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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Oktober 2017

Mi, 18 Okt 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Oktober 2017

18.10.2017 – Kaliningrader Unternehmen sollen eigene Kindergärten einrichten
Das regionale Bildungsministerium hat vorgeschlagen, dass Kaliningrader Unternehmen in der Regio neigene Kindergärten einrichten. Die zuständigen Behörden untersuchen gegenwärtig den Bedarf und die Möglichkeiten für die Einrichtung von Kurzzeit-Kindergärten in kulturellen Einrichtungen und in Unternehmen. In erster Linie werden die Unternehmen angesprochen, die durch den Staat Subventionen für die Entwicklung von Produktionen und die Erhöhung des Umsatzes erhalten. Für ein vernünftiges Arbeitsklima, so das Bildungsministerium, ist eine entwickelte soziale Infrastruktur sehr vorteilhaft. Mit der Einrichtung derartiger Kindergärten unterstützen die Unternehmen aber auch die demographische Politik des Staates.
Weiterhin informieren die Regionalmedien, dass die Anzahl der Kinder, die einen Kindergarten besuchen, in den letzten sechs Jahren um 30 Prozent gewachsen ist. In realen Zahlen sind dies zusätzlich 15.000 Kinder, die, im Vergleich zum Jahre 2011, Kaliningrader Kindergarteneinrichtungen besuchen. Insgesamt besuchen im gesamten Kaliningrader Gebiet 50.000 Kinder eine Vorschuleinrichtung. Wartezeiten auf einen Kindergartenplatz gibt es seit 2016 nicht mehr im gesamten Gebiet.
 
18.10.2017 – Strukturveränderungen in der Kaliningrader Gebietsregierung
Wieder einmal wurde die Agentur für Fischereiwirtschaft der Kaliningrader Gebietsregierung liquidiert und die Aufgaben in das Landwirtschaftsministerium umgelagert. Der bisherige Leiter der Agentur, Andrej Michaljewitsch wurde zum stellvertretenden Minister für Landwirtschaft ernannt. Darüber informierte der Pressedienst der Gebietsregierung. Im Zusammenhang mit dieser Agentur wechseln ständig die Ansichten in der Gebietsregierung. Bis zum Jahre 2012 existierte die Agentur selbständig und wurde dann in den Bestand des Landwirtschaftsministeriums integriert. Im Jahre 2015 wurde die Agentur wieder ausgelagert und funktionierte selbständig. Nun wurde sie wieder dem Landwirtschaftsministerium eingegliedert.
Wie in der Pressemitteilung weiterhin betont wurde, wird auch weiterhin an der Optimierung der Struktur der Gebietsregierung gearbeitet. Es ist also davon auszugehen, dass es bis zum Jahresende noch weitere Veränderungen geben wird.
 
18.10.2017 – Kaliningrad erhält völlig neue „Liegende Polizisten“
In Russland gibt es für eine Reihe von Dingen recht originelle Bezeichnungen. So werden die, quer zur Fahrbahn eingerichteten Entschleuniger oder Verkehrsberuhiger, in Russland als „Liegende Polizisten“ bezeichnet. In Kaliningrad wurden diese in den vergangenen Jahren in großer Anzahl auf den Straßen an Unfallschwerpunkten, Fußgängerüberwegen, im Bereich von Schulen und Kindergärten, eingerichtet. Ein spürbarer Rückgang von Verkehrsunfällen an diesen Stellen war zu verzeichnen. Es gab aber auch negative Nebenerscheinungen, denn einerseits war die Qualität dieser Ausbremser niedrig und andererseits riefen diese Vibrationen hervor, die auf die Bausubstanz negative Auswirkungen hatten. Nun wird man, beginnend ab dem Jahre 2018, im Rahmen des Programms „Sichere und qualitativ gute Straßen“ eine neue Art „Liegender Polizisten“ bauen. Wie mitgeteilt wurde, haben diese Entschleuniger eine Trapezform. Das Fahrzeug fährt in dieses Trapez und wird gezwungen, um dieses Trapez wieder verlassen zu können, die Geschwindigkeit zu verringern. Der Vorteil ist, dass auch LKW jetzt gezwungen sind, die Geschwindigkeit zu verringern, während sie bei den bisherigen „Liegenden Polizisten“ diese einfach ignoriert hatten, was zu den genannten unerwünschten Vibrationen führte. Weiterhin werden alle Haltestellen für den Nahverkehr mit Parktaschen versehen und erhalten eine Beleuchtung. Für diese Maßnahmen stehen 625 Mio. Rubel aus dem föderalen Haushalt zur Verfügung. Das Programm selber beginnt 2018 und wird im Jahre 2025 abgeschlossen werden.
 
18.10.2017 – Gouverneur äußert sich zur Zukunft von BMW in Kaliningrad
Der Gouverneur äußerte die Meinung, dass man im März 2018 einen Vertrag mit der deutschen Firma BMW über den Bau eines neuen Werkes unterzeichnen könnte. Bei dem geplanten Vertrag handelt es sich um einen Sonderinvestitionsvertrag. Gegenwärtig arbeiten die Juristen beider Seiten an der Ausarbeitung dieses Vertrages. In Kürze soll, so der Gouverneur, ein Kooperationsvereinbarung unterzeichnet werden und danach folgt dann die Unterzeichnung des Sonderinvestitionsvertrages. Man gehe davon aus, dass die Unterzeichnung des Vertrages Ende Februar, Anfang März stattfinden kann. Baubeginn soll 2018 sein. Parallel laufen Gespräche zwischen BMW und Avtotor. Hier soll bereits prinzipielle Einigkeit erzielt worden sein. Der Sonderinvestitionsvertrag wird von vier beteiligten Seiten unterzeichnet: dem Konzern BMW, der Fahrzeugholding Avtotor, der Kaliningrader Gebietsregierung und dem föderalen Ministerium für Industrie und Handel.
 
18.10.2017 – Erfolgreiche Präsentation des FIFA-Siegerpokals
Mehr als 10.000 Kaliningrader und Besucher der Stadt haben das vergangene Wochenende genutzt, um den, aus sechs Kilo purem Gold bestehenden Siegerpokal für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, auf dem Kaliningrader Platz des Sieges zu besichtigen. Kaliningrad war die neunte Stadt in Russland, die den Pokal der Öffentlichkeit präsentierte. Die Pokal-Tour begann am 9. September in Moskau. Im Verlaufe von 123 Tagen legt der Pokal mehr als 27.000 Kilometer innerhalb Russlands zurück und überquert dabei 11 Zeitzonen.

 

17.10.2017 – Leiter in der Verwaltung für Wirtschaftssicherheit der Innenverwaltung verhaftet
Die regionale Verwaltung der Untersuchungskommission Russlands hat ein Strafverfahren wegen Betruges unter Nutzung der Dienststellung gegen den Leiter der 3. Abteilung der Verwaltung für Wirtschaftssicherheit in der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes eröffnet. Gemeinsam mit ihm wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter seiner Abteilung eingeleitet. Ermittlungsgegenstand ist das Verschwinden einer großen Menge von beschlagnahmten Zigaretten, die durch die Behörde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens beschlagnahmt worden war und die durch die jetzt Beschuldigten verkauft worden sein soll. Die Ermittlungen zeigen einen Erkenntnisstand, dass bereits alle drei Personen aus dem Staatsdienst entlassen sind und sich in Haft befinden. Die beschlagnahmten Zigaretten hatten einen Gesamtwert von 152 Mio. Rubel, wovon die, durch die drei Beschuldigten verkauften Zigaretten, einen Wert von 56 Mio. Rubel darstellten. 
 
17.10.2017 – Keine Frage auf Ehre und Gewissen, nur eine Wissensfrage
Wissen Sie, wieviel Einwohner das Gebiet Kaliningrad hat? Wenn Sie es wissen, sollten Sie schleunigst an unserer Wissensfrage teilnehmen, die gerade wieder frisch freigeschaltet wurde und wo wir genau die Zahl wissen wollen. Damit nicht zuviel phantasiert werden muss, haben wir schonmal drei Varianten vorgegeben. Eine davon – das können wir versprechen – ist die richtige Zahl. Sie müssen sich nicht registrieren, sondern ihren Mauszeiger nur ein wenig nach links von diesem Artikel bewegen und klicken. Jeder Klick macht uns nicht reicher, aber Sie – nämlich mit Wissen, denn nach dem Klick öffnet sich ein neuer Artikel mit Informationen, die Sie vielleicht noch nicht kennen.
 
 
17.10.2017 – Kreuz-Apotheke in Kaliningrad ist kein einfaches Drei-Etagen-Haus
Der Chefarchitekt von Kaliningrad Wjatscheslaw Genne, äußerte sich zum Stand der Rekonstruktion der Kreuz-Apotheke und meinte, dass es sich bei diesem Gebäude nicht einfach nur um ein dreistöckiges Gebäude handle, welches rekonstruiert werden soll. Alle bisher bekannten Pläne zu diesem Gebäude sind nach wie vor in Kraft. Gegenwärtig erarbeitet der Besitzer des Gebäudes die notwendige Arbeitsdokumentation. Dies wird wohl noch bis zum Frühjahr in Anspruch nehmen – so der Chefarchitekt der Stadt. Danach ist diese zur Expertise einzureichen und die Aufsichtsbehörde für den Denkmalschutz wird die Dokumentation unter die Lupe nehmen. Im März 2017 wurden vier Konzepte für eine mögliche Rekonstruktion des Gebäudes der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
 
17.10.2017 – Neue Aufgabe für das Stadion „Baltika“
Vizegouverneur Natalja Ischenko informierte, welche Arbeiten gegenwärtig auf dem Territorium des Stadions „Baltika“ im Stadtzentrum Kaliningrads stattfinden. Bis zum Herbstende wird dort ein Sportobjekt für Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen eingerichtet. In diesem und im kommenden Jahr werden in allen Ausrichterstädten der Fußball-Weltmeisterschaft mit Unterstützung des „Systems Coca-Cola in Russland“ und der Stiftung „Hilfe für Kinder“ derartige Objekte realisiert. Diese Spieleparks werden Sportzonen beinhalten, die durch alle Altersgruppen genutzt werden können, so auch für Kinder der unterschiedlichsten Altersgruppen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Ein erstes derartiges Sportobjekt wurde bereits vor einer Woche in Saransk der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
 
17.10.2017 – Altdeutsches Denkmal gefunden
Am Seeufer der Siedlung Otradnoje wurden Überreste eines altdeutschen Denkmals gefunden, welches dort bis zum Ende des Krieges stand. Das Denkmal wurde im Jahre 1927 errichtet und war dem Baurat Franz Stahl gewidmet, der die Uferbefestigungsarbeiten in Georgenwalde geleitet hatte. Die Bewohner der Siedlung zeigten mit diesem Denkmal ihre Dankbarkeit. Das Denkmal wurde am Hochufer zur Ostsee aufgestellt, dort wo es einen Abstieg zum Ufer gab. Gegenwärtig überlegen Spezialisten, wie man die schweren Einzelteile des Denkmals, die abgestürzt am Ufer liegen, wieder an den alten Standort heben kann. In den 50er Jahren setzten sowjetische Spezialisten die Arbeiten des deutschen Ingenieurs fort, verwandten aber eine andere Methode der Uferbefestigung. Sie verwendeten hierfür alle nur verfügbaren und in der Nähe befindlichen Steine. Hierzu gehörte auch das Denkmal. Die Hebung der Einzelteile des Denkmals ist sehr schwierig, da ein Block des Denkmals rund 600 Kilo wiegt und sich an schwer zugänglichen Stellen befindet, wo ein Einsatz von Technik mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Gegenwärtig überlegt man, die Einzelteile des Denkmals auf Spezialschiffe zu verladen und sie an Stellen zu transportieren, wo sie auf Spezialfahrzeuge umgeladen werden können.
 
Foto: Denkmal zu Ehren des Baurats Franz Stahl, errichtet 1927
 
17.10.2017 – BMW verspricht den Bau eines neuen Werkes in Kaliningrad
Am 16. Oktober fand in Moskau eine Präsentation der Investitionsmöglichkeiten des Kaliningrader Gebietes durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow statt. Teilnehmer an dieser Veranstaltung waren Firmen, die Mitglied im Konsultationsrat für ausländische Investitionen sind. Während dieser Veranstaltung informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, dass die deutsche Firma BMW im kommenden Jahr mit dem Bau eines neuen Werkes im Kaliningrader Gebiet beginnen wird. Anschließend trat der Generaldirektor von BMW-Russland auf und bestätigte mit seinen Worten die Information des Kaliningrader Gouverneurs.
 
Foto: Karte der Standorte von Industrieparks im Kaliningrader Gebiet. Klicken Sie auf die Karte um zum Videobeitrag zu gelangen (ab Minute 13:10 der Beitrag zum BMW-Engagement im Kaliningrader Gebiet)

 

16.10.2017 – Gouverneur hat viel zu tun – deshalb weniger Öffentlichkeit
Der Kaliningrader Gouverneur zeigt sich in den letzten Tagen, seit seiner Vereidigung zum Gouverneur, selten in der Öffentlichkeit und kommentiert auch seltener Ereignisse in der Region. Er erklärte diese gegenwärtige „Zurückhaltung“ mit einer starken Arbeitsbelastung, da man in der Gebietsregierung sich mit der Ausarbeitung des neuen Haushaltes für das kommende Jahr beschäftige. Dies erfordere sein volles Engagement. Er informierte, dass es eine ganze Reihe von neuen Ideen auf dem IT-Gebiet und dem medizinischen Gebiet gebe, wo auch ausreichend Geld vorhanden ist, um diese umzusetzen. Er werde alle mit diesen Ideen vertraut machen, wenn nach Konsultation mit Ministern und Spezialisten alles spruchreif ist. Unmittelbar nach seiner Amtseinführung reiste der Gouverneur für eine ganze Woche nach Moskau um dort mit Verantwortlichen zu sprechen.
 
 
16.10.2017 – Bemerkenswerte Öffentlichkeitsauftritte durch Rektor der Kant-Universität
In den letzten Monaten steht die Arbeit der föderalen Kant-Universität im allgemeinen und die Arbeit des Rektors der Kant-Universität Andrej Klemeschew im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Insgesamt sieht sich die Universität heftiger Kritik in ihrer fachlichen Arbeit ausgesetzt. Sie wird beschuldigt, der Germanisierung des Kaliningrader Gebietes mit ihrer Lehrtätigkeit Vorschub zu leisten. Nun nutze der Rektor der Universität die Zeit, um sich zu einzelnen Punkten zu äußern. Vor einigen Tagen (wir berichteten darüber), äußerte er sich selbstkritisch zum Geschichtslehrbuch, welches durch die Universität erarbeitet wurde und welches seit zehn Jahren ein falsches Bild über die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes lehrt.
In einer Stellungnahme in der vergangenen Woche äußerte der Rektor, dass die klassischen Universitäten in Russland alle veraltet sind und gegenwärtig eine konzeptionelle Krise durchleben. Dies betrifft sowohl die Effektivität der Universitäten, wie auch die ungünstige Zusammensetzung des Lehrkörpers vom Alter her. Das Durchschnittsalter eines Universitätslehrers liegt gegenwärtig bei 40-50 Jahren. Ihr Wissen haben diese Lehrer vor 10-20 Jahren erhalten und sie meinen, dass sie eben dieses Wissen an die Studenten vermitteln müssen. Weiterhin geht er davon aus, dass es in der jetzigen Zeit sehr schwierig ist, sich weiter zu „akademisieren“, d.h. verschiedenste wissenschaftliche Qualifizierungsstufen zu erhalten, bei gleichzeitiger Lehrtätigkeit. Dazu kommt, dass das Leben „übervoll“ ist und die gesellschaftlichen Prozesse sich immer schneller vollziehen. Der Rektor verwies auf neue Technologien und neue Technik, die es in einigen Jahren vielleicht ermöglicht eine Antwort auf die Frage zu geben, wie eine moderne Universität und ein modernes Bildungswesen aussehen soll.
Anm. UN: Es sieht so aus, als ob der Rektor der föderalen Kant-Universität wohl nicht mehr die Zeit hat, wie er sie sich vorstellt, um herauszufinden, wie eine zukünftige Universität aussehen und arbeiten sollte.
 
 
16.10.2017 – Amerikanische Militärkolonne bewegt sich Richtung Kaliningrader Grenze
Durch einen russischen Zeugen wurde die Bewegung einer amerikanischen Militärkolonne in einer Entfernung von 50 Kilometern in Richtung Kaliningrader Grenze gefilmt. Den Film stellte er in die sozialen Netzwerke. Die Kolonne bewegte sich in Richtung der polnischen Stadt Elblong, die sich nur eine Autostunde von der Grenze entfernt, befindet. Die Kolonne war gekennzeichnet mit mehreren amerikanischen Flaggen. Aus vorangegangenen Meldungen wurde bekannt, dass die USA, unter Verletzung eingegangener internationaler Verpflichtungen, eine zweite gepanzerte Brigade in Polen stationiert haben und somit über eine fast komplette gepanzerte Division in unmittelbarer Grenznähe zu Russland verfügen. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die ersten Übungsaktivitäten der amerikanischen Kräfte durch polnische Pilzsammler verhindert wurden. Diese sollen sich, so polnische Medien, traditionell zu diesem Zeitpunkt in großer Zahl in den polnischen Wäldern zum Pilze sammeln aufhalten und lassen sich auch nicht von Sperrzonen und Verbotszeichen beeindrucken. Die amerikanischen Einheiten waren gezwungen, die Übung abzubrechen.
 
 
16.10.2017 – Airport Devau wird militär-patriotischer Park
Auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Flugplatzes Devau wird ein militär-patriotischer Park eingerichtet. Darüber informierte die Leiterin der Agentur für Architektur und Städtebau des Kaliningrader Gebiets Natalja Wasjukowa. Man musste für diese Örtlichkeit eine neue Zweckbestimmung finden, da eine weitere Nutzung als Airport nicht mehr möglich ist. Eine Bebauung des Geländes mit Wohnhäusern ist ebenfalls nicht möglich, da es sich bei dem Gelände um denkmalgeschütztes Gebiet handelt. Pläne für eine Zwischenlösung sahen vor, dass man einen temporären Parkplatz für die Fußball-Weltmeisterschaft schaffen wollte. Dann sollte danach mit dem Wohnungsbau begonnen werden. Dann wurde aber im April 2017 durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informiert, dass die Regionalverantwortlichen sich gegen die Bebauung entschieden haben.

 

15.10.2017 – Riesenschlange in Kaliningrad
Eine Riesenschlange wurde mitten im Stadtzentrum, auf dem Platz des Sieges, entdeckt. Allerdings handelt es sich um eine menschliche Schlange, die nicht nach Bananen und Apfelsinen, wie in sozialistischen Zeiten anstehen, sondern weil sie den Goldpokal für die Fußball-Weltmeisterschaft anschauen wollen. Selbst das regnerische Wetter hat Tausende von Kaliningradern nicht abgehalten, geduldig in der Schlange zu stehen. Um sich mit dem Pokal zu fotografieren, warteten die Kaliningrader zwei Stunden in einer sich nicht verkürzenden Warteschlange. Wer am Samstag noch keine Zeit hatte, den Pokal zu besichtigen, kann dies auch noch am Sonntag in der Zeit von 11:00 bis 22:00 Uhr tun.
 
Foto: Klicken Sie auf das Foto, um zum beeindruckenden kurzen Videofilm zu gelangen
 
15.10.2017 – Stadtverwaltung verhängt Baustopp
Im Projekt über die neuen Regeln für die Stadtbebauung wurde festgelegt, dass der gesamte Bereich um den Unterteich Grünzone werden soll und dort keine Bebauung stattzufinden habe. Die neuen Regeln besagen, dass jegliche Bebauung die Höhe von sieben Metern nicht überschreiten darf. Kommerzielle Objekte dürfen generell nur errichtet werden, wenn sie dieser Forderung entsprechen und auch erst, nachdem eine offizielle Anhörung eine Zustimmung der Bevölkerung ergeben hat. Gegenwärtig gilt somit ein Baustopp für alle, die dort Aktivitäten geplant hatten. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Baustopp, im Rahmen der gegenwärtig laufenden Rekultivierung des gesamten Bereiches, sich in der Praxis auswirken wird.
 
 
15.10.2017 – RosTelekom will Hauptgebäude im Kaliningrader Stadtzentrum renovieren
Die „RosTelekom“ hat sich entschlossen, ihr wichtigstes überirdisches Gebäude in der Gebietshauptstadt, noch bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 zu renovieren und ihm eine ansprechendere Fassade zu schenken. Die größte russische Telekom-Gesellschaft spricht davon, dass man die Fassade komplett verändern werde. Eine entsprechende Ausschreibung für die Durchführung der Arbeiten sei bereits erfolgt. Der Sieger der Ausschreibung soll die Arbeiten bis 31. Mai 2018 beendet haben. Zu den auszuführenden Arbeiten an dem 8-stöckigen Gebäude gehört der komplette Austausch aller Fenster sowie eine Neuverkleidung der Fassade des Gebäudes mit neuen hellblauen und weißen Panel-Platten. Die Sockel- und die erste Etage werden mit Granitplatten verkleidet. Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf 42 Mio. Rubel. Beginnen sollen die Arbeiten noch im Dezember.
 
Foto: Gebäude der „RosTelekom“ (links), gegenüber dem Haus der Räte). Rechts neben dem Gebäude befindet sich das Plaza-Center.

 

14.10.2017 – Überlegungen zur Verstärkung der Iskander-Gruppierung in Kaliningrad
Russland auf die Stationierung einer amerikanischen gepanzerten Division in Polen, unweit der Grenze, mit Überlegungen zu einer Verstärkung der Iskander-Gruppierung im Kaliningrader Gebiet reagiert. Dies geht aus einer Mitteilung von TASS hervor, die den Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der Staatsduma Wladimir Schamanow zitiert. Man geht in Russland davon aus, dass die neue amerikanische Division, die ohne Abstimmung mit Russland und unter Verletzung bestehender Verträge stationiert wurde, für die Schaffung eines militärischen Platzdarms bestimmt ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gäbe es die Variante der zusätzlichen Entfaltung von russischen Truppen in Westrichtung. Dazu gehören dann auch zusätzliche Vernichtungsmittel, wie z.B. eine Verstärkung der „Iskander-Gruppierung“ in Kaliningrad.
 
Karte: Reichweiten der Iskander-Raketen mit Stationierungsort Kaliningrad
 
14.10.2017 – Neues „Kaliningrad-Gesetz“ in erster Lesung durch Staatsduma angenommen
Am Freitag wurde das neue Gesetz, welches Fragen der Sonderwirtschaftszone im weitesten Sinne regelt, durch die russische Staatsduma in erster (von drei) Lesungen behandelt und beschlossen. Für die Wirtschaft ist dieses Objekt in dem Sinne wichtig, weil es neue Vergünstigungen im Rahmen der Sonderwirtschaftszone regelt. Hierbei geht es um Steuererlasse und um die Neuregelung der Pflichtbeiträge zu den Sozialkassen. Für Residenten der SWZ bedeutet das Gesetz die vollständige Befreiung von Gewinnsteuern für sechs Jahre und die weitestgehende Befreiung der Gewinnbesteuerung für weitere sechs Jahre. Weiterhin wird der Pflichtbeitrag für die Sozialkassen für die Residenten auf 7,6 Prozent gesenkt (Rentenfond, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung)
 
14.10.2017 – Mosaik am Unterteich wird restauriert
Der Autor der Sonnenuhr in Swetlogorsk wird sich auch mit der Restaurierung der Mosaiken im Unterteich im Kaliningrader Stadtzentrum beschäftigen. Bei den Mosaiken handelt es sich um Kunst aus sowjetischer Zeit. Sie ist zu sehen an der Stelle, wo ehemals sich ein Straßen-Café in den Sommermonaten befand. Über die Pläne zur Restaurierung dieser Mosaiken berichtete der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk am Donnerstag. Der mit der Restaurierung beauftragte Nikolai Frolow ist auch der Autor und Restaurator der Sonnenuhr in Swetlogorsk und verfügt über große Erfahrungen in der Arbeit mit kleinen Steinen bei derartigen Kunstwerken. Gegenwärtig laufen umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten am Unterteich, deren vollständiger Abschluss bis 2019 geplant sind.
 
Foto: Mosaikkunst am Unterteich im Kaliningrader Stadtzentrum
 
14.10.2017 – Kein Sommer-Café mehr am Unterteich
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass es am Unterteich kein Sommer-Café mehr geben wird. Dies erklärte er während eines Arbeitsbesuches vor Ort. Er stellte seinen nachgeordneten Mitarbeitern die Frage nach dem Pachtvertrag mit diesem Café, welches sich über viele Jahre in den Sommermonaten dort befand, und brachte gleichzeitig die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese keiner Verlängerung des Vertrages zugestimmt hätten. Er erhielt die von ihm erwartete Negativ-Antwort und wies darauf hin, dass niemand versuchen sollte, für dieses Gebiet wieder einen Vertrag für ein Café abzuschließen. Er vertrat die Ansicht, dass die Leute hier fahren, gehen, laufen sollen und nicht sich durch Tische durchquälen. Alexander Jaroschuk tröstete mit der Information, dass es im Gesamtbereich des Unterteiches zukünftig genügend Möglichkeiten der Imbissgelegenheiten geben wird. Es werden so u.a. hier zwei Hotels entstehen, die Restaurants und Cafés eröffnen werden.
 
Foto: Nun schon historische Aufnahmen des Sommer-Cafés am Unterteich in Kaliningrad
 
14.10.2017 – Kaliningrad löst Personalprobleme im Gesundheitswesen
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ist es Kaliningrad gelungen, 75 Personen mit qualifizierter medizinischer Ausbildung für eine Arbeit in Kaliningrader Gesundheitseinrichtungen in anderen Regionen zu werben. Im gesamten Jahr 2016 konnte man nur 47 Spezialisten für das Gesundheitswesen in anderen Regionen werben. Darüber informierte der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung. Das Zentrale Stadtkrankenhaus war bei der Werbung neuer Mitarbeiter mit 12 Personen am erfolgreichsten. Acht Ärzte konnten wir das Kreiskrankenhaus in Gussew gewonnen werden und je sieben Ärzte für das Gebiets-Kinderkrankenhaus und das städtische Krankenhaus in Sowjetsk. Je vier Ärzte kamen aus anderen russischen Regionen in das Gebietskrankenhaus und das Krankenhaus für die Schnelle medizinische Hilfe. Der Rest der gewonnenen Spezialisten teilt sich auf andere Kreiskrankenhäuser auf. Außer Ärzten konnten auch 28 Mitarbeiter des mittleren medizinischen Dienstes gewonnen werden.
 
14.10.2017 – Siegerpokal in Kaliningrad eingetroffen
Auf seinem Weg, quer durch Russland und rund um die Welt, ist der Siegerpokal für die Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad eingetroffen. Am Freitag wurde er im Schauspielhaus (DramTheater) vorgestellt. Der Pokal besteht aus reinem Gold und wiegt sechs Kilogramm. Bestaunen konnten diesen Pokal am Freitag nur geladene Gäste. Am Sonntag besteht die Möglichkeit, dass alle, die Interesse an diesen sechs Kilo Gold zeigen, den Portal besichtigen können. Ausgestellt wird der Pokal in einer speziellen Vitrine auf dem Platz des Sieges in der Zeit von 11.00-22.00 Uhr.
 

Foto: Siegerpokal der Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad eingetroffen

 

13.10.2017 – Kostenlose Nutzung von Zügen zur WM2018 mit Problemen verbunden
Es gibt gewisse Probleme mit der kostenlosen Nutzung von Zügen durch die Fußballfans zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Kaliningrad. Darüber informierte der Generaldirektor des Organisationskomitees „Russland 2018“. Die Frage der kostenlosen Nutzung von Fernzügen aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad wird durch das russische Transportministerium entschieden. Der Generaldirektor meinte, dass es nicht logisch sei, derartige Züge zu organisieren. Schwierigkeiten bestehen u.a. durch zwei Grenzen, die passiert werden müssen. Gegenwärtig gibt es hierzu Konsultationen, aber noch keine Entscheidung. Wie aus der Kaliningrader Regionalregierung kommentiert wurde, versucht man gegenwärtig die Regelungen für den internationalen Zugverkehr zur Weltmeisterschaft abzustimmen. Hierbei geht es um Züge aus dem Gebiet ins russische Mutterland und umgekehrt. Erarbeitet wird auch ein Fahrplan für zusätzliche Züge, die kostenlos genutzt werden können und die sämtliche Ausrichterstädte miteinander verbinden.
 
 
13.10.2017 – Unterteich in Kaliningrad immer mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit
Die Kaliningrader Stadtverantwortlichen werden vollständig den Unterteich im Stadtzentrum, welcher aus deutscher Zeit stammt und mit einigen technischen Einrichtungen versehen ist, wiederherstellen. Hierzu gehört auch die komplette Säuberung des Unterteiches. Dazu soll das Wasser aus dem Unterteich komplett abgelassen werden. Damit dies erfolgen kann, muss ein Durchbruch im Bereich der ul. Schewschenko geschaffen werden, damit das Wasser in den Pregel abfließen kann. Man hatte nach dem alten deutschen Kollektor gesucht, der in sowjetischen Zeiten zugeschüttet worden war, konnte diesen aber nicht finden. Deshalb ist es notwendig, alles neu zu bauen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ungefähr sechs Millionen Rubel. Wann genau die Säuberung stattfinden soll, konnte der Bürgermeister Jaroschuk nicht sagen. Dies hänge alles vom Zeitaufwand ab, der gegenwärtig berechnet wird. Vielleicht gelingt es, alle Arbeiten bis zur Weltmeisterschaft zu erledigen. Wenn nicht, wird damit unmittelbar danach begonnen.
 
 
13.10.2017 – Bürgermeister verspricht bunte Musikfontänen am Unterteich
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass es nach der Rekonstruktion am Unterteich neue Fontänen geben werde. Diese sind beleuchtet und werden mit Musik begleitet. Gegenwärtig laufen die Rekonstruktionsarbeiten der Uferpromenade und im Rahmen dieser Arbeiten wird auch an diesem Projekt eines Springbrunnens gearbeitet. Da die Zeit der Springbrunnen in Kaliningrad bereits vorbei ist und alle Fontänen abgeschaltet wurden, werden die Kaliningrader sich an diesem neuen Objekt sicher erst ab 1. Mai 2018 erfreuen können. Der Bürgermeister informierte, dass er den Ort für diese neuen Fontänen bereits in etwa festgelegt habe. Die Beleuchtung und Musik wird periodisch funktionieren und soll zu diesen Zeiten die Touristen anlocken. Die gegenwärtig im Unterteich vorhandene Springbrunnenanlage wird im Rahmen der Säuberung des Teiches demontiert.
 
13.10.2017 – Die Zeit wird eng – am Airport geht man zum 24-Stunden-Arbeitstag über
Die Zeit für den Abschluss der Rekonstruktion des Kaliningrader Airports scheint knapp zu werden. Deshalb hat man sich entschlossen, rund um die Uhr die Rekonstruktionsarbeiten zu betreiben. Gegenwärtig wird in 1,5 Schichten gearbeitet – so informierte der Generaldirektor des Kaliningrader Airports. 200 Bauarbeiter sind gegenwärtig mit den Arbeiten beschäftigt. Der Generaldirektor hofft, dass man es schaffen wird, den Airport Ende März/Anfang April 2018 fertigzustellen – also unmittelbar vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft.  Die Rekonstruktion des Airports erfolgt ausschließlich aus privaten Quellen. Der Investitionsumfang beläuft sich auf 4,5 Mrd. Rubel.
 
13.10.2017 – Airport erhält Kino
Der Kaliningrader Airport soll ein modernes Kino erhalten. Darüber informierte der Generaldirektor des Airports Alexander Korytny in einem Interview mit dem Radio „Komsomolskaja Prawda“. Schon jetzt wurde eine kleine Kinoeinrichtung eröffnet, wo die Passagiere speziell ausgewählte Filme aus dem Programm des Filmfestivals „Korotsche“ sehen können. Dies ist der erste Schritt für die Eröffnung des geplanten ständigen Kinotheaters. Dieses soll dann auch über ein Café oder Restaurant verfügen. Allerdings steht jetzt ein anderes Problem vorrangig zur Lösung an. Hierbei handelt es sich um die Verbesserung der Abfertigung der Passagiere, insbesondere bei der Registrierung zum Abflug. Immer wieder tauchen in den Kaliningrader Medien Informationen über katastrophale Zustände am Airport auf.
 
13.10.2017 – Putin-Bevollmächtigter verlässt Kaliningrad
Der erst vor wenigen Monaten, im Februar 2017 nach Kaliningrad versetzte Michael Wedernikow, der als Bevollmächtigter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet fungierte, wurde durch den Präsidenten von seiner Aufgabe entbunden und geht als neuer Gouverneur des Gebietes Pskow ins russische Mutterland. Vor seinem Einsatz in Kaliningrad, bekleidete er die gleiche Funktion im Nord-Kaukasus. Für die Kaliningrader ist nun von Interesse, wer diese, an sich bedeutungslose Funktion, neu besetzen wird. In der Struktur untersteht dieser Bevollmächtigte für das Kaliningrader Gebiet, dem Bevollmächtigten Vertreter des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region. Dies ist in diesem Fall der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Zukanow. Dieser hatte im Februar bereits versucht, die Funktion mit einer Person zu besetzen, die ihm loyal ergeben ist. Dies wurde in der Verwaltung des russischen Präsidenten rechtzeitig verhindert. Auf die neue Personalie werden also viele aufmerksam warten, um daraus Schlussfolgerungen zur weiteren Bedeutung von N. Zukanow im politischen Leben in Russland ziehen zu können.
 

 

12.10.2017 – Bürgermeister Jaroschuk im Versuch der Selbsttröstung
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk trat Gerüchten entgegen, wonach sein jetziger, erst vor kurzem ernannter Stellvertreter für Stadtwirtschaft Wladimir Maschkow, auch für das Amt des City-Managers kandidieren könnte. Das kann er nicht – meint Jaroschuk, denn er ist für dieses Amt zu alt. Für russische Beamte gelte die Altersbegrenzung 65 Jahre und Wladimir Maschkow ist jetzt 63,5 Jahre. Für 1,5 Jahre wird aber kein City-Manager ernannt, so dass Maschkow als Konkurrenz für ihn ausfalle. Interessant dabei ist, dass Jaroschuk selber noch gar nicht festgelegt hat, ob er selber sich um diese Funktion bewerben wird. Aber mit diesen Überlegungen zu einer möglichen Kandidatur von Wladimir Maschkow wird eigentlich klar, dass seine Entscheidung bereits gefällt ist. Er sprach dann noch tröstende Worte, dass er hoffe, dass Maschkow ein guter Stellvertreter sein wird. Er war zwar schonmal Bürgermeister, aber Erfahrung in der praktischen Arbeit in einer Stellvertreterfunktion habe er nicht. Aber man brauche in der Stadtverwaltung jemanden, der die Pferde straff am Zügel führen kann.
 
12.10.2017 – Rektor der KANT-Uni mit erster Selbstkritik
Der Rektor der Kant-Universität Andrej Klemeschew hat in einem Interview mit dem staatlichen Nachrichtensender „WESTI“ erstmals Fehler in der Unterrichtsgestaltung und der Nutzung von Literatur zugegeben. Er war in der Vergangenheit in seiner Tätigkeit scharf angegriffen worden. Durch gesellschaftlich aktive Kräfte wurde eine Säuberung der Universität von den Lehrkräften gefordert, die der Germanisierung der Universität und des Gebietes in ihrer Lehrtätigkeit Vorschub leisten. An oberster Stelle der Kritisierten stand der Rektor der Universität. Dieser hat nun zugegeben, dass man in der Vergangenheit einige Fehler begangen habe und diese, unter den neuen politischen Aspekten, korrigieren werde. Auch wird das umstrittene Lehrbuch „Geschichte des westlichen Russlands“ nicht weiter im Unterricht verwendet. Im Rahmen des neuen Programmes über die Geschichte Russlands, wird es ein neues Lehrbuch geben, welches die Geschichte Russlands unter regionalen Aspekten behandeln wird. Zum umstrittenen alten Lehrbuch äußerte er, dass es damals unter großem Zeitdruck entstanden sei und es dadurch auch zu Fehlern und falschen Aussagen gekommen ist.
Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel, der im Juli 2017 erschienen ist:
 

 

11.10.2017 – Zeitung „Kommersant“ plant Niederlassung in Kaliningrad
Das Verlagshaus „Kommersant“, eines der bekanntesten und wichtigsten Medien in Russland, plant eine Niederlassung in Kaliningrad zu eröffnen und sucht hierfür einen Partner vor Ort. Auf Anfrage des Informationsportals „rugrad.eu“ bestätigte der zuständige Direktor des Verlagshauses diese Pläne. Mit welchen möglichen Partnern man in Kaliningrad Gespräche führt, wollte der Direktor nicht kommentieren. Auch weitere Einzelheiten zum zukünftigen Engagement wollte er nicht nennen. „Kommersant“ wird in Kaliningrad bereits auf einen Mitwettbewerber stoßen, denn „RBK“ hat bereits eine Niederlassung in Kaliningrad und berichtet von den Ereignissen direkt vor Ort. „Kommersant“ kommentierte hierzu, dass man sich keinerlei Sorgen mache, denn man befindet sich mit „RBK“ praktisch überall im Wettbewerb und lebe mit diesem Wettbewerbspartner gut.
Anm. UN: Das Auftauchen eines zweiten derartig großen Verlagshauses in Kaliningrad unterstreicht die wachsende Bedeutung der Region innerhalb der Russischen Föderation und lässt ahnen, dass Entwicklungen bevorstehen, die eine wachsende Präsenz föderaler Medien vor Ort erforderlich machen.
 
11.10.2017 – Zwei Kaliningrader Piloten in Syrien ums Leben gekommen
In Syrien ist am Dienstag ein russischer Bomber vom Typ SU-24 abgestürzt. Der tragische Unglücksfall ereignete sich während der Startphase auf dem Airport Chmeimim. Die Mannschaft, bestehend aus zwei Offizieren, hatte keine Chance sich zu katapultieren und starben. Die Besatzung kam aus dem Gebiet Kaliningrad und wohnten in der Stadt Tschernjachowsk. Diensteinheit war das 4. Selbständige Garde-Luftsturmregiment. Beide Armeeangehörige waren verheiratet, hinterlassen Familie mit Kind bzw. schwangere Ehefrau. Als Grund für den Absturz des Flugzeuges wird vorerst technische Probleme angenommen.
 
11.10.2017 – Wiedermal Optimismus im internationalen Flugverkehr
Kaliningrader Medien berichten, dass es im Sommer kommenden Jahres eine neue direkte Flugverbindung zwischen Kaliningrad und Zypern geben soll. Quelle für diese Information ist das Informationsportal der Assoziation der Reiseveranstalter Russlands, das sich wiederum auf Quellen bei „Cyprus Airways“ bezieht. Die bisherige Planung sieht eine tägliche Flugverbindung vor. Ausgangsflugplatz ist St. Petersburg mit Zwischenlandung in Kaliningrad. Gegenwärtig verfügt die Fluggesellschaft über ein einziges Flugzeug. Das zweite Flugzeug, welches durch die Airlines jetzt erworben wird, wird auf dieser neuen Strecke eingesetzt. Insgesamt will man mit diesen beiden Flugzeugen acht europäische Ziele anfliegen.
 
11.10.2017 – Ostseeflotte erhält neue Struktureinheiten
Die Ostseeflotte wird mit zwei neuen Fliegerregimentern im Bereich Kaliningrad verstärkt. Dies ist die russische Antwort auf eine verstärkte NATO-Präsenz an den Grenzen des Landes. Die beiden neuen Regimenter werden die bisherige Luftpräsenz im Bereich Kaliningrad erheblich verstärken und somit auch die Kampfkraft der Ostseeflotte insgesamt erhöhen. Als einer der möglichen Standorte für die neuen Regimenter könnte der rekonstruierte Militärflugplatz in Schkalowsk dienen. Auch der zweite Airport in Tschernjachowsk ist im Gespräch. Der dritte Airport im Bereich der Siedlung Donskoje ist für die Stationierung nur bedingt geeignet, da dieser spezialisiert ist für Hubschrauber.

 

10.10.2017 – Kaliningrad erneuert komplett Lokomotiv-Park

Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft wird in Kaliningrader der Lokomotivpark komplett erneuert. Darüber informiert die Kaliningrader Regionaleisenbahn. Betroffen sind alle Lokomotiven die im Personenverkehr im Fernverkehr eingesetzt werden. Konkret geht es um sechs neue Lokomotiven. Die ersten drei neuen Lokomotiven sind bereits im Gebiet eingetroffen. Die neuen Lokomotiven zeichnen sich durch stärkere Motoren aus, einer automatischen Selbstdiagnostik und einem modernen Brandbekämpfungssystem.
 
Foto: Museumsbahn auf dem Nordbahnhof in Kaliningrad und Regionalbahn im Personennahverkehr
 
10.10.2017 – Teile des kaiserlichen Jagdhauses sollen in die Rominter Heide zurückkehren
Die Kaliningrader Verantwortlichen wollen Teile des ehemaligen Jagdhauses von Kaiser Wilhelm II., dass sich jetzt im Zentralen Park für Kultur und Erholung in der Stadt Kaliningrad befindet, wieder in die Rominter Heide zurückführen. Darüber informiert das regionale Ministerium für Umweltschutz auf seiner Internetseite. Die Direktion des Parks sucht Spezialisten, die sich mit der Montage (Demontage) von Holzhäusern auskennen. Zwei Flügel des Jagdhauses des letzten deutschen Kaisers wurden im Jahre 1948 in der Rominter Heide demontiert und nach Kaliningrad verlagert. Das Jagdhaus selber wurde in den Jahren 1890/91 errichtet.
 
Foto: Das Jagdhaus des letzten deutschen Kaisers im Zentralpark für Kultur und Erholung in Kaliningrad
 
10.10.2017 – Gerichtsurteil zum Betrugsprozess um die Kronprinzen-Bastion
Das Gerichtsverfahren gegen den stellvertretenden Minister für Kultur der Russischen Föderation Grigori Pirumow im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen um die Restaurierung der altdeutschen Festungsanlage „Kronprinz“ in Kaliningrad ist abgeschlossen. Der ehemalige stellvertretende Minister wurde schuldig befunden, Geld für die Restaurierung veruntreut zu haben. Trotzdem konnte der Ex-Beamte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen, da er die verhängte Strafe bereits im Rahmen der Untersuchungshaft verbüßt hatte. Das Gericht verhängte aber noch eine Geldstrafe zugunsten des Staates. Drei weitere Mitangeklagte erhielten ebenfalls Freiheitsstrafen, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt worden. Insgesamt soll dem Staat ein Schaden von 163 Mio. Rubel bei verschiedenen Restaurierungsarbeiten, so u.a. an der Kronprinz-Bastion in Kaliningrad entstanden sein. Der Schaden ist durch alle Angeklagten noch im Verlaufe des Gerichtsprozesses vollständig erstattet worden.
 

Foto: Altdeutsche Festungsanlage „Kronprinz“ am Litauischen Wall in Kaliningrad

 

09.10.2017 – Neuer Militärflugplatz bis Jahresende einsatzbereit

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass der neue Militärflugplatz im Kaliningrader Gebiet bis Jahresende in der Lage sein wird, die ersten Flugzeuge starten und landen zu lassen. Es handelt sich hierbei um einen Flugplatz für die Seefliegerkräfte (Anm. UN: Der genaue Standort wurde in der Meldung nicht genannt, so dass es sich entweder um den Airport Schkalowsk bei Kaliningrad handelt oder um den altdeutschen Airport auf Baltiskaja Kosa). Die Bauarbeiten wurden durch den zuständigen stellvertretenden Verteidigungsminister Timur Iwanow in der vergangenen Woche vor Ort kontrolliert. Er forderte von allen Beteiligten strengste Einhaltung aller Termine. Nach Fertigstellung des neuen Airports ist dieser in der Lage alle bekannten Flugzeugtypen starten und landen zu lassen.
 
 
09.10.2017 – Jeder biegt sich Zahlen wie er sie braucht
In den gestrigen Abendstunden fand eine Demonstration zur Unterstützung von Alexej Nawalny statt, der plant, sich als Kandidat zu den Präsidentenwahlen im März 2018 aufstellen zu lassen. Kaliningrader oppositionelle Medien meldeten eine Teilnehmerzahl von 150 und korrigierten später auf 200. Regierungsloyale Medien meldeten eine Teilnehmerzahl von 50. Die Wahrheit wird sicherlich irgendwo in der Mitte liegen. Absolut betrachtet, sind die Teilnehmerzahlen so klein, dass die Demonstration wohl kaum in die Geschichte des „rebellischen Kaliningrad“ eingehen wird. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Es kam zu einer Festsetzung. Der Demonstrant hatte seine Meinung mit Worten zum Ausdruck gebracht, die Puschkin und Goethe öffentlich nicht benutzt hätten. Noch in den Abendstunden wurde der Festgesetzte und ein weiterer Aktivist, der bereits in den Vormittagsstunden festgesetzt wurde, wieder nach Hause geschickt.  

 

08.10.2017 – Wieder mal Super-Investor gefunden
Von Zeit zu Zeit tauchen in Kaliningrad Informationen auf, die über Großinvestitionen und viele Milliarden Rubel, manchmal auch viele Millionen Euro sprechen. In der Mehrzahl der Fälle hört man dann später nichts mehr von diesen Super-Investoren. Jetzt wird wieder von einem Mega-Super-Investor berichtet, dessen Name natürlich nicht veröffentlicht wird. Er soll in Sotschi äußerst erfolgreich im Tourismusbereich sein und verspricht der Kaliningrader Gebietsregierung 1,5 Millionen Touristen zusätzlich zu den jetzt schon 1,3 Mio. Touristen die das Gebiet im vergangenen Jahr besucht haben. Diese will er mit eigenen Flugzeugen nach Kaliningrad schaffen und diese sollen sich in einer Tourismus-Vergnügungszone entlang des Ostseestrandes erholen, die er mit seinem Geld bauen will. Diese neue Touristenstadt will er auf dem Gelände der ehemaligen sowjetischen landwirtschaftlichen Gesellschaft (Sowchos) „Svetlogorski“ in der Nähe von Svetlogorsk errichten. Darüber berichtet der Vizegouverneur Harry Goldmann. Außer diesem Superprojekt, hat der Investor noch weitere Pläne im Kaliningrader Gebiet, alle entlang der Ostseeküste.
In der Mitteilung werden noch weitere Investoren erwähnt, die alle bereits seit längerer Zeit die phantastischsten Tourismusobjekte in der Region planen. Allerdings ist über die Planungsphase hinaus noch nichts geschehen.
 
 
08.10.2017 – Konservierung der Ruinen des Stadtschlosses beginnt in Kürze
Der Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung Harry Goldmann informiert, dass man in Kürze mit der Konservierung der ausgegrabenen Fundamente des Königsberger Stadtschlosses beginnen werde. Die Konservierung soll bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 abgeschlossen sein. Über die Kosten für die Konservierung wollte sich der Vizegouverneur nicht äußern. Es haben sich Leute gefunden, die bereit sind ihr eigenes Geld dafür zu geben. Die Ausgrabungen werden mit einer Glaskuppel versehen. Innerhalb der Glaskuppel wird es eine Beleuchtung geben und das Umfeld wird neu gestaltet. In Kürze werde man das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen. In der Meldung wird nochmals daran erinnert, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow unmißverständlich erklärt habe, dass das ehemalige Königsberger Schloss nicht wiedererrichtet wird. Das Gebiet hat den Endausbau des „Hauses der Räte“ beschlossen.
 
08.10.2017 – Noch kein Unterstützungskonzept für Bevölkerungszuwachs durch Migration
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte über unterschiedliche Meinungen in der Kaliningrader Gebietsregierung zur Herangehensweise und Förderung der weiteren Migration in das Kaliningrader Gebiet. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen des Sozialblocks und des Wirtschaftsblocks in der Gebietsregierung zur Stimulierung dieser Migranten. Es sind eine Reihe von Programmen entwickelt worden für die Spezialisten, die gegenwärtig dringend in der Region benötigt werden: Ärzte, IT-Spezialisten, Bauarbeiter. Eines der Programme sieht die vollständige Erstattung aller anfallenden Umzugskosten vor. Der Sozialblock in der Regierung möchte stattdessen Unterstützungen für die Migranten, die in Kaliningrad Kinder gebären. Der Wirtschaftsblock widerspricht dem und vertritt die Ansicht, dass die Migranten sowieso Kinder zeugen werden. Man muss ihnen in erster Linie gute Startbedingungen schaffen, wozu auch eine Erstattung von Hypothekenkosten gehören müsse.
 
08.10.2017 – Nichtgenehmigte Nawalny-Demonstration in Kaliningrad
Samstag in den Abendstunden begann auf dem Platz des Sieges in Kaliningrad eine nichtgenehmigte Demonstration zur Unterstützung von Alexej Nawalny als Präsidentschaftskandidat. Durch die Stadtverwaltung wurde den Organisatoren der Veranstaltung als Durchführungsort der „Wassiljewski-Platz“ im Stadtzentrum Kaliningrads angeboten. Die Organisatoren bestreiten, ein solches Angebot erhalten zu haben. Nach Schätzungen des Kaliningrader oppositionellen Informationsportals „newkaliningrad“ haben sich bis zu 150 Personen auf dem Platz des Sieges in Kaliningrad versammelt.
 

07.10.2017 – Alichanow bedauert die Großzügigkeit des föderalen Zentrums
Leider sind wir, neben Tschetschenien, zur der Region geworden, die von allen russischen Regionen die größten Zuwendungen aus dem föderalen Haushalt erhält – so der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Insbesondere die Zuwendungen für das Kaliningrader Unternehmertum sind beispiellos in Russland. Konkret geht es um die riesigen Geldsummen, die die Kaliningrader Unternehmer erhalten, die von den veränderten Bedingungen der Sonderwirtschaftszone betroffen sind und deren Verluste, nach Antragstellung, aus einem Sonderfond beglichen werden, über die die Regionalregierung verfügt und der vom zentralen russischen Haushalt „gefüttert“ wird. Alichanow erinnert, dass durch die Bedingungen der Sonderwirtschaftszone, dem Kaliningrader Gebiet jährlich bis zu neun Milliarden Rubel an Steuereinnahmen entgehen. Ein Teil dieser Verluste, rund 6,5 Milliarden Rubel, erhält das Gebiet an Dotationen aus dem föderalen Haushalt erstattet. Der Gouverneur kündigte für die kommende Woche weitere Verbesserungen im Rahmen der Sonderwirtschaftszone an. So werden die Pflichtbeiträge in die Sozialkassen auf bis zu 7,6 Prozent gesenkt, es wird keine Verschrottungssteuern für Sondertechnik (Landwirtschaft) mehr geben, die Fristen für staatliche Expertisen, Umweltexpertisen und viele andere bürokratische Vorgänge im Rahmen des Unternehmertums werden verkürzt. Weiterhin erinnerte der Gouverneur an die bevorstehende Einführung des elektronischen Visums.
 
07.10.2017 – Viel Lärm um Nichts
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat beschlossen das „Zentrum für Denkmalschutz“ zu schließen und alle darin beschäftigten Mitarbeiter zu entlassen. Ein entsprechender Beschluss mit der Unterschrift des Bürgermeisters Jaroschuk wurde auf der Seite der Stadtverwaltung veröffentlicht. Rechtsnachfolger dieser Organisation, zu Fragen der Erfüllung von Verpflichtungen aus der Vergangenheit, wird der Ausschuss für Sozialpolitik der Stadtverwaltung. Der Erlass beauftragt die Leiterin des Zentrums, in Dreitagesfrist alle Mitarbeiter über die bevorstehende Entlassung in Kenntnis zu setzen.
Kaum war diese Meldung durch die Kaliningrader Medien veröffentlicht, beeilte sich der Bürgermeister Jaroschuk, einige Aussagen zu relativieren. Die Liquidierung dieses Zentrums erfolgt im Rahmen einer Strukturreform in der Stadtverwaltung. Das Zentrum hatte einige Aufgaben erfüllt, die nicht typisch für dieses Zentrum waren. Diese wurden nun in die Zuständigkeit des Bereiches der Stadtwirtschaft übergeben. Dann wird es eine neue Arbeitsgruppe in der Abteilung für Kultur geben, die sich mit dem Denkmalschutz beschäftigt. Dahin werden die Mitarbeiter umgesetzt. Entlassen wird letztendlich niemand und alle bisherigen Aufgaben werden auch weiterhin erfüllt – eben nur durch andere Strukturelemente.
 
07.10.2017 – BMW weiterhin im Zentrum negativer Aufmerksamkeit
Es ist langsam schon unanständig, wie sich die deutsche Firma BMW in Russland, insbesondere in Kaliningrad aufführt. Nach vielen Versprechungen im Jahre 2012, über große Investitionen und eine vollständige Lokalisierung der Produktion in Kaliningrad, tat sich zwei Jahre nichts. Im Rahmen der Ereignisse 2014 in Russland/Ukraine hatte BMW dann weitere Gründe, die versprochenen Investitionsaktivitäten nicht umzusetzen. Anfang 2017 fuhr der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow nach Berlin, um sich ein Verständnis für die Absichten von BMW zu schaffen. Dort wurde er mit vielen höflichen Worten und mit einem Zeitaufschub bis Mitte 2017 hingehalten, wo BMW eine Entscheidung treffen wollte. Man traf aber keine Entscheidung, sondern verhandelte hinter dem Rücken von Kaliningrad mit anderen Standorten über ein mögliches Engagement. Gleichzeitig beteuerte man aber immer, dass das alles Gerüchte sind und man am Standort Kaliningrad festhalten werde. Real tat sich jedoch bis Anfang Oktober nichts. Am Freitag meldeten föderale Medien, dass BMW den Bau eines neuen Fahrzeugwerkes in Kaliningrad plant. Dieses soll, wie seit 2012 geplant, einen vollständigen Produktionszyklus beinhalten. Hauptgrund für diese Entscheidung ist der Status von Kaliningrad als Sonderwirtschaftszone. Der Vizepräsident von BMW Hendrik von Kuehnheim habe sogar versprochen, mehrere Millionen Euro in das neue Werk zu investieren – und dies, nachdem im Jahre 2012 nicht über mehrere Millionen, sondern über 50 Millionen Euro großspurig gesprochen wurde.
Dann meldete sich am Freitag der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu Wort und stellte die föderale Meldung auf völlig neue Füße. Er informierte, dass das deutsche Unternehmen BMW nach wie vor keinerlei Entscheidungen zu einem Produktionsstandort getroffen habe. Es gibt einige Produktionszonen in Russland, die für BMW von Interesse sind. Um den richtigen Standort auszuwählen, benötige BMW, nach den Worten des Vizepräsidenten des Vorstandes mehre Wochen, ja wahrscheinlich sogar mehrere Monate.
Im Jahre 2016 hat die Kaliningrader Gebietsregierung eine Milliarde Rubel für den Bau einer Straßeninfrastruktur zum geplanten neuen Produktionsstandort für BMW ausgegeben.
 
07.10.2017 – Straßenhändler erstmals von Razzia betroffen
Erstmals fanden in Kaliningrad Razzien bei Straßenhändlern statt, die Sanktionsware, häufig illegal aus Polen eingeschmuggelt, aus dem Kofferraum ihres Fahrzeuges, unter Missachtung sämtlicher Hygieneanforderungen und ohne Handelslizenz verkaufen. Die Razzien fanden durch die Polizei und die landwirtschaftliche Aufsichtsbehörde statt. Beschlagnahmt wurden mehr als 100 Kilo Sanktionsware – im wesentlichen Fleisch- und Milcherzeugnisse. Durch die Polizei wurde für fünf Händler ein Strafverordnung ausgestellt.
 

 

06.10.2017 – Gouverneur Alichanow will einen Ersten Stellvertreter in der Regierungsstruktur
Ewig gehen die Diskussionen, ob die Kaliningrader Regierung einen Premierminister benötigt, der, ähnlich wie in der föderalen Regierung, die täglichen praktischen Geschäfte führt und dem Gouverneur den Rücken für strategische und politische Arbeit freihält. Die durch die Gebietsduma schon vor langer Zeit beschlossene Regierungsstruktur sieht eine derartige Funktion vor, die jedoch niemals – mit einer kurzen Ausnahme – so umgesetzt wurde. Die Ausnahme bestand im Jahre 2016, als während der kurzen zweimonatigen Amtszeit des Gouverneurs Sinitschew, dieser Anton Alichanow, den heutigen Gouverneur, als Premierminister einsetzte. Gleich nach seiner Ernennung zum Gouverneur verkündete Alichanow, dass er die Position des Premierministers nicht extra besetzen werde, sondern in Personalunion, wie alle anderen Gouverneure mit ausfüllen wird. Nun hat der Gouverneur in der Regionalduma beantragt, die Funktion eines Ersten Stellvertreters des Gouverneurs einzuführen. Seinem Antrag wurde durch die Duma bereits stattgegeben. Wie in der Meldung betont wurde, wird es zu keiner finanziellen Mehrbelastung für den Gebietshaushalt kommen, da der Erste Stellvertreter, zusammen mit dem ihm zugeordneten Apparat, aus bereits bestehenden Strukturen und Mitarbeitern kommt, Aufgaben umverteilt werden und somit zusätzliche Kosten nicht anfallen. Gegenwärtig gibt es in der Struktur der Gebietsregierung acht Vizegouverneure, wovon Alexander Schenderjuk-Schidkow, verantwortlich für den Realsektor, als der Kandidat für die neue Funktion des Ersten Stellvertreters in den Kaliningrader Medien gehandelt wird.
 
 
06.10.2017 – Verurteilung wegen Spionage
Ein Mitarbeiter des Flugzeuginstandsetzungswerkes, welches sich im Kreis Svetly bei Kaliningrad befindet, hatte versucht, geheime Informationen in die Vereinigten Arabischen Emirate zu schmuggeln und wurde dabei von den Sicherheitsorganen festgesetzt. Darüber informierte der Pressedienst des FSB. Informiert wurde, dass der Verhaftete Mitarbeiter des 150. Flugzeuginstandsetzungswerkes war und gegen den Erhalt einer Geldsumme einer ausländischen Organisation militärische Informationen geliefert habe. Er selber stellte den Kontakt zu der ausländischen Organisation her, scannierte in deren Auftrag Unterlagen und wollte diese dann persönlich in die Arabischen Emirate bringen. Der gesamte Vorgang wurde durch den FSB der Ostseeflotte „betreut“. Im September fand der Gerichtsprozess statt. Das Urteil lautete auf 1,5 Jahre Freiheitsentzug, ausgesetzt zur Bewährung mit einer Bewährungszeit von drei Jahren.
 
 
06.10.2017 – Liebesschlösser verschwinden von der Brücke
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk lässt alle „Liebesschlösser“ von der Honigbrücke auf der Kant-Insel entfernen. Grund hierfür ist, dass bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft der obere Teil der Brücke instandgesetzt werden soll und somit die Schlösser stören. Der Zustand der Brücke ist insgesamt bedenklich – sowohl der obere, wie auch der untere Teil. Um den Teil der Brücke instand zu setzen, der sich unterhalb des Wassers befindet, werden 50 Mio. Rubel benötigt. Da das Geld nicht vorhanden ist, werden diese Arbeiten auch nicht durchgeführt. Da die Brücke praktisch durch den Fahrzeugverkehr nicht genutzt wird, kann man sich mit der Instandsetzung auch Zeit lassen – so der Bürgermeister. Der obere Teil wird so instandgesetzt, wie er zu früheren Zeiten war. Keinerlei Asphalt wird verbaut. Angesprochen auf die Vorhängeschlösser, die er entfernen lassen will, versprach der Bürgermeister für diese nette Tradition eine andere Alternative zu finden, damit die Jungvermählten auch zukünftig ihre Liebesschlösser anbringen können. Nur unmittelbar am Brückengeländer wird dies nicht mehr zugelassen werden. Die Schlösser, die sich an der Brücke befinden, haben jetzt bereits ein Gewicht von 1,5 Tonnen und diese Belastung soll es zukünftig nicht mehr geben.
 
06.10.2017 – Neue Militärtechnik in Kaliningrad zur Verhinderung von Mobiltelefonaten?
Die Agentur REUTERS spricht die Vermutung aus, dass Russland in Kaliningrad über neue Technik verfügt, die in der Lage ist, großflächig die Nachrichtenverbindungen der Mobiltelefonnetze auszuschalten. Das würde erklären, warum im Monat September Probleme in lettischen Mobiltelefonnetz des Anbieters LMT entstanden waren. Wie weiterhin berichtet wird, soll Russland im September entsprechende Einsatztest durchgeführt haben. Zielland ist eigentlich Schweden gewesen, aber miterfasst wurde, wohl eher unbeabsichtigt, auch Lettland. Wie Vertreter der NATO informierten, liegen Informationen vor, wonach Russland im Rahmen der Übung „Sapad-2017“ derartige Anlagen getestet hat, die in der Lage sind, alle Mobilsignale komplett auszuschalten oder Störungen zu verursachen. Russland ist in der Lage, mit einfachen Mitteln, großflächig und auf große Entfernung dieses Ziel zu erreichen.
 
 

 
05.10.2017 – Gründung Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad
Am 4. Oktober fand die offizielle Gründung des Kultur- und Geschäftszentrums der Russlanddeutschen im Kaliningrader Gebiet statt. Vorausgehend wurde eine Delegation der Bundesrepublik Deutschland in der Kaliningrader Gebietsregierung empfangen. Die deutsche Delegation wurde geleitet vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk. Durch den Vertreter des Gouverneurs Alexander Torba wurde hervorgehoben, dass in Kaliningrad alle Voraussetzungen gegeben sind, damit sich gesellschaftliche Organisationen entwickeln können. Eine dieser Organisationen ist das heute gegründete Kultur- und Geschäftszentrum der RusslandDeutschen in Kaliningrad. Das Kultur- und Geschäftszentrum wird auf der Grundlage von Entscheidungen einer gemeinsamen russisch-deutschen Regierungskommission handeln. Durch Hartmut Koschyk wurde hervorgehoben, dass diese Regierungskommission heute das effektivste Instrument in der Gestaltung der russisch-deutschen Beziehungen ist.
Die Arbeit des Kultur- und Geschäftszentrums der RusslandDeutschen wird sich prinzipiell von der Arbeit der Vorgängerorganisation unterscheiden, die ihre Arbeit im Zusammenhang mit mehreren Skandalen und der Zuerkennung des Titels „Ausländischer Agent“ eingestellt hat. Die Aufgabe des neuen Zentrums besteht in der Bewahrung der Sprache und Traditionen der RusslandDeutschen. Ergänzt wird diese Arbeit jetzt durch wirtschaftliche Foren und die Schaffung von Kontakten zwischen russlanddeutschen klein- und mittelständischen Unternehmern. Eine politische Arbeit irgendwelcher Art ist vollständig für diese neue Organisation ausgeschlossen.
 
Foto: Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums der RusslandDeutschen im Kaliningrader Gebiet
 
05.10.2017 – Airport und „Insel“ unter föderale Kontrolle genommen
Das föderale Ministerium für Sport hat den Kaliningrader Airport „Chrabrowo“ und die „Insel“ unter besondere Kontrollaufsicht genommen. Beide Objekte sind für die erfolgreiche Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 von besonderer Bedeutung. Diese besondere Form der Aufsicht durch föderale Organe macht sich erforderlich, weil bei beiden Objekten die Arbeiten mit Zeitverzögerung laufen. Betont wurde, dass das Stadion an sich in einer hohen Stufe der Fertigstellung befindet. Sorgen bereitet den föderalen Verantwortlichen die gesamte Infrastruktur auf der Insel, einschließlich der weiteren Verfestigung des Baugrundes.
 
Foto: Stadion „Kaliningrad“ und Preise für die Eintrittskarten zu den Spielen
 
05.10.2017 – Kaliningrad wartet auf Geld aus der Europäischen Union
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass die Stadt auf eine weitere finanzielle Hilfe aus der Europäischen Union warte, um die Rekultivierung des Max-Aschmann-Parks fortsetzen zu können. Einen Antrag auf die entsprechenden Gelder wurde gemeinsam mit der Stadt Elblong und Kentschin gestellt. Die Gelder werden im Rahmen von Fonds für die grenznahe und überschreitende Zusammenarbeit durch die EU zur Verfügung gestellt. Mit den Arbeiten zur Rekultivierung des Max-Aschmann-Parks wurde im Jahre 2013 begonnen.
 
Foto: Projekt zur Wiedererrichtung des Max-Aschmann-Parks im Norden der Stadt Kaliningrad
 
05.10.2017 – Alichanow bittet Putin um Unterstützung bei Stadionunterhalt
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den russischen Präsidenten Putin um Unterstützung bei der Unterhaltung des Stadions nach Abschluss der Fußball-Weltmeisterschaft gebeten. Alichanow hat jedoch nicht nur um Unterstützung des Präsidenten für Kaliningrad gebeten, sondern auch für die Objekte in allen anderen Ausrichterstädten der Weltmeisterschaft gesprochen, denn es scheinen viele dieser Städte mit dem täglichen Unterhalt derart großer Objekte finanziell überfordert zu sein – zumindest bis zu dem Zeitraum, wo Nachnutzungskonzepte zu greifen beginnen. Der jährliche Unterhalt des Stadions in Kaliningrad wurde mit 250-300 Mio. Rubel berechnet. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der russische Präsident sich dahingehend geäußert habe, dass das Konzept der weiteren Finanzierung der Stadien nochmals überdacht werden müsse. Ihm scheine die bisherige Lösung nicht optimal zu sein. Es sieht also so aus, als ob der Kaliningrader Gouverneur durch den russischen Präsidenten erhört worden ist.
 
05.10.2017 – Steineflüsterer nicht in der Lage mit Steinen zu flüstern
Vor einigen Tagen kritisierte der Bürgermeister Jaroschuk die Qualität der Arbeit vor dem Südbahnhof, wo gegenwärtig umfangreiche Arbeiten am Außenrevier stattfinden. Insbesondere die Qualität der Pflasterarbeiten bei altdeutschem Kleinpflaster wäre eine Katastrophe – so der Bürgermeister. Russen sind nicht in der Lage derartige Arbeiten durchzuführen – so der Bürgermeister Jaroschuk. Aber er kenne jemanden, der mit den Steinen spricht, ein absoluter Spezialist und den wird die Stadt holen, um die Arbeiter auszubilden. Nun stellte sich heraus, dass dieser Spezialist nur in der Lage ist mit größeren Pflastersteinen zu flüstern. Die kleineren Pflastersteine hören ihm nicht zu und er kann keine Ausbildung von Arbeitern vornehmen. Nun wurde entschieden, diese kleinen Steine nicht mehr zu verlegen, sondern wie üblich die ganz normalen Steinplatten einzusetzen.
 
Foto: Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz des Südbahnhofs in Kaliningrad
 
05.10.2017 – Oberteich wird instandgesetzt
Es sind erst wenige Jahre vergangen, seitdem der Oberteich und das Umfeld rekultiviert worden sind und jetzt, neben dem „Park der Jugend“ zu einem Anziehungspunkt für die Bürger und Besucher der Stadt geworden ist. Trotzdem zeigen sich eine ganze Reihe von baulichen Mängeln – so der Bürgermeister Jaroschuk – die bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft behoben werden müssen. Die dafür notwendigen Gelder werden jetzt in den zu planenden Finanzhaushalt für das kommende Jahr eingestellt.
Die Rekonstruktion des Oberteiches begann im Jahre 2006 und dauerte rund sechs Jahre. Die Kosten beliefen auf drei Milliarden Rubel. An der Rekultivierung arbeiteten zwei verschiedene Firmen nacheinander. Ein Problem des Oberteiches ist, dass dortige Objekte häufig Opfer von Vandalismus werden und die Instandsetzung dem Stadtsäckel Millionen Rubel kostet. So beschädigten Anfang Juni Jugendliche die dort befindlichen Biotoiletten und warfen 70 Meter Kanalisationsabdeckungen in den Teich. Die Bewachung des Teiches kostet jährlich 6,5 Mio. Rubel. Acht Sicherheitsbeamte reichen aber anscheinend nicht aus, um den Vandalismus zu verhindern.
 
Foto: Oberteich im Stadtzentrum Kaliningrads
 
05.10.2017 – Neuer Umweltschutzminister für Kaliningrader Regierung ernannt
Nach den Ankündigungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, nach den Wahlen nur einige kosmetische Änderungen im personellen Bestand der Regierung vorzunehmen, steht nach der heutigen Entscheidung schon die Frage, was er unter „kosmetisch“ versteht, wenn er, nach einem ergänzenden Kommentar erklärte, dass er mit 99,9 Prozent aller Regierungsmitglieder zufrieden ist. So hatte er einen Tag nach den Wahlen Anfang September seine eigene Sprecherin entlassen und einige Tage darauf die Leiterin der Pressestelle der Gebietsregierung. Die Entlassung des Ministers für Umweltschutz, der dieses Amt seit November 2015 bekleidete (Zukanow-Minister) ist die dritte Personalentscheidung und, nach weiteren vorliegenden Informationen, nicht die letzte. Es wurde informiert, dass der bisherige Minister selber um seine Entlassung gebeten hat, da seine Gesundheit eine weitere Amtsführung nicht zulasse.
Als neuer Umweltminister wurde Oleg Stupin berufen. Er war bisher stellvertretender Minister für Industrie und Handel in der Kaliningrader Gebietsregierung und kam Ende 2015 nach Kaliningrad. Offiziell wurde informiert, dass er, ebenso wie der Gouverneur, bis zu seiner Versetzung nach Kaliningrad, im föderalen Ministerium für Industrie und Handel gearbeitet haben soll. Bestätigende Informationen konnten aber Kaliningrader Medien darüber nicht finden.
 

 

04.10.2017 – Neuer Grenzübergang nach Litauen eröffnet
An der russisch-litauischen Grenze, im Bereich des Abschnittes Tschernyschewskoje, ist ein neuer Grenzabfertigungspunkt für den Zugverkehr eingerichtet worden. Ab sofort werden Passagier- und Güterzüge nicht mehr über Nesterow abgefertigt, sondern über den internationalen Eisenbahnübergang Tschernyschewskoje. Der erste Zug, der den neuen Übergang passiert hat, war der Passagierzug „Jantar“ am 2. Oktober in Richtung Moskau. Der Aufenthalt auf dem Grenzbahnhof beträgt nur noch zwei Minuten, im Gegensatz zu 40 Minuten in Nesterow. Warum sich allerdings die Gesamtfahrzeit des Zuges dann nicht auch um 38 Minuten verringert, bleibt wohl das Geheimnis der Russischen Bahn. Die Durchlassfähigkeit des neuen Grenzübergangs beträgt 24 Güterzüge und 10 Passagierzüge am Tag. Der Bau des neuen Grenzübergangs begann im Jahre 2005. Die russische Bahn investierte 1,9 Mrd. Rubel. Ein Teil der Investitionskosten kam auch von privaten Investoren.
 
 
04.10.2017 – Spannende Personalentwicklungen in Kaliningrad
Wie bereits informiert, steht in Kaliningrad im Oktober die Entscheidung an, wer der neue Bürgermeister der Stadt werden soll. Da es keine Wahlen mehr gibt, entscheidet eine Kommission aus paritätischer Anzahl Mitglieder der Gebietsregierung und des Stadtrates über das neue Stadtoberhaupt. Am Dienstag äußerte sich der jetzige Bürgermeister Alexander Jaroschuk dahingehend, dass er noch keine Entscheidung getroffen habe, ob er sich um diese Funktion bewerben wolle oder nicht. Er werde dies zu gegebener Zeit entscheiden. Gerüchte halten sich standhaft, dass es bereits beschlossene Sache sein soll, dass Alexander Jaroschuk nicht mehr Bürgermeister wird. Genährt werden diese Gerüchte durch andere Personalentscheidungen innerhalb der Gebietsregierung. Der erst Anfang des Jahres nach Kaliningrad gekommene Wladimir Maschkow, der anfänglich als Vizegouverneur gehandelt wurde, besetzte dann doch „nur“ die Funktion eines Beraters des Gouverneurs. Unmittelbar nach der Wahl am 10. September wurde er sehr mobil und zeigte sich in den Kaliningrader Medien mit verschiedenen Erklärungen und Meinungsäußerungen. Verwässert wurden alle diese Dinge wieder durch andere Meinungsäußerungen – auch durch den neugewählten Gouverneur Anton Alichanow, der informierte, dass Wladimir Maschkow in der Gebietsregierung bleiben werde. Nun wurde am Dienstag bekannt, dass er doch in die Kaliningrader Stadtverwaltung wechselt. Dort wird er – wie der Bürgermeister Jaroschuk bekanntgab – die Funktion des stellvertretenden Bürgermeisters für Stadtwirtschaft ausüben. Nachdem er bereits Bürgermeister einer großen (geheimen) Stadt und Berater des Gouverneurs gewesen ist und direkt aus dem Kreml für seine Arbeit angeleitet wird, käme diese Besetzung einer Degradierung gleich – wenn nicht andere Pläne bestehen.  
 
 
04.10.2017 – Keine Fußgängerbrücke zur WM2018
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass die geplante Fußgängerbrücke über den Pregel im Bereich des Sportkomplexes „Junost“ nicht bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 fertiggestellt sein wird. Er nannte als neues Datum „nicht früher als 2019“. Gegenwärtig werden technische Fragen mit der Baudokumentation gelöst. Die bisherige Projektierungsfirma wurde gewechselt. Es finden Treffen mit dem Investor statt und es sind schwierige Grundstücksfragen zu regeln. Daraus ergibt sich die Verschiebung des Baus dieser Brücke. Für den Bau der Brücke ist der Investor des Hotelkomplexes „Lastidie“ verantwortlich. Dies war eine der Beauflagungen, um die Baugenehmigung zu erhalten.
 
Foto: Projektentwürfe für die neue Fußgängerbrücke
 
04.10.2017 – Kaliningrad erhält neues Begrüßungs-Symbol
An der Einfahrt zum Seekanal, der in Richtung Stadthafen Kaliningrad führt, werden links und rechts uferseitig zwei riesige 110 Meter hohe Strommasten in Form eines Schiffsankers aufgestellt. 70 Meter Höhe hat die Stromleitungskonstruktion und 40 Meter Höhe die dekorativen aufgesetzten Schiffsanker. Um die Masten zu errichten werden Sondertransporthubschrauber eingesetzt. Diese Strommasten werden die größten Masten in ganz Russland, vielleicht sogar in Europa sein – so der Generaldirektor von „JantarEnergo“. Die Masten werden bis Jahresende aufgestellt sein – so die bisherige Planung. Die beiden Strommasten werden, nach Ansicht des Regionalministers für Kultur und Tourismus ein neues Wahrzeichen für die Stadt. Die Stromleitungen, die über den Seekanal verlaufen werden, befinden sich in einer Höhe von 60 Metern, so dass die Segelschulschiffe „Krusenstern“ und „Sedow“ problemlos passieren können. Klicken Sie auf das Foto, um zu einem Videofilm zu diesem Vorhaben zu gelangen.
 
Foto: Neues Wahrzeichen Kaliningrads am Eingang des Seekanals
 
04.10.2017 – Personalveränderungen im Kaliningrader Strafvollzug
Der Leiter der föderalen Strafvollzugsverwaltung im Kaliningrader Gebiet hat seinen Posten verlassen. Er arbeitete in der Funktion seit 2016 und wurde als Leiter der gleichen Behörde in die Republik Mordowien versetzt. Neuer Leiter der Behörde wurde der bisherige Erste Stellvertreter der Strafvollzugsbehörde Dmitri Rupp (Jahrgang 1972). Erst im August 2017 wurde er per Erlass des russischen Präsidenten aus dem Gebiet Samarsk nach Kaliningrad versetzt.

 

03.10.2017 – Bierbrauerei zu verkaufen
Die Firma „Heineken“ versucht weiterhin, ihre, Anfang des Jahres stillgelegte Produktionsstätte in Kaliningrad, auch bekannt unter der Bezeichnung „Ostmark-Brauerei“ zu verkaufen. Die nächste Verkaufsversteigerung findet am 5. Dezember statt. Verkauft werden insgesamt 29.000 Quadratmeter Industrie- und Lagerfläche, sowie fünf Grundstücke mit insgesamt 7,2 Hektar. Das Erstgebot lautet auf 250 Mio. Rubel. Sollte sich für diese Summe kein Käufer finden, wird die Verkaufssumme schrittweise auf bis zu 200 Mio. gesenkt.
 
 
03.10.2017 – "Kuh-Mörder" in Kaliningrad ermittelt und verurteilt
Die Firma „Miratorg“ ist eine der größten fleischverarbeitenden Firmen in Russland. Um den Bedarf, insbesondere in Kaliningrad zu decken, importierte die Firma in den letzten Jahren große Mengen von Rindern einer speziellen Zuchtsorte. Mitarbeiter dieser Firma zerlegten diese, nachdem sie das Schlachtalter erreicht hatten, zu handlichen Fleischstücken und „Miratorg“ verkaufte das „Mamorfleisch“ an regionale Abnehmer. Nun dachte sich ein ehemaliger Mitarbeiter dieses Unternehmens, dass man dieses Geschäft auch als Kleinstunternehmer betreiben kann und stahl seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Kuh und zerlegte diese in individueller Art und Weise, um dann ebenfalls dieses Fleisch an regionale Abnehmer zu verkaufen. Das gelang dem 40jährigen Kaliningrader aber nicht. Er wurde von einem Gericht zu 1,5 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht berechnete, dass, bei einem Durchschnittspreis von 2.500 Rubel für ein Kilo Mamorfleisch, der Verurteilte, mit der von ihm gemeuchelten Kuh, 295.000 Rubel Reingewinn hätte erwirtschaften können.
 
Foto: Glückliche Kühe in Kaliningrad entgingen der meuchelnden Hand eines Kriminellen
 
03.10.2017 – Restaurant-Festival in Kaliningrad
Vom 1. bis 15. Oktober findet in Russland ein Restaurant-Festival statt. In Kaliningrad haben sich zehn Restaurants an diesem Wettbewerb beteiligt. In diesem Zeitraum bieten die genannten Restaurants spezielle Gerichte an, die die Kunden bestellen und bewerten können. Das Festival ist bereits das zweite dieser Art in diesem Jahr. Das erste Festival wurde im Mai organisiert. Da dieses Festival ein großer Erfolg war, beschlossen die Organisatoren noch ein weiteres dieser Art in gleichen Jahr zu organisieren. Teilnehmer in Kaliningrad sind folgende Restaurants:
  • Molon Cafe,
  • Blutgericht (буфет восточно-прусской кухни «Блютгерихт»),
  • Steakhaus „Nautilus“ (стейк-хаус «Наутилус»),
  • PAB „London“ (паб «Лондон»),
  • Restaurantkette „Villa Tschento“ (сеть «Villa Ченто»),
  • “Baklaschan” («Баклажан»),
  • Steakhaus „Charing Cross“ (стейк-хаус «Charing Сross»),
  • Grill-Restaurant “Kartofan” (гриль-кафе «Картофан»),
  • “Parmesan” (траттории «Пармезан»),
  • „Peperontschino“ («Пеперончино»).
Die Restaurants schlagen verschiedene Gerichte zu einem fixierten Preis von 990 Rubel vor.
 
03.10.2017 – Großer Munitionsfund auf dem Airport „Chrabrowo“
Bei den laufenden Bauarbeiten zur weiteren Rekonstruktion des Airport Chrabrowo wurden 97 Geschosse für Flugabwehrgeschütze gefunden. Spezialeinheiten der RosGarde bargen die Geschosse und machten sie an einem dafür speziell vorgesehenen Ort unschädlich. Alle Geschosse stammten aus dem Zweiten Weltkrieg. Gegenwärtig werden umfangreiche Arbeiten zur Verlängerung der Start- und Landebahn sowie des gesamten Flugfeldes am Airport durchgeführt. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 soll der Airport in der Lage sein, alle bekannten Flugzeugtypen der Welt landen und starten zu lassen.
 
03.10.2017 – Chef der Wasser- und Schiffswirtschaft verhaftet
Der Chef der Wasserwege und Schiffswirtschaft des Kreises Gwardejsk ist verhaftet worden. Ihm wird Betrug vorgeworfen. Der verhaftete Beamte soll einem Unternehmer einen Vertrag zur Nutzung von Gewässern entlang des Flusses Pregel vorgeschlagen haben. Um im Sinne des Unternehmers zu entscheiden, sollte dieser dem Beamten 100.000 Rubel zahlen. Der Unternehmer stimmte dem zu, informierte den russischen Sicherheitsdienst FSB, zahlte die Summe und danach griffen die Sicherheitsbeamten zu. Gegen den Beamten wird ein Strafverfahren eingeleitet. Neben einer Freiheitsstrafe erwartet ihn die Entlassung, Berufsverbot als Staatsbediensteter und eine Strafe bis zum 70fachen der geforderten Schmiergeldsumme.

 

02.10.2017 – Neue Umfrage auf unserem Portal
Wie seit Jahren üblich, haben wir zu Anfang des Monats wieder eine Umfrage geschaltet. Schauen Sie links neben diesem Artikel – dort finden Sie unsere Frage, wie Sie über Facebook denken. Sie brauchen sich nicht zu registrieren. Einfach nur eine der drei vorgegebenen Antworten anklicken und Sie erfahren, wie andere über dieses Sozialnetzwerk denken.   
 
 
02.10.2017 – Weltmeisterschaft der Feuerwerker beendet
Am Wochenende wurde mit der Durchführung der vierten Etappe, die Weltmeisterschaften der Feuerwerker im Kaliningrader Gebiet beendet. An jedem Wochenende im September traten zwei Mannschaften an und zeigten ihr Feuerwerk-Können. Als Sieger in diesem Jahr ging die Firma "Macedo'S Pirotecnia“ aus Portugal hervor. Den zweiten Platz belegte "Nomad Art Multimedia“ aus Kasachstan und den dritten Platz "Enigma Fireworks“ aus Bulgarien. Den Preis „Publikumsliebling“ gewann die Firma "Pirotecnia Vulcano S.L.“ aus Spanien. Das Finale der Weltmeisterschaften wurden von 87.000 Besuchern in Selenogradsk besucht.
 
02.10.2017 – Stadt Sowjetsk baut Dioden-Springbrunnen
In der Stadt Sowjetsk wird für die Summe von 8,8 Mio. Rubel ein mit Dioden beleuchteter Springbrunnen gebaut. Der Springbrunnen wird Bestandteil eines ganzen Komplexes innerhalb einer Grünanlage sein. Finanziert wird das Projekt mit föderalen Geldern im Rahmen des Programms zur Gestaltung einer kulturvollen Umwelt. Der Komplex wird im Bereich der Gasse der Kosmonauten errichtet. Alle Arbeiten laufen auf Hochtouren. Der Springbrunnen selber befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Eingang des Stadtparks. Der gesamte Bereich wird so gestaltet, dass er mit dem schon gestalteten Bereich, insbesondere im Bereich des Denkmals „Königin Luise“ harmoniert. Die Gesamtarbeiten sollen bis Winterbeginn erledigt sein.
 
 
02.10.2017 – Gebäude der Kaliningrader Philharmonie in ernster Gefahr?
Kaliningrader Medien berichten, dass die Philharmonie bereits begonnen habe, Mitarbeiter zu entlassen. Dies soll im Zusammenhang mit Meldungen über den bedenklichen baulichen Zustand des Gebäudes und den Empfehlungen von Bauspezialisten stehen, die ehemalige deutsche Kirche sofort zu beräumen und für jeglichen Publikumsverkehr zu sperren. Seismologische Spezialisten hatten gewarnt, dass das Gebäude durch den instabilen Baugrund, einfach in der Tiefe verschwinden könnte. Es wird von einem Absacken des Gebäudes zwischen 8-10 Metern gesprochen. Die Kaliningrader Gebietsregierung wollte alle diese Meldungen nicht bestätigen. Es gäbe weder Entlassungen, noch befinde sich das Gebäude in einem baufälligen, gefährlichen Zustand.
 
02.10.2017 – Gouverneur Alichanow ist zu 99,9 Prozent zufrieden
Der am Freitag vereidigte Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist mit 99,9 Prozent seiner Minister und leitenden Beamten in der Gebietsregierung zufrieden. Deshalb wird es auch keine großangelegten Personalveränderungen geben – erklärte er den Journalisten. Allerdings wollte er sich auch nicht in Einzelheiten auslassen und vor den anwesenden Journalisten jeden einzelnen Minister charakterisieren. Auf die Frage der Journalisten, ob, wenn es schon keine Entlassungen gäbe, es vielleicht Minister gibt, die von sich aus, auf eigenen Wunsch kündigen, antworte der Gouverneur, dass ihm bisher keine Kündigungen zugegangen sind.
 
 
02.10.2017 – Herbsteinberufung hat in Kaliningrad begonnen
Im Kaliningrader Gebiet ist die Herbsteinberufung zum gesetzlichen 12monatigen Wehrdienst angelaufen. Einberufen werden wehrpflichtige Männer bis zum 31. Dezember 2017. Fast alle werden auch ihren Wehrdienst im Kaliningrader Gebiet ableisten. Darüber informierte der Pressedienst der Ostseeflotte. Die Wehrpflichtigen haben sich auf Aufforderung in den zuständigen Wehrkreiskommandos zu melden. Dort werden sie nochmals einer medizinischen Untersuchung unterzogen und auf die Truppenteile, entsprechend ihrer Eignung, aufgeteilt. Insgesamt arbeiten im Kaliningrader Gebiet 22 Einberufungskommissionen und neun Abteilungen der Militärkommissare. Einige wenige der Wehrpflichtigen werden ihren Wehrdienst als Ehrendienst in Moskau im Präsidenten-Regiment ableisten. Hier gelten höchste Anforderungen an die jungen Männer.

 


 
01.10.2017 – Samstag ist der letzte Tag der Kaliningrader Springbrunnen
Die Zeit der Kaliningrader Wasserspiele ist für diese Saison am Samstag wieder zu Ende gegangen. Seit dem 1. Mai konnten sich die Kaliningrader und ihre Gäste über die Wasserspiele an den verschiedensten Standorten der Stadt erfreuen. Erst vor wenigen Wochen kamen noch weitere Springbrunnen an der Sendeanstalt des staatlichen TV-Senders „WESTI“ hinzu, die sich am Unterteich befinden, der gegenwärtig rekultiviert wird. Im Verlaufe von einem Monat werden alle mobilen Teile der Springbrunnen in der Stadt demontiert und es beginnen parallel die Reinigungsarbeiten. Insgesamt verfügt die Stadt über 13 Springbrunnen. Die jährlichen Servicekosten belaufen sich auf drei Millionen Rubel.
 
Foto: Neue Springbrunnenanlage an der TV-Sendeanstalt „WESTI“ am Kaliningrader Unterteich
 
01.10.2017 – Gouverneur optimistisch zu föderalen Förderprojekten
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich optimistisch, dass fast alle bisher bekannten föderalen Infrastrukturprojekte für das Kaliningrader Gebiet auch realisiert werden. Die Unterstützung der Zentralregierung ist gegeben und somit ist auch die Finanzierung gewährleistet. Zu den Großprojekten gehört der Endausbau des nördlichen Teils der Umgehungsstraße um die Gebietshauptstadt, der Hafenneubau in der Kreisstadt Pionersk, der Bau eines onkologischen Zentrums in Kaliningrad. Weiterhin wird es eine beachtliche Geldsumme für die Rekultivierung von Höfen und Grünanlagen im Kaliningrader Gebiet geben.
 
 
01.10.2017 – Kaliningrader Regierung verkauft Geschenke
Im Rahmen der aktuellen russischen Gesetzgebung – ähnlich der deutschen Gesetzgebung – ist es Beamten und Staatsangestellten nicht gestattet, Geschenke anzunehmen und im persönlichen Besitz zu behalten. Handelt es sich um hochoffizielle Geschenke, so sind diese dem Eigentum der Gebietsregierung zu übergeben. Tragen diese Geschenke auch einen Teil persönlichen Charakter, kann der so Beschenkte einen Antrag auf Kauf des Geschenkes stellen. Eine Kommission schätzt den Preis ein und somit könnte sich der Beamte offiziell und korruptionsunverdächtig in den Besitz von interessanten Geschenken bringen. Nun hat sich wohl aber einiges in den letzten Jahren in den Archivräumen der Kaliningrader Gebietsregierung angesammelt, so dass man sich entschlossen hat, einen Teil der Geschenke zu verkaufen. Die Ausschreibungsagentur der Gebietsregierung wird eine öffentliche Versteigerung organisieren. So kann man einen Keramikteller „Royal Delft“ für 4.098 Rubel erwerben, wenn keiner mehr bietet. Weiterhin kommt eine mechanische Uhr „IMC“ unter den Hammer, ein Kugelschreiber für immerhin 165.000 Rubel, russische Briefmarken und weiteres Geschirr. Die Versteigerung findet am 16. Oktober statt.
 
01.10.2017 – Erster landwirtschaftlicher Supermarkt in Kaliningrad
Über die Schwierigkeiten der Supermarktkette „WESTER“ ist in den letzten Monaten ausführlich berichtet worden. Einerseits war die Firma bemüht, aufgelaufene Schulden abzubauen, andererseits begann man Immobilienobjekte zu schließen, zu verkaufen oder zu verpachten. Ein Teil der Objekte wird in ein neues Handelskonzept einfließen. Man wird sie zu landwirtschaftlichen Regionalmärkten umprofilieren und den einheimischen Landwirten aller Größenordnungen die Möglichkeit geben, in diesen Märkten ihre Erzeugnisse anzubieten. Als erster der landwirtschaftlichen Supermärkte wurde das Handelszentrum „Citi“ auf dem Moskauer Prospekt eröffnet. Das neue Konzept sieht vor, sämtliche Zwischenhändler auszuschalten. Der Käufer erhält seine Ware direkt vom unmittelbaren Erzeuger.
 
Foto: Haupteingang zum regionalen Citi-Landwirtschaftsmarkt und Blick auf das Angebot auf einem freien Markt im Stadtteil Selma in Kaliningrad
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Wochenblatt

   Kommentare ( 19 )

ru-moto Veröffentlicht: 1. Oktober 2017 23:14:30

[OKTOBER UMFRAGE Sozialnetzwerk "Facebook"]
Fake News-Kontrolle durch Facebook & Correctiv - nur Alternative im Visier.
Beiträge, die deutschsprachige Facebook-User markieren, werden von der Essener gGmbH untersucht. Sollten die Hohepriester der Wahrheit dann zu dem Schluss kommen, dass ein Beitrag das Label "Fake News" verdient, wird die Sichtbarkeit des Inhaltes auf Facebook eingeschränkt. De facto kommt dies einer Zensur gleich. Privatisierte Zensur durch priv. Dienstleister bleibt Zensur und ein Herrschaftswerkzeug der herrschenden (transatlantischen) "Elite".

Dass die System-Mainstream-Medien alles versuchen alternative Medien zu vernichten, um weiterhin die Lügen und Meinungshoheit zu besitzen, wird immer offensichtlicher. Bleibt daher nur die Abwanderung von fb.
Letztendlich liegt es in der Hand der Nutzer, ob dieses Vorgehen zum Erfolg führt. Wenn alle Benutzer Ihre Profile in diesem Klatsch-&Tratsch-Verein quittieren, anstatt es zu bewerben, erledigt sich das von alleine...

boromeus Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 20:56:31

.".der jährliche Unterhalt des Stadions in Kaliningrad wurde mit 250-300 Mio. Rubel ."...
Das sind 3,6 Millionen Euro für ein verhältnismässig kleines Station,von dem noch kein Mensch weiss welche Nachnutzung überhaupt geplant ist und ob das "Umzu" überhaupt rechtzeitig fertig wird..Wieviele Milliarden wurden hier für nur 4 Spiele versenkt und auch noch weiter versenkt werden.
Wieviel Strassen,Infrarstrukturen,Wasserleitungen,marode Krankenhäuser,Senioren und Kindertagesstätten hätte man davon sinnvollerweise instandsetzen können.....unfassbar!

boromeus Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 21:12:39

"die Qualität der Pflasterarbeiten bei altdeutschem Kleinpflaster wäre eine Katastrophe – so der Bürgermeister. Russen sind nicht in der Lage derartige Arbeiten durchzuführen "Wenn man natürlich Leute daran setzt, die kein Plan von derlei Arbeiten haben, wie soll dass das Ergebnis aussehen?Ich würde mir Notfalls einen handwerklich fähigen deutschen Steinsetzter holen,der auch ausbilden kann....aber
dann bleibt natürlich die Frage der möglich einsetzenden Germanisierung,oder noch schlimmer der Einmischung in innere Angelegenheiten...So hat man wiedereinmal Steuergelder für Material und Persolnalgelder verbraten an deren Ende ein völlig unbefriedigendes Ergebnis steht.Wie gehabt....war nicht anders zu erwarten..

boromeus Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 21:40:21

"So beschädigten Anfang Juni Jugendliche die dort befindlichen Biotoiletten und warfen 70 Meter Kanalisationsabdeckungen in den Teich. Die Bewachung des Teiches kostet jährlich 6,5 Mio. Rubel. Acht Sicherheitsbeamte reichen aber anscheinend nicht aus, um den Vandalismus zu verhindern."
Man kann noch weitere Jahrzehnte instandsetzen,es ändert sich nichts,weil das Grundproblem der Gleichgültigkeit und" ist ja nichts meins",nicht gelöst ist.Wochenende war ich im Stadtteil Ponarth unterwegs.Ein schöner See.Der Park zugemüllt ,jede Baumhöhle mit Plastikflaschen und Dosen verfüllt,Uferzonen verdreckt.Und wen interessierts?Erstmal ich!Solange man solchen Leuten nicht empfindlich auf den Fingern haut,besteht hier keine Hoffnung.Da kann man auch für Millionen den Aschmann Park restaurieren. Es wird nicht langen dauern,da wird der eine oder andere kommen und glauben ,das Eigennutz vor Gemeinnutz geht.Und dann dauert es nicht ganz lange ,dann wird man wieder von vorne anfangen müssen....

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 00:40:12

@Steineflüsterer nicht in der Lage mit Steinen zu flüstern
Herrje, die geben zu schnell auf. Um dieses Pflaster zu verlegen sollte ein Hilfeersuchen an eine deutsche IHK (Industrie und Handelskammer) ergehen. Die werden dann doch in der Lage sein einen Steinsetzer in Pension zum Anlernen nach Kalinigrad zu senden. Wobei anlernen untertrieben ist, das ist ein richtiger Ausbildungsberuf.

Uwe Kettmann Kettmann Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 08:44:52

.....pensionierte deutsche Handwerker und Firmenchefs nach Kalinungrad einladen. Habe ich einigen Firmen in Kaliningrad schon öfters geraten. Vielleicht hat der Handwerker noch Königsberger Wurzeln und dann läuft die Sache ! Ausbildungszentrum .- Patenschaften für russische Handwerker mit deutschen Lehrmeistern schaffen. Und gleich noch ein paar deutsche Berater für !!Melioration !! Berlin Königsberg sind 600 Kilometer. Jahrhunderte waren Deutsche Berater in Russland. Ja, klar Germanisierung...bei 1 % Deutsche im Oblast.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 20:05:48

05.10.2017 – Steineflüsterer nicht in der Lage mit Steinen zu flüstern
Da wollte ich zu diesem Thema mal was Neues schreiben. Denkste! Da waren andere viiiieeeel schneller. Ist aber gut so. Eure Vorschläge sind wirklich gut und auch umsetzbar. Meine Gedanken gingen in die Richtung der zurück gekehrten Rußlanddeutschen. Die kennen doch in Deutschland auch wieder jemanden, der jemanden kennt, der diese Arbeiten beherrscht. Ich weiß, wie gut das aussehen kann mit dem Kleinpflaster, wenn immer solche Halbbögen gesetzt worden sind. Aber man muß eben davon Ahnung haben.
Vielleicht bringt es Uwe ja fertig, dem Bürgermeister diese Vorschläge unter zu schieben. Ist ja ein schlaues Kerlchen, unser Uwe.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 21:06:53

... aber "uns Uwe" trinkt mit dem Bürgermeister kein Bierchen, wo man mal so nebenbei derartige Dinge rüberschieben kann.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 20:26:54

05.10.2017 – Oberteich wird - zum wiederholten Mal - instandgesetzt

Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, daß die "Instandsetzung" umgerechnet ca. 50 Millionen Euro gekostet haben soll. Wer ist denn daran noch reich geworden?

Die haben sich bestimmt gesagt, wenn in Deutschland das geht, wie mit dem BER, dem Stuttgarter Bf., der Hamburger Klimperscheune und noch weitere, dann ist dieses "kleine" Objekt Oberteich gerade mal ein Versuchsballon. Beim Kaliningrader Flughafen scheint das ja auch schon besser zu klappen. Dort waren schon größere Summen im Spiel, die man wie ein Magier verschwinden lassen kann.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 21:05:23

... dieser Teich ist etwas größer und hier sind nicht nur Promenadenarbeiten vorgenommen worden.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 6. Oktober 2017 23:00:47

@Neue Militärtechnik in Kaliningrad zur Verhinderung von Mobiltelefonaten?
Im Kleinen gibt es diese Anlagen auch für Zivilisten zu kaufen. Ich habe die angeschafft um Drohnen, die meinem Grundstück zu nahe kommen, zwangszulanden. GPS, WLAN und Mobilunk ist dann tot.

ru-moto Veröffentlicht: 7. Oktober 2017 02:04:57

[Im Jahre 2016 hat die Kaliningrader Gebietsregierung eine Milliarde Rubel für den Bau einer Straßeninfrastruktur zum geplanten neuen Produktionsstandort für BMW ausgegeben... und nichts tut sich bei der deutschen Firma BMW in Russland...]

Hat es Kaliningrad wirklich nötig, den Milliardären von BMW in vorauseilendem Gehorsam in den A.... zu kriechen???

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. Oktober 2017 03:20:33

08.10.2017 – Noch kein Unterstützungskonzept für Bevölkerungszuwachs durch Migration

Ich würde die erstere Gruppe unterstützen. Wenn diesen in Kaliningrad gesuchten Fachkräften mit ihren Familien bei Wohnung, Arbeit Schule und Kindergartenplatz geholfen wird, in KG wirklich seßhaft zu werden, dann ist auch das familiäre Umfeld in Ordnung und sie werden größtenteils auch bleiben.
Dann wird es auch Nachwuchs geben, sofern noch keiner oder nicht genügend da ist. Was dann später das Gebiet noch irgendwie helfen kann, wird sich doch erst zeigen, wenn die Würschel im Anmarsch sind.

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. Oktober 2017 03:25:19

ru-moto
Veröffentlicht: 7. Oktober 2017 02:04:57

Obwohl es bei diesem Projekt um wirklich viel geht, sollte sich die RF von den Bayern nicht an der Nase herum führen lassen. Auf mich macht es den Eindruck, daß BMW sich noch irgendwelche Zugeständnisse und Vorteile versprechen lassen will. Nach dem Motto, laßt mal die Russen der einzelnen Standorte sich mit Angeboten überbieten, ohne daß wir was fordern.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. Oktober 2017 08:34:46

... ja, diesen Gedankengang hatte ich auch.

.g Radeberger Veröffentlicht: 9. Oktober 2017 03:04:35

09.10.2017 – Jeder biegt sich Zahlen wie er sie braucht

Das übliche Spielchen wie auch in old Germany. Kann man eine hohe Zahl von Regierungsseite nicht gebrauchen, dann wird die Teilnehmerzahl z.B. bei Pegida großzügig nach unten gerechnet. Ein paar Wochen später, wenn es um die große Gefahr am rechten, am rechteren oder gar am rechtesten Rand geht, dann sind die Teilnehmerzahlen auf einmal wieder sehr hoch. Geht es um verletzte Polizisten, dann war der rechte gewalttätige Mob natürlich in der Überzahl. Sonst hätte man es den Krawallos so richtig heimgezahlt.

boromeus Veröffentlicht: 10. Oktober 2017 10:29:04

"Kaliningrader Verantwortliche wollen Teile des ehemaligen Jagdhauses von Kaiser Wilhelm II.wieder in die Rominter Heide zurückführen"Das macht auch richtig Sinn.Jetzt ,wo die Fragmente schon fast verrottet sind.Wenn man statt Plünderung und Zerstörung des Areals etwas weniger Hass auf alles "preussische" gehabt hätte,dann hätte man schon vor über 27 Jahre mit dem "unbraunen" jagdhistorischen Gebäude Romintens,Touristen in eines der schönsten Naturrefugien an der Rominte,im heutigen Krasno Lesje,der ehemaligen Rominter Heide heranziehen und damit Geld in die leeren Kassen spülen können .Bei manchen dauert es eben etwas länger, bis der Groschen,äh,Rubel fällt.Frage die sich stellt ,wie man den Zugang dorthin regeln will, da der Original Standort keine 500m vom polnisch-russischen Grenzzaun liegt?Müssen dann die Besucher dort, wenn sie Fußspuren im Sand hinterlassen auch den Grenzstreifen harken?Schaun wir mal ,ob das heisse Luft bleibt ,oder Realität wird.Besser spät ,als nie.

.g Radeberger Veröffentlicht: 15. Oktober 2017 21:30:08


16.10.2017 – Amerikanische Militärkolonne bewegt sich Richtung Kaliningrader Grenze

Da wird wohl an der Grenze zu Kaliningrad in den nächsten Tagen noch mehr los sein. In den Bundeswehrkasernen in Sachsen und auf den Straßen dieses an Polen grenzenden Bundeslandes treiben sich noch mehrere solche Besatzerkolonnen aus Bayern und anderen Standorten herum. Alle in Richtung Osten. einige hatten offensichtlich in der eile des Aufbruchs "vergessen" die Fahrzeugkennzeichen anzubringen. Aufmersame Sachsen haben das Ganze fotografisch für das Familienalbum gesichert, wo man bei RT ja auch Teilhabe nehmen kann.
Es wurde auch ein Zug mit Panzern festgestellt, der aber öffentlichkeitswirksam in Richtung Westen fuhr. Natürlich war der Transporteur die Deutsche Bahn. Wer sonst?

.g Radeberger Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 01:49:35

16.10.2017 – Bemerkenswerte Öffentlichkeitsauftritte durch Rektor der Kant-Universität

Paßt diese Geschichte nicht auch in den Wirkungszeitraum eines Zukanow in KG?
Vermutlich wird vor April 2018 auch in diesem Fall nicht viel passieren. Denn der Herr Rektor ist doch nur der sichtbare Teil des Eisbergs.
Das Problem ist offensichtlich aber erkannt und wird - zu gegebener Zeit - gelöst werden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 07:04:21

... der Rektor ist seit 1998 Rektor und war davor Prorektor und davor auch in leitenden Funktionen an der Uni tätig. Seit 1982 hat er seine Laufbahn an der Uni gestaltet und "Spuren" hinterlassen. Vermutet wird, dass er sicherlich bald seine Rente genießen kann, denn am 18. Juli wurde er 60 Jahre alt und normalerweise geht man mit 60 in Russland in Rente.Dem steht entgegen, dass der russische Premier Medwedjew ihn erst Mitte 2016 für weitere fünf Jahre zum Rektor ernannt hat.

Hauke Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 15:25:42

Das Gebiet des ehemaligen Flugplatzes ist Denkmal geschützt?
Was ist denn da zu schützen?
Zusammen schieben und was Neues drauf wäre wohl angebracht.
Vielleicht Ferienhäuschen im alten russischen Stiel und den von mir so vermissten Campingplatz?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 16:28:18

... herkommen, Businessplan vorlegen, Genehmigung erhalten und loslegen.

Klaus Szelitzki Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 00:51:16

16.10.2017
Hallo und guten Abend, verehrter Herr Niemeier.
Mich bewegt eine Frage, die ich Ihnen gerne vorlegen möchte: Und zwar habe ich mich bereits vor längerer Zeit - nach Ihrer Aufforderung - ordentlich Registriert, was Sie mir bestätigten. Dennoch bekomme ich jetzt keine interessanten Ankündigungen mehr von Ihnen auf meine Webseite. Woran liegt das? Bin ich selbst der Schuldige, oder ist es ein techn. Fehler?
Für eine entsprechende Nachricht danke ich Ihnen bereits im Voraus
und verbleibe mit den besten Wünschen und Grüßen
als Ihr langjähriger Interessent Clasius38.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 07:39:22

... vermutlich haben Sie bei Ihrer Anmeldung vergessen an der Stelle einen Haken zu setzen, wo sie die "Newsletter" bestellen können. Das können Sie jederzeit nachholen. Melden Sie sich einfach so an, wie Sie es jetzt auch schon getan haben, um diesen Kommentar zu schreiben, gehen zu Ihrem Kabinett und setzen die Haken an den Stellen, die Sie für interessant für sich halten.

Hauke Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 14:05:47

Sie haben ja recht, man sollte nicht reden, sondern machen.
Würde ich ja gerne.
Nur leider reichen meine Ersparnisse dazu nicht aus
und als Rentner ist man nicht mehr Kreditwürdig.
Sollte Ihnen jedoch Jemand bekannt sein, der so was machen möchte, dann kann ich ihn gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Keine Angst das kostet nichts.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 14:26:57

... uffff, na Gott sei Dank - deutsche Rentner sollen ja eigentlich teuer sein, wie ich von mir selber ja weiß!

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