vermutlich aus den immer fester angezogenen Daumenschrauben der Kaliningrader Gebietsregierung, die von den Immobilienbesitzern fordern, endlich aktiv zu werden und Schritte einzuleiten zum Erhalt alter Anlagen und Gebäude. Da in der Vergangenheit viele dieser Einrichtungen Gegenstand von Spekulationen waren und die Besitzer weder Lust noch Geld in die Restaurierung der denkmalgeschützten Objekte investieren wollen, jetzt aber für Inaktivität hohe Strafen drohen, stößt man die Immobilien für ein geringes Geld wieder ab.
 
10.01.2018 – Welches Interesse hat Deutschland an Ex-Königsberg?
In russischen Medien und Sozialnetzwerken wird die Frage diskutiert, ob Deutschland ein territoriales Interesse an seinen ehemaligen Ostgebieten und hierbei insbesondere am Kaliningrader Gebiet hat. Die Meinungen sind unterschiedlich, aber vor dem Hintergrund des jetzigen, immer schlechter werdenden Verhältnisses zu Deutschland oder Deutschlands zu Russland, kann man derartige Gedanken seitens der Russen mit Verständnis begegnen.
 

 

 
09.01.2018 – Kaliningrad ist Region mit hoher Betrugsrate
Die russische Generalstaatsanwaltschaft hat begonnen, die Statistiken des abgelaufenen Jahres zu veröffentlichen. In der Rubrik „Betrug“ nimmt Kaliningrad leider eine der führenden Plätze innerhalb der Russischen Föderation ein.  „Betrug“ ist in Russland das Kriminalitätsdelikt Nr. 1 für das Jahr 2017. Insgesamt wurde in Russland nachgewiesenermaßen 204.870 Mal betrogen – vermutlich wurde sogar wesentlich mehr betrogen, aber nicht alle Betrügereien wurden entdeckt. Damit ist die Zahl der Betrugsfälle um 6,8 Prozent höher als im Jahre 2016. Zu den Regionen, in denen die Betrugsfälle sprunghaft angestiegen sind, gehört an erster Stelle das Gebiet Saratowsk mit 148,7 Prozent Zuwachs und Kaliningrad mit einem Zuwachs von 112,7 Prozent, St. Petersburg mit 62,9 Prozent, Nischni Nowgorod mit 57,1 Prozent und Jugra mit 56,9 Prozent.
 
 
09.01.2018 – Fleißige Verkehrspolizei in Kaliningrad
Die Kaliningrader Verkehrspolizei hat während des vergangenen Wochenendes, wo in Russland noch aktiv gefeiert wurde, nicht auf der faulen Haut gelegen. Am Samstag und Sonntag wurden 1.001 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung durch Fahrzeugführer und Fußgänger festgestellt und geahndet. Anscheinend werden auch Fußgänger für die Nichtbeachtung der Straßenverkehrsordnung intensiver bestraft. Alleine am Samstag hat es 62 Fußgänger erwischt. Am Samstag wurden auch 11 und am Sonntag 15 betrunkene Autofahrer gestellt und an der Weiterfahrt gehindert.
 
09.01.2018 – Militärangehörige nehmen an russisch-orthodoxer Zeremonie teil
Mehr als 1.000 Angehörige der Ostseeflotte haben in Baltisk in einem Kreuzzug teilgenommen. Anlass war die Geburt Christi. Durch Militärgeistliche wurde in der Flottenbasis in Baltisk die kirchliche Zeremonie organisiert und durchgeführt. Mehr als 400 Militärangehörige wohnten dem Gottesdienst in der Garnisonskirche bei.
 
09.01.2018 – Kant-Universität. Am Dienstag beginnt der Studienbetrieb
Nach den endlos langen Ferien zum Jahreswechsel, beginnt am Dienstag auch in der Kant-Universität wieder der Studienbetrieb. Die föderale Universität verfügt in Kaliningrad über 50 Gebäude und Einrichtungen. Eines der bekanntesten Gebäude befindet sich in der ul. Universitätskaja, gleich neben dem Kant-Denkmal und dem Lasch-Bunker.
 
 
09.01.2018 – Abrissarbeiten gestoppt
Die Eigentümer des altdeutschen Gebäudes des „Goethe-Lyzeums“ werden es geahnt haben, dass der Abriss für viel Aufmerksamkeit in Kaliningrad sorgen wird. Und so hatten sie die Abbrucharbeiten mit hoher Intensität vorangetrieben. Als dann staatlicherseits ein Abrissstopp verhängt wurde, war ein Großteil des Gebäudes schon nicht mehr vorhanden. Experten sprechen von 25 Prozent Abrissschäden. Vertreter der Polizei kamen auf das Gelände und verhängten den Abrissstopp. Jeder der dort Anwesenden wurde individuell belehrt, welche strafrechtlichen Folgen es haben wird, wenn irgendwelche weiteren Abrissarbeiten erfolgen sollten. Die dortigen Arbeiter und Verantwortlichen konnten keinerlei
Dokumente vorweisen, dass für dieses Haus eine Abrissgenehmigung vorlag.
 
Foto: Man hat wohl geahnt, dass der Abriss Proteste auslösen wird und hat die Arbeiten energisch vorangetrieben.
 
09.01.2018 – Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende
Die Feiertage sind nun endlich vorbei, was aber nicht daran hindern sollte, schon jetzt Pläne für das kommende Wochenende zu machen. Wann waren Sie das letzte Mal in Kaliningrad? Und wann haben Sie sich das letzte Mal den Unterteich, den ehemaligen Schlossteich, angeschaut? Hier ein kurzer Eindruck in 39 Sekunden.
 

 

08.01.2018 – Kaliningrader Nahverkehr wird zweisprachig
In den Bussen des Kaliningrader Nahverkehrs werden zukünftig die Haltestellen auch in englischer Sprache angesagt. Dies übernimmt nicht, wie bei der russischsprachigen Ansage, bekannte Persönlichkeiten der Stadt, sondern eine Roboterstimme. Darüber informierte der stellvertretende City-Manager für Stadtwirtschaft Wladimir Maschkow. Bereits im Januar will man die Zweisprachigkeit einführen. Alle notwendigen Vorbereitungsarbeiten sind bereits abgeschlossen und man befinde sich in der Testphase. Die Einführung der Zweisprachigkeit ist auf Forderungen der FIFA zurückzuführen. Aber auch nach Abschluss der Weltmeisterschaft wird diese Zweisprachigkeit im Nahverkehr bleiben und helfen, dass sich ausländische Touristen besser orientieren können.
 
08.01.2018 – Welches Interesse hat Deutschland am Kaliningrader Gebiet?
Ende Dezember hatten wir zu diesem Thema ein übersetztes Interview auf unserem Portal eingestellt. Es rief intensive Diskussionen hervor. Und zum Anfang des Jahres haben wir eine neue Umfrage gestartet und wollen wissen, was Sie über die deutschen Interessen in Kaliningrad denken. Vielleicht haben Sie noch nicht an unserer Umfrage teilgenommen? Schauen Sie links neben diesem Artikel, dort gibt es unsere Frage an Sie und vorgegebene Antwortvarianten. Sie brauchen sich nicht zu registrieren. Und wenn keine unserer Antwortvarianten Sie befriedigt, dann klicken sie einfach auf „Anderes“.
 
 
08.01.2018 – Dank an unsere Sponsoren
Das Informationsportal „Kaliningrad-Domizil“ ist privat finanziert und bewahrt sich damit seine völlige informelle Unabhängigkeit, was nicht bedeutet, dass wir objektiv berichten. Unsere Berichterstattung ist subjektiv, es fließen persönlichen Meinungen und Ansichten in die mehr oder weniger wichtigen Meldungen, Analysen und Berichte ein. Neben den Sponsoren, die wir hier regelmäßig anonymisiert veröffentlichen, erhalten wir monatliche Reklameeinnahmen. Auch diese sind symbolisch: 100 Rubel pro Tag und pro Anzeige, unter der Voraussetzung, dass die Werbung einen Kaliningrad-Bezug, zumindest aber einen Bezug zu Russland hat. Und natürlich erfolgt eine Finanzierung aus privaten Rückstellungen des Verantwortlichen für das Portal. Das Portal ist nicht gewinnorientiert, aber auch nicht sozial, obwohl viele die Informationen kostenlos konsumieren. Mit den Einnahmen aus Spenden und Werbung finanzieren wir die technische Nachprogrammierung des Portals, die Servermiete, den Kauf von Technik, so u.a. unserer Studiotechnik für den Aufbau des neuen Video-Studios in Kaliningrad und Schulungen. Wer bei uns mitarbeitet, bekommt kein Gehalt oder sonstige Vergütungen (außer einem freundschaftlichen virtuellen Händedruck).
 
 
08.01.2018 – Ostseeflotte wird weiter modernisiert
Im Jahre 2018 setzt sich der Modernisierungsprozess der Ostseeflotte fort. So wird in die Struktur der Flotte ein kleines Raketenboot eines neuen Projektes übernommen und die Luftverteidigung der Flotte wird ergänzt mit einem weiteren Luftabwehrkomplex des Typs S-400. Das teilte das Pressezentrum des Militärbezirkes WEST mit, zu dem der Kaliningrader Militärkreis gehört. Weiterhin werden die Luftstreitkräfte der Flotte mit modernisierten Flugzeugen SU-30SM und Hubschraubern des Typs Ka-27M ausgestattet. Die wichtigste Maßnahme für die Ostseeflotte wird jedoch der internationale Wettbewerb sein, der im August auf dem Übungsplatz Chmeljowka unter der Bezeichnung „Seelandung-2018“ durchgeführt wird. Weiterhin werden Schiffe der Ostseeflotte Trainingseinsätze im Atlantik, der Arktis, dem östlichen Mittelmeer, dem Indischen Ozean und im Stillen Ozean durchführen.
 

Foto: Kaliningrader Gebiet, Standort der Ostseeflotte
 
08.01.2018 – Kaliningrad in 39 Sekunden
Die endlosen Feiertage sind am Dienstag vorbei und der ganz normale Alltag beginnt wieder. Aber den Montag kann man noch nutzen, um Dinge in der Stadt anzuschauen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Und zwischendurch geht´s dann rein in den „Königsbäcker“: Kaffee, Kuchen oder etwas Herzhaftes in angenehmer Atmosphäre.
 
 

07.01.2018 – Der Neue ist noch nicht eröffnet …
Dafür funktioniert aber der Alte … Die Rede geht über den Bernsteinmarkt in Kaliningrad, der Mitte 2017 neben dem Bernsteinmuseum demontiert und zum Wrangelturm verlegt wurde. Die genutzten Verkaufskioske entsprachen nicht mehr den Anforderungen an ein modernes Stadtbild, gleich neben dem Bernsteinmuseum. Dort wurde in der Zwischenzeit eine nette Grünanlage gestaltet und, direkt am Ufer des Oberteiches, ein neuer Bernsteinmarkt gebaut, aber noch nicht eröffnet. Der alte Markt am Wrangelturm funktioniert aber und wer als Tourist ein Andenken aus ehrlichen Händen mitnehmen möchte und die sterile Atmosphäre der Bernstein-Salons in der Stadt nicht bevorzugt, ist hier gut aufgehoben. Am Wochenende findet hier auch noch der Flohmarkt statt.
 
 
07.01.2018 – Gebäude der Königsberger Börse wird Museum der bildenden Künste
Das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse wird bis zum Jahre 2019 rekonstruiert und als Museum der bildenden Künste eingerichtet. Der Vorplatz wird vollständig umgestaltet und mit elektronischen Wasserspielen, gesponsert vom Chef der russischen Sberbank, eingerichtet. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gebäude Bestandteil der neuen Museumsinsel der Stadt Kaliningrad sein, welche das Meeresmuseum und die Kant-Insel einschließt.
 
 
07.01.2018 – Besucherzahl im Kaliningrader Zoo verdoppelt
In den letzten sechs Jahren hat sich die Zahl der Besucher des Kaliningrader Zoo verdoppelt. Im Jahre 2017 besuchten bis November rund 400.000 Kaliningrader und ihre Gäste den Zoo, was fast die doppelte Anzahl der Besucher vor sechs Jahren ist. Darüber berichtete, sichtlich erfreut, die Direktorin des Parks Svetlana Sokolowa. Sie zeigte sich besonders stolz auf diese Zahl, die erreicht wurde, obwohl im abgelaufenen Jahr denkbar schlechtes Wetter eigentlich von einem Zoobesuch hätte abhalten müssen. Immer mehr, so die Direktorin, hat der Park aber auch ständige Besucher. Ein Drittel der Besucher sind Touristen, zwei Drittel sind Kaliningrader.
 
07.01.2018 – In 68 Tagen fünf betrunkene Autofahrer
Sicher würde sich die Kaliningrader Verkehrspolizei über eine derartige Statistik freuen, aber leider ist die Überschrift zu diesem Artikel verkehrt und müsste genau umgekehrt lauten: In fünf Tagen 68 betrunkene Autofahrer. Die Verkehrspolizei hatte darauf hingewiesen, dass man während der Feiertage verstärkt Kontrollen durchführen werde. Das beeindruckte aber mindestens 68 Verkehrsteilnehmer in den ersten fünf Tagen des neuen Jahres nicht. Wie viele betrunkene Autofahrer nicht erwischt worden sind, geht aus keiner Statistik hervor. Gegen zehn Autofahrer wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da sie nicht das erste Mal im betrunkenen Zustand erwischt worden sind. Die Verkehrspolizei fordert die Kaliningrader auf, die Verkehrspolizei zu informieren, wenn sie einen betrunkenen Autofahrer feststellen. Hierfür gibt es ein Vertrauenstelefon.
 
07.01.2018 – Kommentare in sozialen Netzwerken zur neuen Bahnverbindung nach Polen
Russische Medien berichteten gestern über den Start der neuen Bahnverbindung zwischen Kaliningrad und Gdynia. Auf russischer Seite nutzte man die Fahrt von Kaliningrad bis zur Grenze, um die Grenz- und Zollkontrollen vorzunehmen, die nach 35 Minuten für 136 Passagiere abgeschlossen waren. Passagiere des Zuges fotografierten die Ankunft des Zuges in der polnischen Grenzstadt Braniewo und kommentierten im sozialen Netzwerk Facebook:
 
Foto: Ankunft des Zuges Kaliningrad-Gdynia im polnischen Braniewo
 
  • Ich denke mal, das sind zusätzliche Einheiten der polnischen Grenztruppen, die extra nach Braniewo verlegt worden sind, um eine schnellere Abfertigung zu ermöglichen. Oder etwa nicht?
  • Sieht alles etwas sehr finster aus. Es fehlen nur noch deutsche Schäferhunde. Gut, dass es ein Testzug ist, der zeigt, wie man Gäste empfängt.
  • Genau so war es wirklich: Hände auf dem Rücken (so wie auf dem Foto), Korridor aus (wohlwollenden und lächelnden) „Polizisten“ und Hunde waren auch da (haben nur nicht gekläfft und Sabber war auch nicht an den Lefzen). Also kurz: Eigentlich nichts Schlimmes, nur die Eindrücke waren eben nicht besonders.
  • Besser als 6-8 Stunden an der Grenze im Auto zu warten
Polnische User an dieser Diskussion kommentierten:
  • Das ist nicht der polnische Staat, sondern die Europäische Union, die so ein Vorgehen für den Schengenraum festlegt.
  • Ich hoffe, dass dies nur ein Traum ist. Die Fußball-Weltmeisterschaften stehen kurz bevor und hoffentlich setzen diese Idioten den kleinen visafreien Grenzverkehr wieder in Kraft.
  • Man hat nicht auf Sie gewartet, sondern man wartete auf illegale Einwanderer... Sie sind jeden Tag hier und besuchen Walmart, Lidl oder Netto ... also Michael, schreiben sie nicht, dass man so auf Sie gewartet habe …
07.01.2018 – Verteidigungsministerium kommentiert Zwischenfälle über der Ostsee
Es vergeht kaum ein Tag, wo nicht US-Aufklärungsflugzeuge oder NATO-Aufklärungsflugzeuge oder Aufklärungsflugzeuge anderer Staaten über dem Luftraum von Kaliningrad kreisen und versuchen zu Informationen über die militärische Lage zu gelangen. Das russische Verteidigungsministerium kommentierte nun Fälle, die bereits einige Tage zurückliegen. Das russische Verteidigungsministerium informierte über Flüge von russischen Flugzeugen des Typs SU-30SM, die diese am 23. November und 13. Dezember im neutralen Luftraum über der Ostsee durchgeführt hätten. Dabei ist es zu keinerlei Verletzungen von fremden Luftraum gekommen. Der genutzte Korridor war mit allen Ländern abgestimmt. Amerikanische Aufklärer hatten sich den russischen Flugzeugen gefährlich genähert und sich danach, unter Kursänderung, wieder entfernt. Danach hatte das amerikanische Verteidigungsministerium einen Film veröffentlicht, der diese Aktion zeigen sollte. Was damit allerdings bewiesen werden sollte oder welchen Sinn diese Informationen haben, bleibt wohl das Geheimnis der beiden Verteidigungsministerien.
 

Foto: Das Kaliningrader Gebiet ist magischer Anziehungspunkt für Aufklärungstätigkeit westlicher Länder
 
07.01.2018 – Verstehen Sie Spaß?
Traditionell findet jedes Jahr am 3. Advent ein Weihnachtskonzert des Kaliningrader Philharmonischen Orchesters unter Leitung von Arkadi Feldmann in der evangelischen Kirche in Kaliningrad, Prospekt Mira 101 statt. Gefördert wird diese Veranstaltung durch das Deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad. Wir hatten vor einigen Wochen einen ernsthaften Videobeitrag veröffentlicht. Heute nutzen wir die Schnittabfälle, die im Hauptbeitrag, aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht verwendet werden konnten, um einen unernsten Beitrag zu veröffentlichen. Wir hoffen auf Humor derjenigen, die unfreiwillig und unwissend zu Akteuren in diesem Filmchen geworden sind und denen wir Äußerungen in den Mund geschoben haben, die sie nie getätigt haben.
 

 

06.01.2018 – Putin schließt Ex-Gouverneur Zukanow aus Sicherheitsrat aus
Der russische Präsident Putin hat einen Erlass über personelle Veränderungen im russischen Sicherheitsrat unterzeichnet. Aus dem Bestand des Sicherheitsrates wurde der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, Ex-Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für die NordWest-Region und jetzige Gehilfe des russischen Präsidenten Nikolai Nikolajewitsch Zukanow ausgeschlossen. Die die Zeitung „Kommersant“ kommentiert, wurde Zukanow erst kürzlich zum Gehilfen des russischen Präsidenten für Fragen der Selbstverwaltung der Regionen ernannt. Was das konkret zu bedeuten habe und welche konkreten Aufgaben Zukanow erfüllen soll, konnte in der Administration des Präsidenten niemand erklären – man wisse es selber nicht. Die Fragen der örtlichen Selbstverwaltung werden eigentlich durch die Regionen selber kontrolliert. Auch für die Wahlkampagne des russischen Präsidenten für die Wahlen im März würde ein Zukanow in dieser Funktion nicht benötigt, da es hierfür bereits eine gesonderte Struktur in der Präsidentenadministration gäbe.
 
 
06.01.2018 – Kaliningrader Zoo will Mitglied der Europäischen Assoziation werden
Der Kaliningrader Zoo, einer der ältesten Zoo in Europa, der bei den Kämpfen im April 1945 seinen gesamten Tierbestand verlor, plant im Jahre 2018 als Mitglied in die Europäische Assoziation der Zooparks und Aquatorien einzutreten. Bereits seit 20 Jahren bemüht sich der Kaliningrader Zoo darum. Um Mitglied in dieser Assoziation zu werden, muss ein Zoo ganz konkrete Bedingungen zur Tierhaltung, zur technischen Sicherheit und zur Ausbildung des Personals erfüllen. Die Mitgliedschaft in dieser Assoziation gibt die Möglichkeit Preise und andere finanzielle Unterstützungsleistungen und seltene Tiere im Austausch zu erhalten. Weiterhin erleichtert die Mitgliedschaft die Zusammenarbeit mit anderen ausländischen Spezialisten. Im Jahre 2017 wurde die Mitgliedschaft abgelehnt, da sich das Bärengehege und ein Gebäude für Vögel im schlechten Zustand befanden.
 
 
06.01.2018 – Erster Zug Kaliningrad-Gdynia komplett ausgebucht
Schon einige Tage vor der Jungfernfahrt des Zuges Kaliningrad-Gdynia waren die Tickets für die vorhandenen 136 Plätze ausverkauft. Die Abfahrt selber fand am 5. Januar vom Südbahnhof über Mamonowa mit umsteigen in Branjewo pünktlich statt. Während der Fahrt von Kaliningrad zu russischen Grenze, wurden die Passagiere durch russische Zöllner und Grenzer kontrolliert, so dass es zu keinem weiteren Aufenthalt an der russischen Grenze kam. Auf polnischer Seite muss umgestiegen werden. Hierfür wird der nicht mehr aktive Bahnhof in Branjewo genutzt, wo auch die Zoll- und Passkontrollen stattfinden. Bisher konnte noch niemand bestätigen, ob diese Zugverbindung eine Zukunft hat. Alles hängt von der Auslastung ab. Man wolle eine Entscheidung nach den Feiertagen treffen – so ein Vertreter der Kaliningrader Regionalbahn. Sollte die Verbindung eine Zukunft haben, wird man auch über eine weitere Optimierung der Fahrtzeit, die bisher fünf Stunden beträgt, nachdenken. Auch die polnische Seite hofft auf eine Zukunft dieser Verkehrsverbindung und hofft weiterhin, das mögliche Unbequemlichkeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu sehr auf die Zugnutzung Einfluss nimmt.
 
Foto: Grenz- und Zollkontrolle auf russischer Seite während der Fahrt
 
 
07.01.2018 – Gebäude des ehemaligen „Goethe-Oberlyzeums“ wird abgerissen
In Kaliningrad beginnen die Aktivisten des Denkmalschutzes und der Medien wieder aktiv zu werden, denn das ehemalige Gebäude des altdeutschen Goethe-Oberlyzeums wird abgerissen. Es befindet sich in der ul. Tomskaja, einer Nebenstraße der Frunsestraße, unweit der sterblichen Überreste der „Kreuz-Apotheke“, wo jetzt die Restaurierungsarbeiten begonnen haben. Nach bisher vorliegenden Informationen steht das Gebäude nicht unter Denkmalschutz. Im Krieg fanden um dieses Gebäude herum bis fünf Minuten nach 12 heftige Kämpfe statt. Nach dem Krieg wurde es zu einem Wohnhaus umgebaut und im Jahre 2000 als baufällig eingestuft. Im Jahre 2013 begann dann die Aussiedlung der Bewohner. Das Haus befindet sich in Privatbesitz. Anfang der Woche wurde begonnen das Dach abzureißen und gegenwärtig ist man dabei, sich der restlichen Bausubstanz zu widmen. Da in Russland gegenwärtig Feiertage sind, sind auch die Behörden nicht operativ erreichbar. Dafür war aber der Gouverneur Anton Alichanow über die Sozialmedien erreichbar und hat umgehend versprochen, die Abrissarbeiten vorläufig verbieten zu lassen und eine Untersuchung einzuleiten.
 
Foto: Gebäude des ehemaligen „Goethe-Oberlyzeums“ in Kaliningrad während der Abrissarbeiten

 


 
05.01.2018 – Fußball-Weltmeisterschaft wird optisch präsenter
Bereits vor rund einem Jahr wurde im Stadtzentrum in Kaliningrad, vor dem Denkmal „Mutter Heimat“, ein erstes optisches Symbol der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestellt, vor dem man sich fotografieren lassen kann, welches aber auch selber fotografiert und an den Fotografierten per email das gemachte Erinnerungsfoto aus Kaliningrad übersendet. Nun wurde auch im bekannten Kaliningrader „Fischdorf“, gleich neben dem Hotel „Kaiserhof“ das Wappentier der Fußball-Weltmeisterschaft, aufgestellt. Das optische Symbol hat eine Höhe von rund zwei Metern – ist also nicht zu übersehen.
 
Foto: Talisman der Fußball-Weltmeisterschaft vor dem Hotel Kaiserhof in Kaliningrad
 
 
05.01.2018 – Polen vermissen Visafreiheit mit Kaliningrad
In Kaliningrad spricht kaum noch jemand über den kleinen visafreien Grenzverkehr mit Polen. Vor rund zwei Jahren hatte man in Polen diese kleine Visafreiheit einseitig abgeschafft und seit diesem Zeitpunkt melden polnische Offizielle immer wieder neue Gründe, weshalb diese Entscheidung richtig und notwendig war. Die Anzahl der russischen Reisenden in Richtung Polen hat sich nur kurzzeitig verringert. Man hat sich sehr schnell wieder daran gewöhnt, mit einem normalen Visum nach Polen zu fahren. Umgekehrt scheint dies aber nicht der Fall zu sein, denn Polen haben aus dem kleinen visafreien Grenzverkehr ein Geschäftsmodell gemacht, welches nach dem Wegfall der Visafreiheit nicht mehr funktioniert. Nun will die polnische Agrarpartei alles unternehmen, um den kleinen visafreien Grenzverkehr wieder zu aktivieren. Man schloss sich den Argumenten polnischer Unternehmer an, die Zweifel äußerten, dass die Sicherheit Polens durch den kleinen visafreien Grenzverkehr gefährdet war. Russen fahren nach wie vor nach Polen und tätigen dort ihre Einkäufe. Nur umgekehrt funktioniere dies nicht mehr, denn das Visaregime gäbe den Polen nicht mehr die Möglichkeit Geld zu verdienen. Auch ist es polnischen Baufirmen nicht mehr vorteilhaft, in Kaliningrad zu investieren und dort eine Geschäftstätigkeit zu entwickeln.
Man habe nicht die Absicht, dieses Thema in Polen zu den Akten zu legen. Mit der Ablösung des alten Ministerpräsidenten in Polen und der Annahme des Programms zur Zusammenarbeit „Polen-Russland“ hoffe man auf die Wiederbelebung des kleinen visafreien Grenzverkehrs. Man erinnerte auch daran, dass polnische Landwirte bisher drei Milliarden Euro durch die Sanktionen verloren haben.
 
 
05.01.2018 – Kaliningrader Nachbar mit ungewohnter Sachlichkeit
Schon Ende 2017 wunderte sich der trainierte Leser über ungewohnt versöhnliche Töne der russophoben litauischen Präsidentin, die plötzlich erklärte, dass man mit Russland in guter Nachbarschaft leben müsse, denn ein Land könne sich nur entwickeln, wenn auch die nachbarschaftlichen Beziehungen geregelt seien. Allerdings stellte Sie die altbekannten Bedingungen für eine Normalisierung der zwischenstaatlichen Beziehungen. Nichts desto trotz wiesen diese Äußerungen eine neue Tonlage auf. Nun hat sich auch der litauische Premierminister zu den Beziehungen zu Russland geäußert und gemeint, dass Litauen kein russophobes Land sei. Man müsse den Dialog mit Russland wieder aufnehmen. Seine Meinung verbreitete er über Facebook. Man brauche für eine funktionierende Politik Kommunikationskanäle. Diese gäbe es jetzt zwischen beiden Ländern nicht. Wir möchten diese aber schaffen – so der litauische Premier. Litauen ist das einzige Land in der Europäischen Union, welches keinerlei Kontakte zu Russland unterhält.
 
05.01.2018 – Ostseeflotte wird weiblicher
Im Jahre 2017 haben 30 Frauen ihren Dienst in der Ostseeflotte aufgenommen. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 600 Bewohner des Kaliningrader Gebietes einen Vertrag zum Dienst am Vaterland unterschrieben und wurden in die Ostseeflotte nach Kaliningrad eingezogen, darunter 30 Frauen. Gegenwärtig liegen weitere 170 Bewerbungen für einen Dienst in der Ostseeflotte vor. Vor Abschluss eines Vertrages werden die Unterlagen der Bewerber im Informationszentrum des russischen Innenministeriums überprüft. Um in der russischen Armee auf Vertragsbasis dienen zu dürfen, sind durch die Bewerber Voraussetzungen zu erfüllen. Die Anzahl der Bewerber ist so groß, dass die Armee das Auswahlprinzip voll durchsetzen kann und unter keinem Personaleinstellungszwang steht.
 
 
05.01.2018 – In eigener Sache
„Kaliningrad-Domizil“ beginnt mit dem Aufbau eines Video-Kanals in russischer Sprache. Ziel ist, reale Informationen über die Organisation des täglichen Lebens in Deutschland zu vermitteln. Hierbei geht es nicht um die große Politik, sondern um das ganz normale alltägliche Leben, dass, was den Bürger auf der Straße interessiert. Aufgezeigt werden soll, was in Deutschland gut organisiert ist und was in Deutschland nicht gut organisiert ist. Ausgangspunkt dieser neuen Überlegungen von „Kaliningrad-Domizil“ war, dass in vielen Gesprächen mit Russen immer wieder zum Ausdruck kommt, dass Deutschland das Paradies auf Erden und dort alles perfekt organisiert ist. Das aber dieser Perfektionismus seinen Preis hat – das wissen die Russen meistens nicht. In einem unserer ersten Beiträge, die wir gegenwärtig vorbereiten, zeigen wir das Müllentsorgungssystem in Deutschland, welches sich zu dem in Russland wie Tag und Nacht unterscheidet. Ein weiterer Beitrag wird sich mit dem öffentlichen Personennahverkehr beschäftigen. Ein dritter Beitrag mit dem Fahrradfahren, als Alternative zum individuellen PKW-Verkehr. Ein weiterer Beitrag betrifft Löhne und Gehälter eines deutschen Arbeitnehmers und was nach Abzug vom Brutto übrigbleibt. Und wir wollen uns mit dem Bankensystem und den Möglichkeiten Zinsen zu verdienen, beschäftigen. Gegenwärtig umfasst unsere Themenliste 11 Themen. Wir möchten gerne 111 Themen und im weiteren 222 Themen behandeln. Helfen Sie uns, Themen zu finden, die für Russen interessant sein könnten.
 

 


 
04.01.2018 – Kaliningrader Symphonieorchester auf Deutschland-Reise
Das Kaliningrader Symphonieorchester unter Leitung von Arkadi Feldmann, befindet sich gegenwärtig auf einer Tour durch Deutschland und feiert Erfolge. So gab man ein Konzert in Hoppegarten, welches gleichzeitig genutzt wurde, um Geld für die Förderung geistig behinderter Kinder zu sammeln. Das Konzert war gut besucht und der Gemeindesaal voll besetzt – wie die deutsche MOZ berichtet. "Mittlerweile hat es sich wohl herumgesprochen, dass die Kaliningrader ein Spitzenorchester sind", kommentierte der Hoppegartener Martin Seehausen das lange Anstehen für beste Plätze. Mit einem musikalischen Feuerwerk wurden die Besucher für ihre Geduld belohnt. Stücken aus Peter Tschaikowskis Nussknacker-Ballett folgten Werke von Johann Strauß, die wohl in keinem Konzert zum Jahreswechsel fehlen. Beim Kaiserwalzer sah man einigen Zuschauern an, dass sie am liebsten selbst dazu im Tanzschritt über das Parkett geschwebt wären. Beim Radetzky-Marsch zum Abschluss gab es dann kein Halten - mit Beifall begleitete das Publikum die Musiker bis zum letzten Ton, um dann mit Bravo-Rufen und stehenden Ovationen zu danken.
 
 
04.01.2018 – Üppiger Geldfluss aus Moskau zum Jahresanfang
Moskau hat 126,9 Millionen Rubel zum Ende des Jahres 2017 in die Kassen des Gebietes überwiesen. Diese Gelder sind zweckbestimmt für soziale Zwecke und dienen der Auszahlung einer monatlichen Unterstützung für Eltern bei der Geburt des ersten Kindes oder bei Adoption eines Kindes. Dieses Recht gilt ab 1. Januar 2018. Anspruch haben die Eltern, deren mittleres Familieneinkommen das 1,5fache des Existenzminimums nicht überschreitet. Um das Geld zu erhalten, müssen die Eltern einen Antrag in einem der multifunktionalen Bürgerzentren stellen. Das Geld wird monatlich ausgezahlt, bis das Kind 1,5 Jahre alt ist.
 
 
04.01.2018 – Königstor in Kaliningrad
Touristen die nicht organisiert in einer Gruppe reisen, sondern sich individuell ein Besuchsprogramm zusammenstellen, haben oftmals Probleme damit. Was kann man in Kaliningrad anschauen? – so eine häufige Frage, die unsere Informationsagentur gestellt bekommt. Das „Königstor“ in Kaliningrad ist nun schon kein Geheimtipp mehr, sondern ein MUSS für einen Kaliningrad-Besucher. Es wurde im Jahre 2005, dem 750. Stadtgeburtstag rekonstruiert und auch die drei Königsfiguren wurden originalgetreu durch polnische Restauratoren wiederhergestellt. Im Königstor selber befinden sich ständig Ausstellungen. Von dort aus gelangt man, durch die Frunsestraße, an anderen altdeutschen Gebäuden, wie z.B. die Kreuz-Apotheke vorbei, zum Historischen Stadtmuseum, in der sehr interessante Ausstellungen zu den letzten Tagen der Festung Königsberg im April 1945 und der Organisation des Lebens danach gezeigt werden.
 
 
04.01.2018 – Weiterhin lange Wartezeiten an der polnischen Grenze
Auch am 3. Januar melden russische Reisende lange Wartezeiten beim Grenzübertritt von und nach Polen. Zwei Stunden Wartezeit vor dem Schlagbaum, also noch vor Beginn der Grenzabfertigung, scheinen „normal“ zu sein. Wie die polnischen Behörden mitteilten, habe man sich eigentlich auf einen verstärkten Grenzverkehr eingestellt und zusätzliches Personal an die Schwerpunkt-Grenzübergänge zeitweilig abkommandiert. Dies scheint sich wohl aber nicht auf das Tempo der Abfertigung auszuwirken. Russische Grenzpassagiere informieren in sozialen Netzwerken, dass man insgesamt fünf Stunden benötige, um nach Polen einzureisen. Am 1. Januar erfasste die russische Statistik insgesamt 6.642 Personen (davon 5.900 russische Bürger), die an allen Grenzübergängen (Mamonowa-1, Mamonowa-2, Bagrationowsk, Goldap) nach Polen ausreisten.
Aber auch an der Grenze zu Litauen scheint es nicht anders auszusehen, glaubt man den Informationen von Betroffenen, die sich in den sozialen Netzwerken mitteilen. Drei Stunden Wartezeit auf Kurskaja Kosa sind wohl Standard.
 
Foto: Romantische Eindrücke von einem Grenzübergang in Polen

 


 
03.01.2018 – Kaliningrader Flohmarkt
Kaliningrad verfügt noch über einen echten Flohmarkt, wo alles angeboten wird, was sehr alt, alt oder doch zumindest gebraucht ist. Und dieser Markt dehnt sich ständig aus. Er befindet sich am Wrangel-Turm und erstreckt sich einerseits in die Baranow-Straße und andererseits in die uliza Proletarskaja. Jedes Wochenende findet dieser Flohmarkt statt und ist ständig gut besucht. Für Touristen ist daneben auch der Bernsteinmarkt von Interesse, der sich im „Epizentrum“ dieses Flohmarktes befindet.
 
 
03.01.2018 – Preisanpassungen im Regionalverkehr
Ab Januar treten einige Preisanpassungen im Kaliningrader Regionalverkehr in Kraft. Sicherlich ein Vorsignal für eine Preisanpassung im Nahverkehr in der Gebietshauptstadt selber, die ganz bestimmt bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, im Rahmen der Einführung des elektronischen Tickets, umgesetzt wird. Für vier Buslinien, die Siedlungen im Kaliningrader Gebiet anfahren, erhöhen sich die Preise zum 1. Januar 2018 um neun Prozent.
 
03.01.2018 – Zeit ist Geld
Im Rahmen des Aufbaus unseres Videokanals, testen wir eine Reihe von Ideen und nutzen auch die Gelegenheit, weiter an der Qualifizierung zum „Schneiden, Legen, Fönen“ für Videoinformationen zu arbeiten. Kaliningrad hat die föderale Ordnungsnummer „39“ und so entstand der Gedanke, Kurzfilme in einer Länge von 39 Sekunden zu erstellen und Interessierten mit wenig Zeit interessante Momente Kaliningrads näher zu bringen. Wir hoffen, dass diese Idee ein weiterer Schritt dazu ist, vom „Kaliningrader Tageblatt“ zur „Kaliningrader Tagesschau“ zu kommen.
 
 
03.01.2018 – Lange Wartezeiten an der polnischen Grenze
Der polnische Zoll informiert über lange Wartezeiten von bis zu drei Stunden, an den Übergängen zum Kaliningrader Gebiet. Die größten Schlangen gibt es in Mamonowo-Gronowo. Alle Kanäle der polnischen Zoll- und Grenzabfertigung sind aktiv und die Übergänge haben zeitweilig zusätzliche Mitarbeiter erhalten. Die überwiegende Mehrzahl der Grenzpassagiere sind russische Bürger. Der polnische Zoll hatte darauf hingewiesen, dass der 2. Und 3. Januar die absoluten Spitzentage an der Grenze sein werden.

 


 
02.01.2018 – Feiertage in Russland
In Russland haben die Feiertage zum Jahreswechsel begonnen. Wer geschäftliche Dinge oder Behördengänge erledigen will, wird kaum eine Chance haben. Ansonsten geht aber das ganz normale tägliche Leben weiter, Geschäfte haben geöffnet. Der erste Arbeitstag ist der 9. Januar 2018 – ob da allerdings schon wirklich wieder gearbeitet wird, kann getrost bezweifelt werden.
 
 
02.01.2018 – Gouverneur spricht Warnung an Bootshausbesitzer aus
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat nochmals die Besitzer der Bootshäuser gewarnt, die sich gegenüber dem neuen Fußball-Stadion in der Bootshaussiedlung „Neptun“ befinden. Eine Reihe von Besitzern ist seiner erstmaligen Aufforderung, die Bootshäuser instand zu setzen gefolgt und hat diese in einen mehr oder weniger ansehnlichen Zustand versetzt. Eine Reihe von Besitzern hat aber nichts getan. Er drohte den Besitzern, die Fassaden dieser Bootshäuser hinter Großplakaten zu verstecken, wenn nicht bald etwas passiert. Bereits der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Zukanow forderte „… irgendetwas mit diesem Ghetto zu machen“.
 
Foto: Gouverneur Anton Alichanow fordert Ordnung bei „Neptun“ zu schaffen
 
 
02.01.2018 – Kosten für neuen See-Terminal in Pionersk bekanntgegeben
Die Kosten für den Bau des neuen See-Terminals in dem Ostsee-Städtchen Pionersk, werden sich auf rund acht Milliarden Rubel belaufen. Der Bau dieses Terminals geht auf eine Initiative des russischen Präsidenten Putin zurück. Das neue Terminal soll sowohl Passagierschiffe empfangen, wie auch Fähren für den Transport von Fahrzeugen und Gütern. Gegenwärtig ist noch unklar, wer den Hafen bauen und finanzieren wird. Für den kompletten  Bau des Terminals stehen 21 Monate, gerechnet vom Beginn der Unterzeichnung des Vertrages, zur Verfügung. Somit ist klar, dass die vollständige Nutzungsüberführung nicht früher als Ende 2019 erfolgen wird. Im Rahmen des Baus des Terminals gehört auch die erhebliche Verbesserung der Straßen- und Wegeinfrastruktur zur Stadt Pionersk.
 
Foto: Ostsee-Städtchen Pionersk als zukünftiger Standort eines neuen See-Terminals
 
02.01.2018 – Neue Beratergruppe beim Gouverneur
Der Kaliningrader Gouverneur hat eine Beratergruppe geschaffen, die ihn zu Fragen des Verbraucherschutzes unterstützen und beraten soll. Ein entsprechender Erlass wurde von ihm Mitte Dezember unterzeichnet. Die neue Beratergruppe hat den Markt zu Fragen des Verbraucherschutzes zu analysieren, Hinweise und Empfehlungen zu geben und einige Fragen zu regulieren. Die Schaffung der Beratergruppe ist zurückzuführen auf Beschlüsse des russischen Staatsrates aus dem Monat April 2017. Die Beratergruppe ist verpflichtet, sich mindestens zweimal jährlich zu treffen. Leiter der Gruppe ist der Gouverneur selber. Neben Beamten aus verschiedenen Führungsebenen, gehört auch der Leiter der Kaliningrader Unternehmervereinigung „Baltischer Geschäftsclub“ Sergej Luterewitsch und der stellvertretende Generaldirektor von „SPAR-Kaliningrad“, Alexej Jelajew und der Vizepräsident der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer Marina Fizak dem Gremium an.
 
 
02.01.2018 – Es zötlert in Kaliningrad
Heute schon gezötlert? Das könnte zu einem geflügelten Wort für deutsche Touristen werden, denn das Restaurant Zötler auf dem Leninski Prospekt, eröffnet Ende 2009, ist vielen, insbesondere deutschen Touristen, bekannt und gehört zum „MUSS“ bei einem Besuch in Kaliningrad. Aber im Jahre 2017 hat ein zweiter „Zötler“ aufgemacht, nicht im Stadtzentrum, sondern in der Gorki-Straße. Für das zweite Domizil wurde ein altdeutsches Haus, mit einer interessant gestalteten Fassade gewählt. Ein Anbau verspricht, insbesondere in den Sommermonaten, auch ausreichend Platz für diejenigen, die sich Fußball-Übertragungen anschauen und dabei Restaurantatmosphäre genießen wollen. Also, zötlern Sie mal in der Gorki-Straße und informieren uns über Ihre Eindrücke.
 
 
 
 

 
01.01.2018 – In eigener Sache
„Kaliningrad-Domizil“ bedankt sich für Ihr Interesse an unserem Portal. Wir sind ein privat finanziertes und organisiertes Informationsportal, neumodisch auch BLOG genannt. Seit April 2013 haben wir 432.000 Besucher auf unserer kleinen Internetseite registriert und diese Besucher haben sich 742.000 Mal in das Portal eingewählt und dabei 2.064.000 Artikel gelesen – eine beeindruckende Leistung unserer Leser – finden wir.
Mitte November 2017 starteten wir unseren Videokanal bei youtube – trotz aller Unzulänglichkeiten hatte dieser Kanal in diesen 1,5 Monaten bereits 4.300 Aufrufe und 26 Abonnenten. Es scheint, dass wir eine richtige Entscheidung getroffen haben.
Auch unser verstärktes Engagement bei Facebook wird durch die Leser belohnt, denn immerhin haben unseren dortigen Lesern unsere Beiträge über 24.000 Mal innerhalb von rund vier Monaten gefallen.
Wir stellen uns nicht das Ziel, irgendeine Position am „Markt“ zu erreichen, denn als nicht kommerziell interessiertes Portal gibt es keinen Markt, denn es gibt keine Einnahmen denen wir hinterherlaufen, außer den Sponsorengeldern und Reklameeinnahmen. Bei der Gelegenheit vielen Dank an unsere Sponsoren, wovon einige sogar Daueraufträge geschaltet haben. Wir sagen auch „Danke“ im Auftrage der russischen Steuerinspektion, denn diese Gelder werden natürlich versteuert, auch wenn sie, aus organisatorischen Gründen, auf ein deutsches Privatkonto eingehen.
Unser Ziel ist in erster Linie, über Kaliningrad zu berichten, denn in anderen Medien ist natürlich nicht ausreichend Platz für lokalpatriotische Berichterstattung. Unsere föderalen Informationen und Kommentare sind die „Sahne für den Kaffee“, - andere Informationsportale sind da wesentlich besser als wir.
Wir berichten nicht „objektiv“, sondern „subjektiv“. Das gefällt nicht jedem, aber wir sind der Meinung, dass es keine objektive Berichterstattung gibt, nirgendwo auf dieser Welt. Nur wir bekennen uns zu unserem Subjektivismus, andere eben nicht.
Wir berichten aus dem russischen Alltag, in der Hoffnung, die Gedanken, Meinungen, Ansichten, Probleme, Sorgen und Nöte der Russen den deutschen Lesern näherbringen zu können und vielleicht sogar verständnisvoller zu machen. Wir setzen unsere Arbeit fort und hoffen auch weiterhin auf Ihr Interesse.
 
 
 
01.01.2018 – Gewichtskontrolle in Kaliningrad
Zutritt zur Stadt Kaliningrad wird zukünftig noch nach einer Gewichtskontrolle möglich sein. Darüber informierte die Kaliningrader Gebietsregierung und verkündete gleichzeitig, dass rings um die Stadt neun Stationen eingerichtet werden, wo die Gewichte kontrolliert werden. Allerdings betrifft dies nicht Personen, sondern Kraftfahrzeuge. Es werden also zukünftig nur noch Fahrzeuge nach Kaliningrad gelassen werden, deren Gewicht die Straßen Kaliningrads nicht übermäßig belasten und zu vorzeitigem Verschleiß führen. Der stellvertretende Direktor der Gebietsverwaltung für die Straßenwirtschaft Dmitri Anisimow informierte, dass man gegenwärtig fünf mobile Waagen habe, die auch eingesetzt werden. Die Statistik zeigt, dass in den Jahren des Einsatzes dieser Waagen, die Verletzung der Gewichtsbegrenzungen erheblich rückläufig war. Aktuell werden nur noch bis zu drei Strafen in der Woche ausgesprochen. Er betonte, dass die wichtigste Aufgabe nicht das Einsammeln von Strafen, sondern die Erhaltung der Straßen ist. Und deshalb werden im kommenden Jahr neun automatische Waagen an den Zufahrten zur Stadt stationär eingerichtet. Sie werden die Arbeit allerdings erst im Jahre 2019 aufnehmen.
 
01.01.2018 – Manchmal kann man zweifeln: Alt oder Neu
Touristen unserer Stadt werden es bemerkt haben: es tut sich viel in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Auf dem Leninski-Prospekt nähern sich die Fassadenrekonstruktionen dem Ende, die Fan-Zone, rund um das „Haus der Räte“, wird gestaltet, Grünanlagen werden angelegt und Hinterhöfe in Ordnung gebracht. Manchmal steht man vor Gebäuden, wo man glaubt, es handelt sich um altdeutsche Gebäude und wundert sich über den guten Erhaltungszustand. Eines dieser Gebäude, wo auch „Kaliningrad-Domizil“ erstmal nachfragen musste, ist das Gebäude der Rachmaninow-Musikkollege in Kaliningrad.
 
 
01.01.2018 – Fress-Meile in Kaliningrad ohne Feiertage
Der auf der Kant-Insel eingerichtete und neurussisch mit „Street-Food-Meile“ bezeichnete Neujahrsmarkt, wird über den gesamten Zeitraum der Neujahrsfeiertage arbeiten und versuchen, die hungrigen Kaliningrader und deren Gäste zu versorgen. In der Neujahrsnacht wird der Markt rund um die Uhr arbeiten. Erst um vier Uhr wollen die Organisatoren die Rollläden runterlassen und sich ein wenig Ruhe gönnen. Aber es gibt hier nicht nur mehr oder weniger Kalorienreduziertes, sondern auch Buden mit Andenken und vielem SchnickSchnack, den man braucht, oder auch nicht.
 
 
01.01.2018 – Kaliningrader Gouverneur zeigt sich großzügig
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat aus dem Reservefond des Gebietshaushalts 70 Mio. Rubel bereitgestellt, um Kommunen finanzielle Hilfe zu leisten. Die Gelder sind zweckbestimmt für die Gewährleistung einer ununterbrochenen Heizsaison 2017/18. Nutznießer sind die Stadt Sowjetsk, gefolgt von Baltisk, Bagrationowsk und Gwardejsk, aber auch Selenogradsk, Svetly und Mamonowa. Viele der Kommunen haben Schulden bei den Dienstleistungsbetrieben, die für die Versorgung mit kommunalen Dienstleistungen verantwortlich sind.
 
01.01.2018 – Unsere Januar Umfrage
Ständige Leser unseres Informationsportals wissen, dass wir jeden Monatsanfang eine Umfrage starten und Mitte des Monats einen Wissenstest. Auch in der Nacht vom 31.12.17 zum 01.01.18 wird eine neue Umfrage geschaltet. Das Thema hat in den letzten Tagen, sowohl auf unserem Portal, wie auch in den Sozialmedien, zu einigen Diskussionen geführt. Deutsche und Deutschland hatten sich wohl getroffen gefühlt – ob zu Recht oder Unrecht, das wollen wir jetzt nochmal in einer Umfrage wissen. Im Unterschied zu allen anderen, bisher gestarteten Umfragen, haben Sie die Möglichkeit, wenn Sie mit unseren vorgegebenen Antwortmöglichkeiten nicht einverstanden sind, die Antwort „Anderes“ anzuklicken. Danach öffnet sich ein Fenster und Sie können Ihre Antwortvariante dazusetzen – natürlich ebenfalls in Kurzform mit vier fünf Wörtern. Das Feld ist kein Kommentarfeld. Probieren Sie es aus – wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
 

 

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Wochenblatt

   Kommentare ( 23 )

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 2. Januar 2018 13:26:34

Ein gutes Neues Jahr.
Hat Kaliningrad eigentlich nur das Problem, das zu schwere Autos die Straßen übermäßig belasten? Wäre es nicht sinnvoller die Abgase der Autos zu überprüfen und damit die Stadt, von Ihrem vorderen Platz in der Abgas Statistik herunter zu holen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. Januar 2018 15:15:18

... wir haben geschätzt 10.000 Probleme, vielleicht auch 11.000. Und nicht alle kann man gleichzeitig lösen ... Wie lange hat Deutschland gebraucht, ehe man sich dem Thema "Feinstaub" gewidmet hat? Also lassen Sie Kaliningrad die Probleme in der Reihenfolge der Dringlichkeit abarbeiten.

ru-moto Veröffentlicht: 2. Januar 2018 21:54:36

01.01.2018 – [In eigener Sache... Wir berichten nicht „objektiv“, sondern „subjektiv“. Das gefällt nicht jedem, aber wir sind der Meinung, dass es keine objektive Berichterstattung gibt, nirgendwo...]

“Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es, und ich weiß es. Es gibt niemanden unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn er es tut, weiß er im Voraus, dass sie nicht im Druck erscheint. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es, und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen.
“Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen (...)
US-Verleger Herausgeber “NewYork Times”, John Swinton, 1880

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 3. Januar 2018 13:45:46

Es ist richtig das das Kaliningrader Gebiet Probleme hat und es ist richtig das sie bearbeitet werden, doch irgendwann sollte man mal anfangen und nicht mit dem Wiegen von Fahrzeugen. Da gibt es wichtigeres. Habe übrigens gerade bei Vesti Kaliningrad Nachrichten in englischer Sprache angeschaut, man sollte Ihnen zu diesem Schritt gratulieren.

boromeus Veröffentlicht: 3. Januar 2018 22:25:37

"Weiterhin lange Wartezeiten an der polnischen Grenze".Standart Grenzabfertigungszeit liegt um 2 Stunden im Minimum.Wir erlebten morgens gegen 8:00 Uhr ,dass man erstmal Schichtwechsel absovierte.Nicht wie man wie es normal sein sollte ,sukzessiv.Über 40 Minuten tat sich nichts.Warten war angesagt.Abfertigung auf russischer Seite 15-20 Minuten.Auch die Lenkung des Grenzverkehres eine Farce.Wofür es eine Spur für EU Bürger gibt ,ein Rätsel.Man arbeit so langsam, dass man von Schikane sprechen kann.Kontrolle ist nicht das Problem,muss sein,aber die Art und Weise passt nicht.Hier drückt man klar und deutlich sein Unwillen gegen Russland und seine Bürger aus.Von daher waere es wünschenswert ,dass auf politischer Ebene etwas dagegen unternommen wird.Wenn ich als EU-Zahler dann noch Hinweisschilder lesen muss, dass diese Grenzanlage mit Mitteln der europäischen Union finanziert wurde ,könnte ich ununterbrochen koxxxx.

.g Radeberger Veröffentlicht: 4. Januar 2018 03:25:11

04.01.2018 – Weiterhin lange Wartezeiten an der polnischen Grenze

Ich wüßte ja eine Lösung. Aber die ist ein bischen teuer und erst in ein paar Jahren realisierbar. Diese ganze polnische seit Jahrzehnten eingespielte Verhinderungstour bezüglich Sowjetunion/Rußland, die es schon zu grauen DDR-Zeiten gab, wäre mit dem Einsatz eines oder zwei großen Fährschiffen vom Großen Land mit Zwischenhalt in Kaliningrad bis Meckpom und zurück für die Polen dann sinnlos und würde wahrscheinlich auch noch ein Minuswachstum in deren Kassen spülen. Der Transit nicht nur der Personen und PKW, sondern auch LKW, Container und Eisenbahnwaggons würden vermutlich schneller, sicherer und vielleicht auch billiger (?) in beide Richtungen befördert.
Die politische Ebene wäre der Anstoß für die Gründung einer Deutsch-Russischen (oder umgekehrt) Schifffahrtsgesellschaft, die diesen Fährverkehr betreibt. Allein schon der wirtschaftliche Wert für Meckpom wäre enorm.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. Januar 2018 07:54:37

... das ist keine prinzipielle Lösung des Problems. Denn das prinzipielle Problem besteht nicht in der Grenzabfertigung der wenigen Deutschen an der polnischen Grenze, sondern in der Grenzabfertigung sehr vieler Kaliningrader Bürger, die mal schnell nach Polen rüberwollen und am Abend wieder zurück. Da hilft keine Fährverbindung ...

ru-moto Veröffentlicht: 4. Januar 2018 03:25:50

04.01.2018 – [Weiterhin lange Wartezeiten beim Grenzübertritt von und nach Polen. Zwei Stunden Wartezeit vor dem Schlagbaum, also noch vor Beginn der Grenzabfertigung... Russische Grenz-Passagiere informierten in sozialen Netzwerken, dass man insgesamt fünf Stunden benötige, um nach Polen einzureisen...]

Ich schaffte jedoch im Sommer einmal den kompletten Grenzübertritt nach Polen in rekordverdächtig kurzen 17 (siebzehn) Minuten !!! Damals lief im Fernsehen zufälligdie Übertragung eines Fussballmatches und PL lag 1:0 in Führung. Da wollte jeder/jede Grenzer/in möglichst rasch wieder zurück zum Fernseher und sie waren nur ganz kurz im Freien zu sehen. Drei Autos waren vor mir... Aber sonst ist jeder Grenzübertritt von und nach Polen stets mit den beschriebenen Massenprovokationen verbunden und somit höchst ärgerlich. Solchen offensichtl. Dauer-Provokateuren in Form von poln. ZöllnerInnen ist meine höchste Verachtung gewiss. Mögen diese Typen bald bekommen, was sie sich dafür verdienen!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. Januar 2018 07:52:18

... das Wichtigste ist in derartigen Fällen: Keine Emotionen zu zeigen.

Dietrich Völker Veröffentlicht: 4. Januar 2018 13:09:15

"Weiterhin lange Wartezeiten an den Grenzen"
Man muss sich nut wundern, da haben die Leute biometrische, maschinen lesbare Pässe. Auf beiden Seiten gibt es eine Infrastruktur, die es innerhalb von Sekunden erlauben würde, diverseste Abgleiche mit Fahndungslisten, dem SIS und so weiter zu führen (letzteres zumindest bei unseren polnischen EU-Freunden). Aber sie bekommen es einfach nicht geregelt. Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass sie es nicht geregelt bekommen wollen (=vulgo: Schikane).
Sie bekommen manchmal nicht einmal ein Mindestmaß an Höflichkeit geregelt, von Freundlichkeit nicht zu gereden.
Wenn wollen die Polen eigentlich treffen? Ihre eigenen Bezintouristen aus Masuren? Ihre eigenen Kippenschmuggler? Eigentlich sollten sie sich freuen, wenn Kaliningrade nach Polen kommen, um in polnischen Geschäften Umsatz zu generieren. Einen Putin, einen Medwedjew werden sie mit ihrer Politik an der Grenze somieso nicht treffen. Für die gäbe es ja im Zweifel die "CD"-Spur...

.g Radeberger Veröffentlicht: 4. Januar 2018 20:22:04

Uwe Erich Niemeier
Veröffentlicht: 4. Januar 2018 07:54:37
"... das ist keine prinzipielle Lösung. "

Das sehen Sie aber nun nur aus der Kaliningrader Perspektive. Es ist noch gar nicht so lange her, daß ein gleiches Verhalten an der Grenze zu Belorußland im Personen- als auch im Güterverkehr zu verzeichnen war. Wie war das doch vor einigen Monaten, als die Polen genauso gesponnen hatten wie die Ukrainer. Erst als auch die polnischen Trucks fest saßen, kam Bewegung rein. Und das meinte ich eigentlich.
Nicht die paar Kalinigrader, die mal in Polen einkaufen wollen.

boromeus Veröffentlicht: 4. Januar 2018 23:09:13

Polen vermissen Visafreiheit.
Wie steht schon im alten Testament:Wer Wind sät ,wird Sturm ernten.Zu jeder Beziehung gehören immer zwei.Das passt irgendwie zusammen.Im Rahmen des kleinen Grenzverkehres immer schön nach Russland einreisen und billigen Kraftstoff für wenige Cent tanken und Vorteile nutzen .Sich an Grenzanlagen mit Ellenbogenmentalität vordrängeln.Dann einseitig das Abkommen aus fadenscheinigen Gründen einstellen,rumjammern, dass Einnahmen und Arbeitsplätze wegfallen und zum Ausgleich russische Mitbürger über Maßen an der Grenze bei Einreise durch Dienst nach Vorschrift ,schikanieren.Man kann nur hoffen, dass die russische Administration sich nicht erweichen und sich auf faule Kompromisse einlässt.Entweder partizipitieren alle von dieser Reiseerleichterung oder keiner.So wie das zur Zeit läuft, sollte man nicht eine einzige Sekunde über die Wiederaufnahme nachdenken.Es sei denn,die polnische Seite schafft positive Fakten,die eine positive Neubewertung gerechtfertigt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. Januar 2018 23:44:15

... ähnliche Gedanken hatte ich auch. Die Russen brauchen den kleinen visafreien Reiseverkehr wohl weniger als die Polen. Die letzten beiden Jahre haben das gezeigt.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. Januar 2018 04:08:36


05.01.2018 – Kaliningrader Nachbar mit ungewohnter Sachlichkeit
Das ist doch ähnlich wie bei einem Schlaganfall. Die eigentlichen Adern sind doch wohl vorhanden. Aber aus Unvernunft, Russenhaß, Sanktionen sind diese Adern verstopft und es kommt zum Schlaganfall, sprich Abbruch der Verbindungen zwischen beiden Ländern.
Es liegt doch wohl an der EX-KPdSU-Parteihochschul-Direktorin und solchen Leuten wie Stoltenberg, zu einem normalen Leben überzugehen, um die Verstopfung dieser Adern zu beseitigen. Es war doch nicht Rußland, das mit diesem unvernünftigen Verhalten begonnen hat. Es ist nun mal so, wer was beginnt, soll es auch beenden. Nur dürfen diese Nato-Leute nicht glauben, daß man einfach an dem Punkt wieder ansetzen kann wie vor den Sanktionen. In der Regel hinterläßt so ein Schlaganfall nicht reparable Schäden, mit denen man dann eben leben muß. So wird es wohl auch mit den Nato-Rußland-Beziehungen sein. Vorschlag: erst Dreck vollständig wegräumen, dann weitersehen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 6. Januar 2018 03:20:55

06.01.2018 – Putin schließt Ex-Gouverneur Zukanow aus Sicherheitsrat aus

Da läßt man wohl einen mit dem Zuckerbrot in der Hand am langen Arm verhungern. Will sagen, daß da bei der Neuorganisation des neu gewählten (alten) Präsidenten so ganz unauffällig und ohne Gesichtsverlust der Herr Assistent in der Versenkung verschwindet.

.g Radeberger Veröffentlicht: 6. Januar 2018 03:28:04


07.01.2018 – Gebäude des ehemaligen „Goethe-Oberlyzeums“ wird abgerissen

Naja, das Dach hätte sowieso runter gemußt. Aber ansonsten so aus "nächster Nähe" entsprechend des Fotos sieht doch das Häuschen noch ganz passabel aus. ###

Hauke Veröffentlicht: 6. Januar 2018 12:02:13

Wie kommt es dass der Zug für ca. 170km 5Std. braucht?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. Januar 2018 13:21:13

... weil das Umsteigen auf polnischer Seite lange dauert. Zum einen ist es die lange Grenz- und Zollabfertigung durch Polen und zum anderen wartet man auf den polnischen Regionalzug, der den Weitertransport übernimmt und natürlich auf der Strecke bis Gdynia mehrmals anhält um weitere polnische Passagiere mitzunehmen.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 9. Januar 2018 02:06:00

@Betrug“ ist in Russland das Kriminalitätsdelikt Nr. 1

Da scheine ich ja Glück gehabt zu haben, meine bisherigen Geschäfte mit russischen Anbietern liefen per Internet bis lang korrekt ab.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. Januar 2018 07:46:32

... Sie haben sicherlich auch ein gesundes Maß an Misstrauen und Menschenverstand mit eingebracht. Es gibt eben Leute, denen das nicht gelingt und die zu gut über ihre Mitmenschen denken.

Georg Veröffentlicht: 10. Januar 2018 11:23:50

"Kein Kaliningrader zweifelt, dass es in der Stadt und dem Gebiet schön ist und es sich lohnt, hier zu leben?"
Ich muss Ihnen da leider entschieden widersprechen und dies beruht ausschließlich auf die Aussagen meiner Ehefrau Elena, die aus Kaliningrad stammt und vor ca. 2,5 Jahren zu mir gezogen ist. Für meine Frau ist diese Stadt alles andere als lebenswert, sie weint keine Träne nach, verspürt nicht das geringste Heimweh und würde der Stadt für immer den Rücken kehren, wenn es möglich wäre. Sie fährt jetzt einmal jährlich nach KGD, um ihre Eltern zu sehen, die dort leben. Ihre Kritik richtet sich auf die schlechte Luft, das Wasser, das sehr feuchte Klima und hohe Preise, in Relation zu den spärlichen Einkommen. Fakt ist, dass meine Frau in KGD an wöchentlich wiederkehrenden Kopfschmerzattacken und Übelkeit litt und seit der Übersiedlung sind diese Beschwerden ohne ärztliche Hilfe völlig verschwunden. Ebenso sind die Zahnbehandlungen in KGD nachweislich eine Katastrofe.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Januar 2018 12:01:57

... es tut mir und vermutlich weiteren 450.000 KaliningraderInnen leid, dass es Ihrer Frau in Kaliningrad nicht gefällt.

Georg Veröffentlicht: 10. Januar 2018 12:18:51

Sorry, wenn ich so negativ schreibe, aber Ich kann mich ja selbst nur auf die Aussage meiner Frau berufen und werde mir im April für zwei Wochen mal selbst ein Bild machen. Aber es ist schon krass, was der Zahnarzt in KGD für eine misserable Arbeit hinterlassen hat. Nach Beschwerden attestierte die Zahnklinik in Erlangen eine sehr inkompetente Sanierung. Bei vier verplombten Zähnen waren die Zahnkanäle nur zu Hälfte gereinigt (Zeitbomben), mussten vollkommen erneuert werden und zwei weitere behandelte Zähne waren so innerlich zerstört, dass nur eine Entfernung half. Der Arzt in Erlangen meinte, wir sollten die Kollegen in KGD verklagen, hat aber wohl wenig Sinn, zumal meine Frau mit dem jetzigen Ergebnis nun sehr zufrieden ist und die Sanierung keine weiteren Kosten verursachte.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Januar 2018 13:22:23

... ohne das wir jetzt hier gesundheitliche Dinge im Detail betrachten ... ich besuche seit über zehn Jahren nur noch Kaliningrader Zahnärzte und bin hochzufrieden. Tja, so unterschiedlich können Erfahrungen sein.

Georg Veröffentlicht: 10. Januar 2018 17:40:10

...sie widersprechen aber damit eigene Berichte über die marode Gesundheitstruktur in KGD, die von Herrn Anton Alichanow persönlich angeprangert wird und er große Anstrengungen unternimmt, Verbesserungen herbeizuführen. Vielleicht können Sie es sich leisten, finanziell gesehen, privatärztlich behandelt zu werden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. Januar 2018 17:45:58

... ich widerspreche nicht der maroden Infrastruktur im Gesundheitswesen, wenn ich davon spreche, dass das stomatologische System in Kaliningrad ausgezeichnet und auf hohem professionellen Stand ist. Stomatologie ist nur ein winzig kleiner Zweig im Gesundheitswesen ...

boromeus Veröffentlicht: 10. Januar 2018 22:28:51

"Reise Deutschland-Kaliningrad-Deutschland"Danke für Ihre gelungene Beschreibung einer Reisemöglichkeit.Leider bleibt auch hier, wie in allen anderen Fällen der Grenzübertritt in Polen der Unsicherheitszeitfaktor Nr.1.Ohne ihn wäre bei rechtzeitigem Start in Kaliningrad auch eine direkte Anfahrt nach Gdansk möglich, um den Flieger nach Hamburg zu erreichen.Eine echte Alternative ist auch das Anreisen mit dem Auto nicht,wenn man bedenkt ,dass man von Bremen aus ,etwa 14-15 Stunden und von Berlin aus ca. 10-11 Stunden benötigt,oder gar mit Linienbus 19 -21Stunden.So bleibt egal welche Reisemöglichkeit man auch wählt:Wer nach Kaliningrad reisen will ,braucht Geduld und Zeit und die Hoffnung möglichst keinen "Katastrophentag"beim Grenzübertritt in Polen zu erwischen.....Wenn sich dieses Problem auf politscher Ebene endlich lösen würde ,wäre ein grosses Hindernis und Ärgernis für alle Gäste ,die nach hüben und drüben wollen ,beseitigt.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. Januar 2018 00:03:13

... ach ja, wie recht Sie haben ...

ru-moto Veröffentlicht: 11. Januar 2018 23:43:26

12.01.2018 – [...BMW hat Tochterunternehmen mit einem Stammkapital von 10.000 Rubel (150 Euro) gegründet in Kaliningrad gegründet...]

Ohne pessimistisch zu sein: Ein neuerlicher schlechter Witz von den Milliardären aus M.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Januar 2018 00:43:00

... wieso pessimistisch? Sie sind einfach nur Realist.

.g Radeberger Veröffentlicht: 12. Januar 2018 03:59:01

12.01.2018 – Deutsche Firma BMW hat Tochterunternehmen in Kaliningrad gegründet
Das ist doch ein vorgezogener Aprilscherz dieser Bayern. Ich würde mal so sagen, daß das kontraproduktiv zu Horsti Seehofers Bemühungen in Moskau ist.
Ich möchte mal wetten, daß das nur eine Beruhigungspille für Alichanow und die Moskauer sein soll. Im Grunde werden diese Bayernjodler versuchen, noch mehr Zugeständnisse von der russischen Seite bezüglich Preis usw. heraus zuschinden.
Diese Seppelhosenträger haben ein Geschäftsgebaren wie in Bagdad auf dem Basar.
Die verstehen ganz bestimmt nur eine klare Ansage. Kommt ihr - ja oder nein? Ja ist gut, nein ist auch nicht so schlecht, kommt ein anderer.

.g Radeberger Veröffentlicht: 13. Januar 2018 02:06:32

13.01.2018 – Militärgebäude wird Kinder- und Jugendzentrum
Eine wirklich begrüßenswerte Lösung - auch wenn teuer. Ich kann mir vorstellen, daß das Gebäude instand gesetzt wieder sehr schön aussieht.
Vielleicht ist unter den Lesern von Uwes Blog jemand der aus der Nachlassenschaft seiner Verwandten noch Fotos hat, die das Haus im Original zeigen und eine Kopie desselben dem Uwe schicken, damit er es weiterleiten kann.
Wäre so ein Gedanke von mir, falls keine Originalunterlagen mehr vorhanden sein sollten.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. Januar 2018 02:09:00

... ich habe den Beitrag auch bei Facebook in den Gruppen gepostet, wo Leute sind, die sich mit dem Gebiet noch, aus den unterschiedlichsten Gründen, verbunden fühlen ... vielleicht kommt von dort ja auch was ...

boromeus Veröffentlicht: 14. Januar 2018 22:39:10

"Rekonstruktion der Holzbrücke fast abgeschlossen"....Mann, da geht einem ja das Herz auf..wenn man das Ergebnis sieht.Selbst in den Brückennocken wieder Kandelaber ,wie zur Kaiserzeit und die Verzierungen über der Fahrbahn.Top!Vor zwei Jahren habe ich ein Ölgemälde geschaffen nach einer Vorlage aus den 1940ger Jahren,als noch Binnenkähne gegenüber der Albertina-Uni lagen.Das kann man sehr schön an Originalaufnahmen der Zeit betrachten.Sehr gelungen, die Rekonstruktion.Bitte mehr von diesen Kleinoden der Stadt.Muss ich mir beim nächsten Besuch unbedingt ansehen...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 14. Januar 2018 23:38:59

... ich bin ununterbrochen unterwegs, um ausreichend Material für die Berichterstattung zu erhalten ... Es ist schon sehr viel "in der Röhre".

boromeus Veröffentlicht: 19. Januar 2018 23:43:25

Revanchisten hin oder her.Natürlich obliegt es den Menschen deren Heimat es heute ist,die Entscheidung ,wie die Stadt zu heissen hat.Den Bezug auf Kalinin kann man heute im Licht der Historie kontrovers diskutieren.Die Stadt hiess über 700 Jahre Königsberg ,auch unter russischer Verwaltung. Heute wird mit dem Namen ja vortrefflich Geld verdient wird,trotz Germanisierungs Vorwürfe.Die Vorstellung ,die Historie mit einer Namenänderung ausblenden zu können, ist meiner Meinung nach falsch.Es ist und bleibt Königsberg und ändert sich nicht ,weil manche glauben die Historie ausblenden zu können.Ich denke, es würde der Stadt in der Welt einen grösseren Wiedererkennungswert geben,was nicht heissen soll ,dass die jüngste russische Geschichte dabei ausgeblendet wird.Ich würde mir wünschen ,dass man die alten Namen an zweiter Stelle zur heutigen Bezeichnung mitnennen würde.Auch das gehört zur Vergangenheitsbewältigung und Historie, die man bis heute mehr verdrängt als aufgearbeitet hat ...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. Januar 2018 01:00:07

... also wenn ich bei meinen wenigen Besuchen in Deutschland erzähle, dass ich aus Kaliningrad komme, schauen mich rund 96,1 Prozent der Leute etwas verständnislos an und fragen, wo das liegt. Und wenn ich dann sage, dass es das ehemalige Königsberg ist, verringert sich die Anzahl der verständnislos Dreinblickenden auf ungefähr 95,4 Prozent. Russland hat für sein geographisches Eigentum eine souveräne Entscheidung getroffen und ist, nach meiner Überzeugung, überhaupt nicht daran interessiert, was Deutschland und die Deutschen darüber denken und welchen Stellenwert Kaliningrad in der Welt hat. Es ist eine kleine Region mit dem Namen Kaliningrad und diese Region wird in keiner Weise größer oder wichtiger, wenn sie einen anderen Namen trägt. Und den Menschen geht es unter Garantie mit einem neuen (alten) Namen auch nicht besser.

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