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Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Oktober 2017

Di, 31 Okt 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe Oktober 2017

 


 
31.10.2017 – Verkauft und doch nicht verkauft
Seit vielen Jahren, konkret seit 2005, steht ein Gebäude am Strand der Ostsee in Selenogradsk, dessen Besitzer die Firma „Gasprom“ ist. Es war ehemals als Hotel geplant, aber man kam nur bis zum Baustand „Rohbau“. Im Jahre 2010 gab es die ersten Versuche, das Gebäude per Verwaltungsbeschluss abreißen zu lassen. Dies gelang nicht. Im Jahre 2016 brannte dann die obere Etage des Rohbaus und dies veranlasste wohl „Gasprom“ endlich Schritte zu unternehmen, um sich von diesem Gebäude zu trennen. Dreimal wurden Ausschreibungen getätigt und bei der dritten Ausschreibung fand sich endlich ein Interessent, der das Gebäude kaufte. Allerdings nur theoretisch, denn bei den nachfolgenden Vertragsausarbeitungen gab es wohl keine gemeinsame Sprache, so dass das Objekt nun wieder zum Verkauf ausgeschrieben steht. Angebote können bis 28. November eingereicht werden. Die Auktion soll dann am 30. November stattfinden.
 
31.10.2017 – Überschwemmungen der Stadt sorgen für Sorgen der Stadt- und Gebietsverantwortlichen
Kaliningrader Stadtverantwortliche äußerten sich zu der entstandenen Situation in Kaliningrad, wo am Wochenende, durch große Regenfälle, große Teile der Stadt unter Wasser gerieten. Wesentlicher Grund – so die Stadtverantwortlichen – ist, dass die städtischen Flüsse und Bäche nicht in der Lage sind, derartig große Wassermengen aufzunehmen. Durch die großen Regenmengen im Verlaufe des Oktobers waren die Grundstücksflächen vielfach aufgeweicht und mit Wasser gesättigt und konnten somit keine neuen Wassermassen, so wie sie am Wochenende gefallen sind, aufnehmen. Auch die Flüsse und Bäche waren übervoll. Die Situation verschärfte sich noch in der Nacht vom Sonntag auf den Montag, wo durch ungünstige Winde weiterer Druck auf den Pregel ausgeübt wurde. Ein Abpumpen von Wasser aus den Kellern der Häuser ist sinnlos, da durch den allgemeinen Wasserdruck die Keller sofort wieder volllaufen würden. Die Hauptanstrengungen der Stadtverantwortlichen gehen dahin, den Wasserstand in den Flüssen und Bächen zu senken um damit ein Abfließen des Wassers aus den Straßen der Stadt zu ermöglichen.
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow scheint die Problematik etwas anderes zu sehen. Er bezeichnete die Überschwemmungen der Wohnhäuser und Straßen im Kaliningrader Gebiet als „massenhafte Erscheinung“, die darin begründet liegt, dass das System der Wasserentsorgung und der Pumpstationen in einem schlechten Zustand ist, was darin begründet liegt, dass verantwortliche Behörden ihre Aufgaben nicht erfüllen. Er kritisierte, dass immer wieder auf dem Papier gemeldet wird, dass alle System arbeitsbereit sind. In Wirklichkeit hat sich um Pumpen und andere technische Einrichtungen jahrelang niemand gekümmert. In Kaliningrad selber habe man alles zubetoniert, so dass es keine Flächen mehr gäbe, wohin das Wasser ausweichen könne.
 


Noch verbleiben einige Stunden, um an unserer Wissensfrage Oktober teilzunehmen. Wissen Sie, wie viele Einwohner das Kaliningrader Gebiet hat? Na dann los, klicken Sie die richtige Zahl an. Oder wissen Sie es nicht? Dann lassen Sie einfach Ihren Bauch sprechen, klicken eine der drei möglichen Varianten an und danach erfahren Sie alles ganz genau. Mitten in der Nacht zum 1. November ist es dann vorbei. Dann gibt es wieder eine Meinungsumfrage. Unseren Wissenstest finden Sie gleich links neben diesen Artikel, direkt unter unserem Auswahlmenü.

31.10.2017 – Kaliningrader Reisebüros enttäuscht über Saison 2017
Kaliningrader bezeichneten die Saison des Jahres 2017 als bedauerlich schlecht. Im abgelaufenen Sommer habe man bis zu 30 Prozent weniger Touristen empfangen. Ein noch größerer Rückgang ist zu verzeichnen bei Reisenden, die sich für eine längere Zeit in Kaliningrad aufhalten. Als Hauptgrund gaben die Reiseveranstalter das schlechte Wetter an. Ein weiterer negativer Punkt für den Rückgang der Touristenanzahl ist der hohe Preis für Flugtickets vom russischen Mutterland nach Kaliningrad und auch die hohen Preise für Hotelübernachtungen. Viele Hotelbetreiber haben nach der ausgezeichneten Saison im Vorjahr die Preise um bis zu 20 Prozent angehoben und waren nicht bereit, diese wieder zu senken. Die Reiseveranstalter beklagten weiterhin, dass viele Reisende die Vermittler ausgeschaltet haben und Hotelübernachtungen direkt gebucht haben. Weiterhin wird es immer populärer, Wohnungen für den Urlaubsaufenthalt anzumieten. Hier gibt es Zuwachsraten um bis zu 40 Prozent. Weitere Momente für den Rückgang der Reisefreudigkeit in Richtung Kaliningrad waren die neuen Möglichkeiten in Richtung Türkei, wo der Reiseverkehr wieder aufgenommen wurde. Ein weiterer negativer Punkt soll die Vorbereitung der Region auf die Fußball-Weltmeisterschaft sein. Es gibt in diesem Zusammenhang viele Unbequemlichkeiten durch Baustellen, die den Touristen nicht gefallen. Schon jetzt beklagen die Reiseveranstalter, dass es wohl kaum zu interessanten Touristenzahlen zur Weltmeisterschaft kommen wird. Die anreisenden Fans benötigen keine Reiseveranstalter. Sie kümmern sich selber um alles, insbesondere um Übernachtungen. Die Erfahrungen zum Föderalcup haben gezeigt, dass vielen Fans ein einfaches Zelt ausreicht.
Im Widerspruch zu all diesen Aussagen stehen die Informationen, die die Kaliningrader Gebietsregierung verbreitet. Nach deren vorliegenden Informationen sollen bisher 7,5 Prozent mehr Touristen nach Kaliningrad gereist sein als im Vorjahr. Aber auch hier kommt es zu Widersprüchen innerhalb der Gebietsregierung, die ebenfalls vor wenigen Wochen noch von einer schlechten Saison gesprochen hatte und meinte, dass man froh sein könne, wenn die Zahlen des Vorjahres erreicht werden. Schon wenige Tage später sprach man dann plötzlich von der o.g. Zuwachsrate.
 
 
31.10.2017 – Es ist nicht alles klar in der Angelegenheit „Attentat“ und „Bürgermeister“
In der vergangenen Woche soll es angeblich ein Attentat auf den Bürgermeister von Svetlogorsk gegeben haben. Zumindest hatte Alexander Kowalski dies selber lautstark gegenüber dem Regionalportal „Klops.ru“ erklärt. Während er sich einerseits weigerte, Anzeige bei der Polizei zu erstatten und diese auch nicht gerufen hatte, hatte er dafür gesorgt, dass die Kaliningrader Medien über einen „Schuss auf seinen Bauch“ berichteten. Die Korrespondenten von „Klops.ru“ konnten aber weder ein Geschoss, noch irgendwelche Verletzungen, noch nicht mal einen blauen Fleck am Körper des heutigen Ex-Bürgermeisters entdecken. Und so tauchte die Vermutung auf, dass er dieses Attentat selber organisiert rsp. ausgedacht hatte. Warum er dies tat und ob er damit in irgendeiner Art und Weise seiner Entlassung als Bürgermeister der Ostseestadt entgegenwirken wollte, ist nicht klar.
Allerdings haben die Medienmeldungen die staatlichen Organe veranlasst, eine offizielle Untersuchung des „Attentats“ einzuleiten. Ziel ist die Feststellung „aller Umstände im Zusammenhang mit dieser Meldung“, - so die Untersuchungskommission. Bisher wird Kowalski als Opfer im Rahmen der Untersuchungen bezeichnet. Eine gerichtliche Untersuchung hat keinerlei Anzeichen für einen Anschlag ergeben. Weitere Aussagen lehnt das „Opfer“ ab und verweist auf seine angegriffene Gesundheit.
 

 

30.10.2017 – Viel Wasser und viel Wind in Kaliningrad
Das zentrale und eigentlich einzig interessante Thema in den Kaliningrader Regionalmedien war die Überschwemmung der Stadt im Ergebnis starker Regenfälle und einer schlecht arbeitenden Kanalisation. Das Internet war voll mit Fotos der Stadt „Venedig des Nordens“. Durch Stadtverantwortliche wurde kommentiert, dass diese Überschwemmungen das Ergebnis der „Arbeit der Vergangenheit“ sind. Man hat sich nicht um die Instandhaltung und nicht um die Erhöhung der Durchlassfähigkeit des Kanalisationssystems gekümmert und die Baufirmen, die in Kaliningrad Baugenehmigungen erhalten, kümmern sich nicht um das Netz und nehmen auch keine Instandsetzungen vor, wenn sie bei Arbeiten die Kanalisation beschädigen.
 
 
30.10.2017 – Bürgermeister von Svetlogorsk tritt zurück
Am Sonntagmorgen begannen die Gerüchte über die bevorstehende Ablösung des Bürgermeisters von Svetlogorsk. Anlass für die Vermutungen war ein Post des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow in einem Sozialnetzwerk. Er hatte aus einem alten Film einen Filmausschnitt eingestellt, in dem eine Streitfrage mit den Worten endete: „Sie sind entlassen“. Die Kaliningrader Medien bezogen dies auf Zwischenfälle, die es in der letzten Zeit mit dem Bürgermeister von Svetlogorsk gegeben hatte. Am Sonntagnachmittag wurde dann bekannt, dass der Bürgermeister Alexander Kowalski von seiner Funktion zurückgetreten ist. Er teilte mit, dass er eine angegriffene Gesundheit habe, die es ratsam erscheinen lässt, diesen Schritt zu gehen. Er ist eine bekannte, skandalumwitterte Persönlichkeit im Kaliningrader Gebiet. Vorgeworfen wird ihm seit längerem, dass er seine Funktion als Bürgermeister von Svetlogorsk, die er seit 2013 innehat, für persönliche Interessen missbraucht. Einer der größten Skandale spielte sich um das sogenannte „Kowalski-Glas, einem gläsernen Hochhaushotel ab, welches direkt am Ufer der Ostsee errichtet werden sollte.
 
Foto: Das sogenannte „Glas“ in Svetlogorsk. Passend zum Geldverdienen, unpassend für die Landschaft.
 
 

 
29.10.2017 – Gedanken zur Komplettrekonstruktion des Prospekt Mira
Der für Stadtwirtschaft zuständige Bürgermeister Wladimir Maschkow informierte, dass man in der Stadtverwaltung den Gedanken einer vollständigen Rekonstruktion des Prospektes Mira nicht ad Acta gelegt habe. Wenn man eine Straße mit allen Bequemlichkeiten haben will, die dazu auch noch schön aussieht, so muss man eine komplexe Lösung für die gesamte Straße erarbeiten – so Maschkow. Das gegenwärtig erarbeitete Projekt sieht nicht nur die Rekonstruktion des Prospektes an sich vor, sondern auch der dortigen Gebäude. Insbesondere will man sich wohl den grauen Neun-Etagen-Gebäuden widmen, die keine Zierde der Stadt und Straße sind. Fragen zur Finanzierung und zu Zeiten für die geplante Rekonstruktion dieses Prospektes wurden nicht besprochen.
 
 
29.10.2017 – In genau einem Monat wissen wir es
Am 29. November will die Personalkommission, bestehend aus drei Mitgliedern der Gebietsregierung und drei Mitgliedern des Kaliningrader Stadtrats festlegen, wer einen Arbeitsvertrag als City-Manager angeboten bekommen. Wahlen zum Amt des Bürgermeisters gibt es nicht mehr. Kein einziger Kandidat hat bisher verbindlich zu erkennen gegeben, ob er sich bewerben wird oder nicht. Da sind wohl einige Dinge hinter den Kulissen noch nicht endgültig geklärt und somit kann man sich gesichtswahrend wohl heute noch nicht festlegen. Aber ab 2. November kommen die Namen auf den Tisch.
 
 
29.10.2017 – Winterzeit im Westen – im Osten zeitliche Stabilität
In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag wurde in den westlichen Demokratien die Winterzeit eingeführt. Da, nach westlicher Ansicht, Russland kein demokratischer Staat ist, gibt es somit auch keine flexible Uhr, sondern die Zeit bleibt in Russland konservativ starr. Während sich die Bevölkerung westlich der russischen Staatsgrenze am Sonntag dem Stress aussetzen muss, alle Uhren um eine Stunde zurückzustellen, können die Russen die Zeit nutzen, um sich zu erholen und eine Tasse Tee oder wahlweise auch Kaffee zu trinken. Für das rein praktische Leben bedeutet dies, dass die sommerliche Übereinstimmung der Uhrzeit zwischen der russischen Region Kaliningrad und Deutschland wieder aufgehoben wird und es ab sofort wieder eine Stunde Zeitunterschied gibt.
 

 

 
28.10.2017 – Drei Personalentscheidungen zum Wochenende in Gebietsregierung
Nun hat der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow auch seinem letzten Vizegouverneur grünes Licht für die Fortsetzung seiner Tätigkeit gegeben. Damit ist die zweite Führungsebene komplett ernannt, sofern der Gouverneur nicht plant, den Apparat der Vizegouverneure noch weiter aufzublähen. Der jetzige Bestand in Stellvertretern aller Art ist so umfangreich, wie in keiner anderen Regierung vor Beginn der Amtszeit von Alichanow.
Vizegouverneur Ilja Barinowa wird sich weiterhin um den Sozialblock kümmern und zeichnet verantwortlich für das Gesundheits-, Bildungs- sowie Sozialwesen.
 
 
Weiterhin bestätigte der Gouverneur zwei Minister aus dem Sozialblock in ihren Funktionen: den Gesundheitsminister Alexander Krawtschenko, der erst vor wenigen Monaten mit der Führung des Amtes betraut worden ist und die Bildungsministerin Swetlana Trusenewa.
Somit verbleiben noch die Sozialministerin und die Ministerin für Auswärtiges, die auf ihre Ernennung in der zweiten Führungsebene warten.
 
28.10.2017 – Trainingsstadien fast fertiggestellt
Zwei Trainingsstadions für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 sind so gut wie fertiggestellt. Der Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass die Stadien „Pionier“ und „Lokomotive“ einen Bauerfüllungsstand von 95 Prozent haben. In beiden Stadien muss nur noch eine weitere Schicht Asphalt aufgebracht und die Grünanlagen gestaltet und die Tribünen aufgestellt werden. Der Bürgermeister zeigte sich entspannt, da das schlechte Wetter der letzten Zeit gezeigt hat, dass das Drainagesystem der beiden Stadien gut funktioniert. Er informierte weiter, dass die Vertreter der FIFA keinerlei Beanstandungen zum Vorbereitungsstand der Objekte in der Stadt haben.
 
 
28.10.2017 – Bombendrohungen setzen sich fort
Auch am Freitag setzten sich die Bombendrohungen in Kaliningrad fort. Wieder war die Kant-Universität mit all ihren Gebäuden betroffen. 32 Gebäude der föderalen Bildungseinrichtung wurden am Nachmittag des Freitags evakuiert. Insgesamt verfügt die Universität in Kaliningrad über 50 Gebäude, einschließlich der Wohnheime. Weitere Informationen, sowohl zu den massenhaften Bombendrohungen des Vortages, wie auch am Freitag, lagen den Kaliningrader Medien nicht vor.
 
 
28.10.2017 – Stadt soll modernste ausländische Reinigungstechnik erhalten
Der neue stellvertretende Bürgermeister für Stadtwirtschaft Wladimir Maschkow hat den Kauf von sieben ausländischen Kehrmaschinen für die Stadt angekündigt. Er informierte, dass er gerade begonnen habe, sich mit der Arbeit der kommunalen Betriebe vertraut zu machen. In der abgelaufenen Woche hat er sich mit dem Kommunalbetries „Schistota (Sauberkeit) vertraut gemacht. Er ist dort alles zu Fuß abgelaufen, hat sich mit den Arbeitsbedingungen vertraut gemacht, hat sich jede Garage und jeden Lagerraum angeschaut und auch die Räume für die Aufbewahrung der Arbeitsschutzbekleidung. Für ihn gibt es auf diesem Gebiet keine „Kleinigkeiten“, alles ist wichtig. Er hörte dem Leiter der Einrichtung aufmerksam zu, wie der Stand der Vorbereitung auf die Winterperiode ist. Dabei informierte er über den Kauf von sieben Spezialfahrzeugen, die helfen sollen, das ewige Problem der Schneeberäumung besser in den Griff zu bekommen.
 
 
28.10.2017 – Ansagen im Nahverkehr werden zweisprachig
Bis Ende des Jahres erfolgen die Ansagen der Haltepunkte im öffentlichen Nahverkehr der Stadt Kaliningrad zweisprachig. Eine Forderung der FIFA zur Fußball-Weltmeisterschaft lautet, dass für die Haltestellenansagen neben der nationalen Sprache, auch die englische Sprache anzuwenden ist. Das wird nun durch die Stadt bis zum Jahresende umgesetzt. Neben der Benennung der Standard-Haltestellenbezeichnung, wird bei der Ansage auch auf besondere Dinge, wie z.B. „Fan-Zone“ und ähnliches hingewiesen. Auch nach Beendigung der Weltmeisterschaft wird es bei der Zweisprachigkeit bleiben. Man komme damit den Anforderungen des Tourismus entgegen. Die wichtigste Information in diesem Zusammenhang ist wohl aber, dass es der Stadt wohl doch gelingen wird, bis zum Beginn der Weltmeisterschaft ein Einheitsticket für den öffentlichen Nahverkehr, das sogenannte elektronische Ticket, einzuführen.
 
28.10.2017 – Wohnungsbau für Militärs wird weiter angekurbelt
In der Region Kaliningrad werden weitere 2.500 Wohnungen für Militärangehörige gebaut. Bereits in den letzten fünf Jahren haben 2.980 Militärangehörige eigenen Wohnraum erhalten. Alleine in diesem Jahr konnten 644 Vertragssoldaten mit ihren Familien eigene vier Wände beziehen. Darüber informierte der Pressedienst der Ostseeflotte.
Insgesamt verfügt die Armee in der Region über 4.500 Dienstwohnungen. Im Bau befinden sich gegenwärtig 1.537 Wohnungen, davon in Baltisk 999 Wohnungen. Wer keine eigene Wohnung hat, kann eine Wohnung mieten und erhält die Miete von der Armee erstattet. Nutznießer davon sind 1.500 Vertragssoldaten.

 

27.10.2017 – Personalentscheidungen in der dritten Führungsebene
Am Donnerstag gab es drei Personalentscheidungen in der sogenannten dritten Führungsebene in der Kaliningrader Gebietsregierung. Die bisherigen Leiter der Agenturen für
  • Städteplanung,
  • Preise und Tarife
  • Gebietseigentum
Können ihre Tätigkeit fortsetzen und erhielten die Ernennung in ihre neue (alte) Funktion vom Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow. Insgesamt verfügt die Kaliningrader Gebietsregierung in ihrer Struktur über zehn Agenturen und drei Dienste (vierte Führungsebene).
 
27.10.2017 – Nachkommen der Königin Luise will deutsche Universität eröffnen
Ein Nachfahre der 5. Generation der preußischen Königin Luise hat das Kaliningrader Gebiet besucht und zeigte sich beeindruckt von der Denkmalpflege die die Königin Luise betrifft. Bei einem Besuch im Kreis Selenogradsk sprach Volker Kraier, der eine Delegation aus der Stadt „Weststadt“ leitete, den Gedanken aus, eine Filiale der deutschen Universität „Europa Campus“ in Selenogradsk zu eröffnen. Er selber ist der Leiter dieser deutschen Bildungseinrichtung. Als Gesprächspartner hörte der Leiter des Kreises Sergej Koschewym dem deutschen Gast aufmerksam zu. Volker Kraier informierte, dass er einen nächsten Besuch im Sommer 2018 plane. Wie informiert wurde, beschäftigt sich die deutsche Universität mit der Ausbildung von Spezialisten auf dem Gebiet des Tourismus, des Hotelmanagements, Fußball- und Sportbusiness.
 
27.10.2017 – Datum für Festlegung des neuen Citymanagers präzisiert
Die Vorstellung der Kandidaten für das Amt des Citymanagers der Stadt Kaliningrad erfolgt am 24. November. Am 29. November wird dann während einer Sitzung des Stadtrats der Stadt Kaliningrad der Kandidat in die Funktion berufen, der den besten Eindruck bei der Personalkommission hinterlassen hat, die aus je drei Mitgliedern der Gebietsregierung und drei Mitgliedern des Stadtrats besteht. Gegenwärtig gibt es noch keinen offiziellen Kandidaten. Man geht davon aus, dass die Bewerbungen durch Interessierte ab 2. November, nach der Veröffentlichung der Ausschreibung in der offiziellen Stadtzeitung, eingereicht werden.
 
27.10.2017 – Deutscher Präsident äußert sich zur Angelegenheit „Deutsch-Russisches Haus“
Während seines Besuches beim russischen Präsidenten Putin am 25. Oktober 2017 nutzte der Präsident der Bundesrepublik Deutschland Steinmeier die Gelegenheit, sich zur Angelegenheit des „Deutsch-Russischen Hauses“ in Kaliningrad zu äußern. Er freue sich, so Steinmeier, dass man eine Lösung der Situation um das Deutsch-Russische Haus in Kaliningrad gefunden habe. Seine Freude äußerte er in einem Folgesatz zur Dankbarkeit über die Möglichkeit, an der Übergabe einer restaurierten evangelischen Kirche in Russland teilnehmen zu dürfen. Er kommentierte, dass man alle Möglichkeiten nutzen sollte, um die gegenseitigen Beziehungen zu verbessern, mit denen Deutschland gegenwärtig nicht zufrieden ist.
Anmerkung UN: Am 4. Oktober wurde nach einer relativ langen Vorbereitungszeit eine neue „Assoziation der RusslandDeutschen“ im Kaliningrader Gebiet ins Leben gerufen. Die bisher genutzte Immobilie in der ul. Jaltinskaja wurde an diese Organisation auf Bitten der deutschen Seite übergeben. Allerdings konnte die Kaliningrader Gesellschaft noch nicht feststellen, dass die neue Organisation der RusslandDeutschen in irgendeiner Form aktiv geworden ist.
 
27.10.2017 – Islamisten wollen kein Geld, sondern eine Moschee
Der Leiter der religiösen Organisation der Islamisten in Kaliningrad Irschat Chisamow erklärte, dass man die Kaliningrader Stadtverwaltung nicht deshalb verklagt habe, um die Gelder erstattet zu bekommen, die der Gemeinschaft an Schaden entstanden ist im Zusammenhang mit dem verhängten Bauverbot für die Moschee im Südpark, sondern nur darum, um gerichtliche Fristen zur Durchsetzung der Interessen der religiösen Gemeinschaft nicht verstreichen zu lassen. Wenn die Gemeinschaft nicht innerhalb von drei Jahren rechtlich tätig wird, besteht die Gefahr, alles zu verlieren: Geld und das Recht eine Moschee zu errichten. Wie Kaliningrader Medien berichten, hat die Stadtverwaltung bereits anerkannt, dass der Gemeinschaft finanzielle Verluste entstanden sind. Es verbleibt nur noch ein richterliches Urteil über die konkrete Höhe der Entschädigungszahlung. Genannt wird bisher eine Summe von 97,7 Mio. Rubel. Der Vertreter der Islamisten informierte über rechnerische Fehler und bezifferte die Forderungen auf 85 Mio. Rubel. Die Stadtverwaltung geht von rund 60 Mio. Rubel aus.
 
27.10.2017 – Wieder mal einen Großinvestor gefunden
Das Kaliningrader Gebiet hat wohl wieder mal einen Großinvestor gefunden – zumindest gibt es wortreiche Erklärungen hierzu und nette Fotos. Es handelt sich um eine Firma aus Südkorea die erklärt hat, dass man darüber nachdenke, eine Produktionsstätte für die Herstellung organischen Dämmmaterialien im Gebiet zu errichten. Wie der Pressedienst der Gebietsregierung informiert, soll es schon zur Unterzeichnung von vorläufigen Vereinbarungen in Seoul gekommen sein.
 
27.10.2017 – Grund unklar: Wieder Massenevakuierungen im Kaliningrader Gebiet
Im Verlaufe des Donnerstagnachmittags kam es, wie Kaliningrader Medien berichten, wieder zu Massenevakuierungen von Kaliningrader Einrichtungen. Die Medien nennen mit Stand 17:30 Uhr folgende Objekte:
  • Handelszentrum „Epizentrum“ im Stadtzentrum von Kaliningrad,
  • Handelszentrum „55“ in der Gorki-Straße, unweit des Stadtzentrums von Kaliningrad,
  • Mega-Handelszentrum in der ul. Osjornaja im Stadtzentrum,
  • Handelszentrum „Akropol“, gegenüber dem Zentralmarkt,
  • Handelszentrum „Plaza“ gegenüber dem Hotel „Kaliningrad“,
  • Handelszentrum „Klover“ am Platz des Sieges,
  • Handelszentrum „Equator“ im Stadtteil Selma,
  • Handelszentrum „Europa“ am Platz des Sieges,
  • Absperrung der Straße am Hotel „Deima“
  • Kinotheater in der Stadt Pionersk,
  • Kulturzentrum „Jantar Holl“ in Svetlogorsk,
  • Airport Chrabrowo,
  • Südbahnhof,
  • Hotel „Ibis“,
  • Kinotheater „Nowosti“,
  • Zentralmarkt in Kaliningrad,
  • Supermarkt „Viktoria“ in der Artilleriestraße,
  • Kinotheater „Kinoland“,
In der Meldung wird daran erinnert, dass heute in den Kinotheatern des Kaliningrader Gebietes die Premiere des umstrittenen Historienfilms „Mathilda“ stattfindet. Da die Innenverwaltung keinerlei Erklärungen abgibt, wird vermutet, dass es sich um eine Übung handelt. Am Freitag wird in Kaliningrad der Chef des föderalen Zivil- und Katastrophenschutzdienstes erwartet.
Ergänzung: Wie am Donnerstagabend bis 18.00 Uhr bekannt wurde, sollen 35 anonyme Anrufe mit Bombendrohungen eingegangen sein.
 

26.10.2017 – Erstes Spiel im neuen Stadion steht fest
Das erste Spiel im neuen Fußball-Stadion in Kaliningrad wird zwischen der Kaliningrader Mannschaft „Baltika“ und der Wolgograder Fußballmannschaft „Rotorom“ stattfinden. Als Termin wurde der 17. März 2018 festgelegt. Wie der kommerzielle Direktor der „Arena-Kaliningrad“ informierte, haben bis zum Beginn der Weltmeisterschaft in allen Stadien Spiele mit voller Auslastung stattzufinden. Somit ist klar, dass zum Spiel am 17. März das Kaliningrader Stadion mit 35.000 Zuschauern ausgelastet werden muss. Zu diesem Zeitpunkt muss das Stadion an sich vollständig einsatzbereit sein, wie auch die dazugehörigen Parkplätze und die Shuttle-Busse, die die Zuschauer zum Stadion bringen. Die Bauarbeiten am Stadion sollen bis Ende 2017 beendet sein. Neben dem bereits genannten Auftaktspiel, werden weitere Testveranstaltungen organisiert.
 
 
26.10.2017 – Litauen will keine Reorganisation der Transit-Eisenbahnstrecke
Das Transportministerium Litauens hat sich gegen eine Reorganisation der Transit-Eisenbahnstrecken ausgesprochen, die die Verbindung des Kaliningrader Gebietes zum russischen Mutterland über das litauische Gebiet gewährleistet. Eine Reorganisation dieser Eisenbahnstrecken entspricht nicht den nationalen Sicherheitsinteressen Litauens, wird als Begründung angegeben. Die Meinung wurde vom Minister persönlich geäußert. Diese Entscheidung ist eine Entscheidung nicht nur im Interesse der Sicherheit Litauens, sondern im Interesse der Sicherheit ganz Europas – meint der Herr Minister. Für Litauen ist es wichtig, diese Eisenbahnstrecke unter vollständiger Kontrolle zu halten. Er kommentierte, dass sich Europa noch nie so richtig klar war über die Bedeutung der Transitstrecke durch Litauen. Aber in der letzten Zeit wächst das Verständnis und Europa unterstütze Litauen in dieser Frage.
 
Foto: Kaliningrad in vollständiger Transportabhängigkeit von Litauen und Polen
 
26.10.2017 – Quälend langsamer Fortschritt in der Bildung der Kaliningrader Regierung
Am Mittwoch wurde ein weiterer Vizegouverneur durch den Kaliningrader Gouverneur im Amt bestätigt. Es handelt sich um Natalja Ischenko, die auch gleichzeitig das Amt der Sportministerin ausfüllt. Daneben ist sie noch für die Jugendarbeit in der Regierung zuständig. Sie selber ist die jüngste Vizegouverneurin in der Regierung und erst vor wenigen Monaten (April) nach Kaliningrad gekommen.
 

Insgesamt gestaltet sich der Prozess der Regierungsbildung recht zähflüssig, zumal der am 10. September 2017 gewählte Gouverneur Anton Alichanow informiert hatte, dass es keine wesentlichen Änderungen im Bestand der Regierung geben wird – er sprach von „kosmetischen Korrekturen“. Warum dann die Ernennungen/Bestätigungen im Amt schon sechs Wochen in Anspruch nehmen, ist für einen Außenstehenden unklar. So ist der gesamte Sozialblock der Regierung – begonnen beim Vizegouverneur und seinen drei zugeordneten Ministern (Bildung, Soziales, Gesundheit) noch nicht bestätigt. Auch die für Außenpolitik verantwortliche Ministerin, die dem Gouverneur direkt unterstellt ist, ist noch nicht ernannt oder im Amt bestätigt.
 
Grafik: Stand der Regierungsbildung per 25.10.2017, sechs Wochen nach den Gouverneurswahlen
 
26.10.2017 – Formalitäten zur Wahl des City-Managers geklärt
Die Wahlen zum Amt des Bürgermeisters der Stadt Kaliningrad sind abgeschafft. Zukünftig wird es wieder einen City-Manager geben. Dieser wird im Bewerbungsverfahren durch eine Kommission ausgewählt, die aus insgesamt sechs Personen besteht, paritätisch drei Personen aus der Gebietsregierung und drei Personen aus dem Stadtrat. Nun sind die Personen benannt worden, die den zukünftigen City-Manager am 24. November 2017 bestimmen werden. Das Schicksal des jetzigen Bürgermeisters Alexander Jaroschuk, wird also in, wenn er sich denn dem Auswahlverfahren stellt, in folgenden Händen liegen:
  • Andrej Kropotkin (Vorsitzender des Stadtrats), Andrej Schumilin (Stellv. Vorsitzender des Stadtrats), Oleg Bykow (Mitglied des Stadtrats)
  • Vizegouverneur Alexander Torba, Svetlana Nesterowa (Leiter Personalverwaltung der Gebietsregierung), Elena Orlowa (Leiterin der Rechtsabteilung der Gebietsregierung)
Bisher ist noch nicht ein einziger Kandidat bekannt, der sich um das Amt des City-Managers bewerben wird. Bisher figurierende Namen sind nicht offiziell und mehr in die Kategorie „Spekulation“ einzuordnen.
 
 
25.10.2017 – Touristengruppen sollen Anreisekosten erstattet bekommen
Während einer Pressekonferenz am vergangenen Montag verkündete der Kaliningrader Tourismusminister Andrej Jermak, dass man die Möglichkeit prüfe, Touristengruppen, die mindestens sieben Übernachtungen in Kaliningrad vornehmen, die Anreisekosten zu erstatten. Bereits jetzt gibt es ein Programm für Kindergruppen, deren Anreisekosten durch die Kaliningrader Gebietsregierung erstattet wird. Seit der Einführung dieses Programms ist es zu einem spürbaren Anwachsen der Anzahl von Kinderreisegruppen gekommen, so dass man von einem ähnlichen Effekt für Erwachsenen-Reisegruppen ausgehe. Im kommenden Jahr wird das Kinderprogramm fortgesetzt und es sind Gelder im Kaliningrader Haushalt für die neue Programmvariante eingeplant worden. In weiteren erklärenden Worten sprach der Tourismusminister dann aber von der „Erstattung eines Teils der Transportkosten“ und nannte eine Gesamtsumme von fünf Millionen Rubel, die zur Verfügung stehen. Somit ist klar, dass es sich hier um einen „Test“ handelt, der sicherlich keinen generellen Durchbruch in der Entwicklung der Touristenzahlen bringen wird.
Anm. UN: Merkwürdig sind auch die Meldungen Kaliningrader Medien in den letzten Tagen, die von einem Anwachsen der Touristenzahlen in diesem Jahr von 7,5 Prozent sprechen. Noch vor wenigen Tagen informierte die Gebietsregierung, dass man davon ausgehe, dass im günstigsten Fall die Touristenzahlen des Jahres 2016 erreicht werden, es vermutlich aber zu einem Rückgang kommt. Begründet wurde dies mit dem schlechten Wetter und der Wiedereröffnung der Türkei als Tourismusziel.
 
 
25.10.2017 – Personalernennungen in der Kaliningrader Gebietsregierung
Am Montagabend bestätigte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow den bisherigen Finanzminister der Regierung Viktor Porembski in seiner Funktion. Er gehört damit zu den ältesten Angehörigen der Kaliningrader Gebietsregierung. Seine berufliche Laufbahn begann er im Jahre 1994 in der Verwaltung des Kaliningrader Gebietes und arbeitete sich bis zum Finanzminister nach oben. Seine erste Ernennung zum Finanzminister erfolgte im Jahre 2010.
 
 
Am Dienstag erhielt Elena Seraja durch den Gouverneur die Bestätigung im Amt. Sie wird weiterhin das Superministerium für Regionalkontrolle leiten. Es handelt sich um ein relativ neues Ministerium, welches erst vor einem Jahr gegründet worden ist. Die Besetzung des Ministeriums durch von Seraja war umstritten, das ihre ehemalige Tätigkeit als Leiterin des Rechnungshofes nicht unumstritten war.
 
Eine weitere Ernennung bzw. Bestätigung im Amt betraf am Dienstag die Ministerin für Wirtschaft Ninel Salagajewa. Sie ist Jahrgang 1979 und wurde ebenfalls durch den Kaliningrader Gouverneur erst vor einem Jahr in diese Funktion geholt. Zuvor hatte sie eine Funktion im föderalen Ministerium für Regionalentwicklung inne. Ihre Übersiedlung nach Kaliningrad erfolgte im Jahre 2014.
 
 
25.10.2017 – Grenze dicht für 355 Kaliningrader
Die Grenzorgane des Kaliningrader Gebietes informierten, dass sie seit Anfang des Jahres für 355 Kaliningrader Bürger die Grenze nicht öffnen konnten und diese Personen an einer Ausreise gehindert habe.  Insgesamt wurden seit Anfang des Jahres 1.148 Personen mit ungültigen oder beschädigten Ausweisdokumenten festgestellt. Es gab sogar Personen, die ohne Ausweisdokumente die Grenze überschreiten wollten. 355 Personen musste deshalb der Grenzübertritt verwehrt werden. Insgesamt überquerten seit Anfang des Jahres 4,5 Millionen Personen und 2,2 Mio. Fahrzeuge die Kaliningrader Grenzpunkte. Am Airport wurden 1.800 Flugzeuge und an den Bahnhöfen mehr als 10.000 Züge abgefertigt. In den Kaliningrader Häfen wurden für den Grenzübertritt rund 4.000 Schiffe aller Klassen kontrolliert.
 
Foto: Grenzkontrollpunkte im Gebiet Kaliningrad
 
25.10.2017 – Spezialisten der Ostseeflotte suchen Schiffe und Flugzeuge
Spezialisten der Ostseeflotte sind im Einsatz, um Schiffe, U-Boote und Flugzeuge der Roten Armee zu finden, die während des Ersten und Zweiten Weltkrieges untergegangen bzw. abgestürzt sind und sich vermutlich auf dem Grund der Ostsee befinden. Suchgebiet sind die Territorialgewässer der Russischen Föderation, Gdansker Bucht und der Finnische Meerbusen, aber auch der Ladogasee. An der Suche nehmen auch Spezialisten des Zentrums für Unterwasserforschungen der Russischen geografischen Gesellschaft teil. Wie der Meldung zu entnehmen ist, verfügt man wohl über eine konkrete Liste von vermissten Objekten, deren Ort man jetzt eindeutig identifizieren will. Nach Auffinden der Objekte werden diese als Kriegsgräber klassifiziert und der genaue Standort in den Seekarten vermerkt.
 
25.10.2017 – Kaliningrader Bürger sollen Alternative für Liebesbrücke finden
Der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk hatte informiert, dass man in Kürze mit der Instandsetzung der sogenannten Honigbrücke auf der Kant-Insel beginnen werde. Diese Brücke ist auch dadurch bekannt, dass Jungvermählte hier ein „Liebesschloss“ anbringen und den Schlüssel in den Fluss werfen. Dadurch kommt es zu einer übermäßigen Gewichtsbelastung für die Brücke, die dafür nicht mehr vom technischen Zustand her, geeignet ist. Der Bürgermeister hat nun Alternativen vorgeschlagen und hierfür Vorbilder aus anderen Städten genommen. In der Stadtverwaltung stellt man sich einen „Liebesbaum“ vor, an dem die Ehepaare zukünftig ihre Schlösser aufhängen können. Auf der Internetseite der Stadtverwaltung kann man nun bis zum 12. November abstimmen, in welchen der Bäume sich die Kaliningrader am meisten verlieben können. Sollte jemand einen eigenen Projektentwurf haben, so nimmt die Stadtverwaltung auch diesen per elektronischer Post entgegen.
 

Foto: Liebesbäume in diversen internationalen Städten als mögliches Vorbild für Kaliningrad
 
25.10.2017 – Kaliningrader Gebietsregierung hofft auf Touristenflut zur Weltmeisterschaft
Die Kaliningrader Gebietsregierung geht von 120.000 Touristen aus, die die Stadt und das Gebiet während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2018 besuchen werden. Diese Meinung vertritt der Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak. Grundlage für diesen Optimismus waren statistische Werte die während des Föderationscups gesammelt worden sind. Der Minister glaubt aber auch, dass viele dieser Touristen nicht in Kaliningrad übernachten werden, sondern nur zu einem Spiel anreisen und danach sofort wieder abreisen werden. Für diejenigen, die länger bleiben, stehen 222 Hotels mit insgesamt 6.000 Zimmern zur Verfügung. Die Gesamtkapazität der Hotels beträgt 11.500 Personen. Zusätzlich gibt es aber noch andere Übernachtungsmöglichkeiten, wie Touristenbasen, Camping, Privatwohnungen.
 
Foto: Preise für Eintrittskarten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
 
25.10.2017 – Verhaftung eines Bauunternehmers in Moskau
In Moskau wurde ein Kaliningrader Bauunternehmer verhaftet. Er wird des Diebstahls von 70 Mio. Rubel im Rahmen des Baus einer Schule beschuldigt. Der 57jährige Bauunternehmer war aus Kaliningrad geflüchtet und versteckte sich im Moskauer Umfeld vor den Behörden. Moskauer Sicherheitsorgane entdeckten ihn dort und schafften den Unternehmer per Flugzeug wieder nach Kaliningrad. Sollten die gegen ihn geführten Untersuchungen zu einem Strafverfahren mit Verurteilung enden, drohen ihm bis zu 10 Jahre Haft. Im Jahre 2009 schloss die Kreisverwaltung Gussew mit dem Unternehmer einen Vertrag zum Bau einer Schule für 1.000 Schüler ab. Der Leiter des Kreises Gussew war informiert, dass die Arbeiten nicht erfüllt worden sind, gab aber trotzdem Anweisung, die vereinbarte Vertragssumme zu bezahlen. Somit erhielt der Unternehmer 70 Mio. Rubel, obwohl der Vertrag nicht erfüllt worden ist. Der weitere Baufortschritt verzögerte sich um zwei Jahre und die Gebietsregierung war gezwungen, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen. Im Jahre 2014 wurde die damalige Leiterin des Kreises Gussew, die 58jährige Galina Silenko zu fünf Jahren Freiheitsentzug auf Bewährung verurteilt.
 

 
24.10.2017 – Mehr Freiwillige zur Fußball-Weltmeisterschaft, als eigentlich benötigt
Die Vizegouverneurin Natalja Ischenko informierte, dass es in Kaliningrad mehr Freiwillige für die Unterstützung der Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft gäbe, als man eigentlich benötige. Die Zahl der Freiwilligen ist doppelt so hoch, wie der berechnete Bedarf. Gegenwärtig werden durch die Kant-Universität 1.300 Freiwillige ausgebildet und durch das Freiwilligenzentrum der Stadt Kaliningrad weitere 1.500 Freiwillige. Die Freiwilligen nehmen bereits jetzt an allen großen Veranstaltungen in Kaliningrad, aber auch in anderen russischen Städten teil, um sich praktische Fähigkeiten auf dem Gebiet anzueignen, auf dem sie während der Weltmeisterschaft 2018 eingesetzt werden sollen.
 
 
24.10.2017 – Kürzung der Finanzmittel für Glasfaser-Nachrichtenverbindung ins Mutterland
Kaliningrader Medien berichten von einer erheblichen Kürzung der föderalen Mittel für den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeits-Nachrichtenverbindung zwischen dem russischen Mutterland und dem Kaliningrader Gebiet, die auf dem Grund der Ostsee verlegt werden soll und die zukünftig die Abhängigkeit gegenüber Drittstaaten ablösen soll. Die Kosten waren ursprünglich mit 6,2 Milliarden Rubel veranschlagt worden. Jetzt stehen für den Bau nur noch zwei Milliarden Rubel zur Verfügung. In erster Linie war dieses Kabel dafür bestimmt, die Internetverbindung des Kaliningrader Gebietes zum russischsprachigen Segment zu gewährleisten. Gebaut werden soll diese Linie in den Jahren 2018/19. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt läuft die Internetverbindung über europäische Länder. Russische Anbieter haben eine direkte Linie bis an die litauische und polnische Grenze. Von dort aus ist man gezwungen, deren nationale Netze bis Kaliningrad zu nutzen. Für die Internetverbindungen werden aber durch diese Länder auch Weiterleitungen und Umleitungen über Lettland, Weißrussland, Estland, Deutschland und sogar Schweden genutzt. Spezialisten sind der Ansicht, dass vom rein wirtschaftlichen Standpunkt her, sich diese russische Linie nicht rechnen wird. Sollte der Bau allerdings aus geopolitischen Gründen erforderlich sein, treten wirtschaftliche Rentabilitätsberechnungen natürlich in den Hintergrund.
 
24.10.2017 – Personalveränderungen in Kaliningrader Gebietsregierung
Im Verlaufe des Montags wurde bekannt, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow einem weiteren, bereits im Amt befindlichen Vizegouverneur eine Verlängerung seiner Amtszeit mitgeteilt hat. Alexander Torba wird in der Eigenschaft als Vizegouverneur für Sicherheitsfragen, Innenpolitik und die Zusammenarbeit mit den Kommunen verantwortlich zeichnen. Er wurde in diese Funktion erst vor wenigen Monaten berufen. Somit verbleiben noch zwei Vizegouverneure, die auf ihre Ernennung warten.
 
 
24.10.2017 – Gattin des Bevollmächtigten des russischen Präsidenten wäscht schmutzige Wäsche
Die Gattin des Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für die NordWest-Region und Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Svetlana Zukanowa hat sich entschlossen, schmutzige Wäsche zu waschen. Dafür hat sie eine Wäscherei in der Stadt Gussew, dem Geburtsort ihres Gatten eröffnet. Als Kunden bevorzugt sie Schulen, Kindergärten und andere Kunden aus dem staatlichen Sektor. Der erste Kunde ihrer Schmutzwäscheeinrichtung ist der russische Sicherheitsdienst FSB. Die im Kreis Gussew ansässige Grenzeinheit hat einen Vertrag über 42.000 Rubel mit der Wäscherei abgeschlossen. Dafür wird dann 1.500 Kilo Schmutzwäsche in Sauberwäsche verwandelt. Frau Zukanowa hat als Rechtsform für ihr Unternehmen „Einzelunternehmer“ gewählt, d.h. sie zahlt sechs Prozent Steuer vom Umsatz oder 15 Prozent Steuern auf den Gewinn. Die von ihr genutzten Immobilien sind in dieser Rechtsform von den Immobiliensteuern befreit.

 

23.10.2017 – Auch am Sonntag Personalentscheidungen in Kaliningrad
Ganz hat der Kaliningrader Gouverneur nicht das geschafft, was angekündigt war – der Abschluss der Regierungsbildung bis zum Beginn der neuen Woche. Die gegenwärtige Übersicht zeigt, dass die neue Regierung zu 50 Prozent gebildet ist.
In der „Ersten Führungsebene“ ist hervorzuheben, dass der Gouverneur zwei Erste Stellvertreter für sich ernannt hat. Beide befanden sich auch schon früher im Rang eines Vizegouverneurs bzw. Leiter des Apparates der Regierung in der Struktur. Von den aus der alten Struktur vorhandenen sieben Vizegouverneuren, sind bisher vier Gouverneure ernannt. Es ist davon auszugehen, dass die verbliebenen drei Vizegouverneure ebenfalls im Amt bestätigt werden.
 

Auf der Ebene Minister sind von 12 real zu besetzenden Posten bisher nur fünf Ernennungen erfolgt. Hier könnte es durchaus noch zu überraschenden neuen Personalentscheidungen kommen.
 
 
Am Sonntag nutzte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow seine elektronischen „Spielzeuge“, um per Instagram zu zeigen, dass er mit Alexander Schenderjuk-Schidkow, den er Ende 2016 selber in die Regierung geholt hat, gut kann und ihn somit auch als Vizegouverneur behalten will. Die Medien hatten spekuliert, dass er zum Ersten Stellvertreter des Gouverneurs ernannt wird, aber diese Spekulationen sind nicht in Erfüllung gegangen. Auch hielten sich eine Zeitlang Gerüchte, dass dieser Vizegouverneur vielleicht doch nicht ganz den Erwartungen des Gouverneurs entspricht. Auch dies ist mit der Ernennung wiederlegt.
 
Instagram Gouverneur: „Viel Arbeit „hinter den Kulissen“. Duma, Dokumente, Pläne“ – kommentiert der Gouverneur
 
23.10.2017 – Kaliningrad bekommt neues Produzenten für Zement
In Kaliningrad wird ein Investor ein neues Zement bauen, um den Bedarf des Kaliningrader Gebietes vollständig decken zu können. Darüber informiert der Pressedienst der Gebietsregierung. Investor ist die Korporation „Ewrozement Grup“ – eine russische Unternehmensvereinigung. Damit wird die Abhängigkeit des Kaliningrader Gebietes zur Zementversorgung aus ausländischen Bezugs- und Lieferquellen beendet. Der Bau der neuen Produktionsstätte gehört zu den Prioritäten in der Entwicklung der Kaliningrader Industrie. In der Mitteilung wird hervorgehoben, dass die neue hocheffektive Produktionsstätte sowohl neue Arbeitsplätze schafft, wie auch dafür sorgt, dass die Steuereinnahmen der Region wachsen. Das Werk soll im Industriepark „Danor“ im Stadtkreis Gurewsk errichtet werden. Die Korporation „Ewrozement Grup“ gehört zu den fünfgrößten zementproduzierenden Firmen in der Welt und vereint 19 Zementproduktionsstätten in Russland, der Ukraine und Usbekistan.
 

 

22.10.2017 – Weitere Personalien in der Kaliningrader Regierung bekannt geworden
Am Samstag wurde bekannt, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow weitere Personalfragen in seiner Regierung entschieden hat:
  1. Der bisherige Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak ist in seiner Funktion bestätigt worden. Andrej Jermak ist einer der wenigen Minister, die noch aus der Zukanow-Regierung verblieben sind und der gebürtiger Kaliningrader ist.
  2. In seiner Funktion als Vizegouverneur wurde Harry Goldmann bestätigt. Auch er gehörte der früheren Zukanow-Regierung an.
22.10.2017 – Korruptionsanschuldigungen in Transportpolizei und Zoll
Die Kaliningrader Transport-Staatsanwaltschaft hat 31 Mitarbeiter der Transportpolizei und des Zolls zur Verantwortung gezogen. Die Staatsanwaltschaft hat Kontrollen der Durchsetzung der föderalen Gesetzgebung in den Behörden durchgeführt, insbesondere zu Fragen der Bekämpfung der Korruption, und dabei Verletzungen der Gesetzgebung festgestellt. Die Mitarbeiter dieser Organe hatten in ihrer Einkommenserklärung vorhandene Bankkonten und die dort angelegten Geldsummen verschwiegen. Der Vorgesetzte der Beamten wurde disziplinar zur Verantwortung gezogen, die betroffenen Mitarbeiter erhielten Gelegenheit, die Gesetzesverletzungen zu korrigieren. 20 Mitarbeiter der Transportpolizei und 11 Mitarbeiter des Zolls erhielten Disziplinarstrafen.
 
22.10.2017 – Gouverneur Alichanow kritisiert Sozialzahlungen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist davon überzeugt, dass es nicht wenige Bürger in Kaliningrad gibt, die sich Sozialleistungen auszahlen lassen, obwohl sie eigentlich darauf keinen Anspruch haben. Nur 56 Prozent aller ausbezahlten Sozialleisten haben einen konkreten Empfänger und das kann so nicht richtig sein – meint der Gouverneur. Um dieses Problem zu lösen, wird im Jahre 2018 im Kaliningrader Gebiet ein „System der elektronischen sozialen Zertifizierung“ eingeführt.
 

21.10.2017 – Alichanow hatte drei Wochen schlechte Laune
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow teilte der versammelten Presse mit, dass er in den letzten drei Wochen schlechte Laune hatte. Die war begründet durch die anstrengende und nicht immer leichte Arbeit am Haushalt des Kaliningrader Gebietes für das kommende Jahr. Aber letztendlich zählt nur das Erreichte und er konnte mitteilen, dass man für das Jahr 2018 einen Haushalt erarbeitet habe, welcher nur ein minimales Defizit aufweist. In der ersten Arbeitsvariante zeigte der Haushalt noch ein Defizit von 3,7 Mrd. Rubel auf. Dann konzentrierten sich alle in den letzten drei Wochen auf genau diese Zahl. Da keine Lösung gefunden wurde, entschied sich der Gouverneur nach Moskau zum russischen Finanzminister Siluanow zu fliegen und schon verbesserte sich seine Laune – sagt der Gouverneur. Er empfahl seinem regionalen Finanzminister Viktor Porembski, sich auf die Verteidigung des Haushaltes vor den Abgeordneten der Gebietsduma sehr gewissenhaft vorzubereiten, denn diese haben schon einen großen Fragenkatalog erarbeitet. Die jetzige Haushaltsvariante zeigt noch ein Haushaltsdefizit von 2,4 Mrd. Rubel auf. Einnahmen wurden mit 100,5 Mrd. Rubel berechnet und die Ausgaben belaufen sich auf 103 Mrd. Rbl. In den kommenden Jahren 2019 soll sich das Defizit auf 500 Mio. Rubel verringern und 2020 ist der Haushalt ausgeglichen. Hauptschwerpunkt der Ausgaben im Jahre 2018 werden die Bauten für die Fußball-Weltmeisterschaft sein sowie die weitere Vervollständigung der Industrieparks im Kaliningrader Gebiet.
 
 
21.10.2017 – Kaliningrader Gebietsregierung will Steuern für Kleinstunternehmen senken
Die Kaliningrader Gebietsregierung erarbeitet ein neues Gesetz, welche die steuerliche Belastung für Kleinstunternehmer weiter herabsetzt. Darüber informierte der Gouverneur Anton Alichanow während einer Sitzung des Rates für die Entwicklung des Klein- und mittelständischen Unternehmertums. Nutznießer dieser Steuersenkungen werden Unternehmen sein, die sich mit der Verarbeitung von Bernstein beschäftigen und Unternehmen in der Sozialsphäre, d.h. Kindergärten, Bildungsstätten, medizinische Praxen. Der Gesetzentwurf soll im Verlaufe des kommenden Monats den Abgeordneten der Gebietsduma zur Beratung vorgelegt werden.
 
21.10.2017 – Kaliningrad bittet um föderale Hilfe bei Wiederherstellung des Meliorationssystems
Die Kaliningrader Gebietsregierung wendet sich mit der Bitte um Hilfe an den föderalen Haushalt, um mit dessen Hilfe dringend notwendige Arbeiten zur Wiederherstellung des zerstörten Meliorationssystems im Gebiet durchführen und finanzieren zu können. Darüber informierte die Vorsitzende der Kaliningrader Gebietsduma Marina Orgejewa. Sie kommentierte, dass man über ein korrigiertes Budget, welches die Kompensierung von Verlusten durch das zerstörte Meliorationssystem vorsieht, das Problem nicht löst. Man löst das Problem dadurch, dass man das Problem beseitigt – sprich, das Meliorationssystem wieder arbeitsfähig macht, damit es zu keinen Überschwemmungen kommt und somit auch den Landwirten keine Verluste entstehen. Sie erinnerte daran, dass zu deutschen Zeiten das Meliorationssystem sehr gut entwickelt war. Die darauf folgende schwierige Periode brachte den Niedergang des Meliorationssystems mit sich. Jetzt hat die Region wieder begonnen, sich mit der Instandsetzung zu beschäftigen. Aber ohne finanzielle Hilfe aus dem föderalen Zentrum kann die Aufgabe nicht gelöst werden. Sie erinnerte daran, dass die regionale Landwirtschaftsministerin sich mit dem föderalen Landwirtschaftsminister in Moskau treffen wird und hofft, dass beide eine Lösung finden.
 
21.10.2017 – Kunsthistorisches Museum wird Filiale des Moskauer „Museums des Sieges“
Das Kaliningrader Kunsthistorische Gebietsmuseum wird seine Selbständigkeit verlieren und wird dem Projekt „Territorium des Sieges“ angeschlossen, welches durch das Moskauer „Museum des Sieges“ realisiert wird. Darüber informierte der Pressedienst des Museums. Ziel ist es, einen einheitlichen Museumskomplex zu schaffen, der die militärischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts widerspiegelt. Das Moskauer Museum ist bereit, mit seinen Filialen alle wissenschaftlichen und informellen Potenzen zu teilen und Hilfestellung bei der Nutzung von Erfahrungen in der Museumspädagogik zu geben. Wie der Direktor des Kaliningrader Museums Sergej Jakimow ergänzte, wird die Zusammenführung der Museen nicht im juristischen Sinne erfolgen. Der Status „Filiale“ bedeutet nur, dass man fachlich in einer Einheit arbeite. 
 

Foto: Kulturhistorisches Museum der Stadt Kaliningrad
 
21.10.2017 – Weitere Informationen aus der Gebietsregierung zu Personalveränderungen
Auch am Freitag setzten sich die Informationen zur Erneuerung der Kaliningrader Gebietsregierung fort.
  1. Eduard Batanow wurde überraschend der zweite Erste Vizegouverneur der Gebietsregierung. Er ist als Vizegouverneur für den finanziellen Bereich und alle damit im Zusammenhang stehenden Vorgänge, verantwortlich. Batanow ist keine neue Personalie. Er kam im August 2016 in die Kaliningrader Gebietsregierung.  
  2. Maxim Fedosejew wurde als Vizegouverneur im Amt bestätigt.
  3. Alexander Rolgynow wurde als Vizegouverneur im Amt bestätigt.
  4. Lewan Daraselia wurde zum Leiter der Agentur für Ausschreibungen ernannt. Seit Januar 2017 arbeitete er als Stellvertretender Leiter dieser Agentur.
 

20.10.2017 – Gouverneur zeigt Pessimismus zur Frage von ausländischen Investitionen
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow vertrat die Ansicht, dass in den letzten Jahren der Umfang an ausländischen Investitionen im Kaliningrader Gebiet keine Begeisterung auslösen konnte. Eigentlich müsste die Region, rein von der geographischen Lage, anziehend sein – meinte der Gouverneur. In der Region arbeiten viele Deutsche, Polen, Litauer. Wenn man aber über den Investitionsumfang in den letzten Jahren spricht, so löst dieser keine Begeisterung aus. Im vergangenen Jahr waren an Direktinvestitionen zwischen 155-160 Mio. USD zu verzeichnen. Gegenwärtig arbeiten in der Region rund 600 Unternehmen mit ausländischem Kapital. Er betonte, dass es bei einem Großteil dieser Firmen natürlich doch um russisches Kapital gehe, denn bei diesen Firmen befinden sich auch holländische Firmen, die durch Russen gegründet worden sind. Es gibt Firmen aus Luxemburg und es gibt Firmen im Rahmen von Avtotor, die einerseits ausländische Firmen sind, aber eigentlich russisches Kapital haben.
 
20.10.2017 – Kaliningrader Zollverwaltung zeigt Tendenzen auf
Die Kaliningrader Zollverwaltung informierte, dass die polnischen Benzinschmuggler fast vollständig das Interesse an dieser „geschäftlichen Tätigkeit“ verloren haben. Es gibt praktisch niemanden mehr, der sich mit dem Benzintransport von Kaliningrad nach Polen beschäftigt. Grund hierfür ist der Wegfall des kleinen visafreien Grenzverkehrs. Die normalen Visabestimmungen sind für eine derartige Geschäftstätigkeit unvorteilhaft. Vorteilhaft ist, dass es jetzt an den Wochentagen keine Schlangen mehr gibt und die Abfertigung schnell verläuft. An den Wochenenden ist aber nach wie vor Warten angesagt. Hier beginnen die Schlangen sich ab Samstagmorgen 5:00 Uhr zu formieren.  
Aber auch die Kaliningrader haben ihr Interesse an einem Teil der polnischen Waren verloren. So gibt es kaum noch Einfuhren von polnischem Alkohol nach Kaliningrad – so der Leiter der Kaliningrader Zollverwaltung. Das was jetzt noch eingeführt wird, sind einzelne Flaschen. Größere Mengen an Alkohol werden schon seit längerer Zeit nicht mehr in Polen eingekauft. Kaliningrad verfügt über eine eigene hochwertige Produktion und auch der Einzelhandelt verfügt über eine sehr breite Angebotspalette, so dass ein Kauf in Polen für die Kaliningrader nicht mehr interessant ist. Dazu kommt, dass durch die Kursentwicklung die Waren in Polen teurer werden.
 
20.10.2017 – Kaliningrader Gouverneur setzt Kosmetik in der Gebietsregierung fort
Am Donnerstag wurden eine ganze Reihe von Personalentscheidungen des Kaliningrader Gouverneurs bekannt, die er, im Ergebnis seiner Wahl am 10. September, als „kosmetische Änderungen“ bezeichnet hatte. Gleich nach der Wahl entließ er seine persönliche Pressesprecherin und die Leiterin des Pressedienstes der Gebietsregierung. Wenig später kam es zu ersten Änderungen in den Kreisen des Gebietes. Nun gab er am Donnerstag weitere Personalveränderungen bekannt und versprach, die Neubildung der Regierung bis Ende der Woche abzuschließen. Bisher wurde bekannt:
  1. Der bisherige Leiter der Administration des Gouverneurs Alexej Rodin, wird zum Ersten Stellvertreter des Kaliningrader Gouverneurs ernannt. Gleichzeitig behält er seine bisherige Funktion als Leiter der Administration.
  2. Dmitri Kuskow wurde in der Funktion als Minister für Industrie, Unternehmertum und Handel bestätigt. Er bekleidete diese Funktion bereits seit Januar 2017.
  3. Oleg Stupin wurde neuer Minister für Umweltschutz.
  4. Jelena Djatlowa wurde als Ministerin für die Infrastrukturentwicklung bestätigt. Sie hatte dieses Amt ebenfalls bereits bekleidet.
  5. In der Funktion als Landwirtschaftsministerin wurde Natalja Schewzowa durch den Gouverneur bestätigt. Auch sie hatte das Amt bereits bekleidet.
20.10.2017 – Ausländer wurde enteignet
Ein Bürger Algeriens wurde per Gerichtsbeschluss verpflichtet, ein Grundstück mit 1.200 Quadratmetern Fläche im Kreis Gurewsk, in das staatliche Eigentum zurück zu übergeben. Wie das Gericht feststellte, befand sich das Grundstück in der Kategorie „Landwirtschaftliche Nutzfläche“. Der Kreis befindet sich aber in der sogenannten Grenzzone und die Regelungen hierzu sehen vor, dass Ausländer in dieser Zone kein Eigentum an Grund und Boden haben dürfen. Der Ausländer übergab allerdings das Grundstück nicht dem Staat in der Frist, wie es festgelegt wurde (ein Jahr). Deshalb reichte der Staatsanwalt Klage bei Gericht ein, welches eine entsprechende Entscheidung fällte. Das Urteil ist gegenwärtig noch nicht rechtskräftig.
Anm. UN: Wie es überhaupt zu einem derartigen Vertragsabschluss kommen konnte, wo in der Registrierungsbehörde (Grundbuchamt) hochqualifizierte Juristen sitzen und jeden einzelnen Vertrag vor der Registrierung auf Gesetzlichkeit kontrollieren, bleibt wohl das Geheimnis dieser Behörde.
 
20.10.2017 – Bürgermeister Jaroschuk wird zitiert
Am Mittwoch meldeten Kaliningrader Medien, dass der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk den Bewohnern der Stadt Kaliningrad empfohlen hat, dass sie während der Fußball-Weltmeisterschaften lieber ihre Koffer packen und die Stadt verlassen sollen. Er führte aus, dass Kaliningrad für vier Gruppenspiele der Gastgeber sein wird. Mindestens eines dieser Gruppenspiele wird durch europäische TOP-Mannschaften ausgetragen werden. Da wird die Stadt mit 70-100.000 Touristen rechnen müssen. Natürlich werden nicht alle in das Stadion gelangen. Deshalb empfahl der Bürgermeister, dass diejenigen Kaliningrader, die nicht in die Natur fahren um sich zu erholen, niemanden verprügeln sollen. Er empfahl denjenigen, die die englische Sprache sprechen und verstehen, den Touristen zu helfen. Weiterhin versprach der Bürgermeister mit den Arbeitgebern zu verhandeln, dass diese ihren Mitarbeitern an den betreffenden Tagen arbeitsfrei gewähren. Weiterhin, so der Bürgermeister, wird es an diesen Tagen praktisch ein Fahrverbot für den Individualverkehr geben. Damit schafft man Freiheit für die Busse, die die Fußballfans in die Stadt bringen.
Anscheinend ist der Bürgermeister Jaroschuk durch die Medien verkehrt zitiert worden, denn gegenwärtig lässt er durch seine Juristen rechtliche Schritte gegen die Medien prüfen. Streitpunkt sind die angeblichen Äußerungen des Bürgermeisters, der den Kaliningrader Bürgern empfohlen haben soll, während der Weltmeisterschaft die Stadt zu verlassen. Wie ein Sprecher des Bürgermeisters mitteilt, wird man gegen die Medien nur dann vorgehen, wenn die Sache einfach zu beweisen ist. Für lange und komplizierte Gerichtsverfahren habe man allerdings keine Zeit. Man hoffe allerdings, dass die betroffenen Medien selber eine Richtigstellung vornehmen, so dass man den Rechtsweg nicht beschreiten muss.
 
20.10.2017 – Keiner wollte Geschenke kaufen
Durch die Kaliningrader Gebietsregierung wurde eine Verkaufsveranstaltung organisiert, während der Gegenstände verkauft werden sollten, die der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes oder andere Verantwortliche der Gebietsregierung in den letzten Jahren geschenkt bekommen hatten. Die Verkaufsveranstaltung wurde abgesagt, da nicht ein einziges Angebot für irgendeinen Gegenstand eingereicht worden war. Insgesamt wurden fünf Lose angeboten. Hierzu gehörten Teller, Uhren, Füllfederhalter, russische Briefmarken. Der teuerste Gegenstand war ein Füllfederhalter für den Preis von 165.000 Rubel.

 

19.10.2017 – Springt französischer Großinvestor ab?
Die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ musste feststellen, dass es seit Monaten keinerlei Aktivitäten zur weiteren Entwicklung des Projektes zum Bau eines Produktionsbetriebes durch die französische Firma „Arc International“ im Kaliningrader Gebiet gibt. Geplant war die Errichtung eines Werkes zur Produktion von nichtzerbrechlichem Tischgeschirr für den russischen Markt im Kaliningrader Gebiet. Vorgeschlagener Standort war der Industriepark in Tschernjachowsk. Wie die Korporation mitteilte, ist dies das einzige gegenwärtig von der Korporation betreute Objekt, wo es im dritten Quartal keinerlei Fortschritte gab. Das letzte Treffen mit Vertretern der Firma hat im Mai stattgefunden. Der Inhalt der Gespräche im Mai ist vertraulich – teilte die Korporation mit. Der Investitionsumfang der Vereinbarung zur Errichtung des Werkes mit Arc beträgt sechs Milliarden Rubel. Die Investitionsvereinbarung wurde im Juni 2016 unterzeichnet. Der Bau des Werkes sollte eigentlich schon Anfang 2017 beginnen.
 
 
19.10.2017 – Gebremste Entwicklung des Tourismus im Kaliningrader Gebiet
Das regionale Ministerium für Tourismus und Kultur verzeichnet eine gebremste Entwicklung der Anzahl der Touristen, die das Kaliningrader Gebiet besuchen. Im ersten Halbjahr haben nur 525.000 Touristen das Kaliningrader Gebiet besucht. Dies sind nur fünf Prozent mehr, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darüber informiert die Assoziation der Reiseveranstalter Russlands und bezieht sich auf Informationen aus dem regionalen Ministerium für Tourismus und Kultur. Noch im Jahre 2015 hatte man einen Zuwachs von 25 Prozent verzeichnet, im Jahre 2016 waren es sogar 30 Prozent. Als Grund für die gebremste Nachfrage nannten Experten das kalte Wetter im Sommer und die Abschaffung des 72-Stunden-Visums für Ausländer. Als weiterer Grund wurde die Wiederaufnahme des Tourismus mit der Türkei genannt. Für das Gesamtjahr erwarte man im besten Fall das Erreichen der Zahlen des Vorjahres oder sogar weniger Touristen.
 
 
19.10.2017 – Regierung will Mitarbeiter der Stadtverwaltung bestrafen
Anscheinend geht der Bau von Kinderspielplätzen in der Stadt nicht laut Plan vonstatten. Deshalb fordert der Vizegouverneur Maxim Fedosejew die Bestrafung der Verantwortlichen hierfür in der Kaliningrader Stadtverwaltung. Konkret handelt es sich um zwei Spielplätze, deren Bau durch die Firma „Lukoil“ finanziert wird. Im Jahre 2017 hatte sich die Firma „Lukoil“ verpflichtet, ein Dutzend Kinderspielplätze zu finanzieren: Fünf in der Stadt Kaliningrad und je einen Spielplatz in Swetly, Neman, Prawdinsk, Baltisk und Krasnosnamensk. Zwei Spielplätze in der Stadt Kaliningrad, einer im Südpark und einer in der Kastanienallee wurden noch nicht mal begonnen zu bauen und die Stadtverwaltung hat erst vor kurzem eine Ausschreibung hierfür gestartet. Der Vizegouverneur kritisierte die zuständige stellvertretende Bürgermeisterin und forderte die Bestrafung der ihr nachgeordneten verantwortlichen Mitarbeiter. Den Befehl zur Bestrafung der Mitarbeiter forderte der Vizegouverneur persönlich auf seinen Tisch zu sehen. Für alle anderen Spielplätze forderte er die Fertigstellung bis Ende Oktober. Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, „so wird es für alle Beteiligten ungemütlich werden“.
 

Foto: Privat finanzierter Kinderspielplatz in der Artilleriestraße in Kaliningrad
 
19.10.2017 – Stadionneubau in Kaliningrad mit hohem Baufortschritt
Der Baufortschritt für das Stadion zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Kaliningrad ist, im föderalen Maßstab, einer der besten aller neu zu errichtenden Stadien in Russland. Darüber informierte die Kaliningrader Gebietsregierung. Am Dienstag befand sich der Erste Stellvertreter des föderalen Bauministers Russlands Leonid Stawitzki auf der Baustelle und kontrollierte den Baufortschritt. Er erinnerte daran, dass alle Stadien bis Ende Dezember fertiggestellt und in Nutzung überführt sein müssen. Für Kaliningrad mache er sich keine Sorgen. Hier ist der Baufortschritt einer der besten in ganz Russland. Gegenwärtig werden die Bauarbeiten an den technischen Versorgungseinrichtungen beendet. Der Innenausbau nähert sich seinem Ende und die Sitzplätze für die Zuschauer werden intensiv eingebaut. Die Eröffnung des Stadions ist für Februar/März geplant.
Wenn Sie sich für den Baufortschritt des Stadions auf der „Insel“ interessieren – klicken Sie auf die Grafik und Sie sehen die Bauarbeiten in Echtzeit.
 
 

18.10.2017 – Kaliningrader Unternehmen sollen eigene Kindergärten einrichten
Das regionale Bildungsministerium hat vorgeschlagen, dass Kaliningrader Unternehmen in der Regio neigene Kindergärten einrichten. Die zuständigen Behörden untersuchen gegenwärtig den Bedarf und die Möglichkeiten für die Einrichtung von Kurzzeit-Kindergärten in kulturellen Einrichtungen und in Unternehmen. In erster Linie werden die Unternehmen angesprochen, die durch den Staat Subventionen für die Entwicklung von Produktionen und die Erhöhung des Umsatzes erhalten. Für ein vernünftiges Arbeitsklima, so das Bildungsministerium, ist eine entwickelte soziale Infrastruktur sehr vorteilhaft. Mit der Einrichtung derartiger Kindergärten unterstützen die Unternehmen aber auch die demographische Politik des Staates.
Weiterhin informieren die Regionalmedien, dass die Anzahl der Kinder, die einen Kindergarten besuchen, in den letzten sechs Jahren um 30 Prozent gewachsen ist. In realen Zahlen sind dies zusätzlich 15.000 Kinder, die, im Vergleich zum Jahre 2011, Kaliningrader Kindergarteneinrichtungen besuchen. Insgesamt besuchen im gesamten Kaliningrader Gebiet 50.000 Kinder eine Vorschuleinrichtung. Wartezeiten auf einen Kindergartenplatz gibt es seit 2016 nicht mehr im gesamten Gebiet.
 
18.10.2017 – Strukturveränderungen in der Kaliningrader Gebietsregierung
Wieder einmal wurde die Agentur für Fischereiwirtschaft der Kaliningrader Gebietsregierung liquidiert und die Aufgaben in das Landwirtschaftsministerium umgelagert. Der bisherige Leiter der Agentur, Andrej Michaljewitsch wurde zum stellvertretenden Minister für Landwirtschaft ernannt. Darüber informierte der Pressedienst der Gebietsregierung. Im Zusammenhang mit dieser Agentur wechseln ständig die Ansichten in der Gebietsregierung. Bis zum Jahre 2012 existierte die Agentur selbständig und wurde dann in den Bestand des Landwirtschaftsministeriums integriert. Im Jahre 2015 wurde die Agentur wieder ausgelagert und funktionierte selbständig. Nun wurde sie wieder dem Landwirtschaftsministerium eingegliedert.
Wie in der Pressemitteilung weiterhin betont wurde, wird auch weiterhin an der Optimierung der Struktur der Gebietsregierung gearbeitet. Es ist also davon auszugehen, dass es bis zum Jahresende noch weitere Veränderungen geben wird.
 
18.10.2017 – Kaliningrad erhält völlig neue „Liegende Polizisten“
In Russland gibt es für eine Reihe von Dingen recht originelle Bezeichnungen. So werden die, quer zur Fahrbahn eingerichteten Entschleuniger oder Verkehrsberuhiger, in Russland als „Liegende Polizisten“ bezeichnet. In Kaliningrad wurden diese in den vergangenen Jahren in großer Anzahl auf den Straßen an Unfallschwerpunkten, Fußgängerüberwegen, im Bereich von Schulen und Kindergärten, eingerichtet. Ein spürbarer Rückgang von Verkehrsunfällen an diesen Stellen war zu verzeichnen. Es gab aber auch negative Nebenerscheinungen, denn einerseits war die Qualität dieser Ausbremser niedrig und andererseits riefen diese Vibrationen hervor, die auf die Bausubstanz negative Auswirkungen hatten. Nun wird man, beginnend ab dem Jahre 2018, im Rahmen des Programms „Sichere und qualitativ gute Straßen“ eine neue Art „Liegender Polizisten“ bauen. Wie mitgeteilt wurde, haben diese Entschleuniger eine Trapezform. Das Fahrzeug fährt in dieses Trapez und wird gezwungen, um dieses Trapez wieder verlassen zu können, die Geschwindigkeit zu verringern. Der Vorteil ist, dass auch LKW jetzt gezwungen sind, die Geschwindigkeit zu verringern, während sie bei den bisherigen „Liegenden Polizisten“ diese einfach ignoriert hatten, was zu den genannten unerwünschten Vibrationen führte. Weiterhin werden alle Haltestellen für den Nahverkehr mit Parktaschen versehen und erhalten eine Beleuchtung. Für diese Maßnahmen stehen 625 Mio. Rubel aus dem föderalen Haushalt zur Verfügung. Das Programm selber beginnt 2018 und wird im Jahre 2025 abgeschlossen werden.
 
18.10.2017 – Gouverneur äußert sich zur Zukunft von BMW in Kaliningrad
Der Gouverneur äußerte die Meinung, dass man im März 2018 einen Vertrag mit der deutschen Firma BMW über den Bau eines neuen Werkes unterzeichnen könnte. Bei dem geplanten Vertrag handelt es sich um einen Sonderinvestitionsvertrag. Gegenwärtig arbeiten die Juristen beider Seiten an der Ausarbeitung dieses Vertrages. In Kürze soll, so der Gouverneur, ein Kooperationsvereinbarung unterzeichnet werden und danach folgt dann die Unterzeichnung des Sonderinvestitionsvertrages. Man gehe davon aus, dass die Unterzeichnung des Vertrages Ende Februar, Anfang März stattfinden kann. Baubeginn soll 2018 sein. Parallel laufen Gespräche zwischen BMW und Avtotor. Hier soll bereits prinzipielle Einigkeit erzielt worden sein. Der Sonderinvestitionsvertrag wird von vier beteiligten Seiten unterzeichnet: dem Konzern BMW, der Fahrzeugholding Avtotor, der Kaliningrader Gebietsregierung und dem föderalen Ministerium für Industrie und Handel.
 
18.10.2017 – Erfolgreiche Präsentation des FIFA-Siegerpokals
Mehr als 10.000 Kaliningrader und Besucher der Stadt haben das vergangene Wochenende genutzt, um den, aus sechs Kilo purem Gold bestehenden Siegerpokal für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018, auf dem Kaliningrader Platz des Sieges zu besichtigen. Kaliningrad war die neunte Stadt in Russland, die den Pokal der Öffentlichkeit präsentierte. Die Pokal-Tour begann am 9. September in Moskau. Im Verlaufe von 123 Tagen legt der Pokal mehr als 27.000 Kilometer innerhalb Russlands zurück und überquert dabei 11 Zeitzonen.

 

17.10.2017 – Leiter in der Verwaltung für Wirtschaftssicherheit der Innenverwaltung verhaftet
Die regionale Verwaltung der Untersuchungskommission Russlands hat ein Strafverfahren wegen Betruges unter Nutzung der Dienststellung gegen den Leiter der 3. Abteilung der Verwaltung für Wirtschaftssicherheit in der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes eröffnet. Gemeinsam mit ihm wurden bereits zu einem früheren Zeitpunkt Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter seiner Abteilung eingeleitet. Ermittlungsgegenstand ist das Verschwinden einer großen Menge von beschlagnahmten Zigaretten, die durch die Behörde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens beschlagnahmt worden war und die durch die jetzt Beschuldigten verkauft worden sein soll. Die Ermittlungen zeigen einen Erkenntnisstand, dass bereits alle drei Personen aus dem Staatsdienst entlassen sind und sich in Haft befinden. Die beschlagnahmten Zigaretten hatten einen Gesamtwert von 152 Mio. Rubel, wovon die, durch die drei Beschuldigten verkauften Zigaretten, einen Wert von 56 Mio. Rubel darstellten. 
 
17.10.2017 – Keine Frage auf Ehre und Gewissen, nur eine Wissensfrage
Wissen Sie, wieviel Einwohner das Gebiet Kaliningrad hat? Wenn Sie es wissen, sollten Sie schleunigst an unserer Wissensfrage teilnehmen, die gerade wieder frisch freigeschaltet wurde und wo wir genau die Zahl wissen wollen. Damit nicht zuviel phantasiert werden muss, haben wir schonmal drei Varianten vorgegeben. Eine davon – das können wir versprechen – ist die richtige Zahl. Sie müssen sich nicht registrieren, sondern ihren Mauszeiger nur ein wenig nach links von diesem Artikel bewegen und klicken. Jeder Klick macht uns nicht reicher, aber Sie – nämlich mit Wissen, denn nach dem Klick öffnet sich ein neuer Artikel mit Informationen, die Sie vielleicht noch nicht kennen.
 
 
17.10.2017 – Kreuz-Apotheke in Kaliningrad ist kein einfaches Drei-Etagen-Haus
Der Chefarchitekt von Kaliningrad Wjatscheslaw Genne, äußerte sich zum Stand der Rekonstruktion der Kreuz-Apotheke und meinte, dass es sich bei diesem Gebäude nicht einfach nur um ein dreistöckiges Gebäude handle, welches rekonstruiert werden soll. Alle bisher bekannten Pläne zu diesem Gebäude sind nach wie vor in Kraft. Gegenwärtig erarbeitet der Besitzer des Gebäudes die notwendige Arbeitsdokumentation. Dies wird wohl noch bis zum Frühjahr in Anspruch nehmen – so der Chefarchitekt der Stadt. Danach ist diese zur Expertise einzureichen und die Aufsichtsbehörde für den Denkmalschutz wird die Dokumentation unter die Lupe nehmen. Im März 2017 wurden vier Konzepte für eine mögliche Rekonstruktion des Gebäudes der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
 
17.10.2017 – Neue Aufgabe für das Stadion „Baltika“
Vizegouverneur Natalja Ischenko informierte, welche Arbeiten gegenwärtig auf dem Territorium des Stadions „Baltika“ im Stadtzentrum Kaliningrads stattfinden. Bis zum Herbstende wird dort ein Sportobjekt für Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen eingerichtet. In diesem und im kommenden Jahr werden in allen Ausrichterstädten der Fußball-Weltmeisterschaft mit Unterstützung des „Systems Coca-Cola in Russland“ und der Stiftung „Hilfe für Kinder“ derartige Objekte realisiert. Diese Spieleparks werden Sportzonen beinhalten, die durch alle Altersgruppen genutzt werden können, so auch für Kinder der unterschiedlichsten Altersgruppen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Ein erstes derartiges Sportobjekt wurde bereits vor einer Woche in Saransk der Öffentlichkeit vorgestellt.
 
 
17.10.2017 – Altdeutsches Denkmal gefunden
Am Seeufer der Siedlung Otradnoje wurden Überreste eines altdeutschen Denkmals gefunden, welches dort bis zum Ende des Krieges stand. Das Denkmal wurde im Jahre 1927 errichtet und war dem Baurat Franz Stahl gewidmet, der die Uferbefestigungsarbeiten in Georgenwalde geleitet hatte. Die Bewohner der Siedlung zeigten mit diesem Denkmal ihre Dankbarkeit. Das Denkmal wurde am Hochufer zur Ostsee aufgestellt, dort wo es einen Abstieg zum Ufer gab. Gegenwärtig überlegen Spezialisten, wie man die schweren Einzelteile des Denkmals, die abgestürzt am Ufer liegen, wieder an den alten Standort heben kann. In den 50er Jahren setzten sowjetische Spezialisten die Arbeiten des deutschen Ingenieurs fort, verwandten aber eine andere Methode der Uferbefestigung. Sie verwendeten hierfür alle nur verfügbaren und in der Nähe befindlichen Steine. Hierzu gehörte auch das Denkmal. Die Hebung der Einzelteile des Denkmals ist sehr schwierig, da ein Block des Denkmals rund 600 Kilo wiegt und sich an schwer zugänglichen Stellen befindet, wo ein Einsatz von Technik mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist. Gegenwärtig überlegt man, die Einzelteile des Denkmals auf Spezialschiffe zu verladen und sie an Stellen zu transportieren, wo sie auf Spezialfahrzeuge umgeladen werden können.
 
Foto: Denkmal zu Ehren des Baurats Franz Stahl, errichtet 1927
 
17.10.2017 – BMW verspricht den Bau eines neuen Werkes in Kaliningrad
Am 16. Oktober fand in Moskau eine Präsentation der Investitionsmöglichkeiten des Kaliningrader Gebietes durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow statt. Teilnehmer an dieser Veranstaltung waren Firmen, die Mitglied im Konsultationsrat für ausländische Investitionen sind. Während dieser Veranstaltung informierte der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, dass die deutsche Firma BMW im kommenden Jahr mit dem Bau eines neuen Werkes im Kaliningrader Gebiet beginnen wird. Anschließend trat der Generaldirektor von BMW-Russland auf und bestätigte mit seinen Worten die Information des Kaliningrader Gouverneurs.
 
Foto: Karte der Standorte von Industrieparks im Kaliningrader Gebiet. Klicken Sie auf die Karte um zum Videobeitrag zu gelangen (ab Minute 13:10 der Beitrag zum BMW-Engagement im Kaliningrader Gebiet)

 

16.10.2017 – Gouverneur hat viel zu tun – deshalb weniger Öffentlichkeit
Der Kaliningrader Gouverneur zeigt sich in den letzten Tagen, seit seiner Vereidigung zum Gouverneur, selten in der Öffentlichkeit und kommentiert auch seltener Ereignisse in der Region. Er erklärte diese gegenwärtige „Zurückhaltung“ mit einer starken Arbeitsbelastung, da man in der Gebietsregierung sich mit der Ausarbeitung des neuen Haushaltes für das kommende Jahr beschäftige. Dies erfordere sein volles Engagement. Er informierte, dass es eine ganze Reihe von neuen Ideen auf dem IT-Gebiet und dem medizinischen Gebiet gebe, wo auch ausreichend Geld vorhanden ist, um diese umzusetzen. Er werde alle mit diesen Ideen vertraut machen, wenn nach Konsultation mit Ministern und Spezialisten alles spruchreif ist. Unmittelbar nach seiner Amtseinführung reiste der Gouverneur für eine ganze Woche nach Moskau um dort mit Verantwortlichen zu sprechen.
 
 
16.10.2017 – Bemerkenswerte Öffentlichkeitsauftritte durch Rektor der Kant-Universität
In den letzten Monaten steht die Arbeit der föderalen Kant-Universität im allgemeinen und die Arbeit des Rektors der Kant-Universität Andrej Klemeschew im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Insgesamt sieht sich die Universität heftiger Kritik in ihrer fachlichen Arbeit ausgesetzt. Sie wird beschuldigt, der Germanisierung des Kaliningrader Gebietes mit ihrer Lehrtätigkeit Vorschub zu leisten. Nun nutze der Rektor der Universität die Zeit, um sich zu einzelnen Punkten zu äußern. Vor einigen Tagen (wir berichteten darüber), äußerte er sich selbstkritisch zum Geschichtslehrbuch, welches durch die Universität erarbeitet wurde und welches seit zehn Jahren ein falsches Bild über die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes lehrt.
In einer Stellungnahme in der vergangenen Woche äußerte der Rektor, dass die klassischen Universitäten in Russland alle veraltet sind und gegenwärtig eine konzeptionelle Krise durchleben. Dies betrifft sowohl die Effektivität der Universitäten, wie auch die ungünstige Zusammensetzung des Lehrkörpers vom Alter her. Das Durchschnittsalter eines Universitätslehrers liegt gegenwärtig bei 40-50 Jahren. Ihr Wissen haben diese Lehrer vor 10-20 Jahren erhalten und sie meinen, dass sie eben dieses Wissen an die Studenten vermitteln müssen. Weiterhin geht er davon aus, dass es in der jetzigen Zeit sehr schwierig ist, sich weiter zu „akademisieren“, d.h. verschiedenste wissenschaftliche Qualifizierungsstufen zu erhalten, bei gleichzeitiger Lehrtätigkeit. Dazu kommt, dass das Leben „übervoll“ ist und die gesellschaftlichen Prozesse sich immer schneller vollziehen. Der Rektor verwies auf neue Technologien und neue Technik, die es in einigen Jahren vielleicht ermöglicht eine Antwort auf die Frage zu geben, wie eine moderne Universität und ein modernes Bildungswesen aussehen soll.
Anm. UN: Es sieht so aus, als ob der Rektor der föderalen Kant-Universität wohl nicht mehr die Zeit hat, wie er sie sich vorstellt, um herauszufinden, wie eine zukünftige Universität aussehen und arbeiten sollte.
 
 
16.10.2017 – Amerikanische Militärkolonne bewegt sich Richtung Kaliningrader Grenze
Durch einen russischen Zeugen wurde die Bewegung einer amerikanischen Militärkolonne in einer Entfernung von 50 Kilometern in Richtung Kaliningrader Grenze gefilmt. Den Film stellte er in die sozialen Netzwerke. Die Kolonne bewegte sich in Richtung der polnischen Stadt Elblong, die sich nur eine Autostunde von der Grenze entfernt, befindet. Die Kolonne war gekennzeichnet mit mehreren amerikanischen Flaggen. Aus vorangegangenen Meldungen wurde bekannt, dass die USA, unter Verletzung eingegangener internationaler Verpflichtungen, eine zweite gepanzerte Brigade in Polen stationiert haben und somit über eine fast komplette gepanzerte Division in unmittelbarer Grenznähe zu Russland verfügen. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die ersten Übungsaktivitäten der amerikanischen Kräfte durch polnische Pilzsammler verhindert wurden. Diese sollen sich, so polnische Medien, traditionell zu diesem Zeitpunkt in großer Zahl in den polnischen Wäldern zum Pilze sammeln aufhalten und lassen sich auch nicht von Sperrzonen und Verbotszeichen beeindrucken. Die amerikanischen Einheiten waren gezwungen, die Übung abzubrechen.
 
 
16.10.2017 – Airport Devau wird militär-patriotischer Park
Auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Flugplatzes Devau wird ein militär-patriotischer Park eingerichtet. Darüber informierte die Leiterin der Agentur für Architektur und Städtebau des Kaliningrader Gebiets Natalja Wasjukowa. Man musste für diese Örtlichkeit eine neue Zweckbestimmung finden, da eine weitere Nutzung als Airport nicht mehr möglich ist. Eine Bebauung des Geländes mit Wohnhäusern ist ebenfalls nicht möglich, da es sich bei dem Gelände um denkmalgeschütztes Gebiet handelt. Pläne für eine Zwischenlösung sahen vor, dass man einen temporären Parkplatz für die Fußball-Weltmeisterschaft schaffen wollte. Dann sollte danach mit dem Wohnungsbau begonnen werden. Dann wurde aber im April 2017 durch den Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informiert, dass die Regionalverantwortlichen sich gegen die Bebauung entschieden haben.

 

15.10.2017 – Riesenschlange in Kaliningrad
Eine Riesenschlange wurde mitten im Stadtzentrum, auf dem Platz des Sieges, entdeckt. Allerdings handelt es sich um eine menschliche Schlange, die nicht nach Bananen und Apfelsinen, wie in sozialistischen Zeiten anstehen, sondern weil sie den Goldpokal für die Fußball-Weltmeisterschaft anschauen wollen. Selbst das regnerische Wetter hat Tausende von Kaliningradern nicht abgehalten, geduldig in der Schlange zu stehen. Um sich mit dem Pokal zu fotografieren, warteten die Kaliningrader zwei Stunden in einer sich nicht verkürzenden Warteschlange. Wer am Samstag noch keine Zeit hatte, den Pokal zu besichtigen, kann dies auch noch am Sonntag in der Zeit von 11:00 bis 22:00 Uhr tun.
 
Foto: Klicken Sie auf das Foto, um zum beeindruckenden kurzen Videofilm zu gelangen
 
15.10.2017 – Stadtverwaltung verhängt Baustopp
Im Projekt über die neuen Regeln für die Stadtbebauung wurde festgelegt, dass der gesamte Bereich um den Unterteich Grünzone werden soll und dort keine Bebauung stattzufinden habe. Die neuen Regeln besagen, dass jegliche Bebauung die Höhe von sieben Metern nicht überschreiten darf. Kommerzielle Objekte dürfen generell nur errichtet werden, wenn sie dieser Forderung entsprechen und auch erst, nachdem eine offizielle Anhörung eine Zustimmung der Bevölkerung ergeben hat. Gegenwärtig gilt somit ein Baustopp für alle, die dort Aktivitäten geplant hatten. Es bleibt abzuwarten, wie dieser Baustopp, im Rahmen der gegenwärtig laufenden Rekultivierung des gesamten Bereiches, sich in der Praxis auswirken wird.
 
 
15.10.2017 – RosTelekom will Hauptgebäude im Kaliningrader Stadtzentrum renovieren
Die „RosTelekom“ hat sich entschlossen, ihr wichtigstes überirdisches Gebäude in der Gebietshauptstadt, noch bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 zu renovieren und ihm eine ansprechendere Fassade zu schenken. Die größte russische Telekom-Gesellschaft spricht davon, dass man die Fassade komplett verändern werde. Eine entsprechende Ausschreibung für die Durchführung der Arbeiten sei bereits erfolgt. Der Sieger der Ausschreibung soll die Arbeiten bis 31. Mai 2018 beendet haben. Zu den auszuführenden Arbeiten an dem 8-stöckigen Gebäude gehört der komplette Austausch aller Fenster sowie eine Neuverkleidung der Fassade des Gebäudes mit neuen hellblauen und weißen Panel-Platten. Die Sockel- und die erste Etage werden mit Granitplatten verkleidet. Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich auf 42 Mio. Rubel. Beginnen sollen die Arbeiten noch im Dezember.
 
Foto: Gebäude der „RosTelekom“ (links), gegenüber dem Haus der Räte). Rechts neben dem Gebäude befindet sich das Plaza-Center.

 

14.10.2017 – Überlegungen zur Verstärkung der Iskander-Gruppierung in Kaliningrad
Russland auf die Stationierung einer amerikanischen gepanzerten Division in Polen, unweit der Grenze, mit Überlegungen zu einer Verstärkung der Iskander-Gruppierung im Kaliningrader Gebiet reagiert. Dies geht aus einer Mitteilung von TASS hervor, die den Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der Staatsduma Wladimir Schamanow zitiert. Man geht in Russland davon aus, dass die neue amerikanische Division, die ohne Abstimmung mit Russland und unter Verletzung bestehender Verträge stationiert wurde, für die Schaffung eines militärischen Platzdarms bestimmt ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gäbe es die Variante der zusätzlichen Entfaltung von russischen Truppen in Westrichtung. Dazu gehören dann auch zusätzliche Vernichtungsmittel, wie z.B. eine Verstärkung der „Iskander-Gruppierung“ in Kaliningrad.
 
Karte: Reichweiten der Iskander-Raketen mit Stationierungsort Kaliningrad
 
14.10.2017 – Neues „Kaliningrad-Gesetz“ in erster Lesung durch Staatsduma angenommen
Am Freitag wurde das neue Gesetz, welches Fragen der Sonderwirtschaftszone im weitesten Sinne regelt, durch die russische Staatsduma in erster (von drei) Lesungen behandelt und beschlossen. Für die Wirtschaft ist dieses Objekt in dem Sinne wichtig, weil es neue Vergünstigungen im Rahmen der Sonderwirtschaftszone regelt. Hierbei geht es um Steuererlasse und um die Neuregelung der Pflichtbeiträge zu den Sozialkassen. Für Residenten der SWZ bedeutet das Gesetz die vollständige Befreiung von Gewinnsteuern für sechs Jahre und die weitestgehende Befreiung der Gewinnbesteuerung für weitere sechs Jahre. Weiterhin wird der Pflichtbeitrag für die Sozialkassen für die Residenten auf 7,6 Prozent gesenkt (Rentenfond, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung)
 
14.10.2017 – Mosaik am Unterteich wird restauriert
Der Autor der Sonnenuhr in Swetlogorsk wird sich auch mit der Restaurierung der Mosaiken im Unterteich im Kaliningrader Stadtzentrum beschäftigen. Bei den Mosaiken handelt es sich um Kunst aus sowjetischer Zeit. Sie ist zu sehen an der Stelle, wo ehemals sich ein Straßen-Café in den Sommermonaten befand. Über die Pläne zur Restaurierung dieser Mosaiken berichtete der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk am Donnerstag. Der mit der Restaurierung beauftragte Nikolai Frolow ist auch der Autor und Restaurator der Sonnenuhr in Swetlogorsk und verfügt über große Erfahrungen in der Arbeit mit kleinen Steinen bei derartigen Kunstwerken. Gegenwärtig laufen umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten am Unterteich, deren vollständiger Abschluss bis 2019 geplant sind.
 
Foto: Mosaikkunst am Unterteich im Kaliningrader Stadtzentrum
 
14.10.2017 – Kein Sommer-Café mehr am Unterteich
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass es am Unterteich kein Sommer-Café mehr geben wird. Dies erklärte er während eines Arbeitsbesuches vor Ort. Er stellte seinen nachgeordneten Mitarbeitern die Frage nach dem Pachtvertrag mit diesem Café, welches sich über viele Jahre in den Sommermonaten dort befand, und brachte gleichzeitig die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese keiner Verlängerung des Vertrages zugestimmt hätten. Er erhielt die von ihm erwartete Negativ-Antwort und wies darauf hin, dass niemand versuchen sollte, für dieses Gebiet wieder einen Vertrag für ein Café abzuschließen. Er vertrat die Ansicht, dass die Leute hier fahren, gehen, laufen sollen und nicht sich durch Tische durchquälen. Alexander Jaroschuk tröstete mit der Information, dass es im Gesamtbereich des Unterteiches zukünftig genügend Möglichkeiten der Imbissgelegenheiten geben wird. Es werden so u.a. hier zwei Hotels entstehen, die Restaurants und Cafés eröffnen werden.
 
Foto: Nun schon historische Aufnahmen des Sommer-Cafés am Unterteich in Kaliningrad
 
14.10.2017 – Kaliningrad löst Personalprobleme im Gesundheitswesen
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ist es Kaliningrad gelungen, 75 Personen mit qualifizierter medizinischer Ausbildung für eine Arbeit in Kaliningrader Gesundheitseinrichtungen in anderen Regionen zu werben. Im gesamten Jahr 2016 konnte man nur 47 Spezialisten für das Gesundheitswesen in anderen Regionen werben. Darüber informierte der Pressedienst der Kaliningrader Gebietsregierung. Das Zentrale Stadtkrankenhaus war bei der Werbung neuer Mitarbeiter mit 12 Personen am erfolgreichsten. Acht Ärzte konnten wir das Kreiskrankenhaus in Gussew gewonnen werden und je sieben Ärzte für das Gebiets-Kinderkrankenhaus und das städtische Krankenhaus in Sowjetsk. Je vier Ärzte kamen aus anderen russischen Regionen in das Gebietskrankenhaus und das Krankenhaus für die Schnelle medizinische Hilfe. Der Rest der gewonnenen Spezialisten teilt sich auf andere Kreiskrankenhäuser auf. Außer Ärzten konnten auch 28 Mitarbeiter des mittleren medizinischen Dienstes gewonnen werden.
 
14.10.2017 – Siegerpokal in Kaliningrad eingetroffen
Auf seinem Weg, quer durch Russland und rund um die Welt, ist der Siegerpokal für die Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad eingetroffen. Am Freitag wurde er im Schauspielhaus (DramTheater) vorgestellt. Der Pokal besteht aus reinem Gold und wiegt sechs Kilogramm. Bestaunen konnten diesen Pokal am Freitag nur geladene Gäste. Am Sonntag besteht die Möglichkeit, dass alle, die Interesse an diesen sechs Kilo Gold zeigen, den Portal besichtigen können. Ausgestellt wird der Pokal in einer speziellen Vitrine auf dem Platz des Sieges in der Zeit von 11.00-22.00 Uhr.
 

Foto: Siegerpokal der Fußball-Weltmeisterschaft in Kaliningrad eingetroffen

 

13.10.2017 – Kostenlose Nutzung von Zügen zur WM2018 mit Problemen verbunden
Es gibt gewisse Probleme mit der kostenlosen Nutzung von Zügen durch die Fußballfans zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Kaliningrad. Darüber informierte der Generaldirektor des Organisationskomitees „Russland 2018“. Die Frage der kostenlosen Nutzung von Fernzügen aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad wird durch das russische Transportministerium entschieden. Der Generaldirektor meinte, dass es nicht logisch sei, derartige Züge zu organisieren. Schwierigkeiten bestehen u.a. durch zwei Grenzen, die passiert werden müssen. Gegenwärtig gibt es hierzu Konsultationen, aber noch keine Entscheidung. Wie aus der Kaliningrader Regionalregierung kommentiert wurde, versucht man gegenwärtig die Regelungen für den internationalen Zugverkehr zur Weltmeisterschaft abzustimmen. Hierbei geht es um Züge aus dem Gebiet ins russische Mutterland und umgekehrt. Erarbeitet wird auch ein Fahrplan für zusätzliche Züge, die kostenlos genutzt werden können und die sämtliche Ausrichterstädte miteinander verbinden.
 
 
13.10.2017 – Unterteich in Kaliningrad immer mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit
Die Kaliningrader Stadtverantwortlichen werden vollständig den Unterteich im Stadtzentrum, welcher aus deutscher Zeit stammt und mit einigen technischen Einrichtungen versehen ist, wiederherstellen. Hierzu gehört auch die komplette Säuberung des Unterteiches. Dazu soll das Wasser aus dem Unterteich komplett abgelassen werden. Damit dies erfolgen kann, muss ein Durchbruch im Bereich der ul. Schewschenko geschaffen werden, damit das Wasser in den Pregel abfließen kann. Man hatte nach dem alten deutschen Kollektor gesucht, der in sowjetischen Zeiten zugeschüttet worden war, konnte diesen aber nicht finden. Deshalb ist es notwendig, alles neu zu bauen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ungefähr sechs Millionen Rubel. Wann genau die Säuberung stattfinden soll, konnte der Bürgermeister Jaroschuk nicht sagen. Dies hänge alles vom Zeitaufwand ab, der gegenwärtig berechnet wird. Vielleicht gelingt es, alle Arbeiten bis zur Weltmeisterschaft zu erledigen. Wenn nicht, wird damit unmittelbar danach begonnen.
 
 
13.10.2017 – Bürgermeister verspricht bunte Musikfontänen am Unterteich
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass es nach der Rekonstruktion am Unterteich neue Fontänen geben werde. Diese sind beleuchtet und werden mit Musik begleitet. Gegenwärtig laufen die Rekonstruktionsarbeiten der Uferpromenade und im Rahmen dieser Arbeiten wird auch an diesem Projekt eines Springbrunnens gearbeitet. Da die Zeit der Springbrunnen in Kaliningrad bereits vorbei ist und alle Fontänen abgeschaltet wurden, werden die Kaliningrader sich an diesem neuen Objekt sicher erst ab 1. Mai 2018 erfreuen können. Der Bürgermeister informierte, dass er den Ort für diese neuen Fontänen bereits in etwa festgelegt habe. Die Beleuchtung und Musik wird periodisch funktionieren und soll zu diesen Zeiten die Touristen anlocken. Die gegenwärtig im Unterteich vorhandene Springbrunnenanlage wird im Rahmen der Säuberung des Teiches demontiert.
 
13.10.2017 – Die Zeit wird eng – am Airport geht man zum 24-Stunden-Arbeitstag über
Die Zeit für den Abschluss der Rekonstruktion des Kaliningrader Airports scheint knapp zu werden. Deshalb hat man sich entschlossen, rund um die Uhr die Rekonstruktionsarbeiten zu betreiben. Gegenwärtig wird in 1,5 Schichten gearbeitet – so informierte der Generaldirektor des Kaliningrader Airports. 200 Bauarbeiter sind gegenwärtig mit den Arbeiten beschäftigt. Der Generaldirektor hofft, dass man es schaffen wird, den Airport Ende März/Anfang April 2018 fertigzustellen – also unmittelbar vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft.  Die Rekonstruktion des Airports erfolgt ausschließlich aus privaten Quellen. Der Investitionsumfang beläuft sich auf 4,5 Mrd. Rubel.
 
13.10.2017 – Airport erhält Kino
Der Kaliningrader Airport soll ein modernes Kino erhalten. Darüber informierte der Generaldirektor des Airports Alexander Korytny in einem Interview mit dem Radio „Komsomolskaja Prawda“. Schon jetzt wurde eine kleine Kinoeinrichtung eröffnet, wo die Passagiere speziell ausgewählte Filme aus dem Programm des Filmfestivals „Korotsche“ sehen können. Dies ist der erste Schritt für die Eröffnung des geplanten ständigen Kinotheaters. Dieses soll dann auch über ein Café oder Restaurant verfügen. Allerdings steht jetzt ein anderes Problem vorrangig zur Lösung an. Hierbei handelt es sich um die Verbesserung der Abfertigung der Passagiere, insbesondere bei der Registrierung zum Abflug. Immer wieder tauchen in den Kaliningrader Medien Informationen über katastrophale Zustände am Airport auf.
 
13.10.2017 – Putin-Bevollmächtigter verlässt Kaliningrad
Der erst vor wenigen Monaten, im Februar 2017 nach Kaliningrad versetzte Michael Wedernikow, der als Bevollmächtigter des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet fungierte, wurde durch den Präsidenten von seiner Aufgabe entbunden und geht als neuer Gouverneur des Gebietes Pskow ins russische Mutterland. Vor seinem Einsatz in Kaliningrad, bekleidete er die gleiche Funktion im Nord-Kaukasus. Für die Kaliningrader ist nun von Interesse, wer diese, an sich bedeutungslose Funktion, neu besetzen wird. In der Struktur untersteht dieser Bevollmächtigte für das Kaliningrader Gebiet, dem Bevollmächtigten Vertreter des russischen Präsidenten für die Nord-West-Region. Dies ist in diesem Fall der Ex-Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Zukanow. Dieser hatte im Februar bereits versucht, die Funktion mit einer Person zu besetzen, die ihm loyal ergeben ist. Dies wurde in der Verwaltung des russischen Präsidenten rechtzeitig verhindert. Auf die neue Personalie werden also viele aufmerksam warten, um daraus Schlussfolgerungen zur weiteren Bedeutung von N. Zukanow im politischen Leben in Russland ziehen zu können.
 

 

12.10.2017 – Bürgermeister Jaroschuk im Versuch der Selbsttröstung
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk trat Gerüchten entgegen, wonach sein jetziger, erst vor kurzem ernannter Stellvertreter für Stadtwirtschaft Wladimir Maschkow, auch für das Amt des City-Managers kandidieren könnte. Das kann er nicht – meint Jaroschuk, denn er ist für dieses Amt zu alt. Für russische Beamte gelte die Altersbegrenzung 65 Jahre und Wladimir Maschkow ist jetzt 63,5 Jahre. Für 1,5 Jahre wird aber kein City-Manager ernannt, so dass Maschkow als Konkurrenz für ihn ausfalle. Interessant dabei ist, dass Jaroschuk selber noch gar nicht festgelegt hat, ob er selber sich um diese Funktion bewerben wird. Aber mit diesen Überlegungen zu einer möglichen Kandidatur von Wladimir Maschkow wird eigentlich klar, dass seine Entscheidung bereits gefällt ist. Er sprach dann noch tröstende Worte, dass er hoffe, dass Maschkow ein guter Stellvertreter sein wird. Er war zwar schonmal Bürgermeister, aber Erfahrung in der praktischen Arbeit in einer Stellvertreterfunktion habe er nicht. Aber man brauche in der Stadtverwaltung jemanden, der die Pferde straff am Zügel führen kann.
 
12.10.2017 – Rektor der KANT-Uni mit erster Selbstkritik
Der Rektor der Kant-Universität Andrej Klemeschew hat in einem Interview mit dem staatlichen Nachrichtensender „WESTI“ erstmals Fehler in der Unterrichtsgestaltung und der Nutzung von Literatur zugegeben. Er war in der Vergangenheit in seiner Tätigkeit scharf angegriffen worden. Durch gesellschaftlich aktive Kräfte wurde eine Säuberung der Universität von den Lehrkräften gefordert, die der Germanisierung der Universität und des Gebietes in ihrer Lehrtätigkeit Vorschub leisten. An oberster Stelle der Kritisierten stand der Rektor der Universität. Dieser hat nun zugegeben, dass man in der Vergangenheit einige Fehler begangen habe und diese, unter den neuen politischen Aspekten, korrigieren werde. Auch wird das umstrittene Lehrbuch „Geschichte des westlichen Russlands“ nicht weiter im Unterricht verwendet. Im Rahmen des neuen Programmes über die Geschichte Russlands, wird es ein neues Lehrbuch geben, welches die Geschichte Russlands unter regionalen Aspekten behandeln wird. Zum umstrittenen alten Lehrbuch äußerte er, dass es damals unter großem Zeitdruck entstanden sei und es dadurch auch zu Fehlern und falschen Aussagen gekommen ist.
Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel, der im Juli 2017 erschienen ist:
 

 

11.10.2017 – Zeitung „Kommersant“ plant Niederlassung in Kaliningrad
Das Verlagshaus „Kommersant“, eines der bekanntesten und wichtigsten Medien in Russland, plant eine Niederlassung in Kaliningrad zu eröffnen und sucht hierfür einen Partner vor Ort. Auf Anfrage des Informationsportals „rugrad.eu“ bestätigte der zuständige Direktor des Verlagshauses diese Pläne. Mit welchen möglichen Partnern man in Kaliningrad Gespräche führt, wollte der Direktor nicht kommentieren. Auch weitere Einzelheiten zum zukünftigen Engagement wollte er nicht nennen. „Kommersant“ wird in Kaliningrad bereits auf einen Mitwettbewerber stoßen, denn „RBK“ hat bereits eine Niederlassung in Kaliningrad und berichtet von den Ereignissen direkt vor Ort. „Kommersant“ kommentierte hierzu, dass man sich keinerlei Sorgen mache, denn man befindet sich mit „RBK“ praktisch überall im Wettbewerb und lebe mit diesem Wettbewerbspartner gut.
Anm. UN: Das Auftauchen eines zweiten derartig großen Verlagshauses in Kaliningrad unterstreicht die wachsende Bedeutung der Region innerhalb der Russischen Föderation und lässt ahnen, dass Entwicklungen bevorstehen, die eine wachsende Präsenz föderaler Medien vor Ort erforderlich machen.
 
11.10.2017 – Zwei Kaliningrader Piloten in Syrien ums Leben gekommen
In Syrien ist am Dienstag ein russischer Bomber vom Typ SU-24 abgestürzt. Der tragische Unglücksfall ereignete sich während der Startphase auf dem Airport Chmeimim. Die Mannschaft, bestehend aus zwei Offizieren, hatte keine Chance sich zu katapultieren und starben. Die Besatzung kam aus dem Gebiet Kaliningrad und wohnten in der Stadt Tschernjachowsk. Diensteinheit war das 4. Selbständige Garde-Luftsturmregiment. Beide Armeeangehörige waren verheiratet, hinterlassen Familie mit Kind bzw. schwangere Ehefrau. Als Grund für den Absturz des Flugzeuges wird vorerst technische Probleme angenommen.
 
11.10.2017 – Wiedermal Optimismus im internationalen Flugverkehr
Kaliningrader Medien berichten, dass es im Sommer kommenden Jahres eine neue direkte Flugverbindung zwischen Kaliningrad und Zypern geben soll. Quelle für diese Information ist das Informationsportal der Assoziation der Reiseveranstalter Russlands, das sich wiederum auf Quellen bei „Cyprus Airways“ bezieht. Die bisherige Planung sieht eine tägliche Flugverbindung vor. Ausgangsflugplatz ist St. Petersburg mit Zwischenlandung in Kaliningrad. Gegenwärtig verfügt die Fluggesellschaft über ein einziges Flugzeug. Das zweite Flugzeug, welches durch die Airlines jetzt erworben wird, wird auf dieser neuen Strecke eingesetzt. Insgesamt will man mit diesen beiden Flugzeugen acht europäische Ziele anfliegen.
 
11.10.2017 – Ostseeflotte erhält neue Struktureinheiten
Die Ostseeflotte wird mit zwei neuen Fliegerregimentern im Bereich Kaliningrad verstärkt. Dies ist die russische Antwort auf eine verstärkte NATO-Präsenz an den Grenzen des Landes. Die beiden neuen Regimenter werden die bisherige Luftpräsenz im Bereich Kaliningrad erheblich verstärken und somit auch die Kampfkraft der Ostseeflotte insgesamt erhöhen. Als einer der möglichen Standorte für die neuen Regimenter könnte der rekonstruierte Militärflugplatz in Schkalowsk dienen. Auch der zweite Airport in Tschernjachowsk ist im Gespräch. Der dritte Airport im Bereich der Siedlung Donskoje ist für die Stationierung nur bedingt geeignet, da dieser spezialisiert ist für Hubschrauber.

 

10.10.2017 – Kaliningrad erneuert komplett Lokomotiv-Park

Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft wird in Kaliningrader der Lokomotivpark komplett erneuert. Darüber informiert die Kaliningrader Regionaleisenbahn. Betroffen sind alle Lokomotiven die im Personenverkehr im Fernverkehr eingesetzt werden. Konkret geht es um sechs neue Lokomotiven. Die ersten drei neuen Lokomotiven sind bereits im Gebiet eingetroffen. Die neuen Lokomotiven zeichnen sich durch stärkere Motoren aus, einer automatischen Selbstdiagnostik und einem modernen Brandbekämpfungssystem.
 
Foto: Museumsbahn auf dem Nordbahnhof in Kaliningrad und Regionalbahn im Personennahverkehr
 
10.10.2017 – Teile des kaiserlichen Jagdhauses sollen in die Rominter Heide zurückkehren
Die Kaliningrader Verantwortlichen wollen Teile des ehemaligen Jagdhauses von Kaiser Wilhelm II., dass sich jetzt im Zentralen Park für Kultur und Erholung in der Stadt Kaliningrad befindet, wieder in die Rominter Heide zurückführen. Darüber informiert das regionale Ministerium für Umweltschutz auf seiner Internetseite. Die Direktion des Parks sucht Spezialisten, die sich mit der Montage (Demontage) von Holzhäusern auskennen. Zwei Flügel des Jagdhauses des letzten deutschen Kaisers wurden im Jahre 1948 in der Rominter Heide demontiert und nach Kaliningrad verlagert. Das Jagdhaus selber wurde in den Jahren 1890/91 errichtet.
 
Foto: Das Jagdhaus des letzten deutschen Kaisers im Zentralpark für Kultur und Erholung in Kaliningrad
 
10.10.2017 – Gerichtsurteil zum Betrugsprozess um die Kronprinzen-Bastion
Das Gerichtsverfahren gegen den stellvertretenden Minister für Kultur der Russischen Föderation Grigori Pirumow im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen um die Restaurierung der altdeutschen Festungsanlage „Kronprinz“ in Kaliningrad ist abgeschlossen. Der ehemalige stellvertretende Minister wurde schuldig befunden, Geld für die Restaurierung veruntreut zu haben. Trotzdem konnte der Ex-Beamte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen, da er die verhängte Strafe bereits im Rahmen der Untersuchungshaft verbüßt hatte. Das Gericht verhängte aber noch eine Geldstrafe zugunsten des Staates. Drei weitere Mitangeklagte erhielten ebenfalls Freiheitsstrafen, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt worden. Insgesamt soll dem Staat ein Schaden von 163 Mio. Rubel bei verschiedenen Restaurierungsarbeiten, so u.a. an der Kronprinz-Bastion in Kaliningrad entstanden sein. Der Schaden ist durch alle Angeklagten noch im Verlaufe des Gerichtsprozesses vollständig erstattet worden.
 

Foto: Altdeutsche Festungsanlage „Kronprinz“ am Litauischen Wall in Kaliningrad

 

09.10.2017 – Neuer Militärflugplatz bis Jahresende einsatzbereit

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass der neue Militärflugplatz im Kaliningrader Gebiet bis Jahresende in der Lage sein wird, die ersten Flugzeuge starten und landen zu lassen. Es handelt sich hierbei um einen Flugplatz für die Seefliegerkräfte (Anm. UN: Der genaue Standort wurde in der Meldung nicht genannt, so dass es sich entweder um den Airport Schkalowsk bei Kaliningrad handelt oder um den altdeutschen Airport auf Baltiskaja Kosa). Die Bauarbeiten wurden durch den zuständigen stellvertretenden Verteidigungsminister Timur Iwanow in der vergangenen Woche vor Ort kontrolliert. Er forderte von allen Beteiligten strengste Einhaltung aller Termine. Nach Fertigstellung des neuen Airports ist dieser in der Lage alle bekannten Flugzeugtypen starten und landen zu lassen.
 
 
09.10.2017 – Jeder biegt sich Zahlen wie er sie braucht
In den gestrigen Abendstunden fand eine Demonstration zur Unterstützung von Alexej Nawalny statt, der plant, sich als Kandidat zu den Präsidentenwahlen im März 2018 aufstellen zu lassen. Kaliningrader oppositionelle Medien meldeten eine Teilnehmerzahl von 150 und korrigierten später auf 200. Regierungsloyale Medien meldeten eine Teilnehmerzahl von 50. Die Wahrheit wird sicherlich irgendwo in der Mitte liegen. Absolut betrachtet, sind die Teilnehmerzahlen so klein, dass die Demonstration wohl kaum in die Geschichte des „rebellischen Kaliningrad“ eingehen wird. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Es kam zu einer Festsetzung. Der Demonstrant hatte seine Meinung mit Worten zum Ausdruck gebracht, die Puschkin und Goethe öffentlich nicht benutzt hätten. Noch in den Abendstunden wurde der Festgesetzte und ein weiterer Aktivist, der bereits in den Vormittagsstunden festgesetzt wurde, wieder nach Hause geschickt.  

 

08.10.2017 – Wieder mal Super-Investor gefunden
Von Zeit zu Zeit tauchen in Kaliningrad Informationen auf, die über Großinvestitionen und viele Milliarden Rubel, manchmal auch viele Millionen Euro sprechen. In der Mehrzahl der Fälle hört man dann später nichts mehr von diesen Super-Investoren. Jetzt wird wieder von einem Mega-Super-Investor berichtet, dessen Name natürlich nicht veröffentlicht wird. Er soll in Sotschi äußerst erfolgreich im Tourismusbereich sein und verspricht der Kaliningrader Gebietsregierung 1,5 Millionen Touristen zusätzlich zu den jetzt schon 1,3 Mio. Touristen die das Gebiet im vergangenen Jahr besucht haben. Diese will er mit eigenen Flugzeugen nach Kaliningrad schaffen und diese sollen sich in einer Tourismus-Vergnügungszone entlang des Ostseestrandes erholen, die er mit seinem Geld bauen will. Diese neue Touristenstadt will er auf dem Gelände der ehemaligen sowjetischen landwirtschaftlichen Gesellschaft (Sowchos) „Svetlogorski“ in der Nähe von Svetlogorsk errichten. Darüber berichtet der Vizegouverneur Harry Goldmann. Außer diesem Superprojekt, hat der Investor noch weitere Pläne im Kaliningrader Gebiet, alle entlang der Ostseeküste.
In der Mitteilung werden noch weitere Investoren erwähnt, die alle bereits seit längerer Zeit die phantastischsten Tourismusobjekte in der Region planen. Allerdings ist über die Planungsphase hinaus noch nichts geschehen.
 
 
08.10.2017 – Konservierung der Ruinen des Stadtschlosses beginnt in Kürze
Der Vizegouverneur der Kaliningrader Gebietsregierung Harry Goldmann informiert, dass man in Kürze mit der Konservierung der ausgegrabenen Fundamente des Königsberger Stadtschlosses beginnen werde. Die Konservierung soll bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 abgeschlossen sein. Über die Kosten für die Konservierung wollte sich der Vizegouverneur nicht äußern. Es haben sich Leute gefunden, die bereit sind ihr eigenes Geld dafür zu geben. Die Ausgrabungen werden mit einer Glaskuppel versehen. Innerhalb der Glaskuppel wird es eine Beleuchtung geben und das Umfeld wird neu gestaltet. In Kürze werde man das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen. In der Meldung wird nochmals daran erinnert, dass der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow unmißverständlich erklärt habe, dass das ehemalige Königsberger Schloss nicht wiedererrichtet wird. Das Gebiet hat den Endausbau des „Hauses der Räte“ beschlossen.
 
08.10.2017 – Noch kein Unterstützungskonzept für Bevölkerungszuwachs durch Migration
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte über unterschiedliche Meinungen in der Kaliningrader Gebietsregierung zur Herangehensweise und Förderung der weiteren Migration in das Kaliningrader Gebiet. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen des Sozialblocks und des Wirtschaftsblocks in der Gebietsregierung zur Stimulierung dieser Migranten. Es sind eine Reihe von Programmen entwickelt worden für die Spezialisten, die gegenwärtig dringend in der Region benötigt werden: Ärzte, IT-Spezialisten, Bauarbeiter. Eines der Programme sieht die vollständige Erstattung aller anfallenden Umzugskosten vor. Der Sozialblock in der Regierung möchte stattdessen Unterstützungen für die Migranten, die in Kaliningrad Kinder gebären. Der Wirtschaftsblock widerspricht dem und vertritt die Ansicht, dass die Migranten sowieso Kinder zeugen werden. Man muss ihnen in erster Linie gute Startbedingungen schaffen, wozu auch eine Erstattung von Hypothekenkosten gehören müsse.
 
08.10.2017 – Nichtgenehmigte Nawalny-Demonstration in Kaliningrad
Samstag in den Abendstunden begann auf dem Platz des Sieges in Kaliningrad eine nichtgenehmigte Demonstration zur Unterstützung von Alexej Nawalny als Präsidentschaftskandidat. Durch die Stadtverwaltung wurde den Organisatoren der Veranstaltung als Durchführungsort der „Wassiljewski-Platz“ im Stadtzentrum Kaliningrads angeboten. Die Organisatoren bestreiten, ein solches Angebot erhalten zu haben. Nach Schätzungen des Kaliningrader oppositionellen Informationsportals „newkaliningrad“ haben sich bis zu 150 Personen auf dem Platz des Sieges in Kaliningrad versammelt.
 

07.10.2017 – Alichanow bedauert die Großzügigkeit des föderalen Zentrums
Leider sind wir, neben Tschetschenien, zur der Region geworden, die von allen russischen Regionen die größten Zuwendungen aus dem föderalen Haushalt erhält – so der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Insbesondere die Zuwendungen für das Kaliningrader Unternehmertum sind beispiellos in Russland. Konkret geht es um die riesigen Geldsummen, die die Kaliningrader Unternehmer erhalten, die von den veränderten Bedingungen der Sonderwirtschaftszone betroffen sind und deren Verluste, nach Antragstellung, aus einem Sonderfond beglichen werden, über die die Regionalregierung verfügt und der vom zentralen russischen Haushalt „gefüttert“ wird. Alichanow erinnert, dass durch die Bedingungen der Sonderwirtschaftszone, dem Kaliningrader Gebiet jährlich bis zu neun Milliarden Rubel an Steuereinnahmen entgehen. Ein Teil dieser Verluste, rund 6,5 Milliarden Rubel, erhält das Gebiet an Dotationen aus dem föderalen Haushalt erstattet. Der Gouverneur kündigte für die kommende Woche weitere Verbesserungen im Rahmen der Sonderwirtschaftszone an. So werden die Pflichtbeiträge in die Sozialkassen auf bis zu 7,6 Prozent gesenkt, es wird keine Verschrottungssteuern für Sondertechnik (Landwirtschaft) mehr geben, die Fristen für staatliche Expertisen, Umweltexpertisen und viele andere bürokratische Vorgänge im Rahmen des Unternehmertums werden verkürzt. Weiterhin erinnerte der Gouverneur an die bevorstehende Einführung des elektronischen Visums.
 
07.10.2017 – Viel Lärm um Nichts
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat beschlossen das „Zentrum für Denkmalschutz“ zu schließen und alle darin beschäftigten Mitarbeiter zu entlassen. Ein entsprechender Beschluss mit der Unterschrift des Bürgermeisters Jaroschuk wurde auf der Seite der Stadtverwaltung veröffentlicht. Rechtsnachfolger dieser Organisation, zu Fragen der Erfüllung von Verpflichtungen aus der Vergangenheit, wird der Ausschuss für Sozialpolitik der Stadtverwaltung. Der Erlass beauftragt die Leiterin des Zentrums, in Dreitagesfrist alle Mitarbeiter über die bevorstehende Entlassung in Kenntnis zu setzen.
Kaum war diese Meldung durch die Kaliningrader Medien veröffentlicht, beeilte sich der Bürgermeister Jaroschuk, einige Aussagen zu relativieren. Die Liquidierung dieses Zentrums erfolgt im Rahmen einer Strukturreform in der Stadtverwaltung. Das Zentrum hatte einige Aufgaben erfüllt, die nicht typisch für dieses Zentrum waren. Diese wurden nun in die Zuständigkeit des Bereiches der Stadtwirtschaft übergeben. Dann wird es eine neue Arbeitsgruppe in der Abteilung für Kultur geben, die sich mit dem Denkmalschutz beschäftigt. Dahin werden die Mitarbeiter umgesetzt. Entlassen wird letztendlich niemand und alle bisherigen Aufgaben werden auch weiterhin erfüllt – eben nur durch andere Strukturelemente.
 
07.10.2017 – BMW weiterhin im Zentrum negativer Aufmerksamkeit
Es ist langsam schon unanständig, wie sich die deutsche Firma BMW in Russland, insbesondere in Kaliningrad aufführt. Nach vielen Versprechungen im Jahre 2012, über große Investitionen und eine vollständige Lokalisierung der Produktion in Kaliningrad, tat sich zwei Jahre nichts. Im Rahmen der Ereignisse 2014 in Russland/Ukraine hatte BMW dann weitere Gründe, die versprochenen Investitionsaktivitäten nicht umzusetzen. Anfang 2017 fuhr der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow nach Berlin, um sich ein Verständnis für die Absichten von BMW zu schaffen. Dort wurde er mit vielen höflichen Worten und mit einem Zeitaufschub bis Mitte 2017 hingehalten, wo BMW eine Entscheidung treffen wollte. Man traf aber keine Entscheidung, sondern verhandelte hinter dem Rücken von Kaliningrad mit anderen Standorten über ein mögliches Engagement. Gleichzeitig beteuerte man aber immer, dass das alles Gerüchte sind und man am Standort Kaliningrad festhalten werde. Real tat sich jedoch bis Anfang Oktober nichts. Am Freitag meldeten föderale Medien, dass BMW den Bau eines neuen Fahrzeugwerkes in Kaliningrad plant. Dieses soll, wie seit 2012 geplant, einen vollständigen Produktionszyklus beinhalten. Hauptgrund für diese Entscheidung ist der Status von Kaliningrad als Sonderwirtschaftszone. Der Vizepräsident von BMW Hendrik von Kuehnheim habe sogar versprochen, mehrere Millionen Euro in das neue Werk zu investieren – und dies, nachdem im Jahre 2012 nicht über mehrere Millionen, sondern über 50 Millionen Euro großspurig gesprochen wurde.
Dann meldete sich am Freitag der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu Wort und stellte die föderale Meldung auf völlig neue Füße. Er informierte, dass das deutsche Unternehmen BMW nach wie vor keinerlei Entscheidungen zu einem Produktionsstandort getroffen habe. Es gibt einige Produktionszonen in Russland, die für BMW von Interesse sind. Um den richtigen Standort auszuwählen, benötige BMW, nach den Worten des Vizepräsidenten des Vorstandes mehre Wochen, ja wahrscheinlich sogar mehrere Monate.
Im Jahre 2016 hat die Kaliningrader Gebietsregierung eine Milliarde Rubel für den Bau einer Straßeninfrastruktur zum geplanten neuen Produktionsstandort für BMW ausgegeben.
 
07.10.2017 – Straßenhändler erstmals von Razzia betroffen
Erstmals fanden in Kaliningrad Razzien bei Straßenhändlern statt, die Sanktionsware, häufig illegal aus Polen eingeschmuggelt, aus dem Kofferraum ihres Fahrzeuges, unter Missachtung sämtlicher Hygieneanforderungen und ohne Handelslizenz verkaufen. Die Razzien fanden durch die Polizei und die landwirtschaftliche Aufsichtsbehörde statt. Beschlagnahmt wurden mehr als 100 Kilo Sanktionsware – im wesentlichen Fleisch- und Milcherzeugnisse. Durch die Polizei wurde für fünf Händler ein Strafverordnung ausgestellt.
 

 

06.10.2017 – Gouverneur Alichanow will einen Ersten Stellvertreter in der Regierungsstruktur
Ewig gehen die Diskussionen, ob die Kaliningrader Regierung einen Premierminister benötigt, der, ähnlich wie in der föderalen Regierung, die täglichen praktischen Geschäfte führt und dem Gouverneur den Rücken für strategische und politische Arbeit freihält. Die durch die Gebietsduma schon vor langer Zeit beschlossene Regierungsstruktur sieht eine derartige Funktion vor, die jedoch niemals – mit einer kurzen Ausnahme – so umgesetzt wurde. Die Ausnahme bestand im Jahre 2016, als während der kurzen zweimonatigen Amtszeit des Gouverneurs Sinitschew, dieser Anton Alichanow, den heutigen Gouverneur, als Premierminister einsetzte. Gleich nach seiner Ernennung zum Gouverneur verkündete Alichanow, dass er die Position des Premierministers nicht extra besetzen werde, sondern in Personalunion, wie alle anderen Gouverneure mit ausfüllen wird. Nun hat der Gouverneur in der Regionalduma beantragt, die Funktion eines Ersten Stellvertreters des Gouverneurs einzuführen. Seinem Antrag wurde durch die Duma bereits stattgegeben. Wie in der Meldung betont wurde, wird es zu keiner finanziellen Mehrbelastung für den Gebietshaushalt kommen, da der Erste Stellvertreter, zusammen mit dem ihm zugeordneten Apparat, aus bereits bestehenden Strukturen und Mitarbeitern kommt, Aufgaben umverteilt werden und somit zusätzliche Kosten nicht anfallen. Gegenwärtig gibt es in der Struktur der Gebietsregierung acht Vizegouverneure, wovon Alexander Schenderjuk-Schidkow, verantwortlich für den Realsektor, als der Kandidat für die neue Funktion des Ersten Stellvertreters in den Kaliningrader Medien gehandelt wird.
 
 
06.10.2017 – Verurteilung wegen Spionage
Ein Mitarbeiter des Flugzeuginstandsetzungswerkes, welches sich im Kreis Svetly bei Kaliningrad befindet, hatte versucht, geheime Informationen in die Vereinigten Arabischen Emirate zu schmuggeln und wurde dabei von den Sicherheitsorganen festgesetzt. Darüber informierte der Pressedienst des FSB. Informiert wurde, dass der Verhaftete Mitarbeiter des 150. Flugzeuginstandsetzungswerkes war und gegen den Erhalt einer Geldsumme einer ausländischen Organisation militärische Informationen geliefert habe. Er selber stellte den Kontakt zu der ausländischen Organisation her, scannierte in deren Auftrag Unterlagen und wollte diese dann persönlich in die Arabischen Emirate bringen. Der gesamte Vorgang wurde durch den FSB der Ostseeflotte „betreut“. Im September fand der Gerichtsprozess statt. Das Urteil lautete auf 1,5 Jahre Freiheitsentzug, ausgesetzt zur Bewährung mit einer Bewährungszeit von drei Jahren.
 
 
06.10.2017 – Liebesschlösser verschwinden von der Brücke
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk lässt alle „Liebesschlösser“ von der Honigbrücke auf der Kant-Insel entfernen. Grund hierfür ist, dass bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft der obere Teil der Brücke instandgesetzt werden soll und somit die Schlösser stören. Der Zustand der Brücke ist insgesamt bedenklich – sowohl der obere, wie auch der untere Teil. Um den Teil der Brücke instand zu setzen, der sich unterhalb des Wassers befindet, werden 50 Mio. Rubel benötigt. Da das Geld nicht vorhanden ist, werden diese Arbeiten auch nicht durchgeführt. Da die Brücke praktisch durch den Fahrzeugverkehr nicht genutzt wird, kann man sich mit der Instandsetzung auch Zeit lassen – so der Bürgermeister. Der obere Teil wird so instandgesetzt, wie er zu früheren Zeiten war. Keinerlei Asphalt wird verbaut. Angesprochen auf die Vorhängeschlösser, die er entfernen lassen will, versprach der Bürgermeister für diese nette Tradition eine andere Alternative zu finden, damit die Jungvermählten auch zukünftig ihre Liebesschlösser anbringen können. Nur unmittelbar am Brückengeländer wird dies nicht mehr zugelassen werden. Die Schlösser, die sich an der Brücke befinden, haben jetzt bereits ein Gewicht von 1,5 Tonnen und diese Belastung soll es zukünftig nicht mehr geben.
 
06.10.2017 – Neue Militärtechnik in Kaliningrad zur Verhinderung von Mobiltelefonaten?
Die Agentur REUTERS spricht die Vermutung aus, dass Russland in Kaliningrad über neue Technik verfügt, die in der Lage ist, großflächig die Nachrichtenverbindungen der Mobiltelefonnetze auszuschalten. Das würde erklären, warum im Monat September Probleme in lettischen Mobiltelefonnetz des Anbieters LMT entstanden waren. Wie weiterhin berichtet wird, soll Russland im September entsprechende Einsatztest durchgeführt haben. Zielland ist eigentlich Schweden gewesen, aber miterfasst wurde, wohl eher unbeabsichtigt, auch Lettland. Wie Vertreter der NATO informierten, liegen Informationen vor, wonach Russland im Rahmen der Übung „Sapad-2017“ derartige Anlagen getestet hat, die in der Lage sind, alle Mobilsignale komplett auszuschalten oder Störungen zu verursachen. Russland ist in der Lage, mit einfachen Mitteln, großflächig und auf große Entfernung dieses Ziel zu erreichen.
 
 

 
05.10.2017 – Gründung Kultur- und Geschäftszentrum der Russlanddeutschen in Kaliningrad
Am 4. Oktober fand die offizielle Gründung des Kultur- und Geschäftszentrums der Russlanddeutschen im Kaliningrader Gebiet statt. Vorausgehend wurde eine Delegation der Bundesrepublik Deutschland in der Kaliningrader Gebietsregierung empfangen. Die deutsche Delegation wurde geleitet vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk. Durch den Vertreter des Gouverneurs Alexander Torba wurde hervorgehoben, dass in Kaliningrad alle Voraussetzungen gegeben sind, damit sich gesellschaftliche Organisationen entwickeln können. Eine dieser Organisationen ist das heute gegründete Kultur- und Geschäftszentrum der RusslandDeutschen in Kaliningrad. Das Kultur- und Geschäftszentrum wird auf der Grundlage von Entscheidungen einer gemeinsamen russisch-deutschen Regierungskommission handeln. Durch Hartmut Koschyk wurde hervorgehoben, dass diese Regierungskommission heute das effektivste Instrument in der Gestaltung der russisch-deutschen Beziehungen ist.
Die Arbeit des Kultur- und Geschäftszentrums der RusslandDeutschen wird sich prinzipiell von der Arbeit der Vorgängerorganisation unterscheiden, die ihre Arbeit im Zusammenhang mit mehreren Skandalen und der Zuerkennung des Titels „Ausländischer Agent“ eingestellt hat. Die Aufgabe des neuen Zentrums besteht in der Bewahrung der Sprache und Traditionen der RusslandDeutschen. Ergänzt wird diese Arbeit jetzt durch wirtschaftliche Foren und die Schaffung von Kontakten zwischen russlanddeutschen klein- und mittelständischen Unternehmern. Eine politische Arbeit irgendwelcher Art ist vollständig für diese neue Organisation ausgeschlossen.
 
Foto: Eröffnung des Kultur- und Geschäftszentrums der RusslandDeutschen im Kaliningrader Gebiet
 
05.10.2017 – Airport und „Insel“ unter föderale Kontrolle genommen
Das föderale Ministerium für Sport hat den Kaliningrader Airport „Chrabrowo“ und die „Insel“ unter besondere Kontrollaufsicht genommen. Beide Objekte sind für die erfolgreiche Durchführung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 von besonderer Bedeutung. Diese besondere Form der Aufsicht durch föderale Organe macht sich erforderlich, weil bei beiden Objekten die Arbeiten mit Zeitverzögerung laufen. Betont wurde, dass das Stadion an sich in einer hohen Stufe der Fertigstellung befindet. Sorgen bereitet den föderalen Verantwortlichen die gesamte Infrastruktur auf der Insel, einschließlich der weiteren Verfestigung des Baugrundes.
 
Foto: Stadion „Kaliningrad“ und Preise für die Eintrittskarten zu den Spielen
 
05.10.2017 – Kaliningrad wartet auf Geld aus der Europäischen Union
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass die Stadt auf eine weitere finanzielle Hilfe aus der Europäischen Union warte, um die Rekultivierung des Max-Aschmann-Parks fortsetzen zu können. Einen Antrag auf die entsprechenden Gelder wurde gemeinsam mit der Stadt Elblong und Kentschin gestellt. Die Gelder werden im Rahmen von Fonds für die grenznahe und überschreitende Zusammenarbeit durch die EU zur Verfügung gestellt. Mit den Arbeiten zur Rekultivierung des Max-Aschmann-Parks wurde im Jahre 2013 begonnen.
 
Foto: Projekt zur Wiedererrichtung des Max-Aschmann-Parks im Norden der Stadt Kaliningrad
 
05.10.2017 – Alichanow bittet Putin um Unterstützung bei Stadionunterhalt
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den russischen Präsidenten Putin um Unterstützung bei der Unterhaltung des Stadions nach Abschluss der Fußball-Weltmeisterschaft gebeten. Alichanow hat jedoch nicht nur um Unterstützung des Präsidenten für Kaliningrad gebeten, sondern auch für die Objekte in allen anderen Ausrichterstädten der Weltmeisterschaft gesprochen, denn es scheinen viele dieser Städte mit dem täglichen Unterhalt derart großer Objekte finanziell überfordert zu sein – zumindest bis zu dem Zeitraum, wo Nachnutzungskonzepte zu greifen beginnen. Der jährliche Unterhalt des Stadions in Kaliningrad wurde mit 250-300 Mio. Rubel berechnet. Am Mittwoch wurde bekannt, dass der russische Präsident sich dahingehend geäußert habe, dass das Konzept der weiteren Finanzierung der Stadien nochmals überdacht werden müsse. Ihm scheine die bisherige Lösung nicht optimal zu sein. Es sieht also so aus, als ob der Kaliningrader Gouverneur durch den russischen Präsidenten erhört worden ist.
 
05.10.2017 – Steineflüsterer nicht in der Lage mit Steinen zu flüstern
Vor einigen Tagen kritisierte der Bürgermeister Jaroschuk die Qualität der Arbeit vor dem Südbahnhof, wo gegenwärtig umfangreiche Arbeiten am Außenrevier stattfinden. Insbesondere die Qualität der Pflasterarbeiten bei altdeutschem Kleinpflaster wäre eine Katastrophe – so der Bürgermeister. Russen sind nicht in der Lage derartige Arbeiten durchzuführen – so der Bürgermeister Jaroschuk. Aber er kenne jemanden, der mit den Steinen spricht, ein absoluter Spezialist und den wird die Stadt holen, um die Arbeiter auszubilden. Nun stellte sich heraus, dass dieser Spezialist nur in der Lage ist mit größeren Pflastersteinen zu flüstern. Die kleineren Pflastersteine hören ihm nicht zu und er kann keine Ausbildung von Arbeitern vornehmen. Nun wurde entschieden, diese kleinen Steine nicht mehr zu verlegen, sondern wie üblich die ganz normalen Steinplatten einzusetzen.
 
Foto: Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz des Südbahnhofs in Kaliningrad
 
05.10.2017 – Oberteich wird instandgesetzt
Es sind erst wenige Jahre vergangen, seitdem der Oberteich und das Umfeld rekultiviert worden sind und jetzt, neben dem „Park der Jugend“ zu einem Anziehungspunkt für die Bürger und Besucher der Stadt geworden ist. Trotzdem zeigen sich eine ganze Reihe von baulichen Mängeln – so der Bürgermeister Jaroschuk – die bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft behoben werden müssen. Die dafür notwendigen Gelder werden jetzt in den zu planenden Finanzhaushalt für das kommende Jahr eingestellt.
Die Rekonstruktion des Oberteiches begann im Jahre 2006 und dauerte rund sechs Jahre. Die Kosten beliefen auf drei Milliarden Rubel. An der Rekultivierung arbeiteten zwei verschiedene Firmen nacheinander. Ein Problem des Oberteiches ist, dass dortige Objekte häufig Opfer von Vandalismus werden und die Instandsetzung dem Stadtsäckel Millionen Rubel kostet. So beschädigten Anfang Juni Jugendliche die dort befindlichen Biotoiletten und warfen 70 Meter Kanalisationsabdeckungen in den Teich. Die Bewachung des Teiches kostet jährlich 6,5 Mio. Rubel. Acht Sicherheitsbeamte reichen aber anscheinend nicht aus, um den Vandalismus zu verhindern.
 
Foto: Oberteich im Stadtzentrum Kaliningrads
 
05.10.2017 – Neuer Umweltschutzminister für Kaliningrader Regierung ernannt
Nach den Ankündigungen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, nach den Wahlen nur einige kosmetische Änderungen im personellen Bestand der Regierung vorzunehmen, steht nach der heutigen Entscheidung schon die Frage, was er unter „kosmetisch“ versteht, wenn er, nach einem ergänzenden Kommentar erklärte, dass er mit 99,9 Prozent aller Regierungsmitglieder zufrieden ist. So hatte er einen Tag nach den Wahlen Anfang September seine eigene Sprecherin entlassen und einige Tage darauf die Leiterin der Pressestelle der Gebietsregierung. Die Entlassung des Ministers für Umweltschutz, der dieses Amt seit November 2015 bekleidete (Zukanow-Minister) ist die dritte Personalentscheidung und, nach weiteren vorliegenden Informationen, nicht die letzte. Es wurde informiert, dass der bisherige Minister selber um seine Entlassung gebeten hat, da seine Gesundheit eine weitere Amtsführung nicht zulasse.
Als neuer Umweltminister wurde Oleg Stupin berufen. Er war bisher stellvertretender Minister für Industrie und Handel in der Kaliningrader Gebietsregierung und kam Ende 2015 nach Kaliningrad. Offiziell wurde informiert, dass er, ebenso wie der Gouverneur, bis zu seiner Versetzung nach Kaliningrad, im föderalen Ministerium für Industrie und Handel gearbeitet haben soll. Bestätigende Informationen konnten aber Kaliningrader Medien darüber nicht finden.
 

 

04.10.2017 – Neuer Grenzübergang nach Litauen eröffnet
An der russisch-litauischen Grenze, im Bereich des Abschnittes Tschernyschewskoje, ist ein neuer Grenzabfertigungspunkt für den Zugverkehr eingerichtet worden. Ab sofort werden Passagier- und Güterzüge nicht mehr über Nesterow abgefertigt, sondern über den internationalen Eisenbahnübergang Tschernyschewskoje. Der erste Zug, der den neuen Übergang passiert hat, war der Passagierzug „Jantar“ am 2. Oktober in Richtung Moskau. Der Aufenthalt auf dem Grenzbahnhof beträgt nur noch zwei Minuten, im Gegensatz zu 40 Minuten in Nesterow. Warum sich allerdings die Gesamtfahrzeit des Zuges dann nicht auch um 38 Minuten verringert, bleibt wohl das Geheimnis der Russischen Bahn. Die Durchlassfähigkeit des neuen Grenzübergangs beträgt 24 Güterzüge und 10 Passagierzüge am Tag. Der Bau des neuen Grenzübergangs begann im Jahre 2005. Die russische Bahn investierte 1,9 Mrd. Rubel. Ein Teil der Investitionskosten kam auch von privaten Investoren.
 
 
04.10.2017 – Spannende Personalentwicklungen in Kaliningrad
Wie bereits informiert, steht in Kaliningrad im Oktober die Entscheidung an, wer der neue Bürgermeister der Stadt werden soll. Da es keine Wahlen mehr gibt, entscheidet eine Kommission aus paritätischer Anzahl Mitglieder der Gebietsregierung und des Stadtrates über das neue Stadtoberhaupt. Am Dienstag äußerte sich der jetzige Bürgermeister Alexander Jaroschuk dahingehend, dass er noch keine Entscheidung getroffen habe, ob er sich um diese Funktion bewerben wolle oder nicht. Er werde dies zu gegebener Zeit entscheiden. Gerüchte halten sich standhaft, dass es bereits beschlossene Sache sein soll, dass Alexander Jaroschuk nicht mehr Bürgermeister wird. Genährt werden diese Gerüchte durch andere Personalentscheidungen innerhalb der Gebietsregierung. Der erst Anfang des Jahres nach Kaliningrad gekommene Wladimir Maschkow, der anfänglich als Vizegouverneur gehandelt wurde, besetzte dann doch „nur“ die Funktion eines Beraters des Gouverneurs. Unmittelbar nach der Wahl am 10. September wurde er sehr mobil und zeigte sich in den Kaliningrader Medien mit verschiedenen Erklärungen und Meinungsäußerungen. Verwässert wurden alle diese Dinge wieder durch andere Meinungsäußerungen – auch durch den neugewählten Gouverneur Anton Alichanow, der informierte, dass Wladimir Maschkow in der Gebietsregierung bleiben werde. Nun wurde am Dienstag bekannt, dass er doch in die Kaliningrader Stadtverwaltung wechselt. Dort wird er – wie der Bürgermeister Jaroschuk bekanntgab – die Funktion des stellvertretenden Bürgermeisters für Stadtwirtschaft ausüben. Nachdem er bereits Bürgermeister einer großen (geheimen) Stadt und Berater des Gouverneurs gewesen ist und direkt aus dem Kreml für seine Arbeit angeleitet wird, käme diese Besetzung einer Degradierung gleich – wenn nicht andere Pläne bestehen.  
 
 
04.10.2017 – Keine Fußgängerbrücke zur WM2018
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk informierte, dass die geplante Fußgängerbrücke über den Pregel im Bereich des Sportkomplexes „Junost“ nicht bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 fertiggestellt sein wird. Er nannte als neues Datum „nicht früher als 2019“. Gegenwärtig werden technische Fragen mit der Baudokumentation gelöst. Die bisherige Projektierungsfirma wurde gewechselt. Es finden Treffen mit dem Investor statt und es sind schwierige Grundstücksfragen zu regeln. Daraus ergibt sich die Verschiebung des Baus dieser Brücke. Für den Bau der Brücke ist der Investor des Hotelkomplexes „Lastidie“ verantwortlich. Dies war eine der Beauflagungen, um die Baugenehmigung zu erhalten.
 
Foto: Projektentwürfe für die neue Fußgängerbrücke
 
04.10.2017 – Kaliningrad erhält neues Begrüßungs-Symbol
An der Einfahrt zum Seekanal, der in Richtung Stadthafen Kaliningrad führt, werden links und rechts uferseitig zwei riesige 110 Meter hohe Strommasten in Form eines Schiffsankers aufgestellt. 70 Meter Höhe hat die Stromleitungskonstruktion und 40 Meter Höhe die dekorativen aufgesetzten Schiffsanker. Um die Masten zu errichten werden Sondertransporthubschrauber eingesetzt. Diese Strommasten werden die größten Masten in ganz Russland, vielleicht sogar in Europa sein – so der Generaldirektor von „JantarEnergo“. Die Masten werden bis Jahresende aufgestellt sein – so die bisherige Planung. Die beiden Strommasten werden, nach Ansicht des Regionalministers für Kultur und Tourismus ein neues Wahrzeichen für die Stadt. Die Stromleitungen, die über den Seekanal verlaufen werden, befinden sich in einer Höhe von 60 Metern, so dass die Segelschulschiffe „Krusenstern“ und „Sedow“ problemlos passieren können. Klicken Sie auf das Foto, um zu einem Videofilm zu diesem Vorhaben zu gelangen.
 
Foto: Neues Wahrzeichen Kaliningrads am Eingang des Seekanals
 
04.10.2017 – Personalveränderungen im Kaliningrader Strafvollzug
Der Leiter der föderalen Strafvollzugsverwaltung im Kaliningrader Gebiet hat seinen Posten verlassen. Er arbeitete in der Funktion seit 2016 und wurde als Leiter der gleichen Behörde in die Republik Mordowien versetzt. Neuer Leiter der Behörde wurde der bisherige Erste Stellvertreter der Strafvollzugsbehörde Dmitri Rupp (Jahrgang 1972). Erst im August 2017 wurde er per Erlass des russischen Präsidenten aus dem Gebiet Samarsk nach Kaliningrad versetzt.

 

03.10.2017 – Bierbrauerei zu verkaufen
Die Firma „Heineken“ versucht weiterhin, ihre, Anfang des Jahres stillgelegte Produktionsstätte in Kaliningrad, auch bekannt unter der Bezeichnung „Ostmark-Brauerei“ zu verkaufen. Die nächste Verkaufsversteigerung findet am 5. Dezember statt. Verkauft werden insgesamt 29.000 Quadratmeter Industrie- und Lagerfläche, sowie fünf Grundstücke mit insgesamt 7,2 Hektar. Das Erstgebot lautet auf 250 Mio. Rubel. Sollte sich für diese Summe kein Käufer finden, wird die Verkaufssumme schrittweise auf bis zu 200 Mio. gesenkt.
 
 
03.10.2017 – "Kuh-Mörder" in Kaliningrad ermittelt und verurteilt
Die Firma „Miratorg“ ist eine der größten fleischverarbeitenden Firmen in Russland. Um den Bedarf, insbesondere in Kaliningrad zu decken, importierte die Firma in den letzten Jahren große Mengen von Rindern einer speziellen Zuchtsorte. Mitarbeiter dieser Firma zerlegten diese, nachdem sie das Schlachtalter erreicht hatten, zu handlichen Fleischstücken und „Miratorg“ verkaufte das „Mamorfleisch“ an regionale Abnehmer. Nun dachte sich ein ehemaliger Mitarbeiter dieses Unternehmens, dass man dieses Geschäft auch als Kleinstunternehmer betreiben kann und stahl seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Kuh und zerlegte diese in individueller Art und Weise, um dann ebenfalls dieses Fleisch an regionale Abnehmer zu verkaufen. Das gelang dem 40jährigen Kaliningrader aber nicht. Er wurde von einem Gericht zu 1,5 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Das Gericht berechnete, dass, bei einem Durchschnittspreis von 2.500 Rubel für ein Kilo Mamorfleisch, der Verurteilte, mit der von ihm gemeuchelten Kuh, 295.000 Rubel Reingewinn hätte erwirtschaften können.
 
Foto: Glückliche Kühe in Kaliningrad entgingen der meuchelnden Hand eines Kriminellen
 
03.10.2017 – Restaurant-Festival in Kaliningrad
Vom 1. bis 15. Oktober findet in Russland ein Restaurant-Festival statt. In Kaliningrad haben sich zehn Restaurants an diesem Wettbewerb beteiligt. In diesem Zeitraum bieten die genannten Restaurants spezielle Gerichte an, die die Kunden bestellen und bewerten können. Das Festival ist bereits das zweite dieser Art in diesem Jahr. Das erste Festival wurde im Mai organisiert. Da dieses Festival ein großer Erfolg war, beschlossen die Organisatoren noch ein weiteres dieser Art in gleichen Jahr zu organisieren. Teilnehmer in Kaliningrad sind folgende Restaurants:
  • Molon Cafe,
  • Blutgericht (буфет восточно-прусской кухни «Блютгерихт»),
  • Steakhaus „Nautilus“ (стейк-хаус «Наутилус»),
  • PAB „London“ (паб «Лондон»),
  • Restaurantkette „Villa Tschento“ (сеть «Villa Ченто»),
  • “Baklaschan” («Баклажан»),
  • Steakhaus „Charing Cross“ (стейк-хаус «Charing Сross»),
  • Grill-Restaurant “Kartofan” (гриль-кафе «Картофан»),
  • “Parmesan” (траттории «Пармезан»),
  • „Peperontschino“ («Пеперончино»).
Die Restaurants schlagen verschiedene Gerichte zu einem fixierten Preis von 990 Rubel vor.
 
03.10.2017 – Großer Munitionsfund auf dem Airport „Chrabrowo“
Bei den laufenden Bauarbeiten zur weiteren Rekonstruktion des Airport Chrabrowo wurden 97 Geschosse für Flugabwehrgeschütze gefunden. Spezialeinheiten der RosGarde bargen die Geschosse und machten sie an einem dafür speziell vorgesehenen Ort unschädlich. Alle Geschosse stammten aus dem Zweiten Weltkrieg. Gegenwärtig werden umfangreiche Arbeiten zur Verlängerung der Start- und Landebahn sowie des gesamten Flugfeldes am Airport durchgeführt. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft Mitte 2018 soll der Airport in der Lage sein, alle bekannten Flugzeugtypen der Welt landen und starten zu lassen.
 
03.10.2017 – Chef der Wasser- und Schiffswirtschaft verhaftet
Der Chef der Wasserwege und Schiffswirtschaft des Kreises Gwardejsk ist verhaftet worden. Ihm wird Betrug vorgeworfen. Der verhaftete Beamte soll einem Unternehmer einen Vertrag zur Nutzung von Gewässern entlang des Flusses Pregel vorgeschlagen haben. Um im Sinne des Unternehmers zu entscheiden, sollte dieser dem Beamten 100.000 Rubel zahlen. Der Unternehmer stimmte dem zu, informierte den russischen Sicherheitsdienst FSB, zahlte die Summe und danach griffen die Sicherheitsbeamten zu. Gegen den Beamten wird ein Strafverfahren eingeleitet. Neben einer Freiheitsstrafe erwartet ihn die Entlassung, Berufsverbot als Staatsbediensteter und eine Strafe bis zum 70fachen der geforderten Schmiergeldsumme.

 

02.10.2017 – Neue Umfrage auf unserem Portal
Wie seit Jahren üblich, haben wir zu Anfang des Monats wieder eine Umfrage geschaltet. Schauen Sie links neben diesem Artikel – dort finden Sie unsere Frage, wie Sie über Facebook denken. Sie brauchen sich nicht zu registrieren. Einfach nur eine der drei vorgegebenen Antworten anklicken und Sie erfahren, wie andere über dieses Sozialnetzwerk denken.   
 
 
02.10.2017 – Weltmeisterschaft der Feuerwerker beendet
Am Wochenende wurde mit der Durchführung der vierten Etappe, die Weltmeisterschaften der Feuerwerker im Kaliningrader Gebiet beendet. An jedem Wochenende im September traten zwei Mannschaften an und zeigten ihr Feuerwerk-Können. Als Sieger in diesem Jahr ging die Firma "Macedo'S Pirotecnia“ aus Portugal hervor. Den zweiten Platz belegte "Nomad Art Multimedia“ aus Kasachstan und den dritten Platz "Enigma Fireworks“ aus Bulgarien. Den Preis „Publikumsliebling“ gewann die Firma "Pirotecnia Vulcano S.L.“ aus Spanien. Das Finale der Weltmeisterschaften wurden von 87.000 Besuchern in Selenogradsk besucht.
 
02.10.2017 – Stadt Sowjetsk baut Dioden-Springbrunnen
In der Stadt Sowjetsk wird für die Summe von 8,8 Mio. Rubel ein mit Dioden beleuchteter Springbrunnen gebaut. Der Springbrunnen wird Bestandteil eines ganzen Komplexes innerhalb einer Grünanlage sein. Finanziert wird das Projekt mit föderalen Geldern im Rahmen des Programms zur Gestaltung einer kulturvollen Umwelt. Der Komplex wird im Bereich der Gasse der Kosmonauten errichtet. Alle Arbeiten laufen auf Hochtouren. Der Springbrunnen selber befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Eingang des Stadtparks. Der gesamte Bereich wird so gestaltet, dass er mit dem schon gestalteten Bereich, insbesondere im Bereich des Denkmals „Königin Luise“ harmoniert. Die Gesamtarbeiten sollen bis Winterbeginn erledigt sein.
 
 
02.10.2017 – Gebäude der Kaliningrader Philharmonie in ernster Gefahr?
Kaliningrader Medien berichten, dass die Philharmonie bereits begonnen habe, Mitarbeiter zu entlassen. Dies soll im Zusammenhang mit Meldungen über den bedenklichen baulichen Zustand des Gebäudes und den Empfehlungen von Bauspezialisten stehen, die ehemalige deutsche Kirche sofort zu beräumen und für jeglichen Publikumsverkehr zu sperren. Seismologische Spezialisten hatten gewarnt, dass das Gebäude durch den instabilen Baugrund, einfach in der Tiefe verschwinden könnte. Es wird von einem Absacken des Gebäudes zwischen 8-10 Metern gesprochen. Die Kaliningrader Gebietsregierung wollte alle diese Meldungen nicht bestätigen. Es gäbe weder Entlassungen, noch befinde sich das Gebäude in einem baufälligen, gefährlichen Zustand.
 
02.10.2017 – Gouverneur Alichanow ist zu 99,9 Prozent zufrieden
Der am Freitag vereidigte Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist mit 99,9 Prozent seiner Minister und leitenden Beamten in der Gebietsregierung zufrieden. Deshalb wird es auch keine großangelegten Personalveränderungen geben – erklärte er den Journalisten. Allerdings wollte er sich auch nicht in Einzelheiten auslassen und vor den anwesenden Journalisten jeden einzelnen Minister charakterisieren. Auf die Frage der Journalisten, ob, wenn es schon keine Entlassungen gäbe, es vielleicht Minister gibt, die von sich aus, auf eigenen Wunsch kündigen, antworte der Gouverneur, dass ihm bisher keine Kündigungen zugegangen sind.
 
 
02.10.2017 – Herbsteinberufung hat in Kaliningrad begonnen
Im Kaliningrader Gebiet ist die Herbsteinberufung zum gesetzlichen 12monatigen Wehrdienst angelaufen. Einberufen werden wehrpflichtige Männer bis zum 31. Dezember 2017. Fast alle werden auch ihren Wehrdienst im Kaliningrader Gebiet ableisten. Darüber informierte der Pressedienst der Ostseeflotte. Die Wehrpflichtigen haben sich auf Aufforderung in den zuständigen Wehrkreiskommandos zu melden. Dort werden sie nochmals einer medizinischen Untersuchung unterzogen und auf die Truppenteile, entsprechend ihrer Eignung, aufgeteilt. Insgesamt arbeiten im Kaliningrader Gebiet 22 Einberufungskommissionen und neun Abteilungen der Militärkommissare. Einige wenige der Wehrpflichtigen werden ihren Wehrdienst als Ehrendienst in Moskau im Präsidenten-Regiment ableisten. Hier gelten höchste Anforderungen an die jungen Männer.

 


 
01.10.2017 – Samstag ist der letzte Tag der Kaliningrader Springbrunnen
Die Zeit der Kaliningrader Wasserspiele ist für diese Saison am Samstag wieder zu Ende gegangen. Seit dem 1. Mai konnten sich die Kaliningrader und ihre Gäste über die Wasserspiele an den verschiedensten Standorten der Stadt erfreuen. Erst vor wenigen Wochen kamen noch weitere Springbrunnen an der Sendeanstalt des staatlichen TV-Senders „WESTI“ hinzu, die sich am Unterteich befinden, der gegenwärtig rekultiviert wird. Im Verlaufe von einem Monat werden alle mobilen Teile der Springbrunnen in der Stadt demontiert und es beginnen parallel die Reinigungsarbeiten. Insgesamt verfügt die Stadt über 13 Springbrunnen. Die jährlichen Servicekosten belaufen sich auf drei Millionen Rubel.
 
Foto: Neue Springbrunnenanlage an der TV-Sendeanstalt „WESTI“ am Kaliningrader Unterteich
 
01.10.2017 – Gouverneur optimistisch zu föderalen Förderprojekten
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zeigte sich optimistisch, dass fast alle bisher bekannten föderalen Infrastrukturprojekte für das Kaliningrader Gebiet auch realisiert werden. Die Unterstützung der Zentralregierung ist gegeben und somit ist auch die Finanzierung gewährleistet. Zu den Großprojekten gehört der Endausbau des nördlichen Teils der Umgehungsstraße um die Gebietshauptstadt, der Hafenneubau in der Kreisstadt Pionersk, der Bau eines onkologischen Zentrums in Kaliningrad. Weiterhin wird es eine beachtliche Geldsumme für die Rekultivierung von Höfen und Grünanlagen im Kaliningrader Gebiet geben.
 
 
01.10.2017 – Kaliningrader Regierung verkauft Geschenke
Im Rahmen der aktuellen russischen Gesetzgebung – ähnlich der deutschen Gesetzgebung – ist es Beamten und Staatsangestellten nicht gestattet, Geschenke anzunehmen und im persönlichen Besitz zu behalten. Handelt es sich um hochoffizielle Geschenke, so sind diese dem Eigentum der Gebietsregierung zu übergeben. Tragen diese Geschenke auch einen Teil persönlichen Charakter, kann der so Beschenkte einen Antrag auf Kauf des Geschenkes stellen. Eine Kommission schätzt den Preis ein und somit könnte sich der Beamte offiziell und korruptionsunverdächtig in den Besitz von interessanten Geschenken bringen. Nun hat sich wohl aber einiges in den letzten Jahren in den Archivräumen der Kaliningrader Gebietsregierung angesammelt, so dass man sich entschlossen hat, einen Teil der Geschenke zu verkaufen. Die Ausschreibungsagentur der Gebietsregierung wird eine öffentliche Versteigerung organisieren. So kann man einen Keramikteller „Royal Delft“ für 4.098 Rubel erwerben, wenn keiner mehr bietet. Weiterhin kommt eine mechanische Uhr „IMC“ unter den Hammer, ein Kugelschreiber für immerhin 165.000 Rubel, russische Briefmarken und weiteres Geschirr. Die Versteigerung findet am 16. Oktober statt.
 
01.10.2017 – Erster landwirtschaftlicher Supermarkt in Kaliningrad
Über die Schwierigkeiten der Supermarktkette „WESTER“ ist in den letzten Monaten ausführlich berichtet worden. Einerseits war die Firma bemüht, aufgelaufene Schulden abzubauen, andererseits begann man Immobilienobjekte zu schließen, zu verkaufen oder zu verpachten. Ein Teil der Objekte wird in ein neues Handelskonzept einfließen. Man wird sie zu landwirtschaftlichen Regionalmärkten umprofilieren und den einheimischen Landwirten aller Größenordnungen die Möglichkeit geben, in diesen Märkten ihre Erzeugnisse anzubieten. Als erster der landwirtschaftlichen Supermärkte wurde das Handelszentrum „Citi“ auf dem Moskauer Prospekt eröffnet. Das neue Konzept sieht vor, sämtliche Zwischenhändler auszuschalten. Der Käufer erhält seine Ware direkt vom unmittelbaren Erzeuger.
 
Foto: Haupteingang zum regionalen Citi-Landwirtschaftsmarkt und Blick auf das Angebot auf einem freien Markt im Stadtteil Selma in Kaliningrad
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Wochenblatt

   Kommentare ( 32 )

ru-moto Veröffentlicht: 1. Oktober 2017 23:14:30

[OKTOBER UMFRAGE Sozialnetzwerk "Facebook"]
Fake News-Kontrolle durch Facebook & Correctiv - nur Alternative im Visier.
Beiträge, die deutschsprachige Facebook-User markieren, werden von der Essener gGmbH untersucht. Sollten die Hohepriester der Wahrheit dann zu dem Schluss kommen, dass ein Beitrag das Label "Fake News" verdient, wird die Sichtbarkeit des Inhaltes auf Facebook eingeschränkt. De facto kommt dies einer Zensur gleich. Privatisierte Zensur durch priv. Dienstleister bleibt Zensur und ein Herrschaftswerkzeug der herrschenden (transatlantischen) "Elite".

Dass die System-Mainstream-Medien alles versuchen alternative Medien zu vernichten, um weiterhin die Lügen und Meinungshoheit zu besitzen, wird immer offensichtlicher. Bleibt daher nur die Abwanderung von fb.
Letztendlich liegt es in der Hand der Nutzer, ob dieses Vorgehen zum Erfolg führt. Wenn alle Benutzer Ihre Profile in diesem Klatsch-&Tratsch-Verein quittieren, anstatt es zu bewerben, erledigt sich das von alleine...

boromeus Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 20:56:31

.".der jährliche Unterhalt des Stadions in Kaliningrad wurde mit 250-300 Mio. Rubel ."...
Das sind 3,6 Millionen Euro für ein verhältnismässig kleines Station,von dem noch kein Mensch weiss welche Nachnutzung überhaupt geplant ist und ob das "Umzu" überhaupt rechtzeitig fertig wird..Wieviele Milliarden wurden hier für nur 4 Spiele versenkt und auch noch weiter versenkt werden.
Wieviel Strassen,Infrarstrukturen,Wasserleitungen,marode Krankenhäuser,Senioren und Kindertagesstätten hätte man davon sinnvollerweise instandsetzen können.....unfassbar!

boromeus Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 21:12:39

"die Qualität der Pflasterarbeiten bei altdeutschem Kleinpflaster wäre eine Katastrophe – so der Bürgermeister. Russen sind nicht in der Lage derartige Arbeiten durchzuführen "Wenn man natürlich Leute daran setzt, die kein Plan von derlei Arbeiten haben, wie soll dass das Ergebnis aussehen?Ich würde mir Notfalls einen handwerklich fähigen deutschen Steinsetzter holen,der auch ausbilden kann....aber
dann bleibt natürlich die Frage der möglich einsetzenden Germanisierung,oder noch schlimmer der Einmischung in innere Angelegenheiten...So hat man wiedereinmal Steuergelder für Material und Persolnalgelder verbraten an deren Ende ein völlig unbefriedigendes Ergebnis steht.Wie gehabt....war nicht anders zu erwarten..

boromeus Veröffentlicht: 4. Oktober 2017 21:40:21

"So beschädigten Anfang Juni Jugendliche die dort befindlichen Biotoiletten und warfen 70 Meter Kanalisationsabdeckungen in den Teich. Die Bewachung des Teiches kostet jährlich 6,5 Mio. Rubel. Acht Sicherheitsbeamte reichen aber anscheinend nicht aus, um den Vandalismus zu verhindern."
Man kann noch weitere Jahrzehnte instandsetzen,es ändert sich nichts,weil das Grundproblem der Gleichgültigkeit und" ist ja nichts meins",nicht gelöst ist.Wochenende war ich im Stadtteil Ponarth unterwegs.Ein schöner See.Der Park zugemüllt ,jede Baumhöhle mit Plastikflaschen und Dosen verfüllt,Uferzonen verdreckt.Und wen interessierts?Erstmal ich!Solange man solchen Leuten nicht empfindlich auf den Fingern haut,besteht hier keine Hoffnung.Da kann man auch für Millionen den Aschmann Park restaurieren. Es wird nicht langen dauern,da wird der eine oder andere kommen und glauben ,das Eigennutz vor Gemeinnutz geht.Und dann dauert es nicht ganz lange ,dann wird man wieder von vorne anfangen müssen....

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 00:40:12

@Steineflüsterer nicht in der Lage mit Steinen zu flüstern
Herrje, die geben zu schnell auf. Um dieses Pflaster zu verlegen sollte ein Hilfeersuchen an eine deutsche IHK (Industrie und Handelskammer) ergehen. Die werden dann doch in der Lage sein einen Steinsetzer in Pension zum Anlernen nach Kalinigrad zu senden. Wobei anlernen untertrieben ist, das ist ein richtiger Ausbildungsberuf.

Uwe Kettmann Kettmann Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 08:44:52

.....pensionierte deutsche Handwerker und Firmenchefs nach Kalinungrad einladen. Habe ich einigen Firmen in Kaliningrad schon öfters geraten. Vielleicht hat der Handwerker noch Königsberger Wurzeln und dann läuft die Sache ! Ausbildungszentrum .- Patenschaften für russische Handwerker mit deutschen Lehrmeistern schaffen. Und gleich noch ein paar deutsche Berater für !!Melioration !! Berlin Königsberg sind 600 Kilometer. Jahrhunderte waren Deutsche Berater in Russland. Ja, klar Germanisierung...bei 1 % Deutsche im Oblast.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 20:05:48

05.10.2017 – Steineflüsterer nicht in der Lage mit Steinen zu flüstern
Da wollte ich zu diesem Thema mal was Neues schreiben. Denkste! Da waren andere viiiieeeel schneller. Ist aber gut so. Eure Vorschläge sind wirklich gut und auch umsetzbar. Meine Gedanken gingen in die Richtung der zurück gekehrten Rußlanddeutschen. Die kennen doch in Deutschland auch wieder jemanden, der jemanden kennt, der diese Arbeiten beherrscht. Ich weiß, wie gut das aussehen kann mit dem Kleinpflaster, wenn immer solche Halbbögen gesetzt worden sind. Aber man muß eben davon Ahnung haben.
Vielleicht bringt es Uwe ja fertig, dem Bürgermeister diese Vorschläge unter zu schieben. Ist ja ein schlaues Kerlchen, unser Uwe.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 21:06:53

... aber "uns Uwe" trinkt mit dem Bürgermeister kein Bierchen, wo man mal so nebenbei derartige Dinge rüberschieben kann.

.g Radeberger Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 20:26:54

05.10.2017 – Oberteich wird - zum wiederholten Mal - instandgesetzt

Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, daß die "Instandsetzung" umgerechnet ca. 50 Millionen Euro gekostet haben soll. Wer ist denn daran noch reich geworden?

Die haben sich bestimmt gesagt, wenn in Deutschland das geht, wie mit dem BER, dem Stuttgarter Bf., der Hamburger Klimperscheune und noch weitere, dann ist dieses "kleine" Objekt Oberteich gerade mal ein Versuchsballon. Beim Kaliningrader Flughafen scheint das ja auch schon besser zu klappen. Dort waren schon größere Summen im Spiel, die man wie ein Magier verschwinden lassen kann.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 5. Oktober 2017 21:05:23

... dieser Teich ist etwas größer und hier sind nicht nur Promenadenarbeiten vorgenommen worden.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 6. Oktober 2017 23:00:47

@Neue Militärtechnik in Kaliningrad zur Verhinderung von Mobiltelefonaten?
Im Kleinen gibt es diese Anlagen auch für Zivilisten zu kaufen. Ich habe die angeschafft um Drohnen, die meinem Grundstück zu nahe kommen, zwangszulanden. GPS, WLAN und Mobilunk ist dann tot.

ru-moto Veröffentlicht: 7. Oktober 2017 02:04:57

[Im Jahre 2016 hat die Kaliningrader Gebietsregierung eine Milliarde Rubel für den Bau einer Straßeninfrastruktur zum geplanten neuen Produktionsstandort für BMW ausgegeben... und nichts tut sich bei der deutschen Firma BMW in Russland...]

Hat es Kaliningrad wirklich nötig, den Milliardären von BMW in vorauseilendem Gehorsam in den A.... zu kriechen???

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. Oktober 2017 03:20:33

08.10.2017 – Noch kein Unterstützungskonzept für Bevölkerungszuwachs durch Migration

Ich würde die erstere Gruppe unterstützen. Wenn diesen in Kaliningrad gesuchten Fachkräften mit ihren Familien bei Wohnung, Arbeit Schule und Kindergartenplatz geholfen wird, in KG wirklich seßhaft zu werden, dann ist auch das familiäre Umfeld in Ordnung und sie werden größtenteils auch bleiben.
Dann wird es auch Nachwuchs geben, sofern noch keiner oder nicht genügend da ist. Was dann später das Gebiet noch irgendwie helfen kann, wird sich doch erst zeigen, wenn die Würschel im Anmarsch sind.

.g Radeberger Veröffentlicht: 8. Oktober 2017 03:25:19

ru-moto
Veröffentlicht: 7. Oktober 2017 02:04:57

Obwohl es bei diesem Projekt um wirklich viel geht, sollte sich die RF von den Bayern nicht an der Nase herum führen lassen. Auf mich macht es den Eindruck, daß BMW sich noch irgendwelche Zugeständnisse und Vorteile versprechen lassen will. Nach dem Motto, laßt mal die Russen der einzelnen Standorte sich mit Angeboten überbieten, ohne daß wir was fordern.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 8. Oktober 2017 08:34:46

... ja, diesen Gedankengang hatte ich auch.

.g Radeberger Veröffentlicht: 9. Oktober 2017 03:04:35

09.10.2017 – Jeder biegt sich Zahlen wie er sie braucht

Das übliche Spielchen wie auch in old Germany. Kann man eine hohe Zahl von Regierungsseite nicht gebrauchen, dann wird die Teilnehmerzahl z.B. bei Pegida großzügig nach unten gerechnet. Ein paar Wochen später, wenn es um die große Gefahr am rechten, am rechteren oder gar am rechtesten Rand geht, dann sind die Teilnehmerzahlen auf einmal wieder sehr hoch. Geht es um verletzte Polizisten, dann war der rechte gewalttätige Mob natürlich in der Überzahl. Sonst hätte man es den Krawallos so richtig heimgezahlt.

boromeus Veröffentlicht: 10. Oktober 2017 10:29:04

"Kaliningrader Verantwortliche wollen Teile des ehemaligen Jagdhauses von Kaiser Wilhelm II.wieder in die Rominter Heide zurückführen"Das macht auch richtig Sinn.Jetzt ,wo die Fragmente schon fast verrottet sind.Wenn man statt Plünderung und Zerstörung des Areals etwas weniger Hass auf alles "preussische" gehabt hätte,dann hätte man schon vor über 27 Jahre mit dem "unbraunen" jagdhistorischen Gebäude Romintens,Touristen in eines der schönsten Naturrefugien an der Rominte,im heutigen Krasno Lesje,der ehemaligen Rominter Heide heranziehen und damit Geld in die leeren Kassen spülen können .Bei manchen dauert es eben etwas länger, bis der Groschen,äh,Rubel fällt.Frage die sich stellt ,wie man den Zugang dorthin regeln will, da der Original Standort keine 500m vom polnisch-russischen Grenzzaun liegt?Müssen dann die Besucher dort, wenn sie Fußspuren im Sand hinterlassen auch den Grenzstreifen harken?Schaun wir mal ,ob das heisse Luft bleibt ,oder Realität wird.Besser spät ,als nie.

.g Radeberger Veröffentlicht: 15. Oktober 2017 21:30:08


16.10.2017 – Amerikanische Militärkolonne bewegt sich Richtung Kaliningrader Grenze

Da wird wohl an der Grenze zu Kaliningrad in den nächsten Tagen noch mehr los sein. In den Bundeswehrkasernen in Sachsen und auf den Straßen dieses an Polen grenzenden Bundeslandes treiben sich noch mehrere solche Besatzerkolonnen aus Bayern und anderen Standorten herum. Alle in Richtung Osten. einige hatten offensichtlich in der eile des Aufbruchs "vergessen" die Fahrzeugkennzeichen anzubringen. Aufmersame Sachsen haben das Ganze fotografisch für das Familienalbum gesichert, wo man bei RT ja auch Teilhabe nehmen kann.
Es wurde auch ein Zug mit Panzern festgestellt, der aber öffentlichkeitswirksam in Richtung Westen fuhr. Natürlich war der Transporteur die Deutsche Bahn. Wer sonst?

.g Radeberger Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 01:49:35

16.10.2017 – Bemerkenswerte Öffentlichkeitsauftritte durch Rektor der Kant-Universität

Paßt diese Geschichte nicht auch in den Wirkungszeitraum eines Zukanow in KG?
Vermutlich wird vor April 2018 auch in diesem Fall nicht viel passieren. Denn der Herr Rektor ist doch nur der sichtbare Teil des Eisbergs.
Das Problem ist offensichtlich aber erkannt und wird - zu gegebener Zeit - gelöst werden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 07:04:21

... der Rektor ist seit 1998 Rektor und war davor Prorektor und davor auch in leitenden Funktionen an der Uni tätig. Seit 1982 hat er seine Laufbahn an der Uni gestaltet und "Spuren" hinterlassen. Vermutet wird, dass er sicherlich bald seine Rente genießen kann, denn am 18. Juli wurde er 60 Jahre alt und normalerweise geht man mit 60 in Russland in Rente.Dem steht entgegen, dass der russische Premier Medwedjew ihn erst Mitte 2016 für weitere fünf Jahre zum Rektor ernannt hat.

Hauke Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 15:25:42

Das Gebiet des ehemaligen Flugplatzes ist Denkmal geschützt?
Was ist denn da zu schützen?
Zusammen schieben und was Neues drauf wäre wohl angebracht.
Vielleicht Ferienhäuschen im alten russischen Stiel und den von mir so vermissten Campingplatz?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 16. Oktober 2017 16:28:18

... herkommen, Businessplan vorlegen, Genehmigung erhalten und loslegen.

Klaus Szelitzki Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 00:51:16

16.10.2017
Hallo und guten Abend, verehrter Herr Niemeier.
Mich bewegt eine Frage, die ich Ihnen gerne vorlegen möchte: Und zwar habe ich mich bereits vor längerer Zeit - nach Ihrer Aufforderung - ordentlich Registriert, was Sie mir bestätigten. Dennoch bekomme ich jetzt keine interessanten Ankündigungen mehr von Ihnen auf meine Webseite. Woran liegt das? Bin ich selbst der Schuldige, oder ist es ein techn. Fehler?
Für eine entsprechende Nachricht danke ich Ihnen bereits im Voraus
und verbleibe mit den besten Wünschen und Grüßen
als Ihr langjähriger Interessent Clasius38.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 07:39:22

... vermutlich haben Sie bei Ihrer Anmeldung vergessen an der Stelle einen Haken zu setzen, wo sie die "Newsletter" bestellen können. Das können Sie jederzeit nachholen. Melden Sie sich einfach so an, wie Sie es jetzt auch schon getan haben, um diesen Kommentar zu schreiben, gehen zu Ihrem Kabinett und setzen die Haken an den Stellen, die Sie für interessant für sich halten.

Hauke Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 14:05:47

Sie haben ja recht, man sollte nicht reden, sondern machen.
Würde ich ja gerne.
Nur leider reichen meine Ersparnisse dazu nicht aus
und als Rentner ist man nicht mehr Kreditwürdig.
Sollte Ihnen jedoch Jemand bekannt sein, der so was machen möchte, dann kann ich ihn gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Keine Angst das kostet nichts.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 17. Oktober 2017 14:26:57

... uffff, na Gott sei Dank - deutsche Rentner sollen ja eigentlich teuer sein, wie ich von mir selber ja weiß!

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 21. Oktober 2017 23:19:16

@21.10.2017 – Kaliningrad bittet um föderale Hilfe bei Wiederherstellung des Meliorationssystems
Damit ist das Scheitern schon beschrieben. Wenn das nicht vor Ort aus eigener Kraft erfolgreich und nachhaltig eingerichtet werden kann, bleibt es kaputt. Melioration ist keine förderale sondern eine lokale Aufgabe und bedarf verantwortungsvoll und selbstständig handelnder Personen bereits in kleinstern Verantwortungsbezirken.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 21. Oktober 2017 23:36:38

Sie sollten wissen, dass das Meliorationssystem nur teilweise Eigentum der Kommune oder des Gebietes ist. Ein Teil gehört der Föderation. Und das Gebiet bittet nicht darum, dass irgendjemand aus Moskau uum buddeln anreist, sondern bittet um Geld. Alles andere kann das Gebiet dann selber organisieren.

Klaus Szelitzki Veröffentlicht: 22. Oktober 2017 21:00:01

Betr.: Anfrage vom 16.10. 2017 bezgl. Nachrichten-Übertragung an mich

Ein freundliches "HALLO" und herzlichen Dank für den Hinweis, dem ich inzwischen gefolgt bin.
Die "Häkchen" sind plaziert und somit MEIN FEHLER korrigiert.
Mit nochmaligem Dank und besten Grüßen an Sie und Ihr Team
Ihr Leser Clasius38

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 23. Oktober 2017 00:28:36

@Alles andere kann das Gebiet dann selber organisieren.
Schöne Formulierung, die genau meine Bedenken stützt. "Das Gebiet" kann überhaupt nichts. Die Entwässerung funktioniert nur wenn sich vor Ort "Personen" bleibend verantwortlich fühlen und dauerhaft engagieren.

A. Bienenfreund Veröffentlicht: 23. Oktober 2017 08:56:45

Die einen tragen "Verantwortung", die anderen "Bedenken" - so haben sie ordentlich zu schleppen und verdienen Anerkennung. Wenn sie jetzt noch den "Horst" finden, der die Arbeit für'n Appel und 'n Ei macht, ja, dann wird alles gut. "Wir schaffen das!!"

.g Radeberger Veröffentlicht: 28. Oktober 2017 00:52:31

27.10.2017 – Nachkommen der Königin Luise will deutsche Universität eröffnen

Ich habe mal, zwar nicht sehr intensiv nach "Volker Kraier Eurocampus Weststadt " bei Google gesucht.
So eine richtige Aussage habe ich da nicht gefunden. Was ich gefunden habe ist ein Hinweis auf die Universität Karlsruhe (Weststadt) auf einen Herrn Prof. Dr. Volker Kreyher, der sowohl in Heidelberg als auch in Karlsruhe und Mannheim und an der Hochschule Mittweida tätig ist (sein soll). Vielleicht habt Ihr in Kaliningrad mehr oder andere Konkretisierungen zu den Aussagen des angeblich blaublütigen Nachfahren.
Man sollte sich doch da nochmal genauer schlau machen. Angestellt soll er in Mittweida sein, Das EC will er mit einem Prof. Heinrich Wiedemann vor sechs Jahren gemeinsam mit den EC Europa Campus als Privat-Uni gegründet haben und auch in Heidelberg ist die Bildungseirichtung eine GmbH.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 28. Oktober 2017 08:12:14

... die Übersetzung des Namens kann durchaus nicht korrekt sein, denn ich habe ihn aus dem Russischen übernommen. Auch ich bin an diese Information, genau wie Sie, mit einer gehörigen Portion Mißtrauen rangegangen. Was die Behörden daraus machen, ist deren Sache. Zum Glück sind die gesetzlichen Bestimmungen heute so, dass "Glücksritter" und "Hochstapler" nur noch sehr geringe Chancen haben, wenn sie denn auftauchen sollten. Und Geschenke macht man irgendwelchen ausländischen Investoren auch nicht mehr - Gott sei Dank.

Frank Werner Veröffentlicht: 28. Oktober 2017 21:44:33

@Radeberger
Es ist sicherlich der ec-europa-campus in Frankfurt mit gemeint. Dort ist ein Prof. Volker Kreyher Geschäftsführer. Es scheint sich dabei um eine Kette kleinerer Privat-Unis zu handeln. Diese haben natürlich eine Zulassung etc. Aus Erfahrung kann man aber schliessen, dass diese nicht zwangsläufig besser als eine staatliche Uni sind. Bestes Beispiel dazu die Uni Witten-Herdecke (Medizin). Die angesprochene Uni in Frankfurt scheint viel im Medienbereich zu machen. Das ist oft im privaten Bereich angesiedelt, da es dafür an den staatlichen Unis zu wenig Studienplätze gibt (auch NC). Kann gut sein, dass die auch in das Ausland expandieren wollen. Wäre dann aber sicher nicht billig, dort studieren zu wollen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 29. Oktober 2017 00:14:13

Frank Werner
"Veröffentlicht: 28. Oktober 2017 21:44:33
@Radeberger
Es ist sicherlich der ec-europa-campus in Frankfurt mit gemeint. Dort ist ein Prof. Volker Kreyher Geschäftsführer."

Genau das ist es, was ich meine. Sie haben noch einen ec-europa-campus in frankfurt heraus gefunden, wo der öminöse Herr Prof. Volker Kreyher Geschäftsführer sein will oder soll. Ist dieser Herr Prof. ein Tausendsassa, der in vier oder gar mehr ec-europa-campus tätig sein kann oder will, wo er doch in Mittweida einen Lehrauftrag hat? Er müßte doch eine Uni-Krake sein, um alles bewätigen zu können. Offensichtlich haben Sie auch einen gewissen Einblick in diese Sphäre, so daß Sie auch einschätzen können, daß da zumindest enormer Klärungsbedarf besteht.

Frank Werner Veröffentlicht: 29. Oktober 2017 17:30:31

@Radeberger
Soweit ich sehe ist es in Mittweida nur eine Honorarprofessur, d.h. er hält dort nur einige Vorlesungen. Das ist nicht zu vergleichen mit einer ordentlichen Professur. Im Bereich Medien ist er schon seit Jahren unterwegs und bekannt. Die private Uni an deren Leitung er beteiligt ist, hat ja nur relativ geringe Anzahl von Studenten. Falls tatsächlich eine Außenstelle in Kaliningrad angedacht wäre, reden wir da sicherlich nur von Studentenzahlen im geringen dreistelligen oder eher nur zweistelligen Bereich. Nicht jede Uni hat tausende Studenten. Und wenn ich es dem Beitrag richtig entnommen habe, sind das ja erst Gedankenspiele. Nach den Infos jetzt würde ich da nichts negatives sehen. Aber eine Realisierung der Gedankenspiele erwarte ich eher nicht.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 29. Oktober 2017 19:00:24

... die letzten drei Sätze sind für mich die Wichtigsten. Und der allerwichtigste Satz ist der letzte.

boromeus Veröffentlicht: 29. Oktober 2017 23:39:51

"viel Regen,viel Wind".Bei solchen extremen Wetterbedingen fliegen auch in der BRD Gullydeckel aus der Verankerung und saufen Strassen ab..Aber es stimmt schon.Da man in vielen Bereich eine Pflasterung von Park-und Gehwegflächen für nicht so wichtig erachtet,oder sagen wir mal einfache Sandflächen die höhere Priorität haben ,muss man eben mit solchen Ergebnissen leben.Wer das nicht möchte, muss sich um solchen Dinge kümmern,wenn er Verbesserungen erreichen will.Aber wem sagt man das.Es reicht ja vielfach ja nicht mal für Regenrinnen in ländlichen Gegenden.Kein Wunder also wenn Hauseingänge nur noch mit Gummistiefeln erreicht werden können,Aussenmauern durchnässen ,weil man das Regenwasser
nicht vom Haus wegbringt,oder reihenweise Dachpfannen wegbrechen weil Regenrinnen überflüssiger Schnickschnack der Deutschen war und diese Dinger effektiver beim Wertstoffhändler eingesetzt werden.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 30. Oktober 2017 01:44:46

@Gedanken zur Komplettrekonstruktion des Prospekt Mira
Ich bin den Prospekt Mira bis ins Zentrum hineingelaufen, und hatte nicht den Eindruck, dass da jetzt unbedingt was Rekronstruiert werden muss. Ok ein paar Verschönerungen für uns Fussgänger wären nicht schlecht, aber als Besucher hat man schon den Eindruck das hier das Herz Kalinigrads schlägt.

boromeus Veröffentlicht: 31. Oktober 2017 00:09:31

Er bezeichnete die Überschwemmungen als „massenhafte Erscheinung“.Machen kommt von tun.Mit heisser Luft und schlauen Reden löst man solche Dinge nicht.Das schaffen auch keine Einzelkomponenten,sondern ein nur funktionierendes Gesamtkonzept, dass es nicht gibt.Da man jahrelang andere Animousitäten pflegte, ist das die Quittung.Es kommt bestimmt irgenwann,irgendjemand der dieses Problem mal löst.Und wenn nicht.Immer schön klar zeigen und die Hoffnung nicht verlieren.

boromeus Veröffentlicht: 31. Oktober 2017 01:05:43

"Verkauft und doch nicht verkauft"Schönes Beispiel der Unfähigkeit hochbezahlter Entscheidungsträger.Es ist nicht die einzige Grossobjektruine, die in Selenogradsk vor sich hin rottet, Gefahrenpotential darstellt oder Pyromanen als Ersatzbefriedigung dient.Stolz erzählt ,man von Grundstückspreisen in Millionenhöhe, aber ausser Ruinen haben Spekulanten für die Allgemeinheit dort nicht viel zu Stande gebracht.Und die Adminstration, um diesen Zustand zu verändern,ebenfalls nicht.Da nützt es auch wenig ,wenn man Fussgängerzonen mit viel Aufwand rekonstruiert , Grossinvestoren aus Moskau Sahnestücke zuschustert,die dann die einstigen Aushängeschilder der Stadt ihrem Zerfallsschicksal sich selbst überlassen.Welch dereinstiger Diamant an der Ostsee.Heute vom Betonwahn der Neoplaner zugebaut und mit Spekulationruinen gesegnet,dafür aber mit Seeblick.
Cranz,du einstige Ostseeperle.Kaiserbad!
Было,было (gewesen)würde mein Bekannter jetzt sagen.Wie Recht er doch hat,und das ist auch gut so....

Jochen Rademacher Müller Veröffentlicht: 31. Oktober 2017 13:53:55

Es ist irgendwie sehr merkwürdig, seit 70 Jahren gibt es die Stadt Kaliningrad und dax Kaliningrader Gebiet. Jedes Jahr, im Frühjahr und im Herbst, steht nach starken Regenfällen, die halbe Stadt unter Wasser und die einzige Antwort ist: Die Kanalisation und die zugebauten Flächen verhindern das ablaufen des Wassers. Fehlte seid ca 60 Jahren das benötigte Kleingeld um Abhilfe zu schaffen? Oder verfährt man nach dem Prinzip, Gott erhalte mir meine Ausreden.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 31. Oktober 2017 16:41:26

... ich würde die Reihenfolge ändern: 1. Gott erhalte mir meine Ausreden und 2. das fehlende Geld.

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