Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
+7 (4012) 32-65-32

Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe September 2017

Di, 26 Sep 2017 Kaliningrader Wochenblatt


Kaliningrader Tageblatt – Ausgabe September 2017

26.09.2017 – Weiterer Rückgang des Wohnungsbaus angekündigt
Im Kaliningrader Gebiet ist man anscheinend bemüht, den Überbestand an bereits gebauten, aber nicht verkauften Wohnungen der vergangenen Jahre abzubauen, denn es wurde ein weiterer Rückgang des Wohnungsbaus angekündigt. Entsprechende Ziffern veröffentlichte die regionale Verwaltung des russischen Statistikamtes. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres wurden 826 Häuser mit 7.135 Wohnungen und einer Gesamtfläche von 475,9tausend Quadratmeter in Nutzung überführt. Das sind 28,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Noch zu Anfang des Jahres verfügte das Gebiet Kaliningrad über rund 5.000 nichtverkaufte Wohnungen aller Größenordnungen.
 
26.09.2017 – Keine Sorgen mehr um den Stadion-Neubau
Es sieht so aus, als ob man sich keine Sorgen mehr um die pünktliche Fertigstellung des neuen Fußball-Stadions aus der Insel in Kaliningrad machen muss. Im Stadion wurde bereits begonnen, die Sitzflächen für die 35.000 Besucher zu montieren. Lieferschwierigkeiten für diese Sitzgelegenheiten dürfte es auch keine geben, denn sie stammen aus russischer Produktion und können somit nicht sanktioniert werden. Eingebaut werden sie in drei Farben. Behauptet wird, dass diese Sitzflächen nicht zerstörbar sind. Bis Ende Dezember soll der Einbau abgeschlossen sein. Parallel laufen die Installationsarbeiten zur Metallkonstruktion, die die Zuschauerbühne vom Spielfeld trennt.
 
Foto: Erste Sitze im neuen Fußballstadion „Kaliningrad“ werden eingebaut
 
26.09.2017 – Geburtenrückgang in Kaliningrad
In Kaliningrad setzt sich die negative demografische Bevölkerungsentwicklung fort. Von Januar bis Juli waren die Geburten um 11,5 Prozent rückläufig – es wurden 752 Kinder weniger geboren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Sterberate ist dagegen gleichbleibend stabil.
 
 
26.09.2017 – Restaurants in Kaliningrad zufrieden mit der Sommersaison
Die Umsätze in Kaliningrader Restaurants und Cafés wuchsen in den drei Sommermonaten um 8,3 Prozent. Dies zeigen die Erhebungen, die durch die regionale Statistikbehörde veröffentlich worden sind. Insgesamt nahmen die Restaurants offiziell 3,01 Mrd. Rubel in den genannten drei Sommermonaten ein. Vermutlich aber liegen die Einnahmen wesentlich höher, da eine ganze Reihe von Umsätzen nach wie vor nicht über die durch die Steuerinspektion kontrollierten Kassenapparate läuft. Die Gesamtumsätze im Gaststättengewerbe im laufenden Jahr werden mit 7,3 Mrd. Rubel beziffert.
 
26.09.2017 – Kaliningrader starten Unterschriftensammlung nach Verkehrskatastrophe
Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Strecke „Gwardejsk-Kaliningrad“ am Freitag, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen und weitere neun verletzt worden sind, haben Kaliningrader Bürger eine Unterschriftensammlung gestartet, mit dem Ziel, dass die ehemals funktionierende regionale Zugverbindung zwischen den östlichen Kreisen des Gebietes mit der Gebietshauptstadt wieder aufgenommen werden soll. Die Petition wurde auf dem Internetportal „Change.org“ gestartet. In der Petition wird der Zustand der föderalen Fernverkehrsstraßen kritisiert und der zunehmende Verkehr. Die Wiederaufnahme des regionalen Zugverkehrs wird eine Entlastung der Straßen und somit auch Verringerung von Unfallgefahren bringen.

 

25.09.2017 – Sondersitzung der Gebietsregierung nach Verkehrskatastrophe
Am Montag findet eine Sondersitzung der Kaliningrader Gebietsregierung zu Problemen der Verkehrssicherheit im Kaliningrader Gebiet statt. Anlass hierfür ist der schwere Verkehrsunfall der in den späten Abendstunden des Freitags auf der Strecke Gwardejsk-Kaliningrad passierte. Dabei kamen sieben Menschen, darunter eine schwangere Frau und eine Mutter mit Kind ums Leben. Neun weitere Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Am gesamten Wochenende wurden Razzien gegen illegale Transportunternehmer im Kaliningrader Gebiet durchgeführt und die Sitzung der Gebietsregierung soll weitere Maßnahmen beschließen, um dem Problem der illegalen, nichtlizensierten Transportdienstleistungen endlich ein Ende zu machen. Zur Lösung des Problems werden auch die legalen Transportunternehmen herangezogen, die an der Liquidierung illegaler Marschrutkas ein besonderes Interesse haben.
Am Samstag wurden in Kaliningrad alle Feierlichkeiten abgesagt, so auch die dritte Etappe des internationalen Feuerwerks in Selenogradsk. Diese wurde auf Sonntag verlegt, allerdings ohne die ehemals geplante Teilnahme des Segelschulschiffes „Krusenstern“, die zu diesem Zeitpunkt schon wieder zu einer weiteren Reise aufbricht.
 
25.09.2017 – Brand in bekanntem Hotel in Kaliningrad
In den Samstag-Abendstunden kam es zu einem Brand im bekannten Hotelkomplex „General“ auf dem Sowjetski-Prospekt in Kaliningrad. 3,5 Stunden benötigten 38 Feuerwehrleute und 11 Technikeinheiten, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Verletzte waren nicht zu beklagen.
 
25.09.2017 – Fünf neue Wohnheime für Kant-Universität in Kaliningrad
Die Kaliningrader Kant-Universität wird für ihre auswärtigen Studenten fünf neue Wohnheime errichten. Die Gelder hierfür sollen aus föderalen Förderprogrammen zur Verfügung gestellt werden. Am 8. September wurde durch das Ministerium für Wissenschaft und Bildung der Russischen Föderation ein entsprechendes Dokument unterzeichnet, das Haushaltsinvestitionen für diese fünf Objekte festlegt. Der Bau der fünf Wohnheime mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Fläche, soll bis 2020 abgeschlossen sein.
 
25.09.2017 – Dank in eigener Sache
„Kaliningrad-Domizil“ bedankt sich bei all denen, die in den vergangenen zwei Wochen öffentlich oder weniger öffentlich ihre Unterstützung geäußert haben für die Vorgehensweise unserer Informationsagentur gegen die geschlossene Facebook-Gruppe „Ostpreußen“. Wir bedanken uns auch für die rechtlichen Ratschläge von deutschen staatlichen Organen und Behörden, die uns auf Anfrage kurzfristig erreicht haben. Unsere Informationsagentur arbeitet weiter an der Feststellung des Faktes, ob es sich bei den in der geschlossenen Facebook-Gruppe „Ostpreußen“ diskutierten Themen um „Meinungsfreiheit“ oder „Extremismus und Volksverhetzung“ handelt. Unterstützen Sie uns bitte weiter mit Ihren Hinweisen und Informationen.
Klicken Sie auf die Grafik, um zum Artikel zu gelangen.
 

Bei Facebook ist vor zwei Wochen eine neue Ostpreußen-Gruppe gegründet worden, die sich mit sachlichen Informationen zur Geschichte und Gegenwart des Gebietes, welches heute zu Polen, Russland und Litauen gehört, beschäftigt. In der kurzen Zeit sind bereits 113 Mitglieder in diese Gruppe eingetreten. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe und nur, wenn Sie sich registrieren lassen, können Sie historische und aktuelle Informationen in dieser Gruppe lesen, die Ihnen vielleicht neue Anregungen für interessante Urlaubspläne geben oder vielleicht auch Anregungen, um sich mit der Geschichte Ihrer Ahnen zu beschäftigen.
 

 

24.09.2017 – Tragische Autokatastrophe im Kaliningrader Gebiet
In den Abendstunden des Freitag passierte ein tragischer Verkehrsunfall auf der Strecke Gwardejsk-Kaliningrad. Ein illegaler, nicht lizensierter Minibus stieß mit einem Mercedes-Geländewagen zusammen. Schuld am Zusammenstoß ist der Fahrer des Mercedes, der bereits in Untersuchungshaft genommen wurde. Im Ergebnis des Verkehrsunfalls kamen der Fahrer des Minibusses und sechs Passagiere, darunter eine Frau mit Kind und eine schwangere Frau, ums Leben. Weitere neun mussten mit teilweise schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am Samstag wurden alle Hinterbliebenen durch Vertreter der Kaliningrader Gebietsregierung oder durch die Vorsitzenden der betroffenen Verwaltungskreise besucht und Maßnahmen zur Unterstützung und Hilfeleistung besprochen. Die betroffenen Familien erhalten eine einmalige finanzielle Unterstützung von 250.000 Rubeln. Weitere Unterstützung wird bei der Bestattung geleistet. In Kaliningrad wurden alle Veranstalter von Feierlichkeiten aufgefordert, diese abzusagen oder zu verschieben. So wurde die dritte Etappe der Weltmeisterschaften der Feuerwerker auf den Sonntag verlegt. Weiterhin hat die Polizei begonnen, alle Standorte der illegalen Minibusse zu kontrollieren. Am Samstag waren jedoch alle illegalen Transportmittel in der Stadt nicht auffindbar.
 
 
24.09.2017 – Es war nur eine Frage der Zeit
Wer sich für das politische Leben in Kaliningrad interessiert und auch die oppositionellen Medien liest, wird den Namen „Alexej Milowanow“ kennen. Er ist Chefredakteur des vielgelesenen regierungskritischen Internetportals „newkaliningrad“. Er persönlich ist zusätzlich sehr aktiv in den sozialen Netzwerken und es gibt wohl in den letzten fünf Jahren nicht eine einzige Handlung oder Entscheidung der Gebietsverantwortlichen, die er nicht mit Kommentaren – häufig auf der Ebene direkt unterhalb des Gürtels angesiedelt – begleitet hat. Auch persönliche, teils beleidigende Angriffe auf führende Persönlichkeiten der Region und der Stadt, sind bei ihm „normal“. Die russische Pressefreiheit setzt derartigen Aktivitäten leider nur sehr gedehnte Grenzen. Von sachlicher, helfender Kritik, die man bei oppositionellen Medien eigentlich erwarten sollte, ist in seiner Berichterstattung nichts zu spüren. In der Nacht von Freitag auf Samstag informierte er seine Fan-Gemeinde über Facebook, das sein Motorrad, welches auf der Straße parkte, brannte. Es brannte schnell und selbst die Feuerwehr konnte hier nicht mehr helfen. Das Motorrad einer bekannten japanischen Marke war, nach Information des Chefredakteurs, nicht versichert. Er hat sich in seiner journalistischen Arbeit viele Gegner geschaffen, da er auf (fast) niemanden Rücksicht nimmt. Gegenwärtig läuft gegen ihn ein Prozess, wo er eine Journalistenkollegin des staatlichen Senders „Westi“ diskreditiert hatte. Sie fordert von ihm eine Million Rubel Schadenersatz.
 
Foto: Brennendes und abgebranntes Motorrad
 
24.09.2017 – Vertreter des russischen Präsidenten ausgeraubt
Der Vertreter des russischen Präsidenten für die NordWest-Region und ehemaliger Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Nikolai Zukanow ist in seinem eigenen Office in St. Petersburg ausgeraubt worden. Ein dort befindlicher Safe mit Goldschmuck wurde aus der Vertretung „herausgetragen“. Wie dies überhaupt geschehen konnte, ist bislang völlig unklar. Der Vorfall passierte irgendwann in der Nacht vom 21. auf den 22. September. Zuerst sollte diese Information nicht verbreitet werden und die zuständige Polizeibehörde hatte eine Informationssperre verhängt. Aber die Medien in St. Petersburg verfügten bereits über alle notwendigen Details, um daraus eine Meldung zu machen. Wie bekannt wurde, soll es sich aber nicht um Goldschmuck von Herrn Zukanow gehandelt haben, sondern um den Schmuck einer weiblichen Mitarbeiterin. Insgesamt sollen 60 Einzelstücke gestohlen worden sein. Wieso privater Goldschmuck in dienstlichen Räumlichkeiten aufbewahrt werden darf, werden die zuständigen Behörden wohl auch noch klären. Die Täter scheinen über Insiderinformationen verfügt zu haben, denn sie gingen zielgerichtet vor und wussten, in welchem Zimmer, hinter welchem Fenster und welcher Tür sich der Safe befindet.
 

23.09.2017 – Ausländer-Quoten werden stark gekürzt
Russland legt jedes Jahr Quoten für Ausländer fest, die nach Russland einreisen dürfen, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Föderalquote wird auf die einzelnen Regionen aufgeteilt, die diese Quoten dann wiederum auf Spezialgebiete splitten. Für Kaliningrad wurde die Quote für Arbeitsmigranten aus visapflichtigen Ländern im Verlaufe der letzten fünf Jahre erheblich gekürzt. Im Jahre 2017 gab es nur noch Genehmigungen für 515 Ausländer, im Jahre 2018 werden nur noch 372 Ausländer aus visapflichtigen Ländern für eine Erwerbstätigkeit nach Kaliningrad einreisen können. Wie die Ministerin für Soziales der Kaliningrader Gebietsregierung Angelika Maister mitteilte, wird aber auch die Quote für 2017 nicht ausgelastet, denn bisher gab es nur 99 Ausländer, die Interesse an einer Arbeitsaufnahme in Kaliningrad hatten. Kaliningrad stellt seinen Bedarf an Arbeitskräften im wesentlichen aus den Ländern sicher, die keine Visapflicht mit Russland haben. Hierzu gehören die Ukraine, Abchasien, Aserbaidschan, Moldawien, Tadschikistan, Usbekistan, Süd-Ossetien.
 
23.09.2017 – Kaliningrader Taxis stellen auf Gasantrieb um
Gegenwärtig sind, nach Informationen der Kaliningrader Gebietsregierung, 20 Prozent aller Taxis im Kaliningrader Gebiet auf Gasantrieb umgestellt worden. Allerdings sind wohl nicht alle Taxiunternehmen von der Zweckmäßigkeit überzeugt, denn nur zwei Unternehmen, „Europa“ und „Baltika“ haben ihre Fahrzeuge umgestellt. Nun denkt man in der Gebietsregierung darüber nach, auch Linienbusse auf Gasantrieb umzustellen. Entsprechende Gespräche mit den Betreibern werden bereits geführt – vorerst ergebnisoffen. Im Gebiet werden zur Zeit weitere Verbesserungen in der Infrastruktur vorgenommen, um das Netz der Gastankstellen weiter auszubauen. Bis 2020 werden 5,7 Mrd. Rubel hierfür investiert.
 
23.09.2017 – Gouverneur Alichanow hat dem Präsidenten aufmerksam zugehört
Am 20. September hat der russische Präsident Putin den neugewählten Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow empfangen. Während des Gesprächs wurde auch die Ostseeautobahn besprochen und Putin meinte, man solle die Fortsetzung der Bauarbeiten nicht auf die lange Bank schieben. Alichanow hatte dem Präsidenten erzählt, dass er davon ausgehe, dass die Bauarbeiten im Jahre 2019 wieder aufgenommen werden. Nach seiner Rückkehr nach Kaliningrad gab es die notwendigen Weisungen und am Freitag wurde bekannt, dass die Ostseeautobahn, in der vom Präsidenten gewünschten Richtung „Baltisk“, bereits im Jahre 2018 begonnen wird zu bauen. Woher allerdings das Geld kommen soll, ist noch nicht ganz klar, da sich wohl Föderation und Gebiet nicht ganz einig sind, wer für diesen Bau verantwortlich ist.
 
23.09.2017 – Kleine Probleme am Airport regen den Gouverneur mächtig auf
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat bemerkt, dass es eine ganze Reihe von kleineren Problemen bei der Rekonstruktion des Airports „Chrabrowo“ gibt, aber diese kleinen Probleme regen die Leute, aber auch die Verantwortlichen in der Kaliningrader Gebietsregierung mächtig auf – meinte er. Zum Glück laufen aber gegenwärtig alle Arbeiten laut Plan.
 
23.09.2017 – Dummheit ohne Ende – wieder Grenzverletzung durch einen Deutschen und Polen
Ein polnischer und ein deutscher Staatsbürger haben die Grenze zwischen Polen und Russland (Kaliningrad) ungesetzlich überschritten. Sie hatten auf russischer Seite Apfelbäume gesehen und wollten einfach mal probieren, wie denn so richtige russische Äpfel schmecken. Anscheinend hatten sie eine völlig verkehrte Vorstellung, was ein Gartenzaun und was eine Staatsgrenze ist. Der 33jährige Hamburger und der 37jährige Pole fuhren mit ihrem Fahrzeug direkt bis an die Grenze und überquerten alle Sicherungseinrichtungen zu Fuß. Weit sind sie nicht gekommen, bis polnische Grenzer sie aufforderten, keinen Schritt weiter zu gehen, sonst … Für die von ihnen geplante, aber nicht durchgeführte Apfelverkostung bezahlten sie pro Person 500 Zloty Strafe. Der polnische Besitzer des Fahrzeuges zahlte noch weitere 100 Zloty, weil der sein Fahrzeug im Halteverbot abgestellt hatte.
 

22.09.2017 – Alichanow zieht die Daumenschrauben an
Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes Anton Alichanow scheint überzeugt, dass man den Leitern der Kreise des Kaliningrader Gebietes mehr Aufmerksamkeit widmen muss. Immerhin sind sie es, die die Beschlüsse, Gedanken und Ideen der Gebietsregierung effektiv und kostensparend vor Ort umsetzen müssen. Wichtig dabei ist, dass es diesen Verantwortlichen vor Ort immer gut geht und sie sozial abgesichert sind. Wie gut sie sozial gestellt sind – davon will sich zukünftig der Gouverneur immer persönlich überzeugen. Er hat angewiesen, dass die Kreisverantwortlichen ihm persönlich rechenschaftspflichtig sind über ihre Einkünfte und Vermögensverhältnisse. Entsprechende Korrekturen in der regionalen Gesetzgebung wurden vorgenommen und entsprechen somit den föderalen gesetzlichen Vorgaben. Dass die persönliche Berichterstattung an den Gouverneur auch ein Instrument der Korruptionsbekämpfung ist, ist wohl der angenehme „Nebeneffekt“ im Rahmen dieser Anordnung.
 
22.09.2017 – Der Strom-Monopolist zieht auch die Schrauben an
Die Zeiten, wo man ungestraft kommunale Dienstleistungen nutzen konnte, ohne sie zu bezahlen, scheinen sich in Kaliningrad dem Ende zu neigen. Regelmäßig erscheinen nun Informationen in den Regionalmedien, wonach „JantarEnergo“, der Kaliningrader Strommonopolist, wieder durchgegriffen hat und Stromschuldnern Grenzen aufzeigt. Jetzt wurde informiert, dass Kaliningrader Stromverbraucher eine Schuld von mehr als einer halben Milliarde Rubel angesammelt haben. Dies führte dazu, dass sich der Stromerzeuger entschlossen hat, 3.000 Abnehmern den Strom abzuschalten. Diese haben eine Gesamtschuld von 71 Mio. Rubel. Um Schulden einzutreiben ist eigenartigerweise in Kaliningrad immer ein Gerichtsbeschluss notwendig. In den letzten acht Monaten wurden 360 Klagen mit einem Gesamtwert von 21,2 Mio. Rubel erfolgreich vor Gericht bearbeitet. Schaut man auf die Gesamtsumme der Schulden, so kann man hier wohl aber kaum von „Erfolg“ sprechen.  
 
22.09.2017 – Gouverneur findet die West-Flugverbindungen schrecklich
Am 20. September empfing der russische Präsident Wladimir Putin alle neu gewählten Gouverneure bei sich zu einem Gespräch. Anton Alichanow erwähnte während dieses Gespräches, dass er zufrieden ist, dass sich der Kaliningrader Airport einer Generalrekonstruktion unterzieht und absehbar ist, wann der Airport endlich internationales Niveau zeigt. Das eröffnet auch neue regionale Möglichkeiten für den Flugverkehr und bringt Kaliningrad in die Position eines Verkehrsknotenpunktes. Alichanow hob auch hervor, dass eine Reihe von Fluggesellschaften jetzt Kaliningrad als neue Möglichkeit erkannt hat, um eine Flugverbindung aufzubauen. Er informierte den Präsidenten, dass es eine neue Linie gibt, die ab November Ziele in Westeuropa anfliegen wird. Es war schon eine recht schlimme Situation, wo man, um nach Westeuropa zu fliegen, zuerst nach Moskau oder St. Petersburg musste, um von dort wieder Richtung Westen zu starten – so Alichanow zum russischen Präsidenten.
 
22.09.2017 – Polizei geht gegen Schuldner vor
Fünf Tage lang hat die Kaliningrader Polizei Schuldner gesucht und war in 38 Fällen sehr erfolgreich. Die Operation „Schuldner“ wurde gemeinsam mit Kaliningrader Gerichtsvollziehern organisiert und durchgeführt. Es wurden 24 Razzien geplant und 240 Bürger aufgesucht. 177 Protokolle wurden für diejenigen aufgesetzt, deren Verhalten und Schulden sich noch in gewissen Toleranzgrenzen bewegten. 38 Schuldner hatten nicht dieses Glück, sondern wurden Verhaftet und für mindestens drei, höchstens 15 Tage in Haft genommen. 25 weiteren Schuldnern wurde gemeinnützige Arbeit im Umfang von 20 Stunden „aufs Auge gedrückt“. Entsprechend der russischen Gesetzgebung sind verhängte Strafen innerhalb von 60 Tagen zu bezahlen.
 
22.09.2017 – Neue Schule in neuem Stadtteil
Der Stadtteil „Selma“ ist ein vergleichsweise junger Stadtteil in Norden Kaliningrads. Er ist für 50.000 Bewohner geplant und entwickelt sich rasant. Vor wenigen Jahren wurde hier die Schule Nr. 40 eröffnet, die bereits nach kurzer Zeit durch einen hohen Beliebtheitsgrad, völlig überlastet war. Nun wurde die Baugenehmigung für eine weitere Schule in diesem Stadtteil ausgereicht. Die Schule wird eine Fläche von 30.800 Quadratmetern haben und in fünf Etagen gebaut. Baubeginn ist 2018. Sollten Fördergelder eher fließen, wird der Baubeginn noch in diesem Jahr sein. Die Schule wird nach Fertigstellung 1.725 Schülern Platz bieten.
 
22.09.2017 – Putin fordert Bau der Ostsee-Autobahn nicht zu verzögern
Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 20. September den neugewählten Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow zu einem Gespräch im Kreml empfangen. Während des Gespräches richtete er die Aufmerksamkeit des Gouverneurs auf den weiteren Ausbau der Ostseeautobahn und forderte, den Baubeginn und die Fertigstellung nicht hinauszuzögern. Anton Alichanow informierte den russischen Präsidenten, dass die Arbeiten im Jahre 2019 wieder aufgenommen werden. Bis dahin müssen die Dokumente zu diesem großen Bauprojekt korrigiert werden. Für den Bau selber, so der Gouverneur, werde man drei Jahre benötigen. Das war Anlass für Putin einzuwerfen: „… zögert das nicht hinaus…“. Insbesondere ist dem Präsidenten wohl an der Anbindung der Stadt Baltisk an den Autobahnring gelegen. Das Gesamtprojekt kostet 40 Mrd. Rubel und soll in erster Linie aus einer Erhöhung der Akzisen für Benzin in Russland finanziert werden.
 
22.09.2017 – Deutsche Staatsbürgerschaft ist kein Schutz vor Strafverfolgung
Eine Frau mit doppelter Staatsbürgerschaft (russische und deutsche) wurde die Ausreise aus Russland verboten. Grund hierfür waren Schulden von 60.000 Rubeln im kommunalen Dienstleistungsbereich. Die Frau wohnt im Ausland und kommt einmal im Jahr nach Kaliningrad und wohnt dann in ihrer Eigentumswohnung. Während ihrer Abwesenheit steht die Wohnung Verwandten zur Verfügung. Diese Verwandten sind zu der Überzeugung gekommen, dass die Frau im Ausland das Geld säckeweise verdient und man beschloss, keine kommunalen Dienstleistungen mehr zu bezahlen. Somit sammelten sich bei der Besitzerin der Immobilie ziemlich schnell die Schulden an. Allerdings bemerkte die Immobilienbesitzerin davon nichts. Sie erfuhr von ihren Schulden erst, als sie wieder nach Deutschland reisen wollten und ihr russische Gerichtsvollzieher sagten: „Njet“. Sie bezahlte die Schulden ihrer lieben Verwandten und noch eine Verwaltungsgebühr und erst danach konnte sie ihren Weg in die zweite Heimat fortsetzen.

 

21.09.2017 – Neues Hotel „Lastadie“ ruft Fragen bei Regierung hervor
Der Baufortschritt des Hotels „Lastadie“ im Stadtzentrum von Kaliningrad, ruft Besorgnis bei der Kaliningrader Gebietsregierung hervor. Der zuständige Vizegouverneur für die Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 Rolbynow empfahl dem Investor, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen, um das Bautempo zu beschleunigen. Das Hotel spielt eine wichtige Rolle bei der Unterbringung der Gäste zur Fußball-Weltmeisterschaft. Sollte auch dieses Hotel nicht fertiggestellt werden, könnte es zu ernsthaften organisatorischen Problemen kommen. Zur Klärung der Situation wird es eine Sondersitzung mit Vertretern der Stadtverwaltung, dem Investor, RosTechNadsor und KaliningradGasifikazija geben. Ziel ist, das Heizhaus so rechtzeitig fertigzustellen, dass das Objekt beheizt werden kann und die Arbeiten zum Innenausbau auch im Winter fortgesetzt werden können. Für die Unterbringung der Gäste und Teilnehmer werden während der Spiele 6.139 Hotelzimmer benötigt.
 
 
21.09.2017 – Islamisten klagen gegen Kaliningrader Stadtverwaltung
Am Dienstag begann ein Prozess in Kaliningrad, dessen beteiligte Seiten die islamische religiöse Organisation als Kläger ist und die Kaliningrader Stadtverwaltung als Beklagte. Es geht um den Bau einer Moschee, die durch Beschluss der Stadtverwaltung, auf der Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung, verboten wurde, als der Baufortschritt allerdings schon einen erheblichen Umfang erreicht hatte. Die islamische religiöse Organisation fordert von der Stadtverwaltung eine Summe von rund 100 Mio. Rubel. Dass die Organisation Anspruch auf Schadenersatz habe, ist in der Stadtverwaltung nicht strittig. Strittig ist lediglich die Höhe der Summe. Auch bei dem jetzigen Gerichtstag konnte hierzu keine Entscheidung getroffen werden, da durch den Kläger keinerlei Unterlagen vorgelegt worden sind, die die beanspruchte Summe belegt.
 
Foto: Bauruine der Moschee im Südpark – Baufortschritt 80 Prozent
 
21.09.2017 – Starker Rückgang der Bautätigkeit im Wohnungsbau
Das regionale Wirtschaftsministerium prognostiziert einen starken Rückgang der Bautätigkeit im Wohnungsbau im Jahre 2018. Diese Ansicht vertrag die zuständige Ministerin Ninel Salagajewa während einer Sitzung der Gebietsregierung. Man gehe konservativ davon aus, dass die Wohnungsbautätigkeit um 29-43 Prozent rückläufig werden wird. Im Jahre 2019 wird es zwar, nach den Prognosen des Wirtschaftsministeriums, wieder zu einem Wachsen der Bautätigkeit kommen, jedoch nicht mehr so, wie in den vergangenen Jahren. Die Kaliningrader Statistikbehörde hat analysiert, dass es in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres einen Baurückgang um 40 Prozent, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben habe.
 
Foto: Entwicklung des Umfangs an Wohnraum im Kaliningrader Gebiet
 
21.09.2017 – Freiwillige für den Grenzschutz gesucht
Die zuständige Grenzverwaltung im Kaliningrader Gebiet sucht Freiwillige, die sich als Bürgerinitiative am Schutz der Staatsgrenze beteiligen wollen. Die Freiwilligenabteilungen werden den vorhandenen Struktureinheiten der Grenztruppen oder der Kommune zugeordnet. Es müssen sich mindestens fünf Bürger für eine derartige gesellschaftliche Tätigkeit finden, damit eine zivile Grenzschutzgruppe geschaffen werden kann. Gegenwärtig existieren im gesamten Kaliningrader Gebiet bereits 55 Gruppen mit zivilen Helfern der Grenzorgane.
 
21.09.2017 – Keine neuen Projekte, wenn die alten Projekte nicht realisiert sind
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow verkündete, dass es keine neuen Infrastrukturprojekte geben wird, wenn alte Projekte noch nicht vollständig realisiert sind. Er erklärte dies am Dienstag während einer Regierungssitzung und bedauerte öffentlich, dass der zuständige Minister für die kommunale Wohnungswirtschaft Maxim Fedosejew an dieser Sitzung nicht teilnimmt, obwohl dieses Thema in wesentlichen Teilen in seine Zuständigkeit fällt. Der Gouverneur informierte die Anwesenden, dass es in allen Kreisen der Region derartige Projekte gibt, deren Erfüllung weit hinter dem Plan liegen. Selbst Kreise, die sonst durch ihre Aktivitäten zu den positiven Kommunen gehören, wie z.B. Gurewsk, bilden hier keine Ausnahme.
 
 
21.09.2017 – Segelschulschiff „Krusenstern“ nimmt am Feuerwerk teil
Am kommenden Wochenende, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, findet die nächste Etappe der Weltmeisterschaften der Feuerwerker in der Stadt Selenogradsk statt. An dieser Etappe wird auch das russische Segelschulschiff „Krusenstern“ teilnehmen. Das Schiff wird in den Gewässern entlang des Strandes sich bewegen und das schiffseigene Illuminationssystem einschalten. Parallel dazu werden die Feuerwerker aus Spanien und Kasachstan ihr Können zeigen. Die Weltmeisterschaft begann am 2. September und wird am 30. September mit der Ermittlung des Siegers enden.

 


 
20.09.2017 – Gedämpfte Tourismuszahlen
Überraschend konnten die Leser Kaliningrader Medien Tourismuszahlen für das laufende Jahr erfahren, die bis dahin eigentlich so nicht kommuniziert worden sind. Bisher figurierten Zahlen von 1,6 Mio. Touristen, die dieses Jahr Kaliningrad besuchen sollten. Nun spricht die Kaliningrader Gebietsregierung über geplante 1,32 Mio. Touristen, also unwesentlich mehr als im Jahre 2016. Die Formulierungen von Vizegouverneur Goldman lassen auch aufhorchen, denn er spricht davon „… das man hoffe, diese Planzahl bis Jahresende zu erfüllen.“ Die Auslastung der Hotels und Sanatorien liegt bei 60 Prozent im Jahresdurchschnitt. Weiterhin habe man bemerkt, dass die Anzahl der Touristen, die in Gruppen organisiert das Kaliningrader Gebiet besuchen, rückläufig ist. Immer mehr Touristen ziehen es vor, selbständig ihren Urlaubsaufenthalt zu organisieren. In der Pressemeldung wird weiterhin mitgeteilt, dass im ersten Halbjahr 525.000 Touristen die Region besuchten, wovon 494.000 in Hotels und ähnlichen offiziellen Übernachtungseinrichtungen registriert worden sind.
 
 
20.09.2017 – Gouverneur bekennt: Ich bin kein Superman
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow bekannte, dass er kein Superman ist, der blitzschnell hin- und herfliegen kann, um irgendwelche brennenden Probleme zu lösen. Er forderte ein komplexes System der Stimulierung von Verantwortlichen in den Kommunen des Kaliningrader Gebietes zu erarbeiten, damit diese vorgegebene Fristen beachten, die ihnen im Rahmen des Haushaltes gestellt worden sind. Während einer Regierungssitzung zeigte sich der Gouverneur ungewöhnlich emotional und direkt und meinte, dass er es satt habe, immer alles kontrollieren zu müssen, selber vor Ort zu fahren, um die Wahrheit zu erfahren. Es wird Zeit, so der Gouverneur weiter, hier disziplinarisch Konsequenzen zu ziehen.
 
 
20.09.2017 – Mystisches Königsberg zur Weltmeisterschaft 2018
Andrej Jermak, Minister für Kultur und Tourismus in der Kaliningrader Gebietsregierung, hat ein mystisches Königsberg zu den Weltmeisterschaften im Fußball 2018 versprochen. Während der Tage, wo in Kaliningrad die Fußballspiele ausgetragen werden – insgesamt sind es vier Gruppenspiele – werden die Museen der Stadt die gesamte Nacht über geöffnet sein. Während der Zeit der Spiele wird es auch spezielle touristische Touren geben. Eine der neuen Touren behandelt das Thema „Bier“. Hier werden sich eine Reihe von Restaurants für die Touristen in einer besonders organsierten Form präsentieren. Eine weitere touristische Tour findet nachts statt. Hier werden Führungen durch das mystische Königsberg organisiert. Eine weitere Tour – wohl mehr romantischer Art – wird für Verliebte veranstaltet. Weiterhin will der Kultur- und Tourismusminister auf der Kant-Insel ein Kino unter offenem Himmel einrichten. Hier sollen Filme aus den Ländern gezeigt werden, die gerade an diesem Tag gespielt haben.
 
20.09.2017 – Der Tag der Personalentscheidungen
Der Bürgermeister, oder neumodisch City-Manager, von Neman Sergej Woskowschuk ist von seiner Funktion zurückgetreten. „Ich möchte einfach nur normal leben“, - so sein Kommentar. Ein weiterer Grund für seinen Rücktritt sind die Halbwahrheiten, die in den Kaliningrader Medien verbreitet werden. In der Meldung wird an ein Ermittlungsverfahren erinnert, das gegen ihn im vergangenen Jahr eingeleitet wurde. Er wird beschuldigt, sein Amt missbraucht zu haben, um sich selber überhöhte Prämien auszuschreiben. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat den Rücktritt angenommen und noch am gleichen Tag bestätigt, dass Maxim Budurazki Kandidat für den Posten des City-Managers ist. Bei ihm handelt es sich um einen Verwandten des ehemaligen Bevollmächtigten des russischen Präsidenten für das Kaliningrader Gebiet Dazyschin, der 2012 diesen Posten verlassen hatte. Im Jahre 2015 wurde Maxim Budurazki stellvertretender Minister für Landwirtschaft in der Zukanow-Regierung.
 
Am Montagabend, eine Woche nach den Gouverneurswahlen, wurde die erste Personalentscheidung aus der Gebietsregierung bekannt. Ihren Platz räumen musste die Leiterin des Pressedienstes Larisa Poljakowa. Sie informierte darüber auf ihrer Facebook-Seite. Seit 2013 war sie in dieser Funktion, also noch unter Gouverneur Nikolai Zukanow. Insbesondere von Seiten der oppositionellen Medien sah sie sich harscher Kritik an der Informationspolitik der Gebietsregierung ausgesetzt.
 

Am Montagabend wurde bekannt, wer der neue Leiter des Pressedienstes wird. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, bringt die Ernennung eine weitere Verjüngung des Durchschnittsalters der Gebietsregierung. Ernannt wurde der 31jährige Politologe Dmitri Lyskow.
 
 
Am Dienstag wurde mitgeteilt, dass Waleria Rodina, die persönliche Pressesprecherin des Gouverneurs Anton Alichanow, von ihrer Funktion entbunden wurde. Sie ist erst Ende 2016, gemeinsam mit ihrem Ehemann, der den Apparat des Gouverneurs leitet, nach Kaliningrad gekommen. Sie besetzte die neugeschaffene Stelle der Pressesprecherin des Gouverneurs. Diese Stelle wird nun, im Rahmen der Reformierung der Gebietsregierung, nicht mehr besetzt. Die medialen Interessen des Gouverneurs werden, wie zu früheren Zeiten, durch die Pressestelle der Gebietsregierung wahrgenommen.
 

 
19.09.2017 – Putin fordert beschleunigte Entscheidung zur Visafreiheit für Kaliningrad
Der russische Präsident hat die Zentralregierung angewiesen, beschleunigt Varianten für eine erleichterte Einreise von Ausländern in das Kaliningrader Gebiet zu erarbeiten. Es ist wohl die Variante einer völligen Visafreiheit für eine Aufenthaltsdauer bis zu 72 Stunden möglich, wie auch die Variante einer elektronischen Einreisegenehmigung für einen längeren Zeitraum. In der Meldung wird allerdings jetzt erstmalig davon gesprochen, dass die elektronische Einreisegenehmigung nur für organisierte Reisegruppen ausgegeben werden sollen und diese Gruppen müssen über Häfen oder den Kaliningrader Flughafen einreisen. Von einer derartigen Einschränkung war in den bisher veröffentlichten Varianten nicht die Rede. Die Regierung hat ihre Vorschläge dem russischen Präsidenten bis zum 1. Januar 2018 vorzulegen. Ob die Regierung noch andere Varianten vorschlägt, bleibt also abzuwarten.
 
19.09.2017 – Putin weist die Abschaffung der Mehrwertsteuer für Flugtickets an
Der russische Präsident Putin hat angewiesen, die Mehrwertsteuer für Kaliningrad-Flugtickets bis zum 1. Januar 2018 abzuschaffen. Die entsprechende Weisung ist auf der Internetseite des Kreml veröffentlicht worden. Weiterhin bleiben die Subventionen erhalten, die der föderale Haushalt für die Stützung preisgünstiger Flugtickets in der Kaliningrader Richtung zur Verfügung stellt. Durch Putin wurde angewiesen, einen Mechanismus zu erarbeiten, welcher garantiert, dass die vorhandenen Subventionsmittel auch vollumfänglich ausgelastet werden.
 
19.09.2017 – Alles für Kaliningrad … und die Krim
Die russische Regierung hat einer Erhöhung der Akzisen für Treibstoff zugestimmt. Die dadurch erzielten Zusatzeinnahmen werden für die Förderung des Kaliningrader Gebietes und der russischen Halbinsel Krim verwendet. Es handelt sich bei dieser Akzise-Anpassung um eine außerplanmäßige Erhöhung. Die entsprechende Entscheidung wurde durch den russischen Finanzminister Anton Siluanow bekanntgegeben. Die Erhöhung der Akzise erfolgt von Januar bis Juli 2018 im Gesamtumfang von 50 Kopeken. Die zu erzielenden Mehreinnahmen wurden durch das Finanzministerium mit 40 Mrd. Rubel berechnet. Die Gelder werden für den Ausbau der Ostsee-Autobahn in Kaliningrad verwendet, insbesondere für den Ausbau der Trasse bis Baltisk. Die Bauarbeiten werden aber, nach Informationen des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, erst im Jahre 2019 beginnen.

 


 
18.09.2017 – Dritte Etappe der Feuerwerks-Meisterschaften abgeschlossen
Am Samstag wurde die dritte Runde der internationalen Meisterschaften der Feuerwerker in Selenogradsk durchgeführt. Angetreten war diesmal eine Mannschaft aus Portugal und eine Mannschaft aus Kroatien. Am kommenden Samstag werden Kasachstan und Spanien ihre Fähigkeiten zeigen und am letzten Samstag im September findet die Abschlussveranstaltung und Ermittlung des Siegers statt.
                              
18.09.2017 – Dank an Russland.news
„Kaliningrad-Domizil“ bedankt sich bei Russland.news (russland.RU), dem ältesten und größten nichtstaatlichen deutschsprachigen Informationsportal in Russland, für die Übernahme unseres Artikels „Meinungsfreiheit oder faschistische Ideologie“. Wir haben bei Facebook einen Antrag gestellt, die Diskussionen in der geschlossenen Facebook-Gruppe „Ostpreußen“ zu prüfen, ob diese durch den Begriff „Meinungsfreiheit“ gedeckt sind, oder den Tatbestand des Extremismus und Völkerhass erfüllen.
Weiterhin bedanken wir uns beim russischen Informationsportal „Exklave.ru“ für die Informationsübernahme.
 

 


 
17.09.2017 – Ostseeflotte ausgelaufen zur Teilnahme an „Sapad-2017“
Rund 20 Kampf- und Sicherstellungsschiffe der Ostseeflotte aus dem Stationierungsstandort Kaliningrad, haben ihren Heimathafen Baltisk verlassen und sind in die Ostsee eingelaufen, um an dem strategischen Verteidigungsmanöver „Sapad-2017“ teilzunehmen. Auf offener See formierten sich die Schiffe zu einzelnen Verbänden und warten gegenwärtig auf Einsatzbefehle.
 
Die Hälfte des Monats September ist rum und wir haben auf unserem Portal, gleich links neben diesem Artikel wieder eine Wissensfrage geschaltet. Wir wollen diesmal etwas Regionales von Ihnen wissen, insbesondere, wenn Sie sich für die Historie von Ostpreußen interessieren. Was meinen Sie, war Ostpreußen immer deutsch oder gab es Zeiten, wo Ostpreußen zum Bestand des russischen Imperiums gehörte. Und wenn ja, wieviel Gouverneure hatte Königsberg in dieser Zeit. Sie können Wikipedia bemühen, da steht etwas, Sie können aber auch einfach nur ihrem Bauchgefühl folgen. Auf alle Fälle erhalten Sie eine richtige und kompetente Antwort auf unsere Frage, nach dem Sie selber eine der von uns angebotenen Antwortmöglichkeiten angeklickt haben. Viel Glück.
 
17.09.2017 – Föderalregierung bestätigt Strategie zur Entwicklung der Bernsteinindustrie
Der russische Premierminister Dmitri Medwedjew hat die Strategie der Entwicklung des Bernsteinsektors bis zum Jahre 2025 bestätigt. Das entsprechende Dokument wurde auf der Internetseite der Föderalregierung veröffentlicht. Die Strategie sieht die etappenweise Erhöhung der Fördermengen vor, die Entwicklung der Verarbeitung des Bernsteins und die Förderung des Arbeitsmarktes für die Arbeitnehmer, die sich mit der Verarbeitung und Veredelung des Bernteins beschäftigen. Weiterhin legt die Strategie die Entwicklung von touristischen und kulturellen Objekten fest, die im Zusammenhang mit dem Bernstein stehen. Dieses Dokument hat insbesondere Bedeutung für das Kaliningrader Gebiet. Hier befinden sich über 90 Prozent der Weltvorräte an Bernstein.
 
 
17.09.2017 – Fliegen von und nach Kaliningrad wird billiger
Nach langen Diskussionen und Irritationen ist nun ein endgültiges Machtwort zur zukünftigen Gestaltung der Preise für Kaliningrad-Flüge getroffen worden. So hat das föderale Transportministerium festgelegt, dass für Kaliningrad-Flugtickets keine Mehrwertsteuer mehr berechnet wird. Gleichzeitig bleiben aber auch die Subventionen bestehen, mit denen das föderale Zentrum in den letzten Jahren einen Teil der Flugtickets preislich gestützt hatte. Alle Maßnahmen haben das Ziel, Flüge aus Kaliningrad ins russische Mutterland finanziell so attraktiv zu machen, dass die Bewohner der Exklave sich wieder mehr dem russischen Mutterland zuwenden und weniger westliche Reiseziele anstreben, weil diese preislich einfach attraktiver sind. In der anderen Richtung, aus dem russischen Mutterland nach Kaliningrad, hofft man auf einen Zuwachs im Tourismusbereich, welcher einer der Hauptrichtungen für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes in den kommenden Jahren sein wird. Für Bewohner des russischen Mutterlandes stellt Kaliningrad eine gute Alternative für die teuer gewordenen Urlaube in Westeuropa dar. Der Wegfall der Mehrwertsteuer auf Flugtickets, wird diese um fünf Prozent billiger machen – so der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Weiterhin informierte er, dass aus dem föderalen Haushalt im kommenden Jahr 370 Mio. Rubel für die Subventionierung der Flugpreise zur Verfügung gestellt werden. Im Jahre 2016 konnten 168.830 Passagiere Flugtickets zu subventionierten Preisen nutzen. Im Jahre 2017 werden rund 181.000 Kaliningrad-Passagiere von den Subventionen
profitieren.
 
 
17.09.2017 – Leichte Irritierungen bei der Wortwahl
Der Begriff „Offshore-Zone“ im Zusammenhang mit Kaliningrad ist in den letzten Tagen sehr in Mode gekommen. Jeder, der sich unter diesem Begriff etwas vorstellt, hatte den Gedanken begrüßt, eine derartige Zone in Kaliningrad einzurichten. Hierzu gehörte auch der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow. Nun hat der föderale Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin während seines Besuches Ende dieser Woche in Kaliningrad klargestellt, dass es keine derartige Zone in Kaliningrad geben wird. Er informierte, dass man in seinem Ministerium gegenwärtig die gesamte Arbeit koordiniert, die im Zusammenhang stehen mit der Schaffung von „sehr günstigen Bedingungen für innovative Firmen im Kaliningrader Gebiet.“ Der Minister wollte das Wort „Offshore“ in diesem Zusammenhang nicht verwenden. Es ist unpassend und wird so in Kaliningrad nicht umgesetzt werden. Er wollte sich noch nicht äußern, was sein Ministerium unter „sehr günstigen Bedingungen“ versteht. Dazu sei es noch zu früh – so Maxim Oreschkin. Er kommentierte, dass sein Ministerium sehr viele Änderungsvorschläge erarbeitet, immerhin handelt es sich um das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung. Aber leider werden nicht alle Vorstellungen seines Ministeriums dann auch umgesetzt. Nicht alle Instanzen in der russischen Regierung teilen die Meinung seines Ministeriums. Deshalb müsse man auch jetzt zu diesem Prozess abwarten. Auf die Frage von Journalisten, ob der russische Präsident von dieser Initiative Kenntnis hat, zog der Herr Minister vor zu schweigen. Ausgangspunkt für derartige Überlegungen waren Vorschläge des russischen Vizepremiers Schuwalow.
 
17.09.2017 – Ostpreußen interessiert? Kaliningrad interessant?
Facebook bietet seit einer Woche eine neue Alternative für Personen, die sich für das ehemalige Gebiet Ostpreußen interessieren und wie es sich seit 1945 in den Ländern Polen, Russland, Litauen, auf deren Territorien es sich heute befindet, entwickelt hat. Innerhalb von nur einer Woche wurden fast 80 Mitglieder gewonnen, die ihre Fotos, Videos und Texte einstellen und helfen, dass sich die unpolitische Gruppe schnell entwickelt. Die Gruppe zeichnet sich durch einen höflichen, sachlichen Umgangston aus. Die Gruppe bevorzugt Mitglieder mit realem Facebook-Profil. Extremistische Diskussionen, egal in welcher Form, werden durch die Verantwortlichen der Gruppe nicht zugelassen. Helfen Sie mit, dass sich diese Gruppe entwickelt und zu einer wertvollen Hilfe bei der Wahrung von Erinnerungen und der Publizierung moderner Entwicklungen in diesen Gebieten wird. Werden Sie Mitglied in dieser Gruppe und teilen Sie ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Hinweise für touristische Reisen mit Gleichgesinnten.
 

 

 

16.09.2017 – Erste Kritiken an der Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes
Die „Korporation für die Entwicklung des Kaliningrader Gebietes“ wurde vor Jahren als 100%tiges Unternehmen der Kaliningrader Gebietsregierung gegründet und sollte die Aufgabe erfüllen, die ihrer Namensbezeichnung entspricht. Über Jahre hinweg hatte sie nur Geld verschlungen und nichts erreicht. Nach dem Amtsantritt an Anton Alichanow als geschäftsführender Gouverneur im Oktober 2016, wurden umfangreiche Personalveränderungen vorgenommen. Die gesamte Korporation wurde erneuert und es begannen danach umfangreiche Aktivitäten. Nach der medialen Präsenz musste man davon ausgehen, dass sehr vieles in Bewegung geraten ist. Allerdings, wenn politisch und wirtschaftlich Interessierte sich in einer Eigenanalyse versuchen, wird man feststellen, dass real eigentlich kein einziges neues Unternehmen registriert worden ist. Vieles waren nur Interessens- und Absichtserklärungen. Die Kaliningrader Massenmedien haben sich in den letzten 10 Monaten wohlwollend zurückgehalten, was insbesondere auffallend war bei den traditionell scharfzüngigen oppositionellen Medien. Mag sein, dass diese Zurückhaltung mit besonderen persönlichen Kontakten zwischen diesen Medien und einzelnen Mitarbeitern der Korporation begründet werden kann, aber wie es sich jetzt zeigt, sind wohl die Schonfristen, im Rahmen von persönlichen Rücksichtnahmen vorbei. Das Oppositionsportal „rugrad.eu“, bekannt dafür, auf nichts und niemand Rücksicht zu nehmen, hat die Arbeit der Korporation auf der Grundlage einer veröffentlichten Eigenanalyse der Korporation bewertet und festgestellt, dass eigentlich nichts erreicht wurde. Wären nicht große staatliche Konzerne in Kaliningrad aktiv, deren Arbeitsergebnisse mit in die „Erfolgsbilanz“ der Korporation einfließen, obwohl die Korporation eigentlich dabei gar keine Verdienste hat, würde die Kritik noch schärfer ausfallen müssen. Bewertet wird die Korporation nach vier Kriterien, die der Kaliningrader Gouverneur für eine erfolgreiche Arbeit von Regierungsstrukturen aufgestellt hatte. Keine der vier Kriterien wurde erfüllt.
 
 
16.09.2017 – Russischer Wirtschaftsminister verspricht Kaliningrader Paradies
Maxim Oreschkin, föderaler Wirtschaftsminister und gleichzeitig jüngster Minister in der föderalen Regierung, beglückwünschte den jüngsten Gouverneur in der Russischen Föderation Anton Alichanow zu dessen Wahl als Gouverneur am vergangenen Sonntag. In seinen Glückwünschen brachte er die Hoffnung ein, dass sich die Situation im Kaliningrader Gebiet unter der Leitung des neuen Gouverneurs zum Positiven wenden werde. Der Minister befindet sich gegenwärtig zu einem Arbeitsbesuch und zur Teilnahme an einem Forum der Zentren für staatliche und kommunale Dienstleistungen im Kaliningrader Gebiet. Er brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, das Kaliningrad in fünf Jahren nicht wiederzuerkennen sein wird und ein völlig anderes Gebiet sein wird, als wie es sich heute darstellt.
 
 
16.09.2017 – Kaliningrad erhält unerwartet große Finanzhilfen aus dem föderalen Haushalt
Wie die Zeitung „Kommersant“, unter Bezugnahme auf Veröffentlichungen von „RBK“ berichtet, hat es Anfang September eine Regierungssitzung in Moskau unter Leitung des Vizepremiers Dmitri Kosak stattgefunden. Im Ergebnis der Sitzung wurde das Finanzministerium angewiesen, bisherige Finanzierungen im Donbass, die vermutlich unter der Formulierung „humanitäre Hilfen“ liefen, einzustellen und die daraus gewonnenen finanziellen Mittel für die beschleunigte Entwicklung des Kaliningrader Gebietes und der Krim/Sewastopol zur Verfügung zu stellen. In der Mitteilung wird erwähnt, dass im Protokoll der Regierungssitzung der Begriff „Donbass“ nicht erwähnt wird. Quellen informierten jedoch, dass es um dieses Gebiet geht. Die Summe wird gesplittet und es gehen 85 Mrd. Rubel auf die Krim und die Stadt Sewastopol und 80 Mrd. Rubel gehen nach Kaliningrad für die Finanzierung von Projekten in den Jahren 2018-2020. Wie Kommersant weiterhin mitteilt, haben das Finanzministerium, der russische Vizepremier Kosak, der Pressesprecher des Premierministers Dmitri Medwedjew und der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow nicht auf weitere Informationsanfragen geantwortet.
Wie durch „RBK“ weiterhin mitgeteilt wurde, werden diese Gelder für den Bau einer Glasfaser-Hochleistungsnachrichtenlinie zwischen dem russischen Mutterland und dem Kaliningrader Gebiet auf dem Grund der Ostsee verwendet, den Bau von drei Eisenbahnfähren, die die Transportsicherheit des Gebietes unter Umgehung der baltischen Staaten und Polen gewährleisten sollen, sowie für Investitionen in die Verbesserung der Stadtkultur und der Lebensbedingungen für die Bevölkerung.
 
16.09.2017 – Verurteilter beendet Hungerstreik
Einer der Strafgefangenen in der Vollzugsanstalt Nr. 9 in Kaliningrad hat seinen Hungerstreik beendet und wurde in ein Krankenhaus überführt. Anlass für den Hungerstreik, bei gleichzeitigem Zunähen des Mundes, waren von ihm angegebene Folterungen und harte Umgangsformen durch das Aufsichtspersonal ihm gegenüber. Dem Strafgefangenen wurde zugesagt, dass er sich mit seiner Ehefrau treffen darf, wenn er aus dem Krankenhaus entlassen wird und seine Sonderbestrafung im Isolationsteil des Gefängnisses abgesessen hat. Die Ehefrau des Verurteilten, die vor wenigen Tagen vor dem Gefängnis eine Protestaktion durchgeführt hatte, informierte, dass sie sich mit dem stellvertretenden Anstaltsleiter getroffen habe und dieser ihr ein Wiedersehen mit dem Ehemann zugesagt habe. Allerdings informierte sie, dass ihr Ehemann die Absicht habe, nach Entlassung aus dem Krankenhaus sofort wieder in den Hungerstreik zu treten.
 
Foto: Ehefrau eines Verurteilten protestiert vor Strafvollzugsanstalt
 
16.09.2017 – Jede zweite Sprotte kommt aus Kaliningrad
Die Kaliningrader Fischindustrie ist in der Lage, die Hälfte des Bedarfs an Sprotten für das ganze große Russland sicherzustellen. Im Jahre 2017 wird die Kaliningrader Fischindustrie mehr als 40 Mio. Konserven, der in Russland sehr beliebten Fischsorte, produzieren. Das sind 10 Mio. Konserven mehr als im vergangenen Jahr. Damit ist Kaliningrad in der Lage, die Hälfte des gesamtrussischen Bedarfs abzudecken. Darüber informierte der Leiter der Regionalagentur für Fischereiwirtschaft Andrej Michaljewitsch. Der Produktionsumfang ist ständig am Wachsen. Im Jahre 2015 wurden 18,7 Mio. Fischdosen produziert, in 2016 schon 32 Mio. Fischkonserven. In diesem Jahr wird eine Anzahl von 42-44 Mio. Konserven angepeilt. Da in Russland die Nachfrage nach diesen Fischen wächst, werden auch die Produktionskapazitäten im Kaliningrader Gebiet entwickelt. Während im Jahre 2015 drei Firmen die Produktion organisierten, so sind es jetzt aktuell bereits sechs Firmen. Eintausend neue Arbeitsplätze sind dabei geschaffen worden.
 
16.09.2017 – In Kaliningrad beginnen die üblichen Polit-Spielereien nach der Wahl und vor der Wahl
Vor den Wahlen am Sonntag verkündete der damalige Kandidat für den Posten des Gouverneurs Anton Alichanow, dass er mit der Arbeit der Regierung eigentlich zufrieden ist und es, wenn überhaupt, höchstens kosmetische Veränderungen geben wird. Kaum war die Wahl gewonnen, meldete sich sein Berater Wladimir Maschkow zu Wort und verkündete, dass man mit Konsultationen für eine neue Struktur der Regierung und zu neuen Personalien begonnen habe. Dann begann Wladimir Maschkow jeden Tag durch irgendwelche Erklärung zu städtischen kommunalen Problemen von sich Reden zu machen, so dass nichtdementierte Gerüchte auftauchten, dass er stellvertretender Bürgermeister werden will, was jeglicher Logik widersprach. Dann erklärte er in einem Radiointerview und wiederholte es am Freitag nochmals, dass er darüber nachdenke, für das Amt des Kaliningrader Bürgermeisters zu kandidieren. Er habe seine, ihm gestellte Aufgabe in Kaliningrad erfüllt, der Gouverneur ist gewählt und nun benötige er eine neue Aufgabe. Er werde erstmal in Urlaub gehen und dann weitersehen. Wenige Momente später äußerte sich der neue Gouverneur Anton Alichanow erstaunt über die Informationen, dass sein Berater Bürgermeister werden will. Entweder habe Wladimir Maschkow gescherzt oder er ist nicht richtig verstanden worden – kommentierte Anton Alichanow. Die ganze Angelegenheit der bestimmten Unbestimmtheit macht nur Sinn, wenn man weiß, dass der bisherige Bürgermeister Jaroschuk ein sehr gutes Verhältnis zum russischen Patriarchen Kirill hat, der sich bei seinem Besuch vor zwei Wochen in Kaliningrad erkundigt hat, ob denn Jaroschuk auch weiterhin Bürgermeister bleiben wird. Anscheinend sind noch nicht alle Konsultationen hinter den Kulissen abgeschlossen worden und gezielte Indiskretionen oder Meinungsäußerungen sollen in die eine oder andere Richtung Druck ausüben.
 
16.09.2017 – Ostpreußen - Vergangenheit und Gegenwart. Neue Facebook-Gruppe gegründet
Im Rahmen des Sozialnetzwerkes Facebook ist eine neue Gruppe unter der Bezeichnung „Ostpreußen – Vergangenheit und Gegenwart“ gegründet worden. Diese neue Gruppe ist bestimmt für all diejenigen, die ein loyales und unpolitisches Interesse am ehemaligen Ostpreußen, seiner Geschichte und Tradition haben und die an der Entwicklung des Gebietes nach 1945, in den jetzigen Ländern Russland (Gebiet Kaliningrad), Polen und Litauen (Memelland) interessiert sind. Die Gruppe ist am Austausch von Fotos, Videos, historischen und aktuellen Informationen interessiert. Sie möchte Hilfe leisten bei der Organisation von Reisen in diese Gebiete, Tipps für Urlauber geben und schnell über aktuelle Besonderheiten vor Ort in formieren. Zur Wahrung einer notwendigen Ordnung in dieser Gruppe, haben sich die Verantwortlichen entschlossen, der Gruppe einen geschlossenen Status zu verleihen. Stellen Sie einen Antrag auf Aufnahme in die Gruppe, sie erhalten schnell und unkompliziert eine Antwort. Die Gruppe legt Wert auf Mitglieder, die sich nicht mit einem Phantom-Profil anmelden.
 

 


 

15.09.2017 – Eine neue Personalie am Kaliningrader Horizont
Keine Personalie wird seit Montag in den Kaliningrader Medien mehr zitiert als Wladimir Maschkow. Er kam im Monat März nach Kaliningrad, nachdem einige Wochen lang über ihn, seine Aufgaben und seine Funktion in Kaliningrad gerätselt wurde. Zu allgemeinem Erstaunen, ging nicht eine Vermutung in Erfüllung und Wladimir Maschkow wurde nur Berater des Gouverneurs und verschwand in der Versenkung. Man sah und hörte ihn nicht mehr. Nach den Wahlen am Sonntag trat er dann jeden Tag an die Öffentlichkeit mit Meinungsäußerungen. Neue Gerüchte figurierten, dass er stellvertretender Bürgermeister für Stadtwirtschaft in Kaliningrad werden soll, was keinerlei Logik folgte, denn er war bereits Bürgermeister in einer hochwichtigen, geheimen Stadt im russischen Mutterland. Jetzt gab er in einem Interview mit einem Kaliningrader Radiosender zu, dass er nicht „irgendwie und zufällig“ nach Kaliningrad gekommen ist, sondern durch Strukturen der Präsidentenverwaltung gebeten wurde, in die Kaliningrader Region zu wechseln. Er gab zu verstehen, dass er sich um den Posten des Kaliningrader Bürgermeisters bewerben wird, womit das Schicksal von Alexander Jaroschuk entschieden ist. Somit werden wir in den kommenden Wochen nicht nur über Personalveränderungen in der Kaliningrader Regierung hören, sondern ab Oktober auch viele Veränderungen in der Stadtverwaltung zur Kenntnis nehmen müssen.
Wladimir Maschkow gab dann auch gleich einige prinzipielle Meinungen von sich, so dass auch hier schon jetzt die Marschrichtung klar ist: Er sprach sich, ebenso wie der Kaliningrader Gouverneur Alichanow, gegen den Wiederaufbau des Königsberger Schlosses aus und will die Kaliningrader Straßenbahn erhalten. Zur Straßenbahn kommentierte er, dass es sich hier um etwas Besonderes, um ein Unikat um Nostalgie handele, die man für die Stadt erhalten müsse. Es gibt im Ural Herstellerfirmen für Straßenbahnen, die weltweit einmalig sind. Dorthin sollte man mal schauen und überlegen, ob diese für die Stadt geeignet sind.
 
 
15.09.2017 – Gouverneur erwartet Massentourismus zur Fußball-Weltmeisterschaft
Natürlich braucht Kaliningrad zum gegenwärtigen Zeitpunkt Optimismus, insbesondere im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Der neugewählte Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow verbreitet diesen Optimismus, vielleicht sogar ein wenig übertrieben, wenn er verkündet, dass eine gewaltige Anzahl von Polen, Litauern und Deutschen nach Kaliningrad im kommenden Jahr reisen wird. Und er hofft auch, dass die Weltmeisterschaft einen Langzeiteffekt auslöst und der Touristenzulauf nicht nur temporär im Rahmen der Weltmeisterschaft erfolgt. Anton Alichanow ist überzeugt, dass es überhaupt keine Rolle spielen wird, welche Mannschaften in Kaliningrad gegeneinander antreten werden, Polen, Litauer und Deutsche werden in großer Anzahl kommen. Er hofft, dass diese Besucher die Stadt in angenehmer Erinnerung behalten werden und vielleicht in besserer, als sie eigentlich erwartet hätten.
 
 
15.09.2017 – Bei der Visafreiheit wird es Privilegien geben
… das hört sich ja nicht so gut an. Anton Alichanow, der am Sonntag, für die kommenden fünf Jahre gewählte Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, hat so seine Zweifel, dass alle Länder der Europäischen Gemeinschaft in den Genuss der neuen elektronischen Visa kommen werden. Sie erinnern sich doch sicherlich, dass es diesem jungen Mann gelungen ist, gemeinsam mit Lawrow, dem russischen Außenminister und anderen föderalen Verantwortlichen, eine defacto Visafreiheit für Kaliningrad zu vereinbaren und das bisherige Visa durch eine elektronische Einreisegenehmigung zu ersetzen? Naja, feine Sache, aber eben nicht für alle 28 (oder sind es nun schon 27) Länder der Europäischen Union. Er meint, dass er noch nicht weiß, welche Länder der EU nicht in den Genuss der Visafreiheit mit Kaliningrad kommen. Bleibt nur zu hoffen, dass Deutschland sich das Vertrauen für diese einseitige Visafreiheit bis Anfang 2019 verdient.
 
15.09.2017 – Einheitliches Ticket für Kaliningrader Nahverkehr soll doch kommen
Nun also doch … meint Alexander Jaroschuk, der Noch-Bürgermeister bis Oktober 2017 und fordert die Bürger auf, sich zu beruhigen. Dabei hat sich gar keiner aufgeregt. Man hatte nur vor ein paar Tagen zur Kenntnis genommen, dass Kaliningrad zwar in der Lage ist Millionen Kubikmeter Sand auf die Insel zu schaffen und dann noch ein Stadion darauf zu bauen, aber nicht in der Lage ist, einen einheitlichen Busfahrschein rauszubringen. Und nun soll es doch möglich sein, bis März 2018 ein einheitliches Stück Papier zu drucken, womit der Bürger und der Gast unserer Stadt den öffentlichen Nahverkehr nutzen kann, egal wer der Betreiber des Busses ist, der da gerade vor seiner Nase hält. Na, wenn das mal keine optimistischen Nachrichten sind.
 
Foto: Kaliningrader uneinheitlicher Nahverkehr in Erwartung einer Totalmodernisierung bis Juni 2018
 
15.09.2017 – Alles wird zurückhaltend und bescheiden
Wladimir Maschkow, der Noch-Berater des Kaliningrader Gouverneurs, den ein führender Kommunist in Kaliningrad auch gerne schon mal als „Präsident der russischen baltischen Republik“ bezeichnet hat, informierte, dass die Amtseinführung des neuen Gouverneurs, die eigentlich für den 15. September vorgesehen war, aus organisatorischen Gründen auf Ende September verschoben wird. Es wird alles sehr zurückhaltend, kostengünstig und bescheiden organisiert – so Wladimir Maschkow. Weiterhin informierte Maschkow, dass man bereits mit Konsultationen zu Personal- und Strukturveränderungen in der Kaliningrader Regierung begonnen habe.
 
15.09.2017 – Über Geschmack lässt sich immer streiten
Wissen Sie, was das für ein verlassenes Grundstück ist? Hier stand noch bis vor wenigen Wochen die „Konditorei-Fabrik“. Und bevor sie Konditoreifabrik wurde, waren die Gebäude Heimstatt für das Zeughaus des Wrangel-Kürassier-Regiments. Ob es notwendig war, das altdeutsche Gebäude abzureißen oder nicht, kann ich leider nicht sagen, da ich den Zustand nicht kannte und eigentlich in der Stadt, nach Bekanntwerden der Abrisspläne, wenig drüber gesprochen wurde. Aber nun ist das Gebäude weg und es beginnen die Bauarbeiten an dem Nachfolgegebäude, einem Hotel. Naja, an einigen Elementen erkennt man ein wenig die Militärthematik. Der Chefarchitekt von Kaliningrad zeigt sich nicht begeistert und befürchtet „billige Architektur“.
 

Foto: Ehemals Zeughaus, dann Bäckerei, jetzt Hotel – Ein Grundstück im Stadtzentrum und im Wandel der Zeit
 
15.09.2017 – Russische Medien greifen Info über deutsche Extremismus-Gruppe auf
Am gestrigen Tag veröffentlichte die Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil“ eine Information über die geschlossene Gruppe „Ostpreußen“ bei Facebook. Am Donnerstag begannen sich russische Medien für diese Information zu interessieren, in der dargestellt wird, wie deutsche Staatsbürger über Jahre hinweg ungehindert im Sozialnetzwerk „Facebook“ Russland/Sowjetunion als Verbrecher und Aggressor im Rahmen des Zweiten Weltkrieges bezeichnen und ungehindert fordern konnten, dass Russland das zeitweilig besetzte Ostpreußen, insbesondere die Stadt „Königsberg“ zu beräumen habe und dem rechtmäßigen Eigentümer Deutschland zurückerstatten müsse.
Klicken Sie auf die Grafik, um zur Veröffentlichung des staatlichen TV-Senders „Rossija-1/WESTI“ (Vergleichbar mit ARD) zu gelangen:
 

Eine weitere Information verbreitet die föderale Informationsagentur REGNUM:
 
 

14.09.2017 – Öffentliche Aufforderung an die geschlossene Gruppe „Ostpreußen“ bei Facebook
Die Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil“ hat sich entschlossen, gegen einen Teil der Verantwortlichen der Facebook-Gruppe „Ostpreußen“ und ausgewählte Mitglieder der Gruppe Untersuchungen auf Verdacht der Volksverhetzung einleiten zu lassen. Wir fordern die Verantwortlichen der Facebook-Gruppe „Ostpreußen“ im Interesse des Weiterbestandes der Gruppe auf, von ihren Funktionen als Administratoren zurückzutreten, eine neue Gruppe Administratoren zu benennen und die Gruppe zu verlassen. Wir fordern weiterhin, sämtliche Beiträge in der Gruppe zu löschen, die Staaten und Personengruppen oder Einzelpersonen diskreditieren, beleidigen, herabwürdigen oder nicht den geschichtlichen Tatsachen entsprechen und bewiesen sind. Wir fordern, dass Personen aus der Gruppe ausgeschlossen werden, die sich mehrfach unter falscher Identität registriert haben oder deren Profil und Chronik Zweifel an einer wirklichen Existenz der Person aufkommen lassen. Sollte dies nicht erfolgen, fordern wir die Mitglieder auf, die Gruppe zu verlassen, um nicht in den Verdacht zu geraten, die in dieser Gruppe vertretenen Ansichten zu unterstützen.
Lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag:
 
 
14.09.2017 – Wackelt der Stuhl des Bürgermeisters Jaroschuk?
Einige Meldungen der letzten Zeit lassen den Verdacht aufkommen, dass Kaliningrad vielleicht im Oktober einen neuen Bürgermeister bekommt und die Ära Jaroschuk sich dem Ende neigt. Während der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow unmittelbar nach seinem Wahlsieg am Sonntag weitere Kommentare zum Schicksal des Kaliningrader Bürgermeisters Alexander Jaroschuk ablehnte und sich nur vage zu personellen Aktivitäten in den kommenden Tagen äußerte, setzte der Stadtrat der Stadt Kaliningrad am gestrigen Tag Themen von der Tagesordnung ab, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Bürgermeister Jaroschuk standen. Begründet wurde dies mit technischen Dingen, Abstimmungen die mit anderen Organen noch nicht erfolgt sind und Ähnlichem. Die seit Sonntag sensibilisierte Öffentlichkeit in der Stadt Kaliningrad wird natürlich derartige Formulierungen anders interpretieren. Es sei darauf hingewiesen, dass der Bürgermeister nicht mehr gewählt wird. Der Bürgermeister wird durch eine Personalkommission ausgewählt, die zu 50/50 aus Mitgliedern des Stadtrates und der Gebietsregierung besteht.
 

Grafik: Bürgermeister der Stadt Kaliningrad seit 1991. Wahlen 2017 finden für die Funktion nur noch innerhalb einer Personalkommission statt
 
14.09.2017 – Mathilda-Skandal erreicht auch Kaliningrad
Seit Monaten schlagen die Emotionen um den russischen Film „Mathilda“ haushohe Wellen. Die gesamte russische Gesellschaft ist aufgewühlt. Drohungen gegen Kinotheater und Besucher von Kinoveranstaltungen sind an der Tagesordnung. Bei dem Film handelt es sich um einen historischen Monumentalfilm, der eine Liebesaffäre des russischen Thronfolgers Nikolai II. vor seiner Eheschließung und Thronbesteigung zeigt. Eine Reihe von Kinos in Russland hat sich entschlossen, den Film nicht zu zeigen. Nun hat sich auch das größte Kinotheater in Kaliningrad dem öffentlichen Druck der Filmgegner gebeugt und erklärt, diesen Film nicht in das Vorführprogramm aufzunehmen.
 
14.09.2017 – Gouverneur lobt den Gedanken einer Offshore-Zone in Kaliningrad
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow hat sich positiv über den Gedanken der Einrichtung einer Offshore-Zone im Kaliningrader Gebiet geäußert. In einem Interview mit dem TV-Sender „Rossija 24“ kommentierte er:
 
Nach den Vorstellungen des Gouverneurs gibt es mehrere Varianten für eine Offshore-Zone im Kaliningrader Gebiet. Die notwendigen Konzepte werden bis 2019/20 erarbeitet. Auf der Insel, wo gegenwärtig das Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft errichtet wird, gibt es noch 130 Hektar unbebautes Territorium. Man könnte diese Fläche nutzen, um hier eine Zone mit besonderen rechtlichen Regularien zu schaffen.
 
14.09.2017 – Kropotkin will Referendum für eine Straßenbahn
Der Vorsitzende des Kaliningrader Stadtrats Andrej Kropotkin hat angeregt, in Kaliningrad ein Referendum für den Erhalt der Straßenbahn durchzuführen. Die Frage wurde durch Journalisten provoziert, als sie den Vorsitzenden des Stadtrates um einen Kommentar zur Wahl des neuen Gouverneurs baten und dabei sofort die Frage aufwarfen, welches Thema er vorschlagen würde, für das eigentlich schon lange geplante Referendum zu den wichtigsten Fragen in der Stadt. Er erklärte, dass ihn das Thema Straßenbahn schon seit langem berührt. Er sieht, was vor sich geht und er möchte nicht, dass eine 122jährige Geschichte der Straßenbahn einfach so verschwindet. Die Kaliningrader Straßenbahn ist eine Geschichte für sich, hat Atmosphäre, ist eine Legende – so der Vorsitzende des Stadtrats.  Er erinnerte daran, dass die Kaliningrader Straßenbahn die erste kommunale Straßenbahn in Europa war. Und deshalb sollte die Straßenbahn auch wieder entwickelt werden. Er zeigte sich überzeugt, dass die Straßenbahn durchaus kostendeckend arbeiten kann. Mit seinen Äußerungen steht der Vorsitzende des Stadtrats im Widerspruch zum Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk, der zwar auch zu jeder Gelegenheit die Bedeutung der Straßenbahn hervorhebt, aber in der Praxis nichts unternimmt, um die Straßenbahn zu erhalten.
 
 
14.09.2017 – Bürgermeister Jaroschuk will nichts prophezeien, sondern nur beten
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk wurde von Journalisten nach seiner politischen Zukunft befragt. Es laufen Gerüchte, dass seine Zeit als Bürgermeister wohl abgelaufen ist und die Personalkommission im Oktober eine andere Personalie für die Funktion des Stadtoberhauptes bevorzugen wird. Alexander Jaroschuk kommentierte:
 
Alexander Jaroschuk ist seit 2007 Bürgermeister der Stadt und hat unbestrittene Verdienste um die Entwicklung der Stadt. Im Rahmen der starken Veränderungen in Stadt und Gebiet und gewissen Äußerungen des Kaliningrader Gouverneurs über „Sandkastenkinder“ und deren ewige Freundschaft, sind Gerüchte aufkommen, dass die Zeit von Alexander Jaroschuk wohl abgelaufen ist. Die ausweichenden Antworten des frisch gewählten Gouverneurs am Sonntag zu dieser Frage, haben den Gerüchten neue Nahrung gegeben.
 
14.09.2017 – „Krusenstern“ läuft deutschen Hafen an
Dem größten Segelschulschiff Russlands, der „Krusenstern“, wurde das Einlaufen in einen finnischen Hafen wegen Sicherheitsbedenken verwehrt. Nun hat das Schiff Kurs auf den deutschen Hafen Warnemünde genommen, wo es wohl gegen das kanonenlose Segelschiff weniger Sicherheitsbedenken gibt. Bei der Reise des Segelschulschiffes, handelt es sich um die letzte Navigationsreise für die Auszubildenden an Bord in diesem Jahr. Am 24. September wird das Segelschulschiff im Heimathafen Kaliningrad zurückerwartet.
 
14.09.2017 – Pflasterstein-Flüsterer gesucht
Der Kaliningrader Bürgermeister Jaroschuk sucht jemanden, der in der Lage ist, mit altdeutschen Pflastersteinen ein vernünftiges Gespräch zu führen. Die Steine, die auf einen derartigen Gesprächspartner warten, liegen auf dem Vorplatz des Südbahnhofes. Allerdings, so kommentierte der Bürgermeister, um die Sache nicht zu sehr ins Lächerliche zu ziehen, soll der Spezialist wirkliche Ahnung haben, die kleinformatigen Steine neu zu verlegen, soll dies aber nicht selber tun, sondern die unerfahrenen Arbeiter anleiten. Der Bürgermeister kritisierte die Qualität der Arbeiten am Vorplatz des Südbahnhofes und nannte sie „schrecklich und katastrophal“. Er meinte, dass er den Bauarbeitern noch eine letzte Chance gebe. Er kennt jemanden, der im direkten Sinne des Wortes versteht, mit diesen altdeutschen Steinen zu sprechen. Er hat diese Arbeiten schon sein ganzes Leben lang ausgeführt und er soll nach Kaliningrad reisen, um hier die Arbeiten anzuleiten. Um wen es sich handelt, ließ der Bürgermeister im Geheimen. Allerdings wird es bestimmt kein Deutscher sein, denn die Stadt zahlt für das Pflastern eines Quadratmeters 350 Rubel, also rund fünf Euro.
 
 
14.09.2017 – Letzte Meldung vor Redaktionsschluss
Nach bisher unbestätigten Meldungen soll Wladimir Maschkow, Berater des Kaliningrader Gouverneurs Anton Alichanow, zum stellvertretenen Bürgermeister für Stadtwirtschaft der Stadt Kaliningrad ernannt werden. Bis vor wenigen Wochen hatte diese Funktion Sergej Melnikow bekleidet, der auf Bitten des Kaliningrader Gouverneurs als Bürgermeister nach Baltisk gewechselt ist. Die jetzigen, noch nicht bestätigten Informationen, sind allerdings nicht schlüssig, denn Wladimir Maschkow ist erst vor wenigen Monaten nach Kaliningrad gekommen und wurde im März zum Berater des Gouverneurs ernannt. Zuvor hatte er hohe Funktionen in anderen Regionen Russlands inne, u.a. den Posten des Bürgermeisters von Nowouralsk, einer geheimen, geschlossenen Atomstadt, im Gebiet Swerdlowsk. Dass er nun nur als stellvertretender Bürgermeister für Stadtwirtschaft arbeiten soll macht nur Sinn, wenn er im Oktober zum Bürgermeister, anstelle von Alexander Jaroschuk ernannt wird.

 

13.09.2017 – Massenhafte Bombendrohungen in Kaliningrad
Augenzeugen berichten über die Evakuierung des Handelszentrums „Akropol“, des Gebäudes der Gebietsduma und des Hotels der Firma „Königavto“. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und Spezialeinheiten wurden zu den Objekten gerufen. In einer ergänzenden Meldung wurde mitgeteilt, dass auch der Südbahnhof evakuiert und abgesperrt wurde. Weiterhin haben Unbekannte über Bomben in einer Lehreinrichtung in der Karl-Marx-Straße informiert. Wenig später erfolgte ein weiterer Anruf mit der Mitteilung, dass weitere acht Schuleinrichtungen vermint worden sind. In kurzen Zeitabständen wurde gemeldet, dass auch ein Gebäude der Ostseeflotte, sowie die Kaliningrader Technische Universität von den Bombendrohungen betroffen waren. In ganz Russland gingen massenhaft Bombendrohungen ein und versetzten die Sicherheitsorgane in höchste Alarmbereitschaft.
 
13.09.2017 – Alkohol hinter dem Lenkrad – in Kaliningrad „normalno“
Die Gesetzgebung für Trunkenheit hinter dem Steuer wurde in den letzten Jahren mehrmals verschärft. Trotzdem scheint dies nicht alle abzuschrecken. Seit Anfang des Jahres haben Kaliningrader Verkehrspolizisten 3.454 betrunkene Autofahrer stellen können. Wieviel betrunkene Autofahrer nicht erwischt wurden, bleibt der Phantasie überlassen. Die Kaliningrader Verkehrspolizei ruft alle Bewohner und Gäste der Stadt auf, Hilfe und Unterstützung zu leisten bei der Verhinderung derartiger Verkehrsdelikte.
 
 
13.09.2017 – Protestaktion vor Strafvollzugseinrichtung
Wie bereits informiert, haben zwei Insassen der Strafvollzugsanstalt Nr. 9 sich den Mund zugenäht und sind in einen Hungerstreik getreten. Sie protestierten damit gegen die Haftbedingungen und behaupteten, durch das Personal misshandelt worden zu sein. Die Strafvollzugsanstalt informierte, dass beide Straftäter versuchen, mit ihrem Verhalten die Verwaltung der Justizeinrichtung zu erpressen. Nun hat die Ehefrau eines der beiden Insassen eine Protestaktion vor dem Gefängnis durchgeführt. Vor der Strafvollzugseinrichtung stellte sie einen Minibus ab, der mit Protestplakaten beklebt war. Sie selber stellte sich ebenfalls vor das Gefängnis und forderte auf einem Plakat, die Quälerei ihres Mannes zu beenden.
 
13.09.2017 – Öffentliche Information an das Unternehmen Facebook durch „Kaliningrad-Domizil“
Bei Facebook existiert die geschlossene Gruppe „Ostpreußen“ https://www.facebook.com/groups/ostpreussen/. „Kaliningrad-Domizil“ bittet das Unternehmen „Facebook“, die Aktivitäten in dieser geschlossenen Gruppe zu überprüfen und festzustellen, ob die dort geposteten Inhalte im Rahmen der Meinungsfreiheit eine Berechtigung haben oder ob sie durch eine qualitative Bewertung der Rolle der Sowjetunion (Russland), den USA, Englands und Frankreichs während des Zweiten Weltkrieges und danach, den Tatbestand des Extremismus und der Volksverhetzung erfüllen.
Anm. UN: Lesen Sie hierzu am Donnerstag unseren Beitrag:
 
 
13.09.2017 – Wieder eine weitere Perle für Kaliningrad
Wieder hat Kaliningrad für seine Bürger und Gäste eine weitere schmucke Ecke geschaffen, welche lange Jahre vernachlässigt worden war. Im Rahmen der gegenwärtig laufenden Rekonstruktion des Unterteiches, wurden auch die Wasserspiele vor dem Gebäude des staatlichen TV-Senders WESTI wieder hergerichtet und erfreuen für den restlichen Zeitraum der Saison die Spaziergänger in diesem Bereich. Die Arbeiten an der Rekonstruktion der beiden Springbrunnen, begannen Mitte des Jahres.
 
Foto: Rekonstruierte Wasserspiele am Unterteich vor der Sendeanstalt WESTI
 
13.09.2017 – Weitere Pläne für den Unterteich in Kaliningrad
Der Unterteich in Kaliningrad, der gegenwärtig rekultiviert wird, verfügt über zwei Brücken. Diese sollen nun auch noch bis zum Jahresende instandgesetzt werden. Es handelt sich hierbei um Fußgängerbrücken. Gegenwärtig erfolgt die Ausschreibung um einen Auftragnehmer zu finden, der diese Arbeiten durchführt. Insgesamt stehen vier Millionen Rubel zur Verfügung. Für die Instandsetzungsarbeiten stehen 60 Tage zur Verfügung.
 
Foto: Unterteich mit Blick auf eine der beiden Brücken im Hintergrund
 
13.09.2017 – Auch Svetlogorsk zeigt sich kulturvoll und kunstbegeistert
An der Einfahrt zur Stadt Svetlogorsk wurde eine neue Skulpturengruppe „Drei Musikanten“ aufgestellt. Diese Skulptur ist eine weitere Ergänzung zu anderen Skulpturen, die bereits in der Stadt aufgestellt worden sind und unter der Bezeichnung „Flügel“, „Fußballer“ und „Fahrradfahrer“ bekannt geworden sind. Die neue Figurengruppe wurde mit Hilfe des Regionalhaushaltes finanziert. Insgesamt wurden 1,1 Mio. Rubel in die Schönheit investiert.
 

Foto: Neue Musikantengruppe am Stadteingang von Svetlogorsk
 
13.09.2017 – Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 beginnt
Der Verkauf von Eintrittskarten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 beginnt am 14. September. Darüber informierte die FIFA. Weitere Informationen kann man unter fifa.com/bilet ab 14. September 12.00 Uhr Moskauer Zeit erhalten. Der Verkauf von Eintrittskarten erfolgt in mehreren Etappen:
14.09.-12.10.2017
16.11.-28.11.2017
05.12.-31.01.2018
13.03.-03.04.2018
18.04.-15.06.2018
 

 

12.09.2017 – Schmiergeldzahlung fehlgeschlagen
Immer häufiger kommt es vor, dass Beamte, denen Schmiergeld angeboten wird, dies den zuständigen Organen melden. So auch geschehen im Fall des Leiters einer Abteilung der Gerichtsvollzieher, der den russischen Sicherheitsdienst in Kaliningrad informierte, dass man ihm eine Summe von 27.000 Rubel angeboten habe – was er dafür tun oder nicht tun sollte, wird in der Pressemitteilung nicht erwähnt. Die Schmiergeldzahlung wurde organisiert und bei der Übergabe der Summe wurde ein 44jähriger Kaliningrader Bürger verhaftet.
 
 
12.09.2017 – Untersuchungskommission leitet Ermittlungen in Strafvollzugsanstalt ein
Nach den Vorfällen in der Strafvollzugsanstalt Nr. 9 in Kaliningrad, wo zwei Strafgefangene wegen angeblicher Misshandlungen in den Hungerstreik getreten sind und sich einer davon mit drei Stichen den Mund zugenäht hat, hat die Kaliningrader Untersuchungskommission Ermittlungen aufgenommen. Die Untersuchungen laufen im Rahmen von „Menschenquälerei“.

 

11.09.2017 – Gouverneurswahlen im Kaliningrader Gebiet
Am Sonntag konnten die Kaliningrader Wahlberechtigten von 07.00-21.00 Uhr ihre Stimme für einen von vier Kandidaten für das Amt des Kaliningrader Gouverneurs abgeben. Mit ersten Ergebnissen ist nicht vor Montagvormittag zu rechnen. Nach ersten Erhebungen scheint die Wahlbeteiligung erheblich niedriger als vor zwei Jahren zu sein. Mit Stand 18.00 Uhr hatten rund 33 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Wahlbeobachter aus Bulgarien und den USA fanden keine Störungen oder Unregelmäßigkeiten während des Wahlablaufs. Der Wahlbeobachter aus Bulgarien äußerte sich lobend über die gute Organisation der Wahl. Der Wahlbeobachter aus den USA, ein Jurist, äußerte, dass es in ganz Russland ein einheitliches Wahlsystem gäbe. Kaliningrad bilde da keine Ausnahme. Er schätze dies als vorteilhaft ein, im Vergleich zu den USA, wo jeder Staat Besonderheiten habe. Er beurteilte die Kaliningrader Wahlen als frei, offen, klar und gut organisiert. Vertreter des russischen Innenministeriums erklärten, dass es zu keinen Zwischenfällen in Kaliningrad gekommen sei.
 
11.09.2017 – Litauen fordert von Russland die Absage des Manövers „Sapad-2017“
Der Minister für auswärtige Angelegenheiten Litauens hat Russland aufgefordert, das geplante Großmanöver „Sapad-2017“, welches gemeinsam mit Weißrussland auf dem Kaliningrader Gebiet und in Weißrussland durchgeführt wird, abzusagen. Man zeigte sich in Litauen besorgt darüber, dass Russland nach Weißrussland und an die Grenzen der baltischen Staaten 4.000 Technikeinheiten verlegt habe, die in der Lage sind, Atomwaffen zu tragen. Weiterhin glaubt der litauische Verteidigungsminister zu wissen, dass Russland 30.000 Soldaten an den Grenzen in Bereitschaft hält. Der litauische Außenminister zweifelte die russischen Angaben an, wonach an dem Manöver nur 12.000 Soldaten teilnehmen sollten. Russland habe die Zahl bewusst nach unten korrigiert, um keine ausländischen Beobachter einladen zu müssen. Weiterhin beschuldigte er Russland, gegenwärtig wöchentlich im Durchschnitt 10 geheime Flüge über den baltischen Ländern durchzuführen. Der litauische Außenminister informierte, dass Russland, im Unterschied zum Manöver Sapad-2013 erstmals Truppen nach Weißrussland verlegt. Er befürchtet, dass die russischen Soldaten für ständig in Weißrussland stationiert bleiben.
 
 
11.09.2017 – Wieder Migranten aus Kaliningrad ausgewiesen
In der abgelaufenen Woche sind durch Kaliningrader Gerichtsvollzieher 33 Migranten wegen Verletzung der Migrationsgesetzgebung ausgewiesen worden. Das teilte der Pressedienst der Behörde mit. Kommentiert wurde, dass die Ausländer eine zeitweilige Arbeitsgenehmigung erhalten hatten und nach deren Ablauf nicht in ihre Heimat zurückgekehrt sind. 28 Migranten kamen aus Usbekistan, drei aus Kirgisien und je ein Migrant aus Kasachstan und Armenien. Allen Betroffenen wurde die Einreise nach Russland für fünf Jahre gesperrt. Wie weiterhin mitgeteilt wurde, befinden sich im Migrationszentrum in Gwardejsk noch 35 Personen, die auf ein Gerichtsurteil zu ihrem Fall warten. Seit Anfang des Jahres wurden 400 Migranten aus Kaliningrad deportiert.
 

10.09.2017 – Polizeioffiziere in Kaliningrad vereidigt
Am Freitag wurden 47 Polizeioffiziere nach fünfjährigem Studium zum ersten Offiziersdienstgrad ernannt und vereidigt.  Ihr Studium absolvierten sie in der Kaliningrader Filiale der St. Petersburger Universität des Innenministeriums am Moskauer Prospekt. Verliehen wurden die neuen Dienstgrade durch den Leiter der Innenverwaltung des Kaliningrader Gebietes Oberst Igor Illarionow. Er hob hervor, dass die Absolventen ein schweres Studium hinter sich haben, denn neben der Vermittlung des theoretischen Wissens, haben sie auch praktischen Dienst versehen. Nicht jeder ist dieser großen Belastung gewachsen und hat das Studium durchgehalten.
 
 
10.09.2017 – Kaliningrad wird kein stilisiertes Königsberg
Unmissverständlich äußerte am Freitag der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, dass es sich nicht lohnt darauf zu warten, dass man in Kaliningrad Gebäude nach Altkönigsberger Manier wieder bauen wird. Er äußerte sich zur architektonischen Zukunft der Stadt während des Forums „Mediaregatta 2017“. „Es wird Zeit, die Diskussion über einen Wiederaufbau Königsbergs zu beenden. Ich bin einverstanden, dass alte Gebäude, wie z.B. der Wrangelturm, restauriert werden müssen. Aber neue Gebäude im Königsberger Stil zu bauen ist nicht ratsam. Mir gefällt diese Idee nicht. Außerdem war Königsberg keine besonders gute Stadt zum leben. Die Häuser standen dicht bebaut und es gab wenig Platz. Das scheinen mir keine gesunden Lebensbedingungen damals gewesen zu sein.
 
Foto: Gegenwärtig laufende Fassadenrekonstruktion auf dem Lenin-Prospekt in Kaliningrad
 
10.09.2017 – Kaliningrad beginnt Straßenbezeichnungen zu doublieren
In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 hat die Kaliningrader Stadtverwaltung begonnen, Straßenschilder in den zentralen Straßen auszutauschen bzw. zu ergänzen. Man hat sich, internationalem Trend folgend, entschlossen, die Straßen, die vermutlich von einem Großteil der ausländischen Touristen frequentiert werden, auch in englischer Sprache auszuschildern. Wortwörtlich übersetzt werden allerdings nur die Bezeichnungen wie Straße, Platz, Gasse, Allee usw. Der dazugehörige Name wird unter Nutzung internationaler Standards in lateinischer Schrift formatiert. Bis Ende 2017 sollen so 23 Straßen in Kaliningrad mit den neuen Bezeichnungen versehen sein. Verantwortlich für die vollständige Ausstattung der Straßen sind auch die Wohnungsverwaltungsgesellschaften, die die Straßenschilder auf ihre Kosten an den Häusern zu ergänzen haben, für die sie verantwortlich sind.
 
Foto: Neue Straßenbezeichnungen in Kaliningrad zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018
 
10.09.2017 – Von einem der auszog, Pilze zu finden
Es ist Pilzzeit in Kaliningrad und viele ziehen aus in die unendlichen Wälder, um mit reicher Ernte zurückzukommen. Darauf hoffte auch ein Pilzsammler im Kreis Gurewsk. Als er Pilze ernten wollte, stellte er fest, dass es keine Pilze, sondern insgesamt zwei Dutzend Granaten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges waren, die da langsam aus der Erde wuchsen. Vermutlich handelt es sich um Granatwerfermunition. Er rief den zuständigen Dienst an, die alle notwendigen Arbeiten zur Entschärfung durchführten. Ob der Pilzsammler durch reiche echte Pilzfunde an diesem Tag noch entschädigt wurde, geht aus der Meldung nicht hervor.
 
 
10.09.2017 – Wahlen im Kaliningrader Gebiet
Am heutigen Sonntag finden Wahlen im Kaliningrader Gebiet statt. Gewählt wird der Gouverneur. Zur Wahl stehen vier Kandidaten. Die Wahllokale öffnen bereits um 7.00 Uhr und schließen erst um 21.00 Uhr. Mit belastbaren Wahlergebnissen ist somit nicht vor Montag früh zu rechnen. Es handelt sich um vorgezogene Wahlen. Die letzten Gouverneurswahlen fanden im Jahre 2015 statt. Bereits ein knappes Jahr nach dem Wahlsieg des damaligen Gouverneurs Nikolai Zukanow, wurde dieser durch den russischen Präsidenten nach St. Petersburg, als Bevollmächtigter Vertreter für die NordWest-Region versetzt. Seit Oktober 2016 ist als amtsführender Gouverneur durch den russischen Präsidenten Anton Alichanow eingesetzt. Mit der Wahl am Sonntag legen die wahlberechtigten Bürger fest, wer in den kommenden fünf Jahren die Regierung des Gebietes leiten wird. Mit Stichtag 1. Januar waren 789.226 Bürger im Kaliningrader Gebiet wahlberechtigt.
 
 
10.09.2017 – Ehemalige Sowjetrepubliken und Kaliningrader Nachbarn haben Bitte an Massenmedien
Lettland, Litauen und Estland, drei ehemalige Sowjetrepubliken, haben sich mit der Bitte an die Massenmedien gewandt, bei der Berichterstattung über die Länder, nicht mehr von „ehemaligen Sowjetrepubliken“ zu sprechen. Entsprechende Schreiben wurden durch die zuständigen Botschafter an die Redaktionen von Zeitungen gesandt. Begründet wird diese Bitte damit, dass die drei ehemaligen Sowjetrepubliken Lettland, Litauen und Estland im Jahre 1940 nicht freiwillig der Sowjetunion beigetreten sind. Weiterhin wurden die drei ehemaligen Sowjetrepubliken nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht von Null an wieder aufgebaut, sondern haben ihre Unabhängigkeit deklariert. Ob die drei ehemaligen Sowjetrepubliken Lettland, Litauen Estland zukünftig durch die unabhängigen westlichen Medien nicht mehr als ehemalige Sowjetrepubliken bezeichnet werden, wird die Zukunft zeigen. Bisher hat keine der angeschriebenen Redaktionen sich hierzu geäußert.
 

 
09.09.2017 – Kirchen werden zu Konzertsälen umfunktioniert
Während eines Treffens des russischen Kulturministers Wladimir Medinski mit dem Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow, erklärte dieser, dass nach der Restaurierung einiger Kirchengebäude, diese zu Konzertsälen umfunktioniert werden. Er informierte die Kaliningrader Medien, dass er mit dem Gouverneur das Thema des Baus des neuen Gebäudes für das Meeresmuseum besprochen habe, den Zustand der altdeutschen Festungsanlage „Kronprinz“, die Entwicklung altdeutscher Festungsanlagen, aber auch die Lage um einige, sehr schöne Kirchen. Die Restaurierungsarbeiten an diesen Kirchen werden fortgesetzt. Sie werden danach nicht nur als religiöse Gebäude genutzt, sondern auch als Konzertsäle. Wie der Minister weiterhin ergänzte, wurde auch die Entwicklung der kulturellen Formate „Schlacht um Gumbinnen“, „Schlacht um Gross-Egersdorf“, das geplante Kinofestival und weitere Vorhaben für die Förderung des Tourismus besprochen.
 
 
09.09.2017 – Neue Busse, aber keine neuen Fahrscheine
Die Kaliningrader Stadtverwaltung tut sich schwer mit der Einführung sogenannter elektronischer Fahrscheine für die Passagiere im öffentlichen Personennahverkehr. Diese sollten bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 eingeführt werden, was jedoch jetzt vermutlich nicht geschehen wird, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Natalja Dmitriewa informierte. Allerdings sah sie in dieser Entscheidung auch ein positives Moment, denn im „Zentrum für den Nahverkehr“ waren für dieses Vorhaben 7,8 Mio. Rubel vorgesehen gewesen, die nun eingespart wurden und für andere Zwecke zur Verfügung stehen. Gegenwärtig kostet ein Ticket 20 Rubel. Damit kann man mit einem Bus von einer Endhaltestelle zur anderen fahren. Beim Umsteigen, egal in welches Transportmittel des Nahverkehrs, ist ein neuer Fahrschein zu lösen. Verkauft werden die Fahrscheine durch SchaffnerInnen.
 
Foto: Organisation eines modernen Nahverkehrs in Kaliningrad ist schwieriger als die Modernisierung der Armee
 
09.09.2017 – Offshore-Kaliningrad nicht vor 2019
Die durch die russische Zentralregierung angeregte Schaffung einer Offshore-Zone im Kaliningrader Gebiet, wird nicht vor dem Jahre 2019 organisiert werden können. Diese Meinung vertrat der Kaliningrader Vizegouverneur Alexander Schenderjuk-Schidkow. Es gibt viele Länder, die derartige Finanz- und Wirtschaftsformate nutzen, um einzelne Territorien zu entwickeln. Kaliningrad verfügt über genügend Platz, um derartige Offshore-Unternehmen aufzunehmen. Allerdings müssen alle diese Territorien „abschließbar“ und kontrollierbar sein. Sichergestellt werden muss die Legitimität der Arbeit derartiger Unternehmen – wird der Vizegouverneur zitiert. Da die Schaffung derartiger Zonen im Gebiet nicht vor 2019 erfolgt, bleibt ausreichend Zeit, um alle diese Fragen zu analysieren und zu klären. Ziel ist, Kaliningrad zu einem internationalen Finanzzentrum zu entwickeln. Das Gebiet erwartet von einer derartigen Entwicklung auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie eine Belebung der Arbeit von klein- und mittelständischen Unternehmen.
 
09.09.2017 – Besitzer des „Oppositionsportals“ NewKaliningrad verkauft Business
Überraschend für die Kaliningrader Medienwelt kam wohl die Entscheidung einer der beiden Gesellschafter des führenden (oppositionellen) Informationsportals „NewKaliningrad“, seine Gesellschafteranteile zu verkaufen. Alexander Gorlatsch betonte, dass dies eine rein sachliche Entscheidung sei und keinerlei politische Gründe eine Rolle spielen. Er ist gegenwärtig stark mit anderen Projekten ausgelastet und kann sich nicht ausreichend um die Entwicklung des Informationsportals kümmern. Er möchte sich aber selber in die Entwicklung eines jeden seiner Unternehmen einbringen. Wenn das nicht möglich ist, dann zieht er sich zurück – so wie in diesem Fall. Er informierte, dass der neue Besitzer, der seine Anteile erwerben wird, neue Ideen und viel Geld mitbringen muss. Sein Partner Oleg Jewsjukow ist bereits seit einiger Zeit im Bilde, dass er sich zurückziehen werde. Beide Partner halten je 50 Prozent der Anteile. Oleg Jewsjukow ist gleichzeitig auch Generaldirektor des Informationsportals.
 
09.09.2017 – Gefängnis-Insasse zeigt Nähkunst
Der Insasse einer Kaliningrader Strafvollzugsanstalt hat bewiesen, dass er nähen kann. Mit drei schmerzhaften Doppelstichen nähe er sich Unter- und Oberlippe zusammen. Damit wollte er gegen das Verhalten der Gefängnisverwaltung der Kolonie Nr. 9 protestieren. Weiterhin benutzte er eine Rasierklinge, um in den Handrücken eine Nachricht zu ritzen, in der er den Anstaltsleiter beschuldigte, an seinem möglichen Tod schuldig zu sein. Wie der Rechtsbeistand informierte, befindet sich sein Mandant seit acht Monaten in einem Sonderbereich der Strafvollzugsanstalt, wo Insassen zusätzliche Strafen für Verletzungen der inneren Ordnung verbüßen. Am Vorabend, bevor er sich die Verletzungen zuzog, hatte er eine weitere Strafe erhalten. Welche Strafe und welches Vergehen vorlagen, wurde vom Anwalt nicht mitgeteilt. Der Anwalt informierte über angebliche Folterungen durch das Gefängnispersonal. Der Strafgefangene fordert, dass er sich mit seiner Frau und seinem Kind treffen kann, die er beide schon seit zwei Jahren nicht gesehen hat.
Wie am Freitagabend bekannt wurde, hat ein zweiter Strafgefangener in dieser Haftanstalt sich den Mund zugenäht und damit gegen die harte Vorgehensweise der Vollzugsbeamten gegen ihn demonstriert. Beide Strafgefangenen sind jetzt in einen Hungerstreik getreten.
 
Foto: Strafvollzugsanstalt in Kaliningrad, Sowjetski Prospekt.

 

08.09.2017 – Schneller als gedacht – Gasprom-Hotelruine verkauft
Nun ging es doch erstaunlich schnell – der Verkauf der Hotelruine in Selenogradsk, direkt am Ostseestrand, dessen bisheriger Eigentümer Gasprom, sich seit 2005 nicht um diesen Bau gekümmert hatte. Erst ein Brand im vergangenen Jahr und Druck seitens der Gebietsregierung ließen den gewaltigen Konzern aktiv werden. Mehrere Anläufe zum Verkauf scheiterten. Anscheinend waren die Preisvorstellungen wohl nicht akzeptabel. Wieviel der neue Eigentümer, der noch geheim gehalten wird, bezahlt hat, ist nicht bekannt.
 
 
08.09.2017 – Neue Schulen helfen nicht das Zwei-Schicht-Problem zu beseitigen
Der Bau von drei neuen Schulen für die Stadt Kaliningrad wird das Problem des Zwei-Schicht-Unterrichts (Vormittagsunterricht und Nachmittagsunterricht) nicht lösen. Dieser Meinung ist man in der Stadtverwaltung. Man gehe in der Stadtverwaltung davon aus, dass die drei neuen Schulen bis zu 5.300 Schüler aufnehmen können. Gegenwärtig steht auch nicht die Aufgabe, die zweite Unterrichtsschicht abzuschaffen. Wichtig ist, dass es keine dritte Schicht gibt – so die verantwortliche Mitarbeiterin für Soziales in der Stadtverwaltung. Sowohl das föderale Zentrum, wie auch die Regionalregierung verstehen dieses Problem. Gegenwärtig sind 17 Prozent aller Schüler gezwungen, im Zwei-Schicht-System am Unterricht teilzunehmen. Betroffen davon sind 27 von 50 Schulen. Da wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Schüler jedes Jahr um 2.500 zunimmt, wird auch das Problem des Schichtunterrichts sich nicht verkleinern, sondern eher noch anwachsen. Aber es gibt ein Programm zur Schaffung von neuen Plätzen in den Schulen bis zum Jahre 2025, welches durch alle Verantwortlichen streng kontrolliert wird.
 
08.09.2017 – In fünf Jahren 10.000 Kinder mehr in Kaliningrad
In den letzten fünf Jahren hat Kaliningrad einen Kinderzuwachs von 10.000 Jungen und Mädchen zu verzeichnen. Darüber informierte am Donnerstag während einer Sitzung des Stadtrates die für Sozialpolitik zuständige Leiterin der Kommission Tatjana Petuchowa. Mit Stichtag 1. Januar 2013 waren in Kaliningrad 73.165 Kinder im Alter bis 18 Jahren registriert. Mit gleichem Stichtag im aktuellen Jahr waren es schon 82.999 Kinder. Der Migrationszuwachs ist sehr hoch – so Petuchowa. Der Zuwachs ist in erster Linie den Zugezogenen aus anderen russischen Regionen zu verdanken. Diejenigen, die nach Kaliningrad übersiedeln, bringen häufig zwei, drei Kinder mit. Somit kommen jedes Jahr 2.500 Kinder mehr nach Kaliningrad.
 
 
08.09.2017 – Seit Kaiser Wilhelm ist nichts mehr passiert
Seit den Zeiten Kaiser Wilhelms hat sich niemand mehr mit der Pflege und der Kultivierung des Unterteiches beschäftigt – meint der Kaliningrader Bürgermeister Alexander Jaroschuk. Bei den jetzt angelaufenen Rekultivierungsarbeiten wird täglich eine Vielzahl altdeutscher Gegenstände gefunden. Gegenwärtig werden die bisherigen Uferbefestigungen, Gehwegplatten und Pflaster entfernt und der Grund neu vorbereitet. Ebenso wird die Ufer- und Hangbefestigung rekonstruiert. Gestritten wird noch, mit welchem Material die neuen Gehwege versehen werden sollen. Die bauausführende Firma will Asphalt verlegen. Die Anwohner sind dagegen, da sie meinen, dass dieser Straßenbelag sehr rutschig und somit gefährlich ist. Weitere Probleme gibt es bei der Uferbefestigung. Hier erweist sich, dass das Ufer sehr instabil ist und immer wieder Teile abbrechen. Man sucht nach Lösungsmöglichkeiten für die Probleme – so Jaroschuk. Die Stadt erwartet, dass die Arbeiten innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen sind und ist bereit, dafür 35,8 Mio. Rubel zu bezahlen. Stichtag für die Fertigstellung ist der 1. Dezember 2017. Der zweite Teil der Rekonstruktion des Unterteiches beginnt im Jahr 2018 und wird 2019 abgeschlossen sein.
 
Foto: Ansicht des Unterteiches in Richtung ul. Sergejewa mit ehemaligem Parkhotel im Jahre 2016
 
08.09.2017 – Erstes Multi-Funktions-Zentrum für Unternehmen
Seit über zwei Jahren werden in der Stadt Kaliningrad und in den Kreisstädten im Gebiet sogenannte Bürger-Service-Zentren eröffnet. Hier können die Bürger an einer Stelle viele bürokratische Angelegenheiten mit minimalem Zeitaufwand lösen. Nun hat in Kaliningrad ein derartiges Zentrum für Unternehmer aufgemacht.  Das neue Zentrum ist gegenwärtig in der Lage 100 staatliche Dienstleistungen für Unternehmer kompakt zu bearbeiten, ohne das der Unternehmer an viele unterschiedliche Stellen laufen muss. Weiterhin befinden sich in dem Gebäude Räumlichkeiten für Gespräche, Sitzungen und Konferenzen. Kaliningrad ist eine der ersten Städte in Russland, die ein derartiges Zentrum für Unternehmer eröffnet hat. Acht Millionen Rubel wurden hierfür zur Verfügung gestellt.
 
08.09.2017 – Kaliningrad erhält Zentrum für Atom-Medizin
RosAtom plant die Einrichtung eines Zentrums für Atom-Medizin in Kaliningrad. Darüber informierte der Generaldirektor der Verwaltungsgesellschaft „RusAtom“ Denis Scherednischenko. Gegenwärtig prüft die Verwaltungsgesellschaft den Bau eines Pilotprojketes im Krai Primorsk. Wenn dieses Projekt erfolgreich läuft, so soll ein gleiches Projekt in Kaliningrad errichtet werden. Im weiteren sind derartige Zentren auch in Krasnodar und Perm geplant.
 
08.09.2017 – Ausländer werden des Landes verwiesen
In Kaliningrad werden im Ergebnis einer Razzia 32 Ausländer des Landes verwiesen. Vorausgehend hatte die Kaliningrader Polizei die Operation „Marschrutka“ durchgeführt. Es wurden Linientaxis und Stadtbusse kontrolliert, insbesondere, ob die dort beschäftigen ausländischen Fahrer die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen. Weiterhin wurden die Stell- und Parkplätze für die Linientaxis (Marschrutkas) einer Razzia unterzogen. Insgesamt wurden 350 Busse und 867 Ausländer kontrolliert. 113 Ausländer wurden zur weiteren Befragung durch die Polizei vorläufig festgesetzt. 63 Ausländer wurden wegen Verletzung der Migrationsgesetzgebung zu Verwaltungsstrafen verurteilt. 32 Ausländer werden abgeschoben.

 

07.09.2017 – Prognosen zum Wahlsonntag
Wenige Tage vor den Gouverneurswahlen in Kaliningrad, gibt es Umfragen zu den erwarteten Wahlergebnissen. Wie auch so schon bekannt, haben drei der vier Kandidaten, die sich um den Posten bewerben, keinerlei Chance, auch nur in die Nähe eines Wahlsieges zu kommen. In der Politiksprache werden derartige Kandidaten auch als „Technische Kandidaten“ bezeichnet. Sowohl die Zentrale Wahlkommission, wie auch das Soziologiezentrum WZIOM sagen einen Wahlsieg von Anton Alichanow mit rund 77 Prozent voraus. Acht Prozent der Wahlberechtigten wissen schon jetzt, dass sie ganz bestimmt nicht an der Wahl teilnehmen werden und 18 Prozent überlegen noch. 1,5 Prozent derjenigen, die an der Wahl teilnehmen, haben die feste Absicht, den Wahlschein ungültig zu machen.
 
 
07.09.2017 – Wieder mal soll Kaliningrad Offshore-Zone werden
Wieder mal hat ein führender russischer Politiker angeregt, Kaliningrad zu einer offiziellen Offshore-Zone zu machen. Der Vizepremier Igor Schuwalow möchte, dass in Russland zwei offizielle Offshore-Zonen geschaffen werden. Die Möglichkeiten hierzu, prüft die Regierung gegenwärtig. Eine Zone soll auf der Insel „Russki“ bei Wladiwostok geschaffen werden, die zweite Zone in Kaliningrad. Er hob hervor, dass es sich bei dem Modell, wie es sich Russland vorstellt, nicht um anrüchige Geschäftsmodelle handelt, wo man Geld verstecken kann oder sonstige zweifelhafte Geschäfte tätigt. Er nannte als anzustrebendes Beispiel Delaware, einen Staat in den USA, wo ein Offshore-System erfolgreich und seriös funktioniere. Nutzen sollen diese beiden Offshore-Zonen sowohl russische wie auch ausländische Investoren.
 
 
07.09.2017 – Übung zur Vernichtung von Terroristen im Kaliningrader Gebiet
Im Kaliningrader Gebiet wurde eine Übung zur „Vernichtung ungesetzlicher bewaffneter Formationen“, kurz auch Terroristen genannt, durchgeführt. Darüber informierte der Pressedienst der Ostseeflotte. An der Übung haben Mot.-Schützen-Einheiten des 11. Armeecorps der Ostseeflotte teilgenommen. 500 Armeeangehörige, Luftstreitkräfte und das Waffensystem „Grad“ kamen zum Einsatz. In der Meldung wurde daran erinnert, dass im April Kräfte des russischen Sicherheitsdienstes FSB, des Innenministeriums und der RosGarde eine Bande von 12 Kämpfern der Terrororganisation Islamischer Staat in Kaliningrad ausgehoben hatten.
 
 
07.09.2017 – Touristenzahlen in 2017 getrübt
Der Zuwachs im Bereich der Tourismuszahlen im aktuellen Jahr scheint nicht den Erwartungen der Kaliningrader Verantwortlichen zu entsprechen. Als Schuldige an diesem Prozess wurden das schlechte Wetter und die Abschaffung des 72-Stunden-Visums ausgemacht. Dies erklärte der Regionalminister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak. Während im Jahre 2015 ein Zuwachs in den Tourismuszahlen von 25 Prozent und im Jahre 2016 von 30 Prozent zu verzeichnen war, so wird es im aktuellen Jahr wohl nur einen Zuwachs von sieben Prozent geben. Der Minister hob hervor, dass die Abschaffung des 72-Stunden-Visums Anfang des Jahres sich negativ auf die Besucherfrequenz durch Ausländer ausgewirkt habe. Insgesamt gibt es nur 13 Prozent ausländische Touristen. Eine weitere interessante Entwicklung bemerken die Reiseveranstalter. Russische Touristen wollen Geld sparen und nutzen dafür immer häufiger individuelle Reisemöglichkeiten und auch Übernachtungsmöglichkeiten.
 
 
07.09.2017 – Budenzauber am Zentralmarkt wird beseitigt
Der kunterbunte und ästhetisch wenig anziehende Budenzauber, entlang der Außengebäude des Zentralmarktes im Kaliningrader Stadtzentrum, wird beseitigt. Darüber informierte der Bürgermeister Alexander Jaroschuk. Ersetzt werden diese Buden durch moderne Bauten. Dafür stellt die Stadt dem Zentralmarkt auf gesetzlicher Grundlage die nötigen Flächen vor dem Zentralmarkt zur Verfügung. Ein entsprechendes Übereinkommen wurde mit der Geschäftsführung des Zentralmarktes erreicht. Der Bürgermeister informierte über eine Vielzahl von emotionalen Diskussionen mit der Gebietsregierung, Vertretern des Zentralmarktes und des Einzelhandels. Letztendlich habe man sich geeinigt und die Stadt wird alle Vereinbarungen, die früher irgendwie, irgendwann, mit irgendjemand für irgendwas abgeschlossen wurden, kündigen und durch neue Vereinbarungen ersetzen. Damit wird prinzipielle Ordnung um den Zentralmarkt geschaffen. Mit der Neuordnung entsteht einerseits eine neue, ästhetisch ansprechende Verkaufszeile und andererseits die Möglichkeit, die Baranow-Straße wesentlich zu verbreitern. Dies insgesamt wird ein wesentlicher Fortschritt bei der Neugestaltung des Innenzentrums der Stadt sein, denn der unansehnliche hintere Teil des Zentralmarktes wird ebenfalls liquidiert und durch einen Neubau ersetzt. Die Arbeiten hierzu beginnen noch in diesem Jahr.
 

06.09.2017 – Kaliningrad soll noch einen Landwirtschaftsmarkt erhalten
Im Stadtgebiet Kaliningrad ist die Einrichtung eines weiteren Landwirtschaftsmarktes geplant. Dieser soll, ebenso wie der Markt vor dem „Haus der Räte“, an Wochenendtagen arbeiten. Der Markt soll seinen Platz an der Kreuzung ul. Tichoretzkaja/Kiewskaja finden. Geplant war die Eröffnung dieses Marktes bereits für Anfang September. Gründe für die Verzögerung sind nicht bekannt. Gleichzeitig wurde informiert, dass der wohl bekannteste Markt für den Verkauf von regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnissen nach dem 11. September seine Pforten schließen wird. Dies steht im Zusammenhang mit der Vorbereitung der Fan-Zone auf diesem Territorium für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018.
 
06.09.2017 – Ausländische Wahlbeobachter reisen an
Am kommenden Sonntag, den 10. September finden Gouverneurswahlen in Kaliningrad statt. Vier Kandidaten stellen sich den wahlberechtigten Bürgern des Gebietes. Neben den Wahlbeobachtern Kaliningrader Parteien und gesellschaftlicher Organisationen, reisen auch ausländische Wahlbeobachter an. Insgesamt reisen nach Russland für die Gouvernerswahlen 28 Beobachter aus 13 Ländern: Belgien, Bulgarien, Irland, Spanien, Italien, Lettland, Niederlande, Slowakei, USA, Frankreich Tschechien, Schweiz und Südkorea. Wer von diesen Beobachtern konkret nach Kaliningrad reist, ist bisher noch nicht bekannt. Der Europaabgeordnete Andrej Elissen kommentierte, dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, die Wahlen in Russland zu diskreditieren. Die Aufgabe der Wahlbeobachter ist es, keine der Positionen der beiden Seiten zu besetzten, sondern das zu berichten, was man zu sehen bekommen.
 
 
06.09.2017 – Fristverlängerung erbeten – warum wundert das niemanden?
Die Auftragnehmer für die Rekonstruktion der Hölzernen Brücke und der Hohe Brücke haben darum gebeten, die Übergabetermine für die Brücken nach hinten zu verschieben. Darüber informierte der Bürgermeister Alexander Jaroschuk. Wie der Bürgermeister kommentierte, sind die vertraglich vereinbarten Fristen für die Übergabe beider Brücken im Dezember. Mündlich wurde vereinbart, die Eröffnung der Brücken schon im November vorzunehmen. Die bauausführenden Firmen hatten versprochen, den Termin im November zu erfüllen. Nun erklärten die Firmen, ihr Versprechen nicht einhalten zu können. Der Bürgermeister will wieder auf die Baustellen fahren um zu schauen, warum die Firmen Versprechen nicht erfüllen. Gleichzeitig bedauerte der Bürgermeister zum wiederholten Male die Bewohner der Insel, die seit Monaten erschwerten Bedingungen für Leben und Arbeiten ausgesetzt sind.
 
 
06.09.2017 – Schuldnern geht es immer schlechter
Endlich scheint man ernsthaft denjenigen Grenzen aufzuzeigen, die in den vergangenen Jahren bewusst Dienstleistungen genutzt und dafür nicht bezahlt zu haben. Die Kaliningrader Kommunaldienstleister haben eine schwere Zeit hinter sich, wo einerseits gefordert wurde, dass man Strom, Wasser und Gas pünktlich und in hoher Qualität liefert, aber andererseits dafür kein Geld bezahlt wurde. Auch ließen es gesetzliche Regelungen nicht zu, so gegen die Schuldner vorzugehen, wie dies jetzt möglich ist. Nun teilt „JantarEnergo“ mit, dass man in den letzten zwei Monaten 2.685 Schuldnern den Strom abgedreht habe. Diese hatten Schulden in Höhe von 40 Mio. Rubel. 24 dieser Schuldner hatten Außenstände von mehr als 100.000 Rubel angesammelt. Der größte Schuldner war ein Bürger aus einem Dorf im Kreis Gurewsk. Seine Verpflichtungen beliefen sich auf 800.000 Rubel. Dem Schuldner wurde bereits mehrmals der Strom abgeschaltet, dieser hatte jedoch immer wieder Wege gefunden, sich schwarz wieder in das Netz einzuklinken. Da auch hier die Gesetzeslage nicht ganz klar ist, wurden Spezialisten beauftragt zu prüfen, welchen Tatbestand diese Handlungen erfüllen. Die Abschaltung von Strom erfolgt erst nach einer lange laufenden Verwarn-Prozedur. Erfolgt eine Abschaltung, so kann die Zuschaltung erst wieder nach vollständiger Bezahlung aller Schulden und einer sehr großen Bearbeitungsgebühr (Vorkasse) für die neuerliche Zuschaltung wieder erfolgen.
 
06.09.2017 – Gasprom quält sich mit Hotelverkauf
Wieder einmal hat Gasprom eine Bauruine, die ehemals ein Hotel am Strand der Ostsee in Selenogradsk werden sollte, zum Verkauf ausgeschrieben. Alle vorherigen Versuche, den Hotelrohbau, der vor wenigen Monaten brannte, zu einem horrenden Preis zu verkaufen, sind fehlgeschlagen. Der Anfangspreis für die jetzige Verkaufsaktion liegt bei 156 Mio. Rubel und kann in Schritten von 2,33 Mio. Rubel unterboten werden. Mindestverkaufspreis liegt bei 78 Mio. Bietet niemand diese Summe, wird der Rohbau wohl noch weiter von Gasprom betreut werden müssen. Der Käufer der Ruine hat allerdings nicht das Recht, mit dem Gebäude zu machen, was er will. Die Baugenehmigung, die er mit dem Kauf übernimmt, lautet auf „Sanatorium- und Gesundheitskomplex“. Das Gebäude hat eine Fläche von 2.317 Quadratmeter und hat einen Fertigstellungsgrad von 59 Prozent. Das dazugehörige Grundstück umfasst eine Fläche von 6.510 Quadratmeter. Seit 2005 steht das Gebäude im unvollendeten Zustand direkt am Strand der Ostsee.
 

05.09.2017 – Burg Brandenburg wird restauriert
Die in der Nähe der Siedlung Uschakowo gelegene Burg Brandenburg wird restauriert. Die Arbeiten haben bereits begonnen. Darüber informierte die Pressestelle der Kaliningrader Gebietsregierung. Die Arbeiten wurden durch die NordWest-Direktion des Ministeriums für Kultur der Russischen Föderation in Auftrag gegeben. Bisher wurden 13 Mio. Rubel für die Arbeiten zur Verfügung gestellt. Für dieses Geld werden die tragenden Mauern der Burg in einem Gesamtumfang von 3.380 Quadratmetern wiederhergestellt.
Die Burg Brandenburg wurde im Jahre 1266 errichtet und steht auf dem Hochufer des Kaliningrader Haffs. Es handelt sich um eine der wichtigsten Befestigungsanlagen der Komturen des Teutonischen Ordens. Im Jahre 1776 begann man die Burg abzureißen, um die Steine anderweitig zu verwenden.
 
05.09.2017 – Konzern Jungheinrich lässt sich in Kaliningrad nieder
Im März wurden von Vertretern des Konzerns „Jungheinrich“ erste Gespräche über eine mögliche Niederlassung im Kaliningrader Gebiet geführt. Jetzt wurde das erste Großlager der Firma in Kaliningrad eröffnet. Gelagert werden hier sowohl Be- und Entladetechnik, wie auch Ersatzteile. Jungheinrich plant eine Ausweitung seiner geschäftlichen Aktivitäten in Russland und hat sich Kaliningrad hierfür als Startbasis ausgesucht. Wie der Generaldirektor von Jungheinrich-Russland Ljuk Snaiders informiert, wird das Kaliningrader Lager strategischer Ausgangspunkt der Firma sein, um hier all das zu Lagern, womit man die Kunden in Russland versorgen will. Kaliningrad demonstriert gegenwärtig ein hohes Tempo der wirtschaftlichen Entwicklung. Und an diesem Trend will die Firma Jungheinrich rechtzeitig teilnehmen.
 
Foto (Jungheinrich): Lager in Kaliningrad für die Belieferung des russischen Marktes
 
05.09.2017 – Zoll fixiert intensiven aber rückläufigen Grenzverkehr
Seit Anfang des Jahres haben 2,5 Mio. Personen die russisch-polnische Grenze überquert. Darüber informiert die Kaliningrader Zollverwaltung. Weiterhin passierten 1,4 Mio. Fahrzeuge die Grenze zwischen den beiden Ländern. Wie der Zoll analysiert hat, ist die Tendenz rückläufig, denn im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten drei Mio. Personen mit 1,7 Mio. Fahrzeuge die Grenze passiert. Der Rückgang des Grenzverkehrs wird auf die Einstellung des kleinen visafreien Grenzverkehrs zwischen Polen und dem Kaliningrader Gebiet zurückgeführt. Wie durch den russischen Zoll hervorgehoben wurde, passierte in den Sommermonaten kein einziger ernster Grenzzwischenfall.
 
05.09.2017 – Neuer Hypermarkt eröffnet
Die Kaliningrader Gebietsregierung hat die Eröffnung des neuen Hypermarktes der französischen Handelskette  „Leroy Merlin“ genehmigt. Der Hypermarkt wurde am Stadtrand von Kaliningrad, am Ende der ul. Newskowo an der alten Straße zum Airport errichtet. Der Hypermarkt hat eine Fläche von 17.000 Quadratmetern und steht auf einem Grundstück von 70.000 Quadratmetern. Die Baugenehmigung wurde im März 2017 erteilt. Seit Ende August sucht der neue Markt Personal. Die Eröffnung für die Kunden erfolgt noch in diesem Jahr. Der Konzern „Leroy Merlin“ ist ein internationaler Einzelhandelskonzern für den Handel mit Baumaterialien und Waren für Haus und Garten. Insgesamt wurden in Russland bisher 30 Märkte eröffnet. 13.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen.
 
Foto: Neuer Hypermarkt für Baumaterialen und Gartenbedarf am Stadtrand von Kaliningrad

 

04.09.2017 – Weltmeisterschaft der Feuerwerker hat in Kaliningrad begonnen
Zum zweiten Mal finden in Kaliningrad die Weltmeisterschaften der Feuerwerker statt. Ehemals war geplant, dass jährlich ein anderer Kreis des Kaliningrader Gebietes diese Meisterschaften ausrichten soll, in der Praxis hat es sich wohl aber als zweckmäßig erwiesen, doch wieder die Wettbewerbe in Selenogradsk auszurichten. Am ersten Tag der Weltmeisterschaft zeigten die Feuerwerker aus der Slowakei und aus Lettland ihr können. Die Wettbewerbe werden nun an jedem Samstag im September fortgesetzt. Das Wetter war ungünstig für die ersten Mannschaften, denn es regnete. Trotzdem waren die Veranstaltungen sehr gut besucht. Die Veranstalter hatten aus einigen organisatorischen Unzulänglichkeiten im Vorjahr die richtigen Schlussfolgerungen gezogen, so dass es zu keinerlei Staus oder sonstigen Transportproblemen kam. An den kommenden Samstagen werden Mannschaften aus den Niederlanden, Bulgarien, Portugal, Kroatien, Kasachstan und Spanien auftreten. Das Informationsportal „kaliningrad.ru“ hat zwei Fotogalerien auf seiner Seite freigeschaltet:
 
 
04.09.2017 – Neuer Chef des Marineinstituts in Kaliningrad
Am Wochenende wurde der neue Kommandeur des Kaliningrader Marineinstituts durch den Chef der Seekriegsakademie Vizeadmiral Wladimir Kosatonow vorgestellt. Der neue Kommandeur des Instituts ist Konteradmiral Wjatscheslaw Sytnik, der auf eine große operative Laufbahn in den Seestreitkräften zurückblicken kann. Der neue Leiter ist Jahrgang 1967 und gebürtiger Kaliningrader. 1991 beendete er die Militärhochschule und durchlief verschiedene operative Dienststellungen. 2003 beendete er die Militärakademie. Bevor er nach Kaliningrad versetzt wurde, diente er als stellvertretender Stabschef der russischen Pazifikflotte.
 
 
04.09.2017 – Badesaison in Kaliningrad beendet
Die Kaliningrader Stadtverwaltung hat per Erlass die Badesaison in Kaliningrad für beendet erklärt. Ab sofort ist also das Baden in den Kaliningrader Gewässern wieder verboten. Im letzten Drittel des August waren die Nachttemperaturen in Kaliningrad schon auf bis zu 12 Grad gefallen und die Wassertemperatur betrug nur noch bis zu 16 Grad. Deshalb hat man sich entschlossen, im Interesse der Gesundheit, die Badesaison früher zu beenden, als dies in den Vorjahren war.
 
 
04.09.2017 – Haus der Räte hat einen neuen Interessenten
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow informierte, dass es eine neue Person gäbe, die bereit ist, das Haus der Räte den bisherigen Besitzern abzukaufen. Der Gouverneur wollte keine Einzelheiten zu dem Interessenten mitteilen, meinte aber, dass die Person eng mit der Gebietsregierung am Endausbau des Hauses und an der Erarbeitung eines vernünftigen Nutzungskonzeptes zusammenarbeiten will. Gegenwärtig werden noch Gespräche geführt, aber ein vorläufiger Kaufvertrag ist bereits unterzeichnet. Der Gouverneur informierte, dass bereits im kommenden Jahr in dem Gebäude ein Kinofestival stattfinden soll. Auf die Frage, ob der neue Investor vollständig über das Haus verfügen wird, antwortete der Gouverneur, dass man nicht plane, die 15 Prozent Anteil, den die Regierung hat, zu verkaufen. Somit handelt es sich um 85 Prozent Hausanteile, die einer Privatperson gehören.
 
 
Klicken Sie auf die Grafik, um zum Artikel zu kommen.
 

03.09.2017 – Restaurierung der „Kämpfenden Bisons“ abgeschlossen
In Kaliningrad ist die Restaurierung der „Kämpfenden Bisons“, ein altdeutsches Denkmal im Stadtzentrum am Prospekt Mira abgeschlossen worden. Wesentliche Arbeiten waren die Beseitigung von Rissen im Postament, auf dem die beiden prächtigen männlichen Tiere stehen. Interessant war die Mitteilung, dass an den Tieren selber auch Beschädigungen beseitigt worden, die noch aus der Zeit der Kämpfe um Königsberg im April 1945 stammten. Das Denkmal wurde im Jahre 1911 aufgestellt. Insgesamt dauerten die Instandsetzungsarbeiten anderthalb Monate. Insgesamt werden in diesem Jahr vier Denkmäler, die sich in föderaler Verantwortung befinden und aus deutschen und sowjetischen Zeiten stammen, instandgesetzt. Hierzu gehört das Schiller-Denkmal vor dem Schauspielhaus, der memoriale Komplex in der Siedlung Pereslawsk und der Obelisk des Ruhmes der russischen Waffen in Bagrationowsk.
 
Foto: Denkmal der kämpfenden Bisons – wer die restaurierten Tiere sehen will, dem empfehlen wir einen Besuch in unserer Stadt
 
03.09.2017 – Traurige Statistik der Regionalverantwortlichen
Die Kaliningrader Regionalverantwortlichen informierten, in welche Kreisen und Städten des Kaliningrader Gebietes es die meisten Toten durch Alkoholmissbrauch gibt. Die meisten Fälle der Vergiftung durch Alkohol traten in diesem Jahr in Prawdinsk, Tschernajchowsk und Polessk auf. Positiv vermerkt wurde, dass die Todesfälle im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch seit 2014 rückläufig sind. Wesentliche Gründe für den Alkoholmissbrauch im Gebiet sind, nach Ansicht des Vizegouverneurs Ilja Barinow, die Arbeitslosigkeit, das Fehlen von Freizeitmöglichkeiten und der ungenügende Kampf gegen die Produktion und den Verkauf von illegalen Alkohol. Im Zeitraum 2012-2016 sank der Alkoholkonsum pro Kopf der Bevölkerung von 11,1 auf 6,2 Liter.
 
 
03.09.2017 – Deutscher Rentner an Grenze festgenommen
Mal wieder ist ein Ausländer durch polnische Grenzer festgenommen worden. Es handelt sich diesmal um einen 76jährigen Rentner, der naiv oder provokativ mit seinem Fahrrad in den polnischen Grenzstreifen eingefahren ist. Er wollte einfach nur eine Spazierfahrt entlang der Grenze machen – erklärte er den polnischen Grenzern bei seiner Festnahme. Er war mit dem Fahrrad zu einer Exkursion unterwegs und entschied sich kurzfristig mal nachzuschauen, wie die Außengrenze der Europäischen Union zu Russland aussieht. Er erklärte den polnischen Grenzern, dass er sich keiner Schuld bewusst ist. Für den kurzen erfolglosen Ausflug in den Grenzstreifen, wurde er durch die polnischen Grenzbehörden zur finanziellen Verantwortung herangezogen.
 
03.09.2017 – Kaliningrad hat neues repräsentatives Schulgebäude erhalten
Direkt am Platz des Sieges in Kaliningrad wurde ein weiteres repräsentatives Gebäude der russisch-orthodoxen Kirche eingeweiht. Es handelt sich um ein Gymnasium, welches durch den Patriarchen Kirill, der sich gegenwärtig in Kaliningrad aufhält, geweiht wurde. Im Gymnasium befinden sich zwei Schauspielsäle, zwei choreografische Klassen, eine Kunstschule, ein Sportsaal sowie eine Vielzahl von Unterrichtsräumen. Der russische Patriarch zeigte sich hochzufrieden, dass sich einer seiner Träume erfüllt habe und in Kaliningrad, gleich neben zwei weiteren großen Gebäuden der Kirche, ein derartig repräsentatives Nutzobjekt eingerichtet werden konnte. Das Gebäude wurde durch Spenden des Gründers der Fahrzeugholding „Avtotor“ Wiktor Scherbarkow gebaut. Im Gymnasium sind gegenwärtig 280 Schüler registriert.
 
Foto: Gebäude des neuen russisch-orthodoxen Gymnasiums im Stadtzentrum Kaliningrads
   
Wir schreiben schon den Monat September und unsere ständigen Leser wissen, dass wir immer zum Monatsanfang eine Umfrage schalten. Dezent möchten wir darauf hinweisen, dass wir dies auch in diesem Monat nicht vergessen haben. Sie sollten also wieder aktiv werden, den Pfeil ihrer Mous zielgerichtet an den linken Rand zu diesem Artikel führen und dort eine der drei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten anklicken. Sie haben doch sicher eine Meinung zu den Sanktionen, die seit 2014 gegenseitig verhängt, regelmäßig verlängert und verschärft werden – oder?
 
 
03.09.2017 – Russland besorgt über Kanal-Baupläne Polens
Das russische Umweltschutzministerium hat sich besorgt zu den Plänen Polens gezeigt, im Bereich Baltiskaja Kosa einen Kanal zu bauen. Der russische Minister Donskoi hat seinem polnischen Amtskollegen dies in einem Brief mitgeteilt. In dem Brief wird auf nicht vorhersehbare Schäden hingewiesen, die im Ergebnis des Kanalbaus entstehen könnten. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass, wenn dieser Kanals gebaut wird, auch erhebliche Bauarbeiten zur Uferbefestigung durchgeführt werden müssen, damit die Landzunge nicht schrittweise weggespült wird und der bisherige Wasserweg, den Schiffe benutzen, nicht versandet. Der bisherige Zustand ist nicht geeignet für große Schiffe. Polen plant aber, den Kanal so auszubauen, dass große Schiffe den Hafen in Elblong anlaufen können. Dies bringt erhebliche Einschnitte in die bestehende Ökologie mit sich. In dem Brief wird auch auf die Vielzahl der Vogelarten hingewiesen, die sich im Bereich Baltiskaja Kosa aufhalten und die vermutlich mit dem Bau des Kanals abwandern werden. Jährlich nutzen bis zu 20 Millionen Vögel die Strecke über Baltiskaja Kosa um aus Russland, Finnland, den baltischen Ländern nach Mittel- und Südeuropa zu fliegen. Die russische Seite hofft auf ein verantwortungsvolles Verhalten der polnischen Seite in dieser Angelegenheit und verweist auf polnische Verpflichtungen, die sich aus der internationalen Umweltkonvention ergeben.
 
Karte: Geplanter Kanalbau im polnischen Teil von Baltiskaja Kosa

 

02.09.2017 – Ex-Verband der RusslandDeutschen in Kaliningrad erneut verurteilt
Wie die Informationsagentur REGNUM berichtet, wurde die Gesellschaft der RusslandDeutschen „Eintracht“ (Ausländischer Agent), durch Gerichtsbeschluss wiederum zur Zahlung einer Strafe von 350.000 Rubeln verurteilt. Eine entsprechende Verurteilung wegen Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen in Höhe von 400.000 Rubel, wurde bereits im Frühjahr 2017 ausgesprochen und dann von einer gerichtlichen Instanz gekippt. Am 31. August hat sich eine weitere gerichtliche Instanz in Kaliningrad mit diesem Fall beschäftigt und das o.g. Urteil gefällt. Die Organisation „Eintracht“ unter Führung von Viktor Hoffmann wird beschuldigt, in ihrer Arbeit nicht die Statuten der Organisation und die eingegangenen Verpflichtungen zur unpolitischen Arbeit beachtet zu haben. Gegenwärtig ist diese Organisation nicht mehr offizieller Vertreter der RusslandDeutschen im Kaliningrader Gebiet.
 
02.09.2017 – Merkwürdig stabiles durchschnittliches Rating
Wenige Tage vor den in Kaliningrad stattfindenden Gouverneurswahlen, gibt einem ein offizielles föderales Rating der Gouverneure ausreichend Stoff zum nachdenken. Seit Monaten verändert sich das Rating für den jungen Kaliningrader amtsführenden Gouverneur nur unmerklich. Er ist nach wie vor Durchschnitt und belegt sogar einen Platz unter allen russischen Gouverneuren, der noch zu Zeiten seines Vorgängers als „Platz in der Todesgruppe“ bezeichnet wurde – also Kandidat für eine Ablösung. Davon ist in diesem Fall wohl kaum auszugehen und so steht die Frage, warum sich dieses Rating nicht bewegt.
 
 
02.09.2017 – Rekonstruktion des Süd-Bahnhofes fast abgeschlossen
Die Kaliningrader Eisenbahn informiert, dass die Rekonstruktion des Hauptbahnhofes, bekannt als Süd-Bahnhof fast vollständig abgeschlossen ist. Der Erfüllungsstand der Arbeiten wird mit 85 Prozent beziffert. Die Hauptinstandsetzung des Bahnhofes erfolgt durch föderale Förderprogramme im Rahmen der Vorbereitung der Stadt auf die Fußball-Weltmeisterschaft. Die restlichen Arbeiten sollen bis Ende Dezember 2017 erledigt sein. Die Arbeiten betrafen die Wartesäle, den Bereich der Kassen für den Verkauf von Tickets und die Bahnsteige. Weiterhin wurden die technischen Einrichtungen und Versorgungsleitungen erneuert, das Navigationssystem und das Informationssystem für die Passagiere. Weiterhin wurde die medizinische Betreuungsstation renoviert, alle sanitären Einrichtungen sowie die Gepäckaufbewahrung. Im weiteren ist die Aufstellung von elektronischen Warteschlangen geplant, welche zur beschleunigten Abfertigung der Kunden führen soll. Besonderes Augenmerk wurde auf die Erhöhung der Sicherheit und die Eingangskontrolle gelegt. So wurde neben dem Haupteingang ein gesondertes Zimmer geschaffen für die individuelle Kontrolle von Passagieren, wenn dies erforderlich ist. Ebenso erfolgt die Kontrolle aller Passagiere beim Betreten des Gebäudes durch einen Metalldetektor. Im gesamten Bahnhofsgebäude wurden 209 Videokameras installiert. Zu den weiteren Verbesserungen gehören auch die Einrichtung von Auffahrten für mobilitätseingeschränkte Passagiere sowie von speziellen Fahrstühlen im Tunnel zu den Bahnsteigen. Weiterhin wird es für diese Passagiere gesonderte sanitäre Einrichtungen und Hotelzimmer im Bahnhof geben.
 
02.09.2017 – Fassadenrekonstruktion ist eine Katastrophe in Kaliningrad
Die an den ersten drei Häusern auf dem Leninski-Prospekt in Kaliningrad durchgeführte Fassadenkonstruktion ist eine einzige Katastrophe – meint der Berater des Rektors des Moskauer Architekturinstituts Sergej Schurakow in einem Interview mit dem Radiosender „Baltik Plus“. Natürlich ist ihm klar, dass der Autor dieses Projektes den Willen des Auftraggebers umgesetzt hat. Aber das, was sich hier Hansestil nennt, kann man nur als Katastrophe und als unprofessionell bezeichnen – so Schurakow. Er habe sich diese ersten drei Gebäude genau angesehen und es ist völlig klar, dass hier kein gelernter Architekt am Werke war. Vermutlich war es irgendein Künstler-Dekorateur, mit einem, nicht sehr gut ausgeprägten Geschmack. Wie kann man nur Schaumstoffdekoration an sowjetische Fünfetager hängen und meinen, das ist schön – kritisierte der Berater des Rektors.
 
Foto: Drei „Chruschowkas“ wurden in Kaliningrad Mitte 2017 fassadenrekonstruiert. Die Kosten beliefen sich auf 50 Mio. Rubel
 
02.09.2017 – Erste konzeptionelle Vorstellungen für das Haus der Räte
Für das „Haus der Räte“ werden erste konzeptionelle Vorstellungen für den Zeitraum entwickelt, wenn es baulich fertiggestellt und in Nutzung überführt ist. Es gibt Überlegungen, ein Kinofestival, ähnlich dem in Sachalin (Osten Russlands) zu organisieren. Wie die Ideengeber mitteilten, soll es bereits mit der Gebietsregierung eine Absprache geben, das erste Festival im Herbst 2018 durchzuführen. Weiterhin soll im Gebäude ein Hotel eingerichtet werden und ein Businesszentrum. In diesem Zentrum sollen zwei, drei große Firmen unterkommen. Im wesentlichen sollen aber kleine Unternehmen und Start-Ups hier ein Domizil erhalten. In den ersten drei Etagen des Gebäudes könnte dann das Festival-Zentrum untergebracht werden mit zwei Kinosälen. Weiterhin könnten im Gebäude kleinere Art-Projekte Unterschlupf finden, sowie Theater und musikalische Clubs.
 
02.09.2017 – Düstere Zukunft für Nahverkehr in Kaliningrad
Der Monat September könnte für einen Großteil der privaten Transportunternehmer im öffentlichen Nahverkehr in Kaliningrad zum Schicksalsmonat werden. Versicherungsgesellschaften sind nicht mehr bereit, dem „Schrott auf Rädern“ eine Kasko-Versicherung zu gewähren. Ohne Versicherung dürfen aber diese Busse keine Transporte mehr durchführen. Wie Kaliningrader Regionalmedien mitteilen, sind davon sieben Busse der stadteigenen Firma „GorTrans“ betroffen. Die Firma „West Lain“ konnte bisher fünf Busse nicht bei den regionalen Versicherungsgesellschaften unterbringen. Betroffen von diesem Dilemma sind auch die sogenannten „Marschrutkas“, Linientaxis mit maximal 13 Sitzplätzen, die ausschließlich von privaten Transportunternehmern betrieben werden.
Die Kaliningrader Transportunternehmer haben ihre eigene Version, weshalb die Versicherungsgesellschaften, trotz gesetzlicher Pflicht, die Fahrzeuge nicht versichern. Man will auf den föderalen Gesetzgeber Druck ausüben, damit dieser die Tarife für eine Versicherung freigibt.

 

01.09.2017 – Der Elefant erwies sich als Mücke
Vor einigen Tagen gingen Meldungen durch die Kaliningrader Regionalmedien über die massenhafte Einberufung von männlichen Bewohnern zu Reserveübungen im Rahmen des anstehenden Manövers „Sapad-2017“. Beim lesen all der Meldungen konnte man den Eindruck gewinnen, dass es sich um eine verdeckte Mobilmachung handelt und kaum noch männliche Arbeitskräfte in den Kaliningrader Unternehmern übrigbleiben werden. Nun meldet das Regionalportal „newkaliningrad“ unter Bezugnahme auf kommunale Quellen, dass insgesamt nur bis zu 800 männliche Personen eine Einberufung erhalten haben. Diese sollen eine Gruppierung für die Territorialverteidigung bilden.
 
 
01.09.2017 – FSB hindert Kaliningrader Beamten am Geld verdienen
Der russische Sicherheitsdienst FSB hat einen Kaliningrader Beamten daran gehindert, neben seinem normalen Gehalt auch noch zusätzliche Gratifikationen, volksmundlich auch Schmiergeld genannt, zu erhalten. Verhaftet wurde der stellvertretende Leiter der Wasseraufsicht des Kreises Gwardejsk. Er wird beschuldigt, im Juli 2017 100.000 Rubel dafür erhalten zu haben, dass er Liegeplätze am Ufer des Pregel im Bereich der ul. Portowaja in Kaliningrad genehmigt hatte. Der FSB wartete mit der Verhaftung bis zu dem Moment, wo der Beamte die Schmiergelder in Händen hielt und griff dann zu.
 
01.09.2017 – Licht aus! 460 Unternehmen wurde der Schalter umgelegt
Der Kaliningrader Stromerzeuger „JantarEnergoSbyt“ hat 460 Unternehmern den Strom abgedreht. Grund hierfür waren unbezahlte Rechnungen. Dies ist die Statistik, die das Unternehmen für die ersten acht Monate dieses Jahres vorlegt. Insgesamt schuldeten die Unternehmen die Gesamtsumme von 270 Mio. Rubel, wobei ein Unternehmen schon Schulden von 80 Mio. in diese Gesamtsumme einbrachte. Schuldner waren sowohl Großunternehmen, wie auch kleine Einzelunternehmer.
 
 
01.09.2017 – FIFA informiert über die Rundreise des Fußball-Pokals zur WM 2018
Am 12. Oktober 2017 wird der Fußball-Pokal, den der Sieger in der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 erhalten wird, in Kaliningrad, einer der Ausrichterstädte, eintreffen. Insgesamt wird der Pokal bis Dezember in 15 russischen Städten gezeigt werden. Ab Januar wird der Pokal weltweit auf Reisen gehen und mehr als 50 Länder auf allen Kontinenten besuchen. Im Mai 2018 kehrt der Pokal dann nach Russland zurück und wird in weiteren neun Städten gezeigt.
 
 
01.09.2017 – Kaliningrad soll neue kulinarische Hauptstadt Russlands werden
Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow träumt davon, dass Kaliningrad den Titel „Gastronomische Touristenhauptstadt Russlands“ erhält. Dies erklärte er während eines Forums, welches dem Street Food gewidmet war. Kaliningrad verfügt über Dinge, mit denen man andere beeindrucken kann. Hierzu gehört die Gastronomie und die Entwicklung des Street Food – viele arbeiten daran und eines der Ereignisse, die bereits jetzt organisiert werden, ist das „Street Food Festival“ in Kaliningrad. In seiner Meinung wurde er durch den regionalen Minister für Tourismus und Kultur Andrej Jermak unterstützt. Dieser meinte, dass die Kaliningrader Restaurantbetreiber ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gefunden haben. Nach seiner Meinung, sind in Kaliningrad viele Geschmacksrichtungen vertreten – namentlich nannte er Restaurantformate nach litauischem, polnischen und deutschem Vorbild. Natürlich gibt es auch ausreichend russische Restaurants, die von Investoren aus allen Regionen Russlands betrieben werden.
 
 
01.09.2017 – Bekanntester Kaliningrader Historiker macht wieder von sich reden
Wieder einmal hat Sergej Trifonow, der wohl bekannteste Kaliningrader Historiker, etwas Sensationelles im Lasch-Bunker gefunden und dies der sensationshungrigen Öffentlichkeit kundgetan. Noch sind nicht alle Löcher, die er im vergangenen Jahr in den Lasch-Bunker gebohrt hatte, um eine Sonde durchzuschicken, wieder zementiert worden, hat er schon wieder neue Bohrungen vorgenommen und dabei eine eingemauerte Safe-Tür entdeckt. Nun wartet er auf die Genehmigung, dass er diese Tür öffnen dürfe. In dem Safe könnten sich wertvolle Dokumente befinden – so der Hobby-Historiker und Verursacher von vielen sensationellen Enthüllungen rund um den Lasch-Bunker und das Bernsteinzimmer. Alle seine bisherigen Entdeckungen erwiesen sich allerdings alle als „Schall und Rauch“. Erst vor einem Jahr meldete er, dass er noch einen kleinen Bunker gefunden haben will, in dem sich jede Menge wertvoller Sachen befinden. Dann tauchten Dokumente auf, die Hinweise auf sechs unterirdische Geheimgänge aus dem 15. Jahrhundert geben sollten, die alle in Richtung Königsschloss und Lasch-Bunker führen. Wie der stellvertretende Leiter des Kaliningrader Kunsthistorischen Museums Anatoli Balujew informierte, hat bisher niemand von den Erforschern all dieser Geheimnisse, wirkliche wissenschaftliche Beweise vorgelegt, dass sich unter dem Lasch-Bunker irgendwelche Geheimnisse befinden.
 
 
Reklame

Wochenblatt

   Kommentare ( 15 )

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. September 2017 01:25:58

02.09.2017 – Fassadenrekonstruktion ist eine Katastrophe in Kaliningrad

Ach du liebes Lottchen ...
Wenn das stimmt, dann bekommt der Staatsanwalt wieder Arbeit und das nicht zu knapp. Mal ganz von dem Korrumpelgeld abgesehen, in spätestens fünf Jahren sind die ersten Schaumstoffzacken aus der angeblichen Hanse-Hausfront wieder raus gebrochen.
Geht denn da während der Bauarbeiten nicht mal ein kundiger Vertreter oder Beauftragter des Auftraggebers auf die Baustelle und schaut sich den Murks an, den die Handwerker wohl auftragsgemäß verzapfen?

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. September 2017 04:55:01

... hm, eigentlich wollte ich das ja nicht schreiben. Aber die Meldung hat noch einen Hintergrund ... Der Architekt für diese drei Häuser war der ehemalige "Haus- und Hofarchitekt" von N. Zukanow, dem Ex-Gouverneur. Und der hat wirklich keine Ausbildung als Architekt und er ist derjenige, der die Wiederherstellung des Königschlosses fordert ... lange Rede kurzer Sinn. Hier geht es weniger um Fassaden als vielmehr um (Personal)Politik.

.g Radeberger Veröffentlicht: 2. September 2017 01:36:53

"... weshalb die Versicherungsgesellschaften, trotz gesetzlicher Pflicht, die Fahrzeuge nicht versichern."

Das wäre eine Variante.
Die andere, die mir da einfällt, wäre, daß die Versicherungen zu hohe Kosten und Folgekosten bei Unfällen mit den rollenden Schrottkästen haben. Ich weiß nicht, wie das im russischen Recht ist, ob die Versicherungen zivil- und/oder auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, weil sie wider besseren Wissens durch die Versicherung dem Schrottmobil die Möglichkeit gegeben haben, auf der Straße ihr Unwesen zu treiben.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 2. September 2017 04:52:45

... ich kenne mich nicht so gut aus in den relativ neuen gesetzlichen Bestimmungen zur KASKO in Russland. So wie ich verstanden habe, sind die Prämien relativ klein, aber die Kosten im Versicherungsfall natürlich hoch. Und die Versicherungsgesellschaften wollen den Gesetzgeber jetzt irgendwie "erpressen". Die ganze KASKO ist sehr stark umstritten.

Frank Werner Veröffentlicht: 5. September 2017 22:29:47

@Ausländische Wahlbeobachter reisen an
Interessant für den interessierten Beobachter, welcher Partei der Europaabgeordnete Andrej Elissen angehört.

Von Bedeutung sind aber nur Wahlbeobachter der OSZE. Sind übrigends auch bei der BTW im September aktiv.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 6. September 2017 07:29:59

... ich habe auch mal kurz geyandext und konnte den Abgeordneten Andrej Elissen nicht finden. Das kann aber daran liegen, dass ich den Namen aus dem Russischen nicht so übersetzt habe, wie ihn die Suchmaschinen benötigen (also nur phonetisch). Mir wurden aber auch keine Alternative bei der Suche angeboten. Letztendlich aber auch egal. Mit der von mir zitierten Aussage von ihm habe ich persönlich auch kein Problem. Ich persönlich glaube an keine Wahlmanipulation in Kaliningrad, weil sie, bei den, wie üblich alternativlosen Wahlen, völlig sinnlos wären. Vielleicht versuchen die Oppositionsparten irgendwie zu schummeln (nicht zu manipulieren), damit wenigstens ein paar Stimmen kommen ...

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 8. September 2017 23:20:37

@Mund zugenäht ... Hungerstreik ...
Das Konzept hört sich schlüssig an.

boromeus Veröffentlicht: 9. September 2017 22:34:35

"Außerdem war Königsberg keine besonders gute Stadt zum leben."Der muss es ja wissen ,mit seinen knapp über 30 Jahren.Sein marodes Strassennetz zerreisst jedes Autofahrwerk Sein Stadtzentrum in dem es nach verbranntem Motoröl stinkt, von mehr Dreckschleudern,die jeden Tag die Atemluft mit Russ und Stickoxyden verpessten ,als in der 4 Millionenstadt Berlin.Sein marodes Trinkwassernetz ,dessen Wasser nicht trinkbar ist und die trostlosen "Cruschowskas" der 60ger Jahre tragen heute sicherlich zur guten Lebensqualität bei.17 Parks waren dereinst die grüne Lunge ,deren Erhaltung man ja auch für nicht so wichtig hielt.Über Geschmack kann man vortrefflich streiten. Die neuen Fassaden verbreiten meiner Ansicht mehr Flair ,als die sozialistischen Einheitskästen es je geschafft haben. In deren
Grünanlagen ich meine Kinder nicht spielen lassen würde vor lauter Lebensqualität.
Wenn es ihm so stinkt ,warum schafft man dann erst diese Pseudokulisse?Der Rest dahinter bleibt nämlich marode..

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. September 2017 23:39:27

... Sie waren längere Zeit nicht in Kaliningrad?

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 9. September 2017 23:32:12

@Fassadenrekonstruktion
Ich kann das auch nicht empfehlen, das sieht irgendwie nicht gut aus. Man kann nicht immer in der Vergangenheit leben, die Häuser lassen sich sicher auch "modern" restaurieren, und Neubauten dürfen auch wie Neubauten aussehen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 9. September 2017 23:38:13

... vor kurzem hatte ich eine Diskussion bei mir im Office, wo es um dieses Thema ging. Dann stand die Frage, welche Architektur angewandt werden soll und alle Anwesenden waren sich einig: die russische Architektur. Und ich fragte dann: "Und wie sieht die aus?" Bis zum Ende unserer Besprechung hatten wir keine Antwort darauf gefunden.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 10. September 2017 02:00:38

@russische Architektur
Ich denke so was gibt es gar nicht mehr, ebenso wenig weine deutsche oder amerikanische. Es gibt vielmehr Unterschiede in den Regionen der Länder. Soweit es in Kalinigrad noch erhaltenswerte Fassaden gibt, lohnt es sie stehen zu lassen um sie modern zu hinterbauen, aber Plattenbauten mit "alten "Fassadenimitaten zu versehen ist schräg. Ein Mix aus modern und klassisch würde Kalinigrad eher gerecht werden. Modern darf gerne überwiegen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. September 2017 02:03:37

... na, dann schau´n wir mal, was der Gebiets- und Stadthaushalt so sagt ...

boromeus Veröffentlicht: 10. September 2017 11:29:32

.. Sie waren längere Zeit nicht in Kaliningrad? Ja, stimmt Herr Niemeyer.Ist erst 72 Stunden her.Eine sehr lange Zeit....

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. September 2017 13:13:05

... na, dann haben wir unterschiedliche Wahrnehmungen. Ich schaue immer auf die Gesamtentwicklung, die ich seit 1995 mitverfolgen konnte. Da beurteilt man natürlich vieles anders als die Besucher, die sich temporär in der Stadt bzw. dem Gebiet aufhalten.

boromeus Veröffentlicht: 10. September 2017 17:59:59

."na, dann haben wir unterschiedliche Wahrnehmungen".Mag wohl sein,ändert die Tatsachen aber nicht.Wann waren Sie zuletzt auf dem Leninski Prospekt.Haben mal hinter die "Fassadenrekronstruktion gesehen ?Nüscht gemacht!Wann sind Sie,der keine Fahrerlaubnis besitzt, das letzte Mal 1500 km durch Stadt und Oblast gefahren und können fachlich den Strassenzustand beurteilen?Stellen Sie sich an die Ecke bei Zötler und atmen Sie mal tief durch!Lecker oder?
Trinken Sie täglich Ihr Leitungswasser,oder holen Sie auch alle drei Tage 5 Liter Galonen aus dem Supermarkt?Haben Sie schon mal in die Nebenstrassen der Cruschowkas gesehen?
Fassadenmakeup,ein bisschen neue Pflasterung.Verblendung ,mehr nicht.Temporäre Sichtweise?Wenn jemand 20 Jahre in KGD wohnt, bedeutet das noch lange nicht, das man anders "Sehende "als inkompetent abtut.Wer hat die Verblendung denn abgesegnet?Bevor ein Gouverneur solche Behauptung von sich gibt ,sollte er vielleicht mal nachdenken, bevor er solche Sprüche raushaut.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. September 2017 19:11:42

... ich sehe schon, irgendwas hat Sie in Kaliningrad verärgert.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 10. September 2017 23:36:33

@Er befürchtet, dass die russischen Soldaten für ständig in Weißrussland stationiert bleiben.
Da bin ich politisch ungebildet, bis jetzt habe ich nicht verstanden wie Weißrussland aus Rußland ausgegliedert wurde. Für mich gehört das zusammen.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 10. September 2017 23:41:26

Russland und Weißrussland sind zwei souveräne Staaten. Sie waren bis 1991 im Bestand der Sowjetunion und haben danach wieder die staatliche Unabhängigkeit erklärt. Beide Länder haben ihren eigenen Präsidenten, eigene Regierung, eigene Währung, eigene Armee usw. Sie sind so eigenständig wie Deutschland und die Schweiz (als Beispiel)

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 13. September 2017 23:33:46

@Pflasterstein-Flüsterer gesucht
Oha, das ist nicht leicht. Einer meiner Söhne wurde Strassenbauer, der musste das Verlegen noch lernen, es wird doch im weiten Russland ähnliche Ausbildungen geben?

Georg Veröffentlicht: 20. September 2017 20:22:07

Gedämpfte Touristenzahlen

das wird wohl nichts mit den 1,6 Millionen Touristen, zumal im ersten Halbjahr gerademal ca. 500 000 in Kaliningrad aufgeschlagen haben. Ich denke auch, die Fußball-WM wird auch nicht den erhofften Durchbruch bringen, solange mit den Visabestimmungen eine unliebsame Hürde im Weg liegt. Russland müsste sich durchringen die Visapflicht einseitig aufzuheben, könnte auf langer Sicht von Erfolg gekrönt sein, wie man am besten Beispiel der Ukraine sieht. Ich bin sicher, dass Kaliningrad bei einer Visafreiheit, vorallem aus Deutschland eine ungeahnden Zuspruch erhalten würde und die Hotels wären bis zur Dachkammer gefüllt. Ich wäre schon längst einmal nach Kaliningrad gefahren, um dort Urlaub zu machen, aber als EU-Bürger ist man ein Reisen ohne Hindernisse gewöhnt und da schreckt das Visa schon mächtig ab.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 20. September 2017 21:21:47

...zur Fussball-Weltmeisterschaft herrscht Visafreiheit für diejenigen, die ein Fussballspiel besuchen.

.g Radeberger Veröffentlicht: 21. September 2017 01:47:34

21.09.2017 – Islamisten klagen gegen Kaliningrader Stadtverwaltung

"... , da durch den Kläger keinerlei Unterlagen vorgelegt worden sind, die die beanspruchte Summe belegt."

Da wird es wohl keine belegbaren Unterlagen geben. Da wusch wohl eine Muslimhand eine andere.
Außerdem wird es wohl garantiert dann durchgeschwitzte Gewänder auf Muslimseite geben, wenn das Gericht über die Herkunft der zig Mio. angeblich verbauten Rubelchen Auskunft haben will, weil in den Büchern dergleichen Summen als Positiva wohl nicht eingetragen sind.

.g Radeberger Veröffentlicht: 21. September 2017 01:55:07

21.09.2017 – Starker Rückgang der Bautätigkeit im Wohnungsbau

Das sagt erst einmal gar nichts aus. Die Zunahme oder Abnahme der Bautätigkeit im Wohnungsbau ist doch erst mit der Kenntnis über den sinkenden, steigenden oder keinen weiteren Bedarf an zusätzlichem Wohnraum eine Aussage.

.g Radeberger Veröffentlicht: 22. September 2017 01:26:59

22.09.2017 – Putin fordert Bau der Ostsee-Autobahn nicht zu verzögern

So eine Autobahn ist ja ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Aber eben nicht nur das.

Um einen Kommentar zu schreiben müssen Sie sich registrieren oder autorisieren
Melden Sie sich an