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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe November 2017

Do, 30 Nov 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe November 2017

 


 
30.11.2017 – Aids-Statistik mit trüben Aussichten
Mit Stichtag 1. November 2017 sind in Kaliningrad 5.201 Personen mit einer Aids-Erkrankung erfasst. 14 Prozent der Erfassten wohnen in der Gebietshauptstadt, 86 Prozent in den Kreisen des Gebietes. 341 Personen befinden sich im Strafvollzug. Darüber informiert der stellvertretende Chefarzt des Gebietsinfektionskrankenhauses und Leiter des Aids-zentrums Nikolai Scherkes. 2.749 Personen (52,8 Prozent) erhalten eine Therapie. 236 Personen haben in diesem Jahr die Therapie abgebrochen. Die medizinische Aids-Hilfe (Therapie) ist in Russland kostenlos.
 
30.11.2017 – Alexander Jaroschuk neuer City-Manager
Der Bürgermeister von Kaliningrad Alexander Jaroschuk, hat sich im Bewerbungsverfahren um die Stelle als City-Manager gegenüber den noch verbliebenen zwei Kandidaten durchgesetzt und wird die Geschicke der Stadt in den kommenden vier Jahren auf Vertragsbasis weiter lenken. Dies wäre für ihn die dritte Amtszeit, auch wenn die Funktion jetzt nicht mehr Bürgermeister, sondern City-Manager ist. Ausgewählt wurde Jaroschuk durch eine Personalauswahlkommission, bestehend aus Vertretern der Gebietsregierung, des Stadtparlaments und der Opposition. Die Wahl war geheim.
 
30.11.2017 – Neubürger legen Staatsbürger-Eid in Kaliningrad ab
Im Zeitraum von September bis Oktober 2017 haben mehr als 900 Personen im Kaliningrader Gebiet die russische Staatsbürgerschaft angenommen. Diese wird jedoch erst gültig, wenn ein Eid auf die neue Staatsbürgerschaft abgelegt wurde. Diesen Eid haben bisher 600 Neu-Bürger abgelegt. Darüber informierte Elena Basina, Leiterin der Abteilung für Staatsbürgerschaftsangelegenheiten in der Migrationsverwaltung der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes. Das neue Gesetz zur Staatsbürgerschaft ist am 1. September in Kraft getreten und sieht erstmalig einen Eid auf die Staatsangehörigkeit vor.
Wie weiterhin informiert wurde, erwartet man im Jahre 2017 zu Fragen der Annahme der russischen Staatsbürgerschaft das gleiche Ergebnis wie im Jahr zuvor. Im wesentlichen sind die Antragsteller Übersiedler aus ehemaligen Sowjetrepubliken oder aus Deutschland, die die Möglichkeiten des „Programms der landsmännischen Rückübersiedler“ nutzen. In den letzten zehn Jahren haben dies 18.000 anspruchsberechtigte Personen mit weiteren 22.000 Familienmitgliedern getan.
Rückübersiedler erhalten im beschleunigten Verfahren die Staatsbürgerschaft (es wird keine Aufenthaltsgenehmigung benötigt). Weiterhin erhält der Antragsteller und Hauptanspruchsberechtigte eine einmalige finanzielle Unterstützung von 20.000 Rubel und jedes Familienmitglied von 10.000 Rubel. Weiterhin werden die Umzugskosten erstattet und die verauslagten Kosten und Gebühren für Verwaltungsvorgänge erstattet.
 
30.11.2017 – City-Manager des Kreises Polessk entlassen
Der Verwaltungsleiter von Polessk Nikolai Muchin hat seine Kündigung eingereicht. Darüber informierte der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung. Gründe für seine Kündigung sind noch nicht offiziell bekannt. Nikolai Muchin selber war für die interessierten Medien nicht erreichbar. Er bekleidete die Funktion seit Dezember 2015 (noch unter Ex-Gouverneur Zukanow) und war vorher in der Zukanow-Regierung Leiter der Agentur für Gebietseigentum. Vor einigen Tagen hatte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow angekündigt, dass es vermutlich zu einer Reihe von personellen Veränderungen in den Kreisen des Kaliningrader Gebietes kommen werde. Benötigt werden Personen in Führungspositionen, die die Entwicklung der Kreise voranbringen.
 
30.11.2017 – Sportzentrum für Straßensport eingeweiht
Im Stadtzentrum ist ein neues Sportzentrum im unteren Teil der Hochbrücke eingeweiht worden. Viele Jahre wurde der Platz unter der Hochbrücke nicht oder nur für zweifelhafte „gesellschaftliche“ Aktivitäten genutzt und befand sich in einem verwahrlosten Zustand. Nun hat der Kaliningrader Unternehmer Andrej Romanow, Präsident der Gebietsföderation des Basketballs sich engagiert und die Einrichtung eines multifunktionalen Sportzentrums an dieser Stelle finanziert. Es ist gegenwärtig ein einzigartiges Objekt in Russland. Zu früheren Zeiten existierte ein ähnliches Projekt in Moskau. Dieses wurde aber im Zusammenhang mit der Umgestaltung des „Luschniki“ abgerissen. Der multifunktionale Sportplatz ist mit Sicherheitskameras und kostenlosem Internet ausgestattet. Es sind auch an speziellen Säulen Kameras eingebaut, die die besten Momente von sportlichen Aktivitäten mit Schnappschüssen festhalten. Der Platz wird im Zusammenhang mit der Schaffung des großen Museumskomplexes im Stadtzentrum Kaliningrads, große und populäre Bedeutung erhalten.
Klicken Sie auf die Grafik, um zu ersten Eindrücken, festgehalten von „kaliningrad.ru“, zu gelangen.
 

 
30.11.2017 – Investor des Königsberger Schlosses bekannt geworden
Wie jetzt bekannt wurde, stand hinter den Plänen für den Wiederaufbau des Königsberger Schlosses Arthur Sanitz, der Vertraute des ehemaligen Gouverneurs des Kaliningrader Gebietes Nikolai Zukanow. Speziell für die Aufbaupläne wurde eine Firma gegründet, die zu 20 Prozent Arthur Sanitz gehört und zu 80 Prozent einer polnischen Familie, die sich mit Bauarbeiten beschäftigt. Arthur Sanitz bestätigte diese Informationen gegenüber Rugrad.eu und kommentierte, dass die Pläne nun zu den Akten gelegt sind. Vielleicht kommt man irgendwann nochmal darauf zurück, eine Prognose möchte er jetzt nicht abgeben.
 
 
29.11.2017 – Fußball-Stadion wird ab sofort beheizt
Im neuen Fußball-Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 hat man ab sofort die Heizung eingeschaltet. Damit ist ein weiterer wesentlicher Schritt in der Fertigstellung des größten Kaliningrader Bauvorhabens für die Weltmeisterschaft gegangen worden. Neben der Beheizung der Innenräume des Stadions, wurde auch die Beheizung des Spielfelds gestartet. Die zusätzlich installierten Speziallampen geben dem Gras auf der Spielfläche die notwendigen Wachstumsimpulse. Beendet wurde auch die Aufstellung und der Anschluss der großen Übertragungs- und Informationsbildschirme. Die Bauarbeiten am Stadion sollen Ende 2017 abgeschlossen sein. Das erste Testspiel wird im März ausgetragen.
 
 
29.11.2017 – Kaliningrad erhält Newski-Denkmal
Im Zentrum des Kreisverkehrs am Wassiljewski-Platz haben die Fundamentarbeiten für das geplante neue Denkmal für Alexander Newski begonnen. Innerhalb von drei Monaten sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Der Sockel des Denkmals wird aus Granit gefertigt und eine Höhe von drei Metern haben. Das Denkmal für Fürst Alexander Newski selber, wird im Verlaufe von einem Monat nach Fertigstellung des Sockels aufgestellt. Die Figur hat eine Höhe von fünf Metern. Das Konzept für das Denkmal wurde vom bekannten Kaliningrader Architekten und ehemaligen Chefarchitekten der Stadt Alexander Baschin erarbeitet.
 
29.11.2017 – Sehr zeitige Aufstellung des zentralen Weihnachtsbaums in Kaliningrad
Am Platz des Sieges in Kaliningrad wurde mit dem Aufbau des größten Weihnachtsbaumes für die Feiertage zum Jahreswechsel begonnen. Der Aufbau und die Dekorierung sollen bis zum 10. Dezember vollständig abgeschlossen sein. Am 22. Januar wird der Weihnachtsbaum dann wieder demontiert.

 


 
28.11.2017 – Bürger sollen illegale Taxen und Minibusse melden
Die Verkehrspolizei fordert die Kaliningrader Bürger auf, illegale Transportunternehmer anzuzeigen. Ohne Hilfe der Bürger wird es sehr schwierig sein, mit diesen illegalen Taxen und Minibussen zu kämpfen. Mit der Nutzung dieser Fahrzeuge provozieren die Bürger selber, dass dieses schwarze Unternehmertum nicht verschwindet. Häufig trifft man sogar den Fakt an, dass eine „ganze Busladung von Passagieren“ diese illegalen Fahrer schützt und bei polizeilichen Kontrollen kollektiv behauptet, es handle sich hierbei um einen Familien- oder Arbeitskollektivausflug. Illegale Transportunternehmer führen häufig ein Fahrzeug mit groben technischen Mängeln. Die Passagiere sind nicht versichert und die Kosten für eine Fahrt unterscheiden sich häufig nur minimal von den Preisen der offiziellen Fuhrunternehmen.
 
 
28.11.2017 – Selenogradsk hübscht sich weiter auf
Noch ist die Rekonstruktion der Innenstadt von Selenogradsk nicht vollständig abgeschlossen und die bereits abgeschlossenen Arbeiten zeigen auch einige Mängel auf, wie Journalisten vor Ort am Wochenende feststellten. Trotzdem ist zu sehen, wie dieses Ostseestädtchen sein Schmuddel-Image der Vergangenheit ablegt. Insgesamt wurden 30 Mio. Rubel in die Instandsetzung der wichtigsten Fußgängerzone investiert. Klicken Sie auf die Grafik, um zur Fotogalerie von „Kaliningrad.ru“ zu gelangen.  
 
 
28.11.2017 – Straßenbahn soll nun doch bleiben
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat der großen russischen Zeitung "Gaseta.ru" ein Interview gegeben. Angesprochen auf die Verkehrssituation in der Gebietshauptstadt kommentierte er, dass Kaliningrad keine geographischen Möglichkeiten hat sich weiter auszudehnen. Gerade deshalb ist es wichtig, den öffentlichen Nahverkehr zu entwickeln, als Alternative zum Individualtransport. Man werde auch nach der Fußball-Weltmeisterschaft intensiv an dieser Aufgabe arbeiten. Hierzu gehört auch, dass der Stadt die Straßenbahn erhalten bleibt. Das Problem für Kaliningrad ist die enge (europäische) Spurbreite, die Entscheidungen für den Kauf erschweren, denn man möchte in erster Linie Straßenbahnen aus russischer oder eurasischer Produktion erwerben und nicht aus europäischen Ländern importieren.
 
 

 
27.11.2017 – „Guter Kant“ hat jetzt eigenes Facebook-Konto
Die Popularität der verpönten Kant-Figur scheint nach den mehrmaligen Umzügen in der letzten Woche immer mehr zuzunehmen. Zuerst wurde die Figur in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Stadtzentrum Kaliningrads vor dem Europacenter entfernt und vor dem Kant-Dom auf der Kant-Insel aufgestellt. Auch dort stand sie nur wenige Tage und wurde wiederum in einer Nacht- und Nebelaktion auf den Hof der Verwaltung des Kant-Domes in der ul. Narwskaja verbracht. Auch dort brachte die Figur nur wenige Stunden zu und wurde wiederum in einer „Geheimaktion“ nach Jantarny geschafft und dort vor einem bekannten Hotel, mit Blick aufs Meer, aufgestellt. Nun wurde eine Facebook-Seite „Guter Kant“ geschaffen. Sie gelangen HIER zum Facebook-Konto.
Noch kurz vor der Umlagerung ist es „Kaliningrad-Domizil“ gelungen, einen kurzen Videofilm vom „Guten Kant“ vor dem Kant-Dom auf der Kant-Insel zu erstellen.
 
 
27.11.2017 – Zu wenig Patienten – beschwert sich Kaliningrader Gouverneur
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow besuchte das Zentrale Kaliningrader Stadtkrankenhaus, um sich vom Stand der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft zu überzeugen. Das Krankenhaus stand lange in der Kritik bei der Bevölkerung und wurde jetzt komplett renoviert. Der Gouverneur zeigte sich mit dem erreichten Stand zufrieden, bedauerte aber, dass am Samstag, dem Tag seiner Besichtigung, sehr wenige Patienten die Leistungen in Anspruch nehmen. Der Gouverneur wollte sich mit Patienten zu deren Meinung unterhalten, fand aber keine Gesprächspartner. Der Region stehen für die Rekonstruktion, Instandsetzung und Neuausrüstung von medizinischen Einrichtungen in Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 rund zwei Milliarden Rubel zur Verfügung. Klicken Sie auf die Grafik, um zur Fotogalerie von „kaliningrad.ru“ zu gelangen.
 
 
27.11.2017 – Patenschaftsvertrag Pskow und Kaliningrad
Am Wochenende wurde bekannt, dass das Gebiet Kaliningrad mit dem Gebiet Pskow einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen hat. Das Dokument wurde durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow und den amtsführenden Gouverneur des Gebietes Pskow Michael Wedernikow unterzeichnet. Michael Wederniko war bis vor wenigen Wochen Bevollmächtigter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet. Die Vereinbarung sieht eine enge Zusammenarbeit beider Gebiete auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet vor.
 
 
27.11.2017 – Noch hängen die Liebesschlösser an der Honigbrücke
Vor wenigen Wochen hatte der Bürgermeister von Kaliningrad Alexander Jaroschuk angekündigt, die seit Jahren an der Honigbrücke durch junge Ehepaare angebrachten Liebesschlösser entfernen zu lassen. Die Belastung der Brücke ist zu groß. Man will noch in diesem Jahr mit der Instandsetzung des Teiles der Brücke beginnen, der über Wasser zu sehen ist. Für die Instandsetzung des unteren Teiles der Brücke sind erhebliche Finanzen notwendig, die gegenwärtig nicht zur Verfügung stehen. Durch die Stadtverwaltung wurden mehrere Alternativvorschläge für zukünftige Liebesschlösser unterbreitet. Die Bevölkerung wählt gegenwärtig die populärste Variante aus.
 
 
27.11.2017 – Königsberger Geschichte wird Kaliningrader Kindern vermittelt
Trotz aller Germanisierungsdiskussionen in der Stadt, die ihren Ursprung häufig in unmotivierter Verherrlichung allen Deutschens hat, wird der Königsberger Geschichte der heutigen Stadt Kaliningrad, weiterhin große Aufmerksamkeit gewidmet. Neben der aktivierten Denkmalpflege, werden auch Schulkinder durch Exkursion an historische Stellen auf die vielhundertjährige Geschichte der Stadt aufmerksam gemacht. Kaliningrad-Domizil ist es gelungen, eine Schulklasse zu beobachten, als diese das Grab von Immanuel Kant und das Denkmal von Herzog Albrecht besichtigte.
 
 
27.11.2017 – Wissenstest auf unserem Portal
Geben Sie es zu, Sie haben noch nicht an unserem Wissenstest teilgenommen! Wissen Sie überhaupt, dass wir jeden Monat, von Mitte bis Ende des Monats, eine Frage stellen und wissen wollen, ob Sie darüber Bescheid wissen? Wir geben Ihnen sogar Antwortvarianten vor, wovon eine richtig ist. Und egal, ob Sie richtig oder falsch antworten, werden Sie anschließend mit weiteren Informationen zu der gestellten Frage versorgt und erfahren auch, ob andere die Frage richtig beantworten konnten. Für diesen Monat wollten wir etwas aus der Geschichte des Kaliningrader Gebietes wissen, welches bis vor seiner Umbenennung – tja, wann war die denn? – Ostpreußen und Königsberg hieß. Sie finden unsere Umfrage links von diesem Artikel, direkt unter dem Portal-Auswahlmenü.
 
 
27.11.2017 – Ärztedefizit in Kaliningrad ist besorgniserregend
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich besorgt über das große Defizit an Ärzten in Kaliningrad. Die Sorge brachte er während eines Besuches im Zentralen Stadtkrankenhaus zum Ausdruck, das mit föderalen Geldern im Rahmen der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft rekonstruiert wird. Das Wichtigste im medizinischen System sind die Ärzte und die reichen bei uns in Kaliningrad nicht, auch nicht im Zentralen Stadtkrankenhaus – äußerte der Gouverneur. Eine Variante wäre, die Ärzte zu unterstützen, die eine eigene Praxis eröffnen wollen. Die Arbeit zur Gewinnung von medizinischen Personal in anderen Regionen zeigt Ergebnisse – so der Gouverneur. In diesem Jahr sei es gelungen, 70 Mediziner zu gewinnen.

 

 
26.11.2017 – Kaliningrad hat kein Produkt, welches das Gebiet repräsentieren könnte
Kaliningrad verfügt über kein Erzeugnis und wird auch in absehbarer Zeit über kein Erzeugnis verfügen, welches als Identifikator für das Gebiet dienen könnte. Das meint der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Er meinte damit, dass man im Kaliningrader Gebiet irgendetwas herstellt, was in der ganzen Welt sofort und einzigartig mit Kaliningrad assoziiert wird. Bestrebungen, ein Erzeugnis herzustellen, welches das Label „Hergestellt in Kaliningrad“ trägt, gibt es schon seit dem Jahre 2005. Allerdings sind keinerlei Erfolge in dieser Richtung erreicht worden. Natürlich gibt es Erzeugnisse, die in Kaliningrad hergestellt werden und die sogar die genannte Aufschrift tragen. Aber sie haben keinerlei Anspruch auf internationale Bedeutung. Man arbeite jedoch weiterhin an dieser Thematik, gehe aber davon aus, dass in drei Jahren vielleicht wieder darüber gesprochen werden kann.
 
26.11.2017 – Rekonstruktion des Pregel-Ufers läuft auf vollen Touren
Neben der Rekonstruktion der Hohen Brücke und der Honigbrücke, die bis Ende des Jahres vollständig abgeschlossen sein soll, wird auch aktiv an der Rekonstruktion des Pregel-Ufers gearbeitet. Während bereits eine Seite des Pregel-Ufers sich, trotz vieler baulicher Mängel, in einem ansehnlichen Zustand befindet, wird nun für das gegenüberliegende Ufer ebenfalls an einer Wiederherstellung der Uferzone gearbeitet, die sich bis dato in einem desolaten Zustand befindet.
 
 
26.11.2017 – Große Aufforstung im Kaliningrader Gebiet
Im aktuellen Jahr sind in Kaliningrad 600.000 Setzlinge von hochwertigen Baumsorten gepflanzt worden. Dies ist einer Mitteilung der Pressestelle der Gebietsregierung zu entnehmen. Die Anpflanzung erfolgte auf einer Fläche von 200 Hektar. Weiterhin sind in einer Pflanzanlage im Kreis Gwardejsk eine Million Samen für Nadelbäume gewonnen worden. Weiterhin wird mitgeteilt, dass das Jahr 2017 dadurch gekennzeichnet war, dass die Abholzungen aus sanitären Gründen und zu kommerziellen zwecken sich fast halbiert wurden. Es wurden zehn Sonderschutzzonen für die Waldwirtschaft im Kaliningrader Gebiet geschaffen.
 
26.11.2017 – Deutsche Investoren interessieren sich sehr aktiv für die Sonderwirtschaftszone
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow hat bemerkt, dass deutsche Investoren sich aktiv für die neuen Regelungen zur Sonderwirtschaftszone Kaliningrad interessieren. Er kommentierte, dass deutsche Unternehmer auf die Annahme der neuen Regelungen zur Sonderwirtschaftszone warten. Er sei bereits das vierte Mal nach Deutschland gereist und habe dieses Interesse bemerkt. Besonderes Interesse ruft die Landwirtschaft hervor und „irgendwelche“ kleineren Produktionen. Der Gouverneur informierte, dass man nur weniger als eine Million USD innerhalb von drei Jahren investieren muss, um zum Residenten der Sonderzone zu werden und alle Vorteile genießen zu können.
 
26.11.2017 – Neubau der Synagoge in Kaliningrad
Die jüdische Synagoge in Königsberg wurde im Jahre 1938 vernichtet. Jetzt hat die jüdische Gemeinde den Wiederaufbau beschlossen. Der Wiederaufbau soll möglichst originalgetreu erfolgen. Gegenwärtig arbeitet man am Abschluss des Rohbaus. Ob es gelingt, das Gebäude bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft äußerlich fertigzustellen, ist noch unklar. Die Synagoge befindet sich am Originalplatz, in unmittelbarer Nähe des Fischdorfs und gegenüber der Kant-Insel.
 

 

 
25.11.2017 – Investor des „Fischdorf`s“ bankrott
Der Investor in das bekannte Immobilienprojekt „Fischdorf“ wurde durch ein Gericht für Bankrott erklärt. Das Kaliningrader Schiedsgericht befriedigte damit einen Antrag der Bank „Otkrytije“. Der Investor hatte in den Jahren 2006/07 Kredite im Gesamtumfang von 983 Mio. Rubel erhalten. Seit diesem Zeitpunkt haben sich weitere 1,8 Mrd. Rubel Zinsen angesammelt, die nicht bezahlt worden sind. Die Nichtzahlung der Summe hängt auch mit einer weiteren Klage zusammen, die der Investor gegen die Kaliningrader Stadtverwaltung führt. Er beschuldigt die Stadtverwaltung, die Bedingungen des Investitionsvertrages nicht eingehalten zu haben. Die Klage ist bereits 2,5 Jahre in erster Instanz bei Gericht anhängig und wird nicht entschieden.
 
 
25.11.2017 – Quoten für Zeitweiliges Wohnrecht für Kaliningrad festgelegt
Durch die föderale Regierung wurde eine Quote von rund 90.360 Zeitweiligen Wohnrechten für das Jahr 2018 festgelegt. Die Quote wird durch die Zentralregierung auf der Grundlage entsprechender Anträge der Subjekte der Föderation erarbeitet und festgelegt. Kaliningrad erhielt einen Anteil von 1.500 Genehmigungen für ein Zeitweiliges Wohnrecht und steht damit „gleichberechtigt“ neben St. Petersburg. Das Zeitweilige Wohnrecht ist die Vorstufe zur Aufenthaltsgenehmigung und wird für einen maximal möglichen Zeitraum von drei Jahren ausgereicht. Innerhalb dieser Zeit muss sich der Inhaber entscheiden, ob er weiterhin in Russland leben will oder nicht. Für den Fall, dass er weiterhin in Russland leben will, muss er einen Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung stellen. Eine Verlängerung des Zeitweiligen Wohnrechtes ist nicht möglich. Das Zeitweilige Wohnrecht beinhaltet auch das Recht eine Erwerbstätigkeit auszuüben.
 
Foto: Aufenthaltsgenehmigung für die Russische Föderation
 
25.11.2017 – Drei Kandidaten gehen in die Endrunde
Die Personalauswahlkommission hat von den sieben Bewerbungen für die Funktion des City-Managers für die Stadt Kaliningrad, drei Kandidaten für die Endrunde ausgewählt. Hierzu gehören der jetzige Bürgermeister Alexander Jaroschuk, der ehemalige Vorsitzende des Grundstückkomitees der Stadt Kaliningrad Alexander Sujew und der ehemalige stellvertretende Verwaltungsleiter der Stadt Baltisk Jewgeni Andrejew. Am 24. November haben alle sieben Kandidaten vor der Personalauswahlkommission ihre Programme für die Stadtentwicklung vorgelegt. Für Jaroschuk und Sujew stimmten alle Mitglieder der Personalkommission, Andrejew konnte nur drei Mitglieder der Kommission überzeugen. Alle weiteren vier Kandidaten erhielten weniger als drei Zustimmungen und fielen damit aus dem Rennen.
Wer nun von den drei noch verbliebenen Kandidaten City-Manager wird, wird am 29. November in einer geheimen Abstimmung der Mitglieder der Personalkommission bestimmt. Der neue City-Manager wird die Geschicke der Stadt bis zum Jahre 2021 in Händen halten.
 

Anm. UN: Die Arbeit der Personalauswahlkommission zur Festlegung des neuen City-Managers wird sowohl in den regionalen Medien, wie auch in der Gesellschaft mit sehr wenig Diskussion und Aufmerksamkeit begleitet.
 
25.11.2017 – Globale Aufgabe für Kaliningrad: Liquidierung der Gehälter im Umschlag
Globale Aufgabe für das Kaliningrader Gebiet besteht darin, die sogenannten grauen Schemata für die Zahlung von Löhnen und Gehältern abzuschaffen. In einem Interview mit einer föderalen Zeitung informierte der Gouverneur, dass man in der Regierung bereits aktiv an dieser Thematik arbeite. Weiterhin gibt es das Problem, dass Grundstücks- und Immobiliensteuern nicht bezahlt werden – hierbei handelt es sich um erhebliche Gelder, die dem Gebiet für die Bewältigung anstehender Aufgaben gegenwärtig fehlen.
 
25.11.2017 – Flohmarkt in Kaliningrad
Der Flohmarkt in Kaliningrad erfreut sich, insbesondere an Wochenenden, immer größerer Beliebtheit und hat in der Zwischenzeit räumliche Ausmaße angenommen, wie nie zuvor. Er befindet sich in der Baranow-Strasse, erstreckt sich bis zum Wrangel-Turm und setzt sich in der Proletarskaja Straße in Richtung litauisches Generalkonsulat fort. Neben vielem wirklichen Trödel, welche für Bastler und Heimwerker von Interesse ist, wird auch umfangreich Fundstücke aus der Königsberger Zeit angeboten.  
 
 
25.11.2017 – Glücksspielzone in Kaliningrad mit steigender Beliebtheit
Die Glücksspielzone „Jantar“ in Kaliningrad erfreut sich steigender Beliebtheit. Wie der Gouverneur Anton Alichanow in einem Interview informierte, gibt es interessierte Personengruppen, die sogar mit Sonderflugzeugen nach Kaliningrad kommen, um in der Glücksspielzone ihr Glück zu versuchen. Damit antwortete er auf eine verhaltene Kritik, ob es angebracht ist, Haushaltsgelder in die Entwicklung dieser Zone zu investieren. Viel habe der Staat nicht investiert. Es wurden rund 200 Mio. Rubel ausgegeben, hauptsächlich für den Straßenbau. Privatinvestoren haben 2,5 Milliarden Rubel eingesetzt. Die Mehrzahl der Besucher der Glücksspielzone kommt aus Ufa, Kasan und Moskau. Positiv wird sich der Bau des neuen Hafenterminals in Pionersk auswirken, denn die Glücksspielzone befindet sich in unmittelbarer Nähe.
 
Foto: Glücksspielzone „Jantar“ im Kaliningrader Gebiet
 
25.11.2017 – Firma aus Samara wird Ostsee-Terminal bauen
Eine Firma aus Samara hat die Ausschreibung für den Bau des neuen Ostsee-Terminals in der Kleinstadt Pionersk gewonnen. Die Firma „Bollwerk“ war einziger Bewerber für dieses Projekt. Die Firma verzichtete auf 75,36 Mio. Rubel und erklärte sich bereit, das Terminal für 7,31 Milliarden Rubel zu errichten. Die Firma „Bollwerk“ existiert seit 2008. Sie hat bereits ähnliche Objekte im Moskauer Gebiet realisiert. Das Terminal muss bis 31. Oktober 2019 vollständig zur Nutzung übergeben werden. Allerdings rechnet man damit, bereits einen Teil für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 nutzen zu können. Klicken Sie auf die Grafik, um zur russischsprachigen Video-Projektvorstellung zu gelangen.  
 

 

24.11.2017 – Gouverneur zu seinen FSB-Kontakten in Moskau
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass er weiterhin engen Kontakt zu seinem Vorgänger Jewgeni Sinitschew hält, der das Amt des Kaliningrader Gouverneurs zwei Monate ausgeübt hatte und danach nach Moskau als stellvertretender FSB-Chef versetzt wurde. Es finden Treffen statt und er informiere Sinitschew über die täglichen Vorgänge in der Region. Die Treffen finden in Moskau statt, wo Alichanow seinen Vorgänger aufsucht. Sinitschew revanchiert sich mit Ratschlägen für die Arbeit in der Region – so der Gouverneur. „Mir ist es sehr angenehm, dass er sich so sehr um das Gebiet kümmert, um unsere Probleme und ich habe große Hochachtung vor ihm“, - so der Kaliningrader Gouverneur. Er informierte, dass Sinitschew eine ganze Reihe von Aktivitäten ausgelöst habe, um den Bernsteinsektor im Kaliningrader Gebiet zu „entkriminalisieren.“
 
24.11.2017 – Blitzer sind gute Einnahmequelle für Stadt und Gebiet
Die Blitzer in der Stadt und dem Gebiet Kaliningrad haben seit Anfang des Jahres 194 Mio. Rubel in die Kassen der Verkehrspolizei eingeblitzt. Registriert wurden 192.000 Gesetzesverletzungen durch Verkehrsteilnehmer. Darüber informierte der Vizegouverneur der Kaliningrader Regierung Alexander Torba, der u.a. für die innere Sicherheit verantwortlich zeichnet. Allerdings haben bisher noch nicht alle bezahlt. Erhalten habe man nur 60 Mio. Rubel. Um die Fotos auszuwerten und die Zahlungsaufforderungen zuzustellen, wurden 13,7 Mio. Rubel aufgewandt.
 
24.11.2017 – USA sitzen mitten im Kaliningrader Parlament
Die Kaliningrader Gebietsduma hat am 23. November den Abgeordneten Igor Rudnikow aus ihren Reihen ausgeschlossen und ihm den Status einen Abgeordneten aberkannt. 33 Abgeordnete stimmten dem zu, sechs Abgeordnete der Fraktion der Kommunisten und Patrioten Russlands stimmten dagegen. An der Sitzung nahm der Staatsanwalt des Kaliningrader Gebietes teil. Er zeigte den Abgeordneten die originale Aufenthaltsgenehmigung und den Personalausweis des US-Staates Connecticut, ausgestellt für Igor Rudnikow. Rudnikow hat über den Besitz dieser Dokumente den russischen Migrationsdienst nicht informiert. Dies ist ein Straftatbestand in Russland. Erschwerend kommt hinzu, dass er Abgeordneter einer Volksvertretung ist. Diesen ist der Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung oder einer doppelten Staatsbürgerschaft generell verboten.
Rudnikow befindet sich gegenwärtig in Untersuchungshaft. Ihm wird Erpressung eines föderalen Beamten in Höhe von 50.000 USD unter Missbrauch seiner Stellung als Chefredakteur eines Massenmediums vorgeworfen.
Der Rechtsanwalt kündigte Widerspruch zu der Entscheidung der Kaliningrader Duma an. Die Staatsanwaltschaft habe nicht bewiesen, dass die vorgelegten Dokumente echt sind. Der Staatsanwalt informierte, dass man auf den Dokumenten die Fingerabdrücke von Rudnikow festgestellt habe. Weiterhin befinden sich im Reisepass von Rudnikow keine US-Visa, obwohl dieser die USA mehrmals besucht habe.
 
 
24.11.2017 – Man ist nie zu alt, einen Schatz zu finden
Bei Aufräumarbeiten auf dem Friedhof der Kirche Laptau in der Siedlung Muromsk, fand eine alte Frau ein Taufbecken. Darüber berichtete die „Komsomolskaja Prawda“. In der Nähe des Eingangs zur Kirche wurde der Unterstand des Taufbeckens gefunden. Das Taufbecken selber lag am anderen Ende des Friedhofs. Vermutlich wurde das Taufbecken aus der Kirche nach dem Krieg entfernt – so ein Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche. Das Taufbecken war so groß und schwer, dass sechs Personen Mühe hatten es zu bergen. Vier Stunden wurde an der Bergung gearbeitet. Gehoben und transportiert wurde es mit einem Kran. Das Taufbecken befindet sich in einem guten Zustand. Es wird einen neuen Standort in der Kirche von Arnau finden.
 
24.11.2017 – Erdbeben hin, Erdbeben her – das Stadion steht auf sicherem Grund
Der Generalauftragnehmer für den Stadionneubau auf der Insel in Kaliningrad informierte, dass das Stadion so konzipiert ist, dass ein Erdbeben der Stärke 7 keine Auswirkungen auf das Gebäude haben würde. Auch Sturm und sonstige Witterungsunbilden können dem Stadion nichts anhaben. Das Stadion soll bis Ende 2017 fertiggestellt sein. Alle allgemeinen Bauarbeiten sind bereits abgeschlossen. Gegenwärtig werden einige Testereignisse für dieses Stadion geplant. Das erste Fußballspiel soll im März 2018 stattfinden.
 
24.11.2017 – „Guter Kant“ hat neuen Standort gefunden
Die seit einer Woche ununterbrochen Aufmerksamkeit hervorrufende Figur des „Guten Kant“, hat einen neuen Standort gefunden. Der für seine originellen und öffentlichkeitswirksamen Auftritte bekannte Bürgermeister von Jantarny hat die Figur zu sich geholt und vor dem Hotel „Aquatoria“ mit Blick auf die Ostsee, aufgestellt. Die Übernahme der Figur wurde mit der Verwaltung des Kant-Doms vereinbart. Die Figur erfordert eine Instandsetzung. Die Kosten hierfür übernimmt das Hotel.
 
Foto: Figur „Guter Kant“ hat neuen Standort in Jantarny gefunden.
 
24.11.2017 – Kaliningrader Forschungsschiff wird argentinisches U-Boot suchen
Das Kaliningrader Forschungsschiff „Jantar“ (Bernstein) hat sich auf den Weg zum möglichen Unfallort des argentinischen U-Boots gemacht. Das Schiff gehört zum Bestand der Ostseeflotte. Die Weisung zu diesem Einsatz hat der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu gegeben. Das Forschungsschiff ist auf einer Kaliningrader Werft gebaut worden und mit hochmodernen Ortungsgeräten ausgestattet. Es ist in der Lage bis zu einer Tiefe von 6.000 Metern Forschungsarbeiten durchzuführen. Gemeinsam mit dem Schiff haben sich russische Rettungsspezialisten der Seestreitkräfte auf den Weg gemacht. Sie führen ein ferngesteuertes U-Boot „Pantera plus“ mit. Bekannt wurde, dass der russische Präsident Putin Argentinien Hilfe angeboten hatte, welche anscheinend angenommen wurde.

 


 
23.11.2017 – Darstellungen des Kant-Doms wird genehmigungspflichtig
Die Verwaltung des Kant-Doms (Königsberger Dom) werden das, schon seit langer Zeit fertiggestellte Projekt des Schutzes des Kant-Doms, nun praktisch umsetzen. Wer zukünftig Abbildungen des Kant-Doms für seine Zwecke nutzen will, muss dafür bei der Verwaltung des Doms die Genehmigung einholen. Die Verwaltung des Doms hat bereits begonnen die Firmen und Organisationen anzuschreiben, die die Abbildungen des Doms nutzen, damit diese Lizenzvereinbarungen abschließen. Wie die Dom-Verwaltung mitteilt, habe man die Abbildung des Doms offiziell als Warenzeichen registriert. Die Dom-Verwaltung weist auf die russische Gesetzgebung hin, die eindeutig regelt, wann man derartig registrierte Warenzeichen kostenlos verwenden kann und wann im Interesse einer kommerziellen Verwertung eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen werden muss. Es gibt sehr viele Firmen, Organisationen und Einrichtungen, die die Abbildung des Doms nutzen und man gehe davon aus, dass der Dom größere Einnahmen aus der Vermarktung erzielen kann.
 
Foto: Abbildungen des Kant-Doms in Kaliningrad zukünftig lizenzpflichtig
 
23.11.2017 – Kant-Figur in Nacht- und Nebelaktion entfernt
Die umstrittene Figur von Immanuel Kant, die einige Monate vor dem EuropaCenter im Kaliningrader Stadtzentrum gestanden hat und vor rund einer Woche, in einer Nachtaktion auf die Kant-Insel vor dem Kant-Dom umgelagert wurde, ist nun wieder in einer Nacht-und Nebelaktion demontiert und auf einen Hinterhof geschafft worden, wo die Dom-Verwaltung ihren Sitz hat. Die Demontage erfolgte, weil der Kulturrat des Kaliningrader Gebietes bereits vor einigen Monaten empfohlen hatte, diese umstrittene Figur nicht in der Nähe von kulturellen Einrichtungen oder Objekten aufzustellen. Die Figur wird an ihren Besitzer, einem Kaliningrader Duma-Abgeordneten, zurückübergeben, der über die Weiterverwendung entscheidet.
 
Foto: Ereignisse der letzten sieben Tage in drei Fotos
 
Wir bieten unseren Lesern, ein nun schon historisches Kurzvideo an, welches vor wenigen Tagen auf der Kant-Insel entstand, als die Kant-Figur gerade erst vom Stadtzentrum umgelagert wurden war.
 
 
23.11.2017 – Siemens mit angeblichen Investitionsabsichten
Die deutsche Firma Siemens zeigt sich interessiert in Kaliningrad einen Produktionsstandort zu eröffnen. Darüber informierte der Kaliningrader Gouverneur in einem Interview mit dem Radiosender „Komsomolskaja Prawda“. Man führe gegenwärtig mit Siemens Gespräche über eine Produktionsstätte und über eine erweiterte Zusammenarbeit im Bereich von Stromversorgungssystemen. Weiterhin habe man vertrauliche Gespräche mit BMW, im Zusammenhang mit den Siemens-Plänen geführt.

 
 
23.11.2017 – Nostalgischer Tourismus ist Auslaufmodell
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow vertritt die Meinung, dass der Nostalgietourismus für Kaliningrad keine Zukunft mehr bietet. Es ist ein Auslaufmodell. Ehemalige deutsche Bewohner der Stadt und des Gebietes gibt es immer weniger und dem müsse man einfach Rechnung tragen. Der Gouverneur informierte, dass er während seines Aufenthaltes in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft beworben und über Pläne zur Einführung eines elektronischen Visums informiert habe.
 
 
Eine der Möglichkeiten, um Touristen für das Kaliningrader Gebiet zu gewinnen, könnten die Ausgrabungen des ehemaligen Königsberger Schlosses sein. Ursprüngliche Pläne, den Westflügel des Schlosses bis zu den Fußball-Weltmeisterschaften wieder zu errichten, werden nicht mehr umgesetzt. Die Ausgrabungen werden mit einer Glaskuppel versehen und für Besucher zugänglich gemacht. Die Arbeiten laufen hierzu und ein privater Investor für dieses Projekt wurde gefunden.
 
23.11.2017 – Kaliningrad hat neuen Abschleppdienst
Das Recht, falsch geparkte Autos abzuschleppen, hat die Firma „Städtischer Sonderparkplatz GmbH“ erhalten. Die Stadt hatte den Vertrag neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung selber konnte nicht stattfinden, da es nur einen Bewerber gab und dieser somit automatisch Nutznießer wurde. Es handelt sich bei dieser Firma auch um diejenige, die vorher Vertragsinhaber war. Der neue Vertrag wird bis 31.12.2019 Gültigkeit haben. Minimalpreis für das Abschleppen beträgt 2.210 Rubel. Größere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sind mit 8.100 Rubel dabei. Die Aufbewahrung auf dem Abstellplatz kostet zwischen 25 bis 150 Rubel je angefangener Stunde und Größe des Fahrzeuges.

 

 

 
22.11.2017 – Gebietsregierung senkt Steuern für Einzelunternehmer
Bereits vor einiger Zeit angekündigt, setzt die Kaliningrader Gebietsregierung nun die Steuersenkung für Einzelunternehmer um. Einzelunternehmer wenden das vereinfachte Steuersystem an und wählen aus zwei möglichen Besteuerungssystemen aus – entweder sechs Prozent vom Umsatz oder 15 Prozent vom Gewinn. Weitere Steuern fallen nicht an. Allerdings ist diese Art des Unternehmertums auch mit einigen Einschränkungen zur Anzahl der Beschäftigten und zum Umfang der Einnahmen belegt. Für Einzelunternehmer, die sich auf dem Tourismusgebiet bewegen, der Umweltthematik, der Bernsteinverarbeitung, der medizinischen Tätigkeit, Bildung und Abfallverwertung. Es besteht die Möglichkeit, dass bis Ende des Jahres noch weitere Unternehmensbereiche von dieser Steuersenkung profitieren werden. Unternehmer, die bisher sechs Prozent auf die Einnahmen bezahlt hatten, bezahlen nur noch drei Prozent und diejenigen, die 15 Prozent auf den Gewinn zahlten, zahlen zukünftig nur noch 7,5 Prozent Steuern.
 
22.11.2017 – Medizinisches Personal besucht Englisch-Kurs
63 Angehörige des Kaliningrader Gesundheitswesens sind verpflichtet wurden, einen Englischkurs zu belegen und diesen bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 erfolgreich abzuschließen. Die genannten 63 Mediziner sind eine erste Gruppe, die sich dieser Qualifizierung unterziehen muss. Bezahlt wird der Kurs aus Haushaltsmitteln der Gebietsregierung. Gleichzeitig wurde bekannt, das zusätzliche finanzielle Mittel für die Instandsetzung von medizinischen Einrichtungen in der Stadt Kaliningrad bereitgestellt worden sind. Dies betrifft das Krankenhaus für die Schnelle medizinische Hilfe, das zentrale Stadtkrankenhaus und das Krankenhaus in der Stadt Pionersk.
 
 
22.11.2017 – Familien mit Kindern erhalten neue Sozialleistungen
Wie durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow angekündigt, werden Unterstützungsleistungen zukünftig nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip ausgeteilt, sondern konkret auf den oder die Bedürftigen. So wurden Sozialleistungen für Eltern mit Kindern eingestellt und die Gebietsregierung suchte nach neuen Formen für die Unterstützung bedürftiger Familien. Nach den Vorstellungen des Gouverneurs, sollen Familien mit Kindern, die eine Hypothek abzubezahlen haben, finanzielle Zuschüsse bekommen. Dafür stehen bisher 35 Mio. Rubel im Haushalt zur Verfügung, die aber, nach den Worten des Gouverneurs, verdoppelt werden sollen. Man erhoffe sich daraus wiederum zusätzlich Einnahmen aus den Steuern für Immobilieneigentum.
 
22.11.2017 – Sinnlose Sicherheitskameras braucht Kaliningrad nicht
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow vertritt die Ansicht, dass es keinen Sinn macht, Sicherheitskameras überall in der Stadt aufzustellen, wenn diese keine realen Ergebnisse liefern. Er stellte die rhetorische Frage, wozu die Gebietsregierung jedes Jahr umfangreiche Finanzmittel für den Ausbau des Systems „Stadtsicherheit“ bereitstellt, wenn trotzdem die Verbrecher nicht gefunden werden. Die Kameras werden in einer Höhe von 15 Metern installiert und zeigen letztendlich nur die Umrisse des Menschen und man kann diesen nicht identifizieren. Er forderte die Verantwortlichen auf, sich zusammenzusetzen und diese Situation zu beraten und Veränderungen herbeizuführen. Er empfahl, sich mit chinesischen Erfolgsmodellen vertraut zu machen und meinte: Lieber kleines Geld für kleine Erfolge, als großes Geld für keine Erfolge.
 

 
21.11.2017 – Der Kreis Svetlogorsk hat einen neuen Leiter
Wie durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow angekündigt, beginnen die Personalveränderungen in den nachgeordneten Kreisen und Kommunen. Bereits vor wenigen Wochen trat der Leiter des Kreises Svetlogorsk zurück, dessen Tätigkeit seit Jahren durch ständige Skandale begleitet wurde. Neuer Kreisleiter in Svetlogorsk wurde der ehemalige stellvertretende Wirtschaftsminister des Kaliningrader Gebietes Andrej Tolmatschow.  
 
 
21.11.2017 – Promenade in Pionersk gesperrt
Nach den stürmischen Witterungsereignissen der letzten Wochen ist die Promenade in Pionersk gesperrt worden. Kaliningrader Medien zeigten große Erdabbrüche an der Uferbefestigung, in deren Nähe sich auch die Residenz des russischen Präsidenten befindet. Eine Treppe von der Residenz zum Ufer war dabei abgestürzt. Wann die Promenade wieder für den Publikumsverkehr freigegeben wird, wird durch die Medien nicht gemeldet. Der Leiter des Küstenschutzes informierte, dass er sich bereits mehrere Male mit der Verwaltung der Residenz des Präsidenten in Verbindung gesetzt habe, um die Instandsetzung zu organisieren, von dort aber keinerlei Antworten erhalten habe.
 
 
21.11.2017 – Rudnikow verliert Abgeordnetenstatus
Der vor einigen Tagen wegen Erpressung eines föderalen Staatsbeamten verhaftete Duma-Abgeordnete Igor Rudnikow, Ex-Chefredakteur der oppositionellen Zeitung „Neue Räder“, muss sich nun auch Ex-Abgeordneter nennen, denn seine Kollegen in der Gebietsduma haben dafür gestimmt, ihm den Abgeordnetenstatus zu entziehen. Grund hierfür ist, das Rudnikow im Jahre 2013 eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung erhalten und darüber weder den Migrationsdienst noch die Zentrale Wahlkommission unterrichtet hatte, die diese Informationen von den Personen fordert, die sich als Kandidaten zur Wahl in die Duma aufstellen lassen. Die russische Gesetzlichkeit gestattet nicht, dass Abgeordnete über eine zweite Staatsbürgerschaft oder eine Aufenthaltsgenehmigung eines anderen Staates verfügen. Trotz des Verschweigens dieser Aufenthaltsgenehmigung, wurde diese bei einer Haussuchung gefunden und der Staatsanwalt hatte, auf Bitten des FSB, entsprechende Untersuchungen eingeleitet und festgestellt, dass es sich um eine gültige Aufenthaltsgenehmigung und keine Fälschung handelt.
 
21.11.2017 – Kaliningrad ist zum Straßenwinterdienst übergegangen
Am Dienstag wurden die ersten kleinen Schneeflocken über der Stadt Kaliningrad beobachtet. Und man entschied sich, zum Winter-Bereitschaftsdienst überzugehen. Eine entsprechende Weisung unterschrieb der „Noch“-Bürgermeister Jaroschuk. Verantwortlich ist sein Stellvertreter Wladimir Maschkow. Im Jahre 2017 haben die Kaliningrader Verantwortlichen sieben neue Winterdienstfahrzeuge in Leasing übernommen, um damit endlich den Winterdienst auf eine qualitativ bessere Stufe zu heben.
 
 
21.11.2017 – Knallharte Forderung: Einheitliches elektronisches Ticket für alle und alles
Der Kaliningrader Gouverneur hat angewiesen, ein einheitliches elektronisches Ticket für den Nah- und Regionalverkehr, nicht nur für die Stadt Kaliningrad, sondern das gesamte Gebiet zu erarbeiten. Es soll nur eine einzige elektronische Karte geben, damit die Bürger in ihrem Portemonnaie nicht dutzende von Karten rumschleppen müssen. Verantwortlich für die Realisierung dieser Aufgabe, mit der man sich schon seit Jahren rumquält, ist der Vizegouverneur Rolbynow. Wie der Kaliningrader „Noch“-Bürgermeister Jaroschuk erklärte, soll das elektronische Ticket bereits im März, also drei Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, eingeführt sein. Insgesamt sollen 167 Mio. Rubel in dieses Projekt investiert werden.
 
Foto: Im Kaliningrader Nahverkehr arbeiten Schaffner. Ein Fahrschein ist nur für das Fahrzeug gültig, in dem sich der Passagier befindet. Eine Fahrt mit diesem Verkehrsmittel, egal welche Entfernung, kostet gegenwärtig 20 Rubel
 
21.11.2017 – In eigener Sache: Danke an unsere Facebook-Leser
In regelmäßigen Abständen teilt uns Facebook mit, ob sich unsere Leser für die dort verbreiteten Meldungen interessieren und ob ihnen diese Meldungen auch gefallen. Seit etwas mehr als zwei Monaten verbreiten wir über Facebook Informationen aus Kaliningrad und dem föderalen Russland. 22.000 Leuten gefällt dies – wir sagen DANKE.
 
 
21.11.2017 – Ausgrabungen am Königsschloss
Vor einigen Monaten begannen die Ausgrabungen am Standort des ehemaligen Königsschlosses, welches bei Bombenangriffen englischer Flieger im August 1944 stark zerstört wurde. Pläne, bis zur Fußball-Weltmeisterschaft den Westflügel wieder aufzubauen, wurden zu den Akten gelegt. Jetzt ist geplant, die Ausgrabungen mit einer Glaskuppel zu versehen und für Besucher zugänglich zu machen. Diese Arbeiten sollen bis Mitte 2018 abgeschlossen sein. Finanziert wird das Projekt durch einen bisher unbekannten Investor.
 
 

 


 
20.11.2017 – Kaliningrader Bernsteinkombinat berichtet stolz über 40jährigen Rekord
Das Kaliningrader Bernsteinkombinat berichtet voller Stolz, dass man erstmals seit 40 Jahren den Plan vorfristig erfüllt habe. Erstmals in den letzten 41 Jahren wurde eine „Bernsteinernte“ von 450 Tonnen eingefahren. Dies entsprach dem selbst gesteckten Jahresziel. Im Jahre 2016 wurden 315 Tonnen gefördert. Nun machen sich langsam die technischen und organisatorischen Änderungen im sorgengeplagten Bernsteinkombinat bezahlt. Weiterhin ist es dem Bernsteinkombinat in diesem Jahr gelungen, eine Rekordanzahl von einzigartigen Bernsteinen mit einem Gewicht von mehr als einem Kilogramm zu fördern. Insgesamt wurden 19 dieser Riesensteine gefunden – der größte hatte ein Gewicht von über drei Kilo und wurde dem Bernsteinmuseum übergeben.
 
 
Erzeugnisse aus Bernstein sind gern gekaufte Andenken oder Geschenke. Die Preise sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Angeboten werden hochwertige und weniger hochwertige Juweliererzeugnisse in spezialisierten Läden, insbesondere auf dem Leninski-Prospekt. Es gibt aber auch einen Bernsteinmarkt gleich neben dem Wrangel-Turm im Stadtzentrum von Kaliningrad. Dieser befand sich bis Mitte des Jahres gleich neben dem Bernsteinmuseum, musste aber weichen, da hier ein neuer präsentabler Bernsteinmarkt, direkt am Ufer des Unterteiches errichtet wird. Somit wird Kaliningrad im Jahre 2018, gerade rechtzeitig zur Fußball-Weltmeisterschaft über zwei Bernsteinmärkte verfügen, wo interessierte ruhigen Gewissens kaufen können, ohne befürchten zu müssen, Bernsteinfälschungen zu erhalten.
 
 
20.11.2017 – Keine Gespräche mit IKEA
Vor den Hintergrund der Eröffnung eines neuen französischen Hypermarktes am Stadtrand von Kaliningrad, informierten Gebietsverantwortliche darüber, dass man gegenwärtig keine Gespräche mit der Firma IKEA über die Einrichtung einer Filiale führe. Dies teilte der regionale Minister für Industrie und Handel mit. Er kommentierte gleichzeitig, dass man Preise verglichen und festgestellt habe, dass die IKEA-Preise in Polen niedriger sind, als die in den IKEA-Filialen in Moskau. Im Jahre 2007, auf der Höhe eines Entwicklungsbooms in Kaliningrad, hatte IKEA kurzzeitig Interesse an einem Kaliningrad-Engagement gezeigt. Man hatte sogar schon ein Grundstück erworben, dann wurde aber das Projekt eingefroren. Als Gründe wurden damals Verwaltungshürden und eine starke Kaliningrader Möbelindustrie angeführt. Im November 2016 hatte der Vizepremier der Kaliningrader Gebietsregierung Alexander Schenderjuk-Schidkow informiert, dass man alles unternehmen werde, um IKEA zu einem Kaliningrad-Engagement zu bewegen. Man erhoffe sich dadurch einen Aufschwung für die örtliche Möbelindustrie und ein verbessertes Angebot für die einheimische Bevölkerung.
 
 
20.11.2017 – Polen ist überzeugt, dass Russland angreifen wird
Jeder Mensch auf dieser Welt ist bemüht, seinen Arbeitsplatz zu erhalten und tut alles, um dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Somit kann man es dem polnischen Verteidigungsminister auch nicht verübeln, wenn er krampfhaft nach Feinden und Bedrohungen sucht, denn wenn man nur von Freunden umgeben ist, braucht man weder eine Armee noch einen Verteidigungsminister. So äußerte der polnische Verteidigungsminister, dass das unlängst durchgeführte Manöver „Sapad-2017“, an dem russische und weißrussische Einheiten auf dem Territorium des Kaliningrader Gebietes, dem Leningrader Gebiet und weißrussischem Gebiet teilgenommen haben, ein Beweis dafür ist, dass Russland sich auf eine Aggression vorbereite. Da während des Manövers auch der Start von „Iskander“-Raketen (ballistische Raketen mit möglichem Atomsprengkopf mittlerer Reichweite) trainiert wurde, steht für den Herrn Minister fest, dass sich Russland nicht auf Verteidigung, sondern auf Angriff vorbereite. Deshalb muss Polen dieses Manöver nicht als „Kalten Krieg“ charakterisieren, sondern als „Heißen Krieg.
 
Foto: Postkarten-Eigenentwicklung der Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil“
 
Wenn der Herr Minister dann am Montag diese Nachrichten aus Kaliningrad liest und hört, dass am Sonntag auf dem Platz des Sieges im Kaliningrader Stadtzentrum, anlässlich des Tages der Artillerie und Raketentruppen, die Ostseeflotte modernste russische Waffensysteme, bis hin zu S-400-Raketen gezeigt hat, wird er darin wohl den letzten i-Punkt in seiner logischen Beweisführung für eine kurz bevorstehende russische Aggression sehen. Allerdings hatte die Technikshow in Kaliningrad einen Nachteil (für die Argumentation des polnischen Ministers): Es wurden keine „Iskander“ gezeigt.
 
 
20.11.2017 – Föderales Bauministerium fordert mehr Bauarbeiter für das Stadion
Anscheinend läuft beim Stadionbau in Kaliningrad doch nicht alles so, wie sich das die föderalen Verantwortlichen in Moskau vorstellen, denn der Minister für Bauwesen forderte, die Anzahl der Bauarbeiter auf der Baustelle des Stadions zur Fußball-Weltmeisterschaft zu erhöhen, damit alle Termine und Fristen auch eingehalten werden. Er bezifferte den Bereitschaftsgrad des Stadions mit 89 Prozent. Gegenwärtig arbeiten auf der Baustelle 794 Personen und 111 Technikeinheiten sind eingesetzt. Die wichtigsten Arbeiten sind bereits erledigt, aber gerade der Innenausbau ist sehr zeitintensiv. Weiterhin ist auch die Gestaltung des Umfeldes, rings um das Stadion noch sehr zeitintensiv. Geplant ist der Bauabschluss bis Ende 2017. Im März 2018 soll das erste Testspiel nach bisheriger Planung stattfinden.
 
 
20.11.2017 – Westliche Experten fürchten russische Flugzeuge in Kaliningrad
Westliche Experten haben die im Kaliningrader Gebiet stationierten Flugzeuge SU-27 als die gefährlichsten Flugzeuge weltweit bezeichnet. Insgesamt sind bisher sieben dieser hochmodernen Flugzeuge auf Militärflugplätzen disloziert. Die Gefährlichkeit dieser Flugzeuge soll nach Meinung dieser Experten darin bestehen, dass sie in der Lage sind, die NATO-Aufklärungsflugzeuge über dem Ostseebereich abzufangen und in einer derartig „aufdringlichen“ Form zu begleiten, dass diese gezwungen sind, ihre Aufklärungsflüge abzubrechen. In den letzten Wochen sind einige derartige Flüge durchgeführt worden, die die USA zum Anlass nahmen, Protest wegen gefährlicher Flugmanöver russischer Militärflugzeuge einzureichen.

 


 
19.11.2017 – Keiner will Militärstädte kaufen
Es hört sich für deutsche Ohren etwas ungewöhnlich an, dass man in Russland Militärstädte verkaufen möchte. Aber man versteht unter diesem hochtrabenden Begriff ein oder mehrere Mehrfamilienhäuser in der Nähe von militärischen Objekten, wo Berufssoldaten mit ihren Familien Unterkunft erhielten. In den letzten Jahren sind in Kaliningrad viele militärische Objekte geschlossen und die Militärs entlassen oder versetzt worden. Sowohl die Kasernen, wie auch diese zugeordneten Militärstädtchen mit ihrer gesamten Infrastruktur (Heizhaus, Spielplatz, Läden) wurden in vielen Fällen an die Kommune, die Stadt oder das Gebiet übergeben, die diese Objekte entweder für den Eigenbedarf nutzten oder zum Verkauf ausschrieben. In diesem Jahr ist es nicht gelungen, auch nur einen einzigen Käufer für derartige Objekte zu finden, so dass diese mit ihrem laufenden Unterhalt auch weiterhin die entsprechenden Haushalte der Regierung oder Stadt belasten. Auf der Verkaufsliste standen rund 20 Objekte – für keines dieser Objekte fand sich ein Interessent.
In der Gebietsregierung ist man sich noch nicht im Klaren, wie man am besten diese Immobilien verkaufen solle – ob es besser ist, die darauf befindlichen Objekte abzureißen und nur das Grundstück zu vermarkten, oder ob man ein „Komplettangebot“ abgeben sollte.
 
Foto: Militärstädtchen sind beigeordnete zivile Strukturen für Militärangehörige und deren Familienmitglieder
 
19.11.2017 – Traditionen werden fortgesetzt: Die TOP-Verkehrsunfälle in der Stadt Kaliningrad
Wir setzten die Veröffentlichung der „lustigen“ Videofilme der Kaliningrader Verkehrspolizei fort. Monatlich stellt die Behörde eine Reihe von Verkehrsunfällen zusammen, die eindeutig beweisen, wie wenig qualifiziert Kaliningrader Fahrzeugbesitzer am Straßenverkehr teilnehmen.  
 
 
19.11.2017 – Milliarden für Modernisierung des Fischereihafens
Für die Modernisierung des Kaliningrader Fischereihafens wird eine Summe von 3-4 Milliarden Rubel benötigt. Darüber informierte die nationale Fischereiaufsicht. Ob es bei dieser Summe bleibt, werden neue Berechnungen ergeben, die im Ergebnis der Erarbeitung der Strategie zur Entwicklung dieses Hafens vorgenommen werden. Die Behörde hat zwei Monate Zeit, um diese Aufgabe zu erfüllen. Ende Januar wird die strategische Planung vorliegen, mit den regionalen Verantwortlichen abgestimmt und dann aktiv umgesetzt werden. Die neue Planung für den Fischereihafen sieht eine enge Kooperation mit dem neuen Terminal in Pionersk vor, welches gegenwärtig geplant wird. Durch den Direktor der Aufsichtsbehörde wurde betont, dass der Fischereihafen gegenwärtig bereits eine positive Entwicklung nimmt und die bestehende Verschuldung sichtbar abbaut. Auch die Arbeitnehmer erhalten jetzt vernünftige Löhne und Gehälter.
 
19.11.2017 – Sieben Kandidaten wollen City-Manager werden
Die Frist für die Bewerbungen für das Amt des Kaliningrader City-Mangers ist abgelaufen und der Vorsitzende des Stadtrats Andrej Kropotkin hat mit seiner Befürchtung recht gehabt, denn noch bis wenige Stunden vor Ablauf der Bewerbungsfrist, haben sich weitere drei Kandidaten um das Amt beworben, so dass jetzt sieben Kandidaten auf der Liste stehen – vier davon wohl mit Chancen von unter „Null“. Der nächste Ecktermin ist nun der 24. November, wo mit allen Kandidaten Eignungsgespräche durch die Personalauswahlkommission geführt wird. Diese Kommission besteht aus sechs Personen – Vertretern der Gebietsregierung, der Stadtverwaltung und der Opposition. Die Benennung des neuen City-Managers erfolgt am 29. November. Die Partei „Einiges Russland“ hat erklärt, dass sie Alexander Jaroschuk, den jetzigen Bürgermeister, unterstützen werde.
 
 
19.11.2017 – Ostseeflotte präsentiert Technik auf dem Platz des Sieges
Die Ostseeflotte wird am Sonntag auf dem Platz des Sieges hochmoderne Technik präsentieren, die sich in ihrem Bestand befindet. Anlass ist der Tag der Raketentruppen und Artillerie. Gezeigt wird Technik der landgestützten Einheiten der Ostseeflotte, der Küstenschutzeinheiten und der Luftverteidigung. Hierzu gehören Schützenpanzerwagen, Geschosswerfer „GRAD“, Selbstfahrende Raketen-Geschützkomplexe „Panzier S-1“ und das Luftabwehrsystem S-400 sowie die Raketenkomplexe „BAL“ und „Bastion“ und weitere Technik. Interessierte russische Staatsbürger erhalten gleichzeitig die Möglichkeit für eine Konsultation, aber auch für die Abgabe einer Bewerbung als Vertragssoldat. Eine ähnliche Veranstaltung findet auch in der Stadt Gussew statt.
 
19.11.2017 – Umstrittene Kant-Skulptur hat neuen Standort auf der Kant-Insel gefunden
Die umstrittene Figur von Immanuel Kant, von vielen auch als Karikatur eines Zwerges tituliert, ist vor dem EuropaCenter demontiert und vor dem Dom auf der Kant-Insel wieder aufgestellt worden. In den sozialen Netzwerken wird diese Aktion im wesentlichen negativ bewertet. Initiator und Sponsor für diese Figur war der Abgeordnete der Kaliningrader Gebietsduma Alexander Musewitsch. Er äußerte, dass, wenn diese Figur bei den Kaliningradern Anklang findet, er bereit ist, noch mehrere derartige Figuren aufzustellen. In den Medien wurde kommentiert, dass man vielleicht als nächste Figur Kalinin aufstellen könnte – gleich gegenüber von Kant, so dass sich beide in die Augen schauen können.
 
 
19.11.2017 – Staatsduma hat Änderungen zur Sonderwirtschaftszone zugestimmt
Die Staatsduma hat in zweiter Lesung einer Reihe von Änderungen zur Steuergesetzgebung im Rahmen der Regelungen zur Sonderwirtschaftszone Kaliningrad zugestimmt. Somit steht fest, dass Unternehmen, die den Status eines Residenten der Sonderwirtschaftszone erwerben, keine Gewinnsteuer in den ersten sechs Jahren zu zahlen haben. Danach wird eine Gewinnsteuer von maximal zehn Prozent erhoben. Weiterhin werden für diese Unternehmen die Sozialabgaben gesenkt. Sie betragen nur noch insgesamt 7,6 Prozent (Rente, Krankenversicherung, Arbeitslosigkeit). Diese gesenkten Tarife gelten bis zum Jahre 2025. Weiterhin regeln die Änderungen auch die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Flugtickets zwischen Kaliningrad und dem russischen Mutterland. Nun steht noch die dritte Lesung bevor, die vermutlich noch in diesem Jahr stattfinden wird. Danach gilt das Gesetz als beschlossen, da es auch vom russischen Präsidenten unterstützt wird.
 
 
19.11.2017 – Erste kirchliche Hochzeit in Kaliningrad
Am Freitag fand die erste kirchliche Hochzeit in Kaliningrad statt. Würdiger Ort hierfür war die Christi-Erlöser-Kirche in Kaliningrad auf dem Platz des Sieges. Entsprechend den gesetzlichen Festlegungen, wurde die offizielle Trauung zuerst im Kaliningrader Hochzeitspalast vollzogen und danach begab sich das Ehepaar zur christlichen Trauung in die Erlöserkirche.
Anm. UN: Es gehört zu den glücklichen Momenten im Leben eines Blogger´s, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und so gelang es mir rein zufällig dieses Hochzeitspaar zu filmen und dabei auch das Glockenspiel der Christi-Erlöser-Kirche auf der Tonspur des Videos zu bannen.
 

 

 
18.11.2017 – Wohnungsbau mit stark rückläufiger Tendenz prognosiert
Das regionale Ministerium für Bauwesen hat einen Rückgang von bis zu 43 Prozent im Wohnungsbau für das Jahr 2018 vorhergesagt. Bereits jetzt steht fest, dass der Wohnungsbau im aktuellen Jahr um 28 Prozent rückläufig ist und damit wohl endlich eine Trendwende im massenhaften Wohnungsbau eingeleitet wird. Insgesamt jedoch ist das Bauwesen in Kaliningrad weiterhin im Aufschwung, was jedoch im Zusammenhang mit dem Bau des Fußball-Stadions, den dazugehörigen weiteren Objekten und der Vorbereitung der Infrastruktur für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 steht. Ab dem Jahre 2020 erwartet man dann im Bauministerium wieder einen Zuwachs, gerechnet auf die Ergebnisse des Jahres 2019.
 

 
Im Rahmen der Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 findet in Kaliningrad auch eine Reihe von Rekonstruktionsarbeiten am Wohnungsfond aus sowjetischen Zeiten statt. Fast der gesamte Leninski-Prospekt, eine der Hauptverkehrsstraßen in der Stadt Kaliningrad, wird einer Fassadenrekonstruktion unterzogen, die bis Ende 2017 abgeschlossen sein soll. Auch in den kommenden Jahren wird der Rekonstruktion der altsowjetischen Bausubstanz erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet.
 
18.11.2017 – Neue Fähren machen Kaliningrad unabhängig von den Launen Dritter
Das russische Außenministerium kommentierte, dass die neuen Eisenbahnfähren, die für das Gebiet Kaliningrad geplant sind und die das Gebiet mit Ust-Luga im russischen Mutterland verbinden sollen, Russland unabhängig machen von einer nicht berechenbaren Tarifpolitik der Nachbarstaaten. Die Fähren erhöhen gleichzeitig die Transportsicherheit für das Kaliningrader Gebiet, denn in regelmäßigen Abständen hört man aus den Nachbarstaaten Litauen und Polen Blockade-Drohungen offizieller Persönlichkeiten. Das russische Außenministerium betonte aber auch, dass man die Zusammenarbeit mit den Staaten auf dem Transportgebiet fortsetzen werde – allerdings dann schon auf weniger abhängiger Grundlage. Die neuen Eisenbahnfähren werden in der Lage sein, bis zu 66 Eisenbahnwaggons zu transportieren, sowie zusätzlich Fahrzeuge und Passagiere. Geplant sind drei derartige Fähren.
 
Foto: Drei neue Eisenbahnfähren sollen bis 2020 die Transportsicherheit Kaliningrad erhöhen
 
18.11.2017 – Ex-Königsberger Börse wird rekonstruiert
Das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse, gegenwärtig genutzt als Kulturhaus der Seeleute, ist vorgesehen als neues Domizil für die Kaliningrader Kunstgalerie, die sich gegenwärtig noch in einem baufälligen Gebäude auf dem Moskauer Prospekt befindet. Der Umzug soll bis 2020 abgeschlossen sein. Vorher muss sich jedoch das Gebäude einer Rekonstruktion unterziehen – bevor es zu einem vollwertigen Bestandteil der geplanten neuen Museumsinsel in Kaliningrad wird.
 
 
Der Kaliningrader Minister für Kultur und Tourismus Andrej Ermak hat verkündet, dass man für die Rekonstruktion des Gebäudes Spezialisten des Russischen Museums gewinnen möchte. Während eines Kulturforums in St. Petersburg wurden entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet. Im Ergebnis soll das Russische Museum eine Filiale in Kaliningrad eröffnen und ein multifunktionales Ausstellungszentrum „Bildende Kunst“ (ehemals Kunstgalerie) eröffnen.
 
 
18.11.2017 – Straßenbahnfahrscheine kosten viel Geld
Um zukünftig mit Straßenbahnfahrscheinen viel Geld zu verdienen, muss die Gebietshauptstadt erst einmal viel Geld investieren – insgesamt plant man 110 Mio. Rubel für die Einrichtung des automatischen Bezahlens für eine Straßenbahnfahrt zu verausgaben. Allerdings geht es mehr um die bargeldlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt, denn die Straßenbahn spielt im Kaliningrader öffentlichen Nahverkehr kaum noch eine Rolle, auch wenn es Pläne gibt, diese eventuell wieder zu reanimieren. Schwierigkeiten bei der Einführung des sogenannten elektronischen Tickets bereitete auch die unglückliche Struktur im Kaliningrader Nahverkehr, der zu einem Großteil von privaten Unternehmern beherrscht wird. Durch diese Privaten wurden finanzielle Einbußen oder ungerechte Aufteilung von Einnahmen befürchtet, denn die Aufteilung der Einnahmen müsste nach einem statistischen Nutzungssystem der einzelnen Linien und deren Auslastung erfolgen. Durch eine geschickte Investitionspolitik der Stadtverwaltung in den stadteigenen Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“, wird nun der Anteil der Privaten stark zurückgefahren und man kann das elektronische Ticket endlich einführen. Für den Kauf der benötigten Technik (stationäre und mobile) gibt es genügend Erfahrungen in anderen Städten, die Kaliningrad nutzen wird. Das elektronische Ticket wird bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 eingeführt sein. Man geht davon aus, dass die jetzt noch in jeder Straßenbahn, jedem Bus und Trolleybus vorhandenen Schaffner, die offiziell als „Diebe“ beschimpft werden (Veruntreuung von Einnahmen) dann nicht mehr benötigt werden.
 
 
18.11.2017 – Deutsche Aktivitäten in Kaliningrad bestehen nur noch aus „Versprechungen“
Wieder einmal hat die deutsche Firma BMW erklärt, dass man sich mit endgültigen Entscheidungen zu einem weiteren Investitionsengagement im Kaliningrader Gebiet bis zum ersten Halbjahr 2018 Zeit lassen will. Damit setzt die Münchner Firma ihre Hinhaltetaktik gegenüber Russland, begonnen im Jahre 2012 fort. Auch Äußerungen von Verantwortlichen dieser deutschen Firma vor einigen Wochen, scheinen nichts mehr wert zu sein. Im Beisein des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow verkündete der zuständige russische Generaldirektor von BMW, dass die Entscheidung für einen Firmenaufbau in Kaliningrad gefallen ist. Der Gouverneur zeigte sich erfreut und ergänzte zum Glück: „… wir werden aufmerksam die weiteren Aktivitäten von BMW verfolgen.“ Nun verbreitet die russische Nachrichtenagentur „Interfax“ Äußerungen des russischen Generaldirektors von BMW Maximilian Kellner, dass endgültige Entscheidungen erst im ersten Halbjahr 2018 zu erwarten sind. Man führe weiterhin Gespräche mit den Kaliningrader Verantwortlichen, die Gespräche laufen eigentlich auch erfolgreich. Auch ist man an einem Sonderinvestitionsvertrag, wie er von Kaliningrad angeboten wurde, interessiert. Aber ob man dieses Angebot nutzen werde, ist noch offen. BMW will, so der Generaldirektor, vermutlich in der ersten Hälfte 2018 eine Entscheidung treffen – wenn nicht in der ersten Hälfte 2018, dann aber in der zweiten Hälfte … (Anmerkung UN: … oder in der dritten, vierten fünften …)
Angesprochen auf den Umfang der möglichen Investitionen, antwortete der Generaldirektor, dass man an 50 Mio. Euro denke, aber auch das steht noch nicht fest, das hängt alles von den Gesprächen ab (Anm. UN: die Firma Hyundai hat bereits, gemeinsam mit „Avtotor“, in den Aufbau einer neuen Produktionslinie 50 Mio. Euro investiert und begonnen, in einem vollständigen Produktionszyklus LKW-Fahrzeuge zu produzieren).
Die im Jahre 2012 mit BMW geführten Gespräche, sahen die Produktion von 80.000 Fahrzeugen mit vollständiger Lokalisierung der Produktion vor. BMW hatte lautstark die Investition von 200 Mio. Euro angekündigt, 50 Mio. durch „Avtotor“, 50 Mio. Euro durch BMW und 100 Mio. Euro aus anderen Quellen.
 
18.11.2017 – Deutscher Verband der Klein- und Mittelständler will Vertretung in Kaliningrad
Am 16. November fand in der russischen Botschaft in Berlin die Präsentation des Kaliningrader Gebietes vor rund 250 Vertretern des Verbandes der Klein- und Mittelständler statt. Während der Präsentation gab der Verband bekannt, dass man eine Vertretung im Kaliningrader Gebiet eröffnen werde. Eine entsprechende Vereinbarung hierzu und zu weiteren Fragen der Zusammenarbeit wurde unterzeichnet. In der Pressemitteilung wurde erwähnt, dass der deutsche Verband 580.000 Organisationen vereint, in denen 10 Mio. Personen beschäftigt sind.

 

17.11.2017 – Kaliningrader Gebiet wartet ein Ein-Millionsten-Bewohner
Die Einwohnerstatistik des Kaliningrader Gebietes zeigt für die bisherigen Monate des aktuellen Jahres einen Bevölkerungszuwachs von 3.800 Personen. Darüber informierte die regionale Ministerin für Wirtschaft Ninel Salagajewa. Für das Jahr 2016 wurde ein Bevölkerungszuwachs von 9.900 Personen registriert. Mit Stichtag 1. Januar 2017 lebten in der Region 986.300 Bürger. Der Rückgang der Zuwachsquote erklärt sich aus der sogenannten „Demographie-Grube“ in den 90er Jahren mit der Konsequenz, dass die Anzahl der Bürger im geburtsfähigen Alter rückläufig ist. Dieser Rückgang wird aber durch den Zuzug von Migranten aus dem russischen Mutterland oder anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion kompensiert. Man geht also davon aus, dass es jedes Jahr einen Zuwachs zwischen 8-9tausend Bürger geben wird. Somit wird erwartet, dass das Kaliningrader Gebiet Ende 2018 die Ein-Million-Einwohnerzahl überschreitet.
 
 
17.11.2017 – Online-Kassen werden Offline für ausgewählte Städte
In Russland wurden im Jahre 2017 neue Kassensysteme, sogenannte Online-Kassen per Gesetz eingeführt. Das bedeutet, dass alle Kassen ständig mit der Steuerinspektion verknüpft sind und diese die Möglichkeit hat, sämtliche Operationen in Realzeit zu verfolgen. Der Erwerb, die Betreuung und der Unterhalt derartiger Kassen ist kostspielig und führt viele Kleinunternehmer und Händler an den Rand der finanziellen Möglichkeiten und der Rentabilität. Deshalb wurde für das Gebiet Kaliningrad der Beschluss gefasst, dass Ortschaften mit einer Einwohnerzahl unter 10.000 Bürgern, von der Pflicht der Einführung dieser Online-Kassen befreit werden. Die föderale Gesetzgebung gestattet derartige Ausnahmeregelungen.
 
Foto: Aufwand und Nutzen im vernünftigen Verhältnis. Keine Online-Kassen für kleinere Orte
 
17.11.2017 – Golfplatz nimmt langsam Formen an
Der nun schon seit Jahren immer wieder ins Gespräch gebrachte Golfplatz für Kaliningrad, nimmt wohl langsam Formen an. Zumindest hat man für das geplante Vorhaben 200 Hektar Fläche der Projektfirma „Nikor-Projekt“ seitens der Gebietsregierung zur Verfügung gestellt. Der Goldplatz wird nun durch die Firma auf dem Gelände des ehemaligen landwirtschaftlichen Genossenschaft „Svetlogorski“ projektiert. Hervorgehoben wird, dass 197 Hektar direkt bestimmt sind als Goldplatz. Weitere 6,1 Hektar werden für den Golf-Club zusätzlich zur Verfügung gestellt. 61 Hektar werden für einen Agropark genutzt und 8 Hektar werden reserviert für ein mögliches Gestüt. Für die Bedürfnisse eines Filmstudios stellt die Gebietsregierung in diesem Bereich nochmals 48 Hektar zur Verfügung. 16 weitere Hektar dienen für sonstige gesellschaftliche und geschäftliche Zonen, 22 Hektar für hochwertigen Wohnungsbau, und 7,1 Hektar bekommt das Unternehmen, welches einen Aquapark errichten will. Zu guter Letzt stellt die Gebietsregierung aus diesem Grundstücksbereich noch 38 Hektar für den Bau von Hotels und Sanatorien zur Verfügung.
 
Foto: Großbauprojekte zur Entwicklung des Tourismus im Bereich der Stadt Svetlogorsk
 
17.11.2017 – SPAR erringt weitere wesentliche Marktanteile im Kaliningrader Einzelhandel
Die Supermarktkette „SPAR“ erfasst immer mehr Marktanteile im Kaliningrader Gebiet und schickt sich anscheinend an, Marktführer im Einzelhandel zu werden. So wurde bekannt, dass man aus der „Erbmasse“ der bankrotten Einzelhandelsfirma „WESTER“ rund die Hälfte der Immobilien übernommen habe und jetzt diese Schritt für Schritt in das hochwertige „SPAR-Format“ überführt. Eine der besten Lagen befindet sich im Stadtzentrum Kaliningrad, im Gebäude der ehemaligen Ostmesse und heutigem „Epizentrum“. SPAR hat dort einen Hypermarkt mit 2.300 Quadratmeter eingerichtet, der am 16. November für die Kunden die Türen öffnete.
 
Foto: SPAR entwickelt im hohen Tempo sein Einzelhandel-Filialnetz im Kaliningrader Gebiet
 
17.11.2017 – Russisch-orthodoxe Kirche erhält Geschenke von der Stadt
Die Kaliningrader Stadtverantwortlichen haben der russisch-orthodoxen Kirche das Grundstückmit den darauf befindlichen Kleineinrichtungen auf dem Platz des Sieges, welches für die Errichtung des Denkmals für den Fürsten Wladimir vorgesehen ist, in Eigentum übergeben. Insgesamt stellt dieses Geschenk (Grundstück, Sitzbänke, Lampen, Abfalleimer usw.) einen Wert von fünf Millionen Rubel dar. Das Denkmal für Fürst Wladimir wird mit privaten Spendengeldern errichtet.
 
 
Der jetzt von der Stadt an die russisch-orthodoxe Kirche übergebene Platz gehört zum Gesamtensemble der „Christi-Erlöser-Kirche“ auf dem Platz des Sieges. Er umfasst die Kirche an sich, eine kleinere beigeordnete Kirche, eine Bibliothek und ein Kultur- und Bildungszentrum.
 
 
17.11.2017 – Hyundai beginnt mit neuer Produktion in Kaliningrad
Der Fahrzeughersteller „Hyundai“ hat die Produktion von LKW-Fahrzeugen im vollständigen Produktionszyklus in Kaliningrad, im Bestand der Holding „Avtotor“ aufgenommen. Die feierliche Einweihung der neuen Fertigungsstrecke erfolgte am 15. November. In die neue Fertigungslinie wurden 50 Mio. USD investiert. Wie ein Firmenvertreter mitteilte, gehört der LKW „Hyundai HD78“ zu den meistverkauften LKW auf dem russischen Markt. Die Aufnahme dieser neuen Produktion gibt der Holding „Avtotor“ ebenfalls neue Perspektiven für die weitere Entwicklung. Die neue Produktion gab 72 Arbeitnehmern einen neuen Arbeitsplatz.
 
Foto: Hyundai beginnt die Einrichtung eines vollständigen Produktionszyklus im Rahmen von Avtotor in Kaliningrad
 
 
17.11.2017 – Illegaler mobiler Handel soll schärfer bestraft werden
Die Kaliningrader Gebietsregierung will schärfer gegen den illegalen mobilen Handel im Gebiet vorgehen. Im wesentlichen wird darunter nicht die Babuschka verstanden, die ein paar Äpfel oder Sonnenblumenkerne verkauft, sondern in erster Linie diejenigen, die Lebensmittel unter Verletzung der Zoll- und Hygienegesetzgebung aus Polen nach Kaliningrad schmuggeln und dann die Lebensmittel aus dem Kofferraum ihres Fahrzeuges im Straßenverkauf anbieten. Wie der regionale Minister für Industrie und Handel mitteilte, ist die Anzahl der Anzeigen ins uferlose gewachsen und die Gerichte sind mit diesen Verfahren komplett überlastet. Dazu kommt, dass die Strafen, die die Gerichte verhängen oftmals nur „Verwarnungen“ sind und nicht dazu dienen, die ungesetzlichen Handlungen einzustellen. Nun soll die Kaliningrader Gebietsregierung ein Gesetz beschließen, welches Strafen in Höhe von 5.000 Rubel für derartigen illegalen Handel vorsieht.
 

 
17.11.2017 – Wissenstest November
Wann wurde das ostpreußische Gebiet und die Stadt Königsberg erstmals umbenannt? Wissen Sie es? Wir haben vier Daten vorgegeben. Alle Daten haben eine historische Bedeutung, aber nur ein Datum ist richtig. Wenn Sie an unserem Wissenstest – gleich links neben diesem Artikel – teilnehmen, erfahren Sie nicht nur, welches Datum richtig ist, sondern auch die Bedeutung der anderen von uns angebotenen, aber nicht richtigen Daten.
 

 
16.11.2017 – Vorsitzender des Kaliningrader Stadtrates hat so seine Vermutungen
Andrej Kropotkin, Vorsitzender des Kaliningrader Stadtrats, hat sich zu den bisherigen, doch recht wenigen Bewerbungen um das Amt des City-Managers geäußert. Es liegen bisher nur vier Bewerbungen vor: vom jetzigen Bürgermeister, von einem Abgeordneten des Stadtrats, von einem Beamten-Juristen und von einem Arbeitslosen. Bewerber können ihre Unterlagen bis zum 17. November um 16.00 Uhr einreichen. Er glaubt zu wissen, dass wohl kurz vor Ultimo noch interessante Bewerbungen eintreffen werden – die Praxis zeigt, dass es Interessenten gibt, die einfach nicht zu früh in den Aufmerksamkeitsfocus treten wollen.
 
 
16.11.2017 – Kant-Denkmal erhält neuen Standort
Das vor einigen Monaten aufgetauchte und umstrittene „Kant“-Denkmal, welches zeitweilig vor dem EuropaCenter im Kaliningrader Stadtzentrum platziert war, erhält nun doch einen Platz auf der Kant-Insel. Darüber informierte die Direktorin des Kant-Domes Vera Tariwerdijewa. Die Einweihung des Denkmals am neuen Standort soll schon am Donnerstag erfolgen. Das Denkmal erhielt die Bezeichnung „Der gute Kant“ und war ein Geschenk des Duma-Abgeordneten (Region) Alexander Musewitsch. Das Denkmal ist umstritten. Es wird behauptet, dass der Gesichtsausdruck von Kant nicht der Realität entspricht und dass das Denkmal sogar geeignet ist, negativ auf die Psyche von Kindern zu wirken.
 
Foto: Umstrittenes Kant-Denkmal wechselt Standort auf die Kant-Insel
 
16.11.2017 – Altdeutsche Brücken für Verkehr eingeschränkt freigegeben
Mit aller Kraft wurde daran gearbeitet, dass die beiden altdeutschen Brücken, die auf die Insel führen, am Mittwoch den 16.11.2017 wieder für den Verkehr freigegeben werden. Dies ist der Geburtstag des „Noch“-Bürgermeisters Alexander Jaroschuk und dieser hatte großspurig versprochen, dass zu seinem Geburtstag beide Brücken wieder in Nutzung überführt werden. Sein Versprechen hat er eingehalten, denn der Verkehr kann diese Brücken wieder nutzen, allerdings nicht der öffentliche Nahverkehr und auch nicht die Fußgänger und auch nicht Fahrzeuge mit einem Gewicht über fünf Tonnen. Hier wird es wohl noch 14 Tage dauern, bis auch diese wieder auf die Brücken dürfen. Aber auch für den jetzt gestatteten Verkehr gibt es zeitliche Einschränkungen, denn von 22.00 Uhr bis morgens 06.00 Uhr sind die „Hohe Brücke“ und die „Holzbrücke“ wieder komplett geschlossen und den Bauarbeitern vorbehalten.
 
 
Pünktlich fertig geworden ist allerdings der Entwurf eines Denkmals für den Riesenwels, der angeblich sein Revier unter der „Hohe Brücke“ hat und dieses mutig gegen die Bauarbeiter verteidigt haben soll, weswegen es auch zu der vielmonatigen Bauverzögerung gekommen ist. Zwar hat bisher niemand diesen Riesenwels gesehen (außer die Taucher, die den Grund untersuchen sollten), aber es ist eine schöne Geschichte. Deshalb wird der Wels auch ein Denkmal erhalten, welches gleich neben dem neuen Tunnel, der unter der „Hohe Brücke“ gebaut wurde, stehen wird. Heute wurde der Entwurf des Denkmals der Öffentlichkeit im Miniformat präsentiert.
 
Foto: Entwurf des Denkmals für den Riesen-Wels im Miniformat
 
16.11.2017 – Kaliningrad wird Paradies für IT-Spezialisten
Gegenwärtig hält sich eine Delegation der Kaliningrader Gebietsregierung in Weißrussland auf. Man bespricht gemeinsame Interessen und versucht Erfahrungen Weißrusslands auf verschiedenen Gebieten für das Kaliningrader Gebiet nutzbar zu machen. So informierte der Kaliningrader Industrieminister Dmitri Kuskow, dass man sich beeindruckt gezeigt hat, von der IT-Präsenz und den IT-Möglichkeiten in Weißrussland. Auch in Kaliningrad ist man gegenwärtig bemüht, hochqualifizierte Spezialisten für eine Umsiedlung und unternehmerische Tätigkeit im Gebiet zu interessieren. Für IT-Spezialisten ergeben sich ab dem 1. Januar 2018, im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Sonderwirtschaftszone, besondere unternehmerische Bedingungen. Derjenige IT-Spezialist, der sich in Kaliningrad für den Status „Resident der Sonderwirtschaftszone“ interessiert, braucht nur noch eine Million Rubel im Verlaufe von drei Jahren in sein Unternehmen zu investieren und wird dann für die kommenden sieben Jahre von der Gewinnsteuer und der Grundmittelsteuer und Grundstückssteuer befreit. Seine Pflichtabgaben zur Sozialversicherung werden auf 7,6 Prozent gesenkt.
 
16.11.2017 – Kaliningrader sparen schneller für eine Immobilie
Eine Sozialerhebung in Kaliningrad hat ergeben, dass der durchschnittliche Zeitraum, den ein Kaliningrader braucht, um eine Wohnimmobilie als Eigentum zu erwerben, sich Schritt für Schritt verkürzt. Ein durchschnittlicher Kaliningrader, der sein gesamtes Nettoeinkommen für den Erwerb einer Immobilie zurücklegt, kann diese bereits nach acht Jahren aus Eigenmitteln vollständig bezahlen. Allerdings darf die Wohnung natürlich auch nur bestimmten Durchschnittswerten entsprechen – in diesem Fall nicht teurer sein als rund 3,1 Mio. Rubel. Die Berechnung geht davon aus, dass das Durchschnittseinkommen eines Kaliningraders gegenwärtig 30.769 Rubel beträgt. Im Februar 2017 wurde eine ähnliche Berechnung angestellt und im Ergebnis dieser Analyse musste ein Durchschnittskaliningrader noch 9,1 Jahre sein ganzes Gehalt in den Sparstrumpf stecken.
 

 
16.11.2017 – Kaliningrader Wehrpflichtige zum Ehrendienst in der Präsidentengarde verabschiedet
Im Rahmen der Herbsteinberufung können 15 Kaliningrader Wehrpflichtige ihrem Lebenslauf einen nicht unwesentlichen und äußerst ehrenhaften Punkt hinzufügen: sie wurden auserwählt, ihren Grundwehrdienst im Präsidentenregiment zu versehen. Die Auswahl für diese Eliteeinheit, die für die Bewachung des Präsidenten, des Kreml und vieler anderer staatlicher und repräsentativer Objekte verantwortlich zeichnet, ist streng. Alle Kandidaten müssen über eine völlig tadellose Gesundheit verfügen, eine Mindestgröße von 175-190 cm haben, dürfen keine körperlich auffälligen Merkmale, wie z.B. Tätowierungen haben und müssen die russische Sprache ohne Bildungs- und gesundheitsbedingte Einschränkungen beherrschen. Die 15 Kandidaten wurden feierlich im Kulturhistorischen Museum der Stadt Kaliningrad verabschiedet. Klicken Sie auf die Grafik, um zu einem Videofilm über den Dienst in der Präsidentengarde zu gelangen.
 
 
 

 
15.11.2017 – Neujahrsmarkt in Kaliningrad
Seit zwei Jahren wird durch die Kaliningrader Firma „Street Food“ der Neujahrsmarkt in Kaliningrad organisiert. Auch in diesem Jahr ist die Firma mit der Organisation beauftragt worden. Eröffnet wird der Markt am 22. Dezember auf einem Gelände der Kant-Insel. Am 8. Januar 2018 wird der Markt dann seine Tätigkeit wieder einstellen. Schon jetzt befindet sich unmittelbar vor dem Kant-Dom ein ständiger Straßenmarkt für Imbiss und Andenken verschiedenster Art.
 
15.11.2017 – Bürgermeister will weißrussische Busse und Straßenbahnen
Der Kaliningrader „Noch“-Bürgermeister Alexander Jaroschuk kann sich anscheinend immer mehr für weißrussische Technik begeistern und meinte, dass, wenn die Preise stimmen, die Stadt sowohl Elektrobusse, wie auch oberleitungsfreie Straßenbahnen in Weißrussland kaufen wird. Er zeigte sich offen dafür, dass das Straßenbahnnetz, welches gegenwärtig auf nur noch eine Linie geschrumpft wurde, dann wieder aktiviert wird. Die weißrussische Firma „BelKommunMasch“ erarbeitet gegenwärtig ein Angebot für Busse und Straßenbahnen. Das teuerste Teil an den Straßenbahnen war der Unterbau, der im Gegensatz zu westeuropäischen Straßenbahnen, sehr schmal ist. Jetzt stellen die Weißrussen diesen schmalen Unterbau selber her und man gehe davon aus, dass sich dies merklich im Preis auswirkt. Weiterhin hofft der Bürgermeister auf Subventionen aus dem föderalen Haushalt, denn dort wird der Kauf von Elektrofahrzeugen für den Nahverkehr gefördert.
In den letzten 30 Jahren hat sich der Bestand des Fuhrparks von 196 Waggons auf bis zu 25 verringert.
 
15.11.2017 – Die Luft wird merklich dünner für den Kaliningrader Ritter der Gerechtigkeit
Die Situation für den Abgeordneten der Kaliningrader Gebietsduma und Ex-Chefredakteur der oppositionellen Zeitung „Neue Räder“ Igor Rudnikow, wird zunehmend kritischer. Er war, gemeinsam mit dem Ex-Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet (2006-2011) verhaftet worden. Beiden wird vorgeworfen, einen hochgestellten föderalen Beamten erpresst zu haben, gegen den Igor Rudnikow eine Pressekampagne entfaltet hatte. Gegen die Zahlung von 50.000 USD, wollte er die Veröffentlichungen beenden. Nach der Verhaftung wurde bei Igor Rudnikow, im Rahmen einer Haussuchung, eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung gefunden. Er hatte gegenüber den staatlichen Organen diese Aufenthaltsgenehmigung (seit 2013) verschwiegen und damit gleich gegen mehrere Gesetze verstoßen. In den oppositionellen Medien wurden sofort Vorwürfe laut, dass es sich hier um Provokationen und Falschmeldungen handele, ja sogar um Fälschung des Dokumentes. In den letzten Tagen sind diese Stimmen wesentlich leiser geworden, ja sogar verstummt. Der russische Sicherheitsdienst FSB hatte die Leiterin der Regionalduma offiziell informiert, dass Rudnikow über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung verfügt und auf die daraus resultierenden Konsequenzen hingewiesen (ein Abgeordneter, egal in welcher Ebene, darf keine doppelte Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsgenehmigung eines anderen Landes haben). Nun hat auch die russische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zu dieser Frage abgeschlossen und offiziell mitgeteilt, dass der Verhaftete über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung verfügt. Die Regierungsduma wurde aufgefordert, aktiv zu werden und die russische Gesetzlichkeit umzusetzen. Dies bedeutet, dass spätestens Ende des Monats in einer geplanten Sitzung, der Abgeordnete Rudnikow aus der Gebietsduma ausgeschlossen wird und seinen Abgeordnetenstatus verliert.
 
15.11.2017 – Kaliningrad soll weißrussisches Wohnquartal erhalten
Während des Treffens des weißrussischen Präsidenten Lukaschenko mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist anscheinend auch das Thema des Wohnungsbaus in Kaliningrad besprochen worden. Weißrussland hat sich interessiert gezeigt, auch in Kaliningrad, nach weißrussischem Vorbild, Wohnungen zu errichten. Daraus entstand der Gedanke, dass Weißrussland für ein ganzes Wohnquartal in der Gebietshauptstadt verantwortlich zeichnen soll. Wie der Gouverneur betonte, wolle man den Weißrussen ein ausreichend großes Grundstück zur Verfügung stellen, welches infrastrukturtechnisch bereits voll erschlossen ist. Da es in der „traditionellen“ Stadt keinerlei freie Flächen für ein ganzes Wohnquartal mehr gibt, kann man davon ausgehen, dass eine ausreichend große Fläche auf der „Insel“, dem Standort des neuen Fußballstadions, zur Verfügung gestellt wird.
 
15.11.2017 – Leroy Merlin kurz vor der Eröffnung
Der neue Hypermarkt „Leroy Merlin“, am Stadtrand von Kaliningrad (Ausfahrt Richtung Svetlogorsk, Selenograds, Airport) steht kurz vor seiner Eröffnung. Wie der französische Einzelhändler auf seiner VKontakte-Internetseite mitteilt, werden am 24. November die Tore für die Kaliningrader und anderen Interessierten geöffnet. Die Baugenehmigung wurde im September 2017 erteilt und innerhalb von zwei Monaten wurde der Hypermarkt mit 17.000 Quadratmetern Fläche gebaut. Das gesamte Grundstück des Hypermarktes umfasst 70.000 Quadratmeter. Wie schnell in Kaliningrad eine Geschäftsidee umgesetzt werden kann, zeigt dieses Beispiel, denn im Oktober 2016 kamen die Vertreter der Firma nach Kaliningrad, um sich von den örtlichen Bedingungen zu überzeugen. Innerhalb eines Jahres wurde dann die Geschäftsidee praktisch realisiert. Ein wesentlicher Grund, warum sich das Unternehmen in Kaliningrad ansiedelt, ist, dass viele Kaliningrader Unternehmen aus der Bau- und Möbelindustrie Zulieferer für den Großmarkt werden. Die Kette verfügt in 35 russischen Städten über 70 Märkte.
 
Foto: Hypermarkt am Stadtrand von Kaliningrad – Eröffnung am 24. November 2017

 

14.11.2017 – Vor der Tat kommt das Wort
Schon vor ein paar Tagen hatte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow angekündigt, dass sich in den nachgeordneten Kreisen, Kommunen und Gemeinden zukünftig personelle Veränderungen notwendig machen. Start für diese personellen Veränderungen war wohl in Swetlogorsk, wo der dortige Leiter des Stadtkreises nach einigen Skandalen seinen Rücktritt einreichte. Danach trat der Leiter des Stadtkreises Neman zurück, der allerdings erst wenige Wochen im Amt war. Er meinte zur Begründung, dass er spüre, kein Vertrauen in der Bevölkerung zu haben. Nun müssen die Abgeordneten des Stadtparlaments eine neue Ausschreibung der Funktion organisieren – Bewerber scheint es aber wohl keine zu geben. Nun hat der Gouverneur angekündigt, dass es eine Reform der Personalauswahl in den Kommunen geben wird. So, wie bisher die Funktionen besetzt worden sind, wird es nicht weitergehen. Die von ihm angekündigte Personalauswahlreform wird im kommenden Jahr starten. Vor der Ankündigung dieser Reform, hat sich der Kaliningrader Gouverneur mit dem Direktor der Filiale der föderalen Akademie für die Ausbildung von Beamten und Staatsangestellten in Kaliningrad getroffen. Gegenwärtig bereitet man in der Kaliningrader Gebietsregierung – ähnlich wie im föderalen Maßstab – eine Kaderreserve des Gouverneurs (Kaderreserve des Präsidenten) vor. Hier werden Bewerber auf qualitative Eignung geprüft und erfasst, um bei Bedarf umgehend eingesetzt werden zu können. Gegenwärtig verfügt der Gouverneur über eine Personalreserve von 51 Personen zu einem sofortigen Einsatz in verschiedensten Funktionen im Kaliningrader Gebiet.
 
Foto: Kaliningrader Filiale der föderalen Akademie zur Ausbildung und Weiterqualifizierung von Beamten und Staatsbediensteten in der Artilleriestraße
 
14.11.2017 – Präsidentenresidenz in Pionersk bedroht
Seit Tagen werden in den sozialen Netzwerken, aber auch in den Kaliningrader Medien Fotos der Residenz des russischen Präsidenten im Kaliningrader Gebiet (Pionersk) veröffentlicht. Durch die ungünstigen Witterungsbedingungen ist es wiederum zu einem Absturz von Uferbefestigungen gekommen. Hierbei nähert sich die Bruchstelle immer schneller dem Gebäude der Präsidentenresidenz. Eine Freitreppe, über die man von diesem Gebäude zum Strand kommt, ist bereits zerstört worden. Der Direktor für den Küstenschutz im Kaliningrader Gebiet kommentierte nun die alarmierenden Fotos dahingehend, dass er keine Einflussmöglichkeiten auf diese Situation hat. In einem Radiointerview informierte er, dass er bereits Briefe an die Verwaltung geschrieben habe, aber von dieser keine Antwort erhalte. Was kann man also machen, wie kann man mit jemandem zusammenarbeiten, der auf Anfragen nicht antwortet – so der Direktor. Jetzt habe man sich an den Gouverneur gewandt und hofft auf dessen Einfluss. Wie der Direktor für Küstenschutz weiter informierte, habe mein bei der Projektierung der Anlage im Jahre 2011 Fehler zugelassen und diese führen nun dazu, dass die Wellen der Ostsee diesen Bereich unterspülen.
 

Foto (Kaliningrad.ru): Residenz des russischen Präsidenten in der Kleinstadt Pionersk
 
14.11.2017 – „AUS“ für private Unternehmen im Kaliningrader Nahverkehr
Das endgültige „AUS“ für den größten Teil der privaten Unternehmer im Kaliningrader Nahverkehr scheint kurz bevorzustehen. Kaliningrader Medien melden, dass sich die Stadtverwaltung entschlossen hat, weitere 100 Linienbusse in Weißrussland zu erwerben. Es fanden Gespräche des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko statt und danach wurde über diese Investitionsentscheidung informiert. Bereits vor wenigen Monaten hatte man 130 Linienbusse erworben. Wenn die jetzt geplanten weiteren 100 Busse geliefert werden, wird die Stadt ihr angestrebtes Ziel, zwei Drittel des Nahverkehrs in der Gebietshauptstadt zu kontrollieren, erreicht haben.
Weiterhin wurde der Gedanke besprochen, für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft temporär weißrussische Fahrer für diese Linienbusse nach Kaliningrad zu holen. Diese hatten sich bereits in diesem Jahr in einer schwierigen Periode für den stadteigenen Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“ bewährt und werden dem Gebiet auch zur Weltmeisterschaft eine gute Unterstützung sein – zeigte sich der Kaliningrader Gouverneur überzeugt.
 
Foto: Moderne Linienbusse aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk haben leichtes Spiel mit den privaten Schrottbussen aus deutscher Nutzungsherkunft
 
14.11.2017 – „Kaliningrad-Domizil“ in eigener Sache
Wir beginnen mit dem Test eines YouTube-Kanals für Kurzfilme aus Kaliningrad. Alle Beiträge sind Rohmaterial und dienen im Rahmen der Veröffentlichung Testzwecken. Der Informationsgehalt tritt hierbei vorerst in den Hintergrund. Gerne dürfen Sie aber kommentieren. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Videobeitrag zu gelangen.
 
 
14.11.2017 – Kritische Stimmen werden lauter
Die Schonfrist für die gebietseigene „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ ist eigentlich schon seit Monaten vorbei. Während sich die oppositionellen Medien in Kaliningrad mit wachsenden subjektiven Emotionen und unsachlichen Argumenten auf die Arbeit der Gebietsregierung konzentrieren, wurde der Korporation kaum Aufmerksamkeit gewidmet – schon gar nicht kritische Aufmerksamkeit. Die Vermutung liegt nahe, dass die fehlende Kritik an der Arbeit dieser wichtigen staatlichen Einrichtung vielleicht subjektiven Momenten geschuldet ist. Kaliningrader Abgeordnete fühlen sich diesen subjektiven Momenten wohl weniger verpflichtet und zeigen sich enttäuscht zu der Arbeit der Korporation, die, so formuliert es ein Abgeordneter, „nur Geld verschlingt …“.
Anlass für kritische Äußerungen sind die Summen, die durch die Kaliningrader Gebietsregierung, die zu 100 Prozent Eigentümer der Korporation ist, in den Haushalt für die Unterstützung der Korporation für das Jahr 2018 eingestellt wurde. Durch die kritischen Abgeordneten wurde aufgerechnet, dass in den letzten sechs Jahren diese Korporation 570 Mio. Rubel an Unterstützungsgeldern erhalten hatte. Jetzt wird alleine für das Jahr 2018 eine weitere Unterstützung von 530 Mio. Rubel geplant. Somit ergibt eine einfache mathematische Rechnung, dass diese Korporation in sieben Jahren 1,1 Milliarden Rubel erhalten hat/wird, aber in der Praxis keinerlei gewinnträchtige Gegenleistungen erbringt. Der Abgeordnete Waleri Frolow bezeichnete diese Finanzpolitik als „Sozialismus“. Besser wäre es, wenn man dieses Geld einem Unternehmer gegeben hätte. Der hätte daraus wenigstens etwas gemacht – so der Abgeordnete.
Der regionale Finanzminister Viktor Porembski informierte, dass diese genannte Summe im Haushalt 2018 dafür bestimmt ist, bestehende Bankverpflichtungen zu begleichen, um die Korporation schuldenfrei zu machen. Dies werde den Verkauf der Korporation wesentlich erleichtern. Der Abgeordnete Frolow reagierte darauf scharf und meinte, dass diese Korporation ein Fass ohne Boden ist. Ihm zur Seite sprang die Vorsitzende der Gebietsduma Marina Orgejewa: „Im vergangenen Jahr haben wir sie nicht verkauft, in diesem Jahr schießen wir wieder Kapital dazu und immer wieder und wieder und wieder“. Sie forderte in der zweiten Lesung zum Haushalt 2018 eine Erklärung vom Finanzminister.
 

 

13.11.2017 – Kaliningrader Gebiet erhält neues Erholungszentrum für Kinder
Der Kaliningrader Vizegouverneur Ilja Barinow informierte über Pläne, im Kaliningrader Gebiet ein neues Erholungszentrum für Kinder mit 1.500 Plätzen zu bauen. Bereits im August wurde durch die Vizepremierministerin Olga Golodez bei einem Besuch in Kaliningrad darüber gesprochen, die Möglichkeiten des Gebietes besser zu nutzen. Wie durch die Gebietsregierung mitgeteilt wurde, existiert bereits ein Projekt für die Errichtung eines derartigen Erholungszentrums. Spezialisten aus der russischen Föderalregierung helfen, dieses Projekt zu überarbeiten. Man gehe davon aus, dass für den Bau des Erholungszentrums bis zu drei Milliarden Rubel erforderlich sind. Als Standort für dieses Zentrum könnte das Territorium dienen, wo jährlich das internationale Jugendfestival „Baltiski Artek“ stattfindet, also rund zehn Kilometer von Swetlogorsk entfernt. Die Gedanken gehen dahin, dass dieses Erholungszentrum ganzjährig arbeiten soll. Genutzt werden soll das Zentrum sowohl von Kindern aus dem Kaliningrader Gebiet, wie auch aus anderen russischen Regionen, aber auch von Kindern aus dem Ausland.
 
13.11.2017 – Wieder mal eine neue Fluggesellschaft in Sicht
Seit dem bewusst herbeigeführten Bankrott der Fluggesellschaft „KD-Avia“ im Jahre 2008, erscheinen in regelmäßigen Abständen Informationen in Kaliningrader Medien, die über die Notwendigkeit der Schaffung einer neuen regionalen Fluggesellschaft berichten. Insbesondere aktuell wurde dieses Thema nach der Abberufung des ehemaligen Gouverneurs Nikolai Zukanow. Ohne eigene Fluggesellschaft wird es für Kaliningrad schwer werden, sich der transporttechnischen Isolation zu entziehen. Nun ist wieder einmal eine Fluggesellschaft aufgetaucht, die sich Kaliningrad als Basisstandort vorstellen kann. Der Gouverneur Anton Alichanow hatte sich mit Vertretern der Staatlichen Leasingfirma und Fluggesellschaft „Asimut“ getroffen und diesen Gedanken besprochen. Wenn Kaliningrad über eine eigene Fluggesellschaft verfügt – so der Gouverneur – wird es wesentlich bessere Möglichkeiten geben, internationale Ziele zu vernünftigen Preisen anzufliegen. Gegenwärtig gibt es reguläre Flüge zwischen Kaliningrad, Berlin, Prag und Warschau.
 
Foto (Kaliningrad.ru): Wieder ein Bewerber für Kaliningrader Regionalfluggesellschaft
 
13.11.2017 – Bau der Regionaltrasse nach Gurewsk ist eine Katastrophe
Die chaotischen und unendlichen Bauarbeiten im Stadtkreis Gurewsk schaffen für die Region und die verantwortlichen Behörden eine Vielzahl von Problemen – so der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Er erinnerte an den Schulneubau in Gurewsk, der nur mit großen Problemen beendet werden konnte. Für die Kinder sei das Problem entschieden, aber für deren Eltern nicht, denn diese arbeiten in Kaliningrad und können die Stadt nur mit großen Schwierigkeiten erreichen. Es gibt keine Möglichkeit in Gurewsk sich mit Sport zu beschäftigen und es gibt keine andere zivile Infrastruktur. Gegenwärtig wird die nördliche Umgehungsstraße gebaut – das ist prinzipiell eine gute Sache, aber wie diese Umgehung gebaut wird, ist einfach eine Katastrophe – so Alichanow. Der Gouverneur brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Verantwortlichen im Kreis Gurewsk bis Ende des Jahres einen neuen Generalentwicklungsplan beschließen. Der sollte allerdings auch die Interessen der Stadt Kaliningrad berücksichtigen – kommentierte Alichanow.
Anm. UN: Vor wenigen Tagen äußerte sich der Gouverneur zur Arbeit in den Kreisen des Gebietes Kaliningrad und schloss nicht aus, dass es zu einer Reihe von Personalveränderungen kommen wird.
 
 
13.11.2017 – Verwaltungsfirmen sind Quelle von ungeahntem Betrug
Bei den Verwaltungsgesellschaften des Gebietes hat der Umfang von Betrug ungeahnten Umfang angenommen. Gemeint sind die Firmen, die sich mit der Verwaltung von Immobilien beschäftigen und die Gelder sowohl von den Eigentümern der Immobilien für die Verwaltung erhalten, wie auch aus staatlichen Quellen Zuschüsse für Haupt- und laufende Instandsetzungen bekommen. Der Kaliningrader Gouverneur förderte die Beamten auf, jeden Fall von Unehrlichkeit nicht einfach mit einer Verwaltungsstrafe zu belegen, sondern die Angelegenheit vor Gericht zu bringen. Die Kontrollorgane erhalten eine Reihe von Informationen von Bürgern zur Arbeit der Verwaltungsgesellschaften und verwunderlich ist, so Alichanow, dass kein einziges Rechtspflegeorgan hier einschreitet. Der Gouverneur informierte, dass er zu diesem Thema bereits ein ausführliches Gespräch mit dem neuen Leiter der Kaliningrader Innenverwaltung geführt habe. Danach wurden bereits sechs Ermittlungsverfahren aufgenommen.

 

12.11.2017 – Rücktritt des Kreisleiters Neman
Maxim Buduratzki, der geschäftsführende Leiter des Kreises Neman, hat seinen Posten verlassen. Er teilte mit, dass er spüre, im Kreis nicht das erforderliche Vertrauen zu genießen. Die Funktion war ihm erst Mitte September übertragen worden, nachdem sein Vorgänger ebenfalls gekündigt hatte, mit dem Kommentar: „Ich will ein normales Leben führen.“ Wie aus dem Kreisparlament bekannt wurde, hat Buduratzki seine Kündigung geschrieben, obwohl noch keine Ausschreibung des Postens erfolgt war. Die Kündigung wurde die Abgeordneten sofort akzeptiert. Nun macht sich eine neue Ausschreibung der Funktion notwendig. Es handelt sich hierbei um keine Wahlfunktion. Aus der Anzahl der Bewerber wird durch das Kreisparlament der geeignete Bewerber ausgewählt und mit Arbeitsvertrag eingestellt.
 
12.11.2017 – Bewerber für Amt des City-Managers der Stadt Kaliningrad nehmen zu
Rund eine Woche ist seit dem Ausschreibungsbeginn für das Amt des City-Managers für die Stadt Kaliningrad vergangen und schon gibt es insgesamt vier Bewerber die glauben, dass sie das Beste sind, was der Stadt passieren könnte. Neben den schon bekannten zwei Bewerbern, hat nun auch der Abgeordnete des Stadtrats Dmitri Winogradow (Liberaldemokrat) seine Unterlagen eingereicht. Er arbeitet im Stadtrat in der Kommission für Stadtwirtschaft. Der vierte Bewerber, der vollständig die Unterlagen eingereicht hat, ist ein gewisser „Andrejew“ (Namensgleichheit mit einem weiteren Bewerber). Auf die Frage der Personalkommission, warum er sich bewirbt, soll er geantwortet haben: „Der Posten wird doch nicht schlecht bezahlt, alles andere findet sich dann schon.“ Die Eignungsgespräche selber finden am 24. November statt. Sollte es bei der jetzigen Qualität der Bewerber bleiben und nicht von „dritter Seite“ ein völlig unerwarteter Kandidat aus dem Ärmel gezaubert werden, ist klar, dass wohl Alexander Jaroschuk, der jetzige Bürgermeister, mit Arbeitsvertrag als City-Manager eingestellt wird.
 
 
12.11.2017 – Deutscher Investor will Kaliningrad mit Erdbeeren versorgen
Der deutsche Unternehmer Konstantin Kaack plant auf einer Fläche von 200 Hektar im Kreis Selenogradsk eine Erdbeerplantage anzulegen und mit der Ernte sowohl den Kaliningrader Markt zu versorgen, wie auch einen Teil der Ernte in den Export nach Deutschland zu schicken. Darüber informiert die Kreisverwaltung Selenogradsk auf ihrer Internetseite. Der deutsche Unternehmer unterhält bereits einen Erdbeerhof im Hamburger Umfeld. Dort züchtet er 16 Sorten Erdbeeren.
 
12.11.2017 – Gouverneur zur Drittklassigkeit der medizinischen Weiterbildung
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass regionales medizinisches Personal häufig an Qualifizierungslehrgängen teilnehmen, deren Effektivität mehr als zweifelhaft sind. Er kommentierte, dass man in der Gebietsregierung bereit sei, die Qualifizierung des medizinisches Personals zu fördern und dies nicht nur formell, um einen Haken zu setzen. Ein Arzt ist kein Arzt, wenn er nicht ständig an seiner Weiterbildung arbeite. Deshalb habe man im Haushalt der Gebietsregierung für das kommende Jahr einen Extraposten eingestellt, aus dem medizinisches Personal Geld für die fachliche Weiterqualifizierung erhält, oder wenn sie einen Sprachkurs für Englisch besuchen. Weiterhin möchte der Gouverneur medizinisches Personal zur Qualifizierung an Moskauer oder St. Petersburger Einrichtungen delegieren. Hierfür sind ebenfalls englische Sprachkenntnisse notwendig. Für all diese Pläne ist Geld vorhanden – so der Gouverneur.
 
12.11.2017 – Gouverneur zeigt sich besorgt zum Zustand der medizinischen technischen Basis
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich zum Zustand der technischen Basis im Gesundheitswesen sehr besorgt gezeigt. Er formulierte, dass der Zustand alarmierend sei. Deshalb habe er, gemeinsam mit dem regionalen Gesundheitsminister begonnen, eine Liste der dringendsten Arbeiten zu erstellen, um diesen Zustand zu verbessern. Insgesamt zeigte sich der Gouverneur mit dem Zustand des Gesundheitswesens im Kaliningrader Gebiet nicht zufrieden. Heftig kritisierte er auch den Zustand in der Pharmakologie des Gebietes, wo totale Unordnung herrsche. Weiterhin verfügt das Gebiet immer noch nicht über eine ausreichende Anzahl von medizinischem Personal aller Ebenen.

 

11.11.2017 – Staatsanwaltschaft prüft Informationen zu Rudnikow
Nach der Veröffentlichung des staatlichen TV-Senders „WESTI“, dass der Duma-Abgeordnete und Ex-Chefredakteur Igor Rudnikow, der gegenwärtig in Untersuchungshaft wegen Erpressung eines hochgestellten Beamten sitzt, über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung verfügen soll, hat die Kaliningrader Staatsanwaltschaft mit entsprechenden Ermittlungen begonnen. Am Freitagvormittag hatte Rudnikow über seinen Anwalt erklären lassen, dass es sich bei diesen Informationen um eine Provokation handelt um ihn zu diskreditieren. Es kann nicht sein, dass die Sicherheitsorgane dieses Dokument bei ihm gefunden haben, denn dann müsste das Dokument ja auf der Liste der beschlagnahmten Gegenstände stehen. Auch in den sozialen Netzwerken wird durch oppositionelle Kräfte lautstark über Fälschung gesprochen. Eine Prüfung der Angelegenheit durch die russischen Rechtspflegeorgane dürfte nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, selbst wenn amerikanische Behörden eine Auskunft verweigern sollten. Wie aus den sozialen Netzwerken zu entnehmen ist, sollen sich die Ehefrau und Sohn von Rudnikow bereits seit Jahren in den USA aufhalten.
 
11.11.2017 – Museum als Pressezentrum ausgewählt
Das kulturhistorische Gebietsmuseum wurde für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft als Pressezentrum ausgewählt. Darüber informieren Kaliningrader Medien und beziehen sich auf den Pressedienst des Museums. Wie in diesem Zeitraum die Arbeit des Museums selber erfolgen soll, wurde nicht kommentiert.
 
 
11.11.2017 – Wieder mal ein Golfplatz für Kaliningrad
Wenn man die Meldungen über den bevorstehenden Bau eines repräsentablen Golfplatzes mit internationalem Niveau der letzten zehn Jahre summiert, dürfte eigentlich das gesamte Kaliningrader Gebiet ein einziger Golfplatz sein. Nun hat die größte russische Bank, die Sberbank informiert, dass man Milliarden von Rubel investieren will, um einen Golfclub in Kaliningrad einzurichten. Die Informationen wollen Kaliningrader Medien aus Kreisen der Gebietsregierung erhalten haben. Gegenwärtig soll sich die Angelegenheit in der Projekterarbeitungsphase befinden. Wie die Quellen berichten, wird die aktive Bauphase erst nach der Fußball-Weltmeisterschaft beginnen. Angeblich soll der Chef der Sberbank Hermann Gref persönlich vor Ort gewesen sein und den vorgeschlagenen Platz für gut befunden haben. Es wird davon gesprochen, dass die Bank 100prozentiger Eigentümer (Investor) werden will. Die Sberbank verweigerte jegliche Kommentare zu dieser Information. In der Gebietsregierung sprach man offiziell davon, dass diese Informationen zu voreilig verbreitet werden. Nach früheren Informationen, könnte der Golfplatz in der Nähe von Swetlogorsk, auf einem ehemaligen militärischen Gelände angelegt werden.
 
11.11.2017 – Von Autoschrott zu Obst und Gemüse gewechselt
Jahrelang konnten die Kaliningrader und ihre Gäste beim Überfahren der Hochbrücke auf den Leninski-Prospekt den wenig aufgeräumten Platz sehen, auf dem gebrauchte Fahrzeuge gehandelt worden. Besitzer dieses Platzes ist ein Kaliningrader, der der „Platzhirsch“ für den Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen ist. Dieser hat nun festgestellt, dass dieses Geschäftsmodell in Kaliningrad keine Zukunft mehr hat und man sich neu orientieren müsse. Deshalb habe er dem Vorschlag der Gebietsregierung zugestimmt und den genannten Platz für die Einrichtung eines Wochenendmarktes für den Verkauf von regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnissen freigegeben. In einer ersten Stellungnahme meinte der Besitzer, dass er gegenwärtig nicht sieht, wie man Geld verdienen kann, aber der Markt ist gerade erst eingerichtet und man sollte wohl Geduld haben, bis dieser rentabel arbeitet.
 
11.11.2017 – Kaliningrad bald wieder mit Künstlermarkt?
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk hat vorgeschlagen einen Künstlermarkt in der ul. Baranowa einzurichten. Diese wird in den kommenden Monaten umgestaltet. Vermutlich hat sich der Bürgermeister daran erinnert, dass es bereits einen derartigen, nichtoffiziellen, aber populären Markt gegeben hat, der sich hinter dem Einkaufszentrum „Akropol“ befand, der dann aber ersatzlos abgeschafft wurde. Er informierte, dass man sich, gemeinsam mit der Gebietsregierung, sehr intensiv um die Rekonstruktion der Straße gekümmert habe. Es wird eine breite Fußgängerzone werden und es wird genügend Platz für alle Künstler geben. Mit der Rekonstruktion der Straße soll im kommenden Jahr begonnen werden. Allerdings existiert bisher noch nicht einmal ein bestätigtes Projekt.
 
11.11.2017 – Kaliningrad Gouverneur verhängt Quarantäne
Der Kaliningrader Gouverneur hat einen Quarantäneerlass, im Zusammenhang mit dem Auftauchen von Fällen Afrikanischer Schweinepest im Kaliningrader Gebiet unterzeichnet. Die Quarantäne gilt am vergangenen Mittwoch in den Kreisen Bagrationowsk und Laduschkin. Dort waren in drei Jagdgebieten Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen entdeckt worden. Für jede Zone sind besondere, individuelle Verhaltensweisen festgelegt worden. So dürfen diese Gebiete nur noch mit Genehmigung betreten werden. Zutritt haben Angehörige von Sonderdiensten, die sich mit der Bekämpfung der Seuche beschäftigen und Personen, die dort ihren offiziellen Wohnsitz haben. Die Einschränkungen gelten unbefristet. Für die Aufhebung der Quarantäne und Sperrbedingungen ist ein neuer Erlass der Gebietsregierung erforderlich.
 
11.11.2017 – Kaliningrad erhält onkologisches Zentrum
Schon lange wird über die dringende Notwendigkeit des Baus eines onkologischen Zentrums für das Kaliningrader Gebiet gesprochen. Gescheitert war der Baubeginn bisher immer an den fehlenden finanziellen Mitteln. Nun wurden aber wohl diese Mittel in enger Zusammenarbeit mit dem föderalen Zentrum gefunden und zur Verfügung gestellt. Somit konnte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow verkünden, dass er davon ausgeht, dass das neue hochmoderne Zentrum innerhalb von 2,5 Jahren errichtet wird. Er betonte während einer Pressekonferenz, dass der Bau dieses Zentrums oberste Priorität habe. Die Gelder für den Bau stammen aus dem Reservefond der föderalen Regierung. Der Gouverneur geht davon aus, denn die staatlichen Expertisen für den Bau innerhalb eines Monats vorliegen und man dann bereits die Ausschreibungen für den Bau vornehmen kann. Die Summe für den Bau dieses Zentrums wurde mit 4,5 Milliarden Rubel veranschlagt.

 


 
10.11.2017 – Bis 5 vor 12 wesentliche Verbesserungen auf den Kaliningrader Straßen
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat versprochen, bis zum Monat Mai 2018 wesentliche Verbesserungen zur Organisation des Straßenverkehrs zu organisieren. Vor wenigen Monaten wurde auf die schwierige Verkehrssituation am Wassiljewski-Platz durch den Bau eines Kreisverkehrs reagiert. Seit diesem Zeitpunkt gibt es dort ständige Staus. Dann hatte man sich entschlossen, den „klugen Kreisverkehr“ durch eine „kluge Ampelanlage“ zum Preis von 18 Mio. Rubel zu ergänzen. Allerdings gibt es diese kluge Ampelanlage bisher nicht und deshalb ist der Kreisverkehr auch nur halb so klug, wie eigentlich erhofft. Wie der Bürgermeister Jaroschuk informierte, habe man jetzt Spezialisten aus Holland mit der Analyse der Gesamtsituation beauftragt. Diese sind zu dem Schluss gekommen, dass eine ganze Ampelgruppe notwendig ist zu installieren. Aber dies kostet noch mehr Geld, welches natürlich nicht vorhanden ist. Dann überraschte der Bürgermeister Jaroschuk mit der Erkenntnis, dass eigentlich die vielen Unbequemlichkeiten auf den Kaliningrader Straßen durch die Baustellen im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft und dem Bau der großen Stadtautobahnen hervorgerufen werden. Da diese Baustellen bis Mai 2018 abgeschlossen sein werden, wird es automatisch zu einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrssituation in Kaliningrad kommen.
 
10.11.2017 – Gouverneur sagt Personalveränderungen in den Kreisen und Kommunen voraus
Anscheinend ist die Bildung der Kaliningrader Regierung nach den Gouverneurswahlen abgeschlossen und der Kaliningrader Gouverneur setzt neue Schwerpunkte in der Schaffung einer neuen Ordnung im Kaliningrader Gebiet. So kündigte er an, dass es in der kommenden Zeit zu Personalveränderungen in den nachgeordneten Kreisen und Kommunen des Kaliningrader Gebiets kommen wird. Die Kaliningrader Regierung verfügt über eine sogenannte „Personalreserve“, die der Gouverneur einsetzen möchte, um notwendige Personalveränderungen in Gebietsstrukturen durchzuführen. Der Gouverneur informierte, dass in Kaliningrad ein Wettbewerb durchgeführt wurde. Dieser lief unter dem Slogan „Mannschaft der Gleichgesinnten“. Über 1.000 Kandidaten haben daran teilgenommen und aus diesen Teilnehmern wurde eine neue Personalreserve gebildet, auf die man jetzt zurückgreifen könne. Die erste, ziemlich spektakuläre Personalveränderung, gab es bereits in der vergangenen Woche, wo Alexander Kowalski, der Leiter der Kreisverwaltung Swetlogorsk, von seinem Amt, nach einigen Skandalen, zurücktrat. Er begründete seinen Rücktritt mit gesundheitlichen Problemen.
 
10.11.2017 – Bald nur noch neue Linienbusse im Kaliningrader Nahverkehr
Der Noch-Bürgermeister Alexander Jaroschuk hat versprochen, dass im Jahre 2018 nur noch neue Busse im Kaliningrader Nahverkehr eingesetzt werden. Die letzte Ausschreibung für Lizenzen im Nahverkehr, fand erst vor wenigen Monaten statt. Lizenzen wurden nur für ein Jahr vergeben, um die Interessierten zu zwingen, ihren Fuhrpark bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaften zu erneuern. Wer dies nicht bis Mai 2018 tut, wird keine neue Lizenz erhalten. Damit hofft die Stadtverwaltung den Anteil der privaten Transportunternehmer im Nahverkehr weiter reduzieren zu können, aber auch die Qualität der eingesetzten Fahrzeuge radikal zu verbessern. Seit der letzten Ausschreibung erfüllte nur ein einziger privater Transportunternehmer die neuen Anforderungen und informierte vor wenigen Tagen, dass sein Fahrzeugpark durch sechs neue Busse erneuert wurde. Alle anderen fahren nach wie vor mit altdeutschem Schrott.
 
10.11.2017 – Afrikanische Schweinepest – Kaliningrad ergreift Gegenmaßnahmen
In den Territorien des Kaliningrader Gebietes, die vermutlich von der Afrikanischen Schweinepest betroffen sind oder wo die Gefahr besteht, dass diese auf diese Territorien übergreift, werden 400 Wildschweine bejagt und getötet. Im wesentlichen betrifft dies den Kreis Bagrationowsk. Darüber informierte der Vizepremier der Kaliningrader Regionalregierung Alexander Scherjuk-Schidkow. Mit der Bejagung wurde bereits begonnen und bisher wurden 52 Wildschweine getötet. In Kaliningrad galt eine Norm von zwei Wildschweinen je tausend Hektar Fläche. Jetzt wurde diese Norm auf 0,25 Wildschweine gesenkt. Bisher ist die Quelle der Erkrankung noch nicht festgestellt worden.
 
10.11.2017 – Treffen mit Bürgermeister kostet 25.000 Rubel
Das Treffen mit dem populären Bürgermeister von Jantarny, Alexej Saliwatzki, kostete einem Interessierten 25.000 Rubel. Zu früheren Zeiten war dies ein Geschäftsmodell, welches überall in Russland praktiziert wurde und welches, je nach „Entscheidungshöhe“ zu nicht unerheblichen „Nebeneinnahmen“, sowohl für die Beamten/Entscheidungsträger, wie auch für die Vermittler derartiger Treffen führte. In diesem Fall hatte der „Treff-Verkauf“ aber einen humanitären Hintergrund, denn dieses Treffen mit dem Bürgermeister wurde auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung versteigert und brachte 25.000 Rubel. Das Geld erhält die Organisation „Ich glaube an Wunder“. Das Treffen kaufte Alexander Moisejenko, ein Bürger aus Gusew. Er kommentierte, dass Alexej wirklich ein interessanter Mensch und Gesprächspartner ist. Konkrete Fragen will er jedoch mit ihm nicht besprechen, sondern einfach nur eine angenehme Bekanntschaft machen und die originelle Idee für die Sammlung von Hilfsgeldern unterstützen.
 
10.11.2017 – Rudnikow hat amerikanische Aufenthaltsgenehmigung
Gerüchte gab es schon länger, nun ist es offiziell. Der vor kurzem verhaftete Abgeordnete der Regionalduma und Ex-Chefredakteur der oppositionellen Zeitung „Neue Räder“ Igor Rudnikow, verfügt über eine amerikanische Aufenthaltsgenehmigung. Darüber informiert der staatliche TV-Sender „WESTI“, der über gute Kontakte zu staatlichen Organen verfügt. Die Aufenthaltsgenehmigung hatte Rudnikow am 13. August 2013 erhalten. Sie wurde während einer Haussuchung bei ihm gefunden. Damit hat er sich nicht nur der Erpressung hochgestellter Staatsbeamter schuldig gemacht, sondern hat auch gegen ein weiteres Gesetz verstoßen, wonach russische Bürger verpflichtet sind, eine doppelte Staatsangehörigkeit oder eine Aufenthaltsgenehmigung für einen anderen Staat, den russischen Behörden zu melden. Bürger, die in Russland eine staatliche Funktion haben, dürfen keine doppelte Staatsangehörigkeit oder eine Aufenthaltsgenehmigung haben. Wie der Rechtsanwalt von Rudnikow mitteilte, ist diese Information für ihn überraschend. Sein Klient habe ihn darüber nicht informiert. Mit dieser Information dürften dann die Schreie derer, die in den letzten Tagen schon wieder über Menschenrechtsverletzungen laut geklagt hatten, nun leiser werden. Somit ist auch klar, dass die Kaliningrader Gebietsduma nun Schritte gegen den Abgeordneten einleiten muss, da dieser das Mandat unter Verletzung russischer Gesetze erhalten hat. Somit dürften die Tage seiner Mitgliedschaft in der Gebietsduma wohl gezählt sein.
 
10.11.2017 – Extremismusgruppe plante Umsturz in Kaliningrad
Das Kaliningrader Informationsportal „Klops.ru“ informiert, unter Bezugnahme auf eigene Quellen in den Sicherheitsorganen, dass eine Gruppe von Extremisten verhaftet worden ist, welche sich auf die Machtergreifung in Kaliningrad vorbereitet hatten. Die Verhaftung der Extremisten, die der Bewegung „ArtPodgotowka“ (ArtVorbereitung) angehörten (Organisation ist in Russland verboten), erfolgte Anfang November. Der Leiter der Gruppe hat unter Nutzung von Internetkanälen zu terroristischen Aktionen in Kaliningrad, aber auch in anderen russischen Städten, aufgerufen. Bei den verhafteten Extremisten wurden Haussuchungen vorgenommen. Gefunden wurden u.a. Gesichtsmasken, Gassprühdosen und Instruktionen zum Widerstand gegen die Polizei. Weiterhin wurde Agitationsmaterial beschlagnahmt, welches zum Terrorismus aufrief. Ein Mitglied der Gruppe wurde daran gehindert, eine größere Geldsumme zur Unterstützung von Personen nach Moskau zu überweisen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Es drohen Strafen bis zu sieben Jahren Freiheitsentzug.

 

09.11.2017 – Fall von Afrikanischer Schweinepest aufgetreten
Im Kaliningrader Gebiet ist ein Fall von Afrikanischer Schweinepest festgestellt worden. Im Kreis Bagrationowsk, der an Polen grenzt, wurde Quarantäne verhängt. Darüber informiert die Kaliningrader Gebietsregierung. Der Fall wurde bei einer regulären planmäßigen Probeuntersuchung von toten Schweinen am 4. November festgestellt. Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochgefährliche Krankheit, die sich schnell ausbreitet. Die Nachbarstaaten Polen und Litauen sind bereits seit Jahren davon betroffen. Krankheitsüberträger sind häufig Wildschweine. In Kaliningrad hatte man sich entschlossen, zur Prophylaxe einen Großteil des Wildschweinbestandes auszurotten. Zur Vermeidung der Ausbreitung der Seuche wurde allen Züchtern empfohlen, den Zugang von Unbefugten zum Gelände zu verwehren und biologische Maßnahmen zum Schutz des Tierbestandes durchzuführen. Tiere sollen im Stall bleiben. Weiterhin wird empfohlen, kein Futter tierischer Herkunft zu verfüttern.
 
 
09.11.2017 – Immobilienpreise sind gefallen in Kaliningrad
Seit Anfang des Jahres haben sich die Preise für Wohnimmobilien um 2,7 Prozent verringert. Eine Durchschnittswohnung kostet somit in Kaliningrad 3,08 Mio. Rubel, während eine Durchschnittswohnung im russischen Mutterland für 2,83 Mio. Rubel zu haben ist. Diese Angaben veröffentlicht das föderale Immobilienportal „Mir Kwartier“. Kaliningrad belegt damit den Platz 16 unter allen 85 russischen Regionen. Führend bei den Immobilienpreisen ist Moskau. Hier kostet eine Durchschnittswohnung 11,34 Mio. Rubel. Die Analyseabteilung des Immobilienportals geht davon aus, dass es in absehbarer Zeit zu keinen wesentlichen Preisanstiegen kommen wird.
 
09.11.2017 – Kaliningrad wird Ausrichterstadt für Kinder-Kinofestival
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass Kaliningrad zukünftig Ausrichterstadt für das Kinder-Kinofestival Russlands sein wird. Das Festival wird jährlich stattfinden. Das Festival wird unter der Bezeichnung „Bernstein-Ameisen“ stattfinden. Wie der Gouverneur weiter kommentierte, ist vorgesehen, im Rahmen des Festivals nicht nur Preise und Auszeichnungen zu vergeben, sondern auch finanzielle Förderungen auszuschütten. In diesem Jahr haben an diesem Festival 200 Schulkinder aus 17 russischen Regionen teilgenommen.

 


 
08.11.2017 – Staatsanwaltschaft fordert Bestrafung von Beamten der Stadtverwaltung
Fünf Mitarbeiter der Kaliningrader Stadtverwaltung sind wegen Verletzung der Anti-Korruptions-Gesetzgebung, auf Forderung der Staatsanwaltschaft, zur Verantwortung gezogen worden. Im Rahmen einer Kontrolle durch die Staatsanwaltschaft wurde festgestellt, dass die Beamten in den gesetzlich geforderten Deklarationen ihrer Einkommen und Vermögensverhältnisse einige Umstände verschwiegen haben. Sie hatten in den Deklarationen nicht den vollen Umfang ihrer Einkommen und der des Ehepartners aufgeführt. Weiterhin wurden einige Immobilienobjekte in den Deklarationen nicht aufgeführt. Eine der Betroffenen ist die stellvertretende Leiterin der finanzökonomischen Abteilung der Wirtschaftsverwaltung der Stadt. Sie wurde bereits von ihrer Funktion entbunden und entlassen.
 
08.11.2017 – Erscheinen der „Neuen Räder“ mit größten Problemen verbunden
Ein Mitarbeiter des verhafteten Chefredakteurs der Zeitung „Neue Räder“ teilte mit, dass das weitere Erscheinen der Zeitung mit größten Schwierigkeiten verbunden ist. Der Chefredakteur, der auch Abgeordneter der Regionalduma ist, wurde wegen Erpressung eines hochgestellten Staatsbeamten in der vergangenen Woche verhaftet und befindet sich in Untersuchungshaft. Noch vor Beginn des Haftprüfungstermins und Verhängung der Untersuchungshaft bis zum 1. Januar 2018 hatte Igor Rudniko seinen zeitweiligen Rücktritt von der Funktion des Chefredakteurs der Zeitung erklärt. Er wolle damit Signale setzen, dass er seine Stellung nicht nutzen wolle, um über die Medien Druck auf die Ermittlungen auszuüben. Sein Mitangeklagter, der ehemalige Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet (2006-2011) erhielt Hausarrest, nachdem er eine Mitschuld an den Vorwürfen eingeräumt hatte. Die Zeitung „Neue Räder“ gehört zu den oppositionellen Zeitungen, deren Hauptaufgabe darin besteht, gesellschaftliche Missstände, Korruption und Amtsmissbrauch zu eruieren und zu veröffentlichen.
 
08.11.2017 – Weißrussland am Kaliningrader Nahverkehr interessiert
Der Direktor der weißrussischen Firma „BelKommunMasch“ hat der Stadt Kaliningrad einen völlig neuen Bus für den Stadtverkehr vorgeschlagen, der allen modernen ökonomischen und ökologischen Anforderungen entspricht. Er erinnerte, dass man bereits früher Trolleybusse nach Kaliningrad geliefert habe, die durch die Kaliningrader liebevoll „Heuschrecke“ genannt werden. Jetzt schlägt man einen völlig neuen Bus vor. Bereits viele andere russische Regionen haben Bestellungen ausgelöst. Er kommentierte, dass dieser neue Bus natürlich nicht gerade preiswert ist, dafür aber eine ganze Reihe von Vorteilen hat. So kann dieser Elektrobus ohne Oberleitung auskommen und kann jede Verkehrssituation durch umfahren meistern – insbesondere wichtig bei Verkehrsunfällen. Der teuerste Bus, mit einer Länge von 18 Metern, kostet 400.000 Euro. Für Städte mit einer kleineren Einwohnerzahl bis zu 500.000 Bewohnern, empfiehlt der Hersteller kleinere und somit auch preiswertere Busse mit neun oder zwölf Metern Länge. Der Elektrobus kann mit einer Batterieladung bis zu 30 Kilometern fahren. Für die Aufladung der Batterien auf volle Leistung werden nur zehn Minuten benötigt. Der Bus verbraucht 14 Prozent weniger Strom als die bekannten Trolleybusse. Im konkreten Fall Kaliningrad habe man berechnet, dass die hier genutzten Trolleybusse bis zu 25 Prozent der erzeugten Strommenge „verlieren“. Grund hierfür ist das veraltete Oberleitungsnetz.
 
Foto: Weißrussischer Elektrobus als mögliche Transportalternative für Kaliningrad
 
08.11.2017 – Kaliningrad soll einen „Fischmarkt“ erhalten
Auf dem Territorium des Kaliningrader Stadthafens soll ein Fischmarkt eröffnet werden. Darüber berichten Kaliningrader Medien unter Bezugnahme auf den geschäftsführenden Direktor des Hafens Igor Rasinkin. Der Direktor informierte, dass man kürzlich ein wenig Erfahrung gesammelt habe, denn für die Mitarbeiter des Hafens wurde, ohne große Vorbereitung, ein kleiner Fischmarkt organisiert. Die Mitarbeiter waren begeistert von diesem Einfall der Geschäftsführung des Hafens und so wurde der Gedanke geboren, einen derartigen Handelsplatz für die Kaliningrader Bevölkerung zu schaffen und frischen Fisch anzubieten. Neben ausreichend Platz für den Markt an sich, verfügt der Hafen auch über ausreichend Parkplätze für den Individualtransport. Man hofft nun auf eine entsprechende Unterstützung durch die Stadtverwaltung und die Einrichtung einer Buslinie mit entsprechendem Haltestellenkomplex.
Bereits Ende Oktober war bekanntgeworden, dass die Kaliningrader Häfen, zukünftig auch das Terminal in der Stadt Pionersk, in ein Hafencluster umgewandelt werden sollen. Ziel ist, zukünftig die fremden (ausländischen) Häfen im Ostseeraum nicht mehr kontaktieren zu müssen.
 
08.11.2017 – 100 Jahre Große Sozialistische Oktoberrevolution
In ganz Russland wurde am 7. November des 100. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution gedacht. Auch in Kaliningrad wurde hierfür speziell der Leninski-Prospekt gesperrt, damit die Anhänger, insbesondere Sympathisanten und Mitglieder der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, einen Gedenkmarsch durchführen konnten. Die Teilnehmerzahl wurde auf 100-150 Personen geschätzt. Klicken Sie auf die Grafik, um zur Fotogalerie von „Kaliningrad.ru“ zu gelangen.
 

 


 

 

06.11.2017 – Katastrophenmeldung Nr. 1: Verkehrsstatistik Oktober
Wie schon zu einer „guten“ Tradition geworden, veröffentlicht die Kaliningrader Verkehrspolizei monatlich einen Videofilm mit den markantesten Verkehrsunfällen des vergangenen Monats. An den Verkehrsschwerpunkten der Stadt befindet sich das System „Stadtsicherheit“, welche nicht nur die Verkehrssituation überwacht, sondern generell die Sicherheitssituation. Aus den Aufzeichnungen stellt die Verkehrspolizei ihren „Unterhaltungsbeitrag“ zusammen. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Videofilm zu gelangen. 
 
 
06.11.2017 – Katastrophenmeldung Nr. 2: Tiger greift Wärterin an
Am Sonntag kam es zu einem tragischen Zwischenfall im Kaliningrader Zoo. Ein Tiger griff eine Wärterin an. Wie die Wärterin in das Gehege kam und warum sie sich dort aufhielt, ist gegenwärtig noch unklar, denn sie liegt im Schockzustand mit einigen Verletzungen im Krankenhaus für die Schnelle medizinische Hilfe. Beherzte Besucher des Zoos hatten mit lauten schreien und dem Werfen von Gegenständen den Tiger vertrieben und danach die Zoomitarbeiterin aus dem Gehege geholt. Durch die Staatsanwaltschaft wurde eine Untersuchung eingeleitet.
 
Foto: Zeit für einen Schnappschuss haben auch Zuschauer gehabt
 
06.11.2017 – Katastrophenmeldung Nr. 3: Altdeutsches Haus brennt
Am Samstag kam es zu einem Brand in der letzten Etage eines dreistöckigen altdeutschen Hauses in der Straße Litauischer Wall. Die Feuerwehr wurde um 22.41 Uhr alarmiert. 15 Feuerwehrleute und fünf Technikeinheiten wurden für die Bekämpfung des Brandes, in einem bautechnisch schwierigen Abschnitt des Gebäudes benötigt. Verletzte gab es nicht. Das Gebäude selber steht teilweise leer.

 

 
05.11.2017 – Amerikaner kümmern sich nun auch um Provinzjournalisten
Das „Komitee für den Schutz der Journalisten“, ansässig in der amerikanischen Millionenstadt New York, hat die russischen Behörden aufgefordert, den Kaliningrader Journalisten Igor Rudnikow freizulassen. Bei der genannten Organisation handelt es sich um eine NGO (Nicht staatliche Organisation), ansässig in den USA. Igor Rudnikow war durch einen Haftrichter am Freitagabend vorläufig bis zum 1. Januar 2018 in Untersuchungshaft genommen worden. Der Staatsanwalt hatte wohl glaubhaft vorgetragen, dass der Chefredakteur der Zeitung „Neue Räder“ von einem hochgestellten russischen Beamten 50.000 USD erpresst hatte, um negative Berichterstattungen zukünftig in seiner Zeitung einzustellen.
Die Vertreterin der amerikanischen NGO Nina Ognjanowa ist der Ansicht, dass der Kaliningrader Journalist Opfer einer Provokation wurde. Sie forderte, sofort alle Anschuldigungen fallen zu lassen und Rudnikow auf freien Fuß zu setzen. Weiterhin fordert sie eine Untersuchung der Anschuldigungen, dass im Rahmen der Verhaftung des Duma-Abgeordneten und Chefredakteurs gegen ihn unverhältnismäßige Gewalt angewendet worden war, welche zu Verletzungen geführt hat.
Im Zusammenhang mit der Verhaftung von Igor Rudnikow, wurde auch der Ex-Bevollmächtigte des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet (2006-2011) Dazyschin verhaftet. Dieser hatte teilweise zugegeben, als Mittler bei der Geldübergabe fungiert zu haben.
 
05.11.2017 – Untersuchungshäftling Rudnikow wird in andere Region verlegt
Kaliningrader Medien berichten, dass der Duma-Abgeordnete und Ex-Chefredakteur der Zeitung „Neue Räder“, der durch die Rechtspflegeorgane der Erpressung im besonders großem Umfang beschuldigt wird, in ein Untersuchungsgefängnis einer anderen Region verlegt wird. Vermutet wird, dass es sich um ein Untersuchungsgefängnis des russischen Sicherheitsdienstes FSB in Moskau handeln könnte. Durch den Haftrichter wurde am gestrigen Tag eine vorläufige Untersuchungshaft bis 01. Januar 2018 verhängt.
 
 
05.11.2017 – „Sowjetsk“ erhält neues medizinisches Zentrum
Alexander Pjatikop, Abgeordneter der russischen Staatsduma für das Kaliningrader Gebiet, informierte, dass im Jahre 2019 mit dem Bau eines neuen medizinischen Zentrums für die Stadt Sowjetsk begonnen wird. Es wird sich um ein sehr großes multifunktionales medizinisches Zentrum handeln. Pjatikop betonte dabei, dass an erster Stelle natürlich der umfangreiche Bau eines onkologischen Zentrums in der Gebietshauptstadt stehe. Zur Situation in Sowjetsk kommentierte der Duma-Abgeordnete, dass die Stadt über insgesamt 16 medizinische Einrichtungen verfüge, die sich alle ausnahmslos in Gebäuden aus der Vorkriegszeit befinden. Das ist eine äußerst unbequeme Situation, wenn eine ältere Dame Analysen in einem Gebäude abgibt und dann zur Untersuchung quer durch die Stadt in ein anderes Gebäude muss.
 
05.11.2017 – Standardmeldung Nummer 999 über deutsche Dummheit, Dreistigkeit oder Überheblichkeit
Wieder melden polnische Behörden, dass sie einen deutschen Staatsbürger im Grenzgebiet zu Russland am 31. Oktober festgesetzt haben. Man habe im Grenzstreifen im Bereich Goldap Fußspuren bemerkt und die Suche aufgenommen. Gefunden wurde ein 36jähriger Deutscher, der den polnischen Grenzern erklärte, dass er nicht mit Vorsatz gehandelt habe. Er wollte einfach nur Russland besuchen und wusste nicht, dass es hier eine Grenze gibt und dass man diese Grenze nur an den dafür vorgesehenen Grenzübergängen überschreiten darf. Die polnischen Grenzer informierten den deutschen Staatsbürger, dass er polnische Gesetze verletzt habe. Über weitere Folgen wird in der Meldung nichts berichtet.
 
05.11.2017 – Kaliningrader Kunstgalerie wird umbenannt
Der Regionalminister für Kultur und Tourismus Andrej Ermak hat informiert, dass die Kaliningrader Kunstgalerie, die sich gegenwärtig noch auf dem Moskauer Prospekt befindet, umbenannt werden soll. Neue Bezeichnung wird sein „Kaliningrader Gebietsmuseum der schönen Künste“. Am 24. November jährt sich der 30. Geburtstag der Galerie und dieser wird schon mit der neuen Bezeichnung gefeiert – so der Minister. Wichtig war, dass die Einrichtung ihren Geburtstag schon als Museum und nicht mehr als Galerie feiert. Die Umbenennung ist vermutlich ein erster Schritt in die Zukunft der Einrichtung, die im Verlaufe der nächsten drei Jahre in das Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse umziehen soll. Diese soll dann, gemeinsam mit dem Meeresmuseum und dem Kant-Dom einen musealen Komplex im Stadtzentrum Kaliningrads bilden. Hierfür werden in den kommenden Monaten umfangreiche Bau- und Restaurierungsarbeiten vorgenommen.

 

04.11.2017 – Feiertag in Russland
Am 4. November feiert Russland den „Tag der Volkseinheit“. Da der Tag in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, ist entsprechend der russischen Gesetzgebung der Montag (6. November) arbeitsfrei. Die Einzelhandelseinrichtungen haben alle geöffnet. Freuen tun sich über den zusätzlichen freien Tag vermutlich nur die Beamten und Verwaltungsmitarbeiter in Firmen. Viele Russen arbeiten allerdings an diesem Tag genauso wie üblich an einem normalen Arbeitstag.
 
04.11.2017 – Mit Spannung erwarteter Haftprüfungstermin gegen zwei populäre Personen
Seit drei Tagen brodeln die Kaliningrader Massenmedien zum Thema der Verhaftung des Duma-Abgeordneten und Chefredakteurs der Zeitung „Neue Räder“ Igor Rudnikow und des Ex-Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für das Gebiet Kaliningrad Alexander Dazyschin. Zu den Gründen der Verhaftung gab es nur Vermutungen, Gerüchte und inoffizielle Informationen. Am Freitag fand der Haftprüfungstermin statt. Während des Termins wurde bekannt, dass Igor Rudnikow der Erpressung von 50.000 USD beschuldigt wird, die dieser erhalten wollte als Gegenleistung für die Einstellung von negativen und diskreditierenden Veröffentlichungen zu einer bekannten föderalen Persönlichkeit im Kaliningrader Gebiet. Alexander Dazyschin wird der Mittlertätigkeit beschuldigt. Seine Aufgabe bestand darin, die geforderte Geldsumme zu überbringen.
Der Geschädigte (Erpresste) ist Generalleutnant Viktor Ledenjowa, der Leiter der regionalen Verwaltung der Untersuchungskommission der Russischen Föderation.
Während des Haftprüfungstermin bestritt Igor Rudnikow die Vorwürfe. Er vertritt die Ansicht, dass er in den Augen der Öffentlichkeit diskreditiert werden soll. Die Staatsanwaltschaft informierte, dass Alexander Dazyschin seine Beteiligung zugegeben habe.
In den frühen Freitag-Abendstunden legte das Gericht Hausarrest für Alexander Dazyschin fest und entsprach damit dem Antrag des Staatsanwaltes. Der Hausarrest ist verbunden mit einem Verbot der Nutzung des Telefons und Internets. Er wird den Hausarrest in seinem Haus in Svetlogorsk verbringen.
Am späten Freitagabend verhängte das Gericht gegen Igor Rudnikow Untersuchungshaft. Anträge des Rechtsanwalts zu Hafterleichterungen bzw. zu Hausarrest, ließ das Gericht unberücksichtigt.
Igor Rudnikow erklärte noch im Gerichtssaal seinen zeitweiligen Rücktritt als Chefredakteur der Zeitung „Neue Räder“. Er begründete dies damit, dass er der Anklagebehörde keine Gründe liefern möchte, zu vermuten, dass er seine Stellung ausnutzt, um über die Massenmedien subjektiv über die Angelegenheit zu informieren.
 
04.11.2017 – Keine Einzelheiten über geplante Offshore-Zone in Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass man weiterhin mit dem föderalen Wirtschaftsministerium an einem Modell für eine Offshore-Zone auf der sogenannten „Insel“ im Kaliningrader Gebiet arbeite – dem Ort, wo gegenwärtig das Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 errichtet wird und wo nach Abschluss des Ereignisses weitere Großinvestitionen auf einer Fläche von 150 Hektar vorgenommen werden sollen, die in erster Linie der Entwicklung der Stadt und des Gebietes dienen sollen. Der Gouverneur formulierte den Begriff „Internationales Finanzzentrum“ und wollte keine weiteren Einzelheiten nennen, da vereinbart wurde, die Arbeiten diskret durchzuführen. Einzelheiten werden erst dann veröffentlicht, wenn das Projekt erarbeitet ist und der politische Wille für dessen Umsetzung vorhanden ist.
 

Foto: Lageplan der „Insel“ in unmittelbarer Nähe zum gegenwärtigen Kaliningrader Stadtzentrum
 
04.11.2017 – Erste Bewerbungen bei der Kaliningrader Personalkommission eingetroffen
Der 3. November war das Startdatum für die Einreichung von Bewerbungen für das Amt des City-Managers für die Stadt Kaliningrad. Entsprechend der gültigen Beschlüsse des Stadtrates, wird es ab 29. November keinen Bürgermeister für die Stadt mehr geben, sondern es wird ein City-Manager ernannt, der die Funktion für den Zeitraum ausübt, wie der Stadtrat gewählt wurde – also in diesem konkreten Fall bis zum Jahre 2021. Am Freitag wurden die Namen der ersten beiden Bewerber bekannt. Hierzu zählt Alexander Jaroschuk, der jetzige Bürgermeister der Stadt Kaliningrad und Jewgeni Andrejew, ein Beamter, der in verschiedenen kommunalen Einrichtungen in den Kreisen des Gebietes Kaliningrad bisher seinen Dienst versehen hat.
 
Grafik: Optimistische Übersicht über reale und mögliche Bewerber um das Amt des City-Managers
 
04.11.2017 – Gouverneur verweigert Veröffentlichung seiner Handy-Nummer
Der Kaliningrader Gouverneur hat sich geweigert, Investoren seine Handy-Nummer bekanntzugeben. Er befürchtet, danach verrückt zu werden. Dies erklärte er am Freitag in Moskau, im Rahmen einer Präsentation des Kaliningrader Gebietes in der amerikanischen Industrie- und Handelskammer. Er meinte, dass er lange nicht in den sozialen Netzwerken registriert war. Nun habe er seit einigen Monaten ein Konto bei „Instagram“. Jetzt wisse er ganz genau, in welchem Haus im Kaliningrader Gebiet das Dach undicht ist und wer welche sonstigen Probleme im Leben hat. Natürlich würde er gerne mit Investoren direkt arbeiten, um zu erfahren, welche Probleme sie zu bewältigen haben, aber wenn er sich dazu entschließt, seine Handy-Nummer zu übergeben, könnte es sein, dass er verrückt wird. Er verwies auf Spezialisten in Kaliningrad, die genau diese Aufgabe haben und deren Handy-Nummer der Investor auch erfahren wird, wenn dies notwendig ist. Diese Spezialisten haben einzig und allein die Aufgabe am Telefon sich die Probleme anzuhören. Dafür erhalten sie sehr gutes Geld, was sie dann allerdings teilweise wieder bei Psychologen ausgeben.
 
04.11.2017 – Ausschreibung für neuen Hafen in Pionersk gestartet
„RosMorPort“ wird sieben Milliarden Rubel für den Bau des neuen Terminals im Ostseestädtchen Pionersk im Verlaufe von drei Jahren investieren. Im Rahmen der jetzigen Ausschreibung soll der Idealbewerber für die Erarbeitung der Arbeitsdokumentation und den Bau des Terminals selber gefunden werden. Das Projekt für den neuen Hafen wurde bereits durch eine andere Firma erarbeitet. Die Kostendeckung für die jetzigen Arbeiten erfolgt aus dem föderalen Haushalt. Die Fertigstellung des Hafens ist zum 31.10.2019 geplant.

 

03.11.2017 – Zwei spektakuläre Verhaftungen in Kaliningrad
Am Mittwoch wurde, wie bereits gemeldet, der Abgeordnete der Kaliningrader Duma und Chefredakteur der Zeitung „Neue Räder“ Igor Rudnikow verhaftet. Wie im Verlaufe des Donnerstags bekannt wurde, erfolgten alle Handlungen in diesem Zusammenhang (Hausdurchsuchungen, Verhöre, Verhaftung) durch das russische Untersuchungskomitee unter der persönlichen Leitung des Leiters Bastrykin. Dies bestätigt indirekt die Gerüchte, die über den Grund der Verhaftung im Umlauf sind. Der Chefredakteur soll von einer hochgestellten Persönlichkeit eine erhebliche Geldsumme gefordert haben, damit er zukünftig keine Beiträge mehr über ihn in seiner Zeitung veröffentlicht, die diesen diskriminieren. In einigen Meldungen wird daran erinnert, dass in den letzten Monaten durch die Zeitung „Neue Räder“ verstärkt Informationen über den Leiter der regionalen Verwaltung der russischen Untersuchungskommission veröffentlicht worden sind. Im Verlaufe des Donnerstags wurde dann der der Ex-Bevollmächtige des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet (2006-2012) Alexander Dazyschin verhaftet. Er soll als Vermittler bei der Übergabe der geforderten Geldsumme eine Rolle gespielt haben.
Am Nachmittag bestätigte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow offiziell die Verhaftungen der beiden Personen und den Fakt, dass ein Strafverfahren eingeleitet worden ist. Er habe Einblick in die Ermittlungsakten erhalten und daraus ersehen, dass die Angelegenheit schon seit Monaten durch die Untersuchungskommission verfolgt wird. Er zeigte sich überzeugt, dass sich die Organe bei der Verhaftung der beiden Personen auf der Grundlage der Gesetze bewegt haben und beantwortete damit indirekt Vorwürfe in den Medien, dass Gewalt gegen Igor Rudnikow angewendet worden war.
 
 
03.11.2017 – Fischereihafen in Kaliningrad soll Wiedergeburt erleben
Die „NazRybResurs“ will sich mit der Aktivierung des Kaliningrader Fischerhafens beschäftigen. Durch den russischen Präsidenten wurde der vernachlässigte Hafen in den Bestand der „Nationalen Fischressourcen“ aufgenommen. Nach der jetzigen Planung soll der Kaliningrader Fischereihafen zum führenden Hafen in einem zu schaffenden russischen Hafencluster werden. In den Bestand dieses Clusters wird auch der neue Hafen in Pionersk aufgenommen werden. Unter Beachtung der enormen geostrategischen Bedeutung des Kaliningrader Gebietes, muss der Hafencluster zu einem wichtigen Transportlogistischen Knotenpunkt für den Nordwesten des Landes werden und zu einer wichtigen Transportbrücke auf der Strecke Wladiwostok-Moskau-Kaliningrad-Europa. Unter Berücksichtigung des Vorteils, dass die beiden genannten Häfen auch im Winter eisfrei sind, sollen die Seewege von Murmansk bis nach Kaliningrad weitergeführt werden. Weiterhin sollen im Rahmen dieses neuen Clusters neue Transportwege entwickelt werden, die es gestatten, die Territorien der baltischen Staaten zukünftig nicht mehr zu tangieren. Der neue Hafencluster wird sich spezialisieren auf Groß-Fischfangschiffe und Transportschiffe, wird Dienstleistungen beim Bugsieren leisten, Serviceleistungen für Schiffe auf der „Durchreise“ erweisen, Tiefkühlcontainer entgegennehmen und lagern, Warenlagerungen anbieten. Im Rahmen des Clusters wird es auch einen Handels- und Ausstellungskomplex geben.
Zur Umsetzung der Forderungen des Umweltschutzes wird der Hafen einen Gasanschluss für die Produktionsstätten erhalten. Alle Heizungsanlagen auf Heizölbasis werden geschlossen. Weiterhin erhält der Hafenkomplex eine Aufbereitungsanlage. Der Fischereihafen umfasst gegenwärtig 71 Hektar. Jährlich ist der Hafen in der Lage bis zu 2.000 Schiffe abzufertigen, die eine Transportkapazität bis zu 14.000 Tonnen haben. Weiterhin ist der Hafen in der Lage bis zu 60.000 Eisenbahnwaggons abzufertigen.
 
03.11.2017 – Verhaftung am Kaliningrader Airport
Am Kaliningrader Airport in Chrabrowo ist das Mitglied einer Verbrecherbande verhaftet worden, der durch internationalen Haftbefehl gesucht wurde. Er war beteiligt an Banküberfällen in der Europäischen Union. Wie in der Pressemitteilung erwähnt wird, handelt es sich um einen 55jährigen Mann aus dem nahen Ausland (also unmittelbare Nachbarstaaten oder Länder der ehemaligen Sowjetunion). Gestellt wurde der Mann bei dem Versuch von Kaliningrad in die weißrussische Hauptstadt Minsk zu fliegen. Er verfügte über eine russische Aufenthaltsgenehmigung. Der Verhaftete lebte in Russland unter einem falschen Namen und unter strengster Konspiration.
 
03.11.2017 – Kommission zur Personalfrage „City-Manager“ geändert
In Kaliningrad wurde der Bestand der Personalkommission geändert, die am 29. November entscheiden muss, welcher Kandidat das Amt des City-Managers für die Stadt Kaliningrad bis zum Jahre 2021 übertragen wird. In den Bestand der Personalkommission wurde nun auch ein Vertreter der Opposition aufgenommen. Es handelt sich um Sergej Schainog von der Partei „Patrioten Russlands“. Da die Kommission nur über sechs Personen verfügen darf, wurde das bisherige Mitglied des Stadtrats Oleg Bykow aus der Kommission entlassen.
Ab Freitag wird diese Personalkommission die Bewerbungen von Kandidaten annehmen. Durch den Vorsitzenden des Stadtrats wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass es einige Personen gibt, die sich bewerben. Allerdings ist bis jetzt nur ein einziger Name bekannt: der des jetzigen Bürgermeisters. Bis 24. November nimmt die Kommission Bewerbungen entgegen und am 29. erfolgt die Auswahl.
 
 
03.11.2017 – airBaltic kehrt nach Kaliningrad zurück
Die lettische Fluggesellschaft „airBaltic“ wird ab April 2018 wieder nach Kaliningrad zurückkehren und regelmäßige Flüge in die lettische Hauptstadt Riga anbieten. Darüber informiert der Pressedienst des Kaliningrader Airports Chrabrowo. Der erste Flug wird am 16. April stattfinden. Geflogen wird an sechs Tagen in der Woche. Die Flugzeit beträgt 55 Minuten. Das Ticket in eine Richtung wird 29 Euro kosten. Von Riga aus gibt es weitere Anschlüsse zu 60 Zielen weltweit.

 


 
02.11.2017 – Regierungsbildung nähert sich dem Ende
Am Dienstag ist die Leiterin der Agentur für internationale und regionale Beziehungen Alla Iwanowa in ihrem Amt als Ministerin bestätigt worden. Sie ist die vorletzte Persönlichkeit in der zweiten Führungsebene, die noch auf ihre Bestätigung im Amt gewartet hat. Alle Iwanowa arbeitet in der Regierung seit 2008. Seit November 2010 ist sie im Rang einer Ministerin zuständig für die Leitung der Agentur für auswärtige und regionale Angelegenheiten.
 
 
02.11.2017 – Zweite Führungsebene in Gebietsregierung anscheinend komplett
Am Mittwoch wurde die Sozialministerin Angelika Maister in ihrem Amt durch den Kaliningrader Gouverneur bestätigt. Damit sind alle Funktionen in der zweiten Führungsebene entweder neu besetzt oder die ehemaligen Funktionsträger wurden in ihren Ämtern bestätigt. Angelika Maister arbeitet seit 2010 in der Gebietsregierung. Zuerst erfüllte sie die Funktion einer Kinderbeauftragten. Im Frühjahr 2013 wurde sie zur Ministerin für Sozialpolitik in der Regierung Zukanow ernannt.
 
 
02.11.2017 – Wieder massenhafte Bombendrohungen in Kaliningrad
Wieder wurden am Mittwoch massenhaft anonyme Bombendrohungen in Kaliningrad per Telefon verbreitet. Betroffen davon waren:
  • Alle Gebäude der Kant-Universität,
  • Die Stadtverwaltung der Stadt Kaliningrad wurde zweimal evakuiert,
  • Das Gebäude des Bildungsministeriums der Gebietsregierung,
  • Das Gebäude „KaliningradGraschdanProjekt“ in dem viele staatliche Einrichtungen untergebracht sind,
  • Das Gebäude des Gebietsgerichts,
  • Die Gebäude des Leningrader und Zentralen Stadtbezirksgerichts,
  • Das Gebäude des Kaliningrader Schiedsgerichts,
  • Das Gebäude der Gebietsduma,
  • Das Gebäude der Innenverwaltung Sowjetski Prospekt 13,
  • Das Gebäude der Technischen Universität,
  • Das Gebäude der Baltischen staatlichen Akademie,
  • Die Stadtverwaltung der Stadt Jantarny,
  • Die Schulen Nr. 8, 29 und 33.
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow rief die Bevölkerung auf, mit Verständnis auf die Evakuierungen zu reagieren. Es gibt ein allseits bekanntes mathematisches Modell, so der Gouverneur, wonach berechnet wird, wann die Bevölkerung auf bestimmte sich wiederholende Ereignisse mit Gleichgültigkeit zu reagieren beginnt. Und genau darauf sind die jetzigen massenhaften anonymen Bombendrohungen in ganz Russland ausgerichtet. Man bereitet die Bevölkerung jetzt auf diese Gleichgültigkeit vor, um dann, wenn sie real eintritt, etwas ganz Schreckliches zu organisieren. Wichtig ist also, immer und ständig auf derartigen Terror zu reagieren und mit Verständnis die eingeleiteten Maßnahmen zu unterstützen. Der Gouverneur informierte, dass ihm bekannt ist, woher diese Terroranrufe kommen und verwies darauf, dass bereits früher föderale Quellen darüber öffentlich informiert hatten. Nicht nur Russland ist von diesen massenhaften Terroranrufen betroffen, sondern auch eine Reihe anderer Länder. Die am Mittwoch ausgelöste Evakuierungswelle ist bereits die dritte innerhalb von nur einer Woche.
 
02.11.2017 – Deutscher schenkt Meeresmuseum Sammlung von Kriegsschiffen
Der deutsche Sammler Jürgen Brühmann hat dem Kaliningrader Meeresmuseum einen Teil seiner Sammlung von Kriegsschiffen geschenkt. Seine Sammlung umfasst rund 1.700 Modelle. Von 53 Modellen trennte sich der 62jährige Deutsche. Bei den Modellen handelt es sich um Schiffe aus dem Zeitraum 1945-1990, die sich in der Bewaffnung der Sowjetunion, der DDR und Polens befanden. Er betonte bei der Übergabe der Sammlung, die in der russischen Botschaft in Berlin stattfand, dass der in einer Familie aufgewachsen ist, die der Freundschaft zur UdSSR große Bedeutung beigemessen hat. Er möchte einen Teil seiner Sammlung nun als Zeichen der Freundschaft und gutnachbarlichen Verhältnisse übergeben. Die Museumsleiterin des Kaliningrader Meeresmuseums informierte, dass man für die Sammlung einen besonderen Platz im Museum finden werde. Die Ausstellung wird unter dem Titel „Ostseeflotte auf Wacht für den Frieden“ gezeigt werden.
 
02.11.2017 – Meinungsumfrage auf unserem Portal
Wir haben wieder eine Umfrage geschaltet und wollen Ihre Meinung wissen. Schon in den letzten Tagen des abgelaufenen Monats Oktober hatten wir begonnen, über die im März 2018 bevorstehenden Präsidentenwahlen in Russland zu berichten. Eine markante Person hatte öffentlich erklärt Präsident, oder in diesem Fall korrekter: Präsidentin, werden zu wollen. Xenia Sobschak, TV-Moderatorin und Tochter des Mannes, mit dem Putin in St. Petersburger Zeiten eng zusammengearbeitet hat. Es scheint, als ob Xenia Sobschak wenig Gemeinsames mit Putin hat. Und wir wollen wissen, wie Sie die Frau und ihre Pläne einschätzen. Gleich links neben diesem Artikel finden Sie unsere Umfrage. Sie brauchen sich nicht zu registrieren, sondern nur eine von unseren Antwortvarianten anklicken, die Ihrer Meinung entspricht, oder doch zumindest stark ähnelt.
 
 
02.11.2017 – Regierung nennt das korruptionsanfälligste Ministerium
Das korruptionsgefährdetste Ministerium in der Kaliningrader Gebietsregierung ist das Superministerium für regionale Kontrolle – dies erklärte die Leiterin des Ministeriums Jelena Seraja. Für sie ist es nach dieser Erkenntnis jetzt wichtig, die Arbeit der Behörde so zu gestalten, dass es zu keinen Verlockungen kommt. Dies bedeutet, dass eines der Hauptaugenmerke darauf gerichtet wird, moderne IT-Techniklösungen umzusetzen, damit möglichst wenig Inspektoren vor Ort Kontakt haben mit den zu kontrollierenden Personen und Objekten.
 
02.11.2017 – Zöllner haben deutschen Minibus beschlagnahmt
Kaliningrader Zöllner haben einen deutschen Minibus konfisziert, der von einem Bürger aus der Republik Moldowa genutzt wurde. Der Zoll hatte von der Kaliningrader Polizei die Information erhalten, dass sich dieses Fahrzeug nur zeitweilig im Kaliningrader Gebiet aufhalte und dieser Zeitraum überschritten sei. Gegen den Besitzer des Fahrzeuges wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er wird ungesetzlicher Handlungen im Zusammenhang mit zeitweilig eingeführten Transportmitteln beschuldigt. Das Fahrzeug wurde eingezogen. Seit Anfang des Jahres gab es 14 ähnlich gelagerte Fälle, wo zeitweise eingeführte Fahrzeuge nicht zeitgerecht das Gebiet wieder verlassen hatten.
 

 
02.11.2017 – Stellvertreter Minister des Amtsmissbrauchs beschuldigt
Der ehemalige stellvertretende Umweltminister des Kaliningrader Gebietes wird des Amtsmissbrauchs beschuldigt. Gemeinsam mit ihm, wurden gegen einen direkt unterstellten Mitarbeiter Ermittlungen eingeleitet. Die Ermittlungen wurden auf der Grundlage von Hinweisen des russischen Sicherheitsdienstes eröffnet. Beide Personen sind verdächtig, in den Monaten Februar/März 2017 Kenntnis von ungesetzlichen Abholzungen im besonders geschützten Bereich des Kreises Nesterow (Rominter Heide) gehabt zu haben. Beiden war bekannt, dass die Polizei hierzu Ermittlungen eingeleitet hatte. Um für sich persönliche Nachteile zu vermeiden, gab der stellvertretende Minister seinem Nachgeordneten die Weisung, dienstliche Unterlagen zu manipulieren. Der Unterstellte führte die Weisung aus, wohl wissend, dass Unterlagen manipuliert werden. Die manipulierten Unterlagen wurden bei der Polizei eingereicht, die daraufhin die Ermittlungen einstellte. Durch die Arbeit der russischen Sicherheitsorgane wurden nun die Handlungen der beiden Beamten aufgedeckt. Es fanden Haussuchungen statt. Durch die Pressestelle der Gebietsregierung wurde informiert, dass beide Beamte bereits entlassen worden sind.
 
02.11.2017 – Sicherheitskräfte besetzen Redaktion „Neue Räder“
Je nach gesellschaftlicher Positionierung, berichten alle bekannten Kaliningrader Medien mit entsprechenden Formulierungen über Vorgänge, die in der Redaktion der Zeitung „Neue Räder“ vor sich gehen. Zwischen 10-15 Mitarbeiter verschiedener staatlicher Organe (vermutet werden FSB, OMON, RosGarde) haben sich Zugang zu den Redaktionsräumen verschafft und die Inhaberin festgesetzt. Mitarbeiter durften sich nicht von ihren Plätzen bewegen und nicht untereinander sprechen oder irgendwohin anrufen. Der Chefredakteur und Duma-Abgeordnete Igor Rudnikow wurde während einer Zwangspause in der Kaliningrader Gebietsduma (Evakuierung wegen Bombendrohung) auf der Straße festgesetzt und in die Redaktionsräume gebracht. Er soll in Handschellen abgeführt worden sein. Die Zeitung ist bekannt als Massenmedium, welches regionale Skandale, Korruption und andere negative gesellschaftliche Vorgänge an die Öffentlichkeit bringt. Im vergangenen Jahr ist auf den Chefredakteur Igor Rudnikow am helllichten Tag im Stadtzentrum ein Mordanschlag verübt worden. Morgen soll während einer weiteren Gerichtssitzung die letzten Worte vor der Urteilsverkündung gegen die Angeklagten gesprochen werden.
Auch der Gouverneur Anton Alichanow äußerte sich zu den Vorgängen. Er habe aus den Medien davon erfahren und werde sich bemühen, die zuständigen Organe zu Gesprächen in die Regierung zu bitten, um Einzelheiten zu erfahren.
 
Screenshot (Facebook): Begründer und Chefredakteur „Neue Räder“, Igor Rudnikow

 

01.11.2017 – Alexander Jaroschuk will sich bewerben
Die Partei hat sich entschlossen, sich weiterhin auf Alexander Jaroschuk zu verlassen. Das erklärte Andrej Kropotkin, Vorsitzender des Stadtrats und verantwortlicher Regionalleiter der Partei Einiges Russland, als er verkündete, dass man den jetzigen Bürgermeister Alexander Jaroschuk als Kandidaten für das Amt des City-Managers der Stadt Kaliningrad der Auswahlkommission vorschlagen wird. Nach dieser Verkündung erfolgten noch einige lobende kommentierende Worte zur Arbeit von Jaroschuk in der Vergangenheit und auch ein paar Worte des Mitgefühls, dass nicht jeder Mensch soviel Kraft aufbringt, um auch noch für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Jaroschuk ist ein politisches Schwergewicht in der Stadt und hat diese in den letzten Jahren erfolgreich auf die Fußball-Weltmeisterschaft vorbereitet. Nun sollte er diese Arbeit auch zu Ende führen können – so Kropotkin. Sollte Jaroschuk die Ausschreibung für die Funktion gewinnen, so wird er bis zum Jahre 2021 im Amt bleiben. Die neuen Spielregeln lauten dahingehend, dass ein Citymanager immer nur für den Zeitraum der Arbeit eines gewählten Stadtparlaments eingesetzt wird. Im Jahre 2021 stehen wieder Wahlen zum Stadtrat an.
Jaroschuk selber, der auch an der Auswahlsitzung der Partei teilnahm, kommentierte, dass er ehemaliger Militär ist. Somit nimmt er zur Kenntnis, dass er weiterhin die Aufgabe zu erfüllen hat und antwortet: „Die Partei befiehlt und ich antworte: Zu Befehl.“ Er kommentierte weiter, dass ihm durchaus bewusst ist, was in der Stadt noch zu tun ist. Nicht alles ist gut gelaufen in der Vergangenheit. Sollte er Citymanager werden, so Jaroschuk, wird er als erstes eine Reform der Stadtverwaltung durchführen und eine nicht unerhebliche Personalkürzung vornehmen.
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass die Nominierung von Jaroschuk durch die Partei Einiges Russland, in Abstimmung mit der Kaliningrader Gebietsregierung erfolgte. Jaroschuk habe die Aufgaben zu Ende zu führen, die gegenwärtig angefangen worden sind – so der Gouverneur.
Gerüchte allerdings besagen, dass es keine Abstimmung der Nominierung von Jaroschuk mit der Gebietsregierung gegeben haben soll und der Gouverneur einfach nur vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Hinter den Kulissen sollen Untersuchungen laufen, wer was veranlasst hat. Kaliningrader Medien heben hervor, dass Anton Alichanow immer noch kein Mitglied der Partei Einiges Russland ist und diese Partei wohl ein eigenständiges Leben beginnt zu führen, ohne den Gouverneur einzubeziehen. Zur Person von Alexander Jaroschuk soll es ein gewisses Misstrauen geben.
 
 
01.11.2017 – Flugzeug nach Berlin in Startposition
Wie bereits gemeldet, nimmt die russische Fluggesellschaft „Russline“ die Flüge zwischen Kaliningrad und Berlin auf. Geplant sind drei Flüge in der Woche. Eine weitere neue Flugrichtung dieser Gesellschaft geht in Richtung Prag. Die Flüge werden ab St. Petersburg starten und in Kaliningrad findet eine Zwischenlandung statt. Leider war der Beginn der neuen Flugrichtung am 30. Oktober unglücklich, denn durch die schlechten Witterungsbedingungen wurde der Flug nach Berlin abgesagt. Die Feierlichkeiten für den Erstflug fanden somit nicht in Berlin, sondern in Kaliningrad statt. Wie ein Vertreter der Fluggesellschaft betonte, hoffe er auf gute wirtschaftliche Erfolge dieser neuen Fluglinie, damit sich das Netz der Flugstrecken zu Zielen in Deutschland im kommenden Jahr noch wesentlich erweitert.
 
01.11.2017 – Noch eine Personalie in der Gebietsregierung
Der Kaliningrader Gouverneur verfügt über eine Vertreterin in der Kaliningrader Gebietsduma. Mit der Wahl des Gouverneurs macht sich auch hier eine Personalbestätigung oder Neueinsetzung erforderlich. Tatjana Scharowa hat anscheinend die Interessen des Gouverneurs in den letzten Jahren gut wahrgenommen, so dass sich Anton Alichanow entschlossen hat, sie auf ihrem Posten zu bestätigen.
 
01.11.2017 – FSB nimmt Verräter auf frischer Tat fest
Der russische Sicherheitsdienst hat einen russischen Bürger auf frischer Tat festgenommen. Vorausgehend war anscheinend bekannt geworden, dass dieser Bürger vertrauliche und geheime Informationen über Bekannte sammelt, die in militärischen Strukturen arbeiten und dort Zugang zu vertraulichen Material haben. Er hielt Kontakt mit Vertretern ausländischer Dienste, um denen diese Informationen zu übergeben. Anscheinend – so kann man es zumindest dem Videofilm entnehmen – hat der russische Sicherheitsdienst diesem Bürger eine Falle gestellt und Bedingungen geschaffen, die ihn eindeutig des Informationsdiebstahls und Geheimnisverrats überführen.
 
Foto: Gebäude des russischen Sicherheitsdienstes in Kaliningrad. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Videofilm zu gelangen
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Wochenblatt

   Kommentare ( 19 )

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 2. November 2017 01:31:23

02.11.2017 – Deutscher schenkt Meeresmuseum Sammlung von Kriegsschiffen

Eine schöne Geste von dem deutschen Sammler, "Herrn" Jürgen Brühmann, über die man sich eigentlich freuen kann.

02.11.2017 – Regierung nennt das korruptionsanfälligste Ministerium

Die Erklärung der Ministerin ist doch eigentlich eine Bankrotterklärung und ein Mißtrauensvotum für die eigenen Mitarbeiter.

02.11.2017 – Stellvertreter Minister des Amtsmissbrauchs beschuldigt

Ich meine, daß muß man auch in Zusammenhang mit der Entscheidung der derzeitigen polnischen Regierung sehen, die u.a. den polnischen Teil der Rominer Heide zur Vernichtung frei gegeben hat, der bisher unter staatlichem Umweltschutz stand. Es ist ein Trauerspiel, wenn man sieht, was da für ein Verbrechen an der Natur begangen wird.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 2. November 2017 01:39:42

01.11.2017 – Flugzeug nach Berlin in Startposition

Da ist ja nun die Frage, ob "uns Uwe" nun seine Reise verändert. Es würde ja die Grenzprozedur nach und von Polen weg fallen. Viel Zeit! Und von Berlin nach Hamburg fährt ja alle paar Stunden ein Flix - Bus für wenig Geld. Dann gibt es auch noch die gelben Studenten (?)-Busse von den Tschechen, die auch quer durch Europa fahren. Moderne Busse, guter Service, geringer Preis. Bis selbst schon mitgefahren. War vollkommen zufrieden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. November 2017 07:44:54

... nein, wird er nicht. Ich habe mich im Verlaufe von zwei Jahren mit allen Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten arrangiert. Außerdem ist die neue Fluglinie um mindestens 100 Prozent teurer als die Kosten, die bei mir jetzt anfallen.

ru-moto Veröffentlicht: 4. November 2017 16:51:15

04.11.2017 - [Gouverneur verweigert Veröffentlichung seiner Handy-Nummer.
Jetzt wisse er ganz genau, in welchem Haus im Kaliningrader Gebiet das Dach undicht ist...]

Ja, und das ist auch gut so, dass der Herr Gouverneur dies weiß. Er sollte ruhig wissen, dass bei neu renovierten Hausdächern nun seit Jahren schon, trotzdem Dächer undicht sind, den Bewohnern der obersten Stockwerke das Wasser von der Deckenlampe auf den Esstisch tropft..., geforderte Nachbesserungen in KGD anscheinend ein Problem darstellen und bisher erfolglos blieben... So lebt man eben immer noch im Gebiet...

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 4. November 2017 18:20:44

... es ist aber nicht die Aufgabe des Gouverneurs, sich um tropfende Dächer oder unqualifiziert ausgeführte Dachinstandsetzungen zu kümmern. Wir leben nicht mehr im Sozialismus, wo für jedes Problem der Genosse Honecker bemüht worde. Es gibt Wohnungsverwaltungen, die für die Häuser zuständig sind und denen haben die Bewohner der Häuser mit tropfenden Dächern Dampf unterm ... zu machen und wenn das nichts nützt, kündigt man den Vertrag mit der Hausverwaltung und verklagt die Hausverwaltung ... ich denke, so ist der richtige Weg.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 5. November 2017 21:50:04

05.11.2017 – Amerikaner kümmern sich nun auch um Provinzjournalisten
Sind die Amis nicht wahre Menschenfreunde?
Ich könnte mir vorstellen, daß diese NGO - Nina Ognjanowa irgendwie ein wenig angst haben könnte, daß der Journalist vielleicht anfängt zu plaudern, wie es denn so ist, wenn man zahlungskräftige Freunde weit über dem Ozean hat.
Es wird wohl auch den FSB interessieren, wer denn die Sponsoren dieser journalistenfreundlichen Vereinigung sind. Vielleicht weiß ja der in staatlicher Unterkunft sitzen Redakteur und wohl bald Nicht-Mehr-Abgeordnete genaueres über seinen Fürsprecherverein.
Es ist schon einige Zeit her, als ich darüber las, daß genau solche "uneigennützigen" NGOs solchen Provinzblättern "großherzig" Kredite gewähren, damit sie sich mit moderner Technik ausstatten können. Obwohl eigentlich anders abgesprochen, kamen dann die Forderungen der Berichterstattung in eine andere Richtung oder die sofortige Rückzahlung des Kredits. Wer hat das Geld noch?

boromeus Veröffentlicht: 5. November 2017 23:25:50

Was ist denn los in KGD?Nur Kathastrophenmeldungen?Vor ein paar Tagen SMS Meldungen ,dass Bürger vor Pregelhochwasser gewarnt werden.Stadt säuft ab, infolge von Hochwasser und Kanalisierungsproblemen.Katastrophenverkehr mit Unfällen, die eher das Recht des stärkeren vermuten lassen ,als Fairness und Rücksichtnahme im Stassenverkehr, in dem Fussgänger als lästiges Freiwild angesehen werden. Gefährliche Übergriffe durch Zootiere, bei denen tatenlose Zuschauer in aller Ruhe noch Fotos machen ,während Menschen um ihr Leben fürchten.Wenn ich die Stadt nicht kennen würde, wäre sie ein vorrangiges Besuchsziel.So etwas muss man erlebt haben,als Tourist.Survival pur und besser als jede Marketingreklame von Touristikspezialisten...

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 13. November 2017 03:47:40

13.11.2017 – Bau der Regionaltrasse nach Gurewsk ist eine Katastrophe

Da wird es wohl neben den personellen Veränderungen vielleicht auch Arbeit für den Staatsanwalt geben?
Denn man kann doch nicht davon ausgehen, daß an den Schalthebeln der Macht für den Straßenbau nur Idioten sitzen. Das wäre wohl zu einfach gedacht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 13. November 2017 08:57:56

...und damit auch alles richtig läuft, gibt es auch einen neuen Gebietsstaatsanwalt, der nicht sus Kaliningrad stammt und mit niemandem im Sandkasten gespielt hat.

Hauke Veröffentlicht: 13. November 2017 14:10:54

Feine Sache ist das mit dem Erholungszentrum für Kinder.
Wir, die in der DDR aufgewachsenen sind, erinnern uns noch gerne an die schönen Zeiten die wir in Ferienlagern verbringen durften.
Wenn ich nun aber lese das 40% aller Berliner Kinder, Berlin noch nie verlassen haben, dann könnt ich nur noch heulen.

Frank Werner Veröffentlicht: 19. November 2017 14:52:20

@Umstrittene Kant-Skulptur hat neuen Standort auf der Kant-Insel gefunden

Weiss nicht, was man gegen die Skulptur haben kann (gut, ist nicht aus Beton und 80m hoch, was mancher vielleicht braucht), aber aus meiner Sicht ganz nett. Hoffe nur, dass die Farbgebung gut und wetterfest ist. In Aachen die Skulptur von Karl dem Großen ist auch nicht größer. Allerdings aus Bronze.

Frank Schröter Veröffentlicht: 19. November 2017 15:28:08

Die Überschrift verwirrt mich. Die Bezeichnung "erste kirchliche Hochzeit" bezieht sich doch bestimmt auf die Kathetrale. Ich hab ja schon 2010 in Kaliningrad kirchlich geheiratet :-)

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 19. November 2017 16:42:22

richtig, es fand zum ersten Mal eine Trauung in der Christi-Erlöser-Kirche statt, gemeinsam mit der staatlichen Eheschließung - also wenn man so will "свадба одного окна". Ich habe nochmal bei Journalistenkollegen nachgefragt.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 19. November 2017 22:39:27

20.11.2017 – Polen ist überzeugt, dass Russland angreifen wird
Naja, die Polen wissen auch nicht recht, was sie so alles sagen sollen, um die Russen schlecht machen und den eigenen Posten attraktiv zu halten.
Aus anderer Quelle kam die Befürchtung, daß die "Pufferzone" Ukraine wegfallen könnte, wenn die Entvölkerung der Ukraine so weiter geht wie derzeit und das weite ukrainische Land sich zur Steppe zurück entwickelt. Dann wäre das kein Hindernis mehr für die russische Kriegsmaschinerie, dieses Land zu überwinden.
Letztendlich würde dann Polen zwischen Rußland und Deutschland aufgeteilt und BRD und RF direkte Nachbarn. Wäre zwar von der Sache her nicht der schlechteste Gedanke, aber ...
Ich frage mich manchmal, was für gefährlich kranke Hirne da noch in Freiheit sind.
In diesem Falle muß der poln. Kriegsminister noch ein paar Jahrzehnte warten. Das Steppengras wächst nicht so schnell.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 23. November 2017 03:00:10


23.11.2017 – Kant-Figur in Nacht- und Nebelaktion entfernt

Wenn man so etwas liest, dann fragt man sich unwillkürlich, hat denn Kaliningrad wirklich keine anderen Probleme? Kant gehört nun mal zu Kaliningrad wie Lenin zur Sowjetunion. Irgendwie drängt sich einem dabei die Frage auf, ob die Kaliningrader Entscheider überhaupt eine Ahnung davon haben, wer Immanuel Kant war. Anhand deren Entscheidungen scheinen doch die Kenntnisse irgendwie lückenhaft oder die Weltsicht gar eingeschränkt nationalistisch zu sein.
Da kann man die hier veröffentlichte Fotografie von Emanuel dem Kleinen und Uwe dem Großen fast als historisch wertvoll einstufen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. November 2017 08:16:57

... es geht nicht um die Person des großen deutschen Philosophen Kant, die eine zentrale Rolle in Kaliningrad spielt. Es geht um die "Figur Kant", deren künstlerischer Wert in Frage gestellt wird.

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 23. November 2017 20:21:59

Es geht um die "Figur Kant", deren künstlerischer Wert in Frage gestellt wird.

Das ist wirklich eine treffliche Grundlage für jahrelange Streitereien. Wer will sich denn da zum künstl(er)ischen Großmogul aufschwingen, der das absolute Einschätzungsvermögen sein Eigen nennt. Was natürlich von der banausischen Öffentlichkeit auch anerkannt wird.
Das wird wohl so lange gehen wie der "historisch verbürgte" Streit um des Kaisers Bart.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. November 2017 21:05:01

... warten Sie die Freischaltung der heutigen Nachrichten ab. Da gibt es eine Antwort.

Frank Werner Veröffentlicht: 25. November 2017 21:20:36

@Kaliningrad hat kein Produkt, welches das Gebiet repräsentieren könnte
Das erstaunt mich jetzt schon. Das kein Industrie-Erzeugnis und auch im Bereich Lebensmittel (Kaliningrader-Klöpse?) nichts existiert kann ich mir noch denken. Aber wieso nicht Bernstein? Wird zwar auch von anderen Ostseeanrainern gewonnen, doch nach menem Verständnis ist Kaliningrad ja Marktführer. Es wäre logisch, dass entsprechend zu vermakten und mit der Region zu verbinden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. November 2017 21:28:51

... das ist theoretisch richtig. Kaliningrad ist der größte Föderer von Bernstein (450 Tonnen in diesem Jahr) und hat auch die größten Vorräte (90-95 Prozent), aber man macht da nichts draus. Die Bernsteinjuweliere sind unzureichend organisiert, entwickelt usw. und auch der Handel mit Bernstein ist katastrophal organisiert - ähnlich wie Erdöl. Man verkauft den Rohbernstein, erhält schnelles Geld und das war´s. Um das zu korrigieren, benötigt man die vom Gouverneur genannte Zeit. Vielleicht wird Bernstein mal das Markenzeichen - logisch wäre es jedenfalls.

boromeus Veröffentlicht: 25. November 2017 23:22:14

Sag noch einer in Kaliningrad bewegt sich nichts.Rekonstruktion des Pregelufers.Das ist doch schon mal was.Vielleicht kommen noch Zeiten, dass man dort wieder flanieren ,essen und trinken,oder sogar kleine Touristendampfer fahren.Auch ein Fischmarkt täte gut ,also neue Touristenattraktionen.Auch der Wiederaufbau der jüdischen Synagoge an ihrem angestammten Platz stimmt hoffnungsfroh.Auch ihre Silhouette prägte das Pregelbild.Bleibt zu hoffen ,dass man diese Neuerungen auch für die Stadt positiv zu nutzen weiss.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 25. November 2017 23:38:32

... wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, Sie waren lange nicht in Kaliningrad, denn die gegenüberliegende Seite des Pregelufers ist schon vor zwei Jahren zu einer Flaniermeile mit Anlegestellen für Ausflugsschiffe rekonstruiert worden. Es gibt zwar einige bauliche Mängel, aber ansonsten sieht es sehr repräsentabel aus.

boromeus Veröffentlicht: 26. November 2017 00:01:24

Kein Produkt aus KGD?"aber man macht da nichts draus." Ja..das ist eben das Problem.Alles Einzelkämpfer!Jeder sieht zu, dass er erstmal sich selber die Taschen vollschaufelt.Bloss nicht über den Tellerrand schauen.Aber herumjammern ,dass es kein Produkt gibt,dass man vermarkten kann.Bernstein aus Königsberg war damals schon weltberühmt und teuer.Man hat es in den letzten 72 Jahren nicht geschafft ein Markenprodukt für die Region zu schaffen ,dass schon lange vorhanden war ,weil Profitgier Einzelner bis heute an oberster Stelle steht und stand.Und wer soll das machen?Das waere ja mit Arbeit verbunden.Wer im Frühjahr nicht sein Feld bestellt ,es übers Jahr nicht hegt und pflegt ,muss sich nicht wundern ,wenn es im Herbst nichts zu ernten gibt.Erstmal 'ne Menge Kohle her ,bevor überhaupt sich etwas bewegt,der denkt eben etwas zu kurz.....oder legt das ökonomische Prinzip auf russischer Art aus.Möglichst mit 0 Aufwand ein Maximum an Gewinn erzielen.Mag eine zeitlang funktionieren....

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 26. November 2017 21:25:01

27.11.2017 – Zu wenig Patienten – beschwert sich Kaliningrader Gouverneur

27.11.2017 – Ärztedefizit in Kaliningrad ist besorgniserregend

Und der Goubernator auf PR - Tour.

Also was sollen da noch Patienten im Krankenhaus, wenn die zu wenigen Ärzte doch keine Zeit für sie haben. Der Chef ist da! !

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 27. November 2017 02:33:14

Ich sag´s nicht gerne. aber da ist was dran. Zumal es in der Ukraine an der Grenze zu Weißrußland auch gute Lagerstätten von Bernstein gibt (wußte ich gar nicht) , die von U$-amerikanischen "Investoren" aufgekauft wurden. Von wem sonst. Wenn die erst einmal so richtig loslegen unter vollendeter Mißachtung der Umwelt und sich die richtigen Schleifer dazu gekauft haben aus den Ländern mit Bernsteinlagerstätten, dann sollten sich die Kaliningrader festhalten. Es sei denn, daß sie jetzt noch aus der Knete kommen und nicht nur Rohstofflieferant sondern auch fachmännischer Verwerter dieses Grundstoffs sind.

boromeus Veröffentlicht: 27. November 2017 22:02:28

"Selenogradsk hübscht sich auf".Ist schon schnuckelig geworden die neue Fussgängerzone ,die zum Bummeln und Staunen einlädt.Wenn jetzt noch die "Moskauer Spekulationsruinen"historische Kleinode der Stadt,und die angesenkten bzw. die vor sich hingammelnden Hotelruinen an der Flaniermeile am Meer,einer Revision unterzogen und fertiggebaut werden,waere das ein aktiver Beitrag ,um weitere Gäste in das frühere Seebad zu locken...Bitte weiter so!Was ich mir noch wünschen würde ,waere anstatt Containerimbisbuden, einladende Strandcafes, in denen man die Seele beim Sonnenuntergang am Meer,baumeln lassen kann.

boromeus Veröffentlicht: 27. November 2017 22:25:12

"Straßenbahn soll nun doch bleiben".Mit einer Strassenbahnlinie alleine löst sich das Verkehrschaos in einer Stadt, die mit 450.000 Einwohner ein Zehntel der Einwohner Berlin sein eigen nennt,aber ein höheres Verkehrsaufkommen hat,nicht.Hier muss ein umfassendes Verkehrskonzept her,dass den Hauptverkehr aus dem Stadtcenter, um die Stadt führt,damit man dort Flair geniessen kann..Hinzu kommen erhebliche gesundheitsschädliche Emmisionen, die heute durch alte Verbrennungsmotoren in die Luft geblasen werden und Strassen ,die weit über ihre Belastungsgrenze genutzt wurden.Es hatte schon Sinn ,dass es über 13 Strassenbahnlinien gab,um die Massen in und aus der Stadt zu bewegen.Effektive Breitspurbahnen sind heute locker mit 50 km/h unterwegs und erheblich umweltschonender, als die zum Teil alten Pneu-Stinker, die ihre Zeit auch lange gehabt haben.Intakte Verkehrsinfrastruktur ist die Zunkunft.Wichtger als sportliche Grossprojekte, die möglicherweise nach einem Sommer vergessen sind....

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