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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe November 2016

Mi, 30 Nov 2016 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe November 2016
Das „Kaliningrader Tageblatt“ informiert täglich über aktuelle Ereignisse in der Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft der Region und der Stadt Kaliningrad.
 
 

30.11.2016 – Großteil der Probleme in Ostseeflotte beseitigt
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu informierte, dass im Verlaufe der Kontrollen seit Juni 2016 festgestellt wurde, dass ein Großteil der Mängel in der Ostseeflotte beseitigt worden ist. Die durchgeführten operativen Überprüfungen der Gefechtsbereitschaft und die Kontrolle der planmäßigen Gefechtsausbildung haben gezeigt, dass die Ostseeflotte in der Lage ist die Aufgaben zu erfüllen, für die sie vorgesehen ist. Es sei daran erinnert, dass im Juni 2016 ein Großteil des Führungsbestandes der Ostseeflotte abgelöst worden ist. Im Rahmen einer Inspektion wurde eine Vielzahl von Mängeln in allen Bereichen der Ostseeflotte festgestellt, die die Einsatzbereitschaft der Flotte in Frage stellten.
 
 
30.11.2016 – Ehemaliger Kaliningrader Gouverneur bald FSB-Chef in Russland?
In russischen Medien haben Spekulationen über einen möglichen neuen Chef des föderalen Sicherheitsdienstes FSB begonnen. Als einer der möglichen Kandidaten auf diesen Posten wurde Jewgeni Sinitschew, der ehemalige FSB-Chef des Kaliningrader Gebietes und kurzzeitige Gouverneur des Kaliningrader Gebietes genannt. Diese Schlussfolgerungen werden hervorgerufen durch eine Reihe von Aktivitäten des Inneren Sicherheitsdienstes des FSB gegenüber anderen staatlichen Strukturen im Rahmen der Korruptionsbekämpfung. Die Medien gehen davon aus, dass Jewgeni Sinitschew, der erst vor kurzem zum Stellvertretenden FSB-Chef ernannt wurde, auch Leiter der Inneren Sicherheit des Sicherheitsdienstes ist und in dieser Eigenschaft sich auf neue Funktionen vorbereitet.
 
 
30.11.2016 – Die Omas bezahlen – so der Kaliningrader Staatsanwalt
Der Kaliningrader Staatsanwalt Sergej Tabelski informierte, dass die Babuschkis immer pünktlich ihren Zahlungsverpflichtungen für kommunale Dienstleistungen nachkommen. Sie haben Angst, dass man ihnen sonst die Wohnung kündigt. Und die Omi´s wissen auch, dass heute für unbezahlte Rechnungen Strom, Wasser und Gas abgeschaltet werden. Nicht zahlen tun die asozialen Elemente der Gesellschaft oder einfach nur die, die keine Lust haben für diese Dienstleistungen zu bezahlen. Der Staatsanwalt forderte die Zuständigen auf, mit den Schuldnern rechtzeitig Gespräche zu führen und die Konsequenzen aufzuzeigen, damit die Schulden nicht zu einer Summe anwachsen, die zur Privatinsolvenz führen. Allerdings zeigte der Staatsanwalt auch Verständnis für einige, die nicht zahlen, denn oftmals sind die Zahlungsquittungen so unverständlich, dass niemand weiß, wofür bezahlt wird – und eben deshalb wird nicht bezahlt. Nach Angaben des Ministeriums für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft schulden die Kaliningrader den Dienstleistungsbetrieben alleine für Heizleistungen 1,1 Milliarden Rubel.
 
 
30.11.2016 – Vom Outsider zum Insider
Der ehemalige Stellvertretende Leiter der Strafkolonie Nr. 7 in Gwardejsk, der 35jährige Pawel Kolywanow, wurde zu 15 Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, Insassen der Strafanstalt zu Bauarbeiten an seinem Privathaus gezwungen zu haben. In den Jahren 2014-2015 mussten 12 Verurteilte Bauarbeiten an seinem Privathaus in Snamensk. Er sparte dadurch 90.000 Rubel ein.
Anm. UN: 90.000 Rubel sind nach heutigem Kurs rund 1.300 Euro. Dafür jetzt 15 Monate einzusitzen ist schon ein hartes Los. Bleibt nur zu hoffen, dass er während seiner Haftzeit nicht auch zu illegalen Bauarbeiten herangezogen wird.
 
 
30.11.2016 – Weihnachten kommt früher in Kaliningrad
Kaliningrad feiert zweimal Weihnachten – das katholische und das russisch-orthodoxe Weihnachten. Die Stadtverantwortlichen haben sich nun diesmal erstmalig entschlossen, die weihnachtliche Gestaltung der Straßen und Plätze zeitlich vorzuziehen, damit auch zum katholischen Weihnachten bereits festliche Stimmung aufkommt. So wird die Stadt bereits am 10. Dezember, also 10 Tage früher als bisher üblich, in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Abgebaut wird die Weihnachtsdekoration erst am 20. Januar.  
 

29.11.2016 – „Königsbäcker“ nun auch in Moskau
Die bekannte Kaliningrader Konditoreikette „Königsbäcker“ hat ihre erste Franchise-Filiale in Moskau eröffnet. Die Verhandlungen dauerten rund sechs Monate. Ein Vertreter von „Königsbäcker“ informierte, dass man selber kaum Aktivitäten für den Verkauf von Franchise-Genehmigungen entfalte. Die Mehrzahl der Franchise-Partner war in Kaliningrad und hat Gefallen an dem Format gefunden und sich selber an die Firma gewandt, um Vertragspartner zu werden.
 
 
29.11.2016 – Gouverneur bildete Kaliningrader Kulturrat um
Eine bemerkenswerte Änderung im Kaliningrader Kulturrat nahm der Gouverneur Anton Alichanow vor. Von bisher 25 Mitgliedern wurde der Kulturrat auf 12 Mitglieder gestutzt. Aus dem Bestand des alten Kulturrates verblieben der Rektor der Kant-Universität, ein Professor der Kant-Universität, eine Mitarbeiterin des Kulturministeriums und die Direktorin des Meeresmuseums. Als neue Mitglieder wurden der regionale Kulturminister, der Kaliningrader Chefarchitekt, die Direktorin des Kunstgalerie, der Direktor des Schauspielhauses und zwei weitere Personen aufgenommen. Die bemerkenswerteste Ernennung war der Dramaturg und Schriftsteller Jewgeni Grischkowez, der bereits zu Zeiten des Gouverneurs Georgi Boos Mitglied des Kulturrates war und aus diesem nach Amtsantritt des Gouverneurs Zukanow ausgeschlossen wurde. Er kommentierte damals: „Das ist alles nur Bürokratie und ich will dafür nicht mein schaffendes Leben vergeuden.“ Interessant ist auch, dass in den neuen Kulturrat der ehemalige Leiter des Projektes „Herz der Stadt“ nicht mehr aufgenommen wurde. Dieses Projekt sah die Wiedererrichtung der Altstadt nach altdeutschem Muster vor. Ebenfalls ausgeschieden ist Boris Bartfeld, Kaliningrader Schriftsteller und bekannt für seine Nähe zur deutschen Kultur.
 
 
29.11.2016 – Welche Pläne hat die Europäische Union?
Diese Frage will Russland im Zusammenhang mit dem geplanten Ausstieg Litauens aus dem bisherigen, noch aus sowjetischen Zeiten stammenden, Energieverbundnetz klären. Russland nutzte hierzu den Besuch des Vizepräsidenten der Europakommission für den Energieverbund in Moskau. Der russische Energieminister Nowak erklärte, dass Russland bereit ist, den Dialog zu Fragen der Energiekooperation und der atomaren Zusammenarbeit wieder aufzunehmen. Russland erwartet nun von der Europäischen Union eine Antwort, ob die baltischen Länder, hierbei insbesondere Litauen, aus dem gemeinsamen Energieverbund ausscheiden, denn in Moskau ist bekannt, dass ein derartiges Ausscheiden gegenwärtig durch die EU durchgespielt und finanziert wird. Von Seiten des russischen Energieministeriums wurde bekannt, dass man über Gesprächskanäle zur Europäischen Union verfüge, Gespräche mit den baltischen Staaten aber nicht möglich sind.
Russland ist weiterhin an einer Wiederaufnahme der atomaren Zusammenarbeit interessiert und erinnerte daran, dass diese Zusammenarbeit nach 2014 eingestellt wurde. Weiterhin wurde daran erinnert, dass im Bereich der EU noch 13 Atomkraftwerke sowjetischer Bauart aktiv sind. Mit dem Bau eines Atomkraftwerkes der neuen Generation in Kaliningrad könnte hier Abhilfe geschaffen werden. Der Bau eines Atomkraftwerkes in Kaliningrad macht aber nur Sinn, wenn es auch externe Abnehmer gebe. Der Bedarf des Kaliningrader Gebietes stellt nur einen kleinen Bruchteil dessen dar, was an Kapazität vorhanden wäre.
 
Karte: Energieverbund im Osten Europas – kurz vor dem „AUS“
 

 

28.11.2016 – Patriarch Kirill weihte neue Kirche ein
Am Samstagabend traf im Kaliningrader Gebiet der russische Patriarch Kirill zu einem offiziellen Besuch ein. Besuche des Patriarchen zum Ende des Jahres sind bereits eine jahrelange Tradition, da Kirill hier als Kirchenfürst bis zu seiner Ernennung in die heutige Funktion tätig war. Sein jetziger Besuch diente der Weihung der neuen Kirche „Allerheiligen“ in Gussew. An der Zeremonie nahmen der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow und sein Vorgänger Nikolai Zukanow teil. In der zweiten Reihe der Gäste war der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk zu sehen.
 
 
 
28.11.2016 – Klage gegen Besitzer „Haus der Räte“
Die Stadtverwaltung Kaliningrad hat gegen die Besitzer des Hauses der Räte Klage bei Gericht eingereicht. Mehrheitsbesitzer ist die Firma „ProtoStroi“. Gegenstand der Klage ist die Forderung nach Beendigung des Vertrages zur Pacht des Grundstückes, auf dem das Gebäude steht. Dieser Vertrag wurde am 18.08.2005 abgeschlossen. Weiterhin soll das Gericht den Mehrheitsbesitzer zum Abschluss eines neuen Pachtvertrages zu neuen Bedingungen, die von der Stadtverwaltung vorgegeben werden, verurteilen. Die Gerichtsverhandlung findet am 12. Dezember im Arbitrage-Gericht von Kaliningrad statt.
 
 
28.11.2016 – Militär will Eisenbahnstrecke in Kaliningrad bauen
Das russische Verteidigungsministerium plant im Jahre 2017 durch Einsatz seiner Eisenbahntruppen im Kaliningrader Gebiet mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke von der Station „Druschnoje“ zum Militärflughafen „Schkalowsk“ zu beginnen. Darüber informierte am vergangenen Samstag der stellvertretende Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow. Der Plan dafür sei bereits bestätigt. Neben den Bauarbeiten zur Umgehung des ukrainischen Gebietes im Süden Russlands, werden die Eisenbahntruppen eine neue Strecke zum rekonstruierten Militärflugplatz Schkalowsk bauen. Insgesamt werden im kommenden Jahr 25 Kilometer Eisenbahnstrecke gebaut. Diese führen zu neuen Lagern für Raketen und Munition in den Militärbezirken WEST, ZENTRAL und OST.
 
Karte: Eisenbahnhaltepunkt Druschnoje und Miliärflugplatz Schkalowsk am Stadtrand von Kaliningrad
 
28.11.2016 – Kaliningrad plant Bau einer Käseproduktion
Das regionale Landwirtschaftsministerium informierte, dass man gegenwärtig die Möglichkeiten für den Bau eines Werkes zur Herstellung von Schnittkäse prüfe. Der Bau eines derartigen Werkes wäre ein weiterer Anreiz für die Entwicklung der Milchproduktion im Kaliningrader Gebiet. Im Jahre 2015, so informierte die Landwirtschaftsministerin, wurden 170.000 Tonnen Milch erzeugt. Für 2016 rechnet man mit einer Wiederholung dieses Ergebnisses. Um den Gesamtbedarf des Gebietes zu decken, fehlen gegenwärtig noch 110.000 Tonnen. In der Meldung wird hervorgehoben, dass im September im Hotel-Restaurant „Deutsches Haus“ in der Stadt Neman eine Käserei eröffnet wurde. Dort werden die Sorten „Alpen“, „Hollandischer“ und „Tilsiter“ hergestellt.
 
 
28.11.2016 – Ausländische Fluggesellschaften kommen zur Weltmeisterschaft
Der Generaldirektor des Kaliningrader Airports Chrabrowo ist davon überzeugt, dass ausländische Fluggesellschaften ihr Interesse an einer Flugverbindung im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft entdecken werden. Und je näher die Weltmeisterschaften rücken, umso aktiver wird man sich um Start- und Landerechte bemühen – so Alexander Koratny. Er informierte, dass einige ausländische Fluggesellschaften schon 2017 nach Kaliningrad zurückkommen werden (Anm. UN: bekannt ist bisher nur die polnische LOT). Er nannte als mögliche Fluggesellschaften die AirBaltic und die Czech Airlines. Aber auch die SAS hat sich wieder, diesmal zum vierten oder fünften Mal gemeldet. Eine Vereinbarung kam aber nicht zustande – so der Generaldirektor. Der Generaldirektor erinnerte daran, dass es für eine Rückkehr ausländischer Fluggesellschaften wichtig ist, die Start- und Landebahn in einem rekonstruierten Zustand zu haben. Für ausländische Fluggesellschaften ist es interessant, Kaliningrad in den Abendstunden anzufliegen und am nächsten Tag in den Morgenstunden auf ihre Heimatflughäfen (HUB) zurückzukehren, damit die Passagiere dort ihre Anschlüsse erreichen. Der Generaldirektor ist weiterhin überzeugt, dass es in den nächsten zwei, drei Jahren nicht möglich ist, eine eigene Fluggesellschaft zu gründen. Deshalb baut man für die innerrussischen Flüge auf russische Fluggesellschaften. Ob Kaliningrad als Basisflughafen für eine russische Fluggesellschaft von Interesse ist, wird sich erst nach Abschluss der Rekonstruktion des Gesamtkomplexes des Airports zeigen.
 
 
28.11.2016 – Baufirmen drosseln ihr Engagement
Das aktuelle Jahr 2016 hat sich für die Kaliningrader Baufirmen als schweres Jahr dargestellt. Und auch in Richtung 2017 schauen die Baufirmen mit wenig Optimismus. Eine Analyse des Immobilienmarktes zeigt, dass die Nachfrage erheblich zurückgegangen ist. Die Mitarbeiterin einer großen Kaliningrader Baufirma informierte, dass die Nachfrage im ablaufenden Jahr um 40 Prozent und der reale Verkauf um 25 Prozent rückläufig sind. Gründe hierfür sind in erster Linie in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation, den stagnierenden oder rückläufigen Einkommen und den Zinsen für Hypothekenkredite zu suchen.
 
 

27.11.2016 – Gewässer-Tourismus immer mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit
Anscheinend hat die Kaliningrader Gebietsregierung die bisher ungenutzten und vielleicht auch nicht völlig richtig erkannten Möglichkeiten des Wasser-Tourismus endlich richtig eingeordnet. So erklärte der Regionalminister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak, dass man nun beginnen werde, die Uferanlagen am Deima-Fluss im Bereich der Kreisstadt Polesk instandzusetzen. Die Kosten für die Erarbeitung einer entsprechenden Projektdokumentation belaufen sich nach seinen Worten auf 14 Mio. Rubel. In der Gebietsregierung hofft man, diese Gelder über spezielle föderale Förderprogramme erhalten zu können. Der Minister informierte, dass es entsprechende positive Signale bereits gebe.  
 
 
27.11.2016 – Yachthafen am Fluss Trostjank 2017 bereit
Die Kaliningrader Gebietsregierung geht davon aus, dass der neue Yachthafen in Selenogradsk am Fluss Trostjank im kommenden Jahr seine Serviceleistungen für Wassersportler anbieten kann. Diese Hoffnung verbreitete der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur Ende der Woche. In den kommenden zwei Wochen soll es eine neue Vereinbarung mit einem Investor geben und dieser soll garantieren, dass im Jahre 2017 die ersten Yachten den Hafen anlaufen können. Der Investor wird die „Andock-Stationen“ und die gesamte notwendige Infrastruktur schaffen. Der Ausbau der Hafeninfrastruktur in Selenogradsk wird aus föderalen Fördermitteln und im Rahmen von Zielentwicklungsprogrammen mit einer Summe von 360 Mio. Rubel finanziert.
 
 
27.11.2016 – Strafgefangene werden ausgelagert – verspricht der Strafvollzug
Die Strafvollzugsbehörde des Kaliningrader Gebietes hat versprochen, die Strafvollzugseinrichtung im Schloss Tapiau im Jahre 2017 frei zu ziehen und die dort befindlichen Personen in andere Einrichtungen zu verlegen. Nach dem Freizug wird die Immobilie der Kaliningrader Gebietsregierung übereignet. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow im Ergebnis einer operativen Besprechung Ende der Woche. Allerdings ließ er Zweifel an diesem Termin durchblicken, denn ein neues Gebäude zu bauen kommt schon aus rein finanziellen Überlegungen nicht in Frage und die Verlegung selber erfordert eben freie Plätze in anderen Einrichtungen. Im Vorfeld hatte die regionale Ministerin für Landwirtschaft informiert, dass die Strafvollzugsbehörde bereit ist, dem Kaliningrader Gebiet 2.000 Hektar ungenutzter landwirtschaftlicher Fläche zu übereignen, wenn sie im Gegenzug dafür Lebensmittel erhält. Die Strafvollzugsbehörde verfügt noch über weitere 4.000 Hektar Fläche, die aber, aufgrund der „Naturbelassenheit“, für eine landwirtschaftliche Nutzung nur unter größeren Aufwendungen wieder urbar gemacht werden kann.
 
 
27.11.2016 – Kaliningrader Landwirtschaft will Zwiebeln und Knoblauch anbauen
In Kürze werden die landwirtschaftlichen Anbauflächen im Kaliningrader Gebiet für den Anbau von Zwiebeln und Knoblauch erweitert. Es werden hierfür sowohl offene Anbauflächen, wie auch Gewächshäuser genutzt. Wie das regionale Landwirtschaftsministerium mitteilte, sollen auf 200 Hektar Fläche dieses unentbehrliche Gemüse angepflanzt werden. Weiterhin wird die Anbaufläche für Mohrrüben um 150 Hektar erweitert. Was eine weitere Intensivierung des Anbaus von Kartoffeln und anderen Gemüsesorten anbelangt, so wird dies erst erfolgen, wenn es in Kaliningrad neue Verarbeitungsmöglichkeiten für diese landwirtschaftlichen Erzeugnisse gibt. Die Bauarbeiten für entsprechende Verarbeitungsbetriebe haben bereits begonnen. Im Jahre 2016 erwartet man eine Gemüseernte auf offenen Ackerflächen von über 60.000 Tonnen.
 
 
27.11.2016 – Gusew nicht voll bereit für den Besuch des Patriarchen
Leider ist es nicht gelungen, die Fußgängerbrücke über den Fluss Pissa bis zum Besuch des Patriarchen Kirill am heutigen Sonntag fertigzustellen. Dies stellte mit Bedauern der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow fest. Allerdings ist es so, dass entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen, die Baufirma hierfür bis zum 31. Dezember Zeit hat. Alichanow kommentierte gleichzeitig den Abriss eines alten Gebäudes, welches den Blick auf die neue Kirche versperrte. Es handelt sich hierbei nicht um einen Willkürakt, sondern um eine geplante Maßnahme. Das Gebäude gehört dem russischen Militär und diente als Wehrkreisamt. Mit dem Abriss war man dort einverstanden.
 
Karte: Kreis Gusew mit der Kreisstadt Gusew, dem ehemaligen deutschen Gumbinnen
 
 
27.11.2016 – Kaliningrad hat Selbstversorgung bei Fleisch und Kartoffeln erreicht
Eine der wichtigsten Aufgaben besteht in der Schaffung aller wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Selbstversorgung des Kaliningrader Gebietes mit landwirtschaftlichen Grundnahrungsmitteln. Zum auslaufenden Jahr 2016 konnte das regionale Landwirtschaftsministerium nun verkünden, dass die Versorgung der Kaliningrader Bevölkerung mit Kartoffeln und Fleisch aus eigener Produktion gewährleistet ist. Die Versorgung mit Eiern aus eigener Produktion ist zu 82 Prozent realisiert, Milchprodukte mit 75%, Gemüse mit 57%, Früchte und Beeren mit 51%. Im Regionalministerium geht man davon aus, dass zum Jahre 2020 die komplette Eigenversorgung bei Eiern erreicht wird, bei Milch mit 90%, Gemüse mit 75% und Früchte und Beeren mit 70%.
 
 

26.11.2016 – Minister für Tourismus und Kultur mit Optimismus
Andrej Jermak, Regionalminister für Tourismus und Kultur glaubt, dass man jährlich bis zu 100.000 Touristen nach Kaliningrad locken kann, die die angelaufene Rekonstruktion der Infrastruktur an den Wasserläufen, Häfen und Marina nutzen wollen. Er wähnte in diesem Zusammenhang die Marina, welche in Pionersk errichtet wird. Gerade diese Art von Tourismus entwickelt sich weltweit am schnellsten – so der Minister. Und wenn ein neuer Tourismushafen auf der Weltkarte auftaucht, so wird dieser auch Neugierige anlocken.
 
 
26.11.2016 – In Erwartung des Patriarchen Kirill – Gouverneur outet sich
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow wird am Gottesdienst teilnehmen, den der Patriarch Kirill während seines Aufenthaltes an diesem Wochenende in Gebiet Kaliningrad in der neuen Kirche in Gusew abhalten wird.
„Ja, ich werde am Gottesdienst teilnehmen. In mir fließt griechisches, grusinisches und russisches Blut. Was fehlt noch? Ach, ich bin rechtgläubig“, - so der Gouverneur.
Der Gouverneur hatte die Leiter der Kommunen aufgefordert, am diesem Wochenende besonderes Augenmerk auf den Zustand der Straßen zu legen, die der Konvoi des Patriarchen passieren wird, wenn er zum Gottesdienst nach Gusew fährt. Geplant ist der Gottesdienst unter Leitung des Patriarchen Kirill am Sonntagvormittag.
 
26.11.2016 – Gouverneur erbost über die Besitzer des „Hauses der Räte“
Während eines Treffens mit Chefredakteuren regionaler Medien in Kaliningrad informierte der Gouverneur Anton Alichanow, dass bisher immer noch nicht alle Streitigkeiten um das Grundstück entschieden sind, auf dem sich die Überreste des Königsschlosses befinden. Die Besitzer des Hauses der Räte streiten sich mit der Stadt vor Gericht. Die Gebietsregierung steht auf Seiten der Stadt, weil die Besitzer der Bauruine in all den vielen Jahren nichts getan haben, was man vorzeigen könnte. Auch die Frage des Verkaufs stand. Gekauft haben die jetzigen Besitzer dieses Gebäude für einige Millionen Rubel und jetzt versuchen sie das Gebäude für einige dutzend Millionen Euro wieder zu verkaufen – so der Gouverneur zu den Journalisten. Anton Alichanow hofft auf einen baldigen Abschluss der Gerichtsprozesse und den Beginn der Arbeiten am Gebäude. Die Investoren, mit denen gegenwärtig Gespräche geführt werden, werden strenge Auflagen erfüllen müssen – sowohl zur Fassadengestaltung wie auch zur Gestaltung des gesamten Umfeldes. Dieser Platz - so Alichanow – ist viel zu wichtig und wir werden auch nach der Meinung der Bevölkerung fragen.
 
 
26.11.2016 – Bürgermeister hatte göttliche Eingebung
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk hatte eine göttliche Eingebung – so berichtete er in seinem wöchentlichen Auftritt im TV-Kanal „Kaskad“. Der Gedanke, alle Haltestellen im Personennahverkehr zu erneuern kam ihm, als er einen Gottesdienst in der Kirche besuchte. Nach dem Ende des Gottesdienstes wollte er nach Hause, aber sein Fahrzeug war nicht da und er musste bei strömendem Regen zur nächsten Bushaltestelle, die aber auch kein Wartehäuschen hatte. Und hier hatte er, völlig durchnässt, die Eingebung, dass man etwas tun muss, damit auch die anderen Hundertausende von Fahrgästen nicht nass werden. Im kommenden Jahr beginnt die Stadt mit der Umsetzung der göttlichen Idee. Vorstellungen gehen dahin, nicht einfach nur Unterstellmöglichkeiten zu schaffen, sondern die Haltestellen zu kleinen Business-Zentren zu machen, mit Sitzgelegenheiten, Bankautomaten, kleinen Imbiss-Ständen, Zeitungskiosken und ähnlichem. Parallel geht der „Verkauf“ von Bezeichnungen für die Haltestellen in Kaliningrad. Mit diesen Einnahmen sollen ein Teil der Kosten eingebracht werden. Insgesamt ist der Bau von 100 Haltestellen geplant. Die alten Haltestellenausrüstungen werden an den Stadtrand verbannt und können dort noch Dienste leisten.
 
 
26.11.2016 – Kein Premierminister für Kaliningrad
Der Gouverneur Anton Andrejewitsch Alichanow hat während eines Treffens mit Chefredakteuren regionaler Medien erklärt, dass er keinen Premierminister ernennen wird. Die Funktion des Gouverneurs und des Premierministers sollten, nach seiner Meinung, in einer Hand vereint sein. „Ich sehe keine Notwendigkeit einen Gouverneur und einen Premierminister zu haben. Ich werde beide Funktionen ausfüllen. Zu mir kommen häufig meine Stellvertreter und meinen, dass sie eigentlich die Funktion eines Premierministers ausüben. In der letzten Woche waren das mindestens vier solcher Gespräche. Dass es weitere Personalveränderungen in der Regierung geben wird, schloss der Gouverneur nicht aus, aber es wird keinen Premierminister geben.
 
 
26.11.2016 – Zentraler Busbahnhof erhöht Sicherheit für Passagiere
Der Zentrale Busbahnhof in Kaliningrad, gelegen am Kalininplatz, gleich neben dem Südbahnhof, erhöht seine Sicherheitsvorkehrungen gegen mögliche terroristische Anschläge. Im Abfertigungs- und Kassengebäude werden moderne Metallrahmen-Detektoren aufgestellt, die, wie internationaler Standard, die Bürger nach verbotenen Metallgegenständen durchleuchten. Damit setzt man die neuesten Forderungen der russischen Gesetzgebung um. Die neuen Rahmen sind bereits aufgestellt und die Testierung hat begonnen. Die Kaliningrader Bürger haben den neuen Maßnahmen Verständnis entgegengebracht. Im Dezember werden dann weitere Metalldetektoren im Abfertigungsbereich des Busbahnhofes aufgestellt. Weiterhin ist das gesamte Gebiet des Busbahnhofes nun mit einem Zaum komplett umgeben und man kann das Gelände nur noch durch die dafür vorgesehenen Ein- und Ausgänge betreten und verlassen. Das gesamte Territorium des Bahnhofes ist mit 50 Videokameras ausgestattet worden. Weiterhin wurde informiert, dass alle Busse die im internationalen Verkehr eingesetzt werden, dass russische Navigationssystem GLONASS installiert wird. Begonnen wird damit Anfang 2017. Das neue System gestattet die Überwachung der Bewegung des Busses, aber auch mögliche Störungen im Fahrplan.
 
 
26.11.2016 – Gouverneur fordert Erhalt der „Gartenstadt Kaliningrad“
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den Erhalt der „Gartenstadt Kaliningrad“ gefordert. Er bezog sich mit seinen Äußerungen auf das Projekt „Herz der Stadt“, welches die teilweise Rekonstruktion der Königsberger Altstadt vorsieht. Er sprach sich gegen eine Stückweise Bebauung des Stadtzentrums aus. Er erinnerte, dass Königsberg eine sehr eng bebaute Stadt war. Selbstverständlich achten wir unsere historische Vergangenheit, aber die Bezeichnung „Gartenstadt“ sollte bewahrt werden und somit auch die Grünzonen – so Alichanow gegenüber Journalisten.
 
Fotomontage: Motive aus der Artilleriestraße im Norden Kaliningrads
 
26.11.2016 – Onkologisches Zentrum – Prioritätenobjekt für Gouverneur
Der Bau eines onkologischen Zentrums für Kaliningrad hat für den Kaliningrader Gouverneur absolute Priorität. Er informierte, dass gegenwärtig an einer neuen Baudokumentation gearbeitet wird, diese vermutlich Mitte 2017 vorliegt und danach werden sich Finanzmittel finden, um umgehend mit dem Bau zu beginnen. Die gegenwärtige Konzeption für ein derartiges medizinisches Zentrum kann so nicht umgesetzt werden. Sie ist viel zu aufgeblasen und für das Gebiet zu groß. Als das Projekt erarbeitet wurde, ging man davon aus, dass auch auswärtige Patienten nach Kaliningrad zur Behandlung reisen. Diese Gedanken sind jetzt nicht mehr real und das Projekt muss kleiner gehalten werden. Der Gouverneur geht beim Bau dieses medizinischen Zentrums von einer „staatlich-privaten Partnerschaft“ aus. Als interessierte staatliche Seite am Bau dieses Zentrums zeigte sich „RosAtom“.
 

25.11.2016 – Es wird Ernst mit der Tourismusförderung
Die Regionalministerin für Wirtschaft des Kaliningrader Gebietes Ninel Salagajewa informierte, dass der neue Passagierhafen, welcher in Pioniersk gebaut wird, eine Jahreskapazität von bis zu 305.000 Passagieren hat. Dieser Hafen dient der Entwicklung des Tourismus in Kaliningrad, wie auch der Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Neben den Passagieren ist der Hafen in der Lage bis zu 20.000 Tonnen Fracht jährlich abzufertigen.
 
 
25.11.2016 – Bürgermeister verteidigt Neubau am Unterteich
Der geplante Neubau eines 9-Etagen-Hauses am Unterteich ruft bei den Kaliningradern Emotionen hervor, insbesondere bei den Anwohnern des Gebietes. Der Bürgermeister verteidigt nun die Entscheidung und erinnert daran, dass bereits zu deutschen Zeiten dieses Gelände bebaut war. Damals stand auch ein hohes Gebäude am Unterteich- das ehemalige Hotel „Bellevue“. Damals viel die Höhe des Hotels weniger auf, weil es näher am abschüssigen Ufer des Unterteiches stand. Der Bürgermeister informierte, dass das Gelände bereits im Jahre 2003 verkauft wurde und eine Enteignung nicht möglich ist, da der Käufer alle gesetzlichen Bestimmungen erfüllt und pünktlich die Steuern zahlt. Es hatten mehrere Gerichtsverfahren stattgefunden, aber die Lage des Besitzers war unangreifbar. Die Stadt hat jetzt mit dem Besitzer und Bauherrn vereinbart, dass dieser noch viel für das Umfeld tut. So wird das gesamte umliegende Gebiet von ihm als Flanierzone gestaltet und der Unterteich erhält auch einen vernünftigen Bootsanlegesteg mit Bootsausleih. Weiterhin wird der Bauherr die Fassade der Schule Nr. 41 restaurieren, wo sich alte historische Elemente der Königin Luise befinden. Weiterhin wird der Investor die gesamte Uferzone des Unterteiches rekonstruieren. Weiterhin wird er den Fußgängerweg zur Straße 9. April instandsetzen und mehrere öffentliche Anhörungen für die Bevölkerung durchführen. Im Gebäude selber wird eine Konditorei nach altem Königsberger Vorbild eingerichtet.
 
 
25.11.2016 – Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer …
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk zeigte sich enttäuscht über die Hauptinstandsetzung der Brücke in der Suworow-Straße. Die Instandsetzung ist missglückt – so sein Kommentar. Der Auftragnehmer hat die an ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllt und deshalb wird er auch kein Geld bekommen. „Leider hat man uns reingelegt. Wie so häufig haben Leute aus Russland die Ausschreibung zur Instandsetzung gewonnen, denen es im Großen und Ganzen völlig egal ist, was sie da für die Kaliningrader machen“, - so Jaroschuk. Zum Glück ist es so, dass die Stadt bisher keine nennenswerten Summen an den Auftraggeber überwiesen habe. Gegenwärtig laufen Gerichtsprozesse und wie es aussieht, wird der Auftraggeber wohl der Stadt noch Geld zahlen müssen – so der Bürgermeister weiter. Eine Expertise nach Abschluss der Rekonstruktion der Brücke zeigte 50 Baumängel auf.
 
 
25.11.2016 – Waisenkinder suchen Eltern
Im Kaliningrader Gebiet warten 503 Waisenkinder auf ein fürsorgliches und liebendes Elternhaus. Darüber informierte die Ministerin für Soziales der Kaliningrader Gebietsregierung Angelina Maister. 75 Prozent der Kinder sind älter als 12 Jahre, 51 Prozent sind Geschwister. 32 Prozent der Kinder haben eine Behindertenstufe. Frau Maister erinnerte, dass im Jahre 2011 noch 1.385 Kinder eine neue Familie suchten.
Anmerkung UN: Russland überarbeitet gegenwärtig die gesetzlichen Festlegungen zur Adoption von Kindern. Das gegenwärtige Gesetz entspricht absolut nicht den Anforderungen einer modernen Gesellschaft – so Vertreter in der russischen Staatsduma.
 
25.11.2016 – Niedrigste Arbeitslosenquote 2016
Das Gebietsarbeitsamt informiert, dass gegenwärtig 5.001 Personen als Arbeitsuchende in der Behörde für das Kaliningrader Gebiet registriert sind. Dem gegenüber stehen 10.836 offene Stellen. Damit hat sich das Niveau der registrierten Arbeitslosigkeit um ein Prozent verringert und ist die geringste Monats-Arbeitslosigkeit im Jahre 2016. Die Arbeitslosigkeit im Kaliningrader Gebiet liegt auch unter dem gesamtrussischen Durchschnitt.
 
 
 

24.11.2016 – Neue Personalien in der Kaliningrader Gebietsregierung
In den Abendstunden des Mittwoch wurde bekannt, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow eine neue persönliche Pressesekretärin eingestellt hat. Waleria Rodina kommt aus St. Petersburg/Moskau und hat als Journalistin und Pressesekretärin einschlägige Erfahrung. Sie ist die Gattin des erst vor kurzem ernannten Leiters des Apparates der Kaliningrader Regierung Alexej Borisowitsch Rodin. Die Pressesekretärin ist dem Gouverneur direkt unterstellt und nicht Mitglied der Presseabteilung der Regierung.
 
 
24.11.2016 – Leiter Regierungsadministration gibt Erklärung zum Interessenskonflikt ab
Alexej Borisowitsch Rodin, Leiter des Apparates der Kaliningrader Gebietsregierung, hat eine Erklärung über einen von ihm vermuteten Interessenskonflikt bei der Kommission für die Koordinierung der Arbeit zur Korruptionsbekämpfung eingereicht. Entsprechend dem föderalen Gesetz „Über den Beamtendienst in der Russischen Föderation“ darf ein naher Verwandter nicht in einer Struktur arbeiten, die in direkter Unterstellung zu einem anderen Verwandten in der gleichen Struktur steht oder die von ihm kontrolliert wird. Im Falle der Einstellung der neuen Pressesekretärin des Kaliningrader Gouverneurs Waleria Rodina, dessen Ehemann Alexej Borisowitsch ist, will dieser mit dieser Erklärung an die Kommission eine eindeutige Stellungnahme über mögliche Verletzungen russischer Gesetze erreichen. Defacto untersteht die Pressesekretärin direkt dem Gouverneur und ist somit nicht Mitglied des Apparates der Regierung (also der Presseabteilung). Somit ist ein direktes Unterstellungsverhältnis oder eine indirekte Weisungsbefugnis ausgeschlossen und ein Interessenskonflikt liegt nicht vor.
 
 
24.11.2016 – Deutscher Bürger an russischer Grenze festgesetzt
Ein Deutscher Bürger ist an der russischen Grenze festgesetzt worden. Grund war eine nicht bezahlte Strafe. Der Deutsche war in Kaliningrad im betrunkenen Zustand Auto gefahren und wurde zu einer Strafe von 30.000 Rubel verurteilt. Nach dem Urteil wurden sofort die Gerichtsvollzieher eingeschaltet, die dafür sorgten, dass der Deutsche das Kaliningrader Gebiet nicht eher verlassen kann, als bis die Strafe eingezahlt war. Der Deutsche versuchte trotzdem sich seiner Verantwortung zu entziehen, kam aber nicht weit. Das System der Grenzsperre funktioniert im Kaliningrader Gebiet ausgezeichnet – wie auch russische Bürger es in vielen Fällen schon zu spüren bekamen. Der Deutsche kehrte mit seinem Fahrzeug nach Kaliningrad zurück, suchte die zuständigen Gerichtsvollzieher auf und bezahlte seine Schulden. Danach wurde die Grenzsperre aufgehoben und der Deutsche konnte das Land verlassen.
Anm. UN: Die russischen Gerichtsvollzieher haben auf ihrem Internetportal einen speziellen Abschnitt eingerichtet, wo man erfahren kann, ob Gerichtsvollzieher Ansprüche angemeldet haben und welche Sanktionsmaßnahmen gegen die Person verhängt worden sind. Die Angaben sind öffentlich zugänglich – Russischkenntnisse sind Voraussetzung. Auch die Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil“ leistet hier Hilfe – auf kommerzieller Grundlage.
 
 
24.11.2016 – Fahrzeugholding soll mehr Steuern zahlen
Der Duma-Abgeordnete für das Kaliningrader Gebiet Alexander Pjatikop hat gefordert, dass die Kaliningrader Fahrzeugholding „Avtotor“ mehr Steuern für die Grundstücke bezahlt, deren Eigentümer sie ist. Nur durch eine derartige Vorgehensweise, einer zusätzlichen finanziellen Belastung von Grundstückseigentümern ungenutzter Grundstücke, kann man das Problem der ungenutzten landwirtschaftlichen Flächen im Kaliningrader Gebiet lösen. Die Holding „Avtotor“ ist der größte Besitzer von Grundstücken im Kaliningrader Gebiet. Zu „günstigen“ Zeiten hatte die Firma alles an sich gezogen, was nur möglich war, aber selber nichts getan, um diese Flächen zu bewirtschaften. Leider, so Pjatikop, ist es nicht möglich die Firma von diesen Flächen zu enteignen – Russland lebt nicht mehr im Jahre 1917, aber über den Geldbeutel kann man Einfluss ausüben.
 
 
24.11.2016 – Verteidigungsministerium antwortet den USA
Das russische Verteidigungsministerium hat den USA auf deren gestrigen Äußerungen zur Stationierung neuer Raketensysteme im Kaliningrader Gebiet geantwortet. Das russische Verteidigungsministerium gab den USA den Rat, ihre Meinungen und Äußerungen im Zusammenhang mit der Stationierung von Raketen „Iskander“ und „S-400“ im Kaliningrader Gebiet doch besser für sich zu behalten. „Eine echte Gefahr für die Sicherheit stellt nicht Russland dar, sondern die große Anzahl von Bewaffnung und Armeeangehörigen, die nach Europa von sehr weit her gekommen sind“, - so der Sprecher des Verteidigungsministeriums Konaschenko. „Mit der Sicherheit der Russischen Föderation beschäftigt sich ausschließlich die russische Staatsführung. Deshalb sollten Sie alle Anmerkungen und Wünsche, wo, wann, durch wen und was auf dem Territorium des eigenen Landes stationiert wird, lieber für sich behalten“,- wandte er sich an die Amerikaner.
 
 
24.11.2016 – Kaliningrader Militärs erhalten neue Wohnungen
Bis Ende November werden 288 Kaliningrader Militärangehörige mit ihren Familien eine neue Wohnung erhalten. Durch das Verteidigungsministerium wurden Häuser in der ul. Osennja und Lomonossowa im Stadtteil Zentral fertiggestellt. Alle Wohnungen sind bezugsfertig, die Innenarbeiten sind vollständig abgeschlossen. Alle Wohnungen verfügen über einen individuellen Gas- und Heizungsanschluss. Auf den dazugehörigen Grundstücken wurden Sportanlagen und Kinderspielplätze eingerichtet. Weiterhin gibt es ausreichend Parkplätze für die Fahrzeuge der Bewohner.
 
 
24.11.2016 – Neuer Industrieminister in Sicht
In allernächster Zeit wird der seit Monaten nicht besetzte Stuhl des Industrieministers in der Kaliningrader Gebietsregierung wieder einen Besitzer oder auch Besitzerin haben. Darüber informierte der zuständige Vizegouverneur der Regierung Alexander Schenderjuk-Schidkow. Der bisherige geschäftsführende Stellvertreter Oleg Stupin wird wieder in seine Rolle als Stellvertreter des Ministers zurückkehren. Stupin wurde durch den Vizegouverneur für seine bisher geleistete Arbeit gelobt. „Derartige Spezialisten brauchen wir noch mehr in der Regierung“, - so die Charakterisierung durch den Vizegouverneur.
 
 
24.11.2016 – Weitere Entwicklung der Multi-Servicezentren fest eingeplant
Seit zwei Jahren läuft im Kaliningrader Gebiet der Aufbau von Multi-Servicezentren in den Kreisstädten und in der Gebietshauptstadt. Hier werden staatliche oder kommunale Dienstleistungen für die Bevölkerung kompakt und kompetent, aber hauptsächlich zeitsparend bearbeitet. Im Haushalt für das Jahr 2017 sind nun weitere 78 Millionen Rubel für die Entwicklung dieses Systems eingeplant. Darüber informierte der Kaliningrader Finanzminister Viktor Porembski. Allerdings lagen bei der Planung dieser Summe noch ungenügende Erfahrungswerte vor – so der Minister. Sollten Korrekturen nötig sein, auch in Hinsicht auf zusätzliche finanzielle Mittel, so gibt es dafür Möglichkeiten. Die Wirtschaftsministerin informierte, dass die bisher existierenden Multi-Bürgerservice-Zentren im laufenden Jahr bisher 128 Mio. Rubel erarbeitet haben.
 
 
24.11.2016 – Wieder Bevölkerungszuwachs für Kaliningrad
Mit Stichtag 1. Oktober 2016 hatte das Kaliningrader Gebiet einen weiteren Bevölkerungszuwachs von 7.487 Personen. Dies sind Angaben des russischen Statistikamtes für das Kaliningrader Gebiet. Der Zuwachs erfolgte durch Geburten aber auch durch Migrationszuwanderung. Hervorgehoben wird in der Statistik auch der Rückgang der Kindersterblichkeit für Kinder im Alter bis zu einem Jahr.
 
 
 

23.11.2016 – Massive Aufklärungsflüge über dem Kaliningrader Gebiet
Militärflugzeuge der USA, Schwedens und Deutschlands haben am Dienstag gleichzeitig massiv Aufklärungsflüge entlang der Seegrenze zum Kaliningrader Gebiet durchgeführt. Dies geht aus Informationen westlicher Internetressourcen hervor, die die Bewegung von Flugzeugen fixieren. Zum Einsatz kam Seitens der USA ein strategisches Aufklärungsflugzeug vom Typ „RC-135W“, welches in Großbritannien gestartet war. Zwei russische SU-27 begleiteten den Flug des amerikanischen Aufklärers. Schweden setzte ein Aufklärungsflugzeug vom Typ „Gulfstream 4“ ein. Dieses Flugzeug führte zwei Aufklärungsflüge durch. Vom deutschen Flugplatz Nordholz startete ein Flugzeug vom Typ „P-3C Orion“. Die russische Seite fixiert, im internationalen Maßstab täglich mindestens drei Aufklärungsflüge im Bereich Kaliningrad, Krim und Syrien.
Anmerkung UN: Alle Flugzeuge kehrten unversehrt vom Feindflug auf ihre Ausgangsbasen zurück.
 
 
23.11.2016 – Kommandierender Militärbezirk WEST in Kaliningrad
Bereits zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen besucht der Kommandierende des Militärbezirkes WEST, Generaloberst Andrej Kartapolow den Kaliningrader Militärkreis. Ziel des Besuches ist die Kontrolle der Reorganisation der Verbände und Truppenteile der Baltischen Militärbasis und der Küstentruppen. Weitere Inspektionsobjekte betreffen die Infrastruktur, die renovierten Militärstädte und die neu in die Struktur aufgenommenen Schiffe. Weiterhin wird der Kommandierende General die Führungsbereitschaft der Stäbe unter den Bedingungen der eintretenden Winterperiode kontrollieren. Weiterhin wird Generaloberst Kartapolow in feierlichem Rahmen Familien von Militärangehörigen die Schlüssel für ihre neuen Wohnungen überreichen. Es sei daran erinnert, dass durch den russischen Verteidigungsminister ein Großteil der Führung der Ostseeflotte abgelöst worden war. Seit Mitte des Jahres sind neue Offiziere und Generale eingesetzt, die die Aufgabe haben, im Rahmen einer großen Inspektion des Verteidigungsministeriums bis Ende des Jahres zu zeigen, dass die Ostseeflotte einsatzbereit ist.
 
 
23.11.2016 – Ermittlungen gegen Ex-Leiter der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes
Das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation erhielt Material über eine, gegen General Martynow, ehemaliger Leiter der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes durchgeführte Untersuchung. General Martynow war vor einem halbem Jahr überraschend nach Moskau als Hauptinspektor des Innenministeriums versetzt worden und von dieser Funktion nach wenigen Wochen entbunden worden. Über die gegen den General geführten Untersuchungen wurde im TV-Kanal „Rossia 1“ berichtet. Die Untersuchungen bezogen sich auf den illegalen Bernsteinabbau im Kaliningrader Gebiet. In der Sendung wurde betont, dass es weder Martynow noch der ihm unterstellten Struktur gelungen ist, erfolgreich gegen die Kaliningrader Bernstein-Mafia vorzugehen. Der General hatte die Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes von 2011-2016 geleitet.
Anmerkung UN: Im Jahre 2016 wurden fast alle Leiter der föderalen Machtorgane im Kaliningrader Gebiet ausgewechselt. Ausnahmen bilden der Staatsanwalt des Kaliningrader Gebietes, der im Jahre 2012 eingesetzt wurde und der Vorsitzende des Kaliningrader Gebietsgerichtes, der bereits viele Jahrzehnte im Amt ist.
 
 
23.11.2016 – Verbrecherbande im Bernsteinkombinat verhaftet
Der Generaldirektor des Bernsteinkombinates Michael Sazepin informierte im TV-Kanal „Rossia 1“ über die Festnahme einer kriminellen Bande, welche beschuldigt wird, sich an Bernsteinvorräten des Kombinates persönlich bereichert zu haben. Diese Bereicherung ist nur deshalb möglich gewesen, weil sie durch Mitarbeiter des Kombinates unterstützt wurde – so der Generaldirektor. Durch den russischen Sicherheitsdienst FSB wurden zwei Männer verhaftet, die die Fördereinrichtungen des Bernsteinkombinates angebohrt hatten und damit einen Teil des geförderten Bernsteins umleiteten. Die tägliche Ausbeute betrug eine Million Rubel.
 
 
23.11.2016 – USA antworten prompt
Die USA haben nicht lange mit einem Kommentar zu den gestrigen Informationen über die Stationierung neuer Raketensysteme im Kaliningrader Gebiet gewartet. Die Stationierung der russischen Raketensysteme S-400 und „Iskander“ sind ein Faktor, welcher die europäische Sicherheit stabilisiert – so der Leiter des Pressedienstes des Pentagons gegenüber Reuters. Er erinnerte, dass Russland schon zehn Jahre lang die Stationierung der Iskander-Raketen in Kaliningrad, als Reaktion auf verschiedene Ereignisse in Europa angedroht habe. Aber, so der Pressesprecher des Pentagon, es gibt kein einziges Ereignis in Europa, welches diese Stationierung rechtfertige. „Wir fordern Russland auf, sich von Handlungen und Worten zu enthalten, welche nicht dem Gedanken der Stabilität und Sicherheit entsprechen“, - so der Pressesprecher.
Anm. UN: Der Pressesprecher des Pentagon hatte vergessen zu erwähnen, dass Russland weiterhin die Raketenkomplexe „Bastion“ im Kaliningrader Gebiet stationiert hat. Diese Systeme sind in der Lage, das Auslaufen von Schiffen aus dänischen und anderen Häfen zu verhindern.
 
 
23.11.2016 – Gebietsduma korrigiert Beschluss des Kaliningrader Gouverneurs
Wie wir gestern berichteten, wurde durch die Kaliningrader Gebietsregierung ein Beschluss zur Veränderung des Systems der Wahl des Kaliningrader Bürgermeisters gefasst. Dieser Beschluss widersprach früheren Überlegungen und Gesetzentwürfen und rief in den Medien und der Gesellschaft überraschende Reaktionen hervor. Wäre dieser Beschluss wortwörtlich umgesetzt worden, so hätte dies dazu geführt, dass der jetzige Bürgermeister Alexander Jaroschuk nach Ablauf seiner Amtszeit im Jahre 2017 arbeitslos geworden wäre – eine Situation die weder gerecht, noch gerechtfertigt wäre. Nun hat am gestrigen Abend die Fraktion der Partei „Einiges Russland“ der Gebietsduma getagt und den Beschluss der Gebietsregierung gekippt. An der Sitzung der Fraktion nahm auch der Gouverneur Anton Alichanow teil (Anm. UN: Anton Andrejewitsch ist nicht Mitglied der Partei „Einiges Russland“). Der ehemalige Beschluss sah eine Trennung des Amtes des Bürgermeisters in „Bürgermeister“ und „City-Manager“ vor. Der „Bürgermeister“ sollte aus dem Bestand des Stadtrates bestimmt werden, der „City-Manager“ sollte durch Ausschreibungen gefunden werden. Der korrigierte Vorschlag sieht vor, dass es zu einer Ämtertrennung kommt, aber beide Ämter in Personalunion durch einen Verantwortlichen geführt werden können. Dieser „Verantwortliche“ wird, im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens durch den Stadtrat ausgewählt. Mit anderen Worten: Es wird auf dem Papier viele Änderungen geben, in der Praxis bleibt alles beim Alten, wobei sich die Stadt die kostenaufwendigen Wahlen spart, an denen, wie die Vergangenheit zeigte, nur eine sehr niedrige Beteiligung war. Ein weiterer Vorteil dieser Entscheidung ist, dass man auch jederzeit die Ämter-Personalunion „Bürgermeister-CityManager“ wieder auflösen kann.
 
 
23.11.2016 – Auf Wiedersehen Wladimir Sarudni … und Herzlich willkommen Wladimir Sarudni
Wie bereits durch uns Anfang der Woche angekündigt, nun eine weitere angenehme Personalentscheidung im Umfeld der Kaliningrader Gebietsregierung. Bereits vor drei Wochen berichteten wir über Veränderungen in der „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“. Der dortige Leiter wurde entlassen, ungenutzte Finanzmittel gekürzt und ein neuer Leiter, sowie weitere Personalien wurden gefunden. In allerletzter Minute machte diese Personalie – konkret Wladimir Sarudni, der ehemalige Kaliningrader Landwirtschaftsminister, der vom ehemaligen Kaliningrader Gouverneur Zukanow 2015 im Rahmen der Wahlen entlassen worden war, einen Rückzieher. Hinter den Kulissen wurde erzählt, dass es Einflussnahmen seitens des ehemaligen Gouverneurs und jetzigem Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region Zukanow gegeben haben soll. Jetzt scheinen aber diese vermuteten Einflüsse nicht mehr zu existieren und Wladimir Sarudni wird seine Funktion als neuer Leiter der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes Ende der Woche antreten. Weitere wichtige Personalentscheidungen in der Korporation werden folgen. Wir informieren darüber, sobald sie offiziell werden.
 
 

22.11.2016 – Einspruch der Leiterin der russisch-deutschen Organisation „Selenogradsk-Pinneberg“ abgewiesen
Der Widerspruch der ehemaligen Leiterin der NKO „Selenogradsk-Pinneberg“ Jelena Alexandrowa wurde vom Gericht zurückgewiesen. Es ging um Vorhaltungen der Staatsanwaltschaft, die ihr einen Interessenkonflikt vorwarf. Sie war einerseits in der Stadtverwaltung für Haushaltsfragen zuständig, andererseits war sie Leiterin der genannten Organisation und hatte aber diese Tätigkeit ihrem Arbeitgeber nicht gemeldet. Auch alle vorhergehenden Klagen und Widersprüche von Jelena Alexandrowa wurden abgewiesen. Im Ergebnis der Arbeit der Staatsanwaltschaft wurde Jelena Alexandrowa aus der Stadtverwaltung Selenogradsk entlassen. Sie geht davon aus, dass einer der Gründe für ihre, nach ihrer Meinung ungerechtfertigte Entlassung, die gegen sie entfaltete Pressekampagne in Kaliningrad war.
Gegenwärtig versucht der Rechtsbeistand von Jelena Alexandrowa mit einer Reihe von Kaliningrader Medien, die die Informationen der Kaliningrader Staatsanwaltschaft übernommen und verbreitet haben, eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Ziel ist, dass die betroffenen Medien eine Gegendarstellung veröffentlichen.
Auch unser Informationsportal hatte einen Beitrag zu diesem Vorfall unter dem Titel „Die guten Deutschen in Kaliningrad“ am 5. August 2016 veröffentlicht. Unter anderem wurden wir durch deutsche Leser beschuldigt, die Vorfälle einseitig und nicht objektiv dargestellt zu haben. Wir haben daraufhin mit der deutschen Partnerorganisation in Pinneberg schriftlichen Kontakt aufgenommen und angeboten, die Sicht der Organisation unbearbeitet zu veröffentlichen – also wenn man so will, eine Gegendarstellung. Wir haben bis heute keine Antwort von deutscher Seite bekommen.
 
 
22.11.2016 – System „Stadtsicherheit“ soll weiter ausgebaut werden
Die Kaliningrader Gebietsregierung will das „System Stadtsicherheit“ weiter ausbauen. Dafür werden im Haushalt für das kommende Jahr 40 Mio. Rubel eingestellt. Darüber informierte der Finanzminister der Gebietsregierung vor dem Ausschuss für Sicherheit der Kaliningrader Gebietsduma am Montag. Weitere 80 Mio. Rubel sind für den laufenden Unterhalt dieses Systems erforderlich. Gegenwärtig sind in der Gebietshauptstadt mehr als 300 Überwachungskameras installiert.
 
 
22.11.2016 – Neue Raketensysteme in Kaliningrad eingetroffen
Die im Kaliningrader Gebiet stationierte Truppengruppierung unter dem Kommando der Ostseeflotte, haben neue Raketensysteme des Typs „Bastion“ erhalten. Sie befinden sich bereits im Kaliningrader Gebiet und haben ihre Stellungen zum Schutz der Küsten des Gebietes bezogen. Das System „Bastion“ existiert in zwei Varianten: die mobile Version und die Version des Starts der Raketen aus unterirdischen Schächten. Der Komplex hat eine Vernichtungsreichweite von 350 Kilometern gegen Seeziele und 450 Kilometer gegen Landziele. Militärexperten kommentieren, dass diese Raketenkomplexe im Ernstfall das Auslaufen von Schiffen aus dänischen Häfen in die Gewässer der Ostsee verhindern können, aber auch gegen polnische Seeziele geeignet sind.
 
 
22.11.2016 – Kaliningrader Militärgruppierung verstärkt Luft- und Weltraumverteidigung
RIA-Novosti informiert, dass im Kaliningrader Gebiet das System der Luft- und Weltraumverteidigung vervollständigt wird. Man bezieht sich auf Äußerungen des Vorsitzenden des Militärausschusses des russischen Föderationsrates Viktor Oserow, der erklärte, dass Russland zu diesen Maßnahmen gezwungen ist, da man sich derartigen Gefahren gegenübersieht. Er informierte, dass neben den Raketen „Iskander“ nun auch Raketenkomplexe des Typs S-400 stationiert werden. Dies werde eine Ergänzung der Maßnahmen sein, die notwendig sind, um eine Antwort auf die Stationierung amerikanischer Raketensysteme in Europa zu geben.
 
 
22.11.2016 – Keine direkten Wahlen des Bürgermeisters in Kaliningrad
Das es Änderungen bei den im kommenden Jahr stattfindenden Bürgermeisterwahlen für die Stadt Kaliningrad geben wird, war langfristig bekannt. So war klar, dass es keine direkten Wahlen mehr geben wird, sondern die Funktion des Bürgermeisters, wie bereits vor einigen Jahren geschehen, geteilt wird in einen City-Manager und einen Bürgermeister zur Repräsentation. Der City-Manager wird im Rahmen von Ausschreibungen mit Arbeitsvertrag eingestellt. Diese Funktion übte eine Zeitlang der jetzige Kaliningrader Bürgermeister (im Amt seit 2008) aus. Jetzt überraschte die Kaliningrader Gebietsregierung mit einer Mitteilung, die für viele gegenwärtig noch unverständlich ist. Der neue Bürgermeister soll aus dem Bestand des Stadtrates bestimmt werden, ohne dass die Bürger nochmals an die Wahlurnen gerufen werden. Bei den Abgeordneten handelt es sich um Bürger, die bereits im Rahmen von Wahlen das Vertrauen der Bevölkerung erhalten haben und somit kann man aus dieser Anzahl und unter Beachtung der persönlichen Qualifizierung und Eignung auch den zukünftigen Bürgermeister bestimmen. Eine logische Überlegung, die jedoch Nachdenklichkeiten hervorruft wenn man weiß, dass der jetzige Bürgermeister Jaroschuk kein Mitglied des Stadtrates ist. In der Zeit, als das System des City-Managers funktionierte (2007-2012) war Alexander Jaroschuk sowohl Bürgermeister, wie auch Vorsitzender des Stadtrates.
 
 

21.11.2016 – Deutscher Kaliningrad-Besucher durch polnischen Zoll festgehalten
Ein Deutscher der das Kaliningrader Gebiet besucht hatte und nun wieder zurückreisen wollte, wurde durch den polnischen Zoll festgesetzt. Er führte in seinem Fahrzeug einen Wolfspelz mit und gab an, nicht gewusst zu haben, dass die Einfuhr von Wolfspelzen nicht gestattet ist und das Wölfe zu den artgeschützten Tieren gehören. Der 57jährige Deutsche gab an, diesen Pelz in Kaliningrad ganz normal erworben zu haben.  Der Wolfspelz wurde beschlagnahmt und die polnischen Zöllner eröffneten gegen den Deutschen ein Zollverfahren.
 
 
21.11.2016 – Ostseeflotte wird auf neue Raketen umgerüstet
Die Raketentruppen der Ostseeflotte werden auf neue Küsten und operativ-taktische Raketenkomplexe umgerüstet. Dies teilte der Pressedienst der Ostseeflotte in Kaliningrad mit. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungsarbeiten für den Aufbau der für diese neue Raketentechnik benötigten Infrastruktur. Die Pressemeldung lässt offen, um welche Raketensysteme es sich dabei konkret handelt. Die Raketen des Typs „Iskander“ gehören in die Kategorie „operativ-taktische Raketen“.
 

 
20.11.2016 – Kaliningrader Landwirtschaft erhält noch mehr Unterstützung
Die Kaliningrader Gebietsregierung ist bereit, die Finanzmittel zur Unterstützung der Kaliningrader Landwirte um das 11fache aufzustocken. Gegenwärtig werden im föderalen Zentrum in Moskau einige Korrekturen der Gesetzgebung erarbeitet, die die Subventionierung landwirtschaftlicher Tätigkeit betreffen. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Unterstützung der Landwirte vor Ort erheblich auszuweiten. Darüber informierte der Vizepremier der Kaliningrader Regierung Alexander Schendrjuk-Schidkow und widersprach damit Darlegungen von Abgeordneten der Gebietsduma, die die Kürzung der Finanzmittel durch die Zentralregierung beklagten. Insbesondere geht es um die Beteiligung der Regierung an den Kreditzinsen für die Landwirte. Gegenwärtig sind im Haushalt der Kaliningrader Gebietsregierung eine Milliarde Rubel für die Landwirtschaft vorgesehen. Im Ergebnis des neuen Gesetzes machen sich erhebliche Änderungen in der Zusammensetzung des Haushaltes notwendig – so der Vizepremier.
 
 
20.11.2016 – Stadtkrankenhaus in Pionersk wird erweitert
In der Stadt Pionersk haben die Bauarbeiten zur Erweiterung des Stadtkrankenhauses begonnen. Gegenwärtig ist bereits die Baugrube ausgehoben und das Fundament gegossen. Der Chefarzt informiert, dass die Bauarbeiten rund um die Uhr laufen. Das neue, zweietagige Gebäude wird sowohl als Erste-Hilfe-Krankenhaus fungieren, wie aber auch für administrative Zwecke des gesamten medizinischen Komplexes genutzt. Der Gesamtumfang der Investitionen beläuft sich auf 189 Mio. Rubel. Die Stadt Pionersk entwickelt sich gegenwärtig zu einem neuen Touristenzentrum und beherbergt u.a. auch die Residenz des russischen Präsidenten.
 

19.11.2016 – Wieder mehr Tote im Straßenverkehr durch Trunkenheit am Steuer
In Kaliningrad zeigt die Statistik der Verkehrsunfälle mit Todesfolge im Ergebnis des Genusses von Alkohol eine negative Tendenz. Darüber berichtet die Pressestelle der Verkehrspolizei im Kaliningrader Gebiet. Im September sind 11 Personen Opfer von betrunkenen Autofahrern geworden, im abgelaufenen Monat Oktober waren 17 Todesopfer zu beklagen.
 
 
19.11.2016 – Danke an einen unserer Leser
Wir bedanken uns bei einem unserer Stammleser, der uns einen interessanten Link zu einer Internetseite gesendet hat, dem wir viele optimistische Fotos über Kaliningrad entnehmen konnten. Wir revanchieren uns, indem wir von Zeit zu Zeit einige „Postkarten“ hier einstellen und versuchen, Ihnen Appetit auf die geographisch westlichste Region Russlands zu machen – vielleicht bald im stark vereinfachten oder sogar –visafreien Verfahren.
 
 
19.11.2016 – Endlich – Ende der wilden Reklame absehbar
Der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad informierte, dass endlich Licht am Ende des Tunnels, im Kampf gegen die Ausuferungen der Reklame in der Stadt zu erkennen ist. Seit rund vier Jahren kämpft die Stadt nicht nur gegen ungesetzliche Reklame, sondern auch um die Einschränkung der oftmals hässlichen Reklame, die offiziell genehmigt wurde, aber das Stadtbild verschandelt. Am Freitag besichtigten Verantwortliche der Stadtverwaltung den Fortgang der Rekonstruktionsarbeiten des Fußweges am Leninski-Prospekt und gaben entsprechende Kommentare an der richtigen Stelle ab, denn gerade an diesem Prospekt kann man vor lauter Reklame kaum noch Häuser und Straßen erkennen.
 
Foto: Großreklame am Leninski-Prospekt. Nach Vorstellungen der Kaliningrader Stadtverwaltung sollen nun die Betonsockel dieser Reklameeinrichtung genutzt werden, um Sitzgelegenheiten für Fußgänger und Begrünung einzurichten
 
19.11.2016 – Fassadengestaltung nur noch mit Genehmigung
Wer in Kaliningrad bauen will oder an bestehenden Gebäuden Änderungen vornehmen will, darf dies nur noch mit Genehmigung der Stadtverwaltung tun, die zusätzlich zur zu erteilenden Baugenehmigung auch eine weitere Genehmigung für die Fassadengestaltung ausstellen, an die sich der Antragsteller zu halten hat. Darüber informierte der Chefarchitekt der Stadt Kaliningrad Wjatscheslaw Genne. Am 29. November werden hierzu in der Stadtverwaltung endgültige Beschlüsse gefasst. Bereits im August hatte der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk erklärt, dass die Stadt an einem Gesetzentwurf für die Stadtentwicklung arbeite, der dann, wenn es gelingen sollte, in der ganzen Föderation bei der Planung und dem Bau von Gebäuden angewandt werden soll.
 
Fotomontage: Kaliningrad, nicht nur Stadt der drei Architekturen, sondern auch Stadt der scharfen Kontraste
 
19.11.2016 – Völlige Neugestaltung der Hauptstraße Kaliningrads
Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung haben sich für die Rekonstruktion der zentralsten Straße Kaliningrads, dem Leninski-Prospekt viel vorgenommen. Neben der Neugestaltung vieler Häuserfassaden nach altdeutschem Vorbild, sollen auch die Fußgängerwege völlig neu aufgebaut werden. Einen ersten Testabschnitt baut die Stadt bereits jetzt in der ul. Schitomirskaja, einer Parallelstraße des Leninski-Prospektes. Hier war der Zustand der Straße besonders schlimm, aber auch die Bedingungen für die Rekonstruktion waren schwierig. Die Stadt hat sich für eine, nach Worten des Chefarchitekten, etwas ungewöhnliche Lösung entschieden. Sollte diese Lösung allgemeinen Beifall finden, so wird diese architektonische Lösung überall angewendet. Die Rekonstruktionsarbeiten im genannten, 800 Meter langen Straßenabschnitt, sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Insgesamt verfügt die Stadt über 2,1 Mio. Quadratmeter Fußweg, wovon 40 Prozent prinzipiell erneuert werden müssen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf zwei Milliarden Rubel.
 
Foto: Chefarchitekt Genne demonstriert die zukünftigen Bürgersteige der Stadt
 
19.11.2016 – Chinesische Firma investiert in Kaliningrad
Eine chinesische Firma wird in Kaliningrad eine Firma aufbauen, die hochtechnologische Leuchtdioden herstellen wird. Gegenwärtig erarbeitet der Investor den notwendigen Businessplan. Darüber informierte die Kaliningrader Wirtschaftsministerin Ninel Salagajewa während einer Sitzung der Gebietsduma. Nach Produktionsaufnahme, soll 40 Prozent der hergestellten Erzeugnisse im russischen Markt verbleiben, die restlichen 60 Prozent werden auf den europäischen Markt exportiert. Die Wirtschaftsministerin erinnerte daran, dass die schwedische Firma „Kronospan“ ebenfalls eine Fabrik zur Produktion von Spanplatten errichten wird und die französische Firma „Arc International“ ebenfalls dabei ist, eine Produktionsstätte für Geschirr „Luminarc“ im Kaliningrader Gebiet zu errichten. Seit 2013 sind die Investitionen im Kaliningrader Gebiet rückläufig. Für den Zeitraum 2017-2019 plant die jetzige Regierung ein Aufhalten dieses negativen Prozesses und ein langsames Anwachsen der Direktinvestitionen. Es gibt ausreichend Investoren, die bereit sind sich in Kaliningrad zu engagieren – aber gegenwärtig wird die neue Gebietsregierung erstmal beobachtet, so die Wirtschaftsministerin.
 
 
18.11.2016 – Ein Foto spricht Bände
Der Chefredakteur von „newkaliningrad“, einem der wichtigsten Informationsportale der Region, Alexej Milowanow postete in den Sozialnetzwerken ein Foto – es spricht Bände (für Kenner der Szene):
 
  • Die Veröffentlichung des Fotos signalisiert die baldige Veröffentlichung eines Interviews
  • Zwischen beiden jungen Leuten herrscht, nach einer monatelangen Zeit der Vertrautheit, tiefe Eiszeit
  • Anton Alichanow signalisiert durch Platzverteilung in seinem Arbeitszimmer höchste Distanziertheit zu Alexej Milowanow (Typische Sitzpositionen der Gesprächspartner bei Audienz mit gewünschter Distanz)
  • Alexej Milowanows lockere Anzugsordnung demonstriert seine selbst„gefühlte“ Unabhängigkeit
  • Längliches Bild auf Kommode zeigt nur die Augen von Putin: Putin steht hinter Alichanow und hat alle im Blick die vor ihm sitzen …
Zum Vergleich ein Foto aus unserem Archiv. Alexej Milowanow im Interviewgespräch mit dem deutschen Generalkonsul Dr. Krause (2012-2015) – Interview aus dem Jahre 2013 im Gästezimmer des Generalkonsulats:
 
 
… aber: der Gouverneur setzt Prämissen - das regionale Internetportal „Komsomolskaja Prawda“ veröffentlichte bereits in der Nacht zum Freitag das erste Regionalinterview des Gouverneurs Anton Alichanow. Und so sieht es aus, wenn man entspannte Interviews gibt:
 
 
Das Interview hat einen gewaltigen Umfang und lässt an sich keine Fragen offen. Selbst auf private Fragen antworte Anton. In schriftlicher Form umfasst es über 20 Seiten. Wir informieren Sie Schritt für Schritt durch Zitate aus dem Interviews, da eine Komplettübersetzung für unsere deutschen Leser durch sehr spezifische Fragen nicht zielführend wäre.   
 
 
19.11.2016 – Neuer Präsident der Industrie- und Handelskammer
Die Mitglieder der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer haben einen neuen Präsidenten für sich gewählt. Felix Lapin ist in Kaliningrad eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit. Für die Wahl von Felix Lapin stimmten 333 Mitglieder der Kammer, 14 enthielten sich, 10 stimmten gegen ihn. Nun bedarf die Wahl noch der Zustimmung des Vorstandes der Industrie- und Handelskammer. Eine entsprechende Versammlung hierzu findet in zwei Wochen statt. Während dieser Versammlung wird auch eine neue Satzung der Kammer angenommen.  
 
 

18.11.2016 – Große Pläne für die Zukunft in Kaliningrad
Der stellvertretende Vizepremier der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Schenderjuk-Schidkow informierte über die Pläne der Kaliningrader Regierung für die kommenden fünf Jahre im Rahmen eines Radiointerviews am Donnerstag. Der Vizepremier geht davon aus, dass die Kaliningrader Landwirtschaft in der Lage ist, eine Million Tonnen Getreide und Ölfrüchte zu ernten. Alles dafür ist vorhanden, die Flächen, eine entwickelte Landwirtschaft und auch Arbeitskräfte, aber auch alles andere was Grundvoraussetzung ist. Er forderte aber auch in der Region neue Industriegiganten zu schaffen. Hierbei habe sich aber die Regierung nicht in die Angelegenheiten der Unternehmer einzumischen. Es ist auch nicht wichtig, welches Kapital investiert wird, russisches oder ausländisches. Wichtig ist, dass es unternehmerische Tätigkeit gibt und sich diese Unternehmer auf einer verständlichen und klar zu durchschauenden rechtlichen Basis bewegen können und damit zusätzliche Arbeitsplätze schaffen – so der Vizepremier. Der Vizepremier hob auch die hervorragenden logistischen Voraussetzungen hervor und meinte, man könne aus Kaliningrad ein zweites Dubai machen (er nahm hierbei Bezug auf die Hafentätigkeit). Er meinte, dass dort überhaupt nichts ist, außer Hafen und die Schiffe kommen und gehen, aber das was sie bringen wird in dem Land nicht verbraucht.
 
 
18.11.2016 – Kaliningrad hofft auf neue internationale Fluggesellschaften
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow geht davon aus, dass die gegenwärtig laufenden Gespräche mit der polnischen LOT auch weitere internationale Fluggesellschaften auf den Plan rufen, sich um Kaliningrad als mögliches Flugziel zu kümmern. Es gibt bereits erste Signale, dass andere Fluggesellschaften aufmerksam geworden sind. Anton Alichanow unterstrich, dass das Gebiet selber keine Fluggesellschaften sucht. Man warte darauf, dass die Fluggesellschaften selber Interesse zeigen. So war dies auch im Falle der polnischen LOT. Sollten andere Fluggesellschaften Interesse zeigen, so werden wir natürlich aufmerksam zuhören und auch helfen – so der Gouverneur. Er vertrat die Meinung, dass es Zeit wird, den Gedanken eines HUB in Kaliningrad wieder zu beleben. Das wird natürlich bei LOT und AirBaltic keine Begeisterung auslösen, aber es ist eine weitere Perspektive für Kaliningrad.
 
 
18.11.2016 – HUB in Kaliningrad angestrebt
Die Kaliningrader Regierung will im Rahmen des Airports Chrabrowo wieder einen HUB organisieren, so wie dies bereits zu Zeiten der gebietseigenen Fluggesellschaft „KD-Avia“ gewesen ist. Wie der Gouverneur unterstrich, ist dies keine leichte Aufgabe, aber in zwei bis drei Jahren könnte man mit der Realisierung beginnen. Für Kaliningrad ist die Transportsicherheit eine erstrangige Angelegenheit, aber auch für Reisende müssen Asien und Europa, aber auch der nordamerikanische Kontinent leichter erreichbar sein. Der Gouverneur informierte weiter, dass die polnische LOT gegenwärtig fünf Flüge in der Woche zwischen Warschau und Kaliningrad plant. Eingesetzt wird der Flugzeugtyp Bombardier Q400.
 
 
18.11.2016 – Wir wollen kein Maoam, wir wollen IKEA
So könnte man die Äußerungen des stellvertretenden Vizepremier Alexander Schenderjuk-Schidkow interpretieren, der gegenüber Journalisten äußerte, dass man den Gedanken, IKEA zu einem Engagement in Kaliningrad zu überreden, noch lange nicht aufgegeben habe. Er informierte, dass er, sofort nach seinem Amtsantritt in der Regierung, seine Kontakte zu Bekannten aktiviert habe, die Bezug zu diesem Thema haben. Sollte IKEA nach Kaliningrad kommen, wird die bereits jetzt blühende Kaliningrader Möbelindustrie einen weiteren Schub erhalten, aber auch das Angebot selber im Gebiet wird vielfältiger. Er forderte die Bevölkerung auf, der Regierung in dieser Frage genau auf die Finger zu schauen und die Erfolge zu würdigen, wenn sie denn eintreten. Er gab aber auch zu, dass es für IKEA selber keine leichte Aufgabe ist, denn Kaliningrad ist eine kleine Region und für IKEA wird ein Engagement erst ab einer Million Einwohner interessant. Außerdem gibt es in Polen bereits ein IKEA und dieser ist nur 150 km von Kaliningrad entfernt – allerdings in einem anderen Land. Allerdings kann ein russischer IKEA preislich sehr gut mit seinem polnischen konkurrieren. Im Jahre 2007 hatte IKEA bereits Pläne für einen Markt in Kaliningrad. Man hatte sogar schon ein Grundstück erworben. Dann wurde aber das Projekt auf Eis gelegt. Als Grund wurden verwaltungstechnische Barrieren genannt.
 
18.11.2016 – Kaliningrad bald Region von Weißrussland?
Der weißrussische Präsident hat die Kaliningrader wieder aufhorchen lassen, als er erklärte, dass Kaliningrad weißrussisches Gebiet ist. Er meinte hierbei aber nicht die territoriale staatliche Zugehörigkeit, sondern die innere Verbindung zu diesem Gebiet. Weißrussland ist bereit, sich in die Lösung der Probleme die es rings um das Kaliningrader Gebiet gibt, einzubringen – so Lukaschenko während einer Pressekonferenz. „Wir fühlen uns für das Kaliningrader Gebiet verantwortlich und wenn es dort Probleme gibt, so wenden sich die Kaliningrader an uns, aus alter Gewohnheit“,- so Lukaschenko weiter. Noch zu Zeiten der Sowjetunion befand sich das Gebiet in der Einflusszone der weißrussischen Sowjetrepublik. Die Kaliningrader Häfen haben Ware nach Weißrussland geliefert und Weißrussland lieferte Waren nach Kaliningrad und nach Russland. Man war damit verantwortlich für das Gebiet, es gehörte zu uns – so Lukaschenko. Gegenwärtig sind die Beziehungen jedoch nicht zufriedenstellend und man müsste eigentlich eine Revision durchführen, warum dies so ist. Deshalb wird es auch ein sehr konkretes Gespräch mit dem neuen Kaliningrader Gouverneur geben. Damit es zu keinerlei Missverständnissen kommt, wiederholte Lukaschenko nochmals, dass man nicht daran denke, das Kaliningrader Gebiet in den Bestand Weißrusslands aufzunehmen. Ähnliche Äußerungen von ihm hatten vor drei Jahren für Irritationen gesorgt.
 
 

 

 

17.11.2016 – Staatsanwaltschaft leitet Agnes-Miegel-Untersuchung ein
Nachdem einige Medien und gesellschaftlich Interessierte wieder das Thema „Agnes Miegel“ auf die Tagesordnung gesetzt haben (wir berichteten darüber u.a. am 15.11.2016) und die Diskussionswellen in den russischen sozialen Netzwerken recht hoch geschlagen sind, hat sich nun die Staatsanwaltschaft des Themas der Verherrlichung von Agnes Miegel im Kaliningrader Gebiet angenommen. Der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte, war die Namensgebung „Agnes-Miegel-Schule“ in einer Kreisstadt des Kaliningrader Gebietes (Prawdinsk). Über diesen Umstand hatte die Informationsagentur REGNUM berichtet. Die Staatsanwaltschaft kommentierte bisher, dass die zunehmende Toleranz in der Gesellschaft auch Leute betrifft, die der faschistischen deutschen Partei nahestehen. Es besteht die Gefahr, dass es auch zur Bildung von extremistischen nazistischen Gruppierungen kommt.  Die Staatsanwaltschaft vertritt die Ansicht, dass die für die Kultur und Denkmalpflege zuständigen Organe ihren Aufgaben nicht nachkommen und bestehende Gesetze verletzen. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungen aufgenommen, ob staatliche Einrichtungen gegen die Konstitution der Russischen Föderation, Teil 2 Artikel 29 verstoßen haben (Nichtzulassung von Propaganda oder Agitation zur Förderung von sozialen, rassischen, nationalen oder religiösen Hass und Feindschaft), sowie weiterer Gesetze der RF und Erlasse des russischen Präsidenten.
 
17.11.2016 – Regierung kritisiert die Kaliningrader Industrie- und Handelskammer
Der Vizepremier der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Schenderjuk-Schidkow bezeichnete die Arbeit der Kaliningrader Industrie- und Handelskammer als nicht ausreichend effektiv. Konkret geht es um die Teilnahme bei der Unterstützung der Firmen, die im Rahmen der Regelungen für die Sonderwirtschaftszone Anspruch auf die Erstattung von Subventionen haben. Der Vizepremier forderte die Kammer auf, gemeinsam mit den Unternehmern nach Lösungswegen zu suchen, um die bürokratischen Vorgänge zu vereinfachen und leichter händelbar zu machen. In der Meldung wird erwähnt, dass die Wahl des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer am 17. November stattfindet.
 
17.11.2016 – Kriminelles Schema für Valutaexport aufgedeckt
Russische Rechtspflegeorgane haben ein kriminelles System des illegalen Exports von Valuta ins Ausland aufgedeckt. In diesem Schema bilden Kaliningrader Firmen eine Schlüsselrolle. Durch Manipulierung von Liefer- und Herstellerdokumenten wurde so über eine Milliarde Rubel erarbeitet und ins Ausland geschafft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt laufen in Kaliningrad die Ermittlungen und es finden Haussuchungen in einer Reihe von Firmen und Privaträumen statt. Beschlagnahmt wurde Officetechnik, gefälschte Firmenstempel und eine Reihe von Dokumenten. Gleichzeitig wurden fünf LKW beschlagnahmt, die versucht hatten illegal Ware ins Ausland zu verbringen und die im Zusammenhang mit dem illegalen Verbringen von Valuta ins Ausland stehen.
 
17.11.2016 – Ermittlungsverfahren zum Schutz deutscher Investoren eingeleitet
Die Kaliningrader Untersuchungskommission hat ein Ermittlungsverfahren gegen russische Bürger eingeleitet, die durch Manipulation von Dokumenten sich in den Besitz von landwirtschaftlichen Flächen der GmbH „Roim-Agrar“ gebracht haben. Diese Firma wurde im Jahre 2000 unter Beteiligung von deutschem Kapital gegründet und verfügt über fünf große landwirtschaftliche Nutzungsflächen im Kaliningrader Gebiet. Anzeige wurde vom deutschen Hauptgesellschafter erstattet. Der deutsche Hauptgesellschafter ist ehemaliger Bewohner von Ostpreußen und hat die landwirtschaftlichen Flächen für seine russische Firma erworben, die ehemals seiner Familie gehörten. Durch Dokumentenmanipulationen hatten Dritte versucht sich in den Besitz der Flächen zu bringen. Den Klägern ist es bereits gelungen über das gesamte Eigentum der Firma eine Handlungssperre verhängen zu lassen. Somit ist es den „jetzigen Besitzern“ nicht möglich irgendetwas zu verkaufen, zu verpachten oder auch Geld damit zu verdienen.
 
 
16.11.2016 – Pachtschulden für Grund und Boden erheblich
Pächter haben gegenüber den Kommunen nach vorläufigen Berechnungen Pachtschulden für Grund und Boden im Umfang von mindestens einer Milliarde Rubel angehäuft. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow nach einer Sitzung der Kaliningrader Gebietsregierung. Anton Alichanow kommentierte diese Ziffern dahingehend, dass einige Leiter der Kommunen ständig jammern, dass kein Geld in den Kassen ist um Probleme zu lösen. Andererseits verpachten sie eigenen Grund und Boden und kümmern sich nicht um die Einnahmen, die den Kommunen zustehen. Wer ist hier schuld – fragt Alichanow. Schuldig sind einzig und allein die Leiter der Kommunen und die dafür zuständigen Mitarbeiter in den Verwaltungen. Eine Milliarde Rubel – das ist jenseits von Gut und Böse – so Alichanow weiter in seinen Kommentaren.
 
 
16.11.2016 – Sofortige Vertragskündigung mit ausländischem Investor
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat die sofortige Kündigung des Vertrages mit einer ausländischen Firma gefordert, die den gesamten Wyschtensker Wald (Rominter Heide) gepachtet hat. Er gab seinem Vize-Gouverneur Alexander Schenderjuk-Schidkow die Weisung, die Vertragskündigung vorzubereiten und durchzusetzen.
„Mir liegt eine Information vor, dass der gesamte Wald sich dort in den Händen einer lettischen Firma befindet. Und alle Abholzungen werden dort von dieser Firma durchgeführt. Also, sofortige Vertragskündigung“, - so Anton Alichanow. Weiterhin hatte sich der Gouverneur um die Information gekümmert, dass am Ort des Jagdhauses von Hermann Goering ein Gästehaus errichtet wird. Sein Vizepremier Alexander Schenderjuk-Schidkow informierte ihn, dass sein Apparat die Angelegenheit kontrolliert habe. Aber dort werden keine Bauarbeiten geführt, dort wird nur das Grundstück kultiviert.
 
 
16.11.2016 – Gesetz zur Unterstützung der Investoren – unnütz und unnötig
Der Kaliningrader Gouverneur Alichanow setzt seinen „Aufräumprozess“ weiter fort. Das seit langem bestehende Gesetz zur Unterstützung von Investitionsprojekten bezeichnete er als unnötig und unnütz.
 
Er wies an, dieses Dokument in einer Drei-Monatsfrist zu überarbeiten. Als Verantwortlicher wurde der Vizegouverneur Alexander Schenderjuk-Schidkow benannt.
 
 
Das Gesetz muss entweder abgeschafft oder ernsthaft überarbeitet werden – so Alichanow zu seinem Vize. Schauen Sie auf die Erfahrungen anderer Regionen. Die regionale Wirtschaftsministerin ergänzte, dass sie bereits Vorbereitungsarbeiten geleistet habe für die Korrektur dieses Gesetzes, aber auch für andere Durchführungsanordnungen.
 
… so kommentierte der Leiter der Verwaltung für Sport und Jugend der Kaliningrader Stadtverwaltung die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses. Im Pressedienst der Stadtverwaltung bestätigte man den Wunsch von Viktor Lusow, seine Tätigkeit zu beenden. Der Anlass für eine derartige öffentliche Kommentierung seines Wunsches nach Veränderung ist aus der Mitteilung nicht zu entnehmen.
 
Für unsere nachtaktiven Leser! Heute um Mitternacht (Moskauer Zeit) – dass müsste 22 Uhr deutscher Zeit sein, verschwindet unsere Umfrage und wir stellen wieder eine neugierige Wissensfrage. Wollen Sie wissen, welche Frage? Na, dann schauen Sie doch einfach neben diesen Artikel links, ab 16. November 0.01 Uhr Moskauer Zeit oder 22.01 Uhr deutscher Zeit. Wagen Sie den mutigen Klick und Sie erleben vielleicht einen „Aha“-Effekt.
 
16.11.2016 – Razzien gegen Kaliningrader Taxi begonnen
In Kaliningrad hat eine großangelegte Razzia gegen Taxifahrer begonnen, die ihre Fahrzeuge nicht nach dem neuen Standard, welcher seit 2016 gültig ist, umgerüstet haben. Es geht um die einheitliche Gestaltung der Fahrzeuge in gelber Farbe und die Ausstattung der Fahrzeuge mit einem orangefarbenen beleuchteten Taxischild auf dem Dach. Das Fahrzeug muss auch über Informationen über den Fahrer verfügen, persönliche Angaben und Foto und eine Preistabelle. Weiterhin muss ersichtlich sein, zu welcher Firma das Fahrzeug gehört und welches Organ die Arbeit des Taxis kontrolliert. Die ersten Kontrollen zeigten, dass viele Fahrer über diese Forderungen nicht informiert sind, obwohl diese bereits vor zwei Jahren in den Medien ausführlich publiziert worden sind. Die Taxifahrer riskieren gegenwärtig den Verlust ihrer Lizenz. Spätestens jedoch nach Ablauf der Lizenz wird das Fahrzeug kontrolliert und wenn es dann nicht im geforderten Zustand ist, wird eine neue Lizenz verweigert. Gegenwärtig gibt es 2.995 Taxis im Kaliningrader Gebiet. Jeder Taxinutzer kann die Ordnungsmäßigkeit des von ihm genutzten Fahrzeuges per Internet prüfen. Das Regionalministerium für die Entwicklung der Infrastruktur hat eine besondere Internetseite hierfür eingerichtet. Der Passagier braucht nur drei Ziffern des Kennzeichens eingeben und erhält alle notwendigen Informationen.
 
 

15.11.2016 – Herstellung von Hilfsmitteln für Mobilitätseingeschränkte in Kaliningrad
Die Kaliningrader Gebietsregierung prüft die Möglichkeit der Einrichtung einer Produktionsstätte für die Herstellung von Hilfsmitteln für Mobilitätseingeschränkte. Eine Beratung zu dieser Thematik wurde durch den Gouverneur des Gebietes am Montag durchgeführt. Vorausgehend hatte der Gouverneur Anton Alichanow das Kaliningrader Unternehmen „Observer“ besichtigt, welches hochtechnologische Mobilitätsfahrzeuge herstellt. Der Leiter des Unternehmens Roman Aranin informierte den Gouverneur, dass bei ausreichender Finanzierung sein Unternehmen bis zu 5.000 Rollstühle produzieren könnte. In der Gebietsregierung wurde die Möglichkeit der Bereitstellung eines Grundstückes für das Unternehmen besprochen sowie die Möglichkeiten für den Abschluss einer staatlich-privaten Partnerschaft. Auch die Möglichkeiten für die Bereitstellung eines Mikrokredites für die Beschaffung von Produktionsausrüstungen aus dem Gebietshaushalt waren Gesprächsthema. Der Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass im kommenden Jahr der „Fond für die Unterstützung der Industrie“ seine Arbeit aufnehmen wird. Dies wird sich fördernd für die unternehmerischen Initiativen auswirken.
 

Foto: Gouverneur Anton Alichanow besucht Produktionsstätte für Hilfsmittel für Mobilitätseingeschränkte
 
15.11.2016 – Immer noch nicht die Zeichen der Zeit verstanden
Einige Kaliningrader Verantwortliche scheinen immer noch nicht die Zeichen der Zeit verstanden zu haben und haben wohl auch einige Meldungen der regionalen Medien in den letzten Jahren überlesen. Wieder mal steht die Ostpreußin und Hitler-Verehrerin Agnes Miegel im Mittelpunkt eines sich anbahnenden Skandals. Wie der TV-Kanal „Westi.ru“ unter Bezugnahme auf das Informationsportal „Exclaw.ru“ berichtet, wurden in Kaliningrad Arbeiten zur Erfassung von Gebäuden mit kulturhistorischer Bedeutung durchgeführt. Ziel war es, den Status „Denkmalschutz“ in das Grundbuch für die betroffenen Objekte eintragen zu lassen. Insgesamt befinden sich auf der neuesten Liste 64 Gebäude, so auch ein Gebäude, welches Anfang des 20. Jahrhunderts in Prawdinsk, in der ul. Kutusowa 13 errichtet wurde und in den Dokumenten unter „Agnes-Miegel-Schule“ figuriert. Im Gebäude befindet sich gegenwärtig das „Zentrum für Kinderhilfe“ unter der Bezeichnung „Ufer der Hoffnung“. Wie weiter mitgeteilt wurde, hatte sich die Staatsanwaltschaft mit der Gesamtangelegenheit „Agnes Miegel“ im Kaliningrader Gebiet bereits befasst. Allerdings scheint es den Verantwortlichen in Prawdinsk gelungen zu sein, die Staatsanwaltschaft auszutricksen. Jetzt wird dieses Gebäude unter der Bezeichnung der Hitler-Verehrerin sogar unter Denkmalschutz gestellt. Dem Gebäude werden sogar Steuergelder überwiesen, um Arbeiten im Zusammenhang mit dem neuen Status durchzuführen. Die Verantwortlichen in Prawdinsk erklärten, dass es sich nicht um ein Kulturdenkmal zur Bewahrung des Namens Agnes Miegel handelt, sondern nur um ein Architekturdenkmal. Allerdings stehen die Dokumente zu dem Gebäude im Widerspruch zu diesen Äußerungen.
 

Foto: Agnes-Miegel-Schule in Prawdinsk – Denkmalschutz für Hitlerverehrerin Agnes Miegel
 
15.11.2016 – Staatsanwaltschaft in Kaliningrad übt Druck auf Arbeitgeber aus
Der Staatsanwaltschaft des Kaliningrader Gebietes ist es seit Anfang des Jahres gelungen, auf Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern keinen Lohn zahlen, entsprechend einzuwirken und sie zur Zahlung von 22 Mio. Rubel an Lohnaußenständen zu bewegen. Die Behörde hat von Januar bis September 3.645 Fälle von Nichtzahlung von Gehältern untersucht. In 1.449 Fällen kam es zu einer Anklage vor Gericht. In zwei Fällen wurde sogar ein Untersuchungsverfahren im Rahmen der Strafgesetzgebung eröffnet.
 
 
15.11.2016 – Tag der offenen Tür auf der „Krusenstern“
Am Samstag den 19. November lädt der größte Seegler Russlands, die Krusenstern, zu einem Tag der offenen Tür ein. Interessierte können sich das Schiff nun auch von Innen ansehen. Die Mannschaft ist bereit, alle Neugierigen von 11.00-15.00 Uhr das Schiff zu zeigen und zu erklären. Danach wird sich der Großsegler nach Svetly auf die Werft zu einer Überholung bewegen. Die „Krusenstern“ ist erst vor wenigen Tagen, am 4. November von einer langen Auslandsreise zurückgekehrt. Das Schiff nahm an einer Regatta teil und besuchte Holland, Belgien, Frankreich, Litauen, Finnland, Deutschland, Griechenland, Rumänien, Bulgarien und Marokko. Der letzte Tag der offenen Tür fand im Februar 2016 statt. Die Mannschaft begrüßte 3.500 Besucher.
 
 
15.11.2016 – Mehr Gehalt für Mitarbeiter der Kultur und dem Sozialbereich
Die Regionalverantwortlichen haben eine Gehaltserhöhung für Mitarbeiter der Bereiche „Kultur und Soziales“ beschlossen. Darüber informierte der Regionalminister für Finanzen Viktor Porembski während einer Beratung in der Kaliningrader Gebietsduma. Im Gebietshaushalt für 2017 ist geplant, den Mitarbeitern für Kultur eine Gehaltserhöhung von 19 Prozent zu gewähren und den Mitarbeitern im Sozialbereich 21 Prozent mehr Gehalt zu geben. Alle anderen Gehälter der Staatsangestellten werden im Jahre 2017 mit drei Prozent indexiert. In den letzten zwei Jahren hatten Mitarbeiter des Staatsapparates keine Gehaltserhöhung erhalten. Dies hing mit der angespannten Haushaltslage in Russland und in den Regionen zusammen.
 
 
 
14.11.2016 – Informationen nachgereicht
Vor einigen Tagen kommentierte ein Leser unseren Beitrag zu den Lebenshaltungskosten in Kaliningrad und bat um Informationen über die Einkommenssituation der Arbeitnehmer, um daraus die richtigen Rückschlüsse auf die Akzeptanz des Preisniveaus für Waren des täglichen Bedarfs ziehen zu können. Wir hatten kurz einige Zahlen als Antwort genannt, die aus dem tagtäglichen Umgang geläufig waren. Die Kaliningrader Statistik zeigt folgenden offiziellen Stand:
 
Klicken Sie auf die Diagramm-Grafik um zur ausführlichen Statistik der Lebenshaltungskosten im russischen Kaliningrad zu gelangen.
 
14.11.2016 – Wochenende wird Krawattenfrei erklärt
Einige Besonderheiten und „Marotten“ des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow sind im kleinen Kreis bereits bekannt. So kennt der Gouverneur an sich kein arbeitsfreies Wochenende. Das vergangene Wochenende nutzte er unter anderem, um in einer kleinen Siedlung im Kaliningrader Gebiet ein Kulturhaus einzuweihen. Und eine seiner „Marotten“ ist es, am Wochenende seine Arbeit ohne die hochoffizielle Krawatte zu versehen. Wie bereits andere feststellten, die an einem Wochenende zu Personal- oder sonstigen Gesprächen in den hochoffiziellen Regierungssitz des Gouverneurs, in der Kaliningrader „DD1“ gebeten wurden und sich hierfür in Anzug und Krawatte warfen, empfing sie der Gouverneur in Jeans und Pullover – das Wochenende ist Krawattenfrei … so Anton Andrejewitsch.
 
Foto: Anton Andrejewitsch inmitten vieler (trauriger) Schwiegermütter … bei der Einweihung des Kulturhauses
 
 
Anton Alichanow ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Über sein Privatleben ist wenig bekannt. Eine der wenigen Aufnahmen, die ihn mit seiner Gattin zeigt:
 
Foto: Anton Alichanow mit Ehefrau im Estraden-Theater in Svetlogorsk, anlässlich des Jubiläums der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ im September 2016
 
14.11.2016 – Interessante Wochenendgestaltung des Gouverneurs
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow scheint am vergangenen Wochenende das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden zu haben. Einerseits führte er eine Reise in landschaftlich interessante Bereiche des Kaliningrader Gebietes durch, andererseits stellte er laute Überlegungen an, was man hier machen könnte, um den Tourismus zu entwickeln oder doch zumindest dem Gebiet etwas Gutes anzutun. So bemerkte der Gouverneur eine ganze Reihe von altdeutschen Bahnhöfen, die an stillgelegten Strecken liegen oder einfach nicht mehr genutzt werden, weil die Kaliningrader Bahn nicht mehr diesen Bahnhof als Haltepunkt bedient. Nun erhielt der Kaliningrader Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak die Aufgabe, gemeinsam mit allen Interessierten die Frage der Reanimierung der Bahnhöfe anzugehen.  
Weiterhin verbot der Gouverneur die weitere Abholzung von Bäumen im Kaliningrader Gebiet. Unter fadenscheinigen Gründen wurden in der letzten Zeit immer größere Abholzungen vorgenommen. Dies ist nun untersagt worden. In erster Linie betrifft dies ein Gebiet, unter Deutschen bekannt als Rominter Heide, die nach Worten des Kaliningrader Gouverneurs zukünftig eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Tourismus zu spielen hat.
Bei der Gelegenheit wurde dem Gouverneur auch zugetragen, dass sich in der Rominter Heide die Überreste des Jagdhauses von Hermann Göring befinden und das irgendjemand dort ein Gästehaus baut. Ein fragender Blick in Richtung Minister für Tourismus und Kultur ergab, dass dieser sich nur unzureichend informiert zeigte und auch nicht weiß, wer dort baut. Ihm ist zwar die Baustelle bekannt, mehr aber auch nicht … so der Minister. Journalisten von Kaliningrader Medien halfen da sofort nach und informierten, dass der Name eines Vizepremiers der Kaliningrader Gebietsregierung, ehemals bekannt als „Graue Eminenz“ hier eine gewisse Rolle spielt.
 
Karte: Rominter Heide im Kaliningrader Gebiet
 
14.11.2016 – Weißrussische Bahn mit Kaliningrad unzufrieden
Die weißrussische Bahn informierte über die Zugverbindung Richtung Kaliningrad. Es gibt gewisse Zuwachsraten, aber insgesamt ist diese Verbindung nicht zufriedenstellend und auch vom Standpunkt der Rentabilität bei weitem nicht das, was man sich vorstelle. Dies meint der Chef der weißrussischen Bahn Wladimir Morosow im Rahmen eines Runden Tisches am vergangenen Freitag. „Schienen und Schwellen sind eine gute Sache, aber wenn darüber nichts rollt, ist es wertloses Material auf Grund und Boden“, - meinte der Bahnchef. In den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres nutzten nur 350.000 Passagiere die Bahnverbindung durch Weißrussland. Problematisch sind die langen Wartezeiten an den Grenzen und natürlich auch der Fahrpreis. Die Fahrzeit von Kaliningrad nach Moskau beträgt gegenwärtig 19,5 Stunden. Die Zeit soll nun auf 16 Stunden gedrückt werden. Nach Instandsetzung des Gleisbettes im Kaliningrader Gebiet soll die Zeit auf 13 Stunden gesenkt werden können – so der Chef der Kaliningrader Bahn. Außerdem steht immer noch die Frage, dass man die Grenz- und Zollformalitäten bereits während der Fahrt des Zuges vom Kaliningrader Bahnhof in Richtung Grenze durchführen kann und somit Standzeiten an der Grenze entfallen. Die Abfertigung des Zuges in Litauen ist ebenfalls ein Problemthema. Durch die gegenwärtige politische Situation verlaufen die Gespräche sehr schleppend.
 
Karte: Zugverbindung zwischen Russland und Russland – 6 Grenzkontrollen
 

 

13.11.2016 – Ein Tag im Leben des Kaliningrader Gouverneurs
Der russische TV-Sender NTW zeigte am 31. Oktober einige Momente aus dem täglichen Allerlei des neuen Gouverneurs des Kaliningrader Gebietes Anton Andrejewitsch Alichanow. Der Film ist in Originalsprache und auch wenn man die Kommentare und Äußerungen nicht versteht, gibt er vielleicht einen kleinen Einblick in die Person des jüngsten Gouverneurs Russlands. Er zeigt, dass der Gouverneur mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einem ganz normalen Haus am Stadtrand von Kaliningrad wohnt, er sich täglich durch Sport fit hält und in seiner Studentenzeit selber als Trainer in einem Fittnessclub gearbeitet hat. Seine Eltern und seine Verwandten sind ganz normale Leute ohne irgendwelche besonderen Beziehungen zu irgendeiner anderen exponierten Persönlichkeit in Russland. Wir erfahren, dass er Gitarre spielt und Ping Floyd liebt. Und wir sehen Anton mit seiner Frau ganz normal in einem Kaliningrader Restaurants einen freien Abend genießen. Mit einem tiefen Seufzer bekennt er, dass sie sich vor einiger Zeit im Süden Moskaus eine Wohnung gekauft haben und noch vier Millionen Rubel Hypothek abzuzahlen hat.
Nach einer Einführung durch den Moderator der TV-Sendung beginnt der Beitrag ab Minute 2:00 mit der Vorstellung des Gouverneurs. Klicken Sie auf die Grafik um zum Beitrag zu gelangen:
 
 
13.11.2016 – Lehrverbot für pädagogisches Institut
Das Pädagogische Institut in der Kaliningrader Kreisstadt Tschernjachowsk hat ein Lehrverbot für eine Reihe von Fachrichtungen ausgesprochen bekommen. Das Verbot wurde im Ergebnis einer Überprüfung der Tätigkeit des Instituts durch die russische Aufsichtsbehörde für das Bildungswesen ausgesprochen. Bereits im Sommer hatte die Aufsichtsbehörde den gesamten Lehrbetrieb verboten und der Einrichtung die Akkreditierung entzogen. Dies hinderte aber die Verantwortlichen im Institut nicht daran, trotzdem Studenten für das neue Studienjahr aufzunehmen. Man nutzte anscheinend bestehende Gesetzeslücken, um die Entscheidung der Aufsichtsbehörde zu umgehen. Merkwürdig ist jedoch, dass in einem Rating gerade dieses Institut zu den TOP-10 der Ausbildungsstätten in Russland in der Fachrichtung gehört.
 
13.11.2016 – Kaliningrad hat noch mehr junge Erfolgreiche – außer dem Gouverneur
Ilja Chwostow, unseren ständigen Lesern bereits aus den Vorjahren bekannt, ist ein junger, begabter moderner Musiker aus der Kaliningrader Szene. Auch in Russland finden, ähnlich wie in Deutschland, Talente-Shows statt. Ilja hatte sich für eine der föderalen Veranstaltungen des 1. Kanals beworben. Am vergangenen Samstag nahm er nun die zweite Hürde im Musikwettbewerb „Stimme“. Klicken Sie auf die Fotomontage um zu seinem Auftritt zu kommen.
 
Foto: Ilja zu Besuch bei „Kaliningrad-Domizil“ im Jahre 2014
 

12.11.2016 – Stürmische Regierungssitzung am Freitag den 11.11.
Den Kaliningrader Ministern wurde angedroht, dass sie zukünftig aus eigener Tasche die Strafzahlungen zu leisten haben, die das föderale Zentrum gegenüber Kaliningrad verhängt, wenn föderale Fördermittel nicht ausgelastet werden. Grund für diese Drohung des Kaliningrader Gouverneurs an die Adresse seiner Minister war eine Strafrechnung aus Moskau über 30 Mio. Rubel wegen nicht ausgelasteter Fördermittel. Der Gouverneur lies es durchaus zu, dass die Minister in diesem Zusammenhang ohne Gehalt arbeiten werden.
 
 
12.11.2016 – Gouverneur kontrolliert föderale Förderobjekte im Gebiet
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass er eine ganze Reihe von Objekten kontrolliert habe, die mit föderalen Fördermitteln errichtet werden und zeigte sich äußerst unzufrieden. Ein Objekt, das Musikkollege in Kaliningrad, erregte seinen besonderen Unmut. „Als ich dort war, habe ich nur einen verschlafenen Gastarbeiter gesehen“, - so Alichanow. Er zeigte sich verwundert, dass für die Schule teure Klaviere und Flügel im Gesamtwert von drei Millionen Rubel gekauft worden sind, die jetzt übereinandergestapelt rumstehen. Sie stehen deshalb rum, weil es keine Räume gibt, wo diese Instrumente eigentlich hingehören. Und auch eine Orgel sollte eigentlich vorhanden sein, aber keiner weiß, wo sie ist. Er erklärte sein gesteigertes Interesse, mit dem Auftragnehmer für dieses Objekt persönlich Bekanntschaft schließen zu wollen. „Bereits Mitte August habe ich im Zusammenhang mit diesem Objekt Weisungen erteilt. Und verdammt nochmal – es ist nichts passiert. Verdammt nochmal …! Was tun Sie eigentlich“, - so Alichanow an die dafür zuständigen Verantwortlichen im Ministerkabinett.
 
12.11.2016 – Die Töne werden schärfer in der Gebietsregierung
„Ich werde meinen Kopf nicht wegen Ihrer Sorglosigkeit opfern“, – so der Kaliningrader Gouverneur an die Adresse seiner nachgeordneten Minister und Vizepremiers während der Regierungssitzung am vergangenen Freitag. Er wies alle Nachgeordneten an, sämtliche Dokumente im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 nochmals zu prüfen, insbesondere was das Baugeschehen auf der Insel, rund um das neue Stadion betrifft. Er zeigte sich misstrauisch gegenüber den Meldungen seiner Minister, dass alles planmäßig und zur Zufriedenheit laufe. „Ich habe Informationen aus dem russischen Sicherheitsdienst, dass ihre Meldungen nicht der Wahrheit entsprechen. Wir melden nach oben das Eine und anschließend „streichelt“ man mir über den Kopf. Ich habe keine Lust, wegen Ihrer Sorglosigkeit meinen Kopf opfern zu müssen. Es ist besser, wenn Ihre Köpfe fallen. Und ich verspreche Ihnen … sie werden fallen.“
 
 
12.11.2016 – Gouverneur führt Minister öffentlich vor
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich äußerst verwundert darüber, dass ihm der Kaliningrader Sportminister Igor Belous über Erfolge in der bevölkerungspolitischen Sportentwicklung Bericht erstattet, meldet, wie viele Kaliningrader das Sportabzeichen in Gold, Silber und Bronze abgelegt haben, wer die staatlichen Sportnormen erfüllt, selber aber weder die Normen, noch irgendeine der Stufen für das Sportabzeichen erfüllt. Eine kurze Frage in die versammelte Ministerrunde zeigte, dass niemand im Kaliningrader Ministerkabinett über ein Sportabzeichen verfügt. „Schlecht, dass Sie über kein Sportabzeichen verfügen. Ich erwarte, dass Sie sich damit beschäftigen“, - so Alichanow an die Adresse des Sportministers. Alichanow ist sportlich engagiert und besucht täglich ein Sport-Center in Kaliningrad. Ein TV-Team des zentralen russischen Fernsehens hatte ihn vor wenigen Tagen begleitet und eine Art Home-Story erstellt um den Gouverneur und sein privates Umfeld den Kaliningradern etwas näher zu bringen und die ungerechtfertigte negative Berichterstattung gewisser Regionalmedien etwas zu entschärfen.
 
12.11.2016 – Putin sendet wieder Geld nach Kaliningrad
Der russische Präsident Putin hat wieder in seinen Reservefond gegriffen und 11,6 Mio. Rubel nach Kaliningrad überwiesen, zweckgebunden für die Instandsetzung eines Hospitals für Veteranen des Krieges. Das Gebäude befindet sich in der ul. Komsomolskaja 91 in der Gebietshauptstadt. Das föderale Gesundheitsministerium und das Arbeitsministerium wurden vom Präsidenten mit der Kontrolle der zweckgebundenen Verwendung der Gelder beauftragt. Das Hospital für Kriegsveteranen wurde im April 2010 eröffnet. Es ist in erster Linie für die sozialmedizinische Rehabilitation von Invaliden des Großen Vaterländischen Krieges bestimmt. Aber auch andere Invaliden, die an Kampfhandlungen teilgenommen haben, können die Leistungen dieser Einrichtung nutzen. Im Jahre 2012 wurde das Hospital erweitert.
 
 
12.11.2016 – Wohnungsmieter mit interessanter Problemlösung
Ein junger Mann aus Tschernjachowsk, einer Kreisstadt im Kaliningrader Gebiet, hatte eine Wohnung von einer 61jährigen Rentnerin angemietet. Wie üblich in Russland, wurde die Wohnung möbliert vermietet. Dem Mieter schien, nachdem er eingezogen war, dass die darin befindlichen Möbel unzumutbar waren und warf sie einfach auf die Straße. Dazu gehörten Tische, Schränke, Tische, Stühle, Haushaltstechnik, Teppich, Gardinen, Fernsehapparat, Kühlschrank, Geschirr und weitere Hausratgegenstände. Die Vermieterin erstattete Anzeige wegen Diebstahls gegen ihren Mieter. Die Polizei ermittelt nun gegen den jungen Mann. Zwischenzeitlich wurde auch eine Wertfeststellung für alle „entsorgten“ Möbel und Einrichtungsgegenstände erstellt. Es handelt sich um die Gesamtsumme von 16.000 Rubel, also nicht ganz 240 Euro. Irgendwie kann man sich bei der Summe gewisser Sympathien für den Mieter nicht ganz verschließen.
 
12.11.2016 – Jung, dynamisch, konsequent – Gouverneur straft Nachgeordnete ab
In der Regierungssitzung am vergangenen Freitag scheint es etwas emotionaler als zu früheren Zeiten zugegangen zu sein. Kaliningrader Regionalmedien berichten übereinstimmend von ziemlich scharf formulierten Äußerungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow an die Adresse einiger seiner Nachgeordneten. Er kritisierte die Nichterfüllung von Festlegungen und Fristen im Rahmen föderaler Förderprogramme für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes. Gelder, die Kaliningrad aus föderalen Quellen erhält, sind auch in diesem Jahr nur zu 44 Prozent ausgelastet worden – in konkreten Summen wurden nur 1,7 Mrd. Rubel von 3,7 Mrd. zur Verfügung stehenden Geldern zur Lösung von Problemen eingesetzt. Es sollten in diesem Jahr 37 Objekte in Nutzung überführt werden, es wurden aber nur 20 Objekte zu Ende gebracht. Der Gouverneur ging die dafür Verantwortlichen hart an und forderte, dass man mit den Auftragnehmern Tag und Nacht arbeiten müsse. Er habe keine Lust, bei Dienstbesprechungen in den zuständigen Fachministerien oder bei den Vizepremiers in Moskau kritisiert zu werden, weil die zur Verfügung gestellten Gelder nicht ausgelastet werden. Alichanow zeigte sich verärgert darüber, dass einerseits die Fördergelder nicht ausgelastet werden und sich andererseits darüber aufgeregt wird, wenn das föderale Zentrum für die kommenden Jahre Fördergelder kürzt. Im Rahmen der Regierungssitzung erhielt der Kaliningrader Bauminister Amir Kuschchow eine öffentliche Rüge und der zuständige Vizepremier Maxim Fedosejew eine Abmahnung.
 
 
12.11.2016 – Neuer Vertreter Kaliningrads in Moskau
So wie deutsche Länder in Berlin und anderen wichtigen Städten Vertretungen unterhalten, ist es auch in Russland. Kaliningrad hat Gebietsvertretungen in Moskau und in St. Petersburg. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat nun einen ehemaligen Mitarbeiter des föderalen Ministeriums für Industrie und Handel Alexander Derkatsch mit der Wahrnehmung der Kaliningrader Interessen in der Stadt Moskau beauftragt. Der Kaliningrader Gouverneur ist mit ihm persönlich aus seiner Zeit im genannten Ministerium bekannt. Der bisherige Vertreter Andrej Zarkow war in dieser Funktion weniger als zwei Jahre tätig.
 
 
12.11.2016 – Kreuz-Apotheke nun doch verkauft
Völlig überraschend hat sich nun doch ein Käufer für die sterblichen Überreste der ehemaligen Kreuz-Apotheke gefunden. Für die Summe von 3.115.000 Rubel erwarb Sergej Suchomlin das Gebäude, einschließlich Grundstück. Innerhalb von zwei Wochen hat er diese Summe an die Stadtkasse zu überweisen und mit der Stadt die dazugehörigen Verträge und Vereinbarungen zu unterzeichnen. Bis zum Jahre 2017 hat er für die Sicherheit des Objektes und der Baustelle zu sorgen und alle Arbeiten zu organisieren, um einem weiteren Verfall des Gebäudes vorzubeugen. Weiterhin hat er eine „Sicht-Fassade“ vor dem Gebäude anzubringen, welche die ehemalige Fassadengestaltung widerspiegelt. Die notwendigen Projektarbeiten zur Restaurierung des Gebäudes sind bis 2018 abzuschließen und er hat die notwendigen Baugenehmigungen zu beantragen. Bis Mitte 2019 sollen dann die Außenarbeiten am Gebäude abgeschlossen sein.
 
 
11.11.2016 – Das Königsberger Schloss hatte eine Geschichte vor dem Schloss
Gegenwärtig laufen auf dem Gelände, wo die Ruinen des Königsberger Schlosses bis 1968 gestanden haben, intensive Ausgrabungsarbeiten. Ziel ist die Freilegung der Fundamente, um dann weitere Entscheidungen über die Nutzung des Geländes zu treffen. Bisher laufen die Planungen dahingehend, dass man den Westflügel des Schlosses möglichst originalgetreu wieder aufbauen will. Jetzt haben die Ausgräber eine Kulturschicht in den Überbleibseln des Schlosses gefunden, die auf eine Besiedlung des Gebietes weit vor dem Schlossbau hindeuten, also einer Zeit vor der deutschen Ordenszeit hinweisen. Nach monatelanger Geheimhaltung aller Dinge, die sich rings um die Ausgrabungen abspielen, haben jetzt die Ausgräber über eine Vielzahl von Funden berichtet, die auf eine Urbesiedlung zurückzuführen sind. So sind bei den Ausgrabungen am Westflügel auch Verteidigungsanlagen aus der Zeit des XIII-XIV. Jahrhunderts gefunden worden. Weiterhin wurden Verteidigungsanlagen am Südwest- und Nordwest-Flügel gefunden, die aus dem XVI. Jahrhundert stammen. Es wurden Silbermünzen gefunden, Haushaltsgegenstände, Küchen- und Tischgeschirr, Steinfiguren aber auch Exponate, die aus dem Preußen-Museum stammten.
 
Foto: Projektvorstellung zur Wiedererrichtung des Königsberger Stadtschlosses
 
11.11.2016 – Tolle Werbung, geschickt verpackt
Vor Jahren wurde in Kaliningrad an der Straßenkreuzung Leninski-Prospekt-ul. Bagrationa eine Obama-Pizzeria eröffnet. Sie scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen, denn alle Restaurants, die sich vorher in diesen Räumlichkeiten befanden, haben immer nur kurze Zeit durchgehalten. Nun informierte das Restaurant, dass es im Zusammenhang mit den Wahlen in den USA und dem im Januar bevorstehenden Präsidentenwechsel, das Restaurant seine Bezeichnung nicht ändern wird. Lang und breit erklärten die Betreiber der Pizzeria, dass die Bezeichnung „Obama-Pizzeria“ in keinerlei namentlichen Zusammenhang mit dem noch amtierenden amerikanischen Präsidenten stehe. Selbst in der Ausstattung der Pizzeria deutet nichts auf den bekannten Obama hin. Das Ganze wurde als offizielle Pressemitteilung durch den russischen Betreiber des Restaurants herausgegeben – noch besser und billiger kann man nicht für Aufmerksamkeit und neue Gäste sorgen.
 
Foto: Obama-Pizzeria im Stadtzentrum Kaliningrads
 
 
11.11.2016 – Kaliningrader Gouverneur hat neuen Berater
Am Donnerstag wurde bekannt, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow einen neuen Berater in sein persönliches Umfeld geholt hat. Der neue Berater ist allen politisch und wirtschaftlich Interessierten in Kaliningrad bereits über viele Jahre bekannt. Es handelt sich um Dmitri Schemakin, ehemaliger Industrieminister in der Regierung Zukanow. Er hatte die Regierung im September 2015 verlassen, denn nach der Wiederwahl des Gouverneurs wurde er als Industrieminister nicht mehr benötigt. Sein weiterer Einsatz erfolgte an der Basis als Leiter des Kreises Bagrationowsk. Die Ernennung von Dmitri Schemakin wird in den Kaliningrader Medien unterschiedlich kommentiert. Oppositionell eingestellte Medien sehen es mit sehr kritischem Blick, wenn der neue Gouverneur wieder Personalien in die Regierung beruft, die bereits unter dem Gouverneur Zukanow gearbeitet haben. Es sei auch darauf hingewiesen, dass der Stuhl des Kaliningrader Industrieministers seit vielen Monaten schon nicht mehr besetzt ist. Dmitri Schemakin wird sich in seiner neuen Funktion auch mit Industriefragen beschäftigen. Hauptaufgabe soll die Gründung einer Stiftung für die Entwicklung der Kaliningrader Industrie sein. Dazu sollen alle nur möglichen föderalen Finanzierungsquellen genutzt werden, zu denen der Gouverneur Alichanow aus seinen früheren Zeiten im Wirtschaftsministerium beste Beziehungen hat.
 
 
11.11.2016 – Die Vergangenheit bringt sich in Erinnerung
Mitarbeiter der Verwaltung des Kaliningrader Sicherheitsdienstes FSB haben in einem Geheimversteck Waffen und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg im großen Umfang gefunden. Das Versteck befand sich im Baltischen Wald, unweit der Siedlung Wsmore, auf dem Weg Richtung Svetly. Unter anderem wurden 10 Kilo Sprengstoff gefunden, 5 Panzerfäuste, 8 Sprengladungen, vier Brandbomben, fünf Granaten ohne Zünder und 23 Geschosse unterschiedlichen Kalibers. Alle aufgefundenen Gegenstände waren noch einsatzbereit. Anscheinend haben die Sicherheitsbehörden die Vermutung, dass es sich zwar um Gegenstände aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, aber das Lager in der gegenwärtigen Zeit angelegt wurde, um Funde zwischenzulagern. Weitere Untersuchungen erfolgen.
 
Foto: Fundstelle im Wald bei Kaliningrad
 
11.11.2016 – An den Taten sollst du sie erkennen
Ein kluger Spruch, ausgeliehen durch uns aus der christlichen Lehre. Anlass für dieses Zitat ist die Veröffentlichung eines weiteren Ratings durch russische Agenturen, in denen die Gouverneure der russischen Regionen im Monat Oktober eingeschätzt werden. Erstmals in diesem Rating erschien der neue Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, der die Funktion auch erst Anfang Oktober angetreten hat. Von 85 möglichen Plätzen im Medialrating belegte er sofort Platz Nr. 6, obwohl er noch keine Chance hatte, bisher irgendetwas Abrechenbares getan zu haben – rein zeitlich war dies schon gar nicht möglich. Das weckt natürlich immer Misstrauen in die Objektivität derartiger Ratings. Das hat anscheinend auch Anton Andrejewitsch Alichanow erkannt, denn bereits vor ein paar Tagen äußerte er sich „distanziert“ zu allen möglichen Ratings. Und so warten wir das erste völlig reale Rating ab – das wird vermutlich im September 2017 zu den Gouverneurswahlen durch die Kaliningrader Bevölkerung ganz real – aber subjektiv - erstellt.
 
 
11.11.2016 – Wie verärgert man am besten einen Zöllner
Einen Zöllner verärgert man am besten dadurch, dass man nicht schmuggelt und sich absolut an die geltenden gesetzlichen Regelungen zum Transport von Ware verhält, wenn man eine Grenze überschreitet. Denn es ist seine Aufgabe etwas zu finden und wenn er nichts findet, ärgert er sich – logisch. Aber auch gestern entschied sich ein russischer Bürger, die Laune der russischen Zöllner anzuheben, indem er 3.000 Schachteln Zigaretten undeklariert und wenig klug versteckt in seinem Fahrzeug nach Litauen schaffen wollte. Allerdings gab es diesmal eine Besonderheit, denn nachdem der Zöllner die Zigaretten gefunden hatte, begann er heftig mit dem Schwanz zu wedeln … Sherlock, so der Name des vierbeinigen Zöllners freute sich übermäßig … Gefunden wurden die Zigaretten an einem Grenzübergang, den Einheimische „Partisanskoje“ nennen (offiziell Pogranitschnoje), hoch oben im Nordosten Kaliningrads – vermutlich der kleinste Grenzübergang des Kaliningrader Gebietes. In der Meldung über den Vorfall wurden alle Zigarettenmarken aufgezählt die gefunden wurden – es war ein gut durchdachtes Sortiment. Da die Firmen mit unserer Informationsagentur keinen Werbevertrag abgeschlossen haben, können wir somit diese Marken hier nicht nennen. Fahrzeug und Zigaretten wurden beschlagnahmt und ein Strafbefehl wird für den Schmuggler wohl schon getippt.
 
 
10.11.2016 – Gouverneur Anton Alichanow hält weiter Kontakte zum Vorgänger
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass er weiterhin Kontakt zu seinem Vorgänger unterhält. Nach dem ersten Schock für die Leser wurde schnell klar, dass er mit Vorgänger natürlich nur seinen unmittelbaren Vorgänger meint, Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew, der das Kaliningrader Gebiet jedoch nur zwei Monate führte – bis zu dem Datum, wo Anton Alichanow seinen 30. Geburtstag feierte und somit für die Funktion eines Gouverneurs amtsmündig wurde. Wie bereits vor wenigen Tagen informiert, wurde Jewgeni Sinitschew nach seiner Rückkehr nach Moskau zum stellvertretenden Direktor des russischen Sicherheitsdienstes FSB berufen. Für die Kaliningrader Region kann es also nur von Vorteil sein, wenn der Gouverneur über eine derartige Kontaktlinie verfügt.
 
 
10.11.2016 – Kaliningrader Gouverneur machtdudu
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat seinem Vizepremier Harry Goldman den erhobenen Zeigefinger gezeigt und „dudu“ gemacht. Er erklärte sich nicht einverstanden mit irgendwelchen Personaldiskussionen um den Posten der Direktorin des Bernsteinmuseums, auf den die jetzt entlassene ehemalige Kulturministerin Swetlana Kondratjewna rechnet und wogegen sich eine breite Welle des Nichteinverständnisses entwickelt. Der Gouverneur erklärte, dass er solche öffentlichen Diskussionen für überflüssig hält und empfahl Herrn Goldman zukünftig mehr Zurückhaltung in Personalfragen.
 
 
10.11.2016 – Endlich mal keinen Zigarettenschmuggel
Nachdem wir in den letzten Tagen über den heimlichen Wettbewerb zwischen den russischen, polnischen und litauischen Zöllner zur Aufdeckung von Zigarettenschmugglern berichtet hatten, kommt endlich etwas Abwechslung in das Sortiment der Schmuggler. Diesmal wurden 800 Fernsehapparate durch russische Zöllner entdeckt, die das Land in Richtung Litauen verlassen sollten, ohne korrekt deklariert zu sein. Die Ware war für den Moskauer Markt bestimmt und sollte die Stadt per Transit durch Litauen erreichen. Die Zöllner wurden misstrauisch, nachdem sie das Fahrzeug gewogen hatten und feststellten, dass die freiwillig deklarierten Fernseher ein ziemlich großes Gewicht hatten. Eine Kontrolle ergab, dass 800 Geräte eben nicht deklariert waren. Ein Zollverfahren wurde eingeleitet, die Fernsehgeräte wurden beschlagnahmt.
 
Am 1. November haben wir unsere monatliche Umfrage gestartet. Neugierig wie wir sind wollten wir wissen, welches für Sie die wichtigste Informationsquelle ist, wenn Sie Neuigkeiten aus Russland erfahren wollen. Falls Sie sich uns noch nicht mitgeteilt haben, so tun Sie es bitte, gleich links hier von diesem Artikel finden Sie die Umfrage. Wie lauten doch so häufig die Sprüche in den telefonischen Warteschleifen: „Zurzeit sind alle Leitungen belegt. Ihre Meinung ist uns aber sehr wichtig. Bitte warten Sie …“ Bei uns brauchen Sie nicht zu warten und unsere Leitungen sind auch nicht belegt. Klicken Sie mutig und völlig kostenfrei auf eine von drei möglichen Antworten.
 
 
10.11.2016 – Bernsteinkioske weg – mittelalterliche Verkaufsstände hin
Einen interessanten Gedanken haben die Kaliningrader Stadtväter, um die Ansammlung von Buden in der Nähe des Bernsteinmuseums attraktiver zu gestalten. Dass diese Buden wegmüssen – darüber sind sich alle einig und auch die dort tätigen Unternehmer sind neuen Gedanken aufgeschlossen. Nun liegt der Vorschlag auf den Tisch, diesen Markt einen mittelalterlichen Anstrich zu geben. Der Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung Harry Goldmann informierte, dass das Konzept bereits erarbeitet ist und auf seine Umsetzung wartet. Neben dem neuen Markt für den Verkauf von Bernsteinerzeugnissen, wird am Oberteich auch eine neue Anlegestelle eingerichtet, damit sich Touristen und Bürger dort Ruderboote ausleihen können. Kaliningrad wird, nach Umsetzung des Konzeptes, über zwei Märkte für den Verkauf von Bernstein verfügen. Ein Markt im mittelalterlichen Stil am Bernsteinmuseum, der zweite Markt am Wrangel-Turm im Stadtzentrum. Bis April 2017 soll das Konzept Realität werden.
 
Foto: Konzept des mittelalterlichen Bernstein-Marktes am Bernsteinmuseum/Oberteich
 
10.11.2016 – Kaliningrader Kunstgalerie zieht um
Seit Wochen steht fest, dass die Kaliningrader Kunstgalerie ihre Räumlichkeiten auf dem Moskauer Prospekt verlassen muss. Grund hierfür ist die Baufälligkeit eines der drei dort stehenden Häuser, zu deren Gesamtkonzept auch die Kunstgalerie gehört. Nun wurde beschlossen, dass die Kunstgalerie in die ehemalige Königsberger Börse, dem heutigen Haus der Kultur der Seeleute bzw. dem Haus der Jugend umzieht. Gegenwärtig zeigen sich auch im Gebäude der Kunstgalerie Risse in den Wänden und das Dach wird undicht. Wie aus der Kaliningrader Gebietsregierung weiterhin mitgeteilt wurde, laufen bereits Planungsarbeiten für den Bau eines neuen einheitlichen Museumskomplexes im Stadtzentrum von Kaliningrad. Dieser Museumskomplex soll das Meeresmuseum, den Dom und weitere Objekte einschließen. Die Hochbrücke soll mit einem Fahrstuhl für Besucher ausgestattet werden. Weiterhin ist der Bau einer Fußgängerbrücke geplant, die das Meeresmuseum mit dem Kant-Dom verbindet.
 
Foto: Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse – neuer Standort für die Kaliningrader Kunstgalerie
 
10.11.2016 – Zwei junge Perspektivkader helfen sich
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, jüngster Gouverneur in der Geschichte Russlands, hat sich in Moskau mit dem Minister für Nachrichten und Massenkommunikation Nikolai Nikiforow, dem jüngsten Minister in der Föderalregierung getroffen. Beide vereinbarten den Aufbau eines leistungsfähigen Internets in den Ecken der Kaliningrader Region, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht wünschen. RosTelekom, die staatliche Telefon- und Massenkommunikationsgesellschaft hat versprochen, alles einzusetzen, um diese Vereinbarung termingerecht umzusetzen. Im Ergebnis werden 127 Siedlungen im Kaliningrader Gebiet schnelles Internet erhalten – Geschwindigkeit nicht weniger als 10Megabyt in der Sekunde. Betroffen von dieser freudigen Mitteilung sind Ortschaften mit Einwohnern zwischen 250-300 Bewohnern. Im nächsten Schritt werden dann Siedlungen mit mehr als 500 Einwohnern in abgelegenen Gebieten angeschlossen.
Foto (v.r.n.l.): Chef der RosTelecom, Minister für Nachrichten und Massenkommunikation, Kaliningrader Gouverneur
 
10.11.2016 – Ältester Supermarkt wird abgerissen
Der älteste Supermarkt, betrieben von der Firma „WESTER“ wird abgerissen und an dessen Stelle ein Wohnhaus errichtet. Der Supermarkt befindet sich in der ul. Gorkowo. Insgesamt soll das Gelände hinter dem Supermarkt für den Bau weiterer Wohnhäuser erschlossen werden. Wann Baubeginn ist und ob in den neu zu errichtenden Wohnhäusern auch ein Supermarkt wieder Platz findet, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Allerdings ist das Gebiet bereits mit einer sehr guten Einzelhandelsinfrastruktur versehen.
 
 
 
 
09.11.2016 – Alter schützt vor Dummheit nicht
Die Statistik besagt, dass 97 Prozent aller betrunkenen Autofahrer Männer sind. Somit verbleiben die restlichen drei Prozent für das weibliche Geschlecht. Zu diesen drei Prozent gehört eine 81jährige (in Worten: Einundachtzig) Frau, die bereits zum wiederholten Male durch die Polizei im betrunkenen Zustand angehalten wurde. Diesmal fiel die Frau in der Nacht zum 31. Oktober den Polizisten auf und konnte somit noch in die unerquickliche Statistik für Oktober aufgenommen werden.
 
 
09.11.2016 – Kaliningrad im föderalen Rating abgestürzt
Der Fond „Petersburger Politik“ veröffentlichte ein Rating des sozial-politischen Klimas in den russischen Regionen mit Stand Oktober 2016. Kaliningrad hat von zehn möglichen Punkten nur 4,9 Punkte erhalten und ist damit schlechter als „Durchschnitt“. Im Monat zuvor waren es noch 5,2 Bewertungspunkte. Gründe für diese negative Tendenz ist der doppelte Wechsel des Kaliningrader Gouverneurs innerhalb von nur zwei Monaten, die Entlassung des ehemaligen Chefs der Kaliningrader Innenverwaltung und jetzigen Hauptinspektors der russischen Innenministeriums durch den russischen Präsidenten, die Information der Firma „Heineken“ über die Schließung der Kaliningrader Produktionsstätte, das Protestmeeting von betrogenen Bauanteilseignern in Kaliningrad. Wesentliche Faktoren, die ebenfalls Einfluss auf die Bewertung nahmen waren die Erklärung des Kaliningrader Bürgermeisters, dass es zukünftig keine Wahlen des Bürgermeisters mehr geben wird und man wieder zum System der City-Manager zurückkehren werde, die Stationierung von Iskander-Raketen in Kaliningrad und der Tod des Leiters des Kreises Baltisk Iwan Kirbaja.
 
 
09.11.2016 – Das kann einem Deutschen nicht passieren
Wieder mal ist ein Russe beim Schmuggeln erwischt worden – mal wieder an der Grenze zu Polen. Der Russe hatte zur Tarnung gleich noch seine Frau mitgeschleppt. Das nützte aber nichts, denn polnische Staatsbedienstete an der Grenze zeigen selten Sozialemotionen. Aber sie zeigen eine ausgeprägte Neugier für mögliche nichtdeklarierte Ware. Da haben sie mal wieder Glück gehabt und in der russischen Familienkutsche 4.500 Schachteln Zigaretten gefunden. Scheinheilig fragten die polnischen Zöllner den Fahrer und seine Frau, die in der Nacht die Grenze überqueren wollten, ob sie rauchen. „NNNNNNNNein, wir rauchen nicht“, - so die vermutlich ehrliche Antwort. Der zweite Teil der Antwort war dann schon unehrlich, denn sie erklärten, keine Zigaretten mitzuführen, eben weil sie Nichtraucher sind. Pech gehabt, dass die Antwort die Polen nicht überzeugte und sie das Fahrzeug in die „Garage“ schickten. Sie fanden die Schachteln überall im Fahrzeug versteckt – also eine „Atzkaja Rabota“ wie der Russe sagen würde. Der Kaliningrader war bereit, sofort die verhängte Strafe zu bezahlen – es waren 60.000 Zloty. Und er hatte Glück, denn die Polen beschlagnahmten nicht sein Fahrzeug, sondern stempelten nur sein Visum ungültig und sperrten ihm die Einreise nach Polen für die kommenden drei Jahre. Ach so, warum das einem Deutschen nicht passieren kann? Nun, ein Deutscher braucht kein Visum für Polen.
 
Foto (Polnischer Zoll-Pressedienst): „Garage“ am Grenzübergang Mamonowo-Grodno
 
09.11.2016 – Das Kreuz mit der Kreuz-Apotheke
In Apotheken wird gewöhnlich Medizin gegen verschiedenste Krankheiten verkauft und um Kranke zu heilen. Die kranke Kreuz-Apotheke scheint aber in ihrem Sortiment nichts zu haben, was ihr hilft, denn die von der Stadtverwaltung neuerlich gestartete Ausschreibung zum Verkauf des totsterbenskranken Gebäudes verlief wieder so wie alle anderen – niemand wollte in eine Medizin investieren, um den Patienten wieder zum Leben zu erwecken. Zur eigentlichen Versteigerung sind noch nicht mal Zuschauer erschienen, geschweige denn jemand, der bereit gewesen wäre, den einen Rubel zu bezahlen, den die Stadt für die kläglichen Gebäudereste haben will. Die Stadtverwaltung hatte auch die Preisvorstellungen für das dazugehörige Grundstück von ehemals 8,5 Mio. Rubel auf 3,1 Mio. Rubel gesenkt. Auch das rief niemanden an die Bietertheke.
 
 
08.11.2016 – Mitarbeiteraufstand im Bernsteinmuseum
Im Rahmen der Neuformierung der Kaliningrader Gebietsregierung kam es zur Zusammenlegung des Ministeriums für Kultur mit dem Ministerium für Tourismus. Der Gouverneur Anton Alichanow entschied sich, den Minister für Tourismus mit der weiteren Führung des Ministeriums zu betrauen und die Ministerin für Kultur Svetlana Kondratjewa zu entlassen. Wenig später wurden Pläne bekannt, dass die Ex-Ministerin den Posten des Direktors des Bernsteinmuseums anstrebt. Die Mitarbeiter des Museums sind mit diesem Personalwechsel nicht einverstanden und möchten die bisherige Direktorin behalten. Sie suchen nun geeignete Möglichkeiten, um ihre Wünsche der Gebietsregierung ans Herz zu legen. Eine der Möglichkeiten ist die Unterschriftensammlung, die sich gegen diese Personalie wendet. Weiterhin starteten die Mitarbeiter eine Facebook-Aktion. Die ehemalige Kulturministerin scheint generell nicht sehr beliebt zu sein, denn auch andere Kulturschaffende und gesellschaftlich engagierte Bürger sind der Meinung, dass Svetlana Kondratjewa dahin zurückkehren sollte, wo sie hergekommen ist – nämlich aus der Kreisstadt Gussew und dort wieder als Lehrerin arbeiten sollte.
 
08.11.2016 – Nun geht´s los – Instandsetzung des Kant-Hauses
Noch sind die Spaten nicht gekauft und die Bautechnik nicht aufgetankt. Aber der Gewinner der Ausschreibung für die Instandsetzung des Kant-Hauses in Kaliningrad steht fest. Beim Gewinner der Ausschreibung handelt es sich um die „Spezialwerkstatt für wissenschaftliche Restaurierungen …“, die anbot, das Kant-Haus für die Summe von 31,3 Mio. Rubel in einen Touristen-Anziehungspunkt zu gestalten. Die Bedingungen sind dergestalt, dass bis zum 25. Oktober 2017 alles im Bestzustand sein soll. Sollte der Auftragnehmer schneller fertig werden, wird sich vermutlich niemand darüber ärgern. Die anfänglich zur Verfügung stehende Summe belief sich auf 43,9 Mio. Rubel. Es bleibt zu hoffen, dass die preiswerte Instandsetzung des Hauses nicht zu Lasten der Qualität geht und die nun überschüssigen Rubelchen klug in weitere Tourismus- oder Kulturprojekte investiert werden. Es sei daran erinnert, dass die Summe für die Restaurierung des Kant-Hauses aus dem Reservefond des russischen Präsidenten stammt.
 
 
08.11.2016 – Polnische Minister mit schwachem Erinnerungsvermögen
Der kleine visafreie Grenzverkehr zwischen ausgewählten polnischen Grenzkreisen und dem Kaliningrader Gebiet hat sich nicht bewährt – so der polnische Minister für Infrastruktur Jeschi Schmit. In den Jahren wo das visafreie Regime gültig war, wurden wenig Gemeinschaftsunternehmen oder sonstige Firmen geschaffen – so der Minister. Die Kaliningrader, die jetzt mit einem Visum nach Polen kommen, sind völlig ausreichend, um die Interessen Polens zu befriedigen – meint der Minister. Dass die polnische Seite jahrelang über eine einzigartige Erfolgsgeschichte geschrieben und gesprochen hat und das die grenznahen polnischen Regionen große Entwicklungsschübe erhalten haben, scheint dem Herrn Minister entfallen zu sein. Die Politik diktiert somit, wie immer, an was man sich erinnern muss und was man lieber ignorieren sollte – das beginnt beim kleinen visafreien Grenzverkehr und endet bei den Erinnerungen zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges.  
 
 
08.11.2016 – Glückwunsch an unseren Medienpartner „newkaliningrad.ru“
Das Regionalportal www.newkaliningrad.ru informiert, dass es im Rating der regionalen Massenmedien den ersten Platz belegt hat. Dies geht aus einer Analyse der Firma „Medialogia“ für das dritte Quartal 2016 hervor. Bei dem Portal handelt es sich um ein kommerziell organisiertes Informationsportal, welches sich kritisch mit der Regionalpolitik und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzt. Für Kaliningrad-Interessierte und Kenner der russischen Sprache ist dieses Portal ein unbedingtes MUSS, wenn man informiert sein will. Chefredakteur des Portals und das „Mediengesicht“ ist Alexej Milowanow, ein Mann mit vielen Fassetten in der öffentlichen Wahrnehmung. In der Eigenmeldung des Portals wird hervorgehoben, dass der Staatssender „WESTI“ erst an dritter Stelle im Rating liegt. Mit seinem jetzigen Rating gehört das Kaliningrader Regionalportal auch zu den TOP-30 der bekanntesten Informationsportale.
 
 
08.11.2016 – Der Zöllner-Wettbewerb setzt sich fort
Der Wettbewerb zwischen russischen, polnischen und litauischen Zöllnern, zur Frage wer die meisten Schmuggler oder die größte Menge an geschmuggelten Zigaretten findet, scheint sich fortzusetzen. Ein Litauer versuchte nun 890 Schachteln Zigaretten aus Kaliningrad nach Litauen zu bringen – wieder über den Grenzübergang Tschernyschewskoje-Kibartai. Der Amateur-Schmuggler hatte mal wieder keinen neuen Einfall und versteckte die Zigaretten im Tank seines Fahrzeuges. An diesen Tank konnte man nur gelangen, wenn man die vorderen Sitze des Fahrzeuges ausbaute. Wie es ausschaut, scheuten die litauischen Zöllner diese Arbeit nicht. Wie üblich wurden die Zigaretten beschlagnahmt und das für den Schmuggel genutzte Fahrzeug. Der Schmuggler wartet nun noch auf den Strafbescheid.
 
 
 
 
07.11.2016 – NATO-Kriegsschiffe in Kleipeda eingetroffen
Am Freitag sind im litauischen Hafen Kleipeda Schiffe der ständigen Einsatzreserve der NATO eingetroffen. Sie sind Bestandteil der seegestützten schnellen Eingreiftruppe der NATO. Im Konfliktfall sind diese Schiffe in der Lage, sich sofort in den vorher festgelegten Einsatzbereich zu begeben und Gefechtsaufgaben zu erfüllen – so die litauische Zeitung „Kleipeda“. Die Gruppierung besteht aus sechs Schiffen aus Belgien, Großbritannien, Norwegen, Estland, Lettland und Litauen. Der Verband wird durch einen Militär aus Estland kommandiert. Der Flottenverband ging in dem Hafenteil vor Anker, wo normalerweise Touristenschiffe ankern. Der Meldung ist weiterhin zu entnehmen, dass es sich wohl bei diesem Besuch um „Brot und Spiele“ handelt, denn die Bevölkerung erhält die Möglichkeit diese Schiffe zu besuchen und die Besatzungen können Landurlaub machen.
 
07.11.2016 – Rekonstruktion des Südbahnhofes hat begonnen
In Kaliningrad haben die Arbeiten zur Modernisierung des Südbahnhofes, also des Hauptbahnhofes der Stadt begonnen. Der erste Abschnitt der Arbeiten betrifft die Ausstattung des Bahnhofes mit einer modernen Videoüberwachung für die Gewährleistung der Sicherheit, sowie die Ausstattung mit einer Feuermeldeanlage. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird man den Passagieren am Bahnhof kostenlosen Internetanschluss bieten. Weiterhin werden Terminals für die kostenlose Aufladung von Laptops und Tabletts aufgestellt. Der Verkauf von Fahrscheinen erfolgt mittels „elektronischer Warteschlange“, so dass die Passagiere nicht mehr physisch Schlange stehen müssen. Bei den weiteren Arbeiten werden die Bahnsteige mit rutschfester Oberfläche ausgestattet und einer Sicherheitsbegrenzung zum Gleisbett. Alle Arbeiten sollen bis Ende 2017 abgeschlossen sein, so dass der Bahnhof für den Empfang von Gästen zur Fußball-Weltmeisterschaft rechtzeitig bereit sein wird.
 
 
07.11.2016 – Neuer Bauausführender am Kaliningrader Airport
Der bisherige Auftragnehmer „StroiNowazia“ wird die Bauarbeiten am Kaliningrader Airport nicht weiter fortführen. Darüber informierte Alexander Neradko, der Leiter von RosAviazija. Auf eine Frage von Journalisten sagte der Leiter: „Nein, nein, mit denen werden wir nicht weiterarbeiten. Ich suche einen neuen Auftragnehmer.“ Er informierte weiterhin, dass der gegenwärtige Auftragnehmer nur noch begrenzten Zutritt zum Objekt habe. Sie führen bestimmte Arbeiten noch zu Ende und dann beenden wir den Vertrag – so Alexander Neradko weiter. Er sieht auch keine Probleme in der rechtzeitigen Fertigstellung des Airport – alles wird pünktlich erledigt, so der Optimismus-Verbreiter von RosAviazija.

 
06.10.2016 Neuer Skandal in Kaliningrad. Wozu braucht das Deutsch-Russische Haus in Kaliningrad Neonazis?
So titelte der staatliche TV-Sender WESTI24 am Samstag seine Information über die jüngsten Vorfälle im Russisch-Deutschen Haus, über die wir unsere Leser in unserem Beitrag vom Samstag informiert hatten:
 
Der Sender (vergleichbar mit ARD in Deutschland) stellt die Frage in den sozialen Netzwerken, ob Kaliningrad überhaupt noch dieses „Armenhaus“ benötigt und befürchtet, dass sich der Vorfall zum „Skandal des Monats“ in Kaliningrad entwickeln könnte.
 
Screenshort: Klicken Sie auf die Grafik, um zum Originalartikel zu kommen
 
Das regionale Informationsportal „exclav.ru“ beteiligt sich ebenfalls an der Diskussion um das Russisch-Deutsche Haus und den Vorfällen in den letzten zwei Jahren. Es vertritt die Meinung, dass der Präsident des RDH mit seinem Verhalten nicht nur deutsche staatliche Strukturen, insbesondere das deutsche Innenministerium diskreditiert, sondern auch die Idee einer partnerschaftlichen internationalen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland. Der Autor des Artikels schlussfolgert, dass anscheinend die vielen helfenden Hinweise im Ergebnis der Skandale der letzten Jahre und selbst die Androhung des Status „Ausländischer Agent“ nicht ausreichten, um die Situation im Russisch-Deutschen Haus zu verbessern.
 
 
06.11.2016 – Ex-Gouverneur Kaliningrads wurde stellvertretender FSB-Chef Russlands
Jewgeni Nikolajewitsch Sinitschew wurde, nach seiner Rückkehr nach Moskau, zum stellvertretenden FSB-Chef der Russischen Föderation ernannt. Dies ist einer offiziellen Mitteilung des russischen Sicherheitsdienstes auf der Internetseite des Dienstes zu entnehmen. Jewgeni Nikolajewitsch wurde im Mai 2015 als FSB-Chef des Kaliningrader Gebietes eingesetzt. Im Juli 2016, im Rahmen der Abberufung des Kaliningrader Gouverneurs Nikolai Zukanow nach St. Petersburg, in die Funktion des Beauftragten des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region, wurde er durch den russischen Präsidenten zum Gouverneur des Kaliningrader Gebietes ernannt und mit der Führung der Region bis zu den kommenden Wahlen beauftragt. Überraschend bat Jewgeni Sinitschew den russischen Präsidenten zwei Monate später, um seine Versetzung nach Moskau aus familiären Gründen. Der Bitte kam der russische Präsident nach und setzte als neuen Gouverneur den bisherigen Premierminister des Gebietes Anton Andrejewitsch Alichanow ein.  Die Ernennung von Jewgeni Sinitschew in die Funktion des Stellvertretenden FSB-Chefs erfolgte bereits im Oktober.
 
               
06.11.2016 – Glückwünsche des Gouverneurs an die „Krusenstern“
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Andrejewitsch Alichanow gratulierte dem größten Segelschulschiff Russlands, der „Krusenstern“ am 4. November zum „Tag der russischen Volkseinheit“. An diesem Tag kehrte die „Krusenstern“ von einer längeren Auslandsreise in den Heimathafen Kaliningrad zurück. Das Schiff befand sich über vier Monate auf internationaler Reise und besuchte in dieser Zeit zehn Länder. An Bord des Seglers befinden sich 120 Auszubildende und 60 Mann Besatzung. Im Verlaufe der Reise wurden Häfen unter anderem in Frankreich, Polen, Deutschland, Schweden und Griechenland angelaufen. Im Rahmen einer Regatta lief der Segler Häfen in Rumänien, Bulgarien, Noworossisk und Sotchi an. Kurz vor Rückkehr in den Heimathafen besuchte das Schiff Marokko. In diesem Jahr beging der Großsegler seinen 90. Geburtstag.
 
 
06.11.2016 – Polnisches Kontrollsystem an der Grenze funktioniert
Polnische Grenzinformationssysteme scheinen vernünftig zu funktionieren. So wurde eine Kaliningraderin am Grenzübergang Mamonowa-Gronowa festgesetzt, da sie sich in den polnischen Fahndungslisten befand. In die polnische Fahndungsliste gelangte sie, weil sie zu einem früheren Zeitpunkt im Schmuggel von Waren versucht hatte und dafür zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Diese Geldstrafe hat sie aber nicht bezahlt. Nun wird sie Zeit bekommen, diese Zahlung zu organisieren. Wie der polnischen Meldung weiter zu entnehmen ist, wurden wegen derartiger Vergehen im letzten Monat 16 Personen festgesetzt. Der größte Teil dieser Personen waren Bewohner des Kaliningrader Gebietes.
 
06.11.2016 – Grenzverkehr mit Polen belebt sich
Die Anzahl der Grenzpassagiere scheint sich zwischen Kaliningrad und Polen wieder zu belegen. Dies meint die polnische Zeitung Gazeta Olsztynska und informiert, dass die Anzahl der Grenzpassagiere am Punkt „Bagrationows-Besledy“ bereits das Niveau erreicht hat, welches vor der Einstellung des kleinen visafreien Grenzverkehrs herrschte. Ein Großteil der Grenzpassagiere kommt aus Polen, aber auch die Anzahl der Kaliningrader die nach Polen reisen ist im Ansteigen begriffen. Zum Zeitpunkt des kleinen visafreien Grenzverkehrs überquerten täglich bis zu 3.800 Personen die Grenze. Jetzt sind es bis zu 2.800 Personen an diesem Grenzabschnitt. Nach wie vor steht das Problem – so schreibt die polnische Zeitung – das die polnischen Zöllner und Grenzer sehr langsam abfertigen. Trotzdem viele Abfertigungskanäle zur Verfügung stehen, werden häufig nur drei Fahrzeuge in der Stunde abgefertigt.
 

 

05.11.2016 – Personalprobleme in Kaliningrader Staatsstrukturen
Die Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes, das sogenannte schwarze Loch, wie sie der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow bezeichnete, bereitet der Gebietsregierung zusehens Sorgen. Nachdem noch vor wenigen Tagen klar war, dass der Leiter Pawel Fjodorow seinen Posten zur Verfügung stellt, machte sein Nachfolger kurzerhand einen Rückzieher. Inoffiziell kursiert die Version, dass der ehemalige Gouverneur Kaliningrads Nikolai Zukanow auch weiterhin versucht, direkten Einfluss auf Prozesse in der Region zu nehmen. Nun hat aber, trotz fehlenden „geplanten“ Nachfolger, Pawel Fjodorow seine Kündigung eingereicht und wird Ende des Monats die Organisation verlassen. Der Vizepremier der Regierung Alexander Schenderjuk-Schidkow kommentierte lakonisch: „Wir waren mit der Arbeit nicht zufrieden“.  Pawel Fjodorow selbst ist von seinen fachlichen Fähigkeiten überzeugt und betont vor Journalisten seine Kompetenz. Die Regierung lässt sich aber nicht mehr von Worten Verantwortlicher aus der „Generation Zukanow“ beeindrucken. Es wurden bereits Finanzkürzungen erheblichen Umfangs für die Korporation vorgenommen – ungelöst aber bleiben Personalprobleme, denn qualifiziertes und vor allem unbelastetes Personal, scheint in Kaliningrad Mangelware zu sein. Ein „Import“ von Spezialisten aus anderen Regionen ist, aufgrund des besonderen „Regionalstolzes“ der Kaliningrader nur im bedingten Umfang möglich.
 
 
05.11.2016 – Freundschaft ist gut, aber Geld gibt es trotzdem nicht
Seit längerer Zeit ist in Kaliningrader der Bau eines „Hauses der Völkerfreundschaft“ geplant. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigt sich auch über diese Absichten erfreut und begrüßte derartige Bauabsichten. Gleichzeitig brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass niemand der am Bau Interessierten darauf hoffe, dass es für diesen Bau Geld aus dem Gebietshaushalt gäbe. Geld ist keins vorhanden – so seine wertvolle Orientierungshilfe für mögliche Investoren. Während des „Forums der Volkseinheit“ vertrat er die Ansicht, dass es gegenwärtig wichtiger ist Schulen, Polikliniken und derartige Einrichtungen zu bauen. Auch der Kaliningrader Bürgermeister zeigte sich mit den Äußerungen des Gouverneurs solidarisch. Auch er sieht keinerlei Finanzierungsmöglichkeiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt über staatliche Haushaltsgelder. Der Bau des „Hauses der Völkerfreundschaft“ soll am Ende der ul. Gorkowo im Norden der Stadt erfolgen. Das Haus soll über einen Konferenzsaal mit 1.000 Plätzen verfügen, einen Kinosaal für 300 Besucher, drei Sportsäle und ein Tonstudio. Weiterhin soll dort ein kleines Hotel für 20-30 Zimmer errichtet werden, Restaurant, Café, Ausstellungs- und Verkaufsräume, eine Bibliothek und kleine Werkstätten. Im Umfeld des Hauses werden ein Parkplatz, Kinderspielplatz und Grünanlagen errichtet. Somit ist klar, dass für einen guten Gedanken jetzt ein guter Investor gesucht wird. Der ursprünglich angedachte Bauabschluss im Jahre 2017 wird wohl nicht mehr zu halten sein.
 
 
05.11.2016 – Einstellung des 72-Stunden-Visums für Kaliningrad
Die Vertretung des russischen Außenministeriums in Kaliningrad teilte mit, dass per 1. Januar 2017 keine Ausreichung des sogenannten 72-Stunden-Visums an der Grenze mehr erfolgt. In der Mitteilung wird betont, dass „… das Experiment eingestellt wird“.  Die Fragen eines vereinfachten Visaregimes für Ausländer, die das Kaliningrader Gebiet besuchen wollen, werden per föderalem Gesetz „Über die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad“ reguliert. Gegenwärtig gibt es ein großes Paket von Korrekturen zu diesem Gesetz – so auch zum Visaregime. Gesprochen wird davon, dass es zukünftig möglich ist, drei Tage vor Einreise in das Gebiet per Internet das Visum zu beantragen und es keinerlei weiterer Bürokratie bedarf, außer dem Vorzeigen des Reisepasses an der Grenze. Dies würde einen Riesenschritt in der Positionierung des Kaliningrader Gebietes als Invest-Region der Russischen Föderation bedeuten. Nach Äußerungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, soll im April die neuen Regelungen für das Kaliningrader Gebiet als Gesamt-Gesetzespaket durch die Staatsduma beraten und beschlossen werden. Somit ist zu hoffen, dass die vier, fünf Monate, in denen Reiselustige außerhalb der eigentlichen Saison nach Kaliningrad reisen wollen, dies auch ohne dieses experimentelle Visum tun werden und das Fehlen des 72-Stunden-Visums nicht groß auffallen wird.
 
 
 
 
04.11.2016 – Hunderte von Haltestellen sollen im kommenden Jahr erneuert werden
Im kommenden Jahr will die Kaliningrader Stadtverwaltung hunderte von Haltestellen des Personennahverkehrs demontieren und gegen neue austauschen. Darüber informierte der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk regionale Journalisten während einer Inspektionsfahrt vor Ort. Dies erfolgt im Zusammenhang mit der Forcierung des Programms für die Instandsetzung von Fußgängerwegen und Plätzen und Höfen. Die neuen Haltestellen sollen nach Vorstellung des Bürgermeisters nicht nur einen einfachen Schutz vor Wind und Wetter darstellen, sondern sollen auch mit kleinen Verkaufspunkten versehen sein. Der Betreiber dieses Verkaufspunktes ist somit auch gleich für die gesamte Haltestelle verantwortlich, so dass der Austausch die Stadtkasse kaum belasten wird. Bereits am Vortag hatte die Stadtverwaltung informiert, dass man bereit ist Haltestellen zu verkaufen, d.h. die Bezeichnung der bereits existierenden Haltestellen kann durch eine Firma bestimmt werden, wenn dafür Geld bezahlt wird.
 
 
04.11.2016 – Der Wettbewerb zwischen den Zöllnern setzt sich fort
Die polnischen Zöllner haben die Herausforderung der russischen Zöllner vom gestrigen Tag angenommen und geantwortet. Nachdem die polnischen Zöllner vor zwei Tagen einen Luxustransport-PKW mit 500 Schachteln Schmuggelzigaretten entdeckt hatten, bewiesen die russischen Zöllner an der Grenze zu Litauen, dass sie besser sind und beschlagnahmten 22.800 Schachteln Zigaretten bei einem litauischen Mercedes-Fahrer. Jetzt haben die polnischen Zöllner am Grenzübergang Mamonowa II – Gschechotki bei einem Russen Zigaretten im Wert von 390.000 Rubel entdeckt. Fahrzeug verhaftet, Fahrer beschlagnahmt. Genüsslich berichteten die polnischen Zöllner, dass der Schmuggler wohl davon ausgegangen ist, dass man an polnischen Feiertagen weniger aufmerksam kontrolliert. Dem ist aber nicht so. Entdeckt wurden alle Verstecke durch die Röntgenapparatur. Um an alle Verstecke zu geraten, musste man das Auto fast komplett demontieren.
 
Karte: Grenzübergänge im Kaliningrader Gebiet
 
04.11.2016 – Keine Chance den Schwarz-Taxi
Die Kaliningrader Gebietsregierung hat jetzt eine Internetseite eingerichtet, wo interessierte Bürger erfahren können, ob das von ihnen genutzte Taxi eine Lizenz hat und somit offiziell Passagiere transportieren kann. Dieser Informationsservice ist deshalb so wichtig, weil es viele Schwarztaxen gibt, die nicht nur keine Steuern zahlen, sondern auch im Falle eines Unfalls nicht versichert sind. Der Nutzer eines Taxis muss nur die drei Ziffern des Fahrzeugkennzeichens auf der Internetressource eingeben und erhält alle notwendigen Informationen. Ein legales Taxi in Kaliningrad, mit gültiger Lizenz muss eine gelbe Farbe haben und auf dem Dach das bekannte Taxi-Zeichen gesetzt haben. Auf dem vorderen Panel des Fahrzeuges müssen alle Informationen ausliegen über den Anbieter der Taxi-Dienstleistungen sowie Visitenkarten des konkreten Taxifahrers.
 
Foto: Kaliningrader Taxi. Gegenwärtig gibt es rund 3.000 Taxilizenzen für das Kaliningrader Gebiet. Im gesamten Gebiet sind 735 Einzelunternehmer oder Firmen registriert, die diese Transportdienstleistungen anbieten.
 
04.11.2016 – Weitsichtige Planung zur Fußball-Weltmeisterschaft
In Kaliningrad werden perspektivische Überlegungen angestellt, die Tage, an denen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 stattfinden, zu arbeitsfreien Tagen zu erklären. Allerdings geht es den Initiatoren dieses Vorschlages nicht darum, dass die Kaliningrader einen zusätzlichen freien Tag erhalten, sondern darum, den öffentlichen Nahverkehr vom Berufsverkehr zu entlasten. Von den geplanten vier Gruppenspielen, finden drei Spiele an einem Wochentag statt, ein Spiel an einem Sonntag.
 
 
04.11.2016 – Geld aus föderaler Kasse für Gesundheitswesen
Das Kaliningrader Gebiet erhält erhebliche finanzielle Zuwendungen aus dem föderalen Haushalt zur Unterstützung des regionalen Gesundheitswesens. Insbesondere geht es um dem Kampf gegen Hepatitis und Aids. Alle russischen Regionen erhalten zusätzliche 2,3 Mrd. Rubel für den Kauf notwendiger medizinischer Präparate. Kaliningrad erhält von diesem „Kuchen“  28,3 Mio. Rubel. In den ersten neun Monaten des aktuellen Jahres wurden in Kaliningrad 328 neue Aids-Fälle registriert. Die Behandlung der Aids-Infizierten ist in Russland kostenlos. In diesem Jahr hat Kaliningrad bereits 210 Mio. Rubel aus dem föderalen Haushalt erhalten. Wie aus der Gebietsregierung verlautet, planen die medizinischen Einrichtungen in Kaliningrad bis zum Jahresende noch 185.000 Bürger auf Aids zu untersuchen.
 
 

03.11.2016 – Gouverneur: Es wird nichts so heiß gegessen …
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow kommentierte die Informationen über den Verkauf des Bürgermeisteramtes in Jantarny, worüber wir am gestrigen Tag berichtet hatten. Der Bürgermeister von Jantarny zeigte sich ungehalten über die Haushaltskürzungen im Jahre 2017 und stellte kurzerhand das Bürgermeistergebäude zum Verkauf, gemeinsam mit dem Bürger-Servicezentrum, welches sich ebenfalls in diesem Gebäude befindet. „Der Bürgermeister von Jantarny ist ein aktiver Nutzer von Facebook, eine Medienfigur und bewegt sich im Trend. Das Gebäude ist sehr gut, gleich daneben gibt es einen Park. Die Kommunen sind ein gesonderter Zweig der macht, ziemlich unabhängig“, - so Alichanow. Er meinte, dass Jantarny immer noch eine der Kommunen ist, die das meiste Geld aus dem Haushalt erhalten. „Die Geschichte ist nicht so dramatisch, wie sie jetzt aussieht“, - so der Gouverneur abschließend.  
 
 
03.11.2016 – Sonderwirtschaftszone kann 100 Jahre alt werden
Die Sonderwirtschaftszone wird, nach Mitteilung des Kaliningrader Gouverneurs, bis zum Jahre 2095 verlängert. An dieser Gesetzeskorrektur arbeitet gegenwärtig die Gebietsregierung. „Wir arbeiten gegenwärtig an dem neuen Gesetz, wobei es eigentlich kein neues Gesetz ist, sondern ein ganzes Paket von Änderungen zum bereits bestehenden Gesetz. Und diese Änderungen sehen eine Verlängerung der Bestimmungen bis zum Jahre 2095 vor“, - so der Gouverneur. Er verglich die Änderungen mit den Änderungen die gegenwärtig auch im Fernen Osten, Wladiwostok vor sich gehen und hofft, dass diese auch in Kaliningrad übernommen werden.
 
 
03.11.2016 – Polnische Zöllner sind gut, russische Zöllner sind besser
Gestern berichteten wir über erfolgreiche polnische Zöllner, die in einer, mit drei Russen besetzten Luxus-Limousine 500 Schachteln Zigaretten, versteckt in Autoreifen entdeckt hatten. Was die polnischen Zöllner können, können die russischen Zöllner erst recht und noch viel besser. An der Grenze zu Litauen, am Übergang Tschernyschewskoje entdeckten sie 22.800 Schachteln Zigaretten. Allerdings wurde für den Transport kein Porsche sondern nur ein schnöder Mercedes benutzt. Der litauische Schmuggler nutzte den Tank des Fahrzeuges als Versteck – wenig einfallsreich, fanden die Zöllner. Zigaretten und Fahrzeug wurden beschlagnahmt. Bei der Gelegenheit sei nochmals darauf hingeweisen, dass es, entgegen sonstiger Zollpraxis an Flughäfen, an den Landgrenzen zu Polen und Litauen nicht gestattet ist, eine Stange Zigaretten, sondern nur zwei Schachteln Zigaretten mitzunehmen.
 
 
03.11.2016 – Die Hoffnung stirbt zuletzt – Alle Blicke schau´n zu BMW
Die Kaliningrader Gebietsregierung geht davon aus, dass die von BMW versprochenen Investitionen in den Bau einer neuen Produktionsstätte mit vollem Herstellungszyklus im Jahre 2017 beginnen wird. Dies erklärte der Kaliningrader Gouverneur in einem Interview mit einem russischen Fernsehsender. „18 Jahre ist BMW im Rahmen von Avtotor bereits in Kaliningrad präsent und baut Fahrzeuge. Ich hoffe, dass sie die Pläne, die sie dem russischen Premierminister Medwedjew und dem russischen Präsidenten Putin dargelegt haben, sprich die Schaffung eines ganzen Clusters zur Produktion von Fahrzeugen im vollen Herstellungszyklus im kommenden Jahr umzusetzen beginnen“, - so Anton Andrejewitsch im Interview. Der Gouverneur informierte, dass BMW Kaliningrad als Tor nach Russland versteht. Wir möchten aber, dass man Kaliningrad auch als Ausgangspunkt für europäische Märkte und Märkte in Nordafrika und dem Nahen Osten sieht.
 
 
03.11.2016 – Kaliningrader Hoffnung macht Hoffnung
Der vor einem Monat durch den russischen Präsidenten ernannte amtsführende Gouverneur Anton Andrejewitsch Alichanow hat in einem Fernsehinterview erklärt, dass er die feste Absicht habe, sich im kommenden Jahr im September den Kaliningrader Wählern zur Wahl als Gouverneur zu stellen. „Ja, ich will“, - so die Antwort von Anton Andrejewitsch auf eine entsprechende Frage des Moderators. Er kommentierte, dass er sich über seine Ernennung zum Gouverneur nur kurz gefreut habe. Schon 15 Minuten nach seiner Ernennung wurde ihm klar, welche Arbeit vor ihm steht. Natürlich, so der Gouverneur, habe er schon fast ein Jahr als Vizegouverneur einen großen Verantwortungsbereich gehabt, aber jetzt zeichnet er für alles verantwortlich. Gegenwärtig testen einige einflussreiche Kaliningrader Medien die Nerven und die Standhaftigkeit des jungen Gouverneurs und rufen in der Gesellschaft damit geteilte Meinungen hervor. Unserer Informationsagentur vorliegenden Informationen war der Gouverneur zwar nicht vorbereitet auf derartige Anfeindungen, sogar persönlicher Art, aber er soll über die notwendigen Führungseigenschaften verfügen, um mit dieser Situation richtig umzugehen.
 
 
03.11.2016 – Zar Nikolai holt Hofstaat nach St. Petersburg
Der ehemalige Gouverneur des Kaliningrader Gebietes und jetzige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region Nikolai Nikolajewitsch Zukanow richtet langsam seinen Hofstaat in St. Petersburg ein. Treue Weggefährten und Weggefährtinnen holt er zu sich. Neueste Informationen besagen, dass er seine ehemalige Ministerin für Wirtschaft, Frau Anastasia Kusnezowa, die die Gebietsregierung bereits vor über einem Monat verlassen hat, nun zu sich als Stellvertreterin holt. Andrej Trawnikow, der jetzige Inhaber der Funktion verlässt die Verwaltung um Bürgermeister in Wologda zu werden. Gegenwärtig ist im Verwaltungsbereich von Zukanow noch die Stelle eines föderalen Inspektors für das Kaliningrader Gebiet vakant.
 
 
02.11.2016 – Verärgerter Bürgermeister von Jantarny will Bürgermeisteramt verkaufen
Im Rahmen der Haushaltsberatungen in der Kaliningrader Gebietsregierung für das Jahr 2017 wurde in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Kommunen im Kaliningrader Gebiet mit Kürzungen von Zuwendungen aus dem Gebietshaushalt rechnen müssen. Die Gemeinde Jantarny, Standort des Bernsteinkombinates, wurde in den vergangenen Jahren überproportional großzügig finanziell aus dem Gebietshaushalt unterstützt und soll nun im kommenden Jahr wesentlich weniger Geld erhalten. Man ist in der Gebietsregierung der Meinung, dass sich die Gemeinde verstärkt Gedanken machen soll, wie es selber aus der guten touristischen Infrastruktur mehr Geld einnehmen kann. Der Bürgermeister zeigte sich sehr verärgert über diese Entscheidung und stellte kurzerhand das Gebäude der Stadtverwaltung zum Verkauf ins Internet. Einen anderen Ausweg sieht er nicht, um das große Loch im Haushalt 2017 zu stopfen – meinte er. Der Kaliningrader Staatsanwalt sah das anders und sprach eine Warnung aus. Um dieser Warnung Nachdruck zu verleihen, hat die Staatsanwaltschaft auch gleich eine Kontrolle über die wirkliche Haushaltssituation in der Gemeinde eingeleitet. Nach Information des Bürgermeisters von Jantarny, wird seine Gemeinde durch Finanz- und Steuerkürzungen Mindereinnahmen von mindestens 30 Prozent haben. Im Gebäude befindet sich nicht nur das Bürgermeisteramt sondern auch das Bürger-Servicezentrum. Wieviel Geld der Umzug kostet und die Einrichtung des neuen Gebäudes und wo es sich überhaupt befindet, geht aus der Meldung nicht hervor.
 
Foto: Idyllische Eindrücke aus Jantarny im Sommer 2016
 
02.11.2016 – Neue Residenten der Sonderzone zu neuen Bedingungen
Nach Inkrafttreten der neuen Bedingungen für die Kaliningrader Sonderwirtschaftszone, haben 24 Unternehmen den Status „Resident“ beantragt und erhalten. Das sind um 50 Prozent mehr Firmen, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für 15 dieser neuen Residenten gilt die herabgesetzte Investitionshürde von ehemals 150 Mio. Rubel auf jetzt 50 Mio. Rubel. Die neuen Residenten beschäftigen sich in den Bereichen Herstellung von Baustoffen, Autozubehörteilen, polygraphischen Erzeugnissen, Trockenmaterial für die Lebensmittelindustrie und Schokoladenerzeugnisse, Möbelproduktion, Produktion von Fischerzeugnissen, Herstellung von Elektrokabelerzeugnissen, Produktion von Transporttechnik sowie im Tourismus- und Hotelbereich.  
 
02.11.2016 – Bernsteinmanufaktur wechselt den Besitzer
Das Gebäude der Königsberger Bernsteinmanufaktur ist in den Besitz des Bernsteinmuseums übergegangen. Die Kosten für die Instandsetzung des verfallenen Gebäudes werden auf ungefähr 300 Mio. Rubel geschätzt. Darüber informierte der Vizepremier der Kaliningrader Gebietsregierung Harry Goldman. Gegenwärtig ist es nicht gelungen, die volle Summe für die Rekonstruktion des Gebäudes aus dem Gebietshaushalt sicherzustellen. Nun suchen die Verantwortlichen Sponsoren. Mögliche weitere Geldzuwendungen könnten aus der Europäischen Union kommen.
 
 
02.11.2016 – Personenkult an Bushaltestellen in Kaliningrad?
Mitglieder der Fraktion der Liberaldemokraten im Kaliningrader Stadtrat haben vorgeschlagen, eine der Haltestellen des Personennahverkehrs der Stadt nach dem Vorsitzenden der Partei Wladimir Schirinowski zu benennen. Wladimir Schirinowski ist unzweifelhaft eine herausragende politische Persönlichkeit in Russland mit einem überproportionalen Unterhaltungseffekt. Ihm allerdings zu Lebzeiten – er erfreut sich gegenwärtig bester Gesundheit – ein Denkmal in Form einer Bushaltestelle zu setzen, scheint wohl aber doch etwas voreilig zu sein. Als Alternative schlugen die Fraktionsmitglieder vor, der Haltestelle auch einfach nur den Namen der Partei, also LDPR zu geben. Auch der für diese Frage zuständige stellvertretende Bürgermeister Sergej Melnikow konnte sich für diesen Gedanken nicht sehr begeistern und schlug vor, für die Haltestellen, die einen neuen Namen suchen, doch mehr das Territorialprinzip anzuwenden, also Bezeichnungen zu nutzen, die auf markante Bauwerke oder öffentliche Einrichtungen hinweisen.
 
 
02.11.2016 – Luxus-Schmuggler erwischt
Die polnischen Zöllner sind durch nichts zu beeindrucken – auch nicht durch teure Fahrzeuge wie einen Porsche Chayenne. Drei russische Bürger fuhren mit diesem Protzwagen an der Grenze vor und polnische Zöllner entschieden, sich mit dem Innenleben dieses nicht sehr häufigen Fahrzeuges in Kaliningrad, etwas besser vertraut zu machen. Nebenbei fanden sie dabei 500 Schachteln Zigaretten, wovon die drei russischen Bürger vergessen hatten 494 Schachteln zu deklarieren. Sie deklarierten nur 30 Liter Benzin. Entsprechend der polnischen Gesetzgebung ist die Einfuhr von zwei Schachteln Zigaretten pro Person zollfrei. Merkwürdig fanden die polnischen Zöllner auch, dass die 500 Schachteln Zigaretten nicht im Kofferraum lagerten, sondern in den Rädern des Fahrzeuges eingebaut waren. Für die drei Russen war damit die Reise beendet. Sie dürfen sich in Kürze mit einem polnischen Richter zu einem Meinungsaustausch treffen. Das Protzfahrzeug wurde durch die Zöllner beschlagnahmt.
 
01.11.2016 – Hotelneubau in Kaliningrad
In Kaliningrad hat die Firma „Impera Holding“ mit den Projektierungsarbeiten für ein neues Hotel, direkt hinter dem Bernsteinmuseum, begonnen. Der Neubau erfolgt auf drei Grundstücken, die hierfür vereint werden. Gegenwärtig gibt es einige Unklarheiten um Umfang und der Anzahl der Etagen für das Hotel. Deshalb ist eine weitere Anhörung des Investors geplant. Der Investor hat bereits im Jahre 2007 das Pachtrecht für diese drei Grundstücke im Umfang von 1,7 Hektar erhalten. Erst im Jahre 2015 erklärte die Firma, hier ein Hotel mit Tiefgarage errichten zu wollen.
 
Foto: Projekt des geplanten Hotelkomplexes in unmittelbarer Nähe zum Wassiljewski Platz
 
01.11.2016 – Herbsteinberufung in Kaliningrad angelaufen
In Kaliningrad hat die Herbsteinberufung von Wehrpflichtigen begonnen. Der einjährigen Wehrpflicht unterliegen alle männlichen russischen Bürger im Alter von 18-27 Jahren. Der jetzigen Einberufungsperiode unterliegen 3.000 Bürger. In den letzten Jahren ist es Usus geworden, dass die Kaliningrader Wehrpflichtigen ihren Wehrdienst auch im Kaliningrader Gebiet ableisten. Hierzu gibt es vielfältige Möglichkeiten – entweder auf schwimmenden Einheiten der Ostseeflotte oder landgestützten Einheiten, die ebenfalls struktureller Bestandteil der Ostseeflotte sind. Vier Wehrpflichtige erhalten die Möglichkeit ihren Wehrdienst im Präsidentenregiment in Moskau abzuleisten. Dies gilt als besondere Auszeichnung. Die Anforderungen an die Wehrpflichtigen die im Präsidentenregiment dienen sind außerordentlich hoch.
 
 
01.11.2016 – Überraschende Entlassungen durch Putin
Erst vor wenigen Wochen ist General Martynow, ehemaliger Leiter der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes nach Moskau versetzt worden. Dort hatte er die Funktion des Chefinspekteurs des Innenministeriums übernommen. Heute nun hat der russische Präsident Putin überraschend General Martynow und drei weitere hochgestellte Generäle aus dem Innenministerium entlassen. Gründe für die Entlassung wurden nicht mitgeteilt. Auch ist nicht bekannt, ob die Generäle generell aus dem Dienst entlassen wurden oder auf eine Weiterverwendung – möglicherweise in der Nationalgarde – warten.  
 
01.11.2016 – Korruptionsverdacht an Kaliningrader Landwirtschaftsuniversität
Am Montag fanden Hausdurchsuchungen in der Landwirtschaftsuniversität in St. Petersburg statt. Diese Universität hat eine Filiale im Kaliningrader Gebiet. Auch hier wurden parallel Hausdurchsuchungen vorgenommen. Verhaftet wurde der Jurist der Petersburger Universität. Er wurde beschuldigt, vom Direktor der Kaliningrader Filiale Geld entgegen genommen zu haben um Probleme zu lösen. Es soll um eine Summe von 1,5 Mio. Rubel gehen. Die Verhaftung wurde durch den russischen FSB vorgenommen, die Angelegenheit wird bearbeitet durch das russische Untersuchungskomitee.
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   Kommentare ( 21 )

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 4. November 2016 11:24:45

@Entdeckt wurden alle Verstecke durch die Röntgenapparatur.

Ich hatte auch den Eindruck, dass wir beim Grenzübertritt durch den polnischen Zoll komplett durchleuchtet wurden, und zwar ohne uns zu informieren. Verraten haben sie sich durch die Frage, wieviel Treibstoff wir im Tank haben (Fragen verraten mehr über den Frager als über den Befragten). Ich hatte nämlich keine Lust mehr in Kalinigrad zu tanken und bin mit halbvollem Tank über die Grenze gefahren. Das hatten die wohl noch nicht erlebt. Das ist aber ein Verfahren, was stark an die Vorgehensweise der ehemaligen DDR erinnert. Unangekündigt darf in Deutschland niemand einer unbekannten Menge an Röntgenstahlen ausgesetzt werden.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. November 2016 03:01:55

04.11.2016 – Hunderte von Haltestellen sollen im kommenden Jahr erneuert werden

Finde ich ziemlich gut diese Gedanken. Es verschönert die Stadt, wird dann wohl auch von den Fahrgästen als Unterstand angenommen. Kombinert mit Verkaufseinrichtungen (Kiosk) wird es wohl von den Einwohnern Lob geben - bis die ersten zu Trink- und Quatschpunkten mit Angetüdelten werden.
Diesmal viiiel kürzer.

Ach so, ja, ja, das mit den Röntgenstrahlen. Ist eben Polen.

Peter Z. Ziegler Veröffentlicht: 6. November 2016 07:19:53

Gerne verwendet - mit Quellenangabe. OK so?
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=601352183401005&id=100005786851080

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. November 2016 08:45:35

... ich habe nicht gegen Verlinkungen oder Informationsübernahmen mit Quellenangabe. Besser wäre natürlich eine Verlinkung, denn oftmals verwechselt man uns mit dem "Königsberger Express" ...

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. November 2016 22:11:24

07.11.2016 – NATO-Kriegsschiffe in Kleipeda eingetroffen
Das ist eine der ganz neuen Meldungen über die Nato und deren ach so friedlichen Aktionen.
Seit einigen Monaten hieß es, daß im Baltikum viertausend Natosoldaten stationiert werden sollen aber im Wechsel mit Einheiten, die jeweils nach einem halben Jahr angeblich wieder abgezogen werden sollen.
Da ergibt sich natürlich die Frage, nehmen diese Einheiten auch die gesamte Technik wieder mit, die sie dann ab 2017 an die russische Grenze mitgebracht haben? Daran gibt es natürlich berechtigte Zweifel, wenn man bedenkt, daß die USA zigtausend Panzer nach Deutschland verlegt hat. Dort hinten im tiefen Westdeutschland nützen sie aber nichts, wenn man sie überfallartig an der Ostfront zum Einsatz bringen will. Das würde Wochen dauern, diese Kolosse über die Straße oder per Bahn in den Osten zu bugsieren. Aber wenn man hier mal so zwanzig Panzer mit einer Rotationseinheit nach Litauen bringt und dreißig nach Lettland und fünfzig nach Polen. Und diese dann "vergißt", sie wieder mit nach Hause zu nehmen, sind bei den dann zusätzlich durchgeführten Manöver an der russischen Grenze, wo man dem Russen Respekt einflößen will vor der Schlagkraft der Nato, binnen kurzer Zeit einige hundert solcher Kampfmaschinen an der Nato-erdachten Frontlinie vorhanden. Die Mannschaften dafür sind dann viel schneller zu der Technik verlegt.
Und damit keiner glaubt, daß ich nicht ganz richtig im Kopf bin und nur Verschwörungstheorien unter die Massen bringe, versicherte ganz aktuell der Verteidigungsminister Michael Fallon vor dem Verteidigungsausschuss des britischen Parlaments, dass Großbritanniens Streitkräfte bereits ab 2018 für einen "Krieg mit Russland" gerüstet sind. Er erläuterte dabei auch, was die Streitkräfte Ihrer Majestät des Inselreichs an der Ostfront der Nato noch so alles vorhaben.
Ja, und seit heute spricht das atlantische Militärbündnis lt. Stoltenberg von 300.000 Soldaten und von "erhöhter Alarmbereitschaft" im Baltikum. 4000 und 300.000 ist ja kein gravierender Unterschied, oder? Ob die bloß spielen wollen? Stoltenberg verniedlicht ja alles, als ob diese Jungs mit Wasserpisti und Plastebagger anrücken würden. Andererseits sollen aber die angeblichen Sandschaufeln den Russen Furcht einflößen. Was denn nun? Ist der Stoltenberg blöd oder meint er, die Russen wären blöd. Dann wäre der Stoltenberg wirklich blöd.
Ich denke, das sollte so den einen oder anderenen Foristen auch hier in Uwes Blog erst einmal zum Nachdenken bewegen, bevor wieder irgendwelches ungereimtes Zeug mit fragwürdigen Geschichtskenntnissen hier wiedergegeben wird.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. November 2016 07:44:20

... danke für den Kommentar, aber ab sofort gilt wieder 1.000 Zeichen und kein Komma mehr. Ich bitte alle um Verständnis - auch ich habe nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung und außer den Kommentaren erhalten wir auch noch andere Post.

Hauke Veröffentlicht: 11. November 2016 15:01:41

Da bin ich mal gespannt was so alles noch unter den Fundamenten des Schlosses zu Tage kommt.
Bekannt ist ja, dass mit der Christianisierung die alten Heiligtümer und Befestigungsanlagen der Ureinwohner geschliffen wurden und an gleicher Stelle christliches erbaut wurde.
Übrigens die Ordenszeit begann im XIII Jahrh.
Es wird ja oft behauptet die Ureinwohner im späteren Ostpeußen wären Premitive gewesen, dem ist mit Sicherheit nicht so. Sie hatten Handelsbeziehungen bis nach Konstantinopel. Wenn nicht sogar bis Ägypten. Und die sogenannte Bersteinstraße führte nicht von Ost nach West und dann über die Alpen nach Süden wie oft behauptet wird. Sie führte wohl in erster Linie über die Weichsel nach Süden

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 11. November 2016 15:38:48

... ja, unbestritten werden wir im Rahmen der archäologischen Arbeiten rund um das Königsschloss noch viele Überraschungen erleben ...

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 11. November 2016 23:19:32

Daumen hoch für den jungen Gouverneur. Man kann doch förmlich hören, an wem er sich orientiert. Ich wünsche ihm viel Erfolg.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. November 2016 09:01:57

... ähnliche Gedanken hatte ich auch.

.g Radeberger Veröffentlicht: 12. November 2016 03:02:43


12.11.2016 – Die Töne werden schärfer in der Gebietsregierung
12.11.2016 – Gouverneur führt Minister öffentlich vor

Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl bezüglich des jetzigen Gouverneurs. Wenn sich die Herren Minister einbilden sollten, daß sie diesem jungen Mann das Blaue vom Himmel versprechen können, so nach dem Motto: Jüngelchen, werde erst mal trocken hinter den Ohren, dann werden wohl ganz schnell ein paar unliebsame öffentlichkeitswirksame Personalentscheidungen getroffen werden.
Ich frage mich, was diese Herren Minister denken, sich heraus nehmen zu können. Irgendwie haben die die Zeit verpennt. Zukanov ist nicht mehr der Chef, der mit solchen Problemen nicht echt belastet werden wollte.
Uwe, in maximal 2 Jahren habt ihr in Kaliningrad eine überwiegend neue Ministerriege. Das Dilemma schaut sich der Neue nicht lange an. Der will ja nächstes Jahr als Gouverneur - gewählt - werden. Da muß er gegen die derzeitige Negativpresse anstinken und eine arbeitsfähige Regierung vorweisen, die auch nachweisbare Erfolge unter seiner Leitung zu vermelden hat.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 12. November 2016 08:58:42

... der Gouverneur hat geäußert, dass die "Regierungsbildung" bis Ende des Jahres abgeschlossen ist. Sein Problem ist (wenn ich richtig informiert bin), dass es in Kaliningrad zu wenig "nichtbelastete" Spezialisten gibt. Und wenn er zuviele aus anderen Regionen holt (z.B. aus Moskau), dann haben die Kaliningrader Gallier damit ein Problem ... Aber, um mal Frau Merkel zu zitieren: "Wir schaffen das".

Peter Z. Ziegler Veröffentlicht: 13. November 2016 00:12:47

Kaliningrad ist ja eine richtig spannende Stadt und eine einzigartige Möglichkeit Russland zu erleben. Diese Internetzeitung sollte noch mehr Leser haben. Diesmal mit Link zitiert:
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=604385363097687&id=100005786851080

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. November 2016 08:20:09

... in diesem Fall habe ich natürlich nichts gegen einen Link. Besten Dank für Ihr Interesse an Kaliningrad ... wir können es gebrauchen.

Hauke Veröffentlicht: 14. November 2016 23:20:34

Ich habe jetzt einige Bücher von Agnes Miegel gelesen und kann beim besten Willen nicht schlechtes erkennen. Im Gegenteil, sie muss Ihre Heimat sehr geliebt haben und voller Trauer gewesen sein als sie Ihre Heimat verlassen musste.
Ich kann Agnes Miegel auch verstehen dass sie Hitler verehrt hatte.
Dazu muss man sich aber in die damalige Zeit hinein versetzen.
Wie sah es denn bis 1933 in Deutschland aus?
Arbeitslosigkeit, Not und Elend!
Das damalige Ostpreußen war besonders davon betroffen und litt zusätzlich an seiner Insellage und den polnischen Schikanen.
Und wenn da einer kommt und Besserung verspricht und auch nach und nach hält, dann ist es doch nachvollziehbar das man den verehrt.
Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing.
Wie ist das denn mit Stalin? Wird der nicht noch heute von vielen Russen öffentlich verehrt? Obwohl er nachweislich ca. 6Mill. Sowjetmenschen hat umbringen lassen?
Ja ich geh sogar noch weiter und glaube das mindesten 1/3 der im Kriegen umgekommenen Sowjetmensch auf Kosten der damaligen sowjetischen Führung gehen.
Nun ja, auf unsere jüngere Vergangenheit möchte ich nicht eingehen.
Wie wir Jesus in der Bibel zitiert?
„Wer von Unschuld ist der werfe den ersten Stein“

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 14. November 2016 23:33:50

... Agnes Miegel war nicht nur eine glühende Hitler-Verehrerin, davon gab es damals viele. Sie hat auch noch Hitler-Oden und und und geschrieben. Auch das kann man erstmal stehen lassen und sagen ... "sie hat es nicht besser gewusst". Aber nach dem Krieg haben wir es alle besser gewusst und sie hat sich bis zu ihrem Tode nicht von Hitler distanziert. "Ich bin nur Gott verantwortlich und sonst niemandem", war eine Äußerung kurz vor ihrem Tod. Leni Riefenstahl ist ein interessanter Vergleich. Sie hat sich genauso schuldig gemacht wie Miegel, aber sie hat sich wenigstens nach dem Krieg dazu bekannt und bereut (zumindest mit Worten).

.g Radeberger Veröffentlicht: 17. November 2016 02:55:55

Hauke
Veröffentlicht: 14. November 2016 23:20:34

Hallo Hauke,
sehen Sie es bitte mal nicht aus der Sicht der Agnes Miegel nach 1933 bis 1945. Schätzen Sie mal die Agnes Miegel nach Ende des WK II ein, als diese ihre Heimat liebende Frau und Schriftstellerin/Dichterin, also nicht ganz dumm, durch das Verschulden von Hitler und weiteren, diese geliebte Heimat verlassen mußte. Ohne eine Chance auf Rückkehr. War bei dieser Frau nur ein Fünkchen Schuldbewußtsein, wem sie ihre öffentliche Verehrung hat zuteil werden lassen? Uwe hat Ihnen ja schon noch ein paar Hinweise zukommen lassen. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.
Die andere Seite ist doch die, daß jetzt nach so vielen Jahren, in der man eigentlich auch auf Erkenntnis hofften konnte, eine jetzt russische Schule sich den Namen zulegt von einer Frau, die Hitler und den Faschismus verehrte und ganz offensichtlich bis zu ihrem Tode treu geblieben ist.
Das ist doch der eigentliche Skandal an der ganzen Geschichte.
Da muß man doch fragen, wer sind diese russischen Leute, die hinter dieser Namnensgebung stehen. Gibt es auch wohlwollende ausländische Mäzene. Man kann das auch nicht von anderen Vorkommnissen in der Oblast Kaliningrad trennen,
Ich bin der Meinung, daß das Ganze, was uns Uwe nun seit Monaten über bestimmte Vorgänge berichtet, nicht wie ein Pilz über Nacht aus der Erde gekommen ist. Das ging bisher offensichtlich schon länger, ohne daß es so richtig zur Kenntnis genommen werden sollte.
Es war in der Oblast ganz offensichtlich unter der Schirmherrschaft eines Gouverneurs Zukanov eine große Gammelei eingerissen, die nicht nur die Politik, sondern auch Wirtschaft und Militär erfaßt hatte. In dessen Klima wurden dann auch diese Nazigruppierungen und Miegelverehrer groß.

.g Radeberger Veröffentlicht: 19. November 2016 22:28:42

18.11.2016 – Ein Foto spricht Bände

Was so bisher über diesen Journalisten so berichtet wurde, was er sich so geleistet hat, und wie er zu einem Interview mit dem "Regionalfürsten" erscheint, zeigt doch schon in seiner eigenen Aufmachung die Nichtachtung des Anderen. So jedenfalls sehe ich das.
In diesem Aufzug kann er abends in der Kneipe erscheinen zum Schnaken erzählen mit seinen Kumpels, aber nicht bei einem offiziellen Interview im Büro des Gouverneurs.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 19. November 2016 22:45:04

... Montag versuche ich nochmal "nachzulegen" mit "Meiner Meinung ..."

ru-moto Veröffentlicht: 20. November 2016 01:58:59

[...dass er Gitarre spielt und Ping Floyd liebt.] -- Pink Floyd --

Braucht Kaliningrad wirklich so etwas wie eine beschämende IKEA?
#sozialdumping#ausbeutung...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. November 2016 06:35:35

... es geht wohl weniger um IKEA als Verkäufer von irgendwelchen Waren, sondern wohl mehr um IKEA als Signal an andere Investoren ...

ru-moto Veröffentlicht: 20. November 2016 02:15:30

[NATO-Kriegsschiffe in Kleipeda eingetroffen] - US-Friedensrat am 10. Oktober 2015

"Wir müssen Aggressionen stoppen, bevor wir uns mit den Reaktionen der Opfer auf die Aggression befassen. Wir sollten nicht das Opfer der Aggression verantwortlich machen an Stelle der Aktionen des Angreifers. Und wenn man das Gesamtbild erfasst, sollte es keine Zweifel daran geben, wer die Angreifer sind.
In Anbetracht der Tatsachen sind wir der Meinung, eine sich abzeichnende Katastrophe nicht verhindern zu können, ohne eine Bündelung aller Kräfte, verbunden mit dem nötigen Gefühl von Dringlichkeit, um in Worten und Handlungen das Folgende zu fordern:

1. Die NATO-Streitkräfte müssen sofort aus den Anrainerstaaten Russlands abgezogen werden.

6. Die US-Strategie einer globalen Vorherrschaft muss zu Gunsten einer Politik der friedlichen Koexistenz aller Länder aufgegeben werden, unter der Voraussetzung des Respekts für das Recht eines jeden Volkes auf Selbstbestimmung und Souveränität.

7. Der Prozess der Abschaffung der NATO muss sofort beginnen.
Wir appellieren an alle unsere Freunde und Genossen in der Friedens- und Anti-Atom-Bewegung, Hand in Hand mit uns zusammenzuwirken in einer demokratischen Koalition, um alle Angriffskriege zu beenden. Wir würden uns über alle kooperativen Reaktionen unserer Freunden und Genossen in der Bewegung freuen."
Quelle: US Peace Council, deutsche Übersetzung: cooptv

ru-moto Veröffentlicht: 20. November 2016 02:33:24

@FiatMoney - Informationen über Russland in Deutschland -

Hallo! Die gleichen Erfahrungen machte ich, als ich mich über Karelien im Internet informierte.
Da wird z.B. in einer Touristeninfo eines großen dt. Reiseverlages (Blöd-Zeitg. u. M... gehören alle zusammen) über Karelien und Russland nur negativ, sehr traurig und herabwürdigend geschrieben.
Wir die Guten, Russland die Bösen...
Ich kenne Karelien von tausenden Fotos und habe mich auch alternativ informiert.
Diese proantlantisch orientierten, westlichen Einflußversuche machen sich in allen Bereichen bemerkbar.
Zum Glück wird von immer mehr Menschen mit Hausverstand diese Art versteckter Kriegsführung durchschaut. Das Vertrauen in diese Medien befindet sich im Sturzflug...

.g Radeberger Veröffentlicht: 20. November 2016 03:45:17

Hallo Herr Göllner,
"Wenn sich die staatlichen Entscheidungsträger damit beschäftigen, können sie sich ihre Chancen nicht nur selbst ausrechnen ..." . Da haben Sie vollkommen Recht, natürlich unter der Voraussetzung, daß diese "Entscheidungsträger" auch real denken können. Und das hat gar nichts mit Rußland zu tun.
Oft ist es reinstes Prestigedenken, daß die Hirne vernebelt.
Beispiel? Gläserne Manufaktur in Dresden von VW. Falls Sie es nicht kennen, unmittelbar am Großen Garten in Dresden, der zweiten grünen Lunge von Dresden, gehört noch zum Zentrum der Stadt, wurde ein "gläsernes" Montagewerk für die Luxusmarke von Volkswagen (das beißt sich schon im Namen) errichtet. Dort sollten die zuküftigen Käufer der Montage ihrer Autos zuschauen können. Nach reichlich 10 Jahren wird der Luxus nicht mehr montiert und VW hat rote Ohren, was wird mit der Investition. Ach ja, die Verlegenheitslösung. Montage von E-Karren namens VW.
Alle, die ein Stück weiter denken, wissen, daß die Merkelschen (ohne Sinn und Verstand) propagierten Millionen Eletrokarren zum Persoenentransport nur eine populistische Verlegenheitslösung sind.
Kein Schwein traut sich mal daran, das mal richtig durchzurechnen, da gegenüber dem Verbrennungsmotor mit diesen Kurzsteckenkisten derzeit kein ökonomischer Vorteil erreicht wird.
Soviel zum "realen" Denken der Entscheidungsträger. Das ist wohl in Kaliningrad nicht anders.

.g Radeberger Veröffentlicht: 21. November 2016 22:17:45

"Auch unser Informationsportal hatte einen Beitrag zu diesem Vorfall unter dem Titel „Die guten Deutschen in Kaliningrad“

Beschuldigen ist einfach. Die Pinneberger hatten offensichtlich nicht damit gerechnet, daß sie die Möglichkeit bekommen würden, Ihre Sicht öffentlich darzulegen. Aber welche Sicht? Was sollen sie denn schreiben? Fantasieren sie sich irgend etwas zurecht, so schlau sind sie auch, wird das wohl auseinander genommen werden. Wie stehen sie dann da?
Es ist die "hohe Schule" der deutschen Anti-Rußland-Propaganda, wie sie seit hundert Jahren betrieben wird. Daran hat sich grundsätzlich erst einmal nichts geändert. Sie hat Höhen und Tiefen erlebt. Seit ca. zehn Jahren wird die Hetz- und Verleumdungsschraube wieder angezogen. Seit 2014 sowieso mächtig. Aber es gibt bei den angeblichen Erfolgen andere Ergebnisse. Nun werden nicht mehr nur die Polit- und Medienkonsumenten belogen. Jetzt belügt man sich schon selbst bezüglich der angeblichen Erfolge der Sanktionen auf russischer Seite und der angeblich minimalen Verluste durch Sanktionen und Gegensanktionen auf Seiten der EU. Nur zu dumm, daß es auch Leute gibt, diese Verlustzahlen ihrer Länder nennen.
Aber ich bin mir sicher, daß in einigen Jahren sich das Verhältnis wieder bessern wird, wenn die Betonköpfe erst einmal vom Ruder weg sind.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 21. November 2016 22:24:54

... hm, ich blicke eigentlich ein wenig besorgt auf das Jahr 2017, dem Wahljahr in Deutschland ... vonwegen der Besserung der Beziehungen ... ich melde schon jetzt mal meine Zweifel an.

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. November 2016 02:25:03

"... ich melde schon jetzt mal meine Zweifel an."

Von 2017 hatte ich auch nichts geschrieben. wenn man mal davon ausgeht, daß beim "Abschiedsbesuch" von Obama mal nur wenige "gekrönte" Häupter geladen waren, nicht einmal alle Gründungsländer der EU, kein Spanien, kein Polen, keine Niederlande, wie sollen die ganzen Nichtgeladenen sich vorkommen. Die ganzen Redereien über das Bollwerk Merkel gegen die Rechten in "Europa", gegen Trump, mit viel Schmus um die Backen der Freundin Angela, dann kann man sich doch ausrechnen, wie freundlich und freundschaftlich gesinnt die anderen sind. Merkel hat ganz offensichtlich von ihrem farbigen Freund den Auftrag erhalten, nochmals anzutreten.
Es war und ist eine echte US-Aktion. Die denken nur von zwölf bis mittags. Wenn sie meinen ihr Ziel erreicht zu haben, ist das Nachfolgende vollkommen egal.
Meiner Ansicht nach geht diese ganze Aktion nach hinten los, wenn sich die Freundin des Clinton-Obama-Clans gegen Trump wenden sollte. Und das wird wohl der Hauptauftrag sein. Nachvier Jahren wollen Die DEMOKRATEN wieder das ruder übernehmen in Washington.
Trump ist kein Ankündigungspräsident und kein Schwätzer wie Obama. Der wird handeln.
Er wird auch die Bestrebungen rechtzeitig zunichte machen, ihm Hindernisse für eine zweite Amtszeit in den Weg zu legen.

Hauke Veröffentlicht: 22. November 2016 12:39:05

"Die Raketen können auch polnische Seeziele erreichen"
Ja gibt es die denn?
Vor den polnischen Flottenteilen die ich kenne braucht man keine Angst zu haben, die sind so alt und marode das zur Bekämpfung ein K98 ausreicht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. November 2016 12:48:58

... möglich, aber in polnischen Häfen befinden sich auch Schiffe anderer NATO-Länder ...

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 22. November 2016 22:14:42

Kalinigrad wäre der ideale Platz gemeinsam als deutsche und russische Nachfahren der Weltkriegsgeneration gegen diese militärische Entwicklung zu protestieren. Vielleicht fällt uns allen dazu noch was ein.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. November 2016 22:19:26

... das wird organisatorisch schwierig, von den Kosten mal ganz abgesehen. Aber man kann sich natürlich ein elektronisches Kaliningrad einfallen lassen. Facebook bietet sich als Start-Up vielleicht an.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 23. November 2016 11:16:08

Der Schmuggelbernstein dürfte ja die Haupteinnahmequelle des Filzes gewesen sein und diese Meldungen bestätigen das. Wenn Zukanow jetzt nich stillhält wird es eng für ihn werden. Ich wünsche das Beste !-)
@K-W Paulsen: die richtigen Orte für derartige Proteste sind Berlin und Brüssel!

ru-moto Veröffentlicht: 23. November 2016 21:23:21

Die "richtigen"Orte sind vorerst einmal im Kopf eines Jeden mit Durchblick. Es gibt genug Foren, in welchen schon jetzt Protest geäußert werden kann. Die Wahrheit ist für Verbrecher überall höchst unbequem. Lügen und Betrügen ist inzwischen salonfähig geworden und gegen Fanatiker und Gehirn gewaschene "Nachbarn" ist schlecht anzukämpfen. Sie werden nicht zuhören wollen, geschweige, verstehen können.

Lesen (Sehen) und Verstehen, das sind nämlich zwei verschiedene Dinge...

Knüppelten die westlichen "Volksvertreter/(-verräter)" bisher noch auf ihr "niederes Volk" als die "Sozialschmarotzer", den "Mob" oder das "Pack" ein, so disqualifiziert man nun jeden und alles, der es wagt, den transatlantischen und neoliberalen Narrativ abzulehnen, als "postfaktisch". Fakten gibt es selbstredend nur auf der einen, der "guten" Seite.

Was ist mit "postfaktisch" eigentlich gemeint? Es geht einfach formuliert um ein politisches Denken und Handeln, bei dem Fakten, und somit die Wahrheit, nicht mehr entscheidend sind. Es ist der Gegensatz zu den Prinzipien der Aufklärung. Statt aus Fakten Schlussfolgerungen zu ziehen, wird manipuliert, betrogen und gelogen.

Geschultes Selbstdenken nimmt nichts als fix und fertig hin, weder zurechtgemachte Fakten noch tot gewordene Allgemeinheiten noch gar Schlagworte voll Leichengift.

"Postfaktiker", glaubt nicht den Märchen die euch tagein tagaus präsentiert werden, habt den Mut euch eures eigenen Verstandes zu bedienen. Seid schlau, skeptisch, kritisch, vertraut auf euer Gefühl und rennt den Rattenfängern nicht hinterher...

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