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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Juli 2017

Mo, 24 Jul 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Juli 2017

24.07.2017 – Sieger sind Deutsche und Russen
In Kaliningrad hat ein internationaler Wettbewerb „Sonnenbatterie“ stattgefunden. Es ging um eine Regatta mit Booten, die durch Sonnenenergie angetrieben werden. Genutzt wurde hierfür der Oberteich im Stadtzentrum von Kaliningrad. Der Wettbewerb wurde in zwei Kategorien ausgetragen und Sieger waren eine Mannschaft aus Deutschland und eine Mannschaft aus Russland. Die Bootsbesatzungen bestanden aus Studenten von technischen Hochschulen bzw. Universitäten, die im Verlaufe von bis zu neun Monaten Boote und Techniken entwickelten, die dann während des Wettbewerbs zum Einsatz kamen. In Kaliningrad fand dieser Wettbewerb erstmals statt. Es nahmen insgesamt 13 Kommandos teil: Acht Mannschaften aus Russland, vier Mannschaften aus Deutschland, eine Mannschaft aus Ungarn. Die deutsche Siegermannschaft kam aus der Berliner Universität „Technische Hochschule Wildau“
 
Foto (kaliningrad.ru): Boote werden mit Sonnenbatterien angetrieben – Deutsche und Russen sind Sieger
 
24.07.2017 – Ein kleiner Schritt für die Menschheit
... ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein Riesenschritt für Kaliningrad. Erste Fotokarte vom neuen Airport Chrabrowo.
Nun wollen wir mal auch nicht übertreiben, denn der Airport ist nicht neu, sondern nur rekonstruiert. Und auch nicht vollständig, sondern nur der erste Bauabschnitt - zwar auch nicht zeitgerecht, aber trotzdem und immerhin ... Nun verbleiben eigentlich nur noch ein paar Kleinigkeiten, d.h. der zweite Bauabschnitt, die Start- und Landebahn und ein paar internationale Flugzeuge, die ab und zu mal landen und wieder starten.
 
 
24.07.2017 – Riesenkette aus Bernstein in Svetlogorsk gebastelt
In Svetlogorsk wurde am Freitag die vermutlich längste Bernsteinkette der Welt gebastelt. Sie hat eine Länge von 1,5 Kilometer. Journalisten des Regional-TV-Senders „Kaskad“ haben diese Mammutarbeit, an der viele Einwohner des kleinen Ostseestädtchens teilnahmen, gefilmt. Insgesamt haben an diesem Weltrekord 1.200 „Juweliere“ teilgenommen. Um die 1.420 Meter lange Kette zu basteln, benötigte man vier Stunden. Die Kette hat ein Gewicht von 90 Kilogramm. Der Rekord wurde im internationalen Rekordbuch „Interrecord“ registriert. Nachdem die Teilnehmer die offizielle Bestätigungsurkunde erhielten, wurde ein Bernsteinregen organisiert.
 

 

24.07.2017 – Konkurrenz beginnt zu „schmelzen“
Bisher gibt es fünf Kandidaten, die sich um das Amt des Kaliningrader Gouverneurs bewerben. Fest steht bereits jetzt, dass am 10. September nur einer Gouverneur werden kann. Bis dahin wird die Anzahl der Bewerber noch schmelzen, denn nicht alle erfüllen die Minimalvoraussetzungen, um durch die Zentrale Kaliningrader als Kandidat bestätigt zu werden. So ist es dem Vertreter der „Kommunistischen Partei für soziale Gerechtigkeit“ nicht gelungen, alle notwendigen Unterschriften und Dokumente zeitgerecht einzureichen und somit wird Wladimir Sultanow von der Kandidatenliste gestrichen. Somit verbleiben neben dem Favoriten Anton Alichanow noch drei weitere Kandidaten, die allerdings, selbst wenn sie als Kandidaten bestätigt und zur Wahl zugelassen werden, keine wirklichen Konkurrenten sind.
 
 
24.07.2017 – Banken-Chef mit großem Lob zum Kaliningrader Unternehmertum
Das Kaliningrader Gebiet gehört zu den russischen Regionen, in denen das Kleinunternehmen besonders gut entwickelt ist – meint Herman Gref, Chef der Sberbank während seines Aufenthaltes in Kaliningrad. Nach diesem Lob informierte der Bankchef, dass sein Institut die Absicht habe, ein Bildungsprojekt für das Unternehmertum im Bereich der IT-Technik ins Leben zu rufen. Die Sberbank verfügt über ein Tochterunternehmen „Geschäftsrussland“, welches eine Niederlassung in Kaliningrad gründen wird und sich mit der Unterstützung des Klein- und mittelständischen Unternehmertums in Kaliningrad im Bereich der IT-Technik beschäftigen wird. Klar, dass dies wohlklingende Musik in den Ohren des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow war, der dem einflussreichen Herman Gref aufmerksam während seiner Ausführungen am Freitag zuhörte. Das IT-Projekt wird gemeinsam mit der Firma „Google“ entwickelt und soll bereits im Laufe des Jahres 2018 starten. Gref informierte, dass man ein derartiges Projekt im vergangenen Jahr erfolgreich in Tatarstan realisiert habe. Insgesamt konnten 15.000 Unternehmer ausgebildet und weiterqualifiziert werden.
 
 
 

23.07.2017 – Russischer Sparkassen-Chef will Bargeld in Kaliningrad abschaffen
Der Chef der russischen Sberbank, Hermann Gref, hat bei seinem Besuch in Kaliningrad am Freitag angekündigt, das System des bargeldlosen Einkaufens im Kaliningrader Gebiet in kürzester Zeit so zu entwickeln, dass es modernsten Anforderungen entspricht und der Einkauf immer und überall bargeldlos erfolgen kann, egal wo man was kauft. Man habe ein ähnliches Projekt bereits in Tatarstan erfolgreich umgesetzt, nun wird Kaliningrad mit der modernsten Kartentechnik ausgestattet, die auf der Welt verfügbar ist. Man werde mit der Umsetzung dieser Pläne noch in diesem Jahr beginnen.
 
 
23.07.2017 – Endlich mal optimistische Nachrichten vom Airport
Gleich zwei optimistische Nachrichten betreffen heute den Kaliningrader Airport Chrabrowo. Zum einen wurde am Samstag der erste Bauabschnitt des rekonstruierten Airports der Öffentlichkeit übergeben. Zum anderen hat der Airport neue Feuerwehrfahrzeuge erhalten, die hoffentlich niemals zum Einsatz kommen. Die neuen Feuerwehren aus russischer Produktion können eine Geschwindigkeit von bis zu 90 km/h entwickeln und die Zisternen haben ein Fassungsvermögen von 8.000 Liter. Die Besatzung besteht aus 6 Feuerwehrleuten. Zwei weitere Fahrzeuge haben ein Fassungsvermögen von 12.200 Litern Wasser. Diese sind für spezielle Einsätze zur Vorbereitung der Landebahn (schäumen) bestimmt. Für den Kauf der Technik setzte der Airport Eigenmittel im Umfang von 27 Mio. Rubel ein.
 
Foto (Pressedienst Airport Chrabrowo): Neue Feuerwehrtechnik für den Airport eingetroffen
 
23.07.2017 – Sberbank mit großen Investitionsabsichten in Kaliningrad
Die Sberbank hat die Absicht, sich an dutzenden von Investitionsobjekten im Kaliningrader Gebiet finanziell zu beteiligen. Darüber informierte der Chef der Sberbank Hermann Gref den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow während seines Arbeitsbesuches am Freitag im Kaliningrader Gebiet. Gref informierte, dass das Gespräch mit dem Gouverneur und der Regierung des Gebietes einige Stunden gedauert habe und man sich über viele Dinge einig geworden sei – selbst über Dinge, die für dieses Treffen nicht vorbereitet worden waren, sondern plötzlich auch als neu und interessant auftauchten. Gref vertrat die Meinung, dass sein Finanzunternehmen das größte IT-Unternehmen in Russland ist. Und man wird wohl in Kaliningrad eine Tochtergesellschaft hierfür gründen. Man will am sogenannten Technologie-Cluster der Kant-Universität Anteil haben. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ergänzte, dass man gemeinsam mit der Bank ein großes Bildungsprojekt ins Leben rufen werde.
 
 
23.07.2017 – Weiterer Start für Fassadenrekonstruktion in Kaliningrad
Neben der Fassadenrekonstruktion auf dem Leninski-Prospekt bei insgesamt 12 Häusern, die bis November abgeschlossen sein soll, ist nun auch die Rekonstruktion von vier Häusern im Zentralen Stadtbezirk angelaufen. Betroffen sind Häuser in der Puschkin-Straße, der Offiziersstraße, der Krasnaja und der Stepan Rasin Straße. Die Gebietsregierung hofft auf eine aktive Position der Bewohner dieser Häuser, so dass die geplanten Arbeiten problemlos verlaufen. Im Jahre 2017 sollen insgesamt 600 Häuser in Kaliningrad instandgesetzt werden. Gegenwärtig laufen die Arbeiten an 307 Häusern.
 
Foto: Fassadenrekonstruktion altdeutscher Bausubstanz in der ul. Transportnaja in Kaliningrad
 

 

22.07.2017 – Wieder Lebensmittelvergiftung in Kaliningrad
In der Siedlung „Sowchosnoje“ ist es zu einer großen Lebensmittelvergiftung unter Studenten gekommen. Betroffen sind bisher 56 Personen. Durch die Staatsanwaltschaft wurden Untersuchungen aufgenommen. Die gesundheitlichen Beschwerden begannen bei den Studenten nach der Einnahme des Abendessens am 19. Juli. Bei drei Studenten waren die Vergiftungserscheinungen derart stark, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Alle Studenten wohnten im sogenannten „Maiski-Komplex“. Eine erste Kontrolle in der Kantine, die die Studenten nutzten, ergab eine Vielzahl von Hygieneverstößen. Sie wurde umgehend geschlossen.
 
 
22.07.2017 – Zweifelhafte Beamte werden nicht in Regierung arbeiten
Das russische Untersuchungskomitee informierte, dass der erst kürzlich wegen Bestechlichkeit verhaftete Beamte der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Zybulski gegenwärtig auf freiem Fuß ist und nicht als Beschuldigter eingestuft ist. Es laufen aber weitere Untersuchungen in diesem Fall. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte daraufhin, dass dieser Beamte nicht mehr in der Regierung arbeiten wird. Man arbeite an seiner Entlassung. Ungeachtet der Erkenntnisse des russischen Untersuchungskomitees arbeiten eigene Strukturen in der Gebietsregierung an der Untersuchung der Tätigkeit von Zybulski. Die Erkenntnisse werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.
 
22.07.2017 – Illegalen Bussen wird der Kampf angesagt
In Kaliningrad gibt es eine ganze Reihe von illegalen Marschrutkas, die innerhalb des Gebietes, ausgehend von der Gebietshauptstadt, Ziele anfahren. Der wesentliche Standort für diese nichtoffiziellen Fahrzeuge im Regionalverkehr ist der Südbahnhof/Busbahnhof, etwas außerhalb der offiziellen Haltestellen. Die Nutzung dieser nichtoffiziellen Fahrzeuge ist mit hohen Risiken verbunden, da die Fahrzeuge oftmals nicht den technischen Anforderungen entsprechen und die Passagiere natürlich nicht versichert sind. Nun will die Stadtverwaltung diesen Illegalen den Kampf ansagen. Man hat sich dafür eine simple Methode ausgedacht und wird Park- und Halteverbotsschilder an den einschlägigen Plätzen aufstellen. Diese sind Grundlage, damit die Verkehrspolizei Strafen verhängen und die Fahrzeuge bei Notwendigkeit auch abschleppen und auf Strafplätze einstellen kann. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es drei illegale Standplätze im Bereich des Südbahnhofs. Diese fahren die Ziele Nestorow, Gusew, Tschernjachowsk, Osjorsk und Gwardejsk an. Insgesamt sollen 90 dieser Minibusse ihre Dienstleistungen anbieten. Im Jahre 2016 gab es drei Verkehrsunfälle auf der Strecke Kaliningrad-Tschernjachowsk, wo ein illegaler Minibus im Straßengraben landete – zum Glück ohne Personenschaden.
 
 
22.07.2017 – Polizist verkauft beschlagnahmte Waffen
Kaliningrader Medien berichten über einen Polizisten, der Waffen, die als Beweismittel sichergestellt worden sind, verkauft haben soll. Hierbei soll es sich um den Leiter der Vernehmungsgruppe der 2. Polizeiabteilung handeln – schreibt das Portal Klops.ru. Die Waffen wurden bei einem Sammler beschlagnahmt, der im Kaliningrader Gebiet verhaftet worden war. Er gab an, dass er diese Waffen von einem Polizisten gekauft habe – dann nahm die Geschichte ihren Lauf und es wurden Haussuchungen in den Diensträumen des betroffenen Gruppenleiters durch den russischen Sicherheitsdienst FSB durchgeführt. Sollte sich die Schuld des Polizeibeamten herausstellen, so wird er aus den Rechtspflegeorganen entlassen, mit einem Berufsverbot als Beamter belegt und in einem Gerichtsverfahren angeklagt.
 
22.07.2017 – Fahrzeugholding „Avtotor“ im Aufwind
Die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ plant, im kommenden Jahr mit dem Export von Fahrzeugen zu beginnen. Die bisherige Produktion von Fahrzeugen der Marken KIA, Hyundai, BMW und eines chinesischen Herstellers, war ausschließlich für den russischen Markt bestimmt. Welche Fahrzeugmarken in welche Länder exportiert werden sollen – dazu äußerte sich Avtotor bisher nicht. Allerdings wurde mitgeteilt, dass noch in diesem Jahr die Lieferung von Fahrzeugen in die Länder der Zollunion erfolgt. Ein Firmensprecher nannte die Zahl von 20 Prozent des Gesamtproduktionsumfanges für diesen Export. Wie der Firmensprecher weiter mitteilte, plant „Avtotor“ in diesem Jahr die Produktion von 140.000 Fahrzeugen. Im vergangenen Jahr wurden 94.000 Fahrzeuge hergestellt.
 

Foto: Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ wieder im Produktions-Aufwind
 
22.07.2017 – Verteidigung und Sicherheit – Besondere Begriffe für Kaliningrad
Der Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Föderationsrat, der Oberkammer der russischen Staatsduma, Jewgeni Serebrjannikow vertritt die Ansicht, dass die Begriffe „Sicherheit“ und „Verteidigung“ in Kaliningrad eine viel klarere Kontur haben, als in anderen russischen Regionen. Er äußerte dies während einer Tagung seines Ausschusses in Kaliningrad. Er glaubt, dass es nicht nötig ist, irgendjemandem zu erklären, wie wichtig das Kaliningrader Gebiet für Russland ist. Kaliningrad ist zu Fragen der Verteidigung und Sicherheit für ganz Russland ein wichtiges Gebiet. Wie der Kaliningrader Gouverneur informierte, wurde während der Beratung auch der Zustand der Zivilverteidigung im Gebiet besprochen. Die Mitglieder des Ausschusses kritisierten den Zustand der besichtigten Objekte und meinten, dass diese für die Bevölkerung im Fall der Fälle nicht leicht erreichbar sind. Viele der Objekte sind privatisiert worden und verfallen einfach. Hier ist es nötig, dass der Gesetzgeber Maßnahmen einleitet, um das System der Zivilverteidigung wieder herzurichten.
 

 

21.07.2017 – Abnahme des neuen Airport-Terminals ohne Beanstandungen
Nun scheint wohl der Eröffnung des ersten Bauabschnitts am Airport Chrabrowo in Kaliningrad nichts mehr im Wege zu stehen, denn die Abnahme des rekonstruierten Teils durch die Spezialisten von RosTechNadsor erfolgte diesmal ohne Beanstandungen. Im Abnahmeprotokoll, welches die föderale staatliche Aufsichtsbehörde ausstellte steht geschrieben: „Abnahme ohne Beanstandungen.“ Nun muss der Airport bei einer anderen föderalen Behörde den Antrag auf Nutzungsgenehmigung des neuen Terminals stellen. Wann diese eintrifft ist bisher nicht bekannt.
 
 
21.07.2017 – Bürgermeister kann keine väterlichen Ohrfeigen und Arschtritte verpassen
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk bedauerte in einem Interview, dass er keine Möglichkeiten hat, den jugendlichen Schmierfinken, die mit ihren Schmierereien eben erst durchgeführte Reparaturen und Instandsetzungen verderben, eine väterliche Ohrfeige oder eine Tracht Prügel zu verpassen. Die Stadt wird jetzt an vielen Stellen neue Kameras installieren, um zumindest den Versuch zu unternehmen, diese Jugendlichen zu identifizieren und einer Strafe zuzuführen. Jaroschuk gab sich aber keinen Illusionen hin und meinte, dass diese Bengels genau wissen, wie sie sich zu positionieren haben, damit sie durch die Kameras nicht erfasst werden. Jaroschuk erinnerte an Vorfälle von jugendlichem Vandalismus an den Gebäuden, die erst vor wenigen Wochen auf dem Leninski-Prospekt fassadenrekonstruiert worden sind.
 
 
21.07.2017 – Man hofft in Kaliningrad Alt-Alt-Königsberg zu finden
Am Unterteich laufen gegenwärtig Ausgrabungsarbeiten im Rahmen der Kultivierung und Neubebauung dieses Gebietes. Dabei stießen Archäologen auf Überreste der Stadt Königsberg. Sie hoffen bei weiteren Ausgrabungen auf Haushaltsgegenstände der ehemaligen Bewohner aus dem XVI. Jahrhundert zu stoßen. Bekannt ist, dass in diesem Bereich der Stadt, in der ehemals die „Französische Straße“ verlief, viele Handwerksspezialisten aus Frankreich und Holland lebten und man somit auf entsprechende Funde rechnen kann. Gegenwärtig graben die Archäologen die Siedlungsschichten aus dem 19. und 18. Jahrhundert aus. Während des Krieges war dieser Stadtteil sehr stark von den Bombenangriffen betroffen.
 
 
21.07.2017 – Wieder Korruptionsfall in der Kaliningrader Gebietsregierung
Wieder ist durch das Untersuchungskomitee in Kaliningrad ein Fall von Korruption in der Kaliningrader Gebietsregierung aufgedeckt worden. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob durch diese verstärkte Ermittlungstätigkeit der Rechtspflegeorgane ideale Startbedingungen für die neue Gebietsregierung nach den Wahlen am 10. September 2017 geschaffen werden sollen, denn immerhin hat sich der amtsführende Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zur Aufgabe gestellt, nach den Wahlen, wenn er denn gewinnt, Kaliningrad zur korruptionsfreien Zone zu machen. Dies wird natürlich nicht vollständig gelingen, denn Korruption ist nicht heilbar, aber man kann den Krankheitsverlauf mildern. Im jetzt vorliegenden Fall geht es um Absprachen zwischen einem Mitarbeiter der Gebietsregierung und dem Chefingenieur einer Expertisenfirma, die verabredet hatten, Baufirmen durch entsprechende Einschätzungen und Beauflagungen zu zwingen, mehrmals Expertisen anzufordern bzw. bestehende Expertisen überarbeiten zu lassen. Gleichzeitig wurden die Kosten für die Expertisen um ein Vielfaches überhöht. Da zwei Personen bereits eine Gruppe bilden, treten strafverschärfende gesetzliche Bestimmungen in Kraft.
 
 
21.07.2017 – Russland verhindert Waffenexport durch Deutschland
Ein deutscher Staatsbürger versuchte aus Kaliningrad eine Luftdruckwaffe ohne Dokumente auszuführen. Daran hinderten ihn die russischen Zöllner. Er wollte mit seinem PKW Fiat über den Grenzpunkt Mamonowa-2 nach Polen ausreisen. Der Deutsche füllte keine persönliche Zollerklärung aus, was auch nicht nötig ist, wenn er der Ansicht ist, dass es nichts zu verzollen gibt. Aber die russischen Zöllner waren nicht seiner Ansicht und meinten, er hätte sich lieber die Arbeit machen sollen. Sie fanden eine in Russland produzierte Luftdruckwaffe, für deren Ausfuhr Dokumente notwendig sind, die der Deutsche nicht vorweisen konnte.  Ganz fix organisierten die Zöllner auch noch eine Expertise, die erwartungsgemäß bestätigte, dass es sich um eine Sport-Luftdruck-Waffe handelt. Gegen den Deutschen wurden zwei Verwaltungsverfahren eröffnet: Nichtbeachtung des Ausfuhrverbots und Nichtdeklarierung von deklarierungspflichtigen Waren.
 
Foto: Beschlagnahmte Sport-Luftdruck-Waffe am Grenzübergang zu Polen
 
21.07.2017 – Alichanow hat nächste Hürde genommen
„AAA“ – Anton Andrejewitsch Alichanow hat die nächste Hürde genommen und ist durch die Kaliningrader Zentrale Wahlkommission als Kandidat für die Gouverneurswahlen am 10. September registriert worden. Nun kann er sich voll auf den Wahlkampf konzentrieren und auf seine Gegenkandidaten, von denen es immerhin vier gibt: Zwei von zwei Kommunistischen Parteien, eine von einer Grünen Partei und einen von der russischen Spaßmacher-Partei.
 
Foto: Kandidaten zu den Gouverneurswahlen und Kandidatenausweis für Anton Alichanow
 

 

20.07.2017 – Kaliningrader Gouverneur zeigt sich erschrocken zu den Kosten
In der Kaliningrader Gebietsregierung ist ein Projekt zur Rekonstruktion der Umgehungsstraße im Bereich der Selenogradsker Kreuzung hin zur Baltiski Chaussee erarbeitet worden. Jetzt wird dieses Dokument zur staatlichen Expertise eingereicht. Und wenn diese bestätigt wird, wird man sich Gedanken über eine Finanzierung machen. Anton Alichanow meint, dass es dem Gebiet nicht möglich sein wird, dieses Projekt aus eigenen Mitteln zu stemmen. Es gibt sehr viele andere Brennpunkte in der Region und man muss Schwerpunkte setzen. Auf die Frage, wieviel Geld denn dieses Projekt der Rekonstruktion der Umgehungsstraße kostet, antwortete der Gouverneur: „Ich will Sie nicht erschrecken.“ Gegenwärtig wird man sich auf die Realisierung aller Projekte konzentrieren, die im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft stehen. Wenn diese vorbei ist, wird man sehen, welche Finanzmittel bei wem zur Verfügung stehen. Gegenwärtig läuft der erste Abschnitt der Rekonstruktion der Umgehungsstraße. Die bauausführende Firma GAG „WAD“ hat bereit den Abschnitt von der sogenannten Berliner Brücke bis zur Straßengabelung Richtung Gurewsk rekonstruiert und setzt jetzt die Arbeiten bis zur ul. Newskowo fort. Die Kosten für diese Arbeiten belaufen sich auf 12,5 Milliarden Rubel.
 
 
20.07.2017 – Abriss und Neubau ist billiger
Das alte Gebäude der sogenannten Medizinischen Einrichtung Nr. 1 wird abgerissen und durch einen Neubau für das Kinder-Gebietskrankenhaus ersetzt. Das Gebäude befindet sich in der ul. Donskaja, also der Straße, wo sich auch das Gebäude der Kaliningrader Gebietsregierung befindet. Über diese Gedanken und Pläne informierte der Chefarzt der medizinischen Einrichtung Alexander Maljarow während eines Treffens mit dem Kaliningrader Gouverneur. Er erklärte, dass alle vier überirdischen Etagen abgerissen werden und auf den verbleibenden Fundamenten das neue Gebäude errichtet wird, mit all den Kommunikationsanschlüssen, die bereits vorhanden sind. Die Kosten für diesen Neubau belaufen sich auf 600 Mio. Rubel. 120 Mio. Rubel werden von der Firma „Lukoil“ gespendet. Der Abriss des alten Gebäudes macht sich erforderlich, weil es seit 2008 leer steht und sich niemand um die Erhaltung der Bausubstanz gekümmert hat. Die Einrichtung selber ging Bankrott und das Gebäude wurde in das Gebietseigentum überführt. Im Moment der Übergabe des Gebäudes wurde dieses ausgeraubt und die verbliebene Einrichtung zerstört.
 
Foto: Gebäude der Medizinisch-Sanitären Einrichtung Nr. 1 in Kaliningrad
 
 
20.07.2017 – Kaliningrader Gouverneur überrascht immer wieder
Wenn die Umsetzung dieser Pläne gelingt, so wird der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow in die Geschichte des Kaliningrader Gebietes eingehen – kommentierten Kaliningrader Medien die Gedanken, nun doch den Bau einer Brücke über die Kaliningrader Bucht zu realisieren. Durch die Gebietsregierung werden gegenwärtig diesbezügliche Gespräche mit den zuständigen föderalen Behörden geführt. Der Gedanke an sich ist nicht neu, ist jedoch nie in die engere Planung aufgenommen worden, weil einfach die notwendigen finanziellen Mittel hierzu fehlten. Jetzt meint man aber, durch die Maut-Einnahmen diese finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben, um dieses kolossale Verkehrsprojekt umsetzen zu können. Mit der Umsetzung dieses Bauvorhabens, wird der Straßenring um die Stadt Kaliningrad im westlichen Bereich geschlossen.
 
 
20.07.2017 – Schwimmt die Insel weg?
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informiert, dass rund 30 Prozent aller Straßenbauprojekte auf der Insel noch nicht begonnen wurden, weil die Verfestigung des Baugrundes noch nicht erfolgt ist. Man habe zu spät mit diesen Arbeiten begonnen und deshalb gibt es beim Bau des Straßen- und Wegenetzes auf der Insel, dem Standort des Stadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, Verzögerungen. Jeden Tag finden hierzu operative Besprechungen mit allen Beteiligten statt, um die Situation unter Kontrolle zu halten – meint Anton Alichanow. Zum Abschluss meinte der Gouverneur noch, dass es bei diesen Verzögerungen um die wichtigsten Straßen- und Wegeabschnitte geht – also nicht um irgendwelche nebensächlichen Trampelpfade für Fußgänger.
 

 

19.07.2017 – FSB informiert über bevorstehende Razzien
Die regionale Verwaltung des russischen Sicherheitsdienstes FSB informiert über plötzliche und unvorhergesehene Razzien, die man in der kommenden Zeit durchführen wird. Ziel ist die Suche nach Terroristen und Extremisten und die Verhinderung deren Pläne. Bereits in der kürzeren Vergangenheit habe man gemeinsam mit der Polizei und der RosGarde derartige Razzien vorgenommen. Dabei wurden 900 Fahrzeuge und 1.100 Personen überprüft. Es wurde informiert, dass man in der Vergangenheit im Rahmen der genannten Razzien auch Reise- und Linienbusse sowie Marschrutkas einer Kontrolle unterzogen habe. 18 Ausländer wurden dabei wegen Verletzung der Migrationsgesetzgebung zur Verantwortung gezogen und werden in Kürze aus dem Land abgeschoben. Weiterhin wurden Fahrzeuge und Waffen entdeckt. Gegen 26 Personen wurden sogenannte „prophylaktische Maßnahmen“ eingeleitet.
 
 
19.07.2017 – Bau des Sportplatzes „Unter der Brücke“ begonnen
Der Bau eines Sportplatzes für Hand- und Volleyball unter der Hochbrücke die über den Leninski-Prospekt führt, hat begonnen. Der für diese Zwecke geplante Bereich unter der Brücke wurde mit einem Bauzaun abgesperrt. Bauarbeiter informierten neugierige Journalisten, dass hier eine Sporteinrichtung gebaut wird, obwohl es hierzu bisher keinerlei öffentliche und offizielle Verlautbarungen gab und der Gebietsregierung bis vor kurzem auch noch keinerlei Planungen hierfür vorlagen. Einziger Anhaltspunkt waren Äußerungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, der über diese Pläne im Monat Mai informierte.
 
19.07.2017 – Ärzte in Russland „gestohlen“
Vor Monaten hatte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow etwas flapsig erklärt, dass er notfalls Ärzte in Russland stehlen werde, wenn dies für das Kaliningrader Gebiet notwendig wird. Nun ist dies anscheinend geschehen – zumindest kann man dies so den Worten des regionalen Gesundheitsministers Alexander Krawschenko entnehmen. In einem Interview informierte er, dass für die Eröffnung des neuen Gesundheitszentrums für Frauen nicht nur Ärzte aus Kaliningrad gewonnen werden konnten, sondern auch Ärzte aus Moskau, Lugansk und Kurgan nach Kaliningrad übergesiedelt sind. Insgesamt arbeiten in diesem neuen Zentrum acht Ärzte mit hoher Qualifikation. Der Leiter des Zentrums kommt aus Krasnojarsk. Das Personal arbeitet gegenwärtig mit einer Auslastung von 150 Prozent. Deshalb ist es notwendig, die Struktur des Gesundheitszentrums weiter zu vervollständigen. Die Schlangen vor dem Zentrum sind lang, so dass man sich wohl entschließen wird, auch am Wochenende zu arbeiten. Der Arbeitstag beträgt gegenwärtig für das medizinische Personal 12 Stunden.
 
 
19.07.2017 – Neuer Grenzübergang wird nicht fertig
Der neue Grenzübergang in Sowjetsk wird nicht, wie immer noch gehofft, im Jahre 2018, bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 fertiggestellt. Der Grenzübergang unter der Bezeichnung „Dubki“ soll nun nicht eher als im März 2019 eröffnet werden. Von litauischer Seite ist der Grenzübergang bereits vollständig fertiggestellt. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Das bisher fehlende Geld, um den Übergang fertigzustellen, wird von anderen Objekten im Fernen Osten abgezogen und nach Kaliningrad überwiesen. Allerdings sind die ehemals geplanten Fristen trotzdem nicht mehr zu halten, da eine Reihe von Planungsdokumenten noch in der Erarbeitungsphase ist. Im Oktober 2011 hatten Russland und Litauen eine Vereinbarung über den Bau einer neuen Brücke über den Neman, unweit der Königin-Luise-Brücke und die damit verbundene Einrichtung eines neuen Grenzübergangs unterzeichnet.
 
 
19.07.2017 – Grabschändung auf deutschem Soldatenfriedhof
Am Wochenende kam es zu einer Grabschändung auf dem deutschen Soldatenfriedhof in der ul. A. Newskowo. Der dortige Friedhof zeigt Granit-Grabsteine in Form eines Kreuzes. Ein Junge im Schulalter posierte auf diesen Grabsteinen, fotografierte sich dabei und veröffentlichte diese Fotos in sozialen Netzwerken mit dem Kommentar: „Ich tanze auf einem Judengrab.“ Die Wellen der Empörung schlugen sofort hoch und der Junge entfernte den Eintrag und entschuldigte sich in diesem sozialen Netzwerk für sein Verhalten. Er habe nicht gewusst, dass es sich wirklich um Gräber handele. Er versprach, dass sich derartiges seinerseits nicht wiederholen werde. Es handelt sich hierbei um einen Friedhof, der durch deutsche Initiative im Jahre 2003 eingerichtet worden war und auf dem mehr als 10.000 Deutsche, sowohl Königsberger Bürger, aber auch gefallene deutsche Soldaten aus den Jahren 1944-1945, ihre letzte Ruhe fanden.
 
Foto (Facebook): Kaliningrader Jugendlicher entschuldigt sich öffentlich für Verhalten auf deutschem Friedhof
 

 

18.07.2017 – Kaliningrad versorgt ganz Russland
Kaliningrad wird ganz Russland versorgen – so der Gouverneur Anton Alichanow. Allerdings bezog er sich dabei nicht auf altdeutsche Traditionen, wo Ostpreußen als die Kornkammer Deutschlands bezeichnet wurde, sondern hatte eine Firma im Auge, die gegenwärtig mit einem Investitionsaufwand von 2,5 Milliarden Rubel in Kreis Selenogradsk errichtet wird und sich mit der Förderung und Verarbeitung von Salz beschäftigt. Da GasProm sich im Gebiet Kaliningrad mit dem Bau riesiger unterirdischer Lagerstellen für Gas beschäftigt, ist die Salzproduktion ein angenehmes „Abfallgeschäft“. Durch die Firma wird das Salz weiterverarbeitet, u.a. für medizinische Zwecke. Und genau das meinte der Kaliningrader Gouverneur, denn die abgebauten und verarbeiteten medizinischen Salze werden für ganz Russland ausreichen. Der Vorteil ist, dass der Abbau und die Produktion des Salzes keine Gefahren für die Umwelt darstellen und somit auch keine negativen Folgen für den Tourismus haben werden. Geplant ist durch die Firma „Warniza“ eine jährliche Abbaumenge von 400.000 Tonnen. 
 
18.07.2017 – Kaliningrad hält BMW die Treue. Und BMW?
... Sie erinnern sich an unsere Meldungen über die deutsche Firma BMW in Kaliningrad und deren Versprechungen aus dem Jahre 2012, aus dem Kaliningrader Gebiet ein Paradies für die Fahrzeugproduktion zu machen? Und Sie erinnern sich an unsere Informationen, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow im Januar in München war, um dort zu erfahren, wie der Stand des Aufbaus dieses Paradieses denn so ist? Und Sie erinnern sich, dass BMW versprochen hatte, bis Mitte des Jahres eine Antwort zu geben? Nun, eine Antwort haben wir bisher noch nicht erhalten, aber die Kaliningrader halten BMW die Treue. Hoffentlich hält auch BMW Kaliningrad die Treue.
 
 
18.07.2017 – Herzlichen Glückwunsch Herr Rektor
Am heutigen Tag wird der Rektor der föderalen Kant-Universität in Kaliningrad Andrej Klemeschew 60 Jahre alt. Die Feierlichkeiten zu seinem Geburtstag werden wohl erheblich getrübt durch die aktuellen Ereignisse rund um ihn und die Universität, die er seit rund 20 Jahren leitet und die seit einigen Tagen im geballten Zentrum der medialen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit steht. Neben einem Offenen Brief, unterzeichnet von 23 Bürgern, an die föderale Bildungsministerin und den Kaliningrader Gouverneur, in dem seine Ablösung gefordert wird und die Universität der Germanisierung und des Verrats an russischen Interessen beschuldigt wird, gibt es noch einen weiteren Skandal um die Exmatrikulation eines Studenten. Am Sonntag fand zur Unterstützung des Studenten eine Demonstration auf dem Wassiljewski-Platz statt. Rund 50 Teilnehmer mit großen Sicherheitsvorkehrungen wurden beobachtet. Neben vielen Emotionen für und wider dieser Exmatrikulations-Entscheidung, einem heftigen öffentlichen Dialog zwischen dem Ex-Studenten und dem Rektor der Universität, äußerten sich Teilnehmer auch kritisch zu der Qualität der Ausbildung an der Universität direkt. Man kritisierte die Ausbildung von Juristen, die mit einer niedrigen Qualifizierung die Universität verlassen und keine Bereicherung des russischen Rechtssystems darstellen, sondern eine Schande für das Land sind. Es scheint als ob, ungeachtet dessen, dass der Berufungsvertrag für den Rektor der Universität erst im Jahre 2016 bis zum Jahre 2021 verlängert wurde, der Rektor der Universität wohl ein ähnliches Kaderschicksal erwartet, wie den Ex-Gouverneur Zukanow im Mai 2016.
 
Foto: Proteste gegen die Führung der Kant-Universität in Kaliningrad
Wenn Sie mehr zu den Schwierigkeiten des Rektors und der Universität erfahren wollen, klicken Sie auf das Protestfoto
 
18.07.2017 – Doch keine eigene Fluggesellschaft für Kaliningrad
Die Verantwortlichen in Kaliningrad sind zu der Überzeugung gelangt, dass die Schaffung einer eigenen Fluggesellschaft für Kaliningrad nicht zielführend ist. Man will jetzt die zweite Variante der verkehrstechnischen Erschließung des Kaliningrader Gebietes umsetzen. Es geht dabei um die Entwicklung des Kaliningrader Airports zu einem HUB – eben so, wie es die im Jahre 2008 bankrottgegangene „KD-Avia“ geplant hatte. Man möchte möglichst viele russische Fluggesellschaften dazu bringen, aus den Tiefen des Mutterlandes Passagiere nach Kaliningrad zu bringen, damit diese hier von anderen internationalen Fluglinien übernommen und ins Ausland geflogen werden. Dies erklärte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Bereits jetzt verwies Alichanow darauf, dass es gelungen ist, in den letzten Monaten neue Flugverbindungen nach Kaluga, Archangelsk, Murmansk, Kasan und Anapa herzustellen. Auch die Linie nach Warschau funktioniert wieder. In den Sommermonaten kommt dann noch eine große Anzahl von Charterflügen dazu.
 

 

17.07.2017 – Geheimes Geldlager gefunden
Am Samstag wurde durch die Kaliningrader Polizei die Operation „Schleppnetz“ im Kreis Baltisk abgeschlossen. An der Operation nahmen über 100 Polizisten und Angehörige der RosGarde teil. Die Operation begann am 14. Juli. Durch die Einsatzkräfte wurden alle bekannten Plätze kontrolliert, die als Sammelpunkt krimineller Elemente oder Strukturen bekannt waren. Es wurden Personenkontrollen vorgenommen, mit dem Ziel, Personen zu finden, die auf Fahndungslisten stehen. 93 Gesetzesverstöße wurden festgestellt. Eine vermisste Person und zwei Personen wurden gefunden, die in Russland zur Fahndung ausgeschrieben waren. Bei einigen kontrollierten Personen wurden illegale Waffen entdeckt und beschlagnahmt. Während der Operation kam es zu einem kuriosen Zwischenfall. Eine Rentnerin rief die Polizei um Hilfe, weil sie vergessen hatte, wo in der Wohnung sie ihr Geld versteckt hatte. Die herbeigerufenen Polizisten konnten der aufgeregten Rentnerin schnell helfen und fanden das geheime Geldlager.
 
 
17.07.2017 – Viele russische Straßen tragen Namen von Terroristen
Viele Straßen in Russland tragen immer noch die Namen von Terroristen des 19. und 20. Jahrhunderts, erklärte Leonid Reschetnikow. Er nannte das Beispiel von Iwan Kaljajew, einem Terroristen, der im Februar 1905 den Großfürsten Sergej Alexandrowitsch ermordete. Der Mord geschah im Kreml und an der Stelle wurde ein Kreuz aufgestellt, welches durch die Kommunisten im Mai 1918 entfernt wurde. Im Jahre 2017 wurde dieses Kreuz auf Erlass des russischen Präsidenten wieder aufgestellt. Kommentiert wurde dies durch Putin mit den Worten, dass dieses Verbrechen eines der Vorzeichen war für die dramatischen Ereignisse, mit denen die Gesellschaft und Russland im Kommenden zu tun bekamen. Wie Leonid Reschetnikow betonte, gibt es im Gebiet Kaluga, im Unterschied zu vielen anderen russischen Regionen, eine klar formulierte Meinung zur Geschichtspolitik. Diese klare Geschichtspolitik ist deshalb möglich, weil in dieser Region einer der stärksten russischen Gouverneure, gemeinsam mit seinem Minister für Inneres arbeitet.
Anmerkung UN: Leonid Reschetnikow ist der sowjetischer/russischer Historiker, Generalleutnant und Direktor des Instituts für strategische Forschungen – ein Institut, welches durch den russischen Präsidenten gegründet wurde und welches auch eine Filiale im Kaliningrader Gebiet hat.

               
 
17.07.2017 – Gouverneur stellt Weichen für nach den Wahlen
Entsprechend der russischen Gesetzgebung ist jeder Kandidat, der sich für die Gouverneurswahlen registrieren lässt verpflichtet, drei Kandidaten aufzustellen, von denen einer nach einem möglichen Wahlsieg, als Interessenvertreter des Gouverneurs in den russischen Föderationsrat, der Oberkammer der Staatsduma entsandt wird. Diese Funktion nimmt nun schon seit 14 Jahren der Senator Oleg Tkatsch war, von dessen Arbeitsergebnissen man nie etwas hört und den man in Kaliningrad auch nicht sieht. Von vielen politischen Beobachtern war erwartet worden, dass der Gouverneur im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Personalpolitik, die gegenwärtig in Kaliningrad umgesetzt wird, auch hier eine Neubesetzung vornimmt. Aber die Namen der drei Kandidaten lassen dies nicht vermuten. Als Hauptkandidat steht der genannte Oleg Tkatsch. An zweiter Stelle wurde Marina Orgejewa, die Vorsitzende der Gebietsduma aufgestellt und die Reserve der Reserve bildet Wladimir Jegorow, russischer Rentner und im Zeitraum 2000-2005 Kaliningrader Gouverneur, davor Oberkommandierender der Ostseeflotte.
 

… ja, die erste Hälfte des Juli ist bereits wieder um und die ersten bereiten sich schon auf Weihnachten vor. Unser Portal tut dies noch nicht. Wir bereiten uns auf die Gouverneurswahlen am 10. September vor. Und wir möchten Sie umfassend informieren, obwohl nicht alle unsere Leser der Meinung sind, dass die Kaliningrader Gouverneurswahlen ein Weltereignis sind. Wir sind mit dieser Beurteilung durchaus einverstanden, aber ein föderales Ereignis sind sie schon. Und wir wollen mit unserer Umfrage von Ihnen wissen, ob Sie sich in der modernen Personal-Historie des Gebietes auskennen. So haben wir eine Liste mit sieben Namen aufgestellt, die angeblich mal im Kaliningrader Gebiet Gouverneur gewesen sind. Sechs Namen davon sind richtig, einer ist falsch. Versuchen Sie Ihr Glück. Nachdem Sie den mutigen und völlig kostenfreien Klick auf unsere Umfrage, gleich links von diesem Artikel gewagt haben, wissen Sie es ganz genau – denn wir erzählen Ihnen dann, wer gerne Gouverneur werden wollte, es nicht geworden ist und auch nie werden wird.
 
17.07.2017 – Schnödes Einkaufen gibt es nicht mehr in Kaliningrad
... im Gegensatz zu Deutschland, kennt man in Russland kein Ladenschlussgesetz. Man lebt also gesetzlos in Russland und deshalb arbeiten viele Lebensmittelläden rund um die Uhr, Supermärkte öffnen meist morgens um 7.00 Uhr und schließen in der Nacht um 2.00 Uhr. In manchen dieser Verkaufseinrichtungen kann man aber nicht nur schnöde einkaufen, sondern der Einkauf erfolgt neuerdings auf hohem philosophischem Niveau, wie eine der Mini-Supermärkte seinen Kunden vermittelt.
 

Foto: Gesehen bei einem Besuch in der kleinen gemütlichen Stadt Gurewsk, den Historikern unter unseren Lesern auch als Neuhausen bekannt.
 

 

16.07.2017 – Schnappschuss in Kaliningrad – „BARS“ mit unterschiedlichen Inhalten
Wer mit offenen Augen (und Ohren) durch die Stadt Kaliningrad fährt (läuft), findet manchmal derartige Leckerbissen: Die Kaliningrader Firma „BARS“ (ansässig im Kreis Gurewsk), verkauft hochqualitative Fleisch- und Fischkonserven. Das ist ein beruhigender Faktor. Und dann gibt es noch die gleichnamige Organisation "BARS" (Baltischer Vortrupp für den russischen Widerstand). Die vermittelt hochqualitative antirussische ideologische Ansichten und deshalb wurden der ehemalige Leiter und der jetzige Leiter dieser nicht registrierten Organisation vor einigen Wochen vom russischen Sicherheitsdienst verhaftet. Beide haben eine hochqualitative Ausbildung an der KANT-Universität in Kaliningrad absolviert. Vielleicht lesen Sie unseren Beitrag aus der Rubrik „Meine Meinung - … mit deutschem akzent“ am Montag unter dem Titel „Kaliningrader KANT-Universität – Geburtsklinik für akademischen Separatismus und Verrat?
 
 
16.07.2017 – Wiedergeburt „WESTER“ mit neuem Handelskonzept?
Die Firmengruppe „WESTER“ will anscheinend mit einem neuen Handelskonzept wieder im Kaliningrader Einzelhandel präsent werden und wie es scheint, haben sie eine Marktlücke gefunden, deren qualitative Ausfüllung wirklich eine Chance auf neue Perspektiven für die Firma gibt. Man will „Farmer-Märkte der neuen Generation“ eröffnen. Als Pilotprojekt wird gegenwärtig ein Markt im Handelszentrum „CITI“ vorbereitet. Bis Ende des Jahres sollen dann alle anderen Supermärkte der Firma in dieses neue Format transferiert werden. Man will in diesen Märkten alle regionalen Farmer vereinen, die ihre Produkte in der Region anbauen und an die hiesige Bevölkerung verkaufen wollen. Der Vorteil ist, dass die gesamte Infrastruktur vorhanden ist, einschließlich von Kühllagern, direkt im Supermarkt. Die Formen, wie die regionalen Farmer ihre Produkte anbieten wollen, sind äußerst flexibel. Begonnen bei der Warenpräsentation auf Paletten, über kleine Stände, bis hin zu Shop-in-Shop-Lösungen. „WESTER“ tritt damit in scharfe Konkurrenz zu den bestehenden Märkten, die gekennzeichnet sind durch fehlende Parkplätze und oftmals auch zweifelhafter hygienischer Verhältnisse. Am 13. Juli präsentierte WESTER sein neues Konzept im Handelszentrum „EPIZENTER“ und fand bei den anwesenden regionalen Farmern großes Interesse.
 
 
16.07.2017 – Kant-Universität rückt in den Aufmerksamkeits-Focus
Es scheint sich etwas anzubahnen in oder mit der Kant-Universität in Kaliningrad. Ein erstmal wenig beachteter Vorfall, scheint sich zu einem handfesten gesellschaftlichen Skandal zu entwickeln und es kann durchaus passieren, dass sich die Führung der Kant-Universität unangenehmen Fragen stellen muss.
Am 12. Juni, dem Nationalfeiertag Russlands, wurde durch den Berufsoppositionär Alexej Nawalny überall in Russland zu Demonstrationen aufgerufen. So auch in Kaliningrad. Dabei gab es einige zeitweilige Festsetzungen. Im Rahmen von Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Student Oleg Alexejew zur Teilnahme an dieser nichtgenehmigten Demonstration aufgerufen hatte, wofür er nun exmatrikuliert wurde. Zuerst wurde die Version verbreitet, dass der Student wegen politischen Aktivität exmatrikuliert wurde, dann gab es andere Versionen im Zusammenhang mit irgendwelchen Schmiergeldzahlungen.
Am Freitag fand dann ein Treffen des „Diskussionsclubs“ in Kaliningrad statt. Dort war das Thema der Exmatrikulation Gegenstand. Teilnehmer dieser Diskussionsrunde überreichten der Führung der Kant-Universität, an der Spitze der Rektor Andrej Klemeschew, eine Tafel mit der Aufforderung, die Universität umzubenennen. Der neue Name soll „Berija“ sein. (Anm. UN: Berija war Geheimdienstchef unter Stalin). Man stellte der Universitätsführung die Frage, ob die jetzigen Vorgänge nicht doch sehr an die Breschnew-Zeiten erinnern, wo nur die Meinung des Ältesten zählte.
Der Rektor der Universität zeigte sich empört darüber, das Interna der Universität an die Öffentlichkeit gelangt sind und in den Medien diskutiert werden. Seit Montag fühle er sich unter Druck und die Internas wurden an die Öffentlichkeit gezerrt, ohne jegliche Vorinformation. Und er zeigte sich weiterhin unzufrieden mit einer für Sonntag angekündigten Demonstration gegen die Entscheidung der Universität. Diese soll auf dem Wassiljewski-Platz im Kaliningrader Stadtzentrum stattfinden.
Auch der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow äußerte sich zu den Vorfällen und informierte, dass sich die Kaliningrader Regierung so wenig wie möglich in die inneren Angelegenheiten der Universität einmische. Was die Exmatrikulation des Studenten anbelangt, so ist er nicht ausreichend informiert und kann sich demzufolge nicht äußern.
 

Foto: Jura-Student der Kant-Universität Oleg Alexejew unterstützt Alexej Nawalny
 

 

15.07.2017 – Kaliningrader NGO verliert Titel „Ausländischer Agent“
Die Kaliningrader Nichtregierungsorganisation für den Kampf gegen häusliche Gewalt ist aus der Datenbank der „Ausländischen Agenten“ ausgeschlossen worden. In diesem Fall ist der Ausschluss durchaus positiv zu bewerten. Konkret nannte sich die Organisation „Welt der Frauen“. Darüber informierte am Freitag die Juristin, die die Organisation rechtlich begleitet hatte, mit dem Ziel, diese Einstufung wieder zu annullieren. Die Organisation, so informierten Vertreter, erweist seit 2013 Frauen alle notwendige Hilfe, die unter häuslicher Gewalt leiden. In die Liste der Ausländischen Agenten wurde die Organisation im Jahre 2015 aufgenommen. Um Ausländischer Agent zu werden, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Die Organisation muss sich politisch betätigen und 2. Die Organisation muss Gelder aus dem Ausland erhalten. Die Organisation hatte politische Arbeit geleistet, da sie sich mit gesellschaftlich aktiven Bürgern und Abgeordneten der Gebietsduma in Kaliningrad getroffen hatten um Probleme der russischen Gesetze im Rahmen von Wahlen zu besprechen. Gelder aus dem Ausland habe die Organisation nicht erhalten. Allerdings habe man Gelder von zwei anderen russischen NGO erhalten, die wiederum diese Gelder aus dem Ausland erhalten hatten. Es handelt sich also um eine Finanzierung aus dem Ausland über Dritte. Jetzt wurde die Arbeit der NGO wieder durch das Justizministerium überprüft und festgestellt, dass die NGO keine politische Arbeit mehr durchführt und auch keine finanziellen Mittel aus dem Ausland, weder direkt noch indirekt erhält. Damit sind die Voraussetzungen für eine Aberkennung des Titels erfüllt.
 
 
15.07.2017 – NATO ist neugierig
Die NATO ist sehr daran interessiert zu erfahren, ob nach Abschluss des russisch/weißrussischen Manövers „Sapad-2017“ Teile der Truppen und Technik im Kaliningrader Gebiet verbleiben oder in die Stammstandorte zurückverlegt werden. Um ihre Neugier zu befriedigen, hat die NATO Russland aufgefordert, auf einige Fragen betreffs des Charakters des Manövers, des Umfangs, der Einzelmaßnahmen, der Szenarien zu antworten und stellte auch die Frage, ob nach Abschluss des Manövers sämtliche Einheiten und sämtliche Technik in die Stammdislozierungsorte zurückverlegt werden, oder ob Teile davon Kaliningrad als neuen Stationierungsort erhalten. Weiterhin möchte die NATO wissen, ob denn ihre Vertreter auch eine Einladung zu dem Großmanöver erhalten. Leider habe man bisher noch keine konkrete Antwort erhalten. Die NATO zeigt sich davon enttäuscht und erinnert daran, dass man Russland, über die in Norwegen durchgeführten Übungen, alles erzählt habe. Wie litauische Aufklärungsorgane zu wissen glauben, wird als Grundszenarium für dieses Großmanöver von einem Konflikt mit der NATO ausgegangen. Ein Teil der Manöverräume liegen im unmittelbaren Grenzbereich. Deshalb, so warnt Litauen schon mal vorsorglich, ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu geplanten oder aber auch ungeplanten Zwischenfällen kommen kann. Das Manöver wird im September durchgeführt. Es findet jährlich statt.
 
 
15.07.2017 – Taxifahrer zum Verhör einbestellt
Gestern berichteten wir über eine Massenschlägerei auf einer Kreuzung in der Stadt Kaliningrad. Nun wurde der Taxifahrer durch die Untersuchungsorgane zu einem Gespräch einbestellt, damit er seine Sicht des Geschehenen darlegt. Durch die Untersuchungsorgane wird vermutet, dass an diesem Zwischenfall auch ein Minderjähriger beteiligt war. Dies erschwert das Vorgefallene. Bei der Untersuchung des Vorfalls hilft den Organen das System „Stadtsicherheit“. An allen Brennpunkten der Stadt sind flächendeckend Videokameras installiert, die jedes Detail filmen und auch die Beteiligten, wenn sich diese vom Ort des Geschehens entfernen, videotechnisch weiterverfolgen können.
 
15.07.2017 – Airport, Airport … man kann es schon nicht mehr hören
Wieder einmal steht der Kaliningrader Airport im negativen Aufmerksamkeitsinteresse. Der genannte Termin zur Eröffnung des ersten Bauabschnitts ist nun schon um 14 Tage überschritten und die Kaliningrader verlieren schon das Interesse an der Nennung irgendwelcher neuer Daten. Man ist es gewohnt, unter denkbar schlechten Bedingungen zu leben. Nun soll aber der rechte Flügel des Airports in einer Woche eröffnet werden. Dies wurde von der Ministerin für Regionalentwicklung verkündet. Am Montag wird es eine weitere Kontrolle der Arbeitsbereitschaft geben. Jede dieser Kontrollen (die erste wurde im Mai durchgeführt), zeigte eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten. Nun hofft man auf ein positives Ergebnis am Montag. Danach werden noch zwei, drei Tage benötigt für organisatorische Dinge. Danach beginnt die Abfertigung der Passagiere im rekonstruierten Teil des Airports.
Nun hat der Kaliningrader Gouverneur angewiesen, dass die weiteren Bauarbeiten zur Rekonstruktion des Airports täglich durch die Regierungsmitarbeiter zu kontrollieren sind. Es muss sich auf dem Airport ständig ein Vertreter der Regierung aufhalten, der die Arbeiten beaufsichtigt und sofort informiert, wenn es wieder Abweichungen von der Planung gibt. Der Gouverneur vertrat die Meinung, dass es in der gegenwärtigen Phase unklug wäre, die bauausführende Firma wieder zu wechseln, deshalb müssen die Kontrollorgane der Gebietsregierung täglich auf alle Einzelprozesse Druck ausüben.
Im weiteren sprach der Gouverneur seine Zweifel aus, dass der Termin für die endgültige Fertigstellung des Airports im März 2018 gehalten werden kann. Er zeigte sich informiert, dass die Baufirma bereits mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen hat und charakterisierte den jetzigen Airport als „kleine Duschkabine“ in der sich die Passagiere drängeln. Er erinnerte daran, dass die Forderungen der FIFA dahingehend laufen, dass der Airport im März 2018 einsatzbereit sein soll – „… und daran habe ich meine Zweifel“,- so Alichanow.
 

14.07.2017 – Neues Salzwerk in Kaliningrad
Vor wenigen Tagen informierte der Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes, dass man immer noch um die Eröffnung eines Zuckerwerkes im Kaliningrader Gebiet kämpfe. Dieses Werk würde eine Investitions-Kettenreaktion auslösen. Da es hier anscheinend noch Verhandlungsbedarf gibt, hat man sich anscheinend entschlossen, als Zwischenlösung ein Salzwerk im Herbst 2017 einzuweihen. Die GmbH „Warniza“ will dieses einzigartige Werk im Herbst im Kreis Selenogradsk eröffnen. Geplant ist eine Jahresproduktion von 400.000 Tonnen. Die Firma Gasprom hat in diesem Bereich eine unterirdische Lagerstätte gebaut und dies war Grundlage, um über die Salzproduktion nachzudenken – so ein Mitarbeiter der Firma. Durch den Bau der unterirdischen Gaslager fallen gewisse Abbauten an, die Salz enthalten. Nach entsprechender Aufbereitung kann dieses hochqualitative Salz sowohl als Speisesalz, wie auch für industrielle Zwecke verwendet werden. Als Nebeneffekt tritt eine verringerte Umweltbelastung für den Bau der Gaslagerstätten ein und die Fristen für den Bau der Gaslagerstätten selber verringern sich ebenfalls.
Gegenwärtig laufen alle notwendigen Bauarbeiten und die technische Ausrüstung wird installiert. Insgesamt werden 160 neue Arbeitsplätze geschaffen. Abnehmer für diese Salze sind sowohl russische wie auch ausländische Kunden. Insgesamt werden in den Aufbau der Firma in Kaliningrad 2,5 Mrd. Rubel investiert.
 
 
14.07.2017 – Neben Festungsgürtel nun auch grüner Gürtel für Kaliningrad
Gesellschaftliche Aktivisten haben die Gebietsduma gebeten, darüber nachzudenken, einen sogenannten grünen Gürtel um die Stadt Kaliningrad anzulegen. Die Aktivisten der Gesamtrussischen Nationalen Front haben vorgeschlagen mit dem Bau eines grünen Waldmassives in der Siedlung Cholmogorskoe zu beginnen. Die Aktivisten begründeten ihre Initiative damit, dass in den vergangenen Jahren viele ungesetzliche und nichtgenehmigte Abholzungen erfolgten. Es gingen viele seltene Bäume verloren, die im Verlaufe von 200 Jahren herangewachsen waren. Mit der Wiederaufforstung will man nun den alten Zustand wieder herstellen und verhindern, dass irgendwelche Bauten errichtet werden. Durch den zuständigen Chefarchitekten der Selenogradsker Kreisverwaltung wurde informiert, dass alle bereits erteilten Baugenehmigungen für diesen Bereich storniert worden sind. Im neuen Generalentwicklungsplan wird das betroffene Gebiet unter besonderen Schutz gestellt.
 
14.07.2017 – Sie sind deutscher Tourist in Kaliningrad?
… und Sie wollen einen der vielen, vom russischen Staat eingerichteten Fußgängerüberwege nutzen, um von einer Straßenseite auf die andere in Sicherheit zu gelangen? Dann sollten Sie aufpassen, ob sich diesem Fußgängerüberweg ein Taxi nähert … denn dann scheint es angebracht, doch etwas zu warten und lieber dem Taxi den Vortritt zu lassen:  
 
 

13.07.2017 – Deutsche Unternehmer führen Gespräche in Kaliningrader Gebietsregierung
Deutsche Unternehmer, die am Wochenende mit 13 Ultra-Leichtflugzeugen nach Kaliningrad geflogen sind, führen gegenwärtig Gespräche in der Kaliningrader Gebietsregierung mit dem Ziel, wirtschaftliche Kontakte zum Gebiet herzustellen. Eine der Absichten der Unternehmer ist es, in Kaliningrad eine Vertretung zu schaffen, die sich allerdings für ganz Russland im Interesse der Unternehmervereinigung zuständig fühlen soll. Die deutschen Unternehmer zeigten vorrangig Interesse an einem Engagement auf dem IT-Gebiet, der Textilindustrie, der Schuhherstellung und Windenergie.
 
13.07.2017 – Kaliningrader Innenverwaltung will „Zivilstrukturen“ beim Migrationsdienst liquidieren
Nach dem Amtsantritt der neuen Leiterin der Ausländerbehörde in Kaliningrad wurde bekannt, dass man Business-Strukturen liquidieren will, die sich im Umfeld der Migrationsbehörde angesammelt haben und mit der Vermittlung von Serviceleistungen rund um die Migrationsfrage Geld verdienen. Man kommt mit dieser Entscheidung der öffentlichen Meinung und Informationen in den Kaliningrader Medien entgegen, dass diese Art Strukturen eher kriminellen Charakter tragen und nicht zur Lösung von Problemen beitragen, sondern eher umgekehrt, Probleme schaffen, um damit Geld zu verdienen. Die Ausländerbehörde plant nun die vermieteten Räumlichkeiten zu kündigen und diese selber zu nutzen, um staatlicherseits diese Dienstleistungen anzubieten oder die Diensträume für die Mitarbeiter der Behörde einfach zu erweitern um eine komfortablere und schnellere Dienstleistung für die Bürger zu erweisen.
 
13.07.2017 – Kaliningrad hat 85 neue Polizeioffiziere
Kaliningrad verfügt über eine Filiale der St. Petersburger Universität des russischen Innenministeriums zur Ausbildung von Polizeioffizieren. Das Institut befindet sich auf dem Moskowski Prospekt. In diesem Jahr wurden nach Abschluss des Studiums 85 Ex-Studenten zum Leutnant ernannt. 13 Absolventen konnten das Studium mit „Auszeichnung“ abschließen. Ausgebildet werden in diesem Institut nicht nur operative Polizeioffiziere, sondern auch Untersuchungsführer. Bereits während des Studiums werden die Studenten im praktischen Dienst zur Aufgabenerfüllung auf ihrer jeweiligen Spezialrichtung eingesetzt. Klicken Sie auf das Foto um zum Video der Innenverwaltung zu gelangen.
 
Foto: Kaliningrader Filiale der St. Petersburger Universität des russischen Innenministeriums

 

12.07.2017 – Bürgermeister Jaroschuk mit bemerkenswerten Erkenntnissen
Der Kaliningrader Bürgermeister ist zu bemerkenswerten Erkenntnissen gekommen. Er hat, nachdem er alle Ausrichterstädte der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 analysiert hat, festgestellt, dass alle Städte ein Transportproblem im Nahverkehr haben. Kaliningrad bildet hier also keine Ausnahme und die Bürger möchten doch bitte Verständnis haben, wenn es zu einem Transportkollaps kommt. Der Transportkollaps kann aber auch schon in der Vorbereitungszeit eintreten, bedingt durch die vielen Baumaßnahmen. Er informierte, dass es in St. Petersburg zu einem Treffen aller Bürgermeister der Städte gekommen ist, in denen die Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Alle haben ähnliche Probleme. Als tröstend empfand der Kaliningrader Bürgermeister wohl die Tatsache, dass in Samara die Besucher fünf Stunden brauchen, um von der Stadt zum Airport zu kommen. Aber, so der Bürgermeister, nach der Weltmeisterschaft wird sich die Situation ein klitzekleines Bisschen verbessern.
Anmerkung UN: In Kaliningrad kommt man zum Airport in 20 Minuten, muss dann aber fünf Stunden auf die Abfertigung warten.
Eine der Ursachen für den Verkehrskollaps in Kaliningrad, der vermutlich nicht bevorsteht, sondern teilweise bereits eingetreten ist, ist die Instandsetzung der Brücken, die auf die „Insel“ führen und die nicht entsprechend dem Zeitplan verläuft. Nun wurde bekannt, dass man die „Hölzerne Brücke“ am Geburtstag des Kaliningrader Bürgermeisters Jaroschuk eröffnen will. Ob dies ein Zufall ist oder ein Anflug von Personenkult, geht aus den Meldungen nicht hervor.
 
 
12.07.2017 – Kaliningrader Müllabfuhr reagiert operativ
Dass die Kaliningrader Müllentsorgung nicht optimal organisiert ist, wissen die „Betroffenen“ seit vielen Jahren. Es gibt viele Anbieter, die den Dreck und Müll anderer Leute gegen ein, nicht gerade unerhebliches Salär bereit sind zu entsorgen, jedoch nicht alle Firmen arbeiten offiziell und mit Genehmigung. Die Vielzahl der Firmen wirkt sich auch auf die Umsätze und Gewinnmargen aus. So versuchen alle Teilnehmer an diesem Teil des Marktes für das Geldverdienen, die Kosten zu optimieren. Bisher wurde ein Großteil des Kaliningrader Mülls auf die Deponie in Kosmodemjanskoje, einem kleinen Vorort von Kaliningrad verbracht. Diese Deponie wurde nun, nicht zuletzt wegen der Proteste der dort ansässigen Bevölkerung geschlossen. Operativ reagierten die Kaliningrader Müllentsorger und verbrachten den Müll nun in die nahegelegenen Waldmassive. Das hat den Vorteil, dass man keine Deponiegebühren bezahlen muss, die Gewinnmargen sich erheblich erhöhen und man im Herbst wohl kaum verirrte Pilzsammler aus diesen Waldgebieten mehr retten muss. Nun hat ein verantwortlicher Mitarbeiter der Stadtverwaltung Licht am Ende des Tunnels gesehen und gemeint, dass es zu solchen Vorfällen nicht mehr kommen wird, wenn die Müllabfuhr reorganisiert wird und es nur noch eine Operator gibt, der sich mit der Müllabfuhr beschäftigt. Wann dieser Operator geschaffen wird – darüber gibt es keine Informationen. Für die Rekultivierung der Mülldeponie in der Siedlung Kosmodemjanskoje, die seit 30 Jahren sich illegal gebildet hat, werden jetzt 444 Mio. Rubel investiert. Immerhin sind sieben Technikeinheiten eingesetzt, die rund 600.000 Quadratmeter Müll bewegen müssen. Gegenwärtig existieren in Kaliningrad vier offizielle Mülldeponien.
 
 
12.07.2017 – Baltiskaja Kosa erhält Status „Geschützes Naturschutzgebiet“
Der Bereich „Baltiskaja Kosa“, ein für Ausländer gesperrter Bereich, der nur mit einer Sondergenehmigung des russischen Sicherheitsdienstes FSB betreten werden darf, erhält den Status „Geschütztes Naturschutzgebiet“. Darüber informiert der Pressedienst der Gebietsregierung. Der Gouverneur beriet mit Vertretern des Kreises Baltisk vor Ort die Situation. Mit dem neuen Status wird es verboten, Bäume zu fällen und den Uferbereich mit Immobilien zu bebauen. Nach Ansicht des Gouverneurs soll Baltiskaja Kosa ein Naherholungsgebiet für alle Kaliningrader werden und nicht nur für eine gewisse Elite. Mit Hilfe der Rechtspflegeorgane wurde bereits verhindert, dass ein Bereich von 17 Hektar in Ufernähe mit elitären Häusern bebaut wird. Weiterhin wurden per Gerichtsbeschluss 33 Hektar Waldgrundstück in den föderalen Besitz rückübereignet. Ohne föderale Genehmigung wird es also auch hier keine Bautätigkeit mehr geben.
Wie der Gouverneur Anton Alichanow informierte, wird im dritten Quartal des aktuellen Jahres eine ökologische Expertise für das gesamte Gebiet erstellt.
 
12.07.2017 – Kaliningrad plant immer noch ein süßes Leben
Bereits vor einigen Monaten wurde darüber informiert, dass es Investoren gäbe, die ein Zuckerwerk im Kaliningrader Gebiet errichten wollen und mit diesem Werk nicht nur das Leben der Kaliningrader versüßen werden, sondern auch der Bürger im russischen Mutterland. Nun informierte der Generaldirektor der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Wladimir Sarudni, dass diese Pläne nach wie vor aktuell sind. Kaliningrad ist deshalb an diesem Objekt interessiert, weil man danach Folgeinvestitionen sieht, insbesondere bei der Entwicklung der Backwarenindustrie. Wladimir Sarudni, ehemaliger Landwirtschaftsminister des Gebietes und bestens vertraut mit der landwirtschaftlichen Situation im Kaliningrader Gebiet, ist der Meinung, dass Kaliningrad die besten Voraussetzungen für einen derartigen verarbeitenden Betrieb bietet und sich mit der Errichtung einer Zuckerraffinerie das gesamte Investitionsklima im Kaliningrader Gebiet verändern wird. Als Beispiel erwähnte er das Unternehmen „Sodruschestwo“. Seit dem Auftauchen dieses sehr großen Unternehmens in Kaliningrad, hat sich der Getreideanbau in Kaliningrad wesentlich belebt. Jeder Landwirt, unabhängig wie groß sein Unternehmen ist, kann heute sein Getreide dieser Firma für die Weiterverarbeitung verkaufen und damit seine Existenz sichern – so Sarudni. Im Jahre 2016 hatt die Firma „Anastasis und K“ informiert, dass man bereit wäre, in ein derartiges Projekt 2,22 Mrd. Rubel zu investieren.
 
 
12.07.2017 – Weitere föderale Personalveränderungen in Kaliningrad
Die Personalrotation im föderalen Verantwortungsbereich in Kaliningrad setzt sich fort. So wurde – vermutlich durch einen Versprecher des Kaliningrader Gouverneurs – vorzeitig bekannt, dass der Chef der Kaliningrader Gerichtsvollzieher versetzt wird. Der Gouverneur führte aus, dass der Nachfolger von Pawel Burenkow im Amt des Chef-Gerichtsvollziehers hoffentlich genauso erfolgreich und genauso kooperativ mit der Gebietsregierung arbeiten werde. Er lobte die Arbeit in den letzten drei Jahren, wo sehr viel erreicht wurde und betonte, dass einige der geplanten Maßnahmen jetzt schon beginnen Wirkung zu zeigen. Ob dies unbedingt als Kompliment gewertet werden kann, bleibt den Analysten überlassen.
Quellen teilten mit, dass der jetzige Chef-Gerichtsvollzieher seine Entlassung auf eigenen Wunsch eingereicht habe. Er war seit Oktober 2015 in der Funktion als Leiter der Kaliningrader Gerichtsvollzieher, also zu Zeiten, als Nikolai Zukanow seine zweite Amtszeit als Gouverneur antrat.
 
12.07.2017 – Neuer Leiter der Migrationsverwaltung in Kaliningrad
Im Bereich der föderalen Verantwortlichkeit wurde eine neue Leiterin der Verwaltung Migrationsdienst ernannt. Die Verwaltung ist, seit der Reform im vergangenen Jahr, nicht mehr selbständig, sondern befindet sich im strukturellen Bestand des Innenministeriums. Neue Leiterin ist Elena Aksjonowa. Sie hat ihre neue Funktion am 10. Juli 2017 angetreten.
 
Ihre Vorgängerin war vor wenigen Wochen in den verdienten Ruhestand geschickt worden. Der verdiente Ruhestand wurde ihr nach Erscheinen eines Artikels in den russischen Medien gewährt:
 

 

11.07.2017 – Moratorium für „Jugra-Bank“ verhängt
Am Montag hat die russische Zentralbank ein Moratorium zur Arbeit der „Jugra“-Bank verhängt. Sie gehört zu den 30 größten Banken Russlands, verfügt über eine Filiale in Kaliningrad und befindet sich seit Ende des vergangenen Jahres unter besonderer Beobachtung der Zentralbank. Im Verlaufe des aktuellen Jahres gab es temporäre Probleme in der Bank, die immer mit technischen Gründen erklärt wurden. Die Bilanz der Bank weist für das Jahr 2016 Verluste in Höhe von 32,3 Milliarden Rubel aus. Nun hat die Zentralbank eine Zwangsverwaltung eingeführt und wird im Verlaufe der nächsten sechs Monate entscheiden, ob die Bank abgewickelt oder saniert wird. Entsprechend der russischen Gesetzgebung tritt damit auch der Versicherungsfall ein und die Privatanleger und Kleinstunternehmer können, nachdem die auszahlenden Banken im Ausschreibungsverfahren festgelegt worden sind, sich ihr Geld, einschließlich Verzinsung auszahlen lassen. Erstattet werden die Gesamteinlagen, jedoch nicht mehr als 1,4 Mio. Rubel. Valutaanlagen werden in Rubel ausgezahlt. Es wird der Kurs der Zentralbank am Tag der Verhängung des Moratoriums zugrunde gelegt. Nach Information der Zeitung „Wedemosti“ könnte dieser Fall zum größten Versicherungsfall in der Geschichte des russischen Bankensystems werden. Mit Stand 1. Juni verfügte die Bank über Einlagen von Sparern und Kleinunternehmern im Umfang von 181,3 Mrd. Rubel.
 
 
Schon über 170 unserer Leser haben ihre Meinung geäußert, wen sie als herausragende russische Persönlichkeit sehen. Die Auswahl an Personen, die wir Ihnen vorgeschlagen haben, ist groß und vielleicht sind Ihnen nicht alle Namen bekannt. Das macht gar nichts – klicken Sie dann einfach einen der Namen an, die Ihnen bekannt sind und Sie erfahren umgehend, welche Persönlichkeit die Russen als die herausragendste russische Persönlichkeit einschätzen.  Das Gute an dieser Umfrage ist, dass sie 24 Stunden am Tag aktiv und die Nutzung der „Klick“-Möglichkeit völlig kostenlos ist. Allerdings gibt es keine Garantieleistung dafür, dass Ihre Meinung mit der Meinung der Russen übereinstimmt.
 
 
11.07.2017 – Deutsche Flieger in Kaliningrad eingetroffen
WESTI-Kaliningrad berichtet in einem kurzen Videobeitrag über das Eintreffen der deutschen Flieger mit Ultraleichtflugzeugen in Kaliningrad. Das Ziel der deutschen „Luft-Touristen“ ist die Festigung der internationalen Beziehungen und die Entwicklung des Flugtourismus. Insgesamt sind 13 Flugzeuge auf dem Airport Chrabrowo gelandet. Am Dienstag werden die deutschen Touristen in der Kaliningrader Gebietsregierung empfangen.
 

Screenshot (WESTI): Ankunft der deutschen Flieger in Kaliningrad
 
11.07.2017 – Korruption im Gesundheitswesen in Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow geht davon aus, dass die Korruption im Gesundheitswesen des Gebietes beim Kauf von moderner Technik bei 30-40 Prozent der Kosten liegt. Das erklärte der Gouverneur während der Eröffnung des medizinischen Zentrums für Frauengesundheit. Das man effektiv mit dieser Korruption kämpfen kann, zeigt das Beispiel der Ausrüstung für dieses neue Zentrum, wo es bei den Ultraschallgeräten gelungen ist, den Preis um fast die Hälfte zu senken – von ursprünglich 40 Mio. Rubel auf 24,5 Mio. Rubel.
In den Meldungen der Kaliningrader Medien wurde erwähnt, dass einige Mitarbeiter im Gesundheitswesen im Zusammenhang mit dem Kauf der medizinischen Ausrüstungen entlassen worden sind. In der vergangenen Woche ist ein leitender Mitarbeiter der Kaliningrader Gebietsregierung wegen Korruption verhaftet worden.
 
 
11.07.2017 – JantarEnergo zieht die Daumenschrauben an
Der Energiemonopolist im Kaliningrader Gebiet geht nicht nur schärfer bei der Eintreibung von Schulden gegen Privatpersonen und Organisationen vor, sondern schreitet immer öfter zum Mittel der Stromabschaltung. Nun hat man die Kosten für die Stromzuschaltung nach erfolgter Bezahlung der Schulden drastisch angehoben. Wer wieder Strom haben will, muss für die Zuschaltung 17.500 Rubel bezahlen. Begründet wird diese Summe mit den Selbstkosten die bei der Abschaltung und Zuschaltung entstehen und das JantarEnergo hier mindestens kostendeckend arbeiten müsse. JantarEnergo erklärt, dass es also durchaus möglich ist, dass jemand Schulden in Höhe von 3.000 Rubel hat, diese nicht bezahlt und ihm der Strom abgeschaltet wird. Um wieder Strom zu erhalten, muss er 20.500 Rubel bezahlen.
 

10.07.2017 – Regierung informiert über Tourismuszahlen
Es gibt keine offizielle Statistikinformation zur Entwicklung des Tourismus in Kaliningrad. Alle Zahlen, die im Internet verbreitet werden, sind sporadisch genannte und nur wenig belastbare Zahlen. „Kaliningrad-Domizil“ hat deshalb eine Anfrage an die Kaliningrader Gebietsregierung gestellt und eine Antwort erhalten, die zwar konkrete Zahlen beinhaltet, die aber auch nicht dem wirklichen touristischen Sachverhalt entsprechen und eigentlich nur bestätigen, dass es in dem zuständigen Gebietsministerium keine belastbaren Ziffern gibt. So wurde durch das Ministerium für Kultur und Tourismus mitgeteilt, dass im Jahre 2015 eine Million Touristen in Kaliningrad registriert wurden und im Jahre 2016 1,3 Millionen. Im weiteren schlüsselt das Ministerium, auf Bitte unserer Informationsagentur, auf, dass es im Jahre 2015 62.700 Ausländer (davon 23.900 Deutsche) gab, die offiziell in Hotels übernachtet haben. Für das Jahr 2016 werden 59.000 Ausländer (davon 26.200 Deutsche) genannt. Es gibt aber auch Ausländer, die nicht in Hotels, sondern in Gästehäusern und Privatunterkünften übernachten und diese Anzahl dürfte erheblich sein. Hierzu fehlt anscheinend in der Gebietsregierung die Übersicht. Die angegebenen Zahlen, sofern die Berechnungsgrundlage sich in den kommenden Jahren nicht verändert, kann somit zumindest als Trendgrundlage angesehen werden.
 
 
10.07.2017 – Wer nicht zahlt, wird bestraft
Es gab die schwierigen 90er Jahre, wo vielen Arbeitnehmern keine Gehälter gezahlt wurden. Es gab viele Fälle, wo den Arbeitnehmern zum Monatsende anstelle von Gehalt einfach nur ein Teil der Produktion im entsprechenden Gegenwert übergeben wurde mit dem Hinweis, dass sie die Produkte ihrer Arbeit verkaufen sollen und das Geld dafür behalten können. Sehr viele Arbeitnehmer erhielten aber gar kein Gehalt und waren gezwungen, für den Fall aller Fälle auch noch ein zweites und drittes Arbeitsverhältnis zu haben. Dann kam es nach dem Amtsantritt des russischen Präsidenten Putin im Jahre 2000 zu gesetzlichen Änderungen und die Nichtzahlung von Gehältern wurde unter Strafe gestellt. Nun teilen Kaliningrader Medien mit, dass gegen den Direktor einer Firma, die sich mit der Müllabfuhr beschäftigt, wegen Nichtzahlung von Gehältern an seine Mitarbeiter ein Ermittlungsverfahren eröffnet wurde. Nach bisherigem Stand hat der 31jährige Unternehmer drei Mitarbeitern seiner Firma, die sich mit der Bewachung seiner Firma beschäftigen, seit Dezember 2015 bis März 2016 kein Gehalt bezahlt. Insgesamt handelt es sich um eine Summe von 113.000 Rubel. Wie die Untersuchung ergeben hat, befindet sich die Firma in keinerlei schwieriger Situation und der Unternehmer hatte ausreichend Geld, um die Gehälter zu bezahlen. Nun wird die Angelegenheit dem Gericht übergeben, welches das notwendige Urteil – das bestimmt nicht billig wird, zu fällen hat.
 
 

09.07.2017 – Verhaftung in Kaliningrader Gebietsregierung
Am Samstag wurde beim Erhalt von Schmiergeld in Höhe von 300.000 Rubel der Leiter des Departements für Bauaufsicht im Ministerium für Kontrolle und Aufsicht Alexander Zybulski verhaftet. Gemeinsam mit ihm klickten die Handschellen auch über die Handgelenke des „Überbringers“ des Geldes. Darüber informiert das Portal „rugrad.eu“ unter Bezugnahme auf einen offiziellen Informationskanal des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow. Wie durch die Gebietsregierung weiter mitgeteilt wurde, stand Zybulski schon längere Zeit unter besonderer Aufmerksamkeit der Kontrollorgane der Regierung und ab einem bestimmten Zeitpunkt wurden die Rechtspflegeorgane hinzugezogen, die nun am Samstag einen vorläufigen Schlusspunkt unter die gesetzwidrigen Korruptionsaktivitäten des leitenden Mitarbeiters der Gebietsregierung setzten.
 
Anmerkung UN: In den Sozialnetzwerken gab es eine interessante Wortmeldung: „Oh mein Gott, jetzt ist niemand mehr da, der ihn retten kann und wenn der Mann auspackt, der hat viel zu erzählen - mamamia.“
 
Foto: Schmiergeldempfänger Alexander Zybulski in Kaliningrad verhaftet
 
Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag:
 

 
09.07.2017 – Sächsische Unternehmer-Piloten gegen Russland-Sanktionen
Das deutsche Informationsportal „Tag24“ veröffentlicht eine Information zur Initiative sächsischer Unternehmer, die sich gegen eine Fortsetzung der Sanktionen gegen Russland wendet.
Mit einem "Friedensflug" nach Kaliningrad wollen Unternehmer ein Zeichen gegen die EU-Sanktionen gegen Russland setzen. Denn das Embargo schade vor allem Sachsens Mittelständlern, sagt der Dresdner Organisator des fliegenden Protestes. "Zu DDR-Zeiten war die Sowjetunion für etliche sächsische Betriebe der Hauptabsatzmarkt", sagt der Dresdner Unternehmer Jens Günther (51). "Darum ist der russische Markt auch heute noch sehr wichtig. Die Sanktionen gegen Russland kosten viele Firmen seit Jahren 50 bis 80 Prozent Umsatz, besonders im Maschinen- und Anlagenbau." Der Sachsen-Chef des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW, vertritt die Interessen von über 10.000 Betrieben im Freistaat) organisierte darum für den Verband einen "Friedensflug gegen das Embargo". Zwei Dutzend Unternehmer aus der ganzen Republik fliegen am Samstag in 14 Leichtflugzeugen von Usedom über Danzig in die russische Exklave Kaliningrad. "Dort treffen wir den Gouverneur, der eine Freihandelszone eröffnen will. Das würde Handel ermöglichen. Wir wollen dort ein Verbandsbüro eröffnen, um den Markteintritt zu erleichtern", sagt Günther.
 
Foto (tag24): Sächsische Unternehmer fliegen nach Kaliningrad
 
09.07.2017 – Regierung will sich mit Polen-Handel beschäftigen
Die Kaliningrader Gebietsregierung will sich mit dem Polen-Handel beschäftigen. Allerdings ist darunter nicht die Entwicklung des offiziellen zwischenstaatlichen oder überregionalen Handels zu verstehen, sondern der illegale Handel mit polnischen Lebensmitteln aus PKW-Kofferräumen in Kaliningrad. Es wird immer mehr zur Unsitte, dass Privatpersonen unter Umgehung der Zoll- und Sanktionsbestimmungen Großeinkäufe von Lebensmitteln in polnischen Supermärkten tätigen, diese Waren nach Kaliningrad schmuggeln und dann unter Mißachtung sämtlicher Hygiene- und Handelsnormen aus dem Fahrzeugkofferraum mit entsprechenden Preisaufschlägen verkaufen. Auch die Kaliningrader Stadtverwaltung wollte sich mit diesem Straßenhandel beschäftigen, hat aber wohl keine großen Initiativen entfaltet, so dass sich jetzt die Gebietsregierung damit beschäftigen will. Geplant ist, dass Mitarbeiter der Regierung in der gesamten kommenden Woche Razzien in den Kaliningrader Straßen durchführen.
 
 

08.07.2017 – Haussuchung im neuen Nawalny-Büro in Kaliningrad
Gestern wurde das neue Büro von Alexej Nawalny in Kaliningrad eröffnet. Heute erschien die Polizei mit einem Haussuchungsbefehl und nahm die Räumlichkeiten und die darin befindlichen Materialien in Augenschein. Wie die Agentur „Interfax“ meldet, wurde über die Haussuchung durch den Koordinator des Stabes Jegor Schernjuk informiert. Wie der Koordinator weiter informiert, haben sich bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt rund 800 Interessierte auf der Internetplattform der Organisation registriert.
 
08.07.2017 – Korruptions- und Betrugsskandal nimmt wesentlich größere Maßstäbe an
In der vergangenen Woche wurde der Ex-Minister für Bauwesen der ehemaligen Zukanow-Regierung in Moskau verhaftet. Er wurde verdächtigt, im Rahmen der Vorbereitung des Baugrunds für das neue Fußball-Stadion auf der versumpften Insel in Kaliningrad, durch Verwendung von qualitätsgeminderten Sand, den Staat um 500 Mio. Rubel betrogen zu haben. Mit ihm wurden zwei weitere Personen verhaftet. Der Ex-Bauminister bestritt jegliche Schuld. Nun wurde ihm von den Ermittlern konkret vorgeworfen, nicht 500 sondern 750 Mio. Rubel veruntreut zu haben. Darüber berichtet RBK unter Bezug auf Äußerungen des Rechtsanwaltes von Amir Kuschchow.
Der Rechtsanwalt kommentierte: „Es gibt eine ungefähre Vorstellung, wem diese ganze Angelegenheit zum Nutzen ist, aber es ist jetzt nicht ratsam, dies weiter auszuführen.“ Wie der Anwalt weiterhin mitteilt, ist ein Teil des Ermittlungsmaterials als „Geheim“ eingestuft worden.
Lesen Sie hierzu auch unsere Analyse der gegenwärtig ablaufenden politischen und gesellschaftlichen Prozesse im Kaliningrader Gebiet:
 
 
08.07.2017 – Russland gibt, Russland nimmt – Visaannullierung in Kaliningrad
Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres haben russische Grenzbeamte in Kaliningrad 230 Visa für Ausländer annulliert.
Grund für die Annullierung war, dass sie die Visa erhalten hatten und die dafür notwendigen Dokumente gefälscht waren. Die Mehrzahl der Ausländer hatten ihr Visum über irgendwelche Vermittler erhalten, deren Arbeit wohl nur auf Erhalt der Bearbeitungsgebühr ausgerichtet war und nicht auf eine korrekte Abwicklung der bürokratischen Prozedur.
 
08.07.2017 – Wohnen zwischen Mehl und Brot
Wohnen zwischen Mehl und Brot – zu diesem Eindruck kann man kommen, wenn man die Meldung liest, dass ein Investor in der Kaliningrader altdeutschen Mehlmühle ein Hotel einrichten will. Es handelt sich hierbei um eine altdeutsche Immobilie am rechten Ufer des Pregel, die der Investor zu einem Hotel umbauen will. Allerdings sind dies bisher nur theoretische Überlegungen, wie man diese Immobilie zukünftig gewinnträchtig nutzen könnte. Neben der Hotelvariante gibt es noch eine Hostel-Variante. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die erste Etage für allgemeingesellschaftliche Interessen genutzt wird und die Etagen darüber für ein Hotel oder auch Wohnungen. Erst am Vortag wurde bekannt, dass die Kaliningrader Stadtverwaltung dazu aufgerufen hatte, das altdeutsche Industrieviertel am rechten Pregelufer wieder zu animieren, jedoch nicht für industrielle sondern für touristische Zwecke.
 
Foto: Altdeutscher Industriekomplex am rechten Pregelufer
 
08.07.2017 – Pokal der Fußball-Weltmeisterschaft geht auf Reisen
Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen, wo die Flamme auf Weltreise geht, geht auch der Pokal für den Sieger der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 auf Reisen. Nun wurde bekannt, dass der Pokal am 12. Oktober 2017 in Kaliningrad eintreffen wird. Kaliningrad wird somit die achte Stadt sein, in die der Pokal eintrifft. Der Pokal wird in 24 russischen Städten gezeigt. Insgesamt wird der Pokal in 50 Ländern auf sechs Kontinenten zu sehen sein.
 
 

 

07.07.2017 – Nawalny richtet Stab in Kaliningrad ein
Der russische Korruptionsbekämpfer Alexej Nawalny hat einen „Nawalny-Stab“ in Kaliningrad eingerichtet. Als Standort hat er sich Räumlichkeiten auf dem Leninski-Prospekt, einer der zentralen Straßen Kaliningrads, ausgewählt. Am Tag der Einweihung, zu der weder Nawalny anreist, da er eine Arreststrafe verbüßt, noch Vertreter seiner föderalen Organisation aus Moskau, fanden die Mitarbeiter am Morgen an den Rollläden und Türen, wie auch an den Fenstern die Aufschrift „Nawalny Faschist“ vor. Der Koordinator des Stabes Jegor Schernjuk informierte, dass man sich davon nicht von der Eröffnung des Stabes abhalten lasse. Die Säuberungsarbeiten werden später durchgeführt. Der Koordinator meinte, dass dieser Vorfall eigentlich die beste Reklame für die Organisation ist, denn jetzt wissen alle in Kaliningrad, dass Nawalny auch in Kaliningrad ein Office habe.
 
Foto: „Nawalny Faschist“ – Deklaration an der Eingangstür zum Office von Nawalny in Kaliningrad
 
07.07.2017 – Kaliningrad macht Videoreklame für die Fußball-Weltmeisterschaft
Kaliningrad hat einen kurzen motivierenden Videofilm über die Vorfreuden zur Fußball-Weltmeisterschaft der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis zum Beginn der Weltmeisterschaften verbleiben noch rund 12 Monate und Stadt und Gebiet beginnen langsam sich auf dieses Ereignis emotional einzustellen – meint der für Tourismus und Kultur zuständige Regionalminister Jermak.
 
 
07.07.2017 – Franzose in die Psychiatrie überwiesen
Leser unseres Portals werden sich an einen Franzosen erinnern, der im vergangenen Jahr im Grenzstreifen auf dem Kaliningrader Gebiet aufgegriffen wurde und erklärt hatte, dass er sich auf der Suche nach dem Paradies auf Erden befinde. Er habe bereits überall in Europa gesucht und es nirgendwo gefunden. Nun glaubt er, dass das von ihm ersehnte Paradies sich in Kaliningrad befinde. Er wollte sich davon überzeugen und hatte die Grenze von Polen nach Kaliningrad illegal ohne Ausweisdokumente und Visa überschritten. Die zuständigen russischen Organe schienen es nicht ganz einfach zu haben, sich mit dieser Person und seinen wirklichen Motiven auseinanderzusetzen, denn der „Dialog“ mit dem Franzosen zog sich über mehrere Monate hin. Nun hat man den Franzosen in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Darüber informierte sein Rechtsbeistand. Die russischen Organe entscheiden gegenwärtig die Frage einer Zwangsbehandlung. Wie weiterhin bekannt wurde, befand sich der Franzose einige Monate zur Untersuchung in Moskau.
 
 
07.07.2017 – Zu wenige Hotels in Kaliningrad
RosTurism ist der Ansicht, dass die Hotels in Kaliningrad für die Unterbringung der Gäste zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 nicht ausreichen. Das geht aus einem Bericht der Behörde hervor, den diese in Auswertung ihrer Arbeit und Analysen für das Jahr 2016 erarbeitet hatte. Wie aus dem Bericht hervorgeht, verfügen nur Moskau, St. Petersburg, die Republik Tatarstan, der Krai Krasnodarsk und das Gebiet Swerdlowsk über ausreichend Hotelkapazitäten. Alle anderen Austragungsstädte, so auch Kaliningrad, verfügen nicht über ausreichende Bettenkapazitäten, um die Gäste zur Fußball-Weltmeisterschaft unterzubringen. Der Pressedienst der Kaliningrader Regierung informiert, dass man über 6.139 Hotelzimmer, sowohl für die Mannschaften, wie auch für die Fans verfüge. Kaliningrad erfülle damit die Forderungen der FIFA. Gegenwärtig befinden sich noch vier Hotels im Bau, die bis zum Beginn der Weltmeisterschaft in Nutzung überführt werden.
 
 
07.07.2017 – Oppositionskandidaten wollen eigentlich gar nicht Gouverneur werden
Die Consulting-Holding „Minschenko Konsalting“ schätzt ein, dass die oppositionellen Kandidaten für das Amt des Gouverneurs, eigentlich gar nicht die Absicht haben, die Wahlen zu gewinnen und die Funktion des Gouverneurs auszuüben. Die Persönlichkeit von Anton Alichanow ist ausreichend stark und mit ausreichendem politischen Kapital ausgestattet, um gleich im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit zu erreichen – meint die Agentur. Weiterhin schätzt die Agentur ein, dass der Kandidat der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation Igor Rewin nur die Absicht habe, die Wahlen für die Herausstellung seiner Person zu nutzen und ein wenig Image zu erarbeiten. Alle anderen Kandidaten wurden extra ausgewählt, weil sie eine schwache Rolle in der politischen Gesellschaft spielen oder einfach nur als Oppositionelle bekannt sind, aber sonst keine wesentliche Rolle spielen.
Alichanow selber füllt weiterhin die Rolle des „Gouverneurs der Hoffnung“ aus. Es besteht insgesamt die Gefahr, so schätzt die Consulting-Holding ein, dass die zu wählenden Gouverneure zwischen die Mühlsteine der unterschiedlichsten Interessengruppen geraten. Selbst Vertreter der Macht, deren eigentliche Aufgabe es sein sollte, die Gouverneurskandidaten, die die gegenwärtige Macht repräsentieren, zu unterstützen, können zur Verfolgung eigener Interessen Schritte unternehmen, um den Kandidaten zu schwächen, ohne dabei allerdings die Oppositionskandidaten zu unterstützen.
 
Foto: Kandidaten zu den Gouverneurswahlen im Kaliningrader Gebiet am 10. September 2017
 
Anton Andrejewitsch Alichanow – mit der Führung der Region durch den russischen Präsidenten beauftragter Gouverneur bis 09. September 2017. Auch er muss ab und zu mal zur Kopfwäsche und lässt Überflüssiges entfernen oder kürzen:
 

 

06.07.2017 – Gouverneur will Kaliningrad zum internationalen Gesprächszentrum entwickeln
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow will das Kaliningrader Gebiet zu einem internationalen Gesprächszentrum für Russland, die Europäische Union und die USA entwickeln. Diesen Gedanken entwickelte er im Rahmen eines Interviews für das russische Portal „Lenta.ru“. Er erinnerte daran, dass gegenwärtig an einer veränderten Gesetzgebung für die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad gearbeitet wird. Zu den Änderungen gehört auch die Einführung eines elektronischen Visums, was defacto einer Visafreiheit gleichkommt. Dies sind beste Voraussetzungen für die Schaffung eines internationalen Zentrums für Gespräche, Kongresse und ähnliches.
 
 
06.07.2017 – Gedenkmünze mit Königin-Luisen-Brücke
Die russische Zentralbank hat eine neue Gedenkmünzenserie herausgegeben. Eine der Münzen zeigt die Königin-Luise-Brücke in der Kaliningrader Stadt Sowjetsk, dem ehemaligen deutschen Tilsit. Die Stadt spielte eine wesentliche Rolle bei den Friedensgesprächen zwischen Russland und Frankreich im Rahmen der napoleonischen Befreiungskriege. Die Silbermünze hat einen Nominalwert von drei Rubel und einen Durchmesser von 39 mm, besteht aus 925 Silber und hat ein Gewicht von 31 Gramm. Auf der Vorderseite ist das russische Staatssymbol zu sehen sowie die Bezeichnung „Russische Föderation – 3 Rubel – 2017“. Von dieser Münze werden nur 3.000 Stück geprägt.
 
Foto (Zentralbank): Gedenkmünze der russischen Zentralbank
 
Am Mittwoch hat sich dann ein Numismatiker aus Kaliningrad an die Zentralbank gewandt und informiert, dass die Gedenkmünze einen Fehler enthält. Auf der Münze steht: „Brücke Königin Luise“. Aber die wirklich richtige historische Bezeichnung lautet „Brücke der Königin Luise“. Der historisch bewanderte Numismatiker meint, dass dieser Fehler sicherlich nicht prinzipieller Art ist für die Geschichte der Stadt Sowjetsk und für die Brücke an sich. Aber er erinnerte, dass die Zentralbank auch schon zu früheren Zeiten derartigen Lapsus bei Sondermünzen für das Kaliningrader Gebiet zugelassen hat. So wurde im Jahre 2005 eine Sondermünze mit dem Abbild des Königsberger Doms herausgegeben. Der Dom wurde auf dieser Münze ohne Dach gezeigt. Aber der Dom besaß zu diesem Zeitpunkt bereits seit 5-6 Jahren wieder ein Dach. Dass es sich bei der Bezeichnung der Brücke wirklich um einen historischen Fehler handelt, bestätigte die Direktorin des Stadtmuseums Sowjetsk Angelina Schpilewa. Sie informierte, dass man in diesem Jahr den 110. Jahrestag der Einweihung der Brücke feiere und die Brücke heißt offiziell „Brücke der Königin Luise“.
 
06.07.2017 – Die Vögel beginnen zu singen
Gestern berichtete unser Portal über Zusammenhänge in der Kaliningrader Regionalpolitik und die Verhaftung des ehemaligen Bauministers aus der Zukanow-Regierung in Moskau. Heute wurde durch Regionalmedien eine erste Stellungnahme des verhafteten Bauministers, verbreitet durch seinen Rechtsanwalt, veröffentlicht. Dieser bestreitet jede Schuld und meint, dass man einfach verrückt sein muss, bei einem solchen Objekt, welches durch …zig Aufsichtsbehörden in der Phase der Bautätigkeit kontrolliert wird, den Versuch zu unternehmen, sich persönlich zu bereichern. Allerdings haben die von ihm vorgebrachten Argumente das Moskauer Gericht in einer ersten Anhörung nicht überzeugt und der Haftrichter hat festgelegt, dass der Ex-Minister weiterhin in Haft bleibt.
Ein weiterer Verhafteter in dieser Angelegenheit, der stellvertretende Leiter der Abteilung für Baukontrolle der Regionalverwaltung der Auftraggeber für Kapitalbauten (Regierungsstruktur), Sergej Tribunski wurde ebenfalls durch den Haftrichter befragt. Und bereits bei der ersten Befragung begann dieser ein wenig zu zwitschern. Er informierte den Haftrichter, dass der Ex-Bauminister ihn persönlich genötigt habe, Abnahmeprotokolle zu unterzeichnen, die bestätigten, dass bei der Aufschüttung des Baugrunds auf der Sumpfinsel mit Sand, alles in bester Ordnung war. Der dritte Verhaftete, der Mitarbeiter der Baufirma, wurde bisher noch nicht befragt. Die russischen Medien gehen in ihrer Berichterstattung davon aus, dass diese drei Verhaftungen erst der Anfang weiterer Handlungen der russischen Rechtspflegeorgane sind. Bisher geht es um vermuteten Betrug zum Nachteil des Staatshaushaltes in Höhe von 500 Mio. Rubel. In den Meldungen wird weiterhin daran erinnert, dass die Vorfälle in den Verantwortungsbereich der ehemaligen Zukanow-Regierung fallen.
 
06.07.2017 – Zukanow-Regierung zahlte für nicht erfolgte Leistungen
Kaliningrader Medien berichten über Zahlungen der ehemaligen Zukanow-Regierung in Kaliningrad für Leistungen, die real nicht erbracht worden sind. Ein entsprechendes Gerichtsverfahren stellte fest, dass es bei der Rekonstruktion der Kaliningrader Musikschule „Rachmaninow“ zu Zahlungen zum Nachteil des Gebietshaushaltes im Umfang von über 16 Mio. Rubel gekommen ist. Geklagt hatte das Ministerium für Kultur und Tourismus des Kaliningrader Gebietes gegen die Firma „Kare Balt“. Das Ministerium forderte die Rückerstattung von 16,8 Mio. Rubel, die die Firma für Leistungen erhalten hat, die diese aber nicht erbracht hatte. Hierbei ging es um Arbeiten aus dem Jahre 2016. Wie Kaliningrader Medien berichten, gibt es weiteres Material gegen die beklagte Firma, die die Schlussfolgerung zulassen, dass auch bei früheren Aufträgen, die diese Firma im Auftrage der Gebietsregierung durchgeführt hat, es zu Unregelmäßigkeiten bei den Zahlungen gekommen ist. Genannt wird u.a. eine Summe von 60 Mio. Rubel, die u.a. verwendet worden sein soll für die Installation einer Orgel, die nicht installiert worden ist. Die Arbeiten der beklagten Firma „Kare Balt“ am Objekt der Musikschule in Kaliningrad, begannen im Jahre 2014, zu einem Zeitpunkt wo Nikolai Zukanow Gouverneur des Kaliningrader Gebietes war. Wie weiterhin informiert wird, liegen gegen die genannte Firma gegenwärtig 29 Klagen im Gesamt-Klagewert von 250 Mio. Rubel beim Kaliningrader Vertragsgericht vor.
 
 
06.07.2017 – Kaliningrader Energiesicherheit ist Russland 10 Milliarden Rubel wert
Kaliningrad erhält für die Modernisierung seines Energiesystems weitere zehn Milliarden Rubel aus dem Haushalt von „RosZeti“. Dies wurde nach einer Sitzung des Komitees für Energiesicherheit der russischen Staatsduma am Dienstag bekannt. Genutzt werden diese Gelder für die Digitalisierung der Energieversorgung im Kaliningrader Gebiet. In den Kreisen Mamonowa und Bagrationowsk wurde bereits im Jahre 2016 begonnen, „intelligente Energiesysteme“ testweise zu installieren und diese haben sich bewährt und haben keine Störungen aufgezeigt. Somit wird nun, mit den zur Verfügung gestellten Geldern begonnen, diese intelligenten Systeme im gesamten Kaliningrader Gebiet einzurichten. In den Meldungen wird hervorgehoben, dass diese intelligenten Systeme besonders gut geeignet sind, Fehlerquellen und Havarien schneller zu lokalisieren und Stromausfälle somit erheblich einzuschränken und Havarien schneller zu beseitigen. Alle Arbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Informiert wurde, dass für das Gesamtvorhaben 20,7 Mrd. Rubel zur Verfügung stehen. Die genannten 10 Milliarden wurden zusätzlich, im Ergebnis der bisherigen guten Ergebnisse der Testphase, zur Verfügung gestellt.
 
06.07.2017 – Luxus in Swetlogorsk geplant
Im Bereich des Ostseestädtchens Swetlgorsk soll auf einem Gelände von 112 Hektar ein Golfplatz und eine respektable Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern entstehen. Darüber informierte die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebiets“. Neben der genannten 18-Loch-Golfanlage und der Premium-Wohnsiedlung, sollen ein Fünf-Sterne-Hotel und ein SPA-Komplex errichtet werden. Die Korporation hat vorgeschlagen, das gesamte Gelände dem zukünftigen Investor zu besonders vorteilhaften Bedingungen in Pacht zu übergeben. In der Korporation geht man davon aus, dass dieses Projekt der gesamten Kaliningrader Infrastruktur einen großen Impuls für die weitere Entwicklung gibt. Interessant ist die Meinung des Generaldirektors der Korporation Wladimir Sarudni zu den künftigen Nutzern dieser Anlage. Er geht davon aus, dass militärische Pensionäre, Moskauer und St. Petersburger Bürger im wesentlichen diese Anlage nutzen und auch die Premiumhäuser in unmittelbarer Nähe zum Ostseestrand für sich als Sommerwohnsitz erwerben werden.

 

05.07.2017 – Kaliningrad wird Quelle für russische Energiereserven
Die föderalen Entscheidungsträger haben die Problematik einer möglichen Energieblockade Kaliningrads durch die Nachbarländer nun wohl endgültig erkannt und unternehmen alles, um die Eigenversorgung des Kaliningrader Gebietes mit Strom zu organisieren. Gegenwärtig werden im Kaliningrader Gebiet im hohem Tempo vier neue Stromerzeugerstationen gebaut. Diese werden nach Fertigstellung wesentlich mehr Energie erzeugen, als Kaliningrad benötigt. Entschieden wurde, dass Kaliningrad somit zum Standort für die Erzeugung von Energiereserven für das russische Mutterland oder andere Abnehmer werden könnte. Dieser neue Umstand wurde während einer erweiterten Sitzung des zuständigen Fachausschusses in der russischen Staatsduma beraten. Vertreter des Ausschusses befanden sich in Kaliningrad und besichtigten Baustellen für die neuen Stromerzeugerstationen. Die Arbeiten laufen mit hohem Tempo und man geht davon aus, dass alle neuen Stationen Anfang 2018 in Nutzung überführt werden. Die neuen Stromerzeugerstationen – drei auf Gasbasis, eine Station wird mit Kohle betrieben – werden insgesamt ein Gigawatt Strom erzeugen. Sie befinden sich in Wsmore, Sowjetsk, Gusew und Kaliningrad. Der russische Energieminister Nowak informierte während seines Besuches in Kaliningrad vor kurzem, dass Russland in die Energieversorgung des Kaliningrader Gebietes 175 Mrd. Rubel investieren werden.
 
 
05.07.2017 – Kaliningrad wird umweltfreundlicher und sicherer
Eine soziologische Befragung unter Kaliningrader Bürgern hat ergeben, dass die Bewohner der Stadt bemerkt haben, dass die Stadt ökologischer geworden ist und mehr für den Umweltschutz getan wird. Im gesamtrussischen Rating gehört Kaliningrad zu den TOP-10 der Städte mit der besten Umweltbilanz. Nach Auswertung der Befragung befand sich Kaliningrad auf Platz neun und verbesserte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Plätze. Befragt wurden 1.900 Kaliningrader. Vor einem Monat wurde eine Umfrage zur Sicherheit der Stadt durchgeführt und hier erwies sich Kaliningrad auf Platz 15 der sichersten russischen Städte.
 
Foto: Kaliningrad ist eine grüne Stadt – ein Erbe aus deutschen Zeiten
 
05.07.2017 – Kostenloser Nahverkehr zur Fußball-Weltmeisterschaft
Während der Fußball-Weltmeisterschaft erfolgt die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Kaliningrad kostenlos. Allerdings können nur Fans kostenlos fahren, die eine Eintrittskarte für eine der vier Gruppenspiele, die Kaliningrad ausrichten wird, vorweisen können. Weiterhin können auch freiwillige Helfer und Gäste aus einer FIFA-Liste den Nahverkehr kostenlos nutzen, wenn sie entsprechende Ausweise vorweisen. Die Transportunternehmer werden aus dem Stadtbudget entsprechend entschädigt. Damit alles seinen gesetzlichen Gang geht, werden mit den Organisatoren des öffentlichen Nahverkehrs Sondervereinbarungen abgeschlossen.
 
 
05.07.2017 – Kaliningrader haben visafreien Grenzverkehr mit Polen „vergessen“
Die Zahl der Kaliningrader, die nach Polen für einen längeren oder kürzeren Aufenthalt fahren, ist gegenwärtig größer, als zu Zeiten des visafreien kleinen Grenzverkehrs. Darüber informieren polnische Behörden aus der Grenzverwaltung.
Die polnische Statistik besagt, dass seit Anfang des Jahres 5.296 mehr Kaliningrader nach Polen eingereist sind, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt wurde die Zahl von 576.267 Personen genannt. Allerdings ist die Anzahl der russischen Bürger, die nach Polen einreisen insgesamt um 24 Prozent rückläufig. Besucher aus Polen nach Russland sind um die Hälfte rückläufig.
 
 
05.07.2017 – Fischerdorf in Selenogradsk erhält Prioritätsstatus
Das Projekt zum Bau eines Fischerdorfes in Selenogradsk wurde in die Liste der wichtigen Objekte im Kaliningrader Gebiet aufgenommen. Weiterhin wurde der Bau des Fahrstuhls, der bis zu gleichzeitig bis zu 13 mobilitätseingeschränkte Bürger an den Strand in Selenogradsk bringen soll, in diese Liste eingeschlossen. Die Umsetzung des Projektes soll im Jahre 2018 abgeschlossen werden. Weitere Bauvorhaben, wie ein Appartementhotel, Restaurant und SPA-Zentrum sollen bis 2021 errichtet werden.
 
05.07.2017 – Schwere Kost aus Kaliningrad
Unser Informationsportal bietet seinen Lesern heute eine schwere Kost an. Jeder entscheidet, ob er für den Genuss einer Analyse der gesellschaftspolitischen Entwicklung des Gebietes seit 2010 ausreichend Zeit, Nerven und Verständnis hat. Anlass für diese Analyse, die bei weitem nicht alles zeigt, ist die Verhaftung des Kaliningrader Ex-Ministers für Bauwesen am Wochenende in Moskau. Wir gehen davon aus, dass diese Verhaftung, gemeinsam mit zwei anderen Verhaftungen eines Mitarbeiters einer regierungsnahen Struktur und eines Mitarbeiters einer Baufirma, erst der Auftakt zu weiteren Aktivitäten der russischen Rechtspflegeorgane im nahen und weiten Umfeld der Kaliningrader Gesellschaft ist.
 
 
 

04.07.2017 – Litauen beginnt Prozess gegen sowjetische Offiziere
In Litauen sind durch die Generalstaatsanwaltschaft alle Unterlagen zur Führung von zwei Prozessen gegen ehemalige sowjetische Offiziere dem zuständigen Gericht übergeben worden. Hierbei geht es um Ereignisse aus dem Jahre 1991, wo sowjetische Truppen versuchten, die damals noch geltende verfassungsmäßige Ordnung aufrechtzuerhalten. Zwei russische Bürger, ehemalige Angehörige der sowjetischen Armee, deren Namen nicht genannt wurden, werden beschuldigt, am 13. Januar 1991 am Sturm auf den Fernsehturm in Vilnius teilgenommen zu haben. Durch Litauen werden die beiden russischen Bürger eines Kriegsverbrechens und Handlungen gegen die Menschlichkeit beschuldigt. Die litauische Seite hatte sich an Russland mit Bitte um Rechtshilfe gewandt, Russland hatte darauf nicht reagiert.
Zum damaligen Zeitpunkt kam es zu Massenunruhen in Vilnius, bei der 14 Personen ums Leben kamen. Durch Litauen werden insgesamt 60 Personen in diesem Zusammenhang verfolgt. Hierzu gehört auch der ehemalige Verteidigungsminister der UdSSR Dmitri Jasow, der ehemalige Kommandeur der Gruppa „Alpha“ Michael Golowatow, der Chef der Militärgarnison Vilnius Wladimir Uschoptschik. Auf der Anklagebank sitzen aber gegenwärtig nur zwei russische Bürger, die bei einem Aufenthalt in Litauen vor Jahren verhaftet worden sind, so u.a. der Kaliningrader Juri Mel, der seit 12. März 2014 in Litauen in Untersuchungshaft sitzt. Juri Mel hat erhebliche gesundheitliche Probleme. Um diese besser behandeln zu können, hatte Russland eine Sicherheitssumme von 30.000 Euro bei den litauischen Behörden hinterlegt, damit Juri Mel einfachere Haftbedingungen erhält. Litauen hat diese erleichterten Haftbedingungen nicht umgesetzt.
 
 
04.07.2017 – Kaliningrader Ex-Minister verhaftet
In Moskau ist Amir Kuschchow, ehemaliger Minister für Bauwesen in der Zukanow-Regierung, verhaftet worden. Gleichzeitig mit ihm wurden der TOP-Manager der Firma „GlobalElektroService“ Chatschim Eristow und ein Abteilungsleiter aus einer Kaliningrader Regierungsstruktur Sergej Tribunsko verhaftet. Die Verhaftungen erfolgten im Zusammenhang mit der in der vergangenen Woche aufgedeckten Betrugsaffäre, im Zusammenhang mit dem Bau des Stadions zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 auf der „Insel“. Es fanden Haussuchungen in regierungsnahen Strukturen und Baufirmen statt. Es steht der Vorwurf, dass Rechnungen im Gesamtwert von 500 Mio. Rubel für Leistungen ausgestellt, die jedoch nicht erbracht worden sind. Alle drei werden durch die Untersuchungsorgane des Betrugs, begangen in einer Gruppe, im besonders großen Umfang, beschuldigt.
Der Bauminister wurde durch den jetzigen Gouverneur Anton Alichanow bereits im Dezember 2016 entlassen. Grund hierfür war, dass der Minister seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Die Entlassung erfolgte, nachdem das Ministerium für Kontrolle der Kaliningrader Gebietsregierung eine umfangreiche Kontrolle der Tätigkeit des Bauministeriums vorgenommen hatte.
 
Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag, den wir für Mittwoch planen. Der Beitrag wird eine umfangreiche Analyse der Kaliningrader Wirklichkeit zum gegenwärtigen Zeitpunkt sein.
 

 

03.07.2017 – Letzter schwimmender Leuchtturm der Welt  in Kaliningrad eingetroffen
Der letzte schwimmende Leuchtturm der Welt hat seine letzte Reise angetreten und ist in Kaliningrad eingetroffen. Hier wird er in Ehren seine letzte Aufgabe als Museumsschiff im Bestand des Kaliningrader Meeresmuseums erfüllen. Aus St. Petersburg (Kronstadt) kommend, hat das Schiff am Kai „Peter der Große“, vor dem Meeresmuseum festgemacht. Das Schiff hat es nicht mehr aus eigener Kraft geschafft, vom Hafen in Kronstadt nach Kaliningrad zu kommen und wurde von zwei Schleppern bugsiert. Durch das russische Kulturministerium wurden 9,9 Mio. Rubel zur Verfügung gestellt, um einige notwendige Arbeiten am Schiff durchzuführen, damit es seiner Aufgabe als Museumsexponat gerecht wird. Dezent wurde in der Pressemitteilung erwähnt, dass 20 Kubikmeter Müll aus dem Schiff herausgetragen worden sind.
 
Foto: Der schwimmende Leuchtturm „Irbenski“ wurde Ende der 50er Jahre in Finnland in Auftrag gegeben und 1962 im Bereich der Irbinsker Passage stationiert. Es war der letzte schwimmende Leuchtturm, der produziert wurde. Seine Besatzung bestand aus 19 Personen. Seine Sichtweite betrug 12 Seemeilen. Seine Arbeit als Leuchtturm wurde Ende der 80er Jahre beendet. Danach diente das Schiff als Stab einer militärischen Einheit.
 
03.07.2017 – Kandidatenauswahl für Gouverneurswahlen in Kaliningrad abgeschlossen
In Kaliningrad haben alle interessierten Parteien ihren Kandidaten für die bevorstehenden Gouverneurswahlen am 10. September benannt und die notwendigen Angaben der Zentralen Wahlkommission des Kaliningrader Gebietes übermittelt. Insgesamt haben fünf Parteien ihren Kandidaten benannt:
  1. Anton Andrejewitsch Alichanow (Partei Einiges Russland)
  2. Jewgeni Viktorowitsch Mischin (Liberaldemokratische Partei)
  3. Igor Alexejewitsch Rewin (Kommunistische Partei)
  4. Wladimir Tofikowitsch Sultanow (Kommunistische Partei für soziale Gerechtigkeit)
  5. Jekaterina Sergejewna Timofejewa (Partei „Die Grünen“)
Alle Kandidaten haben eine schriftliche Bestätigung des Eingangs und der Entgegennahme der Dokumente erhalten. Damit wurde ihnen gestattet, Bankkonten für die Durchführung des Wahlkampfes zu eröffnen. Die Kandidaten können auch offiziell mit der Sammlung der notwendigen Stimmen für die Unterstützung ihrer Kandidatur beginnen. Im Zeitraum vom 11. Juli bis 21. Juli müssen dann durch die Kandidaten alle weiteren Unterlagen eingereicht werden, um sich als Kandidat zu registrieren. Jeder Kandidat ist verpflichtet, der Zentralen Wahlkommission je drei Kandidaten anzumelden, die im Falle ihres Wahlsieges als Mitglieder des Föderationsrates (Oberkammer der Staatsduma) und als Vertreter der Kaliningrader Gebietsregierung nach Moskau entsandt werden.
 
 

02.07.2017 – Wieder eine Protestaktion in Kaliningrad
Mal wieder haben unzufriedene Bürger eine Protestaktion für den Sonntag angemeldet und auch genehmigt bekommen. Die Protestaktion findet um 16 Uhr am Kosmonauten-Denkmal auf dem Prospekt Mira, unweit des Stadtzentrums Stadt. Die Bürger sind nicht einverstanden mit dem Bau eines Delphinariums im Kaliningrader Zoo und möchten, dass dies möglichst viele erfahren. Bei dem Delphinarium handelt es sich allerdings nicht um ein stationäres Gebäude, sondern um eine mobile Einrichtung. Die Tierschützer meinen, dass in diesem Delphinarium die Tiere kein artgerechtes Leben fristen können.
 
Wir haben einen neuen Monat und wir haben auch wieder eine Umfrage gestartet – Sie finden diese, wie immer am bekannten Ort, gleich links von diesem Artikel. Wir wollen wissen, welchen Russen Sie als „herausragend“ bezeichnen. Viele Namen haben wir zur Auswahl gestellt. Es handelt sich um historische und gegenwärtige Persönlichkeiten, um Politiker und Militärs. Vermutlich kennen Sie nicht alle Namen – das macht nichts, dann klicken Sie einen der Namen an, die Sie kennen. Danach öffnet sich ein neuer Artikel, aus dem Sie erfahren, wie die Russen abgestimmt haben. Das „Levada-Zentrum“ (Ausländischer Agent), führt hierzu regelmäßige Umfragen durch und die wollten wir Ihnen nicht vorenthalten, wollten aber auch deutsche Ansichten kennenlernen.
 
 
02.07.2017 – Föderales Gouverneursrating unverändert für Alichanow
Seit Monaten gibt es keine wesentlichen Änderungen im Volks-Rating des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow. Stabilität ist natürlich immer eine gute Sache für diejenigen, die an keiner Entwicklung interessiert sind. Aber langsam muss man sich wohl Sorgen machen, denn diese Stabilität, bei der sich bei einer Vielzahl von Rating-Positionen überhaupt nichts bewegt, zeugt entweder davon, dass das Institut, welches hierfür verantwortlich zeichnet, keine Aktivitäten entfaltet und somit eigentlich überflüssig ist, oder das die Bevölkerung desinteressiert ist an der politischen Führung der Region. Beides ist nicht gut.
 
 
02.07.2017 – 81jähriger deutscher Treckerfahrer hat weitere Strecke bewältigt
Der 81jährige deutsche Treckerfahrer Winfried Langner hat eine weitere Strecke bis nach St. Petersburg bewältigt. Er war von Deutschland aus mit seinem alten Trecker aufgebrochen und blieb dann in Kaliningrad mit einem Achsschaden liegen. Hilfsbereite Kaliningrader hatten ihm bei der Instandsetzung geholfen und so konnte er seine Fahrt über Kurskaja Kosa in Richtung St. Petersburg fortsetzen und ist jetzt im Gebiet Leningrad eingetroffen. Im Verlaufe der letzten 15 Tage hat der 81Jährige eine Strecke von 860 Kilometern zurückgelegt. Sein Eintreffen in St. Petersburg plant er bis Sonntag. Dort stehen schon die Stadtverwaltung und Diplomaten bereit, um diesen tollen Mann zu empfangen. Der St. Petersburger Stadtverwaltung wird er eine Fahne seines Kreises Lauenförde in Niedersachsen überreichen – ein Zeichen der Freundschaft zwischen den Deutschen und Russen.
 
Foto (Klops.ru): Treckerfahrer Winfried Langner auf Mission in Kaliningrad

 

01.07.2017 – Ernsthafte Bauschäden an Wohnhaus entdeckt
Bei den vor wenigen Tagen im Rahmen der Fassadeninstandsetzung begonnenen Bauarbeiten am großen Gebäude in der ul. Schewschenko wurde ein sehr großer klaffender Riss in der Außenmauer des Gebäudes entdeckt. Für Kaliningrad-Kenner: Es handelt sich um das Gebäude in dem sich in der unteren Etage das bekannte Restaurant „Tjotka Fischer“ befindet.  Der Riss erstreckt sich von der vierten Etage bis unter das Dach. Die für die Hauptinstandsetzungen von Gebäuden in der Stadt verantwortliche Organisation kommentierte, dass alle Gebäude, die gegenwärtig instandgesetzt werden, im vergangenen Jahr gründlich durch Bauspezialisten untersucht worden sind und keine Gefahren für die Bewohner festgestellt worden. Der entstandene klaffende Riss wird mit einer Spezialmasse aufgefüllt und es besteht keine Gefahr der Instabilität des Gebäudes.
 
Foto: Großes Gebäude in der ul. Schewschenko während Fassadenrekonstruktion
 
01.07.2017 – Ältester WESTER-Supermarkt geht in Viktoria-Hände
Der älteste Supermarkt in der Stadt Kaliningrad ist nun aus dem bankrotten Händen von „WESTER“ in die glücklicheren Hände von „Viktoria“ gelangt. Es handelt sich um die Immobilie in der ul. Gorkowo. Wie „Volkskorrespondenten“ berichten, haben die Instandsetzungs- und Umbauarbeiten dort bereits begonnen. Am 1. Juli ist dann auch in allen anderen Supermärkten komplett Schluss. Allerdings suchen diese Immobilien noch einen neuen Besitzer. Es halten sich standhaft Gerüchte, dass die deutsche Firma „Lidl“ in Kaliningrad Fuß fassen will. Das macht insbesondere deshalb Sinn, weil gerade diese Firma in Polen sehr präsent ist und durch den Wegfall des kleinen visafreien Reiseverkehrs in den letzten 12 Monaten erhebliche Umsatzeinbußen hatte.
 
 
01.07.2017 – Bürgermeister von Tschernjachowsk gibt auf
Der City-Manager, wie sich neumodisch die Bürgermeister nennen, hat das Handtuch geschmissen und verlässt seinen Posten. Er meint, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow mit ihm nicht so richtig klarkomme und er wohl kaum nach den Wahlen im September im Amt belassen werden wird. Da er nicht das Schicksal anderer Bürgermeister der Vergangenheit teilen will, räumt er lieber freiwillig das Feld und wird sich anderen Aufgaben widmen, die jedoch nichts mehr mit irgendwelchen staatlichen Strukturen zu tun haben. Einzelheiten wollte Herr Schipitilnikow nicht nennen, betonte aber, dass er seine Stadt liebe, das Gebiet Kaliningrad liebe und er überhaupt russischer Patriot ist. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass er im Lande bleibt.
 
01.07.2017 – Neun Parteien werden in Kaliningrad bestraft
Es gab Zeiten, wo man Russland beschuldigte, undemokratisch zu sein. Als Beweis führte man an, dass Russland keine Parteienlandschaft habe. Dann wurde das Gesetz zu den russischen Parteien im Jahre 2012 reformiert und die neuen Parteien schossen wie Pilze aus dem Boden. Das man aber mit der Parteigründung – so einfach wie sie auch sein mag – auch Pflichten zu erfüllen hat, darüber haben wohl die Wenigsten nachgedacht. So fordert der russische Staat jährlich eine Berichterstattung zu den Parteienaktivitäten, zu Ein- und Ausgaben. Von den in Kaliningrad registrierten 59 Parteien, haben neun Parteien diese Pflichten nicht erfüllt und nun drohen ihnen Verwaltungsstrafen. Diese bewegen sich von 50.000-500.000 Rubel für die Partei selber und zwischen 20.000-100.000 für die Leiter der Parteien.
  • Junges Russland
  • Partei freier Bürger
  • Demokratische Wahlen
  • Russische Partei der Volksverwaltung
  • Partei der Eltern der Zukunft
  • Russische Partei der Kleingärtner
  • Vereinigte Agro-Industrielle Partei Russlands
  • Partei der in der UdSSR geborenen Bürger
  • Russische ökologische Partei die Grünen
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Wochenblatt

   Kommentare ( 13 )

kgd .ru Veröffentlicht: 7. Juli 2017 16:22:31

[...81jähriger deutscher Treckerfahrer Winfried Langner unterwegs nach St. Petersburg...] Beachtliche Leistung!

Aus Niederösterreich machten sich bereits 2004 ebenfalls zwei Steyr-Traktoren, Bauj.1949, 1951 und 10 abenteuerlustige Personen des Oldtimerclubs Veltlinerland auf den Weg, um 300 Flaschen Poysdorfer Wein nach St. Petersburg zu bringen.

Jahrhunderte lang wurde auf dieser Route, der „Bernsteinstrasse“, Wein aus dem Weinviertel, NÖ an die Ostsee geliefert. 1814 machte Zar Alexander I. von Russland auf dem Weg zum Wiener Kongress in Poysdorf Station.

Der ihm dort servierte Wein schmeckte dem russischen Herrscher so gut, dass fortan Poysdorfer Rebensaft an den Hof des Zaren geliefert wurde. Zum 300.Geburtstag der Zarenmetropole an der Newa wurde in Poysdorf ein besonderer Wein gekeltert. An die alten Handelsverbindungen anknüpfend wurde dieser Wein mit Oldtimer-Traktoren nach St.Petersburg gebracht.

Mehr Infos und Bilder darüber in der Website des "oldtimerclub-poysdorf" (.at

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 7. Juli 2017 16:24:51

... in der Zwischenzeit ist der gute Mann auch in der Stadt St. Petersburg angekommen.

kgd .ru Veröffentlicht: 12. Juli 2017 00:26:32

[Eine der Ursachen für den Verkehrskollaps in Kaliningrad, der teilweise bereits eingetreten ist, ist die Instandsetzung der Brücken...]

Man könnte sofort den gesamten verrückten Verkehrsskollaps in Kaliningrad in den Griff bekommen wenn man die rund 75% aller hier noch herumfahrenden Schrottautos aus dem Verkehr zieht, wie dies auch in der EU mittels TÜV und jährlicher Überprüfungen der KFZ praktiziert wird.

Schrottautos ist ein diplomatischer Hilfsausdruck für solche tickende Bomben.

Was in Kaliningrad auf öffentlichen Straßen unterwegs ist, findet man in Deutschland nicht einmal mehr auf Schrottplätzen. Mir ist völlig unverständlich, dass Fahrzeuge mit so gravierenden, die Verkehrssicherheit beeinträchtigenden Mängeln noch fahren dürfen.

Wenn ich die "fahrenden" oder liegen gebliebenen Autoleichen - großteils Fahrzeuge, die in D den TÜV seit Jahrzehneten nicht mehr schaffen - sehe, wird mir, dem im ausgeübten Beruf die Sicherheit als oberstes Gebot gilt, ständig schlecht...

.g Radeberger Veröffentlicht: 12. Juli 2017 03:13:11

"Immerhin sind sieben Technikeinheiten eingesetzt, die rund 600.000 Quadratmeter Müll bewegen müssen. "

Wieviel Höhenmeter sind denn auf den 600.000 Quadratmetern? Wenn man das wüßte und auch wüßte, wieviel im Wald rumliegt und wie hoch das künftige Müllaufkommen so mit Mülltrennung wäre, dann könnten schlaue Leute ausrechnen, ob sich eine Müllverbrennungsanlage mit Stromerzeugung und einer durch Abwärme gespeisten Gärtnerei lohnen würde.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Juli 2017 07:56:34

... diese schlauen Leute gab es schon und die sind auch schon zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich lohnt ...

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 12. Juli 2017 18:55:48

@Deutscher Flieger in Kaliningrad eingetroffen
Nichts davon in unserer hiesigen Presse, da kann man sich seinen Teil denken.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. Juli 2017 19:37:33

... dafür gibt es ja alternativ "Kaliningrad-Domizil", "russland.news" und den "St. Petersburger Herold". Wenn die deutschen Medien in Deutschland immer über alles und auch real berichten würden, hätte ich bald mehr Freizeit ...

kgd .ru Veröffentlicht: 14. Juli 2017 00:41:43

[14.07.2017 – Sie sind deutscher Tourist in Kaliningrad?
… und Sie wollen einen der vielen, vom russischen Staat eingerichteten Fußgängerüberwege nutzen, um von einer Straßenseite auf die andere in Sicherheit zu gelangen? Dann sollten Sie aufpassen, ...]

Nein, ich bin Tourist aus Ösistan! Aber die in letzter Zeit überall neu errichteten Zebrastreifen (Fußgängerübergänge) mit den dazugehörenden Bodenwellen und gut sichtbaren Verkehrsschildern finde ich vorbildlich - echt super! Endlich werden die Raser zwangsweise abgebremst und es wird etwas ruhige in der Nähe der Übergänge.

Das ist leider in Europa nicht überall so. Dort schrecken die meisten Bürgermeister vor solchen Maßnahmen zurück, fürchten um den Verlust von Wählerstimmen... Mit Schrecken denke ich da an Italien, wo eines meiner Kinder am Fußgängerübergang von einem rücksichbeinahe überfahren wurde... Mein Aufrichtiger Dank an alle, die für die neu markierten Übergänge und Bodenwellen im Kaliningrad Gebiet verantwortlich sind!

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 14. Juli 2017 00:45:55

... und schon muss ich Ihre Euphorie ausbremsen, denn die Stadt wird die Bodenschwellen wieder entfernen. Sie haben durch die Vibrationen negativen Einfluss auf die Gebäude längs der Strasse.

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. Juli 2017 18:51:08


"13.07.2017 – Kaliningrader Innenverwaltung will „Zivilstrukturen“ beim Migrationsdienst liquidieren"

Ich würde sagen, eine kluge Entscheidung dieser neuen Leiterin. Wenn man so das Foto betrachtet, sieht die Frau Podpolkownik auch ziemlich resolut aus.

.g Radeberger Veröffentlicht: 14. Juli 2017 19:04:09

"Aber die in letzter Zeit überall neu errichteten Zebrastreifen (Fußgängerübergänge) mit den dazugehörenden Bodenwellen ..."

Kaliningrad sollte diese Bodenwellen beibehalten. Es ist nur eine kurze Zeitspanne, dann haben sich alle daran gewöhnt. In ganz Niederlanden sind diese Bodenwellen an Fußgängerüberwegen oder vor Hauptstraßen. Das klappt wunderbar. Warum? Die Niederländer haben verstanden, daß das sonst seeehhrr teuer werden kann. Achsen, Radlager, Stoßdämpfer, und noch einige andere Teile an so einem schnellen Auto sind für glatte Straßen gemacht, wenn man schnell fahren will. Ansonsten gibt es eben teure Schäden. Ich habe das in den Niederlanden kurz hinter Venlo erlebt, als ein schneller Deutscher mit seinem gar nicht so alten Auto angebrettert kam, mit der Frontschürze aufsetzte und der Fahrer ein paar Meter weiter anhielt und sich den Schaden besah. Sein Gesichtsausdruck war eine geballte Faust.

kgd .ru Veröffentlicht: 15. Juli 2017 00:52:36

[...die Stadt wird die Bodenschwellen wieder entfernen. Sie haben durch die Vibrationen negativen Einfluss auf die Gebäude längs der Strasse...]

Ein sehr schlechtes Argument. Sind die Gebäude wirklich so desolat, dass sie mit 5 km/h fahrende Autos nicht mehr verkraften? Das ist doch lächerlich. So gut wie alle Autos bremsen nämlich vorher stark ab und fahren mit Schritttempo über die etwa 7-10 cm hohen Gummiwellen. Temporeduktion steigert die Sicherheit und senkt zugleich den Lärm gravierend.

Bei der überwiegenden Anzahl der in Kaliningrad verkehrenden Fahrzeuge können doch Stoßdämpfer gar nicht mehr kaputt gehen. Wer jemals die Taxis nutzte (900.000 km am Tacho = normalno), weiß wie sich russische "Federung" anfühlt. Überfahrene, tote Fußgänger und leider auch viele tote Kinder, sollten uns wachrütteln. Häuser, welche durch Gummischwellen und Schritttempo Schaden erleiden, sollten besser zusammenfallen oder abgerissen werden.

Meines Erachtens ist dies seit Jahren die beste Aktion.

Frank Werner Veröffentlicht: 15. Juli 2017 19:01:06

@Kaliningrader NGO verliert Titel „Ausländischer Agent“
"... überprüft und festgestellt, dass die NGO keine politische Arbeit mehr durchführt und auch keine finanziellen Mittel aus dem Ausland, weder direkt noch indirekt erhält. Damit sind die Voraussetzungen für eine Aberkennung des Titels erfüllt."

... und wahrscheinlich keine Arbeit mehr durchgeführt, da kein Geld mehr da ist. Wahrscheinlich wieder ein "Störenfried" weniger....

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 15. Juli 2017 20:48:16

... die Organisation arbeitet - keine Sorge.

.g Radeberger Veröffentlicht: 17. Juli 2017 19:41:43

"Er nannte das Beispiel von Iwan Kaljajew, einem Terroristen, der im Februar 1905 den Großfürsten Sergej Alexandrowitsch ermordete."

Nun ist ja die Frage, wer war der Iwan Kaljajew. Warum hat er den Blaublütigen ins Jenseits geschickt?
Genauso die Frage, wer war der Großfürst. Was zeichnete ihn aus, daß er von Kaljajews Hand sterben mußte.

Und die dritte Frage wäre, auf welcher weltanschaulischen Basis steht der Historiker heute, der diese Einschätzungen so getroffen hat. Da gibt es ja die irrsten Wandlungen bei Menschen, die früher einmal sogenannte Vorzeigekommunisten gewesen sein wollen und heute auf Knien hinter dem Popen her rutschen und nach Väterchen Zar lechzen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 17. Juli 2017 20:17:50

Dieser Mann ist Leiter des Instituts für strategische Forschungen der Russischen Föderation: https://riss.ru/. In vielen strategischen Fragen (nationalen und internationalen) arbeitet dieses Institut dem russischen Präsidenten direkt zu und es untersteht auch dem Präsidenten direkt. Interessant an dieser Meldung ist, dass sie von einem Kaliningrader Informationsportal übernommen wurde, obwohl es sich ja um eine föderale Nachricht handelt ... Wer also da welcher Terrorist oder Fürst war, spielt bei dieser Meldung eine völlig untergeordnete Rolle. Wichtig war die Information, dass geographische Bezeichnungen politisch nicht mehr aktuell sind.

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. Juli 2017 01:32:35

"..., , dass geographische Bezeichnungen politisch nicht mehr aktuell sind."

Was war an der Meldung "geographisch"? Das Straßenschild?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. Juli 2017 07:29:23

ja.

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. Juli 2017 01:42:42

22.07.2017 – Illegalen Bussen wird der Kampf angesagt
22.07.2017 – Polizist verkauft beschlagnahmte Waffen
21.07.2017 – Wieder Korruptionsfall in der Kaliningrader Gebietsregierung
i tak daleje.

Kaliningrad läßt aber auch wirklich nichts aus.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. Juli 2017 07:28:05

... tja, wir versuchen den internationalen Anschluss nicht zu verpassen.

kgd .ru Veröffentlicht: 24. Juli 2017 00:54:49

[23.07.2017 – Russischer Sparkassen-Chef will Bargeld in Kaliningrad abschaffen...]

Das wird vermutlich schneller als alles Andere umgesetzt sein. Es gibt nämlich bereits viele, die haben schon jetzt keines mehr.

PS: Сбербанк.
SBERBANK ist in Österreich offizieller Sponsor der ENNSTAL-CLASSIC, einer der vier bedeutendsten Oldtimer-Veranstaltungen Europas. Siegfried Wolf, der österreichische Top-Manager und oberster Mitarbeiter von Gorki Automobilny Zavod, steuerte auch heuer wieder den komplett neu aufgebauten russischen Rennwagen ГАЗ ГЛ-1 aus 1938. Von diesem Modell existieren insgesamt nur 2 Stück. Ich konnte ihn hautnah fotografieren und erleben, wie er über die steirischen Alpenpässe eilte...

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